Bound by Fire and Fate [Royal&Yumi]

    • "Mir wäre kein Schlag am liebsten.", hatte Drawager bereits die Hände zur Selbstverteidigung erhoben, als Ryuki dabei war ein weiteres Mal auszuholen.
      "Und mach das nie wieder. Bei keinem. Ein Schlag auf den Kopf kann richtig schief gehen.", vor allem mit einer Bratpfanne. Wer hatte diesem Jungen überhaupt die Idee gegeben?
      "... mh? Nein... ich fürchte mehr fällt mir nicht ein.", seufzte der Drache tief, ehe er seinen Kopf auf seiner Faust platzierte, um wieder in Gedanken zu versinken.
      Warum sollte er, ein Drache, Angst vor einem Mann haben? Nein. Wieso sollte sein gesamtes Volk solche Furcht vor einem einzigen Mann haben?!
      "Das macht doch keinen Sinn..."

      ~~~

      "Ja... er hat den Drachen all die Jahre über behalten.", erklärte der Rothaarige Elb mit einem Nicken und unterdrückte die Erinnerungen, die dabei in ihm vorkamen. Wie er einem kleinen, jungen Alphi den Drachen schenkte, während er Tränen in den Augen vom Unwetter hatte.
      Zahlreiche Abende vor dem Kamin, in denen er seinem Neffen Geschichten von Drachen erzählte, während er das Kuscheltier in seinen Armen hielt und oftmals damit einschlief.
      Nur einmal hatte der Junge das Spielzeug verloren und die gesamte Dienerschaft half bei der Stunden langen Suche im Garten. Selbst Callisto half dabei, während er den Jungen tröstete und gut zusprach.
      Der Übeltäter? Safran hatte den Drachen versteckt, um den Jungen zu ärgern.
      Der Elb schüttelte den Kopf um die Erinnerungen zu verjagen und drückte Victor das Spielzeug in die Hände.
      "... mh? Ja... Du hast recht...", murmelte der Rothaarige nachdenklich vor sich hin.
      "... bring mir seine Haare. Außerdem... den Siegelring, den Alphinaud am Finger trägt.", wie konnte Callisto das nur vergessen? Jener Ring, den der König an seinen Erben weitergab, sobald er volljährig wurde... jener Ring, den Callisto nicht von seinem Vater erhalten hatte.
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    • Ryukis Wangen färbten sich leicht rosa, während er mit einem verlegenen Lächeln zur Seite blickte. Noch immer war er der Meinung, dass der Schlag mit der Bratpfanne etwas gebracht hatte... wenn auch nur ein bisschen.
      „Mein Eintopf wird gleich wieder alles besser machen.“, sagte er und wandte sich wieder dem Kochtopf zu, während er das Gespräch zwischen Drawager und Alphinaud weiterhin gespannt verfolgte.

      Alphinaud behielt einen ernsten Gesichtsausdruck. Auch wenn seine Mundwinkel leicht zu zucken begannen, als der junge Drache offenbar nicht wirklich zu verstehen schien, dass das, was er gerade getan hatte, alles andere als gut gewesen war.
      "Nein, das ist nicht witzig. Ich werde nicht lachen. Ich werde nicht grinsen. Nicht einmal ein bisschen!", dachte er.
      Doch versehentlich teilte er genau diesen Gedanken mit Drawager. Äußerlich bewahrte er eine ernste Fassade. Innerlich jedoch lachte sich der Elb ins Fäustchen.

      „Vielleicht hat Ryuki recht und es wird dir gleich besser gehen, wenn du etwas gegessen hast. Immerhin hast du dreihundert Jahre geschlafen. Ich wäre an deiner Stelle vor Hunger längst am Rad gedreht.“

      Er richtete sich wieder auf, konnte jedoch nicht anders, als Drawagers Hinterkopf einen prüfenden Blick zuzuwerfen, um sicherzugehen, dass der Schlag mit der Bratpfanne ihn nicht doch verletzt hatte.

      - - -

      Zerathyn beobachtete, wie sein Liebhaber für einen Moment in seinen eigenen Gedanken zu versinken schien.
      Doch der Hexer entschied sich dazu, dies nicht weiter zu kommentieren. Stattdessen beobachtete er, wie Callisto Victor das Kuscheltier in die Hände drückte.
      Der Siegelring... er erinnerte sich daran, wie Callisto ihm einst davon erzählt hatte. Damals hatte sein Bruder ihn vom damaligen König überreicht bekommen – und nicht er. Und das alles nur, weil er ein paar Jahre nach Therion geboren worden war.
      Aber gut... da sich dieses Problem nun erledigt hatte, fehlte nur noch sein Neffe.

      Für einen Moment wanderte sein Blick zu seiner Schöpfung. Es wurde Zeit zu sehen, was für ein Monster er wirklich erschaffen hatte.
      „Hör auf deinen Meister. Und beeil dich gefälligst, hörst du? Ich will nach deiner Mission einen Bericht von dir.“
      Seine Hand fand abermals ihren Platz auf Callistos Hüfte. Er beugte sich zu ihm runter und flüsterte ihm leise ins Ohr:
      „Wie sieht es aus, mein geliebter König? Möchtest du währenddessen deine Krönung schon etwas... vorfeiern?“
    • Noch immer rieb sich der Drache den Hinterkopf, dich als er Alphinauds Gedanken mitgeteilt bekam, konnte er nicht anders, als das ganze doch auch ein bisschen lustig zu finden. Und ein bisschen peinlich.
      Aber der Junge hatte wirklich Glück, dass er einen so harten Kopf hatte.
      "Nun... Du hast recht, ich bin am verhungern.", seufzte der Drache und setzte sich wieder an den Tisch, während er die Gefühle von Hunger an den Elben weiter leitete. Und wie auf Stichwort grummelte sein Magen wieder.
      "Aber sag mal... was führt dich eigentlich hierher? Bist du auf Reisen?", erkundigte sich Drawager, seinem Entschluss mehr über Alphi zu erfahren folgend.

      ~~~

      "Selbstverständlich, Meister... Schöpfer.", wusste Victor nicht so recht, wie er Zerathyn nun anzusprechen hatte, nun, da Callisto seine Seele bei sich trug und damit sein Meister war. Dennoch würde er es niemals wagen nicht den Worten des Hexers zu folgen, so verneigte er sich kurz und blickte zu dem Rothaarigen Elben, um auch sein Einverständnis zu holen, gehen zu dürfen.
      Dieser nickte, als er gerade von Zera an sich gezogen wurde. Somit drehte sich Victor um und sah nicht, was als nächstes kam... Wahrscheinlich besser so.

      "Ich dachte schon du fragst nie.", erwiderte der Elb mit einem Flüstern und zog den Hexer ein weiteres Mal an seinem Kragen zu ihm herunter, um dort weiter zu machen, wo sie vorhin aufgehört hatten.
      "... nur nicht hier.", fiel ihm plötzlich ein, dass sie im Zimmer seines Neffen waren.
      "... kannst du uns nicht in mein Zimmer hexen? Dann können wir nochmal über das Halsband reden...", zwinkerte er ihm zu.
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    • Auch Alphinaud erhob sich aus seiner knienden Position und begab sich zurück an den Tisch.
      Doch als ihm plötzlich ein gewaltiges Hungergefühl überkam, begann auch sein Magen laut zu knurren. Er blinzelte und sah verdattert zu dem älteren Drachen.
      Ist er das gerade gewesen? Oder lag es daran, dass er seit seiner Flucht keine vernünftige warme Mahlzeit mehr gehabt hatte?
      Er legte eine Hand auf seinen Bauch und warf einen fast schon sehnsüchtigen Blick in die Richtung des Topfes in welchem der Eintopf köchelte. Hoffentlich war das Essen bald fertig... er war am verhungern.

      Doch die Frage von Drawager riss ihn aus diesem Gedanken. Seine Augen wanderten von Ryuki und dem Kochtopf zu seinem Drachen.
      Die Frage kam unerwartet und... Alphinaud wusste nicht so recht, was er antworten sollte.
      Was sollte er ihm nur antworten? Die Wahrheit? Nein... er musste seine Vergangenheit hinter sich lassen... er war kein Prinz mehr, sondern ein einfacher Flüchtling.
      Aber je mehr er sich dagegen wehrte... desto mehr kamen die Erinnerungen zurück, die er so sehr versuchte zu unterdrücken und wieder unwissend mit Drawager teilte.

      Das Feuer... die Schreie... das ganze Blut... wie seine Krone zu Boden fiel...
      Wie er mit ansehen musste, wie seine Eltern vor seinen Augen ermordet wurden... und wie ihm schließlich von dem Jester ein Fluchtweg gezeigt wurde und er nur dadurch sein Leben behalten konnte.
      Seine Brust zog sich zusammen, sein Herz schlug immer schneller... die Schuldgefühle... und wie er sich einredete, dass er nicht hätte fliehen dürfen... das er irgendwas hätte tun müssen!
      Und noch schlimmer? Das Gesicht seines Onkels. Der Verrat. Von einem Mann, den er so sehr angehimmelt hatte...

      Ein zittriger Atemzug entwich seinen Lippen, doch als er gerade den Mund öffnete, stellte Ryuki vier Schalen mit dem dampfenden Eintopf auf den Tisch. "Guten Appetit! Mein Bruder kann zwar besser kochen als ich, aber lasst es euch schmecken!"
      Sein Blick wanderte für einen Moment umher. "MAA! Das Essen ist fertig!"

      - - -

      Ein dunkles Grinsen zog sich langsam über die Lippen des Hexenmeisters. "Ja, ich könnte uns in dein Zimmer hexen... aber ich werde es nicht tun.", er beugte sich runter und senkte seine Stimme zu einem tiefen Flüstern direkt in das Ohr des Elben.
      "Du weißt doch... ich sehe dich doch so gerne zappeln... und vor allem... betteln..."

      Währenddessen...

      Hiro - auf den Weg zum Krankenflügel - ging gerade den langen leeren Korridor entlang. Tief in Gedanken versunken, achtete er nicht wirklich auf seine Umgebung.
      Die Drohung von Callisto war ihn nicht entgangen... er musste sich nun unbedingt bedeckt halten und so tun, als würde er keinen Verdacht gegen den rothaarigen Elb hegen...
    • Drawagers Augen weiteten sich, als ihn eine Flut an Erinnerungen erfasste, die eindeutig nicht die seinen waren. Er war sich nicht sicher, ob Alphi diese freiwillig mit ihm teilte, oder sie ihn einfach so sehr übermannten, dass auch er nicht verschont blieb, aber er konnte den Schmerz des Elben spüren, das Feuer riechen, sehen wie seine Eltern vor seinen Augen von einem rothaarigen Mann erschlagen wurden... von einem Mann, der mehr als nur Hass in dem Jungen Elben auszulösen schien.
      Sogleich packte der Drache die Hand des anderen und drückte sie aufmunternd, doch bevor auch er seinen Mund öffnen konnte um Worte des Trosts zu spenden, wurde das Essen aufgetischt.
      Verwirrt blinzelte er die Schüssel an, er hatte seinen Hunger schon vollkommen vergessen.
      "... danke.", nickte er Ryuki dennoch zu und blickte Alphi einen Moment länger an, mit einem Blick, der verdeutlichen sollte, dass er verstanden hatten.
      Du bist nicht mehr allein., fügte er durch das Band hinzu, ehe er widerwillig die Hand zurück zog und sich dem Essen widmete.

      Währenddessen saß Xyla an dem Bett eines Jungen, der schon viel zu lange da lag. Sanft strich sie ihm die Haare aus dem Gesicht, wischte ihm den Schweiß von der Stirn und stellte sicher, dass er trotz seiner Ohnmacht etwas trank. Ehe Ryuki nach ihr rief.
      "... lass uns nicht zu lange auf dich warten, Füchschen.", verabschiedete sie sich mit einem Flüstern und ging die Treppe wieder hinab zu den anderen.

      ~~~

      Während der rothaarige Elb und der Hexer wer wusste schon was taten, hatte der Jester auch an diesem Tag sehr viele interessante Dinge gesehen... und er hatte das Gefühl, dass der Tag noch deutlich interessanter werden würde, als er einen ganz bestimmten, jungen Elb erblickte.
      Waren seine Schritte gerade noch mucksmäuschen still gewesen, ertönte bei seinem nächsten Schritt der bekannte Klang der Glöckchen, der ihn stets begleitet.
      "Sie mal einer an, wenn das nicht der junge Heiler ist! Wieso dieses betrübte Gesicht? Ich weiß! Ich habe wirklich wunderbare Neuigkeiten, willst du sie hören?", beugte er sich mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt hinunter und seine Augen blitzten vor Freude hinter der Maske, die dieses Mal ein kunstvolles, strahlendes Lächlen zeigte.
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    • Erst in dem Moment, als Drawager nach seiner Hand griff, realisierte Alphinaud, dass er versehentlich seine Erinnerungen mit ihm geteilt hatte.
      Der Elbenprinz weitete seine Augen und starrte den Drachen sprachlos an. Es ist nicht seine Absicht gewesen seine Erinnerungen zu teilen. Jedoch zog er seine Hand nicht zurück. Ganz im Gegenteil: er erwiderte den Griff des Drachen.
      Er selbst wollte seine Vergangenheit und alles was dazu gehörte einfach nur verdrängen und vergessen. Und dennoch konnte er nicht leugnen, dass Drawagers Berührung und die Worte, die er durch ihre Verbindung sprach... sein wild schlagendes Herz wieder ein wenig beruhigten.
      "Danke, Drawager.", antwortete er schließlich durch die Verbindung, bevor auch er seine Hand wieder löste.

      Ryuki, der von all dem natürlich nichts mitbekam, hatte sich mittlerweile an den Tisch gesetzt und blickte verwundert zwischen Drawager und Alphinaud hin und her.
      "Stimmt etwas nicht?", fragte er und wartete mit dem Essen bis auch seine Adoptivmutter am Tisch saß. Sein Bruder hätte ohne jeden Zweifel bereits mit dem Essen angefangen, ohne zu warten. Wie sehr er es doch vermisste...

      - - -

      Hiro erschrak, als plötzlich der königliche Jester vor ihm stand und ihn augenblicklich aus seinen Gedanken riss. Wo ist er denn so plötzlich hergekommen? Ist er eben nicht noch vollkommen allein in diesem Korridor gewesen?
      Wie angewurzelt blieb er stehen und brauchte einen kurzen Moment um zu verstehen, was sein Gegenüber gerade von ihm wollte.

      Der junge Heiler zögerte aber schüttelte dann nur seinen Kopf. Um was auch immer es sich handelte, er hatte gerade definitiv keine Zeit und Nerven dafür.
      "Vielleicht ein anderes Mal, ich muss jetzt zurück in den Krankenflügel. Ich hab viel zu tun." winkte er nur ab und wollte einfach an dem Jester vorbei gehen.
    • Der Drache schüttelte nur den Kopf, auch wenn er damit die schrecklichen Bilder und den dumpfen Schmerz nicht so recht vertreiben konnte.
      "Nein, nein, es ist alles gut.", wuschelte er Ryuki instinktiv durchs Haare und mit einem mal erinnerte er sich an etwas. Einen jungen Drachen. Geboren kurz bevor die Drachen um ihre Existenz bannen mussten. Was wohl aus ihm geworden war? Ob er wohl mittlerweile genau wie Ryuki eine menschliche Gestalt annehmen konnte?
      Er nickte ebenfalls der Hexe entgegen, die sich zu ihnen setzte, damit sie nun anfangen konnten zu essen.

      "... Wahrscheinlich sollten wir nun gehen. Ich danke euch für eure Gastfreundschaft... und eure Hilfe.", legte Drawager die Hand aufs Herz und verbeugte sich leicht vor Ryuki und Xyla zum Abschied, nun da sie zu Abend gegessen hatten.

      ~~~

      "... oh? Ist das so? Wie Jammer Schade.", tippte der Jester kurz auf das Kinn seiner Maske um das fröhliche Lächeln in einen enttäuschten Gesichtsausdruck in Blautöne zu verwandeln, nahm jedoch einen Schritt zur Seite um den jungen Elben durchzulassen, während er nachdenklich mit dem Finger am Kinn daneben stand.
      "Dabei hätte ich schwören können es würde dich interessieren, dass die Drachen zurück sind... ich hab einen auf dem Weg hierher gesehen, weißt du! Mhmmm... oh! War es nicht der junge Prinz, der so vernarrt in die Drachen war? Er hätte das sicher gerne gehört!", brabbelte er weiter und tippte sich wieder aufs Kinn um eine nachdenkliche Maske aufzusetzen.
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    • Auch Alphinaud verneigte sich, um seinen Dank über die entgegengebrachte Gastfreundschaft zu zeigen.
      "Vielen Dank... hoffentlich können wir das eines Tages zurückgeben.", sprach er und setzte trotz seines schweren Herzens ein Lächeln auf.
      Sie mussten weiter und durften sich nicht von ihren Gefühlen vereinnahmen lassen... ganz egal wie schwer es auch fiel.

      Ryukis Augen weiteten sich leicht, als sich Drawager und Alphinaud zum Dank verbeugten. Hastig - und etwas peinlich berührt - hob er seine Hände und schüttelte seinen Kopf.
      "Nicht doch! Das ist doch nicht nötig!", sagte er und sah fast schon hilfesuchend auf Xyla runter, welche er als Teenager bereits schon deutlich mit der Körpergröße eingeholt hatte.

      - - -

      Hiro erstarrte und er blieb augenblicklich stehen, während er seinen Kopf wieder zu dem Jester drehte.
      "Was sagst du da?", fragte er sofort und schüttelte seinen Kopf. "Du musst dich irren, die Drachen sind seit Jahrhunderten ausgestorben. Sie können nicht zurück sein. Und Alphinaud-", er stockte.
      Seine Hände begangen bei der Erinnerung an seinen besten Freund zu zittern, weshalb er sie in leichte Fäuste ballte.
      "Alphinaud ist tot...", sprach er leise und mehr zu sich selbst.
      Aber der Ausdruck in den Augen des jungen Heilers machte deutlich, dass er... daran zweifelte.
    • "Yuki hat recht.", fügte Xyla mit einem Lächeln hinzu und blickte zu dem jungen Drachen. Sie war eindeutig gerade noch ein paar Zentimeter kleiner gewesen.
      "Ich habe meine Bezahlung schon vor Jahren erhalten, ihr schuldet mir nichts.", fügte sie mit einer wegwerfenden Handbewegung hinzu.
      "... Bezahlung?", gab Drawager verwundert von sich, er konnte sich an nichts dergleichen erinnern... er konnte sich generell an viele Einzelheiten nicht erinnern.

      ~~~

      "... mhmmm? Sicheeeer? Mhmm... wie eigenartig.", lehnte er den Kopf von einer Seite zur anderen, offensichtlich schwer damit beschäftigt seine Erinnerungen zu sortieren, "Ich könnte schwören ich hätte einen gesehen... mhm... Oh!", schlug er mit der Faust auf die Handfläche, "Ich weiß schon, ich weiß schon! Es hat ihn wohl noch niemand entdeckt, weil er so klein ist! So ein kleiner, putziger, weicher Drache."
      Der Jester zählte die Eigenschaften des Drachen in einem Singsang auf, während er sich hin und her lehnte und dabei seine Glöckchen spielen ließ.
      "Schau doch selbst nach, wenn du mir nicht glaubst!", streckte er plötzlich die Arme aus, "Er war rot-braun, etwa so groß... und in der Hand eines Schwarzhaarigen Fremden... mh? Ein Fremde? Ja, eindeutig ein Fremder!"
      Tippte er ein weiteres Mal ein sein Kinn und die Maske zeigte wieder ein gelbes Lächeln, ehe er in die Richtung zeigte, in der er den Fremden gesehen hatte.
      "Aber beeil dich, ich glaube er will uns schon wieder verlassen!"
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    • Ryuki - der natürlich auch nichts von der damaligen Bezahlung wissen konnte - blinzelte verwirrt und sah seine Adoptivmutter nur mit einem fragenden Gesichtsausdruck an.
      "Was denn für eine Bezahlung?", fragte er sie leise. Um was es sich wohl für eine Bezahlung gehandelt hat? Vielleicht Gold? Juwelen? Diamanten?... oder doch etwas ganz anderes?

      Alphinaud blinzelte für einen Moment, auch wenn ihn das nach dem heutigen Tag nicht mehr wirklich zu überraschen schien.
      "Nun... dennoch vielen Dank, für eure Gastfreundschaft.", wiederholte er mit einem sachten Lächeln und sah dann zu Drawager.
      "Wollen wir?", fragte er, ging aber noch nicht zur Tür hinaus, sollte Drawager noch mehr über die Bezahlung wissen wollen.

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      Mit jedem Wort, dass der Jester sprach, weiteten sich die Augen des jungen Heilers ein wenig mehr. Und dann... traf ihn die Realisation. Der Jester sprach gar nicht von einem echten Drachen, nein. Die Beschreibung passte nur zu einer einzigen Sache... und zwar zu Alphinauds geliebten Kuscheltierdrachen!
      "In der Hand eines schwarzhaarigen Fremden?!", fragte er hastig. Was wollte ein Fremder mit dem Kuscheltier seines besten Freundes? Und wie ist er überhaupt an das Stofftier gekommen? Alphinauds Gemach ist verschlossen gewesen! Nicht einmal ihm hat man Zugang gewährt!

      Als der Jester dann schließlich in eine Richtung zeigte, weiteten sich seine Augen noch ein wenig mehr und bevor er selbst darüber nachdachte... rannte er in die Richtung. Fest entschlossen den Fremden zu finden und ihn zur Rede zu stellen.

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      Kaum war Hiro verschwunden, trat aus den Schatten eine weitere Gestalt, die alles beobachtet hatte. Leise wie der Tod selbst, trat der Priester näher und sah dem jungen Heiler für einen Moment nach.
      "Du willst noch mehr Chaos.", sagte er langsam und ließ seine blassen Augen langsam zu dem Jester wandern.
    • "Nun...", lächelte Xyla ganz geheimnisvoll zu dem jungen Drachen hinab ehe sie etwas aus den Tiefen ihres Mantels hervor zog, bevor Drawager etwas erwidern konnte.
      Der Drache stutzte, als die Hexe eine weitere Drachenschuppe in den Händen hielt, ehe er erkannte, dass es eine von seinen eigenen war.
      "Ah... ich verstehe...", rieb er sich den Hinterkopf und konnte beim besten Willen nicht sagen, wie er sich nicht daran erinnern konnte eine seiner eigenen Schuppen hergegeben zu haben.
      Hätte Drawager irgendwelche Zweifel daran gehabt einen Deal mit der Hexe ausgehandelt zu haben, dann wären diese spätestens jetzt fort.
      "Ja... Ja, wir können gehen. Danke.", verabschiedete sich auch Drawager nicht einer leichten Verbeugung und einem Nicken.
      "Aber gerne doch. Ihr könnt uns jederzeit hier besuchen.", fügte die Hexe mit einer wegwerfenden Handbewegung hinzu. Ryuki würde sich sicher freuen, wenn er mehr Zeit mit einem Drachen verbringen könnte.

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      "Mhmmm...? Ich meine ist doch langweilig den anderen das Feld zu überlassen und nicht ein bisschen mit zu spielen.", hob der Jester leicht das Kinn seiner Maske, um dem Priester sein wahres Lächeln zu zeigen.
      "Meinst du nicht der kleine Prinz kann etwas Hilfe gebrauchen? Ich hätte erwartet, dass du der erste bist, der etwas gegen den Fremden unternehmen würde...", wurde seine Stimme mit jedem Wort sanfter und er legte eine Hand um die Taille des Priesters, um ihn sachte wieder zurück in den Schatten zu ziehen. Geschützt vor neugierigen Augen.
      "... denn wenn es nach mir ginge wären wir nicht mehr hier.", flüsterte er die nächste Worte nahe seines Ohrs und ihm war anzuhören, dass er mit der Entscheidung noch immer nicht ganz zufrieden war. Nur ein bisschen. Er schmollte ein wenig hinter seiner Maske und beugte sich nach unten, um die Stirn auf die Schulter des anderen zu legen.

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      Währenddessen lief der schwarzhaarige Fremde den Gang zum Tor entlang, das Kuscheltier des Prinzen fest in der Hand, ohne überhaupt auf die Idee zu kommen, dass er es irgendwie verstecken müsste.
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    • Auch Alphinaud weitete leicht seine Augen, als er die Drachenschuppe erblickte, welche eindeutig von Drawager stammte.
      Wieder einmal wurde ihm bewusst, wie wertvoll diese wohl zu sein schienen. Ob - was auch immer die Drachen bedrohte - hinter den Schuppen der Drachen her ist?
      Für einen Moment, beobachtete der ehemalige Prinz, wie Drawager sich wieder den Hinterkopf rieb. Ob das noch eine Nachwirkung von Ryukis Schlag mit der Bratpfanne war, oder ob dem Drachen das einfach nur beim nachdenken half?
      Ohne darüber nachzudenken, hob der Elb seine Hand und strich dem anderen mit seiner Handfläche sanft über den Hinterkopf.

      Doch dann zog er seine Hand auch schon wieder weg, verbeugte sich zum Abschied ein weiteres mal und erwiderte: "Es wäre uns eine Ehre, Euch nochmal besuchen zu dürfen. Bis dahin."
      Mit einem letzten Lächeln wandte er sich ab und verließ als erstes die Hütte der Hexe. Jetzt hatten sie Enigmas Schuppe... und mussten sie ihn nur noch finden.

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      Die blassen Augen des Priesters blieben auf dem Jester gerichtet. In seinem Gesicht zeigte sich keine Emotion. Keine Freude, keine Wut, keine Trauer, keine... Liebe.
      Seit seiner Wiedergeburt, seit diese dunkle Seite in ihm steckte, die daraus resultierte, dass er in seinem vorherigen Leben von der Königsfamilie zu Unrecht hingerichtet worden war... hatte er jegliche Emotionen verloren.

      Erst die Rache an seinem Peiniger oder dessen Nachfahren würde diesen Fluch endlich von ihm nehmen... erst dann könnte er endlich wieder zu dem werden, der er einst gewesen war.

      "Ich habe dir bereits gesagt, dass es er sein soll.", antworte er in einem Ton, als würde er mit einem Fremden sprechen. So kalt und so anders von der Art und Weise, wie er in seinem vorherigen Leben zu seinem Liebsten gesprochen hatte. Auch die Berührungen erwiderte er nicht... aber er stieß den Anderen auch nicht von sich weg.
      Sein Blick wanderte für einen Moment erneut in die Richtung, in der Hiro verschwunden war.
      "Und du meinst wirklich, dass dieser einfache Heiler irgendwas ausrichten kann?"

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      Hiro rannte so schnell, wie ihm seine Beine nur tragen konnten. Seine Lunge brannte, aber er wagte es sich nicht, auch nur einen Moment stehen zu bleiben.
      Tausende Fragen schossen ihm durch den Kopf, aber er durfte sich kein Zögern erlauben. Nicht jetzt, nicht wenn es um Alphinaud ging und er sowieso schon Zweifel an seinem Tod hegte.
      Es dauerte einen Moment, aber schließlich... erblickte er den schwarzhaarigen Fremden, der auf die Beschreibung des Jesters passte.
      Seine Augen weiteten sich als er doch tatsächlich Alphinauds Drachen in dessen Händen entdeckte.

      "Es ist also wahr... wie ist er nur daran gekommen?!", dachte er und ohne weitere Zeit zu verschwenden, stellte er sich dem Fremden in den Weg. (Wie konnte jemand so schlaues wie Hiro, manchmal nur so dumm sein?)
      "Der gehört dir nicht, gib ihn sofort her!", forderte er sofort und griff nach dem Stofftier, um es den Fremden aus der Hand zu reißen.
    • Drawager zuckte zusammen, als er die Hand des Prinzen an seinem Hinterkopf spürte und blickte mit großen Augen auf diesen hinab, errötete sogar ein wenig, bevor er sich mit einem räuspern wieder beruhigte. Alphi schien dieser Geste keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken, als sollte er da wohl auch nicht mehr darüber nachdenken.
      Auch wenn ihn das leise Kichern der Hexe etwas verlegen machte. Sie hatte es gesehen, oder? Oder?
      Er nickte den Beiden ein weiteres Mal zu, ehe er dem Elfen folgte, die weiße Schuppe fest in seiner Hand haltend, damit sie die beiden dort hin führte, wo sie als nächstes sein mussten.
      Wo das wohl sein würde? Drawager hoffte inständig, dass sie ihn direkt zu Enigma führen würde. Er vermisste seinen Freund und wollte ihn nur zu gerne sehen.
      "... Moment. Wir müssen da lang.", griff er einem Instinkt folgend nach der Hand des Elben, als er in die falsche Richtung abbiegen wollte und zeigte ins Dickicht. Sie würden zwar vom Trampelpfad abkommen, aber die Schuppe flüsterte ihm eindeutig zu, dass sie in diese Richtung musste.

      ~~~

      "Ich weiß, ich weiß...", murmelte der Jester in die Schulter des Priesters und schmollte noch immer, während er sich an den anderen Mann schmiegte.
      Er störte ihn nicht, dass er die Berührung nicht erwiderte oder mit dieser kalten, monotonen Stimme zu ihm sprach, auch wenn es ihm immer wieder einen Stich versetzte, wenn er sich daran erinnerte, wie es in einem anderen Leben war.
      Und dieses Leben wollte er wieder zurück haben. Koste es, was es wolle.
      Bis dahin? Würde er sich mit dem zufrieden geben, was der verfluchte Priester gewillt war zu geben.
      "Mhmmm... wer weiß?", gab er mit diesem typischen Grinsen von sich, das deutlich machte, dass er nicht alles sagt was er wusste.
      "Selbst wenn nicht bin ich mir sicher, dass es wenigstens lustig wird... wollen wir mal nachsehen?", kicherte er und hob den Kopf wieder, um seine Maske zu richten.

      ~~~

      Victor war kurz davor die Tür zu erreichen, die ihn nach draußen führen würde, als er unerwarteterweise stehen bleiben musste.
      Verwundert weiteten sich seine Augen ein wenig, doch er ließ das Kuscheltier nicht los, als Hiro danach griff.
      Er hielt es fest in der Hand, mit einem eisernen Griff.
      "... Du irrst dich. Es wurde mir gegeben.", wusste er nicht so recht, wie er darauf reagieren sollte. Wer war dieser junge Mann überhaupt?
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    • Alphinaud hielt inne, als Drawager plötzlich nach seiner Hand griff. Er blinzelte für einen Moment, zog seine Hand jedoch nicht zurück.
      Stattdessen folgte er mit seinen Augen die Richtung, in die sein Drache zeigte, nur um daraufhin seine Augenbrauen hochzuziehen.
      "Drawager... bist du dir wirklich sicher, dass wir in diese Richtung müssen?", frage er skeptisch und vielleicht kam in dem Moment auch ein wenig sein prinzliches Wesen zum Vorschein.
      Sie würden sich doch nur ihre Klamotten zerreißen oder sich im schlimmsten Fall sogar verlaufen.

      - - -

      Der Priester schwieg. Seine blassen Augen ruhten nun emotionslos auf dem Jester, welcher vor ihm stand und sich an ihn schmiegte.
      Er wusste, dass er diesen Mann einst mit Leib und Seele geliebt hatte. So sehr, dass seine Seele wiedergeboren wurde, doch... er wusste nicht mehr wie es sich anfühlte.
      So sehr es auch wollte... so sehr er es versuchte... er fühlte einfach... nichts.
      "Ja.", antwortete er schließlich, bestätigte seine Aussage nochmal mit einem Nicken und ging voraus.
      Bei seinen Predigten waren seine Emotionen komplett gespielt... eine Maskerade... ein reinsten Schauspiel. Doch bei seinem Jester? Wusste er genau, das er dies nicht tun musste.

      In gewisser Weise trugen sie also beide eine Maske...

      - - -

      "Ich glaub dir kein Wort!", fauchte Hiro, griff mit beiden Händen fest nach dem Stofftier und versuchte es aus dem festen Griff zu ziehen.
      "Gib es sofort!", wiederholte er, diesmal lauter. "Das gehört meinem besten Freund!"
      In einem Akt der puren Verzweiflung, hob der Heiler seine Hand und schlug dem Fremden eine Ohrfeige. Doch hatte diese Handlung nicht den erhofften Effekt.
      Denn Hiro war es, der sein Gesicht vor Schmerzen verzog und wimmernd seine Hand zurückzog, welche bereits etwas anschwoll.
    • Drawager hielt inne, als er den skeptischen Blick des Prinzen sah. Er starrte ihn für einen Moment an, ins Dickicht und dann wieder zurück, im Versuch zu erraten, was Alphi nicht an dem Weg gefiel.
      Ja, es war offensichtlich kein Weg, der oft genommen wurde, aber damit hatte der Drache noch nie ein Problem gehabt.
      "Ja. Wieso nicht? Spür doch.", hielt er ihm Enigmas Schuppe entgegen.

      ~~~

      Victor blinzelte nicht einmal, als der Fremde ihn plötzlich schlug. Sein Gesicht bewegte sich keinen Millimeter, keinerlei Röte zeichnete sich auf seiner Wange ab, stattdessen war es Hiro, der nun Schmerzen hatte.
      "... das hättest du nicht tun sollen.", gab der Schwarzhaarigen mit einem Seufzen von sich und selbst ihm wurde bewusst, wie viel Aufmerksamkeit die Beiden aufeinander zogen. Bedienstete warfen ihnen Blicke zu, einige mutige blieben sogar stehen, um Zeuge des Schauspiels zu werden.
      Und in den Schatten? Der Jester und sein geliebter Priester.
      "Ich sagte doch es wird lustig.", flüsterte er ihm mit einem Kichern ins Ohr, auch wenn er wusste, dass er seinen Humor genauso wie alle anderen seiner Gefühle verloren hatte. Aber er war nun einmal ein Jester. Wozu war er denn sonst gut?
      "Ich hab wirklich keine Zeit dafür. Wenn du mir nicht glaubst, dann frag deinen König.", fügte Victor hinzu und griff fast schon sachte nach Hiros Handgelenk, um die gesunde Hand von dem Kuscheltier zu befreien.
      Kurzerhand öffnete er sein Jackett, um das Kuscheltier zu verbergen und ließ den anderen Mann mit seinen Schmerzen zurück. Er hatte eine Mission zu erfüllen. Er durfte seinen neuen Meister nicht warten lassen.
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    • Alphinaud starrte für einen Moment auf Enigmas Schuppe und dann wieder und dann wieder auf Drawager. "Ich spür da nichts. Und wenn, dann auch nur durch dich und durch unsere Verbindung.", antwortete er und sein Blick wanderte wieder auf das Dickicht.
      "Wir uns doch nur unsere Klamotten zerreißen oder dreckig werden... und wer weiß, was darin alles lauert.", murmelte er so leise, dass er hoffte das Drawager es nicht hörte.

      - - -

      "Hm.", antwortete der Priester, als er sich zusammen mit seinem Jester das Schauspiel aus den Schatten heraus ansah.
      Vielleicht hätte ihm das alles amüsiert, wenn er bereits seine Emotionen wieder gehabt hätte. Aber bis dahin? Konnte er nichts anderes tun, als sich alles mit einer kalten Miene anzuschauen.

      Hiro schüttelte seine Hand aus in der Hoffnung, dass dies seinen Schmerz lindern würde. Doch war dies leider nicht der Fall. Doch es war eine andere Sache, die ihn für einen Moment erstarrten ließ. Und zwar die nächsten Worte des Fremden:

      "... dann frag doch deinen König."

      Der junge Heiler erstarrte und er konnte spürten, wie das Blut in seinen Adern gefrierte. Der König? Was hatte Alphinauds Onkel mit dem Fremden zu tun? Hatte er dem Fremden etwa das Kuscheltier gegeben? Und warum? Warum ausgerechnet Alphis Kuscheltier?
      Er starrte den Fremden nach. Seine Gedanken rasten, als sich die Fragen in seinem Kopf immer weiter stapelten.

      Er sah umher und bemerkte jetzt erst, dass sie die Aufmerksamkeit anderer Bedienstete auf sich gezogen hatten. Verdammt.
      Mit einem tiefen Atemzug, versuchte er seine Fassung wieder zu erlangen und in einem Akt der Unvernunft... folgte er dem Fremden.

      Nach Callistos Drohung am Morgen... war es vielleicht sowieso besser, wenn er erstmal unter der Bildoberfläche verschwand.
    • "... tust du nicht?", war Drawager sichtlich überrascht und blickte auf die Schuppe in seiner Hand. Er war sich sicher, dass jeder diese Anziehungskraft spüren konnte, der die Schuppe in den Händen hielt... oder?
      Nun, es brachte nichts darüber zu diskutieren, als schüttelte er den Kopf und blickte wieder zu Alphi.
      Er seufzte kurz und ließ einen seiner Flügel aus dem Rücken wachsen, welcher sich schützend um den Elben legte.
      "Du wirst dir schon nichts zerreißen. Oder dreckig werden. Versprochen.", hatte er wohl nicht mit dem guten Gehört des Drachen gerechnet.

      ~~~

      Victor bemerkte nicht, dass er verfolgt wurde. Er ging auf direktem Weg zum Stall, lieh sich ein schwarzes Pferd und verließ die Stadt auf direktem Wege.
      Nachdem Victor etwas Abstand zwischen sich und die Königsstadt gebracht hatte, ließ er sein Pferd langsamer laufen, holte das Kuscheltier aus seinem Jackett hervor... und riss diesem ein Beinchen aus, dass er sich daraufhin wie einen Snack in den Mund warf. Ohne zu kauen schlug er den gefüllten Stoff herunter, schloss kurz die Augen, um die Magie in seinem Inneren zu aktivieren... und wendete sein Pferd nach Osten.
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    • Alphinaud erstarrte für einen Moment und seine Augen weiteten sich, als ihm bewusst wurde, das Drawager ihn trotz seiner geflüsterten Worte gehört hatte.
      Seine Ohren wurden heiß und seine Wangen erröteten sich - erst Recht, als aus dem Rücken seines Drachen plötzlich ein Flügel wuchs und dieser schützend um ihn gelegt wurde.
      Am liebsten wollte er weiter protestieren, aber ihm wurde schnell bewusst, dass es wohl keinen anderen Weg gab. Und vielleicht war es auch sowieso besser, sich nicht auf dem offenen Weg zu bewegen. Immerhin durfte er nicht vergessen, dass er noch immer verfolgt wurde...

      Ein langer gequälter Atemzug entwich den Lippen des Prinzen, bevor er schließlich nickte. "Na gut... na gut. Wir nehmen den Weg durchs Dickicht... wenn man das überhaupt als einen Weg bezeichnen kann."

      - - -

      Die ganze Zeit war Hiro dem Fremden gefolgt. In den königlichen Ställen hatte er gezögert, aber dann... hatte er sich dazu entschlossen, das Pferd von Alphinaud zu nehmen.
      Eine wunderschöne und zutrauliche weiße Stute. Zumindest war sie das immer bei ihrem Meister und Hiro gewesen.
      "Wir holen das Stofftier zurück, versprochen.", flüsterte ihr zu, als auch er auf ihren Rücken die Stadt verließ und dem Fremden mit genügend Abstand folgte.

      Es dauerte nicht lange, bis Hiro etwas sah, dass ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er blinzelte, dann nochmal... und noch immer konnte er nicht ganz glauben, was er gerade gesehen hatte.
      Hatte... der Fremde gerade eins der Beinchen vom Stoffdrachen gegessen?! Was stimmte mit diesem Fremden nicht?! Nicht nur, dass die Ohrfeige ihn rein gar nicht interessiert hatte, sondern nun auch das?! War er überhaupt ein Mensch?!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von yuyuumyn ()