Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

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    • Er küsste die Narbe noch ein weiteres Mal, bevor er sich damit zufrieden gab, Ilya einfach nur weiter festzuhalten. Aber irgendetwas stimmte nicht. Noch konnte er all die Empfindungen nicht ganz auseinanderhalten; welche waren seine, welche waren ihre, und was bedeuteten sie, aber irgendetwas auf ihrer Seite betrübte sie. Cal drückte Ilya einen Kuss auf den Scheitel.
      "Was ist los?" fragte er.
      "Du hast den Schwur begonnen mit mir. Das dauert länger. Einen Monat so weit ich weiß. Du musst dir Blut von mir nehmen. Sonst wird’s ungemütlich."
      "Ungemütlich? Für dich oder für mich?"
      Wenn er übermorgen draufging und dieses Monatsding nur ihm schadete, dann war das ein Problem weniger. Aber wenn es Ilya schaden könnte, wenn diesen Schwur nicht durchzog... ein Grund mehr am Leben zu bleiben. Vollkommen egal, ob er Flint jeden Knochen brechen lassen würde, solange er am Ende der Nacht wieder bei Ilya war, dann wäre es das wert.


    • "Ungemütlich? Für dich oder für mich?" Ilya konnte Calders Gedanken förmlich vor ihren Augen sehen und das, obwohl sie gar nicht in seinem Verstand herum gewühlt hatte. Das war wohl auch ein Nebeneffekt davon. Ob das so nett sein würde immer? Das würde sich zeigen. Anstatt sich über die nicht so schönen Seiten überhaupt Gedanken zu machen kuschelte sie sich mehr an ihn ran und lauschte seinem so schnell schlagenden Herzen. Hoffentlich schlug es länger als nur ein oder zwei Jahrhunderte.
      "Für uns beide. Ein Schwur, auch wenn er nur begonnen wurde, ist für immer. Du wirst immer mehr Blutdurst bekommen bis der Schwur fertig ist. Nicht nach jemand anderem, aber nach mir." Sie hoffte inständig, dass er da nichts gegen hatte. Sie hatten ja doch irgendwie nicht so sehr darüber geredet, was eigentlich hinter ihren Taten stand.
      "Ich teile mein ganzes Leben mit dir. Meine Kraft, meine Regeneration. Was mein ist, ist auch dein." Es war ein beflügelndes Gefühl. Der Gedanke daran nicht alleine zu sein, wenn alle anderen um sie vielleicht gehen würden. Denn irgendwann zerfielen zumindest geschaffene Vampire zu staub.
      "Das Problem ist eher, wenn der Schwur nicht vollzogen wird. Dann verliere ich das, was ich dir gegeben habe. Deswegen gehen gerade wir geborenen Vampire sowas nicht ein. Es ist einer der wenigen Wege uns wesentlich schwächer zu machen, oder uns gar umzubringen ohne in einen direkten Kampf mit uns zu gehen."


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    • "Ich teile mein ganzes Leben mit dir. Meine Kraft, meine Regeneration. Was mein ist, ist auch dein. Das Problem ist eher, wenn der Schwur nicht vollzogen wird. Dann verliere ich das, was ich dir gegeben habe. Deswegen gehen gerade wir geborenen Vampire sowas nicht ein. Es ist einer der wenigen Wege uns wesentlich schwächer zu machen, oder uns gar umzubringen ohne in einen direkten Kampf mit uns zu gehen."
      Cal knurrte leise. Niemand würde ihm Ilya wegnehmen. Wenn es auch nur jemand versuchte, würde er denjenigen in der Luft zerfetzen.
      "Dann ist es ja gut, dass dir jetzt ein ganzes Rudel Wölfe gehört," gab er zurück. Zumindest für den Moment war das sogar die Wahrheit. "Was mein ist, ist auch dein, gilt nicht nur für Vampire. Ich kann dir zwar kein Fell geben, aber das Rudel muss dich jetzt als Teil akzeptieren. Und du kannst auch, vorausgesetzt ich behalte meine Stellung, Befehle an meiner statt geben. Rudelgesetz sieht uns jetzt als eine Einheit an. Dein Wille ist mein Wille."
      Auf der anderen Seite würde das dafür sorgen, dass Cal als Wanderer niemals einem anderen Rudel beitreten konnte. Sein starkes Blut hätte das sowie so beinahe unmöglich gemacht, aber gebunden an eine Vampirin? Das würde er sich ja nicht einmal selbst ins Rudel holen, wenn er ehrlich war. Naja, vor drei Monaten hätte er das vielleicht nicht getan.
      "Der Rat wird so angepisst sein, wenn ich dich in zwei Tagen mitbringe," kicherte Cal.
      Das geschah diesen alten Säcken nur Recht. Als seine Bundpartnerin hatte Ilya jetzt das Recht, jederzeit im Revier aufzutauchen. Und sie hatte das Recht, bei seinem Kampf dabei zu sein. Und er wollte sie dabei haben. Er brauchte sie dort.
      "Du musst natürlich nicht kommen," sagte er schnell hinterher. "Ich kann's verstehen, wenn du dir sowas nicht geben willst. Aber dir wird nichts passieren, egal, wie der Kampf ausgeht." Er strich Ilya sanft mit den Fingern über die Wirbelsäule. "So ein Bund ist für uns heilig. Sie würden dich wahrscheinlich sofort rausschmeißen, aber niemand wird dir ein Haar krümmen."
      Tatsächlich war Ilya jetzt auf ewig sicher vor seinem Rudel. Selbst im Falle von Cals Ableben wäre es ein Verbrechen, Ilya zu verletzen. Je nachdem, mit wem sie es zu tun hatte, würde sie der Wolf sogar beschützen.
      "Die Große Wölfin und der Mond haben dich als würdig gesegnet oder so was. Da wird sich niemand dagegen stellen."
      Das mit dem Blutdurst... damit würde Cal wohl klarkommen müssen. So schlimm war es eben ja auch nicht gewesen. Ganz im Gegenteil eigentlich. Er hatte das Blut kaum geschmeckt - da waren zu viele Empfindung im Weg gewesen. Wenn er das für einen weiteren Monat machen musste, dann würde er sich bestimmt nicht wehren. Und er würde den Teufel tun und Ilya verletzlich zurücklassen. Nein, er würde diesen Kampf gewinnen und Flint - und den Rat - in seien Schranken verweisen. Wie schmerzhaft das werden würde, hing allein von Flint ab.


    • "Klar komme ich mit. Wäre ich vorher schon, wenn es irgendwie gegangen werde." Empört plusterte sie sich auf ihm auf. Vorher hatte sich Ilya zurück gehalten, nicht weil sie sonderlich viel Respekt oder Angst hatte, sondern weil sie sich nicht gerne in Angelegenheiten einmischte, die sie nichts anging. Gerade was Rudelinterne Probleme anging? Da hatte sie sich bis lang nicht zu erdreistet, dass sie, als Außenstehende, als Feindin, als Vampirin in seinem eigenen Rudel für Unruhe stiftete.
      Schließlich wäre es je nachdem schlecht auf Calder zurück gekommen. Wenn man ihm nicht glaubte, dass er sich für das Rudel einsetzte, oder dass er sich nicht von einem Vampir um den Finger gewickelt hatte lassen.
      Nun allerdings? War das sehr wohl ihr Bier. Sie würde sich nicht abhalten lassen davon, Calder zu beobachten und ihm beizustehen. Wenn auch nur mental. Sie würde sich garantiert nicht davon beeindrucken lassen, was irgendwelche Wölfe dachten, nur weil sie ein paar Jahre länger lebten. Das tat sie ja nicht mal beim alten Rat und die lebten seit Jahrhunderten.
      Ilya seufzte leise, als seine Finger über ihren Rücken strichen. Bildete sie sich das nur ein oder war der Temperaturunterschied zwischen ihnen beiden geringer geworden? War ihr Körper wärmer geworden? Oder seiner Kälter? Oder vielleicht sogar beides?
      "Cal-" murmelte sie dann, fast schon geistesabwesend. Sie mochte seinen Namen. Hatte ihn schon so oft gesagt, doch jetzt fühlte es sich mehr an, wie als wäre es ein Teil von ihr. Als wäre es ihr Geburtsrecht ihn so zu nennen.
      Wie sollte sie ihm das nur sagen? Was sie eben gesehen hatte, als er sich halb verwandelt hatte? War das nur ein Irrtum gewesen? Eine Halluzination? Oder würde das permanent sein? Was würde sein Rudel dazu sagen? Sie konnte ihn doch unmöglich so ins Messer laufen lassen.
      "Verwandel dich." Okay, das klang mehr nach einem Befehl als einer Bitte, aber es war ja auch mittlerweile irgendwie das Gleiche. Nicht nur, weil Ilya gerne mit einem übergroßen Wolf kuschelte, sondern auch weil das der einzige wirkliche Weg war, um ihm das beizubringen, was er vermutlich selbst noch gar nicht wusste.


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    • "Cal-"
      "Hm?"
      Cal hatte ein bisschen gedöst, so wohl fühlte er sich hier. Er war ja schon immer ein Fan von Kuscheln gewesen, aber jetzt mit Ilya war das noch einmal um Welten besser.
      "Verwandel dich."
      "Hm?!"
      Okay. Seltsam, aber okay.
      Etwas widerwillig löste Cal die Arme von Ilya. Ein warmer Schauer durchfuhr ihn, als sie von ihm runterkletterte. Er stand auf, streckte sich kurz - ohne dabei wie erwartet gegen eine kleine Schwindelattacke ankämpfen zu müssen - dann verwandelte er sich, wie Ilya es von ihm verlangt hatte. Aus Mann wurde Wolf.
      Nur dass der Wolf anders aussah als er es noch vor ein paar Stunden getan hätte - und das war nicht der fehlende Mond am Himmel.
      Seine Augen wurden wieder schwarz wie die Nacht, seine Pupillen blutrot. Sein Fell war noch immer matschbraun, aber zu den Spitzen hin wurde es doch tatsächlich silbrig-weiß. Außerdem war Cal ein paar Zentimeter größer und seine Zähne ein kleines bisschen länger - lang genug um ein bisschen aus seinem Maul herauszuragen.
      Wie immer schüttelte sich Cal kurz, nachdem er sich verwandelt hatte. Das half einfach damit, alles an seinen Platz zu kriegen. Dann setzte er sich und legte den Kopf ein wenig schief. Noch waren ihm die Veränderungen an ihm nicht aufgefallen.


    • Sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie die Verwandlung selbst spüren würde, doch jetzt wo er da in seiner Wolfsgestalt saß, spürte sie alles ein bisschen mehr. Den Geruch des Wohnzimmers, die kalten Fliesen unter seinen Pfoten. War es das, was ihre Eltern immer spürten? Oder war das nur etwas zwischen ihnen?
      Viel dringender als das waren allerdings Cals Veränderungen, die selbst ihr direkt ins Gesicht sprangen obwohl sie ihn ja noch nicht so oft verwandelt gesehen hatte. Seine Augen hatten ein ähnliches Rot wie das der Jungvampire angenommen. Sein Fell an den Spitzen glich eher ihren Haaren als seinen. Und…war er etwas größer geworden?
      Ilya wusste nicht wie sehr ihm das auffiel. Ob ihm das überhaupt auffiel. Sie wusste auch nicht genau wie viel er von ihren Gedanken und Gefühlen in seiner Gestalt mit bekam. Also sah sie ihn an, in diese neuen Augen, die trotzdem ihm gehörten.
      Diesmal fragte sie nicht nach Erlaubnis. Über diesen Punkt waren sie schon längst hinweg. Stattdessen drang sie in seine Welt ein, nicht mit Gewalt aber mit einer Selbstverständlichkeit, dass sie auch da hin gehörte. In seinen Kopf. In seine Gedanken.
      “Cal schau mal nach unten auf deine Pfoten.”


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    • Cal nieste, warum auch immer, als er Ilya in seinem Kopf spürte. Sie war irgendwie präsenter als das letzte Mal, als sie das gemacht hatten. Letztes Mal hatte er nur erahnen können, dass sie da war, und das auch nur, weil sie ihm das gesagt hatte. Aber jetzt konnte er genau spüren, dass sie da war. Es war weniger wie eine Person, die sich in seinem Kopf umguckte und mehr, als legte sie sich neben ihn ins Gras uns sah sich an, was er sich ansah. Und irgendwas machte sie nervös. Wobei nervös nicht unbedingt das richtige Wort war. Aber besorgt wollte Cal das auch nicht nennen.
      "Cal schau mal nach unten auf deine Pfoten," meinte sie und Cal gehorchte.
      Er spitzte die Ohren, als er sein Fell sah. Das war neu! Er warf den Kopf nach rechts und nach links, sprang auf und verfolgte seinen Schwanz für ein, zwei Runden, während er sein Fell betrachtete.
      Es sollte ihn besorgen, vielleicht sogar verstören, dass er jetzt anders aussah. Aber das tat es nicht. Weil es sich nicht falsch anfühlte. Er fühlte sich nicht anders. Er hatte einfach nur ein bisschen sein Aussehen verändert. Sich sozusagen an Ilya angepasst. Daran hatte er nicht unbedingt etwas auszusetzen.
      Er yippte leise und hüpfte auf seinen Vorderläufen.
      "Spiegel," dachte er, wohlwissend, dass Ilya ihn jetzt nicht mehr überhören konnte. Er wollte wissen, wie er aussah! Es war schon eine Weile her, dass er sich so welpenhaft gefreut hatte.


    • Ilya lachte, nicht leise sondern relativ laut, als Calder wie ein besessener Hund sich ein paar mal im Kreise drehte. Vielleicht, weil seine Freude so ansteckend war, oder weil sie einfach seine Freude als ihre spürte. Beides vermutlich. Zu gleichen Teilen.
      “Im Bad.” Ob er bei der Augenfarbe auch so reagieren würde? Das würde sich wohl zeigen.
      Sie erhob sich langsam, fast ein bisschen zu gemächlich. Sein Blut hatte ihren Magen nun ordentlich gefüllt und auch wenn Vampire nicht so etwas wie ein Verdauungsschläfchen machten, war sie ungewöhnlich schläfrig. Gleichzeitig hatte er sie aber auch gut durch genommen. Sie konnte ihn immer noch überall spüren. Zwischen ihren Beinen, an ihrer Schulter, auf ihrem Rücken.
      Sie lief voran, zu ihrem großen Badezimmer, nicht das, was sie ihm beim letzten Mal hatte benutzen lassen, als er das Gästezimmer belegt hatte.
      Ilya Tapste barfuß über den marmorierten Boden und dachte gar nicht daran nicht mit den Hüften zu schwingen um ihm einen schönen Anblick von ihrer Hinterseite zu geben.
      Immerhin war die Tür eh eher eine große Schiebetür, sodass Cal auch in seiner Wolfsform keine Probleme haben sollte es zu betreten.
      Das Bad in dunklem Anthrazit gehalten, hatte, dafür dass sie so selten badete, am hinteren Ende ein großes Sitzbad zum einsteigen, fast wie ein Pool. Daneben eine abgetrennte Dusche. Direkt im Eingang befand sich ein Waschbecken, einer der beiden Schminktische ihrer Wohnung und ein großer Spiegel zum fertig machen. Jetzt, wo sie schon hier war könnte sie wohl gleich eine Dusche nehmen. Zunächst allerdings sah sie zu Calder, wie er sein neues Aussehen so fand.
      “Also ich find es steht dir.”


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    • Cal folgte Ilya, wobei er ganz genau auf das hypnotische Schwingen ihrer Hüften achtete. Er machte sich nicht einmal die Mühe so zu tun, als sei er ein Gentlewolf. Nein, das da war seine Partnerin und sie hatte ein anbetungswürdiges Hinterteil, also würde er auch an diesem Altar beten.
      Als erste fiel Cal in dem großzügigen Badezimmer die riesige Wanne auf. Er steckte ungebremst seinen Kopf hinein und schnupperte dran. Der Geruch war egal, aber seinen Kopf darin zu halten ließ ihn wissen, dass er sich hier drin zusammenrollen könnte. Viel Platz war dann zwar nicht mehr, aber rein theoretisch passte er. Naja, zumindest hatte er das vorher.
      Ilya zeigte ihm den Spiegel und er warf einen Blick auf sein neues Ich. Die Augen erschreckten ihn im ersten Moment, doch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fand er sie eigentlich ganz cool. Damit wäre es um einiges einfacher, die Jungwölfe zu Tode zu erschrecken. Und sein Fell fand er auch gut. Es stand ihm sogar ein bisschen.
      Er legte den Kopf in den Nacken und jaulte leise. Es war kein volles Heulen, aber man konnte doch raushören, dass es ihm gefiel.
      Dann wandet er sich um und drückte seinen pelzigen Kopf gegen Ilyas nackte Brust. Hinter ihm wedelte sein Schwanz leicht hin und her wie ein Staubwedel. Cal brummte zufrieden.
      "Vampir-Look Wolf," dachte er mit einem fetten, gedanklichen Grinsen. "Umhang?"


    • Als Calder für seine Verhältnisse leise jaulte bekam Ilya eine Gänsehaut. Irgendwie war ihr jetzt auch nach Jaulen zu Mute. Interessant. Das Gefühl hatte sie vorher noch nicht gehabt. War das das Gefühl, was die Wölfe immer hatten? Vielleicht.
      Jedenfalls lachte sie leise und schüttelte nur den Kopf, als sein wedelnder Schwanz fast ein paar Fläschchen von ihrem Schminktisch abfegte. Kurzerhand griff sie an den riesigen Kopf und kraulte sein Kinn, bevor sie ihm einen Kuss auf die fellige Nase drückte.
      "Ich kann dir einen besorgen, wenn dich das glücklich macht. So einen richtig kitschig Drakula-Vampir Umhang. Innen rot, außen schwarz. So wie meine Louboutins." Ilya grinste bei dem Gedanken, wie das aussehen musste. Wie Krypto, dieser Hund von Superman oder nicht? Nur wesentlich größer. Vermutlich aber genau so gefährlich.
      Etwas verweilte sie noch mit ihm, genoss einfach sein Fell auf ihrer Haut, bevor sie auf das Sitzbad sah, welches er eben schon beschnuppert hatte.
      "Lust das Bad mit mir einzuweihen? Ich hatte dich nicht angelogen beim letzten Mal, dass ich Baden nicht gewohnt bin."


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    • "Ich kann dir einen besorgen, wenn dich das glücklich macht. So einen richtig kitschig Dracula-Vampir Umhang. Innen rot, außen schwarz. So wie meine Louboutins."
      Cal warf sich in Pose als sei er eine Art Wolf-Supermodel oder sowas. Er könnte bei dem Kampf mit seinem coolen neuen Umhang auftauchen und ihn dann abwerfen wie Boxer es taten. Das wäre doch mal was.
      "Lust das Bad mit mir einzuweihen? Ich hatte dich nicht angelogen beim letzten Mal, dass ich Baden nicht gewohnt bin."
      Cal wandte sich wieder der Wanne zu und steckte den Kopf noch einmal hinein. So würden sie bestimmt nicht zusammen da reinpassen. nicht wenn da auch noch Wasser rein sollte. Zumal dann Ilyas ganze Wohnung nach nassem Wolf riechen würde - und das für Stunden. Es dauerte ewig, komplett zu trocknen, dank dem ganzen Unterfell.
      Trotzdem hüpfte er vorsichtig in die Wanne, nur um sich dort dann wieder zurück zu verwandeln. Grinsend breitete Cal die Arme aus.
      "Ich bade gern, aber ich hab auch nicht gelogen als ich gesagt habe, dass deine Wanne zu klein ist."


    • Die Verwandlung des Mannes ging so schnell, dass Ilya nur kurz blinzelte, bis da kein flauschiges Wesen in ihrer Badewanne saß, sondern ein nackter, sehr gut aussehender Mann. Verdammt, es war ja nicht mehr Wasser da, was ihn bedeckte. Ilyas Herz schlug ein wenig schneller als sie ihn so betrachtete. Die Realisation kam in kleinen Wellen und gleichzeitig angerollt wie ein Tsunami. Calder würde sich an niemand anderen mehr binden. Er gehörte ihr. Sie gehörte ihm. Irgendwie machte es das alles nicht besser sondern eher noch intensiver. Verdammt, das lag alles nur daran, dass er so gut aussah. Wie als gehöre er genau da hin, in diese schwarze Wanne.
      "Ich hab nicht damit gerechnet mit mein Bad mit einem übergroßen Wolf zu teilen. Du bist noch größer geworden als vorher. Glaube ich." Sie lachte, leise, bevor sie sich an den Armaturen zu schaffen machte um Wasser einlaufen zu lassen. Schöne 37 Grad, so wie man das machte. Oder so.
      "Ein Umhang würde dir auch so stehen. Wir können dir auch so fake Vampir Zähne ankleben." Der Gedanke war so absurd, dass es schon wieder wichtig war. Vielleicht zu einem Kostümball oder so? Schade, dass sie sich nicht in einen Wolf verwandeln konnte oder so. Das wäre sicherlich witzig. So wie sie das in seinem und auch in Ash's Kopf gesehen hatte musste es unglaublich befreiend sein einfach laufen zu können. In der Theorie konnte sie das natürlich auch. Nur eben nicht so wie Wölfe es taten.
      "Ist die Temperatur so okay?"


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    • "Ein Umhang würde dir auch so stehen. Wir können dir auch so fake Vampir Zähne ankleben."
      "Wer braucht denn Plastikzähne? Ich nehm einfach meine Wolfzähne, guck."
      Cal riss den Mund auf und ließ seine Zähne anwachsen. Sie sahen aus wie die Fangzähne eins Wolfes eben aussahen und überhaupt nicht wie die feinen Nadeln eines Vampirs. Aber es waren auf jeden Fall lange Eckzähne.
      Ilya schaltete das Wasser ein und kletterte zu ihm in die Wanne. Cal lehnte sich zurück und breitete die Arme auf dem Rand aus. Das Wasser war angenehm warm.
      "Ist die Temperatur so okay?" fragte Ilya.
      Cal nickte. "Aber ich bin schon warm. Du bist hier die Frostbeule. Wobei..." er ergriff Ilyas Hand und hielt sie sich an den Hals. Dann lächelte. "Nicht mehr ganz die Eisprinzessin, befürchte ich. Du hast einen Teil meiner Körpertemperatur abbekommen."
      Es war so surreal, all diese neuen Dinge zu erleben. Cal fühlte sich wirklich wie ein Welpe, der das erste Mal durch den Garten seines Onkels rannte. Alles war so neu und frisch und es gab immer noch etwas zu entdecken. Irgendwie gefiel ihm das. Ein Teil von ihm hoffte, dass das den ganzen Monat lang - und vielleicht sogar noch darüber hinaus - passieren würde, während sie diesen Bund auch für Ilya verfestigten.


    • "Also war das doch keine Einbildung." Ilya nickte zustimmend, als er ihre neue Körpertemperatur kommentierte. Sie hatte schon irgendwie das Gefühl gehabt, dass das Blut in ihren Adern nicht mehr ganz so zäh und kalt war. Auch ihr Herz fühlte sich an, als würde es ein wenig schneller schlagen. Nicht großartig viel, doch wenn man bedachte, dass ihre Herzfrequenz sonst zwischen 30 und 40 lag kam es mittlerweile eher einem menschlicheren Rhythmus gleich. Zumindest hatte sie das Gefühl.
      Sobald sie sich zu ihm gesellt hatte und ihren Körper an seinen pressen konnte seufzte sie zufrieden. Wie viel bloßer Körperkontakt ausmachen konnte. Das war fast ein wenig makaber, wenn man so darüber nachdachte. Ilya konnte sich nicht vorstellen als ein paar Minuten, maximal Stunden von ihm getrennt zu sein. Wie machten das denn bitte andere? Die Tagelang sich nicht sahen? Das klang nach Folter!
      "Seit wann fühlt sich Kuscheln so gut an?" nuschelte sie in seine Halsbeuge hinein, während sie sich weiter an ihn dran drückte. "Ist das so'n Wolfsding? Du meintest doch ihr kuschelt immer so gern. Ich meine ich hab das auch vorher gern mit dir gemacht aber jetzt irgendwie noch mehr."


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    • "Seit wann fühlt sich Kuscheln so gut an? Ist das so'n Wolfsding? Du meintest doch ihr kuschelt immer so gern. Ich meine ich hab das auch vorher gern mit dir gemacht aber jetzt irgendwie noch mehr."
      Cal brummte bestätigend und drückte seine Wange gegen Ilyas Kopf.
      "Ich hab dir doch gesagt, dass Wölfe durch Körpersprache kommunizieren. Berührungen gehören dazu. Wir kuscheln, wir drückten unsere Schultern und Köpfe aneinander, wir benutzen sogar unsere Zähne. Stärkt die Bindung des Rudels, zeigt dir, wer zu wem gehört. Es gibt Tage, da rede ich gar nicht und trotzdem versteht mich jeder."
      Er schlang seine Arme locker um Ilya.
      "Noch dazu bist du an einen Meisterkuschler geraten. Da kan dir niemand vorwerfen, dass du die Finger nicht von mir lassen kannst."
      Grinsend drückte er einen Kuss auf Ilyas Stirn.
      Cal schaltete das Wasser ab, als es hoch genug stand. Zwischen dem Wasser und Ilya war ihm warm aber nicht auf eine unangenehme Weise. Nicht, solange er Ilya hatte.
      "Du musst deinen Leuten noch Bescheid sagen, damit sie anfangen aufzutauen und loslegen können, sobald das Ding mit dem Rudel geregelt ist," meinte er nach einer kleinen Weile der Stille.
      Er wollte die Stimmung nicht versauen, aber sie mussten auch an ihre Leute denken. Ein kleiner Anruf auf Ilyas Seite, einer auf Cals Seite und dann konnten sie wieder kuscheln und alles andere für ein paar Stunden ignorieren.


    • "Meisterkuschler hm? Dann kann ja gar nichts mehr schief gehen." Das Wasser plätscherte ein wenig, als Ilya lachte. Da hatte sie sicherlich nicht vor sich zu beschweren. Außer er wurde auf einmal zu schwer. Obwohl sie schon beim letzten Mal gut in seinen Armen geweilt hatte. Immerhin schlief sie nur selten, wenn überhaupt. Bei ihm war es wesentlich einfacher wegzudriften.
      "Ich hatte schon ein paar Texte auf unserer Rückreise geschrieben aber ja. Du hast Recht." Sie hatte ihre Arme um seinen Körper geschlungen und einfach den Kopf angelehnt, als er sie an die Welt da draußen erinnerte. Es entfachte eine zwiegespaltene Stimmung bei ihr. Einerseits wollte sie nicht wirklich darüber nachdenken, weil es viel zu kompliziert und ungemütlich war. Andererseits fühlte sie sich jetzt wesentlich besser gewappnet. Wesentlich sicherer. Wesentlich....ja einfach besser.
      "Also klärst du das erst mit deinem Rudel? Das würde einiges einfacher machen." Das war keine Frage, eher ein Nachdruck. Irgendwie wusste sie schon was er sagen würde, bevor die Worte aus seinem Mund kamen. Praktisch. Sehr praktisch. "Müssen wir dafür noch etwas machen? Vorbereiten? Ich weiß nicht, meinetwegen ein Vampircape oder so?"


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    • "Wahrscheinlich sollte ich die Jagd persönlich anzetteln, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Lust, im Revier rumzuhängen. Die glauben ja offensichtlich sowieso, dass ich unfähig bin, also kann ich auch wegbleiben. Ich werd meinen Onkel anrufen und ihm alle wichtigen Eckdaten geben, dann kann er das organisieren. Er ist und bleibt ein hohes Tier im Rudel, er kann also alles regeln, egal wer den Kampf am Ende gewinnt."
      Und damit, bemerkte Cal für sich selbst, war es beschlossene Sache. Er würde vor dem Kampf nicht mehr im Revier auftauchen und stattdessen seine Zeit mit Ilya genießen. Er hatte noch zwei Tage und eine Nacht - heute nicht mitgerechnet.
      "Außer dem Anruf muss ich gar nichts machen. Das Rudel wird sich auf eine Jagd vorbereiten und dann darauf warten, von der Leine gelassen zu werden. Sobald deine Leute bereit sind, können wir loslegen. Eine Mobilisierung dauert bei uns einen, vielleicht zwei Tage."
      Er zuckte mit den Schultern. Das letzte Mal, als das Rudel als solches gejagt hatte, hatten sie ein kleines Rudel vernichten müssen, dass an den Grenzen seines Reviers geknabbert hatte. Sie hatten die Wölfe zusammengetrieben und ihnen die Chance gegeben, zu verschwinden - sie waren nicht weggerannt, also war das Rudel über sie hergefallen. Es hatte keine Überlebenden gegeben. Das Rudel war effizient, wenn es drauf ankam.
      Statt sich also weiter mit Schlachtplänen zu beschäftigen, griff Cal lieber nach dem Duschgel.
      "Hm," brummte er. "Rosen und Vanille? Hat Altair dir das hingestellt?" fragte er mit einem Grinsen.


    • Wenn er das so sagte. Ilya vertraute Calder da blind. Er kannte sein Rudel viel besser als sie und auch wenn ihr bewusst war, dass er natürlich immer noch an der Spitze der Jagd stehen wollte. Wenn er da jemanden hatte, der sich drum kümmerte? Dann würde sie da keine Einwände geben.
      Stattdessen nickte sie einfach. Die Vampire waren zwar träger als die Wölfe, aber ziemlich aufgebracht durch die Ganze Situation. Seitdem sie sich die Wochen drum gekümmert hatte waren alle ein wenig aufmerksamer was die Probleme anging. Vor allem, weil es selbst für sie im Clan nicht toll war, wenn einige Jahrhundert-alte Vampire quasi auf Werkszustand zurückgesetzt wurden. Auch wenn sie nicht so viel Zusammenhalt hatten wie die Wölfe nahmen die Vampire sowas auch nicht gern hin. Sonst wäre der ganze Territorien-Streit wohl auch nie ausgbrochen.
      "Ob du es glaubst oder nicht, manche Dinge suche ich mir schon selbst aus. Makeup, Pflege und Kleidung zum Beispiel." Wollte er sie da necken? Ilya piekste mit ihren spitzen Fingerspitzen ohne zu zögern zwischen seine Rippen. Es sollte nicht weh tun, aber zumindest ein wenig unangenehm sein. Ein wenig.
      "Dachtest du ich steh eher auf Lavendel und Latschenkiefer?"


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    • Cal zuckte und lachte, als Ilya ihn in die Seite piekte.
      "Das war nur ein Scherz!" kicherte er. "Ich hab keine Ahnung, wonach reiche Vampir-Prinzessinnen so riechen wollen."
      Er drückte seine Nase in Ilyas Haare und atmete so tief ein, wie seine Lungen es erlaubten. Er brummte wohlig.
      "Ich weiß nur, dass mir dein Geruch gefällt. Verstecken kannst du den eh nicht mit irgendwelchen Duftseifen. Die legen sich nur auf dich drauf wie ein Schleier, aber verdecken können die deinen Geruch nicht."
      Er bediente sich an dem Duschgel und begann mit sanften Bewegungen, Ilyas Arme einzuseigen.
      "Ich wollte nur wissen, gegen wen ich anstinken muss mit Geschenken," raunte er. "Was hältst du von einer Walther P99? Mit einem Klassiker kann man nichts falsch machen. Oder vielleicht eine personalisierte Browning Hi Power? Dann kommt niemand mehr nah genug an dich ran, um dir den Arm abzureißen."
      Wenn Ilya ein Maschinengewehr haben wollte, dann würde er ihr auch das besorgen, keine Frage.


    • ”Kann ich dich als persönlichen Butler einstellen? Du machst das super.” Genüsslich schloss sie die Augen, als er ihre Arme einseifte. Er machte das erstaunlich gut dafür, dass Wölfe ja bekanntlich eher eine gröbere Art hatten. Andererseits hatte Calder bei ihr schon öfter eine sehr sanfte Art gezeigt. Vielleicht war das auch jetzt einfach ihr Glück. Ha. Zufrieden lehnte sie sich gegen seine Berührungen. Jetzt würde niemand ihn mehr versuchen zu klauen. Hoffentlich.
      “Wenn du könntest würdest du mich doch von oben bis unten mit Waffen einkleiden.” Sie lächelte schelmisch und blitzte Ihn an. “Hauptsache es kommt mir keiner zu Nah was?”
      Tatsächlich war sein Angebot aber gar nicht schlecht. Auch wenn die Vampire allgemein wenig mit Waffen dealten und generell auch eher weniger auf sie zurück griffen war es trotzdem nie schlecht sich an den Laufe der Zeit anzupassen. Irgendwann mal als Kind hatte man ihr den Umgang mit Handfeuerwaffen und ähnlichem beigebracht, aber Ilya hatte bis lang nicht den Spaß daran gefunden ordentlich zu trainieren.
      “Solang ich dann nicht aus Versehen dich treffe oder so. Ich bin nicht Ultra schlecht was Zielen angeht, aber sicherlich kein Profi.”


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