"Das letzte Mal bist du praktisch aus meiner Wohnung geflohen. Hatte jetzt nicht erwartet, dass du so schnell wieder kommen willst."
Nicht Cals bester Moment, das gab er selbst zu.
"Ja... das. Ich... keine Ahnung. Ich glaube, ich wollte einfach nur Abstand, um klar denken zu können? Tut mir leid. Das hätte ich besser machen können."
Er erreichte sein Haus, das dunkel in der noch jungen Nacht dastand. Eigentlich war es das Haus seiner Mutter. Er war hier eingezogen, als er offiziell das Jungwolfsein hinter sich gelassen hatte. Davor hatte er bei seinem Onkel gelebt. Und jetzt lebte er da eigentlich immer noch. Sein Zimmer war noch genau so wie vor ein paar Jahren und er nutzte es noch regelmäßig. Es gab Wochen, da verbrachte er mehr Zeit bei seinem Onkel als in seinem eigenen Haus. Generell war er viel mehr unterwegs als Zuhause. Trotzdem war das hier seins. Seine letzte Zuflucht, sein Den. Und es war viel zu groß und leer für ihn.
"Wenn du’s ernst meinst dann bind dir die Augen und die Nase zu oder so. Ist kein schöner Anblick. Der Code für die Tür ist..."
Cal notierte sich die Zahl mit einem Kugelschreiber auf seinem Unterarm, damit er die Zahlenfolge nicht gleich wieder vergaß. Und er versuchte krampfhaft, sich nicht vorzustellen, in was er gleich hineinstolpern würde.
"Okay. Ich bin in zwanzig Minuten da. Vorausgesetzt, deine Leute lassen mich rein. Bis gleich."
Er legte auf und hüpfte in seinen SUV. Irgendwo in seinem Hinterkopf jaulte die Stimme des Zweifels einmal mehr. Er sollte nicht zu einer Vampirin fahren. Er wollte ihr nicht sein Blut anbieten. Vor allem sollte er es nicht heute machen, nachdem er letzte Nacht noch von einem Wildschwein auseinandergenommen worden war. Aber diese Stimme wurde übertönt vom Unterton in Ilyas Stimme, die Art wie sie atmete. Sie hatte Schmerzen, irgendwas stimmte nicht. Und er war in der Position, ihr zu helfen.
Zwanzig Minuten später lief er durch die Eingangshalle des Hochhauses, in dem Ilya lebte. Er ignorierte die Blicke, die ihm ein paar Leute - Vampire - zuwarfen und suchte sich einen leeren Aufzug. Nur eine Minute später war er oben und betrat Ilyas Apartment.
Da war so viel Blut.
"Ilya?! Ilya, wo steckst du?!"
Was, bei der großen Wölfin, war hier nur passiert?! Hatte einer der manipulierten Vampire es in ihre Wohnung geschafft?! Sie angegriffen?! Getötet?!
"Ilya?!"
Da lag ein Arm auf der Arbeitsplatte. Nur ein Arm.
"Fuck, Ilya?! Wo bist du?!"Nicht Cals bester Moment, das gab er selbst zu.
"Ja... das. Ich... keine Ahnung. Ich glaube, ich wollte einfach nur Abstand, um klar denken zu können? Tut mir leid. Das hätte ich besser machen können."
Er erreichte sein Haus, das dunkel in der noch jungen Nacht dastand. Eigentlich war es das Haus seiner Mutter. Er war hier eingezogen, als er offiziell das Jungwolfsein hinter sich gelassen hatte. Davor hatte er bei seinem Onkel gelebt. Und jetzt lebte er da eigentlich immer noch. Sein Zimmer war noch genau so wie vor ein paar Jahren und er nutzte es noch regelmäßig. Es gab Wochen, da verbrachte er mehr Zeit bei seinem Onkel als in seinem eigenen Haus. Generell war er viel mehr unterwegs als Zuhause. Trotzdem war das hier seins. Seine letzte Zuflucht, sein Den. Und es war viel zu groß und leer für ihn.
"Wenn du’s ernst meinst dann bind dir die Augen und die Nase zu oder so. Ist kein schöner Anblick. Der Code für die Tür ist..."
Cal notierte sich die Zahl mit einem Kugelschreiber auf seinem Unterarm, damit er die Zahlenfolge nicht gleich wieder vergaß. Und er versuchte krampfhaft, sich nicht vorzustellen, in was er gleich hineinstolpern würde.
"Okay. Ich bin in zwanzig Minuten da. Vorausgesetzt, deine Leute lassen mich rein. Bis gleich."
Er legte auf und hüpfte in seinen SUV. Irgendwo in seinem Hinterkopf jaulte die Stimme des Zweifels einmal mehr. Er sollte nicht zu einer Vampirin fahren. Er wollte ihr nicht sein Blut anbieten. Vor allem sollte er es nicht heute machen, nachdem er letzte Nacht noch von einem Wildschwein auseinandergenommen worden war. Aber diese Stimme wurde übertönt vom Unterton in Ilyas Stimme, die Art wie sie atmete. Sie hatte Schmerzen, irgendwas stimmte nicht. Und er war in der Position, ihr zu helfen.
Zwanzig Minuten später lief er durch die Eingangshalle des Hochhauses, in dem Ilya lebte. Er ignorierte die Blicke, die ihm ein paar Leute - Vampire - zuwarfen und suchte sich einen leeren Aufzug. Nur eine Minute später war er oben und betrat Ilyas Apartment.
Da war so viel Blut.
"Ilya?! Ilya, wo steckst du?!"
Was, bei der großen Wölfin, war hier nur passiert?! Hatte einer der manipulierten Vampire es in ihre Wohnung geschafft?! Sie angegriffen?! Getötet?!
"Ilya?!"
Da lag ein Arm auf der Arbeitsplatte. Nur ein Arm.
Nicht schon wieder. Nicht jetzt. Nicht sie.
