Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

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    • Jetzt knurrte Cal. Wer auch immer für diese Scheiße verantwortlich war versteckte sich also hinter den Leuten, die schon da waren. Na toll.
      Er beugte sich vor und nahm eine Nase von diesem Roman. Er konnte riechen wie alt der Vampir war, konnte seine Angst vor Ilya riechen. Was er nicht riechen konnte, war irgendein magischer Einfluss. Verdammt.
      "Wer auch immer das mit deinen Leuten gemacht hat, hat dafür nicht die alte Magie benutzt, die eure Drogen verdreckt," kommentierte er. "Entweder das, oder ich kann's nicht riechen, wenn's in irgendwelchen Köpfen steckt."
      Er fischte sein Smartphone aus seiner Hosentasche und berichtete sowohl Briar, als auch Daisy, was er ind Ilya herausgefunden hatten. Und er warnte sie, sagte ihnen, sie sollten ein Auge auf ihre vampirischen Begleiter haben. Nachdem er sein Handy wieder weggesteckt hatte, wandte er sich wieder dem Regal zu. Probehalber nahm er eines der Päckchen in die Hand, die schon verschmutzt waren. Das konnte er ohne Probleme anfassen.
      "Ich frag mich, wie weit diese Gehirnwäsche reicht," meinte er.
      Cal suchte sich eine leere Metalltonne und warf das Päckchen hinein. Dann rückte er dem Vampir, der nach Zigaretten stank, auf die Pelle. In dessen Hosentasche fand er, was er wollte. Der Vampir zischte ihn an, als er ihm das Feuerzeug wegnahm, doch Cal interessierte sich nicht dafür. Er öffnete das Zippo, zündete es an. Dann warf er das Feuerzeug in die Metalltonne. Das Drogenpäckchen fing Feuer. Und Cal beobachtete Roman und seine Leute ganz genau. Er wollte wissen, ob sie Order hatten, das verdreckte Zeug zu beschützen oder nur die Quelle.


    • Ilya

      Sie beobachtete Calder ohne sich zu regen, oder es zu kommentieren. Er hatte schon die richtige Idee. Außerdem hatte sie gerade wichtigeres zu tun. Den jüngeren Vampir, sowie Roman hatte sie bei ihrer Hypnose schon von der Gehirnwäsche befreit. Zumindest soweit es ging, denn bei der Menge an Erinnerungen konnte ihr immer was durch die Finger gleiten. Egal wie gründlich sie war. Je nachdem, wie sich ihr Gegenüber wehrte war es sowieso schwierig. Und die beiden hatten sich eindeutig mehr gewehrt, als üblich. Dementsprechend schlecht ging es Ilya mit der ganzen Sache. Der Geruch von Zigarette. Der Geruch von verbranntem Kokain. Und zu allem übel der sehr sehr verführende Geruch eines Werwolfes.
      Ihr Kopf dröhnte, ihre Hände sehnten sich nach jemandes Haut unter ihr, als alles ganz schnell ging. Fünf Vampire sprangen voran, eindeutig nicht in der richtigen Verfassung. Eindeutig nicht ganz bei Sinnen.
      Scheiße.
      Ilya war schnell, als sie sprang und zumindest einen von ihnen unter sich fest krallte. "Calder, halt sie fest!" rief sie noch, nur um von dem Vampir geschmissen zu werden. So eine gottverdammte Scheiße. Warum konnte das hier nicht alles passieren wenn sie wenigstens 200 oder 300 Jahre alt war und die gewisse Stärke hatte um das hier zu unterbinden? Schnell rollte sie sich ab, zog den Vampir am Bein und damit zu sich runter. Ein Blickkontakt genügte, als sie ihn direkt hypnotisierte. Die Vampirin versuchte sich zu beeilen, versuchte zumindest alles so heile wie möglich zu lassen, aber mit vier weiteren Vampiren, die gerade auf den Werwolf losgingen, hatte sie wirklich nicht die Zeit um sanft oder vorsichtig zu sein. Trotzdem brauchte sie einiges an Zeit um zumindest die wichtigsten Erinnerungen wieder gerade zu rücken.
      Eigentlich wollte sie Calder fragen, ob er die vier unter Kontrolle bekommen hatte. Sie hatte keine Zweifel, dass er sich nicht vor denen verteidigen konnte, aber man wusste ja nie. Vollkommen außer Atem stemmte sie sich wieder auf die Beine, eindeutig nicht okay. Das war gar nicht okay. Sie brauchte Blut. Und zwar sofort.


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    • Fünf Vampire bewegten sich in dem Augenblick, in dem Calder das Kokain in Flammen aufging. Calder grinste.
      Einer der Vampire wurde von Ilya zu Boden geworfen, das ließ ihm noch vier. Sie waren alle im durchschnittlichen Alter für die Stadt, also stark genug, um einem Wolf die Stirn zu bieten. Aber Cal war nicht irgendein Wolf.
      Er fing den ersten Vampir aus der Luft, nutzte dessen Schwung, um sich zu drehen und hämmerte ihn in die anderen drei hinein.
      "Calder, halt sie fest!" rief Ilya ihm zu.
      "Dafür hab ich nicht genug Hände, Prinzessin!" knurrte Cal zurück.
      Viel lieber wollte er die Blutsauger töten. Aber gut, wenn er nicht durfte, dann durfte er eben nicht.
      Die vier Vampire rappelten sich wieder auf und stürmten auf ihn zu. Da war keine Taktik dahinter, kein einziger Gedanke, nur bloße Erfüllung einer Aufgabe. Cal hatte das Kokain verbrannt, Cal war der Feind, Cal musste eliminiert werden. Das hieß, die Vampire kämpften mit voller Kraft und ohne Rücksicht auf Verluste - aber eben nicht besonders clever.
      Cal duckte sich unter einem Griff hindurch und trat dem Vampir von der Seite so hart gegen das Knie, dass irgendwas nachgab. Die Blutsauger heilten ja bekanntlich ganz gut und das hier ging bestimmt als Notwehr durch. Der Vampir ging zu Boden, just als der nächste Cal tacklte. Eine Schulter traf mit genug Wucht auf seine Rippen, dass es ihm für einen Augenblick den Atem aus den Lungen trieb. Cal schlug unsanft auf dem Boden auf, im eisernen Griff eines Vampirs gefangen. Er hämmerte sein Knie zwischen die Beine seines Angreifers, der sofort losließ und sich die Weichteile hielt. Cal sprang auf und schickte ihn mit einem gezielten Tritt gegen die Schläfe ins Reich der Träume.
      Blieben noch zwei.
      Die beiden stürzten sich gleichzeitig auf Cal, was die Sache ein bisschen schwieriger machte. Irgendwie schaffte es Cal, sich unter einem Faustschlag hinweg zu ducken, sodass die Faust des einen Vampirs die anderea mitten ins Gesicht traf. Das hielt die beiden aber nicht auf. Cal schlug ihre Köpfe zusammen, was die Vampirin mit der jetzt gebrochenen Nase ins Taumeln brachte. Der andere packte Cal an den Schultern, zerrte ihn heran und versuchte, ihn zu beißen. Cal war schneller. Er packte Ober- und Unterkiefer des Blutsaugers und stemmte beides auseinander. Er schnitt sich die Finger an den spitzen Fangzähnen auf, aber das war ihm egal, denn er schaffte es, dem Vampir die Wangen aufzureißen und ihn weit genug von sich zu schieben, um ihm einen Tritt in die Magengegend zu verpassen. Der Kick war stark genug, um den Vampir auch dezent in das Regal mit den verdreckten Drogen zu werfen.
      Die gebrochene Nase hatte sich in der Zwischenzeit genug erholt, um ihn wieder angreifen zu wollen. Cal versetzte ihr einen Schlag in den Solar Plexus, der sie vornüberkippen ließ. Ein Schlag mit dem Ellenbogen in den Nacken schaltete dann ihre Lichter aus.
      Schlussendlich stand Cal da, umringt von drei bewusstlosen Vampiren und einem, der mit einem entweder ausgerenkten oder vielleicht auch gebrochenen Knie über den Boden kroch, um Cal für seine Untat zu bestrafen. Cal musterte den bemitleidenswerten Vampir. Er trat ihm auf die Hand, mit der er sich gerade nach vorn gezogen hatte. Der Vampir setzte an, ihm durch den Stiefel zu beißen. Cal trat ihm gegen den Kopf. Jetzt waren es vier bewusstlose Vampire. Und alles, was er erlitten hatte, waren ein blauer Fleck am Hintern, zwei aufgeschrammte Ellenbogen, und ein paar blutige Finger von dem Beinahe-Biss. Nicht schlecht. Hätten diese Vampire mit ein bisschen Grips gearbeitet, dann hätten sie Cal mit Sicherheit niederringen können. Aber so dumm, reduziert auf eine einzige Aufgabe, konnte er sich wehren.
      "Alles okay?" fragte er in Richtung Ilya.
      Er wagte es nicht, sich zu bewegen. Der Raum war immer noch von einem Haufen Vampiren gefüllt, und er war ein Wolf, der gerade vier Vampire ausgeschaltet hatte. Niemand war tot, aber man wusste ja nie.


    • Ilya

      Wann war das letzte Mal gewesen, dass sie die Kontrolle verloren hatte? Dass sie nur noch aus Hunger und Instinkt bestand? Das musste ewig her sein. Als Kind vielleicht? Damals als eine Woche lang in irgendeinem Keller geharrt hatte, fast verhungert und fast ausgeblutet wäre. Bis dahin hatte sie nicht mal gewusst, dass das bei Vampiren möglich ist.
      Aber Ilya war sehr nah davor. Sehr sehr nah. Und als dann, zu allem Übel, der süßliche Geruch von Blut in ihre Nase stieg? Ihre Augen weiteten sich und die Pupillen wurden schmal, wie auf der Jagd, die Vampire schon lange nicht mehr machten. Ihre Muskeln spannten sich instinktiv an, als ihr Fangzähne auf volle Länge anwuchsen. Es war nicht irgendein Blut, was sie roch. Zwar war da noch das Blut des Vampires, dessen Kiefer er auseinander genommen hatte, aber es war sein Blut, welches diese Reaktion hervor rief. Sein Blut, welches sie seit gestern Abend nicht mehr aus der Nase und aus dem Kopf bekommen hatte. Sein Blut, welches wie verschwendetes Gold auf den Boden tropfte.
      Iya's Verstand setzte aus. Sie hatte zu viel Hunger. Hatte zu viele Kräfte verbraucht. Das, was sie den ganzen Abend und die ganze Nacht zurück gehalten hatte, überwältigte sie wie eine Welle, wie ein Tsunami. Ein blutroter Tsunami. Ihr Atem wurde flacher, als sie nach vorn taumelte. Es war kein Angriff. Noch nicht mal eine Jagd. Dafür hatte sie schlichtweg zu wenig Kraft übrig. Es war pure Verzweiflung, die sie zu ihm trieb. Sie biss die Zähne zusammen, versuchte sich irgendwie wieder aus dieser Misere rauszuholen, doch das war nur von minimaler Dauer. Mit ausgestreckten Armen fiel sie nach vorne, versuchte krampfhaft ihn zu sich zu ziehen. Sie wollte ihn beißen. Jetzt.


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    • "Woah woah woah, immer locker mit den Beißerchen, Prinzessin."
      Cal fing Ilya auf, als sie auf ihn zu taumelte und dann das Gleichgewicht verlor. Offensichtlich war sie nicht okay. Shit. Er konnte keine Verletzungen an ihr erkennen, aber das musste nichts heißen. Was hatte sie vorhin noch gesagt? Sie hatte Hunger. Das musste es sein.
      "Du da," er deutete auf einen der Vampire, die einfach nur dumm herum standen. "Fessel die hier, die brauchen wir noch."
      "Und warum sollte ich auf einen Wolf hören?"
      "Weil dieser Wolf gerade für eure Prinzessin arbeitet und vier von euch im Alleingang ausgeschaltet hat. Wenn du dich dazugesellen willst, gern."
      Er starrte den Vampir an, seine Augen schwarz. Der Vampir starrte zurück. Die Spannung war zum greifen, doch dann gab der Vampir nach und sammelte ein paar Kollegen ein, um seinen Befehl auszuführen. Cal führte Ilya nach draußen, zurück zu der Treppe und lehnte die Tür hinter sich an.
      "Hey," er suchte ihren Blick. "Rede mit mir. Was ist los?"
      Er brauchte sie, ob er das zugeben wollte oder nicht. Sollte sie ihm hier zusammenklappen, dann kam er nicht mehr einfach so aus dem Territorium der Vampire heraus. Ilya machte jetzt hoffentlich nicht schlapp.
      Er legte ihr eine Hand an die Wange, zwang sie dazu, ihn anzusehen.
      "Wie kann ich helfen?"


    • Ilya

      Für kurze Zeit hatte sie sich im Griff. Zumindest so viel, dass sie erkannte wo sie war, und wen sie hier gerade versuchte zu vernaschen. Der kurze Stoß frische Luft brachte aber eben auch nur so viel. Sie bekam nur am Rande mit, dass er versuchte mit ihr zu Reden. Sie etwas fragte, aber dafür war das Dröhnen in ihrem Kopf zu laut. Den Blick hatte sie nur noch auf seine Halsschlagader gelegt, konnte sich eigentlich gar nicht mehr wegreißen von dem leichten pulsieren. Ihre Hände griffen, ohne nachzudenken, nach dem Kragen seines Pullovers.
      Dann war seine Hand an ihrer Wange. Warm. Zwingend. Ilya's dunkelrote Augen weiteten sich für eine kurze Zeit, als sie ihm ins Gesicht sah. Es war nicht seine verletzte, aber das machte kaum einen Unterschied. Sie antwortete nicht. Wusste auch gar nicht so wirklich was er gefragt hatte. Aber selbst, wenn sie wüsste, was er gesagt hatte, hätte sie nicht antworten können. Der wenige Verstand, der noch vorhanden war, war sich bewusst, dass wenn sie auch nur ein wenig den Kiefer lockern würde, würde sie eindeutig auf ihn los gehen. Fuck. Fuck. Fuck. Was sollte sie denn auch sonst machen? Vielleicht darauf vertrauen, dass er sie einfach ausknocken würde? Ha.
      Irgendwo hatte jeder seine Grenzen. Und hier war ihre. Als Ilya den Mund öffnete war es schon zu spät. Sie zog ihn am Kragen an sich ran, mit mehr Wucht als er vermutlich von ihr erwartet hatte, den Hals schon unter ihren Lippen sehend.


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    • Ilyas Augen hatten alles Schöne verloren. Darin stand nur noch Hunger. Oh man...
      Sie packte ihn am Kragen, zog ihn an sich ran. Cal wusste, wie das enden würde und das war alles andere als in Ordnung.
      Er packte sie an ihren langen, viel zu hellen Haaren, und hielt sie davon ab, ihre Zähne in seinen Hals zu schlagen. Er zerrte sie von sich, was schwerer war als erwartet, wirbelte sie herum, und drückte sie gegen die kalte Wand des Treppenhauses. Er bog ihre Arme nach hinten und pinnte sie zwischen ihnen beiden fest. Ilya war stark, aber auch sie dachte gerade nicht über das nach, was sie tat, was ihm einen entscheidenden Vorteil verschaffte.
      "Locker bleiben, Prinzeschen," knurrte er. "Ich lass dich nicht knabbern, ohne vorher drüber geredet zu haben. Wie war das? Am Leben und willens? Tja, aktuell bin ich nicht willens, dein Abendessen zu sein. Also komm runter und rede mit mir!"
      Er hielt sie fest, sorgte dafür, dass sie sich so gut wie gar nicht rühren konnte. Das war zu ihrer beider Schutz. Er kam hier vielleicht nicht raus, ohne sie dabei zu haben, aber sie würde einen Krieg anzetteln, wenn sie ihn jetzt einfach leertrank.
      "Reiß dich zusammen, Ilya. Das kannst du doch so gut. Komm schon."


    • Ilya

      Er hatte die Luft aus ihren Lungen gestoßen, als sie gegen die Treppenhauswand gepresst wurde. Kurz sah sie nur Sternchen, aber dann war sie auch schon wieder da. Und noch frustrierter als vorher. Sie versuchte ihre Hände aus seinem Griff zu befreien, aber das war kaum möglich. Immerhin musste sie ihn jetzt nicht auch noch angucken.
      "Reiß dich zusammen." Ja, wenn das so einfach wäre, hätte sie das gemacht, bevor ihre Zähne fast in seinem Hals verschwunden waren. Sie konnte doch auch nichts dafür, dass sich hier anscheinend das halbe Universum an ihrem Dilemma erfreut hatte. Nicht nur, dass sie sowieso schon Hunger ohne Ende gehabt hatte, bevor sie sich überhaupt getroffen hatten, sondern auch, dass sie mehrere alte Vampire hypnotisieren musste und er natürlich am Ende sich auch noch verletzte hatte. Das war ja wohl kaum ihre Schuld oder?
      "Kann ich doch nichts dafür, dass du so gut riechst." quengelte sie letztendlich, nach einer guten Minute in der ihre Wange die Wand küsste. Viel Verstand war da nicht. Aber Frustration. Ganz schön viel Frustration. "Nur ein kleiner Bissen? Ich saug dich schon nicht ins Jenseits." Das konnte sie eigentlich nicht versprechen. Aber versuchen konnte sie es. Oder so.


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    • "Kann ich doch nichts dafür, dass du so gut riechst."
      Cal hätte gelacht, wäre die Situation nicht so verdreht gewesen. Immerhin formte Ilya wieder Worte und zusammenhängende Sätze.
      "Nur ein kleiner Bissen? Ich saug dich schon nicht ins Jenseits."
      "Als ob du das gerade versprechen könntest," grummelte Cal.
      Er seufzte. Viele Optionen hatte er gerade nicht. Irgendjemand würde ihm ordentlich was hierfür schulden...
      Er änderte seinen Griff, sodass er ihre Hände weiterhin festhalten konnte und lehnte sich mit der Schulter gegen ihren Rücken, um sie auch weiterhin gegen die Wand zu drücken. Jetzt hatte er eine Hand frei. Irgendwie schaffte er es, den zerrupften Ärmel seines Hoodies bis über seinen geschredderten Ellenbogen zu schieben. Es brannte wie Hölle, aber was sollte er auch sonst tun.
      "Okay, hör zu. Ich lass dich was trinken, dann regeln wie die Scheiße hier, und dann verziehen wir uns. Und glaub ja nicht, dass du aus dieser Sache rauskommst, ohne das wir drüber reden, klar?!"
      Er wartete darauf, dass sie ihm antwortete - ehrlich antwortete. Er redete hier immerhin mit Ilya, nicht mir ihrem Hunger.
      "Na schön. Ich lass dich jetzt los und du kriegst meinen Arm. Verstanden? Arm, nicht Hals."
      Vorsichtig löste er erst seine Schulter von ihr, dann ließ er sie los und trat zurück an die andere Wand des Treppenhauses. Viel Abstand schuf das nicht zwischen ihnen, aber es gab ihm Raum, um zu agieren, sollte sie die Kontrolle zu verlieren. Er streckte ihr seinen Arm hin - der Ellenbogen aufgeschrammt, die Hand aufgeschnitten von den Zähnen eines anderen Vampirs.
      "Ich brauch den noch, also pass auf."


    • Ilya

      "Okay, hör zu. Ich lass dich was trinken, dann regeln wie die Scheiße hier, und dann verziehen wir uns. Und glaub ja nicht, dass du aus dieser Sache rauskommst, ohne das wir drüber reden, klar?!" Ilya konnte ihren Ohren kaum trauen. Eigentlich hatte sie erwartet, ihm zu sagen, dass er gefälligst verschwinden sollte, bis sie sich wieder unter Kontrolle hatte. Aber das? Das hatte sie wirklich nicht erwartet. War es der Fakt, dass sie das hier nicht kaputt machen wollte? Was auch immer ihr gerade anbot? Sie wusste es nicht genau, doch sie schaffte es zumindest, ein paar klare Gedanken zu fassen.
      "Okay." brachte sie schließlich heraus, knirschte aber gleichzeitig mit den Zähnen, als sie versuchte sich selber unter Kontrolle zu bringen. Was einfacher gesagt war, als getan, wenn alles nach ihm roch. Und zwar alles. Er hinter ihr, sie selbst und die Luft zwischen ihnen
      "Arm. Nicht Hals." Ja, das war vermutlich richtig so. Wichtig auch. Da war es zumindest nicht so schlimm, wenn sie ihm ausversehen die Arterie durchbiss. Er würde das schon überleben, solang sie die Wunden später ordentlich versiegelte. Dafür war Vampirspeichel immerhin gut.
      Ilya dachte nicht mehr nach, als sie seinen Arm vor der Nase hatte. Ihre Finger umklammerten ihn, hielten ihn fest als sie ihre rasiermesserscharfen Reiszähne in seinem Fleisch wie in Butter versank. Zu spät fiel ihr ein, dass dies das verdammte erste Mal war, dass sie überhaupt jemanden gebissen hatte. Geschweige denn jemand lebendigen.
      Gott. Sie schloss ihre Augen als das Blut endlich ihre Kehle hinunterlief. Das war so gut. Viel besser als das Blut, was sie zuvor getrunken hatte. Viel besser. Frischer. Süßer. Nährender. War das der Grund, warum andere Vampire manchmal einen bestimmten Menschen oder so bevorzugten? Das konnte sie jetzt verstehen. Hilfe. Wenn Sie es nicht besser wusste, dann würde sie sein Blut auf jeden Fall allem anderen vorziehen.
      Ilya saugte. Nicht so viel, wie eine ganze Blutkonserve, sogar ein bisschen weniger. Sein Blut war so dick und süß, dass es fast Ambrosium glich. Und davon trank man eben nicht so viel. Ilya's Zähne schranken zurück, der Verstand kehrte zurück, als sie sich mehr und mehr bewusst wurde, was sie hier gerade veranstaltet hatte. Schnell leckte sie über die Wunden, sah ihn dabei nicht an, als sie nicht nur ihre eigene Bisswunde schloss, sondern die anderen Verletzungen auch. Das war sie ihm schuldig.


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    • Cal war schon öfter gebissen worden. Als Welpen biss man sich mit den rasiermesserscharfen Zähnchen, die alle Welpen nun einmal hatten, während man spielte. Als Jungwolf biss man sich, um die Rangfolge auszufechten. Als Rudelführer hatte Cal sich schon mit einigen Eindringlingen und aufmüpfigen Wanderern gefetzt, die ebenfalls ihre Zähne benutzten. Cal wusste also, wie sich ein ordentlicher Biss anfühlte.
      Ilyas Biss war anders. Er spürte ihn kaum. Es war mehr wie zwei kleine Nadelstiche, nicht der Rede wert, und dann die überraschende Wärme ihrer Lippen an seinem Unterarm. Kurz darauf spürte er die Hitze seines eigenen Blutes, als es aus ihm herauslief und sie es gierig aufsaugte. Das Gefühl war seltsam. Nicht unbedingt unangenehm, nur sehr, sehr seltsam. Seine Wirbelsäule kribbelte. Seine Instinkte schrien ihn an, sich zu wehren, wegzurennen, zu kämpfen. Gleichzeitig aber vergaß er, wie er seine Muskeln zu bewegen hatte. Er stand einfach nur da, wie festgefroren, und ließ sie machen.
      Er fand zu sich zurück, als die Nadelstiche verschwanden und durch ihre weiche Zunge ersetzt wurden. Das Gefühl kannte er. Das Gefühl war bekannt. Das Gefühl mochte er. Es bedeutete Verbindung, Familie, Zuhause.
      Cal blinzelte ein paar mal, sortierte seine Gedanken. Ihm war ein bisschen kalt, aber das konnte auch nur an diesem verdammten Tunnel liegen. Er starrte auf seinen Arm: keine Spur von dem Biss, dem Blutverlust. Und Ilya... sie leckte ihm gerade über die Finger, und die kleinen Schnitte von dem anderen Vampir schlossen sich ebenfalls.
      "Schonmal versucht, Medikamente aus Vampirspeichel zu machen?" fragte er im Scherz, als er seine Hand zurückbekam, um über seine sehr verhedderten Emotionen hinwegzutäuschen.
      Das hier war einfach nur seltsam gewesen. Er wollte gar nicht zu lange darüber nachdenken, wenn er ehrlich war. Und er würde es definitiv niemandem erzählen!
      "Weilst du wieder unter den Lebenden? Den Leuten mit funktionierendem Verstand? Wir hätten da nämlich noch ein Lagerhaus mit ein paar kaputten Vampiren, um das wir uns kümmern müssen."


    • Ilya

      Verdammt, verdammt, verdammt noch mal. Davor hatte man sie gewarnt. Davor, etwas zu finden und nicht davon los lassen zu können. Ilya wusste, als sie sich schließlich von seinem Arm löste, dass reine Blutkonserven sie nie so sättigen konnten, wie sein Blut. Dass sie verdammt dazu war, immer hungrig zu sein außer sie fand einen Weg noch einmal ihre Zähne in sein Fleisch zu...Sie stoppte sich den Gedanken zu Ende zu denken. Schüttelte sogar den Kopf um endlich wieder halbwegs klar zu werden.
      Fuck.
      "Sorry." brachte sie als erstes raus, sah betreten zur Seite. Sie hatten eigentlich keine Zeit hierfür, aber sie wollte auch nicht zurück gehen, bevor sie nicht zumindest erklärt hatte was hier passiert war. Oder zumindest, warum. "Tut mir wirklich leid. Ich hatte schon den ganzen Abend Hunger und wenn ich andere Hypnotisiere raubt das Kräfte." Erst jetzt traute sie sich, ihn wieder anzusehen. Ihre Augen waren endlich wieder irgendwas zwischen leicht-rosa und fast silber.
      "Und du riechst wirklich gut. Dein Blut schmeckt auch viel zu gut. Sorry, ich plappere wieder." Vielleicht war es auch der Blutrausch, denn Ilya's Wangen hatten eine gewisse Röte angenommen, die man wirklich nicht oft auf Vampirblässe sah. "Ich kümmer mich um die Vampire. Und dann werde ich mich wohl oder übel um alle kümmern, die irgendwie in den Erinnerungen vor kommen."


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    • Cal schob den Ärmel seines Hoodies wieder herunter, betrachtete das riesige Loch darin.
      "Kein Ding. Ich werd auch immer hangry, wenn ich nicht rechtzeitig was esse."
      Er zuckte mit den Schultern, dann trag er die Entscheidung, dass der Hoodie ruiniert war und zog ihn einfach aus. Seine Ellenbogen sahen nicht viel besser aus, aber die brauchte er ja noch.
      "Ich nehm's einfach mal als Kompliment. Und jetzt los, wir haben schon genug Zeit verschwendet. Brauchst du noch einen Drink, wenn du dein komisches Hypnose-Ding gleich nochmal durchziehst?"
      Der Gedanke daran, dieses seltsame Gefühl noch einmal spüren zu können, stellte etwas mit Cal an, das er nicht benennen konnte - oder wollte. Er sollte nicht so scharf darauf sein, sich von einer Blutsaugerin anknabbern zu lassen.
      "Vielleicht willst du einen übrig lassen? Mit den verdrehten Gedanken, meine ich. Vielleicht finden wir ja dann den Drahtzieher hinter dieser Hirnwäsche? Und dieses magisch verpestete Drogenpaket... das sollten wir loswerden. Ich konnte das nicht einmal richtig anfassen. Hat sich angefühlt, als verbrennt es mir dir Hand."


    • Ilya

      Unverhohlen sah sie ihm dabei zu, wie er sich einfach seines kaputten Pullovers entledigte. Auch wenn sie nicht mehr hungrig war, sah er echt zum vernaschen aus. Die Muskeln, die Wärme seines Körpers. Und dann noch das Angebot.
      "Also wenn du mir einen anbietest sag ich nicht nein." Das konnte sie wirklich nicht ausschlagen. Nicht, wenn sie wusste, dass sie ab jetzt hungern würde. "Aber wenn ich nicht direkt 10 Vampire vor mir habe, die jahrtausende alt sind, sollte das schon in Ordnung gehen." Ilya war eindeutig besser gelaunt. Wesentlich klarer im Kopf auch. Zumindest wesentlich klarer als die letzten 36 Stunden. Aber wie lang das wohl anhalten würde? Das wusste sie selber noch nicht genau.
      "Ich versuch mich zumindest zu melden, bevor ich nochmal versuche dich anzufallen. Tut mir echt leid. Ist mir noch nicht passiert so die Kontrolle zu verlieren." Sie schüttelte noch einmal den Kopf. Das Gefühl war jetzt nicht so cool gewesen, seine Instinkte nicht im Zaum zu haben. Die Zähne in seinen Arm zu versenken allerdings....wie das wohl war, wenn sie an seinen Hals durfte? Uff. Ilya unterdrückte diesmal die Fangzähne, die schon wieder meinten wachsen zu müssen.
      "Ich guck mir alles an und lasse das, was nicht so gefährlich ist. Je nachdem muss ich eh so viel umbauen, dass es vielleicht verloren geht. Aber vielleicht schaffe ich es ja es so umzudrehen, dass wir mitbekommen, wenn sie wieder auftauchen. In den Erinnerungen kann ich die Gesichter nämlich nicht ausmachen." Ha, wenn sie nicht hungrig war, konnte sie gleich viel besser nachdenken. Ein letztes Mal sah zu Calder, ließ es sich nicht nehmen seinen nackten Oberkörper zu betrachten, bevor sie sich abwandte und in Richtung gefesselte Vampire stapfte. Hoffentlich kam hier diesmal mehr raus, wenn sie mehr Geduld hatte.


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    • Cal hatte eigentlich nicht angeboten, aber er konnte es auch nicht verneinen, jetzt, wo sie angenommen hatte. Was war denn nur mit seinem Selbsterhaltungstrieb los?!
      Er schüttelte kurz den Kopf, um seine Gedanken zu richten. Dann zupfte er sein T-Shirt zurecht, damit er nicht halb nackt auf die Vampire traf, und folgte Ilya.
      Er ignorierte die Blicke der Vampire, die er vorhin zurechtgewiesen hatte, indem er sich zum Schoßhündchen ihrer Prinzessin gemacht hatte, und folgte Ilya zu dem Haufen gefesselter Vampire. Es war das erste Mal, dass er einen guten Blick auf das Knie erhaschte, dass er da kaputt gemacht hatte. Definitiv gebrochen, so geschwollen und verdreht wie das war. Ups.
      Da Cal nicht viel mehr machen konnte, außer zuzusehen, wie Ilya ihren Leuten ganz tief in die Augen sah, machte er sich daran, die verdreckten Päckchen zu finden. Er warf sie einfach hinter sich aus den Regalen, bis er einen schicken Haufen gebastelt hatte, den er mit einem Pfeifen kommentierte. Der Haufen da war ganz schön teuer. Gut, dass er das nicht bezahlen musste. Wäre er gemein, würde er noch ein paar saubere Päckchen obendrauf packen, aber so ein Kerl war er einfach nicht.
      "Das ist alles schlecht," meinte er an einen der zusehenden Vampire gewandt. "Das Zeug, dass euren Leuten so sehr auf den Magen schlägt? Das euch von Dächern hüpfen lässt? Das da macht das mit euch. Der Rest ist sauber."
      Die Vampire starrten ihn einfach nur an. Er seufzte und rollte mit den Augen.
      "Na schön. Bin ja nicht ich, der dabei draufgeht."
      Er warf seinen blutigen Hoodie in das beinahe tote Feuer in der Metalltonne, dann gesellte er sich zu Ilya. Viel mehr konnte er nicht tun.


    • Ilya

      Die Wühlerei war, trotz kleinem Midnightsnack, echt anstrengend. Nicht nur, weil die Verantwortlichen die Spuren gut verdeckt hatten, sondern auch, weil Vampire nun einmal viel zu lang lebten und viel zu viele unnötige Erinnerungen sammelten. Ilya konnte schließlich auch alles sehen. Die Tatsache, dass die meisten Vampire nicht schliefen? Schränkte das nicht wirklich ein. Und sie sah wirklich alles. Jeden Menschen, den sie zerbissen hatten ohne es zu melden, jeden kleinen One-Night-Stand, jeden kleinen Dip ins eigene Gut. Hatte man das nicht eigentlich verboten? Never dip in your own supply oder so?
      Es gab schon gute Gründe, warum man ihr nicht gerne in die Augen sah. Warum viele einen großen Bogen um sie machten, obwohl Ilya wirklich nicht gerne in den Köpfen anderer herumwühlte wie ein Detektiv. Ah, endlich, zwischen irgendwelchen uninteressanten Konversationen hatte sie schließlich was gefunden. Es klang, wie immer, wie statik durch einen alten Fernseher. Aber es war genug um den Rest der Erinnerungen auszumachen. Erst beim letzten Vampir, den, den Calder nur mit einem guten Schlag gegen den Brustkorb erledigt hatte fand sie ein bisschen mehr. Ein paar Namen, die nicht zu ihren Rängen gehörten. Ein paar weitere Lager wurden ebenso erwähnt. Hmpf. Scheint, als würde sie selber wohl ein paar Schlaflose Tage verbringen. Leider hatte hier Calders Plan nicht funktioniert. Sie konnte die Erinnerungen nicht so lassen, ohne den Vampir weiter als Sicherheitslücke in ihrem System zu lassen. Außerdem hatte sie das Gefühl, dass das hier sowieso nur Enden waren, die die Chinesen schnell abschneiden würden.
      "Ich hab ein paar weitere Orte, die ich gerne überprüfen würde. Du willst doch eh deine Leute rächen oder? Was dagegen mich da hin zu bringen?" fragte sie schließlich, die Augen schon wieder merklich ein Stück dunkler. Hypnose war eben echt nicht einfach und nicht gerade witzig.


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    • Cal grinste, wobei es auch ein enthusiastisches Zähnefletschen hätte sein können. Der ganze Mist hier hatte also was gebracht, immerhin.
      "Ich hab deinen Leuten schon erklärt, was sie mit dem Mist da drüben machen sollen," er deutete auf sein kleines Bastelprojekt aus Drogenpaketen, "aber auf mich hört hier ja keiner. Ansonsten können wir direkt los. Es sei denn, du brauchst noch irgendwas?"
      Er hatte keine Ahnung, wie Vampire über ihr Essen sprachen, aber irgendetwas sagte ihm, dass es taktisch unklug wäre, offen zu erwähnen, was eben im Tunnel passiert war - und was Cal idiotischerweise erneut anbieten würde, sollte Ilya fragen. Also behielt er es für sich.
      "Oh und äh... das hier kommt nicht zurück, um mich in den Arsch zu beißen, richtig? Ich mein, das war ja im Prinzip Selbstverteidigung."
      Er deutete auf die Vampire, die er übel zugerichtet hatte. Nicht so übel wie er gern gewollt hatte, aber naja.


    • Ilya
      Sie schüttelte nur den Kopf. "Natürlich nicht. Wenn ich es gewesen wäre, die das Zeug vernichtet hätte, dann wäre ich es auch gewesen, die den Angriff abbekommen hätte. Und dann ständen wir hier nicht so rum. Wir können von Glück reden, dass du das warst." Sie versuchte gar nicht, da jetzt so'n großes Ding raus zu machen, aber vielleicht war Calder auch gar nicht so klar, dass er ihr gehörig den Arsch gerettet hatte. Wenn die Vampire Ilya an die Kehle gewollt hätten, dann hätten ihre Hypnosefähigkeiten wenig gebracht. Ausgehungert und sowohl Jahres- als auch Nummerntechnisch unterlegen? Da wäre sie nicht heile rausgekommen. Vermutlich nicht mal lebend. Hmpf, da fing doch glatt ihre alte Narbe wieder an zu jucken.
      Ilya's Hand glitt fast schon automatisch zu der feinen dünnen Linie, die ihren Linken Arm von ihrer Schulter teilte. Scheiße aber auch. Es nervte, es juckte, und es sollte nicht da sein.
      "Lass uns los. Kennst du die Lager an den westlichen Grenze? Vermutlich nicht. Altair und Daisy müssten da in die Richtung gegangen sein. Ich hoffe deine Leute lassen die Finger von dem Zeug, sonst gibt's sowohl tote Vampire und Wölfe." Dass sie dort vermutlich mehr als 10 Vampire unter Kontrolle bringen müsste, würde sie ihm auf dem Weg erzählen. Ob sie danach wieder Hunger hatte? Vermutlich. Ob er ihr dann aber einen kleinen Aufmunterungssnack anbieten würde? Fraglich.


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    • "Nah, ich hab den beiden geschrieben, dass sie aufpassen sollen, weil nicht alle Blutsauger auf der halbwegs akzeptablen Seite stehen."
      Er sollte ihnen wohl aber auch über die Drogen Bescheid geben. Also tat er genau das, sobald sie wieder auf den Treppen waren. Er textete Briar und Daisy, die Drogen zwar zu finden, wenn sie den Geruch auffingen, sie aber nicht zu zerstören, ohne Backup dabei zu haben. Außerdem schrieb er Daisy, dass sie sich zum westlichen Lagerhaus bewegen sollten. Dieser Altair würde wohl hoffentlich wissen, wo das war.
      Briar schrieb zurück, dass er auch ein paar dreckige Drogen gefunden hatte, aber hauptsächlich bei den Dealern, die er mit Miklas abklapperte. Kleinvieh machte ja aber auch Mist, von daher speicherte Cal das als Erfolg ab.
      "Briar hat ein paar Dealer von schlechter Ware befreit. Lief wohl alles glatt, also scheinen deine Verteiler das Problem zu sein," gab er an Ilya weiter.
      Dann steckte er sein Smartphone wieder weg. Er ließ seinen Nacken kurz in beide Richtungen knacken, dann zog er sich sein T-Shirt über den Kopf und schlüpfte aus seinen Stiefeln wie vorhin schon.
      "Selbes Spiel wie letztes Mal," meinte er, dann zog er sich die Hosen aus.
      Er drückte Ilya alles in die Hand, dann verwandelte er sich. In seiner Wolfsform streckte er sich einmal ausgiebig; erst die schultern und Vorderläufe, dann erst den einen, und schließlich den anderen Hinterlauf. Bevor er sich hinlegte, um Ilya auf seinen Rücken zu lassen, drückte er seine Nase gegen ihren Oberkörper und schnupperte. Hm. Sie roch auch gut. Ein Gedanke für später.
      Er legte sich hin und wartete darauf, dass Ilya auf ihn drauf kletterte.


    • Ilya

      Ilya folgte ihm ohne zu zögern, streckte sich ein wenig von der ganzen körperlichen und geistigen Belastung. So hatte sie sich das jetzt wirklich nicht vorgestellt, aber sie war froh, dass sie voran kamen. Außerdem schien Calder nicht wirklich müde zu sein, obwohl sie ihm ja einiges hatte abverlangt. Nicht schlecht.
      Genauso wenig schlecht war der Anblick, den sie kurz auf ihn hatte, während er sich verwandelte. Wenn sie nicht wusste, dass es wirklich Sinn machte, nicht immer seine ganze Kleidung bei der Verwandlung zu zerreißen, dann hätte sie ihm vorgeworfen, dass er das extra machte. Eindeutig eigentlich. Schnell hatte sie die Kleidung wieder zusammengelegt und unter ihr T-Shirt gestopft. Sie hätte sich auch eine Tasche aus dem Lager mitnehmen können, aber jetzt nochmal zurück zu gehen war ihr auch zu blöd.
      Fast hätte sie ihn gestreichelt, als er seine Schnauze gegen ihren Oberkörper gedrückt hatte, aber bevor sich ihre Hände zu seinem Kinn heben konnten war er wieder weg. Schade eigentlich.
      "Der Weg ist ein bisschen verschachtelter, deswegen müssen wir etwas langsamer sein." seufzte sie, als sie aufsaß. Fast schon Routine war es jetzt, als sie ihre Beine gegen seinen Torso drückte und ihre Finger in seinem Fell versinken ließ. Eigentlich suchten Vampire jetzt nicht unbedingt Wärme. Aber er war wirklich angenehm warm. Ilya würde sich nicht beschweren, in seinem Fell einzuschlafen. Oder in seinen muskulären Armen. Uff. Andere Gedanken. Andere Gedanken.


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