The Red Storm [yuyuumyn & Concorde]

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    • The Red Storm [yuyuumyn & Concorde]

      Vorstellung

      Thronhalle im Palast Valerian, Sangvaris, Reich der Vampire

      Lucius stand in seiner Rüstung vor einem Glas. Es war ein Glaskubus, der das Innere schützen sollte. Gebannt schaute er auf das Innere. Er sah die schwarze Krone seines Vaters, das ultimative Zeichen für den Herrschaftsanspruch des jeweiligen Erbprinzen aus dem Hause Valerian. Wenn er den Thron besteigt, trägt er die Krone aus schwarzem Metall und dunkel funkelenden Kristallen. Der Sage nach soll das Metall aus dem die Krone besteht das Blut des ersten Vampirs beinhalten und sie deshalb so schwarz schimmern lassen. Lucius großen grauen Augen sahen auf den heiligen Gegenstand und in ihm machte sich Wut breit. Wut auf seinen Onkel Iulius, der noch immer auf seinem Thron saß und ihm den Machtanspruch verweigerte. Das bekannte Lachen des Onkels durchbrach den Raum. "Lucius?! Du hier? Wie schön", sagte er mit gehässigem Unterton, der dem Prinzen nicht entging. Er rümpfte die Nase über seinen Onkel, da seine Verachtung - seit dem er in die Schattenwälder abgeordnet wurde - noch gewachsen ist. "Ich wollte dich nur daran erinnern, wo dein Platz ist, Onkel", sprach Lucius mit ruhiger Stimme und deutete auf die Krone. "Du trägt nicht ohne Grund den güldenen Lorbeerkranz, Iulius. Du bist Truchsess, nicht Früst. Die Krone und der Thron sollten nach all der Zeit mir zu stehen."

      Iulius schnaufte und haute gegen einen der massiven Marmorpfeiler in der mächtigen Halle, in der die beiden sich trafen. "Du hast mir nichts vorzuschreiben.", brüllte er, was Luius nur genüsslich grinsen ließ. "Dein dämliches Grinsen wird dir schon noch vergehen, Lucius. Der Einsatz im Wald wird dich formen zu einem echten Krieger! Dein Vater, mein Bruder, hat es ja nie hinbekommen dir Respekt einzubläuen. Das wirst du dort nun auf die harte Tour lernen müssen"
      "Du glaubst doch nicht im Ernst", fing Lucius an ihm zu widersprechen, ehe er unterbrochen wurde. "HUNGER!", brüllte sein Onkel und setzte sich mit viel Mühe auf den Thron. 'Will der Fettsack schon wieder trinken?', fragte sich der Prinz und beobachtete wie der alte, stämmige Vampir seinen Körper auf den großen schmalen Thron hob. "Du scheinst doch erst getrunken zu haben?", gluckste Lucius und sah wie eine junge Elfin hereingeführt wurde. Sie sah aus wie eine Sklavin. Um ihren Hals lagen dicke Kettenglieder, die mit einer längeren Kette, die ihre Armgelenke und Fußgelenke verband, zusammen geschweißt war. So konnte sie nur stehen und gehen, aber wirklich weiter bewegen oder sich nur kratzen konnte sie sich nicht. Lucius hatte zwar kein riesiges Mitgefühl für andere Lebewesen, doch dieser Umgang war ihm fremd. Es stieß ihn ab, sodass er die Stirn vor Abscheu runzelte. Währenddessen kamen die Palastwachen neben ihm in die Halle und führten ein weiteres Geschöpf herein. Aufmerksam musterte Lucius das Wesen mit spitzen großen Fellohren. Sowas hatte er noch nie in seinem Leben gesehen. Die Wache blieb neben ihm stehen und hielt das unbekannte Geschöpf unter den Armen. Ehe sich Lucius das Wesen genauer ansehen konnte, erweckte das Gefäß bei seinem Onkel seine Aufmerksamkeit.

      Er zog die Elfin zu sich, die sich sichtlich versuchte zu wehren. "Na komm schon, Schöne. Es tut auch nicht weh.", lechzte er und leckte sich über seine langen spitzen Zähne. Die Elfin windete sich in seinem festen Griff. "Nun stell dich nicht so an, du Görr!", brüllte er und zerrte sie zu sich, ehe ihr in den Hals biß und zwar nicht so gekonnt wie es sonst ein Vampir tat sondern äußerst fest. Die Elfin schreite laut und zappelte nun noch mehr als zuvor. Iulius rang sie zu Boden und hing wie ein Monster über ihr. Zuckungen durchführen ihren Körper und die Schreie wurden grässlicher, ehe sie nach einigen Sekunden verstummten und der Körper nicht mehr zuckte. Er richtete sich auf und wischte sich das viele Blut aus seinem Gesicht. Dann stieß er die Elfin die Treppen zum Thron runter. Voller Abscheu und gleichzeitig Grauen sah Lucius seinen Onkel und die Leiche der Elfin an. "Du Bastard! Du hast sie umgebracht? Sie war doch gerade erst ..."
      "Sie war widerwillig, dieses Miststück! Ich brauche mehr! Etwas Neues! Na los!", hetzte er seine Gefolgschaft und prompt setzte sich die Palastwache mit dem unbekannten Geschöpf in Bewegung - wohl um es Iulius als neue Trinkquelle anzubieten. "Ich schau mir nicht länger an wie du meinen Palast mit deiner Grausamkeit besudelst", fluchte Lucius und ging auf die beiden Wachen zu. Er packte den einen und warf ihn in die Ecke. Die andere Wache ließ nun das Gefäß los und zückte einen langen Rapier aus der Halterung. Dabei erwischte er das Gefäß am Gesicht und ließ es aus den Augen. Iulius protestierte "Hört auf mit diesem Schwachsinn! Lucius du bist einfach nicht bereit für diesen Thron!"
      "Von dir lasse ich mich nicht mehr zurechtweisen, Iulius! Ich werde mir meinen Thron holen!"
      Aus dem Blickwinkel sah Lucius wie das Wesen gekonnt zu einem offen Fenster sprintete und herauskletterte. Er hatte es geschafft wenigstens ein Lebewesen vor seinem tyrannischen Onkel zu retten. Lucius wandte seinem Onkel und der Wache den Rücken zu und verließ den Saal. "Du wirst mich wieder sehen, Iulius. Mit einer Armee und dann hole ich mir, was mir rechtmäßig zusteht." Mit diesen Worten verließ Lucius den Saal. Beteiligte sahen ihn bewundert oder fragend an. Ihm war es egal, wie lange es dauern würde, doch er war sich sicher: er will seinen Thron haben und diesen Mann ein für alle Mal los werden. Wütend ging er zu seinem schwarzen Pferd und schwang sich auf den Sattel, ehe er in Richtung Schattenwälder ritt.

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    • Das Bild, welches sich Sylva bot, nachdem er von einer der Palastwachen, wie ein Sack Kartoffeln, unterm Arm in die Thronhalle geschleppt wurde, war an Grausamkeit kaum zu übertreffen und fernab von der friedlichen Lebensweise mit der er selbst aufgewachsen ist.
      Mit geweiteten Augen musste er mit ansehen, wie der alte Vampir auf dem Thron die Elfin an sich heran zog und ihr dann fest in den Hals biss.
      Der Geruch von Blut stieg in Sylva's empfindliche Nase, was augenblicklich dafür sorgte, dass sich sein Magen vor Ekel umdrehte. Ekel vor dem Blut, aber auch vor dem alten widerlichen Vampiren, der mindestens genauso hässlich wie ein Blutghul war.
      Das vor Schmerz erfüllte Geschrei schmerzte in seinen Fuchsohren und ließ seine innerliche Furcht vor diesem Ort nur noch weiter steigen.
      Er hatte bereits einiges über die Höhergeborenen gehört, aber das hier war fernab von seiner Vorstellungskraft gewesen.
      Schon bald verstummte das Schreien der Elfin und ihr Körper bewegte sich nicht mehr. Der Tyrann auf dem Thron stieß ihren leblosen Körper achtlos die Treppen herunter.

      ...nein, nein, nein...ich muss hier weg...ich muss hier weg...hier werde ich keine Informationen zu Sylvara's Aufenthaltsort sammeln können...hier werde ich nicht lebend heraus kommen...ich muss fliehen...

      Scheinbar war Sylva nicht der einzige, der diese ganze Situation schockierte, da sich plötzlich ein weiterer Höhergeborener mit dunkelblauen langen Haaren, einmischte und das Wort gegen den Tyrann erhob.
      Die Situation spitzte sich immer weiter zu, als der Alte nach noch mehr Blut verlangte und die Palastwache sich, noch immer mit Sylva unter dem Arm, in die Richtung des Throns bewegte.

      Sylva lief allein bei der Vorstellung von diesem Tyrann auch nur berührt zu werden ein eiskalter Schauder über den Rücken, doch bevor es dazu kam, sprach der andere Höhergeborene etwas von seinem Palast und griff die Palastwachen an.
      Mit einer beeindruckenden Stärke, warf er eine der Palastwachen in die nächste Ecke, woraufhin die andere Palastwache Sylva fallen ließ und ihm an der linken Wange verletzte, als dieser dann auch noch ein Rapier zog.

      ...jetzt!...ich muss jetzt fliehen! So eine Gelegenheit wird sich mir nicht ein weiteres Mal bieten!...

      Ohne noch mehr Zeit zu verlieren, blickte sich Sylva hastig um, ehe er ein offenes Fenster entdeckte und dann auch schon im nächsten Moment mit einer hohen Geschwindigkeit darauf zu rannte, herauskletterte und runter sprang.
      Mit einem Katzenartigen Geschmeidigkeit landete er auf den Füßen, rannte erneut los und verschwand in der Dunkelheit der Nacht.

      ~~~

      Sylva fand sich in einem ihm unbekannten dunklen Wald wieder und dachte darüber nach, was er jetzt tun sollte. Er hatte sich nur freiwillig als ein Gefäß angeboten, um Informationen über seine Schwester zu sammeln...aber das wäre bei diesem Tyrann niemals möglich gewesen...
      Er schaffte es einfach nicht diese grausamen Bilder wieder zu verdrängen und musste immer wieder an die leeren Augen der Elfin denken.

      ...ob Sylvara vielleicht schon...ein ähnliches Schicksal erlitten hat?...nein!...ich weigere mich das zu glauben! Sie lebt!...sie ist noch am Leben!...irgendwo das draußen!...

      Mit einem erschöpften Seufzen ließ er sich an einem kleinen Teich auf einer Lichtung nieder und holte ein paar Beeren hervor. Das war alles, was er von seinem Proviant noch übrig hatte...und wirklich viel war es auch nicht mehr...

      Während er auf einer Himbeere herum kaute, erregte plötzlich etwas seine Aufmerksamkeit...ein Geruch oder besser gesagt ein Gestank, was ihn seine Nase rümpfen ließ. Der Geruch war penetrant und erinnerte an Verwesung...fast wie bei einer Leiche.
      Und dann...wie aus dem Nichts, stürzten plötzlich mehrere Blutghule aus den Gebüschen und auf die kleine Lichtung. Mit einem Satz war Sylva wieder auf den Beinen und zog einen Dolch, welchen er selbst aus Tierknochen angefertigt hatte.

      Seine Fuchsohren waren angelegt und sein Schweif peitschte hin und her, während er seine Reißzähne fletschte und die Blutghule mit einem lauten Fauchen warnte lieber auf Abstand zu bleiben. Doch die hungrigen Blutghule begannen Sylva langsam von allen Seiten zu umkreisen. Bereit jeden Moment anzugreifen...

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    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Lucius ritt eine Weile einfach vor sich her und ärgerte sich immer noch über seinen Onkel. "Dieses aufgeblasene Ekel! Was denkt der eigentlich wer er ist?", schnaubte er und spürte Wut in sich aufkochen. Er hatte seinen Onkel schon immer nicht gemocht, doch dass er sich zu so einem Despoten entwickeln würde, hatte selbst er nicht kommen sehen. Erst in den letzten Jahren hat sich die mentale Verfassung seines Onkels rapide verändert. Er war zwar nie wirklich ein umgänglicher Truchsess gewesen, doch seit einigen Jahren war er einfach nur noch grausam. Und so verwundert es auch nicht, dass er den Erbprinzen zum Wälder bewachen und Ghule töten abstellt. Lucius schüttelte intuitiv den Kopf. Iulius hoffte ihn damit brechen zu können, doch er war aus einem anderen Holz geschnitzt und - wenn er ehrlich war - hatten ihm die Erfahrungen hier draußen schon einiges gebracht. Seit dem war er ein bedeutend besserer Kämpfer geworden als er vorher war und noch etwas half ihm hier draußen: er lernte vom haus Nocturn viel über die Ghule und die Mitglieder des Hauses kannten sich wirklich bestens mit diesen Wesen aus. Wesen war jedoch eine sehr weite Bezeichnung; man könnte sie auch einfach Monster nennen.

      Ein Ghulschrei riß den Prinzen aus seinen Gedanken. Er spitzte die elfischen Ohren und sah sich um. Er konnte als Vampir den Schrei sehr gut zurückverfolgen und ritt im nächsten Moment los Richtung Schrei. Sein schwarzes Pferd sprang gekonnt über Steine und Wurzeln, die den Weg in den Schattenwäldern säumten. Im schnellen Galopp ritt ihn sein ständiger Begleiter immer mehr Richtung Gestank. Ein eindeutiges Zeichen, das man auf die Blutghule stieß war der in der Nase stechende Gestank von Verwesung und Tod. Vampir besitzen hervorragende Sinne und so führt der penetrante Geruch der Ghule oft dazu, dass sie etwas anderes nicht mehr riechen können. Der Geruch stach förmlich in den Nasen der Vampire. Lucius rümpfte sie, umfasste die Zügel seines Pfers fester und gab ihm Zeichen noch schneller zu reiten.
      Am Ende des Wegs den er abritt sah er eine Lichtung auftauchen. Mit einem gekonnten Sprung überwand das Pferd das letzte Gebüsch am Ende des Weges und sprang auf die Lichtung. Dabei traf es einen Ghul mit den Hufen und stieß diesen weg. Lucius verschaffte sich einen Überblick und sah zu seiner Verwunderung das eigenartige Wesen aus dem Palast des Hauses Valerian. "Du schon wieder? Bist aber nicht weit gekommen, Fuchs", lachte Lucius ehe er sich die geiernden Ghule ansah. Er legte die Stirn in Falten. "Der ist kein Frischfleich für euch", raunte Lucius und streckte seine linke Hand aus. Auf seiner Hand leuchteten in dunkelrot Glyphen auf und er schloss für einen Moment die Augen, ehe er sie wieder öffnete. Seine ehemals grauen Augen leuchteten nun blutrot und die Glyphen auf seiner Hand leuchteten nun rasant auf.

      Mit einem Mal wandten sich alle Ghule und schrien so laut, dass der Fuchs sich die Ohren zu hielt. Die Ghule windeten sich auf dem Boden und spürten den Schmerz, den Lucius ihn beriet. Sie drückten sich auf den Boden als wollten sie der Magie entkommen, doch der Schmerz ließ nicht nach und sie wandten sich weiter. Lucius drückte seine Hand zusammen, ehe er sie prompt aufgehen ließ. Die Ghule hörten auf sich zu winden, sahen kurz zu Lucius und dem Fuchs und sprangen dann zurück in die Waldböschungen aus denen sie gekommen waren. So schnell wie sie hier wohl aufgetaucht waren, waren sie damit wieder verschwunden. Lucius atmete erschöpft aus und stieg dann von seinem schwarzen Ross.
      Er ging nun auf das Fuchswesen zu, das scheinbar seinen Augen immer noch nicht trauen kann. "Du solltest in den Schattenwäldern nicht alleine unterwegs sein. Generell solltest du in diesen Ländern nicht alleine unterwegs sein. Was treibst du überhaupt hier, Streuner?", fragte Lucius und beugte sich etwas vor zu dem Wesen, um es genauer zu mustern. Er erkannte bereits, dass das Wesen kein Gefäß war, da kein Bann auf ihm lag. Sobald ein Vampir von einem Gefäß trank entwickelte es einen Bann, eine Art magische Duftnote des jeweiligen Vampirs. Dies machte es einfacher Gefäße den entsprechenden Häusern zu zuordnen, wenn sie zum Beispiel flohen oder es große Feste mit vielen Gefäßen gab. Es war daher auch ein Verbrechen an fremden Gefäßen zu trinken. Lucius spürte bei dem Gedanken seinen Blutdurst. Er hatte seit Tagen nicht getrunken und unterdrückte es dem Wesens eine spitzen Eckzähne zu präsentieren.

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    • Sylva konnte seinen Augen nicht trauen, als er plötzlich und wie aus dem Nichts gerettet wurde. Noch vor wenigen Augenblicke hatte er geglaubt, er würde als Blutghul-Fraß enden, nur um dann in letzter Sekunde gerettet zu werden.
      Für einen Moment blickte er den Blutghulen, welche sich gerade noch wegen eines Zaubers des Fremden vor Schmerz auf dem Boden gewunden haben, hinterher, bevor er seine Aufmerksamkeit auf den Fremden richtete, der von sein schwarzes Ross stieg und näher kam.

      Nein, das ist kein Fremder. Das war der Mann, der vorhin auch in der Thronhalle vom Vampir-Palast gewesen ist und ihn auch da...gerettet hat. Ein Höhergeborener...ein Vampir. Als der Vampir ihm noch näher kam, spannte Sylva sofort wieder an seinen Körper an - bereit sich jeden Moment zu verteidigen, sollte dies nötig sein.

      Doch dann sorgten die Worte des Vampir's und die Erinnerungen an diesen grausamen Palast dafür, dass er Wut in sich auflodern spüren konnte. Mit einem plötzlichen und unerwarteten Angriff, warf er sich auf den Vampir und rang ihn dann mit all seiner Kraft zu Boden. Er saß auf seinen Hüften und griff in seine langen dunkelblauen Haare, nur um ihm im nächsten Moment den Kopf in den Nacken zu ziehen und die Klinge seines Dolches bedrohlich an seinen nun entblößten Hals zu halten.

      "Ich bin kein Streuner!", fauchte er ihn an und legte mit entblößten Reißzähnen seine Fuchsohren an, während sein Schweif wieder hin und her peitschte. "Warum hast du mich gerettet?! Was fällt dir eigentlich ein?! Ich hatte alles im Griff!", fuhr er fort, bis ihm wieder etwas einfiel, dass der Vampir im Palast gesagt hat: "Ich schau mir nicht länger an wie du meinen Palast mit deiner Grausamkeit besudelst" ; "Von dir lasse ich mich nicht mehr zurechtweisen, Iulius! Ich werde mir meinen Thron holen!"

      Sylva's Augen verengten sich und er hielt die Klinge seines Dolches noch dichter an den Hals des Vampiren. "Nenn mir einen Grund, warum ich dich nicht töten sollte, du dreckiger Blutsauger. Du gehörst du diesem grausamen Bastard, der ohne mit der Wimper zu zucken ein unschuldiges Leben genommen hat. Ihr Vampire seid nicht besser als diese verdammten Blutghule...ihr schüchtern die anderen Völker ein und arbeitet mit Angst, um sie für eure eigenen egoistischen Zwecke zu benutzen."
      Während Sylva sprach, verstärkte er seinen Griff in den Haaren des Vampirs nur noch mehr. "Ihr habt kein Respekt für die Natur und das Leben!"
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Vielleicht hatte Lucius das kleine fellige Wesen unterschätzt oder er wollte spielen wie ein Katze mit ihrer Beute. So oder so stürzte sich das Wesen auf ihn, drückte ihn zu Boden und setzte sich auf seine Hüfte. Der Fuchs zog sicher seinen kleinen Dolch und hielt ihn an Lucius' Hals, was diesen nur schmunzeln ließ. "Natürlich bist du ein Streuner. Du gehörst nicht in diese Weiten. Hier herrschen die Vampire und Ghule und wenn du zu keinem von beiden gehörst, bist du eben ein Streuner." Die Mehrheit der Vampire würde sich dieses übergriffe Verhalten dieses Streuners nicht gefallen lassen und ihn zu Boden ringen und aussaugen. Doch Lucius war aktuell zu sehr interessiert an dem Fremden und er mochte es noch etwas diesen zu testen. Er grinste gefällig und offenbarte nun die spitzen Zähne. Amüsiert hörte er sich an, wie ihm der Fuchs erzählte er habe alles im Griff gehabt. "Dass ich nicht lache. Mit diesem Frühstücksmesser? Glaub mir damit erlegst du nicht mal einen Ghul." Er hob seinen Kopf, den der Fuchs fest hielt und sah ihm ernst in die Augen. "Diese Wesen kriegen dich, auch wenn du schnell und wendig sein magst. Und dann fressen sie dich ganz langsam. Sie wissen wie man Lebewesen leiden lässt und sie lieben es." Mit düsterten Augen sah er den Fuchs an, der nicht verstand in welcher Lage er sich befand.

      Doch der Fuchs blieb unbeirrt und wollte Lucius mit diesem Messerchen töten. Er grinste. "Versuch es nur. Aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass das nicht bereits schon Lebewesen vor dir versucht haben? Was meinst du warum wir uns um die Blutghule kümmern? Du tötest einen Vampir nicht mit so einer Waffe. Wir sind keine normalen Lebewesen" Mit diesen Worten verschwand Lucius zu einer dunklen Wolke. Der Fuchs der sich noch auf ihn gesetzt hatte und festhielt, plumpste nach vorne. Lucius materialisierte sich hinter ihm, packte ihn an der Schulter und zerrte ihn zu sich hoch. Er packte seinen Kopf legte ihn zur Seite und legte seinen Kopf an den Hals des fremden Wesens. In der ruckartigen Aktion hatte der Fuchs seine Waffe fallen lassen. "Du hast ein ganz schön große Klappe in so einer Situation, Fremder", schnurrte Lucius und zog den Kopf des Fuchses noch etwas weiter sodass Lucius die Adern auf dem Hals des Wesens sehen konnte. Er leckte sich über die Lippen. "Mit deiner blutigen Wunde machst du es mir nur schwer zu widerstehen. Also sei jetzt lieber etwas brav, ehe ich doch zu beiße." Er wartete einen Moment als ob er eine Genehmigung des Fuchses erwarten würde, doch dieser konnte sich sowieso nicht bewegen. Auch wenn Lucius nicht danach aussah, besaß er wie die meisten Vampire eine enorme körperliche und geistige Kraft, sodass der Fuchs sich nicht aus diesem Griff befreien könnte.

      "Du weißt doch gar nichts über Vampire. Wir schüchtern die Lebewesen nicht ein, wir retten sie vor diesen Biestern. Aber natürlich gibt es auch so Bastarde wie meinen Onkel, den du leider erleben musstest. Ich distanziere mich von solchen Praktiken und von daher, werde ich dir auch nicht wehtun", erklärte Lucius und ließ den Fuchs aus dem festen Griff. "Auch wenn du es verdient hättest", fügte er stolz hinzu und musterte das fremde Wesen, das scheinbar nach Luft rang und dann hastig seinen Dolch vom Boden aufhob. "Im Gegensatz zu diesen Ghulen sind wir keine Bestien. Wir trinken nur im Einverständnis ... in der Regel." Lucius sah seinen Gegenüber ernst an. Er roch noch immer das Blut, das aus der Wunde an seinem Gesicht kam. "Wenn du mir noch nicht traust, ist das in Ordnung. Würde ich nach der Aktion im Palast auch nicht. Lass mich aber wenigstens deine Wunde heilen, ansonsten stolperst du in die nächste Ghulherde und ich habe keine Lust ein so interessantes Wesen wie dich diesen Viechern als Mahlzeit anheim fallen zu lassen."

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    • Sylva konnte nicht anders, als angewidert sein Gesicht zu verziehen, als der Vampir anfing zu beschreiben, wie die Guhle ihre Beute langsam und qualvoll verschlangen. Der pure Gedanke allein war genug, um jemanden Albträume zu bereiten. Dennoch blieb Sylva stur und war sich sicher: egal wie schnell diese Blutghule auch immer sein mögen...er war schneller!
      Er legte seine Ohren nur noch mehr an und ihm lief ein leichter Schauer über den Rücken, als der Vampir seine Reißzähne entblößte und es wagte, seinen selbst geschnitzten Dolch als ein Frühstücksmesser zu bezeichnen.
      "Auch wenn ich nicht in diese Weiten gehöre, bin ich kein Streuner! Ich gehöre zu dem Wanderstamm der Vulthera! Also wag es nicht, mir diesen Titel abzusprechen und mich als einen Streuner zu bezeichnen!", zischte er gereizt und sein Fuchsschwanz peitschte nur noch angepisster hin und her.

      Aber dann riss er erschrocken seine Augen auf, als der Vampir sich unter ihm plötzlich zu einer dunklen Wolken auflöste. Er plumpste auf den Boden und blickte dann hektisch umher. Doch bevor er auch nur in irgendeiner Form reagieren konnte, wurde er plötzlich von hinten an seiner Schulter gepackt und hoch gezerrt.
      Seiner Kehle entwich ein Quietschen und er versuchte sich sofort wieder aus dem Griff zu winden. Doch nur leider ohne jeglichen Erfolg. Der Vampir war viel zu stark und Sylva hatte nicht einmal eine Chance sich zu bewegen, als dieser ihn festhielt, seinen Kopf zur Seite legte und somit seinen Hals entblößte.
      Seinen Dolch hatte er durch die Aktion auch versehentlich fallen gelassen, sodass ihm keine andere Wahl blieb, als einfach still zu halten. Der höhergeborene Vampir war so dicht an seinem Hals, dass es Sylva das Blut in den Adern erfrieren ließ.

      Das Gefühl der Hilflosigkeit wurde nur noch schlimmer, als er die schnurrende Stimme des Vampiren hören- und aus dem Augenwinkel sehen konnte, wie dieser sich über die Lippen leckte. Das, und seine Worte sorgten dafür, dass er wieder vor Furcht schauderte.
      "Ich kann noch eine viel größere Klappe haben, wenn ich will, du Bastard." - vielleicht war es nicht unbedingt das klügste in so einer Situation den Vampir auch noch zu provozieren. Aber das half Sylva wenigstens ein bisschen sich sicherer zu fühlen.

      Er war gezwungen den Worten des Vampirs zu lauschen und als dieser ihn schließlich wieder los ließ, hob Sylva sofort hastig wieder seinen Dolch auf. "Und DU hast verdienst, dass-", er hielt Inne und rang dann erstmal nach Luft, als ihm bewusst wurde, dass er sie eigentlich fast die ganze Zeit angehalten hatte.
      Möglichst schnell versuchte er seine Atmung wieder zu beruhigen, um vor dem Blutsauger keine Schwäche zu zeigen. Egal, was dieser sagte: in Sylva's Augen waren Vampire und Blutghule noch immer das gleiche: Monster. Und nur, weil Vampire intelligent waren, änderte das diese Tatsache nicht.
      "Das war also dein Onkel...tch, mit dem Fettsack wäre ich auch alleine klar gekommen.", murmelte Sylva, während er den Vampir mit verengten Augen musterte. "Ich hätte ihm einfach meine Klauen ins Gesicht geschlagen und sein Gesicht noch hässlicher gemacht, als es sowieso schon ist."

      Als der Vampir dann schließlich Sylva's Wunde ansprach, wanderte seine Hand sofort zu seiner Wange, wo noch immer deutlich der Schnitt zu spüren war, der ihm vorhin mit dem Rapier versetzt worden war.
      Vorsichtig strich er mit seinen Fingern über die Wunde und betrachtete dann die Tropfen Blut, welche sich auf seinen Fingerspitzen gesammelt hatten.
      Alles ging so schnell, dass er die Wunde schon wieder völlig vergessen hatte. Als er erneut die Stimme des Vampiren hörte, welcher ihn nun als ein interessantes Wesen bezeichnete, legte er wieder leicht genervt seine Fuchsohren an.
      "Pfff, ich kann mich selbst heilen.", grummelte er nur unter seinem Atmen, ging die paar Schritte zu dem kleinen Teich und blickte hinein, um sich seine Wunde genauer anzuschauen.
      Dann grummelte er noch leiser unter seinem Atmen und eher zu sich selbst. "Und erwarte nicht, dass ich dir für deine zwei Rettungsauktionen meine Dankbarkeit ausspreche...ich werde niemals einem von euch meine Dankbarkeit aussprechen, solange meine Schwester noch immer verschwunden ist..."
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Amüsiert begutachtete Lucius das fremde Wesen. Es hatte nun immerhin verraten woher es kam. "Du bist vom Wanderstamm der Vulthera?", hakte er nach und musterte das fuchsartige Wesen. "Habe ich noch nie gehört. Von euch gibt es nicht viele, oder?" Auf die bissigen Kommentare des Wesens gab er reichlich wenig, war er doch zu beschäftigt es zu mustern und gleichzeitig nicht seine Zähen in dessen helle Haut zu bohren. Neben berechtigter Neugierde, da er diese Vulthera nicht kannte, kam auch immer wieder sein Durst. Der Prinz konnte nicht leugnen, dass es ihm in den Fingern juckte - wie auch allen anderen Vampiren - an fremden Wesen zu trinken. Jedes Lebewesen schmeckte anders und jedes Blut selbst vom gleichen Lebewesen brachte unterschiedliche Resonanzen mit sich. Resonanzen waren ähnlich wie Gefühle und beeinflussten die Vampire. Würde er aktuell von diesem Wesen trinken gäbe es ihm wohl Energie und Adrenalin, aber auch Wut und Zerrissenheit. Lucius spürte die aufbrodelnden Gefühle in dem Wesen; erst recht als es sich noch mehr echauffrierte.

      "Das hätte ich zu gerne gesehen, aber Iulius ist ein zäher Hund und würde dich danach töten. Danach würde er prahlen, dass er ein so wildes Gefäß erlegt hätte", säuselte Lucius und beobachtete wie der Fuchs nun zum nahe gelegenen Teich ging und sich darin seine Wunde ansah. "Du kannst dich selbst heilen? Na immerhin ansonsten scheinst du dich selbst ja nur in Gefahr zu bringen.", stellte der Vampirprinz mit amüsierten Ton fest, ehe er zum Fuchs ging. Dieser grummelte vor dem Teich etwas zu sich. Zwar leise doch für einen Vampir deutlich hörbar. "Ich erwarte keinen Dank dafür. Das gehört zu unseren Verpflichtungen, diese Biester zu jagen", erklärte er eisern und blickte seinen Gegenüber an, ehe er Worte hörte, die ihn zucken ließen. "Deine Schwester?", fragte er mit einem deutungsschweren Unterton. Er blickte in das schwarze Wasser des Teichs und überlegte kurz, ob er jemals ein Wesen wie dieses gesehen hatte. Doch er konnte sich nicht daran erinnern. Schmerzlich erinnerte ihn die Suche nach der Schwester an den plötzlichen Verlust seines Vaters. Lucius ballte die Hände und schüttelte den Kopf. "Iulius", murrte er und sah dann zu dem Wesen neben ihm. Dann lockerte sich seine geballte Faust, da ihm eine Idee aufkam.

      "Ich kann dir vielleicht bei der Suche nach deiner Schwester helfen. Du würdest hier draußen sowieso einen Vampir brauchen, wenn du nur ein Schloss von innen sehen willst ohne als Blutmahlzeit zu enden. Im Gegenzug dafür könntest du mir auch helfen, meinen unliebsamen Onkel zu stürzen." Lucius sah das fremde Wesen neugierig an und in seinem Kopf arbeitete er bereits erste Pläne aus, wie er mit der Hilfe dieses Wesens noch enger in Iulius Kreis an Vertrauten vorstoßen könnte. "Wie du mitbekommen hast, sitzt der alte Bastard auf meinem Thron. Es gibt einige Häuser, die mich unterstützen. Bei denen könnten wir etwas über deine Schwester herausfinden. Niemand kann durch diese Länder ziehen - ohne dabei nicht entdeckt zu werden." Lucius sah den Fuchs an und wollte ihn damit daran erinnern, dass dieser ja auch von den Wachen des Hauses Valerian aufgefunden wurde. "Im Gegensatz wirst du für mich ein paar Informationen und Gefälligkeiten einfordern. Nichts Großartiges", wischte er die Gegenleistung ab, die er vom Fremdling für seine Hilfe bei der Suche nach dessen Schwester forderte. Und selbst wenn, was blieb diesem Wesen anderes übrig? Er könnte an schlimmere Häuser oder wieder an Blutghule stoßen. Nochmal würde ihn Lucius vermutlich nicht retten können.

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    • "Wenn du noch nie etwas von uns gehört hast, dann scheint ihr Vampire wohl doch nicht wirklich gebildet zu sein.", antwortete Sylva bissig unter seinem Atmen während er weiterhin sein Spiegelbild und die Wunde im schwarzen Wasser des Teiches begutachtete.
      Als er dann den Kommentar des Blutsaugers hörte, dass er sich ja anscheinend sonst nur in Gefahr bringen konnte, verdrehte er nur leicht seine Augen und grummelte etwas vor sich hin.

      Doch als der Vampir wieder seine Schwester ansprach, ließ Sylva eher unwillkürlich seine Fuchsohren ein bisschen wehmütig hängen und nickte nur mit einem noch leiseren. "Ja, meine Schwester."
      Nachdem er nun die Wunde auf seiner Wange inspiziert hatte, holte er schließlich aus seiner kleinen unscheinbaren Umhängetasche, die er bei sich trug, ein kleines Behältnis mit einem grünlichen Inhalt hervor.
      Als er dieses öffnete, wurde die Luft vom Duft von frischen Kräutern erfüllt. Vorsichtig nahm er eine Fingerspitzen der Kräuter-Mixtur auf eine Fingerspitze und verteilte es vorsichtig auf seine Wunde.
      Sofort erfüllte die Kräuter-Mixtur ihren Zweck und sorgte dafür, dass sich die Wunde langsam wieder schloss und verheilte. Sylva verstaute das Behältnis wieder in seiner Umhängetasche und beobachtete die Heilung im Wasser, als der Vampir wieder mit seinen Worten seine Aufmerksamkeit erregte.

      Schon fast ungläubig blickte Sylva zu ihm und wollte eigentlich sofort ablehnen und ihm sagen, dass er seine Schwester auch alleine finden würde. Doch er wusste, dass er sich mit dieser Aussage nur selbst belügen würde und das er Hilfe brauchte. Das er sogar dringend auf Hilfe angewiesen war.
      Seine Gedanken rasten und er dachte fieberhaft über dieses Angebot nach. Nach einen Moment des Schweigens, erhob er sich vom Rand des Teiches, trat einen Schritt auf den Vampir zu und blickte ihm dabei fest in die Augen.
      "Du hilfst mir also meine Schwester zu finden, wenn ich dir im Gegenzug dabei helfen deinen Onkel zu stürzen? Und ich soll für dich einfach nur ein paar Informationen und Gefälligkeiten einfordern? Mehr nicht?", wiederholte er ballte dann seine Hände zu Fäusten.
      "Dann sag mir...woher weiß ich, dass du mich im Nachhinein nicht hintergehst, sobald du auf dem Thron sitzt, hm?"
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      "Sei lieber foh, dass die Vampire dein Volk bisher nicht kennen. Es wäre nicht das erste Volk, das verschwindet, weil gierige Häuser ständig nach neuen Gefäßen zum Handeln suchen", raunte Lucius jedoch nicht aus Wut über die mangelnde Bildung, die ihm von diesem Streuner vorgeworfen wurde, sondern seine Naivität. Er dachte doch nicht im Ernst, dass das eine Stärke war unerkannt zu sein. Es machte sie aus Sicht einiger jagender Vampirfamilien eher noch attraktiver wie einen Pokal, den es zu gewinne galt. Lucius schüttelte den Kopf über das Wesen, das scheinbar keine Ahnung hatte. "Du scheinst ja überhaupt nichts über Vampire zu wissen und brichst dennoch in unsere Reich auf?", fragte er rhetorisch ehe er damit das Thema abschloss und lieber auf den Punkt einging warum das Wesen hier überhaupt war; es ging nämlich um dessen verschwundene Schwester. Auf die Hilfe des Vampirs schien der Fuchs eingehen zu wollen, fragte dennoch was genau diese Hilfe alles bedeutete.
      "Mehr oder minder. Du wirst etwas schauspielern müssen. Vampire sind sehr intrigant und ich habe vor dich wie einen kleinen Spion zu benutzen. Mir erzählen sie nicht alles, weil ich in diese großen Spiele eingebettet bin. Doch du bist ein Unbeteiligter und kannst ungestört Gespräche belauschen oder Informationen für mich beschaffen. Es wird - da warne ich dich aber vor - nicht immer einfach sein. Bist du bereit, das einzugehen?" Er beugte sich nach vorne und sah dem Wesen ernst in seine großen Augen. "Nun wie alles im Leben ist dieser Deal natürlich mit einem Risiko verbunden. Ich kann dir nicht sofort sagen, wo deine Schwester ist. Aber wenn du einwilligst, könnten wir mit dem obersten Chef der Wachen des Hauses Nocturn reden."

      Lucius deutete auf den Wald. "Das Haus Nocturn sichert die Grenzen und die Ländereien der Vampire. Sie stellen die meisten Wachen und patrouillieren die Gebiete. Sie könnten deine Schwester gesehen haben. Ihn entgeht nichts. Vor allem jetzt, wo die Ghule so wild sind, sind die Wachen in doppelter Alarmbereitschaft."
      "Wenn du diese Abmachung eingehen willst, wirst du jedoch noch etwas Weiteres akzeptieren müssen." Lucius spitze die Lippen und verkniff sich ein süffisantes Lächeln, denn er wusste, was noch zu tun wäre. "Du müsstest den Bann akzeptieren. Er zeigt an, dass du zum Haus Valerian gehörst. Ohne einen Bann bist du hier ein Streuner und sollte uns etwas trennen, könnte dich der nächstbeste aussaugen, zu seinem Sklaven machen oder umbringen. Unter einem Bann stehende Gefäße dürfen nicht angegriffen werden. Zumindest nicht von anderen Häusern" Lucius raunte, da er dabei wieder an seinen Onkel Iulius denken musste und wie dieser seine Gefäße behandelte. "Es tut nicht sehr weh, aber ein Bann wird nur gebildet, wenn man von einem Lebewesen trinkt", erläuterte Lucius mit ruhiger Stimme auf das fragende Gesicht seines Gegenübers. Er rechnete, das zu diese Zeitpunkt, der Fuchs aussteigen würde. So abwehrend wie er war, würde er dem wohl nicht zustimmen. Lucius lehnte sich also schon zurück als würde er gleich aufbrechen wollen, da er sicher war, der Fuchs würde ablehnen. Dann sollte er eben hier demnächst als Ghulfraß enden, wirklich schade um seinen schönen Pelz.
    • Sylva weitete unwillkürlich und leicht geschockt seine Augen, als der Blutsauger dann auch noch erklärte, dass er den Bann, welcher zwischen einem Vampir und einem anderen Lebewesen entsteht, wenn der Vampir vom letzteren das Blut trinkt, akzeptieren muss.
      Oder auch mit anderen Worten gesagt: dieser Vampir verlangte von Sylva zu seinem Gefäß zu werden.

      Sylva's Gedanken begannen zu rasen, während er leicht seinen Blick senkte und er darüber nachdachte, was er nun tun sollte. Dieser Bann sprach gegen alles, für das sein Stamm stand.
      Er war eine Beleidigung gegen die Natur selbst und vor allem gegen die Naturgötter, an welche die Vulthera glauben.
      Aber...hatte er eine andere Wahl?...er wollte nichts sehnlicher, als seine Schwester wieder zu finden...selbst wenn es hieß, seinen eigenen Stolz runter schlucken zu müssen und gedemütigt die Rolle eines Gefäß einzunehmen, um den Vampir dabei zu helfen, seinen Onkel vom Thron zu stürzen...

      Eine angespannte Stille erfüllte den Wald um sie herum, welche nur von dem leisen plätschern des Teiches und das gelegentliche zirpen von Insekten unterbrochen wurde.
      Schließlich entwich ein leises Seufzen Sylva's Lippen. Er hatte seine Entscheidung getroffen und er wusste, dass seine Schwester für ihn genau das selbe gemacht hätte. Er musste diese Chance einfach ergreifen...auch wenn es riskant war...für Sylvara...

      Er hob wieder seinen Blick und blickte dem Vampir ernst in die Augen, welcher sich bereits schon leicht zurück gelehnt hatte. "Einverstanden. Ich werde zu deinem Gefäß und dir helfen deinen Onkel vom Thron zu stürzen, wenn zu mir dabei hilft meine Schwester wieder zu finden.", sagte er schließlich mit fester Stimme. Dann wurde wurden seine Augen aber ein wenig dunkler und er legte seine Fuchsohren wieder an: "Aber ich warne dich...", knurrte er nun leise und trat einen Schritt näher an den Vampir heran, um möglichst einschüchternd zu wirken. "Wenn du mich verarscht...dann verspreche ich dir, dann werde ich dich persönlich kastrieren, hast du mich verstanden?"
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Der Fuchs schien lange mit sich zu ringen, was aus Gefäßperspektive sicherlich nachvollziehbar war, doch für Lucius überhaupt nicht. s war schließlich eine Ehre, ein Gefäß zu sein. Dies brachte Schutz, Anerkennung und manchmal auch eine gewisse Einflussmöglichkeit mit sich. Sicherlich waren es nicht gerade die besten Lebewesen, die Gefäße der Vampire werden wollten, doch er kannte genug, die dadurch ihr Leben verbesserten. Für den Fuchs war das wohl alles irrelevant. Er dachte nicht in den Machtstrukturen der Vampire, an Geld wie die Menschen oder Magie wie die Elfen. Umso erstaunlicher war seine Wendung und Einwilligung, Lucius' Gefäß zu werden. Dieser nickte stumm auf die Entscheidung und beobachtete, den Versuch des Fuchswesens, sich vor ihm aufzuspielen. Er unterdrückte ein Grinsen und hörte sich die warnenden Worte an. "Soweit wird es wohl nicht kommen. Dazu sind wir Vampire sowieso unfruchtbar.", entgegnete er ihm kühl und nicht beeindruck von seiner Drohung. Die Entscheidung ein Gefäß zu werden, um seine Schwester zu retten hingen, beeindruckte den Vampir schon. Dies ließ er sich jedoch nicht anmerken.

      "Nun, denn muss ich deinen Namen noch wissen, um den Bannzauber zu wirken. Ich bin, um den Anfang zu machen, Lucius Valerian. Prinz des Hauses Valerian und und. Auf die restlichen Titel verzichte ich ... sie sind sowieso nur lahmes Hofprotokoll." Er machte dabei eine ablehnende Geste. Lucius war schon lange vom ewigen Hofprotkoll des vampirischen Adels genervt. Das Haus Nocturn verstand es, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und hatte schon lange weite Teil des aufwendigen Protokolls aus Floskeln, Bezeichnungen, Ämtern und Beziehungen hinter sich gelassen. Doch Haus Valerian, das als einziges für sich beansprucht das älteste und reinblütigste Vampirhaus zu sein, beharrte auf den alten Regeln. Die einzigen Regeln, die es aus Lucius' Sicht einzuhalten galt, waren die der Machtstrukturen im Vampirischen Reich selbst. Gefäße, Blutghule und die einzelnen Funktionen der Häuser, um sich gegenseitig auf Trapp zu halten, waren der Schlüssel zum Erfolg dieses Reiches. Doch vielleicht waren sie auch gleichzeitig sein Untergang? Lucius sah zu seinem zukünftigen Gefäß. Es war wohl die richtige Entscheidung, das Wesen an sich zu binden auch wenn damit für beide neue Gefahren entstehen konnte. Lucius vermied es jedoch dieses Thema anzuschneiden. Es würde ja ohnehin nur bei einem sehr langen Blutbann auftreten, und Lucius ging nicht davon aus, dass das Blutband zwischen beiden länger halten würde als nötig.

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    • Sylva legte seine Fuchsohren nur noch ein wenig mehr an, als der Blutsauger von seiner Drohung unbeeindruckt blieb und fast schon ein wenig amüsiert wirkte. "Oh, keine Sorge, solltest du mich hintergehen, dann wirst du gar nicht mehr in der Lage sein zu vögeln.",
      grummelte er, atmete dann aber einmal tief durch. Der Blutsauger war bereit ihm dabei zu helfen seine Schwester wieder zu finden. So eine Chance erhält er vielleicht nicht noch einmal...und er musste sie nutzen. Was auch immer sie kosten mag.

      Mit einem leisen Schnauben, verschränkte er seine Arme vor seiner Brust und nickte leicht, als er nun den Namen des Blutsaugers erfuhr.
      "Lucius.", wiederholte er, um den Klang seines Namens auf seiner Zunge zu testen. "Das ist mir dauerhaft zu lang. Ich denke ich nenn dich einfach...", er hielt für einen Moment Inne und musterte den Vampiren vor sich nachdenklich noch einmal etwas genauer, ehe er fortfuhr: "...Lucy. Das ist kurz und einfach zu merken...und glaub bloß nicht, dass ich dich wie eine Adelsperson behandeln werde. Der einzige Grund, warum dieses Bannzauber zustande kommt ist, weil wir beide einen Vorteil daraus ziehen wollen."

      Er legte eine kurze Pause ein, bevor er dann schließlich selbst seinen eigenen Namen Preis gab: "Mein voller Name ist Sylvanus und ich gehöre zu dem Wanderstamm der Vulthera.", sagte er und seine violetten Augen begangen vor Stolz förmlich zu funkeln. "Aber die Mitglieder meines Stammes nennen mich nur Sylva.", sagte ich und musterte den Vampiren noch einmal. "Ich habe noch eine Bedingung. Wenn ich dein Gefäß werde bedeutet das, dass du...öfters von meinem Blut trinken wirst, habe ich Recht?", fragte er und ihm schossen wieder die grausamen Bilder in den Kopf, welche sich einige Stunden zuvor im Palast abgespielt hatten.

      "Meine Bedingung lautet, dass du mich jedesmal vorher darum bittest, von mir trinken zu dürfen. Und das ich auch ab und an das Recht habe diese Bitte, ohne Angabe von Gründen, ablehnen zu können. Ich will das unser Deal auf Augenhöhe stattfindet.", sagte er und blickte ihm dabei fest in die Augen, um zu unterstreichen, wie ernst er seine Bedingung meinte.
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      "Süße Drohung. Werde ich mir merken", grinste Lucius auf das aufgeplusterte Gehabe seines Gegenübers. Wirklich beeindrucken tat ihn das nicht. Es ließ ihn wieder zu seiner Überlegung zurückkehren, dass dieses Fuchswesen wohl doch relativ naiv war. Aber Lucius sollte das passen, desto weniger sein neues Gefäß die wichtigen Dinge hinterfragte, umso besser für ihn. Er war so ist sich der Vampir sich - ohne Lucius' Schutz hier sang- und klanglos untergangen, denn die Vampire wussten, es die Gefühle und Neigungen der anderen Lebewesen auszuspielen und sie auszunutzen. Lucius würde das dem Neuling nicht auf die Nase binden und beließ es dabei, ehe das Wesen über seinen Namen schnaubte. "Lucy? Ich denke nicht, mein pelziger Freund. Wir wollen ja nicht, dass ich doch einen Teil deines Fells verkaufe", lächelte Lucius und überhörte die restliche Tirade des Fuchses. Erst als dieser eine Pause einlegte und dann seinen Namen erklärte, nickte der Vampir stumm. "Sylvanus", sprach er vor sich her und grübelte nochmals über die Vulthera nach, doch konnte er sich nicht erinnern nur ein einziges Mal von diesem Stamm oder dieser Rasse gehört zu haben. Doch seine Überlegungen und Gedanken an alte Karten, die in seinem Arbeitszimmer im Palast Valerian hingen, dauerten nicht lange an.

      Sylvanus fragte ihn, ob er öfter von ihm trinken würde. Ehe Lucius darauf eingehen konnte, erwiderte sein Gegenüber jedoch und stellte die lächerliche Bedingung, dass er ablehnen dürfe. Lucius lachte amüsiert. "Sei nicht naiv. Ich brauche zwar etwas von dir und du von mir, aber du bist hier definitiv nicht in der Position, um solche Forderungen zu stellen. Ich werde entscheiden, wann es reif ist von dir zu trinken." Er ging auf den Fuchs zu und fokussierte ihn mit seinen hellen Augen, die nun rot worden. "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich so oft von dir trinken muss? Du bist schließlich nicht mein einziges Gefäß" Lucius öffnete seine Hand während er auf Sylvanus zu ging. Eine rote Kugel aus dunkler Magie formte sich in ihr und flackerte auf. Lucius sah Sylvanus an und der Zauber erfüllte seinen Zweck. Der Fuchs wurde leicht benommen und verlor seinen natürlichen Fluchtinstinkt, seine Angst und seine Gedanken. Er war einfach nur noch da.

      Lucius griff um seine Hüfte und legte seinen Kopf zur Seite. Er strich sein weißes Haar vom Hals und leckte ihm über den Hals, was den Zauber langsam abklingen ließ. Natürlich hätte Lucius den Zauber aufrecht erhalten können, doch so würde er Sylvanus' Emotionen spüren. Emotionen, die man mit dem Blut als Resonanz aufnimmt und einen Vampir stärken können. Der Vampir fuhr seine spitzen Eckzähne aus und biß dem Fuchs in den Hals. Sein kräftiger Griff verhinderte, dass Sylvanus sich bewegen konnte. Er saugte an dem fremden Wesen und spürte den betörenden Duft, den dieses ausstrahlte. Kurz darauf kam das Blut. Ein Geschmack von frischem Apfel und Blumen. Seine Erfahrung war groß genug, um abzuschätzen wie viel er trinken musste, um den Blutbann zu wirken und wann es zu viel war, dass es Sylvanus nachhaltig schwächte. Es fiel ihm schwer von dem neuartigen Wesen loszulassen. Doch er hielt inne und löste sich dann. Sylavnus sank in seinem Arm zusammen und er legte ihn vorsichtig auf den Boden.

      Lucius nutzte die Chance und sprach die altelfische Zauberformel mit Sylvanus Namen. Auf Lucius' Händen leuchteten rote Runen auf und er fuhr mit diesen über den Körper des Wesen. Die Runen verloren rote Funkeln, die aussahen wie Bluttropfen. Von weitem glich das Ritual einem Blutregen, der sich aus Lucius' Händen über Sylavnus ergab. Doch als die Tropfen auf seinem Körper trafen verschwanden sie mit einem leisen Funken als ob sie in ihn eindringen. Lucius führte das Ritual richtig aus, da Sylvanus von einem roten Schimmer erfüllte wurde, kurz seinen Brustkorb hebte und dann wieder benommen am Boden lag. Lucius verbeugte sich kurz, ehe er zu seinem Pferd ging und eine Flasche Stärkungstinktur holte. Er setzte sich auf den Boden, hob den Kopf des Fuchswesen an und flöste ihm etwas von dem Getränk ein. Bald darauf wich die Benommenheit und Lucius blickte wieder in die großen bekannten Augen des Fuchses. "Genug geschlafen", erklärte er ihm und richtete sich auf, wischte den Dreck von sich und musterte dann Sylvanus, der langsam zu sich kam.
    • Sylva blinzelte noch immer Recht benommen, als er langsam wieder zu sich kam. Das letzte an das er sich erinnern konnte war, dass er gerade wieder seinen Mund aufreißen wollte, um weiter mit dem Blutsauger zu diskutieren.
      Aber dann...war er plötzlich wie weggetreten...alles hatte sich wie ein verschwommenner und verwirrender Traum angefühlt, in dem er nichts anrichten konnte und keinen Einfluss hatte.
      Er konnte weder einen klaren Gedanken fassen, noch konnte er sich bewegen. Es war, als ob er eine lebendige Puppe in den Händen eines viel stärkeren Wesens sei. Nichts weiter als ein Spielzeug.

      Ganz langsam richtete er sich wieder eine sitzende Position auf und brauchte einen ganzen Moment um zu realisieren, wo er sich eigentlich gerade befand - noch immer in den Schattenwäldern. Im Reich der Vampire.
      Sein Blick wanderte wieder zu Lucius und endlich verstand er, was gerade eigentlich passiert ist. Seine Hand wanderte sofort zu seinem Hals und er begann vorsichtig seine Haut abzutasten, bis er schließlich die Bisswunde fand und leicht zusammen zuckte, als er diese mit seinen Fingerspitzen leicht berührte. Der Schmerz hielt sich in Grenzen, aber Sylva konnte sich auch deutlich angenehmeres vorstellen.

      "Wie hast du das gerade gemacht?", zischte er den Vampir an und fixiert ihn mit seinen violetten Augen. "Ich war komplett weggetreten...ich hatte keine Kontrolle über meine Gedanken oder über meinen Körper...ich was so hilflos...das war schrecklich...", murmelte er, auch wenn eher zu sich selbst.
      Sylva legte nun seine Fuchsohren wieder an und zeigte dem Vampir drohend seine Zähne. "Wehe du machst das nochmal, du spitzohrige Prinzessin!", fauchte er ihn warnend an, ehe er dann langsam und noch immer mit leicht zittrigen Knien vom Boden aufstand.

      Wieder wanderte seine Hand zu der Bisswunde an seinem Hals, bevor er sich wieder daran erinnerte, worüber sie zuvor gesprochen hatten.
      "Moment Mal...wenn ich nicht dein einziges Gefäß bin...warum hast du nichts bereits einen deiner anderen Gefäße dazu benutzt, um deinen Onkel von dem Thorn zu stürzen?"
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Lucius beobachtete, wie Sylvanus sich den Hals abfühlte. Er schüttelte dabei schwach den Kopf. "Die Wunde wird in wenigen Minuten verheilen", erklärte er und sah, dass das Fuchswesen den Biss wohl gut überstanden hatte. Denn nachdem er langsam wieder zu sich gekommen war, richtete er sich wieder auf und fragte den Vampirprinzen sofort neue Löcher in den Bauch. Dieser prustete leicht und hörte dann doch geduldig den aufgeregten Fragen zu. "Wie ich das gemacht habe?", fragte Lucius mit einem Lachen, "Das ist vampirische Magie. Uralte, dunkle Magie, die wir von den ersten Elfen, den Altelfen, geerbt haben. Ein Umstand, um den uns die Elfen heute noch beneiden." Er grinste kurz diabolisch, ehe er sich auf Syvlanus' Erzählung konzentrierte. Er berichtete, wie es sich anfühlte und Lucius konnte darauf nicht anders als nur stumm zu nicken. "Ja das sagen viele und es ist einfacher für einen Vampir, wenn das Gefäß ... 'beruhigt' ist. Mit der Zeit werden Gefäße aber automatisch entspannter ... so als suchten sie förmlich danach, dass man von ihnen trinkt.", erklärte Lucius wahrheitsgemäß und erinnerte sich an ein von seinem Vater vererbtes Gefäß, das sehr anhänglich an dem jungen Prinzen war. Der Prinz schob diesen Gedanken beiseite und strich sich seine Kleidung glatt.

      "Ich überlege es mir", grinste Lucius auf die süße Drohung des Fuchses und drehte sich auf der Stelle um und ging Richtung seines schwarzen Rosses. "Na komm. Wir müssen heute noch ein Stück Strecke zurücklegen und zum Fort Schwarzdämmerung kommen. Dort werden wir eine Pause machen." Lucius erreicht das Pferd und zog de Sattel fest. Sylvanus, der von der Situation noch immer übermannt war, fragte aus der Ferne, warum er sich ausgerechnet für ihn entschieden habe. Lucius grinste und drehte sich dann zu dem Fuchs. "Weil du am interessantesten bist und Vampire gerne Gefäße handeln. So kann ich dich anderen Leuten vorstellen und mit ihnen reden während du dich - nennen wir es - umsiehst." Lucius grinste erneut, ehe er sich auf das schwarze Pferd schwang. "Du bist doch schnell zu Fuß, oder?", fragte er das Wesen vom Wandervolk. Es lag wohl in ihrem Namen, dass sie wanderte und so nahm der Vampir an, das Wesen wäre schnell zu Fuß. Kletten, das wusste er nun aus eigener Erfahrung, konnte das Wesen auf jeden Fall. Auch ein Umstand, der bei den anstehenden Palästen, die sich besuchen würden, wichtig wäre.
      Es war dem Vampir auf jeden Fall lieb, wenn sie diese unsägliche Lichtung endlich verließen. Wie Licht die Motten anzog, so waren diese Lichtungen Punkte, die die roten Ghule immer wieder aufsuchten. Eigentlich verabscheuten sie viel Licht und solch helle Plätze, doch in letzter zeit schienen sie gezielter solche Plätze aufzusuchen, als ob sie wüssten, dass hier oft Lebewesen wären. Von hier aus konnten sie die Wesen gut beobachten und die Jagd beginnen, die sie mittlerweile in viel größeren Rudeln als früher zurücklegten. Früher waren 5 oder 6 Ghule normal. Doch heute streifen Rudel von bis zu 20 Ghulen durch die Wälder und mag sagt, dass bei den letzten Angriffen auf die Siedlungen jenseits des Vampirreichs weit mehr als 50 Ghule beteiligt waren. Lucius raunte und spürte die Unruhe seines Pferds. Er streichelte es und mahnt sich selbst keine Gedanken darüber zu verlieren - auch wenn die Reise mit Sylvanus die beiden nun zu einem Ziel für die Ghule machte, die sonst selten Vampire angriffen.

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    • Sylva's Fuchsschwanz peitschte wieder hin und her, während er dem Vampir aufmerksam zuhörte, als dieser davon berichtete, dass es für die Vampire einfacher ist, wenn das Gefäß beruhigt ist und das Gefäße mit der Zeit förmlich danach suchten, dass der Vampir von ihnen trinkt.
      Er verengte leicht seine Augen und schnaubte verächtlich durch seine Nase. "Willst du damit sagen, dass die Gefäße süchtig danach werden, dass deinesgleichen von ihnen trinkt? Das dieses Gefühl für sie dann wie eine Art Droge ist?", fragte er und schüttelte verständnislos seinen Kopf. "Das wird mir niemals passieren. Sobald wir deinen Bastard von Onkel von deinem Thron gestürzt- und dann meine Schwester gefunden haben, bin ich weg und wir müssen uns nie, nie, nie wieder sehen. Und du wirst dann auch nie, nie, nie wieder von mir trinken."

      Über die Begründung des Blutsaugers, warum dieser sich ausgerechnet für ihn entschieden hat, konnte Sylva nicht anders, als seine Stirn genervt zu runzeln und dann leicht die Augen zu verdrehen. Das dieser auch seine Drohung nicht ernst genommen hatte, reizte ihn nur noch mehr, aber er würde ihm nicht die Genugtuung geben und ihm das zeigen.
      "Ich verstehe...dann bin ich also dein kleines Accessoires, das sich nur umsieht. Dann sollte ich wohl alles daran setzen, um gut zu Schauspielern, damit man mir nicht ansieht, was ich in dem Moment wirklich denke.", grummelte er und zog dann im nächsten Moment eine Augenbrauen hoch, als Lucian fragte, ob er schnell zu Fuß ist.

      Er blickte kurz auf sein schwarzes Ross und dann wieder in sein Gesicht. "Ach, du willst also, dass ich laufe, während du dich tragen lässt?", fragte er, obwohl der die Antwort eigentlich schon wusste.
      Sollte ihm auch Recht sein - wenn beide auf dem Ross sitzen würden, wäre es Sylva persönlich eindeutig zu viel Körperkontakt zu dem Blutsauger.
      Er stemmte seine Hände in seine Hüften und streckte stolz seine Brust raus. "Und natürlich bin ich schnell zu Fuß! Ich bin sogar der Schnellste von meinem gesamten Stamm. Mit mir kann nicht Mal dein kleines Pony mithalten.", sagte er stolz.

      Und kaum hatte er seinen Satz zuende gesprochen, nahm er auch schon die Form eines Fuchses mit weiß-silbernen Fell an. Er fixierte Lucian wieder einen Moment mit seinen violetten Augen und streckte dann stolz seine Nase und puscheligen Schweif in die Luft.
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Lucius musste schwach grinsen. Er mochte die Widerspenstigkeit des Wesens. Sie war so erfrischend anders. Die meisten Wesen hier nickten alles ab oder waren durch und durch böse. Dazwischen gab es nur noch intrigante Vampire. Eine solche Unterhaltung hatte er schon lange nicht mehr, auch wenn er dem Fuchs sicherlich noch mehr Anstand beibringen müsste, amüsierte es den Prinzen aktuell sehr und so lange Sylvanus keine Dummheiten anstellte, sollte er mit dem fremden Wesen gut zurechtkommen. Davon wurde er auch schnell überzeugt als das Wesen, sich verwandelte - ohne davor (wie sollte es anders sein) einen gehässigen Kommentar loszuwerden. Lucius rümpfte die Nase. "Was meinst du wofür wir Pferde züchten? Wohl nicht, um ihnen beim Grasen zu zusehen. Es sind Nutztiere", zuckte er mit den Schultern. Anschließend durfte er auch Zeuge eines magischen Tricks werden, den er so nur von wenigen Lebewesen kannte. Der Vulthera verwandelte sich in einen Fuchs mit weiß-silbernen Fell, das förmlich im Dunkel de Schattenwälder hervorblitzte. Dazu starrten ihn stechend violette Augen an. "Netter Trick", konstatierte Lucius und erinnerte sich an ein Vampirhaus, deren Name ihm gerade nicht einfallen wollte, die sich in Wölfe verwandeln konnten. Er selbst hatte bereits mehrmals mit Verwandlungszaubern experimentiert, aber noch nicht den Dreh raus.

      Ohne weitere Gedanken daran zu verschwenden gab der Prinzen seinem Pferd einen leichten Tritt in die Seite und ritt mit dem Tier los. Dabei sprintete der Fuchs immer etwas vor dem schwarzen Pferd, was den Prinzen tatsächlich beeindruckte. Er war also doch ein wirklicher Waldbewohner und so schnell. 'Das würde mir ja noch mehr helfen', dachte sich der Prinz und folgte mit seinen Augen aufmerksam den Bewegungen des Fuchses während er nebenbei das Pferd führte. Der Weg führte sie von der Lichtung durch dichtes Dickicht von Dornen bewachsenen Büschen und flach über der Erde wurzelnden Bäumen. Immer wieder regte sich etwas im Dunkel des Waldes und Lucius war sich sicher, dass sie von einigen Blutghulen beobachtete und vielleicht sogar verfolgt wurden. "Diese Biester werden immer aggressiver", raunte er zu seinem Pferd und gab ihm einen Tritt, damit dieses schneller galoppierte. Bald darauf erreichten die beiden einen Weg, der durch den dunklen Wald führte. "Ab hier ist es nicht mehr so weit", erklärte Lucius seinem Gefäß und ritt den Weg weiter entlang.

      Als es langsam dunkler wurde erreichten die beiden Fort Schwarzdämmerung. Kurz vor dem Fort stoppte Lucius und sah zu seinem Gefäß. "Ab hier solltest du deine menschliche Form behalten. Deinen netten Trick behalten wir erst einmal für uns.", erklärte Lucius und stieg von seinem Pferd ab. Dem letzten Kilometer würden sie zu Fuß zurücklegen, um keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen. "Wir werden heute im Fort Schwarzdämmerung übernachten. Es gehört dem Haus Nocturn, merk dir den Namen", ermahnte er seinen Begleiter, der in der nächsten Zeit viel lernen müsste. "Von hier aus reisen wir morgen früh weiter. Vielleicht hat hier schon jemand deine Schwester gesehen. Das Reden wirst du aber mir überlassen." Lucius sah in der Ferne bereits das Fort aus dunklem Stein, das aus dem Wald ragte wie eine verlassene, dunkle Ruine.
      "Das Haus Nocturn bewacht unser Reich. Sie stellen Wachen und Patrouillen und aktuell hat mein Bastard von Onkel mich an sie verpfändet. Doch diesen Pfand werde ich demnächst auslösen", raunte Lucius zornig. "Sie sind die besten Kämpfer gegen Ghule und haben auch sonst viel Expertise über diese Biester", versuchte Lucius von seinem Zorn abzulenken und sich damit selbst zu beruhigen. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie bei ihren Patrouillen deine Schwester gesehen haben. Aktuell beobachten sie alles. Die Ghule sind ... sind irgendwie anders geworden. Früher waren sie nicht so aggressiv und erst recht griffen sie die anderen Völker nie so offensiv an wie jetzt." Lucius sah zur Festung in der Ferne und hoffte, dass es für alles eine Erklärung gab, doch bisher tappte die Vampirwelt im Dunkeln.
    • Sylva blickte, noch immer in seiner Fuchsform, zu Lucius hoch, als dieser zornig über seinen Onkel und über die Guhle sprach. Er legte leicht seinen Kopf zur Seite und dachte über seine Worte nach.
      Wenn die Guhle sich verändert haben, aggressiver geworden sind und nun die anderen Völker offensiv angriffen...könnte das vielleicht auch bald zu einem großen Problem für seinen Stamm werden...und erst Recht für Sylvara, wenn sie ganz auf sich allein gestellt ist.
      Er richtete in seinen Blick zum Nachthimmel und beobachtete für einen Moment den Mond und die Sterne, welche auf sie herab schienen. Hoffentlich ging es sowohl seiner Schwester, als auch seinem Stamm gut...er wüsste nicht was er tun sollte, wenn dies nicht der Fall ist und seine Schwester vielleicht schon...

      Er blickte wieder zu Lucian und legte dann wieder leicht seine Fuchsohren an, als dieser ihm sagte, dass er ihm das Reden im Ford Schwarzdämmerung überlassen soll. Auch anders gesagt: Sylva sollte einfach seine Klappe halten und sich bedeckt halten.
      Auch wenn es dem Fuchs überhaupt nicht passte seine Klappe halten zu müssen, war dies wahrscheinlich wirklich besser so...auch wenn er sich ziemlich sicher war, dass er die Vampire hier sicherlich gut manipulieren konnte, um selbst an Antworten bezüglich seiner Schwester zu kommen.

      Endlich nahm Sylva wieder seine menschliche Form an, wobei er aber noch immer auf dem Waldboden saß und erstmal das weiß-silberne Fell seines Fuchsschweifes wieder glatt strich. "Jaja, Haus Turnnoc und ich halte im Ford Schwarzdämmerung einfach meine Klappe. Geht klar, Lucy.", antworte er, erhob sich dann schließlich elegant vom Waldboden und strich sich ein paar Blätter und Erde von seinen Klamotten.

      Sein Blick wurde wieder ein wenig nachdenklich, als ihm ein Gedanke kam: "Warum bringen wir deinen Onkel nicht einfach um? Vielleicht wenn der gierige Fettsack schläft und nicht einem Angriff rechnet? Ich könnte durch das Fenster klettern, das in sein Gemach führt, ohne das es jemand bemerkt.", sagte er und griff demonstrativ nach seinem Dolch. "Wenn er aus dem Weg ist, kannst du deinen rechtmäßigen Platz auf dem Thron einnehmen und wir können uns komplett auf die Suche nach Sylvara konzentrieren.", sagte er und hielt einen Moment Inne. "Warte Mal....wie tötet man überhaupt einen Vampir?"
    • Schattenwälder, Reich der Vampire

      Der Vampir überhörte seinen Spitznamen und die falsche Bezeichnung des Hauses bewusst und quittierte diese Aussage des Fuchses mit einem ernsten Blick, ehe er wieder geradeaus sah. Er hoffte für den Fuchs, das er wirklich sein loses Mundwerk hielt. Für einen Moment kam ihm der Gedanke, den Fuchs einfach zu verzaubern und so sicherzustellen, dass er gehorchte und keine Dummheiten anstellte. Doch für den weiteren Fortgang dieses Unterfangens bräuchte er wohl oder übel den Rückhalt dieses kleinen, fremden Wesens und dazu sollte Sylva ihm vertrauen. Zumindest soweit es ging.

      Er schüttelte den Kopf als Sylva darüber phantasierte, wie sie einfach Iulius töten könnten. "Deswegen bist du hier mit mir unterwegs", raunte der Vampirprinz und sah seinen Begleiter, der sich mittlerweile wieder zurück verwandelt hatte, tadelnd an. "Wenn wir Iulius zum aktuellen Zeitpunkt töten, wird es kaum Vampirfürsten geben, die sich hinter mich stellen. Doch ich brauche ihre Legitimation, um in meinem neuen Reich die Macht zu ergreifen. Du siehst ja wie sehr die Palastwache hinter diesem Tyrann steht. Sie würden mich niemals akzeptieren, wenn ich ihren Boss einfach so umbringe. Ich brauche entweder genügend Unterstützer für meine Sache oder Iulius' Macht muss soweit tyrannisch sein, dass sich selbst die loyalsten im Palast meinen Machtantritt wünschen. Davor würde sein Tod das Haus in einen Machtkampf stürzen. Mein Cousin Tizian könnte aus dem Exil kommen und den Thron beanspruchen oder mein Schwager ... und dann würde meine Heimat in einen Bürgerkrieg rutschen, in dem sich nur zu gerne die anderen Vampirfürsten einmischen." Aufgrund der Ernsthaftigkeit dieser Operation waren beide mittlerweile mitten auf dem Weg zum Fort stehengeblieben und sahen sich ernst an. "Außerdem bringt uns die Suche nach Unterstütztern auch bei der Suche nach deiner Schwester weiter. Die meisten Verabredungen werde ich sowieso persönlich schließen müssen. Briefe werden abgefangen und gelesen." Lucius sah in die Ferne zur beleuchteten Festung. "Einen Vampir töten? Nun das ist relativ kompliziert. Wenn du auf Nummer sich gehen willst, bedarf es mehr als nur eines Dolches oder du kennst die entsprechende Magie" Er beließ es damit auf sich und gab seinem Pferd das Zeichen, weiter zu gehen.

      "Und nun konzentrier dich darauf nicht auffällig zu wirken", zischte der Vampir und erreichte wenige Minuten später mit dem Vulthera das verschlossene Tor zum Fort Schwarzdämmerung. Zwei stark gepanzerte Wachen stand vor der Tür und musterten die beiden. "Prinz Lucius! Ihr seid zurück?"
      "Seid ihr hier um Fragen zu stellen oder um mir das Tor zu öffnen?"
      "Natürlich, euer Hochgeboren!"
      Die zweite Wache winkte nach oben zur hohen Mauer des Forts und mit einem Klackern öffnete sich das Tor aus schwarzen Metall langsam. Nachdem das Tor oben in der Aufhängung eingerastet war, passierten Lucius und Sylva das mächtige Bollwerk und traten in den ersten Hof der mehrere Höfe umfassenden Burg. Lucius schwieg und ging auf dem Pferd und in Begleitung Sylvas bis zu einem Gebäude, das zwei Burghöfe weiter lag. Aus dem Haus drangen belustige Rufe und Gebrüll. "Die Taverne für die Wachtrupps", erklärte Lucius und sprang von seinem schwarzen Pferd ab, ehe er es an einer Halterung festband. "Die Wachtruppen suchen Zerstreuung", erklärte Lucius und deutete auf die mit schwarzen Blut getränkten Rüstungen, die vor der Taverne standen. Er blickte auf die Burgdächer und sah graue Fahnen. "Sie haben Leute verloren", raunte Lucius und blickte Sylva ernst an. Ob er verstand, dass das hier alles kein kleiner Spielwald ist, in dem er herumtollen konnte? Seine Schwester könnte in größter Gefahr sein, wenn selbst so erfahrene Wachtrupps des Hauses Nocturns Gefallene zu beklagen hatten.

      Mit einem Mal jedoch durchbrach eine bekannte Stimme die Stille, die gefühlt im Inneren der Burg (abgesehen von dem Gebrüll aus der Taverne) herrschte. "Lucius! Freut mich, dass du wohlauf zurückkehrst!"
      "Adrian!", grinste der Vampir und begrüßte den Mann, der auf ihn zu kam. Es war ein optisch älterer, großer, starker Mann, der eine schwarze Rüstung mit dem Wappen des Hauses Nocturns darauf trug. "Ihr habt Verluste erlitten?", fragte der Vampir zugleich Adrian, der der Kommandat der Wachtruppen der Festung war. "Leider ja. Die Ghule werden von Tag zu Tag stärker und wir müssen immer mehr Personal für sie abstellen ... und beklagen auch mehr Tote." Luciusraunte und sah zur Taverne hinter sich. Adrian spürte die Bedrückung und haute dem jungen Prinzen auf die Schulter. "Kommt mit. Ich quatiere euch bei mir ein. Euer Gefäß bringen wir zu den anderen Gefäßen."
      Lucius schüttelte den Kopf. "Ich hätte es lieber bei mir. Es war ein langer Tag, du verstehst?"
      Adrian grinste und musterte den Fuchs. "Ja natürlich Unterhaltung kommt in diesen Zeiten sowieso zu kurz. Nun kommt!" Er wies die beiden an ihm zu folgen und führte sie durch einen weiteren Burghof zu einem großen Pallas, der unterhalb der Haupthalle der Festung lag. "Im Angesichts des Generals der Festung", spotette Adrian ehe er die beiden in den Pallas führte und sich mit ihnen in die große Festhalle setzte. Es brannten hier ein paar Feuer und ein paar Bedienstete räumten auf. Adrian deutete auf drei Sessel vor dem Kamin, auf den sich die drei setzten. "Also Lucius ... was führ euch nach Schwarzdämmerung? Ihr leistet doch aktuell euren Dienst auf Nox."

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    • Sylva seufzte nur leise, als Lucius ihm erklärte, warum es keine Option ist seinen Onkel zum aktuellen Zeitpunkt einfach so umzubringen. Er selbst verstand nicht viel von der Politik der Vampire. Wie auch? Die Lebensweise der Vulthera war nun einmal eine komplett andere, als die von den Vampiren.
      Die Vulthera haben keine starken Hierarchien, so wie die Vampire sie haben. Es gab keinen richtigen Anführer und wichtige Entscheidungen wurden in der Gemeinschaft - wobei auf das Wort der Ältesten am meisten Wert gelegt wurde - getroffen.
      "Verstehe.", grummelte er nur, wobei er sich nicht sicher war, ob er Lucius wirklich komplett richtig folgen konnte. Nichtsdestotrotz stand eine Sache ganz deutlich fest: das Leben von Lucius und Sylva könnte nicht unterschiedlicher sein...und dennoch hat das Schicksal sie beide zusammen geführt.

      Als der Vampir dann aber nicht wirklich mit der Sprache rausrücken wollte, wie man einen Vampir überhaupt töten, legte Sylva seine Fuchsohren ein wenig angepisst flach am Kopf an, aber entschied sich dazu ersteinmal nicht weiter nachzufragen.
      Stattdessen beobachtete er die Interaktion zwischen ihm und zwei Wachen, welche vor dem verschlossenen Tor standen.
      Er verschränkte seine Arme vor der Brust und hielt, wie er es vorhin versprochen hatte, seinen Mund und ließ Lucius reden. Als sie ihn mit 'euer Hochgeboren' ansprachen, schaffte es Sylva gerade noch so, nicht leicht seine Augen zu verdrehen.
      Gefäß hin oder her, aber er wird sich weiterhin weigern Lucy so anzusprechen. Vor allem, wenn ihm sein neuer Spitznamen nicht gefiel...

      Kurz darauf wanderte sein Blick zu den grauen Fahnen, welche auf den Burgdächern wehten. Um ehrlich zu sein hielt sich Sylva's Mitleid für die Gefallenen Blutsauger ziemlich ins Grenzen.
      Aber auch hier entschied er sich dazu einfach seinen Mund zu halten. Ohne Vampire und vor allem ohne diese verdammten Ghule wäre diese Welt ein besserer und wohl auch viel friedlicherer Ort...

      Er nickte immer nur leicht um Lucius zu signalisieren, dass er ihm zuhörte, als sich schließlich ein älter Mann in schwarzer Rüstung sich zu ihnen gestellte und Lucius begrüßte.
      Es dauerte nur wenige Sätze, bis sich Sylva's Augen wieder leicht verengten und er den Neuankömmling feindselig anstarrte.
      Die Aussagen die Adrian traf, bestärken Sylva nur wieder in seiner Meinung, das Vampire nichts weiter als viel zu starke Parasiten waren. Es passte ihm ganz und gar nicht, dass Adrian in nur als Gegenstand zu sehen schien.
      Er biss sich auf die Zunge um einen bissigen Spruch zu unterdrücken, bis die beiden Vampire wieder zwei Sätze wechselten, die dafür sorgten, dass er leicht seinen Kopf zur Seite legte und fragend seine Augenbrauen hoch zog.

      ...Unterhaltung?...was meinten die damit?...

      In der Festhalle ließ er sich auf einen der drei Sessel fallen und ließ dann seinen Blick für einen Moment umher wandern. Abgesehen von den paar Beeren vorhin, hatte er heute noch nichts gegessen, was sein knurrender Magen auch langsam deutlich zu verstehen gab.
      Als Adrian dann Lucius schließlich fragte, was die beiden zur Schwarzdämmerung geführt hat, schaffte er es einfach nicht mehr weiter seinen Mund zu halten. Der Drang endlich herauszufinden, wo seine große Schwester ist war einfach viel, viel zu groß.

      Und so, obwohl er selbst nicht angesprochen worden ist, sah er Adrian mit einen festen Blick an und fragte: "Hast du oder jemand anderes hier in der Gegend in der letzten Zeit einen weiblichen Vulthera gesehen?", fragte er und kümmerte sich gar nicht erst darum den Kommandanten vor sich zu Siezen.
      Er blickte aus dem Augenwinkel kurz du Lucius und dann wieder zurück. Wissend, dass er sich nicht an die Absprache gehalten hat. Doch das war ihm gerade herzlich egal. Was soll Lucy schon machen?