Graumoor, Reich der Vampire
Lucius stellte mal wieder erstaunt fest, dass Sylvas Volk einfach anders gestrickt war. Anders konnte er sich dessen Reaktion nicht erklären. "Natürlich geht es immer nur um Macht. Wofür bekriegen sich die Völker ständig? Und wenn nicht, machen sie es wir Vampire, und bekämpfen sich gegenseitig", seufzte Lucius, der fand, dass die Vampire auch weniger gegeneinander arbeiten sollten. Sie hatten eine Verpflichtung, die Ghule im Zaum zu halten und nicht ständige ihre Machtkämpfe um die Domäne auszutragen. Die aktuelle Entwicklung der Ghule zeigte auch, dass es mittlerweile wirklich Wichtigeres gab als seine Verwandten zu ermorden, doch Lucius musste seinen Plan in die Tat umsetzen. Sein tyrannischer Onkel sah die Bedrohung nicht und nur mit seinem legitimen Anspruch würde der Prinz gehör bei den anderen Vampiren finden und könnte sie mit Glück zu einer Front gegen diese Biester vereinen. Doch bis dahin blieb es ein weiter Weg. Er sah zu Sylva und fragte sich, ob ihm dieser dabei wirklich helfen konnte. Dieser schien gerade Lucius' Gedanken gelesen zu haben und prophezeite, dass Iulius noch von seinen Taten eingeholt werden würde. "Sei dir sicher: dafür werde ich sorgen!", raunte Lucius zornig und dennoch sicher. Er würde es nicht auf die Götter oder wen auch immer ankommen lassen. Diese hatten bisher einen langen Atem bei seinem Onkel gehabt. Doch Recht hatte der Vulthera: am Ende würde Iulius sterben. Dabei war sich der junge Vampir sicher und umfasste die Zügel des Hengsts, der vor ihm stand fester, als ob sie ihm Hoffnung gaben.
Sylvas Aussage, die zum ersten Mal nicht rotzig sondern nachdenklich und ausgewogen wirkte, überraschte den Prinzen sichtlich. Was war mit seinem trotzigen Gefäß? Skeptisch blickte er auf diesen und fragte sich, ob es am vorherigen Ereignis lag. Erneut stand Sylva in seiner Schuld und war nur wieder knapp dem Tode entronnen. Doch jedes Mal hatte er sich selbst durch seine nicht durchdachten Aktionen in Gefahr gebracht. Kam der junge Vulthera zur Einsicht? Er schürzte die trockenen Lippen und spürte die dunkle Aura, die Toten hier ausstrahlten. Verwesung und Tod lagen in der Luft und der Vampir spürte diese 'Energie', die ihm nicht gefiel. Er schüttelte den Kopf und ersparte Sylva einen Kommentar zu desssen neuer EInsicht, da er ganz froh war, dass das Fuchswesen mal eine ruhigere Art an den Tag legte.
Und genauso ruhig folgte der Vulthera dem Gespräch zwischen ihm und Kiran Nocturn, der mit seinem Reitertross vor den beiden stand. Dieser schaute die beiden ungeduldig an und sie schwangen sich aufs Pferd. Kiran nickte zufrieden und ritt mit Lucius und Sylva neben sich Richtung Burg Schwarzer Stern. "Also, Kiran. Wovon seid ihr auf dem Rückweg?"
Kiran seufzte und sah zu Lucius: "Mein älterer Bruder, Gabriel. Du kennst ihn doch?"
"Du meinst den Frauenheld?", grinste Lucius. Doch er sah den besorgten Blick vom Nocturn und zeitgleich ebbte sein Grinsen ab.
"Gabriel ist seit 3 Wochen verschwunden. Wir erhalten keine Briefe mehr von ihm. Er war auf einer Mission und verschwand mit dem ganzen Trupp spurlos. Wir suchen die ganze Zeit nach Hinweisen."
"Das erklärt wieso, du ausreitest.", nickte Lucius und sah besorgt in Richtung Burg Schwarzer Stern.
"Korrekt. Ich will meinen Bruder finden, auch wenn ich nicht wie er ein perfekt ausgebildeter Krieger bin."
"Kiran? Ich kenne die Geschichten von deinem Bruder und wenn sie nur im Ansatz stimmen, wird es ihm gut gehen!"
Kiran sah etwas erleichtert Lucius an, ehe er ihn und sein Gefäß nickte.
"Und du? Bringst uns ein Gefäß?"
"Von wegen. Das ist mein Gefäß, Sylva. Auch wenn es dir vielleicht gefällt." Lucius zischte dabei leise und legte sein Hand etwas näher um Sylvas Hüfte und zog ihn an sih.
Kiran zwängte sich ein Lächeln auf, schien aber immer noch bedrückt. "Interessantes Gefäß, so kennt man euch hochadeligen Vampire ja."
Der junge Vampirprinz verzog das Gesicht und wollte Kiran einen bissigen Kommentar versetzen, doch verzichtete er. Der Nocturn schien verständlicherweise bedrückt zu sein. "Wieso seid ihr dann hier?", fragte der Schwarzhaarige den Valerian.
"Ich werde meinen Eid beenden."
"Schlechter Zeitpunkt, Lucius. Die Matriarchin ist aufgrund von Gabriels ... Verschwinden sehr ... aufgebracht."
"Mag sein, aber du weißt wessen Kind ich bin. Ich habe eine Aufgabe."
Kiran nickte stumm, ehe die beiden das schwarze Tor zur Burg erreichten.
"Ich wünsche dir ... Glück", nuschelte Kiran mit einem warnenden Unterton und deutete der Wache an, das Tor zu öffnen.
"Prinz Kiran ist zurück!", rief die Wache zuversichtlich. Dabei öffnete sich das Tor. Mit einem schweren Klackern öffnete sich das dicke Tor und die beiden mitsamt Reitertross traten in den Vorhof der Burg, wo alle von ihren Pferden abstiegen. Ein Knappe kam den Leuten entgegen und übernahm die Zügel mehrere Pferd. Lucius streichelte Schattenwind nochmals, ehe er sich von diesem trennte und mit Sylva zum wartenden Kiran ging. "Ich begleite euch. Die Matriarchin ist aktuell sehr ... bedrückt und meine Anwesenheit könnte ihre ...", erklärte er, ehe ihm Lucius unterbrach.
"Ihre Art etwas abmildern, ja. Ich kenne sie gut genug."
"Und sie mag dich, was es für dich nur schwieriger macht", ergänzte Kiran und ging mit den beiden den Hügel und mehrere Vorburgen zum Thronsaal hinauf. In der Burg hatte sich eine kleine, aber spannende Stadt entwickelt, in der viele Rüstungs- und Waffenschmiede saßen. Überall war reges Treiben und dennoch wirkte die Stimmung sehr bedrückt. Das lag nicht nur an dem Ort, dem Graumoor und der düsterten Burg an sich, sondern - so mutmaßte der Vampir - auch an Gabriels Verschwinden. "Dein Bruder war sehr beliebt, nicht?", fragte Lucius und Kiran nickte mit einem leisen Schluchzen. Lucius entschied das Thema nicht auszuweiten. Stumm gingen die beiden zur Thronhalle, ehe Kiran plötzlich vor der Halle unweit des mächtigen offenen Eingangs stoppte. "Lucius? Ich warne dich vor. Die Beendigung des Eids wird mit einem Blutzoll bezahlt und für wichtige Ritter ist dieser hoch ... vielleicht zu hoch? Du könntest doch auch hier bleiben und wir ..." Er schüttelte den Kopf. "Kiran, ich schätze dich, wirklich. Aber ich habe einen Anspruch und den will ich durchsetzen, daneben hat Iulius seine Strafe verdient!" Lucius Stimme wurde lauter und bedrohlich. Kiran knickte ein und nickte. "Na gut", nuschelte er und trat mit Lucius in den schwarz beflaggten Thronsaal.
"Meine Matriarchin euer zweiter Sohn Kiran ist zurück! Und er wird begleitet von Prinz Lucius Valerian." Die drei traten mit der Ankündigung ein. Die Wachen salutierten einmal, während die drei Richtung schwarzen Thron auf dem die Matriarchin abwartend saß, gingen. Der Saal war gefüllt mit Dienern, vampirischen Lehnsvasallen der Nocturns und Soldaten. Sie alle starrten auf Lucius. Einige fingen an zu tuscheln. Kiran und Lucius zückten jeweils ihre Schwester und knieten vor der Matriarchin. "Kiran. Ich bin froh, dass du wohl zurückgekehrt bist. Hast du Neuigkeiten zu Gabriel?", fragte die Matriarchin, die alleine durch ihre Aussehen bedrohlich wirkte, doch ihr Ton ließ einem das Blut gefrieren. Die Stimme klang drohend und zugleich mystisch. "Leider nein.", erklärte Kiran und ein Raunen ging durch die Menge. Die Matriarchin seufzte leise und hob ihre Hand, womit sich Kiran aufrichtete und sich rechts neben den Thron stellte.
"Und du Lucius Valerian? Was führt dich her? Hast du den Ruf gehört? Wir bräuchten einen fähigen Krieger, der zumindest einen Teil der Lücke füllt, die Gabriel hinterlassen hat."
"Eure Majestät, das ehrt mich sehr. Ich bin jedoch aus einem anderen Grund hier." Lucius hob den Kopf und sah die Matriarchin an. "Ich möchte meinen Eid beenden."
Es herrschte auf einmal Stille im Saal. Für einen Moment schien es als ob die Zeit stehen blieb, dann haute die Matriarchin auf die Lehne ihres Throns. "Was fällt dir ein?! Mein ältester Sohn ist verschwunden und nun willst du mir auch noch dich entreißen?!" Ihre Stimme klang nun noch lauter und bedrohlicher und hallte im Raum mehrmals nach. "Du bist so anmaßend, Lucius."
"Mag sein", raunte der Vampir zornig, was die Matriarchin hörte. Sie grinste diabolisch. "Es wird Zeit, dass du deinen Meister kennenlernst. In unserem Haus wirst du blühen. Dein Onkel wusste schon, was das Beste für dich ist. Ich war lange nachsichtig mit dir aufgrund deines Bluts und unserer Bündnisses, doch jetzt werde ich dich maßregeln, Lucius."
Lucius stellte mal wieder erstaunt fest, dass Sylvas Volk einfach anders gestrickt war. Anders konnte er sich dessen Reaktion nicht erklären. "Natürlich geht es immer nur um Macht. Wofür bekriegen sich die Völker ständig? Und wenn nicht, machen sie es wir Vampire, und bekämpfen sich gegenseitig", seufzte Lucius, der fand, dass die Vampire auch weniger gegeneinander arbeiten sollten. Sie hatten eine Verpflichtung, die Ghule im Zaum zu halten und nicht ständige ihre Machtkämpfe um die Domäne auszutragen. Die aktuelle Entwicklung der Ghule zeigte auch, dass es mittlerweile wirklich Wichtigeres gab als seine Verwandten zu ermorden, doch Lucius musste seinen Plan in die Tat umsetzen. Sein tyrannischer Onkel sah die Bedrohung nicht und nur mit seinem legitimen Anspruch würde der Prinz gehör bei den anderen Vampiren finden und könnte sie mit Glück zu einer Front gegen diese Biester vereinen. Doch bis dahin blieb es ein weiter Weg. Er sah zu Sylva und fragte sich, ob ihm dieser dabei wirklich helfen konnte. Dieser schien gerade Lucius' Gedanken gelesen zu haben und prophezeite, dass Iulius noch von seinen Taten eingeholt werden würde. "Sei dir sicher: dafür werde ich sorgen!", raunte Lucius zornig und dennoch sicher. Er würde es nicht auf die Götter oder wen auch immer ankommen lassen. Diese hatten bisher einen langen Atem bei seinem Onkel gehabt. Doch Recht hatte der Vulthera: am Ende würde Iulius sterben. Dabei war sich der junge Vampir sicher und umfasste die Zügel des Hengsts, der vor ihm stand fester, als ob sie ihm Hoffnung gaben.
Sylvas Aussage, die zum ersten Mal nicht rotzig sondern nachdenklich und ausgewogen wirkte, überraschte den Prinzen sichtlich. Was war mit seinem trotzigen Gefäß? Skeptisch blickte er auf diesen und fragte sich, ob es am vorherigen Ereignis lag. Erneut stand Sylva in seiner Schuld und war nur wieder knapp dem Tode entronnen. Doch jedes Mal hatte er sich selbst durch seine nicht durchdachten Aktionen in Gefahr gebracht. Kam der junge Vulthera zur Einsicht? Er schürzte die trockenen Lippen und spürte die dunkle Aura, die Toten hier ausstrahlten. Verwesung und Tod lagen in der Luft und der Vampir spürte diese 'Energie', die ihm nicht gefiel. Er schüttelte den Kopf und ersparte Sylva einen Kommentar zu desssen neuer EInsicht, da er ganz froh war, dass das Fuchswesen mal eine ruhigere Art an den Tag legte.
Und genauso ruhig folgte der Vulthera dem Gespräch zwischen ihm und Kiran Nocturn, der mit seinem Reitertross vor den beiden stand. Dieser schaute die beiden ungeduldig an und sie schwangen sich aufs Pferd. Kiran nickte zufrieden und ritt mit Lucius und Sylva neben sich Richtung Burg Schwarzer Stern. "Also, Kiran. Wovon seid ihr auf dem Rückweg?"
Kiran seufzte und sah zu Lucius: "Mein älterer Bruder, Gabriel. Du kennst ihn doch?"
"Du meinst den Frauenheld?", grinste Lucius. Doch er sah den besorgten Blick vom Nocturn und zeitgleich ebbte sein Grinsen ab.
"Gabriel ist seit 3 Wochen verschwunden. Wir erhalten keine Briefe mehr von ihm. Er war auf einer Mission und verschwand mit dem ganzen Trupp spurlos. Wir suchen die ganze Zeit nach Hinweisen."
"Das erklärt wieso, du ausreitest.", nickte Lucius und sah besorgt in Richtung Burg Schwarzer Stern.
"Korrekt. Ich will meinen Bruder finden, auch wenn ich nicht wie er ein perfekt ausgebildeter Krieger bin."
"Kiran? Ich kenne die Geschichten von deinem Bruder und wenn sie nur im Ansatz stimmen, wird es ihm gut gehen!"
Kiran sah etwas erleichtert Lucius an, ehe er ihn und sein Gefäß nickte.
"Und du? Bringst uns ein Gefäß?"
"Von wegen. Das ist mein Gefäß, Sylva. Auch wenn es dir vielleicht gefällt." Lucius zischte dabei leise und legte sein Hand etwas näher um Sylvas Hüfte und zog ihn an sih.
Kiran zwängte sich ein Lächeln auf, schien aber immer noch bedrückt. "Interessantes Gefäß, so kennt man euch hochadeligen Vampire ja."
Der junge Vampirprinz verzog das Gesicht und wollte Kiran einen bissigen Kommentar versetzen, doch verzichtete er. Der Nocturn schien verständlicherweise bedrückt zu sein. "Wieso seid ihr dann hier?", fragte der Schwarzhaarige den Valerian.
"Ich werde meinen Eid beenden."
"Schlechter Zeitpunkt, Lucius. Die Matriarchin ist aufgrund von Gabriels ... Verschwinden sehr ... aufgebracht."
"Mag sein, aber du weißt wessen Kind ich bin. Ich habe eine Aufgabe."
Kiran nickte stumm, ehe die beiden das schwarze Tor zur Burg erreichten.
"Ich wünsche dir ... Glück", nuschelte Kiran mit einem warnenden Unterton und deutete der Wache an, das Tor zu öffnen.
"Prinz Kiran ist zurück!", rief die Wache zuversichtlich. Dabei öffnete sich das Tor. Mit einem schweren Klackern öffnete sich das dicke Tor und die beiden mitsamt Reitertross traten in den Vorhof der Burg, wo alle von ihren Pferden abstiegen. Ein Knappe kam den Leuten entgegen und übernahm die Zügel mehrere Pferd. Lucius streichelte Schattenwind nochmals, ehe er sich von diesem trennte und mit Sylva zum wartenden Kiran ging. "Ich begleite euch. Die Matriarchin ist aktuell sehr ... bedrückt und meine Anwesenheit könnte ihre ...", erklärte er, ehe ihm Lucius unterbrach.
"Ihre Art etwas abmildern, ja. Ich kenne sie gut genug."
"Und sie mag dich, was es für dich nur schwieriger macht", ergänzte Kiran und ging mit den beiden den Hügel und mehrere Vorburgen zum Thronsaal hinauf. In der Burg hatte sich eine kleine, aber spannende Stadt entwickelt, in der viele Rüstungs- und Waffenschmiede saßen. Überall war reges Treiben und dennoch wirkte die Stimmung sehr bedrückt. Das lag nicht nur an dem Ort, dem Graumoor und der düsterten Burg an sich, sondern - so mutmaßte der Vampir - auch an Gabriels Verschwinden. "Dein Bruder war sehr beliebt, nicht?", fragte Lucius und Kiran nickte mit einem leisen Schluchzen. Lucius entschied das Thema nicht auszuweiten. Stumm gingen die beiden zur Thronhalle, ehe Kiran plötzlich vor der Halle unweit des mächtigen offenen Eingangs stoppte. "Lucius? Ich warne dich vor. Die Beendigung des Eids wird mit einem Blutzoll bezahlt und für wichtige Ritter ist dieser hoch ... vielleicht zu hoch? Du könntest doch auch hier bleiben und wir ..." Er schüttelte den Kopf. "Kiran, ich schätze dich, wirklich. Aber ich habe einen Anspruch und den will ich durchsetzen, daneben hat Iulius seine Strafe verdient!" Lucius Stimme wurde lauter und bedrohlich. Kiran knickte ein und nickte. "Na gut", nuschelte er und trat mit Lucius in den schwarz beflaggten Thronsaal.
"Meine Matriarchin euer zweiter Sohn Kiran ist zurück! Und er wird begleitet von Prinz Lucius Valerian." Die drei traten mit der Ankündigung ein. Die Wachen salutierten einmal, während die drei Richtung schwarzen Thron auf dem die Matriarchin abwartend saß, gingen. Der Saal war gefüllt mit Dienern, vampirischen Lehnsvasallen der Nocturns und Soldaten. Sie alle starrten auf Lucius. Einige fingen an zu tuscheln. Kiran und Lucius zückten jeweils ihre Schwester und knieten vor der Matriarchin. "Kiran. Ich bin froh, dass du wohl zurückgekehrt bist. Hast du Neuigkeiten zu Gabriel?", fragte die Matriarchin, die alleine durch ihre Aussehen bedrohlich wirkte, doch ihr Ton ließ einem das Blut gefrieren. Die Stimme klang drohend und zugleich mystisch. "Leider nein.", erklärte Kiran und ein Raunen ging durch die Menge. Die Matriarchin seufzte leise und hob ihre Hand, womit sich Kiran aufrichtete und sich rechts neben den Thron stellte.
"Und du Lucius Valerian? Was führt dich her? Hast du den Ruf gehört? Wir bräuchten einen fähigen Krieger, der zumindest einen Teil der Lücke füllt, die Gabriel hinterlassen hat."
"Eure Majestät, das ehrt mich sehr. Ich bin jedoch aus einem anderen Grund hier." Lucius hob den Kopf und sah die Matriarchin an. "Ich möchte meinen Eid beenden."
Es herrschte auf einmal Stille im Saal. Für einen Moment schien es als ob die Zeit stehen blieb, dann haute die Matriarchin auf die Lehne ihres Throns. "Was fällt dir ein?! Mein ältester Sohn ist verschwunden und nun willst du mir auch noch dich entreißen?!" Ihre Stimme klang nun noch lauter und bedrohlicher und hallte im Raum mehrmals nach. "Du bist so anmaßend, Lucius."
"Mag sein", raunte der Vampir zornig, was die Matriarchin hörte. Sie grinste diabolisch. "Es wird Zeit, dass du deinen Meister kennenlernst. In unserem Haus wirst du blühen. Dein Onkel wusste schon, was das Beste für dich ist. Ich war lange nachsichtig mit dir aufgrund deines Bluts und unserer Bündnisses, doch jetzt werde ich dich maßregeln, Lucius."
