you are my secret (by Ukizilla & yuyuumyn)

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    • you are my secret (by Ukizilla & yuyuumyn)

      you are my secret
      by @Ukizilla (X) & @yuyuumyn (Y)

      Boys Love / Drama / Slice of Life
      Golden Retriever (X) x Black Cat (Y) - Persönlichkeit

      X und Y führen seit einigen Monaten eine geheime Liebesbeziehung, von der aber niemand etwas erfahren darf.
      Denn während X der allseits beliebte Schulsprecher ist, ist Y das genaue Gegenteil. Er ist ein Nerd, der sich durch seiner viel zu großen Klappe oft in Schwierigkeiten bringt.

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      Astralis Academy
      "Astralis“ bezieht sich auf „die Sterne“ und ist ein Symbol für unendliche Möglichkeiten und große Ambitionen. Der Schulname soll die Schülerinnen und Schüler dazu inspiriert, über ihre eigenen Grenzen hinauszuwachsen.

      Die drei verschiedenen Häuser der Academy:

      Haus Aurelia
      Symbolisiert Glanz, Stärke und Weisheit. Der Name leitet sich vom lateinischen "aureus" ab, was „golden“ bedeutet. Schüler dieses Hauses zeichnen sich durch herausragende akademische Leistungen und Leadership-Fähigkeiten aus.

      Haus Vespera
      Abgeleitet vom lateinischen "vesper", was „Abend“ bedeutet, symbolisiert dieses Haus Raffinesse, Kreativität und eine tiefgründige Denkweise. Die Mitglieder dieses Hauses sind oft philosophische Denker und Künstler.

      Haus Draconis
      Der Name erinnert an den Drachen, ein Symbol für Macht, Entschlossenheit und Mut. Dieses Haus steht für Tapferkeit, Ehrgeiz und die Bereitschaft, Hindernisse zu überwinden.



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      Vorstellung / Unsere Charaktere

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      01. September
      Milo
      Die Sommerferien waren offiziell vorbei und der heiße Sommer wich langsam in den kühlen Herbst über. Wir waren nun im Senior Year...in unserem Abschlussjahr, bevor wir auf verschiedenen Colleges quer im ganzen Land verteilt sein würden.
      ..

      ...ich hätte wirklich nicht die ganze Nacht wach bleiben sollen...ich bin so müde...aber es war der letzte Tag der Kampagne und jetzt habe ich endlich diesen ultra seltenen Skin...hehe...

      Übermüdet, mit viel zu wenig Schlaf und leichten Augenringen unter den Augen, betrat ich das Hauptgebäude der Astralis Academy und ließ meinen Blick für einen Moment über die Schülerinnen und Schüler wandern, die sich alle gegenseitig herzlich begrüßten, ehe ich mich auf den Weg zu meinen Schließfach machte.

      ...ob Leon schon da ist?...oder...Ethan?...ich wusste, dass ich ihm hier nicht einfach so um den Hals fallen durfte...aber ich hatte ihn in den Sommerferien für meinen Geschmack einfach viel zu wenig gesehen...und ich hatte ihn vermisst...furchtbar vermisst...

      Bei meinen Schließfach blieb ich stehen, öffnete diesen und holte aus meinen Rucksack einen Energiedrink hervor. Da die Schule hier ziemlich strenge Regeln hatte, füllte ich den Gummibärchensaft kurzer Hand in meinen Kaffee-Thermobecher. Mit einen verschlagen Grinsen auf den Lippen, schraubte ich den Deckel zu, versteckte die Dose in meinem Schließfach und nahm einen Schluck.

      Collin
      ich stand in der Eingangshalle und wartete ein wenig ungeduldig auf Ethan, während ich meinen Blick über die vorbei gehenden Schülerinnen und Schüler wandern ließ. Das ein oder andere Mal tadelte ich jemanden, gefälligst seine Krawatte zu richten.
      Sind manche den immer noch nicht in der Lage, die Krawatte richtig zu binden?!

      Ich konnte darüber nur leicht meinen Kopf schütteln und ließ meine Gedanken zu den Hauspunkten wandern. Das war unser Abschlussjahr...und auch wenn ich ein Vertrauensschüler war, musste das Haus Aurelia dieses Jahr unbedingt den Hauspokal gewinnen. Wir zeigen es dem Haus Draconis, in dem nur falsche und hinterhältige Schlangen zu sein schienen.
    • Ethan

      Es wäre vielleicht etwas melodramatisch zu sagen, dass ich auf Entzug war, aber definitiv hatte ich meinen Freund viel zu lange nicht gesehen. Es war ja nicht so, dass er einfach bei mir auftauchen konnte oder wir Händchen haltend durch die Straßen laufen könnten. Dafür war mein Vater zu bekannt und ich eben dadurch auch und wenn es die Runde machen würde, dann wäre seine Glaubwürdigkeit im Eimer.
      Deshalb hatten Milo und ich uns wenig gesehen in den Ferien und besonders in der letzten Woche hatten einige Nachrichten zwischen uns reichen müssen, denn mein Vater hatte uns zu einer Woche Familienurlaub gezwungen. Ich mochte meine Eltern, aber es nervte wie streng es vor sich ging nur mit ihnen und meiner Schwester. Dann musste ich mich immer verstellen und deshalb mochte ich meine Zeit mit Milo so sehr. Er bewertete nicht jede meiner Handlungen und bei ihm musste ich nicht immer perfekt sein.
      Dennoch würde ich mich mit meiner Freude ihn wiederzusehen zurückhalten müssen und so betrat ich schlendernd die Schule nachdem ich meinen Wagen abgestellt hatte. Sogleich fingen viele der Schüler an mich zu grüßen und besonders aus meinem eigenen Haus kannte mich quasi jeder. Manchmal fragte ich mich, ob sie mich auch alle so umschwärmen würden, wenn sie von meinem Geheimnis wüssten.
      Kaum betrat ich nun die Eingangshalle wollte ich am liebsten zu Milo gehen und ihn umarmen, doch dies stand außer Frage und sehr schnell erblickten meine Augen auch Collin, der mit seiner Größe und seinen Haaren quasi alle überragte. Nicht die Person, die ich unbedingt sehen wollte, aber dennoch besser als nichts, denn er war mein bester Freund.
      "Guten Morgen, schon so früh im Einsatz für die Schulehre?", fragte ich leicht neckend und mit einem Schmunzeln auf den Lippen, während meine Augen die Schüler nun nach dem mir all zu bekannten Gesicht absuchten.

      Leon

      Wieso musste man überhaupt zur Schule? Ich verstand es nicht und die meisten Dinge würde man so doch eh nicht mehr unbedingt brauchen. Darüber sinnierte ich schon die ganze Zeit, während ich mich wie ein Zombie fertig gemacht hatte und zur Schule gestiefelt war. Selbst jetzt noch blinzelten meine Augen müde und unfokussiert, während ich in Richtung meines Spindes ging und den Kaffee sicher in der Hand hielt. Ich hatte einen Thermobecher in der Hand und eine ganz Kanne in der Tasche. Milo hatte gestern noch gezockt und natürlich hatte ich ihm Gesellschaft geleistet und selbst danach hatte ich irgendwie vor meinem PC die Zeit vergessen.
      Wenn ich nicht aufpasste, dann würde ich sicher im Unterricht einschlafen, doch damit musste ich nun leben als ich mich zu Milo gesellte. "Ist schon jemand mal an Müdigkeit gestorben oder werde ich der Erste sein?", scherzte ich trocken, denn ich war sogar zu müde um über meinen eigenen Spruch zu lachen.
    • Collin
      ich warf Ethan einen leicht strengen Blick zu und verschränkte dann meine Arme vor meiner Brust. "Guten Morgen. Und das sollte wohl auch in deinem Interesse sein, Herr Schulsprecher. Hast du dir Mal angeschaut, wie einige hier rumlaufen? Bei den Freshmen kann man noch ein Auge zudrücken, wenn sie das mit der Uniform noch nicht ganz so gut hinbekommen. Aber allen anderen?", ich schüttelte wieder leicht missbilligend meinen Kopf. Also wirklich! So schwer ist es nun auch wieder nicht eine Krawatte zu binden!

      "Außerdem sind wir nun in unserem Abschlussjahr. Unsere Abschlussfahrt, das Jahrbuch und unser Abschlussball müssen noch organisiert werden.", sagte ich und rieb mir bereits am ersten Schultag gestresst meine Schläfen.
      "Und am aller wichtigsten...", begann ich, mein Ton wurde ernster, ich sah Ethan fest in die Augen und senkte meine Stimme. "Dieses Jahr stampfen wir das Haus Draconis in dem Boden. Ethan, ich will diesen Hauspokal.", flüsterte ich ihm leise und ehrgeizig zu.

      Dann seufzte ich aber leise und strich mir ein paar Strähnen meines blonden Haaren aus dem Gesicht. "Es ist schön dich wieder zu sehen, Ethan. Wie waren deine Ferien?", fragte ich nun mit einer weicheren Stimme und einem leichten Lächeln auf den Lippen.


      Milo
      "...huh?", fragte ich noch verschlafen, nachdem ich meinen Thermobecher wieder abgesetzt hatte und meinen besten Freund einen Moment lang verpennt anblickte, um seine Worte zu verarbeiten.
      Ich gähnte nochmal leise und antworte dann: "Keine Sorge, ich werde dafür sorgen, dass du in die neuste Ausgabe des Guinness Buch der Rekorde kommst...oder bei den Darwin Awards erwähnt wirst...kommt darauf an."

      Ich nahm einen weiteren großzügig Schluck von meinen...Kaffee...bis mir wieder einfiel, dass wir ausgerechnet direkt heute in den letzten zwei Stunden Sport hatten.
      "Wir haben heute in den letzten zwei Stunden Sportunterricht...also entweder haben wir unser Sportzeug vergessen, dann werden uns aber ganz sicher Hauspunkte abgezogen, wir simulieren Bauchschmerzen oder eine Fußverletzung oder...", ich verzog leicht genervt mein Gesicht. "...wir machen beim Sportunterricht mit."

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    • Ethan


      Ich musste leicht den Kopf schütteln und schmunzeln, als ich die Worte von Collin hörte. Er war immer so korrekt und streng. Manchmal dachte ich mir, dass er der perfekte Sohn für meinen Vater war, so wie dieser mich gerne hätte und auch fragte ich mich, wie er wohl reagieren würde, wenn ich mich vor ihm outen würde. Aber vielleicht wusste er es ja auch schon, ohne es je angesprochen zu haben. Ich traute mich aber nicht ihn danach zu fragen.
      Meine Gedanken waren vollkommen abgedriftet und so hatte ich ihm und seinem Vortrag über unsere Krawatten nicht sonderlich zugehört. Erst als er erwähnte, dass wir nun ja immerhin im Abschussjahrgang waren, zuckte ich leicht zusammen. Wieso musste er mich auch daran erinnern? Ich hatte noch immer keinen Plan wie mein Leben danach weitergehen sollte. Ich hatte meine Pläne, doch leider passten diese so gar nicht zu den Plänen meines Vaters. Leider dachte er, dass er das Recht hatte mein Leben zu bestimmen.
      Als nun erwähnt wurde, dass er auch unbedingt den Hauspokal haben wollte, seufzte ich. „Ich merke schon, du willst dieses Jahr scheinbar alles erreichen und in die Schulgeschichte eingehen. Woher kommt eigentlich dein ganzer Ehrgeiz?“ Ich lachte nun darüber wie mein bester Freund und ich zusammengehörten und doch so unterschiedlich waren. Scheinbar die Geschichte meines Lebens, wenn ich an Milo dachte. Allein der Gedanke an ihn munterte mich auf und ließ mich noch mehr grinsen.
      „Meine Ferien waren das übliche… viel zu viel Familie und immer brav perfekt sein für meinen Vater und die Presse. Wir wollen doch keinen Skandal.“, meinte ich leise und mürrisch. Bei Collin durfte ich immerhin offen sagen, dass ich es nicht mochte, immer für die Werbekampagnen meines Vaters herhalten zu müssen und mit auf Plakaten und Co zu sein.
      „Aber immerhin hatte ich am Anfang ja etwas Zeit für mich gehabt und war im Park zum Skaten und Fotos schießen.“ Von meinen Treffen und Unterhaltungen mit Milo konnte ich ihm nichts sagen, doch diese hatten meine Tage auch sehr gerettet. Es war nervig, dass ich selbst jetzt nicht von meinem Freund reden konnte vor meinem besten Kumpel.
      „Und wie waren deine Ferien? Konntest du immerhin etwas entspannen und nicht an Hauspokale denken?“, zog ich ihn stattdessen etwas auf und grinste frech.

      Leon

      Kurz huschte der Anflug eines Lächelns über meine Lippen, als er auf meinen Scherz einstieg, doch zu mehr war ich jetzt noch nicht fähig.
      Doch bei dem Wort Sport zuckte ich fast schon zusammen. Es gab wohl kaum ein Unterrichtsfach, das ich so sehr hasste wie Sport. Ich war einfach nicht dafür gebaut und gemacht durch die Gegend zu laufen und einen Ball zu jagen. Außerdem hatte ich keine Ausdauer.
      „Kann ich nicht einfach tot umfallen und du musst dann leider zu meiner Beerdigung gehen? Dann wären wir beide raus und wenn du dann ein Trauma entwickelst, dann musst du sicher auch nie wieder zum Sportunterricht.“ Natürlich war es nicht ernst gemeint, doch sollte es noch mal verdeutlichen, dass ich lieber starb als zum Sport zu gehen.
      Jedoch wurde ich dann von unserem Thema abgelenkt, als ich Collin und Ethan sah. „Schau mal da. Die beiden stehen schon wieder so da als würden sie gleich alle dumm anmachen, die sich nicht zu tausend Prozent an die Regeln halten. Wie kann man so vernarrt sein darin allen zu gefallen und jede Regel einzuhalten?“ Ich rollte die Augen und nahm schnell noch einen Schluck. Sicher würden sie uns auch gleich entdecken und uns einen dummen Spruch geben.
    • Collin
      Ich stemmte meine Hände in die Hüften und ich blickte Ethan wieder ein wenig ernster, aber dennoch mit einem leichten Grinsen auf den Lippen an. "Woher ich diesen ganzen Ehrgeiz nehme?", wiederholte ich seine Frage, ehe ich dann aber bereits sofort weiter sprach:
      "In den vergangenen drei Jahren, hat jedes einzelne Mal das Haus Draconis den Hauspokal gewonnen. Aber das lass ich dieses Jahr nicht zu. Nicht in unserem Abschlussjahr. Dieses Jahr werden wir sie in den Boden stampfen. Ich kann es kaum erwarten dann deren Gesichter zu sehen, wenn auf unseren Abschlussball verkündet wird, dass das Haus Aurelia gewonnen hat."

      Als Ethan dann begann über seine Familie zu reden, verschwand mein Grinsen aber wieder und ich seufzte leise. Ich wusste genau, wie viel sein alter Herr von ihm erwartete und das war bei weitem wirklich nicht wenig. "Oh man...ich beneide dich nicht darum.", sagte ich und um meine Worte noch zu unterstreichen, klopfte ich ihm freundschaftlich auf die Schulter.

      Als er dann aber versuchte mich aufzuziehen, verdrehte ich leicht meine Augen und schlug ihm nun meiner Faust sachte gegen die Schulter.
      "Ha.- Ha., man bist du heute wieder witzig. Ein richtiger Scherzkeks. Ich weiß auch wie man Spaß haben kann, weißt du?", fragte ich und grinste dann selbst wieder leicht. "Mein Dad und ich waren wieder an der Küste surfen.", sagte ich und richtete ein wenig meine Krawatte.

      Ich ließ meinen Blick wieder über den Gang wandern, bis wir dann allerdings unterbrochen wurden. Alle Köpfe drehten sich auf einmal in die selbe Richtung und ein Raunen der Bewunderung ging durch die Schüler. Das konnte nur eins bedeuten: Aurora.


      Aurora
      Als ich das Schulgebäude betrat, drehten sich natürlich sofort alle Köpfe in meine Richtung. Mit meinen üblichen unscheinbar freundlichen Lächeln ging ich durch den Gang - Lucian und Andrew liefen, wie immer, dicht hinter mir und hielten mir mit ihrer einschüchternden Ausstrahlung die ganzen verdammten Versager vom Leib.

      Mein Lächeln wurde unwillkürlich ein wenig mehr, als ich Ethan, unseren beliebten Schulsprecher, auf dem Gang entdeckte. Mit einem freundlichen Lächeln ging ich auf ihn zu und ignorierte dabei vollkommen das nervige Blondchen neben ihm.
      "Guten Morgen, Ethan. Wie waren deine Ferien?", fragte ich und bevor er darauf antworten konnte, fragte ich bereits: "Bald findet wieder meine jährliche beliebte Halloween-Party statt. Du, als Schulsprecher, kommst doch hoffentlich?", fragte ich und lächelte noch charmanter.



      Milo

      ich grinste gerade noch über Leon's Worte und wie wir darüber philosophierten, dem Sportunterrricht am Besten zu entkommen. Doch als er dann Ethan und Collin erwähnte, folgte ich sofort seinem Blick.
      Ethan...ich hatte ihn wirklich viel zu wenig in den Sommerferien gesehen...und mein Herz schmerzte nur noch mehr bei dem Gedanken, dass ich ihm nicht hier und jetzt einfach um den Hals fallen konnte.

      Vielleicht sollten wir an einem Tag die Schule schwänzen und mit einem Leihauto in die nächste Stadt fahren, um dort einen schönen Tag zusammen zu verbringen. Nur er und ich...auch wenn er das Leihauto fahren muss, weil ich erst letzte Woche, schon wieder, durch die Fahrprüfung gefallen bin...

      Bevor ich Leon antworten konnte, gestellte sich allerdings Aurora zu Ethan und lächelte ihn, für meinen Geschmack, ein bisschen zu freundlich an.
      Ich konnte spüren, wie meine Ohren vor Eifersucht langsam knallrot wurden und wenn wir jetzt in einem alten Cartoon gewesen wären, dann wäre sicherlich auch noch Dampf aus meinen Ohren gestiegen.
      In dem Moment vergaß ich kurz, dass Leon, dem ich aber auch nichts von meinem innerlichen Konflikt erzählen konnte, noch immer neben mir stand. Ich musste mich wirklich zurückhalten, Aurora nicht gleich an die Kehle zu springen oder ihn an seinem viel zu perfektem Haar von meinem Freund wegzuzerren...
    • Ethan

      Es machte wirklich jedes Mal Spaß Collin aufzuziehen, denn wofür hatte man denn sonst einen besten Freund. So zierte ein schmunzelndes Lächeln meine Lippen als ich seiner Antwort auf meine nicht so ganz ernst gemeinte Frage lauschte. „Schon gut, schon gut. Denk an deinen Blutdruck.“, neckte ich noch einmal kurz, ehe ich hinzufügte: „Aber ich helfe dir den Pokal zu bekommen.“ Auch wenn es mir persönlich am Arsch vorbeiging, so wollte ich ihn nicht hängen lassen, denn er war immerhin auch immer wieder für mich da.
      Als er nun jedoch von seinen Ferien erzählte wurde mein Blick einen Moment wehmütig. Ich beneidete ihn um sein Verhältnis zu seinem Vater, denn meiner würde etwas wie Surfen nie unterstützen. Es war ihm nicht männlich genug und somit auf der Liste: Zeitverschwendungen. Skaten gehörte auch dazu, ebenso wie Fotos machen, aber ich hatte meine Mittel ihn dabei an der Nase rumzuführen. „Ich würde so gerne mal mitkommen, aber Ferien sind Familienzeit.“ Man hörte deutlich den genervten Unterton raus.
      Am liebsten hätte ich mich nun noch weiter mit Collin unterhalten, denn diesen hatte ich ähnlich wenig gesehen wie Milo, doch da tauchte auch schon Aurora auf. Ich fand ihn ganz okay, aber etwas nervig und aufdringlich. Besonders heute Morgen hätte ich gerne auf ihn verzichtet, doch da stand er auch schon vor uns, wobei er sich irgendwie eher auf mich zu konzentrieren schien.
      „Gu...“, setzte ich an, doch da war er schon gefühlt mindestens drei Sätze weiter und ich seufzte tonlos. Ich war noch zu müde dafür und als mein Blick an Aurora vorbei ging, während dieser sprach, waren meine Augen auf Milo gefallen. Da stand er, nicht so weit weg, und doch gefühlt unantastbar in diesem Augenblick. In einer offeneren Welt wäre ich nun einfach rüber gegangen und hätte ihm einen Kuss geben können, doch langsam fokussierte ich mich wieder auf Aurora vor mir, der mir immerhin eine Frage gestellt hatte, auch wenn ich diese nur halb mitbekommen hatte und für die mein Verstand viel zu lange brauchte um sie zu verarbeiten. „Na, gehen wir zu der Party, Collin? Immerhin bist du Vertrauensschüler und somit als ein wichtiger Bestandteil der Schule auch sicher eingeladen.“ Ich sagte es so nett, dass man mir nichts unterstellen konnte, aber ohne Milo oder Collin würde ich nicht hingehen und Milo konnte ich schlecht einladen. Aber die Vorstellung nachher alleine mit nur Draconis-Schülern zu sein ließ mich schaudern.

      Leon

      Eben hatten wir uns noch normal unterhalten und plötzlich wurde Milo ganz still. Als ich nun meinen Kopf zu ihm drehte sah ich seine roten Ohren und sein leicht säuerlich wirkendes Gesicht. Hatte er etwa Streit mit einem der beiden Kerle? Ich sah wieder zurück und sah Aurora. Ich hasste den Kerl. Ich konnte nicht sagen woran es lag, aber wenn er in der Nähe war, dann fühlte ich mich unwohl, doch ob es Milo auch so ging? Erneut schielte ich kurz zu meinem besten Freund und dann wieder zu den beiden Blondies, Ethan und Collin. Es war nicht so, dass ich viel mit ihnen zu tun hatte, aber sie schienen mir beide nett genug zu sein. Ethan war so einer dieser Sonnenschein-Kerle, die mit jedem auskamen und Collin war zwar für mein Verhältnis zu motiviert, wenn ich so an den Unterricht dachte, den man mal zusammen hatte, doch auch nicht negativ aufgefallen.
      „Sag mal: Was hältst du eigentlich von den Beiden? Also Ethan und Collin… Hast du streit mit denen?“ Anders konnte ich mir die ganze Sache nicht erklären und sah erneut zu Collin. Ihn konnte man, meiner Meinung nach, besser einschätzen. Irgendwas an Ethan wiederum war mir immer zu sauber und gut, so was war mir suspekt. Aber mir fiel auf jeden Fall auf, dass beliebte Kerle auch immer gut aussahen.
    • Collin
      Ich konnte einfach nicht anders als leicht meine Augen zu verdrehen, als sich Aurora zusammen mit seinen zwei Handlangern, Andrew und Lucian, zu uns gesellte. Oder eher zu Ethan, da er nur mit ihm sprach.
      Ich konnte einfach nicht verstehen, warum so viele von unseren Mitschülern so fasziniert von ihm waren...er war falsch und hinterhältig wie eine Schlange...nur leider schienen das die meisten hier das nicht zu sehen...

      Ich verschränkte wieder meine Arme vor meiner Brust und zog dann leicht meine Augenbrauen hoch, als Aurora anfing von seiner Halloween-Party zu sprechen und Ethan mich dann gleich mit einbezog. Ich war mir ziemlich sicher, dass Aurora eigentlich nur Ethan eingeladen hatte...aber noch sicherer war ich mir, dass Ethan da nicht alleine hin wollte. Und natürlich würde ich meinen besten Freund nicht im Stich lassen.

      "Natürlich gehen wir zur Party, Ethan.", antwortete ich und konnte deutlich sehen, wie das Lächeln der Schlange direkt etwas unechter wurde, was mich leicht zum grinsen brachte.


      Aurora
      Ich behielt weiter mein Lächeln auf den Lippen, welches aber ein wenig unechter wurde, als Ethan den nervigen Vertrauensschüler natürlich auch auf der Halloween-Party dabei haben wollte.
      "Aber natürlich ist auch unser feiner Herr Vertrauensschüler eingeladen.", antwortete ich mit einer zuckersüßen Stimme und fügte dann auch gleich hinzu: "Da es sich um eine Halloween-Party handelt, ist ein Kostüm natürlich auch Pflicht."

      Aus dem Augenwinkel bemerkte ich zwei Nerds aus unserem Jahrgang, die in unsere Richtung blickten. Ich wusste deren Namen nicht, da die beiden nichts besonderes waren und mich deshalb deren Namen auch nicht weiter interessierten.

      Mein Blick wanderte wieder zu Ethan und nur eher nebenbei zu dem Vertrauensschüler, der neben ihm stand. "Natürlich versteht es sich auch, dass nicht die ganze Schule eingeladen ist."


      Milo
      dIe Worte meines besten Freundes rissen mich aus meinen Gedanken und ich blickte wieder zu ihm. "Huh?", fragte ich verwirrt und brauche einen ganzen Moment, um seine Worte zu realisieren.
      Ich hatte kaum gemerkt, dass meine Eifersucht so stark gewesen ist, dass ich alles um mich herum vergessen hatte. Ich wusste das es nicht gut war so eifersüchtig zu sein...aber das alles hier war einfach so unfair.
      So jemand wie Aurora, konnte einfach nach belieben zu Ethan gehen und mit ihm sprechen...aber ich? Nein...ich konnte ihn nicht einmal zu lange anblicken ohne befürchten zu müssen, dass unser Geheimnis vielleicht ans Licht kommt...

      "Ich ähm...", begann ich dann leise und versuchte meine Fassung wieder zu erlangen. Was ich wirklich von Ethan hielt konnte ich Leon natürlich nicht sagen...auch wenn ich das gerne würde...
      "Ich finde die beiden ganz in Ordnung...", sagte ich und legte dann ein wenig genervt meine Stirn in Falten. "Nur kann ich diesen Aurora und seine zwei Gorillas nicht wirklich leiden...", brummte ich vor mich hin und zuckte dann leicht zusammen, als Lucian daraufhin seinen Kopf plötzlich in unsere Richtung drehte. Wenn Blicke töten könnten...
      Schnell blickte ich in eine andere Richtung und tat so, als hätten wir gerade über etwas anderes gesprochen...
    • Ethan

      Manchmal fragte ich mich wieso ich so nett blieb. Ich hasste Aurora nicht, aber eigentlich mochte ich ihn nicht mal genug um mich wirklich mit ihm zu unterhalten. Es war alles nur, weil mein Vater mir beigebracht hatte zu jedem nett zu sein und er sicher in riesigen Aufstand machen würde, wenn raus käme, dass sein Sohn einen Schüler ab wies, der mit ihm befreundet sein wollte. Wobei ich mir ganz ehrlich nicht sicher war, ob er wirklich mit mir befreundet sein wollte oder war hinter seiner Art steckte.
      Um so glücklicher war ich also als Collin nun zustimmte, dass er mitkommen würde. So würde ich die Leute von Draconis nicht alleine ertragen müssen. Wir würden ja nicht den ganzen Abend dableiben müssen und ich für meinen Teil würde so schnell wie möglich, nach einer angemessenen Anwesenheit versteht sich, die Beine in die Hand nehmen.
      Doch auch mir war Auroras Knick in seiner Stimmung nicht entgangen, aber mich gab es nun mal nur mit meinem besten Kumpel. Doch da erwähnte er auch schon ein Kostüm und ich seufzte leise. Verkleidungen waren nicht so meins, musste ich schon jeden Tag so tun als wäre ich jemand anders.
      Doch immer wieder schaute ich zu Milo und dachte, dass ich mit ihm an meiner Seite sicher Spaß haben würde, auch in einer Verkleidung. „Hm?...“, kam es kurz verwirrt von mir und dann nickte ich. „Klar, schon irgendwie logisch. Wird sonst sicher zu groß und zu teuer.“ Ich wusste, dass es nicht darum ging und deshalb konnte ich mir eben so einen Spruch nicht verkneifen.
      Aber sicher war für mich, dass ich noch nie so sehr eine Klingel zum Unterricht herbeigesehnt hatte wie jetzt. Ich wollte nur die Unterhaltung beenden und noch etwas in Ruhe reden oder Milo schreiben. Und aus einem Impuls raus nahm ich einfach mein Handy in die Hand und tippte eine schnelle Nachricht, natürlich bedacht, dass es niemand sah was ich schrieb. Die Nachricht war immerhin kurz und ich schnell beim Schreiben.

      //Du sieht heute besonders gut aus oder es liegt an meinem Milo-Entzug//

      Leon

      Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis Milo sich mal regte und mir kam schon der Gedanke, dass er mir gar nicht zugehört hatte. Wahrscheinlich hatte er wirklich nicht zugehört und an etwas vollkommen anderes als die Schule gedacht. Doch selbst wenn, ich konnte ihm es nicht mal übel nehmen.
      Es kam dann doch noch eine Antwort von ihm mit der ich nicht mal mehr gerechnet hatte und so konnte ich ihn einen Moment nur verwundert ansehen bis ich ihm nickend zustimmte. „Die Idioten aus Draconis kann doch auch keiner leiden. Ich verstehe auch immer noch nicht wieso diese sich für so viel besser halten. Und Aurora… sicher, seine Eltern haben Geld, aber ist ja wohl nicht sein Verdienst. Wir Nerds regieren die Welt und wenn ich erstmal reich bin und er bei mir um einen Job bettelt, dann lache ich ihn aus.“
      Natürlich war dies nur ein Hirngespinst und so jemand wie er würde sicher nie um einen Job betteln müssen, aber dennoch mochte ich den kleinen Gedanken.
    • Collin
      Ich musste ein wenig mehr Grinsen, als Aurora's Lächeln aufgrund von Ethan's Spruch nur noch unechter wurde. Schach und Matt würde ich da mal sagen. Wirklich begeistert davon, dass wir auch noch Kostüme tragen mussten, war ich dennoch nicht wirklich.
      Ein ganzer Abend nur vom Haus Draconis umgeben und dann auch noch im Kostüm? - aber gut. Nie im Leben würde ich das meinen besten Freund alleine durchstehen lassen. Wenn wir untergingen, dann gemeinsam.

      Fast schien es so, als würde Aurora noch etwas sagen wollen, doch dann ertönte endlich die Schulglocke. Natürlich nutzte ich dies und meine Position als Vertrauensschüler, gleich aus, um uns Aurora und seine zwei Handlanger endlich vom Hals zu schaffen.

      Mein Grinsen verschwand und meine Miene wurde gleich wieder ernster. "Die Schulglocke hat geklingelt. Geht jetzt zum Unterricht. Wir wollen doch nicht, das ich euch Hauspunkte abziehen muss, hm?", fragte ich und schob Ethan dann aber bereits schon an den Schultern weiter.
      "Ich versteh nicht, warum so viele hier Aurora so sehr mögen...", grummelte ich unter meinen Atem.

      Wir kamen an zwei von unserem Jahrgang, Leon und Milouard, vorbei und ich zog meine Augenbraue hoch. "Geht in eure Klasse.", sagte ich und meine Stimme ließ keinen Raum für eine Diskussion. Mein Blick blieb für einen Moment bei Milouard hängen. "Und du! Steck das Handy weg."


      Milo
      erst nachdem Lucian seinen Blick wieder von uns abgewendet hatte, entspannten sich meine Schultern wieder ein wenig. Also mit diesem Typen wollte ich mich nun wirklich nicht anlegen...

      Als ich dann aber Leon's nächsten Spruch hörte, breitete sich langsam ein breites Grinsen auf meinen Lippen aus und ich konnte nicht anders, als über die Vorstellung zu lachen.
      "Ich hoffe doch, dass du ihn dann nicht einstellst...oder du stellst ihn ein, aber gibst ihm nur die Aufgaben, die sonst keiner machen will. Vielleicht muss er dir dann auch immer in einem Maid-Kleid deinen Kaffee bringen, sobald du mit einem Glöckchen klingelst...obwohl ich mir nicht sicher bin, ob diese Schlange diesen dann am Ende nicht noch irgendwann vergiften wird...", überlegte ich, wurde dann aber durch mein Handy, welches in meiner Hosentasche vibrierte, abgelenkt.

      Ich zog es hervor, um die Nachricht auf dem Sperrbildschirm zu lesen. Als ich dann aber sah, wer und was mir geschrieben wurde, konnte ich sofort spüren wie meine Ohren langsam wieder heiß wurden.

      ...egal was du jetzt tust...schau nicht so auffällig in Ethan's Richtung...schau nicht so auffällig in seine Richtung...

      Doch trotz aller versuchte, blickte ich dennoch noch einmal leicht in die Richtung von Ethan. Worte konnten meine Gefühle nicht zusammen fassen...wie sehr ich ihn vermisste und wie gerne ich wieder mit ihm Zeit verbringen wollte.

      Obwohl es nun bereits geklingelt hatte, tippte ich, ohne das Leon es sehen konnte, noch eine schnelle Antwort:

      //Wenn hier jemand gut aussieht, dann bist du es. Ich vermisse dich schrecklich...wann hast du Zeit?//

      Für einen kurzen Moment überlegte ich, ob ich ihn noch Fragen sollte, was die Zecke von ihm wollte, entschied mich dann aber erstmal dagegen.
      Als uns dann plötzlich Collins Stimme anmotzte, blickte ich überrascht auf und steckte sofort mein Handy wieder weg. Mein Blick ging wieder unaufhaltsam zu Ethan und ich blickte ihn schon fast ein wenig zu lange an.
    • Ethan

      Ich mochte, dass Collin mich verstand, auch wenn ich nichts sagte. Man merkte diese besondere Freundschaft zwischen uns auch jetzt als die Schulglocke geklingelt hatte und er mich von Aurora und seinen Schoßhunden weg zog. Sogleich grinste ich und entspannte mich etwas. „Geld? Aussehen? Ich weiß es auch nicht.“ Fast hätte ich noch gesagt, dass er nicht mein Typ war, doch den Satz konnte ich mir noch verkneifen. „Aber es soll ja für jeden Topf einen Deckel geben.“, scherzte ich und sah zu spät auf wen wir direkt zu liefen. Was sicher auch daran lag, dass mein Handy sich meldete und ich genau wusste wer mir geschrieben hatte.
      Erst als er sie ermahnte sah ich hin und mein Herz setzte kurz aus als meine Lippen zu Milo huschten und dann zu seinen Lippen. Wie gerne würde ich ihn nun küssen, doch ich konnte es nur bei einem Lächeln belassen, wenn auch ein sehr aufforderndes. „Sei mal nicht so streng.“, meinte ich zu Collin um meinen Freund zu schützen, doch es durfte ja niemand wissen. „Es ist immerhin der erste Tag und da muss man ja viel mit seinen Freunden aufholen.“ Hoffentlich reichte es um Collin zu besänftigen. Zu gerne wollte ich nun mein Handy holen und ihm antworten oder es direkt sagen, doch ich musste leider damit warten.

      Leon

      „Aber sicher doch.“, schob ich noch ein zu dem Plan Aurora, den Kotzbrocken, irgendwann alles heim zu zahlen. Sicher würde es nie so kommen, aber träumen durfte man ja.
      Doch schon im nächsten Moment hatte Milo sein Handy in der Hand und ich schwieg. Vielleicht sollte ich ihn wirklich mal fragen wem er immer schrieb, sodass seine Laune so hoch ging, doch wollte ich ihm seine Privatsphäre lassen. Wenn er soweit war, dann würde er es mir schon sagen.
      Also tat ich als hätte ich nichts gesehen und wollte ihn noch grade warnen als auch schon die Blondies vor uns standen. Ich konnte mir einen Seufzer nicht verkneifen als ich Collins Spruch hörte. Manchen Menschen stieg Macht echt zu Kopf, wie es schien. Vielleicht würde er ja gut zu Aurora passen, dachte ich und musste grinsen.
      Als ich nun jedoch hörte wie ausgerechnet Ethan was Nettes sagte und versuchte Milo in Schutz zu nehmen staunte ich nicht schlecht. „Ja, die Ferien waren lang und wir waren definitiv auf dem Weg zum Unterricht.“ Ich packte Milo am Arm und zog ihn weiter. „Solltet ihr aber auch, oder?“, meinte ich dann frech in Collins Richtung als wir schon ein bisschen weg waren von den Beiden. Hoffentlich gab es keinen Ärger, aber ich mochte nicht wie er sich aufspielte und ich konnte Ethan über meinen Spruch lachen hören.
    • Collin
      Ich zog meine Augenbrauen zusammen und verengte meine Augen, als ich den frechen Spruch von Leon holte. Aber er und Milo waren schon zu weit weg, um ihm noch etwas hinterher zu rufen. Diese Blöße würde ich mir nicht geben. Immerhin bin ich Vertrauensschüler und habe vor den anderen einen gewissen Ruf zu waren.
      "Er sollte lieber dankbar sein, dass ich ihm keine Hauspunkte für seinen kleinen Spruch abziehe.", grummelte ich genervt und sah dann mit einer hochgezogenen Augenbraue zu meinen besten Freund. „Sei mal nicht so streng.“? - ich muss mich gerade wohl verhört haben?
      "Und du-", begann ich und sah ihn wieder streng und fast schon anklagend an.
      "Du bist viel zu weich, Ethan. Wie ein Gummibärchen. Ein Gummibärchen, welches vorher in Wasser eingelegt worden ist.", sagte ich und vergrub, um meine Worte nochmal zu unterstreichen, meinen Zeigefinger in seiner Brust.
      Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass Ethan sein Amt als Schulsprecher auf die leichte Schulter nimmt. Aber andererseits...konnte ich mir auch gut vorstellen, dass er einfach nicht wie sein Vater sein wollte. Und das konnte und würde ich ihm nicht übel nehmen.

      Ich seufzte leicht und schüttelte meinen Kopf. "Nun komm. Sonst kommen wir noch zu spät und uns werden am Ende Hauspunkte abgezogen.", sagte ich und nickte in die Richtung unseres Klassenzimmers. "Außerdem sind dann vielleicht schon die besten Plätze weg."


      Milo
      Kaum hatte ich die Möglichkeit Ethan, meinen Ethan, endlich Mal wieder aus der Nähe betrachten zu können, wurde ich auch schon wieder von meinen besten Freund weiter gezogen.
      Wie gerne wäre ich ihm nur um den Hals gefallen, hätte ihn geküsst und den Rest des Tages gemeinsam mit ihm verbracht. Nur er und ich und ohne das wir uns vor der Gesellschaft verstecken mussten.

      Mit aller Kraft musste ich mich dazu zwingen, meinen Blick von Ethan wieder abzuwenden und neben meinen besten Freund her zu stolpern, als dieser mich zu unserem Klassenzimmer zog.
      Hoffentlich war es Ethan es bald möglich, mir auf meine Nachricht zu antworten...und hoffentlich schafften wir es bald wieder Zeit miteinander zu verbringen.
      Es schmerzte eine Beziehung im geheimen führen zu müssen, aber es war wohl besser so. Zum einen wegen Ethan's Vater und zum anderen, weil wir beide in einfach viel zu unterschiedliche Schichten in der Schule waren.
      Er, der beliebte und von Frauen umschwärmte Schülersprecher und dann ich...ein Nerds, der kaum, und wenn dann nur negative, Aufmerksamkeit auf sich zog.

      Mein Blick wanderte wieder zu Leon und ich grinste leicht, als ich seinen Spruch hörte. "Er kann bei seinem Befehlston später sicher beim Militär anfangen.", flüstere ich ihm leise zu und betrat dann mit ihm zusammen das Klassenzimmer.
      Ich sah kurz umher und steuerte dann sofort einen Tisch in einer der hintersten Reihen an.

      "Haben wir dieses Jahr wieder Professor Rotwood als Klassenlehrer? Wenn, dann wird selbst das letzte Jahr auf dieser scheiß Schule zum reinsten Albtraum.", grummelte ich Leon zu und ließ ich auf einen der Plätze sinken.
    • Ethan

      Ein leises Lachen schüttelte mich etwas. Collin sollte man lieber nicht zu viel Macht geben. Dies zeigte ihm der Spruch mit den hauspunkten, den ich schon einige Male von ihm gehört hatte.
      Doch da wechselte seine Aufmerksamkeit auf mich. Der Vergleich war gut und ich lachte nun richtig. Ich würde es nachher Milo erzählen, dieser vergleich wird ihm sicher gefallen und ihn hoffentlich zum Schmunzeln bringen. Ich mochte es, wenn er lächelte, dann sah er so süß aus.
      Ziemlich albern vor mich grinsend schob ich den Finger von meiner Brust. „Auch Gummibärchen haben Gefühle, ja? Und so weich wie ich bin musst du aufpassen, dass ich nicht kaputtgehe.“, stieg ich auf seinen Scherz mit ein. Aber er hatte Recht, wenn es um meinen Freund ging war ich wirklich weich, auch wenn er dies ja nicht wissen konnte.
      „Jawohl.“, meinte ich nun albern und salutierte als er mich zum Gehen aufforderte. „Du kannst ja als Vertrauensschüler jemanden auffordern dir einen guten Platz zu überlassen.“, schlug ich vor und ging mit ihm zur Klasse. Mir war klar, dass er dies niemals machen würde. Collin würde nie das Amt missbrauchen, auch wenn er sich gerne damit brüstete. „Mir ist es eigentlich egal wo wir sitzen, solange man nicht neben zu nervigen Leuten sitzt.“ Es war klar wen er damit meinte oder zumindest welche Art von Leuten. Von diesen hatte er erstmal genug gehabt heute.
      Stattdessen nutzte ich nun den kurzen Weg zur Klasse um Milo zu antworten und sagte Collin vorzeitig: „Noch sind wir nicht in der Klasse und es ist wichtig.“ Damit er auch ja nicht meckern konnte.
      Mein Herz machte einen Hüpfer. Diese kurze Nachricht zeigte deutlich, dass Milo mich vermisste, so wie ich ihn. Schnell flogen meine Finger über die Tastatur.

      //Einigen wir uns auf unentschieden dabei. Ich will dich auch unbedingt sehen… und küssen. Heute nach der Schule gehe ich offiziell in den Park. Ich habe also etwas Zeit.//

      Doch jetzt wo ich ihn gesehen hatte würde sich die Zeit bis dahin unendlich lange anfühlen und auch war es nicht gut zu lügen, außerdem hasste ich es mich nicht normal mit ihm in ein Café setzen zu können, sondern mich in dunklen Ecken mit ihm zu treffen.

      Leon

      Schon wieder wirkte mein bester Freund so abwesend und mir fiel auf, dass es so war seitdem wir Ethan und Collin gesehen hatten. Wir gehörten zwar nicht umsonst zu den uncoolen Leuten der Schule, doch wenn einer der beiden ihn mobbte, dann würde ich ihnen dies nie verzeihen und sie bluten lassen. Ich war ja schon immer der Meinung, dass dieses ganze System nur zu Mobbing führte und diese Idioten sich zu wichtig nahmen.
      Doch schon im nächsten Moment betraten wir unser Klassenzimmer und Milo schien wieder der Alte zu sein als er mir etwas zuflüsterte und ich nickte. „Ob der seine Freundin nachher auch so rumscheucht oder denkst du, dass er Zuhause dann nicht die Hosen anhat?“ Ihm gefiel es etwas albern über das Leben seiner Schulkameraden zu spekulieren, was sollte man auch sonst groß tun in den Stunden.
      Ich folgte ihm nun zu den hintersten Plätzen, die zum Glück noch frei waren. Nach all den Jahren hatte aber quasi jeder hier auch ein bisschen seinen Stammplatz und so freute ich mich immerhin auf Ruhe weiter hinten als ich mich hinsetzte. „Voll albern oder? Nur unsere Schule teilt vorher nicht mit wen man als Klassenlehrer hat und hält sich allgemein mit solchen Infos zurück, wieso auch immer.“, stimmte ich ins Grummeln von Milo mit ein und verpasste damit, dass Rotwood schon durch die hintere Tür kam.

      „Ich bin auch nicht sehr erpicht ihnen Zwei war beizubringen, die Herren.“, kam nun seine unfreundliche Stimme von hinten und ließ mich zusammenzucken. „Falls dies überhaupt möglich ist, immerhin haben Sie sich bis jetzt als nicht sonderlich begabt gezeigt., setzte er noch einen nach und ich bekam nun schon das kalte Grauen.
    • Collin
      Ich nickte zustimmend, als Ethan meinte, dass er nicht wollte, dass wir neben zu nervigen Mitschülern sitzen. Natürlich war mir sofort bewusst, wem genau er mit dieser Aussage eigentlich meinte...wem auch sonst? Das musste in unserem Abschlussjahr nun wirklich nicht sein. Hoffentlich müssen wir ihn nach der Abschlussfeier nie wieder sehen.

      Ich zog eine Augenbrauen hoch, als ich sah wie mein bester Freund sein Handy hervor holte, doch bevor ich etwas sagen konnte, kam er mir bereits zuvor.
      Ich verdreht leicht meine Augen und schüttelte leicht meinen Kopf. "Jaja, ich hatte doch noch gar nichts gesagt gehabt.", sagte ich und ging schweigend neben ihm her, ohne auf sein Handy zu blicken.

      Mir ist in den letzten Monaten öfters aufgefallen, dass Ethan immer einen gewissen Gesichtsausdruck hatte, wenn er auf sein Handy blickte. Sein Blick wurde weicher und manchmal bildete ich mir ein, dass er leicht errötete. Jedem anderen würde das vielleicht nicht auffallen...aber ich kenne meinen besten Freund lang genug, dass mir jede Veränderung an ihm auffällt...ganz egal wie klein sie auch ist.
      Ich habe mich bisher mehr als einmal gefragt, mit wem er wohl in diesem Momenten schrieb...aber solange er sich mir nicht anvertraute, würde ich nicht nachfragen. Er hat sicherlich seine Gründe.

      Als wir uns der Klassenzimmertür näherten, stieß ich ihn leicht mit meinen Ellbogen an, um ihn zu signalisieren, dass es Zeit war, wieder das Handy wegzustecken.
      Ich betrat als erster das Klassenzimmer und natürlich war Professor Rotwood auch schon anwesend. Wenn es einen Professor gab den ich nicht wirklich leiden konnte, dann war es auf jeden Fall Professor Rotwood, welcher gerade Leon und Milo am Wickel hatte.

      Ich suchte für Ethan und mich einen guten Tisch in der goldenen Mitte, aber setzte mich noch nicht hin, sondern stellte nur meinen Rucksack ab, während meine Augen Professor Rotwood fixierten.

      "Professor Rotwood.", sprach ich mit einer trockenen, aber respektvollen Stimme. "Meinen Sie, das es pädagogisch sinnvoll ist, den Schülern einzureden, dass sie unbegabt sind?", fragte ich, verschränkte die Arme vor meiner Brust und zog wieder eine Augenbrauen hoch.


      Milo
      genau wie mein bester Freund zuckte auch ich ein wenig zusammen, als hinter uns plötzlich die Stimme von Professor Wurzelholz, wie ich ihn auch gerne nannte, ertönte.
      Großartig...wirklich großartig. Natürlich mussten Leon und ich genau am ersten Tag nach den Sommerferien gleich wieder seinen Zorn auf uns ziehen. Das Jahr versprach wirklich ein Albtraum zu werden...mein bester Freund und vor allem Ethan waren wohl mein einziger Lichtblick bis zum Ende der Schulzeit.

      Ich saß ziemlich versteift auf meinen Platz und traute es mich nicht, mich zu Professor Rotwood umzudrehen. Ich spürte mein Handy in meiner Jackentasche vibrieren. Das konnte nur Ethan sein! - aber ich konnte mein Handy jetzt nicht rausholen und seine Antwort lesen. Vermutlich aus Angst, das ich Leon und mir noch mehr Ärger bereiten könnte, wenn Professor Wurzelholz es sieht. Wir konnten wirklich kein Nachsitzen gebrauchen...und noch weniger, wenn ich unbedingt wieder Zeit allein mit Ethan verbringen wollte.

      Bevor Leon oder ich auf das Gesagte von unseren Klassenlehrer reagieren konnten, mischte sich plötzlich unser Vertrauensschüler, Collin, ein, welcher sich mit verschränkten Armen Professor Rotwood entgegen stellte.
      Ich weitete meine Augen, blickte kurz zu Leon und dann wieder zurück. Manchmal vergaß ich, dass Collin nicht umsonst einer der Vertrauensschüler ist...auch wenn er einen teilweise ziemlich einschüchtern konnte, stand er immer für uns Schüler ein.
    • Ethan


      Ich schmunzelte leicht, denn ich hatte ja schon geahnt, dass er nichts sagen würde. Dennoch waren es eben diese Art Unterhaltungen zischen uns, die unsere Freundschaft stärkten.
      Auch war ich sehr froh, dass er keine Fragen stellte wegen meinen Geheimissen in letzter Zeit. Ich wäre ja auch wirklich froh, wenn ich es ihm nicht verheimlichen müsste, dass ich jemanden hatte, der mich glücklich machte, doch auch wenn ich es nur ihm sagte, so steigerte es die Chance, dass mein Geheimnis rauskommen würde. Ich vertraute ihm, denn immerhin war er mein bester Freund, doch vielleicht würde er sich Milo gegenüber anders verhalten und es dann jemandem auffallen.
      Schnell ließ ich mein Handy in die Tasche gleiten als wir am Klassenzimmer angekommen waren. Immerhin wollte ich keinen Ärger bekommen und ich hörte Professor Rotwood schon vorher. Wen auch immer er nun schon wieder rund machte, der Kerl hatte sie nicht alle und ich hatte Mitleid mit denen. Als ich nun jedoch in den Klassenraum kam und sah, dass es Milo und sein Freund waren, da musste ich mich zusammennehmen ihm nicht gleich den Kopf abzureißen.
      Er war doch Lehrer und sollte seine Schüler bestärken. Allein dies machte mich wild, doch dass er so mit Milo sprach und über ihn: Ich wollte ihn echt anfahren. Doch zum Glück sprach Ethan es aus und dies in einem freundlicherem und humanerem Ton als ich ihn übrig gehabt hätte.
      Am besten war jedoch nun das Gesicht von dem Professor, den wir nun zu sehen bekamen. Man sah ihm zu deutlich an, dass es ihm nicht passte, so von Collin vorgeführt zu werden und doch wusste er, dass dieser Recht hatte. „Sie sollten sich auch hinsetzen. Als Schulsprecher und Vertrauensschüler sollten grade sie mit gutem Beispiel vorrangehen.“, grummelte er vor sich hin und ich rollte mit den Augen. Zu meinem Glück sah er dies nicht und ich zeigte auf eine freie Sitzreihe für mich und Collin. „Lass uns dahin setzten.“, meinte ich nur und sah aus dem Augenwinkel noch mal zu Milo. Hoffentlich nahm er sich die Worte von diesem Arsch nicht zu Herzen.



      Leon



      Erschrocken zuckte ich bei der Stimme zusammen. Wie viel Pech konnte man denn auch haben? Mein Herz hämmerte von dem Schreck und deshalb brauchte mein Kopf einen Moment um das Gesagte zu verarbeiten. Dieser Wichser. Lehrer wie dieser Kerl waren ein Beweis dafür wie sehr unser Schulsystem doch am Arsch war. Leider war ich niemand, der in so einer Situation schlagfertig reagieren konnte und so biss ich mich nur auf die Lippe bis ich Collins Aussage hörte. Okay, er war definitiv kein Arsch. Wegen so etwas würde er sicher nicht sofort zu meinen Lieblingsmenschen werden, aber immerhin setzte er sich für Schüler ein. Es wunderte mich ein bisschen, dass nicht Ethan etwas sagte, denn immerhin war dieser sogar Schulsprecher, da sollte eher er sich für alle Schüler einsetzten. Rotwood schnaubte verächtlich und sah noch mal zu uns hinab als seinen Milo und ich Ungeziefer, ehe er sich langsam entfernte. Ich wusste nun schon, dass ich diese Stunden noch mehr hassen würde und ich heute wirklich lieber nicht mehr mit Milo im Unterricht reden sollte, zumindest für diese Stunde nicht.
    • Collin
      Ich konnte über Professor Rotwoods Verhalten nur den Kopf schütteln. Er sprach von einem guten Beispiel? Er sollte wirklich erst einmal sein eigenes Verhalten reflektieren, bevor er versuchte, Fehler bei Ethan oder mir zu finden. Sowohl in der Schule als auch in so vielen anderen Fällen waren immer die falschen Menschen in Machtpositionen. Vielleicht lief deshalb in der Welt so vieles schief.
      Ich warf einen letzten warnenden Blick in Richtung von Leon und seinem besten Freund – ein Blick, der in etwa so viel bedeutete wie: „Reißt euch zusammen. Noch einmal rette ich euch den Arsch nicht!“
      Dann sah ich wieder zu Ethan und ließ mich mit einem stummen Nicken auf einen der Plätze nieder.
      Ich schwieg. Was aber nicht bedeutete, dass ich Ethan später nicht trotzdem erzählen würde, was ich wirklich von Professor Rotwood hielt – obwohl dieser das ohnehin längst wusste.


      Milo
      Als Professor Rotwood endlich von Leon und mir abließ, entwich ein leises, erleichtertes Seufzen meinen Lippen. Dieser Typ hatte wirklich Haare auf den Zähnen. Mit dem war nicht gut Kirschen essen.
      Leon und ich sollten in dieser Stunde wirklich besser den Mund halten. Ich hatte keine Lust, dass uns dieser Typ direkt am ersten Schultag nach den Sommerferien noch Nachsitzen aufbrummt.
      Aus dem Augenwinkel warf ich einen kurzen Blick zu Leon, dem es offenbar ähnlich ging wie mir. Mit einem weiteren leisen Seufzen lehnte ich mich zurück. Mein Blick wanderte erneut unweigerlich in Ethans Richtung. Wie gerne ich mich endlich richtig mit ihm unterhalten würde. Ich hasste diese verdammte Heimlichtuerei, aber ich wusste, dass es so für alle am besten war – besonders für Ethan. Sein Vater ist…ein spezieller Mann. Und dass meine Mutter seine Sekretärin ist, machte die Sache nicht gerade einfacher. Wenn er irgendetwas herausfindet, kündigt er ihr im schlimmsten Fall noch aus irgendeinem haltlosen Vorwand. Und das war wirklich das Letzte, was ich wollte.

      Während des Unterrichts zwang ich mich, mehr oder weniger konzentriert dem Geschehen zu folgen – auch wenn meine Gedanken ganz woanders waren. Was würde ich gerade nicht alles dafür geben, wieder allein mit Ethan in einer Hütte im Sommercamp zu sein…ich würde wahrscheinlich sogar meine Seele verkaufen.
    • Leon

      Eben war ich Collin glatt noch dankbar gewesen, dass er uns gerettet hatte, doch nun sah ich seinen Blick und konnte ihm fast eine reinhauen. Der Blick sprach Bände und zeigte wieder, wie dumm und arrogant dieser Idiot war. Es war ja nicht so, dass wir ihn um Hilfe gebeten hatte und auch nicht, dass wir nicht ohne ihn ausgekommen wären. Böse funkelte ich ihn also an und sah ihm nach. Auch fand ich es sowieso unter aller Sau, dass man hier tat, als hätten wir was Böses angestellt.

      Nachdem ich mit meinem Todesblick für Collin fertig war, wand ich mich kurz zu Milo und schenkte ihm ein kurzes Lächeln, auch wenn man mir definitiv ansah, dass ich abgesäuert war. Sicher waren wir beide derselben Meinung, dass wir unsere Gespräche wirklich bis zur Pause aufheben sollten, denn ich wollte nicht gleich am ersten Tag nach den Ferien eine Strafarbeit aufgebrummt bekommen. Und so fing ich an Notizen in meinen Block zu kritzeln, neben viele anderen Zeichnungen, um die Zeit zu füllen.


      Ethan

      Wirklich gerne wäre ich es gewesen, der Milo rettet und ich kam nicht gegen an zu fantasieren wie er sich nachher bei mir bedankt hätte, doch Collin war mir zuvorgekommen und nun sollte ich mich lieber auf den Unterricht konzentrieren. Innerlich war ich natürlich immer noch bei Milo, der leider meine Nachricht nicht mehr gelesen hatte. Ich wollte und musste ihn unbedingt sehen und dies am besten sofort. Doch wie sollten wir es schaffen, da wir immer umzingelt waren von Leuten und Collin wäre sicher auch sehr beleidigt, wenn ich ihn gleich stehen lassen würde ohne eine Erklärung.

      Ich könnte mich mit ihm auf den abgelegenen Toiletten treffen, doch was wäre, wenn Collin mitwollte oder jemand durch Zufall reinkam. Ich hatte es so satt ihn so wenig zu sehen und dies nicht in aller Öffentlichkeit. Unweigerlich kam mir mein Vater in den Sinn, der erst am Wochenende wieder über Schwule hergezogen war als ein Bericht im Fernsehen kam. Wenn ich ein Stipendium hatte und nicht mehr finanziell auf ihn angewiesen war, dann würde ich mich outen und ihn sicher verlieren. Doch wer mich nicht so akzeptieren konnte wie ich war, der gehörte auch nicht in mein Leben. Anders als Milo, der zu mir gehörte und mich nahm wie ich war. Er war einfach wunderbar und liebte mich so sehr, dass er sich sogar diese Charade für mich antat. Manches Mal fragte ich mich, ob er nicht mit jemand anderes, mit dem er sich einfach treffen und zusammen sein konnte, besser dran wäre. Aber ich wollte ihn nicht verlieren und so musste ein Plan her. Und plötzlich kam es mir in den Sinn: Ich hatte noch einen Schlüssel von einem alten Abstellraum der Schule. Diesen hatte ich einfach vergessen wieder zurück zu geben und da würde uns niemand finden. Jetzt musste ich nur noch nachher Milo schreiben.

      Durch meine Gedanken war ich so abgelenkt gewesen, dass ich keine Sekunde des Unterrichts mitbekommen hatte. Natürlich war es nicht unbemerkt geblieben, schon gar nicht wie Rotwood drauf war, und so stand er plötzlich vor meinem Platz und nahm mir die Sicht auf die große Uhr, die ich angestarrt hatte in der Hoffnung so die Pause schneller zu erreichen. Ich zuckte leicht zusammen und sah ihn nun an. Spätestens dieser Blick hätte mich und meine Tagträume nun verraten und so wurde sein Blick finsterer. „Schön ihre Aufmerksamkeit wieder zu haben, Mister Jennings. Auch wenn sie Schulsprecher sind haben Sie dem Unterricht zu folgen.“ Genau in diesem Moment ging die Klingel los, aber niemand traute sich, sich zu erheben und mir ging es nicht anders, auch wenn ich Milo treffen wollte. „Aber da Sie sicher aufgepasst haben können Sie mir zur nächsten Stunde eine Zusammenfassung dieser Stunde schreiben.“ Mir war es peinlich, dass ich mich hatte so ablenken lassen und erwischt wurde. Wenn mein Vater es hörte, dann wäre mein Leben vorbei und so nickte ich fleißig. „Jawohl, Mister Rotwood. Ich werde Ihnen die Zusammenfassung vor der nächsten Stunde geben.“ Damit hatte ich ihn wohl besänftigt, denn er drehte sich um und beendete den Unterricht.

      Kaum hatte er diese Worte gesagt hatte ich auch schon mein Handy in der Hand und schrieb Milo:

      //Danach brauche ich dich unbedingt. Lass uns im Abstellraum 308 treffen. Dafür hab ich den Schlüssel und in dem Gang ist eh nie jemand.//

      Ich sprang auf. „Sorry, Collin, aber ich muss noch was erledigen. Treffen wir uns nachher zur nächsten Stunde?“ Auch wenn ich es als Frage formulierte, so war es eigentlich keine.
    • Collin
      Mir entging der Todesblick nicht, den mir Leon noch vor Unterrichtsbeginn zuwarf. Aber ich entschloss mich – diesmal – ihn gekonnt zu ignorieren und meine Aufmerksamkeit stattdessen voll und ganz auf den Unterricht zu richten. Das sollte dieser Trottel wirklich auch mal zur Abwechslung versuchen.
      Als sich Ethan am Ende der Stunde dann auch noch Ärger mit Professor Rotwood einhandelte, unterdrückte ich ein genervtes Seufzen – und ein kopfschüttelndes dazu.
      Es war der erste Schultag nach den Sommerferien und schon hatten sich drei Schüler – mehr oder weniger – mit diesem Tyrannen angelegt.
      Das konnte ja heiter werden.
      Als Professor Rotwood endlich den Unterricht beendete, packte ich meinen Rucksack zusammen, um mit Ethan in die Pause zu gehen. Doch er entschuldigte sich, woraufhin ich ihn fragend ansah und eine Augenbraue hob.
      Aber wie immer: Ich würde keine Fragen stellen. Früher oder später würde er es mir schon erzählen – worum auch immer es ging.

      Also nickte ich nur und erhob mich von meinem Stuhl.
      „Alles klar, dann sehen wir uns später. Sieh zu, dass du dir nicht noch mehr Ärger einhandelst, hast du mich verstanden, Herr Schülersprecher?“, fragte ich mit einem freundschaftlichen, aber zugleich unterschwellig drohenden Ton.



      Milo
      Es war eine Qual, während des langweiligen Unterrichts von Professor Rotwood wach zu bleiben und nicht einzuschlafen. Erst recht, weil ich die ganze Nacht wach geblieben war, um noch rechtzeitig die Kampagne von diesem eigentlich total blöden Videospiel durchzuzocken. Warum hatte ich mir das nur angetan?

      Ich zwang mich, weiter die Augen offen zu halten und mitzuschreiben. Doch mit jeder vergehenden Minute fiel es mir ein klein wenig schwerer. Mein Blick wanderte immer wieder zu Ethan. Auch er wirkte nicht wirklich bei der Sache. Fast, als hätte auch er die ganze Nacht nicht geschlafen.
      Und dann kam es, wie es kommen musste: Auch Ethan zog sich den Zorn von Professor Rotwood zu. Der verlangte von ihm, bis zur nächsten Stunde eine Zusammenfassung des heutigen Unterrichts abzugeben. Selbst Ethan, unser Schulsprecher, war vor dieser wandelnden schlechten Laune auf zwei Beinen nicht sicher. Der Mann sollte wirklich endlich in Rente gehen… aber selbst dann würde er wahrscheinlich noch versuchen, anderen das Leben zur Hölle zu machen. Da bin ich mir sicher.

      Ich würde Ethan nachher einfach meine Notizen geben. Auch wenn ich nicht sicher war, ob er die nicht schon von Collin bekommen würde – oder ob er mit meiner gekrakelten Schrift überhaupt etwas anfangen konnte. Aber zur Not würde ich es ihm eben „übersetzen“. Ein Grund mehr, noch ein bisschen mehr Zeit mit ihm zu verbringen.

      Endlich beendete Professor Rotwood den Unterricht. Keine Sekunde später hatte ich schon eine neue Nachricht auf dem Handy.
      Ohne zu zögern zog ich es aus der Hosentasche. Zwei neue Nachrichten von Ethan – eine, die er mir noch vor dem Unterricht geschickt hatte, und eine gerade eben.
      Meine Augen überflogen den Inhalt und sofort konnte ich spüren, wie meine Ohren knallrot wurden. Er wollte sich mit mir treffen! Heute nach der Schule im Park… und jetzt in der Abstellkammer?!
      Die Hitze stieg mir nur noch mehr in den Kopf. Ich wollte ihn sehen. Nicht nur sehen – ich wollte ihn berühren. Ihn küssen. Einfach bei ihm sein. Also flogen meine Daumen nur so über das Display, als ich meine Antwort an ihn tippte:

      //Ich mach mich sofort auf den Weg!//

      Bevor ich auch nur weiter nachdenken konnte, war ich schon auf den Beinen, stopfte Notizblock und Buch in meinen Rucksack und schulterte ihn. Nur ein kleines Detail hatte ich dabei vergessen: meinen besten Freund Leon.
      Meine Augen huschten zu ihm und ich lächelte entschuldigend.
      „Wir sehen uns in der nächsten Stunde, ja? Ich muss noch … äh, mir dringend die Haare schneiden lassen!“
      Kaum waren die Worte über meine Lippen gekommen, wollte ich mir am liebsten den Kopf gegen die nächste Wand schlagen.
      „Ich muss mir noch dringend die Haare schneiden lassen.“?!
      Was für eine bescheuerte Ausrede. Was hatte ich mir dabei nur gedacht?!
      Ich ließ Leon gar nicht erst die Chance, meine Aussage zu hinterfragen. Stattdessen lächelte ich ihn noch einmal entschuldigend an, drehte mich um und verließ das Klassenzimmer, um mich auf den direkten Weg zur Abstellkammer 308 zu machen. Ich musste Ethan sehen. Und zwar jetzt.
    • Leon

      Wie jeder hatte auch ich zu kämpfen wach zu bleiben und diese Leiche gehörte wirklich nicht hier her. Dies brachte mein Hirn dazu über Zombies nachzudenken und mich immerhin wach genug zu halten damit ich aussah als würde ich aufpassen.
      Doch dann wurde Ethan dumm angemacht. Ich musste schon etwas schmunzeln als er eine Standpauke bekam. Auch wenn ich Rotwood hasste, so war es schön zu sehen, dass der Kerl keine Sonderstellung hatte, nur weil er Schulsprecher war. Immerhin eine kleine Genugtuung in dieser Welt der Schule. Und zu meinem Glück zog sich damit auch nicht das Ende der Stunde. Sobald es geklingelt hatte und Rotwood die Stunde beendet hatte, sprang ich auf und schmiss alles in die Tasche.
      Jetzt in der Pause würden Milo und ich endlich quatschen können, doch da schrieb er was in sein Handy und kam mit einer sehr seltsamen Ausrede. Meine Augenbraue wanderte hoch und ich sah ihn verwirrt an. "O-kay...dann sehen wir uns nachher.", meinte ich nur und musste mir auf die Zunge beißen keine dummen Fragen zu stellen. Wieso belog mich mein bester Freund? Denn es war ja ganz offensichtlich, dass es eine Lüge war.

      Ethan

      Irgendwie würde ich schon schaffen eine Zusammenfassung zu schreiben und sicher würde Collin mir helfen, auch wenn er sicher etwas angefressen war. Doch so dumm es klang, es war mir nun egal. So hatte ich noch nie von der Schule und meinen Noten gedacht. Stattdessen wartete ich auf eine Antwort auf meinem Handy, denn zu Milo zu sehen traute ich mich nicht.
      Da kam die Antwort und sogleich konnte ich nicht anders als zu grinsen. Er würde sich mit mir treffen und dies wo niemand sonst war. Endlich wieder Zeit zu zweit.
      Erst nachdem mein Date sicher war sah ich zu Collin und grinste sicher immer noch wie ein Honigkuchenpferd. "Klar, kein Ärger mehr und wir sehen uns gleich." Schnell stürmte ich schon fast los, da eine Pause nun schon viel zu kurz erschien. Dennoch passte ich auf, dass ich auch nicht auffiel und mir niemand folgte. Wenn jetzt so jedes unserer Treffen sein würde, dann würde ich durchdrehen, doch die Aussicht auf einen Kuss half.
      Im Gang mit der Abstellkammer sah ich mich um. Inzwischen war hier nun schon niemand mehr und ich schloss schnell auf, ehe ich rein schlüpfte und die Tür schloss. Selbst, wenn nun doch jemand anderes kam, dann würde er mich nur in einer Abstellkammer finden und ich könnte mich raus reden.
    • Collin
      Mit einem kopfschüttelnden Blick sah ich meinem besten Freund hinterher, wie er aus dem Klassenzimmer verschwand. Seufzend lehnte ich mich zurück und band mein blondes, langes Haar zu einem lockeren Dutt, der nun den Blick auf den versteckten Undercut freigab, den ich mir in den Sommerferien hatte schneiden lassen.

      Was ist nur in den letzten Monaten in Ethan gefahren? Das ging doch nicht erst seit kurzem so.
      Es kostete mich einiges an Willensstärke, nicht aufzustehen und ihm heimlich zu folgen, um zu sehen, was er im Schilde führte.
      Mein Blick wanderte kurz zu Aurora. Auch er schaute Ethan hinterher, während er von einigen Schülern aus dem Haus Draconis umringt wurde. Die Art, wie dieser Typ mit meinem besten Freund sprach – und wie er ihn dabei ansah – gefiel mir ganz und gar nicht. Und diese Halloween-Party konnte nur katastrophal werden. Dieser kleine Scheißer wollte doch bloß mit dem Geld seines ach so reichen Papas angeben, für das er selbst keinen Finger gerührt hatte.

      Apropos kleiner Scheißer …
      Mein Blick wanderte über die Schulter zu dem Platz, an dem Leon noch immer saß. Auch sein bester Freund hatte Hals über Kopf Reißaus genommen. Irgendwie merkwürdig, aber gut – dann konnte ich jetzt wenigstens allein mit ihm sprechen.
      Ich erhob mich, ging zu Leons Tisch, legte meine Hände auf die Tischplatte und beugte mich über ihn.

      „Verrat mir doch mal, was es mit seinem bösen Blick auf sich hatte, hm?“, fragte ich und zog dabei eine Augenbraue hoch.


      Milo
      Meine Beine bewegten sich schneller, als mein Gehirn mitkam. Wo war noch mal die Abstellkammer 308? Der Gedanke, Ethan gleich wiederzusehen, wirbelte meine Gedanken völlig durcheinander.
      Je näher ich der Kammer kam, desto heftiger klopfte mein Herz – und das Gefühl, Schmetterlinge im Bauch zu haben, wurde immer stärker.
      Kaum zu glauben, wie sehr sich mein Leben seit den letzten Sommerferien verändert hatte. Damals war ich überhaupt nicht begeistert davon gewesen, mir mit Ethan eine Hütte teilen zu müssen. Ich war fest überzeugt, dass wir nichts gemeinsam hatten und das er genauso arrogant war wie all die anderen beliebten Leute an unserer High School.

      Wie falsch ich damals mit allem doch gelegen hatte...

      Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit – die in Wirklichkeit aber nur zwei Minuten gedauert hatte – stand ich vor der besagten Abstellkammer. Mein Blick wanderte prüfend, fast schon nervös, erst nach links, dann nach rechts, um sicherzugehen, dass niemand in der Nähe war oder mich beobachtete. Aber die Luft war rein.

      Wie sehr wünschte ich mir, mit Ethan eine öffentliche Beziehung führen zu können. Mit ihm Hand in Hand herumzulaufen. Unsere Liebe offen zu zeigen. Und Aurora anzuschnauzen, wenn er mal wieder meinte, sich an Ethan heranmachen zu müssen – auch wenn ich genau wusste, dass ich Ethan vollkommen vertrauen konnte. Wenn Eifersucht angebracht war, wollte ich sie zeigen – nicht runterschlucken, als hätte ich kein Recht darauf.

      Mit einem letzten, leicht zittrigen Atemzug legte ich die Hand auf die Türklinke, drückte sie hinunter und schlüpfte hinein.
      Und da stand er. Endlich. In der Dunkelheit war sein Gesicht nur schwer zu erkennen, aber die Umrisse waren unmissverständlich – es war Ethan. Mein Ethan.
      Bevor ich auch nur einen weiteren Gedanken fassen konnte, fiel ich ihm bereits um den Hals und presste meine Lippen gierig auf seine.
    • Leon

      Auch wenn mein Rucksack schon gepackt war, so wusste ich gerade nicht wohin mit mir, weshalb ich noch an meinem Tisch saß. Was hatte Milo nur für ein Geheimnis? Er machte mich fertig, dass er mit mir nicht darüber redete, denn ich hatte immer gedacht, dass wir uns so nahe waren, dass wir alles teilten. So dumm es klang: Es fühlte sich etwas wie Verrat an und ich war ziemlich einsam. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen sich all die Jahre nur mit einer Person in der Klasse anzufreunden, doch ich war nun mal nicht der Mensch für große Menschengruppen und noch dazu hatte ich keine Lust auf so oberflächliche Leute wie Aurora. Wenn ich schon an den Kerl dachte, dann musste ich kotzen.
      Und dies war wohl ein guter Stichpunkt, denn schon stand jemand vor mir, der mich ebenso ankotzte. Gut, nicht ganz so schlimm wie Aurora, aber Freunde wurden wir ganz sicher nicht. Sogleich rollte ich innerlich mit den Augen und musste mich zusammenreißen ihn nicht einfach ganz zu ignorieren. „Was denn? Bekomme ich nun Ärger wegen meinem Blick? Gibt es dagegen auch eine Schulregel?“, fragte ich stattdessen provozierend und musterte ihn. Mir ging es auf den Keks wie sich die Schulsprecher, Lehrer und alle Titelträger hier aufspielten und auch fand ich es albern was für einen ganzen Regelkatalog man hier hatte.

      Ethan

      Ich traute mich nicht mal das Licht anzumachen, damit es niemanden anlockte und doch wäre es seltsam, wenn ich hier im Dunkeln stand, falls jemand anderes als Milo auftauchte. Unsicher machte ich es an, nur um es gleich wieder aufzuschalten. Wieso war ich so nervös wie bei einem ersten Date? Es ging hier immerhin um Milo, meinen festen Freund. Alleine dieser Gedanke reichte um mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.
      Jede Sekunde fühlte sich wie eine Ewigkeit an während ich wartete und ich hatte Angst, dass er den Raum nicht finden würde. Unsicher war ich schon kurz davor wieder rauszugehen und ihn zu suchen als die Tür aufging.
      Noch ehe ich was sagen konnte hatte ich seine Lippen auf meinen. Ein Kribbeln zog sich durch meinen Magen und sogleich erwiderte ich den Kuss, während meine Arme ihn dichter an mich zogen. Am liebsten würde ich den ganzen Rest des Tages einfach mit ihm in dieser Kammer bleiben, doch dies ging nicht und irgendwann brauchte ich auch Luft.
      Langsam löste ich den Kuss und streichelte mit meiner rechten Hand seine Wange. „Zum Glück hast du den Richtigen geküsst.“, scherzte ich und war nun froh, dass wir kein Licht anhatten. So konnte er nicht genau sehen wie nervös ich war. Immerhin küsste ich ja sonst nicht in der Schule. „Ich habe dich vermisst und du machst alles besser.“ Ich gab ihm erneut einen kurzen Kuss. Zu gerne würde ich andere Dinge anstellen, doch dann wäre es noch schlimmer, wenn man uns erwischte.