you are my secret (by Ukizilla & yuyuumyn)

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    • Collin
      Ich zog genervt meine Augenbrauen zusammen, als ich Leons schon recht schnippische Antwort hörte. Wie sprach er denn eigentlich mit mir? "Entschuldigung? Wenn ich dich daran erinnern darf: ich bin Vertrauensschüler. Und es ist meine Aufgabe, mich um die Schülerinnen und Schüler dieser Schule zu kümmern."
      Ich konnte selbst nicht ganz verstehen warum...aber Leons Antwort ärgerte mich doch tatsächlich mehr, als sie es sollte. Aber warum? Vielleicht war ich nur ein wenig gereizt, weil Ethan mich während der Pause versetzt hatte, um, was auch immer, zu tun?
      Ich starrte weiter auf ihn herab und überragte ihn dabei um ein ordentliches Stück. Zum einen, weil er saß und ich stand und zum anderen, weil ich im allgemeinen größer war als er selbst.

      "Jetzt hörst du mir mal zu, du kleiner Scheißer.", begann ich mit einem gefährlich leisen Ton, sodass nur er mich hören konnte. "Mir gefällt deine Attitüde nicht. Vielleicht solltest du dich erstmal besser aufs lernen konzentrieren, als dich mit deinem Klassenlehrer anzulegen. Meines Wissens nach, sind deine Noten nicht gerade die Besten.", ich hielt für einen Moment inne, um missbilligend meinen Kopf zu schütteln, bevor meine Augen ihn wieder fixierten. Wie eine Katze, die einer Maus auflauerte.
      "Wärst du im Haus Aurelia, dann schwöre ich dir, dann würdest du dir diese Art und Weise, dich um deine Zukunft zu kümmern nicht erlauben. Mal abgesehen davon, habe ich dir und deinem kleinen Freund gerade Nachsitzen erspart."


      Milo
      Mein Bauch kribbelte und mein Herz raste, als sich unsere Lippen endlich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder berührten. Ich drückte meinen Körper noch dichter an ihn heran, als er mich mit seinen starken Armen an sich zog.
      Als er seine Lippen wieder von meinen löste, öffnete ich meinen Mund um sofort zu protestieren. Aber seine warme Hand auf meiner Wange hinderte mich daran und ich atmete zittrig aus.
      Bei seinem schlechten Scherz zogen sich meine Mundwinkel zu einem leichten Grinsen. "Stell dir vor ich wäre in die falsche Abstellkammer gegangen...warum auch immer da noch jemand im dunkeln stehen sollte. Wahrscheinlich ist es dann noch dieser gruselige Hausmeister...", lachte ich leise und schauderte zugleich bei dem Gedanken.
      Ich erwiderte den kurzen Kuss, legte dann meinen Kopf an seine Schulter und seufzte zufrieden.
      "Ich habe dich auch vermisst...ich weiß gar nicht wie ich das so lange ohne dich ausgehalten habe...", murmelte ich, kuschelte mich dichter an Ethan heran.

      Als mir dann wieder etwas einfiel, öffneten sich meine Augen wieder und ich blickte in sein Gesicht. Zumindest in das, was ich in der Dunkelheit von ihm erkennen konnte. "Sag mal...", begann ich leise und kaute mir dann ein wenig genervt auf meiner Unterlippe rum.
      "Was wollte eigentlich Aurora vorhin von dir?", fragte ich leise und versuchte die Eifersucht in meiner Stimme zu verstecken.
      Ich war nicht Eifersüchtig, weil ich Ethan nicht vertraute. Aber ich vertraute Aurora nicht. Und ich konnte die Art und Weise, wie er öffentlich versuchte mit meinem Freund zu flirten überhaupt nicht leiden.
    • Leon

      Als ich seine Reaktion auf meine doch sehr freche Antwort sah musste ich schmunzeln. Es war eine Genugtuung zu sehen, dass ich scheinbar erreicht hatte was ich wollte und ihm auf den Schlips getreten war.
      Und da kam es auch schon: Er schob sein Amt vor und wie wichtig er deshalb doch war. „Ja, Herr Vertrauensschüler.“, gab ich nur knapp zurück. Ich war auf Streit aus wegen Milo und dem Geheimnis, dass er vor mir hatte. Normalerweise hielt ich nicht viel von den Würdenträgern der Schule, aber ich würde mich eigentlich nicht so mit einem von ihnen anlegen. Es war nun eher ein Zufall, dass es Collin traf.
      Doch was dann kam ließ mich ihn so böse anfunkeln, dass ich ihm am liebsten an die Kehle gehen würde. Nannte er mich echt kleiner Scheißer? Ja, ich war kleiner als er, aber dennoch war dies unter aller Sau. Ich lehnte mich sogleich etwas zu ihm rüber. „Dein Posten als Vertrauensschüler, den du auf welche Weise auch immer bekommen hast, gibt dir noch lange nicht das Recht so mit mir zu reden. Du bist auch nur ein Schüler und nur, weil dir das Lernen wohl leichter fällt, heißt es noch lange nicht, dass du mich hinstellen darfst als sei ich dumm. Fick dich, ja? Und ein Glück bin ich nicht im Spacko-Haus Aurelia, sonst müsste ich deine Fresse nachher nur noch öfter ertragen.“ Mit diesen Worten drehte ich mich um und versuchte einen guten Abgang hinzulegen, der aber nicht so gut klappte, da ich über meinen eigenen Stuhl stolperte. „Fuck! Dieser Kack-Tag…“, fluchte ich und hielt mir mein Schienbein, dass ich mir gestoßen hatte. Wenn er sich nicht wie ein Arsch aufführen würde, immer wenn ich ihn sah, dann hätte ich mich ja auch bedankt.


      Ethan

      Mein mieser Scherz feuerte gleich zurück als Milo meinte, dass er bei einem Hausmeister hätte landen können. Mein Magen zog sich kurz zusammen. Es war nicht die Vorstellung jemand so alten zu küssen, sondern der Gedanke, dass mein Freund jemand anderen küsste, der mir nicht gefiel.
      Auch wenn es vielleicht seltsam klang, aber ich wollte ihn weder verlieren noch teilen. Mit ihm hatte ich nicht nur mein Glück gefunden, sondern auch mich selbst, wenn seitdem wir zusammen waren, konnte ich der sein, der ich schon immer war.
      Aber ich entspannte mich endlich wieder als er meinte, dass er mich auch vermisst hatte. Wenn wir nicht in der Schule wären, dann hätte ich mich auch nicht so sehr zurückgehalten, dass es schon fast weh tat ihn nicht noch mehr zu zeigen wie sehr ich ihn liebte. Doch hier hielt ich es eben jugendfrei und umarmte ihn nur weiter. Seine Nähe war schon schön genug für mich.
      „Mhm?“, gab ich deshalb auch etwas verwirrt von mir als ich hörte, dass er nach Aurora fragte. Ich wollte nicht gerne über ihn reden, doch wenn Milo schon fragte, dann hatte es ja keinen Zweck. Mit einem Seufzen begann ich: „Er hat mich zu seiner Halloween-Party bei sich eingeladen und keine Absage hingenommen. Immerhin konnte ich es schaffen, dass ich nicht alleine hin muss und Collin mit kann.“ Ich ließ daraufhin meinen Kopf auf seiner Schulter nieder. „Ich würde viel lieber mit dir feiern. Unter eine Decke gekuschelt und einen Filmmarathon.“, spann ich den Gedanken einfach weiter. So würde Halloween nur ein Graus werden, denn ich mochte Aurora nicht sonderlich, auch wenn ich natürlich nicht wirklich was gegen ihn hatte. Er war nur einfach ein bisschen nervig.
    • Collin
      Genervt zog ich die Augenbrauen zusammen, als ich die Worte des anderen hörte.
      „Das kann doch wohl nicht sein Ernst sein, oder?!“, dachte ich, sprach den Gedanken aber nicht laut aus.
      Gerade wollte ich noch einen Schritt auf ihn zumachen, um ihm zu erklären, was das Wort „Respekt“ bedeutet, da drehte er sich um und stolperte über seinen eigenen Stuhl.

      Ich blinzelte erschrocken. Doch während die halbe Klasse in gehässiges Gelächter ausbrach, lachte ich nicht. Ich sah nichts Lustiges an der Situation.
      Welche nervige Lache wohl am lautesten durch den ganzen Klassenraum hallte? Natürlich die von Aurora. Die blöde Sau hielt sich eine Hand vor den Mund und kicherte, als gäbe es kein Morgen.

      Doch was seinem Verhalten endgültig die Krone aufsetzte, waren die Worte, die nun über seine Lippen kamen.
      „Wow, Leon. Wenn du schon beim Laufen versagst – wie willst du dann erst durchs Leben kommen?“, fragte er und sein arrogantes Grinsen wurde nur noch breiter. "Aber na ja… ist ja nicht so, als könnte jemand wie du im Leben irgendetwas erreichen."

      Meine Augen weiteten sich bei Auroras eiskalten Worten. Die Klasse lachte nur noch lauter- einige hielten sich bereits die Bäuche oder pressten sich die Hände auf den Mund.
      Ich hielt mich zurück und sagte nicht sofort etwas dazu. Stattdessen blickte ich langsam wieder zu Leon. Scheinbar hatte er vorhin meine Hilfe bei Professor Rotwood nicht gewollt. Deshalb wartete ich nun ab, ob er sich allein gegen jemanden wie Aurora verteidigen konnte – oder eben nicht.


      Milo
      Ohne dass ich wirklich viel dagegen tun konnte, entflammte erneut diese verdammte Eifersucht in mir. Der Gedanke, dass Ethan zu Auroras Halloween-Party ging, gefiel mir ganz und gar nicht.
      Aber wer war ich schon, um etwas dagegen zu sagen? Klar, ich bin Ethans Freund. Und ja, wir sind in einer Beziehung. Aber das gibt mir nicht das Recht, ihm Vorschriften zu machen – oder sie machen zu wollen. Auch wenn ich in diesem Fall nur allzu gerne eine Ausnahme machen würde.

      „Ich verstehe…“, antwortete ich leise und lehnte mich an ihn, während sich meine Arme enger um seine Taille schlangen.
      Natürlich wunderte es mich nicht, dass weder Leon noch ich bisher eine Einladung bekommen hatten. Zum einen, weil wir nicht zum Haus Draconis gehörten, und zum anderen… nun, es ist kein Geheimnis, dass wir nicht gerade beliebt waren.

      Ich seufzte und schloss für einen Moment die Augen – einfach, um seine Nähe zu spüren, die ich so lange vermisst hatte.
      „Die Party wird doch eh total langweilig.“, sagte ich überzeugt. „Da sind doch sowieso nur Leute aus dem Haus Draconis… und irgendein viel zu überteuertes Catering, das sowieso nicht schmeckt. Nichts geht über meine berühmten Spaghetti mit Tomatensauce“, fuhr ich fort und begann dann – ziemlich untypisch – schelmisch zu grinsen.
      „Ja, wir hätten… gekuschelt und uns einen Filmmarathon angesehen… und vermutlich auch gevögelt.“
    • Leon
      So viel zu einem coolen Abgang. Wieso mussten solche Dinge einem gefühlt auch immer passieren, wenn man wie auf dem Präsentierteller war und sich nicht schnell verstecken konnte. Aber vielleicht war es auch Karma, weil ich mich nicht doch nett bei Collin bedankt hatte.
      Doch noch während ich vor Schmerzen Tränen in den Augen hatte hörte ich das Gelächter und mein Magen zog sich zusammen. Wieso war Milo auch nicht hier an meiner Seite? Freunde sollten sich doch beistehen und dann hörte ich diese Stimme und bekam fast das Kotzen. Immer wenn dieser Kerl redete, da wollte ich ihm nur auf die Fresse geben und diesmal war es nur noch schlimmer.
      Der Schlafmangel und die miese Behandlung von Rotwood, ebenso wie das Aneinandergeraten an Collin hatten mich aber genug aufgebracht, dass ich heute mal nicht wie sonst immer schwieg und wegging. Stattdessen drehte ich mich um und funkelte ihn an: „Und ich wundere mich jeden Tag aufs Neue, dass du überhaupt noch sitzen kannst bei dem ganzen Geld was dein Vater dir in den Arsch schiebt. Aber du bist auch immer wieder ein Beweis: Geld allein macht keinen Charakter.“
      Was besseres war mir auf die Schnelle nicht eingefallen und sicher hätte ich ihn eher als Loser beschimpfen sollen, aber nun war es raus und es hatte gereicht, dass so einige Schüler dumm schauten, war es doch immerhin so, dass quasi nie jemand was gegen Aurora sagte. Auch zeigte es mir, dass seine Eltern ihre Abwesenheit mit Geld aufwogen und ihn dadurch versaut hatten.
      Nun wollte ich aber echt nur noch raus und schaute noch mal zu Collin. Ich rechnete ihm in dieser Situation doch mal hoch an, dass er nicht auch gelacht hatte. Vielleicht war er also doch kein Vollarsch wie so jemand wie Aurora.

      Ethan
      Ein Teil von mir hoffte, dass er mir verbieten würde, dass ich gehe. Sicher konnte ich nicht einfach absagen, doch wenn Milo es mir sagen würde, dann würde ich es versuchen und es wäre auch eine Bestätigung. Ich wäre nämlich sehr eifersüchtig, wenn er sich mit einem Kerl treffen würde, auch wenn ich ja nur zu einer Party ging auf der alle sein würde, naja… fast alle.
      Als ich dann aber seine leisen Worte hörte und er sich an mich lehnte umarmte ich ihn auch fester. Es fühlte sich so gut an und es klang zumindest so als sei er nicht froh mich teilen zu müssen. Auf der einen Seite freute ich mich diese Seite an ihm zu sehen, aber auf der anderen Seite war ich auch etwas geknickt ihm dies überhaupt zuzumuten. Wieso konnte mein Vater nicht auch einfach lockerer sein?
      Ein leises Lachen entwich mir als mir klar wurde, dass ich mich nicht geirrt hatte und er wirklich eifersüchtig war. Auch wusste ich, dass er Recht hatte: Der Abend würde grauenhaft werden. „Nichts kommt an deine Anwesenheit ran, ob mit oder ohne Essen und das vermutlich kannst du streichen. Definitiv… ich kann mich doch jetzt schon kaum zurückhalten.“ Wenn wir nicht in der Schule gewesen wären, dann wäre ich schon längst über ihn hergefallen, doch so musste ich mich damit begnügen ihn noch mal leidenschaftlich zu küssen, während meine Hände zu seinem Hintern runter wanderten. Ich liebte ihn und da war es mir egal wie dumm meine Sätze klangen, er sollte doch nur wissen wie wichtig er mir war. „Aber vielleicht holen wir es bald nach?“, flüsterte ich gegen seine Lippen zwischen den Küssen. Ich wollte etwas um mich drauf zu freuen, denn auf die dumme Party freute ich mich nicht.
    • Collin
      Niemand hatte wohl damit gerechnet, dass sich jemals irgendjemand gegen Aurora aussprechen würde. Am wenigsten vermutlich Aurora selbst. Denn niemand wollte sich mit ihm anlegen und es riskieren, auf seiner schwarzen Liste zu stehen... auf welche sich Leon nun geradewegs katapultiert hatte.
      Die gesamte Klasse schien einen Moment ihren Atem anzuhalten und gespannt zwischen Aurora und Leon hin und her zu blicken.

      Aurora hatte für einen Moment seine Augen geweitet, doch sein perfektes und unscheinbares Lächeln war auf den Lippen geblieben.
      Langsam... ganz langsam verengten sich dessen Augen zu gefährlichen Schlitzen. Sein Lächeln wurde noch breiter, aber es erreichte nicht seine Augen. Das tat es nie, wenn man genau darauf achtete.
      „Oh-ho...“, kam es leise, aber mit einer zuckersüßen Stimme. Lucian und Andrew hatten sich mittlerweile langsam von ihren Plätzen erhoben – vermutlich, um direkt auf eine Anweisung reagieren zu können.
      Aber Aurora hob nur seine Hand und signalisierte seinen beiden Lakeien, noch die Füße stillzuhalten.
      „Das sind... ganz schön große Worte für einen Niemand, wie du es bist. Wo nimmst du dieses Selbstbewusstsein her, hm?“, fragte Aurora und legte dabei fast schon verspielt seinen Kopf zur Seite. „Immerhin hast du weder Geld noch Charakter.“

      Nun hatte ich aber wirklich genug und trat bestimmt zwischen die beiden. „Das reicht jetzt“, sagte ich mit der ganzen Autorität, die ich als Vertrauensschüler hatte.
      Mit einem gefährlichen Funkeln in den Augen fixierte ich Aurora und seine beiden Schergen. „Zehn Punkte Abzug für das Haus Draconis, Duvant. Noch eine weitere Provokation, und du darfst heute gerne noch etwas zum Nachsitzen bleiben.“
      Auroas Lächeln verschwand langsam, und seine Augen verengten sich noch mehr, bevor er sich dann aber schließlich mit einem „Hmpf.“ wegdrehte.
      Auch wenn Aurora sich nun scheinbar geschlagen gegeben hatte, war doch wohl allen klar, dass dies noch ein Nachspiel haben würde...


      Milo
      Ich schauderte, als Ethans Hände an meinen Hintern wanderten und er mich leidenschaftlich zu küssen begann. Seine Worte – und die damit verbundenen Fantasien, die sich langsam in meinen Gedanken breit machten – ließen mich nur noch mehr schaudern.
      „Nur vielleicht?“, flüsterte ich zurück und versuchte, in der Dunkelheit der Besenkammer das Gesicht des Schulsprechers zu erkennen.
      Ich war das Versteckspiel leid – doch was für eine andere Möglichkeit hatten wir? Ich hatte keinen Ruf zu verlieren. Was man nicht hatte, konnte man schließlich auch nicht verlieren. Aber Ethan? Ich wollte mir gar nicht erst vorstellen, was sein Vater wohl tun würde, wenn dieses Geheimnis jemals ans Tageslicht kommen würde...

      Gerade als ich mich noch dichter an Ethan drücken und den Moment genießen wollte, ertönte die schrille Schulklingel. Ein Seufzen entwich meinen Lippen, und ich legte meine Stirn für einen Moment gegen Ethans Schulter. „Das darf doch wirklich nicht wahr sein... so eine verfickte Scheiße...“, fluchte ich auf dieselbe Art und Weise, die ich eigentlich nur beim Zocken vor der Spielkonsole verwendete.
    • Leon
      Kaum waren diese Worte raus, da bereute ich es sogar ein wenig. Nicht, weil sie nicht stimmten, denn ich hatte damit vollkommen die Wahrheit gesagt und die meisten Leute fanden ihn eher ätzend und gaben sich nur mit ihm ab wegen seinem Einfluss, aber ich bereute es, da ich mich nun in große Schwierigkeiten begeben hatte. Wieso zur Hölle war Milo auch nicht in einem solchen Moment hier um zu verhindern, dass ich so was sagte?
      Alleine schon dieses „Oh-ho…“ ließ einem das Blut in den Adern gefrieren und weckte in mir einen Fluchtwunsch, doch ich war Manns genug um zu bleiben und zu warten was auch immer mich da erwarten würde. Und ehrlich: Die Antwort war ziemlich lahm. Selbst ich hatte ihm mehr zugetraut und so bildete sich ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen.
      Ich machte mich schon bereit dafür zu antworten als ich die Aussage von Collin hörte und sogar etwas zusammenzuckte, da er immer noch recht dicht bei mir stand und ich ihn sogar schon etwas ausgeblendet hatte. Nun aber musste ich gestehen, dass ich es irgendwie cool fand, wie er dies sagte. Verdammt, irgendwie wirkte er fast schon sexy dabei, wenn er seine Autorität bei andren spielen ließ und ich hätte mich am liebsten selbst gewürgt für den Gedanken.
      Ich wusste aber leider auch, dass dieser kleine Sieg Aurora eine reingewürgt zu haben und dann noch dank Collin einen Abzug bei ihm bewirkt zu haben, nicht gratis kam. Ganz sicher würde er mich nun so was von killen wollen und dies auch sicher schaffen mit seiner Art. Selbst eine Entschuldigung, auch wenn ich mich nie bei Aurora entschuldigt hätte, hätte dies nicht mehr retten können und ich hatte voll vergessen, dass mein eigentliches Ziel gewesen war Collin doof dastehen zu lassen.
      Doch ich wusste auch, dass ich wohl etwas zu weit gegangen war. Und auch wenn Collin einen nervte, so war er nicht so schlimm wie gewisse andere Leute und ich vielleicht etwas zu hart gewesen. „… Es tut mir leid, Collin. Heute nicht mein Tag.“, murmelte er in Collins Richtung sichtlich unsicher und man hörte wie unangenehm es ihm war, aber auch, dass er es auch so meinte.

      Ethan
      Seine Worte beruhigten mich und zeigten mir, dass er es mir nicht übel nahm. Ich hasste mich ehrlich gesagt oft dafür, dass ich ihm all dies zumuten musste und verstand nicht wieso er ausgerechnet mit mir zusammen war. Sicher, Liebe, aber in meinen Augen verdiente er so viel mehr als ich geben konnte.
      Erleichtert darüber, dass wir es nachholen würden konnte ich mich nun noch ein bisschen mehr entspannen wie ich es nur in seiner Nähe konnte, doch dann unterbrach uns die Klingel und er fluchte rum was mich einfach nur lachen ließ. „Ich liebe es, wenn du dich so gehen lässt.“, scherzte ich und drückte ihn noch mal fest an mich. Ich musste stark sein, auch wenn ich es satt hatte den Starken zu spielen und auch am liebsten so rumgeflucht hätte wie er. „Wir sehen uns heute noch oder? Noch einen Tag ohne dich oder mit nur so wenig von dir und ich sterbe.“, flüsterte ich in sein Ohr und würde es schon irgendwie einrichten können. Jetzt wo die Schule wieder war hatte ich zwar noch mehr Verpflichtungen, aber auch noch mehr Zeit in der mein Vater nicht kontrollierte was ich tat.
    • Collin
      mein Blick wanderte langsam wieder zu Leon, welcher nun - mehr oder weniger - wie ein Häufchen Elend vor mir stand. Mein scharfer Blick wurde ein wenig weicher und ein leises Seufzen entwich meinen Lippen. Wie könnte ich bei so einem Blick nur lange böse bleiben?
      "Es ist schon in Ordnung... nur sollte ich dich darauf hinweisen, dass es nicht wirklich Schlau war, sich mit Aurora anzulegen. Du weißt sicher, wer sein Vater ist?", sprach ich sanft und mit gedämpfter Stimme, sodass nur er mich hören konnte.
      Langsam legte ich meine Hand auf seine Schulter und drückte ihn mit einen sanften Druck zurück auf seinen Platz, bevor ich mich auf den noch freien Platz seines besten Freundes setzte.
      "Also.", begann ich und in meiner Stimme lag nicht nur die Fürsorge eines Vertrauensschülern. "Möchtest du darüber reden, was heute mit dir los ist oder möchtest du nicht darüber reden? Ich werde dich nicht dazu drängen mir etwas zu erzählen. Aber wenn du es möchtest, werde ich ein offenes Ohr für dich haben, in Ordnung?", fragte ich und fügte dann - um die Stimmung etwas aufzulockern, neckend hinzu: "Auch wenn es nur etwas Nachhilfe ist."

      Milo
      mir lief ein leichter Schauer über den Rücken, als mir Ethan in mein Ohr flüsterte. Ich liebte es, wenn er es tat. Am liebsten hätte ich vorgeschlagen, dass wir einfach den Unterricht schwänzen sollten. Doch wenn wir beide nicht zurück zum Unterricht kommen würden, wäre es wohl mehr als verdächtig. Mal ganz zu schweigen davon, dass Ethan mit Sicherheit riesigen Ärger mit seinem Vater bekommen würde.
      Mit einem Seufzen lehnte ich mich an ihn und dachte einen Moment nach, bevor sich ein leicht schelmischen Grinsen auf meinen Lippen ausbreitete.
      "Das Schwimmteam hat heute kein Training.", sagte ich langsam und sah nun mit einem leichten Grinsen zu ihm hinauf. "Das bedeutet das heute keiner in der Schul-Schwimmhalle ist..", fuhr ich fort und mein Grinsen wurde noch breiter, bevor ich dann leise flüsterte: "Doch leider habe ich keine Badesachen dabei... dann werde ich wohl ohne ins Wasser müssen."