Ich ließ seine Worte an mir abgleiten wie kalten Regen. Nicht, weil sie mich nicht trafen sondern weil ich spürte, wie tief sie saßen. Diese Überzeugung war nichts Flüchtiges, nichts aus einem einzelnen Moment geboren. Sie war gewachsen. Über Jahre. Aus Blicken, Ablehnung, Erwartungen, aus dem ständigen Verglichen werden mit etwas, das er nie hatte sein dürfen.
Es war schlimm, es war nicht reicht und deshalb bedauerte ich ihn. Dabei wollte er mein Mitleid sicherlich nicht einmal. Ich atmete ruhig ein und aus. Gerade dehslab sollte ich mich und meine Gefühle lieber sammeln bis ich wieder weiter brabbelte ohne darüber Nachzudenken. "Du vergleichst dich gerade ernsthaft mit jemandem aus meiner Vergangenheit", sagte ich mit liebevoll bestimmt, "...der nicht nur vergangen ist, sondern auch ein völlig anderer Waffentyp." Ich warf Daiki dabei einen schiefen Blick zu. "Eine Lanze ist kein Breitschwert. Ehrlich gesagt: Sie war auch nie deine Konkurrenz und wird es auch niemals sein."
Ich schwieg für einen Augenblick lang. "Serafin wurde von meinen Eltern für mich ausgesucht." erklärte ich. "Ich war klein. Zu klein... zu jung, um zu verstehen, was ein Pakt wirklich bedeutet." Meine Stimme blieb ruhig, doch innerlich zog sich etwas zusammen.
Er war einfach da. So lange ich denken konnte. Er hatte mich angeleitet, beschützt, geführt. Ich hatte zu ihm aufgesehen und erst ohne ihn gemerkt, wie uneigenständig ich eigentlich war. Wie klein. Wie abhängig. Bis ich über Daiki stolperte... Nicht nur im übertragenen Sinn. Ich hob den Blick ein ganzes Stück und suchte direkt seinen. "Ich habe dich gewählt." sagte ich klar. "Nicht aus Übermut. Nicht aus Mangel an Alternativen. Ich habe dich gewählt, nachdem ich deine Narben gesehen habe. Nicht trotz ihnen." Dann schwieg ich.
Es war wohl deutlich besser so. Für uns Beide, um all das einzuordnen, was sich gerade zwischen uns bewegte und noch keinen Namen hatte.
Schließlich erhob ich mich, trat ein paar Schritte vom Rand weg und sah kurz zum Schulgebäude hinüber. So unscheinbar. So voll von Dramen, die für Sterbliche riesig waren ... und für uns doch seltsam zerbrechlich. Dann wandte ich mich wieder meinen Ayakashi zu.
Ich zögerte einen Moment lang. Ich hatte Angst vor der Antwort denn ich wusste, das er die ungeschönte Wahrheit sagte. Gleichzeitig macht es unsagbar neugierig. "Darf ich dich etwas fragen?" Ich wartete nicht auf eine Antwort, sprach dennoch leise weiter. "Was hast du eigentlich am Anfang von mir gedacht? Und… was denkst du jetzt?" Verdammt... ich konnte spüren wie meine Wangen langsam rötlich wurden währen die Geschwindigkeit meines Herzschlages zu nahm. "Ich bin kein muskelbepackter Kriegsgott." sagte ich. "Ich zerlege keine Armeen mit einem Zucken. Ich bin eher… eine niedere Gottheit. Ich bin weder übermächtig noch habe ich all zu viel Erfahrung. Auch wenn ich hier wirklich jeden Tag versuche mein Bestes zu geben, ich muss wohl noch Einiges lernen." Dieser Tag machte mich wirklich fertig. Erst die Chimäre, dann der Pakt und jetzt... jetzt... ich schluckte schwer. W-Wahrscheinlich war der Zeitpunkt gekommen in welchen ich lieber das Thema wechselte bevor ich wieder begann mich um Kopf und Kragen zu reden. "Du musst nicht hingehen." Nicht wegen den Auftrag und auch nicht wegen mir. Auch wenn ich wehmütig wurde wenn ich daran dachte diese Gelegenheit eines Festes an mir vorbei ziehen zulassen. "Ignorier die Mädchen einfach." fuhr ich fort. "Für sie ist das ein riesiges Ereignis. Wenn noch eine fragt, behauptest du einfach, ich hätte dich schon gefragt." Ich sah kurz zur Seite und dann zurück. "Das scheint hier zu funktionieren." Schließlich seufzte ich schwer. "Den Schulstar darfst du von mir aus auch gern eine Ohrfeige verpassen, wenn du die Wut nicht loswirst", sagte ich trocken. "Ich würde sogar wegsehen." Dann hob ich warnend einen Finger und grinste amüsiert. Verdammt! Ich sollte echt an meinen Pokerface arbeiten. "Aber bitte lass es nicht zur Gewohnheit werden lassen. Sonst bekommen wir keinen Auftrag mehr und dann verkommst du wirklich nur zum Prunkstück auf meinem Kaminsims."
Es war schlimm, es war nicht reicht und deshalb bedauerte ich ihn. Dabei wollte er mein Mitleid sicherlich nicht einmal. Ich atmete ruhig ein und aus. Gerade dehslab sollte ich mich und meine Gefühle lieber sammeln bis ich wieder weiter brabbelte ohne darüber Nachzudenken. "Du vergleichst dich gerade ernsthaft mit jemandem aus meiner Vergangenheit", sagte ich mit liebevoll bestimmt, "...der nicht nur vergangen ist, sondern auch ein völlig anderer Waffentyp." Ich warf Daiki dabei einen schiefen Blick zu. "Eine Lanze ist kein Breitschwert. Ehrlich gesagt: Sie war auch nie deine Konkurrenz und wird es auch niemals sein."
Ich schwieg für einen Augenblick lang. "Serafin wurde von meinen Eltern für mich ausgesucht." erklärte ich. "Ich war klein. Zu klein... zu jung, um zu verstehen, was ein Pakt wirklich bedeutet." Meine Stimme blieb ruhig, doch innerlich zog sich etwas zusammen.
Er war einfach da. So lange ich denken konnte. Er hatte mich angeleitet, beschützt, geführt. Ich hatte zu ihm aufgesehen und erst ohne ihn gemerkt, wie uneigenständig ich eigentlich war. Wie klein. Wie abhängig. Bis ich über Daiki stolperte... Nicht nur im übertragenen Sinn. Ich hob den Blick ein ganzes Stück und suchte direkt seinen. "Ich habe dich gewählt." sagte ich klar. "Nicht aus Übermut. Nicht aus Mangel an Alternativen. Ich habe dich gewählt, nachdem ich deine Narben gesehen habe. Nicht trotz ihnen." Dann schwieg ich.
Es war wohl deutlich besser so. Für uns Beide, um all das einzuordnen, was sich gerade zwischen uns bewegte und noch keinen Namen hatte.
Schließlich erhob ich mich, trat ein paar Schritte vom Rand weg und sah kurz zum Schulgebäude hinüber. So unscheinbar. So voll von Dramen, die für Sterbliche riesig waren ... und für uns doch seltsam zerbrechlich. Dann wandte ich mich wieder meinen Ayakashi zu.
Ich zögerte einen Moment lang. Ich hatte Angst vor der Antwort denn ich wusste, das er die ungeschönte Wahrheit sagte. Gleichzeitig macht es unsagbar neugierig. "Darf ich dich etwas fragen?" Ich wartete nicht auf eine Antwort, sprach dennoch leise weiter. "Was hast du eigentlich am Anfang von mir gedacht? Und… was denkst du jetzt?" Verdammt... ich konnte spüren wie meine Wangen langsam rötlich wurden währen die Geschwindigkeit meines Herzschlages zu nahm. "Ich bin kein muskelbepackter Kriegsgott." sagte ich. "Ich zerlege keine Armeen mit einem Zucken. Ich bin eher… eine niedere Gottheit. Ich bin weder übermächtig noch habe ich all zu viel Erfahrung. Auch wenn ich hier wirklich jeden Tag versuche mein Bestes zu geben, ich muss wohl noch Einiges lernen." Dieser Tag machte mich wirklich fertig. Erst die Chimäre, dann der Pakt und jetzt... jetzt... ich schluckte schwer. W-Wahrscheinlich war der Zeitpunkt gekommen in welchen ich lieber das Thema wechselte bevor ich wieder begann mich um Kopf und Kragen zu reden. "Du musst nicht hingehen." Nicht wegen den Auftrag und auch nicht wegen mir. Auch wenn ich wehmütig wurde wenn ich daran dachte diese Gelegenheit eines Festes an mir vorbei ziehen zulassen. "Ignorier die Mädchen einfach." fuhr ich fort. "Für sie ist das ein riesiges Ereignis. Wenn noch eine fragt, behauptest du einfach, ich hätte dich schon gefragt." Ich sah kurz zur Seite und dann zurück. "Das scheint hier zu funktionieren." Schließlich seufzte ich schwer. "Den Schulstar darfst du von mir aus auch gern eine Ohrfeige verpassen, wenn du die Wut nicht loswirst", sagte ich trocken. "Ich würde sogar wegsehen." Dann hob ich warnend einen Finger und grinste amüsiert. Verdammt! Ich sollte echt an meinen Pokerface arbeiten. "Aber bitte lass es nicht zur Gewohnheit werden lassen. Sonst bekommen wir keinen Auftrag mehr und dann verkommst du wirklich nur zum Prunkstück auf meinem Kaminsims."
