About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • Ich hätte wirklich nicht lachen dürfen. Wirklich nicht. Aber wie er dort unten auf der letzten Stufe lag… rot, verwirrt, stolz und beleidigt zudem dann dieser Kommentar mit der Bratpfanne… Ich biss mir auf die Lippe, um das Grinsen zu unterdrücken. "Ich würde dir keine Bratpfanne über den Kopf ziehen." sagte ich, während ich ihm beim Aufstehen half. "Dafür liebe ich mein Zuhause und seine Küchenausstattung zu sehr." Das Haus knarrte und klapperte von innen zufrieden, als würde es mir zustimmen. Ein leises, sehr eindeutig beleidigtes Knurren kam von Daiki. Das machte es natürlich schlimmer. Viel schlimmer. Ich musste wegsehen, sonst hätte ich wirklich gelacht und ich wollte nicht, dass er glaubte, ich lache über ihn.

      Dann kam seine Bemerkung. Ich stockte. "So gut bist du also schon?" fragte ich leise und zugleich erstaunt. Es war… irritierend, beruhigend und ein kleines bisschen überwältigend, wie feinfühlig unsere Verbindung inzwischen war. Offensichtlich war ich nicht die Einzige, die spürte, was im anderen vorging. "L-lass uns erstmal reingehen, okay?" murmelte ich, bevor meine Gedanken noch weiter ausuferten.
      Drinnen zog es mich sofort zur Küche. Ein warmes Getränk war genau das Richtige! ...Für uns beide, glaube ich. Während ich Wasser aufsetzte und gedankenverloren einige Teeblätter in die Kanne streute, sprach ich weiter. "Es war nicht wirklich… Angst." begann ich langsam. "Es war eher… Erkenntnis. Und die ist manchmal schlimmer." Ich atmete tief ein. Ruhig. Ein wenig zittrig. "Die Runen… sie halten nichts fest. Sie leiten." Ich hob den Blick, unwillkürlich sah ich direkt zu meinen Ayakashi. "Lebenskraft der Sterblichen. Irgendetwas zieht ihnen konsequent die Energie ab. Wenn sie ausgesagt sind verschwinden sie einfach. Deshalb flimmern manche ihrer Gestalten von Zeit zu Zeit auch. Es wird gesteuert durch zwei Ströme… zwei separate Magieformen." Meine Finger verharrten über der Kanne, als ich das nächste aussprach. "Eine davon gehört deiner Art. Ayakashi-Essenz." Und in dem Moment durchzuckte es mich.
      Wieder dieses vertraute Ziehen tief in meinem Innern. Dieses Echo, das ich aus einer anderen Zeit kannte. Einer anderen Bindung. Serafin. Ich schob den Gedanken entschieden weg, fast trotzig, und sprach einfach weiter - hier, in diesem Moment, bei ihm. "Die andere ist… wild. Unrein. Eine verdrehte Form von Schöpfungsmagie. Keine reine göttliche. Eher… etwas dazwischen. azwischen sind also definitiv beteiligt." Ich schüttelte leicht den Kopf.

      "Das hat mich erschreckt. Weil es bedeutet, dass du und ich nicht zufällig da hineingeraten sind. Wir sind Teil davon." Ich goss das Wasser über den Tee und versuchte, mich zu sammeln. "Und ja… ich wollte nach dir sehen. Weil deine Präsenz in diesen Moment plötzlich weg war. Und weil ich…" Ich räusperte mich, wich seinem Blick kurz aus. "…weil du wichtig bist. Für das Ganze." Das war zumindest der Teil, den ich aussprechen konnte. Der andere - der, der mir wärmer in der Brust saß als jeder Tee, blieb wohl lieber noch etwas länger unausgesprochen.

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    • So gut? Naja.... es war eher zufällig.
      "Ich würde nicht sagen, dass ich schon gut darin bin. Das war eher geraten, weil... weil ich nen merkwürdigen Traum hatte....", erklärte ich eher beiläufig und versuchte es tatsächlich ein wenig runter zuspielen. Ich denke, dass es wirklich Zufall war.

      In der Küche angekommen, lehnte ich mich erst noch gegen den Türrahmen, entschied mich aber kurze Zeit später doch dazu, mich zu setzen. Es würde wohl eine längere Sitzung hier werden.
      Ich ließ mir erklären, was sie rausgefunden hatte und weitete die Augen, als mir das mit dem Ayakashi erzählte. Ein... Ayakashi? Zumindest erklärte das alles das Verschwinden der Schüler. Trotzdem hatten wir noch nicht ganz raus, was das mit dem Nebel auf sich hatte. Ob er auch eine Anomalie war?
      Ich sah zu ihr rüber, als sie davon sprach, dass sie meine Präsenz nicht spüren konnte. Ich konnte es ein Stück weit nachvollziehen. Ohne eine göttliche Waffe konnte sie die Schlacht nicht gewinnen.
      "Also.... Ist da möglicherweise Waffe, gegen die wir kämpfen müssen?", fragte ich leise und ich musste gestehen, dass es mir Unbehagen brachte, daran zu denken, dass ich gegen einen Ayakashi kämpfen müsste.
      "Also müssen wir eher zusammen daran arbeiten und uns leiten lassen. Wir sind keine Menschen. Ich denke nicht, dass sie uns so viel Energie aussaugen, dass es lebensbedrohlich für uns wird. Trotzdem ist es gefährlich. Wir müssen also aufpassen."
    • Ein merkwürdiger Traum, ja? Oder war es ... eine Vorhersehung? Das Band zwischen uns hatte vibriert wie eine gezupfte Saite und er wollte ernsthaft andeuten, das wäre Zufall gewesen? Ich atmete tief ein und bemühte mich einen schweren Seufzer zu unterdrücken. Aber ich sagte nichts weiter dazu. Auch wenn mir das alles noch mehr sorgen machte. Gerade weil es mich nicht los ließ. Ich wollte dahinter kommen, genau wissen mit was wir es zutun hatten und das unbedingt. Damit ich endlich wieder etwas Ruhe finden konnte.
      Ich stellte die Teekanne und zwei Tassen auf den Couchtisch. Der Duft von Kräutern legte sich warm in den Raum, fast wie eine Decke. Es beruhugte mich, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Während Daiki sich setzte, ließ ich mich mit einem ruhigen, fließenden Bewegungsmuster, das völlig natürlich wirken sollte, neben ihn nieder. Meine Hand streifte ganz leicht den Couchbezug zwischen uns, nicht näher, aber auch nicht weiter weg als vorher. Gerade genug, dass er mich aus dem Augenwinkel wahrnahm. Nicht das der Lulatsch auch noch von der Couch schlitterte.
      Er hörte mir aufmerksam zu. Und bei dem Wort Ayakashi spürte ich, wie sich in meiner Brust etwas verspannte, wie ein alter Schmerz den man kennt, aber trotzdem fürchtet. Einen winzigen Herzschlag lang war wieder dieses verstörend vertraute Gefühl aus den Katakomben. Serafins Schatten. Mein Magen zog sich zusammen. Wieder drängte ich den Gedanken beiseite. Auch wennn wir nicht all zu nah beinander sahßen konnte ich Daikis Körperwärme wahrnehmen wenn ich mich darauf kozentrierte. Jedes Mal wenn ich mich darauf oder auf unsere Verbindung kontentrierte wurden meine Gedanken ruhiger. Und das brauchte ich auch. "Eine Waffe…" wiederholte ich, den Blick in die Tasse gesenkt. "Nein. Nicht im klassischen Sinn. Eher ein Kanal. Ein komplexes System." Ich stellte ihm seine Tasse hin nicht vor ihn, sondern leicht seitlich, sodass ich mich unweigerlich zu ihm drehen musste. "Wenn dort ein Ayakashi ist, dann arbeitet er nicht allein." Meine Finger verkrampften sich um den Henkel, bevor ich bewusst lockerte. "Irgendetwas verstärkt das Ganze. Und es saugt alles an, was es kriegen kann. Rohe, chaotische Energie zieht Anomalien an wie ein offenes Feuer Motten. Wenn sie nicht schon längst Teil davon sind." Die Stimmung senkte sich merklich. Also tat ich, natürlich, das Schlimmste: Ich versuchte sie mit Humor aufzuhellen. "Vielleicht sollten wir vorsorglich messen, wie viel Energie man einem Ayakashi entziehen kann, bevor er…" Ich warf ihm einen prüfenden Blick zu, musterte den fast zwei Meter großen, muskulösen Mann neben mir. "…schrumpft? Vielleicht fällst du dann auf 1,60 zusammen. Wie ein schlecht gegossener Soufflé." Stille. "…das war ein schrecklicher Witz." Die Hitze schoss mir ins Gesicht und nicht wegen des heißen Tees. "Entschuldige. Das war unangebracht. Ich wollte nur... es nicht ganz so erdrückend lassen." Ich rückte meine Tasse zurecht ein kleines, verräterisch nervöses Fummeln. "Es wäre schon ziemlich dreist, einem göttlichen Breitschwert Lebenskraft zu stehlen." Ein schiefes, verunglücktes Lächeln. "Naja... Sollte wirklich jemand versuchen, dir Energie zu entziehen und du gehst daraufhun ein… dann bekommst du eben ein paar Zentimeter von mir." Ich schloss kurz die Augen. "Schon wieder ein Witz. Ich hör wirklich auf. Versprochen." Statt noch mehr Unsinn zu reden, nippte ich an meinem Tee. Zum Glück verbrannte ich mir nicht die Zunge heute hätte mir das gerade noch gefehlt. Er hatte recht. Wir waren nicht sterblich. Für uns bestand keine unmittelbare Lebensgefahr. Aber… es setzte voraus, dass wir funktionierten. Gemeinsam.
      Dass wir ein Team waren. Und das war der einzige Punkt, an dem ich kaum Zweifel hatte. Ich konnte an Daiki glauben. Wir könnten das schaffen. Wir beide. Nur… an mich selbst glaubte ich weniger. Ich atmete aus und drehte den Kopf ein wenig zu ihm...nur ein wenig. "Weißt du…" meine Stimme war sanfter, als ich geplant hatte, "…auch wenn das alles gefährlich ist… ich bin froh, dass ich es nicht allein tun muss. Mit dir… fühlt sich das alles weniger schwer an. Auch wenn du vielleicht bald nur noch 1,60 groß bist."
    • Skeptisch sah ich sie an, als sie den Witz mit meiner Größe riss. Ich wollte schon gerne meine Größe behalten. Wie sah das bitte aus, ein riesengroßes Breitschwert, was eigentlich nur 1,60 groß war?
      Ich erwiderte nichts weiter, sondern brummte nur leise, während ich meine Tasse nahm und einen Schluck des Gebräus runterschluckte. Ich spürte, wie die heiße Flüssigkeit meinen Hals runterrann und irgendwie tat es auch gut. Ja, sehr gut.
      "Mir wird schon keiner was wegnehmen. Ich bin ein verdammtes Breitschwert. Wer will sich mit mir schon anlegen wollen?", grinste ich triumphierend, doch da hörte ich schon den nächsten Witz. Ja.... war nicht ihre Stärke.
      "Wie viel soll sich denn ändern, wenn du Zwerg mir was abgibst? Damit werd ich auch nicht größer.", konterte ich und lehnte mich nach hinten. Meine Arme streckte ich nach oben, um meine Hände an meinen Hinterkopf zu legen, die dann somit als Kopfkissen dienten. Ich schloss die Augen und versuchte entspannt zu wirken, was aber nicht unbedingt klappte.
      "Willst du es herauf beschwören, dass ich kleiner werde? Du solltest über deine Wünsche nachdenken. Als ich 1,60 m groß war, sah ich menschlich aus wie ein 10-Jähriger. Und glaub mir, ein zehnjähriges Ich willst du nicht. Wie erbärmlich. Wie willst du denn dann kämpfen?", beschwerte ich mich abermals über die Witze meiner Herrin, die nur mehr als Spaß daran hatte, über meine Größe herzuziehen. Tse. So ein Blödsinn.
    • Ich ließ ihn grummeln, ohne ihn zu unterbrechen. Das war immer ein gutes Zeichen: Wenn Daiki brummte, arbeitete sein Kopf, und wenn sein Kopf arbeitete, konnte ich mich zumindest ein bisschen entspannen. Vielleicht. Wie er sich da zurücklehnte, Hände hinter dem Kopf, Brustkorb leicht rausgetreckt ...stolz wie ein Pfau. Das war beinah typisch, dass ich fast schon wieder grinsen musste. Natürlich musste er betonen, dass er ein 'verdammt großes Breitschwert' war. Als hätte irgendjemand das übersehen können. "Aha." murmelte ich und nahm einen Schluck Tee, während ich ihn über den Tassenrand hinweg ansah. "Also… niemand legt sich je mit dir an? Sicher? Soll ich mal im Zeitstrom nachsehen? Ich könnte alphabetisch anfangen. Der Gnom, der mich unbedingt heiraten wollte, hätte einen Ehrenplatz verdient." Als er mich wieder 'Zwerg' nannte und er sich satt einen Spitznamen tatsächlich auf meine Körpergröße bezog, legte ich mir dramatisch die Hand auf die Brust. "Hey! Ich bin heute früh definitiv gewachsen." erklärte ich mit gespielter Empörung. "Jetzt bin ich durchschnittlich groß, wohlgemerkt. Du bist einfach nur extrem unhöflich in die Höhe geschossen. Das ist alles."
      Ich stellte die Tasse ab und rückte mich eleganter Weise ein wenig zurecht. Nicht näher, aber so, dass unsere Knie sich fast berührten. Warm genug, um seine Anwesenheit zu spüren, ohne es offensichtlich zu machen. Bei der Vorstellung eines 1,60 kleinen, zehnjährigen Mini-Daiki musste ich mir ein Lachen verkneifen, eigentlich klang der Gedanken ja ganz bezaubernd ... Aber das konnte ich den Lulatsch niemals sagen. "Gut“, sagte ich trocken. "Dann wünsche ich mir wirklich nicht, dass du wieder schrumpfst. Eine Kindsversion von dir wäre vermutlich… noch herausfordernder. Du bist jetzt schon stur genug." Es tat gut, so miteinander zu reden. Kleinkram, der für einen Moment vergessen ließ, dass draußen Runen, Ayakashis mit Anomalien und abgesaugte Lebenskraft auf uns warteten.
      Sein leises Brummen vibrierte durchs Polster, und obwohl ich so tat, als würde ich meinen Tee betrachten, lauschte ich doch jeder Nuance. Ich kannte dieses Brummen: ein Teil Unmut, ein Teil verletzter Stolz, ein Teil… Wärme, die ich nicht genauer untersuchen wollte. Ich blies sachte über den Rand meiner Tasse, spürte seinen prüfenden Blick im Augenwinkel. Als wolle er sicherstellen, dass ich nicht noch einen Größenwitz plante. "Du weißt schon..." begann ich beiläufig und stellte den Tee auf dem Couchtisch ab. "Ich würde dich auch dann nicht einfach so her geben wenn ich nicht mehr direkt mit dir kämpfen kann. Du bekommst einen Ehrenplatz auf den Kaminsims mit Spotlight und Samtkissen. Das wäre ein völlig neues Wohnkonzept." Wow... ich war gerade wirklich dabei es maßlos zu übertrieben. Ich wusste genau dass ich mit den Feuer spielte aber... der Reiz machte es schon verdammt gut. "Keine Sorge." fügte ich leiser hinzu. "So weit kommt es schon nicht." Nicht, solange er mein Ayakashi war und ich seine Präsenz wie einen zweiten Herzschlag mit mir trug. Ich rückte minimal näher, gerade genug, dass unsere Knie sich jetzt wirklich berührten. Nur ein Hauch Kontakt, aber mein Bauch kribbelte verräterisch. "Und… nur damit wir uns nicht falsch verstehen." murmelte ich. "Ich nehme dich nur im äußersten Notfall als Küchenmesser." Eine kurze Pause, ein schiefes Lächeln.Dann atmete ich langsam aus und ließ die Schultern sinken. Die Stille zwischen uns war nicht bedrückend. Sie war weich. Warm. Vertraut. "Jetzt mal im Ernst. Es ist gut, dass du hier bist." sagte ich leise, dieses Mal klar und ohne Witz oder Ausflucht. Meine Finger lösten sich langsam vom Tassenhenkel. "Wir schaffen das ... " murmelte ich. "Zusammen. Jetzt wissen wir schon mal mit was wir es zu tun haben oder was der Nebel mit uns anstellt. Jetzt sind wir vorbereitet und versalzen ihnen richtig die Suppe. Du wirst schon sehen."
    • "Ja, und der Gnom, der dich heiraten wollte, hat auch haushoch verloren. Eben weil er ein... na ein Gnom war. Klar denken viele, sie könnten gegen mich gewinnen. Aber es gibt schlichtweg keine.", sagte ich selbstverständlich und siegessicher. Als ob das wär könnte. Dann würde ich jetzt neben Castor liegen und nicht mehr aufstehen. Doch ich wusste, dass ich stärker war.
      "Niemand kann mich besiegen, außer ich selbst.", sagte ich leise.
      Wieder ärgerte sie sich, dass sie so klein war. Ja, sie ist vielleicht ein bisschen gewachsen. Aber wirklich nur ein bisschen.
      "Du bist trotzdem 'n Zwerg. Da kannst du nichts daran ändern. Und ich bin nicht stur. Ich weiß manches einfach besser."
      Ich war wirklich nicht stolz auf mein Kindheits-Ich. Es war vieles schwierig. Aber wer weiß, ob auch mein Hirn schrumpft, wenn mein Körper schrumpft. Vielleicht behalte ich auch meine Erinnerungen und das Wissen von heute. Brr. Einfach nicht weiter drüber nachdenken.
      Sie fing an zu erzählen, dass sie mich niemals hergeben würde und ich sah sie aus den Augenwinkeln her an. Schon wieder stieg Wärme in mein Gesicht. Es sollte ein Witz sein. Doch sie wusste gar nicht, was sie da eigentlich anrichtete. Wenn ich daran dachte, wie es zu Anfang bei uns lief und wie es jetzt war. Ich musste zugeben, dass ich mich ganz wohl bei ihr fühlte und ich wirklich das Gefühl hatte, dass ich hier wirklich Gebraucht werde.
      "Ja, zeigen wir denen, was wir drauf haben.", grinste ich kurz. Ich rutschte mit meinem Hintern noch weiter nach unten, so dass ich jetzt auf Augenhöhe von Phila war. Mein Kopf wurde schwer. Ich wusste nicht warum, aber mich beklomm da so ein Bedürfnis. Also verschränkte ich meine Arme und legte meinen Kopf auf ihre Schulter, nur um nochmal die Augen zu schließen. Es war überraschend bequem, auch wenn es ungewohnt war.
    • Für einen Moment lang war da nur dieser seine Blick. Direkt. Klar. Unausweichlich. Das war äußerst ungewöhnlich. Normalerweise war es recht schwer diesen Ayakashi direkt in die Augen zu sehen und... Für gewöhnliche vermied ich es auch. Aber in diesen Augenblick stolperte etwas in meiner Brust, als hätte er einen Gedanken erwischt, den ich selbst kaum begreifen konnte. Dann rutschte er ein Stück tiefer und legte seinen Kopf auf meine Schulter. "Oh." Ich fror ein. Das war derselbe Daiki, der heute noch beinahe die Treppe hinuntergestürzt wäre, nur weil ich zu nah stand. Und jetzt lag er hier, als wäre das völlig selbstverständlich. Oder als wäre er schlicht zu müde, um Distanz zu halten.
      Sein Kopf ruhte warm und schwer an meiner Schulter, es war...genau richtig. Sein Atem strich leise durch den Stoff meiner Kleidung, sein vertrauter Geruch rückte näher, als hätte er mich eingehüllt. Mein Herz schlug viel zu laut. ".....Dai-....?" Meine Stimme war beinah nur ein Atemzug. Ein Hauch der sich in den stummen Chaos meines Inneren verlor.
      Für einen winzigen Moment wollte ich meine Wange an sein Haar lehnen. Oder meine Hand heben und diesen einen unordentlichen Wirbel glattstreichen. Meine Finger hoben sich sogar ein Stück - ...und ich hielt sie sofort wieder zurück. Nicht bewegen. Nicht riskieren, ihn aufzuscheuchen. Dieser Moment fühlte sich zu weich, zu zerbrechlich an. Also blieb ich lieber still und regungslos. Wir atmeten einfach. Er gegen meine Schulter, ich in seine Wärme hinein. Erst jetzt merkte ich, wie erschöpft ich war. Der Tag hatte mir mehr abverlangt, als ich zugeben wollte. Und es war so unglaublich leicht, neben ihm loszulassen, nur ein bisschen. Unvorstellbar, dass wir einmal so hier sitzen würden. So nah. So ruruhig. Und gerade deshalb wollte ich den Augenblick festhalten. Ganz leicht neigte ich meinen Kopf. Es war kein echtes Berühren, aber ein Art stummes Bitte bleib. Nur für jetzt. Ich wollte wach bleiben, wirklich! Doch die Wärme seines Gewichts, der ruhige Atem, die Stille… all das zog sanft an meinen Lidern. Ein letzter Versuch, ein tiefer Atemzug...dann sank mein Kopf einen Hauch näher zu ihm. Und ehe ich entscheiden konnte, ob ich Abstand halten sollte, schwand mein Bewusstsein... und ich.... schlief....ein....
    • Ich verzog ein wenig das Gesicht, als ich aufwachte. Ich wusste nicht mehr was passiert war. Ich war im Wohnzimmer mit Phila. Und dann? War ich eingeschlafen? Ich hatte zwar einen steifen Nacken, aber ich habe verdammt gut geschlafen. Traumlos. Und friedlich. So gut habe ich lange nicht mehr geschlafen. Vorsichtig öffnete ich die Augen und sofort nahm ich einen Duft wahr, den ich irgendwo schonmal in der Nase hatte. Es roch angenehm. Irgendwie nach Rosen. Und.... das andere konnte ich nicht beschreiben. Ich sah mich um und bemerkte, dass mein Kopf auf Philas Schulter ruhte. Jetzt wusste ich auch, woher ich den Duft kannte. Vorhin als sie so nah an meinem Gesicht war, konnte ich ihren Durft auch wahrnehmen. Bei dem Gedanken an diese Situation wurde mir schon wieder ganz heiß und ich löste mich langsam und vorsichtig von ihr. Ich brauche dringend kaltes Wasser. Schnell stand ich auf und huschte ins Badezimmer, wo ich den Wasserhahn anmachte und mir mit beiden Handflächen kaltes Wasser ins Gesicht spritzte. Ich schluckte. Irgendwas stimmte doch nicht mit mir. Ob sie jetzt wach war? Ich nahm mir ein Handtuch und trocknete mir das Gesicht ab. Ein paar nasse Haarspitzen verrieten, dass ich mir grad das Gesicht gewaschen habe. Was solls? Trocknet gleich wieder.
      Leise ging ich wieder zurück zum Wohnzimmer, ging jedoch nicht rein, sondern schaute erst vorsichtig, ob sie schon aufgewacht war oder eventuell doch noch schlief. Doch bei meinem Glück hat sie bestimmt alles mitbekommen....
    • Das Erste, was mich zurückholte, war Lärm.
      Kein sanftes Erwachen, kein langsames Zurückgleiten, nein, passiv-agressives Klappern und Klirren. Ein betimmtes Rütteln, das sich durch die Couch bis in meine Knochen fraß, hektisches Rücken von Tassen und Gläsern, gefolgt vom beleidigten Knarren eines Schranks, der eindeutig zu schwungvoll geöffnet und wieder zugeschlagen wurde. Mein Zuhaus war wach. Sehr wach. Und offenbar der festen Überzeugung, dass ich das ebenfalls sein sollte.
      Ich blinzelte. Einmal. Zweimal. Alles fühlte sich noch weich an, als läge mein Kopf halb in Wolken versunken. Meine Gedanken waren träge, mein Körper schwer, und für einen flüchtigen Moment wusste ich nur eines: Es war warm gewesen. Angenehm warm.
      Dann erinnerte ich mich. An das Gewicht an meiner Schulter. An den ruhigen Atem. An diese Nähe. Mir schoss augenblicklich die Röte ins Gesicht, noch bevor ich richtig wach war. Oh. Oh nein. Ich starrte auf das leere Polster neben mir, presste kurz die Lippen zusammen und spürte, wie mein Herz viel zu schnell schlug. Und natürlich, als hätte mein Kopf nichts Besseres zu tun, musste ich ausgerechnet jetzt an die menschlichen Paare denken, die ich früher still und heimlich beobachtet hatte. An diese selbstverständliche Art, Nähe zu teilen. An das ruhige Miteinander, das ich immer beneidet hatte. Diese Verbindung, die nichts erklärte und trotzdem alles war.
      Ich schob den Gedanken hastig beiseite. Nicht jetzt. Nicht so. Nicht hier. "Daiki…?" murmelte ich leise und sah mich um. Niemand da. Und dann traf mich der nächste Gedanke mit voller Wucht. Der Auftrag! Wir mussten in die Schule! "Bei allen Göttern-!" Ich sprang panisch auf, verhedderte mich beinahe im Teppich und stolperte Richtung Küche. Für ein richtiges Frühstück war keine Zeit mehr. Also brauchte es Kaffee, stark, viel und Lunchboxen, am Besten im Eiltempo! Meine Bewegungen waren routiniert, aber meine Gedanken überschlagen sich immer wieder. Ich war hektisch, verlegen, immer noch leicht benommen von dem, was gewesen war.
      Gerade als ich mich fragte, ob Daiki draußen war oder- RUMMS! Eine Schranktür riss auf, als hätte sie eine persönliche Abrechnung zu erledigen, und schob Daiki regelrecht aus dem Flur ins Wohnzimmer. Nicht grob. Aber entschieden. Mein Haus hatte offenbar beschlossen, dass er genau hierhergehörte.
      Ich hielt inne. Sah auf. Ein Herzschlag Stille. Dann hob ich langsam eine Augenbraue. "Ah. Guten Morgen." sagte ich trocken und nahm einen Schluck Kaffee. "Das Haus hat dich also gefunden." Ein schiefes Lächeln stahl sich auf mein Gesicht warm, ein wenig verlegen, eindeutig amüsiert. Ich tat so, als wäre nichts Ungewöhnliches geschehen. Als hätte er nicht an meiner Schulter geschlafen. Als hätte mein Herz dabei nicht kurz vergessen, wie sein eigentlicher Takt war. "Gut.", fügte ich hinzu und schob ihm beiläufig seine Lunchbox und eine Tasse Kaffee zu. "Dann können wir los. Bevor das Haus noch beschließt, dir auch beim Anziehen auf die Beine zu helfen." Das Haus knarrte zustimmend. Natürlich würde es. Ich ignorierte das unkommentiert ehe ich versuchte auch mein Frühstück fertig zu stellen. Immerhin musste auch ich mich noch in so eine Uniform zwängen.

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    • Sie war schon wach. Ich überlegte, wie ich reinkommen sollte. Beiläufig? Oder allwissend? Gelangweilt oder vielleicht doch so, als hätte ich gar nichts bemerkt? So eine Scheiße. Ich hasste solche Entscheidungen. Ich seufzte leise. Ich will hier weg. Ich war schon immer Inbegriff, mich umzudrehen, da schloss einer der Schranktüren auf und katapultierte mich fast in die Arme von Phila. Ich stolperte etwas, konnte mich aber noch rechtzeitig fangen und stand nun völlig verdattert mitten im Raum. So wurden mir gerade einige meiner Entscheidungen abgenommen, denn auch Phila tat so, als wär nichts gewesen. Sie begrüßte mich und schob mir Essen und Kaffee zu, ehe sie ihr eigenes zubereitete. Röte stieg mir erneut ins Gesicht, als ich bemerkte, dass wir schon so lange zusammen lebten, dass sie wusste, was ich morgens brauchte. Die ganze Aktion im Badezimmer war also umsonst. Was stimmte mit mir nicht? Ich war doch sonst nie so drauf. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es Philas Schuld war. Ich will mein altes Ich zurück haben. Das starke, unnahbare Breitschwert. So langsam entwickelte ich mich aber zum braven Taschenmesser, was tat, was man ihm befahl.
      Grummelnd fing ich trotzdem an zu frühstücken.
      "Ich habe keine Lust auf die Schule. Können wir da nicht einfach rein und dieser Monstrum besiegen?", maulte ich und biss ins Brötchen. Mein Mund war voll und ich kaute ordentlich, doch trotzdem war noch nicht fertig mit motzen.
      "Ich meine, wir kennen doch jetzt schon etwas über unseren Gegner. Wir müssen nur herausfinden, wo der Vollpfosten zu finden ist."
      Ich schluckte mein Frühstück, sowie den Kaffee runter und stand dann auch schon wieder auf. Diese dämliche Uniform musste ich ja dann auch noch anziehen. Ich zog mir mein T-Shiet schonmal aus, denn so langsam fing es an zu stinken und schmiss es auf einen Haufen mit Wäsche, die ebenfalls gewaschen werden musste. Dann schnappte ich mir mein Hemd, um es überzugehen, schloss die Knöpfe zu und hielt seufzend die Krawatte hoch, die ich übrigens noch immer nicht Knoten konnte. Immer lief irgendwas falsch.
      Ich stand vorm Spiegel und drehte und knotete den Stoff, ehe er einigermaßen hing. Es war alles unordentlich, krumm und schief und auch verschiedend lang, aber damit mussten nun alle leben. Ich konnte es einfach nicht.
      "Kann man diese grässlichen Krawatten nicht einfach streichen? Kein Mensch brauch sowas. Ich fühl mich, als hätte ich ein Halsband mit Leine dran.", meckerte ich und würde am lie sten die ganze Zeit fluchen.
    • Er stand also wieder mitten im Wohnzimmer. Etwas schief, etwas überrumpelt, eindeutig vom Haus verraten. Ich tat weiterhin so, als wäre alles vollkommen normal, was eine erstaunlich hohe Kunstfertigkeit erforderte, wenn man bedachte, wie wir aufgewacht waren. Ich stellte meinen Kaffee fertig, bewegte mich so routiniert wie möglich, als hätte mein Herz nicht eben noch einen kleinen Satz gemacht. Dass er genau wusste, was ich ihm hinstellte, bemerkte ich natürlich. Die Röte in seinem Gesicht entging mir ebenso wenig. Und ja ein Teil von mir fand das… gefährlich liebenswert. Früher hatte mich sein Gemurre zuverlässig genervt. Dieses ewige Brummen, Nörgeln, Mäkeln an allem, was nach Regeln oder Gott bewahre - Nähe, roch. Heute jedoch... und ich wusste wirklich nicht, was mit mir los war, musste ich mir ein leises, verlegenes Kichern verkneifen. Es rutschte mir einfach heraus, kaum hörbar, während ich mich abwandte. Als er über die Schule maulte, über Monster, Vollpfosten und den allgemeinen Zustand der Welt, schüttelte ich nur den Kopf und nippte an meinem Kaffee. Charmant, dachte ich wider Willen. Völlig verrückt. Aber irgendwie charmant.
      Ich seufzte leise. "Das ist leider nicht nur ein Monstrum. Die Magieströme sind viel zu unterschiedlich. Es gibt mindestens drei Verschiedene."
      Die Lunchboxen waren schnell gepackt, zu schnell für meine Gedanken, die noch immer träge hinterherhinkten. Brot, Obst, Gemüse, etwas Süßes. Routine. Bewährte Handgriffe. Ich zwang mich, im Hier und Jetzt zu bleiben, während hinter mir sein Gemurre durch den Raum zog wie ein vertrauter Unterton. Die Zeit drängte. Ich packte die Boxen rasch in unsere Taschen für die Schule im Flur ehe ich ins Schlafzimmer verschwand, um mich ebenfalls hastig anzuziehen. Die Schuluniform wartete schon.
      Der Stoff schmiegte sich an wie eine zweite Haut vertraut, passgenau, funktional. Und doch fühlte es sich an, als würde ich eine Maske überstreifen. Eine Version von mir, die dazugehört, die funktioniert, die weiß, was zu tun ist. Aber eben nicht alles ist. Als würde der Nebel jetzt schon nach mir greifen. Ich atmete einmal tief durch, strich die Falten glatt und zwang mich zur Bewegung.
      Als ich zurückkam, hörte ich Daikis Fluchen schon bevor ich den Flur durchquerte. Die Krawatte. Natürlich war es wieder die verfluchte Krawatte. Ich lehnte mich einen Moment an die Garderobe und beobachtete ihn im Spiegel: dieses konzentrierte Stirnrunzeln, der Stoff, der sich eindeutig weigerte zu kooperieren. Schief, krumm, unterschiedlich lang. Ein Desaster. Und doch musste ich lächeln. "Du weißt schon..." sagte ich schließlich und trat näher, "...dass Krawatten niemanden beißen. Meistens jedenfalls." Ich zögerte einen Herzschlag, dann hob ich die Hände. Vorsichtig griff ich nach den Enden, konzentrierte mich auf den Knoten. Nur auf den Knoten. Ganz bestimmt nicht auf die Wärme, die von ihm ausging, oder darauf, wie nah wir standen. "Stillhalten." fügte ich trocken hinzu. "Oder ich zieh sie wirklich als Halsband fest." Als der Knoten endlich saß nicht perfekt, denn ich ließ ihn bewusst viel zu tief und locker, dennoch tragbar trat ich sofort wieder einen Schritt zurück."So" sagte ich und sah zu ihm auf, ein schiefes, leicht verlegenes Lächeln auf den Lippen. "Gar nicht so schlimm. Jetzt sieht es zumindest aus, als wärst du freiwillig hier." Das war ein verdammt Gutes Stichwort, denn wir mussten wirklich los. "Ah! Das Sportzeug, wir haben ja heute-" Moment... woher wusste ich das schon wieder? Egal! Je schneller wir in die Schule kam, je schneller konnten wir unseren Auftrag erfüllen.
    • Verbissen sah ich in den Spiegel und wirklich, ich war wirklich kurz vorm explodieren. Dieses Mistding. Ich schmeiß den Stoff gleich an die Wand. Wieso sträubte sich der Knoten so sehr? Ich verstand einfach nicht, was ich falsch machte.
      Als ich kurz davor war, den Stoff in Stücke zu zerreißen, trat auch schon Phila für mich ein. Sanft schob sie meine Hände zur Seite, die ich frustriert neben mich fallen ließ und genervt brummte.
      "Ich weiß selbst, dass sie keinen Zähne haben. Trotzdem scheinen sie mich ja zu hassen. Ich werde es nie lernen, sie zu knoten. Aber ich kann ja auch schlecht-", doch ich ward unterbrochen. Schmollend sah ich zur Seite. Ich hatte doch still gehalten. Aber vielleicht war es besser so, wenn ich den letzten Satz nicht aussprach. Wer weiß, vielleicht wollte sie wirklich jeden Tag meine Krawatte binden. Zuzutrauen wäre es ihr.
      Als sie fertig war, betrachtete sie ihr Werk. Sie sah zufrieden aus. Denke ich zumindest.
      "Ähm.... danke.", murmelte ich ganz leise.
      Ich nahm mir seufzend meine Tasche und dann gingen wir auch schon los. Wir beeilten uns, denn zuspät kommen war ein Vebrechen an dieser Schule. Obwohl es für mich eigentlich ziemlich egal war. Ich wusste nicht, ob es an meiner Einstellung lag oder ob der Nebel was damit zu tun hatte. Hier war eh alles ein fürchterliches Chaos und nichts ging, wie man es sich vorstellte.
      In der Klasse waren wir gerade noch rechtzeitig, denn kurz danach kam auch schon der Lehrer rein. Den Namen hatte ich ehrlich gesagt vergessen. Naja, was solls? War eh nicht so wichtig.
      Ein paar Unterrichtsstunden später war dann Sport angesagt und die Klasse versammelte sich um den Eingang der Sporthalle. Ich fragte mich, was zum Henker die mit uns machen wollten. Es wird ja leider nicht Basketball sein.
      Der Lehrer kam und drinnen verzog sich jeder in die jeweilige Umkleide. Kurz sah ich nochmal in Philas Richtung, um sicher zu gehen, dass auch nichts passierte. Dann zog ich mich um und kurze Zeit später auch schon in die Halle. Es waren noch nicht alle da, also fing ich aus Langeweile an, einen vergessenen Ball zu dribbeln. Plötzlich hörte ich es kichern umd aus Reflex sah ich mich nach dem Geräusch um und fand Phila in knappen Shorts, rot wie unsere Schuluniformen und ein passendes weißes Oberteil dazu.
      Meine Augen weiteten sich und mein Mund wurde trocken. Ihre halbnackten Beine, strahlend weiß und rein bewegten sich leichtfüßig über den Hallenboden. Ich schluckte und ich hatte Schwierigkeiten den Ball noch zu kontrollieren. Erst als mir jemand lachend hart auf die Schulter klopfte, erwachte ich aus meiner Starre.
      "Hey, hör auf zu glotzen, deine Augen fallen gleich raus.", lachte Bryan. "Aber ja, Philomena ist wirklich heiß", kommentierte er und ich knurrte leise.
      "Halt die Klappe."
    • Ich beugte mich nach vorn, um meine Haare zu einem hohen Zopf zu binden. Der Gummiring schnappte leise, während ich versuchte, mich zu konzentrieren ...was erstaunlich schwer war, wenn eine ganze Sporthalle voller Stimmen, Schritte und Energie vibrierte. Meine Beine fühlten sich plötzlich sehr… präsent an. Zu präsent. Die Schuluniform hatte mich ja schon an meine Grenzen gebracht aber die Sportsachen kosteten mich doch einige Überwindung. Vielleicht war es für heutige Verhältnisse etwas prüde aber ich hatte lange in einer Zeit gelebt, in der es ein Skandal war soviel Bein, Knie und Ferse in Kombination zur Schau zu stellen.
      Die Mädchen sammelten sich nahe der Seitenlinie. Ich richtete mich auf, sah mich um. Auch die Parallelklassen waren da, überall bekannte und halbbekannte Gesichter. Die Halle wurde umgebaut: Kästen wurden verschoben, Matten ausgerollt, Stangen eingehängt. Ein Parcours nahm also langsam von harmlos wirkend bis eindeutig gemein Form an.
      Während wir uns aufwärmten, glitt mein Blick immer wieder wie von selbst zur anderen Seite der Halle. Zu Daiki.
      Ich erwischte mich dabei, wie ich lächelte, wenn sich unsere Blick streiften. Blöd. Ganz blöd. Um mich herum wurde geredet, gelacht, spekuliert. Basketballspiel. Spendenball. Wer mit wem hingeht, wer spielt, wer anfeuert und wie es wohl ausging. Das übliche Chaos.
      "Sag mal, Phiomena..." da zog mich Elise doch tatsächlich mit ihren blöden grinsend aus meinen Gedanken, "Du gehst doch sicher auch zum Spiel." Sie traf meinen Blick, verzog jedoch keine Mine. "Oh komm schon." flüsterte sie mir ins Ohr, während sie mir mit dem Ellenbogen einen leichten Stoß versetzte. „Du gehst doch eh zum Spiel. Für die Schülerzeitung natürlich." Ich verzog das Gesicht. "Ich muss ja da sein." murmelte ich und rollte die Augen. " Ja, ja. Recherche. Pflicht. Furchtbar tragisch." Elise lachte leise. Ihr Blick glitt vielsagend an mir vorbei. Ich spürte, wie ich wieder rot wurde, und verabschiedete mich hastig mit einem knappen Winken.
      Ich tat das einzig Vernünftige: Ich ging zum Parcours. Die ersten Elemente waren einfach. Balancieren, niedrige Hürden, ein paar schnelle Schritte über eine schmale Bank. Ich kam gut voran, mein Körper erinnerte sich schneller als mein Kopf. Dann wurde es anspruchsvoller. Ein schwingendes Element, gefolgt von einer hohen Kletterpassage. Beim mittleren Abschnitt blieb ich hängen.
      Ich versuchte es zweimal. Drei Mal. Griff, Schwung, nichts. Meine Finger rutschten ab, meine Arme protestierten. Ich biss mir auf die Lippe, atmete aus. Okay. Stolz beiseite. Das wird so nichts... Ich sah mich um. Und natürlich landete mein Blick wieder bei den Lulatsch. Ein kurzer Moment Zögern. Dann ging ich los. "Ähm", begann ich und blieb neben ihm stehen, etwas zu dicht vielleicht. Aber gut, nach gestern Nacht konnte ich mir das vielleicht sogar erlauben. "Ich komm da nicht weiter. Nur… falls du zufällig eine Idee hast...." Meine Stimme klang ruhiger, als ich mich fühlte. Ich verschränkte locker die Arme, spürte wieder dieses alberne Kribbeln im Bauch.
      Früher hätte ich mir nie vorstellen können, in einer Sporthalle zu stehen, mit leicht roten Wangen und... ausgerechnet dieses Ayakashi um Hilfe zu bitten. Und jetzt? Jetzt fühlte es sich seltsam richtig an.
      Ich lächelte schief. "Du darfst jetzt heldenhaft sein, Lulatsch." murmelte ich, halb im Scherz.
      Und irgendwo hinter mir tuschelte jemand.
      Ich wandte mich wieder dem Parcours und zu Daiki. Allein seine Nähe ließ mein Herz einen Schlag schneller werden, was ich mir natürlich nicht anmerken ließ. Ich erklärte ihm knapp, wo ich hängen geblieben war, zeigte auf das Element, als wäre es ein besonders unkooperatives Möbelstück.
      Während ich sprach, fiel mir auf, wie selbstverständlich es sich anfühlte, hier zu stehen. Neben ihm. Als wäre das längst Routine. Wobei... das war es irgendwie auch. "Also." schloss ich mit einem schiefen Lächeln die Erklärung. "Entweder ich bin heute ungewöhnlich untalentiert oder das Ding hasst mich persönlich." Ich hörte hinter uns wieder dieses leise Raunen. Als ob die alle nichts besseres zu tun hätten! Ich konzentrierte mich lieber auf die Wärme, die er ausstrahlte, und auf die Tatsache, dass ich ihm vertraute. Mehr, als mir lieb war. Mit neuer Anleitung schaffte ich es schließlich über das Element. Ich landete etwas unsauber, fing mich aber ab und lachte leise über mich selbst. Erleichterung prickelte durch mich hindurch. Nicht nur, weil ich es geschafft hatte.
      Als schließlich alle durch waren, pfiff der Lehrer laut durch die Halle. "Zweite Runde! Gleicher Parcours, erhöhter Schwierigkeitsgrad. Ihr sucht euch einen Partner. Eine Person hat die Augen verbunden und wird nur durch Stimme oder leichte Berührungen an Arm oder Schulter geführt." Ein kollektives Murren ging durch die Halle. Nervöses Lachen. Aufregung.
      Ich musste nicht überlegen. Noch bevor jemand meinen Namen rief oder ich angesprochen wurde, trat ich einen halben Schritt zur Seite... zu Daiki. Es fühlte sich richtig an. Selbstverständlich. Als hätte mein Körper die Entscheidung längst getroffen, bevor mein Kopf nachkam.
      "Ich wähle dich." sagte ich ruhig, fast sachlich. "Wenn ich schon blind durch so ein Chaos laufe, dann lieber mit einen Ayakashi, der notfalls alles kurz und klein schlägt." Ich sah zu ihm auf, mein Lächeln weich, ehrlich. Es gab niemanden hier, dem ich mehr vertraute wie meinen göttlichen Breitschwert. Und dieser Gedanke allein ließ mein Herz seltsam ruhig werden mitten im Lärm der Halle.
    • Ich war selbst grad beschäftigt und wollte den Pacours machen, als ich Philas Stimme vernahm. Sie stellte sich neben mich und fragte zögernd, ob ich ihr helfen könnte. Dass sie mir so nah war, war mir nicht entgangen. Doch konnte ich es bei ihr inzwischen zulassen. Es war immerhin Phila. Und so lange sie mir nicht mit dem Gesicht näher kam, konnte ich damit leben.
      Stumm sah ich zu dem Punkt, an dem sie wohl immer wieder scheiterte und ich brummte leise.
      "Also gut."
      Ich folgte ihr und sie zeigte mir, was ihr Problem war, wobei ich echt überlegte, wie ich ihr helfen konnte. Eigentlich musste sie doch nur rüberschwingen und sich dann mit einem Arm am Klettergerüst festhalten.
      "Wir machen das so: Du stellst dich da oben drauf. Hältst die Stange mit beiden Händen fest, schwingst darüber und wenn du am Klettergerüst angekommen bist, lässt du eine Hand los, um dich dann da festzuhalten. Verstanden? Knick die Beine etwas ein, dann kann ich dich zur Not am Knie stützen, falls du dich nicht halten kannst.", erklärte ich ihr meinen Plan und hoffte einfach, dass sie es verstand, wie ich das meinte.
      Sie kletterte also wieder zum Anfang und schnappte sich die Stange zum Schwingen, ehe sie sich abstieß und versuchte rüberzukommen. Aus Reflex griff ich zu ihrem Knie und unterstützte sie dabei, das Ziel zu erreichen.
      "Du schaffst es doch.", meinte ich dann noch und wischte mir den Schweiß von der Stirn. Der Sport hier auf eine andere Art und Weise anstrengend.
      Ein Mädchen, keine Ahnung, wer das war, näherte sich mir und lächelte mich lieb an. Sie verschränkte die Arme auf ihren Rücken und stellte sich neben mich. Ihr Dekolleté sprang nur so aus ihrem Ausschnitt und zwischen uns passte bald kein Blatt mehr.
      "Daikiii~ Du würdest mir doch sicherlich auch helfen, oder?", fragte sie lieb und eklig langgezogen. Doch die Nähe war mir sichtlich unangenehm. Ich schritt zurück, um von ihr zu weichen.
      "Frag wen anders.", murmelte ich und ging weg. Was sollte das denn? Ich kannte sie nicht mal.

      Wir machten noch ein wenig weiter und so langsam fing es an, mir Spaß zu machen. Doch dann pfiff uns der Lehrer wieder zusammen und gab uns eine neue Aufgabe. Ich weitete die Augen und blinzelte verwirrt. Was? Blind?! Aber....
      Phila schien sich mit der Aufgabe eher angefreundet zu haben, denn ich hatte sie direkt bei mir und sie sagte mehr als deutlich, dass sie mir vertraute.
      "Willst du denn, dass ich alles kurz und klein schlage? Du musst es nur befehlen.", sagte ich leise, denn nicht jeder musste mitbekommen, was eigentlich bei uns los war.
      "Aber schön, dass du dich freiwillig meldest.", sagte ich und grinste etwas, "Dann muss ich es nicht machen."
    • Ich musste lächeln, als er tatsächlich zustimmte. Nach außen wirkte Daiki wie eine uneinnehmbare Festung, doch wer wusste, wo man ansetzen musste, entdeckte die feinen Risse in seiner Mauer.
      Als ich mich an die Stange hängte, fühlte ich mich plötzlich winzig. "Ja, ja Lulatsch..." murmelte ich und warf ihm einen Seitenblick zu. "Mit der Länge deiner Gliedmaßen hast du leicht reden. Für dich ist das hier vermutlich ein Schritt über eine Pfütze." Mich erinnerte dieser Akt mehr an die Besteigung von diesen verflixten Berg damals. Dieser eine an dessen Fuß ich über Daiki gestolpert war.
      Ich stieß mich ab. Ein flüchtiger Moment der Schwerelosigkeit ...und... dann seine Hand an meinem Knie. Warm, sicher. Mein Herz stolperte, und diesmal lag es nicht an der Anstrengung. Er hielt mich. Ließ mich nicht fallen. Und genau das war das Gefährliche daran. Ich hatte den Moment gar nicht richtig verarbeitet da tauchte sie auf. Eine Sterbliche aus der Parallelklasse mit Honigsüßes Lächeln, ein Auftritt, der alles andere als subtil war. Daikis hastiger Rückzug war so typisch, dass mir ein leises Kichern entwich. "Du hättest nicht fliehen müssen." neckte ich leise. "Sie wollte dich nur näher kennenlernen. Das ist wie mit dieser Verkäuferin, so versuche Sterbliche jemanden nähr zu kommen den sie mögen. Du darfst dich ruhig geschmeichelt fühlen." Mein Blick blieb einen Hauch zu lange an ihm hängen, und ich räusperte mich hastig. "Schon gut. Entspann dich. War nur ein Witz. Natürlich kannst du sie auch einfach alle weiter ignorieren." Sein leises Murmeln über Befehle und die Zerstörung der Hindernisse ließ mich unwillkürlich schnauben. Natürlich würde er das tun. Wenn man ihm freie Wahl ließ, hätte er vermutlich den ganzen Parcours pulverisiert, statt geduldig über Balken zu balancieren und den Sterblichen eine saubere Show zu liefern. Auch wenn es... irgendetwas mit mir machte wenn er sagte das es dafür nur ein bestimmtes Wort von mir brauchte. D-Dennoch das ging so nicht. "Nein, nein." sagte ich rasch, halb lachend, halb beschwichtigend. "Das war auch nur ein Witz und Motivation. Du verstehst schon, positive Verstärkung und so." Ich musterte ihn von der Seite. "Auch wenn ich dir durchaus zutraue, dass du lieber alles zerlegst, als hier den Vorzeige-Athleten zu geben." Ich griff nach der Augenbinde, verdrehte spielerisch die Augen und spannte den Stoff zwischen den Fingern. "Nur zur Klarstellung-", murmelte ich, "-ich mache das nicht freiwillig. Nur dir zuliebe." Dann wurde es dunkel. Der Stoff raubte mir jede Orientierung. Seine Stimme wurde mein Halt, seine Nähe mein Kompass. Beängstigend und zugleich seltsam beruhigend, mich so vollkommen auf ihn zu verlassen.
      Doch dann veränderte sich die Luft. Ich blieb abrupt stehen. Kälte schnitt mir in die Lungen, meine Haut prickelte, jedes Haar stellte sich auf. Mein Herz hämmerte. "Daiki…" flüsterte ich und klammerte mich an seinen Arm. "Hier stimmt etwas nicht." Ein dichter Nebel kroch wie aus dem Nichts heran, verschluckte die Geräusche der Halle. Für die anderen existierten wir nicht mehr.

      Ich zog die Augenbinde herunter und sah geradewegs wie die Anomalie durch die Nebeldecke brach. Ein Albtraum aus Fleisch und Magie: ein massiger Löwe mit vor Elektrizität knisternder Mähne, ein geifernder Ziegenkopf auf dem Rücken mit schwarzen Hörnern wie messescharfe Dolche und peitschender Schlangenschweif der die Luft zischend durchsiebte. Ein fließendes Chaos aus Krallen, Hörnern und Giftzähnen. Eine Chimäre! Welche mit unnatürlicher Eleganz über den Parcours wirbelte. Bis jetzt war das alles noch irgendwie ein lustiges Übel gewesen. Aber jetzt… bitterer Ernst. Jetzt kam es darauf an, wie gut mein göttliches Breitschwert und ich wirklich als Team waren. Keine Bäume, keine kleinen Steine - unser Gegner war eine verdammte Chimäre mitten zwischen diesen Hindernissen! Mein Herz setzte aus. Instinktiv presste ich mich dichter an Daiki, spürte seinen Arm unter meinen Fingern, seine Wärme wie ein Anker in der plötzlichen Dunkelheit. Ich wollte nicht, dass er meine Panik sah, und doch klammerte ich mich an ihn, weil es nichts anderes gab, worauf ich vertrauen konnte. Sofort wurde mir warm ums Herz. Warum genau jetzt? Während eine Chimäre auf uns zustürmt? Und doch fühlte es sich sicher an. Verdammt sicher. So, wie nur bei ihm. Wir existierten allein, abgeschottet in einem Kokon aus magischer Stille. Ich konnte nur die Chimäre sehen, die Schatten ihrer Bewegungen, und mir wurde schmerzlich bewusst: Jetzt war es bitterer Ernst.
      "Wir… wir schaffen das." flüsterte ich mir selbst zu. Mehr Selbstaufmunterung als Befehl. Ich spürte die Vibrationen des Aufpralls durch den Boden. Die Gefahr war nah, kein Zentimeter war sicher. Mein Herz raste, jedes Haar auf meinen Armen stellte sich auf, und instinktiv wusste ich: Ausweichen war keine Option. "Jetzt gilt es. Wir oder sie. Mach dich bereit."
    • "Näher kommen?! Die spinnt doch? Was soll man von mir schon wollen? So schwach, wie die ist, kann sie mich eh nicht halten. Ein Wunder, dass du nicht weg gelaufen bist. Sie kennt mich doch gar nicht. Wieso sollte sie mich also mögen?", brummte ich und war völlig überrascht, dass dieses Mädchen mir näher kommen wollte. Ich verstand nicht, was sie von mir wollte. Ich kannte nur eine Verbindung. Und das war die zwischen mir und meinem Herren. Oder... eben Herrin. Auch wenn mir die Verbindung zu Phila wirklich merkwürdig erscheint. Die hatte ich zu Castor nicht. Jedesmal, wenn ich sie berührte, kribbelte mein Bauch, als wären da Krabbelviecher drin. Teilweise wird mir heiß. Ich bin wirklich verwirrt....

      Noch immer redete sie von Witzen und ich sah sie mit einem "Dein-Ernst-jetzt?-Blick" an. Ja, vielleicht nahm ich sowas etwas zu ernst. Umd vielleicht hätte ich wirklich alles zerbröselt. Aber warum brachte sie mich dann überhaupt auf so einen Gedanken?
      Nachdem sie die Augenbinde nun aufgesetzt hatte, nahm ich vorsichtig ihre Hand und zog sie mit mir. Sie folgte mir brav und ich versuchte ihr zu erklären, wo sie lang musste. Half ihr behutsam über die Hindernisse und gab mir Mühe, zu verstehen, wie sie sich jetzt fühlte. Blind zu sein war eine schwierige Sache. Für vieles benötigte man seine Augen und ich hoffte, dass ich nie im so eine quere Lage kam. Ich hätte Schwierigkeiten, meinen Job zu erfüllen. Ich schluckte leise und sah nach unten. Automatisch fiel mein Blick auf unsere Hände und erst jetzt fiel mir auf, wie klein und zart sie waren. Die, die den Griff der Klinge hielten und damit kämpfte.
      Doch dann spürte ich einen eisigen dünnen Windhauch in meinem Nacken und ich wusste sofort, was das bedeutete. Auch Phila hatte es gespürt und stellte sich neben mich. Konzentriert sah ich mich um und dann sah sie auch schon. Eine riesige Anomalie in Form einer Chimäre erschien und automatisch stellte ich mich schützend vor Phila. Grinsend sah ich zu ihrem Kopf hoch.
      "Na endlich! Jetzt kommt mal Action in diese ganze Geschichte. Das ist doch mal nach meinem Geschmack. Phila? Ich habe richtig Bock zu kämpfen. Köpfen wir dieses Ding.", mehr als motiviert verwandelte ich mich in das Breitschwert und plötzlich spürte ich etwas, was ich nicht erwartet hatte. Meine Klinge leuchtete ganz schwach, aber es war da. Ich spürte unsere Verbindung stärker als zuvor. Und ich konnte spüren, was sie spürte. Sie würde wohl auch spüren, was ich spürte.
      "Okay Phila. Dieses Mistvieh ist tückisch. Vorne der Löwe ist am gefährlichsten mit seinen Zähnen. Lass uns von hinten angreifen. Doch weich den Schlangenkopf aus. Du kannst mich dazu benutzen, ihre Zähne abzuwehren und von dir wegzuleiten."

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    • Ich konnte nicht anders, als innerlich zu schmunzeln, als ich seine Worte hörte. Diese völlige Fassungslosigkeit darüber, dass jemand ihn mögen könnte und dann noch ausgerechnet wegen etwas so Banales wie Nähe. Für Daiki schien Stärke immer noch der einzige Maßstab zu sein. Wer schwach war, konnte nichts wollen. Wer stark war, musste nichts fühlen. Ich kicherte leise in mich hinein, sagte aber nichts.
      Sterbliche in diesem Alter suchten eben nach Verbindungen. Nach jemandem, der sich richtig anfühlte, zumindest für den kurzen Moment ihrer Existenz. Dass dieses Mädchen ihn äußerlich passend fand, wunderte mich kein bisschen. Dass sie niemals würde begreifen können, was er wirklich war ebenso wenig.
      Als er meine Hand nahm, zog er mich vorsichtig mit sich. Nicht grob. Nicht bestimmend. Behutsam. Fast… fürsorglich. Seine Stimme blieb ruhig, erklärte mir jeden Schritt, jedes Hindernis. Und je länger ich blind neben ihm ging, desto deutlicher spürte ich, wie aufmerksam er war. Wie feinfühlig. Ich hätte nie gedacht, dass jemand, wie ein göttliches Breitschwert, so viel Geduld aufbringen konnte. Meine Finger ruhten locker in seiner Hand, und für einen flüchtigen Augenblick vergaß ich vollkommen, dass ich nichts sehen konnte. Es war wie damals in den Katakomben. Ohne Augenlicht wurde jede Empfindung nur noch intensiver. Seine Wärme. Der sanfte Druck seiner Finger. Ich musste mir wohl eingestehen, dass mir dieser Moment viel zu gut gefiel. Zum Glück wusste niemand das meine Wangen nicht nur wegen der Anstrengung Farbe bekamen.
      Doch dann kam die Kälte.
      Es war unglaublich wie aufgeregt und lebendig dieser Ayakashi werden konnte wenn es um Kämpfe mit Anomalien ging. Ich konnte kaum etwas entgegen da hielt ich im nächsten Augenblick das riesige Obsidian-Klingen Breitschwert in den Händen. Oder besser: ihn. Daiki. Meine göttliche Waffe. Die magische Verbindung durch drang jede Faser meines Körpers. Einen Sekundenbruchteil, vielleicht auch etwas länger hielt ich inne und blinzelte überrascht, weil er sich plötzlich… so leicht anfühlte. Unglaublich leicht. Als hätte jemand das Gewicht der Welt von ihm genommen. Am Anfang hatte ich all meine Kraft gebraucht, um ihn zu heben aber jetzt lag er fast mühelos in meinen Händen.
      "Na toll." murmelte ich trocken, während ich den Griff fester umfasste. "Dann müssen wir wohl doch einen Teil vom Parcours kurz und klein schlagen." Die Chimäre fauchte und sprang vor. Ich wich zurück, zog das Schwert hoch, spürte die breite Klinge vibrieren als würde sie meine Gedanken lesen. Der Schlangenschweif peitschte nach mir, doch ich lenkte ihn mit einer schnellen Bewegung ab, nutzte eine der schmalen Balancierstangen als Deckung. Holz splitterte, Metall klirrte. Scheiße!
      "Die Zähne machen dir Sorgen? Ich finde die elektrischen Blitze ihrerer Mähne wesentlich schlimmer." Doch ich hielt mich wohl besser an Daikis Plan. So sehr es mir in den Fingern juckte, etwas Eigenes zu improvisieren, ich wusste, dass er recht hatte. Der Löwenkopf vorne war pure Gewalt, rohe Zerstörung. Ihm frontal zu begegnen wäre töricht gewesen. Also zwang ich mich zur Ruhe, atmete tief ein und ließ die Chimäre kommen, ohne ihr wirklich entgegenzugehen.
      Der Nebel zog tiefer durch die Halle. Die Geräusche wurden dumpf, als würde die Welt selbst den Atem anhalten. Ich spürte Daiki in meiner Nähe nicht nur als Gewicht, sondern als Präsenz. Wachsam. Gespannt. Bereit. Und irgendwie… mit mir im Gleichklang.
      Ich wich seitlich aus, genau wie geplant. Die Pranken schlugen dort ein, wo ich eben noch gestanden hatte, rissen eine der Holzbalken aus der Verankerung. Splitter flogen. Ich nutzte den Moment, drehte mich und ließ die breite Klinge auffahren, nicht um zu treffen, sondern um Raum zu schaffen. Metall kreischte, als sie über Horn schrammte.
      "Hinten." Murrrte ich angestrengt und verlagerte mein Gewicht während meine Augen hektisch nach einen Schwachpunkt zum ansetzen suchten. Der Ziegenkopf kreischte, als hätte er meine Absicht verstanden. Ihre Hörner senkten sich und Magie flackerte bedrohlich dazwischen. Nicht das noch! Ich sprang zurück, stolperte über eine umgestoßene Matte und fing mich gerade noch indem ich das Gewicht meiner Waffe nutze um auf den Beinen zu blieben. Mein Herz hämmerte. Nicht aus Angst, sondern wegen des Adrenalin. Aus diesem irren Gefühl. Aber war das meins? Seins? Oder unseres?
      Der Schlangenschweif schoss vor. Schnell. Zu schnell. Ich riss die Klinge hoch, lenkte die Giftzähne ab und spürte wie mir die Wucht bis in die Schultern fuhr. Der Aufprall zwang mich in die Knie, der Boden vibrierte unter uns. Ich biss die Zähne zusammen. "Okay." murmelte ich atemlos. "Hinten. Wir bleiben bei hinten." Leichter gesagt als getan. Das Ding kannte kein Hinten. Ich zwang mich weiter in Bewegung zu blieben und lockte das Monster tiefer in den Parcour. Über schmale Stege, zwischen Gerüste.... irgendwo, wo ihre Größe ihr im Weg war und ihre Kraft gegen sie arbeitete. Die Chimäre wütete, zerstörte, kam immer wieder gefährlich nah , zu nah, doch ich nutzte die Kraft und die Länge der Klinge um sie mir vom Leib zu halten. Immer wieder spürte ich die Vibration der Klinge, als würde Daiki mich wortlos antreiben. Nicht hetzen. Führen. Ein Balken brach unter der Bestie. Kurz nur... aber genug. Ich nutzte den Moment, setzte an, führte die Klinge gegen den Rücken, genau dorthin, wo der Ziegenkopf aus dem Körper wuchs. Kein finaler Schlag. Noch nicht, dafür war die Gelegenheit zu klein aber auch zu gut um sie ungenutzt zu lassen. So war es nur ein Schnitt, der sie aufschreien ließ und sie leider wütend machte. Der Löwenkopf brüllte, sprang erneut auf uns zu. Ich sprang zur Seite, rutschte über den Boden und kam nur hart zum Stehen. Meine Arme brannten, meine Atmung war flach. Aber ich hielt das Schwert noch immer fest. Fester denn je.
      Der Nebel verdichtete sich. Die Chimäre bewegte sich wieder. Langsamer vielleicht... aber noch lange nicht besiegt.
      Ich richtete mich auf, stellte die Füße neu, hob die Klinge. Mein Blick blieb auf dem Monster, doch mein Vertrauen lag ganz woanders. "Also... Ich wäre für weitere Vorschläge offen." Der Kampf war noch nicht vorbei.
    • Es war wahrlich kein einfacher Kampf und für unseren Ersten wäre etwas anderes vielleicht besser gewesen. Aber wer wusste schon, was auf einen zukam und dann musste man das nehmen, was kommt.
      Wir hatten etwas Schwierigkeiten, dieses Vieh von hinten anzugreifen, denn mit seinen drei Köpfen wusste es immer, wo wir sind und war dementsprechend schnell. Da diese Mähne auch noch Elektrizität versprühte, erschwerte es uns den Kampf natürlich enorm.
      "Kannst du noch?", fragte ich, da ich spüren konnte, wie ihre Kraft langsam nachließ. Wir hatten sie schon verletzt, aber eben nicht getötet. Und ehrlich gesagt wusste ich gerade auch nicht weiter. Wenn Phila die Kraft fehlte, würde es umso schwieriger werden, es zu besiegen. Sie musste nochmal so einen Angriff starten. Doch konnte sie das?
      "Was heißt hier Vorschläge? Du bist die, die angreift. Ich bin nur eine Waffe.", murrte ich, doch da kam dieser riesige Löwenkopf auf uns zu und sperrte schon das Maul auf.
      "Phila, pass auf?!", rief ich, verwandelte mich zurück, nur um meine Partnerin am Arm zu mir zu ziehen. Die Pranke schlug mit scharfen Krallem nach uns und ich verlor bei der Wucht das Gleichgewicht.
      "Aaargh!", ich schrie auf, drückte sie aber schützend an mich, damit nur mein Körper was abbekam und ihrer unversehrt blieb. Wir schlitterten über den Boden und kamen erst zum Stehen, als unsere Körper gegen irgendeine Bank prallten. Doch Zeit zum Durchatmen blieb uns nicht. Denn die Chimäre wollte uns tot sehen und griff sofort wieder an.
      "Na warte, du Mistvieh! Phila, du versuchst so weit wie möglich nach oben zu kommen, ich schnür dem Miststück das Maul zu. Wenn ich bei dir angekommen bin, setzt du zum Finalen Schlag an, verstanden?", ich versuchte zu erklären, was ich wollte, war mir jedoch nicht sicher, ob das reichte. Ich schnappte mir ein Seil, was als Teil des Parcours dienen sollte und rannte auf unseren Gegner zu. Wieder kam einer der Pranken und auch mit seinen Zähnen versuchte er mich zu kriegen, doch ich konnte ihm gut ausweichen. Doch musste überlegen, wie ich zu seinem Maul kam. Meine Lippen verzogen sich zu einem siegreichen Grinsen als ich die Schwingaufgabe sah, an der Phila vorhin gescheitert war. Ich kletterte auf die Kiste, stellte mich auf die Stange und schwang rüber zum Klettergerüst, dort lief ich weiter und konnte mit einem Salto zum Maul rüber springen, welches ich sofort zuband.
      "Hah! Dann sehen wir mal, wie du jetzt klar kommst. Phila! Los spring!", rief ich, während ich schon zu ihr kam, mich in der Luft verwandelte und in ihrer Hand landete.
      "Stich zu! Direkt ins Herz!"
    • "Nur eine Waffe? Du bist mein Partner! Nd deshalb-", ich brach meinen Satz sofort ab als die Chimäre erneut versucht mich mit einen Satz zu verschlingen. Da ich noch immer keine große Lust hatte nähre Bekanntschaft mit ihr zu machen, versuchte ich herauszufinden in welche Richtung ich am klügsten ausweichen konnte. Es blieb keine Zeit, darüber nachzudenken, wie absurd das alles war. Kein Raum für Zweifel, keine für Angst, die über das Nötigste hinausging. Und plötzlich war da der Moment, in dem er sich zurückverwandelte.
      Ich spürte es, noch bevor ich es sah. Wie ein abruptes Ziehen in unserer Verbindung, ein Umschlagen von schneidender Klinge zu lebendiger Gestalt. Plötzlich war da kein Werkzeug mehr in meiner Hand, mein Partner an meiner Seite. Sein Arm schlang sich um mich, riss mich herum, zog mich aus der Bahn der Pranke. Auch wenn wir den scharfen Klauen zunächst entkommen waren, war er Aufprall doch verdammt hart. Ich fühlte den Schmerz wegen des Adrenalins jedoch nur dumpf.
      Er hatte mich festgehalten. Nicht gezögert. Nicht berechnet oder abgewogen. Einfach gehandelt. Ein Teil von mir wollte innehalten, wollte begreifen, was das bedeutete, dass er lieber selbst den Schlag kassierte, als mich auch nur einen Herzschlag länger der Gefahr auszusetzen. Allerdings befanden wir uns noch immer in mitten eines Kampfes. Also musste ich mir wohl heute Abend den Kopf darüber zerbrechen.
      Die Chimäre war auch schon wieder da, wütend und verletzt. Elektrizität zischte durch ihre Mähne, der Boden vibrierte unter ihrem Brüllen. Ich hörte mein eigenes Herz in den Ohren. Ich atmete noch einmal tief durch ehe ich mich wieder auf meine Beine zwang. Nach oben hatte er gesagt... "Na gut, aber stell ja nichts Dummes an, verstanden?!"
      Ich ignorierte das Zittern meiner Glieder und nutzte die Geräte, die eben noch harmlose Turnutensilien gewesen waren. Barren wurden zu Deckung, Matten zu Sprungfedern, Seile zu Rettungsleinen. Ich kletterte, sprang, rutschte, während unter mir Krallen zuschlugen und Hörner durch Holz bohrten.
      Dann war es soweit, aus Daiki wurde während den Bruchteil eines Augenblicks wieder zum Breitschwert mit Obsidianklinge. Die Chimäre bäumte sich auf, der Schlangenschweif peitschte, Gift tropfte zischend auf den Boden. Ich sah die Öffnung. Klein. Flüchtig. Aber da. Der Schlag,war weder sauber noch elegant aber darauf kam es auch überhaupt nicht an. Er war roh, verstärkt von Adrenalin, Angst und diesem brennenden Willen, dass das hier enden musste. Die Klinge traf auf ihr Opfer, bohrte sich rasch tief in ihr Fleisch, genau dort, wo sich Herz und Magie überschnitten. Für einen endlosen Moment geschah nichts. Energie riss aus der Chimäre hervor, ein greller, schmerzhafter Ausbruch aus Licht, Hitze und Magie. Der Knall verschluckte alles. Ich spürte, wie wir zurückgeschleudert wurden, wie mein Körper die Kontrolle verlor, wie wir durch die Luft flogen und hart in der Gerätehalle aufschlugen.
      Danach herrschte totale Stille. Für die Sterblichen war es nur ein Unfall. Ein zusammengebrochener Parcours. Splitter, Staub, Chaos. Schreie. Pfiffe. Für mich war es nicht mehr und nicht weniger als meine Bürde.
      Schließlich kam das Bewusstsein zurück. Schmerzhaft. Stück für Stück. Ich richtete mich mühsam auf, mein Kopf dröhnte, meine Glieder fühlten sich an, als gehörten sie jemand anderem. Mein Blick suchte sofort, leicht panisch und ohne nachzudenken nach- "Daiki…?"
      Er lag da. Nicht mehr als Breitschwert, etwas verdreht und regungslos. Mein Herz setzte aus. Ich kroch zu ihm, ignorierte den Schmerz in meinen Knien, meine Hände zitterten, als ich nach ihm griff. Er war noch warm und.... er schien auch zu atmen, schwach vielleicht, aber da. Bei allen Göttern - er lebte!
      Die Erleichterung machte sich in mir breit. Ich ließ mich neben ihm sinken, lachte leise, atemlos, während mir Tränen in die Augen stiegen. "Du idiotisches, großkotziges Breitschwert." murmelte ich. "Ich sagte doch stell nichts Dummes…-"
      Mein Blick blieb an seinem Gesicht hängen. Eine Mischung von Staub, Schutt und Schweiß überzog seine Haut, ein kleiner Kratzer thronte über der Stirn. Ohne wirklich zu merken, was ich tat, beugte ich mich vor. Langsam. Zögernd. Mein Atem vermischte sich mit seinem, und für einen winzigen, gefährlichen Moment war da der Gedanke, wie einfach es wäre, diese Distanz ganz zu überbrücken.
      Dann traf mich die Realität wie ein Schlag. Was zum…?!
      Ich hielt abrupt inne ehe ich überhastet zurück wich. Mein Gesicht begann zu brennen. Nein. Nein, nein, nein!! D-das war die Verbindung! Eine blöde Nachwirkung vom Kampf, verflixtes Adrenalin und der überraschende Sieg. Nichts weiter.!!! A-außerdem ... Er mochte es nicht, wenn man ihm zu nah kam. Und ich… ich war gerade eindeutig nicht bei klarem Verstand.
      Ich räusperte mich, zwang mich zu einem schiefen Grinsen und setzte mich aufrechter hin, als hätte ich gerade nichts Peinliches getan.
      "Also..." sagte ich trocken, während ich mir Staub von der Kleidung klopfte. "Wenn das unser Ergebniss nach den Teamtraining in einen realen Kampf war, würde ich sagen… Solide aber ausbaufähig. Doch hey. Wir leben noch, könnte also schlimmer sein." Ich warf ihm einen Seitenblick zu, sanft, erleichtert. Und für den Moment ließ ich es besser dabei.
    • BÄMMM! Da war sie, wie eine Explosion von einer Bombe verschwand die Chimäre und unsere Körper wurden zurück geschleudert. Schon wieder. Doch diesmal traf es meinen Kopf und ich wurde ausgenockt. Völlig regungs- und bewusstlos lag ich da nun. Ich konnte Phila diesmal nicht schützen. Ich steckte noch lange im Körper des Monsters fest und war zu überrascht, als das ich großartig handeln konnte.
      Es dauerte seine Zeit, ehe ich zu mir fand. Blinzelnd flatterten meine Augenlider und Licht ließ mich kurzzeitig erblinden. Doch es dauerte nur Sekundrn, ehe ich wieder klar sehen konnte und sah nur noch, wie Phila sich gerade von mir wegstieß. Es war mir nicht ganz klar, was los war. Ich stöhnte erschöpft und fuhr mir über die Augen.
      "Was tust du denn da?", fragte ich leise und richtete mich langsam auf. Doch dann zog ein heftiger Schmerz, ein Brennen über meinen Rücken und und kniff die Augen zusammen.
      "Aargh. Scheiße. Das blöde Mistvieh hat mich getroffen.", fluchte ich. Ich versuchte mich etwas abzustützen und kam mir schon vor wie ein alter Greis, der sich nicht mehr bewegen konnte. Doch Phila schien eher stolz auf sich zu sein.
      "Es ist mehr als ausbaufähig. Doch lassen wir es erstmal gut sein. Unser Endgegner lässt sich bestimmt nicht so einfach besiegen. Aber der vielleicht auch keine Blitze parat. Schön, dass du unversehrt bist.", brummte ich und stand auf.
      "Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gern kalt duschen gehen und meine Wunde am Rücken reinigen. Du.....kannst ja den Leuten hier erklären, was passiert ist.", schlug ich beiläufig vor und wedelte mit meiner Hand. Ich hätte ja geholfen. Doch hab ich besseres zu tun.
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