Die ersten Strahlen des Morgens sickerten sanft durch den Vorhang und weckten mich aus dem Schlaf. Es dauerte einen Augenblick, bis meine Augen klar sahen und dann blieb mein Blick an ihm hängen. Er saß am Ende von meinem Bett, den Kopf leicht gesenkt, die Augen geschlossen. Seine Haltung wirkte unbequem, beinahe trotzig, als wollte er selbst im Schlaf nicht ganz loslassen.
Ein leises Ziehen breitete sich in meiner Brust aus. Er hatte wirklich dort gewacht, an meiner Seite, so lange, bis ihn die Müdigkeit übermannt hatte. Vielleicht war es töricht, aber in diesem Moment fühlte ich mich geborgener, als ich es je erwartet hätte. So gut wie heute Nacht hatte ich schon lang nicht mehr geschlafen. Behutsam richtete ich mich auf, um ihn nicht zu wecken. Meine Decke rutschte dabei ein Stück hinunter, und ohne groß nachzudenken, legte ich sie ihm über die Schultern. Für einen Atemzug blieb ich stehen, betrachtete, wie sich sein Brustkorb gleichmäßig hob und senkte. Unter der Decke wirkte er weniger wie der unerschütterliche Krieger, den er so sehr verkörperte und mehr wie ein Mensch, der endlich einmal Ruhe gefunden hatte.
Mit leisen Schritten schlüpfte ich aus dem Zimmer und ging ins Bad. Das kalte Wasser rann über meine Finger, dann über mein Gesicht. Ich schloss die Augen, doch die Bilder von gestern drängten sich sofort zurück: sein angespannter Blick, wie er seine Schmerzen herunterspielte, und die unerwartete Wärme, die mich erfüllt hatte, als ich ihn dabei durchschaute. Diese Nähe war neu, ungewohnt und doch so vertraut, als hätte sie schon immer zwischen uns existiert, nur unbemerkt. Ich stützte mich am Waschbecken ab und atmete tief durch. Vielleicht war es genau das, was mich so berührte... dass er, der sich sonst mit aller Kraft gegen jede Schwäche wehrte, mir unbewusst einen Einblick in seine Verletzlichkeit gewährt hatte. Und dass er, obwohl er müde und erschöpft war, bei mir geblieben war. Ein Teil von mir hatte sich lange davor gescheut, jemanden wieder so nah an sich heranzulassen. Es war einfacher gewesen, unsichtbar zu bleiben, keine Erwartungen zu wecken, keine Verletzungen zu riskieren. Aber gestern… gestern hatte ich gespürt, dass diese Mauern nicht unüberwindbar waren. Dass es vielleicht möglich war, wieder einen Schritt weiterzugehen. Nicht in die Vergangenheit zurück, sondern in etwas Neues.
Als ich das Bad verließ, schlich ich mich in die Küche. Die Stille im Haus war beinahe heilig, und doch fühlte ich mich getragen von ihr. Ich griff nach Pfanne, Tellern und Tassen. Es sollte ein kräftiges Frühstück werden, eines, das ihm Energie gab, die er so nötig brauchte. Schon bald erfüllte der Duft von krossem Bacon und frischem Toast die Luft. In einer Pfanne brutzelten Bohnen, daneben stockten Eier zu goldgelben Spiegeln. Ich stapelte ein paar Pancakes auf einem Teller, legte Butter und Sirup dazu, während die Kaffeemaschine ihr tiefes, beruhigendes Grollen von sich gab. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee mischte sich mit all den anderen Aromen und ließ die Küche lebendig wirken. Meine Hände bewegten sich fast automatisch, doch mein Kopf war ganz wo anders. Ich stellte mir vor, wie Daiki die Stirn runzelte, wenn er den Teller sah, vielleicht überrascht von der Fülle, vielleicht auch ein winziges Bisschen gerührt. Und ich fragte mich, ob er merken würde, dass es nicht nur ein Frühstück war - sondern eine Geste, die ihm zeigen sollte, dass er nicht allein war.
Mit einem tiefen Atemzug stellte ich die Teller auf den Tisch und goss den Kaffee in zwei Tassen. Für einen Moment lehnte ich mich zurück, betrachtete die Szene und spürte, wie sich ein stilles Lächeln auf meine Lippen schlich. Das hier war nicht viel. Aber es war ehrlich. Und während der Duft von Kaffee und warmem Brot den Raum erfüllte, spürte ich, dass nicht nur er neue Kraft finden konnte – sondern auch ich. Vielleicht war es an der Zeit, wieder zu glauben, dass Nähe kein Risiko war, sondern ein Anfang.
Ein leises Ziehen breitete sich in meiner Brust aus. Er hatte wirklich dort gewacht, an meiner Seite, so lange, bis ihn die Müdigkeit übermannt hatte. Vielleicht war es töricht, aber in diesem Moment fühlte ich mich geborgener, als ich es je erwartet hätte. So gut wie heute Nacht hatte ich schon lang nicht mehr geschlafen. Behutsam richtete ich mich auf, um ihn nicht zu wecken. Meine Decke rutschte dabei ein Stück hinunter, und ohne groß nachzudenken, legte ich sie ihm über die Schultern. Für einen Atemzug blieb ich stehen, betrachtete, wie sich sein Brustkorb gleichmäßig hob und senkte. Unter der Decke wirkte er weniger wie der unerschütterliche Krieger, den er so sehr verkörperte und mehr wie ein Mensch, der endlich einmal Ruhe gefunden hatte.
Mit leisen Schritten schlüpfte ich aus dem Zimmer und ging ins Bad. Das kalte Wasser rann über meine Finger, dann über mein Gesicht. Ich schloss die Augen, doch die Bilder von gestern drängten sich sofort zurück: sein angespannter Blick, wie er seine Schmerzen herunterspielte, und die unerwartete Wärme, die mich erfüllt hatte, als ich ihn dabei durchschaute. Diese Nähe war neu, ungewohnt und doch so vertraut, als hätte sie schon immer zwischen uns existiert, nur unbemerkt. Ich stützte mich am Waschbecken ab und atmete tief durch. Vielleicht war es genau das, was mich so berührte... dass er, der sich sonst mit aller Kraft gegen jede Schwäche wehrte, mir unbewusst einen Einblick in seine Verletzlichkeit gewährt hatte. Und dass er, obwohl er müde und erschöpft war, bei mir geblieben war. Ein Teil von mir hatte sich lange davor gescheut, jemanden wieder so nah an sich heranzulassen. Es war einfacher gewesen, unsichtbar zu bleiben, keine Erwartungen zu wecken, keine Verletzungen zu riskieren. Aber gestern… gestern hatte ich gespürt, dass diese Mauern nicht unüberwindbar waren. Dass es vielleicht möglich war, wieder einen Schritt weiterzugehen. Nicht in die Vergangenheit zurück, sondern in etwas Neues.
Als ich das Bad verließ, schlich ich mich in die Küche. Die Stille im Haus war beinahe heilig, und doch fühlte ich mich getragen von ihr. Ich griff nach Pfanne, Tellern und Tassen. Es sollte ein kräftiges Frühstück werden, eines, das ihm Energie gab, die er so nötig brauchte. Schon bald erfüllte der Duft von krossem Bacon und frischem Toast die Luft. In einer Pfanne brutzelten Bohnen, daneben stockten Eier zu goldgelben Spiegeln. Ich stapelte ein paar Pancakes auf einem Teller, legte Butter und Sirup dazu, während die Kaffeemaschine ihr tiefes, beruhigendes Grollen von sich gab. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee mischte sich mit all den anderen Aromen und ließ die Küche lebendig wirken. Meine Hände bewegten sich fast automatisch, doch mein Kopf war ganz wo anders. Ich stellte mir vor, wie Daiki die Stirn runzelte, wenn er den Teller sah, vielleicht überrascht von der Fülle, vielleicht auch ein winziges Bisschen gerührt. Und ich fragte mich, ob er merken würde, dass es nicht nur ein Frühstück war - sondern eine Geste, die ihm zeigen sollte, dass er nicht allein war.
Mit einem tiefen Atemzug stellte ich die Teller auf den Tisch und goss den Kaffee in zwei Tassen. Für einen Moment lehnte ich mich zurück, betrachtete die Szene und spürte, wie sich ein stilles Lächeln auf meine Lippen schlich. Das hier war nicht viel. Aber es war ehrlich. Und während der Duft von Kaffee und warmem Brot den Raum erfüllte, spürte ich, dass nicht nur er neue Kraft finden konnte – sondern auch ich. Vielleicht war es an der Zeit, wieder zu glauben, dass Nähe kein Risiko war, sondern ein Anfang.
