About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • Natürlich.... wie konnte es auch anders sein? Zunächst hatte ich nur meine Hand gegen meine Stirn geschlagen. Also ich auf seine Bemerkung hin die Augen verdrehte wurde mir jedoch in der letzten Sekunde bewusst, das ich Daiki damit selbst eine super Vorlage geben hatte. Ich hätte auch anders reagieren können aber das war nicht mein Niveau. Immerhin war ich eine Göttin! Und... vielleicht auch einfach aus den Alter raus. Hmmm... wohl ehr das mit der Göttin. Auch wenn ich nicht so ich war nicht wehrlos und schon Jahrhunderte vielleicht sogar Jahrtausende alt. Es kränkte mich jedes einzelne Mal wenn mich Daiki so unterschätzte. Dem würde ich es schon zeigen! Immerhin war ich seine Herrin. Jedenfalls hatte uns diese Scherzerei kein Stückchen weiter gebracht. Rückzug war eine gute Strategie. Immerhin hatte ich selbst noch ein wenig zu tun, um mich für den Tag fertig zu machen.
      Von meinen Sachen hatte ich alles, ich sah wieder ordentlich aus und- .... das dauerte mir eine Spur zu lange! Ich wollte gerade erneut die Zimmertür von Daiki aufreißen und hinein marschieren da kam er mir doch zu vor. "Bei allen Göttern.... wie lange brauchst du denn bitte?" Da war selbst meine Schwester die Göttin der Anmut und Schönheit schneller. Ich atmete tief ein. "Wir gehen frühstücken. Ich habe gestern die Straße runter ein süßes Parkcafe gesehen ungefähr da wo du gespielt hast. Da gehen wir hin." Verkündete ich energisch ehe ich mich umdrehte um die Treppenstufen herunter zu hopsen. Den Wirt musste ich wohl oder übel für den ganzen Spaß entlohnen. Untern Strich war es eigentlich ganz in Ordnung gewesen. "Vielleicht spielen die Menschen ja wieder da. Dann kannst du noch eine Runde mit machen bevor es weiter geht." Wohlmöglich fand ich auch heraus wo ich ein vernünftiges Schwert her bekam. Das wäre wohl das nächste Ziel. Es musste ja auch keine verwunschene Klinge sein. Nur eine mit deutlich weniger falschen Stolz. Zum üben tat es auch eine solide Klinge geschmiedet aus der Hand eines Sterblichen.
    • Ich verdrehte die Augen. Sie nervte mich.
      "Geduld ist übrigens auch eine Eigenschaft der Schwertkunst.", murmelte ich eher zu mir selbst, als zu ihr, aber ich denke, sie wird es trotzdem verstanden haben. Ich hasste es, wenn man mich hetzte. Warum konnte man nicht alles in Ruhe machen?
      Als sie mir erklärte, was wir jetzt machen würden, nickte ich kurz und ging ihr hinterher. Ich gähnte herzhaft und steckte meine Hände in die Hosentaschen, während sie die Treppe runterhopste. Wie konnte man so früh am Morgen schon so viel Energie haben? Leider war ich durch und durch ein Morgenmuffel. Damit musste sie leider leben. Ich musste ja auch das Energiebündel aushalten.
      "Meinetwegen..... hab sowieso Kohldampf.", war nur noch meine Antwort. Ich latschte hinter ihr her, wo wir auch schon bald das Café erreichten. In der Zwischenzeit kamen auch schon die Menschen uns entgegen und fingen an zu arbeiten. Man gut, dass wir nicht weiter auffielen. Denn wir sahen ja auch aus wie sie. Nur dass wir eben mehr konnten als nur zu existieren. Ja vielleicht war ich etwas groß und Phila dafür ziemlich klein. Aber ansonsten sahen wir aus wie sie.
      Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich wirklich spielen sollte. Klar hatte ich Spaß daran. Aber beim letzten Mal war sie einfach weg und das Gesuche würde wieder von vorne beginnen. Darauf konnte ich auch gut verzichten. Außerdem gab es da auch immernoch die Kunst des Schwertkampfes. Wenn ich wieder kämpfen wollte, musste sie schon wissen, wie es ging. Oder sie gab auf und übergab mich an jemand anderen, weil sie überfordert war. Was vielleicht auch besser war....
    • Wieder einmal musste ich mich dazu ermahnen wohlwollend und nachsichtig mit meiner göttlichen Waffe zu sehen. "Das macht Sinn. Wenn ihr Schwerter alle so seid wie du müssen Götter wirklich viel Geduld mit euch haben." Wenn er wüsste wie viel Geduld. Ich hatte mir schon so oft wegen Daiki auf die Lippen gebissen und lieber tief durchgeatmet statt auf seine blöden Sticheleien einzugehen. Es war wie mit einen trotzigen Kind nur das dieses Kind ein göttliche Waffe und dazu sehr, sehr groß war.
      Während ich so durch die Straßen lief und es auch die ersten Sterblichen auf diese zog um ihrer Wege zu gehen, wurde mir wieder einmal der Lauf der Zeit bewusst. Für mich war es gar nicht so lang her dass sie mit Pferden durch die Lande geritten waren und heute nahmen sie ganz andere Transportmittel. Diese Unterschiede fanden sich überall allen voran in ihrer Ausdrucksweise und ihrer Kleidung. Von der Gottenfurcht mal ganz zu schweigen. So langsam war es für mich echt schwer da noch hinter her zu kommen und ich war noch immer eine junge Göttin. Wie es den Alteingesessenen damit wohl ging? Oder denen war es egal.
      Als ich die Tür zu den kleinen Café aufmachte kam mir der Geruch von frischen Kaffee und Gebäck entgehen. Daran konnte ich mich wirklich gewöhnen. "Guten Morgen. Wir hätten gern einen Tisch für zwei und die Karte, bitte." Sprach ich mit einen freundlichen Lächeln den ersten Mitarbeiter an, der unseren Weg kreuzte. Schlussendlich bekamen wir einen ganz gemütlichen Platz am Fenster sowie eine recht große Plastikkarte. "Herje ..." unteschlossen drehte ich eine Haarsträhne um meinen Finger. "Das klingt alles wirklich gut. Wie soll ich mich da denn entscheiden?" Ich grübelte noch etwas hin und her bis ich mich endlich für ein Frühstücksangebot entscheiden konnte. Als mein Blick auf meinen Ayakashi traf wurde mir einmal mehr schmerzlich bewusst wie wenig ich über ihn wusste und wie anders es mit den grimmigen Lulatsch doch war. Es würde noch oft anders sein, so viel stand fest. Allerdings war es nichts was mich davon abhalten würde. Irgendwann drang ich schon zu ihn durch. Und bis dahin würde ich den Umgang mit den Schwert üben. "Und? Bist du auch fündig geworden? Dann kann ich die Bedienung rufen."
    • Ob das noch lange gut ging? Wir kamen nicht auf eine Wellenlänge. Das könnte natürlich daran liegen, dass ich nicht zu ihr wollte und sie mich auch nicht wirklich behalten wollte. Wer wusste schon, vielleicht setzte sie mich doch irgendwann an der Straße aus. Würde mich jedenfalls nicht wundern.
      Im Café angekommen setzten wir uns ans Fenster und verträumt sah ich nach draußen. Dort spielten Kinder mit einem Seil. Ich verstand zwar nicht, was daran Spaß machte, über ein dummes Seil zu springen, aber naja. Wenn ich sie so sah, konnte ich mich kaum an meine eigene Kindheit erinnern. Ich wusste nicht mal, ob ich sowas gespielt habe. Wahrscheinlich wurde ich gleich von Anfang an für den Kampf benutzt.
      Ich sprang von meinen Gedanken wieder in Realität zurück, als meine Nachbarin, die mir gegenüber saß, mich ansprach.
      "Hm? Ich nehm ein normales Frühstück und ein Kaffee.", antwortete ich schnell, ohne in die Karte zu gucken. Ich wusste nicht, was sie bestellt hatte. Hatte nicht zugehört. Ich brauchte nicht viel. Einfach ein völlig normales Frühstück. Ich durfte eh nicht gierig sein. Das Geld gehörte mir nicht. Ich war geduldet und man war so freundlich, mir was zu geben. Der Kellner kam und wir bestellten. Ich sah wieder nach draußen, doch die Kinder waren weg. Sie hatten wohl fertig gespielt. Eigentlich schon fast schade. Was solls?
      "Wir sollten einen Waffenschmied suchen, der uns ein Schwert verkaufen kann. Es ist zwar nicht dasselbe wie ein Breitschwert, aber es wird schon gehen. Dann hast du wenigstens den Umgang drauf. Nur frage ich mich, wie das im Ernstfall funktionieren soll?"
    • Verwundert hob ich eine Augenbraue. "Bist du dir sicher? Oder ist das nur deine falsche Genügsamkeit? Hier steht nämlich nirgendwo etwas von einfachen Frühstück. Ich fürchte das müssen wir genauer definieren." Ich wartete noch einige Sekunden ebe ich mit einem Seufzer begann die Bedingung her zu winken. "Also echt... du scheinst echt ein sonderbarer und verbohrter Ayakashi zu sein..." Doch das ließ mich nicht aufgeben. Ich knackte diese Nuss schon noch. Es dauerte halt einfach länger. Als die Bedienung kam ließ ich das Thema lieber sein. Während ich bestellte versuchte ich das Verhalten und die Blicke der Bedienung zu deuten. Entweder man hielt mich für Daikis kleine Schwester oder wir gaben das Bild eines sehr schrägen Pärchens ab. Beides gefiel mir nicht so recht. Als wir wieder allein waren blickte ich für einen Augenblick aus den Fenster. "Die Frage ist wo in dieser Welt in dieser Zeit ein guter Schmied ist." Gab es überhaupt noch so eine Zunft? Machten das nicht auch schon längst diese Maschien? "Ich werde mich mal umhören." Vielleicht... musste ich mich wirklich mehr mit den Geflogenheiten der Menschen auseinandersetzen. Dabei war es doch ohnehin nach drei Wimpernschläge vorbei. Normalerweise hatte mir das Serafin abgenommen. Von Daiki brauchte ich das wohl nicht erwarten. "Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung." Für einen Moment hielt ich inne. "Aber du tust mir Unrecht. Ich weiß ich sehe nicht so aus doch ich bin immernoch eine Göttin und kein kleines Mädchen. Wenn ich bereits mit einer Lanze kämpfen konnte, bekomme ich es mit einen Schwert auch hin. ...Irgendwann.... früher oder später. Ich versuche wirklich mit dir überein zu kommen. Die ganze Zeit schon. Nur falls es dir nicht aufgefallen ist." Ohne eine gefestigte Bindung würden wir es als Ayakashi und Göttin so oder so nicht weit kommen.
    • Meine Ader über dem Auge pochte. Jetzt war ich schon recht bescheiden obwohl ich einen Bärenhunger hatte und auch das passte ihr nicht. Ich musste mich ganz schön zusammen reißen, hier und jetzt nicht auszurasten. Wie sollten wir denn auf einen Nenner kommen?
      Ich knurrte leise und schnappte mir die Karte aus ihrer Hand.
      "Ich bin weder sonderbar noch verbohrt. Ich bin einfach nur ein Ayakashi, der Hunger hat und ein ganzes normales Frühstück möchte.", ich sah mir das Angebot an und legte sie ein paar Minuten später zurück.
      "Ich nehm das Dritte, mit den zwei Brötchen, Aufschnitt, einem Ei und Speck. Dazu einen Kaffee.", sprach ich meine Gedanken nun aus, was ich mir unter ein normales Früshtück vorstellte. Konnte sie mich nicht mit solchem Kram einfach in Ruhe lassen?
      Die Bedienung kam und wir gaben die Bestellung auf, während sie uns komisch anstarrte.
      "Machen Sie ein Foto, dann haben Sie länger was von.", ich mochte es nicht, so angestarrt zu werden. Es war unangenehm. Ich war schon immer der Typ, der einfach in Ruhe gelassen werden will.
      Doch die gönnte mir wohl nicht mal der liebe Jesus Christus. Denn wieder war es der Zwerg, der auf mir rumtrampelte. Ich atmete einmal durch, um auch sicher ruhig zu bleiben. Sie meinte es sicherlich nicht so. Nur wusste ich nicht, was icv noch machen sollte.
      "Ich hab niemals gesagt, dass du zu blöd zum Kämpfen bist. Ich sagte dir lediglich, dass ich groß und vorallem schwer bin. Die wenigsten Götter können mich führen. Wir können es gern ausprobieren. Dann wirst du merken, wovon ich rede. Aber ist okay. Du bist der Gott...."
    • Huuuiii .... da hatte ich wohl den schlafenden Drachen geweckt. Das jetzt auch unsere Bedienung darunter leiden musste tat mir tatsächlich irgendwie leid. "Okaaay, gut. Dein Geduldsfaden ist am Morgen leicht überspannt. Das merk ich mir." Andererseits schien er sich wirklich zusammen zu reißen wenn es drauf an kam. Gestern war Daiki ja auch aufgetaucht wenn ich ihn brauchte. "Ich finde es ist ein guter Anfang zu wissen, das ich mich auf dich verlassen kann." Versuchte ich die Situation mit einen aufmunternden Lächeln wieder zu entspannen. "Ich glaube du kennst dich am besten. Deshalb ist es sicher alles andere als leicht dich zu führen. Aber ich kenn mich eben auch am besten.... und deshalb weiß ich, das ich es versuchen möchte." Gut möglich das es jetzt gerade zu viel war was ich mir zumutete. Wahrscheinlich klappte nicht gleich alles zum ersten Mal aber das war es mir wert. Denn diese Welt war es mir wert es zu versuchen. Das hatte ich Serafin versprochen. Außerdem war das doch meine Aufgabe als Göttin... oder nicht? "Ich bin vielleicht jung aber unglaublich hartnäckig." Es war natürlich nicht fair von mir gewesen diesen Ayakashi aus den Blauen heraus an mich zu binden aber das würde er jetzt am eigenen Leib erfahren. Irgendwann war mir Daiki verdammt dankbar dafür. So viel war sicher! "Bis wir ein Schwert haben sollten wir daran arbeiten unsere Bindung zu stärken. Fangen wir also ans uns noch ein bisschen besser kennen zu lernen." Die Frage war nur wie ich den Brummbären dazu motivieren konnte. "Wie denn dein Leben vor deinen Dienst bei diesen Castor? Kannst du dich da noch dran erinnern?" Hoffentlich kam das Essen jetzt nicht, wohlmöglich wurde es jetzt spannend!
    • "Hmm.... man kann sich immer Hundertprozentig auf mich verlassen.", grummelte ich, als die Bedienung dann auch beschämt abgezischt war. Endlich. Hab ich schonmal gesagt, dass ich dieses Starren nicht leiden kann? Ätzend.
      "Mach was du willst. Ich kann dich eh nicht umstimmen. Du hast einen größeren Dickkopf als jeder Elefant.", antwortete ich. Obwohl ich zugeben musste, dass ich genauso sein konnte.
      Ich fuhr mir durchs Gesicht und massierte mir gleichzeitig meine Gesichtsmuskeln, bevor gleich das Frühstück kam. Ich wusste nicht ganz, wie es bei uns besser werden sollte. Sie war klein und schmächtig. Wie sollte sie da so eine Waffe halten? Genervt sah ich aus dem Fenster. Den Kopf in meiner Hand abgestützt.
      Doch dann fragte sie mich etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich weitete meine Augen und sah sie überrascht an. Warum wollte sie das wissen? Was hatte sie davon? Sollte ich antworten?
      "Was zum -? Das ist nicht so spannend. Das ist bloß die Geschichte eines kleinen Jungen, den niemand haben wollte.", fing ich an, doch im Blick meiner Herrin sah ich, dass sie nichts anderes zulassen würde. War ja klar. Der Elefant. Ich seufzte leise.
      "Früher war es schon so, dass ich wusste, dass mich niemand führen konnte. Jeder der es probiert hatte, scheiterte. Alle sagten, ich sei zu groß und zu schwer. Die Info breitete sich aus und es gab niemanden mehr, der mich wollte. Ich blieb also herrenlos bis ich Castor begegnete. Noch nie habe ich so einen Gott gesehen. Groß, muskelbepackt und mächtig. Er nahm mich auf und trainierte mich. Dafür dass er mich mitnahm, hatte ich zu tun, was er verlangte. Wir kamen aber auf einen guten Nenner. Seit dem war ich bei ihm.", ich erzählte die Geschichte recht kurz. Einzelheiten ließ ich absichtlich weg. Die wollte ich niemanden erzählen. Nicht mal Castor wusste davon....
    • Ich kam nicht drumherum zufrieden zu grinsen und freudig zu kichern. "Das stimmt fast auffallend. Ich kann sehr stur und ausdauernd sein. Gerade wenn ich eine Entscheidung getroffen habe." Ich könnte fast soweit gehen, das diese edlen Tiere ihren Dickkopf von mir bekommen hatten. Wobei ich sicher nicht die einzige Göttin war die sich festbeißen konnte. Gespannt stützte ich meinen Kopf in meine Hände. "Und gestern habe ich mich mehr oder weniger für dich entschieden." Also gab es jetzt kein Zurück mehr. Selbst wenn Daiki selbst das sicher anders sah. Bis er soweit war den Pakt mit mir zu vollenden und die Treue zu schwören würden wohlmöglich Dekaden vergehen. Immer konnte ich mir das leisten. Zeit spielte für mich weniger eine Rolle. Also blickte ich weiter erwartungsvoll aus großen Augen zu ihn herüber. So lange wie er brauchte um über seinen Schatten zu springen und zu antworten. Ich hörte genau zu, ohne zunächst etwas dazu zu sagen. Vielleicht war es gerade angebrachter als gleich voll auf zu drehen. Als ich wieder etwas sagen wollte kam unsere Bestellung, welche ich dankend entgegen nahm. "Was hast du... gab es irgendetwas was du neben der Muskeln an ihn besonders geschätzt hast?" Vorsichtig schob ich die Teile meines Rühreis hin und her. "Wichtiger ist... was schätzt du an dir? Außer das du groß und stark bist?" Ich könnte auch gleich fragen wer Daiki war und was er sein wollte aber das war vor den ersten Schluck Kaffee etwas zu hoch gegriffen. "Okay. Vielleicht war es etwas viel... guten Appetit." Also aß ich still mein Frühstück während ich die Menschen um uns herum, ab und an aber auch meinen Ayakashi. "Wir... wir könnten uns solche kleinen Digitalkisten kaufen. Die Dinger die alle Menschen zur Zeit haben. Vielleicht finden wir mit den Teil einen guten Schmied in der Nähe. Was meinst du?"
    • Überraschend hörte Phila einfach zu. Ich hatte damit gerechnet, dass sie mich mit Fragen bombadierte. Aber nichts.... Ich atmete erleichtert aus, nicht verstehend, warum sie es denn wissen wollte, als dann das Frühstück kam. Kaum war die Bedienung weg und ich wollte anfangen, als dann doch die erwarteten Fragen kamen. Ich wusste es! Warum zum Teufel? Argh! Vorallem, was sind denn das für Fragen? Woher sollte ich denn sowas wissen?
      "Sag ma-", weiter kam ich nicht. Sie blockte sich selbst. Ich atmete ein und aus, um mich selbst zu beruhigen und sah sie verärgert an. Die spinnt doch. Eigentlich ärgerte ich mich auch eher darüber, dass ich es nicht wusste. Selbst wenn ich darüber nachdachte, hatte ich keine Antwort auf die Frage. Es war ja nicht so, dass ich es mir aussuchte, bei wem ich mitging. Ich war bloß eine Waffe. Und somit gingen mir auch die Antworten aus, was ich an mir schätzte. Sie wusste doch alles, was sie wissen musste. Was wollte sie mehr?
      Ich aß mein Brötchen, welches ich mit etwas Butter und Wurst beschmierte, als sie auf diese Elektrodinger hinwies. Ich sah mich um und sah ein paar Menschen damit rumlaufen. Sie schienen sehr beliebt zu sein. Und laut meiner Herrin schienen sie ein paar Informationen zu haben. Auch wenn ich nicht wusste, wie sie in das Ding kommen. Wie soll denn eine Karte darein passen? Aber wenn sie meint.
      Ich zuckte mit den Schultern.
      "Wenn du meinst, dass wir das brauchen, dann besorg eben eins. Du machst doch eh was du willst, also warum fragst du?"
    • Wart nur Daiki, ich knack deine Schale noch ... nur offensichtlich heut Morgen nicht. Allerdings brachte es wohl Nichts den Brummbären zu drängen oder anderweitig zu bohren. Irgendwann hatte ich schon raus wie ich mit ihn kommunizieren musste. Fürs Erste war es vielleicht gar nicht so blöd mit einander zu essen. Das war zumindest ein Fortschritt zu gestern. Wobei ich zugeben musste, das ich es nur schwer ertragen konnte schweigend zu essen. Ich kam mit Stille klar wenn ich allein aß, aber normalerweise war ich es gewöhnt in Gesellschaft Tischgespräche zu führen. Mit diesen Ayakashi gestaltete sich diesen Unterfangen aktuell zu einen wahren Mienenfeld. Für den Moment versuchte ich so stumm wie möglich abwechselnd in meinen Kaffee und meinen Jogurt herum zu rühren während ich dabei immer einmal wieder aufgeregt mit den Füßen wippte. Irgenwann entschied ich mich doch dazu murmelnd weiter zu essen. Dabei war mir bewusst, dass Daiki mich nicht hörte. Oder zumindest hoffte ich das er nicht hörte was ich von mir gab. Ich wollte es einfach los werden oder gleich wieder seine Gefühle zu verletzen. Dann, für mich nach einer gefühlten halben Ewigkeit, ging er endlich auf eine meiner Aussagen ein was mich zunächst zufrieden grinsen ließ. "Na weil wir ein Team sind? Ich dachte diesen Punkt hatten wir schon gestern geklärt. Natürlich frag ich da nach deiner Meinung. Zumaaaaal...." ich machte eine Pause um einen letzten Bissen herunter zu schlucken. Nun gut. Auch wegen der Dramatik. "Zumal ich... vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, ein kleines Problem mit den neuen menschlichen Schnickschnack habe. Wohlmöglich kennst du dich damit besser aus als ich." Man brauchte mich nur ansehen. Früher waren es die Farben von meinen Haare und Augen die sehr auffielen. Heutzutage waren es Dinge wie meine Kleidung, die Art wie ich sprach oder mit welcher Währung ich zu bezahlen versuchte. Wenn es nur da aufhören würde! Von diesen .... diesen .... Autos und Computern mal ganz zu schweigen. Ich sah mich auf den Tisch kurz um ehe ich mich räuspernd erhob. "Alsooo~ willst du noch was? Sonst bezahle ich jetzt."
    • Ich aß gemütlich auf, auch wenn es mir etwas schwer viel. Da ich gestern abend nichts gegessen hatte, hatte ich Hunger. Aber ich war auch einfach zu müde. Trotzdem konnte ich das Gemurmel meiner Herrin hören. Aber was sollte ich dazu schon groß sagen? Ich hatte auch keine Lust, mich jetzt zu streiten.
      "Da muss ich dich enttäuschen. Ich kenne mich mit den Dingern nicht aus. Da ich sowas nicht besessen habe und eigentlich auch nie eins brauchte, hab ich sowas nicht. Da werden wir wohl uns durchwurschteln müssen.", antwortete ich auf ihre Frage hin. Ich trank noch meinen Kaffee aus und fing dann an, zusammen zu räumen.
      "Nein, ich bin satt. Geh, ich räum das hier weg.", murmelte ich und räumte alles zusammen. Ich mochte es nicht, in irgendeiner Schuld zu stehen. Und wenn es sowas hier war. Doch leider blieb mir in vielen Dingen nicht viel übrig. Ich konnte ja schlecht arbeiten gehen. Denn wenn sie mich brauchte, war ich nicht da. Ich war immernoch ein Schwert.
      Ich wartete draußen vor der Tür auf sie und sah mich währendessen um. Jetzt wo sie es sagte: Fast jeder hier lief mit so einem Ding rum. Aber konnte man nicht auch einfach ne Karte kaufen, um an den Ort zu kommen? Was sollen wir denn da so ein Teil kaufen? Wir brauchten doch bloß die Karte.
    • Als ich zahlte und ein großzügiges Trinkgeld als Entschuldigung für Daikis schlechte Laune da ließ, fragte ich mich abermals was das mit uns werden würde. Oder besser wann es in unseren Miteinander einfacher wurde. Nur weil wir offensichtlich sehr verschieden waren wollte ich nicht aufgeben. "Sie haben gesagt der nächste Händler für diese Teile ist im Stadtzentrum. Da können wir hin laufen oder... mit dem Bus fahren." Busse kannte ich. Das waren diese langen Autos, wobei die Langen nicht immer Busse waren. "Du hättest die Reaktion von diesen Menschen sehen sollen, als ich sie direkt nach der nächsten Schwertschmide gefragt habe." Als wäre ich verrückt oder so. "Also müssen wir wohl doch so ein elektronisches Rechteck befragen." Es war wohl nicht verkehrt eins zu besitzen, die Sterblichen machten ja scheinbar Alles damit. Fragend blickte ich erst nach links und dann nach rechts. "Es ist schönes Wetter, lass uns zu Fuß laufen. Das ist wesentlich einfacher als mit den Bus zu fahren." Zumindest so lange wie keiner der niederen Wettergötter ihre Launen hatten. "Wir müssen zunächst nach Osten bis zu der großen breiten Straße." Ich überlegte eine Weile ob Daiki nach seinem ersten Kaffee nun umgangsfreundlicher war. Wahrscheinlich würde er mir widerwillig wegen unseren Machtgefälle hinterher dackeln. Und wohlmöglich war er dabei genervt. Also könnte ich auch weiter versuchen ihn besser kennen zu lernen. Wir kamen an die Hauptstraße, da war ich mir immer noch nicht bewusst geworden, wie ich dieses Kennenlerngespräch am Besten einfädeln sollte. "Sag mal Daiki wo kommt ihr eigentlich her? Ihr Ayakashis meine ich?" Götter wurden geboren, fast so wie die Sterblichen. Wow Phila.... geht das noch unbholfener?! Ich seufzte innerlich. Ehrlich, ich zählte die Tage bis wir gesittet miteinander reden konnten ohne in das emotionale Mienenfeld der oder des anderen zu treten. Naja oder wenigstens wo wir beieinander sein konnten ohne, das es komisch war. Eines kam trotz allem nicht infrage. So lang der Lulatsch sterben wollte, will und konnte ich ihn nicht frei geben.
    • Als Phila mir erklärte, dass wir weder wussten, wohin noch die Leute überhaupt eine Schmiede kannten, seufzte ich leise. Ich hatte es mir fast gedacht. Also zuckte ich mit den Schultern.
      "Dann kaufen wir eben so ein Dings. Ich kann es eh nicht entscheiden, denn ich habe kein Geld. Und da ich immer zu Fuß irgendwohin gegangen bin, kann es meinetwegen auch so bleiben.", antwortete ich und ich stapfte ihr, wie sie es schon gesagt hatte, hinterher. Ich beobachtete die Leute um uns herum. Viele Frauen gingen mit ihren Kindern durch die Stadt. Sie lachten und sahen glücklich aus. Mir war nicht nach Lachen zu Mute. Ich musste gestehen, ich habe länger nicht mehr gelacht. Ich hatte keinen Grund dazu. Schließlich existierte ich nur zum Kämpfen.
      Ich war so in meinen Gedanken vertieft, dass ich nur halbwegs mitbekam, was Phila von mir wollte.
      "Keine Ahnung.... bin eine Weise. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich als Kind auf der Straße lebte und für mich selbst sorgen musste, bis Castor mich gefunden hat. Mehr weiß ich nicht.", erzählte ich murmelnd.
      "Wieso willst du das überhaupt wissen?", fragte ich sie, als wir an der Straße ankamen. Ich blieb stehen, weil ein Auto kam, was nicht gerade langsam fuhr. Stumm folgten meine Augen dem Auto, bis ich feststellte, dass er ziemlich weit am Straßenrand fuhr.
      "Pass auf!"
      Reflexartig zog ich meine Herrin zu mir und drückte sie an mich, bevor sie verletzt werden konnte. Dieser Vollhorst hätte sie fast umgenietet. In meiner Wut über diesen hirnlosen Autofahrer, merkte ich nicht, dass ich sie auch weiterhin an mich gedrückt hatte. Hätte ich sie da nicht weggezogen, wäre sie höchstwahrscheinlich unter die Räder gekommen.
    • Ich hatte so ein mulmiges Gefühl was einfach nicht weg gehen wollte. Bis jetzt war ich mir aber nicht sicher ob es eine merkwürdige Art siebter Sinn oder ob Daiki es in mir auslöste. Vielleicht war es auch eine Art von schlechten Gewissen ihm nicht gerecht werden zu können. Egal wie sehr ich versuchte. Zumindest jetzt noch nicht. "Naja... ich hab doch gesagt ich interessiere mich für dich und obwohl ich ja schon einen Ayakashi als Partner hatte weiß iiiiiich-" Es passierte so schnell, das ich im ersten Augenblick gar nicht richtig verstand was geschehen war. Das Dröhnen des Motrgeräusches rauschte noch in meinen Ohren doch als meine Augen ihm folgten, war das Fahrzeug fast nur noch ein Punkt am Horizont. Wo kam der her? Ich hatte mich doch versichert, das die Straße frei und damit sicher war. Ich war eine Göttin, sicherlich wäre der Zusammenprall nicht angenehm aber um mein Leben hatte ich nicht zu fürchten. Dennoch! Wie konnte dieser Sterbliche es wagen mich und seine Mitmenschen so zu gefährden?! Moment. Jetzt erst, in dieser Sekunde wurde mir klar wer mich vor schlimmeren bewahrt hatte. Fast genauso irritiert blickte ich auf. Es war tatsächlich Daiki gewesen. In seinen seinen Augen blitze noch immer seine Wut. Ein paar Sekunden vergingen, dabei zog sich allmählich ein zartes Lächeln über meine Lippen. Im Kern war er ein wirklich guter Kerl und... der große Ayakashi war überraschender Weise angenehm warm. "Wow... danke." Murmelte ich leise. Wohlwissend, dass dieser Moment nicht mehr lang währen würde sobald sich Daiki seines Handelns bewusst wurde. "Du bist echt gut indem was du tust. Wirklich sehr aufmerksam." versuchte ich einfach weiter zu machen, als wäre es das Normalste der Welt. Dabei war ich irgendwie traurig, das dieser Moment damit wohl vorbei war. Immerhin war der Lulatsch wie ich ihn gerne neckisch nannte, selten so nahbar. Wenn ich ihm das nur irgendwie zurückgeben könnte! Aber leider schien ich als Herrin wohl nur so mittelmäßig zu sein. Wenn überhaupt.

      Unserem Weg folgend drängte ich mich an den ein oder anderen Sterblichen vorbei, welcher mit den Gedanken wohl längst bei seiner Arbeit hing. Irgendwie waren die Menschen mit der Moderne zunehmen gestresst. Immer wieder blickte ich zu Daiki auf, immer wieder fragte ich mich ob ich ihn noch einmal ansprechen sollte und wenn ja was ich sagen wollte? Wieder einmal fand ich den richtigen Händler nicht. Zwei oer drei Mal war ich.... waren wir falsch. Als wir endlich im richtigen Geschäft waren glaubte ich, es wäre die schwierigste Hürde den Menschen verständlich zu machen was ich haben wollte. Aber nein, es war wie man dieses Rechteck bediente. "Du blödes Teil!!" Rief ich aufgebracht während ich es drückte und schüttelte als würde ich es erwürgen wollen. "Sag mir endlich wo die nächstgelegene Schmiede ist!" Hektisch drückten meine Fingerchen auf all die kleinen Knöpfe, bis es plötzlich ˋsssshtˋ machte und kurz vibrierte. Erschrocken, fast wie vom Blitz getroffen war ich es von mir.
    • Erst später merkte ich, dass Phila immernoch in meinen Armen war. Schnell ließ ich sie los und ging einen Schritt zurück, während die Leute um uns herum uns immer noch anstarrten.
      "Ich mach nur meinen Job.", murmelte ich und versuchte meine Verlegenheit zu verstecken. Und es war nicht mal gelogen. Schließlich war es schon das zweite Mal, dass ich meine Herrin beschützen musste. Obwohl ich zugeben musste, dass es irgendwie auch ein Reflex war. Klar passierte nicht so schnell was, aber es wäre was passiert und das wär nicht gut gewesen. Leise räusperte ich mich.
      "Lass uns einfach weitergehen."

      Wir suchten zusammen den Weg und irgendwie kamen wir immer an die falschen Läden an. Ich glaubte langsam immer weniger, dass wir hier sowas noch fanden. Wenn man sich hier so umsah, war keiner mit einem Schwert unterwegs. Vielleicht stellte man sowas auch nicht mehr her.
      Ich sah mich um, um vielleicht doch noch Hinweise zu entdecken, als meine Partnerin mit dem Ding in der Hand ausflippte und das Teil wegschmiss. Super. So kommen wir natürlich auch nocht voran.
      "Gib mal her.", sagte ich und nahm es in meine Hände und versuchte irgendwelche Informationen zu bekommen. Fehlanzeige.
      "Wir brauchen jemanden, der uns das zeigt, wie das geht. So kommen wir nicht weiter. Und wie es aussieht, werden wir hier nie eine Schmiede finden. Vergiss es also einfach. Dir bleibt wohl nichts anderes übrig, als mit mir zu üben."
      Mir ging es etwas gegen den Strich. Aber so kamen wir ja nie zum Training. Und wenn Phila nicht mal irgendwann anfing, griff uns irgendwann noch eine Anomalie an und dann haben wir den Salat. Vielleicht überlebte dann keiner von uns.
    • Noch immer grübelte ich darüber nach wie dieses Ding zu händeln war. Dabei zerbrach ich mir so sehr den Kopf, dass ich leichte Kopfschmerzen bekam. Früher war es so viel einfacher gewesen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass der Fortschritt nicht unbedingt immer so gut war. Zumindest für ein Wesen wie mich. Wen kannte ich nur, der mir sagen konnte wie dieses Ding funktionierte oder wo es eine Schmiede gab?
      Überfragt, wenn gleich etwas ungeduldig, beobachte ich wie Daiki sein Glück mit den Teil versuchte. Doch leider, kam er zu dem Selben Ergebnis wie ich. Schade aber zumindest in diesen Punkt wahren wir uns verflixter Weise wohl ebenbürtig. Leider brachte uns dieser kleine Einfall meinerseits momentan nicht wirklich weiter.
      Auf seine nächsten Worte riss ich völlig überrumpelt die Augen auf. "D-du willst das ich... mit... mit dir...?" Daiki hatte schon recht. Es könnte jederzeit passieren, das wir zum Kampf gezwungen waren. Um Schlimmeres zu verhindert mussten wir uns schnell aneinander gewöhnen. Ich sah mich um. Hier auf der Straße zu üben war keine gute Idee. "Nun... vielleicht gibt es hier ein verlassenes Haus oder so. Eine stillgelegte Fabrik oder kaum bis gar nicht besuchter Park. Da könnten wir üben. Ein Feld oder so würde auch reichen." Der Gedanke machte mich zunehmend unruhig. Egal wie treffend er war, ich hatte seit jenen Tag nicht mehr gekämpft. Schon gar nicht mit einen grumligen, viel zu groß geratenen Ayakashi mit den Herz am rechten Fleck. Aber wenn ich es nicht versuchte würde es ja nie etwas werden. "Da wo wir uns getroffen haben war es doch ruhig." Wieder befanden wir uns also auf den Weg. Mit jeden Schritt versuchte ich mich mit gezielten Atemzügen zu beruhigen. Es so zu tun, dass der Ayakashi nichts davon mitbekam hatte ich seit einigen Minuten aufgegeben. Ich hatte immer noch vor mein Bestes zu geben, auch wenn ich fürchtete dass diese Absicht noch nicht ausreichte. Komm schon Philomena! Reiß dich zusammen sonst wird das ja niemals was! Die letzten Meter versuchte ich also statt mein Wesen zu beruhigen, irgendwie an meinen Mut zu appellieren. "In Ordnung, es müsste weit genug weg sein." Noch einmal schaute ich mich prüfend um. "Ich hoffe nur der verrückt Zwerg gibt sich nicht nochmal die Ehre." Wobei es sicher eine gute Übung wäre.
    • Ich sah meine völlig überrumpelte Herrin an, nur um mir auf die Lippe beißend wieder wegzusehen. Es war schon etwas unangenehm. Aber mir fiel auch nichts anderes ein... Während ich selbst noch mit dem Gedanken klar kommen musste, auch wenn ich ihn selbst vorgeschlagen hatte, hatte sich Phila wohl eher damit abgefunden. Dachte ich jedenfalls. Denn sie gab ja schon Vorschläge, wo wir am besten üben sollten.
      "Ein Haus oder so ist viel zu klein. Du würdest überall gegen kommen. Ein Feld wäre schon eher was.", antwortete ich und sah mich um. Erstmal mussten wir hier eh weg. Als Phila dann den Vorschlag mit unserem ersten Treffen machte, nickte ich zustimmend und wir gingen los. Während ich meine Hände in die Hosentaschen steckte und leise seufzte, weil ich überlegte, wie wir es am besten angingen, wurde meine Begleiterin neben mir immer nervöser. Ich versuchte chillig zu bleiben, denn ich konnte förmlich spüren, wie ihr Herz raste. Als ob sie einen Marathon gelaufen war. Ich atmete hörbar aus und tickte sie mit dem Ellenbogen an, da meine Hände ja immer noch in den Taschen steckten und sah sie an.
      "Wie willst du mich halten, wenn du nicht mal an dich selbst glauben kannst? Wir machen nichts wildes. Und dieser dämliche Zwerg wird schon nicht auftauchen. Und selbst wenn, bekommt er von mir welche auf die Nüsse. Da drüben sind ein paar Büsche. Die sind unser heutiges Ziel. Hast du es geschafft, sie zu zerschneiden, sind wir heute schon ziemlich weit gekommen. Ich werd mich jetzt verwandeln. Und denk daran, ich bin dein verlängerter Arm.", sagte ich noch ein paar letzte Worte, ehe ich kurz aufleuchtete und mich dann in das große Breitschwert direkt in Philas Hände verwandelte. Sie konnte mich zwar immernoch hören, aber ich wollte sie jetzt erstmal in Ruhe lassen, damit sich an das Gewicht und meine Größe gewöhnen konnte.
    • Es war nur eine merkwürdiger Anstupser, doch er kam so unerwartet dass ich etwas ins Taumeln kam. Für einen Moment hielt ich inne während mein Blick langsam aber sicher an den … nein, meinen Ayakashi, herauf wanderte. Verwundert blinzelte ich Daiki an. Ich hörte seine Worte aber konnte nicht glauben was er da gerade auf seine verschrobeneh Art getan hatte. Wieder einmal erwischte ich mich dabei wie es mich zum Grinsen brachte ehe ich mit gespielten Einsatz die Nase rümpfte. „Pff. Du Panorama-Prinz hast leicht reden.“ Aus den Augenwinkel sah ich, noch immer frech grinsend, zu ihm herüber. Es war mehr ein Scherz als Ernst, aber zwischen meinen Worten und den bezaubernden Grinsen lag tiefe Dankbarkeit. Dafür dass wir uns nicht lang kannten und ich mir noch immer nicht sicher war ob er mich vielleicht sogar ertragbar fand, war er wirklich gut darin mich aufzumuntern. Noch immer etwas unsicher blickte ich auf die besagten Büsche. Ich schluckte schwer, doch Daiki gab mir keine Zeit für weitere Sorgen oder Ausflüchte. Tatsächlich ging es verdammt schnell. Aus den riesigen Kerl war innerhalb von Sekundenbruchteilen eine beachtliche Klinge gewesen. „Wow… und dann heißt es, auf die Größe käme es nicht an...“ mein Humor half mir hier nur wenig weiter. Die stolze Klinge von fast zwei Philomenas Länge ruhte schwer in meinen Händen. Ein verlängerter Arm… Der kam auf Ideen, im Moment brauchte ich all meinen Einsatz um ihn überhaupt halten zu können. Das Sonnenlicht glitt über den meisterlich geschliffenen Stahl seiner Klinge. Trotz des beeindruckenden Äußeren waren hier und da noch minimale Spuren alter Kämpfe zu erkennen. Ich konnte nur erahnen wie viel er geführt haben musste. Ich hatte geglaubt dass mich meine Ängste überrollen und mich Daiki daher unter seiner Last begraben würde, aber dem war nicht so. Ich hatte beinah vergessen wie es war mit einen Ayakashi zu kämpfen. Ich konnte spüren wie seine und meine Energie zwischen uns hin und her glitt, zu einer wurde und mich irgendwie beflügelte. Es war ein verdammt schönes Gefühl welches ich schon fast ganz vergessen hatte. Mir wurde erst in diesem Augenblick durch Daiki klar, dass ich seit meinen letzten Kampf im Prinzip pausenlos damit beschäftigt war in Selbstmitleid zu zerfließen. Das musste enden und auch wenn er mir dabei mehr oder weniger unter die Arme griff – lag es jetzt bei mir. Mein Griff um seinen Schaft wurde entschlossener und ich begann ernsthaft damit zu versuchen ihm anzuheben. Ich war wirklich dumm zu glauben, ich hätte Daiki einen Gefallen getan oder ihn sogar gerettet dabei hatte ich ihn noch nicht mal gefragt ob er diesen Pakt mit mir eingehen wollte. Schlussendlich waren das Ausflüchte damit ich mich besser fühlte… es war ein stummer Hilfeschrei mit der Hoffnung mir selbst zu helfen wenn ich mich den Ayakashi annahm. Ich konzentrierte mich auf die Energie und wie sie durch meinen Körper floss, suchte mir entschlossen festen Stand und fokussierte mich auf den Willen das göttliche Breitschwert anzuheben. Wenigstens ein Mal wollte ich in der Lage sein ihn zu schwingen, zumindest einen Ast der Büche treffen. Dabei bemerkte ich kaum wie es tatsächlich irgendwie leichter wurde. Daiki lag immer noch schwer in meinen Händen aber ich hatte zumindest nicht mehr das Gefühl von ihm zerquetscht zu werden. Vielleicht war es nicht unmöglich ihn zu schwingen. „Du… Daiki?“ Flüsterte ich leise während sich ein sanftes Lächeln über meine Lippen zog. „Danke.“ Und so kam es, dass dieser mürrische Ayakashi – mein neuer Wegbegleiter mich, eine unerfahren Göttin rettete.
    • "Man kommt immer mit der Technik weiter, als mit der Größe. Aber klar, ist er klein, kommt er nicht weit.", antwortete ich grinsend. Immer wieder legte sie es darauf an. Sie redete hier mit einem Mann. Naja egal....
      Ich wartete ab, bis sie reagierte und spürte, wie sie mich ansah. Ich musste zugeben, ich war es nicht gewohnt, dass man mich als Schwert so sehr betrachtete. Castor hatte immer das Kämpfen im Sinn gehabt und hatte auch gar keine Zeit, sich meine Klinge näher anzusehen. Fürs Reinigen war ich selbst zuständig. Und wie schonmal gesagt, konnte ich es auch nicht leiden, wenn man mich anstarrte.
      In der ersten Zeit passierte auch erstmal gar nichts und ich dachte, sie war kurz davor, aufzugeben. Einzusehen, dass sie zu schwach war, um mit mir kämpfen zu können. Doch dann spürte ich eine Art Verbindung zu ihr. Es fühlte sich merkwürdig an. Als ob wir wirklich zusammen gehörten. Ich wurde ein Teil ihrer Seele. Die Verbindung war schwach, aber sie war zu spüren. Zum ersten Mal fühlte es sich nicht selbstverständlich an, dass jemand mit mir kämpfte. Sie hielt kurz inne und flüsterte mir ein leises Danke zu und lächelte. Ich fühlte mich komisch. Noch nie hatte sich jemand bei mir bedankt. Und ich verstand auch nicht, wieso sie es tat. Etwa nur wegen des Trainings? Ich räusperte mich und wollte mich lieber wieder aufs Kämpfen konzentrieren.
      "Stell dir vor, ich bin ein Teil von dir. Niemand anderes kann deine Waffe bewegen. Ich gehöre nur dir. Das was du denkst und dir vorstellst, wird passieren. Du musst es unbedingt wollen. Die Kraft von uns beiden spüren. Und nun nimm das Schwert und schlag zu.", wies ich an und hoffte, dass sie verstand, was ich von ihr wollte. Wenn wir nicht sterben wollten, mussten wir zusammen arbeiten.