About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • About gods and demons (Nimue & Kiba)

      HL / BL Romanze mit @Nimue
      Vorstellung

      X ist ein Gott der Liebe und Freundschaft und wurde daher auch verehrt und angebetet. Er/Sie hat die Aufgabe Dämonen, so genannte Anomalien von den Menschen fernzuhalten. Anomalien klammern sich an ihren Wirt und nähren sich von ihrem Kummer. Sie sind erst ganz klein, werden aber nach und nach größer, bis die Seele ganz verschlungen ist. Um sie von ihrem Leid zu erlösen, bekämpft X sie mit Waffe und Partner.
      Doch eines Tages verliert X ihn durch eine sehr sehr starke Anomalie und X selbst fällt in ein tiefes Loch der Trauer. X hört auf, die Dämonen zu bekämpfen und die Menschen hören auf, an den Gott der Liebe zu glauben. X ist dabei, alles zu verlieren. Doch X will die Ehre zurück und als erstes brauch er/sie einen neuen Partner. Zum Glück Y gerade keinen Herren, denn dieser war ebenfalls bei einem harten Kampf ums Leben gekommen. Doch Y ist stolz, angeberisch und eitel. So leicht lässt er sich nicht von einem dahergelaufenen Gott händeln. Doch musste er einsehen, dass er ohne Herr und Meister nicht überleben könnte. Aber warum in allerwelt ausgerechnet X?
      Und was passiert, wenn aus Rivalität doch Liebe entsteht?

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    • "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt"


      Philomena
      Die Hitze des Tages lag noch immer in der Luft. Dabei waren die Wolken an den strahlend blauen Himmel schon lange einen zarten Rosa gewichen. Schon seit der Mittagsstunde stapfte ich durch ein Riesiges Feld voll mit Wildblumen, Gräsern und allen was sich sonst noch heimisch darin fühlte. Die Gesänge der Grillen und mein leises Summen waren die einzige Unterhaltung gewesen, welche ich heute führen konnte. Hier lebten keine Menschen. Schon lange nicht mehr. Doch... Zumindest war es friedlich. Anomalien gab es hier zur Zeit also nicht. Wobei... gerade konnte ich kaum etwas gegen sie ausrichten. Ja, ich war eine Göttin - wenn auch kein besonders Gute. Ja, ich hatte durchaus aus meine Fehlern gelernt. Ja, ich wollte all die Dinge besser machen ... doch auch wenn ich mich so sehr bemühte ... ohne eine heilige Waffe konnte ich nicht richten. Seufzend wischte ich mir die Schweißperlen von der Stirn ehe mein Blick abermals in den Himmel flog. Ich versuchte die Geschehnisse darin zu deuten als wäre es eine Landkarte. Wehmut kam in mir auf. Die Weiten des Himmel und der sanfte Wind erinnerten mich an Serafin. Bevor mich die Trauer übermannte verpasste ich mir eine schallende Ohrfeige. Ich konnte es mir nicht leisten sentimental zu werden. Bis zum Anbruch der Nacht wollte ich den Wald im Osten erreicht haben. Es klang wie ein verwunschener Wald. Ein Ort in dem es Plätze und Geheimnisse gab die den menschlichen Verstand überschritten. Nur ein Grund weshalb sie sich von ihn fern hielten. Selbst wenn dort niemand wartete... war es gut die Gegend zu kennen. Die Gegend und auch seine Bewohner.
      Irgendwann, vielleicht eine halbe Stunde Fußmarsch später, zeichneten sich die ersten dunkelgrünen Spitzen der Bäume an Horizont ab. Doch... nicht nur das. "Eine.... eine Bergspitze?" - überragte den Wald wie eine Krone. So hoch das er die Wolken fangen oder gar die Sonne für einen Augenblick an ihren letzten Strahlen festhalten konnte. Wohlmöglich gab es dort einen Berggeist. Das könnte auch ein Grund sein, weshalb die Menschen lieber fern bleiben. Je nähr ich den Wald kam, je stiller wurde es um mich herum. Das wirklich merkwürdig. Jeder Normalsterbliche wäre auf den Fuße umgedreht. ABER ich war nicht sterblich. Ich war eine Göttin, wenn auch keine besonders Gute...

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    • Es wurde langsam dunkel und noch immer schlurfte ich durch die Straßen der Stadt. Ohne meinen Meister. Denn der war nicht da. Er würde niemals wiederkommen. Ich musste dringend einen neuen Meister finden. So ein Mist..... es gibt doch niemanden, der mich halten konnte. Wie zum Henker sollte ich dann jemanden finden?
      Zur Zeit war ich bei einem so eine Art Händler, der herrenlose Ayakashis aufnahm und sie vermittelte. Wenn da jemand war, der eine Waffe brauchte, war er die erste Anlaufstelle. Doch dieser war nur in einer Schenke zu finden. Immer am saufen mit den anderen. Mir war das zu blöd. Ich musste raus und frische Luft schnappen. Und so kam es, dann ich durch die Gegend irrte. Dummerweise war mein Orientierungssinn nicht der Beste und so verlief ich mich auch mal. Normal brauchte ich ja nur meinem Meister zu folgen. Doch nun war ich auf mich allein gestellt.
      Ich sah mich um und stellte fest, dass niemand und schon gar kein Gott hier war. Hier war.... nichts. Ich bin, ohne es zu merken, an den Rand der Stadt gelaufen und erblickte nur ein paar Bäume. Ich stöhnte leise und ließ mich ins Gras fallen. Die Glieder ausgestreckt sah ich in den Sternenhimmel hoch und dachte darüber nach, wie es weitergehen könnte. Ob ich auch sterben würde? Hier gab es doch eh niemanden, der stark genug war....
    • Je tiefer mich meine schmerzenden Füße in den Wald trugen, je kühlen wurde es. Nebelschwaden und Schatten kräuselten sich um jeden Zweig, jeden Stängel und Kiesel. Wie bei einen merkwürdigen Ritual mit dem man versuchte mir Angst zu machen. Aber ich hatte in meinen Leben schon zu viel gesehen um mich davon verunsichern zu lassen. Für eine Göttin war ich blutjung, für andere Wesen allerdings mittel- bis steinalt je nach Lebensspanne. Die Sonne drang mitlerweile gar nicht mehr durch das dichte Blätterdach der Bäume. Noch immer war es so ungewöhnlich still. In diesen Wald war auf jeden Fall irgendetwas... Aber ich war ja nicht wegen den Wald gekommen sondern wegen den Schätzen des Berges. Da ich keinen Ayakashi mehr hatte musste ich die Menschen anders schützen, sie anders von mir überzeugen als für sie die Anomalien zu bekämpfen. Wenn ich die verschiedenen Heilpfanzen von dort bekam, könnte ich mit ihnen Medizin herstellen und den Sohn des Bürgermeisters von Corint heilen. Dann wären mir die Menschen dort alle dankbar und meine Anhängerschaft würde wachsen, was bedeutet dass auch meine Kräfte wachsen und dann kann ich mir einen richtig guten Ayakashi suchen. Auch wenn..... seufzend blickte ich auf. "Ach Serafin..." ich konnte noch immer nichts erkennen aber, als der Wind aufkam glaubte ich das er mich gehört hatte. "Gut!" Entschlossen ballte ich meine Hände zu Fäusten. "Dann mal los! Auf zum Berg."
    • Noch immer starrte ich in den Himmel und zählte die Sterne. Nein. Ich zählte sie nicht wirklich. Doch wusste ich sonst nicht, was ich tun sollte. Ich konnte nirgends hin und hatte kein Zuhause. Klar könnte ich auch einfach bei diesem Typen schlafen. Doch war mir das alles zu blöd und eigentlich nervten mich auch alle. Ich brummte leise und gab es auf, überhaupt irgendwas im Himmel zu erkennen. Ich schloss die Augen, in der Hoffnung, etwas Schlaf zu bekommen. Wenn was kommen sollte, würde ich mich schon irgendwie wehren. Schließlich war ich ne Waffe. Auch wenn ich jemanden brauchte, der mich führte. Ich war trotzdem nicht schwach. Obwohl ich nicht glaubte, dass hier Anomalien herum schwirrten. Sie waren eher in der Stadt. Da wo Menschen waren. Ich konnte sie sehen. Wie sie an ihrem Wirt klebten und ihnen die Energie aussaugten. Manche noch ganz klein, andere schon viel größer. Doch was interessierte mich das? War nicht mein Problem.
      Ich kreuzte meine Hände unter meinen Kopf und schlief dann doch tatsächlich ein. Wer weiß, vielleicht wachte ich dann doch nicht mehr auf. Dann war das Elend endlich vorbei.
    • Wie klein ich mir doch vorkam als ich vor den nahezu majestätischen Berg stand. Klein und unbedeutend. Dabei konnte ich auf diese Gedanken gerade keinen Deut geben. Beherzt lief ich um den steinernen Riesen herum. Vorsichtig sprang ich mit Sack und Pack von Abhang zu Abhang und schaute wo eine gute Stelle zum erklimmen des Berges war. Ich brauchte so etwas wie Schlingpflanzen zum hochziehen oder stabile Felsvorsprünge. Erst wenn ich mir eine ganz solide aussehende Route angekundschaftet hatte könnte ich so richtig los legen. Vor einigen Monaten wäre ich sicher drauf los gestürmt... aber jetzt... "Ich mach das hier ... auch für dich. Für uns." Flüsterte ich leise während sich meine Hände eine kantige Stelle zum festklammern suchten und ich meinen Fuß auf den ersten groben Vorsprung stellte. Nur um mich im nächsten Moment hoch zu ziehen. Der Weg war beschwerlicher als ich dachte ... oder... vielleicht hatte ich auch einfach weniger Ausdauer als ich dachte. Je höher ich kam desto dünner wurde die Luft, je mehr schwand meine Kraft und wuchs die Erschöpfung. Allerdings fand ich auch die magischen Plfanzen und Kräuter die ich gesucht hatte. Jedes Mal wenn ich eines davon pflückte grollte und schwankte der ganze Berg. "Wow, das Etwas legt sich ja richtig ins Zeug." Irgendwann nach den siebten Kraut rüttelte der Berg sich so stark, das ich abrutschte und einen halben Meter in die Tiefe stürzte bis ich mich wieder halten konnte. "Ahhh... verdammt." Zarte Rinnen von Blut floss über meine Glieder, offensichtlich hatte mir diese bescheuerte Rutschpartie einige Kratzer und Schürfwunden eingebracht. Ein paar blaue Flecken gab es bald wohl kostenlos dazu. Da hatte ich wohl zu viel gewollt. Oder ich hatte die Dinge einmal mehr zu doll herausgefordert.

      Wimmernd und mit aller Kraft versuchte ich mich nach oben zu ziehen. Doch gerade als ich wieder auf die Füße gekommen war, bebte der Boden wieder. Genauer gesagt taten sich die Felsen unter mir auf und ich fiel tief, sehr sehr tief, in den Berg hinen. "Aua!" Unglaublich unsanft landete ich auf harten Untergrund. Ich zitterte als ich versuchte mich aufzurichten. Unsicher und auch etwas besorgt suchte ich meinen Körper nach schlimmeren Verletzungen ab. Ich war noch nicht ganz damit fertig als eine tiefe Stimme durch das Berginnere hallte. "WER WAGT ES?!" Verwundert zog ich eine Augenbraue nach oben und sah mich um. "Wer wagt was?" Wieder ließ ein Grollen die Wände wackeln. "Das war jetzt einmal zu viel. Damit schüchtert man mich nicht mehr ein!" Kaum hatte ich zu Ende geschrien da zeichnete sich neben mir ein riesiger schwarzer Schatten ab. "WIE KANN SO EIN KLEINER WICHT WIE DU ES WAGEN IN MEIN REICH EINZUDRINGEN?!" Bitte was? Wie wurde ich gerade....?! "Wow, ganz langsam! Wegen dir bin ich doch erst hier runter gefallen." Wütend stämmte ich die Hände in die Seite. "Weißt du eigentlich was mir da hätte passieren können?" Ein merkwürdiges Brummen war die einzige Antwort die ich bekam. "Pff." Schnaubte ich empört. Eine Sterbliche wäre jetzt hinüber gewesen. "Ich will hier auch gar nicht sein." Sobald ich den Ausgang fand würde ich wieder gehen so viel stand fest. "Ich brauchte nur die Kräuter und Heilpflanzen um die Meschen in Client zu heilen." Ich wunk ab als ich mich herum drehte und ... wo auch immer hin gehen wollte. "DAS WIRST DU NICHT!!" Ich blickte irritiert zu den Schatten. "Natürlich werde ich das. Wer soll mich aufhalten? Du bist nur ein schwarzer Schatten der laut brüllen kann." Ich war mir zudem ziemlich sicher, dass der Besitzer des Schattens gar nicht so groß wahr. Wahrscheinlich stand er nur vor einer Lichtquelle und zwar so das sein Schatten sich riesig auf dr Wand abzeichnete. "Unverschämtheit! Ich bin mehr als das!!!" Oh, dieses Mal brüllte die Stimme weder so tief noch so laut und sie hallte auch nicht von den Wänden wieder. Der Schatten neben mir verschwand, gleich darauf waren eilige Schritte zu hören.

      Ich staunte nicht schlecht. "Was bist du denn?" Vor mir stand ein Gnom der mir gerade einmal bis zur Hüfte ragte. Dabei war ich der Situation geschuldet recht zierlich und klein. Seine langen und spitzen Ohren lugten unter krausen Locken hervor. Seine Kleidung war teilweise zu lang, teilweise zu kein und schien nur durch bunte Flicken zusammengehalten zu werden. Irgendein siebter Sinn sagte mir, dass dieses Männchen uralt war obwohl er gar nicht so recht danach aussah. Sein Mund war zu einen merkwürdigen Lächeln verzogen was nichts Gutes verheißen konnte. "Die hab ich verzaubert weil die Tochter des Stadtvorstehers mich nicht heiraten wollte." Sein verschmitztes gar schadenfrohes Lächeln kam dem einer Hexe gleich. "Hm?! Du warst das?!" Seine großen runden Augen blitzen, was mich zurück weichen ließ. Er nickte. "Mhm-mhm. Und jetzt...." Eine längliche schwarze Zuge strich über seine viel zu aufgesprungenen Lippen. "Wirst du mich heiraten!" WAS?!
      Ich hatte mich wohl verhört!!! "Kommt nicht in Frage!!" Panisch suchte meine Hand nach etwas, mit dem ich diesen Kobold oder was er war eine über die Rübe ziehen konnte. "Wieso nicht, du bist ganz ansehlich und hast überlebt. DU WIRST meine neue FRAU." Ich schüttelte mit den Kopf. "Nein. Ganz bestimmt nicht!"
    • Gemütlich lag ich im Gras und war völlig weggedriftet. Ich genoss es, meine Ruhe zu haben und fühlte mich völlig schwerelos und frei. Alles fühlte sich so leicht an. Nichts zog einen runter. Keiner machte einem Ärger. Alles war still. Die Zeit stand still. Und trotzdem spürte ich den Wind in meinen Haaren. War ich tot? Fühlte es sich so an, wenn man gestorben war? Wars das jetzt mit mir? Mit Daiki, der unerschrockene Kämpfer? Wollte ich nicht überleben? Weiter kämpfen und das tun, was ich am Besten konnte? Doch wenn ich es mir so Recht überlegte, gefiel es mir so, wie es grad war. Ich hatte keine Sorgen mehr, war federleicht und mir ging es einfach gut. Ja, ich blieb einfach hier, genoss es und - RUMMMS!!!!
      Ich riss meine Augen auf und kam wieder auf den Boden der Tatsachen. Meinen Oberkörper aufgerichtet, saß ich im Gras vor dem Wald und musste feststellen, dass ich wieder in der Realität angekommen war. Ich hielt mir mit meiner rechten Hand meinen Kopf, an dem sich ein dumpfer Schmerz ausbreitete und rieb die Stelle, die am meisten weh tat.
      "Was zum-", fragte ich murmelnd, als ich die Ursache meines pochenden Kopfes erfasste. Ein Mädchen mit rosanem Haar saß da vor mir im Gras und rieb sich selbst ihre schmerzende Stelle am Bein. War sie....eine Göttin? Ich blinzelte kurz, ehe ich sie grimmig ansah.
      "Kannst du nicht aufpassen? Hier ist jede Menge Platz um mich herrum, warum musst du ausgerechnet meinen Kopf zertrampeln? Trampeltier. Verschwinde hier.", schimpfte ich und legte mich wieder hin. Ich war also nicht tot. Trotzdem vermisste ich meinen Traum. Stattdessen plagten mich nun Kopfschmerzen und die Schwerelosigkeit war nun auch vorbei. Sowas bescheuertes. Sie soll bloß schnell wieder verschwinden. Es gibt eh keinen, der mich führen kann. So ein kleiner Zwerg schon gar nicht. Also entweder wen anders finden oder doch sterben.
    • Warum passierte so etwas immer nur mir? Dabei war ich doch längst viel vorsichtiger und bedacht geworden! Das war mir alles viel zu viel. So schnell ich konnte nahm ich meine Beine in die Hand und stürmte ziemlich kopflos durch die Gänge des Berges. Dabei war ich bemüht Hacken und Umwege einzuschlagen um dieses Gestalt abzuhängen. Heiraten war das letzte was ich gerade wollte. Irgendwann fand ich den richtigen Weg. Am Ende eines Ganges zeichnete sich rettendes Tageslicht ab. Doch ich hielt nicht an. Hastig sprang ich über Stock und Stein durch den Wald. Immer darauf bedacht, dieses Wesen abzuhängen. Es gab Kreaturen die an Orte gebunden waren, doch ich konnte nicht darauf hoffen, dass dies auch bei den Gnom der Fall war. Während ich floh blendete ich alles aus und so kam es das ich äußerst unsanft auf den Boden landete. "Aua..." Murmelte ich, zog mein Bein heran und rieb mir übers Knie. Nicht schon wieder. Bevor ich richtig realisieren konnte was passiert war wurde ich auch schon angemotzt. Verwirrt und etwas genervt blickte ich zu den Besitzer der aufgebrachten Stimme. So ein Idiot! Ich war mir keiner Schuld bewusst. "Verschwinde du doch. Woher soll ich wissen, dass so ein obdachloser Lulatsch wie du hier schläft?" Genervt verdrehte ich die Augen und ließ schnaubend meine Haare von meiner Schulter über einen Rücken fallen. "Fein, das nächste Mal werde ich achtsamer vor einen verrückten Kobold flüchten." Apropos Kobold! Schnell blickte ich mich um. Er schien nirgends zu sehen zu sein doch irgendwas stimmte hier nicht. Irgendwas an der Atmosphäre hatte sich verändert. Das war gar nicht gut.
    • Ich knurrte und richtete mich wieder auf, um sie böse anzusehen. Wie war das? Lulatsch? Na warte, der würde ich es zeigen.
      "Hör mal zu, du dumme Gans. Ich schlafe, wo ich schlafen will und hier ist mehr Platz, um mich herrum als dir lieb ist. Dann lauf gefälligst-", ich stoppte. Was? Verrückter Kobold? Von was redete sie denn da?
      "Was denn für ein Kobold?", fragte ich und hörte, wie etwas von hinten angeraschelt kam. Rannte sie vor dem weg?
      Ich stand auf und packte meine Hände in die Hosentaschen, als tatsächlich so ein kleiner Wicht brüllend auf uns zugerast kam. Mir platzte der Kragen. Wütend trat ich den Zwerg zur Seite, bevor der überhaupt richtig bei uns ankam. Schmerzerfüllt zeterte er rum.
      "Du blöder Wicht. Es reicht schon, wenn hier eine meinen Schlaf stört. Jetzt komm du mir nicht auch noch an. Verpiss dich wieder und lass mich zufrieden. Sonst mach ich aus dir Koboldschnitzel, ist das klar?!", brüllte dich kochend vor Wut. Noch einmal zeterte er, ehe er dann wirklich verschwand. Niemand legte sich mit einem Ayakashi an. Er sollte es auch gar nicht wagen. Ich konnte nicht garantieren, ob ich weiterhin so lieb war.
      Das Mädchen ignorierend verließ ich die Stelle grummelnd und suchte mir was anderes.
      "Nicht mal in Ruhe sterben konnte man hier.", murmelte ich und kratzte mich am Kopf. Wo sollte ich denn jetzt hin? Das Mädel hatte recht. Ich war obdachlos. Und niemand würde auf die Schnelle ein neues Schwert brauchen. Zumindest niemand Starkes. So ein Mist....
    • Na großartig! Der obdachlose Lulatsch hatte auch noch gewaltige Aggressionsprobleme. Warum geriet ich immer an solche Charaktere? Mir fiel auf Anhieb auch nichts ein, was ich getan hatte was solche Pleiten rechtfertigen würde. Ich holte tief Luft und wollte gerade zurück schreien als der zu großgeratene Rüpel auf den Kobold zu sprechen kam. Verwundert darüber, dass er ihn noch immer nicht bemerkt hatte zog ich meine Augenbrauen in die Höhe. "N-na der da." Ich hatte gerade auf ihn gedeutet da bekam er auch schon seine Abrechnung. "Wow... da hat sich wohl einiges bei dir angestaut." Murmelte ich mehr zu mir selbst während ich mich aufrichtete und den Staub von meinen Kleidern klopfte. "Sterben? Warum willst du denn bitte sterben?" Ich weiß, ich hätte es bleiben lassen sollen. Ich weiß es hätte mir einigen Ärger ersprart... aber... ich konnte nicht zulassen das jemand sein Leben einfach so weg warf. Vor einigen Monaten war ich selbst kurz davor... aber dann wäre Serafins Opf- ...Geschenk ja völlig sinnlos gewesen. Das konnte ich einfach nicht zulassen. "Ich hab keine Ahnung was dein Problem ist, aber Sterben ist sicher nicht die richtige Lösung." Naja... manche Probleme blieben bestehen wenn man sie nicht zu Ende dachte, bei seinen Temprament hatte er sicher nicht richtig drüber nachgdacht.
    • Huh? Rannte mir die Tante echt hinterher? Innerlich verdrehte ich die Augen, ehe ich dann doch stehen blieb und kurz überlegte, ob ich dem Zwerg irgendwas verraten sollte. Eigentlich ging sie das ja nichts an. Und ich wollte mich mit der auch nicht anfreunden. Doch konnte ich mir vorstellen, dass sie keine Ruhe gab, wenn ich nichts sagte. Sie schien so ein Typ zu sein, der nicht aufgab.
      "Weil der obdachlose Lulatsch, wie du ihn nennst, keine Meister hat. Ohne Meister lebt ein Ayakashi nicht lange. Ob du es glaubst oder nicht, in dem Fall wäre der Tod schon die einfachere Lösung. Ich hab kein Bock mehr, bei diesem alten besoffenen Händler rumzulungern und darauf zu warten, dass wer mein Meister wird. Mich kann eh keiner halten. Also lass mich in Ruhe und verschwinde. Hast du verstanden?", antwortete ich mürrisch und ging weiter meines Weges. Vielleicht ging sie von sich aus, wenn ich sie einfach ignorierte.
    • Mit seinen langen Beinen hatte der Typ aber einen ganz schönen Schritt drauf! Doch das war in Ordnung, ich konnte auch einfach neben ihn her eilen. Eine Weile könnte ich das sehr wohl aushalten. Es dauerte etwas ehe auch diesen großen Grobian klar wurde, dass ich so schnell nicht nachgab. "Nun sag schoooon." Säuselte ich ungeduldig und vielleicht auch einen Ticken zu neugierig. Doch auf das was dann kam war ich patu nicht vorbereitet. Ein Ayakashi... dieser Typ war... ein Ayakashi... "Dann bist du bestimmt ein Schwert, was? Schwertern wird Impulsivität und Temperament ja nachgesagt. Aber Junge - du hast ein Aggressionsproblem." Pfiff ich ins Grüne. "Jetzt wart' doch mal!" So schnell ich konnte machte ich einen Satz vor den Großgewachsenen. "Was besseres als den Tod findest du alle Mal und überall." Natürlich könnte ich mich auch als neue Meisterin anbieten aber... er war so anders als Serafin. Noch dazu würde es bedeuten das ich für all den Mist den er anstellte verantwortlich wäre. "Du bist jetzt frei, genieß es doch so lange du kannst." Allerdings konnte ich ihn verstehen. Nachdem mich Serafin gerettet hatte, machte für mich auch nichts mehr Sinn. Ich wollte einfach nur vergehen. Still und heimlich. "Zu diesen Kerl würde ich aber auch nicht gehen. Besoffen oder nicht das ist unter meinen Niveau. Außerdem zieht er alle nur ab. Egal ob Gott oder Ayakashi. Der Einzige der von den Deals profitiert ist er selbst." Ich atmete tief durch. "Komm doch mit mir wenn du keinen besseren Plan hast. Ich glaube die Menschen in Client werden dir für die Abreibung dieses lüsternen Kobolds sehr dankbar sein." Ich streckte lächelnd die Hand nach ihn aus. "Also, was sagst du?"
    • Ich hob eine Augenbraue, als sich der Zwerg vor mich stellte und meinte, mich so aufhalten zu können. Ok, für den ersten Moment hatte sie es auch geschafft. Aber wie klein war sie bitte? Gefühlt war sie doch bestimmt einen halben Meter kleiner als ich.
      Als sie mich dann auch noch aufmuntern wollte, lachte ich sarkastisch. Sofort setzte ich wieder meine Miene auf und beugte mich zu ihr runter, damit sie auch ja jedes Wort verstand, was ich von mir gab. Meine Hände waren lässig in meinen Hosentaschen vergraben.
      "Hör mal zu, du Zwerg. Falls du es noch nicht mitbekommen hast, kann ein Ayakashi nur mit Meister überleben. Für den Anfang mag es noch okay sein, aber irgendwann beginne ich mich aufzulösen. Also erzähl mir nichts von Freiheit und genießen. Ich bin verflucht und dazu verdammt, irgendjemanden zu dienen. Dabei kannst du mir aber auch nicht helfen. Du wirst mich eh nicht führen können. Ich bin kein kleines Messer oder so. Du bist viel zu schwach. Nur mal so am Rande, mein Meister war Castor. Wenn du ihn kennst, weißt du, wer mich eher führen könnte. Aber finde mal wen von seiner Statur. Also lass mich zufrieden und geh deines Weges. Es hat keinen Zweck, mir hinterher zu laufen.", antwortete ich und richtete mich wieder auf, nur um an ihr vorbei zu laufen und von hier zu verschwinden. Ich hoffte, dass sie mir nicht nachlief und einen anderen Weg ging. Sie schien auch keinen Ayakashi zu haben. Ach, vielleicht brauchte sie auch keinen. War mir eigentlich auch egal.
    • Ohhh.... dieser- Eigentlich wäre es angebracht gewesen tief durch zu atmen und meine innere Mitte zu finden, bevor es weiter ging. Doch bei mir reichte es nur gerade so für einen tiefen sowie sehr genervten Seufzer und ein passiv-agressives Verdrehen meiner Augen. Wie konnte dieser Kerl sich und seine ach so dramatische Lage so wichtig nehmen und mich wie ein kleines spinnendes Kind behandeln?! Ich hasste es noch immer wenn ich nicht ernst genommen wurde. Mir war bewusst, dass nicht jedes Gegenüber Hilfe annehmen konnte. Doch bedeutet das wirklich das ich einfach nichts tun sollte wenn ich sah das jemand Hilfe brauchte? Dieser zu groß geratene Ayakashi war drauf und dran sich mit seinen falschen Stolz ins Grab zu bringen. So viel stand fest. Ich könnte einfach kopfschüttelnd weiter gehen, einen anderen Weg einschlagen, mich noch etwas über ihn ärgern und ihn dann vergessen ... wie der Rest der Welt wenn er sich still und heimlich auflöste...Vor ein paar Monaten hatte ich auch den Irrglauben erlegen das es so besser wäre. Schlimmer noch - das ich es verdient hatte. Doch jetzt, heute, in diesem Moment - wusste ich es besser. Und deshalb konnte ich eben nicht einfach kopfschüttelnd einen anderen Weg einschlagen. Das war der Moment in dem ich eine Entscheidung traf die mir viel, wirklich sehr viel, Ärger einbringen würde ... die ich aber... tatsächlich niemals betreuen würde.

      Ich hatte nur eine einzige Chance. Zunächst blieb ich ruhig atmend an Ort und Stelle stehen. Den Abstand der zwischen uns entstand musste ich dabei wohl oder übel zu lassen. Wohlmöglich war er auch gar nicht so schlecht damit sich der Lulatsch in Sicherheit wiegen konnte. Während ich mir in meinen hübschen Kopf meine Idee zurecht legte, machte ich ein paar Schritte in seine Richtung. Blieb danach jedoch auch wieder stehen damit es nicht den Anschein machte ich hätte die Intention ihm zu folgen. Stattdessen beugte ich mich zu den Gräsern herunter. Zum einen brauchte ich sie für das Heilmittel und zum anderen war es ein guter Grund zur Vertuschung. Wieder wagte ich es ein paar Schritte zu gehen, dieses mal sogar ein wenig mehr. Als ich zum Stehen kam, fiel mir ein abgebrochener Ast ins Augen. Mit ihn kam mir eine Idee, wenn auch eine ziemlich dumme Idee. Sei es drum, es war eine Idee - auf eine bessere konnte ich nicht hoffen sonst war der Lulatsch fort. Als griff ich den Ast, bat in Gedanken darum dass er nicht morsch war, lief eilig los, nahm so viel Geschwindigkeit auf wie ich konnte, stieß mich mit den Ast so kräftig ich es vermochte vom Boden ab und .... taumelte zunächst etwas durch die Luft. Gut, zugegeben die Flugbahn war etwas schief ABER ... diese dumme Idee hatte tatsächlich funktioniert. Ich realisierte schnell das ich gerade so an den breiten Schulter des Lulatschs hing. Jetzt wo ich den Überraschungsmoment auf meiner Seite hatte musste ich mich um so mehr beeilen. Also zog ich mich zunächst an seinen Schultern hoch, schlang meinen Beine um seinen Oberkörper und meine Arme um seinen Hals, nur um nicht abgeschüttelt zu werden. Ich war nicht gerade wählerisch, sobald ich in den Gemenge nur ein Fünkchen Haut zu fassen bekam musste ich diesen blöden Spruch aufsagen.

      In Chaos gefunden,
      Auf lang' Zeit gebunden.
      Im Guten und Schlechten zu Zweit,
      für eine halbe Ewigkeit.

      Zum Schützen geboren,
      verdammt und verschworen.
      Teilen dies' Los von nun an zu Zweit,
      für eine halbe Ewigkeit.

      Der Wind kam auf. Zunächst recht träge schlängelte er sich um ums herum. Als er an Geschwindigkeit gewann zog er sich immer enger um uns herum, wirbelte den Staub und einige Blüten um uns herum auf. Man könnte meinen bei ein so einen Ritual ginge es magischer zu aber, da es nur ein vorläufiger Vertrag war, viel das ganze Programm recht unspektakulär aus. Unterbrochen wurde dieses merkwürdige Schauspiel nur von den hellen Schein, der sich an der Stelle bildete wo meine Hand seine bloße Haut berührt hatte. Aus den strahlenden Licht formte sich ein Zeichen - mein Zeichen. Es waren ein blaue und eine rot Flamme die aus einen Punkt entsprangen und so ein flammendes Herz formten. "Hah! Jetzt...-" begann ich triumphierend "-jetzt stirbst du nicht mehr." freudig ließ ich von den Ayakashi ab. Zufrieden klopfte ich meine Kleider ab und richtete was bei der kleinen Rangellei verrutscht war. Erst dann blickte ich überlegen grinsend auf das Mal an seinen Hals. "Sieht gut aus. Ist auf jeden Fall besser als ein Knutschfleck."
    • Ich sah zu, dass ich von hier weg kam, drehte mich aber vorsichtshalber nochmal um, um sicher zu gehen, dass sie mir wirklich nicht hinterherkam. Sie pflückte etwas im Gras. Skeptisch sah hob ich nochmals meine Augenbraue.
      "Hör auf mir zu folgen.", murrte ich. Jetzt beeilte ich mich noch mehr, weg zu kommen. Ich kratzte mich grade am Kopf, als sich etwas von hinten an mich schmiss.
      "Uff.", kam nur aus meiner Kehle hervor und ich verlor fast das Gleichgewicht.
      "Was zum- ?!", ich taumelte und kam gerade so wieder zum Stehen. Ich spürte einen Körper an mir hängen, als ich mich um sah und den Zwerg ins Gesicht sah.
      "Ich hab doch gesagt, du sollst verschwinden.", fing ich an zu meckern, als sie anfing, einen Spruch aufzusagen. Der Wind wehte um uns herrum und ich wusste, was passieren würde. Oh nein! Nicht doch!! Doch es war zu spät. Ich spürte ein Brennen an meinem Hals und ich schrie kurz schmerzhaft auf. Nach kurzer Zeit war auch schon wieder alles vorbei und auch an meinem Rücken wurde es leichter. Ich fasste mir kurz an den Hals, um an meiner Hand zu sehen, ob da irgendwas hinterlassen war, was natürlich nicht ging und sah sie wütend an. Es war nichts an meiner Hand. Was da nun an meinem Hals war, konnte ich auch nicht sehen.
      "Hast du sie noch alle?!! Ich sagte doch gerade, dass du mich eh nicht führen kannst. Was bildest du dir eigentlich ein, mir das Teil auf meinen Hals zu brennen?", ich war stinksauer.
      "Knutschfleck? Was zum Teufel für ein Mal hast du da drauf gemacht?"
    • Mir war durchaus bewusst, das er sich in diesem Moment nicht darüber freuen konnte. Mit Dankbarkeit, das ich ihn mit diesen vorläufigen Pakt das Leben rettete war nicht zu rechnen. Dennoch war es kein Grund sich so aufzuspielen. "Jetzt komm mal runter. Ehrlich, erst mal solltest du tief durchatmen." Vielleicht sollten wir beide tief durchatmen. Ab jetzt war ich nicht nur für mich sondern auch für diesen Ayakashi verantwortlich. Doch ich hätte ihn niemals einfach so sterben lassen können. "Ich hab dir gerade geholfen. Du kannst jetzt weiterleben. Gern geschehen." Für den Augenblick musste ich den Lulatsch wohl wüten lassen... Nachdem sich auch das letzte Lüftchen gelegt hatte, sah ich mich um. Noch war es Nacht, anscheinend würde es jedoch bald dämmern. Mitten auf dieser Wiese hatte ich heute schon einmal gestanden. Also musste ich weiter nach Westen wenn ich nach Client wollte. "Ich habe nie gesagt, das ich dich führen will." Seit..... dem ... hatte ich bisher jeden Kampf gegen die Anomalien vermieden. Nicht nur weil mir der Partner fehlte... ich war schlichtweg nicht im Stande dazu zu kämpfen. Mit einen anderen Ayakashi als Serafin... der Gedanke ließ mich stürmisch mit den Kopf schütteln. Dieses Gedanken wollte ich niemals haben. "Jedenfalls hätte ich eine andere Stelle auch bevorzugt. Aber es war die erste Möglichkeit, viele Chancen dazu hättest du mir sicher nicht gegeben also.... ist das jetzt so. Müssen wir Beide mit leben." Darauf hin drehte ich mich herum. "Sooo und jetzt geht es nach Westen bitte. Ich muss mir meinen Lohn für diese kleine Klettertour mit lüsternen Knilch abholen." Aus Langeweile oder bloßer Barmherzigkeit hatte ich mir das nicht angetan! "Na komm schon, dich werden sie auch wie einen Helden feiern nachdem du Zehn-Meter-Treten mit den blöden Kobold gespielt hast."
    • Als sie schlussendlich das Machtwort sprach, hielt ich überrascht inne. Verblüfft, dass sie scheinbar auch härter sein konnte, hielt ich die Klappe. Es schafften wenige, dass ich nicht wusste, was ich dazu sagen sollte. Doch der Moment war schnell wieder vorbei, als sie mir nochmal auf die Nase band, weiter leben zu dürfen. Murrend und verlegen sah ich zur Seite und kratzte mich am Kopf.
      "Ich hab dich nicht drum gebeten.", murmelte ich leise. Sie sah sich um, um wohl eine Richtung bestimmen zu können und ich verschränkte die Arme hinter den Kopf. Ich schloss die Augen. Ich musste wohl einsehen, dass ich jetzt bei ihr blieb. So eine Scheiße. Der Gedanke, jemandes zu erwischen, der Stärker war, war dahin. So leicht war das nicht. Klar war ich stark, aber ich konnte auch nichts machen, wenn mein Meister schwach war....
      "Huh? Du willst mich gar nicht führen? Wozu bin ich denn dann hier? Ich bin kein dämlicher Köter, der hinter dir her rennt und nach Keksen bettelt.", schimpfte ich. Was bildete sie sich denn da überhaupt ein?", die Falte an meiner Stirn wurde wieder tiefer und meine Augen kleiner. Pff. Ich glaubte das einfach nicht.
      Noch einmal fasste ich mir an den Hals und folgte ihr dann. Mir blieb ja nichts anderes übrig. Sie war nun mein Meister. Ich musste also folgen. Ob es mir passte oder nicht. Vorallem verstand ich nicht, warum sie denn nicht kämpfte. Davon abgesehen, dass sie mich eh nicht halten konnte. Ich war da um zu kämpfen. Jetzt latschte ich dämlich durch die Weltgeschichte rum.
      Den Kobold hatte ich tatsächlich schon längst wieder vergessen. Ich war zwar stolz und verlor niemals. Aber ich war auch niemand, der gerne als Held dargestellt wurde. Ich war eben nur eine Waffe. Und je stärker der Meister desto stärker war eben auch die Waffe. Nur der Zwerg da sah nicht stark aus.
      "Hey Zwerg. Was soll das denn für ne Belohnung sein?"
    • Hmmm... Vielleicht revidierte ich meine Meinung nochmal. So kleinlaut und in sich rein grummelnd konnte der Lulatsch ganz angenehm sein. Hihi, das war beinah als ganz niedlich zu bezeichnen. Amüsiert grinsend tänzelte ich leicht durch die Gräser und Blumen der Wiese, immer in Richtung der besagten Stadt. Wer weiß, vielleicht knackte ich seine harte Schale ja noch. So schnell wie meine Zuversicht erwacht war verflog sie jedoch auch gleich wieder. "Herje... wie viel willst du denn noch meckern? Damit raubst du dir nur unnötig Energie." Dabei konnte er diese sicherlich viel zielführender einsetzen. "Also..." begann ich mit bewusster Betonung als ich mich auf meinen Fuße herum drehte, nur um auf seinen Bauchnabel zu starren. Naja zumindest vemutete ich in der Höhe seinen Bauchnabel. Wenn ich ihm in die Augen blicken wollte, musste ich wohl oder übel den Kopf in meinen Nacken legen. "Du bist hier, du bist am Leben. So ist das nun mal. Ich lasse jedenfalls nicht zu, dass du dein Leben einfach so weg wirfst." Das würde ich nach Serafins Opfer bei keinen anderen Wesen einfach so zulassen. "Ob du es glaubst oder nicht, Götter haben auch noch andere Pflichten als zu kämpfen. Gerade sammel ich die Dankbarkeit der Menschen damit meine Kräfte wachsen." Wobei es da auch Götter gab die wirklich nur für den Kampf zu exsitieren schienen. Sein voriger Meister vielleicht auch... Ich aber nicht. Ich schnaubte etwas ungehalten eh ich mir ein Stück eines Oberteils schnappt und es ruckartig nach unten zog. Ich war hier immerhin die Meisterin. Also musste er zu mir runter und nicht ich zu ihm auf schauen. "Den Vergleich mit den Köter hast du angebracht." Wieß ich seinen Vorwurf gleich von mir. "Für mich bist du das, was in Ayakashi für eine Göttin ist. Ein Wegefährte. Punkt. Nicht mehr, nicht weniger." Mit diesen Worten ließ ich von seinen Oberteil ab. "Und deshalb fangen wir mal mit unseren Namen an." So lustig wie es auch war ihn Lulatsch zu nennen... es war deutlich das Beste sich einander vor zu stellen. "Ich heiß Philomena." Verkündete ich lächelnd und strecke meine Hand so weit ich konnte zu ihm nach oben. "Und du?"
    • Abrupt blieb sie stehen und drehte sich abermals um, um zu mir zu sehen. Ich war immer wieder erstaunt, wie klein sie war. Ich verstand einfach nicht, was sie dazu gebracht hat, mir helfen zu müssen. Wenn sie doch eh genervt von mir war, hätte sie mich doch einfach zurück lassen können.
      "Hmpf. Es hätte niemanden gestört. Ich war eh allein. Und ich bin nun mal da um zu kämpfen. Was soll man denn sonst mit einem Schwert anfangen? Ich bin eine Waffe. Und mit dieser kämpft man eben, anstatt deine Liebeleien einzusammeln.", erklärte ich. Ich konnte es einfach nicht glauben. Klar, war ich irgendwo ein Weggefährte. Aber ich hatte Kampflust. Ich wollte gebraucht werden als das, wozu ich da war. Stattdessen sammeln wir irgendeinen Kitsch ein, während die Anomalien um uns wüteteten. Ich wollte eigentlich auch weiter gehen, doch plötzlich spürte ich nur eine Hand an meinem Kragen, die mich runterzog. Normalerweise konnte ich dem ja standhalten. Doch mit dem Überraschungseffekt kam meinerseits überhaupt kein Abwehrverhalten. Völlig verdutzt sah ich sie an, wie sie mich ankeifte.
      "Jetzt gerade ist es doch so, dass ich dir nur hinterherlatsche. Ich wüsste nicht, wie ich dir helfen sollte, wenn du nicht kämpfen willst.", antwortete ich. Ich stellte mich wieder aufrecht hin. Ich war mir nicht sicher, ob es sich lohnte, uns gegenseitig vorzustellen. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass wir uns trotzdem nur beleidigen.
      Anstatt ihre Hand zu nehmen, steckte ich erneut beide Hände in die Hosentaschen. Ich war einfach nicht gut darin, mich vorzustellen und mich zu versöhnen. Und ich war mir auch nicht sicher, ob es klappte mit uns.
      "Daiki. Man nannte mich immer Daiki.", antwortete ich.
    • Ich seufzte tief während ich meinen Hand wieder sinken ließ. Guuut, dann eben kein Händedruck. "Kommt Zeit, kommt Rat." entgegenete ich ruhig. Noch einmal sah ich mich prüfend um. Mit den ganzen Gehampel und magischen Gewirbel war es wirklich leicht die Orientierung zu verlieren. Ein Glück waren die Sterne noch immer an Ort und Stelle, perfekt um sich an ihnen zu orientieren. "Wir kommen schon mit einander aus ...irgendwie... müssen wir ja." Für einen kurzen Augenblick sah ich zurück. In einen Punkt hatte er wirklich recht... "Wir können auch nebeneinander gehen. Ob du es glaubst oder nicht, ich kann sogar mit dir Schritt halten." Wobei einer seiner Schritte bestimmt zwei oder drei von meinen war. Es war wirklich verdammt ungewohnt auf einmal nicht mehr allein zu sein, mehr noch - auf einmal einen Ayakashi zu haben. Noch dazu so einen amüsanten und brummigen Großkotz. Auch wenn es nur ein vorläufiges Band war fühlte sich die Verbindung zu Daiki ganz anders an. Ob es an den anderen Waffentyp lag? "Wir könnten jetzt eh nicht kämpfen. Dafür kennen und vertrauen wir uns einfach nicht gut genug." Schon seit meiner Geburt war Serafin für mich bestimmt gewesen, er war mit mir aufgewachsen. Wir kannten uns in und auswendig. Aber Daiki.... von ihn kannte ich nichts außer seinen Namen sowie seinen Waffentyp. Ich hatte eine ganze Weile bedächtig geschwiegen. Als sich die ersten Spitzen der Häuserdächer von Client abzeihneten, hielt ich die Stille nicht mehr aus. "Ich bin... ich war mal die Göttin der Liebe und der Freundschaft. Ich würde diesen Titel nur zugern wieder gerecht sein. Für jemand ganz Besonderen, für die Menschen und auch für mich. Deshalb reis ich zur Zeit als Phila, eine pilgernde Priesterin durch die Lande und sammel die Dankbarkeit der Menschen." Ich blieb kurz stehen und piekte den großen Ayakashi leicht in die Seite. "Jetzt bist du dran. Sag noch etwas über dich. Irgendwas außer Kämpfen muss es doch noch in einen Leben geben."
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