Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Oscar Bell & Dax
      Larry & Évrard

      Der gesamte Sushi-Laden schien für einen Moment in einer absurden, surrealen Blase gefangen zu sein. Während die Luft von drohender Gewalt und dem Gestank von rohem Fisch und Schweiß schwanger war, plapperte der Blonde munter drauf los, als befände er sich auf einer Teeparty.
      "Beni und Dax sind jedoch krank geworden und ich -Bosco- bin für ihn eingesprungen...und das Kerlchen da ist Dean."
      Larry stieß ein verächtliches, tiefes Seufzen aus und massierte sich genervt die Schläfe. Bosco? Dean?
      Glaubte dieser Vollidiot ernsthaft, solche lächerlichen Decknamen würden hier irgendjemanden täuschen? Jetzt wo ihre richtige Namen schon längst gefallen waren? Andererseits war Évrard nicht gerade von der schlausten Sorte...Vermutlich fiel er tatsächlich darauf rein.
      Doch es kam noch schlimmer. Die obszönen, völlig deplatzierten Bemerkungen über sich paaren wollende Koboldhöhlen und was seine Hände und sein Mund schaffen könnten, ließen Larrys Miene nun weiter genervt werden.



      Langsam befürchtete Larry auf der falschen Seite zu spielen...
      "Oscar...", murmelte Larry kopfschüttelnd: "...Wo hast du diesen geisteskranken Freak nur aufgetrieben?"
      Doch Oscar hob nur seine breiten Schultern, in Grunde konnte er nicht einmal sagen wo genau er Beni aufgetrieben hatte...Die Sache mit der Insel und der ganze anderen abgefahrenen Dinge die passiert waren über die Janon Todschweigen wollte.
      Das ganze kapierte er nicht wirklich...Genau so wenig von dem abgedrehten Zeug von dem Beni da redete...
      Koboldhöhle?
      Oscar dachte immer er wäre Geistig zurückgeblieben wegen denn vielen Drogen die er sich in seiner jüngsten Teenager Zeit reingeworfen hatte.
      Nun sah er zu wie Beni--- Besser gesagt Bosco sich das Sushi reinpfefferte...



      Wenn sich Oscar nicht irrte verkaufte die hier nie wirklich gewöhnliches Sushi....
      Allein die düsteren Blicke der Anderen Anwesenden zu sehen sagte mehr als Tausend Worte.
      "Gutes Zeug hier, der Chefkoch musste dafür geküsst werden."
      Évrard, der die Küche dieses Laden mit eiserner Faust und scharfen Messern führte, war der Chefkoch. Dass dieser Großmaul seine Arbeit lobte, während es von zehn bewaffneten Killern umzingelt war, entlockte ihm ein kehliges, raues Lachen.
      Zugleich aber provozierte es ihn maßlos wie ein einfacher Schlucker ihre Kostbare Ware verschlang ohne danach auszusehen das er dafür bezahlen würde. Ein finanzieller Verlust...
      Er wollte ihm umso mehr den Arsch aufreißen...



      Innerlich zählte er genau ab, wie viel dieser Bosco da gerade in sich hineinstopfte. Falls er ihn heute hier umlegte, würde er herausfinden, wer zu seiner Familie gehörte, damit diese das Geld auftrieben... Zur Not würde er sich eben dessen Freunde krallen!

      "Du quasselst echt viel...unnötiges Zeug...das ermüdet voll. Wenn du nicht gegen uns kämpfen willst, warum verziehst du dich nicht einfach in die Küche, zum stinkenden Hering? Was ich echt hasse sind unerzogene Prinzchen, die sich aufführen als haben sie schon längst alle Karten in ihren Händen. Denkst wohl...dass du immer noch Ossi an seiner Leiner hast."

      Unerwartet nahm der in Larrys Augen ungebetene Freak ihn kurz ins Visier.
      Larry konnte direkt spüren, wie unsympathisch Beni ihn fand...
      ....Wie gemein.~

      Doch Larry konnte sich darüber nur amüsieren, wenn er wollte, wäre Oscar schneller wieder an seiner kurzen Leine, als dieser unterbelichtete Dark-Heart-Träger vor ihm blinzeln konnte! Das Ding war nur: Für die Sharks war Oscar nutzlos geworden... Daher brauchte Larry ihn gerade nicht.
      Mittlerweile aber schien Oscar einen anderen Nutzten gefunden zu haben.
      "Mh, mit ein ungezogene Prinzchen wurde ich noch nie vergleichen.", schmunzelte er unterkühlt belustigt.



      Ob dieses Dark Heart ihm wohl verriet das mit ihm etwas nicht stimmte? Larry achtete sehr gut auf seine Tarnung, schon bedauerlich das so eine große Macht in den Händen solcher unterbelichteten Person lag...Larry wüsste VIEL besser damit umzugehen.
      Larry würde ganz sicherlich seinen Platz hier nicht verlassen, in Gegensatz von dieser kleinen Truppe wusste er genau wie das Machtverhältnis war.
      "Ossi gehört jetzt zu meinem Rudel. Zu Bosco. Und wer sich wegen Ossi auskotzen will, meldet sich zuerst Mal bei mir. Ich nehme all' seine Schulden gerne an. Dafür ist ein Anführer doch da."
      Das war ja wirklich, herzallerliebst!
      Larry konnte förmlich sehen wie Oscar bei diesen Worten eine Erleichterung auf seinen Herzen spürte. Der Rothaarige wusste das der Dummkopf eigentlich eine ziemlich einsame Seele war obwohl er es liebte in einer großen Gruppe zu sein. Nur stand in den ernsten Situation nie jemand hinter ihm...Vermutlich hatte er mit Beni das erste mal eine Freund gefunden der ähnlich wie er tickte. Bedauerlicherweise teilten sie sich wohl eine Hirnzelle...Es wäre wirklich vom Vorteil wenn sie jemand hätten der diese Dummköpfe führt.
      Jedoch konnte Larry erkennen das dieser Typ der mit der Gabel spielte sicherlich einiges einstecken konnte...
      Es kribbelte in Larry seinen Wunden punkt zu finden und ihn von innen heraus zu zerstören bis aus ihm nur noch ein Häuflein elend zurück bleibt.
      Doch in Gegensatz zu ihnen wusste Larry sich zu zügeln und schenkte dem Dilemma keinerlei weitere Aufmerksamkeit, sein Blick glitt zu den großen Fenster...Vermutlich würde das geschlossen Schild nicht ausreichen. Der Geruch von Tod verbreitete sich schon in der Luft...
      "Ossi hat doch schon bereits gesagt, was wir mit euch machen. Wir verarbeiten euer gehacktes Fleisch mit dem stinkenden aber gutschmeckenden Sushi. Ich bin richtig gut in Gerichten zubereiten. Meine Kochkünste sind so 1A wie mein Körper im Bett und im Nahkampf."
      Der Kerl nahm den Mund ziemlich voll, sichtlich war hier keinerlei Bedrohung für ihn und das ganze war eher wie ein nettes Vorspiel für denn Haupt Attraktion.
      Schneller als es die Menschlichen Augen und Reaktionszeit zu ließ, rammte Beni denjenigen der ihm die Zigarette verwehrt hatte in mitten seine Kehle...Kein direkter Tod wie man schließlich von dem widerlichen geröcheln vernehmen könnte...Ihr eigentlicher Boss Bruno wäre sicherlich ganz angetan gewesen von dieser Bestleistung besonderes der Französische Akzent. Ein Glück das dieser heute frei hatte und seiner Lieblings Beschäftigung nach ging...Vermutlich wäre auch Évrard vor Eifersucht geplatzt da es ihm nie gelang ein Französischen Akzent hinzu bekommen.
      „Et voilà. Ein Haispieß…“
      "...EHHH?!", stieß Évrard aus als könnte er nicht fassen das dieser Typ wirklich die Eier hatte einfach einen seiner Leute abzustechen.



      "Zeit zu tanzen.~"
      Und mit diesen Worten begann das Blutige Spektakel.
      Bevor der Kerl mit dem spanischen Akzent blindlings in den Kampf stürmen konnte, hielt Larry ihn bestimmend am Arm zurück:
      "Lass ihn sich austoben...", raunte Larry ihm spitzzüngig zu.
      "...Es sei denn du willst dir entgegen lassen wie miserabel seine Leute sind, wenn sie nicht einmal mit diesen Typen zurechtkommen. Das zeigt nur, dass du in der Auswahl deiner Wachhunde jämmerlich versagt hast."



      Évrard gab ein wütendes murren von sich als er sich im ersten Moment weigerte sich von Larry Worten beeinflussen zu lassen aber Larry raunte ihm noch leise zu:
      "...Du wirst ihn ganz für dich allein haben."
      Genau jedoch diese Worte brachten Évrard doch zum stoppen und er sah schließlich zu wie Bosco und dieser Dean die bewaffneten Typen wirklich in die Mangel nahmen...
      Solch eine bestialische Brutalität hatte er wirklich nicht erwartet.
      Diese Kerle schien nicht zum ersten mal das Leben anderer ausgelöscht zu haben!

      Oscar, der das grausige Spektakel von der Seite beobachtete, riss die Augen so weit auf, dass sie förmlich leuchteten. Alle vorherige Angst vor Évrard war wie weggewischt, ersetzt durch ein fettes, begeistertes Grinsen.
      "Cooooool...!", entfuhr es dem Blondschopf, während er die Fäuste ballte.



      Er stand einfach unfassbar auf Bad Boys und Kerle, die wussten, wie man richtig austeilte und das hier übertraf alles! Wie ein fanatischer Zuschauer bei einem illegalen Deathmatch starrte er auf das Duo. Dax und Beni harmonierten auf eine fast schon beängstigende Weise, als hätten sie jahrelang nichts anderes getan, als gemeinsam Räume in Schlachthäuser zu verwandeln.
      Der schweigsame Riese DAx verzog keine einzige Miene, als ein Shark-Mitglied versuchte, ihn mit einem Klappmesser anzugreifen. Dax wich nicht einmal aus!
      Er packte den Arm des Angreifers, brach das Gelenk mit einem widerlichen, trockenen Knacken und schleuderte den schreienden Kerl mit purer, roher Kraft quer durch das Lokal exakt vor Benis Füßen der dann den Rest erledigte!
      Oscar hielt es nicht mehr aus, nur tatenlos am Rand zu stehen.



      Das Adrenalin pumpte wie flüssiges Feuer durch seine Adern.
      "Lasst mir auch noch welche übrig!", brüllte Oscar wild und stürzte sich kopfüber ins Getümmel. Er schnappte sich im Vorbeilaufen einen der schweren Barhocker aus massivem Holz und schmetterte ihn mit voller Wucht gegen den Rücken des nächsten Mafiosi, der gerade zitternd seine Schusswaffe auf Dax richten wollte. Das Holz zersplitterte krachend und der Kerl ging hart zu Boden.
      Doch mitten im Rausch des Kampfes, während Oscar ausholte, um einem weiteren Typen seine Faust ins Gesicht zu rammen, huschte sein Blick wieder zu Beni. Der Blonde lachte regelrecht, während das warme, frische Blut der Feinde sein Hemd und sein Gesicht tränkte.... Die absolute Skrupellosigkeit und unersättliche Blutrünstigkeit, mit der sein neuer 'Anführer' diese Männer nicht einfach nur besiegte, sondern sie kaltblütig und genussvoll ausweidete, überrumpelte Oscar für einen winzigen Moment.Oscar liebte den Schmerz, er liebte wilde Prügeleien, gebrochene Nasen und das Brennen der Muskeln. Insgeheim genoss er es, wenn ein dominanter Kerl ihn brutal in die Schranken wies aber das hier? Das war blankes, erbarmungsloses Gemetzel. Ein kurzes, unkontrolliertes Schaudern lief über seinen Rücken, doch es war eine elektrisierende Mischung aus Ehrfurcht und purer Aufregung. Beni war wirklich kein normaler Schläger...!

      „Ahh… ich habe… schon viel zu lange nicht mehr gegen einen ganzen Mob gekämpft. Meine Knie sind weich wie Pudding.“

      Schwer atmend ließ Oscar seinen Blick durch den zerstörten Sushi-Laden schweifen. Die Brust des Blonden hob und senkte sich rasend schnell. Eine seltsame, fast schon toxische Mischung aus Emotionen durchzog ihn wie ein elektrischer Schlag. Das viele frische Blut, die zuckenden Körper der Mafiosi... es war verdammt beängstigend. Eine so rohe, skrupellose Gewalt hatte selbst er in seinen wildesten Schlägereien noch nie erlebt.Doch als Oscar zu Beni sah, schluckte er seine Furcht hinunter. Er hatte noch viel mehr Angst davor, selbst als Leiche auf diesem Boden zu enden oder wieder als willenloser Köter an der Leine der Sharks zu landen. Er wollte leben. Er wollte frei sein! Frei von dieser verdammten Mafia! Aus tiefstem Herzen hoffte er, dass Benis irrer Blutrausch genau diesen Wunsch in die tat umsetzten würde!

      „Bestimmt greift jetzt irgendein langweiliger Ehrenkodex, nach dem Oscar dich umbringen muss oder du ihn… aber weißt du, ich bin jetzt sein Anführer. Das heißt, seine Schulden gehören mir. Lass uns eine Wette abschließen: Wer von uns beiden kann wirklich in fünf Minuten den jeweils anderen umlegen? Du darfst auch auf mich als erstes zukommen… und vielleicht nutze ich die Zeit, um mal kurz deinen weichen Hintern abzutasten. Der ist echt einladend...“

      Aber wie es schien hatte Beni ähnlich wie er ein etwas seltsame Perversität auch wenn Oscar nicht wirklich nachvollziehen konnte was Beni nun ausgerechnet an diesem Évrard reizte.
      Während Beni seine perverse kleine Wette vorschlug, trat Dax lautlos und wie ein massiver, unüberwindbarer Schatten hinter ihn. Der stille Hüne baute sich auf, verschränkte die muskulösen Arme und starrte Évrard und Larry mit einer eisigen, völlig unbewegten Miene an. Bereit für alles, was nun kommen mochte.
      Doch Évrards Reaktion war alles andere als berechenbar.... Die mörderische Präsentation von Beni hatte beim dem Pet vom Boss genau den falschen Schalter umgelegt. Ein dunkles, bestialisches Glühen trat in die violetten Augen des Mexikaners. Die Adern an seinem Hals traten hervor, und ein fast schon lustvolles, wildes Keuchen entwich seiner Kehle. Er war sichtlich erregt, hungrig nach dem Chaos, das ihm dieser Freak versprach. Endlich jemand, bei dem es echten Spaß machen würde, ihn in Stücke zu reißen!!
      Was seine Leute betraf scherte es ihn sichtlich kein Stück aber auch Larry zeigte überhaupt keine Reaktion darauf.
      Évrard stieß ein dreckiges, donnerndes Lachen aus und kam zügig, stampfenden Schritt auf Beni zu.
      "Joderlo todo!! Ehrenkodex! Ich werde mein verdammtes Magazin..."



      Er zog mit einer fließenden Bewegung eine pechschwarze, extrem modifizierte Desert Eagle .50 aus seiner Seitengurt:
      "...Komplett in deinen hübschen Körper reinballern!"
      Er riss die schwere Waffe hoch. Doch im aller letzten Bruchteil einer Sekunde als sein Finger sich bereits um den Abzug krümmte, riss Évrard den Lauf grausam grinsend zur Seite. Er zielte nicht auf Beni.
      Der eiskalte Stahl war direkt auf Oscars Stirn gerichtet.
      "Aber zuerst...."



      "....muss weg dieser nutzlose Ballast!"
      Der ohrenbetäubende Schuss riss die Luft in Fetzen.
      Oscar schloss instinktiv die Augen, riss die Arme hoch und wartete auf den tödlichen schmerz....Er wusste doch dieser Mistkerl wurde nicht Fair Kämpfen ohne sicher zu sein das Oscar endlich in Gras biss.
      Doch der schmerz kam nicht.
      Stattdessen hörte er ein feuchtes, dumpfes Reißen von Fleisch direkt vor sich.Als Oscar blinzelnd die Augen aufriss, sah er Dax's breiten Rücken direkt vor sich.
      Der gigantische Lakai hatte sich mit purer, roher Geschwindigkeit genau in die Schussbahn geworfen. Die großkalibrige Kugel hatte Dax’ Brustkorb durchschlagen.
      Évrard senkte die Waffe ein Stück und stieß ein abfälliges, enttäuschtes Zischen aus.
      "Tsk...Was für eine Verschwendung...!"
      Oscar war total perplex über die Tat von Dax als ihn reflexartig nach vorne stürzte und seine massiven Schultern packte um verzweifelt, das enorme Gewicht des blutenden Mannes zu stützen.
      Évrards ließ die schwere Desert Eagle mit einer fließenden Bewegung zurück in sein Holster gleiten. Für das, was er jetzt vorhatte, brauchte er keine Kugeln.
      Er wollte spüren, wie Knochen brachen.
      "Cinco minutos...", schnurrte Évrard düster und seine violetten Augen glühten im schwachen Licht.
      Er bewegte sich vorwäts mit der erschreckenden Explosivität eines ausgebildeten Elite-Leibwächters. Évrards holte mit seinem massiven, behandschuhten Arm aus und holte mit dem Ellbogen aus, der genau auf Benis Schläfe zielte. Es war kein wilder Schlägerschwung, sondern eine knallharte, tödliche Technik, die darauf ausgelegt war, den Gegner sofort zu zerschmettern.
      Évrard überließ es in diesem Bruchteil einer Sekunde komplett Beni, ob dieser es schaffen würde, diesem brutalen, rasend schnellen Angriff rechtzeitig auszuweichen, ihn zu blocken oder den Treffer zu kassieren...
      Doch bevor die Situation vollends in einem unkontrollierten Zweikampf eskalieren konnte, durchbrach eine unnatürliche, eisige Kälte den Raum.
      "Es reicht... Das wird mir hier langsam zu primitiv."
      Larrys Stimme war nicht laut, aber sie schnitt durch das geschehen wie eine rasierklingenscharfe Klinge.
      Mit einer gespenstischen, fast schon schwebenden Eleganz bewegte er sich vorwärts.
      Gerade als Évrard zu einem weiteren vernichtenden Schlag nachsetzen wollte, stand Larry wie aus dem Nichts plötzlich direkt neben ihm. Mit einer mühelosen, beiläufigen Bewegung legte Larry seine Hand auf die Schulter des massiven Mexikaners und stoppte dessen Vorwärtsdrang abrupt, als wäre Évrard gegen eine unsichtbare Betonwand geprallt.
      "Ich muss hier leider den Spielverderber spielen."



      Bevor irgendwer auch nur ansatzweise reagieren konnte, schoss Larry nach vorn. Seine Hand schloss sich wie ein eiserner Schraubstock um Benis Kehle. Mit einer unfassbaren, magischen Kraft riss er den Blonden von den Füßen und schmetterte ihn hart auf den feuchten Boden.
      Und dann... blieb die Zeit stehen.
      Es geschah ohne jedes Geräusch.
      Der Regen vor dem Fenster gefror in der Luft zu glitzernden Diamanten. Oscars versteinerte ihn seiner verzweifelten Bewegung Dax wieder auf die Beine zu helfen der immer mehr Blut verlor. Évrards Atemhauch blieb als weiße Wolke stehen...
      Unter dem zu Boden gedrückten Beni begann ein rötliches, komplexes Hexen-Pentagramm bedrohlich zu leuchten und pulsierte im Takt eines langsamen Herzschlags.
      Es bestand aus dem Blut der herum liegenden Mitglieder die reglos am Boden lagen.



      Beni konnte fühlte, wie sein gesamter Körper unterhalb des Halses auf der Stelle versteinert wurde. Eingefroren in der Zeit.... Nur sein Gesicht und seine Augen konnte er noch bewegen, während Larrys Finger sich unbarmherzig in seine Kehle gruben.Larry beugte sich über ihn, das Gesicht so nah, dass Beni die abgrundtiefe Dunkelheit in dessen Augen sehen konnte.
      "Es scheint... als müsste ich dir die Regeln dieser Welt noch einmal gründlich erklären. Dark Heart Träger", flüsterte Larry seelenruhig.
      Seine Augen verschmälerten sich vor kalter, sadistischer Freude, in der jedoch auch ein tiefer, Hass brannte.
      "Du hast gesagt, du dienst einem noblen Mann. Allerdings... Hat dieser Mann in dieser Welt keinerlei Macht oder Bestimmung...Dein Handeln hat hier andere Konsequenzen."
      Larry beugte sich noch etwas tiefer herab.
      "Hier auf der Erde gilt ein anderes Gesetz. Das Gesetzt der Sharks...Fressen oder Gefressen werden. Und ihr steht noch weit unten in der Nahrungskette..."



      Seine Finger bohrten sich qualvoll tiefer in Benis Fleisch.
      "Bilde dir nicht ein nur weil hier Menschen ohne Magie Leben, dass sie alle schwach Fische sind...Wer zu tief greift wird von den echten Raubtieren verschlungen.
      So wie es aussieht, wirst du und dein ach so tolles Rudel sehr schnell im Gefängnis landen. Für mehrfachen Mord steht hier gerne mal die Todesstrafe an oder ein lebenslänglicher Aufenthalt. Wir haben hier in diesem Geschäft Kameras..."
      Larrys Daumen strich beinahe schon zärtlich, aber todbringend über Benis Haut, während er den Würgegriff aufrechterhielt.
      "Kameras, die absolut deutlich zeigen werden, dass ihr ein Massaker angerichtet habt. Dummer Narr...Ich habe Oscar nicht an der Leine, er hängt schon lange in meiner Schlinge und ich entscheide wann ich sein jämmerliches Leben beenden werde, lass es mich dir Demostieren."
      Ohne Beni loszulassen, hob Larry provokant seine freie Hand. Eine unsichtbare, rötlich schimmernde magische Welle schoss von seinen Fingern quer durch den Raum und traf den blutenden, von Oscar gestützten Dax. Wie ein weiterer tödlicher Schuss durch stach es direkt das Herz des Lakai und verletzte ihn nun endgültig tödlich. Das blutende Licht stoppte kurz vor Oscar Brust wie ein durch gestochener roter Pfeil.
      Doch dann hielt er inne. Sein Blick kehrte zu Beni zurück, die sadistische Freude wich einer berechnenden Ernsthaftigkeit.
      "In dieser Welt, Beni Darkwood, wird dich dein edler Mann nicht aus der Scheiße retten, wenn du unbedacht handelst...Du kannst dich glücklich schätzen... Dass es jemanden aus meinen Hexenzirkel gibt, den ich sehr respektiere und der dich sehr zu mögen scheint...Unterschätzt mich nicht und vergleich mich nie wieder mit jemand Anderen...Meine Geduld hat seine grenzen und ich stehe kurz davor Gesindel das sich ohne nachzudenken mit einer Mafia anlegt bis alle Ewigkeiten zu verfluchen."




      Larry schnippte mit den Fingern.Das rote Pentagramm zersplitterte wie Glas.
      Die Zeit raste schlagartig wieder los.
      In genau diesem Moment rutschte der nun endgültig leblose Dax aus Oscars Händen und schlug mit einem dumpfen, harten Knall vollends auf dem Boden auf.
      Évrard blinzelte völlig desorientiert. Er fluchte laut auf.
      "¿Qué carajo?! (Was zum Teufel?!) Häh? Was hast du gemacht, du verdammter Mistkerl?! Misch dich nicht immer ein!?"
      Er kapierte gar nicht was eben passiert war, vor einer Sekunde stand Larry direkt Neben ihn und plötzlich würgte er diesen Bosco!
      Und wieso war nun der große Keld tod?? Hatte ihn sein Schuss ernsthaft direkt umgelegt?!
      "Häh? Hält der so wenig aus...?"



      Larry ließ Benis Kehle los, richtete sich in aller Seelenruhe auf und zupfte den feinen Stoff seiner Kleidung zurecht. Er stieß ein missbilligendes Seufzen aus.
      "Was kann ich dafür, wenn du so erbärmlich langsam bist, Évrard?"
      Dann drehte Larry den Kopf und sah auf Oscar hinab, der mit zitternden Händen vor dem toten Dax kniete... Der Blick seines Ex-Freundes war von einer solch eisigen Kälte, dass Oscar das Blut in den Adern gefror. "Siehst du, Oscar? Ich sage es dir immer wieder... Deine unerträgliche Dummheit wird dich immer wieder in genau solche Situationen bringen. Du bist nicht weiter als die Leichen, die hier liegen. Aber im Gegensatz zu dir, hatten diese Männer einen Wert...Amüsiert dich ruhig mit deinem neuen Rudel, versteck dich bei den erbärmlichen Snakes, verlasse das Land oder gehe wieder ins Gefängnis aber du wirst schnell merken...Egal was du tust du wirst immer den Sharks gehören. Niemand entkommt, wer einmal zu uns gehört kann nur gehen wenn er Stirbt..."
      Die Worte versetzten Oscar ein bitteres Gefühl welches er eigentlich versuchte zu vermeiden und in Drogen rausch zu verdrängen versuchte.
      "...Rede kein Scheiß Larry..!", bemühte sich Oscar immer noch feste und mutig zu klingen. Solang Beni auf seiner Seite war...Würde er doch sicherlich auch diese Sharks bezwingen können! Auch wenn Dax ableben ihn ein ziemlich schock versetzt hatte...
      Doch bevor noch ein weiteres Wort fiel hörte man ein Geräusch...Von einem Smartphone das eindeutig von Beni kam. Es war eine SMS von Lord Korbos...
      Es war nicht viel außer ein direkter Satz:
      >>Verlass sofort die Sushi-Bar....<<


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      Zenko & Ɇternity & Erzähler

      Der grässliche Feen-Macho schien es gar nicht zu passen das Zenko gerade in seiner vollsten stärke vor ihm aufbaute. Er schimpfte sogar wohl mit der Stimme die welche diese bizarre Geschichte begleitete, jedoch nicht zu seinen Gunsten.
      Aber hielt Chepi nicht davon ab die Lage dennoch für sich einfacher zu machen. Wenige Sekunden später richtete sich schon die Klinge von Eternal auf Zenkos Kehle. Seine vor Wut schwingende Fuchsschweife bewegte sich langsamer aber dennoch weiter voller brodelnder Wut.
      „Du ruhst dich wohl zu sehr auf deiner wichtigen Rolle aus, Zenko.“
      Auch wenn Zenko wusste das er diese grässliche Fee sicherlich zerfleischen konnte bevor ihn der Erstgeborene Korbos die Kehle aufschnitt, konnte er das Risiko nicht eingehen.



      Ihm war Bewusst welche wichtige Rolle und Dienst er für die Korbose hatte...Allerdings sorgte er sich gerade mehr darum was nach seinem Tod mit Immensity und Eternity werden würde!
      "... Du dienst uns nun schon so lange, und trotzdem... brichst du unsere Regeln, nur weil plötzlich der Vaterinstinkt mit dir durchgeht. Eine falsche Bewegung, Yokai und ich schlitze dich auf.“
      Die Erwähnung seines kleinen Bruders gab Zenko ein unsichtbaren kalten Schlag...So viele Jahre diente er schon und dennoch war er nicht gewappnet gegen der grausam Vorstellung was sein Handeln bei den Personen die ihm Nähe waren hinterlassen würde. Wiederwillig hielt Zenko zwar inne aber das schwingen seiner Schweife wurden gereizt stärker.



      Der drang sich mit allem und jeden anzulegen, wurde nur größer...Seine ungezähmte Wut durchtränkte seine ganze selbst...Wenn er diesen Feen-Kerl nicht für seine Unverfrorenheit zerfleischen würde er es in alle Ewigkeit bereuen! Genau so wie Immensitys Familie zu Rechenschaft zu weisen wenn sie ihr eigen Sohn so behandelten und vielleicht auch ihren Zukünftigen Erben wie eine Schande behandelten.
      Eternity merkte wie die Situation wieder begann schlimmer zu werden...Irgendwie sah das ganze nicht nach einem lustigen Spiel aus, in Gegenteil...Sein Onkel tat sogar KonKon Weh!
      Doch dann beugte sich plötzlich Queen Evanescence zu ihm herab und zog seine Aufmerksam auf sich wie der Schmetterling von wenigen Minuten.
      "Hey, lass uns Mal dieses Klavier da hinten ansehen! Kannst du spielen? Wenn nicht, dann lass uns zusammen musizieren und wild auf die Tasten hämmern. ich kann ganz gut singen, weißt du~. Der Messiah hat es mir beigebracht."


      Eternitys große, rubinrote Augen weiteten sich. Die panische Angst und Unbehagen in seiner Brust wurde für einen Moment von purer, kindlicher Faszination beiseitegeschoben. Er blinzelte ein paar Tränen weg und starrte die Königin bewundernd an. Sie war so unglaublich hübsch! Und ihre Ohren... sie waren so wunderbar spitz und lang! Fast wie die Ohren von Papa Zenko, nur ganz anders! Dieses faszinierende Aussehen und ihre sanfte, ablenkende Art wirkten wie ein warmer Zauber auf den kleinen Jungen. Er nickte zaghaft, völlig in ihren Bann gezogen.
      Er verstand zwar nicht was ein Messiah war aber Musik hatte dem kleinen Jungen schon immer gefallen.
      Es fiel ihm schon schwer sich überhaupt auf das Klavier zu konzetieren weil er den Blick von ihr nicht wegnehmen konnte.
      "Ich mag...deine Stimme!"



      Er war sich sicher das sie toll Singen konnte! Bestimmt besser als seine Väter!
      Während Evanescence den Jungen beruhigte, trat Immensity mutig vor, um das Schlimmste zu verhindern.
      „Es muss nicht blutig enden.......Ich bin mir sicher, dass auch Zenko zur Vernunft kommt, wenn man uns nur ein wenig Gehör schenkt. Alles, worum ich gebeten hatte, war eine kleine Wette – doch darauf wurde nicht eingegangen. Eternity hat Angst. Auf diese Weise wirst du sein Herz niemals gewinnen können, Feenkönig. Wenn du... deinen Triumph später in vollen Zügen auskosten willst, musst du dich auf eine Wette mit uns einlassen. Dann kommen wir auch freiwillig mit.“
      Zum glück behielt Immensity sein Verstand...Zwar gefiel es Zenko nicht mit diesen Scheusal zu verhandeln aber gerade war es der einzige Weg nicht vor ihrem Kind ein Blutbad zuverichten...
      Das es aber ausgerechnet eine Wette sein muss...Zenko hatte ein ungutes Gefühl aber dieses Risiko war eines der größten Trumpfkarten der Korbos Familie.




      "...Lasst von dem Fuchs ab, ich werde die Wette eingehen. Aber unter einer Bedingung: Ich suche mir Art der Wette aus, Prinz Immensity."
      Ein letztes verächtliches knurren entwich Zenkos Kehle aber er blieb an Ort und Stelle stehen.
      Schließlich musste er den Schein wahren das er wirklich zu Vernunft kam, aber allein das dieser Mistkerl die Wetter selbst wählen würde ließ seine Ohren aufmerksam nach Oben zucken. Sie musste aufpassen, dass dieser Wicht keinen hinterhältigen Trick versuchte...!
      Seiner Meinung nach stimmte der Prinz viel zu schnell dem ganzen zu...Aber vermutlich wollte Immensity diese ganze Situation schnell wie möglich entschärfen.
      Missmutig ließ der Fuchs seine anderen Schweife verschwinden und behielt Chepi wachsam in Auge.



      „Ja, so machen wir es! Unsere Wette lautet wie folgt: Du und deine Komplizen bekommt genau drei Tage Zeit, um meinen wahren Namen herauszufinden. Den Namen, den eigentlich ausschließlich Feen kennen! Solltet ihr das tatsächlich schaffen, werde ich meine Bitte um Immensitys Hand zurückziehen und auch sein Bastard bleibt verschont. Die Korbos-Familie werde ich natürlich trotzdem versorgen.“
      ...Sein wahren Namen?
      Verflucht, diese Fee griff wirklich zum letzten rettungsseil um sich überlegen zu spielen. Zenko kannte kaum andere Feen...Zwischen Yokais und Feen war eher große Kultur unterschied...Sie waren sich eigentlich weder Feindlich oder Freundlich gesinnt.
      Es war ihm jedoch ein großes Rätsel warum ausgerechnet sich so eine Fee wie dieser Clown hier sich in Oneiroi verirrt hatte...Dieser Ort war kein guter Lebensraum für Feen, daher gab es hier auch kaum bis gar keine...Aber dieser Typ...War schlimmer als ein Geschwür.
      Es gefiel Zenko überhaupt nicht das Chepi sein Kind als Bastard bezeichnete...Es war ihm sowieso unbegreiflich warum er unbedingt Eternity ebenfalls wollte!!
      Dieses Sadistisches Miststück...



      „Nach Ablauf der drei Tage erwarte ich dann jedoch, dass meine Braut bereit für den Aufbruch ist. Oh, und... zieht den Bastard bitte etwas schicker an, wir gehen danach sofort heiraten. Ein bisschen mehr Glitzer und Farbe, wenn ich bitten darf. Außerdem bestehe ich darauf, dass uns diese Flohseuche und seine Komplizin noch sehnsüchtig hinterhersieht, wenn wir ihnen aus der Kutsche heraus zum Abschied winken!“
      Zenko war wirklich froh das sein Sohn gerade abgelenkt war sonst hatte nur gesehen wie er sich ein starkes würgen unterdrücken musste...
      Unbegreiflich war dieser Ego dieser Fee...Hauptsache er erhielt wohl seine Aufmerksamkeit und sein glorreichen Sieg.

      "Die Wette gilt."

      Doch sein geliebter ließ sich nicht beirren...Mit Entschlossenheit ging er auf die Wette ein. Hatte er wirklich Hoffnung auf einen Sieg? Zenko überkam ein ungutes Gefühl das er nicht laut aussprechen wollte...Er kannte Immensity zu gut um es nicht zu merken. Es gefiel ihm nicht...Am liebsten wäre er dazwischen gegangen aber es war zwecklos...Aus irgend ein Grund bewegte sich sein Körper nicht...Er spürte die fremde Magie die auf sie drückte...Sie mussten wohl diesen Zauber brechen...Oder vorerst mitspielen.
      Mit nur einem Finger schnipsen änderte sich ihre Umgebung...Zenko konnte sich nicht erinnern das Chepi jemals so Mächtig gewesen war.

      „Ich werde mich dann mal verabschieden, auch wenn ich mich schon jetzt nach eurer Körperwärme verzehre. Ich freue mich darauf, nach den drei Tagen eine gehorsame Braut in Empfang zu nehmen!“
      . . . . .
      Zenko Augen wurden Augenblicklich leer. Er kämpfte darum seine innere Bestie nicht vor Beschützerinstinkt und Eifersucht auf diesen verfluchte Fee los zu gehen.



      Zenko hoffte der Gestank der Fee verschwindet genau so wie seine Präsents! Er konnte kaum erwarten ihn ganze drei Tage nicht mehr sehen zu müssen! Auch wenn es besser wäre seine Namen vor Ende der Zeit zu finden....
      Eternity war verwirrt als das Klavier verschwunden war, gerade als er so viel spaß hatte mit der süßen Evanescence. Der Wald gab ihn ein mulmiges Gefühl, erwar nicht besonderes gut darin sich Wege zu merken und bekam sofort sorge seine Familie aus den Augen zu verlieren.
      Unsicher sah er gerade dabei zu wie dieser Schmetterling-Mann mit seinem Vater...Komisch Flirtet...?
      Mochte der Mann seinen Vater gerne? Er nannte ihn ständig seine Braut...
      Doch bevor er endgültig verschwand, richtete Chepi seinen Blick noch einmal auf den kleinen Eternity. Sein angeblich schönes Gesicht verzerrte sich zu einem gruseligen, geradezu diabolischen Grinsen!
      „Du wirst mit meinen zukünftigen Kindern jede Menge Spaß haben. Und in neun Monaten wirst du großer Bruder, das versprech ich dir, mein kleiner Bastardsohn!“
      "...E-eh...?!"

      Sofort zitterte der Körper von ihm unkontrolliert...Warum war DER so Unheimlich!?
      Er war doch gar nicht sein Sohn...Das gefiel ihm überhaupt nicht.
      Warum machte er ihm so ein versprechen..?
      Er begann sich mehr zusammen zu krampfen, dieses Lachen schrillte in seinen Ohren nach!

      „Mach dir keine Sorgen. Solchen finsteren Gestalten gelingt es niemals einem guten Menschen wie dir etwas anzuhantun, Eternity!“
      Obwohl er Evanescence noch nicht lange zu kennen glaubte, gab sie ihm ein Mütterliches warmes Gefühl...Er hörte auf zu zittern und lehnte sich an ihr. Bei ihr fühlte er sich unglaublich sicher...Irgendwie freute es ihn das sie ihn als guten Menschen bezeichnete...Aus irgend ein Grund schenkte man ihn abgesehen von seinen Eltern selten ein Blick von Freude...Oft als wäre er an irgendwas schuld oder hätte etwas falsches getan...Bastard...So nannte man ihn manchmal...Dann würden seine Väter immer ganz wütend.
      Irgendwie fühlte er sich schuldig dafür...

      „Binnen drei Tagen müssen wir Chepis wahren Namen in Erfahrung bringen... Ich bezweifle ernsthaft, dass uns das gelingt. Ich bin da einfach Realist...Er ist eine Fee von einem anderen Planeten. Meine Familie wird da auch nicht helfen.“
      Verunsichert hielt sich der kleine Junge an Evanescence fest als er mithörte das sie wohl Probleme hatten.
      Sie musste raus finden wie der Schmetterlingsmann heißt?
      Warum sagte der es ihnen nicht...?
      Aber es schien als hätte Vater keine Hoffnung darin das sie denn Namen in Erfahrung bekommen...



      Aber heißt das dann er MUSSTE zu diesen Unheimlichen Mann? Und ein großer Bruder werden???
      Er wollte nicht zu diesem Mann....Leicht schüttelte er daher sein Kopf.

      „Sollten wir scheitern, müsst ihr fliehen – du und Eternity...mitsamt der Komplizin, Evanescence. Ich weiß nicht genau warum, aber ich spüre tief in mir... dass du, Zenko, mithilfe von Queen Evanscence selbst diesen dunklen Fluch überstehen wirst, der nach Vertragsbruch leider auch auf euch zukommen würde. Damit will ich nicht sagen, dass wir uns nicht bemühen sollten. Doch...will ich, dass ihr diese Alternative als Chance ergreift um Eternitys Glück zu bewahren. Versprecht mir dies auch als Möglichkeit zu sehen.“
      Es war genau so wie Zenko befürchtet hatte...
      Immensity hatte dieser Wette nur so schnell zugestimmt weil er direkt diese Option vor Auge gehabt hatte...
      Auch Zenko war das Glück ihres Kindes sehr wichtig...Aber sein Geliebter war ihm genau so unsagbar wichtig!



      Chepi wird durchaus erzürnt sein wenn der Vertrag nicht vollständig erfüllt sein würde...Er war so Gierig, dass in dieser Ausgang nicht gefallen würde...Und dann würde Immensity alles davon abbekommen...!
      Zenko schwieg für einen Moment. Er dachte über Immensitys schwere Worte nach, während sein Blick sanft zu Eternity glitt.
      Die Königin hatte sich so gut um seinen Sohn gekümmert, hatte ihn beruhigt, als Zenko selbst kurz davor war, die Kontrolle zu verlieren. ...



      Sie verströmte einen Kampfgeist, welche Zenko auf dieser Art und weise selten miterlebt hatte.
      Wie konnten sie da einfach ein so bemitleidenswertes Schicksal annehmen?!
      Nein. Er würde nicht aufgeben.
      Er riss sich zusammen, drängte die Dunkelheit beiseite und beschloss, optimistisch an die Sache heranzugehen. Sie waren eine Familie. Sie würden einen Weg finden!
      Zenko straffte die Schultern, ein zuversichtliches Lächeln auf den Lippen.
      "Hey, jetzt verlier mal nicht den Kopf! Wir werden diesen bescheuerten Feen-Namen schon irgendwie--“
      "...niemals herausfinden", dröhnte plötzlich die monotone Stimme von Cornelius aus dem Nichts durch die Baumkronen. "...da Feen-Namen strenger gehütet werden als die dunkelsten Geheimnisse des Universums und niemand auf dieser jämmerlichen [i]Oneiroi Planenten ihn kennt."[/i]
      Zenko blinzelte irritiert in die Luft.
      Seine Fuchsohren zuckten. "Äh... wie ich sagte, wir müssen uns nur ein bisschen umhören und jemanden finden, der--"
      "...ebenfalls nicht existiert", unterbrach der Erzähler ihn völlig trocken. "Dieser Ort war gänzlich leer von jeglicher magischen Feen-Hilfe, die ihnen hätte beistehen können."
      Zenkos linkes Auge begann nervös zu zucken und gereizt umfasste er sein dicken Schweif.
      Es schien wirklich als wäre das keine faire Wette!! Irgendwas da Oben machte ihnen die Chancen diese Wetter zu gewinnen nur noch schwerer!




      Kurz hatte er Hoffnung gehabt diese Erzähler Stimme wäre auf ihrer Seite aber es schien als hätte Chepi ihn wieder auf seine Seite gezogen.
      "Jetzt wart's doch mal ab! Wenn wir in alten, magischen Aufzeichnungen oder Büchern nachsehen, werden wir ganz sicher--"
      "...lediglich feststellen, dass solch heilige Namen niemals niedergeschrieben werden. Es war ein absolut hoffnungsloses, ja beinahe bemitleidenswertes Unterfangen."
      "Verfluchte Scchhhhh------", entfuhr es Zenko und er biss sich auf die Zunge um sich vor seinen Sohn schlimme Schimpfwörter zu verkneifen.
      "Wir haben verdammt noch mal drei ganze Tage Zeit! Da wird sich doch wohl irgendeine verdammte Lösung--"
      "...nicht im Geringsten auftun. Die Zeit würde unaufhaltsam verrinnen wie feiner Sand zwischen den Fingern, während sie unweigerlich ihrem tragischen, unvermeidlichen Ende entgegengingen."
      Zenko atmete tief ein....Das wurde immer schlimmer! Er wollte nicht aufgeben...Sie musste herausfinden wie sie den Erzähler überlisten konnten und diesen Namen heraus bekommen!
      "Seist drum...Hahh...! Was ich sagen wollte ist das wir alle Möglichkeiten in Betracht ziehen sollten..!"



      Zenko drehte sich entschlossen zu der kleinen Königin um, die Eternity noch immer schützend festhielt. Er wusste nicht, wer sie wirklich war oder warum sie sich auf ihre Seite gestellt hatte, aber in dieser verzwickten Märchenwelt war jede Hilfe ein Segen.
      "Vielleicht hast du eine Idee wie wir am besten Anfangen sollen mit der Suche? ", ging er direkt drauf ein das sie sicherlich gemeinsam es schaffen würden.
      Er sah abwechselnd zu Immensity zu Evanescence.
      "Aber am besten verweilen wir nicht zu lange hier im Wald! Ich bin mir sicher das einem Prinz wie euch die Lösung geradezu zufliegen wird!"



      Zenko wusste selbst nicht warum der Optimismus ihn so stark berauschte...Vermutlich war es einfach die Angst und sorge das sie am Ende wirklich...Den Weg wählen mussten zu fliehen. Damit konnte er sich einfach nicht zufrieden geben...Gleichzeitig wollte er nicht schuld sein das ein ganzer Planet dem Untergang geweiht war...
      Er...
      ....
      Liebte seine Heimat....
      Er konnte sie nicht noch mal verlieren.
      Believe Me ~

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    • Beni Darkwood

      Die unbändige Kampfeslust von Beni und Évrard lag wie eine erdrückende Hitze in der Luft. Beide lechzten nach dem Kampf. Beni verlor sich völlig in seinem Rausch; der eiserne Geruch von Blut brachte sein eigenes in den Adern zum Kochen. Sein Gegner wollte ihn töten, das war ihm klar. Und natürlich würde er zurückschlagen – für Lord Korbos! –, doch tief im Innern freute er sich einfach auf das Gefecht. Es würde ein garantierter Spaß werden. Ein Gedanke, den er zweifellos mit Évrard teilte.

      "Joderlo todo!! Ehrenkodex! Ich werde mein verdammtes Magazin..."

      Die prahlerischen Worte des Mexikaners drangen nur zur Hälfte zu ihm durch. Völlig unwichtig. Beni lechzte nach Taten, nicht nach Worten. Mit einer geradezu euphorischen Faszination beobachtete er, wie der Mann seine Pistole hob, während Benis eigene Hände vor Erregung zitterten, als er seine Waffe umklammerte. Er fühlte sich wie ein abgerichteter Hund, dem man gleich einen blutigen Knochen hinwirft. Ein ganzes Magazin ...

      "...Komplett in deinen hübschen Körper reinballern!"

      Würde er es wirklich restlos in ihn hineinjagen? Diese Vorstellung war von einer derart rohen Vulgarität, dass ihm heiße Tränen in die Augen schossen. War das sein voller Ernst? Wie viele Patronen fasste so eine Waffe eigentlich? Konnte er sie alle abwehren, oder würde sich das Blei tief in sein Fleisch bohren? Himmel, er war fast verrückt vor Anspannung!



      Jedoch kam das Ganze anders wie erhofft. Während Beni schon ganz in Ekstase war alle Kugeln abzuwehren, die der Mexikaner auf ihn schießen wollte, hatte dieser Mann eine völlig andere Idee. Er...schoss nicht auf ihn. Hastig drehte sich Beni zu der eigentlichen Zielperson, bevor er überhaupt schaffte zu blinzeln passierte es.

      "....muss weg dieser nutzlose Ballast!"

      Er schoss genau auf Oscar. Doch bevor das Blei Oscars Fleisch zerfetzen konnte, warf Dax sich dazwischen. Er fing die tödliche Ladung mit seinem eigenen Körper ab. Die Kugel durchschlug die Brust von Benis Freund. Beni selbst war wie gelähmt und starrte fassungslos auf die Szene. Oscar fing den zusammensackenden Dax auf, doch ein einziger Blick genügte Beni, um das Unausweichliche zu erkennen: Für Dax kam jede Hilfe zu spät.
      Évrard nutzte diese fatale Sekunde der Unachtsamkeit gnadenlos aus und holte zu einem vernichtenden Schlag aus. Beni sah den massiven Ellbogen förmlich auf sich zurasen und spürte instinktiv: Wenn er diesen Treffer nicht abblockte, würde ihn die schiere Wucht auf der Stelle zerschmettern. Er wollte gerade die Deckung hochreißen, als plötzlich jemand dazwischenfuhr. Eine Gestalt, deren bloße Präsenz einen unmissverständlichen Befehl ausstrahlte – genau wie sein Lord...Und das setzte sein Herz in komplette Aufruhr.

      "Ich muss hier leider den Spielverderber spielen."

      Wie ein Geist war er direkt neben ihnen, Beni verstand es erst gar nicht. Er stoppte den Schlag von Évrard mit Leichtigkeit, bis er es dann auf den Herzträger absah. Ohne das Beni begriff wie ihm geschah wurde er mit einer unvorstellbaren Kraft auf den Boden geschmettert, sodass er kurz Sterne sah.

      Verwirrt blickte Beni sich um; irgendetwas war gewaltig aus den Fugen geraten. Es war mit einem Schlag totenstill. Évrard und Oscar, der noch immer den sterbenden Dax hielt, gaben keinen Ton mehr von sich. Als Beni genauer hinsah, stockte ihm der Atem:

      Niemand rührte sich.

      Sie alle waren mitten in der Bewegung zu Eis erstarrt. Selbst das Prasseln des Regens gegen das Fenster war völlig verstummt. Die einzige Ausnahme war dieser rothaarige Bursche, der nun wie eine listige Schlange durch den Raum glitt. Das Gruseligste daran war jedoch, dass Beni diese Magie vertraut vorkam. Schlagartig begriff er: Dieser Mistkerl hatte die verdammte Zeit angehalten! Er kannte das von einem Zauberer, den er einst getroffen hatte. Niemals hätte er erwartet, dass ausgerechnet dieser Larry fähig war, Magie zu wirken – auch wenn ihm die Hinterlist regelrecht ins Gesicht geschrieben stand. Hach, jezt erkannte er diese Magierfresse direkt! Diese seelenlos von Magie besessenen Augen, als hätte er seine Seele schon lange Satan oder sonst wem verkauft!

      "Es scheint... als müsste ich dir die Regeln [i]dieser Welt noch einmal gründlich erklären. [/i][i]Dark Heart Träger"[/i]

      Larrys Hand schloss sich mit aggressiver Härte um seine Kehle, doch als er sprach, war seine Stimme nicht mehr als ein gefährliches Flüstern. Der Rotschopf hatte zweifellos die absolute Kontrolle, und Beni hätte gelogen, wenn er behauptet hätte, dass ihn diese Dominanz nicht auf eine verdrehte Art erregte. Das waren sicher noch die vergangenen Nachwirkungen dank Infinity, dass er solche sadistischen Magier anziehend fand.



      Doch der Kitzel verflog sofort: Ein Blick in diese durchdringenden, roten Augen reichte, und eine unerklärliche, wirre Übelkeit stieg in ihm auf. Moment mal ... Woher zum Teufel wusste dieser Typ, dass Beni der Dark-Heart-Träger war? Panisch ratterten seine Gedanken. Hatte er sich verplappert? Nein, unmöglich. Dieser Kerl war wie eine listige Krähe – er musste ihn ausspioniert haben oder magische Sachen gemacht haben, um das herauszufinden. Schlimmer noch, er hatte bestimmt Lord Korbos ausspioniert!!!! Unter seinem Hemd spürte Beni plötzlich, wie die Dark-Heart-Kette auf die dunkle Präsenz dieses Fieslings reagierte.

      "Du hast gesagt, du dienst einem noblen Mann. Allerdings... Hat [i]dieser Mann in dieser Welt keinerlei Macht oder Bestimmung...Dein Handeln hat hier andere Konsequenzen."[/i]

      Ein tiefes, zorniges Knurren drang aus Benis Kehle. Es dauerte nur Sekunden, da wagte es dieser Larry bereits, gegen Lord Korbos zu hetzen. Allein die Behauptung, sein Lord sei machtlos, entfachte in Beni eine geradezu mörderische Wut. Niemand hatte das Recht, die Autorität von Lord Korbos infrage zu stellen – auf keinem verdammten Planeten! Korbos besaß absolute Macht. Und sollte es je einen Ort geben, an dem ihm diese verwehrt blieb, würde Beni persönlich und mit Gewalt dafür sorgen, dass man ihm Respekt zollte. Die Konsequenzen seines Handelns waren ihm dabei völlig egal, doch Larry ließ sich nicht beirren und hielt ihm unbeeindruckt einen Vortrag darüber, welche Fehler Beni auf der Erde begangen hatte.

      "Hier auf der Erde gilt ein anderes Gesetz. Das Gesetz der Sharks...Fressen oder Gefressen werden. Und ihr steht noch weit unten in der Nahrungskette..."

      Obwohl Schmerz ihn immer erfüllte, zuckte er nur wegen Larrys Brutalität auf. Dieser Nahrungskettenquatsch - davon wollte er ebenfalls nichts hören. Warum sollte er sich von irgendwelchen Haien belästigt fühlen? Egal wie viel Macht sie besaßen, sie würden niemals an die Kraft von seinem Geliebten herankommen. Da Beni an seiner Seite war hatte er deswegen absolut keine Angst. Er musste sich beherrschen diesen Mann nicht anzuspucken, denn was Beni dennoch verstand war folgendes: Flarry war höchstgefährlich!

      "Krrgh...!", schnaubte er frustiert und seine Iris verschmolz mit der von dem Mafiosen. Er gab Beni einen verstohlenen Blick, der er mit starken Stirnrunzeln körperlich beantwortete.



      "Bilde dir nicht ein nur weil hier Menschen ohne Magie Leben, dass sie alle schwach Fische sind...bla bla....So wie es aussieht, wirst du und dein ach so tolles Rudel sehr schnell im Gefängnis landen. blalba....bla"

      Für wen zum Teufel hielt sich dieser Kerl eigentlich? Warum sprach er so viel? Was belehrte er ihn als wäre er sein Lehrer? Dafür war doch dieser komische Nova da verantwortlich. Dachte er im Ernst, Beni hätte diese Menschen nur attackiert, weil sie keine Magie besaßen? Nö. Hatte Beni für einige Zeit auch nicht gehabt! Er hatte es schlicht und ergreifend getan, weil sie angefangen hatten. Sie hatten Oscar schikaniert und als Erste ihre Waffen auf ihn gerichtet. In Meridian galt ein simples Gesetz: Wer verliert, baumelt am Galgen, wenn er noch lebte! Genervt verdrehte Beni die Augen über das endlose Gelaber. War dieser Typ vielleicht mit Infinity verwandt? Schlagartig wurde ihm klar, dass Infinity niemals ein echter Korbos sein konnte – eine Erkenntnis, die ihn ausgerechnet in dem Moment traf, in dem dieser Flarry ihm die Luft abschnürte.

      "Kameras, die absolut deutlich zeigen werden, dass ihr ein Massaker angerichtet habt. Dummer Narr...Ich habe Oscar nicht an der Leine, er hängt schon lange in meiner Schlinge und ich entscheide wann ich sein jämmerliches Leben beenden werde, lass es mich dir Demostieren."

      Beni weigerte sich, auf Larrys Spielchen einzugehen. Klar, er, Dax und Oscar hatten gerade ein paar Kerle eiskalt ermordet. Vielleicht war es unklug, sich mit den Gesetzeshütern anzulegen, aber rennt eine Mafia etwa zur Polizei? Sicher nicht. Das waren dieselben Schurken wie die Räuber in Meridian. Doch als er Larrys süffisanten Blick sah, spürte Beni, dass er sich auf dünnem Eis bewegte. Im selben Moment setzte der Rotschopf noch einen drauf: Um Beni seine unumstößliche Macht zu demonstrieren, tötete er Dax mit einer einzigen magischen Entladung. Ohne Berührung, rein durch seinen Willen durchbohrte die Magie den Verwundeten. Beni knirschte so fest mit den Zähnen, dass es schmerzte. Verdammt, das hatte Dax nicht verdient. Er hätte ihm ja selbst die Kugel gegeben, um ihn von den Qualen zu erlösen – aber nicht so.

      "In dieser Welt, [i]Beni Darkwood, wird dich dein edler Mann nicht aus der Scheiße retten, wenn du unbedacht handelst...---"[/i]

      ER HATTE GENUG VON SEINEM GELABER!
      HÖRTE DER KERL SICH SELBST GERNE REDEN?!
      Beni konnte genau spüren wie er wegen ihm aus den Ohren bluten musste. Wie hart musste jemand von sich selbst überzeugt sein? Nur, weil er ein paar kleine Taschenspielertricks kannte. Zauberer...Hexer...Sie waren doch alle gleich!
      Am liebsten würde er es sofort mit ihm beenden. Dieser Mann war so respektlos gegen seinen Lord, dass es seine Pflicht war solch einen Kackhaufen zu vernichten. Er sollte genauso wie Infinity unter der Erde verweilen!

      „Dämlicher Funkenpuster!“, zischte er Larry ungefragt entgegen. Benis Miene verfinsterte sich zu einer brutalen Fratze. Er dachte gar nicht daran, auch nur ein einziges Wort von diesem Mistkerl zu schlucken. Seine Wut kochte über. Am liebsten hätte er ihm auf der Stelle die arrogante Hackfresse poliert, ihm die Ohrringe aus den Läppchen gerissen und seine Faust tief in diesem Gesicht versenkt. Doch bevor er auch nur zucken konnte, schnippte Larry lässig mit den Fingern. Mit einem Schlag lief die Zeit weiter. Die Stille zersprang, und im selben Atemblick stellten Oscar und Évrard fassungslos fest, dass Dax tot war. Beni ließ den Blick nicht von dem Hexer, mit einem tiefen Groll sah er ihn genaustens an, während ihn Larry noch würgte, sodass sein Hals brannte.



      "Siehst du, Oscar? Ich sage es dir immer wieder... Deine unerträgliche Dummheit wird dich immer wieder in genau solche Situationen bringen. Du bist nicht weiter als die Leichen, die hier liegen."

      Er hätte wohl sofort angegriffen und sich nicht mehr beherrschen können, wenn nicht direkt danach sein Smartphone vibriert hätte. Er hatte nicht viele Kontakte eingespeichert, weshalb seine gerade noch wütende Stimmung direkt kippte.
      Beni starrte auf sein Handy, bis seine Augen vor Verblüffung geradezu riesig wurden. Das durfte nicht wahr sein. Eine Nachricht vom Lord persönlich?! Korbos schrieb ihm fast nie. Genau genommen: absolut nie. Und das, obwohl Beni ihm jeden einzelnen Tag guten Morgen und gute Nacht wünschte – garniert mit gefühlt hunderten Selfies, indem er immer sehr reizvoll posierte. Ein winziger, naiver Teil von ihm hatte gehofft, dass der Lord ihm jetzt vielleicht ein eigenes Selfie zurückschoss. Stattdessen war der Text kurz, direkt und roch zehn Meilen gegen den Wind nach einem strikten Befehl.

      >>Verlass sofort die Sushi-Bar....<<



      Die Nachricht war unmissverständlich: Sie sollten die Sushibar verlassen. Benis Wangen wurden heiß. Beobachtete sein Lord ihn etwa auf Schritt und Tritt? Oder hatte Korbos durch Dax plötzlichen Tod Wind von der Sache bekommen? Ein kindlicher Impuls überkam ihn, einfach in die Luft zu winken, in der vagen Hoffnung, sein Lord würde ihm zusehen. Er verkniff es sich. Dennoch fragte er sich, warum Korbos ihn so eilig von hier abziehen wollte. Ein unzufriedenes Knurren entwich ihm. Sein grimmiger Blick wanderte von seinem Handy zu Larry. Wie gerne hätte er diesem Mistkerl den Hals umgedreht! Doch Befehl war Befehl. Zähneknirschend verstaute er das Smartphone und ließ auch seine Waffe in die Jackentasche gleiten, wo sie sich lautlos in magischen Staub auflöste.

      „Wir gehen, Ossi...“, murmelte er mit belegter Stimme und warf Dax Leiche einen letzten, wehmütigen Blick zu. Bald würde er sich auflösen, dann konnte Beni ihn zurückholen. Oder vielleicht gönnte er ihm auch einfach eine verdiente Pause in Lord Korbos Schloss. Eventuell wartete ja da sein Boyfriend auf ihn und dann konnte er sich mit ihm ein wenig vergnügen. Immerhin starb der arme Kerl ziemlich oft, Beni war ganz schön neidisch auf ihn.
      Er wollte sich schon abwenden, als er noch einmal innehielt und sich langsam zu Larry umdrehte. Er schwieg. Lange starrte er ihn einfach an, bis er sich doch von dem dunklen Gefühl, was das Dark Heart in ihm ausströmte leiten ließ. Das Dark Heart...Er spürte genau wie er sich weigern wollte von hier zu fliehen, er wollte jeden hier vernichten. Sein Blick bohrte sich schonungslos in diese unnatürlich roten Augen, während er Schritt für Schritt auf den Rotschopf zutrat.


      „Typen wie dich … gibt es wie Sand am Meer, Funkenpuster.“, zischte er abfällig, seine Stimme war tief und selbstbewusst.

      „Du hältst dich für allmächtig, bloß weil du ein paar billige Taschenspielertricks beherrschst. Ich habe null Respekt vor dir. Und weißt du was? Ich werde dich immer in denselben Topf werfen. Zauberer, Hexer … Ich hab sie alle schon gesehen, und einige hatten deutlich härteren Scheiß drauf als du. Aber im Kern seid ihr alle gleich. Verblendete, arrogante Schnösel.“

      Wie ein Blitz ließ er seine Faust auf Larrys Gesicht zuschnellen – und stoppte sie einen Millimeter vor dessen Nasenspitze. Der Befehl von Lord Korbos war absolut und Beni würde seinen Lord nicht enttäuschen. Statt also zuzuschlagen, öffnete er langsam die Hand und zwickte den Rotschopf mit zwei Fingern fast schon spöttisch in die Wange. Ein breites Lächeln zog sich über sein Gesicht, während er die Augen genüsslich geschlossen hielt. Doch als er sprach, klang seine Stimme plötzlich abgrundtief dunkel. Jedes einzelne Wort, das er Larry entgegenraunte, war von einer derart eisigen Ernsthaftigkeit, dass es einem Schauer über den Rücken jagte.

      „Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen, Funkenpuster …“, raunte er ihm ins Ohr.



      „Ganz besonders darauf, deine schreckliche, eingebildete Hexenfresse zu polieren. Wenn der einzige Weg für Ossi euch zu entkommen euer Tod ist … dann werde ich euch hinterrücks alle abschlachten. Wartet’s nur ab. Sobald ich meine Kräfte komplett beherrsche, komme ich zurück. Und dann seid ihr Geschichte...Weil ihr schlecht für meinen Meister seid.“

      Jedes einzelne Wort brannte vor eiskalter Ernsthaftigkeit. Schließlich ließ er von Larry ab, doch seine Worte waren noch nicht ausgeschöpft. Er dachte gar nicht daran, dem Kerl das letzte Wort zu überlassen.

      „Ihr Magier hockt in euren Zirkeln und behandelt normale Menschen wie Vieh. Du machst hier nichts anderes, du bist ein waschechter Hexer. Nur, weil du Magie beherrscht machst du auf dicke Hose. Du hast vergessen, dass es in Meridian nichts besonderes ist. Du bist nichts besonderes... Ihr seid der arroganteste Abschaum, der mir je untergekommen ist! Ihr habt keinen blassen Schimmer, wie man ohne Magie überlebt. Einen eurer Sorte habe ich schon einen Abhang hinuntergestoßen – ganz ohne Zauberei! Man sollte euch Hexen allesamt verbrennen, mitsamt Zauberer. Ich weiß nämlich ganz genau, dass ihr es auf meinen Meister abgesehen habt.“


      Er wandte sich ab. Larry war keine weitere Sekunde wert; der Lord hatte gesprochen. Beni trat an Oscar heran, packte ihn fest am Handgelenk und zog ihn hinter sich her zum Ausgang. Er würdigte den Rotschopf keines Blickes mehr.


      „Wir sehen uns wieder. Dann, wenn ihr es nicht kommen seht und am verwundbarsten seid … Verlasst euch drauf.“

      Ohne ein weiteres Wort trat er aus dem Sushi-Laden in die Nacht. Erst drei Straßen weiter lockerte er seinen Griff um Oscars Handgelenk. Erschöpft fuhr er sich mit der freien Hand durch die Haare.
      „Lord Korbos wollte nicht, dass wir da drinnen noch länger Zeit verschwenden. Er hat sicher vor, dass wir sie einfach ein andermal abschlachten“, schnaufte Beni und sah sich wachsam um.



      „Dieser Funkenpuster ist ein verdammter Hexer, echt widerlich. Wir müssen den Typen so schnell wie möglich eliminieren. Ich bezweifle stark, dass er irgendetwas Gutes für meinen Meister bedeutet.“

      Sein Blick fiel an ihnen herab. Ihre Klamotten waren derart blutgetränkt, dass sie so unmöglich weiterlaufen konnten. Beni selbst konnte sich leicht in seine wahre Gestalt zurückverwandeln, doch Oscar hatte dieses Privileg nicht.

      „Wir besorgen dir was Neues zum Anziehen von irgendeinem Wäscheständer“, bestimmte Beni pragmatisch und zerrte Oscar auch schon wieder in Richtung einer Reihe von Wohnhäusern.

      „So, fürs Protokoll: Ich hab dir geholfen und Dax ist dafür sogar draufgegangen. Wir sind also im Geschäft und können direkt weitermachen. Zeit, dass du mir bei den Typen aus dem Traum hilfst. Und die sechste Witch steht auch noch auf unserer Liste. Danach besuchen wir den Lord...“

      Oh...Oder sollte er ihn...einfach beschwören, sowie er es ihm gesagt hatte? Seine Wangen glühten nur bei der Vorstellung. Sollte er es wirklich wagen? Nein, dieses Privileg sollte er nur nutzen, wenn er alleine war!
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      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Liam Petrow
      Larry & Évrard

      „Wir gehen, Ossi...“
      Obwohl vor noch wenigen Augenblicken Beni noch gezeigt hatte bereit zu sein alle anwesenden hier fertig zu machen, änderte die Nachricht die er bekommen hatte wohl dessen Einstellung. Oscar bliebt noch verwirrt am Boden während er den Leblosen Dax in seinen Hände hielt...Gehen?
      Sie würden wirklich einfach jetzt gehen?
      Der Blonde bezweifelte zwar das die Sharks sie einfach davon kommen lassen würde aber Larry machte nicht den Anschein sie aufhalten zu wollen auch wenn der Blick von Évrard zeigte das ihm das so gar nicht passte...
      Allerdings herrschte zwischen Beni und Larry ein länger durchdringender Augenkontakt. Oscar zog irritiert seine Augenbrauen zusammen, es fühlte sich an als hätte gerade etwas Entscheides nicht mitbekommen.

      „Typen wie dich … gibt es wie Sand am Meer, Funkenpuster.“
      Larry musste zugeben, ein wenig war er von dieser Stumpfen Mut des Darkheart Trägers beeindruckt. Er ließ sich wohl nicht einschüchtern, ganz entgegenteil...Er konnte ihm Ansehen das der Drang ihn fertig zu machen nur noch größer geworden ist.
      Allerdings hielt Larry nicht viel von diesen närrischen Mut...In seinen Augen war es nur Verschwendung.

      „Du hältst dich für allmächtig, bloß weil du ein paar billige Taschenspielertricks beherrschst. Ich habe null Respekt vor dir. Und weißt du was? Ich werde dich immer in denselben Topf werfen. Zauberer, Hexer … Ich hab sie alle schon gesehen, und einige hatten deutlich härteren Scheiß drauf als du. Aber im Kern seid ihr alle gleich. Verblendete, arrogante Schnösel.“
      Obwohl dieser Kerl wusste nicht unsterblich zu sein legte er sich ernsthaft mit jemand an der in Lage war jemand innerhalb eines wimpernschlag zu erledigen.
      Es amüsierte ihn wirklich wie Beni ihn hier gerade versuchte zu provozieren...Er erkannte sofort Benis echten Vater in ihm wieder selbst in dieser vollkommend anderen Gestalt.
      Als wäre es erst gestern gewesen als dieser gerade mal 1,60 Cm kleine Kerl sich mit den damals Zukünftigen Sharks Mafiabossen angelegt hatte ohne den kleinsten Fünkchen von Respekt.



      Der Hexen Zirkel hatte keine mühen gescheut mehr über den kleinen Jungen in Erfahrung zu bringen welcher der Lord plötzlich aus dem nichts zurück nach Medrian mitgebracht hatte. Larry konnte es überhaupt nicht glauben...Hätte er gewusst das der Vater des Herzträgers ihm so nahe war...Er hatte ihm am liebsten sein verdammten Schwanz abgeschnitten um die Geburt zu verhindern...
      Tatsächlich schaffte es Beni wirklich...Wirklich sehr ihn wütend zu machen. Es ging ihm einfach nicht in den Kopf. Warum ausgerechnet so jemand ein Herzträger sein durfte!
      Blut war wirklich dicker als alles andere...
      Die absurde Beleidigung Zauber und Hexer in eine Schublade zu stecken überhörte er gekonnt...So jemand unterbelichtetes wie Beni...Der Schuld daran trug das ein so ausgesprochener, Talentierter Hexer sein Zirkel drohte zu verlassen....Unbegreiflich!!
      ER wäre ein so VIEL besserer Träger! Es war eine Verschwendung! Er musste unbedingt heraus bekommen wie der große Lord es geschafft hatte das Dark Heart für sich zu beanspruchen als Träger! Wenn der Hexen Zirkel erst einmal hinter dieser Macht gekommen würden....
      Larry lechzte förmlich danach Cornelius seinem Ex-geliebten als köstliche Sushi-Röllchen zu servieren!!
      Die Faust des Kerls schnellte auf ihn zu, kurz dachte Larry wirklich dieser Typ wollte sich doch noch mit ihm anlegen aber scheinbar hatte irgendwas mehr Kontrolle über ihn als sein eigener drang es ihm zeigen zu wollen.
      Diese Selbstbeherrschung hätte er ihn allerdings nicht zugetraut...

      „Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen, Funkenpuster …“
      Die Augen von Larry begann kleiner zu werden und ein Wahnhaftes grinsen umspielte seine Lippen. Für ein Augenblick Vergass er alles um sich herum, so viel Hass und Abscheu hatte er schon lange nicht mehr für jemand empfunden!





      „Ganz besonders darauf, deine schreckliche, eingebildete Hexenfresse zu polieren. Wenn der einzige Weg für Ossi euch zu entkommen euer Tod ist … dann werde ich euch hinterrücks alle abschlachten. Wartet’s nur ab. Sobald ich meine Kräfte komplett beherrsche, komme ich zurück. Und dann seid ihr Geschichte...Weil ihr schlecht für meinen Meister seid."
      Obwohl es dieser Kerl zu Hassen schien das zu viel geredet wurde nahm er wirklich sich die Dreistigkeit vor ihn drohen zu wollen...!
      Dieser Narr hatte nicht ein Hauch einer Ahnung mit wem und was er sich hier eigentlich anlegte! Doch Larry konnte darüber noch lachen, er bezweifelte das dieser versage es jemals schaffen würde das volle potenzial als Träger zu erlangen. In der Zukunft wo es nur noch Herzträger geben wird würde er schon dafür sorgen das Beni diesen Tag niemals mit erleben würde!

      ".... Du bist nichts besonderes... Ihr seid der arroganteste Abschaum, der mir je untergekommen ist! Ihr habt keinen blassen Schimmer, wie man ohne Magie überlebt. Einen eurer Sorte habe ich schon einen Abhang hinuntergestoßen – ganz ohne Zauberei! Man sollte euch Hexen allesamt verbrennen, mitsamt Zauberer. Ich weiß nämlich ganz genau, dass ihr es auf meinen Meister abgesehen habt.“
      So langsam schaffte es Beni wirklich ihn sauer zu machen, zum Glück lebte keiner mehr von denn Anderen...Das Gerede von Hexe und allem hätte jeden sicherlich noch verwirrt und auf falsche Gedanken gebracht. Der Leibwächter des Boss gehörte auch zu der dümmlichen Sorte und würde gewiss denken es liegt an den Drogen, dass Larry mit einer Hexe verglichen wurde. Daher brauchte sich der Rothaarige vorerst keine sorgen um seine Tarnung machen...
      Der erste Eindruck denn er aber hier erhalten hatte war klar...Er musste Nova sowas von in den Hintern treten diese Verliere ordentlich zu puschen...Anderern Falls sah er den ganzen Plan schon als gescheitert an.
      "Hmpf...Was labert der amigo??", grummelte Évrard und runzelte die Stirn, wie es Larry schaffte dabei Äußerlich gelassen zu bleiben?



      Und dieser Absurde Spitzname...
      Von was für einem Meister redete der Bursche?
      Ai Ai Aier....Vielleicht sollte er noch mal die Dosierung in den Sushis mit Dimitri besprechen?
      „Wir sehen uns wieder. Dann, wenn ihr es nicht kommen seht und am verwundbarsten seid … Verlasst euch drauf.“
      Jetzt hatte dieser Kerl die Dreistigkeit abzuhauen?!
      Sofort zog Évrard seine Pistole, also ob er die beiden Lebend davon kommen lassen würde!!
      "Tch, spar dir die Munition.", stoppte ihn Larry ernsthaft und drückte die Waffe wieder hinunter.
      Fassunglos knurrte der Leibwächter:
      "ÄH? Seit wann lassen wir kleine Fische davon kommen die nicht einmal Kohle einbringen!! Schau, dich um! Wer räumt das auf?!"
      Bruno wird enttäuscht von ihm sein!
      Argh, er hasste es wenn Bruno enttäuscht war...!!



      "Jetzt zieh nicht so ein Gesicht, ich kümmere mich um den Schaden und nimm die Schuld auf meine Schultern oder besser gesagt wir setzte es einfach weiter auf Oscars Schulden Liste...Außerdem hast du jetzt Zeit dich darum zu kümmern bessere Leute auszubilden die nicht so schnell die Löffel abgeben."
      Bei diesen Worte stieß Larry einen der am Boden liegenden Leichen an...
      "Hmpf, solche mierda passiert immer nur wenn du in der nähe bist! Du bist echt wohl echt Bruja!!", fluchte Évrard gereizt und stampfte zurück in die Küche. Was für ein beschissender Tag und umgelegt hatte er auch kaum jemand....
      Larry blieb zurück und besah sich das Chaose noch mal...
      "Tz...Nichts besonderes.", wiederholte die Worte von Beni noch einmal.



      "...Das werden wir wirklich noch sehen."
      ...........
      .....................
      ......................................
      .......................................................

      „Lord Korbos wollte nicht, dass wir da drinnen noch länger Zeit verschwenden. Er hat sicher vor, dass wir sie einfach ein andermal abschlachten“
      ...
      "Äh...", gab Oscar etwas leiser zurück...Er war etwas verstört von dem ganzen was sich gerade abgespielt hatte.
      Scheiße, hatte er vielleicht wieder ein Fehler gemacht und sich nur noch tiefer in Probleme geritten? Dieser Lord Korbos klang beinahe noch übler als die Sharks...


      Zudem kapierte immer noch nicht was er da gerade alles zu Larry gesagt hatte...Sowas irgendwie hätte er niemals dem Typen an den Kopf geworfen, einfach weil kaum glaubte das sich Larry davon überhaupt provozieren ließ...Doch der Blick eben von Larry...Er spurte es bis auf die Knochen...So wütend war Larry ihm gegenüber nie! Eher war er ihm ziemlich gleichgültig...Was zur Hölle war Beni nur für ein Mensch?
      Er...War tatsächlich etwas verstört...

      „Dieser Funkenpuster ist ein verdammter Hexer, echt widerlich. Wir müssen den Typen so schnell wie möglich eliminieren. Ich bezweifle stark, dass er irgendetwas Gutes für meinen Meister bedeutet.“
      "Larry...? Was will der denn von deinen Meister?", murmelte Oscar der nicht wirklich eine Antwort erwartet, die ganze Hexer Sache war viel zu absurd das er wirklich eine Antwort verstehen würde...Er hatte selbst Larry schon oft für alles verflucht aber nie hatte er ihn als Hexe gesehen...
      Außerdem wollte Oscar echt nicht wieder in den Knast...Mittäter bei Mord zu sein...
      Wobei sein Kleidung schon jetzt voller Blut war...Daher hatte Beni nur recht das besser wäre neue Kleidung zu suchen.
      Nicht das Larry am Ende doch noch die Bulle rief...
      Langsam griff Oscar in seiner Tasche, nach dem kranken Zeug brauchte dringend seine Zigarette...

      „So, fürs Protokoll: Ich hab dir geholfen und Dax ist dafür sogar draufgegangen. Wir sind also im Geschäft und können direkt weitermachen. Zeit, dass du mir bei den Typen aus dem Traum hilfst. Und die sechste Witch steht auch noch auf unserer Liste. Danach besuchen wir den Lord...“
      Oscar nahm ein tiefen Atemzug und pustet den qualm in den dunklen Nachthimmel...Dreck, hier kam er echt nicht mehr raus...
      Es war krass das Beni weiter machen wollte obwohl dieser Dax gerade gestorben war...
      Der andere musste echt ein eiskalter Killer sein!
      "Okay, machen wir...Dann mal weiter ich weiß schon wo Liam und Janon sein werden.", erklärte Oscar kurz.



      Er kapierte jedoch wirklich nichts...Wer war denn die Sechste Person?
      Oscar kratzte sich an der Schläfe und atmete schwer aus. Was dann auch den Lord betraff....Wenn der Kerl so war wie Beni ihn anbetete war er sicherlich ein ganz übler Kerl.
      Er hatte nie gedacht...Das gerade das Leben bei den Sharks vermisste.

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      Die Stille in Janons Wohnung war beinahe gespanstisch, nur durchbrochen vom leisen, monotonen Tippen auf einem Smartphone Display. Seit jener absurden, Entführung aus dem Krankenhaus hatte Liam die Wohnung nicht ein einziges Mal verlassen.
      Janon hatte seine Worte wahr gemacht und auf eine kranke, völlig verdrehte Art und Weise hatte Liam es einfach geschehen lassen.
      Mit einem leisen, schweren Seufzen, das mehr wie ein gedämpftes Schnauben klang entwich Liam während er allein in der Wohnung auf dem Sofa saß.
      Das dicke Leder des roten Halsbandes drückte spürbar gegen seinen Kehlkopf, während die Riemen des Maulkorbs, den er trug, unangenehm an seinen Wangen spannten.



      Es war ein bizarrer Anblick... Halb unfreiwillig, halb aus einer tiefen, unterwürfigen verlangen heraus, trug er dieses demütigende Zubehör, während sein Besitzer gerade draußen unterwegs war, um Besorgungen zu machen. Liam wusste selbst nicht genau, warum er sich nicht einfach davon befreite, solange Janon weg war....Oder wieso er dem überhaupt zugestimmt hatte. Vielleicht war es die Angst vor den Konsequenzen... Oder vielleicht war es dieser toxische, kleine Funken in seinem Herzen, der Janons brutale Besitzergreifung noch immer viel zu sehr genoss, nachdem er so großspurig gemeint hatte Janon nicht mehr zu brauchen und unabhängiger von ihm Leben wollte.
      Schwerfällig lenkte Liam seine Aufmerksamkeit wieder auf das leuchtende Display in seinen Händen. Er musste sich ablenken.... Wenn er schon wie ein Haustier benahm und sein Suga babe Job nicht wieder aufnahm, konnte er wenigstens produktiv sein.
      Seine Finger glitten über die Tastatur, während er unzählige Chatverläufe durchging. Die Wiedereröffnung seines Clubs, dem The Cage, duldete keinen Aufschub. Er klärte hastig Liefertermine für neue Spirituosen ab, verhandelte mit dem Techniker über die neue Musikanlage und bestellte massenweise neues Inventar, um die Brandschäden zu ersetzen, die ein gewisser Blondschopf angerichtet hatte.
      Plötzlich schrillte die Türklingel durch die Wohnung...!
      Liam schrak heftig zusammen und das Handy rutschte ihm fast aus den Händen. Unmittelbar nach dem Klingeln folgte ein dumpfes, aggressives Hämmern gegen die Tür, das definitiv nicht nach dem Postboten klang. Liams Herzschlag beschleunigte sich, panisch tastete er nach den Riemen seines Maulkorbs. Er konnte unmöglich aufmachen! Wenn ihn jemand so sah... Das ließ sich absolut nicht erklären! Er entschied sich, ganz still zu bleiben und den Atem anzuhalten, in der Hoffnung, dass der ungebetene Gast einfach wieder verschwinden würde!

      KRAAACH!

      Ein ohrenbetäubendes Splittern von Holz fuhr durch die ganze Wohnung!
      Die Wohnungstür flog mit einer derart brutalen Wucht auf, dass sie krachend gegen die Wand im Flur schlug und der Putz von der Decke rieselte. Liam sprang mit aufgerissenen Augen vom Sofa auf, das Herz bis zum Hals schlagend. Er fühlte sich beinahe wie in einem Horrorfilm versetzt!
      "Ups!~", tönte eine tiefe, viel zu gut gelaunte Stimme durch den Flur. "Janon hat wohl vergessen, mir den Zweitschlüssel zu geben! HahaHAha~"
      Mit schweren, lauten Schrittes spazierte Oscar in die Wohnung, als gehöre sie ihm.
      Doch der Anblick, der sich Liam bot, ließ ihn für einen Moment völlig vergessen, dass er gerade einen Maulkorb trug. Oscar trug ein Hemd, das ihm so offensichtlich nicht gehörte, dass es fast schon wehtat hinzusehen. Der Stoff spannte sich dermaßen extrem über Oscars gewaltige Brustmuskeln und breite Schultern, dass die armen Knöpfe jeden Moment wie tödliche Geschosse in den Raum zu platzen drohten. Das Hemd war mindestens drei Nummern zu eng und wirkte, als würde es bei Oscars nächstem Atemzug in tausend Fetzen reißen.
      "HALlOOHOO~! Ich hab besonderen Besuch mitgebracht!"



      Doch als Oscars massive Gestalt ein Stück zur Seite trat, stockte Liam endgültig der Atem. Hinter dem Blondschopf trat Beni in die Wohnung welcher nachdem Oscar die passende Kleidung gefunden hatte wieder zurück verwandelt hatte.... Liam blinzelte fassungslos. ... Der Traum... Es stimmte also wirklich! Beni hatte Oscar tatsächlich in der echten Welt gefunden, genau wie der Verrückte angekündigt hatte! Die absurde Realität dieser ganzen Situation brach mit voller Wucht über Liam herein. Er hatte schon gedacht Beni wäre doch so schnell wieder verschwunden wie er aufgetaucht war....
      "Ähm...J... Janon ist gerade nicht hier...", brachte Liam stockend und völlig perplex hinter seines Maulkorbs hervor. Seine Stimme klang gedämpft, aber man verstand ihn.
      Vielleicht aber war es gut so...Er wäre bestimmt ausgerastet wenn er mit erlebt hätte wie Oscar gerade seine Haustüre einfach eingetreten hatte!



      Doch das interessierte Oscar in diesem Moment absolut gar nicht. Seine Lila-bläulichen Augen fixierten Liam.... Sein Blick glitt über das dicke Halsband, die dunklen Riemen und schließlich den Maulkorb. Oscars Augenbrauen schossen dramatisch in die Höhe und er schlug sich die riesigen Hände theatralisch in die höhe.
      "Knirps! Was ist passiert?!", brüllte Oscar völlig überzogen und stürmte auf Liam zu, als hätte er gerade ein schreckliches Verbrechen entdeckt.
      "Warum siehst du so aus?! Hat dich dieser Bad Boy dazu gezwungen?! Hat er dich einfach so hier festgebunden?! Ich dachte er würde dich eher in ein peinliches Maidkleid stecken damit du noch süßer aussiehst...Aber das ist ja Diabolisch!"
      Liam wich unsicher einen Schritt zurück, die Wangen begannen bereits gefährlich heiß zu werden. Er wollte gerade ansetzen, um sich irgendwie herauszureden...schließlich hatte ihm Janon schon...Eine Wahl gelassen.....Und irgendwie hatte Liam das Gefühl gehabt sich bei Janon wieder gut zustimmen....
      Allerdings wandelte sich Oscars gespielte Besorgnis abrupt in pure, blanke Empörung! Der Riese stemmte die Hände in die Hüften, wobei das Hemd gefährlich knirschte und deutete wild auf sich selbst.
      "Wo ist mein Maulkorb?!", rief Oscar zutiefst beleidigt aus, als hätte man ihm gerade einfach vernachlässigt.



      "HUH?! Ich will auch von meinem Bad Boy so bestraft werden! Das ist total unfair! Wieso kriegst du die ganze geile Sonderbehandlung?! Habt ihr damit etwa extra gewartet bis ich weg bin?!
      Für ein paar Sekunden starrte Liam Oscar einfach nur stumm an.... Die schiere Absurdität dieser Situation, Oscar, in einem hautengen Hemd, der todernst eifersüchtig auf einen Maulkorb war, während er Beni mit geschleppt hatte der diese wilden Traum nun direkt in die Realität holte war einfach zu viel. Er schüttelte leicht den Kopf während ihm die Röte tief in die Wangen schoss....
      "Das... ist alles ein bisschen kompliziert, Oscar...", murmelte Liam und rieb sich verlegen den Nacken. Nun war er doch etwas froh darüber das Janon unterwegs war...Wären die beiden in mitten ihres Rollenspielchen herein geplatzt hätte sich Liam aus dem Fenster gestürzt vor scharm!
      "Das ähm....Ist...Keine S-strafe....Naja---eh...Vielleicht schon...Aber ich hatte die ...Auswahl...also...zwischen...-----Hach, ist auch egal....Ehh...Ihr könnt doch nicht einfach die Türe aufbrechen!"



      "Meinst du, Janon wird sehr böse sein wegen der Türe, hehe?~"
      Oscar legte den Kopf schief und blinzelte mit einer derart aufgesetzten, fast schon unheimlichen Unschuld, dass es in krassem Kontrast zu seiner massiven Erscheinung stand. Ein breites, diebisches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
      Nach dem ganzen schrecklichen Zeug das er innerhalb weniger Minuten erlebt hatte und vor allem Larrys fiesen Worte...Da brauchte er ein große Portion von Janon!
      "Ich HOFFE doch! Das wird ein Riesenspaß, wenn mein Bad Boy gleich ausrastet!"





      Mit einer achtlos abwinkenden Handbewegung wischte Oscar die zerstörte Eingangstür gedanklich einfach beiseite. Das war schließlich harmlos zu den ganzen anderen Zeug die er angestellt hatte!
      Er hatte gerade viel wichtigere und aufregendere Dinge zu berichten. "Aber hey, Knirps, du glaubst gar nicht, was wir gerade für einen krassen Trip hinter uns haben!", sprudelte es aus dem Blondschopf heraus, während er wild gestikulierte.
      "Wir waren in diesem dreckigen Sushi-Laden von der Sharks Mafia, weißt du? Da ging es richtig ab! Beni hier hat die Typen einfach komplett auseinandergenommen! Überall Blut, bam, bam, einfach zack, Gabel in den Hals! Der reinste Wahnsinn!"
      Oscar lachte auf, als würde er von einem spaßigen Actionfilm erzählen, während das Gesicht von Liam immer bleicher wurde.
      Er hoffte gerade zu tiefst das Oscar einfach nur betrunken oder auf Drogen war...
      "Gabel....?"
      "Aber dann... Mischte sich mein bescheuerter Ex-Freund Larry ein! Der Typ hat ernsthaft irgendwelche kranken Psycho-Tricks auf Lager! Die haben die Krankenschwester eiskalt gekillt! Richtig miese Nummer. Jedenfalls... Beni sammelt jetzt alle Wächter zusammen, damit wir denen irgendwann auch richtig in den Arsch treten können! Und wir dienen einem echt besonderen Typen!"
      Schwungvoll trat Oscar noch einen Schritt auf Liam zu. Das viel zu enge Hemd ächzte unter der plötzlichen Bewegung bedrohlich laut. Oscar faltete seine riesigen Hände fast schon andächtig und flehend unter seinem Kinn zusammen, schob die Unterlippe vor und sah Liam mit den größten Welpenaugen an, die er aufbringen konnte.
      "Bitte, bitte, Liam!", bettelte er mit einer völlig übertriebenen, lieblichen Stimme. "Du bist doch voll dabei, oder? Zusammen machen wir total cooles Zeug! Janon und Stanly werden sicher mitmachen wenn du dabei bist! Wir rocken das Ding!"



      Man sah deutlich am Geruch und an den geweiteten Pupillen von Oscar das er auf dem Weg ordentlich mit den Drogen sich vollgedröhnt hatte!
      Allerdings hatte Liam die Befürchtung...Das es die Wahrheit entsprach von dem er da fasselte.
      Oscar war sich sehr sicher, Liam war regelrecht das Magnet zwischen ihnen! Sie brauchten den Rotschopf unbedingt dabei wenn es was werden sollte mit dem Team!
      Liam blinzelte... Sein Verstand weigerte sich schlichtweg, diese absurde Flut an grausamen und völlig surrealen Informationen auf Anhieb zu verarbeiten.
      Tote? Blut? Eine Schießerei in einem Sushi-Laden?!
      Ein extrem unwohles Gefühl breitete sich in seiner Magengrube aus. Mit leicht zitternden Fingern griff Liam nach seiner weißen Tasse, die auf dem kleinen Tisch neben dem Sofa stand. Er umklammerte das warme Porzellan fast schon schutzsuchend mit beiden Händen und blickte unsicher zwischen Beni und dem völlig durchgeknallten Ex-Häftling hin und her. Der Maulkorb an seinem Gesicht fühlte sich plötzlich noch drückender an....
      Zwar konnte nicht aus der Tasse trinken aber gerade brauchte er einfach etwas in seinen Händen um nicht komplett zu glauben das erneut in irgend ein kranken Traum gefangen war...
      "Hört mal ihr...beiden .. Das hat überhaupt keinen Sinn", murmelte Liam schließlich leise und gedämpft durch das Gitter des Maulkorbs.



      Er senkte den Blick kurz auf seine Tasse, bevor er Oscar wieder ernst ansah.
      "Janon hat seinen Standpunkt im Krankenhaus mehr als deutlich gemacht... Er hasst alles, was mit diesem Traum zusammenhängt. Er will davon absolut nichts mehr wissen. Ihr braucht gar nicht erst versuchen, ihn umstimmen zu wollen!"
      Liam stellte die Tasse langsam wieder ab. Das Leder seines Halsbandes knarzte leise, als er tief Luft holte. Sein Blick wurde eindringlich und warnend:
      "Ich empfehle dir wirklich... sorge ganz schnell dafür, dass Beni hier wieder verschwindet. Wenn Janon gleich durch diese, nun ja.... Kaputte Tür kommt und euch hier sieht, mit all diesen Plänen... Dann wird er ganz sicher dafür sorgen, dass du ab heute Abend nicht mehr hier wohnst...Und dann bist du wieder obdachlos. Überstrapaziere sein Angebot lieber nicht!"
      Believe Me ~

    • Prinz Immensity & Queen Evanescence

      Der Weg vor ihnen ließ keinen Raum für Zweifel: Entweder sie entlockten dem Feenkönig seinen wahren Namen und gewannen dieses Spiel, oder sie mussten betrügen, um Eternity vor dem Untergang zu bewahren. Auf Immensitys Blutlinie lastete ohnehin schon ein Fluch, ein weiterer Regelbruch fiel da kaum noch ins Gewicht.Sein Schicksal, sich an diesen widerwärtigen König zu binden, schien besiegelt und er war bereit es zu ertragen. Er hatte unzählige Jahre mit seinem wahren Geliebten verbracht, sie hatten ein Kind zusammen – für diese Erinnerungen musste er dankbar sein. Manche Normalsterbliche erreichten nicht Mal ein Viertel des Liebesglücks, was er durch seine Familie erhielt. Es war nicht nötig, nach mehr zu greifen, wenn das Risiko für Eternity zu groß wurde.Doch jede Faser in Zenko rebellierte dagegen, das konnte der Prinz genau spüren. Mit einer beinahe krampfhaften Fröhlichkeit versuchte Zenko, die drückende Schwere im Raum zu vertreiben, genau wie er es immer tat, wenn alles aussichtslos schien. Er strahlte eine erzwungene, positive Energie aus, während Immensity leise und unbemerkt in sich selbst zerbrach. Woher hatte er diese Zuversicht? Oder war der Prinz gerade einfach zu niedergeschlagen und zu aussichtslos?

      "Hey, jetzt verlier mal nicht den Kopf! Wir werden diesen bescheuerten Feen-Namen schon irgendwie--“

      "...niemals herausfinden"

      Doch irgendwer von oben war umso negativer gestimmt, ihnen einen Sieg zu gönnen. Passiv stritt er sich mit Zenko, ob sie nun optimistisch oder pessimistisch den Weg weiter voranschreiten sollten.

      "Äh... wie ich sagte, wir müssen uns nur ein bisschen umhören und jemanden finden, der--"

      "...ebenfalls nicht existiert"

      "...Wer das wohl ist?", fragte Immensity in den Raum, doch wusste er bereits, dass alle ebenso ahnungslos waren wie er selbst. Noch nie zuvor hatte jemand aus dem Himmel mit ihnen gesprochen. Er fand es wohl nur nicht so verrückt - wie zum Beispiel Evanescence es fand - da Immensity immer ein wenig gläubig war. Wer wusste, ob nicht eine Art Bote mit ihnen sprach, der sie zum richtigen - oder wohl eher falschen Weg leiten wollte? Oneiroi war schon immer voller Mysterien...Da sie in einem solch' armen Planeten hausten, gab es viele Außerirdische, die versuchten ihre Heimat einzunehmen. Die Kriege...hatten den Planeten so verdorben wie er nun war.



      "Seist drum...Hahh...! Was ich sagen wollte ist das wir alle Möglichkeiten in Betracht ziehen sollten..!"

      Evanescence kapierte es nicht wieso dieser Zenko seine Luft an einen Typ verschwendete, der sich nicht einmal richtig zeigen wollte? Da die waren Elternteile ziemlich angespannt wirkten beschloss sie sich um ihren Sohn zu kümmern. Wie selbstverständlich hielt sie ihn in ihren Armen, so kleine Racker wurden doch schnell müde. Eternity erinnerte ihn ein wenig an Elisabeth - zwar deutlich größer, aber genauso süß. Er mochte es zu Babysitten, weshalb er die Zeit mit dem Jungen hier am meisten genoss.

      "Vielleicht hast du eine Idee wie wir am besten Anfangen sollen mit der Suche? "

      Wahrscheinlich fragte Zenko nur, um alle Möglichkeiten ergriffen zu haben. Er ging bestimmt nicht davon aus, dass sie eine Idee haben könnte. Da sie den kleinen Jungen schützen wollte, überlegte sie kurz - mit den Finger an ihrer Wange - wer ihnen wohl am besten helfen könnte? Wenn sie auf der Erde wären, dann wüsste er sofort, dass der Messiah zur Stelle war. Doch hier...gab es bestimmt keinen.

      "Hmmm...", grübelte sie ziemlich laut während Zenko vorschlug schnell aus dem Wald zu verschwinden. Eventuell...sollten sie doch überlegen, was dieser Planet zu bieten hatte?

      "Wir bräuchten einen Messiah...Jemanden, der ein Herz kontrolliert. Oder am besten das Herz persönlich, um sich von seiner Energie zu ergötzen. Denn einige Herzen sammeln viel Wissen. Wir brauchen entweder einen weisen Messiah oder ein Herz, was noch keinen Messiah erwählte.", schlug sie vor, auch wenn sie von ihrer eigenen Idee gar nicht angetan war. Für sie existierte nur ein wahres Herz. Das Herz von Kandrakar. Andere Herzen interessierten sie nicht. Doch ging es hier nicht um ein Problem von ihr persönlich, eventuell wäre dies eine Möglichkeit, wie diese Familie den schweren Schicksal entkommen könnte? "Aber ich bezweifle, dass wir so schnell an eins kommen."



      Noch während Evanescence ihren Vorschlag am liebsten wieder zurückgenommen hätte, kreuzte Immensity Zenkos Blick. Ein stummes Einverständnis lag zwischen ihnen – sie dachten haargenau an dasselbe. Sie kannten ein solches Herz. Und was Evanescence mit einem Messiah meinte, war in Wahrheit ein Herzträger. Immensity verstand sofort.

      „Es existiert ein solches Herz ... Das Herz von Oneiroi., brach Immensity schließlich das Schweigen. „Allerdings gehorcht es seinem Herzträger nicht, der...uns sowieso nicht helfen würde. Es verweigert die Bindung und lockt schlafende Menschen in Albträume, um sich von ihrer Energie zu nähren.“
      Die Königin zog ungläubig die Stirn in Falten. Ein Herz, das sich seinem Träger widersetzte und ernährte sich einfach von der Energie anderer? Wer wusste ob es stimmte... Ein unvorstellbarer Gedanke. Herzen wurden geboren, um zu dienen. Es widersprach allem, was sie wusste – doch sie spürte, dass Immensity sie nicht täuschen wollte.

      „Da uns jede andere Spur fehlt, sollten wir uns zu Zenkos Arbeitsplatz begeben“, schlug er weiter vor.



      „Zwar hat das Herz noch nie ein Wort in der Realität gesprochen, aber vielleicht lässt es sich auf ein Angebot ein. Vorausgesetzt natürlich, es besitzt tatsächlich die ihm nachgesagte Weisheit.“

      ...
      Obwohl es Evanescence eigener Vorschlag war gefiel ihr die Idee nicht ein solches sündhaftes Herz zu besuchen. Was war das bitte für ein Ding, was sich gegen sein Schicksal stellte? Das klang wie der Teufel des Herzens persönlich. Wenn Louis entscheiden dürfte, hätte er es schon längst vernichtet, egal wie viel Macht oder Wissen es sammelte. Auch wenn er gehört hatte, dass zerstörte Herzen einige Planeten auf einmal zerbersten können, bis sie selbst zu Staub zerfielen. Ein Glück gab es so etwas widerliches nicht auf der Erde oder gar in der Realität. In welchem Körper sich Louis auch immer befand - mit dieser Queen Evanescence wollte er nicht tauschen!

      "Ja, dann....Sollten wir zu diesem Teufel. Aber am besten bleibe ich dann mit Eternity weit weg davon und halte Wache von draußen. Bestimmt wird der Rest der Familie nämlich nicht so erpicht sein, dass wir uns am Herz des Planeten vergehen."



      So beschlossen alle, dass es das Beste sei, sich auf den Weg zum Schloss zu machen. Eine andere Anlaufstelle hatten sie nicht, und ein allmächtiger, allwissender Zauberer war weit und breit nicht innerhalb von drei Tagen zu finden. Der Einzige, der durch die gewebten Albträume den Namen der Feenkönigin kennen musste war das Herz von Oneiroi.
      Um von der Familie Korbos und den Wachen unentdeckt zu bleiben, schlüpften sie durch ein Loch im Zaun auf das Schlossgelände. Ihr Ziel war das ehemalige Observatorium, in dem das Herz seit Jahren gefangen gehalten wurde. Zwar bot sich ihm von dort ein freier Blick in die Weiten der Galaxie, doch es blieb unerbittlich eingesperrt.Wie abgesprochen blieb Evanescence mit Eternity draußen, um Wache zu halten – oder besser gesagt: Sie lenkte den kleinen Jungen mit Fingerspielen so gut wie möglich ab. Zenko und Immensity wagten sich derweil hinein. Sofort fiel ihnen auf, dass sie nicht allein waren.Direkt am Käfig des Herzens standen zwei Männer, die in eine nachdenkliche Diskussion vertieft waren. Der eine wirkte deutlich jünger und trug wunderschöne, weiße Engelsflügel auf dem Rücken. Der andere war zwar freizügiger gekleidet und brachte einen dunkleren Farbton mit sich, doch die blauen Schmetterlinge, die ihn umschwirrten, ließen keinen Zweifel daran, dass er ein Zauberer war, der höchsten Klasse.



      „Faszinierend … Es reagiert viel stärker auf dich, als ich vermutet hätte. Sobald ich auch nur einen Schritt näher trete, wachsen diese Ranken um es herum – ich glaube, das sollen Tentakel sein. Vermutlich stammte das Herz einst aus dem Wasser. Mein Großvater hat nicht eine einzige Aufzeichnung darüber hinterlassen, weswegen ich glaube, dass dieses Herz im Unbekannt war.“, grübelte Nuriel vertieft.



      Allein durch Micahs Anwesenheit hatte er heute enorme Fortschritte erzielt. Obwohl Micah kein Mensch war, sondern lediglich einer der vielen Klone seines Großvaters, hatte sich ihm das Herz von Oneiroi genähert – so weit die Gitter des Kerkers es eben zuließen. Natürlich konnte dies auch ein Zeichen dafür sein, dass es Micah schlichtweg zum Fressen gern hatte, doch selbst das war ein perfektes Ergebnis für seine Studien. Nuriel wollte dieses Herz unbedingt für sich beanspruchen. Es war keine Schöpfung seines Großvaters und genau das weckte seine unbändige Neugier. Was konnte es besser als … das Herz von Kandrakar? Und wieso hatte er Interesse an einem Klon, was nicht einmal sein Herzträger werden konnte?

      „Ich glaube, er spürt eine kleine Verbundenheit!“, erklang eine Stimme direkt hinter Micah. Es waren die Engelsflügel auf seinem Rücken, die wie von selbst sprachen. Dahinter steckte Eros, der sich kurz zuvor mit Micah verwandelt hatte. Zu dieser Zeit besaß er keinen eigenen Körper; er war untrennbar mit Micah verbunden. Micah war so etwas wie sein Herzträger, selbst wenn dieser Zustand durch ein Experiment von Mikhail erzwungen worden war. Künstliche Herzträger waren bei Weitem nicht so stark wie echte, weshalb Micah noch immer zerbrechlich war. Eros war gefangen im Körper eines Klons, dessen Schicksal es war, nur wenige Jahre zu leben, ehe er durch die nächste Iteration namens Micah ersetzt werden würde. Aber...dieses Schicksal fand er - anders als Micah - ziemlich romantisch!

      "Hmm...Woher hast du nur gelernt die Herzen so gut zu verstehen?", fragte der Zauberer nach, der nicht an alberne Verbindungen glaubte, die ohne Wachstum entstanden sein sollten. Er verfluchte seinen Vater und seine Mutter dafür ihn gezwungen zu haben immer Abstand von Herzen zu nehmen. Dabei wollte er genauso gut sich mit ihnen verstehen und mit ihnen etwas Neues erschaffen.

      „… Es gibt da einen jungen Mann, den ich in Oneiroi dabei erwischte, wie er ein Herz liebkoste … einen … magischen Gegenstand, den er beibringen wollte, was Liebe war. Er hat sich ziemlich gut mit Eros verstanden, woraufhin ich einiges von ihm abgesehen hatte - abseits des körperlichen Aktes. Seitdem habe auch ich versucht, mich mehr mit Eros zu unterhalten und … nun ja...Eros spricht jetzt wie ein Wasserfall mit mir und hört gar nicht mehr auf."

      "Verzeihung...Es ist nur schön, dass wir uns nicht mehr gegenseitig anschweigen."


      "Es ist in Ordnung...", hauchte Micah kurz, um Eros zu beruhigen, bevor er wieder Federn verlor. Er wusste, dass Eros schon seit Jahrzehnten von Klon zu Klon weitergegeben wurde. Da sie eine kurze Lebensspanne hatten, dachten wohl die meisten, dass es sich wohl nichts ändern würde, wenn sie noch Freundschaft mit dem ihnen aufgezwungen Herzen sprachen, dass angeblich Liebe und Hoffnung symbolisieren sollte. Dieser Micah war der erste Klon, der mehr als ein Regelwächter und Fluchbringer sein wollte. Deswegen...ging er Wege, die seine früheren Ichs nie gegangen waren.



      "...Daraufhin habe ich gelernt, mich mit ihnen anzufreunden und zu akzeptieren, dass sich die meisten von meinem Leid ernähren. Im Grunde genommen glaube ich, dass die Herzen gerne mit mir sprechen, weil sie wissen, dass ich nicht mehr lange zu leben habe. Sie zehren von meinem Neid., erklärte Micah, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nuriel hob nur verwirrt die Augenbrauen. Micah hatte also wegen eines Perversen angefangen, mehr mit seinem Herzen zu sprechen und dabei festgestellt, dass ihm sein Klon-Dasein nicht passte? Das klang in etwa so absurd, wie von einem Apfel getroffen zu werden, um die Gesetze der Physik zu verstehen.

      Micah senkte die Stimme, als er zu Nuriel sprach und legte eine Hand flach an den Käfig. Das Herz pulsierte und tobte im Inneren. Es wollte nicht noch weitere Jahrzehnte in diesem Gefängnis verbringen, doch in seinen Verstand konnte bisher niemand vordringen – nicht einmal Micah, der nur Impulse verstehen konnte. Ein Herz war nun einmal stets an seinen Herzträger gebunden …

      „Da du eine Menge Herzen kennst … welches wäre denn mit diesem hier kompatibel? Du weißt schon, so ähnlich wie bei uns Menschen mit der Blutgruppe. Gibt es eines aus Kandrakar? Oder in Meridian? Soweit ich weiß, gibt es in Oneiroi keine derart starken Herzen, die nicht sofort von Herzjägern eingenommen werden“, fragte Nuriel nun bestimmender. Micah erkannte sofort, dass der Zauberer auf etwas Bestimmtes hinauswollte, begriff jedoch nicht, worauf genau. Was führte er im Schilde?Da sie momentan jedoch zusammenhielten und Micah ihm für diesen Moment sein Vertrauen schenkte, dachte er ernsthaft über die Frage nach. Er zauberte mit einer Fingerbewegung eine Illusion, die ein Bild darstellte von einem jungen Mann, der so hell strahlte wie die Sterne. Nuriel zuckte bei dem Bild mit einem Auge, an ihn hätte er niemals gedacht...

      „Eros hat einen Bruder … Er ist ziemlich seltsam. Viel zu menschlich für ein Experiment und außerdem zeigt er sich nie in seiner wahren Form … Er spielt lieber Mensch, weshalb dein Großvater ihn nicht ausstehen konnte. Eros meinte aber, er sei unsterblich – und deshalb ziemlich robust. Ich schätze, er wäre kompatibel mit ihm? … Momentan versucht er nach Meridian zu gelangen, doch da ihm die Fähigkeit fehlt Portale zu erschaffen, sitzt er ziemlich fest.“

      "Er hat aber aufgehört bei jedem Trauerfall 3 Schüsseln Eis zu verdrücken, auch wenn ich es sehr stark verstehen kann!"



      Nuriel begriff sofort, von wem die Rede war. Das war doch dieser Izarra aus Kandrakar, der einst eine Affäre mit seiner Mutter gehabt hatte! Ein Glück – hätte Izarra ihn mit Eva gezeugt, wäre Nuriel heute ebenfalls ein magischer Gegenstand, ein Sklave der Zauberer… Er hatte seine Mutter ohnehin nie als vollwertigen Menschen betrachtet, anders als Bosco damals. Aber sollte dieser Izarra ernsthaft mit dem Herz von Oneiroi kompatibel sein? Der Versager, den man seine enorme Kraft gar nicht anerkennt? Er musste sich das Ganze erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Irgendwie musste er einen Weg finden, mit dem Herz von Oneiroi zu kommunizieren, aber wie? Vielleicht sollte er diesen Izarra nach Meridian bringen und sich mit ihm anfreunden. Er glaubte zudem, dass Bosco früher ihn als seinen Ersatzvater gesehen hatte, nachdem ihre Mutter zersplittert war und explodierte. Durch ihm hatte er es immerhin geschafft sich in Oneiroi einen Namen zu verschaffen - vielleicht konnte dieses Prototyp-Herz doch für etwas gut sein?

      Bevor er aber weitersprach hörte er klackernde Schuhe, die sich ganz klar in ihre Richtung bewegten. Die blauen Schmetterlinge um ihn herum kommunizierten mit ihm, als bereiteten sie ihn auf seine eigentliche Rolle vor. Keine Vergangenheit mehr, die hier für Unbekannte dargestellt worden war. Er verstand, dass hier nun der Forscher nicht mehr erwünscht war, sondern der Zauberer!

      "Oh, wir haben Besuch...!", benachrichtige er somit auch Micah, dessen Federn sich rapide aufstellten, als witterten sie Gefahr.



      Nuriels Gesicht lag im Schatten seines cowboyähnlichen Hutes, doch er beobachtete den Besuch ganz genau. Aha. Prinz Korbos, die Wache des Herzens und draußen warteten ihr Kind sowie die Königin von Meridian. Was für eine Überraschung. Die Schmetterlinge erinnerten ihn beharrlich daran, dass sie sich in einer Erzählung befanden – einem Märchen, das nur dazu erschaffen worden war, Chepi in einem guten Licht dastehen zu lassen. Letzteres interessierte ihn allerdings überhaupt nicht. Er war jedoch durchaus gewillt, für sie den Entertainer zu spielen, der sie ein Level weiterbrachte.

      Theatralisch verbeugte er sich vor ihnen, als wären sie sein Publikum.

      „Mein Name ist Nuriel Lozano, ein Zauberer vom Planeten Kandrakar. Verzeih, oh werter Yokai, Wache des Herzens, doch ich hatte einen wichtigen Termin mit deiner Ware, die du bewachen sollst. Als Entschädigung für mein Eindringen habe ich aber kein Problem damit euch in eurer misslichen Lage zu helfen. Mir ist leider schon zu Ohren gekommen, dass die arme Familie Korbos in einen Konflikt mit dem Feenkönig verwickelt ist.“




      Daraufhin deutete er auf Micah, der keine Anstalten machte, sich vorzustellen. Er wusste, dass sie ihn bereits alle kannten. Er war ziemlich unbeliebt, da er sich oft nur zeigte, um jemanden zu bewachen.

      „Und keine Sorge, Micah begleitet mich nur, weil er sehen wollte, ob man sich gut genug um das Herz kümmert. So etwas wie ein Sicherheitscheck auf der Erde. Aber ihr kennt den Planeten Erde bestimmt noch nicht. Irgendwann versteht ihr schon, was ich meine!“, quasselte der Zauberer munter weiter.

      Immensity blieb die Spucke weg. Warum … waren die beiden hier? War das reiner Zufall, oder hatten sie genau die Situation ausgenutzt, in der alle abgelenkt waren, um an das Herz heranzukommen? Eigentlich wollte Immensity gerade ansetzen, sie hochkant rauszuschmeißen, doch Nuriel hob nur warnend einen Finger. Er schob seinen Cowboyhut ein Stück nach oben, sodass man ihm direkt in die violetten Augen sehen konnte.


      „Ihr seid hier, um das Herz nach dem Namen des Feenkönigs zu befragen … richtig? Nicht einmal ich kenne ihn. Aber ich versichere euch: Für das Herz hier … wäre es ein Leichtes, ihn herauszufinden.“ Er grinste so zauberhaft, als wüsste er exakt, wozu das Artefakt in der Lage war – obwohl er eigentlich keine Ahnung hatte. Doch die blauen Schmetterlinge verrieten ihm, dass dieses Herz definitiv dazu fähig war. Es war seltsam, Schmetterlinge um sich zu haben, wo er doch Krähen und Raben bevorzugte. Aber es schien ganz so, als bestimme der Erzähler, was hier auftauchte. "Ich warne euch jedoch...Es ist ziemlich hungrig..."



      Immensity wusste, dass ihnen nicht viel Zeit blieb, weshalb er die Worte des Zauberers nur bedingt hinterfragte. Klar wirkte er ziemlich zwielichtig, doch was blieb ihnen für eine Wahl, als alles bestmögliche zu versuchen, um sich von diesem Vertrag zu lösen? Er blickte intensiv zum Herzens, was so hell in einem hellen violett leuchtete und dabei immer wieder eine magische Subtanz verlor, was in den Boden hineinsickerte.

      "...Bist du in der Lage das Herz zu verstehen? Wenn du mit ihm kommunizieren kannst, dann würden wir dein Eindringen hier vergessen."



      Daraufhin lachte der Zauberer etwas, so schnell konnte man sich also vor 'Problemen' retten. Doch Nuriel schüttelte nur den Kopf. Wenn er das Herz verstehen würde, dann wäre es schon lange nicht mehr in diesem schrecklichen Käfig eingesperrt, sondern schon längst in seiner Sammlung. Gerade als Immensity enttäuscht seine Schultern sank, zeigte Nuriel auf Micah, der sich hier wohl als bessere Hilfe herausstellte.

      "Ich nicht...Aber mein Freund hier kann mit ihm auch außerhalb eines Traumes kommunizieren. Er kann Herzen verstehen und mit ihnen kommunizeren. Wenn ihr Glück habt und das Herz euch ernsthaft zuhören möchte, dann könnte er euch seine Antwort übersetzen. Diese Gabe ist höchst selten...weshalb ihr wohl das Angebot lieber annehmen solltet.", sagte Nuriel extra über dramatisch während er sich an einer Wand lehnte. Nun das war doch hier Entertainment! Er konnte gleich mit ansehen wie sehr Micah mit dem Herzen kommunizieren konnte und dem Schicksal der Korbos weiter beim Gedeihen zusehen.

      "Ich soll einem Korbos helfen? ...Ich weigere mich diesen Regelbrecher, die mir extra Arbeit---", folgte es kleinlaut von Micah, der durch diese Korbosfamilie genug Probleme hatte. Durch ihn verlor er die Hälfte seiner Lebenszeit, nur weil sie für so viele Probleme sorgten. Doch Nuriel zog ihn an sich heran und flüsterte ihn etwas geheimnisvolles ins Ohr, woraufhin Micah nur seine Augen verdrehte. Plötzlich entflammte an seiner linken Gesichtshälfte ein Tattoo, was stark aufleuchtete und sich magisch bewegte. Noch verärgert stimmte er zu, auch wenn er seine eigene Meinung zu der Korbosfamilie teilte.

      ".....Also schön. Bald sind eure Regelbrüche sowieso nicht mehr mein Problem. Ich werde euch helfen und mit dem Herzen kommunizieren...wenn das Herz überhaupt mit euch sprechen möchte."



      Mit einem erneuten Seufzen streckte Micah seine Hand in den Käfig. Eigentlich keine gute Idee, schließlich hätte das Herz ihm ohne Weiteres den Arm abreißen können, was er schon bei den vorherigen Wachen angestellt hatte. Doch obwohl Micahs Hand ihm zum Greifen nah war, griff es nicht an. Stattdessen umschlangen die Tentakel sie fast sanft, als wäre das Artefakt schlicht neugierig auf diese Berührung. Micah schloss die Augen und stellte die Frage, deren Antwort die Familie Korbos so dringend suchte:

      „Verrate mir den Namen des Feenkönigs.“

      Zunächst herrschte Stille. Dann leuchtete das Herz noch greller auf als zuvor und ein ohrenbetäubendes Rauschen brach los, sodass sich sogar Nuriel die Ohren zuhalten musste. Die Erde bebte und einzig Micah blieb ruhig stehen. Er verlor dabei zwar einige Federn und seine Flügel zitterten vor Anspannung, doch er wich nicht zurück.Schließlich brach die Verbindung ab und Micah löste sich von dem Herzen. Er trat vom Käfig weg, sah erst dem Prinzen und dann Zenko direkt in die Augen.

      „Ich zitiere: Ich kenne den wahren Namen dieser grausamen Fee – von Chepi.

      Immensitys Herz machte einen Sprung. Das waren fantastische Neuigkeiten! Er hoffte, Micah würde den Namen nun einfach aussprechen, doch der sah sie nur völlig unbeeindruckt an.

      „Das Herz verkörpert die Sünde der Völlerei. Glaubt ihr ernsthaft, ihr bekommt eine solche Information, ohne ihm etwas dafür zu geben?“… Natürlich. Tiefe Enttäuschung machte sich im Prinzen breit, doch er war gewillt, absolut alles zu tun, um seinem Schicksal zu entkommen.

      „Was verlangt es?“
      , fragte er mit ernster Miene und trat einen Schritt auf Micah zu. Dieser wich instinktiv etwas zurück. Micah fokussierte sich voll und ganz auf die beiden; er wusste genau, dass dies eine Antwort war, die sie nicht hören wollten:

      „Es sagte: Töte deinen Bruder. Als Gegenleistung erhältst du den Namen des Feenkönigs, der dich vor deinem schrecklichen Schicksal bewahren wird.“

      Immensity riss ungläubig die Augen auf. Er hatte mit vielen grausamen Forderungen gerechnet, doch niemals hätte er gedacht, dass dieses Herz von ihm verlangen würde, seinen eigenen Bruder zu töten. Wieso nur? Seine Gesichtszüge gefroren zu Eis und ihm wurde mit einem Schlag speiübel. Er konnte doch nicht … seinen Bruder umbringen. Auch wenn er ihn oft herablassend behandelt, sich nie für ihn eingesetzt und ihn sogar gedemütigt hatte – tief in seinem Inneren schätzte er ihn noch immer. Egal wie viel Zorn er für ihn pflegte. Er hatte seinem eigenen Sohn sogar einen ganz ähnlichen Namen gegeben, als stummen Beweis dieser Verbundenheit. Und jetzt sollte er dieses Band einfach kappen und ihn ermorden?

      "Meinen...Bruder? Eternal?", fragte er noch einmal nach und Micah nickte daraufhin nur stumm.



      „Die Entscheidung liegt bei dir. Das Herz würde dir deinen Wunsch nach Freiheit liebend gern erfüllen. Doch Freiheit hat nun mal ihren Preis. Und jetzt solltet ihr euch besser beeilen und verschwinden. Ich glaube nämlich, dass es eurem Kind gerade gar nicht gut geht – genau wie dieser Königin …“, sagte Micah mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen und winkte ihnen fast schon beiläufig zu.



      Immensity wirbelte panisch herum. Eigentlich hätte er Evanescence und Eternity vom Fenster aus genau im Blick haben müssen, doch dort waren sie nicht mehr. Sie waren verschwunden! Von blanker Panik erfasst, stürmte er sofort los. „Eternity?!“, brüllte er, da er das Schlimmste ahnte. Er rannte, so schnell er konnte, nach draußen, um seinen Sohn zu finden, doch das Kind war mitsamt der Frau spurlos verschwunden. Das Einzige, was zurückblieb, war ein feiner Schimmer von Feenstaub, der auf dem Boden verstreut lag. Nuriel sah den Eltern nur beim Wegrennen zu, schade...die Show war wohl vorbei. Weswegen er sich wieder Micah zuwendete.

      "...Du bist mit Abstand der eigenartigste Klon meines Großvaters...Und doch ähnelst du ihm so stark. Er nahm auch gerne Risiken in Kauf, weshalb er wohl ziemlich stolz auf deinen Wunsch auf Freiheit wäre. Was ich nur nicht verstehen kann... Ich kenne viele, die ein Herzträger werden wollen...Aber...Ein Teil eines Herzens, nur um von seiner Position wegzukommen?...Du wirst keine Freiheit erfahren. Ich glaube dein jetziges Ich würde so nicht mehr existieren, wenn du diese Möglichkeit weiter in Betracht ziehst dich fressen zu lassen. Ich glaube...du würdest nur früher sterben, während das Herz von deiner Seele fressen würde...dann würdest du nur eine andere Leere erfahren, die vielleicht noch schlimmer ist als die Jetzige. Es könnte sogar sein, dass dieses Herz dich niemals fressen würde, weshalb du nur deine kurze Lebenszeit verschwendest. Vielleicht ist das kurze Leben doch ein wenig besser, als auf ewig im Fegefeuer - im Magen eines Herzens zu verenden?"

      Micahs rote Augen verschärften sich, es war selten, dass der Zauberer ihn versuchte auf seine Art und Weise zu warnen. Normalerweise tat er alles für die Wissenschaft. Wie sein Großvater es immer tat.

      "Dann werde ich diesen Wunsch so stark in meine Seele ritzen, dass der nächste Micah auch diesen Wunsch verspürt. Und...Jetzt unterlass es meinen Wunsch in Frage zu stellen, der ebenfalls einige Risiken eingeht. Bist du nicht derjenige, der ständig in andere Universen reißt und sich selbst umbringt, um noch länger zu leben und stärker zu werden? Ich weiß ganz genau, dass du sogar auf manchen Orten einen neuen Wirt zeugst, damit du irgendwann in ihn hineindringen kannst, sobald du zu alt geworden bist. Ich kenne die Regelbrüche aller Personen...", ermahnte Micah den Zauberer, verstummte. Ach, er konnte sogar in andere Universen hineinsehen? Diese Regelwächter waren wirklich allmächtig, auch wenn er den Beruf keines Falls in Betracht ziehen würde - viel zu viel Recht und Ordnung!

      "Ein kurzes Leben ist schrecklich - ich möchte noch einiges erleben...mehr musst du nicht wissen. Das Herz von Oneiroi möchte genauso...einfach frei sein, wir sind da auf der selben Wellenlänge. Ich muss nur...mich noch bessre mit diesem Herzen verständigen können."

      "Ha...Für meine Experimente könnte dein Opfer bedeutend sein, auch wenn deine Engelsflügel da wohl anderer Meinung sind. Das Schicksal der Karten hat mir schon lange deine Verbindung zu dem Herzen verraten. Ich werde dir bei deinem Wunsch helfen."

      Nuriel deutete auf den ganzen Federhaufen, als hätte hier jemand ein Hühnchen gerupft. Er mochte es wohl gar nicht, dass Micah Suizidgedanken verspürte, auch wenn es sein Freund als solches nicht empfand.



      "...Solange er jedoch der Herzträger von Eternal ist, können wir ihn nicht von hier wegbewegen. Aber...Wer weiß... Vielleicht hat sich dieses Problem in der heutigen Nacht erledigt.~ Dann werde ich zum ersten Mal Zeuge von einem Herzen, was sich von seinem Herzträger getrennt hatte, ohne zu zerbersten. Hoffe ich jedenfalls. Ob ein Herz ohne Herzträger überleben kann? Ich bin sehr interessiert~! Nunja, aber lass uns erstmals diesen Izarra einen höflichen Besuch abstatten!"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Zenko

      Auch Zenko fragte sich wer diese Stimme war...
      Vielleicht könnte man mit ihn verhandeln das er ihre Lage nicht ganz so aussichtslos gestaltete?
      Aber wie verhandelte man mit jemand denn man weder sehen oder berühren konnte?
      In der Hinsicht war der Yokai eher mehr als Ratlos...
      Aber zum glück war der Prinz genau so Ratlos und betitelte es nicht mit irgend eine merkwürdigen Gottheit.
      Die Gläube und Bräuche hier waren etwas gewesen woran sich der Yokai nie wirklich gewöhnen konnte...
      "Wir bräuchten einen Messiah...Jemanden, der ein Herz kontrolliert. Oder am besten das Herz persönlich, um sich von seiner Energie zu ergötzen. Denn einige Herzen sammeln viel Wissen. Wir brauchen entweder einen weisen Messiah oder ein Herz, was noch keinen Messiah erwählte."
      Wie aufs Stichwort erwähnte die Queen etwas von einem Messiah...Irgendwie kam ihn die Art wie sie redete unheimlich vertraut vor...
      Aber gerade wirbelten seine Gedanken und Erinnerungen sowieso sehr durcheinander...Wenn er nicht aufpasste verlor er noch den Bezug zur Realität.
      Es war schließlich für ihn ganz deutlich das dies hier ein Zauber war...Es fühlte sich an wie die Vergangenheit und trotzdem stimmten jedoch Ereignisse und Dinge nicht richtig über ein...Zudem hatte er immer wieder Gefühl gelenkt zu werden als hingen unsichtbare Fäden an ihm, sollte er versuchen ganz gegen diese Geschichte anzukämpfen.
      Daher bemühte sich Zenko seine Gedanken kontrolliert zu halten und sich zu Fokussieren.
      Immer wieder glitt sein Blick zu seinem Sohn der sich zum Glück Evanescence schnell ins Herz geschlossen hatte, normalerweise machten ihm Fremde Angst...Aber sie konnte sich erstaunlich gut um Kinder kümmern. So war die sorge zumindest gemindert, dass ihr Kind unter denn ganzen Druck denn sie jetzt hatte litt.
      Allerdings wäre es ihm lieber das die Queen in seiner näher nicht so viel von einem Messiah's redete....Wer wusste schon was für ein Einfluss das auf seine Zukunft haben könnte?
      Aber Zenko begriff schnell das es sich um besagten Messiah wohl um ein Auserwählten Herzträger handelte...Diese Personen waren oft von besonderer Magie umgeben, es war daher nur logisch zu denken das solch jemand ihnen helfen könnte einen Feen-Namen in Erfahrung zu bringen.

      „Es existiert ein solches Herz ... Das Herz von Oneiroi.

      Zenko unterdrückte in diesem Moment ein schweren seufzter....
      Am liebsten wäre es ihm gewesen wenn sie nicht das Herz von Oneiroi in Betracht zogen aber leider wusste er genau so gut....Wie weise dieses Herz war.
      Damit würden sie sich wirklich eine endlose suche sparen...



      Es würde ihn nicht einmal Wundern wenn dieses Herz nicht schon in den Träumen einer Fee sich hinein genistet hatte. Es war sehr...Gefährlich.
      „Allerdings gehorcht es seinem Herzträger nicht, der...uns sowieso nicht helfen würde. Es verweigert die Bindung und lockt schlafende Menschen in Albträume, um sich von ihrer Energie zu nähren.“
      Der Schweif des Fuchs Yokai zuckte unruhig während Immensity weiter erklärte.
      Schon etwas zu sehr hatte sich der Prinz für das Herz von Oneroi interessiert obwohl seinem Älteren Bruder diese bürde auferlegt wurde...Er wusste nicht warum der Prinz sich so sehr dafür Interessierte, ob es durch die Familie war oder er sich damit beschäftigte was Zenko über Jahre bewachen musste...Ihm wäre es lieber gewesen wenn sich der Prinz so weit wie möglich von diesen Herz fern hielt. Das sie nun genau dieses Herz in Erwägung ziehen mussten missfiel ihm wirklich sehr....Aber vielleicht bestand eine geringe Chance das genau richtige Lösungsweg war um schnell an den Namen der Fee zu kommen.
      Also strebten sie nun denn Ort an wo Zenko normalerweise arbeitete und seine Pflichten erfüllte.

      „Zwar hat das Herz noch nie ein Wort in der Realität gesprochen, aber vielleicht lässt es sich auf ein Angebot ein. Vorausgesetzt natürlich, es besitzt tatsächlich die ihm nachgesagte Weisheit.“
      ....Verhandeln mit diesem Herzen...War es überhaupt möglich mit diesen zu Kommunizieren? Begriff es überhaupt die Lage? Tief im inneren begann Zenko sich sogar zu fürchten das dieses Herz die Lage besser verstehen könnte als es sollte...

      "Ja, dann....Sollten wir zu diesem Teufel. Aber am besten bleibe ich dann mit Eternity weit weg davon und halte Wache von draußen. Bestimmt wird der Rest der Familie nämlich nicht so erpicht sein, dass wir uns am Herz des Planeten vergehen."



      Zenko atmete schwer aus.... Ein Teil von ihm war unendlich erleichtert über die Worte der Königin. Er ging vor seinem Sohn in die Hocke und strich dem kleinen Jungen mit einer Hand erstaunlich sanften Bewegung über das weiche, schwarze Haar.
      "Bleib bei ihr, hörst du?", flüsterte Zenko und versuchte, dem Jungen ein beruhigendes Lächeln zu schenken, auch wenn seine eigenen Fuchsohren vor innerer Anspannung flach anlagen.
      "Papa und dein Konkon sind bald wieder da. Wir holen uns nur einen Namen ab...."
      Eternity nickte brav, auch wenn er die großen Augen nicht von dem dunklen Wald und dem fernen Schloss nehmen konnte. Er klammerte sich noch ein wenig fester an Evanescence. Bei ihr fühlte er sich sicher. Das Wissen, dass sein Kind nicht in die Nähe dieses verfluchten Ortes musste, gab Zenko die nötige Kraft, sich abzuwenden und sich gemeinsam mit Immensity auf den Weg in die Schatten des Schlosses zu machen....



      Als sie sich durch das Loch im Zaun zwängten und den vertrauten, kalten Steinboden des Schlossgeländes unter ihren Füßen spürten, veränderte sich die Luft für Zenkos empfindsamen Instinkte. Sie wurde dicker. Kühler....
      Es war ein schleichender Prozess, wie ein unsichtbares Gift, das langsam in die Lungen sickerte.Eine schwere, melancholische Stille legte sich über Zenkos Geist, begleitet von einer unsichtbaren Melodie, die in seinem Kopf zu spielen schien, ein dekadenter, schleppender Rhythmus....
      Mit jedem Schritt, den er und Immensity sich dem alten Observatorium näherten, pochte die Aura des Herzens von Oneiroi stärker gegen Zenkos Verstand.
      Es war ein widerliches, pulsierendes Gefühl....
      Für Zenko fühlte es sich an, als würde er in ein altes Leben zurückkehren.
      Ein Leben, das jahrelang sein einziger Zweck gewesen war.
      Er war die Wache gewesen. Der Beschützer....
      Dieser kalte Ort, getränkt von der bösartigen Magie des Herzens, war sein Zuhause gewesen... Und doch war es nie ein echtes Zuhause gewesen.
      Es war ein Ort an dem er jeden Tag seine innere Willenskraft aufs neuste schärfen und stählern musste. Nur ein funken von schwäche oder unbedachtes Handeln...Es würde ihn verschlingen und womöglich nie wieder los lassen.
      Er sah das Gesicht seines jüngeren Bruders vor sich... Die Erinnerung war so scharf, dass Zenko unbewusst die Hände zu Fäusten ballte, bis die Knöchel weiß hervortraten.
      Er sah seinen kleinen Bruder im fahlen Mondlicht stehen, den zierlichen Körper zitternd, die Ohren schlaff herabhängend. Dicke, dunkle Ringe hatten die Augen des Jungen umschlossen, zeugten von Nächten voller unaussprechlichem Terror.
      Heiße Tränen waren über das von Erschöpfung gezeichnete Gesicht gelaufen.
      "Ich schaffe es nicht mehr, Bruder...", hallte die gebrochene, schluchzende Stimme durch Zenkos Erinnerungen.
      "Es... es frisst mich auf. Sobald ich die Augen schließe... diese Albträume... es hört nicht auf... Bitte..."



      "Warum...Warum müssen wir diese grässliche Pflicht auf uns nehmen?? Wie...Wie schaffst du es überhaupt zu schlafen?! Ich hab total Angst vor dem Herzen von Oneiroi! Es warte doch nur jede Nacht darauf meine Energie zu verschlingen!"
      Sein kleiner Bruder war dieser gewaltigen Aufgabe nicht gewachsen gewesen. Das Herz von Oneiroi war kein gütiges Artefakt... Es besaß tiefe, sadistische und gefräßige Züge.
      Es weigerte sich, Bindungen einzugehen und labte sich stattdessen an der mentalen Energie derer, die sich in seiner Nähe befanden. Es durchbrach die mentalen Barrieren der Schwachen, quälte sie mit ihren tiefsten Ängsten, bis ihr Verstand zerbrach. Zenko hatte zusehen müssen, wie sein eigener Bruder an dieser grausamen Pflicht zugrunde ging, die ihnen von der Korbos-Familie auferlegt worden war...
      Wie überaus kostbar dieses sadistische Ding für die Korbos war... Ein widerlicher Parasit, der in einem Käfig aus Prunk gehalten wurde, während er die Seelen seiner Wächter verschlang....
      Viele waren dieser Pflicht nicht gewachsen gewesen...Zenko zählte wohl mit einen der am längsten lebenden Wächter des Herzens.
      Warum Zenko selbst noch am Leben war?
      Warum er nicht denselben Wahnsinn verfallen war wie sein Bruder?
      Die Erinnerung wechselte, hinauf in die eisige, sternenklare Nacht.
      Zenko sah sich selbst.... Wie er auf den obersten, roten Holzbalken eines gewaltigen Torii-Tores saß, hoch über den Dächern und dem leuchtenden Nebel, direkt unter der schmalen Sichel des Mondes.
      Nächtelang....
      Wochenlang....
      Jahrelang....



      Sein Geist war immer schon anders gewesen.
      Sturer, mächtiger.... Während das Herz versuchte, mit seinen unsichtbaren, giftigen Tentakeln in seine Träume einzudringen, hatte Zenko mit der Zeit einfach aufgehört zu schlafen.
      Er hatte stoisch in die Dunkelheit gestarrt.... Seine mentale Festung war so gigantisch und undurchdringlich gewesen, dass die Albträume des Herzens einfach an ihm abprallten wie Regen an kühlem Stein...
      Er hatte gelernt, das Herz mit derselben kühlen Abneigung zu betrachten, mit der es die Umgebung ansah in welches es eingesperrt war.
      Er hasste dieses Ding.
      Er verabscheute die Gier der Korbos Familie die es wie einen Schatz hüteten wollten...
      ....Und nun kehrte er freiwillig genau dorthin zurück. Zusammen mit dem Mann denn er über alles Liebte...
      Diese Welt missfiel ihm wirklich sehr, es fühlte sich beinahe wie sein persönlicher Alptraum an, der über die Jahre nur darauf gewartet hatte endlich zuzuschlagen.
      Nur das der schuldige an dem ganzen nicht das Herz selbst war sondern dieser Feen-König mit seiner sündigen Maßlosigkeit.
      Ein leichtes Schaudern lief über Zenkos Rücken, als sie den Schatten des Observatoriums betraten. Seine Fuchsschwanz bewegten sich nun langsam und hypnotisch, eine unbewusste Reaktion auf die fremde Magie, die hier in der Luft lag. Er zwang die schmerzhaften Erinnerungen zurück in die hintersten Winkel seines Verstandes und baute seine alte, mentale Festung wieder auf. Das Herz durfte keine Schwäche spüren.... Nicht heute. Nicht, wenn Eternitys Zukunft auf dem Spiel stand!
      Sein Instinkt als Wächter erwachte schlagartig, denn die Luft schmeckte falsch.Jemand anderes war bereits hier...!
      „Mein Name ist Nuriel Lozano, ein Zauberer vom Planeten Kandrakar. Verzeih, oh werter Yokai, Wache des Herzens, doch ich hatte einen wichtigen Termin mit deiner Ware, die du bewachen sollst...."


      ".... Als Entschädigung für mein Eindringen habe ich aber kein Problem damit euch in eurer misslichen Lage zu helfen. Mir ist leider schon zu Ohren gekommen, dass die arme Familie Korbos in einen Konflikt mit dem Feenkönig verwickelt ist.“
      Wäre die Situation eine andere hätte er denn Zauber sofort für seine Dreistigkeit in Stücke zerfetzt!
      Niemand außer der Korbos Familie war es erlaubt---
      Doch seine Gelben Augen blieben an Micah haften....
      ...Bis auf diese jene Ausnahme. Ein tiefes Knurren blieb in seiner Kehle hängen....
      Ausgerechnet Micah war hier?
      Zusammen mit einem Zauber der sich viel zu sehr für das Herz zu Interessieren schien??
      Dieser Zauber redete einfach weiter...Dabei dachte Zenko nicht daran dieses Eindringen hier einfach Entschädigen zu lassen!
      „Und keine Sorge, Micah begleitet mich nur, weil er sehen wollte, ob man sich gut genug um das Herz kümmert. So etwas wie ein Sicherheitscheck auf der Erde. Aber ihr kennt den Planeten Erde bestimmt noch nicht. Irgendwann versteht ihr schon, was ich meine!“
      ....
      Die Augen von Zenko wurden von einen tödlicher schwarz gefärbt....
      Sein Schweif blieb in der Bewegung stehen und rührte sich nicht mehr während er die beiden durchdringend anstarrte.



      Die Erinnerungen von Zenko waren so wirr vermischt, dass er sich durchaus vorstellen konnte was mit Erde gemeint war.
      Doch gerade überschatte andere Gedanken und Empfindungen seinem Verstand...
      Er wusste wozu Micah fähig war und was seine Aufgabe war....Regel Brecher zu bestrafen.
      Nachdem sein Bruder seinen Posten hier aufgeben hatte...Bewegte er sich in eine vollkommend falsche richtung. Er schloss sich den Herzjägern an...Als könnte es etwas daran Ändern das er es schaffen könnte stärker als das Herz von Oneiroi zu sein. Schlimmer noch kam ihm zu Ohren das sein Bruder sogar...Andere Herzen verschlungen haben soll...?
      Dies entsprach nicht den Codex der Herzjäger welche versuchten die Herzen zu vernichten oder unschädlich zu machen...
      Es war ein vergehen Herzen, dessen Macht für sich zu beanspruchen wenn man kein Träger war. Sowas konnte das Gleichgewicht vollkommend in Gefahr bringen oder schlimmeres...
      Doch anstatt sich der Schuld hinzugeben war er schluchzend zu ihm gekommen.
      "Ich...ich hab nichts falsch gemacht...Bitte...!! Rette ...Mich! Ich wurde verraten...Ich hab nur getan was er gesagt hat! Zeno...Bitte...Hilf mir!!"


      Zenko wurde aus dem wirren geschluchze seines Bruders nicht schlau...Auch war kein Fünkchen reue in seiner Stimme zu hören. In den Augen der Korbos Familie war sein Bruder schon so ein Verräter...Die Pflichten die Zenko hatten saßen zu tief als das er sich für sein Bruder einsetzten konnte. Es war das letzte mal das er ihn gesehen hatte...Nachdem Micah...Sich um ihn gekümmert hatte. Er wusste bis heute nicht was die Strafe für sein Bruder war...Was aus ihm geworden ist....
      Vermutlich litt sein Bruder jeden weiteren Tag...
      Zenko bereute es ihn nicht getötet zu haben um ihn von der Folter zu ersparen, aber am Ende brachte er es nicht übers Herz sein eigenen Bruder zu töten.
      Der Anblick von Micah löste in ihm nur weitere unschöne Erinnerungen auf.
      Zenko wusste jedoch nicht was er gegenüber ihn empfinden sollte. So wie er erledigte er nur seine Pflichten. Es lag nichts Persönlich dahinter....
      Trotzdem stellte sich ihm das Fell argwöhnisch auf je länger er ihn schaute!
      Langsam begann sein Schweif wieder zu schwingen und genervt verscheuerte Zenko ein paar der blauen Schmetterlinge die von Zauberer ausgingen und sich wie Motten von Licht angezogen um sie herum tummelten.
      Allein zur Liebe für seinen Sohn und Immensity
      "...Bist du in der Lage das Herz zu verstehen? Wenn du mit ihm kommunizieren kannst, dann würden wir dein Eindringen hier vergessen."
      Gegen sein eigene Natur sich nciht sofort auf dem Mann mit dem bescheuerten Hut zu stürzen hielt sich Zenko zurück.

      "Ich nicht...Aber mein Freund hier kann mit ihm auch außerhalb eines Traumes kommunizieren. Er kann Herzen verstehen und mit ihnen kommunizeren. Wenn ihr Glück habt und das Herz euch ernsthaft zuhören möchte, dann könnte er euch seine Antwort übersetzen. Diese Gabe ist höchst selten...weshalb ihr wohl das Angebot lieber annehmen solltet."
      ....
      Micah kann mit Herzen kommunizieren? Das klang für Zenko im ersten Moment vollkommend absurd...Wer verstand schon die Sprache der Herzen? Das einzige das diese konnte war leuchten oder sich in einer nicht festen Masse bewegen....Misstrauisch behielt Zenko das ganze im Blick, er wollte hier nicht verarscht werden dazu war die Lage viel zu wichtig!!

      "Ich soll einem Korbos helfen? ...Ich weigere mich diesen Regelbrecher, die mir extra Arbeit---"
      "Grrrrrr.......", knurrte Zenko sofort wieder lauter. Jetzt verweigerte Miscah ihnen auch noch ernsthaft seine Hilfe?! Wie respektlos er der Korbos Familie gegenüber war!



      ".....Also schön. Bald sind eure Regelbrüche sowieso nicht mehr mein Problem. Ich werde euch helfen und mit dem Herzen kommunizieren...wenn das Herz überhaupt mit euch sprechen möchte."
      Allerdings schien der selbst ernannte Freund des Weißhaarigen ihn doch noch umstimmen zu können...
      Nun aber begann Zenko sich doch anzuspannen...Das war erste mal das er Zeuge davon wurde wie man mit einem Herzen kommunziert!
      Ob dieses Herz das er Jahre lang bewacht hatte sich weigern würde mit ihnen zu sprechen?
      Das wäre natürlich schlecht...Aber er konnte nicht einschätzten wie dieses Ding überhaupt tickte.
      Fassungslos beobachtete er wie Micah es wirklich soweit brachte seinen Arm diesem Gefährlichen Objekt hineinzustecken!
      Zenko war schon Zeuge davon geworden zu was diese Tentakel fähig waren....
      Umso mehr verwunderte ihn die Sanftheit....Wie schaffte das Micah ?



      „Verrate mir den Namen des Feenkönigs.“
      ...
      Nach einem Stille Moment ertönte ein lautes Raschen das so schmerzhaft in den empfindlichen Ohren von Zenko war das er vor ein Augenblick wie betäubt war.
      "Kchnng.....!!!"
      Als das Rasuche verklang blieben leichten Kopf schmerzen zurück aber es schien als hätte Micah etwas wirklich aus dem heraus verstehen können.
      „Ich zitiere: Ich kenne den wahren Namen dieser grausamen Fee – von Chepi.



      Zenko stockte für ein Moment der Atem...War...Das wirklich so?!
      Kannte dieses übermächtige Herz WIRKLICH Chepis Namen??
      Doch als würde der weißhaarige den beiden Elternteilen die Freude regelrecht im Gesicht absehen zerstörte er ihre Hoffnungen mit nur einem Schlag,
      „Das Herz verkörpert die Sünde der Völlerei. Glaubt ihr ernsthaft, ihr bekommt eine solche Information, ohne ihm etwas dafür zu geben?“
      Irgendwo hatte es Zenko schon geahnt und trotzdem machte ihn die Erkenntnis unsagbar wütend...Es zeigte ihm nur umso mehr wie Sündhaft und schlecht dieses Herz war...
      „Es sagte: Töte deinen Bruder. Als Gegenleistung erhältst du den Namen des Feenkönigs, der dich vor deinem schrecklichen Schicksal bewahren wird.“
      Zenko senkte seinen Blick als Micah die Worte des Herzen übersetzte....



      "Meinen...Bruder? Eternal?"
      ...Das war es was dieses verdammte Herz wollte?
      Dieses...Elende...Misstück.
      Zenko spüre wie der Drang in ihm auf kam sich in diesen Käfig hinein zu stürzen.
      Sicherlich ergötze sich das Ding auch noch daran das sein Herzträger getötet werden sollte am besten auch noch die Hand des eigenes Bruders.
      Er konnte seinen Geliebte niemals so eine Tat zu muten....

      „Die Entscheidung liegt bei dir. Das Herz würde dir deinen Wunsch nach Freiheit liebend gern erfüllen. Doch Freiheit hat nun mal ihren Preis. Und jetzt solltet ihr euch besser beeilen und verschwinden. Ich glaube nämlich, dass es eurem Kind gerade gar nicht gut geht – genau wie dieser Königin …“

      Plötzlich durch zog ihn ein heftig schock und er rannte sofort mit Immensity nach draußen.
      Der Anblick des zurück gelassen Feenstaub erklärte sofort das Chepi keine Geduld besaß...
      Dieser verfluchte Feenkönig hatte sie ernsthaft verschleppt?!
      Von aufgewühlten Gefühlen wirbelte sein langes Haar in der Luft obwohl ein Wind wehte.
      "Die Zeit verflog schneller als es die suchenden nach dem Namen ahnten....", ertönte der Erzähler.
      "Ihnen blieb nicht mehr weniger als 24 Stunden..."



      Diese Verfluchte verzauber Welt spielte einfach nicht Fair...
      Auf einmal hatten sie nur noch 24 Stunden??
      Niemals waren die Tage so schnell verstrichen...Kein Wunder das Chepi sich schon als sicher aus der Wette sah wenn er mit solch falschen Voraussetzungen schummelte.
      Doch mit einem mal setzte sich eine entschlossene Entscheidung in Zenko fest.
      "...Wir werden den Namen erfahren.", versicherte Zenko noch einmal mit fester Stimme als er sein Geliebten ernster ansah.
      "....Ich werde die Entscheidung dir abnehmen, Prinz...Lasst mich euren Bruder sein Ende setzten. Ich weiß am eigene Leibe wie schwer es ist sein eigenen Bruder töten zu müssen. Ich will euch diese Bürde nicht auferlegen...Uns bleibt nicht mehr viel Zeit es ist unsere letzte Möglichkeit, ich bezweifle das er uns Eternity Lebend zurück geben wird....Bitte erlaubt mir diese Chance zu ergreifen. Ich werde nicht zögern..."



      Ein schneller und schmerzloser Tod war das einzige das sie Immensitys Bruder geben konnten für sein Opfer....Für die Zukunft ihres Kindes!
      Für ein Augenblick sah Zenko seine Geliebten an aber dann wandte er sich entschieden ab, er wollte nicht das sein Prinz es ihm ausreden will oder am Ende doch selbst seine Hände Blutig machen wollte....Das ließ Zenko nicht zu...
      Zudem versuchte er sich eines einzureden.
      Das hier...Konnte nicht echt sein, es war nicht die Realität....Sie mussten mitspielen um hier raus zu kommen!
      Denn selbst wenn Zenkos Erinnerung noch wirr und betrübt waren. Etwas sagte ihm das es damals nicht so abgelaufen war...Umso mehr musste dieses mal er das Leben von Immensity Älteren Bruder beenden.

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      Ɇternity & Erzähler & ₩₳ⱠɆⱤłɆ

      Eternity war völlig außer sich.... Der plötzliche Szenenwechsel und die gewaltsame Trennung von seiner Familie hatten das fragile Gemüt des Vierjährigen endgültig überlastet. Dicke, heiße Tränen kullerten unaufhaltsam über seine rosigen Wangen, während er herzerweichend schluchzte. Mit kleinen, zitternden Händen krallte er sich panisch in Queen Evanescence' Kleid und presste sein verweintes Gesicht an sie. Alles hier war fremd, die Luft duftete viel zu süß, und die drückende, künstliche Perfektion dieses Ortes machte ihm furchtbare Angst....Eine weitere Überraschung bahnte sich an, als eine neue Präsenz aus den schillernden Rosenbüschen trat.
      Es war ein wahrhaft märchenhafter Anblick. Walerie schritt aus dem Schatten der Blüten in einem atemberaubenden, schwarz-roten Kleid voller feiner Spitze, Rüschen und Rosen. Ihr seidenweiches, weißes Haar fiel in makellosen Wellen herab, geschmückt mit schwarzen Schleifen. Sie wirkte wie eine lebendig gewordene Puppe aus einem edlen Bilderbuch.
      Mit einem honigsüßen Lächeln begrüßte sie die beiden im Feengarten von König Chepi.
      "Herzlich Willkommen in deinem neuem Zuhause, Eternity!"



      "Und sehet nur, wie weise und gütig die Vorkehrungen des edlen Feenkönigs doch waren!",
      tönte die Stimme des Erzählers erneut monoton durch den duftenden Garten, stets bedacht, Chepis Herrschaft in den hellsten Farben erstrahlen zu lassen. "Fort von jener kalten, trostlosen Wildnis, hinein in die wohlbehütete Obhut des wahren Vaters! Wie ein reizendes, kleines Vögelchen wurde der Junge hier empfangen, um fernab jeglichen Leids in unermesslichem Luxus zu baden. Gewiss, das arme Kind wusste in seiner Verwirrung noch nicht, welch grenzenloses Glück ihm zuteilwurde, doch der gütige Herrscher würde ihn schon bald eines Besseren belehren."
      Eternity zuckte bei den Worten und der fremden Anwesenheit heftig zusammen. Ein eiskalter Schauer lief über den Rücken des kleinen Jungen. Er blinzelte durch seine Tränen zu dem wunderschönen Mädchen hinauf und obwohl sie so lieb lächelte, schnürte sich seine Kehle vor unbestimmtem Unbehagen zu....
      Walerie neigte den Kopf, bemerkte das verweinte Kind und tat genau das, was die edlen Absichten des Königs untermauern sollte. Mit einer verspielten, fast theatralischen Geste drückte sie sich die Zeigefinger in die gepuderten Wangen und formte die Lippen zu einem erstaunten Oval.
      "Na sowas, warum bist du denn so traurig?~", trällerte sie mit glockenheller, unschuldiger Stimme.



      Sie ging in die Hocke, um auf Augenhöhe zu sein und zog wie durch ein Wunder einen zuckersüßen, rosafarbenen Plüschhasen hervor. "Wie herrlich und fürsorglich!", pflichtete der Erzähler sofort lobend bei. "[i]Welch armseliger Fuchs-Vater auf jener dreckigen Erde hätte dem Kinde jemals solche prachtvollen, reinen Gaben darzubieten vermocht? Hier im Reiche des Lichts gab es keinen Mangel, hier gab es nur die pure, unverfälschte Zuneigung des zukünftigen Königs."[/i]
      "Es gibt doch gar keinen Grund, traurig zu sein oder Angst zu haben, mein Kleiner", schnurrte Walerie sanft.
      "Du bist hier im Funkel-Paradies!"


      Der kleine Junge blinzelte.... Das Schluchzen stockte.
      Der rosa Hase sah so unglaublich weich aus, dass die kindliche Neugier langsam die Furcht überwand. Zaghaft löste Eternity seine Finger von Evanescence' Kleid und tapste einen Schritt auf Walerie zu, die Händchen nach dem Plüschtier ausgestreckt.Während Walerie dem Jungen das Stofftier überreichte, strafte sie Queen Evanescence mit völliger Missachtung, sie tat herablassend so, als sei die Königin von Meridian nicht einmal existent.
      Walerie schnippte mit den zierlichen Fingern.Mit einem Mal flammten tausende Lichterketten und magische Funken auf! Die Dunkelheit wich einem blendenden Märchenland aus Süßigkeitentürmen, glitzernden Schneekugeln, Spielzeugburgen und einer majestätischen Marmorstatue von Chepi.
      Walerie breitete stolz die Arme aus.
      "Sieh dir all das an!", jubelte sie. "Als zukünftiger Sohn des Feenkönigs wirst du so viele Geschenke bekommen! All deine Träume und Wünsche werden hier wahr werden und du musst niemals, niemals mehr einsam sein."



      Sie beugte sich näher zu Eternity vor und flüsterte mit einem fast schon überzeugenden, warmen Lächeln:
      "Dein Fuchsvater... Der hatte doch bestimmt kaum Zeit für dich, nicht wahr? Er war immer so beschäftigt und hat dir bestimmt nicht soooo tolle Geschenke gemacht. Aber Chepi... dein neuer Papa... Der ist so viel besser. Er wird dir die ganze Welt zu Füßen legen. Dein Vater Immensity wird so Glücklich bei ihm sein! Alles was du dafür tun musst, mein Kleiner ist dein neuen Papa zu Akzeptieren und dann wird dein Leben viel besser als zuvor~!"
      Believe Me ~

    • Ineb Chevrier & Janon Müntzer
      Bradford Timo Torres & Travis Stark

      [Montag, 13. April]




      Seit dem Vorfall im Wald und Harveys Geburtstag waren nun einige Wochen vergangen. Die WITCH-Jungs hatten ihren Weg zurück in den Schulalltag gefunden und konnten zumindest für kurze Zeit so tun, als wären sie ganz normale Teenager. Der Feind hielt sich fürs Erste still. Die Ruhe war fast schon verdächtig, doch die Jungs tauchten nur allzu gerne wieder in ihre alte Routine ein. Ausschließlich die Trainingseinheiten, die Izarra mit ihnen solange ausführte, aber die waren relativ gemütlich.
      Vor allem Ineb fühlte sich seit einem geheimen, aber sehr erholsamen Trip nach Meridian tiefenentspannt. Endlich hatte er den Kopf frei für die wirklich wichtigen Dinge, anstatt ständig wie ein sehnsüchtiger Verliebter an den Hexer denken zu müssen, oder ein Sexkranker. Die gemeinsame Zeit mit seinem Feind – insbesondere der Moment, in dem er ihn an den Baum gefesselt hatte – war ein derartiger Befreiungsschlag gewesen, dass Ineb nicht einmal mehr Wyatt anmaulte. Er war schlichtweg die Ruhe selbst. Er wusste nämlich, dass er sich und seine Situation wieder unter Kontrolle hatte!
      Alle Nebensächlichkeiten blendete er aus, um sich voll und ganz auf WITCH und besonders seine Freundin Amy zu fokussieren. Da an der magischen Front gerade kaum etwas passierte – was Ineb sehr begrüßte – und Izarra ohnehin irgendwann nicht mehr zum Training auftauchte (vermutlich hatte ihn wieder die Polizei verschleppt), nutzte er jede freie Minute, um tagein, tagaus mit Amy zu schreiben oder zu telefonieren. Die einzige wirkliche Herausforderung war das anstehende Schulfestival, das den Theaterkurs ordentlich auf Trab hielt. Ineb hatte sogar eine der Hauptrollen ergattert und zu seiner eigenen Überraschung störte es ihn nicht einmal, dass ausgerechnet Wyatt sein Bühnenpartner war.

      Es lief mit Amy einfach so perfekt, dass er auf Wolke sieben schwebte. Und als Krönung des Ganzen stand heute auf dem Schulfest ihr erstes richtiges Date an – zumindest ihr erstes persönliches, wenn man die ganzen virtuellen Treffen nicht mitzählte.

      Konnten die Feinde nicht für immer Ruhe geben?
      Wie schön doch die Welt war, wenn keiner versuchte einen in einen Traum zu zerren oder niederzumetzeln.
      Einfach schön...! C’est si beau!
      Es war wie Urlaub!



      Bevor ihr Date jedoch richtig losgehen konnte, stand noch eine kleine Pflichtaufgabe an: Zwei Kostüme mussten unbedingt zurück in die Theatergarderobe. Louis hatte sie sich von dort ausgeliehen, aber die flauschigen Hasenanzüge hatten ihren Dienst mittlerweile getan. Netterweise packte Amy direkt mit an. Während Ineb das helle Hasenkostüm auf den Armen balancierte, schleppte sie die schwarze Variante.

      „Merci, Amy, dass du mir beim Tragen hilfst“, sagte Ineb freundlich und warf einen Blick zu ihr hinunter. Seine Augen schimmerten genauso wie beim Hasenkopf, sie funkelten nahezu.

      „Ich habe sie für ein Fest gebraucht... ähm, an Ostern, und habe total vergessen, sie wieder zurückzubringen. Sobald die wieder an ihrem Platz sind, gehört der Tag ganz uns!“


      Kaum hatte er das gesagt, meldete sich sein Gewissen. Nicht nur, dass er sie gerade schlecht anlog, da er ihr offensichtlich die Wahrheit nicht offenbaren durfte, da sie ihn sonst als einen Geisteskranken abstempeln würde...War es eigentlich ungentlemanlike, seine Begleitung auf dem ersten Date direkt etwas schleppen zu lassen? Hoffentlich fühlte sie sich dadurch nicht ausgenutzt. Er nahm sich fest vor, sich nachher beim Essen angemessen dafür zu revanchieren. „Wir haben zum Glück noch genug Zeit, uns in Ruhe alles anzusehen. Unsere Schicht ist einer der letzten!“, fügte er schnell hinzu.

      „Witzigerweise arbeitet an fast jedem Stand einer meiner Freunde. Die haben sich bestimmt viel Mühe gegeben.“

      Genau deswegen hatte er sich schon jetzt einen Platz gebucht im Maidcafe. Die Schicht von Tyler wollte er nämlich nicht verpassen, als Freunde und Anführer sollte er natürlich jede WITCH bei seinen Aufgaben unterstützen und ihnen höflich entgegenkommen. Freundlich sah er zu Amy, doch sagte er für eine gefühlte Weile nichts. Er genoss einfach die Zeit mit ihr.



      Als sie den Kostümfundus des Theaters erreichten, meldete sich Inebs anderes Gewissen mit voller Wucht zurück. Zwar hatte er die flauschigen Hasenkostüme so gründlich geschrubbt, wie es nur irgendwie ging, aber eigentlich hätte er sie dem Theater einfach abkaufen müssen. Was er darin getrieben hatte ... war schlichtweg unverzeihlich. Würde er jemals wieder einen Menschen im Hasenkostüm sehen können, ohne sofort schmutzige, zweideutige Bilder im Kopf zu haben?! Das Gesicht des Hexer, sein tränenbefülltes Gesicht...es war noch immer tief in seinen Gedanken eingebrannt. Seit diesem Vorfall waren diese Anzüge für ihn das reinste Sinnbild der Wollust. Selbst Harvey hatte ihn schon gelöchert, warum er ganze zwei Hasenkostüme bei ihnen im Zimmer rumliegen hatte. Ihn kam wohl eher der Verdacht, dass er sich wieder mit Louis traf und weil er wusste, dass sein Freund dagegen war...log er auch hierbei. Er flehte sogar Tyler an ihn beim Lügen zu helfen. Tyler sollte sagen, dass er mit Ineb auf einem Geburtstag war, indem das Motto eben Hasen waren! Tyler vertraute er an, dass er mit seinen Bruder weg war, aber mehr sagte er ihm auch nicht. Die Röte im Gesicht verriet vielleicht genug...
      Vorsichtig, als würde er einen kostbaren Schatz beerdigen, legte Ineb die Kostüme in die Aufbewahrungskiste und faltete andächtig die Hände.

      Danke für eure treuen Dienste und es tut mir unendlich leid, was ihr durchmachen musstet, dachte er melancholisch. Innerlich vergoss er eine kleine Träne für seine nun überwundene Perversion. Doch ohne diese Kostüme hätte er sich niemals von seiner schrecklichen Sünde – seiner geradezu kranken Obsession für den Hexer – befreien können. Wahnsinn, was ein Paar plüschige Hasenohren bewirken konnten! Jetzt war er endlich wieder geheilt, heterosexuell und rundum glücklich. Ein ganz normaler Herzträger, der seine Freundin über alles liebte. Eigentlich sollte er von nun an jeden Tag zu Hasen beten! <3



      Kaum war die Kiste verstaut, griff Ineb zufrieden nach Amys Hand. Der Friedhofsbesuch - vor ein paar Tagen -hatte in ihm auch ein neues Selbstbewusstsein geweckt und ihn darin bestärkt, die Sache mit Amy nun endlich ernster anzugehen. Da er nun geheilt wurde nichts mehr Schwules anzustellen, versteht sich! Für einen spontanen Kuss fehlte ihm zwar noch der Mut, aber Händchenhalten fühlte sich genau richtig an. Als sie gemeinsam über die Flure liefen, spürten sie sofort die neugierigen und staunenden Blicke der anderen Studenten. Kein Wunder, schließlich galt Amy unangefochten als die Nummer eins der schulinternen Beliebtheitsskala. Ineb ließ das völlig kalt – für ihn zählte nur, dass sie die Nummer eins in seinem Herzen war. Aber für sie freute er sich, er hoffte, dass sie dadurch schneller Freunde fand oder gefunden hatte. Solche oberflächlichen Rankings hatten ihn persönlich noch nie interessiert, weshalb er nicht den blassesten Schimmer hatte, wo er selbst auf dieser Liste stand. Die neidischen Kommentare der anderen Jungs reichten ihm ohnehin völlig als Bestätigung, was für ein Glückspilz er war, mit dem absoluten Traumgirl des Campus auszugehen.

      „Sag mal, hast du eigentlich schon ein paar Freundinnen gefunden?“, fragte er sanft und sah sie von der Seite an.

      „In den Wochen, wo ich nicht da war, habe ich ja rein gar nichts mitbekommen. Ich hoffe wirklich, du hast ein paar Mädchen, mit denen du abhängen kannst.“



      Der Gedanke, dass Amy vereinsamen könnte, bereitete ihm Sorgen. Er riss sich zwar förmlich ein Bein aus, um immer für sie da zu sein und stellte seine eigenen Freunde ohne Zögern hinten an, wenn sie ihn brauchte. Doch ihm war klar, dass er echte Freundinnen nun mal nicht ersetzen konnte. Er selbst hatte leider keine platonischen Freundinnen – und wenn doch, hätte er den Kontakt vermutlich längst einschlafen lassen, um Amys Gefühle nicht zu verletzen. Man hörte ja oft genug, wie eifersüchtig Frauen auf so etwas reagieren konnten. Und keine Freundschaft der Welt war es wert, diese perfekte Beziehung mit Amy aufs Spiel zu setzen.

      "Oh, wir sind da! Lass uns direkt reingehen~."



      Neugierig drückte er die Tür zum Saal auf. Schon auf dem Flur war ihnen der harte Bass entgegengehämmert, für den sich die Studenten aus dem Sportkurs offenbar entschieden hatten. Es war zwar viel zu laut für die empfindlichen Ohren des Musikers, doch hoffte er, dass das nächste Lied einfach leiser war...oder sich jemand beschwerte. Trotzdem war Ineb innerlich schon ziemlich gespannt auf die Maidkleider, die die Mädchen tragen würden. Natürlich nahm er sich fest vor, nicht zu starren und erst recht keine blöden Kommentare abzugeben – Amy sollte sich schließlich nicht unwohl fühlen. Doch was ihn beim Hineintreten erwartete, traf ihn wie ein Schlag. Damit hatte er absolut nicht gerechnet. Die Mädchen aus dem Sportkurs trugen ganz normale Alltagskleidung und kümmerten sich lediglich um die Kasse. Die Jungs hingegen – einige von ihnen muskulöser, als Ineb es jemals werden konnte – steckten in niedlichen, mit Rüschen verzierten, kurzen Röckchen.

      Warum um alles in der Welt trugen hier die Männer die Maidkleider? Wer hatte sich dieses absurde Konzept ausgedacht, was wohl auch noch ziemlich gut bei den Gästen ankam! Die Tische waren alle besetzt, bis auf ihren reservierten! Tyler hatte ihm davon kein Sterbenswort verraten! Das war ja... irgendwie total schwul?! Aber andererseits... sahen die Kleider an ihnen auch verdammt süß aus?! Oh nein, so durfte er bloß nicht denken! Er hatte sich doch vor kurzem erst kuriert! Inebs Blick wanderte irritiert hin und her. Abgesehen von dem bizarren Anblick stank es hier im Raum nach Zigarettenrauch und, komischerweise, stark nach Alkohol. Waren sie hier nicht an einer Universität?! War so etwas überhaupt erlaubt?! Von Tyler fehlte jede Spur, doch stattdessen fiel Inebs Blick auf eine andere Gestalt, die ihm leider viel zu bekannt vorkam. Der Typ lehnte völlig gelassen an einem offenen Fenster und rauchte, während das lange Maidkleid so perfekt an ihm saß, als wäre es ihm auf den Leib geschneidert worden. Merde, war das nicht der Kerl, der Tyler vor längerer Zeit eine reingeschlagen hatte!? Die Erkenntnis traf ihn wie ein Hammerschlag. Stimmt ja, der Typ war mit ihm im selben Kurs. Das war Janon! Der komische Kumpel von Cabriel! Ein fieser Schlägertyp!



      Er zog Amy schützend etwas dichter an sich, denn er spürte förmlich, wie die Gefahr in der Luft lag.
      „Wir sollten lieber... gehen.“, flüsterte er ihr zu, den Blick starr auf Janon gerichtet. Dieses Etablissement war absolut kein Ort für ein süßes Mädchen wie Amy und er wollte sie auf keinen Fall in Schwierigkeiten bringen. Doch genau in der Sekunde, in der er auf dem Absatz kehrtmachen und den Rückzug antreten wollte, entdeckte sie eine der Maids und blockierte den Weg. Der muskulöse Kellner schien völlig überarbeitet zu sein und rief nur mürrisch einem anderen Jungen am anderen Ende des Raumes zu, der gerade hochkonzentriert ein Omelett mit Ketchup verzierte:

      „Travis! Neue Gäste! Übernimm du!


      Travis schrak zusammen wie eine aufgescheuchte Katze. Ein dicker, roter Ketchup-Strahl klatschte mitten auf das Omelett und ruinierte nicht nur sein mühsam kreiertes Kunstwerk, sondern direkt das komplette Gericht. Seine Augenbraue zuckte völlig verstört – er sah aus, als hätte er gerade versehentlich jemanden ermordet. Zehn verdammte Minuten hatte er an dieser scheiß Deko gesessen und jetzt war alles im Eimer! Es war schon demütigend genug, dass Russell ihn in dieses beschissene Maid-Outfit gezwungen hatte -er hatte ihn einfach mit seinem Körper abgelenkt!!!- und Janon einfach gelassen mitmachte, anstatt ihn zu unterstützen dagegen zu rebellieren. Aber nein, wegen Personalmangels musste er jetzt auch noch die verdammte Bedienung spielen! Mit einem lauten Fauchen riss Travis den Teller mit dem Omelett hoch und pfefferte ihn kurzerhand aus dem offenen Fenster. Wen das fliegende Ei da draußen treffen würde, war ihm in dem Moment völlig egal. Als Nächstes war der Tisch dran, den er mit einem aggressiven Tritt umwarf. Wutentbrannt riss er sich die weiße Rüschenhaube vom Kopf, feuerte sie auf den Boden und begann, mit seinen hübschen Ballerinas darauf herumzutrampeln. Sein Gesicht leuchtete feuerrot.

      „ERST SOLL ICH DIESE SCHEISS EIERDINGER BESCHRIFTEN UND JETZT AUCH NOCH GÄSTE BEDIENEN?! WIE SEHE ICH DENN AUS?! FICK DIESE GANZE KACKE HIER! DAS IST SO DEMÜTIGEND!, brüllte er durch den Raum in der Hoffnung, eine handfeste Rebellion anzuzetteln. Doch keiner der anderen Jungs würdigte ihn auch nur eines Blickes, Weicheier! Mürrisch funkelte er Janon an, der weiterhin stoisch seine Zigarette rauchte und das Drama komplett ignorierte. Travis schnalzte genervt mit der Zunge. Hatte der Typ es etwa ernsthaft geschafft, Larry flachzulegen und war deshalb auf einmal so zen-mäßig entspannt?! Wie ein Buddha rauchte er da!!! Da er von Janon keine Unterstützung zu erwarten hatte, fügte er sich zähneknirschend seinem Schicksal. Mit schweren, wütenden Schritten stampfte er auf die zwei neuen Gäste zu, wobei sein Gesichtsausdruck dem einer extrem angriffslustigen Katze glich.

      "HUH--WAS WOLLT IHR? WENN IHR NICHT RESERVIERT HABT DANN VERPISST EUCH!"



      Es fehlte wirklich nur noch, dass dieser dämliche Hurensohn Liam hier aufkreuzte, um sich als Ersatz-Maid anzubieten. Es ärgerte ihn so sehr, dass er jetzt auch noch ein Student in dieser Universität war! Allein deshalb dachte Travis gar nicht daran, seinen Posten zu räumen. Er spürte förmlich, wie Liam nur darauf lauerte, seinen Platz an Janons Seite einzunehmen, sobald auch nur ein einziges Kleid frei wurde. Er kannte diesen Reptil gut genug! Also spielte Travis lieber den Wachhund, um Liam bloß nicht in Janons Nähe zu lassen. Jedes Mal, wenn Janon mit Liam abhing, war er hinterher unerträglich mürrisch – da sollte er definitiv lieber noch ein paar Treffen mit Larry arrangieren.


      „Wir... haben reserviert...“, brachte Ineb etwas leiser hervor, nachdem Travis Geschrei gerade diabolische Ausmaße angenommen hatte. Allerdings waren diese flauschigen Katzenohren, die der Wüterich vom Boden auflas und sich wieder auf den Kopf setzte, einfach viel zu niedlich, um den kleinen Kerl wirklich ernst nehmen zu können. Auch wenn sein katzenhafter, durchdringender Blick durchaus etwas... Erschreckendes hatte. Ineb straffte die Schultern und stellte sich schützend neben Amy. Wenn es sein musste, würde er mutig sein – absolut nichts durfte dieses Date ruinieren! Gleich würden sie sicher an ihrem Tisch sitzen, und dann würde bestimmt der süße, harmlose Tyler ihre Bedienung übernehmen. Dann wäre die Welt wieder in Ordnung! Zumindest redete Ineb sich das ein. Die Menschentraube vor der Saaltür war mittlerweile nämlich so dicht, dass eine Flucht in der nächsten halben Stunde ohnehin völlig ausgeschlossen war. "Dürfen wir uns...also auf unseren Platz setzen?", fragte er schon fast provokant, denn war sowieso nur noch ein Platz frei, auf den RESERVIERT stand. Im Hintergrund lachte ein großer Rotschopf, der gerade dabei war mit zwei Männern auf einmal zu flirten. Ineb fragte sich ernsthaft, warum die meisten Kerle hier so...eigenartig hohl wirkten?



      „Dann sagt das doch gleich! Urgh!“, blaffte Travis, als hätte Ineb soeben ein Schwerverbrechen begangen. Doch bevor der wütende Kellner richtig Anlauf nehmen konnte, um sich mit Ineb anzulegen, schritt die Rettung in der Not ein. Ein großer Typ legte lässig den Arm um die Hüfte des Kleineren – eine Geste, die Travis sofort feuerrot anlaufen ließ. Mit einem geradezu fesselnden Blick beugte sich der Neuankömmling zu ihm hinunter und schenkte ihm ein unerwartet sanftes Lächeln. Ein Ausdruck, der so gar nicht zu dem harten Boxer passte und der dafür sorgte, dass Travis das Herz gefühlt bis in die Kniekehlen rutschte.

      "Janon...E-Ernsthaft...Hast du mit Larry Drogen genommen?", flüsterte er ihm leise zu, doch darauf erwiderte der Boxer nichts, als war es ein Geheimnis, was in der Sushibar passierte. Er war seitdem Wochenende nicht mehr der selbe, als wäre verhext worden!

      „Ich glaube, du brauchst eine Pause, Kitten. Geh raus zu Russell, der raucht eh gerade auf dem Hof. Ich übernehme die beiden hier“, schnurrte er leise, bevor er Travis einen leichten Klaps auf den Hintern gab, um ihn in Richtung Tür zu befördern. Völlig fassungslos und wie in Trance fasste sich Travis an den Hintern. Sein Gesicht glühte, als er stumm nickte. Dann rannte er los wie ein schüchternes Schulmädchen, das gerade von seinem absoluten Schwarm angesprochen worden war.

      „RUSSELL!! RUSSELL!! JANON HAT... JANON HAT MICH NETT ANGELÄCHELT!!!“, brüllte er durch den halben Saal, sodass Janon leicht peinlich berührt den Kopf schüttelte. Aber davon ließ er sich nicht beirren. Genauso wie Ineb - ohne diese Gemeinsamkeit zu benennen -teilte er sich heute eines: Die Innere Ruhe!

      Anschließend wandte er sich seinen neuen Gästen zu, wobei sich seine Augen berechnend verengten. Nanu, war das nicht..?
      „Setzt euch ruhig“, bot er an. Seine Stimme klang völlig tiefenentspannt, während er ihnen fast schon gentlemanlike die Stühle zurechtrückte. Janon zeigte sich so stark von seiner lieben Seite, dass er heute einer der beliebtesten Maids war. Normalerweise kassierte jeder nur einen giftigen Blick, wenn man nicht kleiner war als 1,80 Meter. Doch selbst gegen Riesen hatte er heute nichts.

      Doch als er Ineb die Speisekarte reichte und dabei lässig den Rauch seiner Zigarette ausblies, schien ihm plötzlich ein Licht aufzugehen. Ahja. Wie hatte er diese Schwuchtel nur vergessen können? Zuerst hatte er ihn glatt für diesen Beni gehalten!

      „Du bist doch der Freund von Tyler, oder? Lio, richtig? Hätte gar nicht gedacht, dass du auf Frauen stehst.“, stellte Janon amüsiert fest und lachte laut auf.

      Ineb stand komplett auf dem Schlauch. Das sollte wirklich der Typ sein, der Tyler das Leben zur Hölle machte?! Der Kerl wirkte absolut tiefenentspannt. Er hatte ihm und Amy sogar extrem höflich die Speisekarten gereicht. Klar, dass er mitten im Raum rauchte, war asozial, aber... er wurde nicht handgreiflich und riss keine bedrohlichen Sprüche. Er schien sogar zu wissen, wer Ineb war. Er erinnerte sich an den Kerl, der einfach ängstlich nebendran stand?! Wobei, Moment – hatte er ihn gerade unauffällig schwul genannt? Dieser Typ hielt ihn tatsächlich für einen Schwulen?! Warum?! Wegen diesem Kirchenvideo, wofür er nichts konnte?! Etwas kehrte die Nervosität in ihm zurück, doch er wollte sich nicht beirren lassen.

      „Wir sind einfach nur hier, um etwas zu essen... Meine Freundin und ich.“, stellte Ineb schnell klar.

      Das brachte Janon nur dazu, noch lauter zu lachen. Er spürte sofort, wie angespannt Ineb war; der Typ saß da wie auf glühenden Kohlen. Genau dasselbe Fluchtverhalten, das Tyler immer an den Tag legte, wenn Janon ihm näher kam.


      „Mhm... ja, ist klar. Putzig.“, schmunzelte Janon, ohne weiter nachzuhaken. Für einen Streit hatte er heute absolut keine Nerven, dafür war seine Laune viel zu gut. Und das hatte er einzig und allein der Begegnung mit einem ganz bestimmten Rothaarigen zu verdanken. Eigentlich, so dachte er amüsiert, sollte er Travis als Dankeschön den besten und schmutzigsten BJ verpassen, den der kleine Wüterich je erlebt hatte. Vielleicht machte er das ja später in der Umkleide, damit sich Tyler nicht Mal reintraute sich umzuziehen, während er Travis knallte. Er stand definitiv tief in Travis Schuld...während er Tyler tief verärgern wollte. Amüsiert legte er sich dies als seine Aufgabe für später in den Gedankenwarenkorb.



      Ineb dachte gar nicht daran sich von Janons Maid-Masche oder was auch immer das sein sollte einwickeln zu lassen. Dieser Typ war brandgefährlich. Sollte er es wagen, Amy auch nur einen schrägen Blick zuzuwerfen, würde Ineb sofort die Polizei rufen – oder alternativ Harvey, je nachdem, wer von beiden schneller vor Ort war! Tyler wollte er aus der Sache lieber heraushalten, schließlich hatte der arme Kerl nach der brutalen Abreibung eindeutig Todesangst vor Janon. Um sich psychisch auf das Schlimmste vorzubereiten, schob Ineb vorsichtshalber seine Brille hoch, falls es gleich zu einer Prügelei kam.

      Eigentlich seltsam... Immer wenn er zu lange in Janon Gesicht starrte und diese violetten Augen musterte, musste er sofort an Wyatt denken. Kein Wunder bei der Augenfarbe – einfach zwei absolute Perverse! Plötzlich traf ihn ein weiterer Gedanke wie ein Schlag: Wollte Wyatt nicht auch zu diesem Fest kommen? Oh - mon Dieu, er hoffte inständig, sie würden erst nach ihm und Amy auftauchen. Vermutlich würde Wyatt wieder im Doppelpack mit Cabriel anmarschieren, nur um die Welt an seiner homosexuellen Ekstase teilhaben zu lassen – und das ausgerechnet vor Amys Augen! Gegen Harvey und Yuuto hätte er ja absolut nichts gehabt, aber ein bisschen ungestörte Zweisamkeit mit seiner Freundin wäre jetzt tausendmal besser. Tyler als Maid war ja Single oder so, das war okay. Er hatte jedenfalls noch nie seinen BF gesehen, obwohl Wyatt behauptete, dass es wohl ein Kerl namens Brad war. Aber dieser Kerl existierte bestimmt nur in Wyatts ausgemalten Fantasie.

      „Ich empfehle euch ja das Omelette, du bist doch so ein Franzosenfuzi. Der Koch ist übrigens dieser süße Typ von Tyler, ein echter Chefkoch~“, plauderte Janon völlig ungezwungen drauf los. Ineb dachte gar nicht daran, sich abwimmeln zu lassen, merkte aber schnell, dass Janon so bald nicht verschwinden würde. Warte- der Chefkoch war Tylers Boyfriend?! Er hatte also doch einen?! War das dieser Brad? Mist, warum war alles voller Schwule?
      „Wir... schauen selbst...“, presste Ineb eiskalt hervor und klappte die Speisekarte auf. Der Kerl vor ihm nervte ihn so langsam.

      Janons Antwort war ein schallendes Lachen, als stünde er unter Drogen. Der Kerl fand hier wohl alles zu lustig! Lässig nahm er noch einen Zug von seiner Zigarette, was Ineb mit einem angewiderten Nase-Rümpfen quittierte.



      Völlig entspannt legte Janon Ineb eine Hand auf den Kopf und tätschelte ihn gönnerhaft, ehe er wieder abließ. Unter normalen Umständen hätte er diesem Typen jetzt die Brille von der Nase gerissen und ihn seine Finger kosten lassen. Aber nicht heute, nope. Schließlich hatte er nicht vergessen, dass Ineb ebenfalls zu Harveys Freundeskreis gehörte – an dem er sich nach wie vor ranmachen wollte, der Hahn gehörte bei ihm. Einzig bei Tyler machte er eine Ausnahme; den würde er selbst dann flachlegen, wenn er Harveys bester Busenfreund war. Den wollte er blutig reiten. <3 Er wartete nur auf die perfekte Gelegenheit und musste sichergehen, dass nicht Samuel bald aufkreuzte, der sozusagen Tylers weiße Fahne war.

      „Warum so nervös? Klar, wir hatten keinen guten Start, aber das ist Schnee von gestern. Ich bin überhaupt nicht mehr sauer, dass Tyler im Kampf geschummelt hat... Also komm runter und entspann dich. Solange man nett zu mir ist, bin ich es schließlich auch! Ehrenwort!“, beteuerte Janon und gab sich die größte Mühe, verständnisvoll zu wirken.

      „Und in einem Maid-Café... ist die Maid eben dazu da, um zu dienen, wisst ihr? Also... bewege ich mich hier keinen Millimeter fort, bis ich sehe, dass ihr zwei ein Lächeln im Gesicht tragt~“, säuselte er in einem Tonfall, als würde er zwei schwer erziehbare Idioten betreuen. Das Verrückte war nur: Sein Lächeln wirkte nicht mal gespielt, sondern fast schon unheimlich aufrichtig.
      Ineb hingegen stand kurz vor dem Herzinfarkt und blickte sich panisch im Raum um. Wo blieb verdammt noch mal Tyler?!



      „Dann... such dir Mal etwas Schönes aus, Amy! Der Kuchen sieht super lecker aus! Du mochtest doch...Erdbeeren! Dann wäre vielleicht das hier was für dich.“, sagte Ineb und gab sich alle Mühe, möglichst entspannt zu wirken. Er hatte die Lage vollkommen unter Kontrolle und würde sich die Laune ganz bestimmt nicht von diesem seltsamen Boxer verderben lassen. Auch wenn er einmal ihn sogar LIVE im Fernsehen sah, wie er jemanden verprügelte. Er...war wohl als Underground Boxer begannt und konnte gut jemanden die Zähne ausschlagen und das als Student!
      Doch das musste er augenblicklich vergessen! Keine Angst hier! Die war verboten! Immerhin verbarg sich in seiner Tasche noch ein ganz besonderes Geschenk für Amy, das er ihr beim Essen überreichen wollte. Sein ganzer Abend war nach einem perfekten Masterplan durchgetaktet, der im besten Fall sogar in einem echten Kuss enden sollte, wenn alles nach Plan lief. Er hatte sich sein erstes echtes Date immer so märchenhaft romantisch vorgestellt – und wo ging das besser als auf einem Schulfest? In Anime-Serien sah das schließlich auch immer mega süß und herzig aus!

      Währenddessen hatte Brad das amüsante Schauspiel von Weitem beobachtet. Er wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel, weil er es einfach liebte, wie durch den Wind Janon gerade wirkte. Ganz verbergen konnte er seine Sorge allerdings nicht: Er hatte von Travis gehört, dass Janon mit Larry rumgehurt hatte – einem Typen, der für jemanden wie Janon absolut unberechenbar und gefährlich war. Aber gut, er war nicht Janons Erziehungsberechtigte und da Janon aussah, als ginge es ihm blendend, hielt er sich raus. Doch bei dem Pärchen drüben hielt es ihn nicht mehr länger - er musste eingreifen. Mit einem schwungvollen Fußtritt schwang die Küchentür auf. Dahinter hatte sich Tyler verschanzt, der zusammen mit ein paar anderen Schülern in Hektik die Gerichte vorbereitete.

      „Heeeeeeeyyy, Sportskanone!“, schmetterte Brad durch den Raum und pfiff anerkennend. Der Kerl hatte ja Beinmuskeln, die er jetzt zu Show stellte, hätte Brad gar nicht für möglich gehalten!

      „Mhhhmmmm, du siehst heute mal wieder absolut zum Anbeißen aus! Lass mich kurz anfassen!“, rief er, leckte sich gierig über die Lippen und griff Tyler direkt beherzt an den Hintern. Bewertend massierte er ihn und knetete ihn durch wie einen fluffigen Teig.

      „Uff, absolute Note eins! Krass! Du stählt deinen Körper wohl regelmäßig, was? Der Hintern ist auf jeden Fall verdammt knackig!“, kommentierte er völlig schamlos die Körperrückseite des Sportlers und kicherte schadenfroh. Bevor Tyler reagieren konnte, tippte Brad ihn mit dem Zeigefinger ungeniert gegen die Stirn.

      „Dein bester Fuckbuddy ist übrigens gerade eingetroffen. Beweg deinen Hintern rüber zu Janon und ihm und leiste ihnen Gesellschaft. Na los, stell dich nicht so an! Sonst verpetz ich Samuel, dass du ein kleiner Nichtsnutz bist~~.“, triezte er Tyler. Brad grinste von einem Ohr zum anderen.



      Er wünschte sich nichts sehnlicher, als dass jetzt ein strenger Lehrer, der Direktor oder womöglich Samuel den Raum betreten würde, um ein blutiges Gemetzel anzuzetteln – aber leider war weit und breit kein Retter in der Not in Sicht. Also musste er sich seine Unterhaltung eben selbst machen. Mit seiner ganzen Kraft zerrte er Tyler aus der Küche, zwinkerte Zeth zu und schubste ihn dann einfach Richtung Inebs und Amys Tisch, ihm egal wie hart er wegen den Schubser fallen würde.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Prinz Immensity & Lord Eternal & Queen Ephemerality

      "Ihnen blieb nicht mehr weniger als 24 Stunden..."


      Die Zeit war zu ihrem größten Feind geworden. Jeder verronnene Moment schmälerte ihre Chancen gegen den Feenkönig, während Chepi längst nach ihren eigenen, grausamen Regeln spielte. Doch die schwerste Last trug Immensity: Um den wahren Namen des Feenkönigs zu erfahren, verlangte man von ihm eine unverzeihliche Tat, die ihm die Kehle zuschnürte. Er musste das Blut seines eigenen Bruders vergießen.Es gab keinen Ausweg. Stünde das Leben seines Bruders gegen das seines Sohnes und seines Geliebten, stünde seine Wahl unverrückbar fest. Doch das Gift des Zweifels fraß sich tief in seine Seele. Was, wenn das alles nur eine perfide Falle war? Wenn er am Ende mit blutbefleckten Händen dastand, verflucht als Brudermörder, für immer verbannt von den Menschen, die er um jeden Preis retten wollte? Die schiere Ausweglosigkeit drohte ihn zu erdrücken. Für einen dunklen Moment fragte er sich, ob er die Waffen einfach niederlegen, sich seinem Schicksal ergeben und Chepis Gatte werden sollte. Niemand würde ihnen zur Seite stehen. Das Schicksal selbst forderte ihren Untergang.

      "...Wir werden den Namen erfahren."

      Die unerschütterliche Zuversicht in der Stimme seines Mannes traf Immensity völlig unvorbereitet. Als Zenkos ernster Blick den seinen fand, schluckte der Prinz schwer. In den Augen des Yokai lag nicht der Hauch eines Zweifels, sondern das unbändige Leuchten eines Sieges, der noch nicht errungen war. Aber er hatte recht. Solange noch Blut durch ihre Adern floss, würden sie alles tun, um sich diesem grausamen Schicksal entgegenzustellen. Sie hatten verdammt noch mal ein Recht darauf, gemeinsam glücklich zu sein. Immensity tastete blind nach Zenkos Hand, brauchte dringend seinen Anker. Doch als sich ihre Finger verschränkten, spürte er, wie die Worte auf Zenkos Zunge brannten. Der Prinz ahnte bereits mit schmerzhafter Klarheit, welches Opfer der Yokai ihm gleich vorschlagen würde.

      "....Ich werde die Entscheidung dir abnehmen, Prinz..."


      Immensity sah Zenko vollkommen ausdruckslos an. Obwohl sein Mann leise um eine Antwort bat, blieben seine Lippen stumm. Er hatte es tief in seinem Inneren bereits gewusst, denn Zenko war immer derjenige, der ihm die schwersten Lasten abnahm. Das begann schon damals, als er unter Schmerzen ihren gemeinsamen Sohn Eternity zur Welt gebracht hatte. Er wusste, dass Zenko ihm diese Last einfach abgenommen hatte. Zenko war sein Fels in der Brandung, sein sicherer Hafen, der einzige Ort, an dem er wirklich zur Ruhe fand. Wenn die Welt über ihm zusammenbrach, stand sein Mann an seiner Seite, stemmte den Großteil der Erziehung und hatte ihm über die Jahre so unendlich viel beigebracht. Und nun sollte er ihm auch noch diese grausame Bürde überlassen? Hatte er ihm je etwas gegeben außer mehr Verachtung von Anderen? Sollte er zulassen, dass Zenko seine Hände in das Blut von Immensitys eigenem Bruder tauchte, obwohl das doch seine Pflicht war? Er würde endgültig verachtet werden - ein Schandfleck von diesem Planeten werden, der die Todesstrafe verdienen würde. Langsam, fast besiegt, senkte der Prinz den Kopf.

      „Lass es uns sofort beenden.“, brach es leise und brüchig aus ihm heraus. Ohne ein weiteres Wort griff er nach Zenkos Hand und zog ihn mit sich in Richtung des Schlosses. Ab jetzt zählte jede Sekunde. Sie mussten zu Mördern werden. Bevor die Zeit gegen sie gewann.

      ::::::::::::::



      Das Schloss wirkte plötzlich gewaltiger, als sie direkt vor dem Eingang standen. Es ragte furchteinflößend auf, als wäre das Gemäuer selbst ein lebendiges Wesen, das feindselig auf sie herabblickte und stumm flüsterte, dass sie niemals gewinnen könnten. Es schien ihnen zu befehlen, umzukehren und aufzugeben. Doch keiner der beiden Männer dachte daran, weshalb sie die schwere Eichentür gemeinsam aufstießen.

      Da Immensity kaum Zeit geblieben war, haftete seinem Plan ebenso wie seiner Vorbereitung etwas Verzweifeltes an. Aus einer Lagerkiste im Thronsaal hatte er den Eibenbogen seines Vaters entwendet, ein robustes Werkzeug, mit dem dieser sonst Wildschweine erlegte. Mit seiner Gabe entzog er dem Holz die Eigenschaft der Elastizität und speicherte sie in eine winzige, biegsame Schmuckkette seiner Mutter. Das Resultat war eine unscheinbare, handgroße Mini-Armbrust. Sie ließ sich in der Handfläche verbergen, besaß jedoch die zerstörerische Durchschlagskraft einer Belagerungswaffe.

      "Wir werden dafür in die Hölle fahren...Verzeih mir..."


      Leise übergab er sie an Zenko, auch wenn sich dieser Schritt wie ein Fehler anfühlte. Unter keinen Umständen sollte sein Ehemann die Verantwortung für den Tod seines Bruders tragen müssen. Auf keinen Fall. Deshalb verbarg Immensity zusätzlich ein kleines Messer in seiner Jacke.„Ich werde sie ablenken und du … versteckst dich so lange...Warte auf mein Kommando“, sagte er angespannt. Ein Kommando wollte nur im äußersten Notfall aussprechen, dann wenn er das Gefecht gegen Eternal verlieren würde.

      Sie schritten voran. Er wusste, dass seine Familie um diese Uhrzeit speiste. Da sie nicht ahnten, wann der Erzähler ihre verbleibende Zeit weiter kürzen würde, konnten sie nicht warten, bis Eternal allein war. Sie mussten ihn vor den Augen seiner Eltern töten...ihren Lieblingssohn. Dann mussten sie so schnell es ging fliehen, ohne den Zorn von Vater zu erfahren.

      Lautlos öffnete er die Tür zum Speisesaal. Zenko glitt in die Schatten und bezog hinter einer massiven Säule Stellung, von der aus er den Hauptplatz präzise ins Visier nehmen konnte. Doch als Immensity den Raum betrat, starrten ihn verwunderlicherweise nur zwei Augenpaare an. Am riesigen Tisch saßen lediglich sein Bruder und seine Mutter. Wo war sein Vater? Er hoffte inständig, dass er sie nicht später überraschen würde. Das laute Klacken seiner Stiefel auf dem Marmorboden ließ seine Mutter und Eternal sofort aufspringen, als witterten sie die unmittelbare Gefahr.

      „Mein Sohn, du darfst nicht mehr hier sein!“, sagte seine Mutter und pure Enttäuschung schwang in ihrer Stimme mit.
      „Du bringst deiner Familie nur Schande, wenn du nicht mit dem Feenkönig zu seinem Planeten reist. Warum bist du noch hier?“
      Immensitys Augen verengten sich. Seine Mutter dachte nicht daran, wie es ihm dabei ergehen konnte. Er war...hier nie wichtig.



      „Sprich nicht mit ihm, Mutter. Er ist die Spucke im Mund nicht wert“, spuckte Eternal spöttisch aus und trat vom Tisch weg, um auf Immensity zuzugehen. Seine Hand legte sich wie beiläufig auf die Schwertscheide an seinem Gürtel – als wüsste er genau, dass sein Bruder auf einen Kampf aus war.
      „Er beschmutzt unsere Familie, seitdem er diesen Bastard mit der niederen Wache gezeugt hat.“



      Zorn flammte in Immensity auf. Wieder nannte man seinen Sohn einen Bastard, obwohl Eternals eigener Nachwuchs keinen Deut besser war. Doch nur weil dieser reinblütig war, begegnete man ihm mit Respekt. Immensity zog langsam das kleine Messer aus seiner Jacke. Er wollte ihn am besten mit keiner Zauberei töten, um seinen Ruf kompett - nach seinem Tod - ruinieren zu können. Er spürte diesen Tatendrang, dass er ihn ohne mit der Wimper zu zucken ausschalten konnte. Ohne den Funken jeglicher Magie.

      "Ich werde mich nicht mehr...von dir so behandeln lassen, Bruder. Du bist...nicht besser als ich. Genauso wie du kämpfe ich nur für meine Rechte---."

      "ABER DAFÜR OPFERST DU DEINE GESAMTE FAMILIE!", unterbrach ihn Eternal und kam seinen Bruder erbost näher, doch Immensity übermannte ebenfalls die Wut, weshalb er ihn entgegenschrie. "Meine Familie war nie hier in diesem verfluchten Schloss!!! Hier...war ich nie etwas wert, außer meinen Titel! Genau deshalb...opfere ich lieber euch als sie!!!"




      Seine Mutter eilte Eternal hinterher und zupfte flehend an dessen Ärmel.„Halt ein, wir Korbos dürfen uns nicht bekämpfen! Unsere Familie ist ohnehin schon klein genug. Wir sollten zusammenhalten. Immensity versteht einfach noch nicht … wie wichtig seine Aufgabe ist. Er ist im Kopf noch 15... Mitten in seiner Blüte...“



      Mitleidig sah sie zu ihrem Jüngsten. Ihr trauriger, schmerzhafter Blick, geboren aus dem Gefühl des Verrats, ließ Immensity für den Bruchteil einer Sekunde schwanken. Wollte sie ihn manipulieren? Seit wann...vergoss sie denn eine Träne für ihn? Hatte seine Mutter je geweint? Nein...Seine Familie war...nicht emotional... Durch ihren bizarren, traurigen Gesichtsausdruck bekam er das Gefühl, dass sie auch schöne Zeiten geteilt hatten, selbst wenn diese Familie stets nur ihre verdammten Pflichten im Kopf gehabt hatte. Er erinnerte sich nicht daran, kein einziges Bild schoss durch seinen Kopf, aber das Gefühl war durchaus in seinem Herzen und schnitt ihn.

      ...

      Sie waren seine Familie, konnte er sie da wirklich verletzten? Warum kamen ihn diese Gegengedanken? Sie akzeptierten ihn nicht. Obwohl so viel Traurigkeit in den sonst so kalten Augen seiner Mutter steckte, fragte er sich wieso sie nicht genug Liebe für ihn empfand, um ihn wenigstens zu verstehen? Warum hatte keiner einmal gesagt, dass sie wenigstens versuchen können, eine Alternative zu finden. Wenigstens Eternity...hätten sie doch...besser behandeln können, doch nicht einmal Erbe durfte er werden...Ihm gehörte rein gar nichts. Warum begann plötzlich sein eigenen Herz ihn zu verraten und Traurigkeit gegenüber seiner Blutsverwandtschaft zu empfinden? Es war...verständnislos!

      Genau diesen Moment der Ablenkung nutzte Zenko. Aus dem Verborgenen richtete er die Mini-Armbrust auf Eternal. Ein steinerndes Geschoss schoss wie eine Kanonenkugel präzise auf Eternals Brust zu.Doch der Korbos bemerkte es blitzschnell. Mit einer gnadenlosen, fließenden Bewegung riss er seine eigene Mutter vor sich und benutzte sie als menschlichen Schutzschild. Er hätte am liebsten Immensity genommen, doch dieser hätte sich bestimmt gewährt. Seine Mutter hingegen war so klein und leicht, wie ein Sack. Sie begriff nicht einmal, was geschah, bevor der Stein ihren Schädel durchschlug. Sie war sofort hirntot. Eternal zischte verächtlich auf und ließ den leblosen Körper achtlos auf den Boden fallen.



      ...
      .....
      .........

      Fassungslos starrte Immensity auf das Szenario. Das Blut seiner Mutter breitete sich auf dem kalten Stein aus, dunkel und prächtig wie eine blühende Rose.„Mutter …!“, keuchte er leise und stolperte einen Schritt zurück. Die Panik krallte sich in seine Brust.



      Der Wahnsinn dieses Moments, die unfassbare Realität, drohte ihn zu ersticken. War das...Realität? Doch Eternal – der Mann, der gerade ohne mit der Wimper zu zucken seine Mutter geopfert hatte – blickte nur eiskalt zu der Säule hinüber. Mit einer einzigen Handbewegung entzog der mächtige Korbos dem massiven Stein seine Härte. Die Säule zerbröckelte augenblicklich zu Staub und schweren Brocken, die krachend auf Zenko stürzten.

      „Ihr glaubt ernsthaft, euch dem Schicksal widersetzen zu können? Ihr seid töricht. Seht an was mit Mutter wegen euch geschah, nur weil du dich Chepi widersetzt. Diesem absolut...mächtigen Wesen.“, höhnte Eternal. „Aber kein Wunder bei so einem hinterlistigen Fuchs und einem verblödeten, kleinen Bruder. Vater wird dich für den Tod unserer Mutter hängen sehen, Immensity. Da wird dich nicht einmal deine Hochzeit mit Chepi retten. Er wird dich bestrafen, sobald Chepi genug von dir hat und dein Kind groß genug wird, um schwanger zu werden.“



      Obwohl er diese Worte so sprach, als belaste ihn der Tod, erhob er seine Hand über der Leiche.„Verzeih mir, Mutter. Dein Tod wird nicht umsonst sein.“, sagte er sanft und schloss die Augen.
      Aus ihrer blutenden Brust brachen krachend zwei Rippen, die sich unaufhaltsam durch Kleidung, Muskeln und Haut bohrten. Eternal griff nach den blutigen Knochen. Er übertrug die entzogene Härte und Widerstandsfähigkeit der steinernen Säule auf sie, und augenblicklich verwandelten sich die Rippen in mörderisch scharfe Dolche. Völlig ausdruckslos wandte er sich dem Fuchs zu.

      „Zeit zu sterben, Wache!“, rief er im Appell.

      Eternal stürzte sich auf Zenko, der sich gerade hustend aus den Trümmern befreit hatte. Ein rasendes, gnadenloses Gefecht entbrannte. Der Yokai wich mit animalischer Geschwindigkeit aus, doch Eternal schlug mit einer Präzision zu, die unmenschlich war. Die Knochendolche schnitten durch die Luft und fanden ihr Ziel. Blut spritzte, als eine der Klingen Zenkos Schulter tief aufriss. Der Fuchs knurrte vor Schmerz, versuchte, Eternals Handgelenk zu greifen, doch die unnatürliche Schärfe der Waffen fraß sich sofort in seine Handflächen und drohte, ihm die Finger abzutrennen. Ein weiterer Hieb schlitzte Zenkos Oberschenkel auf. Der Yokai ging keuchend in die Knie. Eternal holte aus, die blutige Spitze der Mutterrippe zielte unerbittlich direkt auf Zenkos Kehle.

      Verstört sah Immensity dem Gemetzel zu. Die Welt verschwamm, alles fühlte sich irreal an, wie ein Fiebertraum. War das gerade wirklich geschehen? Er spürte, wie die lähmende Panik ihn an den Boden nagelte, während sein Fels in der Brandung im Sterben lag.Nein.

      "Was...Ist...hier...los?...Mein Bruder...würde...doch nie..."

      Immensity begann zu stottern. Aus ihn trat unerwartete Angst hervor.

      "Zeth...Yuuto würde doch nie...Verletzen...! Er würde niemanden töten..! Nicht meine...Familie...Jeder sagt, dass er sie umgebracht hat...aber niemals...Ich glaube....das nicht!"



      Schwere Tränen begannen von seinem Gesicht hinabzusteigen, zugleich würgte er. Die Geschichten begannen sich in seinem Kopf zu fusionieren, starke Kopfschmerzen bannten sich an, die ihn zerschmettern wollten. Er weinte unaufhaltsam und seine Augen würden für eine kurze Zeit so grün wie das Gras. Seine Welt begann zu verschwimmen und so begann auch Eternal eigenartig und im Zögern zu handen.

      Wo war er? Im Schloss? In was für einem Schloss? Vom wem?

      Seine rationalen Gedanken wurden gelenkt von den unaufhaltsamen Emotionen, die er in seiner Brust empfand und die ihn schmerzten. Er fühlte sich nicht mehr wie...Immensity. Er fühlte sich unglaublich zerbrechlich und wollte am liebsten laut aufschreien. Doch die Realität war, das sein Bruder Eternal gerade dabei war seinen Ehemann zu eliminieren.

      ...Er verlor...den Verstand!

      In diesem Moment traf Immensity eine Entscheidung, bevor sich etwas in ihm verändert. Er griff nach innen, tief in seinen eigenen zitternden Geist, seine Nägel griffen genau in sein Herz, sodass er an der Brust blutete. Weg mit diesen...nutzloser Angst... Er packte die lähmende Angst, die schmerzhafte Empathie und die grausame Trauer um seine Mutter – und entzog sich selbst kurzerhand die Eigenschaft der Menschlichkeit. In diesem Märchen warf er sie auf den Boden, er brauchte sein zukünftiges Ich -Sato- hier auf keinen Fall. Wie eine leblose Puppe lag da plötzlich eine zweite Gestalt von Immensity, mit Rosen verziert.



      Schlagartig verschwand die Wärme aus Immensitys Augen, erhielten wieder ihr stechendees roten. Sie wurden zu eiskalten, toten Abgründen. Jedes Zittern verließ seinen Körper. Er war nun nichts weiter als der personifizierte Überlebenswille. Mit einer unheilvollen, lautlosen Geschwindigkeit, die selbst Eternal völlig überraschte, schoss Immensity vor.

      Noch bevor der Knochendolch Zenkos Hals durchbohren konnte, prallte Immensity mit der rohen Wucht eines Raubtiers auf seinen Bruder. Eternal riss entsetzt die Augen auf, doch es war zu spät. Immensity fletschte die Zähne und schlug sie mit brutaler Gewalt tief in Eternals Kehle. Wie ein ausgehungerter Vampir zerriss er Haut, Muskeln und die Halsschlagader seines eigenen Blutes. Heißes Blut strömte in seinen Mund, überflutete sein Kinn und regnete auf den Marmorboden. Eternal gurgelte erstickend, seine Hände krampften sich um die Dolche, um blind nach hinten zu stechen, doch Immensity hielt ihn mit eisernem, erbarmungslosem Griff fest. Er saugte das Leben aus ihm heraus, trank den Verrat und die Rache, bis der mächtige Korbos nur noch eine leere, schlaffe Hülle war, die leblos aus seinen Armen glitt.

      Langsam richtete Immensity sich zu seiner vollen Größe auf. Er hob das kleine Messer, das sich unter seinem eisernen Willen knirschend zu einem tödlichen, langen Schwert streckte. Das Blut klebte noch warm auf seiner Haut, doch sein Durst war nicht gestillt.

      „Beenden wir die Geschichte. Für Eternity.“

      Ein letztes Hindernis galt es noch zu beseitigen. Mit kalter Präzision schritt er auf die Puppe zu, sein eigenes, stilles Ebenbild. Ein kurzer, erbarmungsloser Hieb, und der Kopf der Puppe fiel zu Boden. Aus der Wunde quoll kein Blut, sondern Hunderte von Rosenblüten, die einen grotesken Kontrast zu seinem echten, blutüberströmten Schwert bildeten.Er wandte sich zu Zenko um, auf seinen Lippen das grausame, kalte Lächeln eines Raubtiers. Der Wahnsinn hatte von jeder Faser seines Körpers Besitz ergriffen. Keine Furcht, kein Erbarmen, keine Liebe – die Herzensgüte war in ihm gestorben.

      Übrig war nur der pure, fleischgewordene Mordhunger.

      „Lass uns diesen widerlichen Feenkönig niedermetzeln. Wir werden jeden umbringen, der gegen unser Glück steht.“, befahl er mit toter Stimme.



      „Bewegung, Liebster. Wir brauchen noch den Namen.“

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      Queen Evanescence & Lord Chepi

      [i]"Und sehet nur, wie weise und gütig die Vorkehrungen des edlen Feenkönigs doch waren!"
      [/i]
      "Es gibt doch gar keinen Grund, traurig zu sein oder Angst zu haben, mein Kleiner"
      "Sieh dir all das an!"

      Wie zur Hölle passierte das nun schon wieder? Louis zweifelte ernsthaft an seinen Verstand. Irgendwie hatte er das Gefühl Gaston unbedingt eine reinhauen zu müssen, so stark hatte er ihn noch nie unter Drogen gesetzt, dass er solch ein wirres Zeug von sich träumte. Er verstand sowieso nicht wieso es Gaston immer wieder heimlich machte, sie waren eigentlich ein Team und eigentlich verzieh ihn Louis das immer. Aber jetzt hatte er einfach genug.

      Es war erst richtig süß mit dem kleinen Racker zu warten und kleine Spiele draußen zu spielen, während die Schwulen sich für ihr Schicksal einsetzen. Erst war sie auch voll in ihrer Rolle als Supporter dabei! Aber als dieser Feenkönig ernsthaft sich zu ihnen teleportiert hatte, der Erzähler einfach ihre Zeit in nur noch in 24 Stunden gekürzt hatte und sie auch noch in dieses zauberhafte Funkelparadies verschleppt worden war, in der eine schreckliche Frau gerade versuchte sich bei Eternity einzuschleimen hatte Louis ernsthaft genug.

      Er hatte keine Lust mehr eine Frau zu sein, keine Lust diese Queen Evanescence zu sein, die zwar tolle Flügelchen besaß aber absolut kaum eine Note von Magie in ihren Adern. Er fühlte sich als sie total unbrauchbar, aber vielleicht lag es auch nur daran, dass er nicht genau wusste, was diese Queen überhaupt konnte. Seufzend kniete sie sich, hatte es noch einen Zweck Eternity von diesem Funkenparadies zu retten? Vor dieser fiesen Schlange?

      "Na klasse. Noch eine Sünderin, die jetzt auch noch versucht das arme kleine Kind mit ihrem gigantischen Lutschern zu verführen.", sprach sie laut und seufzend. Sie kapierte nicht einmal warum diese Hexe sie so verachtend ansah und das Kind so weit wie möglich von ihr wegbrachte. War wohl eine Dienerin von diesem Chepi.

      "Nicht mal ein Kleinkind würde zu diesem Feentrottel Papi sagen! Egal wie viel Glitzer er auch auf den Kuchen streuen würde. Eternity ist genauso wie sein Vater nicht verblödet...Wenn er die Gelegenheit bekommt würde selbst der Kleine Mann ihn in die Weichteile treten.", sprach sie total gelangweilt aus, denn fand sie diese Geschichte langsam viel zu verblödet. Er wusste genau wie sehr Eternity seine Eltern liebte, ohne Konkon würde er zerbrechen. "Aber, keine Sorge Eternity. Du musst hier niemanden in die Weichteile treten. Dafür bin ich ja da.", versichterte die Queen den Jungen, denn auch wenn sie die Story idiotisch fand...würde sie sich um ihn kümmern und zugleich auch um den verfluchten König.





      Mit unendlicher Geduld lauerte sie darauf, dass der Feenkönig endlich erschien. Eternity tobte derweil völlig unbeschwert in diesem regelrechten Funkelparadies. Solange diese sonderbare Frau dem kleinen Eternity nicht zu nahe trat oder etwas Verdächtiges versuchte, duldete sie das Spiel. Doch ihr geschulter Blick hatte längst erkannt, was für eine Sünderin diese Frau in Wahrheit war. Louis würde sie gnadenlos eliminieren, sobald Chepi aus dem Weg geräumt war. Während die Fremde von dem Kind abgelenkt war, nutzte sie die unschuldigen Geschenke, um im Verborgenen heimlich ihr Werkzeug zusammenzubauen.

      Plötzlich flammte ein magisches, schimmerndes Licht auf, das den gesamten Ort in einen fast blendenden Glanz tauchte. Aus einem Wirbel aus Glitzerstaub manifestierte sich Chepi, seinen Umhang bereits weit geöffnet, um sein Kind an sich zu drücken und im Stoff zu verstecken, während ein Schwarm Schmetterlinge ihn herzallerliebst willkommen hieß.

      "Da bin ich, mein Bastardsohn! Dein neuer Papa <3. Bist du bereit mich auch so zu---"




      Chepi kam nicht einmal dazu, seinen Satz zu beenden. Queen Evanescence holte bereits mit ihrer selbst gebastelten Waffe aus – einem gigantischen Vorschlaghammer, der vollkommen absurd in den Händen ihres zierlichen Körpers wirkte. Wie ein wild gewordener Tornado drehte sie sich um die eigene Achse, eine Szene, die direkt aus einem abgedrehten Cartoon stammen könnte. Mit ihrer gesamten Kraft lenkte sie das gewaltige Werkzeug auf Chepi zu. Der Hammer traf ihn mit voller Wucht am Kopf, und er ging augenblicklich wie ein nasser Sack zu Boden.

      „NIMM DAS, DU MOTTENVIEH!“, brüllte sie triumphierend, ehe das schiere Gewicht ihrer Waffe sie unweigerlich nach vorne riss und sie taumelnd das Gleichgewicht verlor.



      Schmerzlich drehte sich für den am Boden liegenden Chepi die Welt.

      "Aaaaahhh...Ein Notarzt! Ein Notarzt! Lakai! Aaahh...Cornelius...Hilfe...Hilfe ich glaube ich blute! Ich darf hier kein nicht bluten...Das ist meine Geschichte! Ich bin hier unverwundbar!!", wimmerte er leise und ihm kam es so vor, als würde er sich gleich übergeben müssen. Auf seinen Kopf bildetete sich eine dicke Beule.

      "Corneliuuuuuuuus, komm sofort heer und zeig mir die Geschichte.....Du hast sie doch bestimmt umgeschrieben, du Schuft!"



      Währenddessen hatte die Queen immer noch nicht die Kontrolle zurück. Noch immer schwang sie mit ihrem Hammer als wäre sie eine Primaballerina. Sie fing an zu schreien. "Geh da weg Eternityyyyyyyyyyy!"
      Doch genau dann geschah das Schreckliche. Ohne es aufhalten zu können zerbrach ihr Gebasteltes und das vordere Teil des Hammers erhob sich in die Luft.

      "AAAAAAACHTUUUUUUUUUUNG!!!"



      Der Hammer flog und war so weit oben, dass er mit den Vögeln für eine Sekunde fliegen durfte. Doch dann überkam die Schwerkraft und der Hammer fiel wieder hinunter, wie eine Rakete schoss er zu Boden zurück, genau da...wo die Frau stand, die gerade sich so stark bei Eternity einschleimte. Plötzlich erhob sich in Evanescence gerade noch erschrockenen Gesicht ein fettes Grinsen, was sie nicht wegwischen wollte.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Zenko

      "Meine Familie war nie hier in diesem verfluchten Schloss!!! Hier...war ich nie etwas wert, außer meinen Titel! Genau deshalb...opfere ich lieber euch als sie!!!"
      Zuhören das sein Geliebter alles aufopferte für ihren Sohn und seiner Liebe zu ihm überschüttete Zenko mit tiefem Respekt. Er wusste selbst wie schwer es war sich gegen seine Bestimmung zu Stellen, denn Grundstein zu denn man erzogen wurde...
      Er wartete auf den Richtigen Moment aber die Zeit lag ihnen so schwer im Nacken das sich jede verstreichende Sekunde wie eine vergoldete Chance anfühlte...!
      Obwohl Zenkos Beziehung und Kontakt zu der restlichen Korbos Familie eher Dienstlich war, verspürte er auch eine merkwürdige Andere Atmosphäre im Raum. Anderes als bei den Anderen Personen hier, schien sie wirklich keine Seele zu besitzen und nur Scherben einer vergangenen Erinnerung zu sein die Verfälscht wurde.
      Bald schon kam jedoch der Moment...Zenko spürte direkt, wenn er jetzt nicht eingriff würde es keine weitere Chance geben...Allerdings rechnete er nicht mit der Kaltblütigkeit von Eternal , der seine eigene Mutter als Schutzschild benutzte!
      Zenko war in denn Moment wie versteinert, als wäre er Zeuge einer grausamen Unfalls der sich Schuldbringend in sein Gedächnisbrannte.
      Im nächsten Augenaugenblick bewies der Lieblingssohn der Korbosfamilie wie Talentiert er mit ihren Kräften umgehen konnte.
      Er konnte kaum reagieren als er sich unter den Trümmern der Säule sich wieder fand.Ddas eigene Blut rann heiß aus seinen Wunden, doch der physische Schmerz war nichts gegen das nackte Entsetzen, das sich wie eine eiskalte Klaue um sein Herz legte.

      „Ihr glaubt ernsthaft, euch dem Schicksal widersetzen zu können? Ihr seid töricht. Seht an was mit Mutter wegen euch geschah, nur weil du dich Chepi widersetzt. Diesem absolut...mächtigen Wesen.“
      Noch immer stand Eternal im Bann des Fennkönigs, wie schon damals glaubten diese Famile feste an etwas übermächtiges...Das Ende der Kobos Familie nur noch näher brachte.
      Kaum wie sich Zenko aus den Trümmern befreien konnte ging ihn der Ältere Bruder von Immensity schon an den Kragen. Dieses mal schien er keine Gnade walten zu lassen und ihn endgültig aus dem Weg zu räumen. Da Zenko nicht feststellen konnte um welche Magie es sich hier Handelte, könnte dies vielleicht sein wirklichen Tod bedeuten...!

      „Zeit zu sterben, Wache!“

      Zenko hatte keine Chance, er wich mehr der Knochigen Waffe aus als nur eine Chance zu erhalten zurück zuschlagen. Immer mehr Blut floß und die gezielt tödlichen Angriffe trieben ihn weiter in die Ecke. Auch wenn er sich ganz auf denn Kampf zwischen ihnen konzentrierte bemerkte die grausame tat die Immensity vollbrachte.
      Sein Verstand setzte für ein Moment aus und er stieß schmerzhaft gegen die kalte Mauern des Schlosses.
      "N..nicht...--!", jauchzte er leise bevor die Knochige, gefährliche Spitze der Waffe auf seine Kehle gerichtet war. Es fehlte nur wenige Millimeter ehe sich Immensity wie eine Bestie auf seinen eigenen Bruder stürzte und ihn regelrecht zerfleischte.
      Diesen intensiven Hunger hatte er bei ihm noch nie so extrem Miterlebt. Es war als hätte sein Geliebte alles was ihn zurück hält, jedes zögern oder Mitleids abgelegt.
      Übrig nur war die brennende Gier, ein unstillbarer Hunger der das Fell von Zenko aufstellen ließ...Dieser Moment ließ ihn nicht kalt...Mehr noch traf es ihn tiefer als er wartet hätte...Diese absolute Dunkelheit hatte er ihm niemals gewünscht oder zugetraut.

      „Beenden wir die Geschichte. Für Eternity.“
      Doch mit dem Ableben von Eternal und ihre erfüllten Bedingung gegenüber des Hungrigen Herzens dieses Planeten war es leider jedoch nicht getan.
      Unruhig stellten sich mehre von Zenkos Schweife auf als er sah wie sich Immensity der Leblosen Puppe am Boden näherte. Er hatte ein ganz übles Gefühl im Magen...
      Zenko sah auf die enthauptete Puppe, aus deren Hals groteske Rosenblüten anstelle von Blut quollen. Es war ein fataler, unverzeihlicher Fehler. Es war das oberste, ungeschriebene Gesetz der Korbos, ihre ohnehin schon gefährlichen Fähigkeiten niemals an Lebewesen oder gar der eigenen Seele anzuwenden. Immensity hatte seine eigene Menschlichkeit, sein eigenes Mitgefühl buchstäblich aus sich herausgerissen und zerstört. Der Mann, der sich nun aus dem Blutbad erhob, war nicht mehr der Prinz, den Zenko kannte. Es war eine beinahe leere, kaltblütige Hülle, getrieben von purem Mordhunger....



      Er wusste was es bedeuten würde....Micah würde von dem Regelbruch erfahren, er spürte das keine leichte Strafe sein würde wie bei dessen Vater...
      Sie würden davon laufen müssen...Weit weg wo diese Gesetzte dieser Welt sie nicht mehr daran hindern würde ihr Glück zu finden. Sie würde Gejagt werden und weiter verurteilt...

      „Lass uns diesen widerlichen Feenkönig niedermetzeln. Wir werden jeden umbringen, der gegen unser Glück steht.“

      Doch wie Zenko nur Zeuge von seiner Mordlust geworden war würde Immensity sich sicherlich nicht mehr von Regeln oder irgendwer aufhalten lassen.
      Die toten, eiskalten Worte seines Mannes trafen Zenko wie ein physischer Schlag. Er blinzelte und ganz langsam, fast schon resignierend, senkten sich seine flauschigen Ohren tief herab. Ein bitterer, tragischer Schmerz legte sich über Zenkos Züge... Ihm wurde in diesem blutgetränkten Moment mit grausamer Klarheit bewusst: Der Name des Feenkönigs würde sie nicht mehr retten....
      Gerade stand vor ihm der neue Perfekte Träger eines Herzens das nur von sündiger Völlerei existierte.
      Was...War aus...Sato geworden?



      Erinnerungen kehrten zu ihm zurück, die nicht Zenko gehörten...Sie gehörten Zeth. Eine tief sitzende Angst die sich gerade zu bewahrheiten schien.
      Sein Meister...
      Dessen Worte hämmerten sich wie eine laute Warnung in sein Schädel hinein.

      "...Gerade noch möchte ich ihm und dir ein gutes Leben zeigen, sein letztes ging nicht gut aus..."



      "...Ich gebe ihm das, was er sich schon immer gewünscht hatte: Eine liebende Familie, damit er sich an seine echte erinnert und somit näher an seine Wurzeln kommt~."
      Seine Wurzeln...
      Zenko hatte deutlich vor Augen, was aus seinen Geliebten geworden ist. Er war das wahrhaftige wahnsinnige Bild eines Korbos...
      Der Yokai wollte den Mund öffnen, wollte gegen die Kälte in Immensitys Augen anbrüllen...Das was hier passierte war Falsch.
      Das war ein großer Fehler...



      ...Wenn er ihn nicht aufhielt.
      Wenn er Immensity nicht wieder zur Besinnung brachte könnte es schlimmere Folgen haben. Die Welt um ihn herum begann immer mehr dunklere Farben anzunehmen...Er spürte mittlerweile das dieses Märchenwelt schon lange nicht mehr unter der Kontrolle von Chepi stand, etwas hatte sich gerade verändert...

      "Leider bin ich jemand, der gerne seine Pläne in der letzten Sekunde umändert...."



      ".... Ich habe doch sicherlich erwähnt, dass ich Sato eigentlich vorhatte umzubringen, um dann seine Seele in mich aufzunehmen...Macht alles einfacher--der Gedanke ist immer noch sehr verlockend...Wenn ich mich für diesen Weg entschieden habe möchte ich, dass du ihn umbringst, einverstanden?"

      Eine Wut begann sich in Zenko aufzubauen als er die Zähne fester zusammen biss und realisierte das ihr eigentliches Problem weit außerhalb dieser Märchenwelt bestand.
      In diesen Augenblick übermannte Zenko vollständig den Moment und drängte Zeth zurück.
      Er durfte nicht zu lassen das ...Sein Geliebter sich in diese Richtung bewegte. So...Würden sie niemals ihren Sohn retten.
      Ein schwaches, unendlich melancholisches Lächeln stahl sich auf Zenkos Lippen. "Ich glaube...", flüsterte der Fuchs Yokai leise und seine Stimme klang dabei so sanft wie der Wind: "...unser Sohn hat sich gerade selbst um denn Feenkönig gekümmert~"



      Es war nicht einmal gelogen, Zenko konnte es deutlich spüren...Doch das bedeutete:
      "Jedes Märchen findet einmal ein Ende...Und unser Märchen... ist längst erzählt...Prinz Immensity."
      Mit einem harten Ruck riss Zenko ihn an sich, er gab ihn keine Sekunde Zeit zum reagieren oder sich zu fragen was plötzlich in den Fuchs gefahren war.
      Es war kein zärtliches, zögerliches Zugreifen – Zenkos Griff war eisern, unnachgiebig und von einer besitzergreifenden Entschlossenheit, die dem Prinzen absolut keine Möglichkeit zur Flucht oder zum Entkommen ließ. Seine Finger umschlossen Immensitys Handgelenk mit einer Kraft, die keine Widerrede duldete....
      Mit einer einzigen, bestimmten Bewegung zog er den Körper des Prinzen eng an seinen eigenen, legte seine andere, blutverschmierte Hand fest und bestimmend an den unteren Rücken.



      Zenko wirbelte den Prinzen in einer perfekten, fließenden Drehung durch den Raum, während seine bernsteingelben Augen, keine Sekunde sich von dem Intensiven Rot seines Mannes trennte. Seine Bewegungen waren kraftvoll, unerbittlich und zugleich bestimmend als führte er ihn gerade vor Augen das er noch immer der Mächtigere von ihnen war.
      "Vielleicht hatte eure Familie Recht, mein geliebter Prinz...Und ich bin wirklich ein hinterhältiger Fuchs der euch die ganze Zeit verzaubert hat~?"



      Der Ton von Zenko klang amüsiert aber in seinen Blick schwankte eine schwache Traurigkeit mit.
      Ein verspieltes, fast schon schmerzhaftes Lächeln stahl sich auf Zenkos Lippen, als er Immensity dicht an seine Brust zog, sodass ihre Gesichter nur Millimeter voneinander entfernt waren. "Aber gestatte mir...Ein letzter Tanz, mein Liebster", hauchte Zenko dicht an dessen Lippen.



      "Ich bedauere zutiefst, dass ich euch in all den Jahren... In all diesen langen Jahren... Nie zu einem anständigen Tanz aufgefordert habe..."



      Mit einer dramatischen, fließenden Bewegung der Arme neigte Zenko den Prinzen nach hinten. Er stützte seinen Körper mit absoluter Hingabe, beugte sich tief über ihn.
      Er genoss jede Sekunde des Tanzes auch wenn er vermutlich den Prinzen in vollkommender Verwirrung trieb.
      "Auf dem Weg unserem Sohn zu retten, kann ich dich bedauerlicherweise nicht mehr begleiten, es wäre ungerecht der Person gegenüber welcher dich genau so tief Liebt wie ich es einst tat...Immensity."
      Der Tanz wurde wilder, dramatischer... Als er ihn herum wirbelte und in tief in die Augen schaute.
      "Verzeih mir, dass ich dich mit dieser Aufgabe allein lasse aber Blick nicht mehr in die Vergangenheit zurück, es wäre mir Lieber wenn du mich...Vergessen würdest und in der Gegenwart lebst."



      Zenkos Lippen näherten sich den Lippen des Prinzen für einen letzten, unendlich wertvollen, einladenden Kuss, ein Hauch von Zärtlichkeit inmitten von Blut und Trümmern. "...Ich kann nicht mehr gerettet werden, aber er schon... Ich hoffe, ihr werdet glücklich.", raunte er als seine Lippen auf seine trafen. Der Geschmack von Blut mischte sich auf seine Zunge und mit ein letzten Ruck zog Zenko etwas dichter ansich.
      Es war das Schwert von Immensity das er sich selbst in denn Körper rammte.
      Seine Kleidung zog sich binnen Sekunden mit den Blut auf.
      Doch Zenko löste denn Kuss nicht, selbst als er sein eigens Blut begann in sein Mundraum aufzusteigen vertiefte er denn Kuss mit ihn nur noch mehr damit er sein Blut kosten konnte.
      Die Welt um sie herum begann zu bebben...Ein Zeichen darauf das diese Märchenwelt sich auflösen würde.
      Zenko konnte nicht voraussehen ob seine Worte seinen Liebsten erreicht hatten...Eine schwere Müdigkeit legte sich auf sein Geist und die kraft in seinen griff ließ nach.
      Mit einem schwachen Lächeln löste er denn Kuss nur wenige Millimeter bevor er zurück in sein tiefenschlaf verfiel....

      ....................
      ........................................
      ..............................................................

      Ɇternity & ₩₳ⱠɆⱤłɆ

      Einige Minuten zuvor spielte sich währenddessen folgendes ab...
      Nachdem Eternity munter begonnen hatte mit dem vielen Spielzeug zu spielen erschien der Feen König!
      Er war so grell und hell das dem kleinen Jungen die Augen begannen zu tränen vor schmerzen.
      Wie konnte jemand nur so strak glitzern und leuchten?!
      "Da bin ich, mein Bastardsohn! Dein neuer Papa <3. Bist du bereit mich auch so zu---"
      Bevor der kleine Lord überhaupt verarbeiten konnte was dieser Feen-Futzi von ihm wollte spielte sich vor ihm eine total lustige Szene ab!
      „NIMM DAS, DU MOTTENVIEH!“
      Die wunderschöne Queen hatte dem unheimlichen Feen-Mann mit einem Hammer umgehauen!
      Ein unschuldiges, glockenhelles Lachen entwich seinen Lippen. Für ihn sah das alles plötzlich aus wie ein fantastisches, wildes Puppentheater!
      "Haha! Toll~ Noch mal!"



      "Corneliuuuuuuuus, komm sofort heer und zeig mir die Geschichte.....Du hast sie doch bestimmt umgeschrieben, du Schuft!"
      Und nun brüllte der Feen-Pfutzi auch noch total wirres zeug! Der kleine Junge hatte schon langer nicht mehr so gelacht!
      Auch die laute Erzähler Stimme war auf einmal verstummt!
      Doch die unterhaltsame Siutation änderte sich als die Queen immer noch so unkontrolliert herum schwang.

      "Geh da weg Eternityyyyyyyyyyy!"

      Verwirrt neigte der Junge nur sein Kopf und bewegte sich nicht von der Stelle, was tat sie denn da??
      Mit verdutzten Augen verfolgte er gemeinsam mit der Anderen Frau die das Spektakel beobachtete wie der abgebrochene Hammer in hohen Bogen hinauf in die Luft folg.
      "Huh??"



      "AAAAAAACHTUUUUUUUUUUNG!!!"
      Zu spät realisierte ₩₳ⱠɆⱤłɆ wie dieser verdammte Hammer genau auf sie zu geflogen kam!!
      "DU VERDAMMTES MISTSTÜCK!!!", kreischte sie auf und bekam den Hammer voller Breitseite ab.



      Auch sie ging dramatisch zu Boden was Eternity erneut zum lachen brachte.
      Benommen vom schmerz drehte sie sich auf den Bauch und versuchte krampfhaft nach den kleinen Jungen zu greifen.
      "...N...Na...warte dieses verdammte Opfer Lämmchen wird schon bald dem wahren Messiah begegnen! Und dann wirst du in der Hölle schmoren...!", raunte sie verbittet auf aber dann verlor sie das Bewusstsein.
      Der kleine Junge Blickte auf sie hinunter, sie sah...Beinahe...Tod aus?
      Das kindliche Kichern erstarb so abrupt, als hätte man ihm die Kehle zugeschnürt....Sein Blick fiel genauer auf die bewusstlose Frau am Boden sie kam ihn...Bekannt vor? Eternity blinzelte...
      Die niedlichen, rubinroten Augen begann dunkler zu werden.... Ein eisiger, scharfer Schmerz durchzuckte seinen Verstand, als eine tiefe, verborgene Erinnerung aus der echten Realität gewaltsam in die Oberfläche brach.Er sah Queen Evanescence.... Tot. Am Boden.... In der echten Welt hatte sie nicht die Macht gehabt, gegen Walerie zu gewinnen. Sie war dort gestorben....Das Bild brannte sich unschön vor seinen inneren Augen...
      "Warte...", nuschelte das kleine Kind verstört, und seine winzigen Hände sanken langsam herab. Sein Blick flackerte.
      "Das... das ist falsch... so... war es nicht..."



      Der Schleier des Märchens zerriss.... Der mächtige Herrscher in dem winzigen Körper erwachte. Lord Eternity schlug die Augen auf. Das unschuldige Rubinrot war verschwunden, ersetzt durch ein unheilvolles, toxisches und zorniges Glühen, das die Schatten um ihn herum zum Leben erweckte...
      Lord Eternity blieb vor der bewusstlosen Fee ab Boden stehen.... Aus seinem kleinen Mund glitt ein Raunen, das keine kindliche Freude mehr bot. Es war purer Zorn.
      "Ҡ₳LLISͲ✪-₳☈₳☇ĤI✪Ň."
      Er spuckte den wahren Feen Namen von Chepi wütend heraus.
      Der Name drang plötzlich in seinem Kopf hinein, wie ein fernes Flüstern.
      "Lord Auberon Chepi von Schimmerling! Dein verfluchter Feen Name ist Kallisto-Arachion, dein Schöpfer hat ihn dir geben seine lächerliche Bedeutung ist der Allerschönste Erdnuss Schöpfung!!"



      Mit einer erschreckend emotionslosen, brutalen Bewegung griff die winzige Hand des Jungen nach einem zersplitterten, scharfen Holzteil der Spielzeugeisenbahn, die neben ihm lag. Ohne auch nur eine Millisekunde zu zögern, rammte Lord Eternity den Holzpflock mit unnatürlicher Kraft tief in die Schulter von Chepi.
      Dickes, blaues Feenblut spritzte explosionsartig nach oben und benetzte Eternitys kindliches Gesicht.Es interessierte ihn nicht im Geringsten...Er stach sogar erneut zu als wollte er ihm am Boden fest nageln. Er blinzelte nicht einmal. Das blaue Blut hob den tödlichen, roten Glanz seiner Augen nur noch unheilvoller hervor.
      "Wag es noch einmal, mich einen Bastard zu nennen, du Schandfleck eines Lakais!", raunte Lord Eternity mit einer Stimme, die eiskalt und absolut verachtend klang. Es war eine Stimme, die in diesem kindlichen Körper absolut falsch und furchteinflößend wirkte.
      "Du realisierst wohl immer noch nicht, dass du längst MIR gehörst. Du warst nicht würdig genug für das Dark Heart... Du und dein bemitleidenswerter Meister Cornelius... ihr werdet beide bestraft."
      Er drehte den Holzpflock in ihrer Schulter langsam um, genoss die rohe Präsenz seiner eigenen, erwachten Macht, während das Funkel-Paradies um sie herum in sich zusammenfiel. Die Marmorstatue von Chepi bekam tiefe Risse und stürzte krachend in sich zusammen.
      "Ich werde dich so oft beschwören lassen und wieder umbringen...", flüsterte der Lord mit einem leeren, grausamen Lächeln: "...bis auch in deinem Erbsenhirn angekommen ist, wem du verdammtes Ungeziefer in Wahrheit dienst. Und wag es noch einmal, mich mit so billigen Tricks zu verzaubern... und dein ohnehin schon wertloses Leben wird ein endloser Alptraum."
      Mit diesem Worten verschwand das aufgemalte Lächeln wieder und er versetzte Chepi den Todestoß, dass brachte die Welt nur noch mehr zu bebben.
      Er drehte sich zu der Queen um und schaute sie Ausdrucklos mit seinen glühenden Augen an. Die Welt um sie zerbrach immer mehr als sich die Märchenwelt auflösste.



      "Hältst du mich immer noch für ein Guten Menschen...?"
      Believe Me ~

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    • Amy Freya Noron
      Tyler Wang-chi & Zeth Lagertha & Wyatt Carson Lyons & Dylan Baillairgé & Liam Petrow


      „Merci, Amy, dass du mir beim Tragen hilfst"
      Nach denn letzten anstrengenden Tagen war es wohl das mindeste was Amy alias Cornelius tun konnte. Sie war eigentlich ziemlich froh über diese kleine Pause von dem ganzen Stress denn er sich in der letzter Zeit antun musste, während die Vorbereitung für die große Prüfung für die Witch auf Hochtouren lief! Besonderes nachdem er denn Zorn des Lords auf sich gezogen hatte dank seines verfluchten Lakais...Wenn er jetzt eine Glanzleistung hinlegte, war es vermutlich schnell aus mit ihm..!
      Dazu kam noch die Sache die sich in Mediran abgespielt hatte...
      Mühsam hielt er also die Fassade der fröhlichen, hilfsbereiten Freundin bei und hatte sich heute auch besonderes Hübsch gemacht! Dieser Herzträger hatte gar keine Ahnung wie viel Glück er hatte...!
      "Überhaupt kein Problem, Lio!", sagte sie höflich "Ich helfe dir wirklich gerne."



      Dass Ineb nun ausgerechnet von ihr verlangte, diese unfassbar vertrauten flauschigen Kostüme zurückzubringen, wirkte wie ein geschmackloser Scherz des Schicksals.
      „Ich habe sie für ein Fest gebraucht... ähm, an Ostern, und habe total vergessen, sie wieder zurückzubringen. Sobald die wieder an ihrem Platz sind, gehört der Tag ganz uns!“
      Doch als ihr Blick geanuer auf den rosa Hasenkopf in Inebs Armen fiel, gefror ihr augenblicklich das Blut in den Adern... Ihre zweifarbigen Augen weiteten sich ungläubig, während ihr Gesicht kreidebleich wurde, als hätte sie soeben einen leibhaftigen Geist gesehen.
      Ein tiefer, dunkler Schatten des blanken Entsetzens legte sich über ihre weichen Züge und kalter Schweiß trat ihr auf die Stirn.
      Dieser Kopf... Er kam ihr nicht nur erschreckend bekannt vor, dass war doch der selbe?! Ihre Gedanken rasten wie ein unkontrollierbarer Schnellzug zurück zu jener finsteren Nacht auf dem Friedhof. Ihr Blick wanderte langsam, fast mechanisch, von den leeren Knopfaugen des Kostüms hinauf zu Inebs strahlendem Gesicht. Das konnte unmöglich ein Zufall sein, oder?
      Aber dieser Typ kannte doch nicht mal seinen wahren Namen! Unmöglich...!!
      Allein die Vorstellung wie nahe die parallen waren brachte sein Kopf zum überkochen...



      Doch seit er wusste das Beni und Ineb...Mehr verbindet als nur ihr bescheuerter Name sowie aussehen, glaubte er gar nicht mehr an Zufälle!
      Es kostet den Hexer einiges an Selbstbeherrschung Ineb nicht einen dieser Hasenköpfe Tief in seinen Ar----
      „Sag mal, hast du eigentlich schon ein paar Freundinnen gefunden?“
      Die Frage traf Amy prompt total Kalt und bemüht die Gewalt Fantasien nicht wahr werden zu lassen versuchte sie ihre Rolle beizubehalten.
      Auch wenn dieser kranke Vorstellung ihn einfach nicht los ließ....Das der Herzträger wirklich zu SO einer Tat fähig wäre.
      Ernsthaft dachte sie über das Thema Freundinnen nach aber in diesem Fall fielen ihr nur Quinn und Grace ein die wie Motto an ihr klebten während der Uni Zeit...Obwohl die beiden mittlerweile wusste das Cornelius kein Schutzengel war, wollten diese Diabolischen Mist Kerle immer noch das er Amy spielte!
      Nur heute hielten sich die beiden entfernt weil der Messiah mit seinem Date allein sein sollte und ungestört....Sie redeten irgendwas davon das sie dafür sorgten das die Sündiger dieses Date nicht stören würden...



      Es war ihm wirklich ein Rätsel was falsch in dieser Familie lief! Ob es daran lag das sie Französische Wurzeln hatten??
      Diese Franzosen waren wirklich äußerst Kriminell...!!
      Einfach nur Lästig...
      Es würde ihn jetzt in nachhinein nicht mal wundern wenn sie dabei Ineb unterstützt haben ihm in Hasenkostüm zu fesseln...Auf so eine Idee wäre dieser Schwulenfeindliche Trottel bestimmt nie allein gekommen!!
      Mist...Jetzt ergab wirklich alles einen Sinn!
      Kein Wunder das er seine Magie nicht benutzten konnte...Argh...Irgendwie fühlte sich Cornelius schändlich Missbraucht! Was auch immer dieser verrückte Fetisch zu bedeuten hatte...Er sollte sich nicht von seinem Plan ablenken lassen...!
      Sie presste die Lippen aufeinander und zwang sich zu einem knappen Nicken. "Ja...", antwortete sie trocken, beinahe emotionslos.
      "Ich habe vor Kurzem eine Einladung zu einer größeren Pyjama-Party bekommen. Von einer Judith. Sie geht zwar gar nicht hier auf die Uni, weswegen ich mir unsicher bin, ob ich nicht einfach absagen soll..."
      Sie ließ den Satz in der Luft hängen. Innerlich wusste sie jedoch genau, dass eine Absage unmöglich war... Judith gehörte zur einflussreichen Familie der Rose, eine Einladung aus diesen Kreisen lehnte man nicht einfach ab, es sei denn, man wollte seinen eigenen sozialen Untergang besiegeln...
      Gerade lief es ziemlich gut für Amy...Sie zählte zu denn Beliebtesten Mädchen dieser Uni. Ein Ruf von dem Cornelius zu seiner Schulzeit nur träumen konnte. Man hatte ihn Gehasst weil er einem Hexenzirkel angehörte und ein Besserwisser war. Dabei hat er einfach nur mit seinem Wissen prahlen wollen! Es war doch nur selbstverständlich stolz auf sein Wissen zu sein während andere einfach nur Faul waren.

      "Oh, wir sind da! Lass uns direkt reingehen~."

      Bei dem Bass der aus dem Raum drange fragte sich Amy ist ersten Moment ob sie sich am Ort und Stelle geirrt hatten.
      In nächsten Augenblick überkam ihn eine Paranoia Angst, dass Ineb vielleicht schon wusste wer hinter Amy stecken könnte und es sich hier bei um die nächste Falle handelte!!
      Der Körper der Studentin begann sich anzuspannen und misstrauisch verengte sie ihre Augen, doch gegen ihre Erwartungen handelte es sich wirklich um ein Maid Café...Veranstaltet von Testosteron überfluteten Kerle die sichtlich ihre Muskeln zum ersten mal in Kleider steckten...
      Das schien jedoch der Goldene Beweis zu sein das Ineb hier kein hinterhältigen Plan in der Hinterkopf hatte...
      Nur konnte Amy wenig ausatmen, er stank es nach Zigaretten sowie Alokohl...Und trotzdem war es hier wild besucht!

      „Wir sollten lieber... gehen.“

      Ineb zog ihn tatsächlich schützend näher an sich worüber der Hexer innerlich nur hönisch lachen musste, dass hier musste wohl ziemlicher schock für diesen Homophobie gesteuerten Franzosen sein! Zugeben auch Cornelius hatte nicht mit sowas gerechnet aber war das gleich ein Grund den Rückzug anzutreten?
      Der Herzträger sollte sich wirklich etwas mehr Mut aneignen, anderen falls würde seine Prüfung für ihn mehr als beschaulich Enden. Allerdings sollte es dem Hexer egal sein, besonderes nach der Aktion mit den Hasenkostüm...Sobald er genug Hinweise dazu hatte würde er ihm dafür büßen lassen!
      Doch wie das Schicksal spielte, ließ man sie beide nun nicht mehr gehen...
      Je länger sich der Hexer jedoch hier umschaute überkam ihn ein seltsames...Heimat Gefühl?
      Vielleicht lag es an den Roten Haaren die besonderes unter den Hexern sehr beliebt waren und die Art wie sich die Personen verhielten?

      "HUH--WAS WOLLT IHR? WENN IHR NICHT RESERVIERT HABT DANN VERPISST EUCH!"
      Als wären sie beide in mitten einer Gangster Viertel gelandet maulte der kleine Kerl der sie Bedienen sollte so an als wäre er eine Katze der man auf den Schwanz getreten war!
      "Uha...", entwich es Amy um gespielt so zu tun als wäre das alles für eine so reizende Dame wie Amy ein reiner Kultur schock.


      „Wir... haben reserviert...“
      Zumindest besaß Ineb das Selbstvertrauen klar zu sagen das sie reserviert hatten. Wobei Amy erst jetzt auffiel das von dem Wasserwächter jegliche Spur fehlte...Waren sie nicht extra wegen ihm hier?
      Das wäre wirklich Ärgerlich...Schließlich wollte der Hexer genau beobachten wie das Soziale Umfeld der Wächter eigentlich war...Freunde und Feinde...Alles würde er sich notieren und als Grandioses Meisterwerk wie zu einer Abschlussprüfung auf den Tisch knallen! Dann hatte keiner mehr Grund ihn anzuzweifeln und die Anderen Lakaien konnten schön sehen wie ein richtiges Vorbild voran ging. Allein Benis Gesicht zu sehen wenn der Lord ihn dafür Loben würde...Andererseits war Benis Kalter, eiferüschtiger mörderische Blick nicht gerade attraktiv... Noch immer glaubte Cornelius das Wasser der heißen Quelle tief in seinem Rachen zu schmecken...
      Doch gerade zog etwas anderes die Aufmerksamkeit von dem Hexer auf sich als sich plötzlich Janon einmischte.
      Stirn runzelnd blinzelte Amy zu ihm...Ihn hatte sie tatsächlich auch schon auf ihrer Liste gehabt und dann doch wieder weggestrichen, sein umbrechendes Wildes verhalten würde sein Plan am Ende nur ruinieren...Doch jetzt sah er aus wie ausgewechselt, besonderes dieses fette lächeln in seinem Gesicht!
      Wurde der Kerl Verzaubert?
      Cornelius kannte aus seinem Zirkel eine besondere Sorte an Anhänger die sich sowas öfters zu Nutzten gemacht haben. Soweit er wusste war unter ihnen ein mal eine weibliche Hexe gewesen die sogar einen Mann so sehr in ihren Bahn gezogen hatte das sie Heirateten und auch Kinder bekommen haben...Obwohl dieser Mann ganz offensichtlich in einen Anderen Mann unsterblich verliebt gewesen war!
      Was war noch mal aus ihr geworden?
      Aus irgend einen Grund hatte sie den Zirkel baldig schnell verlassen...Danach gab kein Lebenszeichen mehr von ihr. Für diese Magie schien sich in seinem Zirkel bis auf ein Hexer aber keiner zu Interessieren. Was sollte man auch mit so einer erzwungenen Besessenheit? Cornelius empfand diese Magie auch nicht sonderlich als richtig...Besonderes da sie auch viel zu einfach zu brechen waren und wer wusste schon was die betroffene Person danach tun würde??

      „RUSSELL!! RUSSELL!! JANON HAT... JANON HAT MICH NETT ANGELÄCHELT!!!“
      Na also...!
      Noch etwas das gegen dieser Absurden Magie sprach, dass Umfeld merkte doch sofort das etwas nicht stimmt!
      Welche verantwortungslose Hexe war denn dafür verantwortlich?



      Darüber konnte Cornelius nur den Kopf schütteln, so ein nach sichtlichen Fehler würde er niemals machen! Auch wenn er oft mit dem Gedanken gespielt hatte so Beni für sich zu gewinnen...Aber er wusste das dieser starke Magie sogar weiterhin anhielt wenn der oder die Hexe tod war!
      Vielleicht aber würde es nicht so auffallen, weil dieser Janon sowieso wirkte als würde sich nicht davon abschrecken lassen Drogen zu nehmen.
      Mit ziemlicher ruhe schob ihn der größere sogar die Stuhle zurecht...Selbst Amy die ihn kaum kannte spürte diesen merkwürdigen Kontrast.
      Kaum wie sie saßen, schien Janon wohl Ineb genauer im Blick zu haben...Kein Wunder der Herzträger hatte sich ein ziemlichen Namen mit dem Viralen Viedo gemacht...

      „Du bist doch der Freund von Tyler, oder? Lio, richtig? Hätte gar nicht gedacht, dass du auf Frauen stehst.“
      Es war wirklich zum Tod schießen das WIRKLICH jeder bemerkte wie Stockschwul Ineb eigentlich war aber genau er es am wenigstens kapierte!
      Aus den Augenwinkel beobachtete Amy wie es im Kopf des Herzträgers ratterte und ihn wohl auch das Verhalten von Janon ziemlich verwirrte.
      Es schien als hätte Janon ein ziemlichen Ruf sich schon gemacht...

      „Wir sind einfach nur hier, um etwas zu essen... Meine Freundin und ich.“
      Mit anzusehen wie angespannt Ineb war und das Lachen von Janon nur lauter wurde, erinnerte der Hexe an eine kleine piepende Maus die sich längst unter der großen Pfote eines Löwen befand, der ihn statt ihn zu fressen noch weiter quälte...Wenn Ineb Glück hatte würde wohl heute nicht auf der Speisekarte stehen. Amy hatte wohl wirklich glück in dieser Gestalt eher uninteressant für diese Raubtiere zu wirken. Er bezweifelte auch nur Ansatzweise einem Typ dieses bellend Lachenden Mannes zu entsprechen. An iNeb stelle würde er sich jedoch lieber Gedanken machen, dieses:
      „Mhm... ja, ist klar. Putzig.“
      Klang ganz verdächtig nach einem, dass kann man ja mal naschen. Schließlich was Ineb etwas kleiner als der Durschnitt Mann, bestimmt gerade noch im Beute Schema dieser Kerls. Schade das Janon heute so gut drauf war...Amy hatte nichts dagegen gehabt die beiden für ein Moment allein zu lassen, natürlich mit der Aussage Hilfe zu holen...Die dann jedoch nie eintreffen würde.
      Aber es war schon lustig genug zu beobachten wie Ineb ständig in die Augen des Kerl schaute als suchte er darin irgend eine Antwort...
      Wenn er so weiter machte könnte man beinahe denn Eindruck bekommen das der Franzose heimlich ein Crush auf denn Boxer hätte.

      „Ich empfehle euch ja das Omelette, du bist doch so ein Franzosenfuzi. Der Koch ist übrigens dieser süße Typ von Tyler, ein echter Chefkoch~“
      Janon ging in seiner Rolle als Maid vollkommend auf, obwohl er Beleidigungen bei mischte wirkte er noch immer total zuvorkommend dabei als wären sie hier die Ehrengäste. Cornelius versuchte die Situation zu nutzten, seine Position als Amy war wirklich Ideal so viele Information wie möglich hautnah mitzukommen...
      Doch soweit er wusste war er nicht der einzige nahe am Feind. Soweit er wusste war Kiris Lakai ebenfalls Teil der Sport Gruppe um denn Wasserwächter im Blick zu haben...Ob er mit süßer Typ gemeint war?

      „Wir... schauen selbst...“
      Ein wenig beeindruckt hob der Hexer seine Augenbrauen, versuchte der Herzträger wirklich sich gegen Janon Aufdringlichkeit zu behaupten?
      Naja...Irgendwo hatte dieser Mistkerl wohl Selbstbewusstsein getankt...Anderenfalls hätte er niemals diese Nummer auf dem Friedhof abgezogen. Was der Grund dazu war?
      Als Amy sollte er wirklich versuchen ihm mehr auf den Zahn zu fühlen...Kiri war in Gegensatz zu ihm in einer deutlich besseren Situation. Als Amy musste er immer noch so tun als hätte er von der ganze Witch-Sache keine Ahnung...Auch wenn es schon Anzeichen darauf gab mit der leuchten Halskette. Doch er musste aufpassen wie das IQ von dieser Amy war...Sie war zum Glück sehr gebildet gewesen soweit er aus ihren Leben ersehen konnte. Er hatte wirklich glück gehabt nicht ein Strohdummes Küken erwischt zu haben.

      „Warum so nervös? Klar, wir hatten keinen guten Start, aber das ist Schnee von gestern. Ich bin überhaupt nicht mehr sauer, dass Tyler im Kampf geschummelt hat... Also komm runter und entspann dich. Solange man nett zu mir ist, bin ich es schließlich auch! Ehrenwort!“
      Der Blick des Hexer ruhte auf der Speisekarte, vielleicht sollte er das mit Janon noch mal überdenken...Er wäre wirklich Ideal für die geplante Prüfung die der Hexer für die Witch Gruppe plante...Anderer Seits sollte er nicht übertreiben sonst Endete es noch wie in dem Traum wo er zusammen mit Kiri die Psyche der Leute wieder in Ordnung bringen musste...Besonderes wenn das Risiko zu groß werden könnte das Janon stirbt...Dieses Risiko musste der Hexer ebenfalls mit einberechnen. Es wäre wirklich nicht klug einen Trumpf wie Janon so schnell verrecken zu lassen...Hach, kreieren eines solchen Plans erforderte so viel Vorbereitung das es wohl wirklich gut wäre die Zeit jetzt zu genießen. Wer wusste schon wann er wieder die möglich dazu hatte, einfach hier zu Sitzen und an einem Schulfest teilzunehmen.

      „Und in einem Maid-Café... ist die Maid eben dazu da, um zu dienen, wisst ihr? Also... bewege ich mich hier keinen Millimeter fort, bis ich sehe, dass ihr zwei ein Lächeln im Gesicht tragt~“
      Grundgütiger, das laute Herzklopfen von Ineb spürte Amy sogar so stark als wäre es ihr eigenes...!
      So schnell war der Respekt für ihn verblasst, er war wohl doch nicht so Taff wie er dargestellt hatte! Das würde ja heiter werden...
      Gezwungen setzte sie ein Lächeln auf, auch wenn sie schon absehen konnte das es nicht ausreichen würde um Janon zufrieden zu stellen, bestimmt wollte er Ineb noch weiter striezen! Aber dann würden sie ewig hier hocken! So bekam der Hexe keine guten Informationen über die Witch-Gruppe!
      "Oh...Wie reizend.", presste sie hervor um weiter nicht in den Mittelpunkt zu rutschen. Die Position als unbedeutende Nebenfigur neben Ineb der versuchte seine offensichtliche Homosexualität mit ihr zu decken war zu viel Goldwert als es zu Riskieren.



      „Dann... such dir Mal etwas Schönes aus, Amy! Der Kuchen sieht super lecker aus! Du mochtest doch...Erdbeeren! Dann wäre vielleicht das hier was für dich.“
      Mit anhaltenden Lächeln warf sie nur kurz ein Blick erneut auf die Speisekarte, eigentlich war es egal was sie aß Hauptsache sie würden nicht ewig hier verweilen während Ineb und der Boxer sich ein starr Wettbewerb boten bis sich Janon ein neues Spielzeug gesucht hatte.
      "Ja, richtig ich mag Erdbeeren ! Eine wunderbare Idee Lio! Ich würde dann gerne ein Kuchen nehmen...", ging sie sofort auf seinen Vorschlag ein und hob ein ticken mehr ihre Mundwinkel.


      Währenddessen hatte sich Tyler wie ein bockiges Kind in der Küche versteckt und weigerte sich die Küche zu verlassen.
      Er saß neben Zeth auf einen kleinen Hocker, der sich mit noch anderen Studenten um das Kochen kümmerte.
      Tyler dachte nicht daran in diesem Outfit sich von anderen sehen zu lassen!!
      Nicht wenn Sam und sogar sein Vater Simon hier auf der Uni herum liefen...Seine Mutter hatte zum Glück mit der Bäckerei genug zu tun gehabt, bestand jedoch dringend darauf das Tyler zumindest ein Fotos schicken würde....Das würde er vielleicht sobald er dieses grässliche Ding ausgezogen hatte...Außerdem war sein Kleid VIEL kürzer als das der Anderen Kerle...!
      Sein Gesicht glühte immer noch heiß als er sich regelrecht betrogen gefühlt hatte, diese Typen hatten ihm doch mit Absicht das kürzeste geben!!
      Einfach nur Peinlich....
      Und das war der Dank dafür das er diese Penner damals gerettet hatte?
      Er würde hier ausharren bis das ganze vorbei war...Oder zumindest seine Freunde ihn so nicht sehen mussten.
      Leider war es zu spät um Ineb eine Nachricht zu schicken das er nicht her kommen soll...Er hatte es zu Anfang noch für ein schlechten scherz gehalten.
      "Willst du Feigling wenigstens beim Kochen helfen?", murrte Zeth etwas als sein Blick flüchtig runter zu Tyler fiel.
      "Ich bin kein Feigling...", erwidere Tyler mit verschränkten Armen.



      Ein lautes seufzen entglitt Zeth als er ein Ei aufschlug und denn Wasserwächter anschaute wie er seine Beine übereinander schlug, in dem kurzen Outfit...
      Verdammt, er konnte seine Boxershorts sehen! Wieso trug dieser Dummkopf nicht wie die Anderen eine Joggin oder Sporthose darunter?!
      Zeth fand dieses ganze Ding hier sowieso eine große Beleidigung an seine Männlichkeit! Fürs kochen konnte er sich halbwegs überreden lassen, schließlich hatte Sato auch sehr oft für ihn gekocht und Zeth hatte angefangen ihm ein Teil der Arbeit abnehmen zu wollen. Zudem merkte er das selbst Kochen weniger Geld kostete als diesem Pizza-Mann zu rufen!
      Kiri fraß echt furchtbar viel und deswegen arbeitete Sato wirklich viel...Irgendwann arbeitete sich dieser Gutmensch noch kaputt!
      "Wenn dich das Outfit stört zieh wenigstens die Katzenohren aus...Keiner zwing dich dazu.", nuschelte Zeth dem Anderen zu.



      Tyler blinzelte als er realisierte das er erneut verarscht wurde...Er dachte sie mussten?!
      Gereizt zog er die Katzenohren ab und pfefferte sie zur Seite:
      "So ein scheiß! Ich will mich umziehen, wer hat denn Schlüsse zur Umkleide??", grummelte Tyler und war zum Teil froh wenigstes Zeth zu haben der wenigstens auf seiner Seite war und ihn nicht zu den Kerle gehörte die nach Janons Pfeife tanzten! Oder zu seine Freunden zählte...Hätte er gewusst das der Sport AG so vollgepackt ist mit denn Leute hätte er den Kurs gewechselt...!
      "Hmm...Ich glaub soweit ich weiß hat die Schlüssel unserer neuer Coach aber der ist gerade unterwegs.", gab Zeth ihm die Antwort die Tyler nicht hören wollte. Hoffentlich kam der Typ schnell wieder...!

      „Heeeeeeeyyy, Sportskanone!“
      Als Brad Stimme erklang schreckte Tyler Augenblicklich hoch, er versuchte nicht auzusehen als würde er sich hier verstecken damit sie kein Grund hatten nach vorne zu den vollen Tischen zu schlweifen.
      Hastig zupfte er an den weißen Handschuhen herum und als schon das Gesicht des Kerls sah ahnte er nichts gutes.
      "Verflucht...Zeth lass dir eine Ausrede einfallen!", zischte er ihm zu aber Zeth hob etwas überfordert die Augenbrauen.
      "Was für eine Ausrede?"
      Zeth kapierte rein gar nichts! Genervt atmetet Tyler aus, leider war sein Komplize strohdumm!
      Hastig drehte sich Tyler leicht weg und fummelte weiter an den Handschuhen herum als erforderte es seine ganze Aufmerksamkeit.



      „Mhhhmmmm, du siehst heute mal wieder absolut zum Anbeißen aus! Lass mich kurz anfassen!“
      Leider brachte es überhaupt nichts diesen Kerl zu ignorieren, ganz im Gegenteil...! Der Kerl hatte echt noch die Frechheit ihn einfach am Hintern zu packen!!
      Es war nicht einmal ein flüchtiger griff, er packte richtig feste zu das Zeth bei dem Anblick Knallrot im Gesicht wurde.
      Was für ein Abartiger Schwules Zeug passierte hier gerade?!
      "EY! Fass mich nicht an du Spinner!!", knurrte Tyler sofort zurück und versuchte die Hand wegzuschlagen die sein Gesäß massierte!



      Zeth griff sich ins Gesicht und versuchte dieses Bild aus sein Gedächtnis zu verbrennen. Seit diese Kerle diese Kleider trugen waren sie wilde Kanickel!
      Auch die Kundschaft draußen war nicht besser...Was war das für ein Hexenwerk?! Es lag bestimmt an diesen verfluchten neuen Coach...Er hatte sofort erkannt wer er war...
      Das dieser Typ überhaupt agieren durfte nachdem er den Zorn des Lords auf sich gezogen hatte...
      Zwar konnte sich Zeth nicht mehr daran erinnern was in dieser...Bizarren Märchenwelt passiert ist, aber danach hatte er wieder solche Bestialische Kopfschmerzen das für eine weile nicht zur Uni gegangen war. Doch heute bestand sein Meister darauf das an dieser Festlichkeit Teil nahm...Und er bereute jede Sekunde!!
      Am liebsten würde er jeden hier mit seinem Schwert verprügeln!
      Aber er hatte gehört das Satos Theater Gruppe heute was großes veranstalten...Und er wollte es unbedingt sich ansehen. Auch wenn er die sorge wie Tyler teilte nicht in diesen Outfit von anderen gesehen zu werden...Hoffentlich starrte ihn Sato später nicht an. Wie sollte er in dieser lächerlichen Maid-Rüstung seine Kämpfer Natur und Männlichkeit unter beweis stellen?



      Er sah gerade noch Tuntiger als sein Meister aus!
      Der hatte zum Glück ganz Andere Aufgaben zu erledigen...
      Bestimmt begrabbelten sich dort nicht die Kerle auf diese unverzeihlich Schwulen Art.
      Währenddessen zog Brad denn Zähne knirschenden Tyler weiter auf.

      „Dein bester Fuckbuddy ist übrigens gerade eingetroffen. Beweg deinen Hintern rüber zu Janon und ihm und leiste ihnen Gesellschaft. Na los, stell dich nicht so an! Sonst verpetz ich Samuel, dass du ein kleiner Nichtsnutz bist~~.“

      Obwohl sich Tyler sich weigern wollte mit Janon zusammen zu arbeiten oder ansatzweise raus zu gehen traf dieser Brad ein Wunden Punkt bei dem Schwimmer.
      Er glaubte ihm aufs Wort schließlich arbeite dieser Brad in dieser dummen, dummen, dummen schmutzigen Club von Sam!
      Auch wenn Sam ihn das bestimmt nicht glauben würde, wollte Tyler nicht das man sowas zu seinem Gott sagen würde...
      Im Moment war er gerade der Einzige der in wirklich verstand nachdem Wyatt so Herzlos zu ihm gewesen ist, Harvey ihn behandelt wie ein ungezogenes Tier!
      Ineb war zwar auch auf seiner Seite aber er war noch immer ein kleiner Hund...Und Cabriel? Der Typ konnte er immer weniger ausstehen, irgendwie hatte diese Lektion im Wald überhaupt nichts gebracht...Er war sowieso Schuld daran das Wyatt ihm jetzt anschaute als wäre er ein schlechter Mensch!
      "Hmpf, ich bin kein Nichtsnutz!! Ich hab gar k-kein Problem mit Janon zu arbeiten!"
      Er...hatte ganz sicher keine Angst vor dem Boxer und befürchtete jede Sekunde von ihm verprügelt zu werden oder schlimmeres...!
      Trotzdem spürte er wie ihm die Tränen aufstiegen.



      Wiederwillig wurde er von Brad aus der Küche gebracht und vorwärts geschubst.
      Aus der Nummer kam er nicht mehr raus!! Er konnte nur hoffen das mit Fuckboy Ineb gemeint war und er ihn aus der Situation rettet!!
      Zeth sah denn beiden nach und seufzte noch mal tief...
      Er wollte sich aus der Sache raus halten aber irgendwie hatte ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache...Dieser hinterhältige Brad plante doch bestimmt irgendwas?
      Auch wenn Zeth wenig erpicht davon war die schützende Küche zu verlassen, musste er trotzdem denn Freund des Wasser Wächter spielen...Mist.
      Irgendwie wollte er diesen Feigling nicht mit Janon allein lassen, anfangs hatte er gedacht es wäre total Männlich wenn die beiden miteinander Kämpften aber je länger er die Sache beobachtete hatte er ganz mulmiges Gefühl in Magen.
      Normalerweise hatte er nur gegenüber Sato diesen...Beschützer drang.
      Sowas gegenüber seinem Feind zu empfinden war Absurd...Schließlich hatte mit ihm Gekämpft und sich dabei nicht zurück gehalten.
      Natürlich nur zu dem Grad wie sein Meister ihm aufgetragen hatte...
      "Ich übernehme die nächste Bestellung, kann hier jemand übernehmen?", fragte er kurz an einen der Anderen Studenten gerichtet die liebend gern die Position in der Küche anhamen.
      Vorsichtig nahm Zeth das Tablett mit Tee und sah konzentriert darauf...
      Es war wirklich eine bizarre Aufgabe die sie hier vollbrachten aber er würde sich mühe geben...



      Selbst wenn er seine Männlichkeit für denn Moment aufgeben musste...Er durfte nicht so ein Feigling wie der Wasserächter werden und sich verstecken.

      Nicht weit von der großen Menschenschlage entfernt machten sich gerade die beiden Schauspieler Dylan und Wyatt zusammen mit Liam und Cabriel ebenfalls auf dem Weg zum Maid Café.
      Ohne Punkt und Komma unterhielten sich die beiden über das Business und die Schauspielerei.
      "...Und da hat der Regisseur gemeint das wir das ganze Drehbuch noch einmal umdrehen müssen weil der Schauspieler für denn Prinzen wegen einer Krankheit ausfallen wird. Wir haben die ganze Zeit nur meine Szenen abgedreht! Ich war noch nie so viel vor der Kamera!"
      Dylan schmunzelte, er wusste zwar durch das verschwinden des Lehrers und dessen Pornostar Lovers das dieser nicht Krank waren sondern auf unbestimmte Zeit verschwunden waren aber das behielt er für sich er roch hier eine großartige Gelegenheit weswegen er sich in letzter Zeit besonderes sehr bei Wyatt einschleimte. Ihm war es wesentlich egal das Wyatt gerade in einer Beziehung war, er kannte doch Wyatt! Das hielt nie besonderes lange und bestimmt würde er für seinen früheren Lover und Kollegen ein gutes Wort für ihn einlegen.
      "Denkst du nicht auch es wäre toll wenn ich die Rolle des Prinzen bekomme? Ich hab die Kommentare der Fans verfolgt, einige wünschen sich einstimmig wieder einen Film mit uns beiden...Wie in den guten alten Zeiten! Meinst du kannst mit dem Regisseur darüber reden? Ich kann auch einspringen bis der andere zurück ist! Es ist schließlich dein großer Film Wyatt es wäre wirklich schade wenn es auf Eis gelegt wird nur weil diese Rolle umbesetzt bleibt!"
      Wyatt war überrascht das sein Schauspielkollege tatsächlich einspringen wollte, dabei war es doch gar nicht die Art von Filme die er normalerweise drehte.
      "Wirklich? Das wäre Wundervoll! Mir hat der Dreh mit dir immer viel Spaß gemacht! Ich werde auf jedenfalls mit ihm reden.", freute sihc Wyatt sichtlich über den Vorschlag.



      Während sich die beide weiter aufgeregt unterhielten Blickte Liam leicht zu Cabriel rüber.
      Sie beide waren wohl gerade eher die Anhängsel und er war eigentlich auch froh darüber nicht in diesem Thema mit reden zu müssen. Ehrlicherweise hatte er gar keine Ahnung von Filmen oder Schauspielerei, er war wirklich überrascht das Cabriel mit Wyatt zusammen war der sie kurzerhand mit geschleppt hatte sie zu dem Maid Café zu begleiten.
      Liam fühlte sich noch immer ziemlich perplex darüber bei beginn auf dieser Uni nicht nur neue Bekanntschaften gemacht zu haben sondern ausgerechnet seinem besten Freund aus dem Internet!
      Zuerst war er nie darauf gekommen das Cabriel irgendwas mit Online Games zu tun hatte oder ausgerechnet die Person war mit der er über Nächte zusammen gelevelt hatte. Sie hatten über so vieles gesprochen und war immer eine wichtige Person in Liams Leben gewesen wenn die Welt außerhalb zu viel wurde oder einfach nur das zocken genießen wollte...
      Insgeheim hoffte Liam sehr das Cabriel nicht enttäuscht darüber war das er Äußerlich überhaupt nicht an Sir Rexington aussehen heran kam...Leider hatten sie auch noch keine wirklich Gelegenheit gehabt mal in ruhe zu zweit sich zu unterhalten...Irgendwie spukte ständig jemand dazwischen.
      Insgeheim hoffte ja Liam das sich vielleicht heute die Gelegenheit bot mal allein mit Cabriel zu reden, falls er überhaupt wollte...Aber es war irgendwie schön zu wissen das er auf dieser Uni nicht nur Janon hatte...



      Bei dem Gedanken an Janon wurde Liams laune jedoch wieder etwas trüber...
      Abermals hatte ihn Janon versetzt und irgendwas sagte ihm schon das wieder wegen einem Anderen Kerl war.
      Eigentlich wollte er diese Maid Café meiden aber Wyatt war so erpicht darauf das sie mitkommen sollten...Und irgendwie hat ihm Cabriel zwischen diesen beiden ExtrovertiertenSchauspielern echt Leid getan. Falls die beiden weiter so vertieft waren in ihren Gespräch konnte er vielleicht mit Cabriel über Dinge Reden die sie beide Intressierten?
      Obwohl Liam eine Bar führte und gar kein Problem hatte auf andere Menschen zuzugehen fühlte er sich heute aus irgend ein Grund unglaublich Schüchtern...Was brauchte nur um das Eis zu brechen?
      Liam wollte sich ihm nicht zu sehr aufdrängen und zugleich würde er ihn wirklich gerne näher kommen!
      Er mochte GrimReaper wirklich sehr und er glaubte fest daran das es mit Cabriel auch so sein würde...Manchmal erinnerte ihn sein nicht Ausdruckstarker Gesichtsausdruck an ihn, was irgendwo doch ziemlich lustig war...
      Als sie sich der Menschenschlange näherte spalte sich die Leute plötzlich wie das Meer in dieser Biblischen Geschichte, es reichte nur Dylan zu sehen und die Leute machten ihnen sofort platz...Ein echt merkwürdiges Gefühl!
      "Ähm...Glaubt ihr es wird noch ein Tisch frei sein?", fragte Liam behutsam nach.



      Soweit er mitbekam hatte weder Dylan noch Wyatt ein Tisch Reseviert aber Dylan winkte nur gelassen ab:
      "Keine Sorge! Wir sind Stars! Uns wird sicher ein Tisch frei gemacht.", prahlte der lang Haarige mit so viel selbstbewusstein.
      Liam hatte schon mitbekommen das hier auf der Uni so ein Rang System gab mit den Beliebtesten Studenten...Soweit er verstand hatten die höheren Ränge besondere Vorteile..
      "Hach, wenn kein Platz da ist kommen wir später noch mal! ", wandte Wyatt munter bei.
      Aber kaum wie die vier im Empfang angekommen war hörte man ein lauten Tumult.
      "AHHH!!! P-PASS DOCH AUF!!!!"
      Ein lauter Schrei ging durch denn ganzen Raum und nach draußen.
      Tyler verlor das Gleichgewicht als Brad ihn schubste, panisch hielt er sich an dem nächst besten fest um nicht hinzufallen...
      Der Fehler war es jedoch das er im ersten Moment den Stoff von Janons Maid Kleid zu greifen bekam.
      Mit einem lauten RATSCH....Rieß Tyler versehentlich den Stoff von Janon Maid Outfit auseinander.



      Der Stoff von Janons Maid Kleid riss so unvorteilhaft, man konnte sein Bein, Hüfte und sein Oberarm sehen...
      "Oh mon dieu!! Was passiert hier??", stieß Dylan entsetzt bei dem ersten Anblick aus als sie hier eingetroffen waren. Er hatte eigentlich gehofft gute Selfies hier machen zu können um sein Ruf zu puschen aber das? Was trieb die Sport AG hier bitte??
      Wyatt lachte etwas: "Ich wusste gar nicht das sie hier auch Schauspielern! Die haben bestimmt viel Spaß!"



      Wyatt ging davon aus das hier unterhaltsam stech vorführten für die Leute die hier auf ihre Bestellungen warten! Er hatte nicht erwartet das Tyler damit machte und das auch noch mit Janon zusammen. "Wie toll, sind die beiden also doch Freunde geworden?"
      Wyatt hatte gehofft das Tyler seine Angst wegen Janon bald ablegen konnte. Sie spielten unglaublich gut zusammen!
      "Ich...Möchte deine Vorstellung nicht verderben aber ich glaube nicht das es gespielt ist..."
      Sie hatten ja wirklich ein mieses Timing erwischt...Liam machte sich ernsthaft sorgen das Janon gleich an die Decke gehen wird! Er kannte seine kurze Zündschnur und wie er schon oft andere Verprügelt hatte....
      Zwar hoffte er doch sehr das Janon denn armen Jungen für seine Ungeschicklichkeit vor allen Leuten zusammen schlug aber das wird ihn doch kaum kalt lassen!



      Ob er eingreifen sollte?
      Unschlüssig beobachtet er die Situation, er war eigentlich ziemlich enttäuscht von Janon und wollte die nächste Zeit kein Wort mit ihm wechseln aber einfach nur zusehen wie er einen anderen Student zu Hackfleisch verarbeitet konnte er doch auch nicht!
      Währenddessen war Tyler durch den Schwung auf den Boden gelandet und hielt den großen Stofffesetzten in seiner Hand fest.
      Er war erledigt...
      ER war so gut wie TOD!
      Warum zur Hölle musste ausgerechnet ihm das passieren?!
      "Hahh...eh...es...eh...Tut mir Leid...?!", stammelte Tyler überfordert.



      Er betete inständig das er gerade in einen dieser Träume dieses Kiris gefangen war!
      Wenn das ein Traum war würde er zumindest Lebend hier wegkommen! Das konnte hier doch nur ein Alptraum sein!
      "Uha...Der hat das halbe Kleid zerfetzt!", stieß Amy aus die ganze mit offenden Mund mitverfolgt hatte. Sie hatte nicht erwartet das diese Wächter wirklich ein wandelndes Unglück war...Wer fällt denn bitte so bescheuert hin?!
      Der dröhnende Bass im Hintergrund wurde leiser während wirklich alle zu dem Szenario starrten.



      Tyler spürte die Blicke und verkrampfte nur noch mehr...Verdammt...Warum hatte er das miese Gefühl DAS es kein Traum war...!
      Sein Leben war vorbei....
      Aus und vorbei...Aber ein Glück hatte es...Sam würde ihn nicht in diesem Maidkleid sehen! Zumindest nicht Lebend...Hoffentlich beerdigen sie ihn nicht in diesem Scheiß Teil!
      Vielleicht sollte er noch sein letztes gelübde sprechen...Hach, was redete er sich ein?? Er hatte überhaupt kein Plan was er sagen sollte!
      Aber er sollte sich vielleicht selbst ein Ende setzten, Janon würde ihn sicher noch bis in den Tod foltern...Bevor er sein Kopf wie eine Wassermelone auf dem Asphalt aufschlug...
      Arrghhh.....Er hasste schmerzen....!!



      Hoffentlich hatte ihn wenigstens Ineb in guter Erinnerung...
      Dieser bescheuerte Brad hatte sein Lacher auf den Kosten seines Lebens!!
      Tyler kniff die Augen feste zusammen, ein letzter versuch inständig zu Beten das er nur Träumte!
      Das konnte unmöglich real sein...
      Er hatte nicht Janon halb ausgezogen vor denn Augen eines vollen Raumes an Leuten die sie jetzt alle anstarrten!
      Believe Me ~

    • Prinz Immensity & Queen Evanescence & Kallisto Arachion

      "Ҡ₳LLISͲ✪-₳☈₳☇ĤI✪Ň."

      Ein eiskalter Schauer durchfuhr Chepi, als der wahre Feenname aus den Lippen dieses kleinen Balgs drang. Fassungslos starrte er Eternity an. Woher... wie hatte er diesen Namen herausgefunden?! Chepi hütete dieses Geheimnis wie ein Drache seinen kostbarsten Schatz. Er wollte gerade ansetzen, um Eternity danach zu fragen, als sich plötzlich etwas Kaltes, Stechendes tief in seine Schulter bohrte. Der Schmerz war absolut höllisch. Noch bevor er begriff, was geschah, strömte dickes, blaues Feenblut aus der Wunde. Mit einem gepeinigten Schrei wand er sich auf den Bauch, die Finger krampfhaft in den Untergrund gekrallt.


      "ARGH!", schrie der Feenkönig so ohrenbetäubend, dass seine zarten Flügel wild erzitterten. Wieso griff sein eigener Bastard ihn an?! Hätte der Junge ihm nicht gehorchen müssen? Warum war er seiner Macht nicht längst verfallen? Was für ein krankes, grausames Spiel war das? So... so durfte dieses Märchen doch nicht enden!



      "Du realisierst wohl immer noch nicht, dass du längst MIR gehörst. Du warst nicht würdig genug für das Dark Heart... Du und dein bemitleidenswerter Meister Cornelius... ihr werdet beide bestraft."

      Kallisto hustete Blut auf, die Welt um ihn herum begann zu verschwimmen. Als das Kind sprach, war es plötzlich, als stünde der wahre Lord in all seiner Dunkelheit wieder vor ihm – die Stimme rau und triefend vor Hass. Der Holzpflock stak noch immer tief in seiner Schulter. Er drehte das Holz mit sadistischer Freude in seinen Muskeln und Chepis qualvoller Schrei hallte durch das gesamte Funkelparadies. Warum war Eternity nur so bodenlos unerzogen?! Hatte sein Vater seinen Geist derart vergiftet? Dieser verdammte Fuchs ... dieses barbarische Benehmen war allein seine Schuld! Eternity war dazu bestimmt, ihn zu lieben und zu ehren, nicht ihn genüsslich abzuschlachten!
      Der Junge hatte behauptet, er sei des Dark Hearts nicht würdig. Doch Chepi wusste genau, warum das Herz ihn sofort verschlungen hatte: Er war eine Schöpfung des Lichts. Eine Fee. In den alten Märchen waren Feen das absolute Gute, wahrhaftige Engel in Person. Sein Vater erschuf ihn nur mit Liebe! Genau deshalb hatte das Herz ihn abgestoßen, aus keinem anderen Grund! Er hatte Respekt verdient, selbst von einem Königsgleichen wie Korbos Eternity!

      Bebend vor Wut und mit zusammengebissenen Zähnen hob er den Blick zu dem Balg, das ihm diese Qualen bereitete. Ein fataler Fehler. Das Paradies um sie herum begann in sich zusammenzustürzen. Evanescence verblasste bereits zu Nebel und bekam nicht mehr mit, was aus dem Jungen geworden war. Nur Chepi blieb zurück – gefangen im gnadenlosen Blick dieser kalten, blutroten Augen, die aussahen, als wollten sie ihn bei lebendigem Leib fressen.

      "Ich werde dich so oft beschwören lassen und wieder umbringen..."

      "...!!!"



      "...bis auch in deinem Erbsenhirn angekommen ist, wem du verdammtes Ungeziefer in Wahrheit dienst. Und wag es noch einmal, mich mit so billigen Tricks zu verzaubern... und dein ohnehin schon wertloses Leben wird ein endloser Alptraum."

      "AAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGGGGGGH!!!"

      Mit diesen Worten empfing Chepi den finalen Todesstoß. Sein Blut spritzte über den Boden und hinterließ ein abstraktes, grausames Gemälde. Im selben Moment löste sich das Funkelparadies vollständig auf – wie ein altes Märchenbuch, dessen letzte Seite man endgültig zugeschlagen hatte.

      ̩͙⊱༒︎༻♱༺༒︎⊰‿̩͙

      Fernab davon war Immensity noch immer bereit, alles und jeden in Stücke zu reißen, der es wagen sollte, sich seiner Familie in den Weg zu stellen. Er ahnte nicht, dass die Geschichte bereits geendet hatte. Das Einzige, wonach er sich verzehrte, war noch mehr Blut, um diesen schrecklichen, alles fressenden Hunger in ihm zu stillen. Er wollte sich ganz und gar in diesem Wahn verlieren. Endlich wieder mit Zenko verschmelzen. Ihn grenzenlos lieben und ihn sich vollständig einverleiben – so, wie es ihm in der Vergangenheit verwehrt geblieben war. Er wollte mit ihm und Eternity glücklich sein, und wenn sie dafür diese Welt hinter sich lassen müssten. Er spürte, dass dieses Ziel zum Greifen nah war. Dann, so glaubte er, wäre er endlich satt...

      Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Es brauchte nur einen einzigen Blick in die Augen seines geliebten Zenko und mit einem Schlag... löste sich sein rasender, animalischer Instinkt ein wenig in Luft auf. Übrig blieb...die gnadenlose Verwirrung.

      "...unser Sohn hat sich gerade [i]selbst um denn Feenkönig gekümmert~"[/i]

      "Wovon... redest du?", fragte Immensity mit völlig ausdrucksloser Stimme. Langsam glitt seine Zunge über seine Lippen, um das frische Blut abzuwischen. Zenko trat dicht an ihn heran und Immensitys Blick wanderte fragend zu ihm hinauf. Wie um alles in der Welt sollte ein kleines Kind wie Eternity den Feenkönig bereits ausgeschaltet haben? Das war schlichtweg unmöglich, er war noch viel zu schwach für einen solchen Mord... Doch warum leuchtete in Zenkos Augen eine so unerschütterliche Gewissheit, dass es Immensity augenblicklich die Sprache verschlug?



      "Jedes [i]Märchen findet einmal ein Ende...Und unser Märchen... ist längst erzählt...Prinz Immensity."[/i]

      Sprachlos wurde er von Zenko an ihn gerissen, Zenkos Griff war eisern und duldete nicht, dass sich Immensity von ihn vonlöste. Zenko verankerte ihre Finger miteinander und Immensity kontne spüren, dass er ihn nicht gehen lassen wollte. Plötzlich begann der Yokai Immensity zu drehen, mit voller Macht sodass Immensity sich einfach mitbewegte. Der Gesichtsausdruck von Immensity veränderte sich keinen Millimeter, trotz allem...verspürte er jedoch Verwirrugn in seinem Herzen. Ohne von den Blick von Zenko loszulassen sah er ihn genau in die Augen, doch sagte er kein Wort.

      Ohne Vorwarnung zog Zenko den sprachlosen Immensity hart an seine Brust. Der eiserne Griff des Yokai ließ keinen Zweifel daran, dass jeder Widerstand zwecklos war. Fest verschränkte Zenko ihre Finger ineinander. Immensity spürte diese absolute Entschlossenheit ihn nicht mehr loszulassen. Mit einer plötzlichen, kraftvollen Bewegung wirbelte Zenko ihn herum und riss ihn einfach mit sich. Immensitys Miene blieb wie in Stein gemeißelt, doch hinter dieser eisigen Fassade zog tiefe Verwirrung in sein Herz ein. Ohne den intensiven Blickkontakt auch nur eine Sekunde zu brechen, starrte er Zenko an, blieb aber völlig stumm.

      Ihr Märchen war...längst erzählt?

      Diese Worte von seinem Geliebten begannen ihm zu missfallen...Sie schmeckten wie bittere Medizin. Er ähnelte in diesem Moment wirklich einem hinterhältigen Fuchs, der ihn mit Absicht in die Verwirrung setzte.

      "Aber gestatte mir...Ein [i]letzter Tanz, mein Liebster"[/i]

      Zenko übernahm souverän die Führung. Er tanzte mit einer Eleganz, die Immensity ihm niemals zugetraut hätte. Es war ihr allererster gemeinsamer Tanz, schließlich war es einer einfachen Wache wie dem Fuchs stets untersagt gewesen, an Bällen teilzunehmen. Zenko lehnte sich leicht über ihn, sodass Immensity sein warmes Gewicht auf sich ruhen spürte. Deutlich nahm er Zenkos Herzschlag an seiner eigenen Brust wahr – ein so zartes, stetiges Pochen, dass es ihm förmlich Flügel verlieh. Es fühlte sich an als hatte er diesen Herzschlag schon ewig nicht mehr an sich gespürt. Obwohl er absolut nicht begriff, warum sie inmitten all dessen tanzten, fühlte er sich unendlich geborgen. Es war... einfach wunderschön, seinem Geliebten derart nah zu sein, es stillte für einen kurzen Moment den Hunger, der sich jedoch wieder aufbaute. Für diesen einen, kostbaren Moment waren sämtliche Sorgen und Nöte wie weggewischt. Selbst das Wissen, dass eigentlich viel dringendere Dinge auf sie warteten, verblasste. Doch tief in seinem Inneren... kroch plötzlich eine dunkle Vorahnung hoch. Es fühlte sich an, als müsste er sich vor dem fürchten, was passieren würde, sobald dieser Tanz endete.



      "Auf dem Weg unserem Sohn zu retten, kann ich dich bedauerlicherweise [i]nicht mehr begleiten, es wäre ungerecht der Person gegenüber welcher dich genau so tief Liebt wie ich es einst tat...Immensity."[/i]

      "... Person?", fragte Immensity fassungslos und in gebrochenen Silben. Während er noch fieberhaft überlegte, wen Zenko meinen könnte, durchfuhr ein stechender Schmerz seinen Kopf. Es fühlte sich an, als würde jemand tief in seinem Schädel hämmern, als versuchte eine fremde Macht, seinen Verstand in Stücke zu reißen. Es war so als spielte jemand insgeheime mit seinem Kopf. Bizarre Visionen blitzten vor seinem inneren Auge auf – Bilder, die unmöglich ihm gehörten. Nicht dem Wesen, das er in diesem Augenblick war. Ein Ungeheuer, getrieben von nichts als purer Fresssucht, um seiner Familie nah zu sein.

      Trotzdem erschienen diese Bilder. Es waren Erinnerungen eines anderen Ichs; jenes Ichs, das er gerade erst blutig auf dem Boden enthauptet hatte. Das Gesicht dieses anderen Selbst brannte sich unauslöschlich in seinen Verstand, dicht gefolgt von dem Bild genau jener Person, von der Zenko offenbar sprach. Immensity riss irritiert die Augenbrauen hoch. Eine Welle vollkommener Verwirrung überkam ihn stärker denn je und am liebsten hätte er Zenko angefleht zu schweigen. Doch der Fuchs ließ dem Prinzen keine Zeit für Antworten. Die Bewegungen ihres Tanzes wurden schlagartig so wild und fordernd, dass Immensity keine andere Wahl blieb, als sich einfach krampfhaft an ihm festzuklammern.



      "Verzeih mir, dass ich dich mit dieser Aufgabe allein lasse aber Blick nicht mehr in die Vergangenheit zurück, es wäre mir Lieber wenn du mich...Vergessen würdest und in der Gegenwart lebst."

      Plötzlich kristallisierte sich tief in Immensitys Innerem etwas heraus, das er längst für ausgelöscht hielt. Gleich den Rosen, die er einst erbarmungslos zerfetzt hatte, begann es nun in seinem Körper von Neuem zu erblühen. Es war als pflanzte jemand diese zarten Knospen gewaltsam zurück in seinen Geist – als weigere sich eine unsichtbare Macht, ihn einfach so sterben zu lassen. Jemand, der nicht ein solch' langweiliges Ende ersehen wollte.
      Nackte Panik kroch in ihm hoch. Obwohl Zenkos Lippen verlockend nah an den seinen schwebten, spürte er zum allerersten Mal, dass er ihn nicht küssen wollte. Er fürchtete sich entsetzlich vor dem, was danach passieren würde. Sein Geliebter verhielt sich so fremd, sprach von längst vergangenen Tagen und doch... wehrte sich Immensity mit jeder Faser seines Seins dagegen, diese grausame Wahrheit zu akzeptieren.

      In seiner Vorstellung zwang Zenko ihn sanft, aber unnachgiebig, den Kopf zu heben. Er sollte ihn ansehen. Genau hinsehen. Tief in diese bernsteingelben Fuchsaugen, deren wärmendes Licht in Immensitys Realität schon vor einer verdammten Ewigkeit erloschen war. Zenko erzwang diesen Blickkontakt, damit er endlich begriff, dass sein Geliebter... schon so lange nicht mehr am Leben war. In exakt diesem Sekundenbruchteil zersplitterte etwas in Immensity – der allerletzte Funke Verstand, der ihn bis zu diesem Moment noch vor dem vollkommenen Wahnsinn bewahrt hatte.



      Doch noch bevor Immensity unter der Last seiner Erkenntnis zerbrechen konnte, spürte er Zenkos Lippen auf den seinen. Die Berührung war so zärtlich, so trügerisch warm, dass Immensity für den Bruchteil einer Sekunde beinahe die Augen schloss. Dann erst begriff er, was Zenko vorhatte. Mit unbarmherziger Entschlossenheit packte der Yokai Immensitys Schwert und trieb die Klinge ohne das geringste Zögern in sein eigenes Fleisch. Immensity riss panisch die Augen auf. Er versuchte wild, sich loszureißen und ihn von dieser grausamen Tat abzuhalten, doch gegen die eiserne Kraft eines reinblütigen Yokais war er völlig machtlos.

      Dann veränderte sich plötzlich alles. Ein warmer, metallischer Geschmack flutete seinen Mund – Zenkos Blut. Es durchströmte ihn mit einer pulsierenden, unnatürlichen Stärke, die ihn regelrecht aufrecht hielt. Er fühlte, wie das Leben in ihn zurückkehrte, exakt in dem Maße, wie es aus Zenkos Körper wich. Als der Yokai schließlich völlig kraftlos in sich zusammensackte, brach der Kuss ab. Immensitys Lippen waren rot vom Blut seines Geliebten und leuchteten nun ebenso bedrohlich wie seine eigenen Augen. Tief unter Schock stehend, presste er den schlaffen Körper fest an seine Brust.

      "Ze... Zenko... Warum nur?", brach es ungläubig aus ihm heraus. Aber die Augen des Fuchses blieben verschlossen. Er rührte sich nicht mehr. Er sah aus, als wäre er inmitten dieses Albtraums einfach friedlich eingeschlafen. Doch Immensity kannte die grausame Wahrheit.
      Die letzten Worte seines Geliebten hämmerten wie ein endloses Echo in seinem Schädel.

      "...Ich kann nicht mehr gerettet werden, aber [i]er schon... Ich hoffe, ihr werdet glücklich."[/i]

      Die Welt um sie herum begann zu beben, das Schloss von Korbos fiel zusammen. Der Boden unter den Füßen wurde ihn langsam und unentbehrlich entnommen. Immensity jedoch hielt Zenko fest an sich, das Zittern in seinen Händen was er verlieren wolte kehrte zurück. Es war so als wollte...ihn Zenko davon aufhalten ein Ungeheuer zu werden. Er wollte ihn aufhalten seine Geschichte hier zu beenden.
      Denn Zenkos Geschichte war erzählt, in seinem Kopf konnte Immensity genau sehen wie Zenko ihn den Rücken zudrehte und einfach durch die Torii ging - er drehte sich nicht mehr um und machte kehrt an einen Ort, in dem Immensity ihn niemals finden würde.
      Warum...mussten sie wieder getrennt werden?!
      Er...durfte nicht gehen. Immensity wollte nicht ohne ihn sein!



      Zenkos Körper begann sich direkt in seinen Armen in feinen Nebel aufzulösen. Ganz gleich, wie verzweifelt Immensity sich auch an ihn klammerte, er war völlig machtlos dagegen. Plötzlich brach der Boden unter ihren Füßen restlos weg und sie stürzten ins gnadenlose Nichts. Immensity streckte suchend die Hände aus, zerrissen von einem alles verschlingenden Kummer, wie er ihn schon Ewigkeiten nicht mehr ertragen musste. Krampfhaft versuchte er, auch nur den letzten flüchtigen Rest seines Geliebten bei sich zu behalten. Er wollte mit ihm gehen, verdammt, selbst wenn es seinen eigenen Tod bedeutete! Er ertrug den Gedanken nicht, jemals wieder so unendlich lange ohne ihn sein zu müssen.


      "ZENKOOOO!!! VERLASS MICH NICHT!!!", brüllte Immensity aus voller Kehle. Es war ein letzter, ohrenbetäubender Schrei, bevor sich Zenko gänzlich in Nichts auflöste und Immensitys blutige Hände nur noch ins Leere griffen.



      Das Märchen war zu Ende....

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      "Wie zu erwarten, bedurfte es gar nicht meiner Hilfe, damit sie sich aus den Klauen dieses Lakaien befreien konnten, mein Lord." Eine finstere, aber unbestreitbar verführerische Stimme durchbrach die Stille. Kiri stand nun dicht neben Eternity. Die Luft um ihn herum war von einem widerlichen, durchdringenden Todesgeruch erfüllt, während er dunkle Magie wirkte, um die Überreste der Leiche rascher verschwinden zu lassen.

      "Sie haben es tatsächlich vollbracht, ihn in seinem eigenen Märchen hinzurichten... Das hätte ich schlichtweg für unmöglich gehalten.~", kommentierte Kiri in einem nüchternen Tonfall, durch den nur ein winziger Funke ehrlicher Überraschung schimmerte.

      Chepis Leichnam war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Mit all dem blauen Blut erinnerte er an eine kleine Blaubeere, die jemand gnadenlos und bis auf den letzten Tropfen ausgepresst hatte.



      Als sich die Reste der Leiche in rabenschwarzen Rauch auflösten und im Dark Heart versanken, glitt Kiris Blick hinüber zum Lord. Lord Eternity... Selbst ihn hatte es überrascht, dass er nach all dem ohne seine geliebte Seelennahrung auf der Erde umherwandern konnte. Wäre Sato nicht in sich zusammengebrochen, hätte er es vermutlich nicht einmal bemerkt. Zwar fand er das faszinierend, doch seine eiskalte Miene verriet rein gar nichts davon. Eigentlich war er nur hier, um Sato daran zu hindern sofort zu zerspringen. Still und heimlich, damit Zeth nicht dachte, dass er seine Worte von damals nicht ernst meinte. Der ultimative Tod von Sato wäre allerdings zu früh gewesen...weshalb er sich gezwungen sah einzuspringen.

      "Ich habe sie, während alle anderen noch schliefen, unbemerkt fortgebracht. Niemand hat etwas bemerkt und draußen suchen ihre Wachen bereits in hellem Aufruhr nach Ihnen.", berichtete Kiri mit ruhiger Stimme an seinen Lord gewandt. Solange Kye sich nicht völlig von seiner sterblichen Hülle lossagte, besaß Eternity noch immer einen gewissen Wert für ihn – vor allem, da der Mann anfing, eigene Wege zu gehen.

      Mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen fuhr er fort:

      "Kallisto Arachion... Dieser Mann wird uns noch alle Nerven rauben...Ich hoffe inständig, dass Sie diesem grausamen Märchen nicht nachtrauern und auf die Idee kommen, Kye in diesen Strudel hineinzuziehen. Das ist Schnee von gestern – eine Illusion, geboren aus den Lügen einer Fee, die niemals das Recht hatte, Ihnen so nah zu sein."

      Kiri konnte beim besten Willen nicht begreifen, was der Lord damals an Chepi gefunden hatte. Doch er wusste auch, dass die Gefahr noch nicht gebannt war. Dieser Abschaum würde sicher einen Weg finden, die Geister der Vergangenheit zurückzubringen. Und Kiri wollte doch nur das eine: Dass sie alle endlich im Hier und Jetzt blieben.



      Ein letztes Mal wandt er sich zu Eternity zu und verbeugte sich leicht vor ihm, ehe er begann aus der Sackgasse zu verschwinden, indem er Eternity hineingezogen hatte. Er winkte ihm zum Abschied zu.

      "Wir werden uns bestimmt alsbald wiedersehen...Eternity. Nur bitte...falls ich hiermit richtig liege...unterlasse es meinen Vater zu verführen."

      Gleichzeitig erwachten auch die anderen in der Kirche aus der Trance, nachdem sie in diesen Albtraum hineingezogen worden waren. Kaum schlug Quinn die Augen auf, fuhr sie hoch, stürzte sich auf Grace und hämmerte ihr ohne Gnade mit der Faust ins Gesicht. Schlag auf Schlag traf sie ihr Ziel, bis Graces Wangen glühten und feuerrot anliefen. Eine unbändige Wut, vermischt mit tiefer Trauer, pulsierte durch Quinns Adern. Sie war schon immer ein Mensch gewesen, der im Chaos der Gefühle ertrank.

      Während des Schlags riss ihr das Haargummi aus den Haaren, die ihr wild ins Gesicht fielen. Erst als ihre eigenen Handknöchel wund und blutig geschlagen waren, ließ sie von Grace ab und strauchelnd zurück. Mit einem Schlag schlug ihre Aggression in bleierne Niedergeschlagenheit um. Sie gab Grace die alleinige Schuld an diesem Desaster. Nur wegen ihr waren sie in diesen absurden, erschlagenen Trip geraten – obwohl Quinn sie eindringlich davor gewarnt hatte. Sie fühlte sich von ihrer Freundin hintergangen.


      "Grace, ich packe meine Sachen und ziehe für die nächsten Tage zu meinen Eltern. Das hier... das werde ich dir so schnell nicht verzeihen. Da kann dir nicht mal Gott mehr helfen...", stieß sie heiser hervor und schüttelte fassungslos den Kopf. Sie musste sich beherrschen, durfte der Wut jetzt nicht die Kontrolle überlassen. Nicht, kurz bevor die Schule wieder begann und sie für ihr Messiah Höchstleistungen bringen mussten, zusammen mit Gaston. Grace musste kapieren, dass Geheimnisse zwischen ihnen keinen Platz hatten... auch wenn sie manchmal einfach eine absolute Nervensäge war.



      Langsam schlug auch Sato die Augen auf. Erschlagen wurde er im selben Moment von einem wilden, hämmernden Schmerz in seinem Schädel. Es dauerte einige Herzschläge, bis er überhaupt begriff, wo er sich befand. Doch noch bevor sich seine Gedanken ordnen konnten, ergriff ein unerträglicher Schmerz Besitz von seiner Brust. Er breitete sich langsam, aber mit erbarmungsloser Härte aus – ein tiefes, alles verschlingendes Gefühl, das er seit Ewigkeiten nicht mehr so unaufhaltsam erlebt hatte.
      Eine schreckliche, tiefe Trauer legte sich wie ein tonnenschwerer Stein auf sein Herz und brachte ihn innerlich zum Verbluten.Warum... fühlte er sich plötzlich so bodenlos allein?Es fühlte sich an, als hätte man ihm gewaltsam jemanden entrissen, der ihm unvorstellbar viel bedeutet hatte.Doch jedes Mal, wenn Sato versuchte, die Erinnerung daran festzuhalten, drohte sein Kopf vor Schmerz zu bersten, als riss eine unsichtbare Wunde in seinem Verstand wieder auf.



      Zögernd tastete er mit den Fingern über seine Kehle und entdeckte nahe der Halsschlagader tatsächlich eine kleine Narbe, die dort früher niemals gewesen war. Da sein Kragen sie verbarg, fiel sie kaum auf. Doch Sato verschwendete keinen Gedanken an diese merkwürdige Entdeckung. Zu stark riss ihn der emotionale Strudel nach unten, der ihn unaufhaltsam in einen tiefen Abgrund riss.
      Wäre Zeth nicht in diesem Augenblick direkt neben ihm gelegen, hätte ihn das schreckliche Verlangen überkommen, einfach aufzugeben und nicht mehr zu atmen. Völlig hilflos, schwach, nutzlos und zu gar nichts zu gebrauchen fühlte er sich. Und doch... an Zeths Seite, war er noch nicht ganz verloren.Heiße Tränen stiegen ihm in die Augen und in diesem flüchtigen Augenblick erstrahlten sie in jenem tiefen unnatürlichen Rot, wie sie früher aussahen.

      "... Zeth...", brachte Sato ein leises Wimmern hervor. Er streckte die Hand aus und krallte seine Finger fest in Zenks – nein, Zeths – Hand, um sie nicht mehr loszulassen. Ein grausamer Zwiespalt zerriss ihn von innen: Einerseits weinte er über einen schmerzhaften Verlust, der sich anfühlte, als hätte man ihm ein Stück herausgerissen; andererseits weinte er vor grenzenloser Erleichterung. Zeth war da. Er lag direkt neben ihm, atmete, lebte. Trotz all seiner Erschöpfung war er da. Und allein das erfüllte Sato mit einer tiefen, dankbaren Glückseligkeit. Zudem erfüllte ihn ein anderes Gefühl...Er glaubte daran...jemand Anderen retten zu können, an den sein Verstand sich nicht erinnern wollte...Doch das Gefühl blieb da...Er wollte diesen Wunsch...unbedingt erfüllen, den einst jemand ihm wichtiges als Aufgabe gab. Noch war er nicht bereit sich vollständig erinnern zu können...doch er würde es versuchen nicht auf ewig der Goldfisch im Glas zu bleiben.




      "... Können wir... nach Hause gehen?"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Ineb Chevrier & Cabriel Valentine & Janon Müntzer
      Bradford Timo Torres & Travis Stark


      "Ähm...Glaubt ihr es wird noch ein Tisch frei sein?"

      Mit einem Anflug von Verblüffung beobachtete er Liam immer wieder aus den Augenwinkeln. Allein schon seine Stimme zu hören, fühlte sich völlig surreal an. Es war seltsam einer Stimme im echten Leben zu lauschen, die ihm bisher nur über ein Headset vertraut war. Unzählige Stunden hatten sie gemeinsam in Calls verbracht, doch jetzt bewegten sich SirRexingtons Lippen tatsächlich direkt vor ihm. Niemals hätte Cabriel es für möglich gehalten, Liam eines Tages persönlich gegenüberzustehen. Doch das letzte, sehr ernste Gespräch mit Harvey hatte etwas in ihm ausgelöst und ihn ins Grübeln gebracht.

      „Hattest du jemals Freunde, mit denen du so herzhaft und unbekümmert lachen konntest?“

      Mit jemandem völlig unbeschwert zu sein. Sich einfach fallen lassen zu können. Cabriel hatte gar nicht bemerkt, wie schmerzlich er dieses Gefühl seit Matteos Tod vermisste. Auch wenn er die Einsamkeit oft genoss und seine soziale Batterie eigentlich zu schwach war, um so etwas anstrengendes wie Freundschaften zu pflegen, wollte er die Bindung zu SirRexington unbedingt vertiefen. Er sehnte sich nach einem Menschen, mit dem er über Banales, aber auch über echte Probleme sprechen konnte. Auch … über das komplizierte Geflecht mit Wyatt oder Samuel. In seinem aktuellen Umfeld konnte er sich niemandem anvertrauen, denn sie alle standen den beiden viel zu nah. Aber vielleicht fand er in Liam endlich jemanden, der ihm einen völlig unvoreingenommenen Blick auf die Dinge schenkte. Er hatte ebenfalls mit dem WITCH nichts zu tuen.
      Gleichzeitig fraß ihn die Sorge auf, dass Liam sich in seiner Nähe unwohl fühlen könnte. Als GrimReaper trat er im Spiel dominant und herrisch auf, feuerte seine schonungslose Meinung viel lauter ab, als der echte Cabriel es je wagen würde. Die Realität musste für Liam ein Schock sein. Im echten Leben war er klein, mager und blass – in seinen eigenen Augen wirkte er wie ein absoluter Versager.Genau deshalb hätte er so gerne mit Liam allein gesprochen, damit dieser etwas mehr von dem Menschen hinter dem Gamertag kennenlernen konnte. Doch er hatte Wyatt keinen Korb geben können, als dieser beschloss, dass er und Liam mit ihm und Dylan mitlief.



      Mit geschwellter Brust bauten sich Wyatt und Dylan auf, als würden sie erwarten, schnurstracks zu einem VIP-Tisch eskortiert zu werden. Wyatt dachte sogar, dass sie einfach später wiederkommen könnten, obwohl es ziemlich ausgebucht für den gesamten Tag wirkte. Cabriel bezweifelte das stark hier verbleiben zu können. In dem Maid-Café, das der Sportkurs auf die Beine gestellt hatte, platzte es bereits aus allen Nähten. Insgeheim schnaufte Cabriel erleichtert auf. Vielleicht würden sich ihre Wege hier trennen, sodass ihm doch noch etwas Zeit blieb, um vor ihrer Schicht in Ruhe mit Liam zu reden. Doch die Situation schlug plötzlich eine völlig andere Richtung ein. Ein lauter Tumult ließ sämtliche Gespräche im Raum verstummen.

      „AHHH!!! P-PASS DOCH AUF!!!!“

      Wie in einem schlechten Slapstick-Film kam Tyler dermaßen unglücklich ins Stolpern, dass sich die Szene vor ihren Augen wie in Zeitlupe abspielte. Ineb klappte fassungslos die Kinnlade herunter, er war genauso überrascht wie seine Freundin. Tyler raste wie ein unkontrollierbares Geschoss auf Janon zu, riss ihn fast mit sich und fetzte ihm im Fallen einfach ein ganzes Stück seiner Maid-Uniform vom Leib.Schlagartig spürte Janon einen kühlen Lufthauch an Hüfte, Bein und Oberarm. Wie versteinert senkte er nur den Blick. Seine Unterwäsche lag fast komplett frei. Durch Tylers unfreiwilliges Umstyling wirkte der Aufzug plötzlich billig und extrem vulgär – im ersten Moment erinnerte Janon sich fatal an Liam, wenn dieser früher versuchte, seinem Ex-Sugar-Daddy schöne Augen zu machen.Ruckartig verkrampften sich seine Arme, als er sich in Zeitlupe zu dem Verursacher dieses Desasters umdrehte.

      „Hahh … eh … es … eh … Tut mir leid …?!“


      Diese weinerliche, erbärmliche Stimme. Tyler. Dieser Idiot wagte es tatsächlich, ihn vor versammelter Mannschaft derart bloßzustellen. An Janons Schläfe begann eine kleine Ader gefährlich zu pochen. Oh, die dunkle, brodelnde Wut, die er seit dem Wochenende eigentlich für besiegt hielt, flammte mit voller Wucht wieder auf. Seine Finger gruben sich so fest in seine Handflächen, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Wie sehr er in diesem Moment bereute, seine Handschuhe nicht zu tragen – ein Schlag hätte mit ihnen so viel mehr Schaden angerichtet.Dieser Kerl war ein toter Mann. Die Rechnung zwischen ihnen war ohnehin noch offen, seit Judith ihm damals in ihrer Kindheit nur wegen Tyler den Baseballschläger übergezogen hatte. Es grenzte an ein absolutes Wunder, dass Janon ihm nicht auf der Stelle wie ein wildes Tier an die Kehle sprang. Bedrohlich langsam setzte er sich in Bewegung und schritt auf Tyler zu, während ein düsterer, grausamer Schatten auf sein Gesicht fiel.




      Innerlich atmete Cabriel auf, als er merkte, dass auch Liam die drohende Gefahr erkannte. Argwöhnisch behielt er Wyatt im Blick – nicht, dass dieser Idiot am Ende noch gut gelaunt auf Tyler und den vor Wut kochenden Janon zusteuerte. Um Schlimmeres zu verhindern, schob sich Cabriel unauffällig ein kleines Stück vor ihn, um ihm den Weg abzuschneiden. Eigentlich wäre es jetzt am klügsten, sofort den Rückzug vorzuschlagen. Doch da Tyler in die Sache verwickelt war, machte er sich keine Illusionen, dass sie sich einfach aus dem Staub machen konnten. Einmischen und helfen war jedoch erst recht keine Option, das würde Janon nur noch mehr in Rage versetzen. Das hier war eine tickende Zeitbombe – ein absolutes Fiasko.Unsicher ließ Cabriel seinen Blick durch das überfüllte Café schweifen. Dabei entdeckte er Ineb und dessen Freundin, die unglücklicherweise mitten im Epizentrum des Spektakels festsaßen. Und noch etwas weiter hinten in der Menge blitzte plötzlich ein markanter Rotschopf auf.



      Mit frech herausgestreckter Zunge knipste Brad ein Foto von dem grotesken Spektakel. Gerade noch waren ihm die Tränen vor Lachen gekommen, doch dieses Meisterwerk von Tylers Tollpatschigkeit musste er zwingend für die Nachwelt festhalten. Er ließ absichtlich den Blitz aufleuchten – einerseits, um Tyler vollends aus der Fassung zu bringen und andererseits, um die Szene perfekt auszuleuchten. Bravo, dieser Typ war komisch, wenn es unfreiwillig passierte.


      „Du solltest echt Comedian werden, Tyler! Aber vielleicht solltest du deine Sketche vorher proben, bevor du dich mit Janon anlegst!“, rief Brad lautstark dazwischen. Er goss ganz bewusst noch mehr Öl ins Feuer, um den ohnehin schon kochenden Boxer endgültig zur Weißglut zu treiben. Insgeheim betete er geradezu darum, dass Janon dem Idioten gleich einen derart gewaltigen Haken verpasste, dass das komplette Maid-Café in heilloses Chaos stürzte. Das wäre ohne Zweifel das Highlight des gesamten Tages!



      Doch die brutale Schlägerei, auf die Brad so sehnlichst gehofft hatte, blieb aus. Stattdessen geschah etwas, das die Umstehenden völlig aus dem Konzept brachte. Anstatt auszurasten, begann Janon zu lachen. Es war ein lautes, dröhnendes Lachen, das fast schon an das Brüllen eines Raubtiers erinnerte.

      HahAHA... HAHAHAHAHA!!!“

      Janon krümmte sich und hielt sich den Bauch, als würde er sich vor Schmerzen winden. Für einen kurzen Moment wirkte sein Gesichtsausdruck fast amüsiert, als fände er Tylers Slapstick-Einlage tatsächlich komisch. Doch was er danach sagte, ließ keinen Zweifel an seinem wahren Zorn.

      „Du WILLST, dass ich dich umbringe! HAHAHA!! Damals im Club mit Buschkopf und auch jetzt ... Du provozierst mich immer und immer wieder ... Du beschissener Mistkerl!“, rief Janon lachend. Seine dröhnende Stimme brachte das gesamte Café augenblicklich zum Verstummen. Irgendjemand schaltete angesichts der knisternden Spannung im Raum hastig die Musik ab.



      Ein Kellner, der ahnungslos ein Tablett ausliefern wollte, geriet direkt in Janons Visier. Mit schweren, stampfenden Schritten stürmte Janon auf ihn zu, sodass der Junge sich panisch wegduckte. Doch Janon würdigte ihn keines Blickes – er riss ihm lediglich die Bestellung aus der Hand.

      „Du bist eine beschissene Maid, Tyler! Wegen dir wird unser Kurs keine Einnahmen machen, und dann können wir die Klassenfahrt komplett vergessen. Wie kann man eigentlich so egoistisch und unkollegial sein?“, brüllte er so laut, dass es bis in die letzte Ecke des Raumes schallte. Unter den anderen Maids brach sofort zustimmendes Gemurmel aus. Janons Aussage zeigte Wirkung, die Maids reagierten wegen Tyler ziemlich sauer. Sicher dachten sich die meisten: Was für ein asozialer Move war das bitteschön von Tyler gewesen?


      „In der Küche hat er auch keinen Finger krumm gemacht. Der lümmelt die ganze Zeit nur rum!“, mischte sich plötzlich Antonio ein. Er war heilfroh, dass der Zorn der Menge diesmal nicht ihm galt und witterte seine Chance, Tyler als dauerhaften Sündenbock abzustempeln. „Er heult auch ständig wegen der Kleider rum, dabei hatten wir doch alle abgestimmt, weil wir das Geld für eine coole Klassenfahrt brauchen!“



      Viele stimmten in Antonios Beschwerde mit ein. Es wurde lauter im Maid-Café, und im Nu erhoben sich zahlreiche Stimmen gegen Tyler. Ineb schluckte schwer bei dieser plötzlichen Rebellion, die allein dadurch ausgelöst worden war, dass Tyler Janons Maid-Kleid zerrissen hatte.Janon hatte mittlerweile eine Gabel und ein Stück Kirschsahnetorte in der Hand, während er zu den anderen herübersah.

      „Hey, wie wär’s, wenn wir Tyler auch ein wenig schuften lassen? Der faule Sack sollte eine Extraschicht übernehmen und dazu noch ein bisschen mehr Fanservice zeigen, als wir es ohnehin schon tun.“

      Die meisten Maids stimmten Janon sofort zu. Vor allem Brad jubelte laut, denn er liebte es, wenn der Ruf anderer so stark ruiniert wurde, dass es niemanden mehr etwas ausmachen würde, wenn sie sich an diese Person vergriffen. Man merkte deutlich, wer im Sportclub das Sagen hatte – wie ein Alphalöwe, der seine Meute unter Kontrolle hielt. Mit allzu gelassener Mimik wandte er sich wieder Tyler zu.

      „Aufstehen und auf den Tisch setzen, Maid.“, befahl er und zeigte mit dem Finger direkt auf Amys und Inebs Tisch.

      „Auf unseren!?“, rief Ineb fassungslos und mit hoher Stimme. Was um Himmels willen hatte das zu bedeuten? Sollte Tyler jetzt direkt auf ihrem Tisch geprügelt werden?! Würden sie vor Amys etwas versautes machen?! Ineb überlegte schon Amy sofort ihre Augen zu verdecken, damit sie davon nicht verseucht wurde.



      „Na klar. Ihr seid schließlich wartende Gäste und FREUNDE. Für sein KACK BENEHMEN sollte Tyler sich auf ganz Maid-hurige Art und Weise entschuldigen.“

      Er kam Tyler erneut näher, um unmissverständlich zu zeigen, dass er ihn eigenhändig packen würde, wenn der Profischwimmer sich nicht freiwillig auf den Tisch setzte. Was auch immer in Tylers Kopf vorgehen mochte – er hatte keine Wahl, er tat es oder Janon würde ihn noch schlimmer blamieren.
      Kaum saß Tyler oben, spreizte Janon ganz absichtlich seine Beine, als hätte er etwas absolut Schlimmes vor. Die Boxershorts war für jeden klar zusehen, sodass Ineb am Ende doch eher seine Augen verdeckte. Absichtlich streifte er mit der Gabelspitze an Tylers Boxershort, sodass sie sich darin verfing - spielerisch hob er sich leicht hoch, sodass Ineb anfing leise zu schreien und zu erröten. Die röte stieg aber auch den anderen Maids ins Gesicht, während Cabriels Gesicht sich verfinsterte.

      „Beruhig dich, du widerlicher Komiker. Ich werde dich hier nicht in aller Öffentlichkeit durchnehmen. Wir sind ja nicht in Samuels Club.“, sagte er raunend, wobei ein schadenfreudiges Grinsen auf seinem Gesicht aufblitzte, das fast andeutete, dass genau das vielleicht bald passieren könnte. Mit einer fließenden Bewegung entfernte er die Gabel und stach damit in das Tortenstück.


      „Deine ausgelaugte Mutter ist doch Bäckerin, hm? Du kennst dich also bestens mit Gebäck aus. Als Maid solltest du den Gästen hier also demonstrieren können, wie lecker dieser Kuchen schmeckt. Also los. Öffne brav dein Maul. Mach aaaah~~~“, sagte Janon verspielt und führte die Gabel direkt an Tylers Mund, der keine andere Wahl hatte, als zu probieren. Janons Augen wirkten dunkel und gefährlich, als würde er es heute ganz sicher nicht bei einer einfachen Tortenfütterung belassen.



      Die Szene hätte fast etwas Skurriles, beinahe Niedliches an sich gehabt – hätte Janon nicht in genau diesem Moment sein Knie brutal in Tylers Schritt gerammt und gnadenlos sein Gewicht darauf verlagert. Wie eine Vogelmutter, die ihr Junges abfüllte, schob er ihm das Gebäck in den Mund, bis Tylers Wangen von Sahne und Teig spannten. Janons kalte Augen verengten sich zu gefährlichen Schlitzen. Wortlos pfefferte er die Gabel quer durch den Raum; sie verfehlte Antonios Stirn nur um Haaresbreite.

      „Du musst kauen, Ficker!“, zischte er abfällig und krallte seine Finger in Tylers Kiefer. Mit einer harten, ruckartigen Bewegung zwang er Tylers Mund auf und ab, bis dieser würgend schlucken musste. Dann packte Janon den restlichen Kuchen mit der bloßen Hand und stopfte ihn Tyler unerbittlich in den Rachen, als wollte er ihn buchstäblich daran ersticken lassen. Mit voller Wucht drückte er Tyler flach auf den Tisch zurück, sodass Ineb panisch aufschrak. Dunkelroter Kirschsaft spritzte in alle Richtungen und versaute Janons und Tylers Kleidung ebenso wie die Tischdecke. Janon machte jedoch ungerührt weiter, bis auch der letzte Krümel im Mund seines Opfers verschwunden war und presste sein Knie ein letztes Mal dabei so sadistisch gegen Tylers Schritt, dass dieser vor Schmerz die Augen aufreißen musste.
      Als das zerstörerische Werk vollbracht war, lächelte Janon spöttisch auf ihn herab. Seine klebrige, rote Hand wischte er völlig demütigend an Tylers Wange ab. Wer nicht wusste, was hier gerade passiert war, hätte beim Anblick der roten Spritzer schwören können, Janon hätte soeben einen brutalen Mord begangen.


      „Brav. Warum nicht gleich so?“, schnurrte er mit eiskalter Befriedigung und verpasste Tyler zum Abschluss einen herablassenden Klaps auf die Wange.



      Totenstille legte sich über das Maid-Café, als Janon endlich von Tyler abließ und beiläufig die Musik wieder anwarf. Die kochende Wut war verflogen, doch Janon presste sich immer noch die Hand gegen den Magen. Ein seltsamer Schleier der Benommenheit lag über ihm, dessen Ursache er sich nicht erklären konnte. Doch tief drinnen war er fast froh darüber – immerhin hatte ihn dieses taube Gefühl davor bewahrt, Tyler eigenhändig ins Krankenhaus zu prügeln. Einen Schulverweis konnte er gerade absolut nicht gebrauchen, bei einem Fest achteten die Lehrer besonders drauf, dass sich die Studenten vorbildlich benahmen.Ohne den Zuschauern auch nur den kleinsten Blick zu schenken, kehrte er der Menge den Rücken zu.

      „… Ich bin noch eine rauchen.“

      Dabei rauchte Janon überall, doch suchte er nur eine Ausrede um kurz Luft zu schnappen. Um sein verschmiertes und zerrisses Kleid kümmerte er sich nicht. Kaum hatte sich die Tür zum Hinterausgang hinter Janon geschlossen, stürmte eine andere Gestalt ins Café. Es war Travis, der das gesamte Drama von der Tür aus beobachtet hatte. Doch im Gegensatz zu Janon war Travis ein entscheidendes Detail nicht entgangen: dieser verdammte Widerling. Wie sehr er es bereute, ihn das letzte Mal nicht einfach überfahren zu haben, mit Janons Auto! Hätte er damals geahnt, dass Janon nur wegen Liam im Koma gelegen hatte, hätte er ohne mit der Wimper zu zucken das Gaspedal durchgedrückt.Mit starr aufgerissenen Augen fixierte er Liam, während sich sein Mund zu einem kranken, sichelmondartigen Grinsen verzog.
      Sein Zeigefinger drückte scharf in die Luft – gerichtet auf Dylan, Wyatt, Cabriel und vor allem auf Liam.
      „IHR DA!“, brüllte er, sodass seine Stimme die Lautsprecher mühelos erschütterte.



      „Setzt euch augenblicklich dahin! Meine Pause ist vorbei, ich übernehme jetzt eure Bedienung!“, bellte er wütend. Seine Worte hallten absichtlich so laut durch das Café, damit auch Janon draußen unmissverständlich verstand, dass er abgelöst wurde und sich ganz entspannt mit Russell oder so abreagieren konnte. Mit herrischer Geste befahl er ihnen, sich zu Amy und Ineb zu quetschen. Der Anblick von Travis’ wahnhaftem Gesichtsausdruck jagte jedem im Raum einen kalten Schauer über den Rücken. Cabriel, der die tickende Zeitbombe Travis nur zu gut kannte, verschwendete nicht einen einzigen Gedanken an eine Diskussion. Folgsam wie ein Sklave griff er sich stumm einen Stuhl, setzte sich zu Amy und Ineb an den Tisch und verhielt sich augenblicklich mucksmäuschenstill. Erschrocken sah Ineb zu Cabriel und suchte sofort seinen Partner, der ihn bestimmt wie ein Magnet hierher gefolgt war. Tatsächlich war Wyatt auch da.


      „W-Wyatt?!?! No-no-nOOO! Wir haben hier ein Date – Wyatt wird alles ruinieren!!! Das hier ist kein verdammtes Doppeldate o-oder Dreifachdate und der Tisch ist viel zu klein!“, protestierte Ineb panisch und funkelte Travis zornig an, doch der ignorierte ihn eiskalt. Auch Cabriel kauerte weiterhin brav auf seinem Platz und dachte gar nicht daran, die Flucht zu ergreifen...dafür hatte er zu große Angst, er wollte nicht wie Tyler enden, auch wenn es wirklich...lustig war und er sich ein Grinsen insgeheime verkneifen musste.



      Mit einem Ruck setzte Travis sich nun auf den Tisch, direkt vor Liam und machte ein Fuß auf sein Stuhl, damit dieser nicht abhaute. Ineb sah unfassbar dazu und sah dann zornig zu Wyatt, als wäre er schuld, dass sie statt etwas zu essen einfach einen Maid hintern bekamen. Ihr Tisch war jetzt ruiniert, wegen Tyler und Travis, die ihre Hintern darauf hatten.

      "Urgh! Danke, Wyatt --- Ich denke es wäre besser wenn wir nur etwas trinken, Amy. Oder nein- am besten verschwinden wir!"

      Doch genau als Ineb beschloss zu gehen packte ihn Brad an den Schultern und drückte ihn wieder auf seinen Stuhl, mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Ineb traute sich natürlich nicht mehr aufzustehen.

      Amüsiert lächelte Brad und sagte "Ihr bestellt erst und dann dürft ihr gehen.~~~" Sie hatten also gar keine Chance zu entkommen. Noch belustigender streckte er Tyler die Hand aus.
      "Brauchst du Hilfe, Schatzi?~" Verführerisch zwinkerte er ihm zu. Travis hingegen drückte Tyler mit seinem Hinter weiter vom Tisch weg um genug Platz zu haben. Seine Augen waren genau auf Liam fixiert, wie ein hungriger Piranha.

      "Na wen haben wir denn da... Kann dein fetter Arsch nicht einen Tag ohne Janons Prügel leben?! Kaaaackeee--- das kannst du vergessen. Solange ich da bin bediene ich euch, Wichser! ALSO! Spuckt es aus was ihr wollt - ich sag den anderen, dass sie es euch bringen. Aber ich....bewege mich kein Stück von diesem widerlichen Dreckskerl weg.", brüllte er los und zeigte auf Antonio, der jetzt dafür verantwortlich war das Essen zu bringen. Er hob sein Bein hoch und versperrte Liam so die Sicht, saß direkt gegenüber von ihm.



      Er sah zu Cabriel auf, war ja klar, dass sie sich kannten. Der Kerl hing nur mit komischen Leuten außerhalb ab, hatte jedoch Janon nur wenige Probleme vorbereitet. Warum aber diese Schauspielerfutzi da waren, verstand er nicht.

      "Warum gehst du jetzt hier zu Uni? Du hast doch schon son' bescheuerten Laden, den nur Drogenabhängige besuchen. Bleib doch dort - hier braucht dich keiner. Kaum bist du hier gibt es schon Ärger."
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Amy Freya Noron
      Tyler Wang-chi & Zeth Lagertha & Wyatt Carson Lyons & Dylan Baillairgé & Liam Petrow


      „Du solltest echt Comedian werden, Tyler! Aber vielleicht solltest du deine Sketche vorher proben, bevor du dich mit Janon anlegst!“
      Das helle Blitzlicht fühlte sich für Tyler in diesem Moment an wie das Licht am Ende des Tunnels...!!
      Verdammter Brad! Jetzt machte er von dieser schrecklichen Situation auch noch ein Foto!
      Krampfhaft behielt Tyler seine Augen geschlossen während die Tränen sein Gesicht runter lief...Sam würde das bestimmt nicht gefallen wie erbärmlich heulend er nun auf sein Todesstoß wartete.




      Die aggressive Präsents von Janon war durch dem Geruch von Zigarette so stark, dass es ihm sofort auf der Haut unangenehm kribbelte...!
      Doch anstatt die unangenehmen schmerzen traf etwas Anderes auf Tylers Trommelfeld war jedoch seiner Ansicht noch viel schlimmer war als ein direkter hieb...

      HahAHA... HAHAHAHAHA!!!“
      Janons absolut hartes Gelächter....Es machte Tyler so unsagbar unruhig...Schon damals bis heute löste es ihn eine extreme Wut aber zugleich große Panik aus!
      Sein Magen drehte sich immer mehr...Zögerlich öffnete Tyler seine Augen und merkte sofort wie mit dem Ausschalten der Musik nur noch mehr der Druck in ihm stieg....Die Blicke der Anderen und Janons der viel zu nahe stand als das Tyler eine Chance hätte zu entkommen. Am liebsten würde er sofort nach Hilfe rufen...Aber das gelächter war so laut, dagegen hätte Tylers Stimmlage kaum eine Chance.

      „Du WILLST, dass ich dich umbringe! HAHAHA!! Damals im Club mit Buschkopf und auch jetzt ... Du provozierst mich immer und immer wieder ... Du beschissener Mistkerl!“
      Von wollen konnte keine Rede sein!
      Tyler begriff auch nicht wieso zwischen ihm und Janon so ein großes Problem herrschte...
      Damals fühlte sich Tyler maßlos von Janons Verhalten provoziert und er wollte Cabriel als ihr neues WG-Mitglied helfen...
      Mittlerweile wäre Tyler eher gleichgültiger war mit dem kleinen Luftwächter passierte und was Janon mit ihm alles anstellte solange er es selbst nicht wäre...Je mehr Tyler seine Erinnerungen zurück bekam und sich mehr wie sich selbst fühlte...Desto merkte er jedoch wie wenig selbstbewussten er gegenüber Janon verspürte...
      Aber es reichte schon darüber nachzudenken wie Brutal Janon gewesen ist als es zu der eher einseitigen Prügelei gekommen war.
      „Du bist eine beschissene Maid, Tyler! Wegen dir wird unser Kurs keine Einnahmen machen, und dann können wir die Klassenfahrt komplett vergessen. Wie kann man eigentlich so egoistisch und unkollegial sein?“
      Unerwartet begann Janon sein Gebrüll nicht mit Beleidigung ihn gegenüber zu füllen...Zuerst kapierte Tyler überhaupt nicht was das sollte...
      Erst als er die Unruhe der Andere Leute aus seiner Sport AG mitbekommen überkam ihn ein eisiger SchauderWarte....Wieso...Half ihm denn keiner...?!



      Stattdessen begann diese Kerle und Weiber zu tuscheln...Und verärgert über ihn zu sein?!
      Tyler der Sozial ziemlich unbeholfen war begriff überhaupt nicht...Was...War das Problem? Warum verhielten die sich ihm gegenüber so...Das....War total ungerecht!
      Dabei war doch Janon der Ober Mistkerl hier?!
      Tylers Kehle schnürte sich mehr und mehr zu...
      Selbst das größte Mobbing Opfer von Janons Gang stimmte denn ganzen zu.
      „Hey, wie wär’s, wenn wir Tyler auch ein wenig schuften lassen? Der faule Sack sollte eine Extraschicht übernehmen und dazu noch ein bisschen mehr Fanservice zeigen, als wir es ohnehin schon tun.“
      Das Herz von Tyler setzte für ein Moment aus als seine Hand unwohler sich gegen sein Oberarm presste und er versuchte das Verhalten der Anderen zu deuten...Warum Jubelten einige auch noch....?
      Das war doch alles überhaupt nicht Lustig oder woran man sich ergötzen sollte...Mittlerweile huschten Tylers Augen unruhig herum, immer mehr schien sich eine Flucht ihm verwehrt zu bleibem.
      Auch Zeth wurde zeuge von dieser...Alpha Ansprache.
      Murrend biss er die Zähne zusammen, dieser Wasserwächter ritt sich immer mehr in eine schlechte Position...Hatte der Bursche nicht gelernt wie man seine Dominanz bewies bevor man noch unter geordnet wurde??



      Leider konnte er schlecht jetzt einschreiten. Das ganze hier erinnerte ihn schon erschreckend an seine Heimat...Wenn man sich allein gegen die Alpha des Stammes auflehnte landete man schneller in der tiefen Grube und das nicht einmal durch den eigentlich Ober Macker sondern durch die restlichen Leute die sich zusammen rauften um auf der Seite des stärkeren zu sein. Genau mit aus diesem Grund hatte Zeth immer die höheren Position angestrebt...Aber er war nicht in der Sport AG um sich mit den Alpha anzulegen...Es würde ihn die Freundschaft mit Tyler nur erschweren wenn auf einmal von der halben Klasse als ihr Alpha gesehen wurde. Er wusste wie sowas ablief...Man musste immer wieder seine Stärke beweisen und das würde ihn nur von seiner Hauptaufgabe ablenke.
      Angespannt aber behielt die Situation im Blick...

      „Aufstehen und auf den Tisch setzen, Maid.“
      Tyler zuckte Augenblicklich als Janon ihm ernsthaft den Befehl gab sich auf den Tisch zu setzten!
      Das...Das war doch lächerlich---Er sollte sich einfach weigern!
      Sein Befehlston jedoch weckte in ihm sofort eine unschöne Erinnerung die Tyler bis her Tapfer verdrängt hatte...Er konnte nicht einmal deuten ob es wirklich statt gefunden hatte oder ein böser Traum gewesen ist an dem er glaubte sich zu erinnern...
      Es war nur schemenhaft...Als ob er schon mal in einer Situation war wo ihn Janon befehle geben hatte welche er sich nicht widersetzten konnte.

      „Auf unseren!?“
      Die schrille laute Stimme von Ineb ließ Amy etwas die Schultern angespannt eben. So ein Dummkopf!
      Wie konnte der Herzträger in so einer Situation einem Kerl wie diesem Janon sowas fragen? Wollte er als nächstes auf dem Tisch landen???
      Er wusste wirklich nicht wann er mal die Klappe halten oder eher den Mund aufreißen sollte!
      Aber der Hexer wusste zu gut wie sowas hier ablief...War bei der Hexen Verbrennung zu den alten Zeiten bedauerlicherweise nicht anderes...


      Unwohl hob sie sich die Hand an denn Mund und betrachte diese aufgewühlte Situation besorgt...Sie überlegte sich wirklich ob nicht ein Fehler war in dieses Maid Café gekommen zu sein, es hatte ja von Anfang gestunken!

      „Na klar. Ihr seid schließlich wartende Gäste und FREUNDE. Für sein KACK BENEHMEN sollte Tyler sich auf ganz Maid-hurige Art und Weise entschuldigen.“
      Mehr oder weniger erwachte Wyatt langsam aus der Illusion das es sich hierbei um ein Schauspielstück handelte...Auch die erhoffte Freundschaft zwischen Tyler und Janon erkannte Wyatt allmählich eher als einer Wunsch Fantasien.
      Ihm klingelten bei Janons viel zu sehr wieder seine Ohren als das er sich vorstellen könnte das ganze wäre harmlos...


      Hätte Cabriel nicht vor ihm gestanden wäre er vermutlich Automatisch schon ein Schrit vorwärts getreten aber auch Cabriels neuer Freund Liam errichtete mit ihm geradezu eine kleine Mauer...Wyatt begriff nicht so ganz ob es eher nur zufällig war oder die beiden Jungs das selbe dachten...Er wollte jetzt auch sich absichtlich an ihnen vorbei drängen...Auch wenn es Wyatt nicht richtig empfand das sie alle nur zuschauten. Tyler schien doch sichtlich sich unwohl in dieser Situation zu fühlen! Zwar war er ihm gegenüber noch immer sehr...Distanziert und Enttäuscht von seinem Verhalten aber sollte man ihm sich wirklich selbst überlassen?
      Doch Dyaln schien auch zu merken das sein Schauspielkollege sich drohen könnte einzumischen, weswegen er ihn bestimmend an der Hand fest hielt.
      Tyler der ungern von Janon auch noch gewaltsam gepackt werden wollte...Tat das nächst beste um Janon und die Anderen nicht weiter zu Provozieren.
      Kaum aber wie er auf den Tisch saß bereute er es...Durch den viel zu kurzen Kleid sah man sofort seiner Boxershorts als ihn Janon ernsthaft die Beine spreizte!
      Schwer schluckend spannte sich Tyler an, seine Atmung ging unruhig als sich seine Finger überfordert in den Rand des Tische bohrte, die hohen laute die Ineb von sich gaben machten es nicht gerade besser...
      Tyler hatte das Gefühl sich gleich aus Panik einzupinkeln, was hatte dieser verfluchte Janon mit ihm vor?!

      „Beruhig dich, du widerlicher Komiker. Ich werde dich hier nicht in aller Öffentlichkeit durchnehmen. Wir sind ja nicht in Samuels Club.“
      Die rauenden Worte hatten kein Grund der Tyler zum Aufatmen brachte, ganz in Gegenteil...Allein die Vorstellung das es die Option überhaupt gab ließ den Schwimmer nur noch mehr die Luft scharf anziehen!
      Er hasste Sam's Club wirklich, allein das solche Kerle wie Janon dort ein und ausgingen war für ihn mehr ein Grund, niemals nie wieder nur ein Fuß da reinzusetzten. Wenn die Andere unbedingt Karaoke Singen wollten ganz sicherlich nicht dort!
      Mit misstrauischen Blick beobachtete Tyler wie Janon nun ein Stück Tortenstück hielt und mit der Gabel die eben noch viel zu Erotisch an seinen Stoff gekratzt hatte damit begann denn Kuchen aufzuteilen...Allerdings sah Janon wirklich nicht danach aus als wollte er sich wegen dem Dilemma ein Stück genehmigen um seine Nerven zu beruhigen.

      „Deine ausgelaugte Mutter ist doch Bäckerin, hm? Du kennst dich also bestens mit Gebäck aus. Als Maid solltest du den Gästen hier also demonstrieren können, wie lecker dieser Kuchen schmeckt. Also los. Öffne brav dein Maul. Mach aaaah~~~“



      Unglaubwürdigerweise wusste Janon viel zu viel über seine Mutter, es gefiel ihm überhaupt nicht was die Wut unter seiner extrem Angst ebenfalls aufschürrte.
      Ihm war klar das Janon ihn nur verhöhnte und keine Meinung über den Kuchen hören wollte der sowieso viel zu süß schmeckte...!
      Das Bild was sie abgaben war sicherlich für alle so skurril als handelte es sich wirklich um Fanservers.
      Auch Liam musste bei dem Anblick ein wenig schlucken...Für ein flüchtigen Moment erinnerte es ihn daran als Janon ihn gefüttert hatte. Allerdings hatte Janon dabei nicht diese Ader an der Stirn die Liam allzu gut kannte...Das war echt nicht gut...Der arme Blau Haarige Kerl...
      Er selbst hatte Janons Zorn nie so extrem am eigenen Leibe erlebt aber war nicht Blind und wusste schließlich was der Kerl seines Herzens mit Anderen machte.



      Janon war wie ein Feuerwerksknaller...Irgendwann kam der Knall...
      Und wenige Sekunden schnelle kam er auch! Nachdem die Gabel gefährlich beinahe jemand getroffen hätte zeigte Janon seine sadistischen Züge nur zu deutlich!
      Die Torte quoll zum Teil Tyler schon aus dem Mund als er so erbarmungslos vollgestopft wurde und dabei noch das Knie so schmerzhaft in dessen Schritt traf das einigen beim Anblick ein Phantomschmerz durch denn Körper zuckte.

      „Du musst kauen, Ficker!“



      Tylers schmerzlaute wurden durch den Kuchen in seiner Kehle regelrecht erstickt. Er konnte kaum durch die Nase atmen und spürte wie sich sein Körper begann aus Angst vor schmerzen gleichzeitig zu fügen und zu rebelierren.
      Seine Augen weiteten vor schmerzen als sein Körper auf den Tisch gedrückt wurde und erneut das Knie unbarmherzig in seine Mitte gerammt wurde. Die Welt um ihn verschwamm in verschwommenen Farben.
      Hektisch kämpfte Tyler darum zu schlucken damit diese quälenden Sekunde ein Ende fanden.
      Bei jeden weiteren Teil des Kuchen das jedoch durch die Hand von Janon in seinem Mund wanderte stieg der Ekel...
      Die Zahlen aufrufen durch seine Zwangsstörung überfluteten sein Sichtfeld komplett....So sah er zum glück wenigstens nicht die Anderen Gesichter die dem Spektrale zusahen.

      „Brav. Warum nicht gleich so?“
      Tyler wollte nicht wissen wie furchtbar er gerade aussah...Allein das jeden Fleck und Kirschsaft auf seiner bloßen Haut deutlich spürte war schon genug...
      Etwas von der Sahne klebte an seinem Maidkleid und ließen ihn nur noch mehr wie das Kunstwerk aussehen nach einer Wilden Tortenschlacht...
      Mühsam versuchte Tyler seine Atmung ruhig zu halten als die Musik wieder an ging nachdem die Todesstille davon unterbrochen wurde.



      Er...Lebte tatsächlich noch!
      Doch Tyler konnte in dem Augenblick kaum denken oder beurteilen ob das gut oder schlecht war...Sein Schritt tat ihm höllisch weh und er kämpfte dagegen an wie ein klein Kind zu weinen.

      „… Ich bin noch eine rauchen.“
      Bevor Wyatt auf den Gedanken kommen konnte nun nachdem Janon von der Bildfläche verschwunden war zu Tyler zu eilen sah Dylan seinen Schauspieler Kollegen warnend an und raunte leise für ihn.
      "No, denkt nicht einmal daran Wyatt! Ich sehe genau was du vor hast...Denk an deinen Ruf, gerade kannst du dir wirklich keinen Patzer leisten, wir haben letztes darüber gesprochen...!"


      Die warnenden Worte von Dylan ließ Wyatt unwohl ins stocken geraten.
      Erst letzten hatte ihm Dylan ein patzten an Bewertungen und Quoten über Wyatts Beliebtheit zu geschickt...Es sah ja schon nach dem Zeitungsartikel denn er gelesen hatte nicht gut aus aber...Nachdem seine Fans noch die Schlägerei mit Anderen Fans gehabt hatte...
      Es sah wirklich nicht gut für ihn aus und auf der Uni beachtete ihn auch kaum jemand...Dem alles war sich Wyatt schon bewusst aber er konnte Tyler doch jetzt nicht einfach unkommentiert da auf dem Tisch liegen lassen...
      ....
      Oder...Doch?
      Wyatt hasste sich seit Tagen selbst für dieses Gefühlt das immer mehr gegenüber Tyler zu wachsen begann.
      "...Ich weiß ja....Aber....Er ist immer noch mein...", begann Wyatt doch das Wort Freund fiel ihm zu schwer auszusprechen.



      "Solche Freunde brauchst du nun wirklich nicht. Du siehst ja selbst was für ein Ruf der Kerl in seiner Klasse hat.", kam es Kopf schüttelnd von Dylan der Wyatt bedächtig an der Schulter weiterhin zurück hielt.
      "Glaub mir der macht nur Ärger, ich spüre sowas sofort mein Ami...Ärger denn du gerade nicht gebrauchen kannst. Denk doch auch einmal an deine Karriere und dein Image."
      Wyatt wusste ja das Dylan recht hatte doch er konnte sowas doch nicht ständig machen! Jeden um sich herum empfing er doch mit freundlichen Armen...Er wollte niemand aussortieren müssen vom Ruf her...

      „IHR DA!“
      Erschrocken zuckte Wyatt zusammen als eine Stimme so laut Bellte das er irritiert fast zur Salzsäule versteinert wäre.
      "WAhhh?! Der Zeigt auf uns!!?"



      Hatten sie irgendwas falsch gemacht?
      Hektisch sah Wyatt herum, aber auch Dylan hob verwundert eine schlanke Augenbraue, zwar prahlte er gern damit das sie schließlich Beliebt waren aber das war keines Falls eine Reaktion von jemand der ein Autogramm von ihnen wollte. Stumm folgten sie dem Zeigefinger bis ihre Blicke beinahe Zeitgleich an Liam hängen blieben der direkt der Fokus von dem ausgestreckten Zeigefinger war.

      „Setzt euch augenblicklich dahin! Meine Pause ist vorbei, ich übernehme jetzt eure Bedienung!“
      Liam konnte kaum glauben was sich hier gerade abspielte...Hier war es ja schon schlimmer als in seinem Club wenn Stan nicht anwesend war um für Ordnung zu sorgen!!
      Besonderes aber Traves auftreten lösste in Liam ein heftigen Schauder aus!!
      Heiliger warum machte dieses Kerlchen so ein Creepy Gesicht?!



      Vorallem aber das Gebrüll und dieses dreiste auf sie Zeigen...
      Lieber wäre Liam gerade WIRKLICH Janon nach gegangen...Er war ziemlich Wütend gewesen aber hatte sich doch sehr erstaunlich zurück gehalten. Irgendwie machte sich Liam sofort ein wenig sorgen um ihn auch wenn er ihm sauer sein wollte!
      Nur wurde die Idee schnell durch Travis erscheinen aufgeben...Irgendwas sagte ihm auch das dieser ihn nicht mehr davon kommen lassen würde.
      Allerdings zeigte sich schon die nächste Überraschung. Der Tisch an dem sie sich dazu setzten sollten...Das war doch....
      Liam blinzelte mehrfach verarbeiten....Beni....Konnte das nicht sein oder?
      Das musste dieser Sänger sein dem Beni so ähnlich sah...Ineb! Er war deutlich kleiner und trug auch eine Brille...Die Ausstrahlung war auch eine ganz andere. Allerdings schien dieser gar nicht begeistert über die Gesellschaft zu sein.

      „W-Wyatt?!?! No-no-nOOO! Wir haben hier ein Date – Wyatt wird alles ruinieren!!! Das hier ist kein verdammtes Doppeldate o-oder Dreifachdate und der Tisch ist viel zu klein!“

      Amy dröhnte langsam der Kopf von dem vielen Geschrei und Gebrüll....
      Auch wie Ineb sich nun wegen den Schauspieler aufregte der mit seinen Leuten dazu kam.
      Langsam stieß der Hexer an seine Grenzen...Doch mehr störte ihn wirklich das Verhalten seiner Feinde....



      Besonderes aber unterdrückte sie ein tiefes seufzten beim Anblick von Dyaln...Der Kerl hatte sie sofort Fokussiert in Auge genommen. Seit sie auf Platz eins der belibteste Mädchen dieser Uni war schien es Dylans Aufgabe geworden zu sein sich mit ihr befreundet sein zu wollen. Dabei ging ihm dieser Kerl sein diese Kirchen Sache sowas von auf die Nerven...Sein gejammer das der Schutzengel ihm die Chance genommen hatte ein Teil von Inebs göttlichen Licht zu spüren und so weiter...Er hatte Fanatiker noch nie ausstehen können.
      "Oh! Ihr beiden habt ein Date? Ich dachte Du und Samuel Rose würdet das neuste Traumpaar der Uni werden?", kam es deutlich überrascht von Dylan über diese Neuigkeit.



      Amy verdrehte nur innerlich die Augen, dieser Typ wusste doch gewiss auch schon wie die Anderen Anhänger das Amy ganz speziell für den Messiah ausgesucht wurde...Sicherlich würden ihn die Anderen bestrafen wenn sie wussten das Dylan ungefragt dieses Date störte mit denn Anderen...Aber gewiss machte sich Dylan nun das ganze Chaos um sie herum zum Nutzten.
      Nun aber setzte sich auch noch Travis dreist auf den Tisch...Als wäre es die neuste Aufgabe Tisches nicht mehr als solcher benutzt zu werden.

      "Urgh! Danke, Wyatt --- Ich denke es wäre besser wenn wir nur etwas trinken, Amy. Oder nein- am besten verschwinden wir!"
      "Huh...?", gab Wyatt verwirrt zurück als Ineb ihn schon jetzt die Schuld gab für etwas das nicht mal Ansatzweise seine war.



      Wyatt begriff wirklich nicht was das Problem mit Ineb gerade war, wieso sollte seine Anwesenheit sein Date ruinieren? Er hatte doch nicht um diesen Tisch gebeten...
      Seit er sich verweigert hatte Tyler zu heilen spürte Wyatt jedoch gegenüber Inebs Schuldzuweisungen einen besonderes sensiblen Punkt in sich aufkommen. Eigentlich kam ihn die Idee ein Doppeldate zu haben nach einer reizvollen Vorstellung vor! Aber wenn Ineb nicht wollte würde er ihn nicht aufhalten...
      Doch schien die Leute hier ganz anderer Meinung zu sein!
      "Ihr bestellt erst und dann dürft ihr gehen.~~~"
      Sichtlich schien Ineb sich davon überzeugen zu lassen...Das war nun wirklich eine sehr unerwartet beisammen sitzten.
      "Brauchst du Hilfe, Schatzi?~"
      Die Frage an Tyler gerichtete der immer noch total neben sich war ließ denn Wasserwächter nur noch kleiner werden.
      Tyler wollte gerade wirklich nur noch weg...
      Langsam realisierte er auch das seine Anderen Leute hier waren...Ihn ging nur noch dreckiger. Doch bevor er auf den Gedanken kommen konnte die Hand von Brad zu nehmen bevor ihn Travis noch vom Tisch kickte, mischte sich nun doch Zeth ein der nun wirklich genug von der ganze Situation hatte. Mit einem hörbaren, kleinen klatsch Geräusch schlug er die Hand von Brad mit der Handfläche wie eine lästige Fliege zur Seite.
      "Das reicht jetzt langsam du hinterhältiger Fuchs!"



      Sein Blick ging vernichten zu dem Spaßvogel der Tyler überhaupt in diese Situation gebracht hatte.
      "Eurer ganzes Schwulen-Theater hier, Schluss damit!! Einfach nur Abartig wie ihr euch verhaltet! "
      Zeths Blick ging wirklich Tödlich durch Brad hindurch, er legte es gern drauf an...Wenn ihm der Rotschopf noch ein Homosexuelles zwinkern schenkte würde er ihn seine Faust in den Magen rammen!!
      "Komm Tyler, ich mach dich sauber...!", knurrte Zeth und rieß Tyler am Arm wieder auf die Beine und zog ihn mit sich mit.
      Zeth Wut war wirklich ungehalten stark als er ohne groß darüber nachzudenken ein sauberes Tuch nahm und anfing Tylers Gesicht von denn resten der Torte zu säubern. Tyler war kurz selbst etwas irritiert das Zeth sich so um ihn kümmerte das er es Kommentarlos zu ließ.



      "Echt das letzte, die Typen wissen doch mittlerweile das du diese Zwangsstörung hast....Und die hälfte dieser Schwächlinge waren auch gegen die Maidkleider!", fluchte Zeth weiter und befreite Tyler weiter so gut es ging von denn Flecken. Natürlich bekam der das Maidkleid so nicht wirklich sauber aber tatsächlich spürte Tyler kurz wie er wieder zu Luft kam ohne das Gefühl zu haben sich gleich übergeben zu müssen.
      "Buha...Ne so kannst du echt nicht mehr rum laufen Tyler! Wir gehen zur Umkleide und wenn der Coach nicht da ist, breche ich diese dummen Schließfächer auf!", schimpfte der kleinere entschieden als er Tyler weiter zog.
      Doch als sie richtung Hinterausgang gingen blieb Tyler abgrubt stehen...Schließlich war Janon eben dadurch gegangen!
      Vielleicht war der Mistkerl schon draußen aber die Chance war ebenfalls so groß das er noch in der Nähe war!!
      "Ä-ähm...Warte..ich will lieber nicht...F-falls Janon....", setzte Tyler heiser an aber Zeth sah ihn nur stur an.
      "Ist doch egal! Sei kein Feigling Tyler! Soll er doch versuchen dir noch mal Blöd zu kommen wenn wir allein sind...Ich habe keine Angst vor seiner Männlichkeit!!"



      Zeth war wirklich im Kriegs Modus! Dieser Janon hatte wirklich Tylers Ehere total Beschmutzt!! Und der Wasserwächter hatte ernsthaft sorgen darum ihn wieder zu treffen??
      "Hör zu Tyler! Wenn du dich wie ein verängstiger Schwächling verhältst wirst du auch wie so einer behandelt! Mein Freund Sato ist zwar eine Bohnenstange aber trotzdem ist er ein tapfrer Kämpfer! Er beschützt mich sogar obwohl er total schwach ist! Das lässt ihn total cool und Männlich wirken! Und ihn behandelt man nicht wie ein schwachen Mann! Also reiß dich zusammen!", maulte Zeth ihn an und prahlte vielleicht etwas zu laut stolz über Sato als wäre er mehr als nur ein Freund.
      Tyler spürte erneut wie ihm die Tränen aufstiegen...
      Mühsam wischte er sich mit der Handfläche diese aus den Augen...Er hätte von Zeth jetzt nicht mit so einer Rede gerechnet...
      "...Ich...versuch...es doch! Aber ich will dabei nicht drauf gehen...", schluchzte Tyler frustiert.



      "W...Warum bist du...Überhaupt so extrem Nett zu mir? Du...Musst mir nicht Helfen am Ende wirst du auch noch ins Visier genommen...", presste Tyler hervor und spürte jedoch ein Anflug von Herz klopfen. Zwar waren sie beide Freunde geworden aber...Bei sowas? Janon war verdammt gefährlich und dennoch mischte sich Zeth mit ein?
      Tyler begriff es nicht...
      Warum wollte Zeth mit ihm befreundet sein? Mit keinen der anderen aus der Sport Gruppe schien Zeth ansatzweise Interesse zu haben, er wollte immer bei Tyler sein und sich mit ihn anfreunde...Etwas das Tyler auf diese Weise noch nie erlebt hatte.
      Kurz hielt Zeth inne...Hatte er es vielleicht zu sehr übertrieben? Er hatte sich ziemlich rein gesteigert...
      Leicht tat ihm sein Kopf wieder weh...Verdammt...Seit der Sache in der Kirche waren seine Kopfschmerzen Attacken wieder viel extremer geworden.
      "Nun...Du erinnerst mich einfach an meine...Brüder aus meiner Heimat. Ich will einfach nicht das du dich mies fühlst...", drückte Zeth die Worte so gut es ging heraus und seufzte schwer.



      "Und mir ist egal mittlerweile was andere über mich denken...Ich weiß wer ich bin und das lass ich mir von niemand ausreden! Hmpf!", schnaubte Zeth entschieden.
      Tyler hatte wirklich nicht geglaubt das Zeth so voller Überzeugung war...Mühsam nickte Tyler als er dann doch mit ihm mit ging mit flauen Gefühl im Magen....

      Derweil saßen die anderen Jungs nun weiter am den viel zu kleinen Tisch. Wyatt hatte mitbekommen wie der Freund von Tyler ihn mit sich gezogen hatte und sie durch den Hintereingang verschwunden waren...Zum Glück kümmerte sich wohl doch noch jemand um Tyler. Zumindest diese Sorge war erst einmal begraben. Allerdings schmollte Wyatt gerade sehr wegen Ineb und schaute mit aufgeplusterten Wangen zur Seite.
      Immer weniger gefiel es den Grünhaarigen hier...Aufmerksamkeit bekam er hier ebenfalls keine!



      "Wenn ich Lust auf ein Doppeldate habe werde ich ganz sicher Harvey und Yuuto fragen...",schmollte Wyatt leise aber trotzden provokant hörbar für Ineb.

      Dylan versuchte natürlich diese Chance zu nutzten wenn mit solchen beliebten Leuten an sein Tisch saß, da war Wyatt schnell vergessen.
      "Ich finde es wirklich merveilleux~ Habt ihr euch schon ein Plan für heute ausgelegt? Abgesehen von Maid Café wird sicherlich einige Veranstaltungen perfekt für euch sein! Vergesst aber nicht später zur großen Versammlung Rede zu gehen ich weiß von vertrauenquellen das eine großartige Ankündigung geben wird die unserer Leben hier um 180 Grad ändern wird!"



      Er prahlte Munter während er die Speisekarte nur überflog.
      "Mhm...", gab Amy nur knapp zurück und schaute Zeth und Tyler nach.
      Hach....Sie kam wirklich nicht darüber hinweg das der Lakai von Kiri es ist welcher sich um denn Wasserwächter kümmerte...Wo war die Gemeinschaft dieser Witch nur?



      Der Herzträger Interessierte sich nur für das Date, scheinbar stand seine Freundin ganz über die Anderen...
      Der Erdwächter war zu sehr auf sein eigenes Image fixiert und stand erneut mit deren Anführer wohl auf Kriegsfuß...
      Der Luftwächter war wie ein gehorsamer Sklave und würde von selbst kein Anstalten machen....
      Und der Wasserwächter schämte sich sicherlich vor denn Anderen diese um Hilfe zu bitten die...Sicher nicht mal den Mut hätten sich gemeinsam gegen Janon aufzulehnen.
      Enttäuschend...Wirklich Enttäuschend!
      In den Bücher welche sie gelesen hatten waren die Wächter ganz anderes beschrieben...Sie waren eine Einheit! Das machte sie doch so besonders und Mächtig...
      Amy verschränkte ihre Arme....Sie konnte ihre wahren Gefühle nicht länger unterdrücken.



      "Lio...", sprach sie etwas leiser.
      "Wenn du wirklich mit mir von hier weggehen willst, dann jetzt."
      Denn spürte der Hexer ganz genau durch Traves verhalten...Das gleich schon der nächste Skandal auf der Tagesordnung hier in Maid Café stehen würde!
      Und so langsam war sie Inebs einknickende Art wirklich satt...Wenn es sein musste würde sie ihn am Ende noch selbst raustragen aber sie wollte es klar von ihm hören.

      "Na wen haben wir denn da... Kann dein fetter Arsch nicht einen Tag ohne Janons Prügel leben?! Kaaaackeee--- das kannst du vergessen. Solange ich da bin bediene ich euch, Wichser! ALSO! Spuckt es aus was ihr wollt - ich sag den anderen, dass sie es euch bringen. Aber ich....bewege mich kein Stück von diesem widerlichen Dreckskerl weg."
      Liam fühlte sich wirklich unwohl wegen Travis offensichtlicherer Abneigung gegenüber ihn...Jetzt wo Janon raus war schien es Traves auch gar nicht mal ansatzweise verstecken zu wollen...Liams frühere größte Angst war es immer gewesen das Janons Freunde ihn überhaupt nicht ausstehen könnten...Traves erfüllte ihn leider genau diese Befürchtung...
      Allerdings begriff Liam wirklich nicht was er getan hatte das Travis ihn so dermaßen anging....



      Er merkte selbst wie die Stimmung der Anderen total am kippen war...Allerdings war er nicht eng genug mit ihnen befreundet um zu fragen ob sie...Vielleicht gehen sollten? Aber Travis und die Anderen schien unbedingt zu wollen das sie blieben...
      Liam versuchte die Sticheleien von Traves schweigend zu kommentieren...Es wäre einfach besser nichts dazu sagen und ihn sein Ärger Luft machen zu lassen.
      Mühsam fixierte der Rothaarige ein unsichtbaren Punkt , während Travis front vor ihm auf dem Tisch saß wie ein Ober Macker.
      Es tat ihm furchtbar Leid, langsam bekam er das Gefühl das sie jetzt nur hier saßen weil Travis etwas gegen ihn hatte...Und er bekam deutlich mit das es der Gruppe gar nicht gut tat....

      "Warum gehst du jetzt hier zu Uni? Du hast doch schon son' bescheuerten Laden, den nur Drogenabhängige besuchen. Bleib doch dort - hier braucht dich keiner. Kaum bist du hier gibt es schon Ärger."
      Der Versuch Travis einfach reden zu lassen scheiterte kläglich....
      Travis traf ein Wundenpunkt bei ihm...!
      Dabei wollte Liam kein schlechten Eindruck auf Cabriel machen!
      Er hatte sich so gefreut ihn Real endlich an seiner Seite zu haben und jetzt ließ er sich vor seinen Augen scharmlos Provozieren.



      Gerne hätte Liam einen kühlen Kopf behalten...Doch mit Travis Aussage Rieß nun endgültig ein Faden in Liam.
      Es hatte schon im Krankenhaus angefangen das Travis mit seinem Nerven gespielt hatte aber jetzt...War er wirklich zu weit gegangen.
      "Was ist DEIN verdammtes Problem mit mir Travis??"
      Ohne die Mine zu verziehen starrte Liam der Anderen direkt in die Augen, er spürte dabei richtig wie angepisst er von Travis ganzer aufgeputschten Art eigentlich war.
      "Wenn du schon so wild darauf bist, sag es mir direkt ins Gesicht und hör auf dich hier so aufzuspielen."



      Er war es wirklich Leid...Vor diesem Kerl hatte sich nicht zurechtfertigen!
      Von jemand wie Travis...Ließ er sich nicht sagen das ihm niemand will...!
      "Abgesehen davon das es dich NUR weil du mit Janon befreundest bist nichts angeht warum ich mich dafür entschieden habe zur Uni zu gehen...Solltest du dich lieber um dein eigenen kram kümmern! Der Sushi-Laden deines Vaters für denn du als Lieferant Jobst ist bei denn Drogenabhängigen die in mein Laden kommen heißbegehrt, wusstest du das?"
      Ohne zu zögern stand Liam auf so das er Dicht an Travis heran kam beim Aufrichten und verschränkte abwertend die Arme vor sich.
      "Wenn du schon keine Ahnung hast solltest du besser deine Klappe halten! Verbreite keine dummen Gerüchte über meinen Club! In meinem Club ist ein stricktes Drogen verbot!
      Ich lass mich ganz sicherlich nicht von dir grundlos beleidigen oder ist das deine normale Sprechweise? Soweit ich weiß steht Janon ganz sicher nicht auf Typen mit einem solchen schmutzigen Mundwerk!"




      "Also, raus damit was ist dein Problem mit mir? Ich hab dir nie etwas getan oder ein längeres Wort mit DIR gewechselt!"
      Dieser Kerl...
      Liam war wirklich selten mit anderen Typen auf Kriegsfuß aber Travis schaffte es wirklich ihn zu provozieren!
      Umso mehr hasste er es aber....Wenn er nicht klar wusste wenn jemand etwas gegen ihn hatte...
      Es triggerte ihn viel zu sehr und erinnerte ihn an seine Mutter, die ihn beinahe geradezu zu Grundlos ausgesetzt hatte...Er wusste nie ob er ihr einfach nur zu viel gewesen war, ob er sie genervt hatte oder es Andere Gründe gehabt hatte.
      Zudem spielte sich Travis wie ein eifersüchtiger Lover von Janon auf....
      Liam wollte zwar keine Szene machen nachdem hier gerade sowieso eben noch eine statt gefunden hatte aber Liam Grenze erreicht.
      Believe Me ~

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    • Ineb Chevrier & Cabriel Valentine
      Bradford Timo Torres & Travis Stark



      "Das reicht jetzt langsam du hinterhältiger Fuchs!"

      Oho? Überrascht blickte er zum kleineren Burschen herunter, der ihm gerade auf seine Tatze geschlagen hatte. Unfassbarer Weise brannte seine Handfläche durch den Schlag, weshalb er sich verwirrend an der Hand rieb. Das gibt es doch nicht...Der kleine Bursche hatte Eier? Brad überlegte, wer dieser Knirps eigentlich nochmal war...Soweit er es gesehen hatte, war dieser Kerl immer bei Tyler unterwegs. Tylers kleiner Fanboy? Er hatte noch nie gesehen wie er im Kurs mit jemand anderen interagierte, als mit dem Komiker. Im Unterricht kam er dazu auch noch richtig schlecht mit, er war eine absolute Null, was lesen und schreiben anging, weshalb Brad schon oft überlegte, wie dieser es überhaupt in eine Universität schaffte? Eventuell...hatte er ja magische Kräfte? Anders konnte er seine Position gar nicht begreifen...Nachdenklich starrte er in das wütende Gesicht, was ihn und alle anderen in dem Maidcafe als schwul und abartig beleidigte.

      Ah...Jetzt erinnerte er sich ein wenig mehr an ihn...Dieser Kerl verzog doch das Gesicht so stark wie bei einer Zitrone...als er gehört hatte, dass sie Maidkleider anziehen sollten. Wann auch immer zwei Männer zu stark intim wurden schrak er so übel auf wie in einem Horrorfilm.
      War dieser Fanboy ein Homophob?
      Huh...Also jemand, der sich selbst nicht akzeptierte...
      Schade, solche Draufgänger waren absolut nicht sein Typ.



      Derweil wirkte Ineb mehr als verärgert, dank dem ruiniertem Date. Schuldbewusst sah er Wyatt direkt in seine schmollende Visage, die Aura des Angriffs konnte der Herzträger ganz genau spüren. Oh - am liebsten hätte er ihn die tiefsten Beleidigungen an den Kopf geworfen, die nur gerechtfertigt wären. Doch neben seinem Girlfriend wollte er nicht ungehobelt werden, er musste trotz allem ein gewissen Benehmen vorweisen können, sonst würde er einem Engel wie ihr nicht gerecht werden.

      "Wenn ich Lust auf ein Doppeldate habe werde ich ganz sicher Harvey und Yuuto fragen..."

      "Hmpf!", schnaubte Ineb deutlich hörbar, seine Stirn runzelte sich wütend in Falten.
      "Gut, dass Harvey da auch etwas zu sagen hätte!", entgegnete er provokant zurück, als wusste er genau, dass der Feuerwächter ein Doppeldate mit den Grünhaarigen ablehnen würde.



      Seitdem Wyatt sich geweigert hatte ihren Freund zu heilen, war Ineb ganz schön enttäuscht von dem Erdwächter. Er begriff es bis heute nicht, Cabriel hatte ihn nicht darum gebeten so rücksichtslos gegenüber Tyler sich aufzuspielen. Der Luftwächter wirkte auch nicht verstört oder gar überempfindlich, für ihn war die Sache gegessen, nachdem es seinem Hintern besser ging - jedenfalls empfand es so Ineb. Aber Wyatt...er verhielt sich seit dem Tag ziemlich distanziert gegenüber Tyler, obwohl er ebenfalls eine schwere Wunde erhielt. Dabei war Wyatt ihr Heiler, sowie es alle Erdwächter in der früheren Generation waren! Somit erfüllte er nicht seine Aufgabe und zeigte kein gütiges Herz gegenüber Fehlern anderer Menschen, Ineb passte es einfach gar nicht!

      "Ich finde es wirklich merveilleux~ Habt ihr euch schon ein Plan für heute ausgelegt? Abgesehen von Maid Café wird sicherlich einige Veranstaltungen perfekt für euch sein! Vergesst aber nicht später zur großen Versammlung Rede zu gehen ich weiß von vertrauenquellen das eine großartige Ankündigung geben wird die unserer Leben hier um 180 Grad ändern wird!"

      Als Dylan das Wort an Ineb und Amy richtete, verflog Inebs Zorn auf der Stelle. Wyatt war schlagartig vergessen. Mit förmlich funkelnden Sternen in den Augen starrte Ineb Dylan begeistert an. Er wollte tatsächlich ihren Plan hören? Oh ja, dafür hatte Ineb bereits einen perfekten Ablauf ausgetüftelt!

      »Oui! Wir verbringen zuerst etwa eine Stunde im Maid-Café – damit haben wir genug Zeit für die Liebeslotterie, die einer der Lehrer veranstaltet. Reine Ziehung: zwanzig Minuten. Mit Lose-Auswerten und der Analyse unserer Liebeschancen wohl eher dreißig. Damit stehen wir punkt zwölf Uhr mittags vor dem Gruselhaus, exakt zum Schichtbeginn eines Freundes. Die Sporthalle misst gut vierhundert Quadratmeter, ich kalkuliere also mindestens fünf Gänge reinster Panik! Rechnet man ein Erinnerungsfoto mit den Erschreckern ein, brauchen wir dort ebenfalls eine Stunde. Perfekt für eine fünfzehnminütige Pause, bevor wir uns für unser Theaterstück bereitmachen, das um vierzehn Uhr startet. Direkt im Anschluss folgt die Rede des Direktors. Ob du es glaubst oder nicht: Es wäre das allererste Mal, dass er sich zeigt! Niemand hat ihn je gesehen. Im Netz kursieren Gerüchte, dass er erneut mit Simon Rose verhandelt hat, um die Schule in neuem Glanz erstrahlen zu lassen!«



      Die Worte sprudelten nur so aus ihm heraus, während er Dylan überschwänglich anstrahlte. Es war beruhigend zu wissen, dass auch andere den Tag bis ins kleinste Detail durchgeplant hatten.

      "Wenn du wirklich mit mir von hier weggehen willst, dann jetzt."

      Doch sein Girlfriend warf diesen perfekten Plan mit einem Schlag über den Haufen, als sie forderte auf der Stelle zu gehen. Zögerlich wandte er den Blick von Amy zu Brad, der ihm prompt ein verführerisches Zwinkern zuwarf. Ineb verstand ja, dass sie wegwollte. Allein Wyatts bloße Anwesenheit schnürte ihm regelrecht die Kehle zu. Aber hieß das, er musste sich jetzt ernsthaft mit diesem Kerl im Maidkleid anlegen? Er hatte absolut keine Lust wie Tyler mit Kuchen gefüttert zu werden! Auch wenn die Szene fast harmlos wirkte, blieb er lieber brav sitzen und überließ den Wasserwächter seinem Schicksal. Er dankte Zeth im Stillen von ganzem Herzen dafür, dass er Tyler beistand – Ineb selbst konnte sein Girlfriend jetzt unmöglich im Stich lassen. Nicht wegen solch' harmlosen Zeug wie einer Kuchenfütterung.

      Allerdings wirkte Amy inzwischen ziemlich genervt. Ineb spürte, dass sie keine Sekunde länger bleiben würde. Ein kleiner Teil von ihm hatte gehofft, dass sie seinen Fluchtgedanken abtun und stattdessen einlenken würde:
      'Oh, aber sind das nicht deine WG-Bewohner? Lass uns doch noch fünf Minuten bleiben.'
      Fehlanzeige. In dieser Hinsicht waren sie sich einfach zu ähnlich.
      »V-Verstanden …«, brachte Ineb zögerlich heraus und lächelte Amy unsicher an. Sein Gehirn ratterte. Wie um alles in der Welt sollte er hier rauskommen, ohne sich mit diesem rabiaten Maid-Rüpel anzulegen?


      "Was ist DEIN verdammtes Problem mit mir Travis??"

      Überrascht erhob Travis eine Augenbraue, während sein Fuß noch auf Liams Stuhl verblieb. Er hatte nun wirklich nicht erwartet, dass Liam so laut gegenüber ihm wurde. Kacke, pflegte er ihm gegenüber gar keinen Respekt? Liams verschiedene Augenfarben wirkten gefährlich und unter ihnen zeigte sich kein Fünkchen Angst. Allein diese mutige Visage vor ihm zu sehen raubte ihn die Nerven. Das verletzte jetzt total die Würde von einem Schlägertypen!!!

      "Wenn du schon so wild darauf bist, sag es mir direkt ins Gesicht und hör auf dich hier so aufzuspielen."

      Sich aufspielen?!
      WER SPIELTE SICH DENN HIER AUF?!
      Gereizt plusterte Travis sich auf und spannte den Brustkorb an; die Luft um ihn herum wurde mit einem Schlag erdrückend schwer. Woher nahm Liam plötzlich diese Stärke und Entschlossenheit ihm gegenüber? Für wen hielt der Kerl sich eigentlich?! Wenn Janon in der Nähe war, wirkte Liam immer wie ein winziges Hündchen ohne Pfoten, dem man noch einen Trichter auf den Kopf gesetzt hatte – absolut wehrlos und bemitleidenswert. Dachte dieser Idiot etwa, Travis würde nicht zuschlagen?
      Oh, sich mit Travis anzulegen, war die fatalste Entscheidung, die Liam je treffen konnte! Dass Travis nicht der Größte war, sorgte nur dafür, dass eine solche Respektlosigkeit sein Ego umso härter traf.

      Während sich dort ein Drama anbahnte, hatte sich Brad längst zu Ineb gesellt und ließ sich ein Stück Erdbeertorte schmecken, das Antonio ihm serviert hatte.

      »B-bist du nicht eigentlich unser Kellner? Warum isst du hier?«, fragte Ineb völlig irritiert. Brad hatte doch nicht einmal ihre Bestellung vernünftig aufgenommen!

      »Nö – hast du das nicht gehört? Euer Kellner ist Travis. Ich mache gerade eine hochverdiente Pause. Immerhin bin ich die begehrteste Maid im ganzen Haus und habe schon für drei Personen genug geschuftet. Ich muss mich stärken, bevor noch ein gefräßiger Panda auftaucht und das halbe Café wie ein Staubsauger leer frisst«, erklärte Brad breit grinsend. Seelenruhig schaufelte er die Torte in sich hinein und beobachtete das Spektakel zwischen Liam und Travis. Die zwei waren köstlich! Brad liebte Streitereien mindestens genauso sehr wie Sex. Wenn er selbst involviert war, pochte er darauf, recht zu haben. Stritten sich jedoch andere, war ihm die Schuldfrage völlig schnuppe – Hauptsache, es flogen Fäuste! Und so wie Travis und Liam sich gerade anfunkelten, würden sie sich gleich an die Gurgel gehen.

      »Oh Mann … Die Torte schmeckt fantastisch!«, schwärmte Brad. Die angespannte, wutgeladene Atmosphäre der beiden Streithähne wirkte wie das perfekte Gewürz und machte die Sahne für ihn nur noch süßer.
      Ineb konnte nur fassungslos zuschauen.



      "Der Sushi-Laden deines Vaters für denn du als Lieferant Jobst ist bei denn Drogenabhängigen die in mein Laden kommen heißbegehrt, wusstest du das?"

      Travis zuckte zusammen wie eine aufgescheuchte Katze und kippte fast rücklings von dem Tisch, auf dem er immer noch thronte. Jetzt stand dieser Mistkerl auch noch einfach auf! Was fiel dem eigentlich ein?! Und was faselte der Typ da lauthals in aller Öffentlichkeit?!
      »Zieh gefälligst nicht den Ruf meines Vaters in den Dreck, du kleiner Hosenscheißer!«, brauste Travis auf, während die Wut in ihm hochkochte wie ein brodelnder Topf Gulasch.



      Er tolerierte es absolut nicht, wenn jemand Leute beleidigte, die ihm etwas bedeuteten. Und sein Vater stand da an vorderster Stelle! Ihm verdankte Travis all seine Freiheiten – der Mann war schließlich ein erstklassiger Hausmann und der unangefochtene, absolute Super-Duper-Sushiverkäufer! Liam riss sein Maul doch nur so weit auf, weil seine eigene Mutter bestimmt eine Hure war und er seinen Vater nicht einmal kannte. So ein eifersüchtiger Wichser! Dafür würde Travis ihn bluten lassen.

      Wenn Russell doch nur hier wäre! Dieser beknackte Brad taugte als Rückendeckung absolut nichts. Nicht, dass Travis dieses Problem nicht mühelos alleine lösen könnte. Mit einer halben Portion wie Liam würde er im Handumdrehen den Boden aufwischen. Ihm fehlte lediglich jemand, der ihn anfeuerte und ihm bewies, dass er völlig im Recht war. Ein einziges zufriedenes Lächeln von Russell reichte aus, um ihn zur Höchstform auflaufen zu lassen. Dass Brad währenddessen seelenruhig direkt neben ihm seine Torte in sich hineinschaufelte, brachte Travis’ Blut nur noch mehr in Wallung.

      "Wenn du schon keine Ahnung hast solltest du besser deine Klappe halten! Verbreite keine dummen Gerüchte über meinen Club! In meinem Club ist ein stricktes Drogen verbot!
      Ich lass mich ganz sicherlich nicht von dir grundlos beleidigen oder ist das deine normale Sprechweise? Soweit ich weiß steht Janon ganz sicher nicht auf Typen mit einem solchen schmutzigen Mundwerk!"

      Das brachte Travis’ inneren Gulaschtopf endgültig zum Überlaufen. Man konnte in Echtzeit verfolgen, wie ihm der Kragen platzte – sein Gesicht lief rot an und schien jeden Moment Dampf abzulassen.
      Das war das Zeichen! Ineb wusste: Das war ihre einzige Chance, von hier zu verschwinden, bevor die Situation für Amy zu gefährlich wurde.

      Mit einer theatralischen Bewegung warf er Brad seine Serviette direkt ins Gesicht. Der Maid-Typ war kurzzeitig blind und fuchtelte verwirrt mit den Händen in der Luft herum – hörte dabei aber keine Sekunde auf zu kauen. In diesem Augenblick war Inebs Moment gekommen, um der Welt zu beweisen, dass exzessiver Anime-Konsum einen wahrhaftig mutiger machte! Er hatte diese Szene unzählige Male auf dem Bildschirm gesehen und wollte sie schon immer mal mit Amy durchziehen. Mit einem schwungvollen Ruck sprang er auf, hob Amy in die Luft und trug sie im perfekten Prinzessinnengriff auf seinen Armen. Sie war- leichter als erwartet. Für ca. 5 Minuten könnte er sie tragen, ohne stöhend zusammenzubrechen! Zeit für den strategischen Rückzug!Um das Drama perfekt zu machen, ließ er die Stühle lautstark nach hinten kippen. Cabriel zuckte erschrocken zusammen und starrte ungläubig auf Inebs plötzliche Heldentat. Der zog das jetzt echt durch und haute ab? Na ja, vermutlich die cleverste Entscheidung. Cabriel kannte Liam kaum gut genug, um Partei zu ergreifen und wer sich mit Travis anlegte, tanzte ohnehin auf hauchdünnem Eis. In Cabriel sah er nur die Hure von Janon, weshalb er ihm kaum Beachtung schenkte. Aber was sah er nur in Liam?

      »Pah – wen kümmert schon ein fester Terminplan?! Bleiben wir spontan, Amy! Auf zu neuen Abenteuern!«, schmetterte Ineb mit einer derart heldenhaften Pose, dass Harvey diese Schnulze vermutlich als einziger Wächter gefeiert wirklich hätte.



      Cabriel hingegen wurde bei so viel Kitsch fast übel. Respektvoll starrte er Ineb hinterher, der mit Amy auf den Armen regelrecht davonpreschte. Wahnsinn, der drehte sich nicht ein einziges Mal um, um zu schauen, ob Brad ihnen auf den Fersen war. Was für ein furchtloser Kerl? War das da ernsthaft Ineb?
      Doch von wegen furchtlos: Auch wenn Ineb äußerlich den unerschrockenen Beschützer mimte, legte er innerlich bei jedem Schritt einen Zahn zu. Er hatte so absolut gar keine Lust auf eine wilde Verfolgungsjagd mit diesem durchgeknallten Maid-Rüpel! Nackte Panik kroch in ihm hoch bei der Vorstellung, mitsamt Amy erwischt zu werden und als der ultimative Loser dazustehen. Es reichte ja wohl, dass er in der Schule fälschlicherweise als experimentierfreudiger Casanova verschrien war, der angeblich wilde Orgien feierte – ein Gerücht, das ihn ohnehin schon zur Weißglut trieb! Fast so schlimm wie das Gerücht, dass er es in der Lagerhalle mit Wyatt trieb!

      »W-wohin möchtest du?!«, keuchte Ineb panisch. »Zum Liebesorakel?! Ganz woanders essen? Mon amour, wir machen, was immer du willst!« Mit diesen Worten fiel er auch schon hin.


      Faktisch lag er nicht korrekt: Er schaffte Amy nicht einmal dreißig Sekunden zu tragen, ohne dass seine Arme wie Nudeln erweichten. Doch zum Glück sah das niemand mehr aus dem Maid Cafe!

      "Also, raus damit was ist dein Problem mit mir? Ich hab dir nie etwas getan oder ein längeres Wort mit DIR gewechselt!"

      Während Brad noch schnell ein Erinnerungsfoto von dem fliehenden Ineb schoss und sich seelenruhig den Mund abtupfte, fletschte Travis knurrend die Zähne. Seine Augen glühten in ihren Höhlen, so weit aufgerissen, als wollten sie jeden Moment herausspringen. Liam schaffte es, ihn innerhalb von Sekunden auf jede erdenkliche Art und Weise zu demütigen. Wie er diesen kleinen Wichtel verachtete! Ein Niemand, der sich anmaßte, Janons kostbare Zeit zu verschwenden.

      »MEIN PROBLEM?!«, schrie Travis so gellend auf, dass im ganzen Raum augenblicklich Stille eintrat.Packend, roh und voller Hass krallte er sich mit einer Hand in Liams Kragen und riss den Jungen gewaltsam nach oben.

      »DEINE BLOSSE EXISTENZ IST EIN PROBLEM, WICHSER!«
      , brüllte er ihm ins Gesicht und schüttelte Liam so brutal, als wäre er ein verdammter Milchshake im Mixer. Dann schleuderte er ihn mit voller Wucht von sich, sodass Liam hart auf dem Boden aufschlug. Wie ein lauerndes Raubtier baute Travis sich über ihm auf.



      »Du verhaltene, verwöhnte Schlampe kriegst immer alles in den Arsch geschoben, was du tief in dir haben willst! Du verdrehst armen Kerlen wie Janon mit deinem billigen Sugar-Baby-Müll den Kopf – ich habe deine Profil gesehen! Selbst Janon weiß genau, was du für eine Hure bist. Glaubst du etwa im Ernst, er liebt dich?! Ich stehe als sein treuer Freund ganz oben in seiner Welt, während Gestalten wie du im Bett nur für eins gut sind! Aber du machst dich schön rar, spielst mit ihm und deshalb hängt er noch immer an deiner verflogenen Leine!«

      Die Worte platzten aus Travis heraus wie eine Schrotladung, voller purer Überzeugung. Durch das Herumstöbern in Janons Smartphone wusste er genug von dem Sugar-Dreck, als Liam bestimmt gewollt hätte. Er verabscheute Liam aus tiefster Seele dafür, dass er Janons Leben ins Chaos gestürzt hatte.

      »Ich habe dich monatelang -nein- JAHRELANG ertragen. Ich dachte, du wärst keine Gefahr – nur ein kleiner Zeitvertreib, ein seelenloser Lückenbüßer, den Janon halt ab und zu brauchte, um Dampf abzulassen. Ein Fick, den er außerhalb von uns halt brauchte. Du warst nichts weiter als eine verdammte Wichsvorlage für ihn! Aber als er wegen dir diesen verheerenden Unfall hatte und im Koma lag … da war Schluss mit Lustig! Wegen deiner beschissenen Ticket-Gewinnerei musste er dorthin reisen! Wegen dir wäre er beinahe gestorben!«



      Ein paar Schritte entfernt beobachtete Brad das Szenerie-Ende schweigend. Er sah genau, wie Travis’ Augen in diesem Moment feucht und glasig wurden. Während Janons Koma-Wochen hatte Travis jede Nacht wie ein Häufchen Elend geweckt und geweint – die Wunden saßen noch viel zu tief. Brad selbst gab Liam zwar nicht die Schuld an dem Unfall, aber Travis brauchte schlichtweg einen Sündenbock, um seine eigenen Ängste und seinen abgrundtiefen Hass auf Liam zu rechtfertigen.

      Brads Gehirnzellen arbeiteten auf Hochtouren: Wie konnte er dieses Feuer noch heißer brennen lassen? Sein Blick fiel auf Cabriel, der gerade versteinert wie eine Marmorstatue dasaß. Ein teuflisches Grinsen huschte über Brads Gesicht – das würde das absolute Highlight des Tages werden. Er wusste genau, dass Travis jetzt explodieren würde.

      Wie eine Raubkatze, die zum Sprung ansetzt, sprang Travis auf den Tisch. Er riss den Arm hoch und deutete anklagend mit dem Finger auf Liam, fest entschlossen, dessen Ruf ein für alle Mal zu zerstören.

      »Dieser Kerl ist eine verflogene Schlampe, die jedem den Gefallen tut, solange die Kasse stimmt! Sucht nach dem Namen Lucky Boy – er betreibt eine eigene Online-Hurenseite!«, brüllte Travis lauthals in das Café, damit auch der letzte Gast es mitbekam. Gut für Travis, dass Janon im Moment nicht greifbar war. Der hätte ihn für diese Aktion auf der Stelle geköpft! Im Gegensatz zu Travis verspürte Janon nämlich den Drang, den Rotschopf zu beschützen, was Travis bis aufs Blut reizte. Aus diesem Grund hatte er Janon auch verschwiegen, dass er Liams Gesicht mithilfe einer KI manipuliert und eine waschechte OnlyFans-Kopie ins Netz gestellt hatte. Er wollte alle an der Wahrheit teilhaben lassen!
      Ein kaltes, triumphierendes Grinsen breitete sich auf Travis’ Zügen aus.

      »Und bild dir bloß nicht ein, du könntest dich mir in den Weg stellen! Janon vergisst so einen Niemand wie dich in Sekundenschnelle für jemand Besseren. Hast du ihn am Wochenende etwa vermisst? AWW!! Daran wirst du dich gewöhnen müssen, dafür werde ich sorgen! Genau wie an diese Abreibung! FRESS DAS!«



      Mit einem wilden Kriegsschrei sprang Travis ab und attackierte Liam. Er wollte den Kerl in der Luft zerquetschen! Solange er Liams hübsches Gesicht intakt ließ, würde Janon ihm schon verzeihen. Voller schadenfroher Vorfreude holte er zum Tiefschlag aus – doch das Schicksal (oder eher Brad) hatte andere Pläne. Statt Liam traf Travis mit voller Wucht … Cabriels Gesicht!
      Binnen einer Millisekunde segelte Cabriel von seinem Stuhl und stürzte so spektakulär und dramatisch zu Boden, als hätte ihn gerade ein unsichtbarer Lastwagen überrollt. Natürlich hatte niemand gesehen, dass Brad im perfekten Moment seinen Fuß ausgestreckt und Cabriels Stuhl weggezogen hatte. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen schlug Cabriel auf dem harten Boden auf und riss gleich noch eine halbe Stuhlreihe mit in den Abgrund.
      Durch den plötzlichen Ruck ging auch Travis der Halt verloren. Er stürzte nach vorn und landete schwer direkt auf Liam, der ebenfalls krachend flachgelegt wurde. Völlig bedröppelt hockte Travis auf seinem Opfer und starrte blinzelnd auf das Trümmerfeld, das seine vermeintliche Meisterleistung hinterlassen hatte.

      "AAAH!! HOLT EINEN LEHRER!! DER JUNGE IST TOT!! WO IST DER SPORTLEHRER?!", schrie ein Mädchen dramatisch, denn wirkte Cabriel in der Position mehr als nur leblos. Wie eine Puppe lag er erst da und versuchte dieses gesamte Szenario und den Schmerz in sich zu verarbeiten. Wollte er....nicht eigentlich mit Liam reden? Wenn er nur so stark gewesen wäre wie Ineb, der Amy einfach aus dem Gefecht nahm. Das war bestimmt Matteos Karma, der ganz schön enttäuscht war...Cabriel sollte lieber aufgeben Freunde zu finden...für die konnte so jemand schwaches wie er einfach nicht kämpfen.



      Plötzlich wich der reinen Wut in Travis ein eiskalter Hauch von Panik. Nicht etwa, weil er auch nur einen Funken Sympathie für Cabriel empfand – oh nein! Er hatte gerade jemanden aus Janons TOP 10 attackiert. Und das auch noch frontal ins Gesicht! Cabriels Nase schoss Blut hervor, dass Travis vor Schreck fast die Luft wegblieb. Er musste sich unbedingt retten

      »Das war ich nicht! Das war Liams dreckiger Ellbogen! Ich würde Cabriel im Leben nicht ins Gesicht schlagen … Ich kenne Janons verdammte Regeln besser als jeder andere!«, blaffte Travis zur Verteidigung, während seine Finger krampfhaft in Liams Stoffkragen krallten.

      »Komm schon, du Wichser, beweg deine dicken Lippen und entschuldige dich bei Janons Freund! Wenn dieser Pisser das petzt, sind wir beide geliefert!«, schimpfte er. Er betete inständig, dass Liam ebenfalls sein Fett wegkassierte. Einen Jungen aus Janons regelmäßigen Ficks im Gesicht zu verletzen, war das absolute Todesurteil. Janon hatte eine eiserne Null-Toleranz-Politik, was Gesichtsverletzungen anging. Deswegen würde Travis Liam zwar am ganzen Körper malträtieren, aber sein hübsches Gesicht hatte er bisher immer verschont. Nur solche Kerle wie Tyler durften sie anging - Jungs, die Janon selbst stark provozierten. Sie waren vogelfrei.

      Wütend glotzte Travis hinab auf sein Opfer; sein massives Gewicht - oder eher den Druck, für den Travis sorgte- ließ Liam keine Chance zur Flucht. Mit ihm war er noch lange nicht fertig! Gleich würde er sich mit ihm schlagen! Doch verdammt – dieser Typ blutete ja wie ein abgestochenes Schwein aus der Nase!

      »Heul jetzt bloß nicht rum! Wenn du Janon auch nur ein einziges Wort sagst und meinen Namen erwähnst, mach ich dich fertig! Geh dein verdammtes Gesicht säubern oder was auch immer! Hau ab, bevor Janon zurück ist!«, brüllte Travis den taumelnden Cabriel an, der sich gerade mühsam aufrappelte.




      Cabriel wiederum dachte gar nicht daran zu streiten. Tief im Inneren war er überzeugt, dass das kosmische Gerechtigkeit war. Hatte er nicht eben noch schadenfroh über Tyler im Inneren gelacht? Bitte sehr – hier war das Karma! Er hörte im Hintergrund seine Schwester ihn auslachen. Mit dem Ärmel drückte er das Blut ab, während es sich bereits unbarmherzig in seine Jacke saugte.

      »Tut mir leid … ich werde absolut nichts sagen...«, nuschelte Cabriel tonlos. Ihm gefiel kein Stück, dass die Blicke auf ihn gerichtet waren. Jeder sah ihn an wie einen Todesopfer von einem Wrestling-Move.



      Ein kurzer Blick glitt zu Wyatt und Liam, bevor er beschloss, dass die Flucht die einzige Option war. Das war ihm alles viel zu blöd. Er würde sich auf der Jungentoilette verkriechen und dort den Rest des Schulfests aussitzen. Wie konnte er sich davon nur überreden lassen? Das war alles Harveys Schuld. Nur weil er ihn motivierte Freunde zu finden...Er hatte damit auch Wyatt blamiert, am besten sollte er Abstand zu ihm halten, bevor Leute herausbekamen, dass er mit solch' einem Müll ein Paar war. Ohne weiteres ging er taumelnd zum Ausgang, er brauchte sich nicht zu verabschieden - er sah sowieso, dass Travis nur wieder seine Fäuste auf Liam setzen wollte, während Brad voller erstaunen pfiff und weitere Fotos schoss, alle...empfangen sofort Janons Whatsup.

      Zum Glück war sein Datenvolumen noch voll genug für stundenlange Streaming-Session! Ein blutiger Zinken war zwar unpraktisch, aber vielleicht würde Samuel ihm verzeihen, selbst wenn die Nase krumm blieb.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Amy Freya Noron
      Wyatt Carson Lyons & Dylan Baillairgé & Liam Petrow

      »Oui! Wir verbringen zuerst etwa eine Stunde im Maid-Café – damit haben wir genug Zeit für die Liebeslotterie, die einer der Lehrer veranstaltet. Reine Ziehung: zwanzig Minuten. Mit Lose-Auswerten und der Analyse unserer Liebeschancen wohl eher dreißig. Damit stehen wir punkt zwölf Uhr.................., ich kalkuliere ........"
      Kaum wie Dylan die Frage gestellt hatte was Inebs Plan für heute war hörte dieser schon gar nicht mehr auf mit dem Reden. Der Schauspieler behielt sein Lächeln während er Ineb aufmerksam anschaute während er weiter...Und weiter detailliert mit Zeit Ablauf erklärte wie der Plan heute war. Das Dylan ihm überhaupt nicht hörte spürte man nur wenn man länger in dessen Augen sah die sich viel zu sehr auf die Lippen des Franzosen Fokussierten als seine Worte selbst.
      "Mhm..! Ausgezeichnet geplant."



      Nachdem Amy dem Möchte-Gern Streber eine Ansage gemacht hatte konnte sie sehen wie sein Kopf ratterte.
      Der Hexer musste zugeben das diese Art von Ineb ihn erschreckenderweise ein wenig an seine Schulzeit erinnerte...Bevor er Beni kennenlernte und für ihn nur Lernen existierte.
      Er fragte sich gerade ernsthaft ob er so früher auch auf seine Mitmenschen gewirkt haben musste...
      Zwar war Cornelius immer noch der Meinung das ein Stricker Plan effektive Ergebnisse lieferte aber war das hier nicht sowas wie ein Date?
      Wo blieb die Romantik, wenn alles auf die Sekunde einstudiert und geplant war?
      Irgendwie kam in Ineb vor als würde auf einer Stelle festsitzen über die sich der Hexe schon über Jahre hinaus entwickelt hatte.
      Er wusste wie frustrierend es war ein ganzes Date bis ins letzte Detail zu planen, nur damit sein Date zu spät kam....Sich in letzten Moment noch umentschied und es am Ende nicht ansatzweise so wurde wie er es sich über Wochen ausgemalt hatte...



      Interessant war es aber schon das wohl niemand den Direktor dieser Uni zu Gesicht bekommen hatte...Generell merkte der Hexer das seine Blauen Schmetterlinge hier besonderes Intensiv reagieren. Zuerst dachte er es muss an den Witch Wächtern liegen aber zu der Zeit wo die Jungs auf dem Uni Geländer gefehlt hatten...Reagieren die Schmetterlinge immer noch so unruhig. Eine oder mehre versteckte Energiequellen waren hier verbogen die gewiss von Personen ausgingen.
      Hätte Cornelius nicht schon genug Andere Dinge um die er sich kümmern müsste wäre er diesem Mysterium natürlich nach gegangen.
      So jedoch blieb ihm nicht viel als das ganze am Rande mitzuverfolgen. Aber vielleicht würden heute noch einige Geheimnisse dieser Uni gelüftet werden?
      Währenddessen spitze sich die Lage der Anderen Anwesenheiten zu...
      Woran lieg es gerade wohl das alle so im Kampflaune waren?
      Doch der Oberhammer war dieser Brad der sich nun genüsslich zu ihnen gesetzt hatte und wahrscheinlich die Erdbeertorte mampfte die für Amy gewesen war.
      »Oh Mann … Die Torte schmeckt fantastisch!«
      Nun...Amy trauerte der Torte nicht nach, er war schließlich ein ziemlicher fein Schmecker und am Ende hätte ihm diese Künstlich Perfekt aussehende Torte nicht einmal geschmeckt. Sein Gerede das ein Panda hier auftauchen und alles leer fressen würde begriff sich überhaupt nicht. Sollte das ein bizarres Wortspiel sein? Warum ausgerechnet ein Panda...?

      »Zieh gefälligst nicht den Ruf meines Vaters in den Dreck, du kleiner Hosenscheißer!«
      Liam konnte sehen wie Travis wie eine Rakete begann jeden Moment zu explodieren.
      Doch bei der Reaktion des Anderen fragte sich Liam ernsthaft ob der Typ keine Ahnung davon hatte was sein Vater eigentlich trieb.
      Generell fragte er sich gerade ob er überhaupt mit diesem Typen Kommunizieren konnte. Es schien als müsste Liam nur falsch atmen und er würde ihm den Hals umdrehen wollen!!




      Doch die Unruhe die begann zu starten schien Ineb und dessen Begleitung zur Flucht zu schlagen.
      Vor aller Augen hob Ineb seine Freundin Theatralisch hoch als wären sie in irgend einer Krassen Anime-Szene...!
      Es warf auch Amy vollkommend aus dem Konzept, die im ersten Augenblick kommentarlos mit ansah wie Ineb mit ihr aus dem Maid Café rannte als rettete er sie aus einem brennenden Gebäude!
      »Pah – wen kümmert schon ein fester Terminplan?! Bleiben wir spontan, Amy! Auf zu neuen Abenteuern!«
      Gerade noch eben dachte Amy das Ineb sein Stock aus dem Hintern niemals raus bekommen würde...
      Doch nun diese Glanzleistung?
      Zwar war es wirklich etwas kitschig aber---
      Es erinnerte den Hexer an die Romantik Romane die er früher stundenlang gelesen hatte! Es war genau so wie in seinem Lieblingsroman als der Prinz seinen Hofnarren in welcher heimlich verliebt war von einer Hochzeit fort gebracht hatte!
      "Ohhh Lio!♥"


      Davon hatte Cornelius tatsächlich schon immer Geträumt!
      Er konnte sogar kurz trotz seiner absoluten groll gegen den Herzträger ein kribbeln spüren!
      Für ein Augenblick fühlte es sich wirklich an als wären sie ein Liebespaar auf der Flucht.
      Sowas hätte Beni nie mit ihm gemacht, er wäre entweder laut lachend ins Chaoes hinein gelaufen oder hätte ihn tragisch zurück gelassen!

      »W-wohin möchtest du?!«
      Doch schnell erwachte der eigentliche Hexer aus der Romantik-Blase als er bemerkte das Ineb wirklich in Panik war und die Hände vor Anstrengung zitterten.
      Sie konnte es schon runter zählen das dieser Heldenhafte Moment schnell sein Ende finden wird.
      »Zum Liebesorakel?! Ganz woanders essen? Mon amour, wir machen, was immer du willst!«
      Beinahe schon süß wie erbärmlich doch der Herzträger war...
      Dabei konnte sie beinahe schon vergessen was dieser Mist-Kerl mit ihm auf dem Friedhof getrieben hatte...
      Als sie beide zu Boden ging blieb Amy sitzen bis Ineb wieder zu Atem kam.
      "Ziehen wir jetzt Fünf Minuten der 15 Minuten Pause vor und gehen zum Liebesorakel.", schlug Amy amüsiert vor.



      "Außerdem...Darfst du ruhig öfter mal spontan sein Lio, das steht dir richtig gut!", lobte sie ihm beiläufig um diesen lächerlichen Abgang nicht komplett als Niederlage abzuwerfen. Auch wenn sicher schon Bilder davon die Runde machen würde....
      Die Gerüchte Küche würde nach diesem Fest sicher sprudeln!



      Derweil aber ging der hitzige Streit zwischen Travis und Liam weiter....
      Mittlerweile hatte Travis ihn am Kragen gepackt und begann mit viel Kraft hoch zu ziehen.
      »DEINE BLOSSE EXISTENZ IST EIN PROBLEM, WICHSER!«



      Liam hatte kaum Zeit diesen Absurden Grund für denn er überhaupt nichts konnte zu verarbeiten. Wie erwartet war reden mit Travis vergebens, der Typ schüttelte ihn durch das sich der Rothaarige wie auf einer zu wilden Achterbahn fühlte!!
      Obwohl der Andere kleiner war schaffte er es sich extrem aufzuputschen, wie eine Katze die einen Buckel machte.
      Liam landet hart auf den schmutzigen Boden und in dieses Gesicht das ihn voller Hass anschaute das gewiss nicht von einen Tag vom Anderen kam...Da waren eindeutig ein ganzer schwall Gefühle die nun aus Travis heraus kam.

      »Du verhaltene, verwöhnte Schlampe kriegst immer alles in den Arsch geschoben, was du tief in dir haben willst! Du verdrehst armen Kerlen wie Janon mit deinem billigen Sugar-Baby-Müll den Kopf – ich habe deine Profil gesehen! Selbst Janon weiß genau, was du für eine Hure bist. Glaubst du etwa im Ernst, er liebt dich?! Ich stehe als sein treuer Freund ganz oben in seiner Welt, während Gestalten wie du im Bett nur für eins gut sind! Aber du machst dich schön rar, spielst mit ihm und deshalb hängt er noch immer an deiner verflogenen Leine!«
      Für ein Buchteil einer Sekunde blieb Liam einfach nur der Mund ein spalt offen.
      Was....
      ....Laberte.....
      ...............................Der Typ........
      ......................................................................Frün Müll.....?!



      Liam kam bei jeden Wort von Travis eine GANZ üble Vermutung...
      Diese Art und Weise wie er ihn sah...Was behauptet wie seine Art zu sein schien...
      Könnte es sein das Janon die ganze Zeit dachte das Liam eine Schlampe war weil sein treuer Freund hier ihm das indirekt ständig einredet...?!
      Die ganze Zeit....
      Wie Liam stress damit hatte das Janon ihn ständig etwas nachsagte das nicht Stimmte...Hatte er gerade die Quelle allem Üblen gerade gefunden?!

      »Ich habe dich monatelang -nein- JAHRELANG ertragen. Ich dachte, du wärst keine Gefahr – nur ein kleiner Zeitvertreib, ein seelenloser Lückenbüßer, den Janon halt ab und zu brauchte, um Dampf abzulassen. Ein Fick, den er außerhalb von uns halt brauchte. Du warst nichts weiter als eine verdammte Wichsvorlage für ihn! "
      Der Frust den Travis raus ließ prahlte zum Glück an Liam ziemlich ab...Allein weil er schon Bitter am eigenen Leib erfahren musste was Janon in ihm sieht und was er für ihn bedeutet....Da ließen ihn die Worte eines Eifersüchtigen Kerls eher kalt...
      Auch wenn es ihm unangenehm war das alles die halbe Uni mitbekam die gerade hier im Café waren...Sie hätten sie echt ein ruhigeren Ort für diese Auseinandersetzung suchen sollen aber vermutlich wäre dieser aufgebrauste Travis nie im Leben mit ihm mitgekommen...
      Er wusste aber auch nicht das Wyatt der nicht weit von ihnen saß die hälfte davon Filterte und überhaupt nicht verstand was da gerade zwischen ihnen passierte.

      >>..... Aber als er wegen dir diesen verheerenden Unfall hatte und im Koma lag … da war Schluss mit Lustig! Wegen deiner beschissenen Ticket-Gewinnerei musste er dorthin reisen! Wegen dir wäre er beinahe gestorben!«

      Diese Worte versetzte jedoch Liam zum ersten mal ein gewaltiges Stich ins Herz....
      Leider gab sich Liam schon eine weile Schuld an diesen seltsam Trip am Strand, auch wenn sie später erfuhren das es irgendwie diese Insel diesem Mason Rose gehörte und er gezielt Leute gesucht hatte...Der ganze Andere Rest jedoch war etwas Anderes worüber er nicht nachdenken wollte...Aber in Grunde sah er sein Glück als den Auslöser an das sie überhaupt hinein geraten waren....



      Doch zuhören das Janon beinahe gestorben wäre versetzte Liam wieder in seine Sorgen und Angst darüber was alles hätte passieren können...
      Dabei war es ihm immer noch wichtig gewesen das es Janon gut ging...Damals als sie gemeinsam seine Drogen Sucht bekämpft hatten....
      Und auch zu anderen Lebenslagen...
      Aber dann als sie einander sich Distanziert haben war er nicht für ihn da gewesen...
      Janon hatte es ihm sogar selbst gesagt:
      "....Ich habe fast jeden Tag draußen auf dich gewartet. In der verdammten Kälte. In dieser Sackgasse. Doch irgendwann... hast du dich entschieden, mich zu verraten. Du hast jemand anderen zu deiner Familie gemacht. Das ist die Narbe, die du mir hinterlassen hast..."



      Liam würde nie behaupten das sein Einfluss oder Nähe von ihm auf Janon gut wäre...Er war sich bewusst das er Janon Probleme bereitet hatte und in diesem Punkt konnte er Travis Hass ihm gegenüber verstehen...Er würde vermutlich an seiner Stelle ähnlich empfinden. Wenn die Person die man so sehr bewunderte und mochte wegen jemand in Lebensgefahr geriet oder sich negativ auf ihn auswirkte....
      Doch im selben Atemzug wusste Liam in vielen Punkte das er sich nicht ganz die Schuld dafür geben durfte. Es war nie in seiner Absicht Janon Probleme zu machen oder sein Leben ins Unglück zu stürzen. In dem Augenblick wusste Liam auch nicht was er sagen sollte...
      Ihm zuzustimmen oder zu widersprechen würde nichts an dem Hass ändern oder an die eigene Schuld die sich Liam gab.
      Als sich Liam gerade noch die richtigen Worte zurecht legte diese Vorwürfe zurück zu weisen, platzte Travis mit etwas heraus:

      »Dieser Kerl ist eine verflogene Schlampe, die jedem den Gefallen tut, solange die Kasse stimmt! Sucht nach dem Namen Lucky Boy – er betreibt eine eigene Online-Hurenseite!«

      "UHHA....?! DU-DU... KLEINER MISTKERL!!!"



      Woher kannte dieser Typ seinen Suga-Babe Namen?! Hatte Janon damit vor seinen Jungs ernsthaft geprahlt oder hatte er es selbst herausgefunden so versessen er auf ihn war?!
      Gut denkbar war es wenn ernsthaft schon über Jahre ihn auf dem Fokus hatte....
      Doch das er sowas von sich gab...Das war Absurd...
      Hektisch sah Liam durch den Raum, ein paar der Leute griffen ernsthaft nach ihrem Smartphone und schien nach besagten Namen zu suchen.
      "Das....Ist nicht wahr ich betreibe keine---", wollte Liam direkt klarstellen aber Dylan der ebenfalls zu jenen zählte die nach dessen besagten Hurenseite suchte wurde sofort fündig.
      "DER hat wirklich eine Online Seite! Schaut euch die Fotos an, bestimmt gehört dieser Perverse zu dieser Cœur Kirche!", verfechtet er sofort um mitten in denn Tumult zu sein.



      Liam konnte echt nicht fassen das die Leute sowas glaubten...
      Der Rothaarige ahnte schon das sein Uni Leben mit dem heutigen Tag nicht so einfach werden würde...Alles dank diesem Travis der unbedingt ihn nicht nur Hasste sondern ihn wohl wirklich am Boden sehen wollte...Als ob das helfen würde ihn aus Janons Leben zu verbannen...!
      Liam merkte langsam wirklich wie Travis bei ihm die Grenze überschritt...Er wollte wissen was sein Problem mit ihm war. Doch jetzt fing der Kumpel von Janon ernsthaft an sein Ruf zu zerstören, obwohl er kaum jemand hier von der Uni kannte...
      So wie dieser Dylan aussah würde er gewiss auch seinen Schauspiel Kollegen Wyatt davon überzeugen das Liam eine Hure oder sowas war...Und damit war es bestimmt auch bei Cabriel unten durch...Hoffentlich wollte er hiernach überhaupt noch mit ihm zocken...?

      »Und bild dir bloß nicht ein, du könntest dich mir in den Weg stellen! Janon vergisst so einen Niemand wie dich in Sekundenschnelle für jemand Besseren. Hast du ihn am Wochenende etwa vermisst? AWW!! Daran wirst du dich gewöhnen müssen, dafür werde ich sorgen! Genau wie an diese Abreibung! FRESS DAS!«

      Aber als wäre es nicht genug gewesen, Travis wollte sich WIRKLICH mit ihm anlegen, nicht nur Verbal sondern auch Körperlich!
      Der Kerl sprang ernsthaft auf ihn zu mit einem Kampfschrei!!
      Sofort spannte er sein Körper an um sich dem Mistkerl entgegen zu stemmen, wenn er unbedingt sich mit ihm Prügeln wollte---
      Doch bevor sie aufeinander trafen bewegte sich etwas vor ihn...?
      Liam konnte im ersten Moment nicht realisieren wer es war bis er begriff das Cabriel hingefallen war!!



      Bevor er sehen konnte was mit seinem Zocker-Freund passierte, wurde er von Travis der auf ihn landete zu Boden umgestoßen.
      Er spürte den schweren Gewicht des Andere auf sich drücken so das nicht in der Lage war sich aufzurichten.
      Innerhalb Sekunden brach pures durcheinander aus!

      "AAAH!! HOLT EINEN LEHRER!! DER JUNGE IST TOT!! WO IST DER SPORTLEHRER?!"

      Entsetzt starrte Wyatt zu dem schrecklichen Tatort...Cabriel sah wirklich Tod aus!
      "Oh Gott...Täubchen??"



      Was war denn in letzter Zeit denn nur bloß los? Gab es den kein Tag mehr ohne das etwas schreckliches passieren musste? Wurden sie vielleicht verflucht??
      Zwar wollte Wyatt später auch zum Liebesorakel aber so wie er Ineb kannte war das sein nächstes Ziel gewesen...Er wollte aber doch nur wissen ob sie gerade einfach Pech mit den Kosmos hatten! Besonderes Cabriel schien in Wyatts Augen in letzter Zeit echt von Pech verfolgt zu sein...Kein Wunder das nicht so Optimistisch durchs Leben ging.
      Zum glück aber zeigte sich eine flache Atmung bei Cabriel....

      »Das war ich nicht! Das war Liams dreckiger Ellbogen! Ich würde Cabriel im Leben nicht ins Gesicht schlagen … Ich kenne Janons verdammte Regeln besser als jeder andere!«

      Obwohl Liam aufstehen wollte hielt ihn Travis immer noch fest...
      Dazu gab er ihm auch dafür die Schuld...Es reichte Liam wirklich, für alles gab ihn Travis die Schuld aber er hatte mit seinen eigenen Augen gesehen...Wie Cabriel verletzt wurde.
      Auch das Travis nur daran dachte das sie jetzt schlecht bei Janon aussehen würden...Das war Liam sowas von gleichgültig....! Von ihm aus könnte Janon sie deswegen bestrafen oder beschimpfen...Cabriel wurde verletzt! Es hatte schlimm für ihn ausgehen können...



      »Tut mir leid … ich werde absolut nichts sagen...«
      Doch obwohl Cabriel so in Mitleidenschaft gezogen wurde entschuldigte sich Cabriel, gewiss um kein Stress zu haben...Dabei...Sollte sich Travis dafür entschuldigen!
      Eines hatte Travis damit wirklich bei ihm vollkommend vergeigt. Wenn Liam eines auf den Tod nicht ausstehen konnte....War es wenn Freunde von ihm verletzt wurden. Und Cabriel war sehr wichtig für ihn...!
      Das Haar fiel Liam leicht ins Gesicht als er sich zurück an Travis wandte:
      "....Hör mal, Travis....Da du dich ja so für Lucky-Boy Interessierst, finde ich es wird Zeit das du meine Regeln kennenlernst."



      Was dann folgte....
      Wyatt starrte auf die beiden Rothaarigen die eng, miteinander verschlungen waren...Cabriels Freund schien wohl wirklich streit mit den Anderen Rothaarigen zu haben. Wie schön das sie einander ihre Probleme mitteilten...So etwas wäre vielleicht zwischen ihm und Ineb auch mal an der Zeit...
      Hoffentlich versöhnten sich die beiden daraufhin....



      Er konnte sehen wie sich die beiden feste an ihre Kleidung packten und sich mit deutlichen Tränen in denn Augen anschauten.
      "Du bist ganz, ganz dolle fies! Du hast mich verletzt und meinen Freund Cabriel!"
      "Ich war nur so fies weil ich Angst habe das Janon mich nicht so sehr mag wie dich! Ich wollte niemand weh tun!"
      "Aber dann hätten wir darüber reden sollen! Ich bin mir ganz sicher das Janon dich immer noch lieb hat!"
      "Wirklich...Du lügst mich auch nicht an, damit ich mich besser fühle?!"



      Wyatt seufzte tief...Hach, wie schön war es zu sehen wie neue Freundschaften erblühten....!
      So konnte er mit guten Gewissens sich aus der Sache raus halten, bestimmt würden die beiden sich gleich auf ein leckeren Stück Torte versöhnen.
      Was Wyatt nicht sah war wie Liam sich auf Travis stürzte und mehr als Wütend an seiner Kleidung zerrte.
      "DU EIFERSÜCHTIGE BASTARD! Wegen DIR habe ich am Wochenenden in dieser Peinlichen Hundehalsband auf Janon gewartet! WEGEN Dir hat er diesen Larry kennengelernt! Und Bestimmt redest du ihm diesen ganzen Huren-zeug ein!!! Und jetzt verletzt du auch noch meinen Freund! Und du denkst dabei nur daran wie du Janon noch mehr in den Hintern kriechen kannst!! ICH nehme dich auseinander du widerlicher Fanboy!!"




      "Mir egal wenn du mich Hasst! Aber verletzt noch einmal ungeschoren einen meiner Freunde!! Entschuldige dich gefälligst bei ihm!"
      Liam zeigte keine Ruckhaltung und legte sich mit ihm an, gefühlt wie er früher auf der Straße wo er ums Überleben kämpfen musste.
      Er würde sich solange mit dem Kerl prügeln bis er sich zumindest Ansatzweise für sein mieses Verhalten Entschuldigt hatte!!
      Genau so aber stieg in ihm sein Frust was dieser Travis in seinem Leben mit Janon mit beeinflusst hatte!
      Währenddessen hatte Wyatt zu Cabriel aufgeholt und ihn ohne zu zögern hoch gehoben.
      "So wie du taumelst Täubchen solltest du nicht laufen...Wir gehen zur Krankenzimmer, zur sicherheit!", sprach Wyatt eindringlich weil er sehen konnte das sich sein Freund gewiss nur damit in die nächst beste Toiletten Kabine verziehen würde.



      Dylan folgte sich mehr oder weniger Wyatt um nicht am Ende teil dieser Schlägerei zu werden die bestimmt noch zu einer Strafe führen wird.
      Doch er war mehr damit beschäftigt sich am Smartphone mit den Anderen über dieses Spektakel auszutauschen, schließlich war das der beste Moment um die Beliebtheit Liste noch besser aufzusteigen.


      Jay De Spell Lozano

      Auch die Koch-AG hat sich an dem Schulfest beteiligt mit einem Okkulten Thema.
      Eigentlich führte einer der Lehrer das Liebesorakel Stand aber gerade war dieser beschäftigt und Jay sprang für denn Moment ein....Wobei eigentlich nur weil er heimlich von den Glückskeksen naschen wollte.
      "Willkommen, wie ich sehe seid ihr an dem Liebeslotterie Interessiert aber wenn ihr wollt kann ich euch auch die Karten legen~ Das ist Detaillierter, die Karten hat der Kochkurs selbst gestaltet.", begrüßt Jay das Liebes Pärchen freundlich.



      Als Amy das ganze sah konnte sie sich ein grinsen nicht verkneifen...Wow...Diese Erdlinge hier waren wirklich lustig!
      Das soll ein Orakel sein? Das sah so Typisch nach Zauberei aus bestimmt ließ der junge Kerl sie eine Karte aussuchen und auf einmal würde er die Karte halten an die man fest gedacht wurde...Ein wirklich Billiger Trick um die Leute davon zu überzeugen das hier etwas übernatürlich war. Genau so wie diese Glückskekse...Das war doch kein Schicksal, es war eine reine Glückssache und zumal oft die selben Sprüche in den Keksen stand...
      Sie musste wirklich darüber schmunzeln...
      "Hmmm such du es dir aus Lio...Glaubst du eigentlich an sowas? Also ich denke die Lose werden ausreichen."



      Bestimmt war das ganze betrug und der Kerl würde ihn am Ende nur etwas sagen das sie hören wollten!
      Hach, Zauberei und Hexerei lagen so dicht einander und trotzdem erkannte jeder Hexer mit einem Blindstock wenn hier lächerliche Zauberei am Werk war!
      Am meisten manipulieren diese Zauberer mit ihren Worten---
      "Ohh~ Die Karten sagen mir das ihr beiden zwei ganz besondere Seelen seid.", gab Jay wissend von sich als er die skeptischen Bemerkung von Amy nur zu deutlich mitbekommen hatte. Eigentlich hatte gar keine Ahnung wie man solche Karten liest...Er wollte nur die Glückskekse aber der freche Panda ließ sich den Spaß nicht nehmen.
      Er grinste drollig und spielte mit den Karten in seinen Händen als hätte er eine genaue Vorstellung davon was er hier eigentlich tat.



      "Mhmhmh eure beiden Sternzeichen werden vom Planeten Merkur beherrscht...Eure Sternzeichen sind...Zwilling und Jungfrau nicht wahr?~"
      Verblüfft hob Amy ihre Augenbrauen...Damit lag Jay gar nicht mal so falsch. Allerdings könnte er ihre Geburtstags Datum auch auf dieser Uni Webseite gesehen haben, schließlich waren sie beide im Rang weit oben...Erstaunlich wäre es aber schon wenn dieser Typ sich das gemerkt hatte. Cornelius hatte dazu noch mit seiner Tarnung ebenfalls jemand gefunden die von Sternzeichen Zwilling war...Ein eher netter Zufall in denn Augen des Hexers...
      "Ein Zwilling ruht nie.... Dein Herz schlägt im Takt von tausend ungestellten Fragen und ewiger Neugier~ Berührt man dich, zerspringst du in tausend Richtungen. Dein Kopf ist ein Labyrinth, in dem du dich selbst manchmal verläufst."
      Er nickt langsam in Inebs Richtung, stützt das Kinn auf die Hand: "Sternzeichen Jungfrau, Perfektion ist dein Fluch und dein Segen. Du vertraust nicht blind, du rechnest... Du ordnest die Welt~ "
      Amy schnaubte leise, dass war genau das wovon sie innerlich sprach! Diese Worte würden doch zu jeden passen! Dieser Typ sollte ihn einfach die Lose geben...
      "Ahja? Kannst du uns auch etwas darüber sagen wie wir miteinander Harmonieren?"




      Während Amry frage schob sich Jay unauffällig einen der Glückkekse in den Mund und schob sanft zwei Karten in die mitte.
      "Selbstverständlich~ Ihr beide ähnelt euch sehr...Ihr seid echt wie zwei Seiten von derselben Münze, wo der Zwilling seine Einfälle in alle Himmelsrichtungen verstreut, sammelt die Jungfrau sie wieder ein und baut ein Haus daraus. Ihr passt perfekt zusammen. Ein Verstand, der träumt und einer, der erschafft. Vertraut mir das liegt alles an dem Planeten Merkur."



      Jay hoffte mit seinem Gerede die beiden lang genug hinzuhalten damit er weiter die Glückskekse essen konnte ohne das man ihm von dem Platz vergraulte dem er eigentlich gar nicht gehörte.
      Nur wirkte Amy nicht sehr überzeugt und ein klugen Kopf wie Lio zu überzeugen konnte vielleicht auch knifflig werden.
      "Naja das sind nur Dinge die man über eure Sternzeichen sagt...Die wahre Magie passiert hier."
      Er tippte auf die Karten vor sich:
      "Stellt irgend einer Frage und die Karten der Koch-AG werden euch die Antwort geben die ihr sucht~"
      Believe Me ~

    • Cabriel Valentine & Clio de Carvalho & Travis Stark & ???

      "....Hör mal, Travis....Da du dich ja so für Lucky-Boy Interessierst, finde ich es wird Zeit das du meine Regeln kennenlernst."

      Aggressiv zerrte Liam an der Kleidung der Katzenmaid, worauf er ihn wütend anfauchte und am Nacken kratzte. Als Antwort zu seinen angeblichen Regeln hob er nur wütend den Mittelfinger und drückte ihn genau gegen Liams Nase. Er hatte endgültig genug den netten und freundlichen Mann für diesen Pfirsichhintern zu spielen! Nach der Prügelei würde er Janon sofort für sich kaufen und ihm erzählen wie ätzend doch Liam war. Am besten erfand er gleich ein neues Gerücht, wie sich diese Bitch an neue Jungs rangeschmissen hatte. Er würde ihm schon zeigen, dass seine Regeln hier nichts brachten. Es zählten nur Handlungen!



      "DU EIFERSÜCHTIGER BASTARD! Wegen DIR habe ich am Wochenenden in dieser Peinlichen Hundehalsband auf Janon gewartet! WEGEN Dir hat er diesen Larry kennengelernt! Und Bestimmt redest du ihm diesen ganzen Huren-zeug ein!!!"

      Auch wenn Travis ganz schön durcheinander war, dass Liam wirklich sich gegen ihn anlegte, zeigte er deutliche Willenskraft. Er prügelte sich gegen ihn und nahm jeden Schlag entgegen, den dieser Bastard ihm ins Gesicht drücken wollte. Scheisse, klar...So eine Bitch wie er musste sich doch auch Mal gegen ein Mob wären. Travis musste aufpassen nicht in eine unvorteilhafte Position zu fallen, um noch immer beim Kampf siegen zu können. Es wäre ja zu peinlich, wenn Liam ihn schlagen würde. Ehrlicherweise war Travis ziemlich nah am Wasser gebaut, wenn er merkte, dass er verlor. Aber wenn er schon gegen große Kerl klarkam, dann auch gegen einen Pfirsich.

      "Selber Fanboy!!!", schrie er ihn entgegen und daraufhin brüllte Brad vor lachen laut auf. Er nahm diese Klopperei auf und schickte die ersten Sekunden direkt in die Gruppe und Jay, bis er weinend das Handy beiseite legte. Herrlich, das würde er sich in der Nacht noch einmal ansehen. Sein Tag war hiermit gerettet. Gleich würde er sich freudestrahlend aufmachen und Jay mit einem Stück Erdbeertorte suchen.

      "Mir egal wenn du mich Hasst! Aber verletzt noch einmal ungeschoren einen meiner Freunde!! Entschuldige dich gefälligst bei ihm!"

      "Ich entschuldige mich nicht bei Huren!!! Boah, das war mir so klar, dass ihr befreundet seid! Janon hält seine Schlampen immer nah beieinander! Und ich hasse dich nicht nur, ich veraaabscheueee diiich!", meinte Travis bitterernst, denn für ihn hatten sie nie Entschuldigungen verdient. Sie hatten sich selbst für den Weg entschieden. Brad hingegen schüttelte nur durch die Antwort der Katzenmaid den Kopf. Das Erbsenhirn diesen Jungen war echt witzig. Wie oft er sich früher mit Travis nur anlegen musste, dass er auch keine Hure war. Am Anfang hat er ihn auch ins Visier genommen, weil er dachte, dass er was von Janon wollte und dann arbeitete er auch noch später in Sams Club, was für Travis Alarmstufe rot war. Da aber Brad ihn sofort klarstellte, dass er Janon zwar fickte aber nicht liebte und er auch noch vergeben war, war das ganze schnell vom Tisch. Liam hingegen...hatte das Pech nie zu ihrer Gang zugehören, um sich auch einmal erklären zu können. Brad hatte nicht mal eine Ahnung, ob Liam etwas von Janon wollte oder nicht, auch wenn Russell behauptete, dass er in der Bar sich stark ausgeheult hatte wegen ihm und seinem Liebeskummer.
      Da das Feuer jedoch langsam ausging, entschied sich Brad noch nach ein paar brennbaren Mitteln zu suchen, um den Spaß nicht zu verlieren. Er wollte hiermit auch Liam zu unterstützen, weil er nicht wirkte wie ein absolutes Dummerchen.

      "Travis war wirklich derjenige, der dein Ruf bei Janon komplett ruiniert hat, Liam.", warf Brad imaginär den ersten Stein und versuchte sein Grinsen mit seinen Fingern zu verdecken. Mit geröteten Wangen sah er zu den beiden Streithähnen hinunter. Warnend blickte Travis zu ihm hinauf, doch das interessierte die Maid nicht die Bohne. Travis war zwar sein Kumpel, aber ihn schikanieren würde er trotzdem.



      Deswegen begann er vergnügt eine Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen:

      "In der Kindheit war Travis immer der erste, der rumgeschrien hatte, wenn es um ein Treffen mit dir ging. Janon hatte schon öfter vorgeschlagen, dass du ein Teil unserer Gang sein solltest ... aber Travis wollte das auf keinen Fall. Er verhinderte ein Treffen als Gruppe immer wieder. Heimlich hat er dich dann gestalkt und heimlich dir Fotos gemacht. Dann hat er seine Familie drum gebeten sie zu bearbeiten, damit die komplett versaut und unvernünftig aussehen...mit hinzugefügten Kerlen, die es in der Realität wohl gar nicht gibt. Die waren echt realistisch - ich hab immer gedacht die wären ORIGINAL, bis ich dich in reallife getroffen habe und Travis zur Rede gestellt habe. Travis hatte ihm böse eingeredet, dass du nur ein Flittchen bist, was alles fürs Geld macht und alle manipulierst. Da du ja ein Sugar Babe bist war das für Travis ziemlich einfach dein Ruf komplett zu versauen."



      "AUF WESSEN SEITE BIST DU; PENNER?!", schrie Travis seinen Freund wutentbrannt an, doch Brad lachte darauf nur auf Antwort und streckte einen Daumen nach oben aus.

      "Auf der mit den meisten Humor! Komm schon, ist doch nicht dabei, dass er jetzt davon erfährt. Was ändert es denn jetzt noch?" Brad sprach so locker wie nötig, damit Travis nicht gleich auch noch wegen ihm explodierte und das ganze Maidcafe auseinandernahm. Es war gerade gut, dass alle Schüler sauer auf Tyler waren, da er ihre Klassenfahrt ruinierte. Wäre doof, wenn gleich alle bösen Blicke auf Travis gerichtet wären, der mit ihnen unter einer Decke steckte. Doch Travis schluckte wirklich seinen Köder und langsam verstand er auf was sein Freund hinauswollte. Ja, klar! Eigentlich war jetzt der perfekte Zeitpunkt gekommen, um Liam die Wahrheit zu offenbaren. Es waren mittlerweile so viele Jahre vergangen, die Lästerei war mittlerweile in Stein gemeißelt! Fest in Janons Kopf! Bei dem Gedanken es Liam nun zu offenbaren musste er selbst anfangen zu lachen, ziemlich laut als wollte er seinen Löwen imitieren.

      "PFF---Naja. Stimmt schon! Du LOSER...kannst eh nichts mehr machen! Ist auch scheißegal, ob du es jetzt weißt, was ich alles gegen dich gemacht habe. Ist eh zu spät, mittlerweile ist es so in Janons Kopf eingebrannt, dass er dich eh nie anders sehen würde. Weisste was--erfahr doch die ganze Wahrheit! Ey Brad! Gib doch mal statt Lucky Boy...Lucky Boy Secret auf Switter ein...Jeder, der dieses Profil kennt, weiss was du für eine ekelhafte Kreatur bist."


      Und Brad machte es auch. Er nahm wieder sein Smartphone in die Hand und tippte ein bisschen darauf herum. In nur wenigen Sekunden ging er ein wenig näher zu Liam, um ihn das Profil zu zeigen, was Travis für ihn entworfen hatte. Darauf war ganz klar Liam zu erkennen, jedoch nicht mehr so süß und niedlich, wie er als Lucky Boy war. Er war zwar niedlich, doch ziemlich stark von anderen Menschen durchgenommen. Er schluckte fast in jedem einzelnen Bild Joghurt und stopfte sich ganze Bananen in jedes Loch rein mit einem Grinsen in seinem Gesicht. "Alles Travis Werk. Ich schwöre - Russell kennt die Seite nicht mal und ich stehe nicht so auf komplett versaute Kerle, weißt du.", erklärte sich Bradford sofort unschuldig, auch wenn ihn das hier komplett gleichgültig war. Trotz allem sah er genau in die Gesichtszüge von Liam, wie hart triggert ihn das?

      "Die Seite ist doch perfekt, huh? Zeigt deinen wahren Kern. Weisst du was ich noch gemacht habe und sogar Erfolg damit hatte, weil ich einfach klüger und geiler bin als du? Ich habe Janon nicht nur erzählt, dass du eine gemeingefährliche Schlampe bist. Mit diesem Titel hättet ihr genauso zusammen können- das habe ich bei Cabriel geschnallt, aber der war zum Glück schon vergeben. Ich wollte ein bisschen mehr Feuer hineinschnüren und habe krasse Vergleiche gezogen. Diabolischere!"

      Mittlerweile klang Travis wie ein hinterhältiger Mastermind, während er fest Liams Kragen packte und ihn so nah an seine Stirn drückte, dass sie sich beinahe küssten. Brad überlegte kurz was er meinen konnte, bis ihn ein ziemlich verstörender Gedanke kam. Mit den Finger schnipsend erzählte er weiter:

      "Oh shit...Digga! Ja, das fand selbst ich zu krass...Glaube Janon hat ihm das auch nie geglaubt, also vergiss diese Info einfach. Ich erzähl's dir aber natürlich trotzdem. Naja, du weisst ja, dass Janon und sein Vater in keinem guten Verhältnis sind. Der hat uns nie alles erzählt - aber Travis hatte einmal Russell bis ins kleine Detail ausgefragt, der sozusagen Janons best Buddy ist und natürlich viel mehr über ihn weiß. Travis hatte bei einem Trinkspiel plötzlich angefangen Gerüchte über dich zu verbreiten, dass du eigentlich genauso jemand bist wie sein Alter - genauso obsessiv und crazy, aber nur wenn du ihn brauchst und ihn sonst liegen lässt wie eine heisse Kartoffel. Keine Ahnung, hatte irgendwie was mit deinem Stiefvater zu tun, der wohl meeega hart mit seinem Alten befreundet war...Was weiss ich. Ich hab's null begriffen. Janon hat aber Travis daraufhin verprügelt."



      Laut schnalzte Travis mit der Zunge. Er hätte Liam jetzt nicht erzählen müssen, dass er direkt aufs Maul bekam. Aber er wusste trotzdem, dass seine Gerüchte bei Janon komplett gesessen haben. Für ein paar Monate war das Thema Liam komplett gegessen und Janon strahlte auch nicht mehr über beide Ohren, wenn er über ihn sprach. Er wusste nicht was er in Janon ausgelöst hatte - er hatte ja nicht mal eine Ahnung was sein Vater gemacht hatte - aber es hatte gute Wirkung gezeigt! Wie ein Teufel grinste er Liam an, kräftige Schatten schmückten sein Gesicht.

      "Ich habe ihm nur die Wahrheit gesagt, die du immer versteckst. Ein kleines, obsessives Flittchen. Janon braucht niemand so liebeskranken, der nur kommt, wenn es ihm gerade recht ist und ihn in Gefahr bringt. Auch als Freund bist doch total unbrauchbar. So einfach ist das! Keine Ahnung warum ihr wieder einmal so eng zueinander seid...aber das werde ich dir auch noch ruinieren!"



      "Du denkst du bist Janon so nah, weil du dich mal wieder in seine Wohnung eingenistet hast. Aber damit irrst du dich. Mit seiner Gang ist er immer am engsten, weswegen ich genuuug Zeit haben werde deinen Ruf nur noch schlimmer zu durchzunehmen, du Huuuuureee~. Bald wirst du aus Hilflosigkeit die Schule wechseln müssen, hihihi."

      So langsam reichte es Brad, er hatte echt genug gelacht und Travis machte aus einem Witz einen Thriller. Ganz ungeniert nahm er sich noch ein Tortenstück, was Antonio eigentlich an einen Gast servieren wollte und beschloss langsam Jay suchen zu gehen. Sie wollten ja zusammen Iscar beim Schulfest willkommen heißen, der bald antreffen würde. Sein süßen Bruder wollte er da auch nicht warten lassen. Bevor er ging beschloss er aber sich nochmal an Liam zu wenden.

      "...Nimm's ihn nicht krumm, Liam. Travis spinnt hin und wieder. Janon ist sein großes Vorbild, weshalb er in dir den größten Rivalen überhaupt sieht. Russell und ich haben aber nichts gegen dich, egal wie viele Schwänze du gerne in den Mund nimmst oder nicht. Janon ist da doch gar nicht besser---"

      "Halt's Maul! Janon ist sicher nicht so extrem wie die Bitch!"

      Brad verdrehte nur die Augen. Mhm, Travis war auch der Einzige, der Janons zu harte Sexsucht nicht erkannte. Es würde ihn gar nicht wundern, wenn Janon nicht genau in diesem Zeitpunkt wieder einen kleineren Mann gefunden hatte und ihn anmachte. Aber er beschloss darauf nichts zu erwidern. Winkend verabschiede er sich von Liam.

      "Kannst gern' mal mit uns zusammen trinken gehen. Wenn Russell dabei ist, benimmt sich auch Travis und wird zum Kätzchen, haha. Sagt mir dann später auch, wer gewonnen hat! Man sieht siiich~."

      ....

      "So wie du taumelst Täubchen solltest du nicht laufen...Wir gehen zur Krankenzimmer, zur sicherheit!"

      Normalerweise konnte Cabriel seine Emotionen gut verstecken. Jahrelanges Training, um nicht jeder Person zeigen zu müssen, wie verdammt beschissen es ihm eigentlich in Wirklichkeit ging. Wyatt schaffte es jedoch in letzter Zeit immer aus der Palme zu bringen. Nicht nur in der WITCH-Form, auch in seiner wahren Form macht ihn dieser -wie Janon sagen würde- Buschkopf ziemlich fertig. Erstmal erschrak sich Cabriel halber zu Tode, als Wyatt ihn ohne zu zögern und auch noch mit Leichtigkeit hochgenommen hatte. Versteckten sich unter diesem Pullover harte Muskeln? Er sah ihn viel zu selten nackt, dass er seine Muskelmasse sich gar nicht ausmalen konnte. In der letzten Zeit fühlte es sich für den Luftwächter wieder so an als wäre er und Wyatt ganz normale Freunde. Doch die Art wie Wyatt ihn jetzt trug - vor allen Augen -, es war genauso wie gerade Ineb sein Girlfriend fortgetragen hatte.
      Die Hand von Wyatt ruhte beschützend an seinen Oberarm und zeigte ihm, dass er auf keinen Fall vorhatte ihn loszulassen. Dabei hätte Cabriel es nicht zu seinem Problem machen wollen. Wyatt wusste bestimmt, dass er sich in die nächste Toilettenkabine verdrücken wollte. Und jetzt versaute er ihm somit den Ruf. Diese romantische Haltung wurde natürlich nicht von den Studenten ignoriert, die ganz heiß auf klatsch und tratsch aus waren.

      "Wyatt hilft ständig diesen düsteren Jungen...Habe die auch letztens zusammen gesehen, wie sie ihre Pause miteinander verbracht haben..."
      "War das nicht der Junge, der früher so viel mit Samuel Zeit verbracht hatte?"
      "Stimmt! Der Typ weiss wohl wie man reiche Kerle gut einfangen kann, haha."
      "Ist Wyatt mittlerweile so unbeliebt, dass er sich keine beliebteren Typen angeln kann?"
      "Ich glaube er hat ihn aus diesem Club gesammelt, dem Samuel gehört. Bestimmt verbringt Wyatt dort seine meiste Zeit."
      "Haha, er sollte sich lieber Zeit nehmen an seiner Performance zu arbeiten, anstatt sich armselige Jungs aus Clubs zu schnappen."

      Beschämt sah Cabriel zur Seite, er flüsterte so leise wie möglich: "Du solltest solche Aktionen lieber in der Schule meiden."



      Er wollte nicht, dass Wyatts durch Cabriels Fehlverhalten komplett den Bach unterging. Cabriel wusste wie wichtig es dem Erdwächter war Erfolg zu haben. Und der Luftwächter fand auch, dass es Wyatt auch verdiente. In der letzten Zeit war er ziemlich lange weg gewesen, immer wieder war er am drehen von früh bis spät. Es wäre schlecht, wenn bis dahin die Gerüchteküche seinen Ruf nur noch mehr zerstörte. Es reichte schon, dass Wyatt den beliebtesten Mann als Erzfeind Nummer 1 besaß. Cabriel bekam jeden Tag noch mehr sorge, dass Wyatt irgendwann nach Hause käme und traurig verkündigte, dass er durch Samuel in seinem Film gefeuert wurde. Er traute solch' eine Aktion Samuel zu...Doch behielt er es für sich, um Wyatt keine Sorgen zu schenken.
      Cabriel fand, dass er diese nette Geste von seinem Freund nicht verdient hatte. Er hatte nur ein bisschen getaumelt, mehr nicht. Da er sich in seinem Club und auch anderswo öfters verletzte machte es ihm gar nichts aus, dass seine Nase schmerzte. Er war nun Mal eine erbärmliche Kreatur, dem an manchen Tagen sogar atmen zu schwer fiel.

      "Ich bin...immer noch dafür, dass wir in der Schule so tuen, als wären wir Fremde...", wisperte er nun etwas lauter und angespannter. Eventuell sollte er ihn einfach von selbst beginnen zu ignorieren, nur für den Willen seines Rufes? Er wusste nicht genau was die richtige Antwort war, doch konnte er nicht Wyatt in jedes Problem hineinzwängen, was er besaß. Wyatt verstand einfach nicht, dass er Probleme quasi magnetisch anzog - er würde umkommen, wenn er sich nicht bald von ihm abwendete.

      Vor lauter Herzklopfen und Nervosität bekam Cabriel gar nicht mit, dass sie sich bereits in der Krankenstation aufhielten. Es roch hier nach Medizin und...einem frischen und süßlichen Duft von Mandarinen? Jemand saß mit den Rücken gewandt an einem Tisch und schrieb etwas auf, bis sie bemerkte, dass sie Kundschaft hatte. Neugierig hüpfte sie vom Stuhl und ging auf die beiden Herrschaften zu. Sie war mit ihrem 150cm selbst für Cabriel ein Winzling.

      "Oho. Schon wieder Verletzte? Na, sowas! Heute gibt es echt eine Menge Unfälle, hihi ☆. Mein Name ist Clio und ich bin die Krankenschwester der Uni!"



      Munter und fröhlich winkte sie den beiden Kunden zu, ehe sie in ihrer Haltung stehen blieb. Moment mal, diese zwei Menschen kamen ihr doch stark bekannt vor? Aber woher nur. Angespannt musterte sie erst Cabriel an, der sofort wie ein armes Lämmchen zusammenzuckte. Anders als Clio erkannte Cabriel sofort, um wen es sich hierbei handelte. Er konnte es nicht passen wie stark er doch in der letzten Zeit vom Pech verfolgt war...Clio geriet kurz in eine kleine Schnappatmung, weshalb der Luftwächter erneut erschrak, ehe sie Wyatt und Cabriel viel zu nah kam. Sie zog an Cabriels Ärmel und schüttelte ihn energisch. Sie spürte Wächterkraft in beiden der Jungs.



      "Oh Jeremy...Es ist soooo lange her! Wo warst du nur das ganze Jahr lang? Oder sind sogar 2 Jahre um? Seit der Highschool habe ich dich gar nicht mehr gesehen!", schluchzte Clio beinahe melancholisch. Da war sie ja, seine beste Busenfreundin Nummer 1. Mit ihr konnte sie sogar Pferde stellen! Anders als Larry war sie eine verdammt harte Nuss, die ihr Geld auslieh und mit ihr die Schule schwänzte. Mit ihr fühlte sich Clio immer so jung und begehrt! Sie sollte auch eine großartige Luftwächterin werden.



      Das Funkeln in ihren Augen erlosch im selben Moment, in dem ihr Blick auf das Ohr ihres Gegenübers fiel. Die markanten Piercings verrieten es sofort: Das war nicht Jeremy.

      »… Ah … Nein. Du bist ihr Bruder … Cabriel«, hauchte sie, während sich bittere Enttäuschung auf ihre Lippen legte. Schlagartig holte die Realität Clio ein. Jeremy teilte die Macht der Luftwächter entweder mit ihrem Bruder – oder Cabriel hatte sie ihr raubt. Ein übles Gefühl breitete sich in ihr aus.


      »Wo ist deine Schwester? Ich erreiche sie seit Ewigkeiten nicht mehr!«, verlangte sie eine Antwort. Cabriels Stirn legte sich in tiefe Falten, die Kiefermuskeln spannten sich an. Clio spürte sofort, dass er schweigen würde. Dieser verdammte Luftwächterbastard.



      Doch Clio ließ es gut sein, zumindest für die ersten Sekunden. Ihr Blick wanderte hoch zu Wyatt. Da der Erdwächter anwesend war, hielt sie sich vorerst lieber etwas bedeckter. Er war nämlich auch wegen seiner Verwandtschaft ziemlich besonders für sie.

      »Na gut … Ich frage dich einfach später noch mal. Nicht so wild! Ich sehe schon, wie stark deine Nase blutet. Bist du Schussel etwa hingefallen? Genau wie damals – da musste Jeremy dich auch ständig herumtragen, hihi. Aber wie hast du es geschafft, dich von Matts Sohn tragen zu lassen?« Sie lächelte sanft zu Wyatt.
      »Das ist wirklich lieb von dir, Wyatt. Leg ihn einfach aufs Bett, ich kümmere mich um ihn.«


      Zum Glück war Clio über jedes Detail aus Matts Leben informiert – selbst seine Affäre mit diesem Rose war ihr nicht entgangen. Sie wusste schon ewig, dass Wyatt sein Sohn war. Leider war der Junge ziemlich öde und keineswegs so unglaublich attraktiv und cool wie der berühmte Schauspieler. Clio strahlte wie ein heller Stern, während sie zusah, wie Wyatt den Verwundeten ablegte. Doch hinter ihrem Lächeln keimte Unruhe auf. Was, wenn Jeremy etwas zugestoßen war? Sie hatte doch so sehr gehofft, als Luftwächterin für das Light Heart erwählt zu werden. So ein verdammter Mist. Das würde ihren Plan ruinieren die Herzen alle auf einmal zu vernichten...



      Kaum lag Cabriel auf den Kissen, schwand das zuckersüße Lächeln auf Clios Gesicht. Bestimmt verhielt sich dieser Kerl nur so unverschämt, weil er der Wächter eines giftigen Herzens war. Solche armseligen Jungs fraßen ihr normalerweise aus der Hand – schließlich war sie unvergleichlich schön und niedlich. Larry war immer ganz baff von ihrer Niedlichkeit! Wäre sie selbst noch eine Schülerin, hätte sie diese Freya längst aus dem Weg geräumt und wäre die einzige Nummer 1.

      Doch die Ungewissheit bezüglich Jeremy fraß an ihr. Sie brannte darauf zu erfahren, was geschehen war und dachte gar nicht daran, den Luftwächter so einfach davonkommen zu lassen.

      »Einen Moment, ich hole nur kurz die Spritze~«, flüsterte sie mit einer derart düsteren Stimme, dass es Cabriel eiskalt den Rücken hinunterlief.


      Spritze? Was zum Teufel hatte sie vor?!



      Tatsächlich holte sie aus einer der Schubladen eine Aufziehspritze hervor. Panik durchfuhr Cabriel. Hastig rutschte er in den hintersten Winkel des Bettes und zog schützend die Knie an die Brust. Er hatte doch nur Nasenbluten! Wofür um Himmels willen brauchte sie eine Nadel? Mit zusammengebissenen Zähnen schüttelte er schwach den Kopf. Kein Laut verließ seine Lippen. Die Angst schnürte ihm die Kehle zu, denn dieses Mädchen erinnerte ihn auf fatale Weise an seine Schwester von früher: kalt, unbarmherzig und völlig unberechenbar. Mit einer schnellen Bewegung zog Clio den Sichtschutz um das Krankenbett zu, damit Wyatt keine unangenehmen Fragen stellen konnte.

      »Das ist nur zur Beruhigung! Deine Nase wurde übel zugerichtet, das wird furchtbar wehtun, wenn ich sie gleich saubermache. Also los, Jacke oder Hose aus. Lass dich schon pieksen!«, forderte Clio ihn auf. Ihre Stimme klang zuckersüß, doch der herrische Befehlston darunter duldete keinen Widerspruch.


      Schon schlossen sich ihre Finger um seinen Arm. Allein diese Berührung reichte aus, um ihm schwarz vor Augen werden zu lassen. Clio war ihm gegenüber schon immer ein absoluter Teufel gewesen – bei Matteo war sie sogar noch schlimmer. Aber er hatte keine Kraft, sich zu wehren, und noch weniger wollte er um Hilfe schreien. Kampflos, am ganzen Körper bebend, presste er die Lider aufeinander. Vielleicht war es ja wirklich die Todesspritze. Ein kleiner Piks, der ihn von seinem Elend erlöste, so, wie man es bei Tieren tat.



      »Boah, ernsthaft! Wie kann eine simple Behandlung 20 Dollar kosten? Hey, Clio! Ich will doch nur ein Bett und eine Tablette. Ich hab noch mal in meinen Taschen gekramt, ich bin absolut pleite. Ich brauche aber dringend Kopfschmerztabletten, sonst stehe ich dieses Fest nicht durch!«

      Ein weiterer junger Mann platzte völlig unvermittelt in den Raum. Einer, der sich eigentlich gerade vor den Aufbauarbeiten für das Horrorhaus drückte, weil er absolut keine Lust darauf hatte. Sollte sich doch dieser Harvey darum kümmern, der sich draußen wie der Retter in der Not aufspielte – ihm war das völlig egal. Sein eigentlicher Plan war gewesen, das Krankenzimmer für ein ungestörtes Nickerchen zu missbrauchen, aber diese neue Krankenschwester hatte ihm einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Um hierbleiben zu dürfen, hatte er ihr eine ausgewachsene Migräne vorlügen müssen, und zum Dank verlangte sie nun auch noch Geld von ihm. Geld, das sie ganz sicher nicht zu Gesicht bekommen würde! Jeder Cent war bereits fest für das Maidcafé verplant, wo es von süßen Maids nur so wimmelte.




      Doch als er sich im Zimmer umsah, traf sein Blick nicht auf Clio, sondern auf eine alte Bekanntschaft. Stumm starrte er sein Gegenüber an. Das durfte doch wohl nicht wahr sein.

      »Wyatt …?«

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      Ineb Chevrier & Bradford Torres

      "...Darfst du ruhig öfter mal spontan sein Lio, das steht dir richtig gut!"

      Durch Amys Lob fühlte sich Ineb auf magischer Weise beflügelt, obwohl er doch so einen peinlichen Abgang gemacht hatte. Amy unterstützte ihn durch und durch. Eventuell konnte er wirklich lernen spontaner zu werden? Auch wenn es für sein Köpfchen sich als ziemlich schwierig erklären würde, er fühlte sich besser, wenn alles durch strukturiert wurde.

      "Willkommen, wie ich sehe seid ihr an dem Liebeslotterie Interessiert aber wenn ihr wollt kann ich euch auch die Karten legen~ Das ist Detaillierter, die Karten hat der Kochkurs selbst gestaltet."

      Zusammen an der Liebeslotterie merkte Lio wie sein Herz einen kleinen Hüpfer machte. Oh, er war schon lange nicht mehr beim Orakel, obwohl er doch ein riesiger Fan war von Wahrsagerei und Zauberei. Früher war er gerne Mal auf Zaubershows, als Kind spielte er gerne Zauberer, der Hasen aus einem Hut herauszauberte. Umso erfreuter war er, dass er sozusagen auch Magie bewirken konnte. Auch wenn ein Magical Boy und ein Zauberer wohl ein riesiger Unterschied war.

      "Hmmm such du es dir aus Lio...Glaubst du eigentlich an sowas? Also ich denke die Lose werden ausreichen."

      Leise japste Ineb auf, um seine Begeisterung zu unterdrücken. Durch Amys Tonfall hatte er das Gefühl nicht gut bei ihr anzukommen, wenn er zu viel Hingabe für die Wahrsagerei offenbarte. Er schluckte schwer, ehe er antwortete:

      "Non...Uhm...Also... Ich lass mich einfach mal überraschen!", sagte er so neutral wie möglich, allein auf die Lose war er sehr gespannt. Auch wenn er gerne die Kochkurs-Karten ausprobieren wollte... Er hoffte ja, dass der Wahrsager sie alleine vorschlagen würde.



      "Ohh~ Die Karten sagen mir das ihr beiden zwei ganz besondere Seelen seid."

      Der Wahrsager begann sofort mit den Kartenlesen, in diesem Moment vergaß der Herzträger das Atmen. Er hoffte ja, dass nur Gutes offenbart wurde. Was war, wenn er ihnen sagte, dass sie absolut nicht zueinander passten? Oder das Ineb ein Perverser war? Durch seinen geschädigten Ruf glaubte er, dass selbst die Karten keine Gnade mit ihm hätten. Er überlegte Amys Hand zu nehmen, doch sollte sie nicht seinen Kaltschweiß spüren.

      "Mhmhmh eure beiden Sternzeichen werden vom Planeten Merkur beherrscht...Eure Sternzeichen sind...Zwilling und Jungfrau nicht wahr?~"

      Völlig verblüfft öffnete er leicht seinen Mund. Der Wahrsager wusste das? Wie grandios! Bestimmt hatte ihn das eine Magiewelle verraten! Obwohl Ineb mehr ein Logiker war, ließ er sich von der Magie völlig mitreißen. Es wärmte sein Herz auf, wenn es wirklich stimmte.

      "Sternzeichen Jungfrau, Perfektion ist dein Fluch und dein Segen. Du vertraust nicht blind, du rechnest... Du ordnest die Welt~ "

      Passiv nickte der Herzträger zustimmend. Genau deswegen fiel es ihm so schwer spontan zu sein, es war so als zeigte ihn der Wahrsager, dass ganz große "wieso". Es erinnerte ihn daran, dass dies auch Louis einmal zu ihm sagte, der ebenfalls Horoskope liebte. Durch ihn las er jeden Morgen das Magazin um zu schauen wie sein Tag wurde. Er fand ja, dass er eins zu eins das Sternzeichen Jungfrau imitierte.



      "Selbstverständlich~ Ihr beide ähnelt euch sehr...Ihr seid echt wie zwei Seiten von derselben Münze, wo der Zwilling seine Einfälle in alle Himmelsrichtungen verstreut, sammelt die Jungfrau sie wieder ein und baut ein Haus daraus. Ihr passt perfekt zusammen. Ein Verstand, der träumt und einer, der erschafft. Vertraut mir das liegt alles an dem Planeten Merkur."

      Nun konnte Ineb die Begeisterung aber nicht mehr verstecken. Seine Augen strahlten vor Aufregung und funkelten wie Sterne in der Galaxie. Sie passten also perfekt zusammen? Durch Planet Merkur wurden sie also geschützt? Mon dieu, dann war er und seine Amy ja wirklich seelenverwandt. Seine Wangen glühten vor Röte, er spürte die Schmetterlinge in seinem Bauch erneut flattern. Lio wollte unbedingt noch mehr hören, es war wie eine neue Heilung, die ihm widerfuhr. Kein Mann - kein Hexer, nein...eine wunderschöne Frau war seine zweite Seite. Sie waren eine gleiche Münze, die schöner strahlte, als jedes andere Gold!

      "Hast du gehört Amy, Merkur passt gut auf unsere Liebe auf!", quiekte Ineb auf und hielt dann doch die Hand von Amy fest. So kitschig wie er war umarmte er sie sogar und drückte sie für einen Moment ganz fest an sich. Es war noch immer wie ein Wunder, dass sein Girlfriend sich für seine Uni entschieden hatte, obwohl sie von so weit weg kam.



      "Ich bin dir auf ewig dankbar, dass du hierher zu mir gekommen bist. Ich liebe dich so sehr, Amy!", gestand er ihr in aller Öffentlichkeit, denn mit ihr vergaß er Raum und Zeit. Er lächelte sie mit der tiefsten Freundlichkeit an, die er für sie verspürte. Obwohl er bald ein Theaterstück hatte überlegte er mit ihr dieses zu schwänzen, um mit ihr fortzulaufen. Aber der Wahrsager zog ihn wieder aus dieser romantischen Illusion.

      "Stellt irgend einer Frage und die Karten der Koch-AG werden euch die Antwort geben die ihr sucht~"

      Händchenhaltend ging er gleich viel näher an den Tisch und zeigte seine unkontrollierte Liebe zu den Karten. Ja, er wollte unbedingt noch mehr Fragen stellen. Der Wahrsager hatte voll was drauf und erinnerte ihn an gute Zeiten. Selbst sein Aussehen machte ihn gleich sympathischer, warum auch immer war er voll sein Typ - heterosexuell gesehen, natürlich.

      "Amy, darf ich anfangen?", fragte er höflich und wartete geduldig, wie ein Hund, der endlich rausgehen durfte. Er räusperte sich leicht, ehe er anfing all' seine Fragen runter zu rattern. Er nummerierte sie sogar.

      "Ich habe so einige Fragen...Amy kann sich einfach eine aussuchen, die sie auch interessant findet! Erstens: Wie wird das glücklichste Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte aussehen? Zweitens: In welchem früheren Leben haben sich unsere Seelen zum ersten Mal getroffen? Drittens: Wann werden wir heiraten? Viertens: Wie viele Kinder werden wir bekommen? Fünftens: Wird eins unserer Kinder Leo heißen oder Leolina? Ah, ich habe noch mehr fragen, aber ich möchte auch dich zu Wort kommen lassen, Schatz."



      "Ich glaube ich schulde noch jemanden eine Erdbeertorte~. Eine kurze Pause, während der großartige Wahrsagerpanda seine Karten mischt?"

      Aus der Menge heraus ertönte die Stimme von Brad, die melodisch auf sie zukam. In seiner Hand hielt er eine große Erdbeertorte, anscheinend hat er das Stückchen, was er Antonio geklaut hatte für unzureichend gefunden, weshalb er einfach in der Küche eine ganzen Teller mitnahm. Er hatte mitbekommen, dass Ineb und Amy sich zum Liebesorakel begaben, weshalb er sich sofort ein wenig einschleimen wollte.

      "Hol' mal aus deinem Gewand ein Küchenmesser raus, haste bestimmt da drin!", forderte er von Jay auf, der immer zur Not ein gesamtes Küchenset dabei hatte, um bloß alles futtern zu können, was ihm begegnete. Sein Gesichtsausdruck war freundlich, ganz anders als im Maidcafe. Er hatte richtig gute Laune und alles dank Travis und Liam. Wegen dieser Komödie vergaß er sogar, dass er sich eigentlich am Morgen mit Jay gestritten hatte, wie es leider so oft passierte. Doch für Iscar musste er sich zusammen reissen, er sah sie nur ungern streiten, es nahm seinen kleinen Bruder viel zu sehr mit.



      Er stellte den Kuchen direkt auf den Tisch, sodass die Karten ein paar Flecken der Sahne abbekamen. Inebs Gesicht verblasste sofort, nahm es nicht den Funken an Magie? Da Brad an diesen ganzen Orakelquatsch nicht glaubte, hatte er auch kaum Respekt wegen irgendwelchen Karten. Er wusste auch, dass Jay hier ganz klar die zwei Turteltäubchen zum Narren hielt. Summend schnitt er den Kuchen an und kramte unter Jays Tisch die Teller heraus, die er natürlich auch verbunkert hatte. Zwei Tortenstücke überreichte er dann Amy und Ineb, während Jay den ganzen Rest erhielt.

      "Tadaa~~. Express-Lieferung einer hübschen Maid~."

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      Janon Müntzer & Beni Darkwood [b]& Russell Baker

      In der Umkleide war endlich auch die letzte Maid mit seinem Kostüm fertig, es saß ihm wie angegossen. Aus Überzeugung, dass es ihm besser stehen würde, hatte er extra dafür einen Jungen überfallen und ihn bis auf die Unterhose angezogen. Jetzt verlangte er von Oscar, dass er ein Foto von ihm schoss. Eigentlich wollte er mit ihm en Partnerfoto haben, doch Oscar weigerte sich ein Maidoutfit zu tragen. Er konnte ihn einfach nicht überzeugen, obwohl dieser doch nun eine andere Form hatte.

      "Dabei wirkst du jetzt viel niedlicher, ein Maidkleid wäre das richtige für dich. Ich glaub den Typ, den wir für deine Form vernichtet haben mochte Crossdressing sehr!", versuchte er Oscar noch einmal zu überzeugen, doch stieß er da nur auf taube Ohren.

      "Achja- Wie soll ich dich denn ab jetzt nennen? Otto? Bernd? Hans? Was hättest du gerne, Hübscher?", fragte er nach, während er ihn neugierig anfunkelte. Doch eine neue Überlegung machte sich in ihn breit, er grübelte hart.
      "Ah, nein...Du solltest lieber den Namen dieses Typen annehmen...Er ging ja auch hier zur Schule. Wäre komisch, wenn du einfach eine Namensänderung verkündest. Aber keine Sorge - Verwandte hatte er keine, glaube ich.", versicherte ihn Beni, doch hatte er sich um ehrlich zu sein gar keine Gedanken darüber gemacht. Er fand nur, dass er ihn unglaublich stark an Oscar erinnerte, weshalb er ihn zusammen mit ihm abmurkste, ohne Oscar wirklich darauf vorzubereiten. "Jetzt hast du auch eine perfekte Tarnung. Ich arbeite noch etwas an meiner, dann schließe ich mich dir an. Ich finde nämlich, dass wir auch die Universität besuchen sollten. Nicht nur, weil unser BITCH-Team mehr zusammen sein sollte, sondern auch...weil unsere Feinde hier herumlungern~."



      Er hatte keinen der Wächter erzählt wer eigentlich ihre genauen Feinde waren. Bis jetzt hatten sie es nicht einmal geschafft sich zusammenzutrommeln, da Janon einfach nicht erschienen war. Beni glaubte, dass er sich vor seiner wichtigen Verantwortung, Lord Korbos zu dienen, drückte. Aber Beni konnte solche Faulheit auf keinen Fall zulassen. Er musste unbedingt Erfolg haben, das Wiedersehen mit Lord Korbos war schon lange her.

      "Operation...Überzeug die anderen Bitch, damit wir nach Meridian reisen...ist noch nicht erfüllt und langsam geht uns die Zeit aus.", sagte Beni ziemlich ernst, während er sich auf eine Bank setzte. "Du hast mir versprochen, dass du mir hilfst...Also erwarte ich auch große Leistung von dir. Deswegen habe ich dir auch diesen Körper so schnell gegeben. Ich will, dass du ein freier Hund bist, mein Freund. Mit diesem Körper kannst du ein neues Leben starten und bist völlig frei von deinen Schulden. Heute müssen wir Janon und Liam überreden, um sich dann an die anderen Jungs ranzuschmeissen. Ich glaube in deinem neuen Körper bist du für großes bestimmt."



      Beni klang ein wenig wahnsinnig, wenn er so über seinen Plan sprach - er war es auch bestimmt. Wegen der Niederlage Janon nicht zu treffen schlief er ganz schlecht und bekam schreckliche Alpträume. Mal wieder von zerbrochenen Spiegeln und von einem Brief seines Geliebten, indem er schrieb, dass er gefeuert war und er mit diesem Kiri durchbrannte. Seitdem konnte er kaum noch schlafen, er war immer angespannt und auf Trab. So war es kein Wunder, dass er einen unschuldigen Mann aus dem Affekt umbrachte. In Benis Augen war dieser Kerl jedoch nicht unschuldig gewesen, er hatte ihn ganz stark provoziert.

      Verführerisch legte sich Beni auf die Bank und begann zu posieren. Um nicht sofort als Beni aufzufliegen, zerbrach er schweren Herzens den Zauber, der ihn größer machte und ihn ein wenig männlicher wirken ließ. Er musste 1 zu 1 wie Ineb aussehen und ihn nicht begegnen, um hier ein wenig herumzuschnüffeln. Seine Boscoform war zu groß, weshalb er sich mit dieser nur als Gast aufhalten könnte, was absolut schlecht wäre. Mit dieser Form wollte er sich Liam schnappen und ihn mit Janon endlich zu Rede zu stellen.

      "Photograph me like one of your french boys~.", hauchte er Oscar zu, der sein Smartphone in der Hand hielt. Er machte die schönsten Posen, um dieses Kleid sofort Lord Korbos zu zeigen. Er hoffte nur, dass er keine Fragen stellte, wieso er hier viel kleiner aussah. Korbos hatte bestimmt keine Ahnung, dass er extra für ihm ein Vergrößerungszauber benutzte. Schwungvoll hob er ein Bein hoch, damit das Bild vulgärer wurde.



      Während Beni sich fotografieren ließ und auch bei dem hundertsten Foto nicht zufrieden war, knallte plötzlich die Tür von der Sporthalle laut auf. Zwei große Kerle mit den schönsten Maid-Kleidern tauchten auf, auch wenn einer davon komplett mit Kirschkuchen bekleckert war.

      "Kacke...Alles wegen diesem Idioten. Ich hoffe der ist sich auch umziehen gegangen, mit dem bin ich noch nicht fertig. Ich reisse ihm seine Klappe auf und steck ihn mein Schwanz bis in seine Kehle hinein.", schnauzte Janon genervt, während er noch immer seinen Magen festhielt. Eigentlich wollte er eine Raucherpause machen, doch irgendwie wurde ihm so schwummrig, dass er es für keine gute Idee hielt - und das als Kettenraucher. Russell neben ihn war ziemlich ruhig, er merkte, dass mit Janon etwas nicht stimmte. Die Magieaura war ja auch gar nicht zu übersehen, wer zur Hölle hatte das gemacht? Jemand, der mit der Wut des Boxers nicht klar kam? Naja, Russell sollte demjenigen wohl danken. Wenn der Fluch nicht wäre hätte wohl Janon den Tyler mitten im Maidcafe durchgenommen, ohne an die Folgeschäden zu denken.

      Doch schnell wurde ihnen klar, dass sie hier nicht allein waren. Beni staunte und seine Augen begangen zu funkeln, was für ein Zufall! Janon kam einfach zu ihnen. Langsam machte er sein Bein wieder runter, dass er gerade in die Höhe gehoben hatte, sodass jeder seine Boxer sehen konnte.
      Doch Janon fixierte sich nicht auf Beni, sondern auf den, der sich einfach an seinen Spint lehnte. Moment mal...War sein Spint offen?

      "Der Kerl da scheint in dein Spint eingebrochen zu sein, Janon", sprach Russell die Gedanken seines Freundes laut aus. Man konnte schon von Weitem erkennen, dass Janons Spint komplett demoliert war. Er sah ganz genau zu diesem Mann, der sich an den Spint lehnte, doch wusste er nicht, wer er sein konnte.



      Wütend stampfte Janon zu dem Fremden, durch den Zorn wurde ihm nur schlechter, doch das war nun echt die Höhe!

      "DU MIESES ARSCHLOCH! WAS HAST DU AN MEINEN SACHEN VERLOREN?!", schrie er den Fremden an und ging flott an Beni vorbei. Grob griff er den Fremden an seine Schultern und knallte ihn ohne Gnade an den offenen Spint. Wer war das?! Einer von Tylers Freunden, der sich an ihn rächen wollte. "Sag mir sofort wer du bist!!" Janon wurde unkontrolliert lauter, irgendwie löste dieser Fremde in ihm einen so starken Zorn aus, den sogar Tyler nicht herauskitzeln konnte. Oder aber es war der letzte Tropfen, der gefehlt hatte, um die Wut in Janon wieder zu erwecken.

      Die Faust bereits erhoben, gefror Janon plötzlich in seiner Bewegung. Der Fluch, der ihm schon auf der Zunge lag, erstarb, und sein Mund blieb leicht geöffnet stehen, als er das Gesicht des Fremden zum ersten Mal wirklich wahrnahm.Er blickte in riesige, kugelrunde Augen und auf weiche, sanft gerötete Wangen. Der Kerl vor ihm war groß, überragte ihn aber nicht. Sein helles, fast schon aschblondes Haar umrahmte ein Gesicht, das so unschuldig aussah, dass es fast wehtat. Und diese Augen ... sie sahen ihn an wie ein verängstigter, süßer Welpe.
      Der Zorn in Janon verrauchte auf der Stelle und machte etwas völlig anderem Platz. Sein Griff um die Kleidung des Fremden lockerte sich kein Stück, doch dafür breitete sich ein raubtierhaftes Grinsen auf seinen Lippen aus. In seinen Augen flackerte ein loderndes Feuer der Neugier.

      „Wolltest du etwa meine Aufmerksamkeit erregen?“, schnurrte er tief. „Verdammt, das hast du gut hinbekommen, kleiner Welpe. Aber jetzt lasse ich dich erst wieder gehen, wenn wir uns ... näher gekommen sind.“Mit einem lauten Knall schlug Janon seine freie Hand neben dem Kopf des Blonden gegen das Metall des Spinds und schnitt ihm jeden Fluchtweg ab. Der Typ war durch und durch sein Beuteschema. Süß. Unschuldig. Und Janon war geradezu süchtig danach, genau solche Engelchen kennenzulernen – und sie im Handumdrehen ins Bett zu kriegen. Oder eben auf die Sportbank. Dann musste Travis BJ eben warten.



      Daraufhin beschloss Russell noch eine Rauchen zu gehen, schien so als sollte er ihn hier alleine lassen. Es war sowieso an der Zeit sich langsam um Travis zu kümmern, nicht dass er sich wieder mit anderen Kerlen anlegte - er wurde bei solchen Festen nur unberechenbar.
      Beni hingegen zeigte seinen Freund einen Daumen nach oben und flüsterte ihm leise "GOOD JOB!" zu! Jetzt musste Oscar ihm nur verraten wer er war und ihn von den BITCH überzeugen, aber dies überließ er getrost seinen besten Buddy.

      Er wollte gerade nach der Klinke greifen, da knallte die Tür auch schon mit voller Wucht auf und traf ihn hart an der Stirn. Mit einem japsenden Laut ging er zu Boden – was verdammt noch mal nur daran lag, dass er momentan so winzig war!Sich den Kopf reibend blickte er auf und traute seinen Augen kaum. Oh, das war ja der Wasserwächter. Und ... nanu? Sogar Zeth? Dass der auch zur Schule ging, war ihm völlig neu. Oder er hatte es schlichtweg vergessen.

      Da Tyler ihn nun sowieso bemerkt hatte, musste er improvisieren. Unschuldig wirken, das war der Plan. Einfach Inebs Masche kopieren. Es zahlte sich eben doch aus, dass er sich ein wenig über das Unileben informiert hatte. Dass diese Tipps eigentlich von Kiri stammten, würde er natürlich niemals laut zugeben.

      „Excuse-moi, Tyler“, säuselte er mit seiner unschuldigsten, süßesten Stimme.Erst jetzt bemerkte er den Zustand des anderen. Tyler war vollkommen verdreckt. Was zur Hölle ging denn bei ihm ab? War er gerade dabei, sich umzuziehen? Ha! Da servierte sich die perfekte Ausrede ja quasi von selbst.

      „Da du so schmutzig geworden bist, wollte ich unbedingt für dich einspringen und dir bei dieser Maid-Sache helfen. Ich habe gehört, dass das ziemlich anstrengend war.“, log er, dass sich die Balken bogen. In Wahrheit hatte er keinen blassen Schimmer, was vorgefallen war. Tyler sah mit seinen geröteten Augen eher so aus, als hätte man ihn ordentlich vermöbelt.



      „Soll ich dir vielleicht beim Saubermachen helfen~?“, fragte er nun mit einem verruchten, flirty Tonfall, während er noch immer vor ihm auf dem Boden kniete. „Ich bin sehr gut im Saubermachen ...~ Aber das weißt du ja.“ Er warf ihm ein verführerisches Zwinkern zu. Er war fest davon überzeugt, dass Tyler und Ineb genau diese Art von Beziehung führten – genau das, was er sich selbst bei den BITCH erhoffte. Voller Sex und zügelloser Leidenschaft. „Wir können dich auch zusammen mit Zeth zu dritt saubermachen. Gar kein Problem. Ich teile dich gerne mit anderen!“
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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