The crazy journey of a chaotic cursed witch ( Taru & Kiimesca )

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Salina

      Alle waren sich mal wieder einig gewesen, gemeinsam den Auftrag mit dem Untoten in der Krypta zu erledigen. Natürlich hätten sie sich auch aufteilen können, da Salina felsenfest davon überzeugt schien, den Störenfried selbst spielend zu beseitigen. Aber man konnte ja nie wissen.
      Neben dem Friedhof fanden sie den Zugang zur Krypta. Ein kleines Steinhaus mit einem großen Eisengittertor, das quietschend auf ging und den Weg zu einer steilen Treppe tief nach unten frei gab. Es gab Fackeln an den Wänden, die aber nicht brannten. Normalerweiser wurden diese auch erst entzündet, wenn man in diese hinabstieg. Seit dem Untonen aber traute sich niemand mehr in die Krypta. Also mussten sie selbst für Licht sorgen.
      Marie hielt eine magische Lampe. Auch ein äußerst hilfreicher Gegenstand, der Licht spendete und kein Öl oder sonst was benötigte. Nur das Leuchtmittel müsste irgendwann mal ausgetauscht werden, sofern es sich nicht aufladen ließ.
      Salina hielt ihren Stab vor sich. Er war etwa genausolang wie sie groß war. Nur der Hut ließ sie größer wirken. Die Kristalle in ihrem Stab fingen an zu leuchten, und das alleine sorgte schon fast für genug Licht, um alles in der Umgebung zu erhellen. Sie hatte zudem noch einen Kristall aus ihrem Hut geholt und ihn Sylph gegeben, damit sie auch leuchten konnte.
      Der Weg nach unten war staubig. Ew war dunkel, kühl und roch etwas muffig.
      "Viel frische Luft kommt hier wohl nicht rein ...", murrte Salina und schniefte kurz. Jedenfalls war es nicht der Geruch von Toten. Morsches und altes Holz, feuchte Wände, rostiges Metall, alle diese Dinge mischten sich mit Stein und Staub. Spinnenweben hingen in einigen Ecken. Einmal schimmerte ein fetter Hinterleib einer Grabspinne im Schein der Lichter. Diese waren etwa Faustgroß und pech schwarz mit roten Knopfaugen. Zumindestens waren diese friedlich und ungefährlich.
      Unten angekommen traten sie in eine kleine Halle mit einigen Gegenständen und regalartigen Kammern in den Seitenwänden, in denen irgendwelche kleinen Behälter, Teller und sonst was lagen. Auch Brennmaterial. Weiter hinten eine Tür mit Gitterfenster. Mit einem Riegel konnte man diese öffnen, was ebenfalls ein wenig quietschte. Dann eröffnete sich ihnen die Krypta. Salina spähte hinein und pfiff kurz. "Uii, die ist größer als gedacht. Man kann das Ende vom Gang nicht sehen. Aber dort hinten verzweigt es sich schon."
      Sicher war die Krypta ein Stück unterm Wald und unter Friedhof verbaut. Vielleicht sogar bis zur Kirche?
      Sie gingen ein Stück weiter. Tatsächlich eine Kreuzung. Es ging geradeaus weiter, nach links zu einer weiteren Treppe, und nach rechts weiter auf dieser Ebene. Es gab also noch eine zweite Ebene unter der Ersten, oder es war nur eine tiefergelegte Abteilung. Das würde sich zeigen. Ihnrn blieb nichts anderes übrig, als die ganze Krypta nach dem Untoten abzusuchen.
      Immer wieder fanden sie Nieschen an den Wänden, wo Urnen oder Särge drinnen lagen. Hier schliefen die Toten. Einiges war bereits kaputt. Womöglich hat der Störenfried hier gewütet. Schleifspuren und Fußabdrücke am Boden bezeugten, das es noch nicht lange her war.
      "HUUHUUUUU, UNTOTER! BIST DU DA?", schrie Salina plötzlich los, und zerriss die Stille, die bisher nur Geräusche ihrer Bewegungen hallen lassen hatte. Alice fragte, ob das nötig wäre. Sie schien wohl nicht ganz angetan davon zu sein, und hatte sich eine Krypta wohl anders vorgestellt.
      Salina kicherte. "Natürlich. Irgendwie müssen wir ihn ja finden. Vielleicht lässt er sich herlocken."
      Geräusche ertönten, und alle starrten gebannt in den finseren Gang, der das Licht schluckte. "Ich glaube, da kommt was.", meinte Salina. Dabei schien sie nicht mal Angst zu haben. Lag wohl daran, das Untote schon öfters zum Kloputzen beim Hexenhaus verflucht wurden. Für sie also nichts neues. Aber die Geräusche waren nicht das Schlurfen oder Staksen eines Untoten. Es klang zu tippelig und Raschelnd.
      RATTEN! Kryptaratten. Diese Nagebiester nisteten sich öfters mal ein, und mussten mühselig beseitigt werden. Diese Krypta hatte wohl seit Neustem auch einen Befall. Diese Viecher waren auch nicht gerade klein, wie dicke Katzen, und brachten schon das ein oder andere Kilo auf die Wage. Ihre Zähne waren lang und spitz, scharfkantig, konnten mühelos Knochen durchbeissen. Man musste sich diesen Biestern mit Vorsicht nähern. Und jetzt schossen einige von ihnen hervor, quiekten und fauchten, als sie die Gruppe erspähten.
      Salina wich zurück, der Rest auch. Das sah nach Ärger aus. Da kamen sicher 20 oder 30 Stück aus dem Gang hervor.
      "Verflucht, ich glaube, wir können eine Ebene tiefer gehen. Wäre der Untote hier oben, wären die Ratten nicht da."
      Die Aussage brachte aber nichts, da die Biester ihnen nachsetzen würden. Oder den Rückweg versperren würden. Also mussten sie diese zuerst vertreiben oder gänzlich auslöschen. Ob dafür ne Entschädigung möglich wäre?
      Salina fuchtelte mit ihrem Stab und beschwor ein paar dunkle Feuerkugeln, die auf die Ratten einhagelten. Zwei entlammten, und wanden sich kreischend, ein paar wichen aus ober bekamen nur ein wenig versenktes Fell. Gestank breitete sich aus. Das machte die Ratten nur noch wütender. "Ups, hihihi..."
      Man hätte auch mit Steinen auf ein Wespennest werfen können, um herauszufinden, ob die Wespen angreifen oder friedlich weiter machen.
      Ein Sarg rutschte aus der Wand und krachte zu Boden, entblößte einen verscnürrten Inhalt. Da wurde wohl mal ein Anwohner in Laken verschürrten und eingelagert. Hinten an den Wänden weitere Ratten, die aus einem Loch in der Wand kamen. Da hatten diese sich wohl durchgegraben bis in die Krypta, und weitere Geheimwege geschaffen. Irgendwo im Wald gab es sicher einen Bau, der bis in die Krypta führete. Das müsste der Pastor dann aber als neuen Quest ansetzen, oder sich selbst darum kümmern, diesen auszuräucher. Jedenfalls wurden es immer mehr Ratten. Sylph legte bereits mit ihren Waffen los, und versuchte wohl umzusetzen, was Marie gesagt hatte. Das endete damit, das ihre Chakrams diesesmal nutzlos im Gang von Wand zu Wand hin und her schepperte und dann wieder zurückkam. Ergebnis: 0 Tote Ratten - 15 - 20 Schnittfurchen in den Steinwänden. Darunter zwei zerstörte Urnen, dessen Asche sich gerade verteilte und ein aufgeschlitzter Sarg, aus dem jetzt ein Knochen baumelte.
      Die Frage war erkennbar. Gegen wen kämpfte Sylph eigentlich? Versuchte sie der Kirche zu schaden, und half beim Zerstören der Grabstätte? Vielleicht könnten sie es ja auf den Untoten schieben.
      Salina fluchte und stampfte mit einem Fuß auf, wandte sich Marie zu. "MARIE! Das ist doch zum kotzen. Wie soll man denn so kämpfen? Da muss mehr Energie rein. Mehr Energie! Sylph? Die Ratten oder wir. Gib einfach alles!", meinte Salina dann noch zur Elfe, die gerade eine Ratte wegkickte.
      Salina richtete wieder ihren Stab auf die Biester. "Okay, jetzt wird gegrillt. BUSCHFEUER!"
      Es donnerte wie beim Blitzeinschlag, was in der engen Krypta gleich noch viel heftiger rüber kam. Staub wurde von den Wänden geklopft, als mehrere schwarze Blitze flächendeckend in die Rattenströme einschlugen. Mehrere Ratten wurden erwischt, und platzen förmlich. Kurz hielten die Biester wegen dem lauten Donnerknall inne, aber wurden dadurch noch wütender als zuvor. Sie würden jetzt vermutlich ihre Leben geben, um ihrer Nestmutter Leben zu beschützen.
      Salina lachte. "HAHAHA, weg mit euch, ihre widerlichen Kreaturen ..."

      Draußen vor der Krypta hatten sich der Pastor und ein paar Dorfbewohner versammelt. Schnelle hatte es sich herumgesprochen, das Wagemutige Abenteurer sich hinabwagten, um das Ärgernis zu beseitigen.
      Sie standen zum Teil bewaffnet vor dem Zugang und spähten hinein. Das Pastor stand mit dem Rücken zum Eingang und sprach gerade zu den Anwohnern. Merkwürdige Geräusche ertönten aus der Tiefe, und alle wandte sich dem Eingang zu, spähte gebannt hinein.
      "Was treiben die da unten?", fragte der Pastor, und die Antwort kam sofort. Ein lauter KAAA-Rumms und eine Luftwelle und ein paar Fledermäuse schossen mit einer Staubwolke aus der Krypta hervor und pusteten den Pastor und die Leute um, die nun erschrocken auf dem Boden saßen.
      Ein Anwohner versuchte die Frage dann zu beantworten.
      "V-vielleicht kämpfen sie gerade mit dem Untoten?" Der Pastor malte ein Kreuz an die Brust und murmelte ein Gebet dazu. "Mögen sie erfolgreich sein ..."
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    • Marie

      Einfach so in einer Krypta herumzubrüllen war nicht gerade taktvoll. Vielleicht würde sie damit noch andere Untote erwecken, die ihre Ruhe haben wollten.
      "War das.. wirklich notwendig...?", sprach Alice ihren Gedanken aus, doch Salina zeigte nicht den geringsten Funken Einsicht. Warum auch.
      Eine Antwort folgte schon bald. Angespannt versuchte Marie etwas zu erkennen und sah dann augenrollend zu Salina. Ach, glaubte sie wirklich das da war kam? Was für ein Geistesblitz. Noch so eine Idiotin könnte sie nicht ertragen und hoffte, dass Omen nicht so war.
      Als sich jedoch die Ratten zeigte, quiekte Alice kurz, sprang beiseite und hielt sich auf einem Bein stehend an Marie fest. Das der Untote wohl nicht hier war, war kein wirklicher Trost.
      Beide bekamen jedoch ein wenig Panik, als Salina begann ihren Stab zu schwingen. Und wie befürchtet, kam nichts gutes dabei raus!
      Noch mehr Ratten strömten aus ihren Löchern, aber für einen Flächenangriff war nicht genug Platz. Sie alle einzeln mit dem Schwerz zu töten würde ewig dauern. Vielleicht könnte Alice sie einfach einfrieren? Denn Sylph konnte auch nicht viel ausrichten. Es war einfach zu eng!!
      Salina sah das Problem allerdings nicht im Platzmangel, sondern im Energiemangel. Bevor Marie jedoch etwas dagegen sagen konnte, legte die Hexe schon los. Das war nicht gut. Ganz und gar nicht gut. Marie musste sich wieder bemühen ihre Prinzessin vor ihren Kameraden zu beschützen.
      Sylph hörte auch sofort auf 'ihre Meisterin' und dachte gar nicht weiter darüber nach, als sie anfing ernst zu machen.

      Alice musste aufgrund der dicken Staubwolke husten und hielt sich den Arm vor Nase und Mund, während Marie versuchte die Chakrams der Elfe im Auge zu behalten und sie mit ihrem Schild von ihnen fernzuhalten. Sie wusste nicht wie, aber so unkoordiniert wie sie durch die Gänge flogen war es beeindruckend, dass sie am Ende immer wieder in Sylphiette's Händen landeten. Nur um dann erneut geworfen zu werden. Wie eine Kreissäge rollten sie über den Boden und zerteilten sowohl quiekende Ratten, die noch nicht verkokelt waren, als auch die bereits leblosen Körper. Ein blutiges Massaker über das sich der Pastor mit Sicherheit nicht freuen würde. Nicht nur, weil er den ganzen Dreck beseitigen müsste, sondern auch, weil Sylphiette zuvor nicht nur die Wände, sondern auch einige Särge beschädigt hatte. Eine Bezahlung könnten sie sich also wahrscheinlich abschminken. Wobei Salina dem Pastor vermutlich sogar aufbinden könnte, dass es der Untote war. Den sie noch nicht einmal bekämpft hatten! Marie musste die beiden davon überzeugen, ihn ihr zu überlassen. So könnte sie den Schaden immerhin etwas dezimieren.

      Als es ruhiger wurde, atmete Marie erleichtert auf. Sylphiette sah sich nach überlebenden Ratten um, doch zwischen all dem Staub, Qualm, Blut und Asche gab es nicht das kleinste Zucken.
      Mit einem triumphierenden Grinsen sah sie zur Hexe, als wäre sie ernsthaft Stolz auf ihre Arbeit. Die anderen beiden Damen tauschten eher besorgte Blicke aus, ehe Marie's Schild wieder im magischen Rucksack verschwand. Sie brauchten unbedingt einen Plan B, falls die Bardin in einem der chaotischen Kämpfe wirklich zu Tode kommen sollte. Sie könnten dann wohl einfach die Prinzessinnen-karte spielen und alles auf die anderen beiden schieben. Das wäre nicht die schönste Lösung, aber eine Lösung. Vor Monstern mussten sie deutlich weniger Angst haben.
      "Okay... dann lasst uns schnell nach unten gehen und den Untoten suchen..." Bevor noch mehr Ratten oder anderes Ungeziefer auftauchten und die Krypta am Ende möglicherweise noch einstürzte.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Salina

      Der Kampf gegen die Ratten wurde schneller beendet, als sie alle vermutetet hatten. Es staubte heftig, denn hier unten gab es viel Staub. Reingeweht durch den Eingang, aber vermutlich auch durch marodes Mauerwerk und dem ein oder anderen Sarg. Hoffentlich keine Totenasche. Wer wollte sowas schon einatmen?
      Sylphiette stöberte noch in dem blutigen Rattensumpf umher, fand aber nichts, was sich noch von selbst bewegen könnte, und grinste zufrieden zu Salina. Diese wiederum grinste zurück und hob einen Daumen. "Perfekt.", war ihre Aussage dazu, was Sylph wohl als kleines Lob anerkannte. Die Elfe war jedenfalls nach der Arbeit gut gelaunt, und Salina ebenso. Sie begutachtete ihr Werk, und bestätigte mal wieder sich selbst, in ihrer glanzvollen und guten Arbeitsweise.
      Hatte ja bisher auch immer geklappt. Und die Prinzessin? Gut abgeschirmt von ihrer Leibwächterin Marie. Beide wohlauf.
      "Keine Sorge, Prinzessin. Wir sorgen schon dafür, das du heile wieder nachhause kommst, hehe." Marie schien das eher skeptisch zu sehen. Warum auch immer. Stimmt ja. Meinte sie nicht mal, man sollte etwas vorsichtiger sein? Ob sie das nochmal wiederholen könnte? Salina schien das schon wieder zu vergessen.
      Schließlich meinte Marie, das sie dann besser weiter runter in die Krypta gehen sollten, um endlich den Untoten zu erledigen. Salina stimmte zu. Was gabs hier auch noch groß zu tun?
      Sie begaben sich zurück zum Zugang in die tiefere Ebene und stiegen die Treppe hinab. Hier unten schien es noch muffiger zu sein. Und irgendwie unheimlicher. Viele verwinkelte Ecken und Nieschen schafften ein wundervolles und gespenstisches Schattenspiel. Es würde vermutlich gar nicht mehr auffallen, sollte der Untote in einer Ecke stehen und sich bewegen. Es hätte auch nur ein Schatten sein können.
      Sargophage standen rum, und machten die durchaus größeren Räume wieder kleiner. Es war kaum Platz, um zwischen ihnen hindurchzugehen.
      "Unübersichtlich hier ...", sprach Salina, leiser als gedacht, aber noch kein Flüstern.
      Durch eine schwere Tür, die sich quietschend öffnete, gelangen sie in längere Gänge, die sich rasch verzweigten.
      "Ohje, größer als gedacht. Drei Gänge vor uns. Wobei .... direkt nach vorn schein ein weiterer Raum zu sein. Ich kann das Schimmern der Tür sehen. Links und rechts gehts zu tief weiter. Der Lichtschein reicht nicht aus."
      Also begutachteten sie zuerst den Raum vor ihnen. Die Tür stand halb offen. Kratzspuren, die frisch waren, zierten die Knlinke. Offenbar der Untote. Er musste hier auferstanden sein.
      "HALLOOOO ZOMBIEEEE?", rief Salina plötzlich los, zerriss die Stille und scxhaffte es, das Alice ein quietschen von sich gab, und Marie Salina grimmig anfunkelte. Ihr Blick deutete wohl an: Mach das nochmal, und du bist T-H-O-T ... Thhhooot.
      Nichts. Hier war es ansonsten ganz still. Sie sahen sich um. Der Raum war übersichtlich. Zwei Sargophage mittig, mehrere Sargnieschen in den Wänden, fast alle belegt. Dazu Urnun, Grabbeilagen.
      Ein Sargophag war offen. Der steinerne Deckel lag schräg angelehnt neben diesem.
      "Hier muss der Halunke rausgekrochen sein. Zeit, ihn wieder einzubuchten." Salina drehte sich allen zu. "Ok, vielleicht sollten wir uns trennen. Zwei Gänge liegen vor uns. In einem muss zweifelsfrei der Untote sein. Haut ihm einfach den Kopf ab, und er wird harmlos. Vertraut mir. Ich kenn mich aus mit Untoten. Gihiiii."
      Was für eine gloreiche Idee. Einfach mal trennen. Irgendwo rennt ein Untoter rum, der harmlos wird, wenn man ihm den Kopf von den Schultern schubst. Na, wenns weiter nichts ist?
      Letztenendes mussten sie sich aber beeilen. Und so trennten sie sich auf. Alice und Marie nach Links. Ohne Zweifel führte die Krypta sicher bis unter den Wald.
      Salina und Sylphiette begaben sich nach rechts. Vermutlich führte sie dort bis unter die Kirche.

      Salina und Sylphs Weg

      Sie schlichen ein Stück weit durch einen langen Gang und kamen dann an mehrere Räumlichkeiten, die am Ende angrenzten. Und dort war er, der Untote. Sie hatten das Pech ... oder das Glück, diesen gefunden zu haben.
      "HAAA, da ist er ja. Sylph? Jetzt kannst du was lernen. Den machen wir im Handumdrehen fertig. Ich lenk ihn ab, und du schneidest ihm den Kopf runter. Tu ihn dann in diesen Beutel." Sie reichte Sylph einen Stoffbeutel.
      Dann schlichen sie ein paar Schritte weiter auf ihn zu. Plötzlich hielt er seine Hände an die Ohren, und vollzog einen gequälten Schrei.
      "OOOhhhuuuhuhuhuooooohhuuuouohh .... AUFHÖREN .... uuuuhuhuhuuuuu...... das hält man ja im Tod nicht aus ...."
      Salina sah skeptisch zu dem Untoten, der wackelig in der Ecke stand und sich windete.
      "Hmmm? Was ist denn mit dem los? HEE, heee, Untoter. Ja, hier sind wir. Ja genau .... so, und jetzt da du uns siehst, beantworte mir doch mal eine Frage: Warum bist du auferstanden? Und gehst du freiwillig zurück, oder muss ich nachhelfen?"
      "Das sind zwei Fragen, du dumme Nuss.", knurrte der Untote genervt, aber er beantwortete diese.
      "UUhhhhh, es begann vor einiger Zeit. Seltsame Dinge scheinen hier im Ort zu geschehen. Selbst die Ratten sind alle in die Krypta geflohen. Das alleine ist ja nicht so wild, aber ich bin erst kürzlich verstorben, und meine Seele hat noch Restspuren in diesem Körper. Leider schaffte ich es nicht, mich gänzlich zu trennen, wegen ... ooohhhhuuuuu, ... dieser Störung. Diese grässlichen .... GERÄUSCHE!"
      Der Untote jammerte. Aber Salina war nun klar, worum es ging. Irgendwas störte die Totenruhe dieses Mannes. Salina fragte sich, was es war. Der Untote meinte, das es hierher käme. Aus der Kirche. Sie war hier mit der Krypta verbunden. Salina horchte.
      "Hmmmmm, ich höre nichts. Bist du dir sicher?"
      Der Untote nickte. "Jaaaahhhh, ich bin mir sicher. Es trifft einen plötzlich und unerwartet. Wie ein Glockenschlag bei stiller Nacht."
      Salina grübelte. Sie überlegte intensiver, während Sylphiette darauf wartete, was sie jetzt machen sollte.
      "HA, ich habs. Gab es da nicht den Auftrag der Glockenreinigung? Vielleicht macht die wegen dem Schmutz so krumme Töne?", sprach sie grinsend uns Sylph überlegte auch, hatte aber nicht viel Ahnung von solchen Dingen. Aber es könnte schon so sein. Immerhin sprach der Untote inetwa von sowas.
      "Ok, Untoter, hier mein Deal mit dir. Bevor ich dich mit meiner nekromantischen Magie zwingen muss, gehst du freiwillig zurück in den Sarg. Und du bleibst da drin. Und wir .... kümmern uns um die Störung. Danach kannst du in Ruhe deinen Körper verlassen. Na, ist das was?"
      Der Untote starrte Salina aus dunkel Augenhöhlen an. Dann fiel ihm der Kiefer ab. "F-ferfeihung, daff iff mir noff nie paffiert ... aber wir hafen einen Affkommen .... "
      "Sehr gut, untoter. Missachtetst du es, werde ich dich als untoten Toilettenputzer 6 Monate an die örtlichen Donnerbalken binden, hast du das kapiert? Und jetzt abmarsch. Bist du in 5 Minuten nicht wieder unterm Deckel, ist das nächste halbe Totenjahrr der Beschissenste, was du je erleben wirst."
      Jammernd wackelte der Untote durch den Gang zur mittleren Halle zurück. Salina sagte noch, falls er zwei Damen trifft, er soll von ihr grüßen. Sie sollen zur Kirche kommen, aber oberhalb. Sie und Sylph würden von unten in die Kirche gehen.
      Puhh, das war geschafft. Leichter als gedacht. Und einen weiteren Auftrag könnten sie auch erfüllen. Erstmal den Geheimgang hoch. Hier war eine Treppe. Über dem Türsturz hing ein Kreuz. Es wies auf die Kirche hin.
      "Komm Sylph, zeit in die Kirche zu gehen, hihihi."

      Tatsächlich kamen sie hinterm Beichtstuhl aus einer Wand heraus. Ein Gemälde zierte diese, welches sich wie eine Schiebetür öffnen ließ. Kaum offen und hinausgetreten, hörten sie Stimmen. Eine alt klingende, und eine äußerst angenehme, weibliche Stimme, die fast himmlisch im Altarraum hallte. Vorsichtig spähten sie und Sylph um den Beichtstuhl und erspähten zwei Personen.
      "Hmmm? Ist das nicht Omen? Was macht sie hier?", fragte Salina flüsternd. Sylph wusste die Antwort nicht.
      Die Bardin unterhielt sich mit einer alten Frau, die ganz klappering auf den Beinen stand und zitterte. War das auch ein Zombie? Nein, nur eine alte Schachtel, die jammerte.
      "Ohhh welch Grausamkeit ... OHHH HERR ....erbarme dich ...", betete sie förmlich zum Altar, während sie sich abwandte um die Kirche zu verlassen.
      Omen half der Dame, wo sie konnte, bekundete den Schmerz des Verlustet ihrer Enkelin, und das sie nur zu gern noch einmal das Lied gesungen hat, das sie so gern mochte. Die Omi fing schon fast an zu heulen und machte ein paar garstige Gesten. Wusste Omen ja nicht, das es sein Gesang war, vor dem die Alte Erbarmen verlangte. ( und den Untoten aus dem Grab trieb ...*HUST*)
      Das war nämlich hier sein Auftrag gewesen. Die Frau hatte ihn angeheuert, für ein paar Taler das Lied ihrer Enkelin zum Gebet in der Kirche erhallen zu lassen.
      Aber das wussten die beiden nicht. Salina kamen fast die Tränen.
      "So eine nette Bardin, buhuhuuuuu..... und sie wird uns von jetzt an begleiten, Sylph. Stören wir besser nicht. Wir warten hier auf die anderen, und kümmern uns dann um die Reinigung der Glocke. Gehst du kurz raus, und holst den Pastor? Ich würde gern den Auftrag annehmen."
      Kaum waren Omen und Oma fort, wagten sie sich vor und sahen sich um. Ein edles Gemäuer. Keine Riesenkirche, aber Platz für 100 Leute gab es sicher.
      Sie nahm vorn in der ersten Reihe platz, und machte es sich gemütlich, während sie wartete. Sie kramte in ihrem Hut ein Haushaltsbuch hervor, in denen magische Reinigungszauber und Rituale niedergeschrieben und erklärt wurden. Da war sicher auch was gegen schiefe Töne in Kirchenglocken drin.
      Kurz darauf kamen Sylph und der Pastor. Aber Alice und Marie fehlten noch. Offenbar brauchten sie noch einen Moment. Gut, der Weg war ja auch weiter.


      Alice und Maries Weg

      Am anderen Ende des Gangen erwartet sie eine Überraschung. Eine grausame .... eine furchtbare ... wieder .... vielbeinige ....
      EINE GRAUE GRABMUTER! ( von der der Paster nichts erwähnt hatte, weil jeder, der den Auftrag annehmen sollte, vor Angst floh und dem Pastor einen Vogel zeigte. Das wäre nur was für Helden. Und die waren gerade Mangelware. Und deshalb dachte sich der Pastor den Untoten aus, ( dabei lief da unten wirklich einer rum *kicherkicher* ) damit überhaupt wer runter in die Krypta ging, und dieses .... Spinnending beseitigte. Zwei Messdiener hatte sie sich schon geholt. Wenn das erstmal in Oxwood bekannt werden würde ......
      Und kaum waren Alice und Marie im Raum, knallte die Tür zu und wurden von Spinnenweben verklebt. Ein Fauchen und Zischen seltsamer Art hallte von der Decke, an der ein fetter Spinnenarasch in der Dunkelheit an der Decke klebte. Acht lange Beine zuckten und glühende grüne Augen spähten aus der Dunkelheit hervor und sahen: FRISCHFLEISCH!

      Salinas kurzes Buch der Information:
      Eine Graue Grabmutter ist eine uralte und seltene Spinnenart in Übergröße. Ihre Körper sind so groß wie Pferde und mit ihren langen Beinen erreichen sie bis zu 10 m Durchmesser. Sie sind äußerst gefährlich und wiederstandsfähig. Sie nisten sich gern in Kryptren und Grabstätten ein, aber auch in finsteren Höhlen. Sie lieben Leichenfleisch, aber noch mehr das von Lebenden.
      Greife sie niemals alleine an! Wo eine Mutter ist, sind Kinder meist nicht fern.
      Besiegst du sie hingegen, so kannst du ihre Smaragdaugen sammeln. Sie sind der Beweis, eine Graue Grabmutter getötet zu haben. Pro Auge gibt es 100 Goldstücke. Zudem lauert ein Heldenpunkt für denjenigen, der sie tötete.
      Ihr Schwachpunkt ist der Bauch bereich. Man muss sie daher von unten angreifen. Der Rest vom Körper ist nahezu Immun gegen Magie und physische Angriffe. Außerdem spuckt sie Klebrige Netze, um ihre Angreifer Handlungsunfähig zu machen.
      Viel Spaß
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    • Marie

      Salina konnte einem echt die Nerven rauben. Die Gruppe - jedenfalls die vernünftige Hälfte - war ohnehin schon angespannt. Als sie plötzlich los brüllte, hätte Marie ihr dafür am liebsten eine Ohrfeige verpasst. Was war kaputt bei der in der Birne? Mit ihrem Geschrei hatte sie vorhin schon nur Unheil angelockt.
      Dieses Mal blieb es zum Glück ruhig. Ein offener Sarkophag verriet zumindest, dass es hier wirklich irgendwo einen Untoten gab. Nicht, dass sie dem Priester nicht geglaubt hätte. Diesen galt es nun jedoch zu finden und der Vorschlag sich aufzuteilen, kam Marie ziemlich Recht. In Zukunft würde sie solche Quests lieber meiden. Tote sollten nicht herumirren.
      "Gut, alles klar...", meinte sie auf Salina's hilfreichen Tipps zur Bekämpfung von Untoten, doch auf den Gedanken wäre sie auch selbst gekommen.

      "Es wird wohl schwieriger Omen bei uns zu behalten, als sie zu beschützen...", murmelte Marie, als sie ein gutes Stück in den Gang hineingegangen waren.
      "Vielleicht.. wird es besser?" Das konnten beide zumindest nur hoffen. Seufzend führte die Schildmaid die beiden durch den Gang, bis sie in einen großen, dunklen Raum kamen. Die Tür fiel scheppernd zu und wirbelte Staub auf, der Alice zum Husten brachte. Marie nutzte die Magie der Lampe, um das Licht zu verstärken und den gesamten Raum zu erhellen, woraufhin Alice kurz kreischte und an ihren Arm klammerte. Was für eine gigantische Spinne!!
      "Shield! Rampart!", reagierte Marie schnell auf die klebrigen Netzballen, die auf sie zuflogen, um ihren Schild zu beschwören und im gleichen Atemzug zu vergrößern.
      Mit ihrer Stabaxt Ter'securis könnte sie Erdmagie nutzen, was ihnen einen Vorteil bringen würde, aber im Gegensatz zu gewissen anderen Personen, die an dieser Stelle nicht namentlich erwähnt werden, wollte sie die Krypta ganz lassen. Also Blitzmagie?
      Ihr Schild war jedenfalls verklebt, also musste sie den Kampf schleunigst beenden.
      "Fulgur'astam. Thunderbolt!"
      Der Blitzschlag traf die graue Grabmutter genau am Kopf, doch er schien kaum eine Wirkung zu zeigen. Stattdessen hörten sie das leise Zischen ihrer 'kleinen' Babys, dessen Augen überall zu funkeln begannen.
      "Alice? Versuch es mal auf deren Art...", meinte sie etwas beunruhigt, woraufhin Alice sie kurz fragend ansah. Auf deren Art? Also mit voller Kraft?
      "O-okay.." Sie könnte sie einfrieren, aber das würde sie nur kurzzeitig aufhalten. Was würden Salina und Sylphiette tun? Eindeutig: Sie aus allen Richtungen mit Eiszapfen bombardieren.
      "R... rising icicle bomb!!" Für so eine Attacke hatte sie keinen richtigen Zauberspruch, aber das klang doch ganz passend, oder nicht? Und vielleicht bewirkte der ja irgendwas..
      Das Schlachtfeld verwandelte sich tatsächlich, als wären die beiden Chaoten anwesend. Alice hatte - wie Marie sagte - all ihr Mana in diesen einen Angriff gesteckt. Und vielleicht auch, weil sie panische Angst vor diesen Krabbelviechern hatte.
      Gefährliche Eiszapfen schossen aus allen Wänden, der Decke und dem Fußboden. Der Vorteil war, das sich das Eis oberhalb bildete und so wenigstens nicht den ganzen Raum zerfetzte. Doch Marie musste mit ihrem Speer einen Eiszapfen zerstören, der sonst auf sie gefallen wäre. Es sah wirklich so aus, als würde Alice den beiden Konkurrenz machen.
      Am Ende war der ganze Raum eine wahre Eiskammer. Es gab kein Durchkommen in diesem Labyrinth aus Eis und die Grabmutter, sowie ihre Babys wurden nicht nur von einem Eiszapfen erfolgreich aufgespießt. Hätten sie nicht mit dem Rücken an der Tür gestanden, wären sie vermutlich ebenfalls hops gegangen.
      "Das.. bleibt unser Geheimnis...", meinte Marie etwas sprachlos und sah zu Alice, die nun völlig erschöpft zusammenbrach. Das war noch ein Unterschied zu den anderen beiden. Ihre Manaressourcen schienen beängstigend unbegrenzt zu sein.
      Mit einem Manatrank versuchte sie die Prinzessin wieder etwas aufzupäppeln. Vorsichtig legte sie sie auf eine Decke aus dem magischen Rucksack und wickelte sie gut ein. Dann kletterte sie durch den Eisgarten. Bei solchen Monstern sollte man immer einen Beweis mitnehmen. Den ganzen Kopf würde sie aber nicht mitnehmen. Die Augen sollten reichen.
      Ein wenig angewidert kletterte sie zum Kopf hinauf und hebelte die Teile aus ihrem Kopf. Die fühlten sich an wie echte Edelsteine. Also vielleicht sogar was wert.

      Alice brauchte noch einen Moment um sich zu erholen, doch als sie einigermaßen fit war, ließ sie das Eis verschwinden. Bloß keine Spuren hinterlassen... Das war sicher genug Eis um die Kammer zu fluten, wäre es auf natürliche Weise geschmolzen.
      Marie stützte ihre Freundin auf dem Weg zurück. Hier war Endstation, also mussten sie den anderen Weg gehen. Da kam ihnen auch schon der Untote entgegen. Wie.. Er hatte die beiden doch nicht etwa besiegt, oder?
      "Wo sind Salina und Sylphiette?!", forderte sie eine Antwort von ihm und beschwor ihre Axt, die sie auf den Untoten richtete. Der fuchtelte allerdings wild mit seinen Händen rum.
      "Ahhh... die Hexe... ja, die wartet in der Kirche auf euch...", antwortete er. Hatte Salina ihn irgendwie verflucht? Armer Kerl.
      "Ich leg mich dann wieder hin.."
      Täuschte es oder wirkte er ein wenig eingeschüchtert? Egal.
      Die beiden machten sich auf den Weg um die Krypta zu verlassen und die beiden in der Kirche zu treffen.



      Sylphiette

      Für die Elfe gab es nicht viel zutun. Der Untote war eigentlich harmlos. Sehr freundlich! Das zauberte Sylphiette ein breites Lächeln ins Gesicht. Kämpfen mussten sie also nicht.
      Salina versprach ihm, dass sie sich um die störenden Geräusche kümmern würden, die seinen Frieden störten. Sonst könnte er wohl irgendwann Gesellschaft bekommen und eine Party steigen lassen.
      Überrascht war sie allerdings auch, als sie einen Weg in die Kirche fanden und dort Omen sahen. Ihre Augen funkelten beim Anblick ihrer neuen Begleitung, die so herzensgut erschien.
      "Ja!" Salina's Wunsch (Befehl) war ihr Befehl. Also huschte die Elfe flink davon, um den Pastor zu informieren. Das Problem mit dem Untoten wäre beseitigt und sie würden gern den Auftrag für die Reinigung übernehmen. Der Pastor schien etwas verwundert zu sein, was Sylphiette sowieso nicht mitbekam. Sie ging auch schon los, um zu Salina und bald auch den anderen zustoßen.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Salina

      Sylph hatten den Pastor schnell gefunden. Er stand oben vor dem Zugang zur Krypta, zusammen mit einigen Dorfbewohnern, die irgendwie verängstigt und ratlos wirkten. Der Pastor hatte ein paar Worte zu ihnen gesagt, und Segen ausgesprochen, was diese wohlwollend aufnahmen.
      Sowohl die Bestatteten, oder jene, die dort bestattet werden sollten, würden bald wieder in Frieden ruhen können.
      Natürlich hatte der Pastor ganz bewusst bei dem Auftrag gelogen. Und auch den Anwohnern nichts darüber gesagt, außer das dort ein Untoter umherhwandeln würde.
      Das dort tatsächlich ein Untoter das Grab verlassewn hatte, wusste sogar der Pastor nicht. Er wusste ja nur wegen der Spinne bescheid. Aber Untote waren halt einfacher zu besiegen, als eine Graue Grabmutter.
      Und wer hätte schon jemals damit gerechnet, das eine Prinzessin mit ihrer Kampfmaid ausversehen zu dem eigentlichen Problem gelangt, und dieses Ungetüm bekämpfen musste, während Salina und Sylph einen netten Plausch mit einem durch Gesang erweckten Untoten führten, dessen Seele wohl noch nicht ganz verschwunden war.
      Der Pastor war irritiert, als Sylphiette ihn aufsuchte. Eigentlich müssten sie aus der Krypta kommen. Hatten die wohl einen geheimen Ausgang gefunden? Besser nicht drauf ansprechen.
      Die Leute sollten hier auf die anderen Warten. Wenn alles sauber wäre, dürften sie die Krypta betreten. So folgte der Pastor dann Sylphiette zurück in die Kirche, wo Salina bereits auf ihn wartete.
      "Ihr..... ihr habt das Problem gelöst?", fragte der Pastor, und versuchte dabei gelassen zu wirken. Salina grinste, und sprang auf. "HAHA, selbstverständlich haben wir das Problem gelöst. Der Untota schien ein Problem zu haben. Letztenendes mussten wir ihn nicht mal zwingen, wieder zurück in sein Grab zu gehen. Es scheint, als ob er sich durch einen Fehlklang in der Glocke gestört fühlte. Wir haben einen Deal. Er geht zurück ins Grab, und wir kümmern uns um die Störung. Daher möchten wir auch den Auftrag der Glockenreinigung annehmen. Allerdings können wir bei der Andacht nicht mitmachen. Und diese wird verschoben müssen. Denn hier ...", sie hielt ein Buch hoch und zeigte auf ein paar Zeilen, "... steht geschrieben, das verfluchte Glocken Tote erwecken können. Daher vermute ich einen starken Fluch auf eurer Kirche. Ich werde die Glocke reinigen. Das kostet aber Zeit."
      Der Pastor sah fast erschrocken aus. Das wurde ja immer besser. "Fluch?", fragte er ungläubig nach.
      Salina hob den Finger, klappte dasd Buch wieder zu. "Ja, genau. Ein Fluch. Irgendwer muss heimlich die Glocke verzaubert haben. Gibt es Feinde, oder jemanden, den ihr vielleicht Ärger bereitet habt? Möglich, das diese dafür verantwortlich sind. Oder Jemand, der der Kirche einfach Schaden will."
      "Nein, nicht das ich wüsste. Aber gut. Ich übergebe den Auftrag an euch. Habt Dank, für den ... Untoten, und das *Räusper* Problem."
      "Keine Ursache. Aber was ist mit der Belohnung? 10 Goldstücke und ein Trinkschlauch geweihtes Wasser, richtig?"
      Der Pastor seufzte. "Selbstverständlich. Ich hole euren Lohn."
      Perfekt. Der Pastor ging los und Salina klopfta Sylph auf die Schulter. "Hehehe, leicht verdientes Geld. Der Untote ging freiwillig, und jetzt müssen wir nur noch eine Glocke säubern. Das wird ein Kinderspiel."
      Sylph fragte sich, was wohl die anderen gerade trieben. Salina zuckte nur mit den Schultern. "Keine Ahnung. Die kommen sicher gleich wieder hoch. Kann ja srin, das da noch ein Untoter war, der Ärger machte. So stark sind aber nur wenige, das man sich fürchten muss, nicht mit ihnen fertig zu werden. So, genug davon. Sylph, wir müssen ein Fluch brechen. Hier eine Liste. Schau mal, ob du davon was auf dem Markt finden kannst. Genug Geld hast du ja. Den Rest musst du dann sammeln. Ich werde mir mal die Glocke anschauen, und alles zum Brauen vorbereiten."

      Sylph flitzte los, vloller Freude im Gesicht, wieder jemanden helfen zu können, sogar den frisch Verstorbenen. Salina hingegen nahm die Belohnung an, stopfte sich das Gold in ihren Beutel und schüttelte das Weihwasser. "Sehr gut. Eine Zutat hätten ich dann schon. Mit diesen Wasser werde ich das Putzmittel für die Glocke kochen. Sagt, Herr Pastor, habt ihr eine Feuerstelle und einen Topf für mich? Und ein paar Lappen? Lumpen würden auch ausreichen. Außerdem Bürsten und ein paar Eimer."
      Der Pastor nickte. Er bot an, das Salina hinter der Kirche auf dem Feuerplatz ihr Gebräu fertigen könnte.
      Wenig später stand sie dort bereits, und ein großer Kessel stand über einer Feuerstelle, in der bereits ein paar Flammen emporschossen, um den Inhalt zu erhitzen.
      Der Hesser war etwa Zweidrittel gefüllt, und nun kam noch das Weihwasser hinzu. Wenn alles heiss genug wäre, dürfte Sylphiette auch wieder hier sein.
      Knochen fand sie hier genug. Sie pulverisierte diese in einem Mörser und gab den Knochenstaub dann bereits hinzu.
      Auf einem Schemel lag das Haushaltsbuch mit dem Rezept für Fluchputzmittel.
      Summend rührte sie bereits mit einer großen Kelle aus der Kirchenküche im Topf herum. Dann kamen Marie und Aliece um die Mauer und fanden Salina alleine vor. Sie hatten die Hexe bereits erspäht, als sie aus der Krypta kamen und dem Weg zur Kirche folgten.
      Salina sah grinsend auf. "Ahhh, Alice, Marie, da seid ihr ja. War euch der Untote über den Weg gelaufen? Hattet ihr Probleme mit ihm? Oder hattet ihr euch verlaufen? Hihihiiii..."
      Natürlich meckerte Marie und sie ballte eine Faust. Aber Alice hielt sie zurück. Letztenendes erzählten sie, das dort unten eine riesige Spinne hockte. Salina überlegte kurz, mit dem Finger ans Kinn gelegt, und meinte, das es eine Graue Grabmutter sein könnte. Marie zeigte den Beweis, denn sie hatten die Augen entfernt und gesammelt. Salina stimmt dann definitiv zu, das es so eine war. Und sie fand eine weitere Zutat bei Marie. "Oh, hier klebt ja noch was. Ein paar Seidenfäden. Dann brauchen wir keine Spinnennetze mehr sammeln. Ich nehm einfach die hier."
      Zack und rein in den Topf. Es blubberte kurz, das die Fäden mit dem Weihwasser in Berührung kamen. Eine Dampfwolke steig auf, und alle gafften nur kurz hinterher, weil die sich so merkwürdig drehte.
      Dann fragten die beiden, wo denn Sylph wäre. Salina meinte, das sie einkaufen geht. Das Problem hier wäre wohl die Glocke. Die schreckt Tote auf. Sie hätte den Auftrag der Reinigung angenommen, auch wenn es zuvor nur ein einfacher Putzauftrag war. Hier galt es einen Fluch zu brechen.
      Damit Alice sich erstmal erholen konnte, brauchr die beiden nichts weiter tun, als zuzugucken. Sylph kam schon eine halbe Stunde später mit einem Beutel Inhalt zurück. Sie hatte alles gefunden, was gebraucht wurde. Das Wasser war bereits kochend heiss, und fröhlich fing Salina an zu kochen.
      Es blubberte, dampfte, knallte, quietschte und zischte, bis am Ende eine violette Dampfwolke emporschwebte, und Blasen über den Kesselrand blubberten. Einige stiegen auf und zerplatzen dann.
      Salina spähte hinein, und holte einen Löffel hervor, nahm eine Probe, und beäugte den Inhalt darauf skeptisch. "Hmmmm......., Sylph? Hier, probier mal, ob es seifig schmeckt."
      Wieder ohne groß nachzudenken verschwand der Löffel mit einem Haps im Munde der Elfe, die nach kurzem Geschmackstest dann bestätigte, das man es durchaus als Seife identifizieren könnte. Inklusive Blaubeerengeschmack.
      Marie wollte Salina schon die Meinung geigen, und Sylph zurechtweisen. Salina kicherte aber vorher schon wieder und plapperte los. "Die Blaubeeren sind für den Geruch und die Farbe. Das macht das Putzen angenehmer. Aber, so wie es ausschaut, ist mir das Rezept gelungen. Das Fluchputzmittel ist fertig."
      Sylph grinste, und eine Reihe violettgefärbter Zähne stachen hervor. Salina kicherte wieder, wandte sich dann an alle. "Ok, der Zeug ist fertig. Zeit, die Glocke zu putzen. Hier, Eimer und Bürsten und Lappen für jeden. Wir werden die Glocke ordentlich einseifen müssen. Im Buch steht, damit das Fluchmittel wirkt und seine Volle Kraft entfaltet, müssen wir den Gegenstand mindestens zwei Stunden mit dem Zeug einseifen. Hinterher polieren wir die Glocke auch noch. Die wird im Licht der Morgensonne glänzen wie ein Silbertablett."
      Bis zum Abend würden sie es schaffen, um später noch Omen zu besuchen.
      Auf dem Turm angekommen fanden sie die etwa 2 m große Glocke. Ganz schön groß für so ein Dorf. Immerhin war sie so auch gut überall hörbar. Sie mussten die erstmal fixieren und den Klöppel polstern. Dieser durfte keine Töne mehr erzeugen, bevor die Glocke gereinigt wäre. Nur um Sicher zu gehen.
      Mit ihren blubbernden Eimern standen sie jetzt im Kreis um diese und schäumten die Glocke ein. Das Zeug fühlte sich schon seltsam an, schäumte aber enorm und blieb auch wunderbar haften.
      Salina saß auf einer Leiter und schrubbte oben die Glocke ab, summte dabei fröhlich. Sie hatte wohl Spaß am Hexenwerk.
      Zudem fing es an zu zischen. "Oha, da muss aber mächtig dunkle Energie am Werk sein, wenn die Glocke schon so reagiert ..."
      Segen und Fluch passen halt nicht so gut zueinander ..... und die Glocke war im Segen des Gotteshauses gebadet - tagtäglich.
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
    • Alice

      So viel Mana hatte sie noch nie auf einmal freigesetzt. Das war auch gar nicht ihre Absicht. Jedenfalls nicht in diesem Ausmaß, dass es sie fast selbst ausknockte.
      Doch sie riss sich zusammen und verließ mit Marie die Krypta, um wieder zu den anderen zu stoßen. Dabei entdeckten sie Salina beim.. Kochen? Was hatte sie jetzt schon wieder vor? Das erinnerte sie zu sehr an das Gebräu bei der Eiseneiche. Auch wenn es ein Fehler war sie zu fällen, so hatte ihre Braukunst durchaus gewirkt.
      Marie wirkte ziemlich angespannt, immerhin lief das alles nicht so wie geplant. Aber verlaufen hatten sie sich ganz sicher nicht. Alice legte ihre Hand an die Schulter der anderen. "Da war eine riesige Spinne...", meinte sie und wirkte jetzt noch total verschreckt deswegen. Ratten, Untote, okay. Aber Spinnen... Spinnen in dieser Größe! Darauf könnte sie verzichten.
      Alice konnte zwar nicht nachvollziehen, warum Marie die Augen mitgenommen hatte, aber schön funkeln taten sie ja schon. Dennoch ekelte sie sich davor, da sie wusste, woher sie kamen.
      Salina meinte, es wäre eine graue Grabmutter gewesen. Das machte es aber nicht besser. Mit Spinnen wollte sie sich gar nicht so genau auskennen.

      Immerhin waren sie nun wieder draußen und sahen der Hexe dabei zu, wie sie ein Fluchputzmittel braute, um die Glocke zu reinigen, die offenbar für den aufgeweckten Untoten verantwortlich war. Eine ruhige Quest konnte sie jetzt gut gebrauchen.
      Sylphiette war offenbar mal wieder los, um für die Hexe zu schuften, aber so wie sie bei ihrer Rückkehr strahlte, schien es sie gar nicht so stören. Also sagten Alice und Marie auch nichts dazu.
      Dem Brauen konnten sie nichts abgewinnen und wussten nie so recht, ob sie nun fasziniert oder angewidert waren. Immerhin roch es angenehm. Aber.. Ließ Salina die Elfe gerade tatsächlich probieren? Schon wieder? Und sie.. Ach, das hatte keinen Zweck sich darüber Gedanken zu machen. Dafür fehlte ihr auch die Energie.
      Mit hochgezogener Augenbraue sah sie zu Sylphiette und hoffte, dass ihre Zähne irgendwann auch wieder eine normale Farbe bekämen. Ansonsten müssten sie immer wieder erzählen, was passiert war. Und Sylphiette zeigte ihre Zähne sehr oft.

      Dann ging es ans Einschäumen. Sylphiette war voller Elan, während Marie es es sorgfältig hinter sich bringen wollte und Alice half so gut es ging.
      Sie fragte sich, ob das Zischen normal wäre, aber Salina schien eine Erklärung dafür zu haben. Also ignorieren und weiter machen.
      Das Treffen mit Omen hätte sie fast vergessen. Am liebsten würde sie etwas essen und ins Bett legen. So einen Zauber sollte sie nie wieder wirken. Wie schatten die anderen beiden das ohne zusammenzubrechen? Was für eine abnormale Menge an Mana schlummerte bitte in ihnen? Hatten sie überhaupt Grenzen? Der Gedanke, dass sie vielleicht die ganze Welt auslöschen könnten, war beunruhigender Weise gar nicht mal so abwegig. So wie sie sich auf dem Schlachtfeld schon selbst beinahe umgebracht hatten.
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      - Eugene Ionesco
    • Salina

      Das die Glocke so extrem heftig reagierte lag eben nicht daran, das Salina irgendeinen mächtigen Fluch von dieser wusch. Es lag wohl eher daran, das ein gesegnetes Machwerk für ein Gotteshaus nun mit einer wiederlichen finsten Seifenlauge kontaminiert wurde, die erstrecht einen Fluch in eben dieses Machwerk einpflanzte, und alle vier schrubbten dabei fröhlich vor sich hin, ohne zu wissen, was sie da eigentlich getan hatten.
      Am Ende aber konnte sich die Arbeit sehen lassen und die Glocke, inklusive dem Glockenhaus auf dem Turm, glänzen wie frisch gegossen und erbaut.
      Es hatte etwas viel Schaum gegeben, der sich zum Glück rasch aufgelöst hatte. Dennoch mussten sie einiges davon erstmal zusammenschieben, was zusätzliche Arbeit kostete. Also schrubbten sie gleich das ganze Glockenhaus mit.
      Zufrieden betrachtete Salina ihr Werk, machte eine ausholende Geste und schnipste. "Na das sieht ja richtig professionell aus.Ich scheine mich mit dem Reiniger selbst übertroffen zu haben."
      Sie rieb sich mit einem Finger unter der Nasenspitze und gab reichlich an.
      Die anderen waren auch froh, fertig zu sein, und besonders Sylph schien sich zu freuen, der Kirche geholfen zu haben. Immerhin kamen viele Leute aus dem Dorf her, um hier zu beten und zu singen, oder ihren verstorbenen zu gedenken.
      Eine frisch sanierte Glocke war doch schon fast selbst ein guter Segen.
      Sie räumten alles zusammen und Salina begab sich zum Pastor, der ebenfalls zufrieden war. Und er war froh, das er alle Probleme auf einen Streich los wurde, und sich keiner irgendwie beschwerte oder unangenehme Fragen stellte.
      Der Lohn wurde überreicht, und Salina nahm in dankend an.
      Die Beihilfe zum Gottesdienst jedoch sagte Salina ab. Sie hätten andere wichtige Aufgaben zu erfüllen.
      Der Pastor nickte und verabschiedete die Truppe dann.
      Er sah ihnen einen Moment nach, schüttelte den Kopf und meinte nur: "Merkwürdige Truppe..."
      Dann hängte er einen Flyer in der Stadt aus. Abendandacht abgesagt, wegen Aufräumarbeiten in der Krypta. Nächste Gottesdienst morgen vor der Mittagszeit um 11 Uhr.


      Bauer Waldas Hof
      Scheune mit dem roten Tor

      Die Gruppe erreichte bald die Bauernhöfe vor der Ortschaft und schnell fand sich ein auffälliges Tor in rotem Anstrich. Hier wohnte also ihre Bardin Omen. Wirkte so friedlich. Kaum ein Tier vorort, das einen neugierig angaffte. Keine Hähne, die Hennen nachjagten, ider kläffende Hunde, die Besucher begrüßten. Allerdings schienen viele Tiere auf den Weiden und Wiesen um den Hof herum versammelt zu sein. Schon ein seltsamer Anblick. Aber das war hier vermutlich so. Und soviele Bauernhöfe hatte Salina nun auch noch nicht besucht, um alles darüber zu wissen.
      Sie klopften am Tor und Omenöffnete mit einem fröhlich Lächeln.
      "Ahhh, das seid ihr ja. Habt ihr alles erledigt? Ich bin ebenfalls fertig mit meinen Aufgaben und stehe euch nun gänzlich zur Verfügung.", meinte Omen fröhlich, sah dann Alice, und verneigte sich kurz. "Ohh, die Frau mit den Himmelsaugen. Bald werde ich euch ein Lied dazu präsentieren."
      Salina kicherte. Offenbar hatte Omen an ihr einen Narren gefressen. Naja, wie dem auch sei, sie luden Omen ein, gemeinsam das Gasthaus aufzusuchen und zu Abend zu essen, das die Bardin dankend annahm.

      Wenig später saßen sie dann alle zu Tisch im Moosigen Waldelfen, und bestellten wieder reichlich zu essen. Es musste ja auch einiges gefeiert werden. So ein Besuch in einer Kirche samt Friedhofsbesichtigung war doch ganz schön anstrengend gewesen.
      Sylphiette beestellte schon wieder die Karte rauf und runter. Plus eine Extraportion, wegen Omen.
      Der dicke Elf schien an diesem Tag mehr verdienen zu können, als sonst die ganze Woche über. Fröhlich polierte er die Gläser und Krüge, während die Gäste speisten, und grinste Richtung Tisch. Der letzte Zahn in seinem Munde blitzte in der Dunkelheit der Gasthauslaternen und Kerzenlichter auf. Und Salina durfte den gelegentlich in Blickrichtung genießen, wass ihr immer wieder ein unterdrücktes Lachen ins Gesicht zauberte.
      "Wirt, noch ein Bier!", bestellte Salina mit erhobenem Krug, weil sie ihren gleich leergezogen hatte.
      "Äber sicheeeer döch. Kömmt söfört, frisch geeeezääpft mit eeextraschäüüümmm, für die frööööhlischeeee Hexäää."
      Salina haute auf den Tisch und lachte, weil der Elf wieder so komisch sprach und seltsam angetorkelt kam. Dabei hüpfte kurz das Essen auf Maries Teller auf und ab. Sie saß rechts neben Salina. Links saß Sylphiette, Alice und Omen gegenüber.
      "Und du kommst aus Sangbell? Nie von der Stadt gehört, Omen.", meinte Salina beiläufig.
      Omen nickte. "Genau. Ich bin auf einer Reise, um meine Gesangskünste zu trainieren und zu verbessern. Ich hoffe auf viele gute Musiker zu treffen, um mein Wissenschatz und meine Fähigkeiten zu erweitern. Meine Eltern sind in dieser Hinsicht äußerst streng. Das gilt auch für meine Geschwister. Unserer Familie gehört eine Akademy, in der wir die besten Gesangskünstler ausbilden, die selbst vom Adel persönlich bestellt wurde. Sogar ich hatte bereits das Vergnügen.", erklärte Omen fröhlich. Seufzte dann aber und ließ den Kopf hängen. "Allerdings war ich wohl unachtsam gewesen. Ich scheine der Gräfin Monder etwas getan zu haben, was mich letztenendes hier verweilen ließ. Aber hier kann ich mich kaum verbessern. Und ich finde kaum Arbeit. Niemand scheint meine Dienste zu benötigen. Die wenigen Ausnahmen reichen aus, um für ein paar Tage Miete und Essen zu bezahlen."
      Dann wurde Omen wieder fröhlicher. "Aber da ihr jetzt hier seid, um mich mitzunehmen, sehe ich wieder positiv in die Zukunft. Und mein erstes Lied, was ich euch vorspielen werde, soll gemütlich an einem Lagerfeuer erklingen. Selbstverständlich beinhaltet es eure himmlischen Augen, verehrte Dame.", meinte Omen dann lächelnd zu Alice.
      Salina grinste. Die Bardin ist ja putzig. Sie sollte aufpassen, das sie nicht von irgendwelchen Perversen ausgenutzt wird. So ganz allein auf Reisen.
      Dann stellten sich auch die anderen kurz vor. Salina überließ es Alice und Marie, ob sie Omen erzählen wollten, das sie eine Prinzessin war. Besser wäre es ja. Immerhin hatten sie Omen eine ganze Weile an der Backe. Und das nur wegen dieser verfluchten Eiche und der Grafschaften.
      Der Abend klang dann irgendwann auf, und Omen verabschiedete sich, ging dann zum Bauernhof zurück.
      Die anderen, zum Teil angetrunken, suchten ihre Zweibettzimmer auf.


      Am nächsten Tag würden sie schon aufbrechen. Das wäre besser. Je eher sie den Einflussbereich der Grafschaften verlassen würden, desto besser. Nicht das man ihnen noch ettwas auf die Schultern binden würde.
      Omen hatte sein Zeug auch gepackt. Und das war sogesehen recht wenig. Er besaß keine Zaubertaschen oder Magien, die von anderen Lagerräumen gebunden Dinge herbeibeschwören konnte. Er hatte sich eine kleine Gürteltasche umgeschnallt und meinte, da drin wäre alles was er braucht.
      Salina fragte, wie da seine Schlafmatte reinpasste. Omen lachte daraufhin verlegen, und meinte, das dort nur Feder, Tintenfass und Papier enthalten wäre. Und dann noch sein Geldbeutel. Und er kaufte sich einfach alle nötigen Dinge. Wenn es mal vor kam, das er draußen nächtigte, suchte er sich einen guten Ast im Baum oder sammelte Gräser, um etwas gemütlicher zu liegen.
      Salina rollte mit den Augen. "Das kann ja heiter werden. Wir sollten schnell noch was einkaufen. So ein zarter Körper sollte nicht ohne Polsterung auf dem Boden liegen und gefoltert werden. Wir Damen müssen zusammenhalten. Kaufen wir Omen eine Matte, eine Decke und eine Trinkflasvhe?", fragte sie in die Runde.
      Omen meinte, dass das nicht nötig wäre, aber Salina winkte ab. Sie waren jetzt zusammen unterwegs. Außerdem befürchtete Salina weitere Strafen von der Gräfin.
      Gegen Mittag dann endlich konnten sie den Ort verlassen und folgten der Handelsstraße. Gelegentlich kam ihnen mal ein Karren entgegen, ansonsten waren sie die Einzigsten Wanderer. Salina fragte, ob Omen nicht was singen wolle. Aber dieser schwor auf das erste Lied am Lagerfeuer.

      Die Mittagshitze war heute extrem. Das Wetter dachte sich wohl auch, den Wanderern einen Streich zu spielen. Aber auf Unglückliches Glück, folgte auch schon glückliches Glück. Sylphiette entdeckte es zuerst und rief ein Badehaus aus. Salina lobte Sylphiette für ihre Adleraugen, und schlug vor, sich dort abzukühlen.
      Alice und Marie stimmten zu. Dort konnte man auch gleich die verschwitzten Kleider reinigen lassen.
      Sie folgten dem Weg des Hinweisschildes und fanden dann in einer idyllischen Ecke ein größeres Haus vor. Es war hier schon angenehmer als auf der Straße. Es war von hohen Bäumen umringt, und hinter dem Haus ragte ein großer Hügel empor. Ein Schild vor dem Eingang zeigte kurz, was es hier gab. Einen Badesee mit Wasserfall zum kühlen. Zwei heiße Thermalquellen und ein Reinigungsbad, in dem man auch verschiedenste Kräuterwässerchen verwenden konnte.
      Desweiteren erfuhren sie, das es ein religiöses Frauenbad der gesegneten Jungfräulichkeit war.
      Hier badeten ubd wuschen sich seelige und heilige Jungfrauen und jene, die sich alsbald in den Bund der Ehe begeben würden, oder aus anderen religiösen Gründen oder aus Selbstüberzeugung keusch bleiben mussten und wollten, um die strahlende Reinheit der Frau zu bewahren.
      Männer waren hier nicht erwünscht.
      Schon um dasheilige gesegnete Wasser nicht zu verunreinigen.
      Omen schien etwas in schwitzen zu kommen und versuchte zu erklären, das er da besser nicht rein ginge.
      "A-also.... ich s-sollte da dann wohl besser .... n-nicht ..rein, weil, ...ähm, ja, ihr wisst ja, ich bin...."
      Salina seufzte. Ja, sie wusste es. Omen war schüchtern. EXTREM schüchtern. Das brauchte sie doch nicht extra zu erklären.
      "Hör auf zu stottern, Omen. Keine Sorge, keine Sorge. Wir sind alle in einer Gruppe und da gehört es sich auch, mal zusammen zu baden. Das tut nun wirklich keinem weh. Also, genier dich nicht, und ab ins kühle Nass. Ich werd dir auch den Rücken schrubben, hihihiiii. KEINE WIEDERREDE!"
      "A-a-aber...", fing Omen wieder an, aber Salina packte Omen und schob sie/ihn fort. "Keine Wiederrede, sonst knallts. Ist das Eis erstmal gebrochen, wirst du sehen, es ist gar nicht so schlimm, gemeinsam das Bad zu teilen. Zack Zack!"
      Im Haus wurden sie sogleich von einer Nonne begrüßt, die am Empfang stand, und in strahlend weißen Gewändern gehüllt war.
      "Willkommen ihr edlen Jungfern. Ich begrüße euch im Badehaus der Jungfräulichkeit. Bitte hier entlang zu den Umkleiden. Handtücher liegen bereit. Nutzt bitte vor dem Betreten des Hauptbades die Reinigungsduche. Das ist eine kleine Kabine, in der heiliges Frauenwasser den Körper vorreinigt. Der Rest des Bades ist dann frei für euch nutzbar. Informationstafeln zeigen, was ihr alles nutzen und verwenden könnte."
      Zudem mussten sie ihre Ausrüstung in der Lagerkammer ablegen. Zwei weitere Dienstmädchen halfen dabei, und geleiteten die fünf Damen dann zu der Umkleide. Diese war in mehrere Einzelkabinen verteilt und boten direkten Zugang zur Reinigungsdusche.
      Nachdem das Ritual erledigt war, betraten sie das Hauptbad. Ein heller, gepflasterter Boden begrüßte die nackten Füße. In Handtüchern gehüllt sahen sich die Mädels um.
      Der Wasserfall rauschte leise in etwa 30 m Entfernung. Es war nur ein kleiner.
      Links lagen die heißen Quellen. Rechts war das Reinigungsbad, bei dem man sich auch ordentlich einseifen konnte.
      Omen, der sich ultraunwohl fühlte, und extrem schüchtern seine Lenden als auch den Oberkörper bedeckte, würde amliebsten wieder flüchten.
      Marie, Alice und Sylphiette hatten ja alle mächtig Holz vor der Hütte, und sahen wohlgeformt aus. Das wurmte Salina.
      "GrummelgrummelMurmel* Omen, keine falsche Scheu. Wir Hühnerbrüste müssen zusammenhalten. Du kannst das Tuch also gern ablegen."
      Irgendwie tat Omen das auch und Salina gaffte, lachte dann, bzw. fühlte sich glleich überlegen.
      "Hehehe, keine Sorge, da wächst noch was. Bald hast du soviel wie ich. Vertrau mir. Zudem bist du ja noch jung. Und jetzt ab zu Einschäumen."
      Marie und Alice wuscxhen sich gegenseitig, und Salina und Sylphiette schrubbten sich gegenseitig den Rücken zusammen mit Omen. Da sie zu Dritt waren, dauerte es etwas länger. Danach ab ins Wasser und den Schaum abgewaschen, der sich überall breit gemacht hatte - und Geheimnisse verbarg. Eine Priesterin sprach Segnungsgebete von einem Podest aus und ließ ein wenig Weihwasser in das Becken laufen. Nach der Reinigung gingen sie dann wieder raus. Alice und Marie saßen bereits im Thermalbad und Salina und Sylphiette hüpften fröhlich dazu. Marie meckerte natürlich, das man sich hier benehmen sollte. Etwas mehr Anstand und Würde in diesen gesegneten Gewässern täte insbesondere Salina mal ganz gut.
      "Spaßverderberin.", kam es von der Hexe.
      Trotzdem plantschten Salina und Sylph ein wenig und schwammen ein paar Züge, ehe sie sich neben Alice und Marie setzen. Das Wasser war nur so tief, das ihre Brüste gerade so zur Hälfte eingetaucht waren. Wobei Alice und Sylphiette die größten waren, und ihre schon fast ganz aus dem Wasser ragten, und sie daher etwas tiefer rutschten.
      "Wo bleibt Omen?", fragte Salina.
      "H-hier. Ich K-komme ja schon ..." "Jetzt beeeil dich mal, lahme Schnecke. Nicht so schüchtern. Spring rein und entspann dich. Hihihi."
      Etwas lag auf dem Boden. Salina hatte Seife mitgehen lassen, und sie abgelegt. Aber sie war wieder von dem Schemel gerutscht und lag jetzt vor dem Becken.
      Selbstverständlich trat Omen auf diese und rutschte aus. "WAAAAAHHHHHH.....*PLATSCH*"
      Er viel ins Wasser und tauchte ein Stück vor Schreck und landete mit dem Gesicht zwischen Maries Beinen. Er zappelte kurz und kreischte unter Wasser, was ein Blubbern erzeugte.
      Salina und die anderewn starrten zu Marie.
      "Tztztz, ... also Marie .... etwas mehr benehmen könntest du dich schon., gihihiii."
      Natürlich wussten alle, das Omen die Blasen verursacht hatte. Sie war ja der Aufforderung Salinas elegant gefolgt und ins Bad gesprungen. Wenn auch eher unfreiwillig heftig.
      Dann grabbelte er an Marie rum, als suchte er einen Ausweg, griff zuletzt an ihre Brüsste und zog sich hoch und tauchte wieder auf, holte tief Luft und stand vor Marie.
      "Ahhhhhh, v-verzeihung. Ich bin ausgerutscht. Zum Glück wurde ich von etwas weichem gebremmst, sonst hätte ich mir wohl den Kopf gestoßen.", grinste Omen.
      Stille.
      Alle vier Mädels starrten jetzt wie versteinert nach vorn zu Omen. Dieser wunderte sich, und sah hinab zu den anderen. "Hmmm? Ist was?"
      Salina hob die Hand aus dem Wasser und zeigte unten auf Omen, der daraufhin an sich hinab sah und bemerkte, das sein Handttuch weg war. Stattdessen stand er wie Gott ihn geschaffen hatte splitternackt vor den Damen, insbesondere vor Marie.
      Er war zum greifen nahe.
      Die Augen wurden immer größer, und Marie schien gleich zum Vulkan zu werden. Omen erschrack und sprang zurück, und bedeckte sich.
      "Heilige Jungfrau ...", kam es von Salina, die mit der Aussicht ebenfalls nicht gerechnet hatte.
      Omen war ein ER! Ein Mann!
      ( ein kurzer Rückblick zum ersten Treffen, wo eine Aussage von Omen gekonnt überhört wurde: "Ich bin übrigens Omen. Omen Freaks. Ja genau, der jüngste Sohn des Direktos der Akademie der Freaks aus der wunderschönen Stadt Sangbell. Als Barde stehe ich euch mit all meinen Künsten selbstverständlich zu Diensten, meine Damen." )
      Und als solcher hatte Omen wohl nicht nur die Regeln des heiligen Bades verunreinigt, sondern war auch etwas zu weit in die Intimzone von Marie eingedrungen.
      Omen hob die Hände zum Gebet und verneigte sich eifrig. Er sendete eine Flut von Entschuldigungen und das er es ihnen ja sagen wollte, aber von Salina völlig überrumpelt wurde, und sie ja meinte, das es OK wäre, wenn er mit ihnen baden würde.
      Alice, deren Augen inzwischen andere Ecken des Bades begutachteten, war etwas weggerutscht. Sylphiette sah etwas verwirrt aus, und starrte zwischen Marie, Omen und Salina hin und her. Salina selbst kicherte verlegen und rutschte ebenfalls Stück für Stück zur Seite.
      Marie hatte einen dunkelroten Kopf.
      Entweder war sie wütend, oder verlegen. Oder beides. Sicher würde gleich das Wasser anfangen zu kochen. Omen hatte sich inzwischen mit dem kleinen Musiker ins Wasser gehockt, so das ihn keiner mehr sehen konnte. Aber er war immer noch vor Marie.
      Salina dachte nur, hoffentlich bekommen das die Hausdamen nicht mit. Ohje ohje ohje ....
      Und dann fragte Sylphiette allenernstes noch, was denn jetzt eigentlich los war. War Omen dann doch ein Junge? Sie hatte noch keinen gesehen. Jedenfalls nicht nackt. Dann stand sie auch noch auf, und begutachtete sich, fand aber nicht so ein Ding, wie das was bei Omen zu sehen gewesen war.
      Was sollte Salina da jetzt sagen? Sie tauchte lieber etwas ab und blubberte kurz, ehe sie etwas erwähnte. "Nun ja, Männer haben da dieses ... Ding. Damit können die angeblich Babys in die Bäuche der Fauen zaubern. Wie das geht weiß ich aber nicht. Vielleicht weiß Marie was, oder frag die Prinzessin. Oder ... oder fragen wir Omen? Vielleicht weiß der das. Ehehe he hee..."
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    • Marie

      Nach dem Schock mit der überdimensionalen Spinne, trafen sie Omen und kamen im Gasthaus etwas zur Ruhe. Dort konnten sie sich auch ein wenig besser kennenlernen.
      Das Omen ganz fasziniert von der Schönheit der Prinzessin war, wunderte Marie kaum. Da sie eine ganze Weile zusammen verbringen würden, beschlossen sie auch Omen einzuweihen. Früher oder später würde es Salina vermutlich ohnehin herausrutschen.
      Dieser Tag nahm dann doch irgendwie ein gutes Ende für die Gruppe. Auch wenn Sylphiette und Salina ordentlich etwas getrunken hatten.

      Am nächsten Tag sollte ihre gemeinsame Reise beginnen. Von nun an für ein Jahr aneinander gebunden. Marie wusste jetzt schon nicht, wie sie das aushalten geschweige denn überleben sollte. Getrennte Quests? Dann sollten sie Omen jedoch lieber mit sich nehmen und die beiden verrückten allein gehen lassen.
      Bei einem Badehaus angekommen, konnte sie diese Sorgen erstmal beiseite schieben. So ein Bad war jetzt genau das richtige.
      Omen schien wohl sehr schüchtern zu sein und versuchte sich herauszureden, aber Salina bestand regelrecht darauf, dass sie mit ihnen kam. Marie hielt sich da lieber raus und blieb stille Beobachterin.
      Auf dieses Entspannungsbad freute sie sich schon sehr. Die Prinzessin würde auch mal wieder etwas Luxus genießen dürfen. Auch wenn Marie versuchte ihr die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten.
      Es war zwar etwas eigenartig von der Prinzessin gewaschen zu werden, aber Alice schien damit kein Problem zu haben. Sie summte dabei sogar fröhlich, als würde es ihr Spaß machen. Vermutlich freute sie sich einfach so auf das Bad.
      Mit einem wohligen Seufzen ließ sie sich in das Wasser sinken und schloss einen Moment ihre Augen. Die Ruhe hielt aber nicht lange, als die beiden Chaoten ins Wasser hüpften. Benehmen hatten die beiden wohl nicht gelernt, weshalb Marie sie ermahnte, sich angemessen zu verhalten. Schließlich war das ein heiliges Bad.
      Gerade als Marie sich wieder entspannen konnte, kam Omen dazu. Warum Salina sie so hetzen musste, verstand sie nicht. Eile trug schließlich nicht zur Entspannung bei, für die sie hier waren.
      Mit der Entspannung lief es allerdings nicht so, als Omen ausrutschte und ins Wasser fiel. Nicht nur das. Die plötzlich aufsteigenden Blubberblasen in unmittelbarer Nähe und der ungewollte Körperkontakt ließen Marie aufschrecken und sie starrte angespannt ins Wasser. "Was...", murmelte sie nur auf Salina's unangebrachte Bemerkung. Sie hatte überhaupt nichts getan!
      Marie's Gesicht färbte sich und sie presste ihre Zähne aufeinander, als sie Hände an ihrem Körper spürte. Doch als diese Hände ihre Brüste ergriffen, quiekte sie auf. Dafür das Omen vorhin noch schüchtern war, ging sie ganz schön auf Tuchfühlung. Ob Absicht oder nicht, spielte für Marie in diesem Moment keine Rolle. Es war einfach zu nah.
      Ihre Beschwerde blieb jedoch im Hals stecken, als sie - und jede andere hier - Omen's entblößten Körper sahen. Ihr Gesicht bekam noch mehr Farbe, während Alice beschämt wegsah und Abstand nahm. Sie würde nicht mit ihrer Magd tauschen wollen.
      Sylphiette setzte dem ganzen noch die Krone auf, als sie doch tatsächlich nachsah, inwiefern sich Omen von ihr unterschied. "Sylph...", murmelte Alice und zog sachte an ihrem Arm, damit sie sich wieder hinsetzte. Sie mussten die Situation ja nicht schlimmer machen, als sie ohnehin schon war.
      Allerdings war Sylphiette immer noch verwundert, was Salina wohl dazu veranlasste, sie ein wenig aufzuklären. Danach ging ihr Blick gezielt zu Marie, die noch dabei war das ganze zu verarbeiten. Das konnte nicht deren ernst sein. Ihren Gesichtern nach zu urteilen leider schon.
      "Das.. erzähl ich euch ein anderes mal...", meinte Marie noch immer angespannt und sah zu Omen rüber, während auch sie sich endlich etwas von ihm entfernen konnte. Dabei rutschte sie näher an Alice heran, die noch immer verlegen wegsah.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Oxwood Kirche

      Die fleissigen Helfer hatten die Ortschaft bereits verlassen, aber die waren ja ohnehin nicht mehr als Gäste der Kirche erwartet wurden. Stattdessen kamen heute wieder zahlreiche Bürger, die auch schon wegen Omens Abreise dem Herren des Himmels danken wollten, in die Kirche, um gemeinsam mit den anderen RICHTIGE LIEDER zu singen.
      Friedhof und Kirche waren von allen Flüchen befreit worden, und dem Dorf wurde eine große Last abgenommen, als Reisende sich um all jene Dinge auf einen Schlag kümmerten. Welch ein Segen.
      Und so hielt der Pastor seine Morgenrede ab, und erzählte von diesem und jenem, und das alle brav beten sollten, damit soetwas nicht wieder vor käme.
      "Der Herr selbst hat diese Kirche gesegnet, und den Teufel ausgetrieben. Uns allen erwartet nun eine große Woge des Glücks und Friedens, auch weil es in unserer Nachbarschaft bald weniger Kriege gibt, und die Menschen unter Gottes Händen wieder zusammengefunden haben. Drum last uns nun zum letzten Gebet ansetzen."
      Gemeinsam beteten sie zum Abschluss, ehe der Pastor dann das Segnungslied der Kirche anstimmen ließ. Dabei trat er nach vorn zum Ausgangsbereich, über dem auch der kleine Glockenturm war. Er ergriff die Seile und würde nun zum Lied den Glockenklang erklingen lassen.
      "Und nun zum Zeichen des Herren, um sein Wohlwollen dieser Ortschaft und seinen Anwohnern zu erweisen. Gesegnet seid ihr mit zwölf Glockenschlägen. Amen."
      Es gab einen deftigen Klang, als der Pastor an den Seilen zog, stärker als je zuvor, und einige mussten sich die Ohren zuhalten. Zudem schien viele von Unbehagen befallen zu werden. Es war eher ein dunkles und finsteres Dröhnen, als ein üblicher Glockenschlag. Die Kirche vibrierte sogar etwas, und Staub rieselte hinab.
      Dann geschah es. Er knirschte und knackte, während der Pastor schon fast ungläubig zur Glocke hoch spähte, die plötzlich in die Tiefe rauschte.
      Mit einem *KA-DOOOOOOOOOMMMMM* krachte sie auf den Boden und erschütterte die kleine Kirche. Eine Staubwolke verteilte sich aus dem Tür hinaus und in den Saal, und alle mussten fürchterlich husten, weil der Staub unnatürlich kratzte.
      Dann entstand Panik. Das war ein schlechtes Zeichen gewesen. Irgendwer rief: "Ein Omen ... ein Omen ..."
      Dann kreischten und schriehen sie alle auf und flüchteten aus der Kirche. Kurz darauf krachte dann das ganze Gebäude in sich zusammen, und sogar die Krypta brach zusammen, was bin in den Wald eine Staubwolke aufstiegen ließ, und ein paar Bäume ins Wanken brachte. Der Pastor war unter Schutt und Trümmern begraben, aber dennoch sicher unter der Glocke geschützt. Allerdings konnte ihn auch keiner hören, weshalb er mit dem Klöppel, der noch schwenkbar war, kraftvoll gegen die Glocke schlug.
      Die geschockten Anwohner hörten den dumpfen Schlag unter den Trümmern.
      "Hört ihr das? Diese Schreckensglocke ertönt selbst jetzt noch." "Es sind die Toten ..." "Geister und Dämonen ... ich habe soetwas schonmal gehört." "Was machen wir jetzt?"
      "Holt Stroh und Holz, und gesegnete Kräuter und Öle. Wir kippen alles auf die Trümmer und lassen ein gesegnetes Reinigungsfeuer alle bösen Geister ausbrennen. Danach können wir gefahrlos die Trümmer beseitigen, und eine neue Kirche errichten lassen. Wenn wir alles der Kirche schildern, schickt man sicher einen neuen Pastor und Geld."
      Alle waren einverstanden. Und während es für die Damengruppe bald ein kühle Bad gab, würde der Pastor bald eine heiße Überraschung erleben .....


      Religiöses Frauenbad

      Chaos. Als wenn es in dieser Gruppe auf ihrer Reise an ihren Zielorten jemals etwas anderes gegeben hätte, als Chaos. Immer passierte irgendwas, und irgendwer musste darunter leiden. Und irgendwie schienen die selbst davon nichts zu bemerken, oder es geschah erst in ihrer Abwesendheit, und sie konnten gar nicht wissen, was sie eigentlich anstellten.
      Das Bad endete jedenfalls damit, das Omen ein Mann war, und das ganze Wasser verunreinigt hatte. Und zu allem Übel kam auch noch die Chef Nonne des Badehauses, deren heiliges Kreuz aufleuchtete.
      "Heile Mutter der Reinheit ... ein Unglück ist geschehen. Alles ist verdorben .... wie konnte das nur geschehen."
      Sie hielt inne und spähte zu der Gruppe, die sich vor kurzem ins Bad begeben hatte.
      "IHR!", sagte sie und zeigte mit dem Finger auf sie.
      Salina zuckte zusammen. "Wir?"
      "IHR!", kam es erneut, und sie stiefelte auf die Gruppe zu. Ome kam bereits aus dem Wasser, um sich zu entschuldigen, stand splitternackt vor der Nonne und verneigte sich. Diese kreischte kurz auf. "WAHHH, EIN MANN! Welch Unglück. Ihr habt das Frauenbad geschändet! Es wird Wochen dauern, das Wasser auszutauschen, das Bad zu reinigen, und es neu segnen zu lassen. Und all jene die hier baden, oh, möge die Herren der Reinheit ihnen vergeben."
      Immer mehr merkten jetzt, was hier abging. Weitere Nonnen kamen, tuschelten und sprachen Gebete aus, und versuchten die weinenden und jammernden Jungfrauen irgendwie zu beruhigen.
      Salina kicherte etwas verlegen. Aber als Omen auch nor erklärte, wie es dazu kam, das Salina nicht zuhören wollte, und er nur deshalb hier drin gelandet wäre, war das Fass voll.
      Das ausgerechnet auch noch eine Frau dafür sorgte, dass das Bad, in dem seit 50 Jahren nur Frauen ihre Leiber wuschen, nun von einem Mann quasi entjungfert wurde, und die Badegäste so schon zum Teil vor ihrer Ehe einen Mann berührten ( symbolisch natürlich - man teilte dasselbe Wasser ), ließe sogar der Nonnen ein schlimmen Wort über die Zunge fahre.
      "Seht ihr, soweit ist es nun gekommen. RAUS mit euch! Versammelt euch vor dem Bad. Ihr werdet dafür die Konsequenzen tragen müssen."
      Und so musste die Gruppe leider das angenehme Bad verlassen. Nachdem sie sich umgekleidet hatten und mit ihrer Ausrüstung wieder vor dem Eingang standen, war auch schon die Nonne vorort, mit einem Schriftstück.
      Salina fragte sich schon die ganze Zeit, was sie wohl erwarten würde. Das war also der Dank für all die Guten Taten, die sie bis jetzt in ihren Reisezielen getätigt hatten. Sie seufzte.
      Marie sah auch nicht glücklich aus. Omen hatte schließlich auch an ihr rumgegrabbelt. Und um weiteren Ärger zu vermeiden, behielten sie lieber das Geheimnis der Prinzessin für sich. Nicht, dass das noch ein Nachspiel auf Adelsebene bedeutete.
      "Hört mich an. Euch wird es untersagt, jemals wieder dieses Bad zu betreten. Ihr Schänder.", finf die Nonne an.
      Die Ausrede, das sie nicht wussten, das Omen ein Mann war, kaufte die Nonne nicht ab.
      "Großer Schaden ist entstanden. Es wird eine Zeit dauern, das Bad wieder rein zu bekommen. Dabei gibt es natürlich Verdienstausfälle. Ganz zu schweigen von dem Schaden an den Badegästen. Und jene, die sich nun nicht reinigen können. Daher werdet ihr eine Schadensersatzsumme hinterlegen, und dann umgehend von hier verschwinden. Du da, Salina Salbano, so lautete doch euer Name? ( Salina nickte ) Du trägst die größte Schuld daran. Hier. Begleicht eure Schuld, oder wir fordern Verstärkung an. Soldaten der Grafen werden euch für lange Zeit in einen Kerker sperren."
      Salina kreischte auf. "DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!", und zog an ihrem Hut, knirschte mit den Zähnen und fing schon fast an zu heulen. Sie packte Sylph am Kragen, schüttelte die Elfe und flehte sie um Hilfe an. Aber die Nonne meinte, das die Elfe ja ohnehin auch zahlen müsste.
      Und das Ende vom Lied war, das sie am Ende alle pleite waren. Ein Großteil zahlte dann doch Alice, was Marie mürrisch werden ließ. Immerhin war Salina schuld. Die hätte ja zuhören können. Diese dumme Hexe. ZUdem musste Salina auch noch eztwas Besitzt abgeben, das sich zu GEld machen ließ.
      Und so wechselte ein großer Betrag, Besitz und Unterschiften den Besitzer, ehe sie davongescheucht wurden.

      Salina lief etwas geknickt und schleifte ihren Stab auf dem Boden hinterher.
      "Haaahhhhh... das darf doch nicht wahr sein. Ich bin Black. Alles weg! Kein Gold mehr. Kein Geld. Wir werden verhungern, wenn wir nichts selber jagen."
      Abgesehen davon gab es hier auch nicht viel, wo man Geld ausgeben könnte. Sie waren gerade in der Wildnis, auf einer Straße zur nächsten Ortschaft. Die Reise könnte eh Tage dauern. Vor ihnen ein Wegekreuz, mit Schildern. Mehrere Ziele standen zur Wahl, aber zurück in die Grafschaften Munder und Monder wollte keiner. Also blieben noch zwei Wahlmöglichkeiten.
      Omen jammerte auch rum. Er fühlte sich schlecht. So schlecht, das er jetzt nicht singen wollte. Er nahm sich aber vor, das er später am Lagerfeuer wieder die Stimmung anheizen würde.
      Salina meinte, das es jetzt wohl besser wäre, eine Großstand anzulaufen. Dort gäbe es eine Vielzahl an Verdienstmöglichkeiten. Quests ohne Ende. Wenn Alice nicht für alles aufkommen wollte, und die anderen eh gern selbst noch ihre Geldbeutel füllen würden, wäre das wohl die einzige Option.
      Gimore war eine Großstadt, und was diesen Bereich des Landes betraf, auch eine Handelszone. Da war also reichlich was los. Es würde zahlreiche Höfe außerhalb der Stadt geben, und unzähliche Handwerksläden. Und ganz sicher auch im Bereich Magie.
      "Hm, klingt fast wie ein Grimoire, hihi. Ob wir besser dahin gehen? Sicher sind dort auch Heldenpunkte möglich. Da helfen wir so gut wir können, um ... njehehe, ein wenig zurückzuzahlen.", meinte Salina an Alice und Marie gewandt, rieb sich verlegen den Hinterkopf.
      Außerdem brachte Salina neue Ausrüstung. Es war nicht mehr viel im Hut. Einiges konnte sie sicher umtauschen, aber sie brauchte Geld - viel Geld. Sylph wollte einen magischen Rucksack, der reichlich Kapazitäten hatte. Sicher wird sie dort fündig werden. UNd Salina wollte ihren Hexenhausbaum. Der kostet sicher ein Vermögen. Gimore wird sicher für eine Weile ihr Zuhause sein.
      So liefen sie durch den heißen Tag, dessen Himmel von einigen schwarzen Wolken begleitet wurden, die aus ihrer Herkunftsrichtung kamen. Sicher die Nonnen, die ein Feuer entfachten, um das Wasser zu kochen. Oder wie auch immer die Reinigung des Bades aussehen würde. Musste aber ein großes Feuer sein. Salina dachte nicht länger darüber nach. Und bald waren die Wolken auch schon wieder fort.
      Am Abend aber mussten sie ihr Nachtlager aufschlagen. Zum Glück fanden sie hier einen Bach, der sauberes Wasser führte.
      Weiches, moosiges Grad und reichlich Baum und Busch, der Wind und Sichtschutz bot. Der Weg war in wenigen Schritten zu erreichen.
      Dort baute Marie dann wieder das Zelt von Alice auf.
      Salina und Sylphiette würden wieder in ihren Schlafsäcken bei offenem Himmel schlafen. Omen besaß auch einen, jedoch nichts besonderes. Aber er würde schon klar kommen. Die Aussicht, im Zelt zu schlafen - GESTRICHEN! Viel zu gefährlich. Und Strafe muss sein! Der schläft draußen. Zusammen mit dieser Unglückshexe. Salina beschwerte sich über diesen Titel.
      Dennoch hatten sie bald alle zusammen ein gemütliches Lager errichtet. Steine umringten ein Lagerfeuer, das ausreichend Licht und Wärme bot. In einem Topf kochten Kräuter und Pilze, die Sylph gefunden hatte. Salina hatte Fische aus dem Bach geholt, die an Stücken aufgereit über dem Feuer garten.
      Omen hatte einen gemütlichen Stein gefunden, den Salina dann - was durchaus gruselig war - von einem Zombie, den sie beschwörte ( was konnte die Hexe eigentlich alles? ), zum Lager schleppen ließ, ehe sie ihn wieder verpuffen ließ. Dazu musste sie aber wieder etwas opfern. Ihre Vorräte schwanden mehr und mehr.
      Auf dem Stein nun saß Omen. Daneben sein Nachtlager. Er zupfte leicht an der Lyra, was ein paar wohlklingende Töne erzeugte, wenn auch nicht melodisch.
      "Nun, da wir jetzt zur Ruhe kommen können, denke ich, ist es Zeit, ein wenig die Stimmung aufzubessern. Ich habe schon einiges gelernt, und in Oxwood wurde ich üppig bezahlt, für meine Dienste. Auch wenn das Geld nun wieder fort ist."
      Salina nippte an einem Becher mit Tee. "Wird auch Zeit. Wir haben nen Barden der bisher noch keinen Laut gesungen hat. Dann zeig uns mal deine Kunst.", grinste sie und hob den Becher.
      Omen nickte und fing an etwas melodischer zu spielen, das durchaus angenehm klang. Dann holte er Luft und fing an zu singen.
      "Am Lagerfeuer, da sitzen wir,
      Die Sterne funkeln, der Mond, er lacht hier.
      Die Flammen tanzen, so lebhaft und frei,
      Wir erzählen Geschichten, der Abend ist dabei.

      (Refrain)
      Lagerfeuer, oh Lagerfeuer,
      Helles Licht in der Dunkelheit,
      Wir singen Lieder, die Freude ist teuer,
      Gemeinsam hier, die Sorgen weit."


      Salina fühlte, als würde ein Stromschlag durch ihren Körper fahren, als Omen anfing zu singen. Zudem schien auch die Melodie zum Text in allen Schieflagen der Welt zu baden. Hohe Töne zu tief gesungen, Spielpause beim Singen, Töne während er nicht sang, Wörter mal laut, mal seine, mal keifend, mal brummig und bleiernd, und von der Tonhöhe ganz zu schweigen .....
      Er raschelte in den Büschen, Vögel flogen aus den Baumkronen und irgendwas machte Platsch im Bach, ehe es gegenüber im Wald verschwand.
      Salina hielt sich die Ohren zu. "Ahhrrrg, das hält man ja im Kopf nicht aus ...! OMEN! Hör sofort auf zu singen. Verflucht, was stimmt mit dir nicht?", fragte sie aufgeregt und nahm einen großen Becher Tee.
      "Mit mir stimmt was nicht? Seltsam. Bisher war immer alles Inordnung. Die Leute waren zufrieden. Vielleicht bist du nur angeschlagen, wegen der Sache mit dem Frauenbad. Ich kann auch ein anderes Lied über Hexen singen. Vielleicht ..."

      NEINneinNEINneinNEIN... bloß nicht. Ich denke wir sind alle einfach nur müde. Vielleicht sollten wir lieben den Klängen der Natur lauach. Ja genau. Sylphiette kann vielleicht ein Elfenlied singen?", fragte sie schon fast flehend an ihre Freundin.
      Omen stand begeistert auf. "Oh ja, ein Elfenlied. Ich kenne bisher nur Menschliche Lieder. Das würde meine Künste erweitern. Gern will ich mit meiner Lyra beisteuern."

      Jetzt waren schon zwei begeistert darauf, Sylphiette singen zu hören. Wie wird diewser Abend wohl enden?
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    • Mit Entspannen war nichts mehr. Die Nonne war außer sich, als man Omen entdeckte. Als wären die Damen - jedenfalls mindestens die Hälfte ihrer Gruppe - nicht schon genug beschämt, mussten sie sich nach dem sofortigen Verlassen des Bades auch noch eine Standpauke anhören. Aber nicht genug. Sie mussten auch noch eine ungeheure Menge Geld bezahlen. Sylphiette steuerte all ihre Goldmünzen bei; verpfändungsfähige Besitztümer hatte sie keine.
      Marie und Alice - oder besser gesagt Alice, denn im Grunde gehörte alles, was Marie gehörte auch der Prinzessin - konnten den Rest aufbringen ohne ihre anderen Habe angreifen zu müssen. Mit solchen Ausgaben hatten sie allerdings nicht gerechnet und sie wären mit den Questbelohnungen ja auch prima zurecht gekommen. Nun gaben ihre Geldbeutel nur noch einen kümmerlichen Ton von sich.
      Die Maid wusste nicht, was schlimmer war: Das die Hexe ihnen nun eine ordentliche Summe schuldete oder die Aussicht, dass sie ohnehin ein Jahr lang mit ihr verbringen mussten, was an Zeit ausreichen sollte, um diese Schuld zu begleichen. Vermutlich wäre es besser gewesen, das Geld abzuschreiben und Lebe wohl zu sagen. Bedauerlicherweise ging das nicht. Nicht ohne Alice's Beziehungen spielen zu lassen, was sie am Ende noch ihre Erlaubnis auf Heldenreise gehen zu dürfen kosten könnte. Dann müsste sie den Prinzen ehelichen, den sie nicht wollte.

      Zumindest gab es einen Lichtblick: Gimore. Dort konnten sie Geld und Heldenpunkte verdienen. Alice wollte sowieso dorthin, auch wenn sie mit einem weniger chaotischen Weg gerechnet hatte. Ändern konnten die Damen daran nun aber auch nichts mehr.
      Die Aussicht auf ein nettes Lied spendete ihnen zumindest einen kleinen Funken Trost. Am Lagerfeuer konnte man sich auch gut entspannen, nachdem sie gemeinsam für etwas Essbares gesorgt hatten.
      Irgendetwas stimmte doch mit dieser Gruppe nicht. Konnte es sein, dass Alice verflucht worden war und nun von einem Unglück nach dem nächsten verfolgt wurde?
      Der Barde konnte ja absolut nicht singen! Waren die Bewohner von Oxwood schwerhörig? Darüber nachdenken konnten die beiden aber nicht, denn sie könnten schwören, dass ihre Ohren bald zu bluten begännen, sollte Omen noch ein Lied anstimmen.
      Endlich tat die Hexe auch mal etwas sinnvolles und brachte Omen davon ab, indem sie Sylphiette um ein Elfenlied bat.

      Die grinste breit, wie immer, und stimmte zu. Aufregend waren die Lieder zwar nicht, aber ihr schien schon eines im Kopf zu sein.
      Dieses stimmte sie auch sofort an.
      Es war... weitaus erträglich als Omen's Gejaule, äh Gesang, aber von Wohltat konnte man noch lange nicht sprechen. Bestimmt immer noch besser als wenn Salina ihre Stimme zum Besten gäbe, die schon beim Sprechen die Sinne reizte.
      "Der Fisch ist fertig!", teilte Marie mit, was Sylphiette sofort zum Schweigen bring. Sie war ja auch schon am Verhungern! Deshalb griff sie auch direkt zu und biss hinein, nur um sich daran zu verbrennen. Nach kurzem Gejammer versuchte sie es aber erneut, nachdem Alice ihn mit ihrer Eismagie ein wenig runtergekühlt hatte.

      "Alice kann bestimmt singen!", kam die Elfe auf die glorreiche Idee, als könnten alle Prinzessinnen singen, nur weil sie Prinzessinnen waren. In einem anderen Universum mochte das stimmen, aber in diesem hier nicht, weshalb Alice höflich widersprach. "Ah, nein.. Tut mir leid..."
      Sylphiette ließ geknickt die Ohren und Schultern hängen, da sie sich so sehr auf etwas Musik gefreut hatte. Möglicherweise verfluchte sie Omen's Talent nicht ganz so sehr wie die anderen, aber ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen.
      "Marie auch nicht?", fragte sie und sah zu der Maid, die gehofft hatte, dass sie stattdessen einfach die Ruhe genießen könnten. Aber Ruhe war ein Fremdwort, wenn man mit Salina UND Sylphiette zusammen reiste. Nun hatten sie auch noch Omen dabei. Ruhe konnten sie also aus ihrem Wortschatz streichen.
      "Marie kann singen..", verriet Alice, sehr zum Leidwesen ihrer Freundin, die auf eine solche Offenbarung hätte verzichten können. Doch auch Alice versuchte wohl alles, um Omen davon abzuhalten es doch noch einmal zu versuchen.
      "Aber nur Lieder über Könige und Ritter...", murmelte sie und warf Alice einen kurzen Blick zu, den sie absichtlich ignorierte, um ihrem Groll zu entfliehen.
      Lobeslieder über Helden stieß zumindest bei Sylphiette auf Interesse. Marie hingegen musste dabei nur an ihren Vater denken, der den Liedern überhaupt nicht gerecht wurde.
      Aber wenn die Gruppe darauf beharrte - und ebenfalls Omen's Gesang zu unterbinden - würde sie sich dazu überreden lassen.

      Alice kam nicht oft in diesen Genuss, aber sie lächelte und schloss entspannt ihre Augen, als Marie zu singen begann. Sylphiette futterte zwar fröhlich weiter, starrte aber gebannt zu der jungen Frau rüber, die bei Welten besser klang als ihr Barde. An der Bardenschule wäre sie eindeutig besser aufgehoben als Omen.
      Marie war das ganze allerdings eher peinlich, weshalb sie nach einem Lied auch schon genug hatte und sich dann auch lieber am Essen bedienen wollte.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Was für ein Abend. Sie durften sogar Marie singen hören. Welch ein Segen, neben dem, was Omen beigesteuert hatte. Leider ließ er es sich nicht nehmen, ein paar schiefe Töne auf seiner Lyra zu erzeugen. Und auf die Frage, ob Salina auch singen würde - danke Sylphiette! -, verneinte Salina lieber. Sowas peinliches würde sie niemals tun. Schon gar nicht alleine. Und schon gar nicht mit diesem Pling, Plang und Boing, das fast immer nach einer gerissenen Saite klang.
      Omen war nur halb zufrieden. Er hätte gern mehr musik gemacht, und gesungen, aber er konnte wenigstens ein poaar andere Lieder aufschnappen, machte sich Notizen und wollte daraus irgendwann ein neus Lied kreieren, um es dann voller Begeisterung vorzutragen.
      Die andere konnten es kaum erwarten.
      Man beschloss einstimmig heute früher schlafen zu gehen. Außerdem wäre es gut, wenn sie morgen früher aufstünden, um zur Stadt zu gehen. Dann wären sie am Mittag da. Sie war ja gar nicht so weit weg.


      Westliches Reich Falione
      Großstadt GimoreGimore.JPG

      Der nächste Morgen begann friedlicher, als der Abend aufgehört hatte. Es gab auch schon wieder Insekten im Lager und Salina musste einen Käfer von ihrer Nase niesen, der in die Glutreste vom Feuer fiel, und mit einen *Tschhhhhh* dinhinschwand.
      Nachdem sie ein kleines Frühstück, und zusammengepackt hatten, machten sie sich wieder auf den Weg. Bereits nach einer Stunde hatten sie Glück. Ein Händler fuhr mit seinem Wagen des Weges, genau in Richtung Stadt. Er hatte noch Platz gehabt. Denn am ersten Wagen hing noch ein zweiter, kleinerer Wagen, auf dem Heu gelagert war. Das gab er gern den beiden Pfernen, die das Gespann zogen. Kräftige Tiere, die jeder Herausforderung eisern stand hielten. Außerdem waren noch ein paar Kisten unterm Heu, die ein Stück rausragten.
      Sie durften sie auf dem Heu gemütlich machen, und bedankten sich vorab für die Mitfahrgelegenheit.
      Omen, der sich unten auf die Kisten gesetzt hatte, holte begeistert seine Lyra vor und zupfte an einer Saite *Böiiiiing*
      "Ich werde sogleich ein fröhliches Wanderlied erklingen lassen."
      Alle saßen, oder lagen entspannt auf dem Heu, aber nachdem Omen seine Ankündigung machter, schlugen alle schlagartig die Augen groß auf. Wie abgesprochen, stürmten alle los, aber es war zu spät. Omen fing an zu musizieren und zu singen.
      Das war zuviel für die Pferde, deren eisernes Antlitz in geschmolzenes Zinn überging. Die Tiere bäumten sich auf, wieherten, und es gab einen heftigen Ruck, der alle wieder zurück ins Heu beförderte....

      Szenenwechsel

      Welch ein Unglück. Das Pferdegespann war durchgebrannt und hatte die Flucht ergriffen. Der Händler hatte alles versucht, die Tiere zu beruhigen, war aber gescheitert. Der kraftvolle Ruck hatte zudem den zweiten Wagen vom ersten gelöst und somit wurde er samt Mitfahrer zurück gelassen.
      Salina hätte schon fast ihren Hut auf den Boden geworfen, zog aber nur kraftvoll an ihm, als wollte sie amliebsten darin verschwinden. Omen bekam Ärger. Er wusste nicht mal, warum. Um es nicht noch schlimmer zu machen, verboten sie Omen erstmal zu singen.
      Sie hatten ein anderes Problem. Der Wagen gehörte dem Händler. Und wegen ihnen war sein Gespann durchgebrannt und er war fort. Vermutlich Richtung Stadt. Und dort musste er erstmal warten, bis die Pferde sich wieder trauten, ihre Arbeit aufzunehmen.
      Es waren ja nur noch ein paar Kilometer. Allerdings äußerst anstrengende. Marie konnte ein Seil organisieren. So ein Rucksack war schon toll, was Sylphiette wieder ins Träumem brachte.
      "Jaja, du wirst in der Stadt sicher fündig. Und jetzt hilf mit.", nörgelte Salina. Sie banden das Seil am Wagen fest und Sylph und Marie standen vorn - als Ersatzpferde. Salina beschwor eine Peitsche, die von selbst über den beiden schwebte, und es gelegentlich knallen ließ.
      Alice und Salina waren jeweils links und rechts am Wagen, und schoben ihn mit. Omen war hinter dem Wagen und schob, während Sylph und Marie unter der Knechtschaft der Peitsche zogen. Alles im Namen der Hilfe natürlich. Das spornte Sylphiette zusätzlich an. Der Händler wäre sicher dankbar, wenn sie ihm den Wagen nachbrächten. Marie schien nicht Glücklich zu sein. Warum war die Peitsche nötig? Warum ausgerechnet über ihnen?
      Fast drei Stunden mussten sie den Wagen rollen, und es wurde bereits Mittag, die Sonne stand hoch, und was für ein schöner und nahezu wolkenloser Tag bei herrlichen sommerlichen Hitzewellen. Zudem schien er schon seit einer Weile schwerer zu sein. Was sie nicht merkten war, das Omen hinten schon zusammengebrochen war, und sich mitschleifen ließ. Er war Musiker, kein Arbeiter. Das war viel zu anstrengend gewesen, für seinen zarten körper.
      Dann endlich erreichten sie die Stadt. Auf den Höfen und Feldern davor, bot sich den Anwohnern ein seltsamer Anblick. Zur Mittagshitze wurde ein Stohbeladener Wagen von vier Leuten bewegt, und ein Fünfter schleife mit den Füßen ( was wie eine Bremse wirkte ) hinten dran hinterher und zog eine Schleiffurche, während eine geisterhafte Peitsche ganz von alleine gelegentlich einen Schlag ausführte und es knallen ließ.
      Salina winkte fröhlich ( auch wenn es ihr Scham ins Gesicht rötete ) und schob weiter.
      Irgendwann erreichten sie dann das Stadttor.
      Dort stand auch schon der Händler, dem der Wagen gehörte. Fast schon erleichtert, kam er auf sie zu und bedankte sich. Er wusste nicht, was mit den Pferden los gewesen war. Aber das sie den Wagen herbrachten, das war äußerst freundlich gewesen.
      Fix und fertig saßen sie dann auf dem Grün vor dem Tor und Salina fächerte sich Luft zu, und wischte sich Schweiß von der Stirn. Der Händler gab jedem einen Krug mit Wasser zum Dank.
      Omen, der an wenigsten geleistet hatte, am kraftvollsten bremste, und trotzdem am aller erschöpftesten war, hätte vor Freude fast singen wollen. Salina meinte, das es zur Mittagshitze sicher nicht gut war. Und er könnte ja in der Stadt viel mehr Ohren mithören lassen. Er könnte ja den Markt aufsuchen, und sich dortigen Musikern anschließen. Omen fand die Idee wundervoll.
      Glück gehabt. Nicht das hier auch noch was passiert wäre.

      Da waren sie nun, Gimore. Und sie hatten fast kein Geld mehr. Offenbar konnte Alice nicht einfach die Schatzkammer ihres Vaters plündern. Vermutlich war Marie sogar ganz Glücklich darüber. Nicht das die Gruppe hier noch dafür sorgte, dass das Königreich Alcedo pleite ging, und zerfiel. Die würden das garantiert schaffen - komplett ohne Krieg und Armee.
      "Ähm, sagt mal, Prin... Alice, habt ihr noch Geld für eine Unterkunft? Irgendwo müssen wir ja schlafen. Gasthäuser wird es hier ja genug geben. Aber in einer Großstadt sind die sicher noch ne Spur teurer. Und bis wir was verdient haben ....", fragte Salina grinsend.
      Ihr Geldbeutel hustete Staub. Sylphiettes beherbergte lustigerweise ein vertrocknetes Blatt, das herausfiel und sich auf dem Weg zum Boden ein paar mal drehte. Omen hatte sogar seinen Geldsack gleich mit abgegeben, und müsste sich hier auch noch einen neuen kaufen.
      Dann ertönte ein Magenknurren. Von der Tonlage her war es Sylphiettes Magen gewesen. Sie meinte, das sie gern was Essen möchte. Salina sprang fröhlich in die Hungerstimmung ein.
      "Ja, lasst uns ein gutes Gasthaus suchen und was essen. Nur gestärkt können wir uns wieder refinanzieren."
      Allen war klar, wer das bezahlen durfte. Sollte Marie das mal in Rechnung stellen? Diese Idioten loszuwerden war unmöglich. Sie alle steckten jetzt 1 Jahr mit diesem Schreckenssänger vertraglich fest. Abhauen war also auch nicht drin. Am Ende gab es nur wieder Krieg, wenn was schief läuft.
      Gemeinsam gingen sie jetzt in die Stadt. Hier war viel los. Überall gewusel. Die Leute arbeiteten, oder boten an Ständen ihre Waren an. Die meisten Stände aber fanden sich im Zentrum, beim Maetplatz oder den umliegenden Straßen. HIer fanden sich auch die meisten Gasthäuser. Eines davon hatte sich gute Preise.
      Sie fanden eine Taverne. "Zum Tanzenden Hasen? Das klingt nett. Ich denke da sollten wir rein, hihi.", meinte Salina.
      Es war ein größeres Gasthaus, mit zwei Stockwerken. Es gab einen großen Schankraum auf der einen Seite, und noch einen Festsaal auf der anderen Seite. An einer Tafel hingen Schriften aus, die darüber informierten, das man hier Feierlichkeiten anbot. Das klang nicht übel. Schon heute Abend wollten zwei Händler ihre Fusion feiern. Da wird sicher gut gespeist und getrunken.
      Im Schankraum begaben sie sich erstmal zur Theke, wo ein Mann stand und Gläser polierte. Marie übernahm die Anmeldung. Jetzt mussten es mindestens drei Zimmer sein. Zwei Doppelzimmer für die Damen und eines Extra für den Herrn.
      Der Preis war saftig. Und dann ambesten drei Tagen im Voraus. Nachzahlen konnten sie ja, wenn sie was verdient hätten. Außerdem musste der Magen dieser Fressmaschine besänftigt werden.
      Zu Tisch gab es erstmal ein kühles Bier für alle - außer Omen, der sich weigerte, Alkoihol zu trinken. Das sei ihm zu harter Stoff. Er hätte gern etwas Kamillentee.
      "Und du willst ein Mann sein? Pah, da lachen ja die Gebeine toter Ratten!", witzelte Salina. Dann stießen sie an, ließen Krüge und Teetasse kollidieren und genossen das kühle Schaumige. Salina lachte auf und zeigte auf die Elfe. Sie hatte einen Bierbart der sogar an der Nase hing.
      "HAHAHA, na du hast die Nase aber Tief im Krug."
      Kurz darauf kam das bestellte Essen. Salina hatte sich für den deftigen Wildschweineintopf entschieden. Neben Fleisch auch etwas Kartoffeln und Möhren und Pilze drin. Dazu gab es einen großen Korb mit Brotscheiben. Der war aber eher für alle.
      Den Magen konnte man hier definitiv füllen.
      Später könnten sie einen Verdauungsspaziergang machen, und sich dabei in der Stadt umsehen. Aufträge gäbe es sicher in Hülle und Fülle. Außerdem wollte Salina gern den Magierbezirk aufsuchen. Sylphiette war sicher auch schon neugierig, ob sie hier die korrekten Läden fanden, für ihre Gesuche, und wenn ja, was das Zeug kostete. Magischer Kram war immer teuer. Vorallem so ein Sonderzeug.
      "Wollt ihr nach Helden Quests ausschau halten? Bestimmt könnt ihr hier ein paar Punkte machen.", meinte Salina grinsend.
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    • Ein Jahr kam einem immer länger vor, je mehr Zeit sie in dieser Gruppe verbrachten. Ein Unglück nach dem nächsten und dabei ahnte niemand, welches Unglück sie wirklich hinterließen, wenn sie glaubten geholfen zu haben.
      Die Sache mit den durchgehenden Pferden war ganz eindeutig Omens Schuld. Daran zweifelte höchstens die Elfe, die die meiste Zeit nur an Essen denken konnte.
      Immerhin waren sie sich einig den Karren als Wiedergutmachung zu seinem Besitzer zurückzubringen, was sich nicht nur als gar nicht so leicht herausstellte - schließlich waren sie eine Gruppe junger Frauen und Omen war alles andere als eine Hilfe - sondern auch noch sehr an Marie's Nerven zerrte. War das Salina's Art von Humor? Fand sie das witzig? Oder glaubte sie im ernst, dass ihre magische Peitsche in irgendeiner Form hilfreich war?

      Marie war jedoch zu erschöpft gewesen, als sich zu beschweren. Wohl deshalb gab es auch keine große Widerrede, als sie sich ein Gasthaus suchten und die Prinzessin erneut für die anderen vorstrecken musste. Nun brauchten sie allerdings wirklich dringend neues Geld. Mit leerem Magen ließe sich das jedoch nur schwer bewerkstelligen.
      Bier war das Getränk der Abenteurer und Helden. Entweder das diente Alice als Motivation davon zu trinken oder sie brauchte es gerade genau so dringend wie Marie, um ihre Nerven zu beruhigen. Omen wurde für seine Getränkewahl aber nicht nur von Salina etwas schief angeschaut. Salina war allerdings die einzige, die sich darüber lustig machte.
      Marie seufzte schwer, schwieg aber. Ein Mann wurde kein Mann, weil er trank.
      Sie blieb dennoch ruhig. Schon die ganze Zeit sagte sie kaum etwas. hatte sich sogar bewusst und möglichst unauffällig weit weg gesetzt von Omen, der ihr in der Quelle eindeutig zu nahe gekommen war. Das musste sie wohl noch verarbeiten. Außerdem war sie hungrig, wenngleich niemand Sylphiette in Geschwindigkeit und Menge Konkurrenz machen konnte.

      Als sie ihre weiteren Pläne besprachen, schlug Marie sich in zwei Gruppen aufzuteilen. Heute würden sie erst einmal nach leichten Quests Ausschau halten. Omen würde mit ihnen kommen, schließlich waren Salina und Sylphiette viel stärker, da konnten Marie und Alice Unterstützung gebrauchten. Das kauften die beiden ihr auch sofort ab. In Wahrheit wollte sie nur vermeiden, dass der Barde drauf ging. Bei ihnen war er sicherer. Später könne man sich für schwerere Quests ja zusammenschließen. Aber sie würden viel schneller an Geld kommen, wenn sie getrennt mehrere Quests gleichzeitig abschlossen, als zu fünft zu agieren. Effiziente Arbeitsweise, nannte Marie das. Sylphiette stimmte natürlich sofort zu und auch Alice unterstützte diesen Vorschlag.


      Also gingen die beiden Damen vom Hofe mit dem Barden auf Questsuche. Am Abend könnte er in irgendeiner Taverne sein Glück mit seiner Musik versuchen, aber nun sollte auch er sich bemühen, wieder etwas Geld in die Kasse zu bringen. Ohne die Stadt mit seinem... besonderem Gesang zu belästigen belustigen.
      Sie erledigten heute wirklich nur einfache Hilfsquest, um es langsam angehen zu lassen und sich mit der Stadt vertraut zu machen. Deshalb kauften sie sich auch eine Karte, die Marie am Abend vor sich ausgebreitet hatte, um sie zu studieren. Es war ihre Idee eine andere Schenke aufzusuchen - nicht das sie noch ihr Zimmer verlieren würde, sollte etwas unvorhergesehenes passieren. Dort versuchte sie ihren Zorn weiterhin in Bier zu ertränken. Wobei es vielleicht doch eher die Scham war, die sie verbergen wollte. Die Nähe zu Omen war für sie kaum zu ertragen und doch nahm sie es auf sich, um ihn vor Salina und Sylphiette zu beschützen.

      Ein paar Kerle gafften schon die ganze Zeit zu ihnen rüber und Marie musste sich zurückhalten, ihnen keine zu verpassen. Allerdings ging sie davon aus, dass diese Perverslinge ihre Prinzessin anstarrten. Als einer von ihnen die Chance nutzte, um Omen anzusprechen, war das allerdings auch keine Erleichterung für sie.
      "Nimm deine dreckigen Flossen weg...", knurrte sie bedrohlich, während ihre Augen beinahe wie die eines Dämons funkelten. Ihr - leider doch nicht - tödlicher Blick verscheuchte den Kerl, der Omen bedrängt und unerlaubt angrabschte, weil er ihn ebenfalls für ein zartes Mädchen hielt. Passierte ihm das vorher auch schon? Oder hatte er nur in der Mädelsrunde diese Ausstrahlung? Das er Tee wie eine unschuldige Jungfer trank, ließ ihn jedenfalls wirklich nicht besonders männlich erscheinen.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Magierbezirk
      Salina

      Der Tag war noch jung, und nach dem saftigen Mittagessen und dem Anmieten der Zimmer für die nächsten Tage, konnten sie dann erstmal die Stadt erkunden. Natürlich trennte man sich wie vorgeschlagen in Gruppen auf. Gern auch in den nächsten Tagen, um erstmal genügend Geld zur Selbstversorgung ranzuschaffen. Salina hatte damit kein Problem.
      "Also gut, Sylph. Ab in den Magierbezirk. Wenn wir Glück haben, dann gibts da auch ein paar Hexen, oder zumindestens Händler, die magischen Kram anbieten. Vielleicht sogar dein begehrter Rucksack. Aber ich sage dir gleich, nimm nicht die Billigen. Aber ich werd dir da schon den richtigen zeigen.", gab die kleine Hexe stolz an. Immerhin musste sie ihrer Helferin ja ein gutes Vorbild sein, und durfte nich abstinken.
      Sie gingen ein Stück, bis sie wieder an der Hauptstraße waren. Sie sahen sich um. Weiter hinten gab es eine Art Stadtschloss, wo wohl der Stadtherr wohnte. Irgendwer vom Adel. Brücken führten zu anderen Stadtteilen und Bezirken. Sie suchten daher eine Tafel mit Stadtplan auf. Marie hatte auch extra noch eine Karte gekauft, um jederzeit draufsehen zu können. Die beiden mussten sich auf Schilder oder die Leute verlassen.
      Salina stöhnte auf. "Huuufff, wir müssen am Schloss vorbei, weiter nach Norden. Der Bezirk ist irgendwie fast am anderen Ende der Stadt. Wir brauchen sicher 20 Minuten."
      Wo sie jetzt waren, gab es den Marktplatz, Unterkünfte und Gasthäuser für Reisende, Händler und zahlreiche Wohnungen der Einwohner und Lagerhäuser. Einer der mehrfachen Handeslbezirke. Also folgten sie der Straße links am Schloss vorbei und kamen später dann tatsächlich beim Magierbezirk an.
      Ein Tor wies darauf hin. Ein Schild mit magischer Schrift die leuchtete, gab dem Ganzen schon einen Vorgeschmack. Gleich am Zugang gab es Tafeln, die den Bezirk etwas erklärten.
      Salina studierte ihn einen Moment und tippte dann mit ihrem Stab auf die Karte. "HA! Hier gibts tatsächlich ne Hexe. Bestimmt bietet sie neben Questaufgaben auch nen Hexenbaum an. Hexen bieten immer irgendwas an. Und sie haben immer eine Aufgabe parat. Deshalb können sie sich viel Zeit für ihre Experimente nehmen, weißt du?"
      Etas angeberisch belehrte sie Sylph. Sie fanden auch noch den Bereich für Werkstattmagie. Dort gab es mehrere Handwerksläden der Magie. Kleider, Utensilien vom Topf bis zum Besen, andere Ausrüstung.
      "Da gehen wir zuerst hin. Liegt eh auf dem Weg."
      --Zwischenstopp bei einem Grillstand-- Gut das sie noch ein paar Münzen von Alice bekommen hatten. Man wusste ja nie. Und Sylphiette fing schon wieder an zu sabbern.
      "Wir hatten doch gerade erst gegessen?", bemerkte Salina und seufzte. Schon eine Minute später fehlten die ersten Kupfermünzen und beiden hatten Spieße mit Hähnchenwürfel und Bratapfel in den Händen. Salina zwei, Sylphiette sechs Stück.
      40 m weiter hielten sie dann an einem Getränkestand. Dort bot ein Zauberkundiger Fruchtsäfte an. Die glitzerten oder blubberten. Selbstverständlich musste Sylph die probieren.
      Noch ein Stück weiter gab es Süßigkeiten, und Sylph erhielt eine Tüte mit Kaubonbons. Salina hob ihren Geldsack und schüttelte ihn. Es waren nicht mehr viele Münzen drin.
      "Harrrr, Sylph, du frisst mir den Hut vom Kopf. Halt dich gefälligst mal zurück.", meckerte Salina. Sylph konterte. Salina meinte nur. "Hää? Im Wachstum? Da frag ich mich nur, wie du das jetzt gemeint hast.", und starrte Sylph auf die Brüste. Noch mehr Holz vor der Hütte, und der Winter kann kommen .....
      "Jetzt ist schluss. Da vorne ist der Laden. Rein mit dir.", ordnete sie an, und schon die Elfe geschwind voran, während sie genüsslich auf ihrem Süßkram kaute.
      Leicht außer Atem betraten sie den Laden. Ein alter Mann mit Zottelbart begrüßte die Damen.
      "Willkommen. Sehen sie sich ruhig um." "Danke. Haben sie Rucksäcke?" "Dahinten das dritte Regal."
      Alles klar. Salina schon Sylph dahin und dann fanden sie eine größere Auswahl an Rucksäcken und Taschen, und Beuteln. Einige waren handelsüblicher Standart, wenn auch auf Hexenbedarf ausgelegt. Aber dann gab es auch die magischen mit Lagerzauber.
      "Hier, sieh mal. Die sind perfekt. Und mehrere Farben gibts auch. Von Klein bis Groß. Such dir was aus. Aber denke daran, nicht zu billig. Und ambesten auch nicht zu riesig. Du musst dich ja auch noch bewegen können. Hihihi."
      Nach einigen Proben, fand Sylph tatsächlich, was ihr Herz begehrte. Allerdings war der Preis saftig. Aber Salina sah, das die Qualität gut war.
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      "Hachhh, das wird nicht einfach. Wir müssen nen hohen Quest erfüllen, um an das Geld zu kommen.", seufzte Salina. 100 Goldstücke. Ein Wucherpreis. Mehrere Quest werden wohl nötig sein.
      Der Verkäufer schaltete sich ein und räusperte sich. "Werte Damen, ich sehe, sie haben Interesse an diesem Rucksack. Und sie machen sich über den Preis sorgen, ja? Vielleicht komme ich euch etwas entgegen."
      Beide wurden hellhörig. "Haben sie ein Auftrag zu vergeben? Meine Novizin kann auch hier im Laden helfen. Sie fegt wie ein Wirbelwind den ganzen Schmutz beiseite." ( und vermutlich den halben Laden leer ...)
      Der alte Mann lachte. "Haha, nein, dafür ist kein Bedarf. Ich habe einen magischen Haushaltsbesen. Der reicht aus. Aber, ich hätte tatsächlich Arbeit für euch. Mir ist eine spezielle Farbe ausgegangen. Sie ist hier nicht erhältlich, da sie frisch erstellt werden muss. Wenn ihr im Wald nach Nebelstaubblüten und vier Cobalt Hüten suchen würdet, dann muss ich mich nicht extra bemühen. Allerdings warnt der ortliche Sheriff davor, das im westlichen Waldgebiet ein Ungeheuer sein Unwesen treibt. Genau dort, wo man das Material für die Farbe findet. Für die Extragefahr würde ich preislich einen hohen Rabatt gewähren. Bringt ihr mir was ich suche, gebe ich euch den Rucksack für 40 Goldstücke. Na, was sagt ihr?"
      "V-vierzig Goldstücke? Ho hu hooo, das ist mal ein Rabatt. Und das nur wegen einem Ungeheuer? Pfffffahahaa, das ist doch nicht der Rede wert. Ich Salina Salbano, Hexe in Selbstausbildung, weiche vor keinem Ungetüm davon, das in den Wäldern armselige Wanderer befällt. Bis heute Abend hast du deine Farbzutaten, Alterchen. Komm, Sylph. Auf in den Wald!"


      Im Wald westlich der Stadt

      Sie waren etwa eine Stunde unterwegs, um den besagten Bereich zu erreichen. Dann mussten sie den befestigten Weg verlassen, und ins Unterholz wechseln, was nochmal ne halbe Stunde Zeit kostete. Nun waren sie tief im Wald, und keine Seele weit und breit. Nur die üblichen Geräusche. Vögel, Rauschende Baumkronen. Hier und da fiel Sonnenlicht ein, und ließ den Wald angenehm hell wirken. Nur wenige Ecken waren etwas duster.
      "Wirkt so ... friedlich. Und hier soll ein Ungeheuer umherstreifen? Ich hab nicht mal Spuren gesehen. Weder abgeknickte Äste, noch Fußabdrücke. Hast du was gesehen? Ich meine, außer den Nussbusch, den du vor 10 Minuten geplünder hast. Lass noch was für die Tiere!"
      Nicht auszumalen, das sie bald neben ihrem magischen Magen, noch ein Rucksack hat, den man reichlich vollstopfen konnte.
      Und außer oben rum, scheint sie kein Gramm Fett anzusetzen. Das war ja so unfair.
      "Los, suchen wir das Zeug."
      Sie brauchten also einmal Pflanzen und deren Blüten, und einmal Pilze. Cobalt Hüte wuchsen meist an Hügeln, oder Höhlen. Sie mussten daher zur Bergseite gehen. Aber hier bei lichten Stellen würden sie sicher die Nebelstaubblüten finden. Der Morgentau vom Nebel verwandelte sich in Staub auf den blüten, wenn der Nebel sich verzogen hatte und es wärmer wurde. Diesen verwendete man in der Hexenküche. Oder für Schriften und Farben. Man musste ihn nur abschütteln. Oder die Blüten abzupfen, und vorsichtig in ein Säckchen stecken.
      Allerdings waren sie schwer zu finden und meist nur in tieferen Wäldern.
      In der Nähe summte es etwas. Ein Bienenstock. Eine Biene flog bei Salina vorbei. Definitiv eine Honigbiene. Eine mit extra Streifen auf dem Rücken. Die Goldhonigbiene. In dem Bienenstock würde es vor Honig nur so tropfen. Salina schauderte. "Sylph? Du gehst brav dadrüben suchen. Diese Ecke hier gehört mir. Das ist ein Befehl." *Scheuchscheuch*
      Nicht, das hier noch ein Unglück geschah, und ihr Magen wieder das Denken übernahm .....
      *Summbrummherummmmsummm*
      "Hau ab, du Biest ...", flüsterte Salina zu einer Biene, zeigte mit dem Finger auf diese und verpasste ihr einen winzigen schwarzen Blitzstoß. *bzzzzt*
      Es gab ein kleines Zischen, und die Biene war fort. Bloß keine Aufmerksamkeit erregen.
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    • Sylphiette

      Währenddessen erlebte die Elfe ihr eigenes Abenteuer mit der Hexe. Wie in guten alten Zeiten.
      Zuerst begaben sie sich jedoch ins Magierviertel, wo Sylphiette ihrem magischen Rucksack immer näher kam. Gäbe es nicht so zahlreiche verlockende Angebote von Köstlichkeiten, die die Elfe unbedingt probieren musste, um so Geld auszugeben, dass ihnen eigentlich gar nicht gehörte. Aber ihr Magen war glücklich, also war sie es auch. Immerhin war der Weg ins Magierviertel auch ganz schön weit gewesen, da brauchte man wieder eine Stärkung. Vielleicht war es auch das Geheimnis, wie Sylphiette an so eine große Manamenge kam, ohne zuzunehmen. Weil alles ohne Umwege in Mana verwandelt würde, als gäbe es kein Limit. Zumindest war das eine von vielen Theorien um Sylphiettes magischen Magen.
      Das sie noch im Wachstum war bezog sich eigentlich mehr darauf, dass sie für eine Elfe noch sehr sehr jung war. Noch grün hinter den Ohren und nicht einmal wirklich erwachsen.

      Jedenfalls kamen sie an ihr Ziel, sodass Sylphiette von den Essenständen abließ und Salina in den Laden folgte.
      Mit großen Augen betrachtete sie dann die magischen Rucksäcke, als würden gerade saftige Spanferkel vor ihrer Nase gegrillt werden. Ihr Ziel war zum Greifen nah, doch als sie ihre Hände hob, erinnerte Salina sie daran, dass sie erstmal eine oder mehrere Quests machen müssten, bevor sie sich den leisten könnte. Also ließ sie die Hände enttäuscht sinken und sah etwas geknickt zum Händler, der meinte ihnen vielleicht einen besseren Preis machen zu können, weshalb Sylphiette ihn wieder neugierig ansah. Sie nickte eifrig, als Salina vorschlug, dass sie im Laden helfen könnte, doch daran hatte der Händler kein Interesse.
      Stattdessen gab er ihnen eine Quest. "Aye Aye!", rief die Elfe fröhlich aus, was sie in irgendeiner Taverne aufgeschnappt hatte und trottete ihrer Kameradin hinterher. In ihrem Gesicht ein breites Grinsen und in ihren Gedanken der magische Rucksack.

      Zumindest bis sie im Wald ankamen und Sylphiette den Busch mit den leckeren Nüssen entdeckt hatte. Spuren hatte sie aber auch keine gesehen.
      Also gingen sie weiter. Das Ungeheuer würden sie schon mit links besiegen, da machte sie sich überhaupt keine Sorgen. Salina war nämlich eine mächtige Hexe! Da hatte Sylphiette großes Glück sie gefunden zu haben.
      "Okay", folgte sie Salina's Anweisungen ohne Widerworte und ging wie gefordert brav da drüben suchen.
      Dort fand sie einen gigantischen Busch mit saftigen Beeren, die sie sogleich probierte, während sie sich umsah.
      Nun wo die Elfe allein war, wagten sich immer mehr Waldbewohner in ihre Nähe und so ließ sich die Elfe davon ablenken und streichelte ein Reh, mit dem sie ihre Beeren geteilt hatte. "Habt ihr hier ein Monster gesehen?", fragte sie und sah die Tiere abwechselnd an, die ihre Tierlaute wild durch die Gegend warfen, als würden sie alle durcheinander reden. Sylphiettes Augen sprangen von einem zum anderen, doch sie kam nicht wirklich hinterher. Glaubten sie etwa, dass sie sie verstehen könnte, nur weil sie eine Elfe war? Bei dem Unterricht muss sie dann wohl geschlafen haben, denn sie verstand kein Wort.
      "Eh... Salina?!", rief sie fragend und drehte sich herum, ob sie die Hexe irgendwo entdecken könnte. Vielleicht konnte Salina die Tiere ja verstehen, denn auf Sylphiette hatte es den Eindruck als wüssten sie etwas. Doch als es hinter ihnen im Gebüsch raschelte, flüchteten die Tiere.
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      - Eugene Ionesco
    • Salina

      Gut. Sylph hatte noch nichts gemerkt, und war auf die andere Seite der Lichtung gegangen. Salina schnüffelte bereits hier am Boden herum, streifte Gestrüpp mit ihrem Stab beiseite, ganz vorsichtig, um den Staub nicht von möglichen Funden abzuschütteln. Tatsächlich fand Salina bald schon ein paar Blüten. "Uii, gleich drei Stück. Fast alles was wir brauchen. Fehlt noch eine. Aber mit euch gehts erstmal ab in den Hut ... schwubb schwubb ..."
      Vorsichtig zupfte sie die Blüten und nahm ihren Hut ab, um ihn damit zu füttern. "Alles brav aufheben! Runter damit.", und stopfte das Material in einen der Zipfelmünder. Den Hut wieder auf und fröhlichen Mutes weitersuchen. Hinter einem Busch verschwand Salina kurz, und suchte um einen Baumstamm herum. Währenddessen rief Sylph nach ihr, und hielt ausschau, fand Salina aber nicht. Das Rascheln vom Gras und das Knacken der Äste und Busch samt Baum dämpften Sylph Rufe ab, so das Salina kurz nichts vernahm.
      Aber dann schreckte auch die Hexe auf. Sie hörte mehrere Tiere plötzlich über die Lichtung flitzen.
      "Hmm? Was ist denn da los?", fragte sie sich, und fragte sich auch, ob Sylphiette was damit zu tun hätte. Treibt die wieder Blödsinn? Salina stürmte zurück auf die Lichtung, wo sie eine überraschte Sylphiette auf sich zulaufen sah. Und hinter ihr war ein .... " WAHH! Ein Oger! Was treibt der denn hier?", keifte Salina. Er war zum Glück langsamer als Sylphiette, aber dafür um so kräftiger. Er schleppte einen fetten Ast als Keule. Er war aber nur ein Einköpfiger. Der war zwar nur halb so dumm, wie ein Doppelköpfiger, aber intelligent genug, um zu wissen, was er trieb. Und er war groß. Bestimmt 3 Meter.
      "WOOOOHHHHUUUUURRR", brüllte der Oger. Ok. Das war definitiv ein Wilder. Der konnte wohl nicht mal richtig sprechen. Kein Wunder, das man den als Ungeheuer betitelte. Was wusste Salina noch? Ah! Cobalt Hüte. Sie aßen gern Pilze. Neben Fleisch. Und beim Fleisch waren sie nicht wählerisch. Aber manche Oger aßen sehr gern Elf am Spieß. Und Sylphiette kam ihm wohl gerade in den Geruchssinn.
      "Sylph, hierher. Lass dich nicht frangen. Der will dich essen."
      Kaum war die Elfe an Sylinas Seite, machten sich beide kampfbereit. "Du nach links - ich nach rechts." Beide flitzen los. Der Oger hatte sicher Schwierigkeiten, wenn er von zwei Seiten angegriffen wird.
      Salina schwang ihren Stab und feuerte krachend ein paar schwarze Blitze ab, deren Echo auf der Lichtung hallte. Aber seine dicke Lederhaut gab nur ein paar Brandblasen und Zischlaute von sich. Es roch nach verbrannten borstigen Haaren. Wütend fuchtelte der Oger und schwang die Keule, während er sich trotzdem weiter auf Sylphiette konzentrierte. "Uhh, der ist zäh."
      Sylph begann in der Eile auch mit ihren Attacken - daher wohl wieder reichlich unüberlegt. Schon schossen ihre Chakrams querfeldein über die Wiese.
      Salina, die über Gestrüpp und Äste stolperte, blieb plötzlich fixiert stehen. "Oh, was ist das, noch ne Blüte. Die werd ich besser schnell einsammeln." Hut ab, und runtergebeugt ** SAUSSSS** schoss eines der Chakrams über ihr hinweg, wo eben noch ihr Hals gewesen war. Das andere hatte der Oger mit der Keule abgewehrt, auch wenn diese jetzt fast halbiert wurde. Schon flogen die Chakrams durch Sylphs Magie hin und her, und wieder zu ihr zurück. UNd das machte den Oger noch wütender. Als dann auch noch ein fetter Ast vom Baum geschnitten wurde, und dessen Blattwerk den Oger traf, fuchtelte er noch wilder. Jetzt war seine Keule auch noch zerbrochen.
      "WOOOO WAAAHHH WUUUAAHHOOOORRR"
      Salina war fertig. Die erste Ausbeute war erledigt. Da der Oger sich hier rumtrieb, gabs an den Berghängen sicher die Pilze zu finden. Gut das Sylph erstmal das Objekt der Begierde war, und sie hier inruhe sammeln konnte. Aber jetzt mussten sie den Bursch los werden.
      Salina und Sylph bewegten sich kreisförmig am Rande der Lichtung und der Oger nahm jetzt den Ast, den Sylph abgeschnibbelt hatte. Jetzt war seine Keule noch größer.
      "Gut gemacht, Sylph. Er hat jetzt ne bessere Waffe!", rief Salina ihrer Helferin noch zu. Diese schwang er sogleich, und deckte so fast die ganze Lichtung ab. Beide Damen konnten gerade noch so ausweichen.
      "CHAOS TANZ", beschwor Salina, und zeigte mit dem Stab auf die Füße vom Oger, die sich daraufhin kurz selbstständig machten. Dabei schwang er den Ast und verlor das Gleichgewicht. Blätter flogen umher und er knallte schnaufend zu Boden. Aber das hielt nicht lange an. Wütend richtete er sich wieder auf. Sylph legte auch schon wieder los, und spielte Gärtnerin. Ihre Klingen rasierten zwei Schneisen in die Lichtung, und schnitten zahlreiche Äste von seiner Riesenastkeule ab. Im Gegenzug konnte er sie jetzt schneller schwingen als zuvor.
      "Sylph? Manchmal hab ich das Gefühl, du willst mich umbringen. Ich kann mich aber auch täuschen.", meinte Salina trocken zur Situation. Dann warf der Oger den Ast auch noch auf Salina, die zur Seite hechtete. Es rauschte und knackte. Der Ast steckte irgendwie in einem Baumstamm. Laub fiel zu Boden.
      "Jetzt reichts aber.", meckerte Salina. "Sylph - Komboattacke! Rasier ihm die Schultern! KNOCHENKNAST!"
      Salina beschwor zahlreiche Knochen aus dem Boden, die Stoßtähnen ähnelten. Sie waren gut 2 m lang und dick wie Beine. Kreisrund wurde der Oger eingesperrt, und hielten ihn an Ort und Stelle. Allerdings war der Oger ja gute 3 m groß, weshalb seine Oberarme frei blieben. Er fuchtelte kurz mit den Armen, brüllte und zog dann an den ersten Knochen, die langsam Risse bekamen.
      Sylphiette aber schaffte dann das Waldwunder der Natur, und köpfte den Oger mit ihren Waffen.
      Erleichtert seufzte Salina auf. "Puuhh, das war knapp. Der hätte sich fast befreit, hehe. Ich muss den Knastzauber wohl noch etwas aufwerten. Wenigstens ist jetzt Ruhe. Hast du gut gemacht. Der Abschuss gehört dir.", meinte sie lobend und klopfte Sylph mehrfach auf die Schulter. Dann tropfte etwas Honig von ihrem Hut. "Huch.... wie seltsam. Wo kommt der denn her?", fragte sich die Hexe. Muss irgendwie auf sie gekleckert sein. Für die Elfe ein gefundenes Fressen. Sie würde der Hexe sofort helfen und den Hut säubern, und wischte mit ihrer Hand den Wabenklumpen ab, und hielt ihn fest. Selbstverständlich biss sie dann hinein und ihr ganzer Mund war voller Honig. Salina seufzte. War ja klar. Also wandt sie sich wieder dem Ogerkadaver zu.
      "Ich habe so das Gefühl, das wir den später besser mit zur Stadt schleifen. Der ist bestimmt was wert. Lassen wir ihn erstmal liegen, und kommen später ..." *SUMMMSUUMMMMBRUMMMM* *KNACK-KNOCK.....BOK-FLOTSCH*
      "...was war das?"
      Beide drehte sich zu der Stelle, wo der Oger den Ast in einen Baum geworfen hatte. Offenbar war das zufällig der Baum gewesen, wo Salina den Bienenkob gefunden hatte. Und dieser hatte was abbekommen, und war jetzt runtergefallen, und aufgeplatzt.
      "Das ist jetzt nicht wahr, oder...?"
      Und ob es wahr war. Und die Bienen summten nicht gerade glücklich und zufrieden. Es klang äußerst unglücklich. Ja beinahe wütend und angriffslustig. Der ganze Schwarm, groß wie eine Kutsche in Kugelform, waberte ein paar mal *SSSSUUMMMsummmmSUUUUMMMsuuummm...*, und dann immer dem Honig nach. Denn wo ihr Honig war, da war auch der Übeltäter.
      Und das war Salina mit ihrem verschmiertem Hut und Sylphiette, mit dem Stück Wabe und dem verklebten Mund, die auch jetzt noch fröhlich kaute, während sie die Bieten beobachtete.
      "Ich bin weg.", meinte Salina und rannte plötzlich los, aber Richtung Berge. Die Bienen stürmten dann auf Sylphiette zu, die dann auch endlich kapierte, was Sache war. Sie folgte Salina selbstverständlich. Und natürlich biss sie wieder in die Wabe rein. Der Honig war jasoooo lecker. Und die Bienen ja so schnell und wütend.
      Natürlich hätte Salina zaubern können, und die Biester alle verbrennen können oder so. Aber blieb genug Zeit zum zielen, und würde sie alle erwischen? Flucht war hier die beste Wahl.
      Sylph konnte schnell laufen, und holte Salina wieder ein. Sehr zu ihrem Ärger. *verdammt, hatte gehofft die bleiben an der Elfe kleben*, dachte sich die Hexe.
      "Bist du irre? Wirf endlich den Honig weg ..."
      *summsummsummsummsummsummBRUMMM* "AHH...KEUCHHEUCH", kreischte Salina schwer atment, die schon fast die Stacheln spürte, als der Schwarm gemeinschaftlich ausholte in einer pulsierenden Bewegung.
      Vor ihnen ein Bach. Und gleich ein Stück daneben eine Art Tümpel. Welch ein Segen. "Sylphiette, rein da und abtauchen .."
      Mit Anlauf sprang Salina mit dem Kopf voran in den Tümpel und tauchte ab. Nur ihr Hut blieb treibend an der Wasseroberfläche zurück.
      Auch Sylph platschte ins Wasser, während die Bienen einen Moment nach ihrer Beute über dem Wasser surrten. Luftblasen stiegen auf.
      Die Bienen untersuchten den Hut. Das Wasser hatte den Honig schon abgewaschen. Dann nach einen quälenden Minute schwirrten sie wieder ab. Beide tauchten auf und japsten nach Luft. Die Gefahr war vorbei. Dafür waren sie jetzt klatschnass.
      Zehn Minuten später fanden sie eine kleine Berghöhle, da sie hier schon ein Stück am Fuß des Berges hochgelaufen waren.
      "Ich glaub, wir sollten mal unsere Sachen trocknen." Salina behielt nur ihr Oberteil und das Höschen an. Immerhin trug sie nie was drunter. Aber den Rest legte sie zum Trocknen ab.
      Sylphiette hatte ein paar Äste gesammelt, und Salina entzündete sie mit einer schwarzen Flamme. In der Höhle wurde es schnell gemütlich warm. Zudem schien auch noch die Sonne etwas rein, so das sie ihre Klamotten prima auf dem Boden ausbreiten konnten. Hitze und Sonne würden das schnell trocknen.
      Salina wrang ihren Hut aus, der mit einer Art Husten protestierte, so zerknautscht zu werden. "Halt die Klappe!", murrte Salina und zog die Reißverschlüsse zu. Im Schneidersitz saß sie jetzt vor dem Feuer und hielt ihre Hände nach vorn. "Huuuhhh, schön warm. Jetzt wäre was zu Futtern gut, meinst du nicht auch?"


      Währenddessen in Gimore
      Omen

      So ganz hatte Omen nicht verstanden, warum sie eine andere Schenke aufgesucht hatten, aber er konnte es sich schon denken. Es gab reichlich Gasthäuser in so einer großen Stadt, und dort probierte man sich halt durch. Hier schmeckt das Bier besser, dort der Wein. Oder das Essen. Man musste sich Optionen geben.
      Immerhin war der heutige Tag doch durchaus Ertragreich gewesen. Omen durfte fleissig mithelfen, bei einigen Hilfsquest zu unterstützen. Er durfte zwar nicht singen, was er seltsam fand, und ihn etwas traurig machte, aber Alice meinte, er solle seine Stimme lieber für den Abend schonen. Singen war sicher anstrengend. Und wenn die meisten Anwohner zum verdienten Feierabend in der Stadt unterwegs waren, Gasthäuser aufsuchten, dann wäre Omens großer Zeitpunkt.
      Omen bewunderte die Prinzessin. Sie war nicht nur schön, sondern ebenso klug, bedacht und führsorglich. Selbstverständlich würde er seine Stimme schonen, und dafür am Abend um so intensiver singen und spielen. Vielleicht ein Lied über die Früchte der Arbeit? Oder etwas Lustiges, das die müden Knochen der Anwohner in Schwung brächte?
      Ab und zu, wenn sie pausierten,zupfte er an seiner Lyra und summte, was man durchaus noch ertragen konnte, auch wenn das alles andere als melodisch klang. Eher wie wahlloses Gezupfe.
      Immerhin hatten sie dann auch ein paar Aufgaben erledigt, wobei Omen meist nur beobachtete und Wache hielt. Nur zur Sicherheit.
      Aber beim Äpfel Pflücken, die nahe der Stadt an zahlreichen Bäumen wuchsen, damit eine Gruppe Großmütterchen ihre Apfelkuchen und Säfte herstellen konnten, da durfte er eifrig mitmachen. Da fühlte er sich schon fast wie ein großer Held.
      Ein Held, der jetzt bequem auf einem Hocker am Tresen saß, und einen Becher Tee genoss. Zumindestens solange, bis irgendwelche Typen kamen, und einer seine Finger nicht ganz unter Kontrolle hatte. Zuerst sprach er Omen ekelhaft freundlich gespielt an, aber dann landete eine Hand auf einem seiner Oberschenkel, und der Typ grinste. Marie klärte die Situation schneller, als Omen begriff, was überhaupt los war.
      Omen begab sich dann verlegen zu Marie und Alice an den Tisch, der gleich in der Nähe war. "Ähhh, hehe, vielen Dank, Marie. Der Typ war wohl doch etwas aufdringlicher, als ich dachte. Aber mach dir nicht zu viele Sorgen. Außerdem ist das doch normal, oder? Schließlich kenn ich das so, seit ich Sangbell verlassen habe. Aber dieser Typ hat wirklich aufdringlich nach Alkohol gestunken. Ich bekam schon fast Atemnot. Nun ist er ja zum Glück verscheucht."
      Er nahm dann am Tisch Platz, und schlürfte Tee. Sie unterhielten sich noch kurz über diese Aktion, vorallem Alice und Marie. Und Omen schien Kernpunkt im Gespräch zu sein. Wieso eigentlich? Er zuckte mit den Schultern. Frauen waren wirklich kompliziert.
      Gäste betraten die Schenke und bestellten schon die ersten Biere und was zu Essen. Gelächter und Unterhaltungen nahmen Fahrt auf und bald herrschte eine fröhliche Stimmung im Schankraum, was auch den Wirt freute. Gut gelaunte Gäste zahlen mehr. Und sie trinken mehr.
      Und Omen? Er witterte seine große Chance. Jetzt war sein Moment, allen die Künste aus Sangbell zu erläutern. Oder viel mehr - die Künste eines Freaks.
      Er erhob sich. "Entschuldigt bitte, meine Damen, aber ich denke jetzt ist es Zeit, das auch ich etwas fü die Reisekasse erwirtschafte."
      Omen begab sich zum Wirt, und fragte, ob er was verdienen könne, wenn er zur Stimmung hier ein lustiges Lied singen würde. Der Wirt stimmte zu.
      Und so kündete Omen sich selbst an, bat um Aufmerksamkeit, zupfte auf der Lyra und erklärte, das er nun ein fröhliches Lied singen würde, das einem das Bier noch leichter die Kehle hinabgleiten würde. Darauf bestellten viele vorabschon einen Krug, und der Wirt kam fröhlich grinsend ins Schwitzen.
      Nur Alice und Marie schienen besorgt zu sein. Und das zurecht. Omen begann zu singen.

      (Strophe 1)
      "In der Taverne, oh wie fein,
      Sitzen wir bei Bier und Wein,
      Die Arbeit ruft, doch wir lachen laut,
      Mit einem Krug, der niemals klaut.

      (Refrain)
      Arbeit, Arbeit, das ist kein Spaß,
      Doch wir tanzen, so wie es grad passt,
      Mit einem Lächeln, so frisch und bunt,
      Machen wir das Leben fröhlich und gesund!

      (Strophe 2)
      Der Schmied am Amboss, er schlägt im Takt,
      Die Bäckerin, die Teig macht, so geschickt und pakt,
      Der Müller mahlt, die Mühle dreht,
      Doch in der Taverne, da wird's nie zu spät!"


      Neben fieser unpassender und unmelodischer Lyrenmelodien, gab es auch hier wieder reichlich falsche Tonhöhen, Gebleier, Gekrächze, Gekeife, das sogar den ein oder anderen Krug sprengte, und jeder Gast nur noch einen Buckel machte. Der Wirt rümpfte seinen Schnauzer, und irgendwer fing an zu kotzen, und lief vor die Tür.
      Die Stimmung in der Schenke war definitiv nicht mehr so fröhlich, wie vor zwei Minuten.
      Omen hatte einen Brotkorb auf einen Hocker gestellt, und bat um eine Spende, die seine Künste loben sollten. Und er versprach, erst aufzuhören, wenn dieser randvoll war.
      Es dauerte keine Minute, und der Korb war überfüllt mit Münzen und ganzen Geldsäckchen.
      "Hier, Barde. Nimm. Aber versteht bitte, das wir...ähm, wie sage ich es .... nicht mehr als ein Lied vertragen. Ja genau. Ähm, es war ... äußerst intensiv. Ähm, leider muss ich jetzt eh nachhause. Meine Familie wartet."
      Ähnliches hörte er von anderen, und viele stimmten dem zu. Omen badete in Anerkennung. Jener Anerkennung, nach der er solange schon suchte. Oh ja, diese Reise war Gold wert. Omen hatte in 3 Minuten mehr Geld geschaufelt, als die Drei auf ihren Quests angesammelt hatten.
      Ob man das allerdings als etwas Gutes ansehen konnte, oder eher Mitleid hegen sollte, war fraglich ....
      Zufrieden nahm Omen wieder am Tisch platz.
      "Seht mal. So viel Geld." Auch Alice und Marie waren erstaunt und wollten soeben das Geld sichern, als der Wirt kam und wütend schnaufte.
      "Hör mal Freundchen! Vertragsänderung. Wegen ... gewisser Umstände, muss ich leider die Hälfte davon abhaben. Sonst bekomme ich Probleme. Und dann würde ich euch bitten zu gehen." *rümpft seinen Schnauzer*
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück

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    • Sylphiette

      Die Elfe war heilfroh, dass Salina ihr zur Hilfe eilte. (Obwohl sie es vermutlich auch allein geschafft hätte, aber aus irgendeinem Grund schien sie die Hexe zu vergöttern...)
      Gemeinsam gelang es ihnen auch den Oger niederzustrecken. Und sehr sehr sehr viel Chaos zu verbreiten. Sich gegenseitig beinahe zu töten. Das übliche. Sie hatten immer noch mehr Glück als Verstand.
      Und was für ein Glück sie hatten! Zur Belohnung fand Sylphiette eine köstliche Honigwabe auf Salina's Hut, den sie sich mit einem fröhlichen Grinsen auch sogleich schmecken ließ, ohne darüber nachzudenken, wo der überhaupt herkam. Ja, sie waren schon riesige Glückspilze.
      Wobei das Glück ihnen im nächsten Moment auch nicht mehr hold war, als sie von wütenden Honigbienen angegriffen wurden. Etwas verwundert darüber, dass Salina panisch davon gelaufen war, nahm auch sie nun ihre Beine in die Hand. Schnell wie der Wind selbst - meistens eher wie ein unkontrollierbarer Tornado - lief sie ihr nach, überholte sie und sprang auf ihren Vorschlag hin in den Tümpel. Was sie weniger verstand war, warum sie den Honig wegwerfen sollte, aber nachdem sie noch einen großen Bissen genommen hatte, folgte sie ihrer Anweisung, denn Salina hatte immer Recht.

      Nachdem die Bienen von ihnen abließen, kletterten sie aus dem Wasser. Die Elfe trug noch immer ein breites Lächeln im Gesicht, als wäre das Leben einfach wunderschön. Für sie war es das auch. Voller Abenteuer und Aufregung. Dazu noch eine Menge neuer Freunde. Besser hätte sie sich ihr Leben hier draußen gar nicht vorstellen können.
      So kam Sylphiette auch ohne zu meckern ihrer Aufgabe nach, Feuerholz zu sammeln, damit Salina ein kleines Lagerfeuer machen konnte, um ihre Kleidung zu trocknen. Auch die Elfe hing ihre Sachen daneben und behielt lediglich ihre Unterwäsche an - so wie Salina es ihr eben vorgemacht hatte.
      Sie wärmte sich fröhlich summend auf und nickte eifrig, als Salina etwas zu futtern erwähnte. Also spazierte sie los, um nach etwas zu suchen, dass man gut auf dem Feuer rösten könnte. Halbnackt und unbewaffnet, aber was sollte schon passieren?



      Marie

      Das Omen das nicht zum ersten Mal erlebte, wunderte sie nicht. Sie hatten ihn ja auch für ein Mädchen gehalten. Er gab auch ein sehr süßes Mädchen ab; nur leider wusste Marie es sehr viel besser. Ob sie diese Bilder je wieder vergessen könnte? "Ich hasse solche widerlichen Kerle", antwortete sie lediglich.
      "Manchmal glaube ich, hasst du alle Männer...", meinte Alice nachdenklich und schlürfte ihr Bier. Alkohol tat der Prinzessin wohl nicht so gut.
      "Nicht alle."
      "Stimmt. Omen hasst du nicht." Außer vielleicht seine Gesangseinlagen, die auch schon bald folgten. Doch so wurden sie Zeugen davon, dass selbst Omen auf diese Weise eine Menge Gold verdienen konnte. Oder gerade deswegen. Weil sich keiner traute ihn rauszuschmeißen? Vielleicht weil sie ihn alle für ein Mädchen hielten und deshalb mehr Rücksicht nahmen?
      Die Show war furchtbar, doch der Korb war voll. Das sie am Ende die Hälfte abgeben mussten, war zwar ärgerlich, doch sie hatten für wenig Aufwand - gut, ihre Ohren hatten sehr gelitten - eine Menge Geld eingenommen.
      "Vielen Dank! Gehabt Euch wohl!", verabschiedete sich Marie von dem Wirt und schob Omen nach draußen.

      "Was hältst du davon, wenn wir das nächste Gasthaus besuchen? Damit noch mehr Menschen deine Musik genießen können", schlug Marie vor, ohne mit der Wimper zu zucken. Wie gut Barden Geld verdienten, wusste sie nicht, aber Omen hatte den Korb so schnell gefüllt, dass sie mit einem zweiten Auftritt genug Gold zusammen bekommen sollten, um ihre Ausgaben wieder rein zu bekommen.
      "Na komm!" Mit einem verspielten Lachen zog die Maid den Barden hinter sich her und Alice folgte ihnen schweigend. Marie konnte ein wahrer Engel sein, aber sie konnte auch unglaublich gut nur so tun, als wäre sie einer. Wenn es zum finanziellen Vorteil der Gruppe war, würde sie sich eben bei Omen einschmeicheln und auch seinen Gesang ertragen. Damit ihr das auch leichter fiel, bestellte sie direkt noch etwas Bier für die beiden Damen und wie üblich Tee für Omen.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Salina

      Ein Grummeln in ihrem Magen hallte durch den Höhleneingang, in dem sie am Feuer saß, und mit einem Stock darin herumstöcherte. Sylphiette war aufgebrochen, was zu Futtern zu suchen. Das war jetzt schon eine halbe Stunde her.
      "Wo bleibt diese Unverbesserliche .... hat sie vielleicht selber alles aufgegessen? Na warte, wenn die wieder kommt, mach ich ihre Ohren noch länger!"
      Inzwischen war sie aber auch wieder komplett trocken, und ihre Sachen auch. Das Feuer hatte eine angenehme Wärme im Eingangsbereich erzeugt, wo kaum Wind wehte. Sie nahm einen dickeren Stock und entflammte ihn magisch, um ihn als Fackel zu verwenden. Für das Stück Höhle, das sie erkunden wollte, reichte das aus. Sie hätte natürlich auch ihren Stab nehmen können.
      Um die Zeit zu vertreiben ging Salina ein paar Meter weiter in die Höhle. Das Feuer leuchtete die Ecken aus. Ein Tiefer Gang öffnete seinen Schlund vor ihr. Es kam sogar etwas Licht heraus. Ob es da ein Loch in der Decke gab?
      Salina wollte es erkunden. Schon bald fand sie den Grund. Mineralien und einige Leuchtpilze. "Ohooo, natürliche Leuchtmaterialien. Davon sollten wir auch was mitnehmen." Sie zupfte einen der Pilze, begutachtete diesen, zuckte mit der Schulter und *Haps*, trieb der Hunger den blau leuchtenden Pilz hinein. Sie kaute kurz und würgte ihn dann runter. "Wüäähh, zum kotzen ..., aber ein Beweis für seine Qualität."
      Sie ging zurück und endlich tauchte auch Sylph wieder auf.
      "Wo bist du gewesen? Ich verhungere hier fast, und du gehst im Wald spazieren.", meckerte Salina.
      Immerhin hatte die Elfe was mitgebracht. Sie hatte wohl eine Falle gebaut und in einem Busch gehockt, bis ein Hase kam. Und dann wollte sie noch einen fangen. Jetzt hatten sie zwei davon. Das FEll hatte die Elfe auch schon abgezogen und sie ausgenommen.
      "Na wenigstens hast du die schon vorbereitet. Also, ab auf die Stöcker und übers Feuer. Übrigens, in der Höhle gibts Leuchtmaterial. Das sammeln wir auch ein. Und sicher gibts da auch noch die gesuchten Pilze."

      Es verging noch eine Stunde, ehe sie mit vollem Magen wieder aufbrachen. Hinein in die Höhle. Salina leuchtete jetzt wieder mit ihrem Stab und Sylphiette sollte reichlich Mineral und Pilze sammeln. Die konnte sie auch als Leuchtmittel verwenden.
      Noch tiefer in der Höhle weitete sich das Gebiet zu einem großen Dom. Die Decke war in der Finsternis verschlungen, aber der Boden war mit Pilzen bewachsen, und ließ ihn in einem blauem Grauschimmer glimmen. Ein See prangerte in der Mitte, und ein kleiner unterirdischer Bach mündete in ihm. Auch im See schimmerte ein wenig LIcht, was über ihm die Decke erhellte, und tausende Stalaktiten offenbarte. Hin und wieder hörte man einen Tropfen ins Wasser fallen.
      Mittig im See gab es nich eine kleine Insel, auf der weitere Pilze wuchsen. Salina starrte angestrengt hin und freute sich dann. "Ahhh, Cobalt Hüte! Da wachsen die Pilze, die der Händler braucht." Sie prüfte das Wasser. Eiskalt. Rüberschwimmen war nicht drin, und sicher würde sich auch die Elfe weigern.
      "Hilft alles nichts. Da werd ich wohl nen Diener rüberscheuchten. Ich beschwör mal eben einen."
      Sie hielt ihren Stab nach vorn zu einer freien Stelle und versank kurz in Gedanken. Dann glühte der kleine Kristall stark auf und warf alles in ein violett-pinkes Licht.
      "Herbei mit dir und diene mir!", sprach sie und dann brach das Gestein auf, und ein Arm reckte sich in die Höhe, stützte sich dann wieder ab und ein weiterer kam aus dem Boden, dann ein Kopf, der gequält stöhnte, ehe sich der Zombie mühselig aus dem Erdreich schob und dann wackelig vor Salina stand.
      "Uhhhhh, Meisterin .... musste das unbedingt Granit sein? uuuhhh..." Salina starrte nur genervt zurück. "Halt die Klappe, du Jammerlappen. Schwing deinen verfaulten Hintern rüber auf die Insel und sammel ein paar Cobalt Hüte. Los los. Sonst lass ich dich hier verrotten. GANZ ALLEIN!"
      "Uhhh, nein, Meisterin. Ich will zurück zum Friedhof. Ich gehe ja schon. Ein paar Cobalt Hüte ....uuuhhhh"
      Sylph und Salina sahen zu, wie der Zombie bis zum Hals im Wasser versank und zur Insel marschierte. Dort sasmmelte er einige der Pilze und brachte sie dann zur Hexe.
      "Uhhhh, hier sind die Pilze. Darf .. darf ich jetzt wieder ruhen?"
      "Hmmmm, okay. Aber wehe du beschwerst dich nochmal. Dein Abgang wird dafür heute etwas effektvoller sein. Gihihiiii."
      Ehe der Zombie noch was jammern konnte, schoss ein schwarzer Blitz auf diesen, und ließ ihn verkohlen. Dann zerbröckelte er zu Staub, der daraufhin zischend zu Nebel wurde.
      "So, das wars. Der verpufft jetzt und taucht auf dem Friedhof als Geist wieder auf. Selber Schuld. Und wir haben alles was wir brauchen. Zurück zum Händler."


      Gimore

      Es wurde schon Abend, und viele beendeten ihre Arbeiten nach und nach, und begaben sich hinter die schützende Stadtmauer. Zum Abend war sicherlich viel los in der Stadt. Die Tavernen würden neben dem Mittagsgeschäft wohl ihren größten Umsatz einfahren. Salina und Sylpiette kamen soeben durchs Tor und folgten dem Weg zum Händler, wo Sylphs neuer Rucksack wartete. Zumindestens, wenn sie noch genügend Gold auftreiben könnten.
      Wie durch ein Zufall trafen sie auf die drei anderen. Die Tür einer Taverne ging auf, und Omen wurde von Marie rausgeschoben, während Alice folgte, sich umdrehte und dankend verbeugte. Omen hielt einen Korb in den Händen, in den Geldsäcke lagen. Und Marie, die hatte ein sonderbares Funkeln in den Augen, und ihre Finger grabbelten bereits in der Luft, als sie gestört wurde. Marie fürchtete bereits hohe Verluste, als sie die beiden Verrückten sah.
      "Ahh, huhu, wir sinds. Wir haben gerade nen Auftrag erledigt, und können ordentlich Geld sparen. Wir müssen nur noch das Zeug abliefern. ( zeigte mit dem Daumen über die Schulter auf Sylph, die in blauem Licht badete ) Und was habt ihr so getrieben? Hmmm? Ist das Geld? IST DAS ETWA GELD?", keifte die Hexe sogleich los, und auch in ihren Augen funkelte es jetzt, während Marie schon fast schützend vor Omen stand, aber es sicher nicht verhindern konnte. Ein paar hundert Goldstücke hatten sie abzüglich der Schadenssummen, die die Wirte direkt nach Omens Auftritt verlangten, sicher zusammenbekommen.
      Omen plapperte los. "Ja, selbstverständlich ist das Geld. Ich habe es mit meinem Gesang verdient. Ich wollte die Reisekasse für uns etwas aufbesser. Es freut mich, das ich euch auf diese Weise gut unterstützen kann.", lobte er sich selbst.
      Salina kicherte. "Hihihi, ohhh Omen, ... dann hast du doch sicher nichts dagegen, für unsere Elfe hier ihren großen Wunsch zu erfüllen. Wir haben nämlich einen Händler gefunden, der einen magischen Rucksack für sie hat. Kostet nur schlappe 150 Goldstück ( gelogen - urspeünglich 100 und nun 40 mit Auftrags Rabatt )." Grinste Salina.
      Sylphiette wollte was sagen, und hob schon den Finger, aber Salina schnappte sich einen der Leuchtpilze und stopfte ihn in das lose Mundwerk der Elfe.
      "Hier, kau erstmal ne Runde. Und halt gefälligst die Klappe. Bedank dich später einfach."
      Sehr zum Unglück für Marie, die schon protestierte, da es doch Omens Geld war, nickte Omen fröhlich und stimmte zu. Er bat Marie, das Gold rauszunehmen, was diese dann genervt tat. Na prima. Die Geldvernichter haben den Korb schon geviertelt. Naja, es war ja eh für alle gedacht, und immerhin sollte die Elfe nun ihren Rucksack erhalten.
      Salina klopfte Omen auf die Schulter. "Prima. Nur weiter so. Wir gehen dann mal zum Händler. Treffen wir uns später im Tanzenden Hasen?"
      Ein oder zwei Gasthäuser würden sie sicher noch auf dem Weg zu ihrer Unterkunft absingen und sich rauswerfen lassen. Möglich, das die 150 Goldstücken dann wieder im Korb neu aufkeimen.
      Nur in dem Gasthaus wo sie unterkamen, würden sie Omen nicht singen lassen. Ambesten mit der Ausrede, das er seine Stimme schonen müssen, und hier erst am Auszugstag ein Abschiedskonzert geben könnte. Oder so ähnlich.
      Salina hingegen war zufrieden. Leicht verdientes Geld. Sie hatte noch 110 Goldstücke über, wenn sie Sylph den Rucksack kaufen würde. Ihr Baum rückte näher.

      Und so kam es, das eine zufrieden grinsende Elfe mit einem magischen Lagerrucksack vor der Tür des Ladens stand. Salina selbst war auch zufrieden. Der Verkäufer hatte ihnen noch mitgeteilt, dass das Ungeheuer bereits als Quest ausgerufen war. Das bedeutete nochmal 10 Goldstücke, wenn sie es melden würden.
      "120 Goldtaler, muhahaha. Das ging ja schneller als gedacht. Und dein Rucksackwunsch wurde auch erfüllt. Ich hoffe du bist mir dankbar, das ich unseren Anteil der Reisekasse dafür geopfert habe. Und dein Anteil ging für den Rucksack drauf." Salina tippte drauf, und sah Sylph ernst ins Gesicht. "Erzähl hier also nichts davon, ich hätte mehr verlangt. Sonst dreht Marie noch durch. Es war NUR...UNSER...ANTEIL!"
      Salina marschierte los, und Sylph folgte. Auf die Frage wohin, meinte Salina, das sie die Hexe aufsuchen wollte, um nach einen Baum zu fragen.
      Sie fanden sie. Und ja, sie hatte einen Baum. 5000 Goldstücke.
      Salina lehnte mit der Stirn an einer Mauer und ein tiefer Schatten zog sich durch ihr Gesicht. Ihre Augen waren leer, und sie sabberte.
      "Fü...fü....fünftausend .... hähähää..... nur schlappe Fünftausend als Sonderangebot ...hihiiii. Wo soll ich das denn auftrieben? Bei normalen Aufträgen brauchen wir ja Monate ...."
      Sie beschlossen erstmal zu ihrem Gasthaus zurückzukehren. Vielleicht hatte Omen ja noch was für die Reisekasse verdient. Salina würde den Baum vorsichtig ansprechen. Gleich, nachdem sie Marie mit Alkohol abgefüllt hätte.
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    • Sylphiette

      Ganz stolz kehrte die Elfe zu ihrer Freundin zurück und präsentierte ihre Beute. Es war etwas mühselig gewesen die Hasen zu fangen, da sie nicht viel Erfahrung damit hatte, aber es hatte geklappt! Immerhin konnten Hasen schlecht einem riesigen Berg Beeren widerstehen, oder? Den Rest hatte sie dann gefuttert.
      Nachdem die beiden dann (halbwegs) gesättigt und wieder angezogen waren, folgte sie der Hexe ins Innere, wo sie auch die gesuchten Pilze fanden. Die Elfe war ganz verblüfft von dem Untoten und winkte ihm fröhlich zu, als er loszog, um seine Aufgabe zu erfüllen. Dann starrte sie ihn neugierig an und applaudierte begeistert, als er zurück war. Bei seinem Verschwinden dachte sie sich nicht viel, denn Salina wüsste schon was sie tat.

      So spazierten die beiden zurück nach Gimore, um ihre Quest abzuschließen, aber da trafen sie doch zufällig den Rest der Truppe. Mit ihren großen Augen, die alles für ein unglaubliches Wunder zu halten schienen, sah sie auf die Ausbeute, an der Salina sich sogleich bedienen wollte. Ein freudiges Quietschen ihrerseits wurde nur durch ihre Verwunderung aufgehalten, da Salina mehr Gold forderte, als sie für den Rucksack bräuchten. Oder hatte Salina noch etwas anderes gesehen, dass sie bräuchte? Den Pilz aß sie jedenfalls ohne mit der Wimper zu zucken, auch wenn der nicht besonders gut schmeckte. Dafür dachte sie jetzt schon an etwas leckeres zu essen, während sie der Hexe folgte.
      Ein Wunder, dass sie so schnell im Laden ankamen, obwohl Sylphiette schon das Wasser im Mund zusammenlief, als sie an den ganzen Essensständen vorbeikamen. Aber der Gedanke an diesen coolen Rucksack ließ sie durchhalten. Neugierig blickte sie hinein und steckte ihren Kopf rein. Wie funktionierte diese Magie? Ob sie auch ganz hineinpasste? Aber.. das sollte sie vielleicht nicht ausprobieren. Vielleicht käme sie nicht wieder raus. Aber da passte eine ganze Menge Zeug rein! Und gaaaaaaaaaanz viel Proviant, den man unterwegs mampfen konnte. Wenn Salina ihren Kram nicht bei ihr abladen würde, wäre da vermutlich kaum etwas anderes als Essen drin.
      Doch bei der Freunde vergaß sie doch glatt ihren Hunger und folgte ihrer tollen Freundin, dank der sie nun diesen Rucksack hatte, den sie vor sich auf und ab hob und grinsend betrachtete. Jetzt hatte sie endlich auch so einen Rucksack!
      Was die Sache mit dem Anteil anging.. War Sylphiette sowieso verwirrt, wem wieviel zustand und wer was beisteuerte und.. was auch immer. Zahlen waren nicht ihre Stärke. Wird schon passen, was die kleine Hexe erzählte. Denn Salina hatte schließlich immer Recht.
      Was sie jedoch mit diesem Baum meinte, war ihr ein Rätsel. Und warum war der so teuer? Zumindest schienen 5.000 Goldstücke eine ganze Menge zu sein. Laut Salina bräuchten sie wohl Monate dafür.
      Auf dem Weg zurück hielt sie allerdings nicht mehr aus und bat Salina wenigstens um eine Kleinigkeit zu essen. Im Gasthaus bräuchte sie dann aber eine ordentliche Portion.



      Marie

      Sie war wenig begeistert davon dieses Geld, welches Omen mit seinem Gesang (unter dem sie leiden musste!) verdient hatte, mit der Hexe zu teilen, die nichts dazu beigetragen hatte. Aber für den magischen Rucksack der Elfe drückte sie nochmal ein Auge zu. Außerdem war es Omen's Gold und der ließ sich so leicht um den Finger wickeln, dass sie es eh nicht verhindern konnte. Zumindest konnten sie einen Teil noch wieder reinholen, bevor sie ins vereinbarte Gasthaus gingen, wo die Maid ihm einen frischen Tee hinstellte. "Du hast heute schon so viel gesungen, da solltest du lieber eine Pause machen. Außerdem willst du dich doch bestimmt mit den anderen unterhalten, nicht? Sie dürften jeden Moment hier sein. Wenn du erst einmal angefangen hast, können wir dich doch nicht einfach so unterbrechen", bezirzte sie ihn, damit er ja am Tisch sitzen blieb.
      Dann lehnte sie sich seufzend an die Schulter der Prinzessin, die geistig kaum mehr anwesend war. Wie konnte Marie sich das mehrmals anhören und nur so wenig dabei trinken? Alice hatte einen Met nach dem anderen runterschütten müssen und ließ nun völlig fertig ihren Kopf auf ihre Arme auf dem Tisch sinken, weshalb Marie sich wieder aufsetzen musste. Das würde sie schon verkraften, hoffte sie. Vorsichtshalber sollte sie später allerdings einen Eimer neben das Bett stellen..
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco
    • Gasthaus zum Tanzenden Hasen
      Salina

      Was für ein erfolgreicher, aber zugleich auch deprimierender Tag. Zuerst fanden sie einen Rucksack für Sylph, der zudem auch noch teuer war, aber immerhin von hoher Qualität. Den Preis konnten sie aber drücken, indem sie im Wald ein paar Zutaten sammelten, und nebenbei einen Oger killten und vor einem Schwarm Honigbienen geflüchtet waren.
      Aber sie schafften es dann doch, und schafften alle Zutaten zum Händler. Und weil sie den Oger beseitigt hatten, gabs vom Sheriff noch 10 Goldstück dazu.
      Und dann hatten sie mit Omen auch noch ein Vermögen gemacht. Salina hatte schon ihren Hexenbaum in Händen halten spüren, aber daraus wurde mal wieder nichts. Auf Glück folgte Unglück. GROßES UNGLÜCK!
      5000 Goldstücke für einen Hexenbaum. Salina würde fast all ihren Besitz verschärbeln müssen und nen Haufen Quests erfüllen müssen, um den zu finanzieren. Und es war ein Sonderangebot. Sie hatte ja keine Ahnung von solchen Preisen, lebte sie doch einst in einem Hexenhäuschen.
      Omen verdiente sich ja auch eine goldene Nase ( auch wenn sie sich fragte, wie er das schaffte ..... Gnadengeld, damit er verschwad? )
      Aber Marie würde aufpassen, das sich Salina nicht alles krallte. Und bald gab es sicher keine Gasthäuser mehr, wo man ihn noch hören wollte.
      Trotzdem würde Salina die 5000 Taler ansprechen. Wenn sie alle gefährliche Aufträge mit reichlich Lohn erfüllten, könnten sie hier proima ne Weile leben und den Baum ansparen. Und paar andere Sachen auch noch.
      Sie und Sylph kamen letztenendes zum Gasthaus zurück, und begaben sich zu den Drein in den Schankraum zu Tisch.
      Nebenan im Festsaal ertönte Musik und Gelächter. Krüge krachten aneinander und Gläser klirrten.
      Salina erinnerte sich an diie Ausschreibung. Zwei Händler waren fusioniert, und führten jetzt ein gemeinsames Geschäft, was groß gefeiert wurde. Die haben es gut. Ob sie mitfeiern durften?
      "Huhu, da sind wir wieder.", lächelte Salina und ließ sich auf einen Stuhl fallen, und atmete geschafft aus. "Ohh, ihr hab ja schon angefangen. Bestimmt wegen Omen. Na, was hast du in unsere Reisekasse gespült?", fragte sie neugierig.
      Sylph hatte unterdessen schon die Bedienung herbeigewunken.
      Omen, der seinen Stolz auf seine Leistung nicht verbergen konnte, grinste und zupfte einmal auf seiner Lyra **Pliinnngg**
      "Indertat. Mit meinen Gesangskünsten, die ich dank meiner Reise um ein Vielfaches verbessern und erweitern konnte, haben wir genug Geld verdient, um uns hier mühelos eine Woche voll zu versorgen. Und es bleibt noch was über. Da schmeckt mir der Tee doch gleich viel besser. Und ich verstehe immer noch nicht, wieso ihr euch ständig mit Alkohol zuschütten müsst. Wird euch denn nicht schlecht davon?", fragte er neugierig. Salina winkte ab. Alice ließ schon den Kopf hängen und schien schon ein paar Met verschlungen zu haben. Auch Marie schien irgendwie nicht ganz bei Sinnen, aber viel getrunken hatte sie wohl nicht.
      Salina rieb sich das Kinn und lachte innerlich finster. Zeit die Maid abzufüllen. Aber nur soviel, das sie noch nachdenken konnte, und eine größere Investition anstreben würde.
      Die Bedienung musste erneut den Tisch abräumen und neue Krüge mit diversen Inhalten herbeischleppen. Und ein Likör zur Feier des Tages. Und ein guter Wein, zur Abrundung der Speisen. Und vielleicht noch ein Likör hinterher.
      Gutes Essen lag bald vor ihnen, und Salina benötigte schon etwas Kunst, um Marie zum Trinken zu animieren. Aber mit der Drohung Omen singen hören zu wollen, klappte das ganz gut. Nicht, weil sie das nicht auch noch verkraften könnte, sondern weil sie hier ihre Unterkunft hatten, und diese nicht aufs Spiel setzen wollten.
      Salina füllte zwei kleine Gläser mit Likör und bot den anderen auch an, sofern sie wollten. Mit Marie aber war sie wohl im Gefecht.
      Beide hielten das Glas, starrten sich an. Es blitzte förmlich zwischen ihnen. Dann Glas gehoben - Kopf nach hinten und runter damit.
      Mit einem "Phhuuaaaaaahh..." knallten sie die Gläser zurück auf den Tisch. ( Salina hatten das Zeug einfach in ihren Hut gekippt )
      Und so leerte sich die erste Flasche mit gelben Inhalt und dem klangvollem Namen "Unschuldiger Herzog", und Salina hatte sich nur ein Glas tatsächlich gegönnt. Dafür schien ihr Hut nicht mehr so straff zu sein, und wirkte eher wie nach einem Regenguss.
      Es folgte die zweite Flasche. Zum Herzog gesellte sich die "Freche Hofdame" mit orangem Inhalt.
      Auch dort leerte Salina gleich das erste Glas, um nicht verdächtig zu wirken, und schüttelte sich. Das Zeug war bitter. "Huuuaahhhoouuhhh.... da steh ich unter Strom ...", kicherte sie. Omen begutachtete das Schauspiel und trank seinen Tee, und knabberte an seinem Salat und dem trocknem Brot.
      Sylphiette allerdings war ungeniert an die deftigen Mahlzeiten gegangen. Zum Abendbrot nach all den Abenteuern mussten die Kräfte aufgetankt und der Gaumen befriedigt werden.
      Salina hielt die Zeit für gekommen, um mal eben etwas anzusprechen. Sie tat ein wenig beschwipst. "A-alsohh... Ma-marie, hör mich mal an. Ich hab wasch schtu sagn. Heudde war ich bei ner Hexe, nää, ... und da ... und da ... gibts nen Baum. Oh ja, ein Hexenbaum. Den brauch isch ganz dr-drinennd. Kost aba was. Wir allää... müssen 7000 Goldstücke ( schon wieder gelogen ) zusammratzen...gratzen.., mit Aufdrägen un....und Omen. Jawohl."
      Das nächste Glas wurde gekippt. Salina füllte schon wieder bei Marie nach und spähte zu Alice.
      "He, Alice... dasgeht doch klar oder? Ich meine, .... Omen ... Aufträge? ( direkt würde sie hier sicher vor Omen nicht Alice die Auswahl zwischen etwas Handwerkskunst oder Gesangsbegleitung vorhalten ). Außerdem möchtest du ja eh Heldenpunkte haben, oder?"
      Salina klang plötzlich so nüchtern, und ihre Nase war auch nicht so rot wie die von Marie. Mal sehen, ob ihr Plan Früchte erntet.


      Unweit der Stadt
      Der Prinz des Östlichen Königreiches Lonia
      Prinz Victor Silias Rupert Augustus von Lonia
      Prinz Victor.jpg

      Und sein treues Ross Bimelimelim
      Bimelimelim.jpg


      Der Tag hatte sich zum späten Abend gewandelt, welcher gemächlich in die Nacht voranschritt, als Prinz Victor von Lonia auf seinem stolzen und heldenhaftem Ross Bimelimelim ( oft nur Bimel genannt ) dahinritt, begleitet von seiner Stolzen und heldenhaften Hilfe, die mit ihrem Pferd folgte. Auf einem Hügel hielt er sein Ross an und stellte sich im Sattel auf, legte eine Hand quer über die Stirn, um die nicht vorhandene blendene Sonne von seinen Adleraugen fernzuhalten.
      "Ahhh, das muss Gimore sein. Wundervoll. Einfach fantastisch. Und ich befürchtete schon, ich muss in der gnadenlosen Wildniss übernachten."
      Er nahm wieder im Sattel platz und rieb sich das Kinn. "Wobei das sicher ein gutes Trainig ist, aber so ein warmes und gemütliches Bett hält einen jung und stark und es passt besser zu mir."
      Das Pferd schnaubte kurz und der Prinz tätschelte es. "Selbstverständlich, Bimelimelim. Natürlich werden wir im feinsten Gasthaus residieren, inklusive Stall, das wir dort finden können. Und wie es ausschaut, gibt es dort ein Schloss. Perfekt. Wir haben unser nächtliches Quartier gefunden. Komm. Bringen wir Grüße aus Lonia."
      Das Pferd schnaubste, richtete sich und in einem seltsamen elegant ( und doch total lächerlich ) wirkendem Trab, das eher nach einem springendem Auf und Ab aussah, begab sich die kleine Reisegruppe zur Stadt um beim Schloss ans Tor zu klopfen. Erst am morgigen Tage werden sie sich umsehen, und nach heldenhaften Aufgaben ausschau halten, um der Stadt nicht nur Ruhm, sondern auch Sicherheit zu bringen. Und selbstverständlich Heldenpunkte für den Prinzen.
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
    • Alice

      War es besser Omen allein auf die Tavernen loszulassen und in der Zeit ein paar Aufträge zu erfüllen, um die eigenen Ohren zu schonen? Oder mussten sie aufpassen, dass Omen nichts schlimmes widerfuhr? Nicht nur wegen des ganzen Goldes, nein. Aber sie sollten sich nicht die falschen Leute zu Feinden machen. Und wer wusste, ob Omen nur mit übertrieben großzügigen Spenden zum Schweigen gebracht werden würden. Denn immerhin war es ihre Aufgabe Omen ein Jahr lang am Leben zu halten. Wenn ihm also jemand etwas antun wollen würden, müssten sie es verhindern. Demnach blieb ihnen keine andere Wahl, als Omen zu ertragen. Aber vielleicht könnten sie diese Aufgabe auch Salina übertragen? Nein, am Ende wäre sie noch verantwortlich für seinen Tod.
      Wohl oder übel waren sie wohl gezwungen Omen tagsüber mit auf die Quests zu schleppen und abends dann auch noch seine Musik zu ertragen.
      Ein beunruhigender Gedanke, aber musste Marie deswegen wirklich so viel trinken? Ein wenig besorgt war die Prinzessin schon, die schon längst nicht mehr konnte. Doch irgendwie schien ein kleiner Wettkampf zwischen der Hexe und ihrer Maid ausgebrochen zu sein. Wann war das denn passiert und wieso?
      Plötzlich sprach Salina irgendeinen Baum an, den sie dringend bräuchte. "Bist du von allen guten Geistern verlassen?", fragte Marie entsetzt mit einem Atemzug, sodass sie danach erstmal nach Luft schnappen musste, da sie zwar klar gesprochen, aber wohl vergessen hatte zwischen den Wörtern zu atmen und viel zu viel Luft dafür verbrauchte. Deshalb klang sie fast wie ein alter Greis, aber nur fast.
      Alice sah mit großen Augen zwischen den beiden hin und her. 7000 Gold war eine ganze Menge. Aber Alice war nicht wegen des Geldes hier, davon hatte sie mehr als genug zuhause im Schloss. "Wenn wir genug.. zusammen bekommen.. können wir es uns.. überlegen...", sagte sie stattdessen mit vorgehaltener Hand, denn sie hatte das ungute Gefühl sich übergeben zu müssen .Aber ja, sie brauchte die Heldenpunkte und die Quests gaben oftmals auch reichlich Gold. "Aber es.. ist Omens.. Geld. Er sollte sich auch.. etwas davon kaufen.. Hast du gehört Omen? Gib.. Salina nicht alles", meinte sie und sah zu dem Barden, ehe sie leise rülpsen musste und beschämt den Blick senkte. Immerhin kam nur Luft heraus, auch wenn es einen abartigen Nachgeschmack in ihrem Mund hinterließ.



      Jona

      Die junge Frau und treue Gefährtin des Prinzen hielt neben ihm an, als er seinen Blick über die Stadt schweifen ließ. Nie direkt neben ihm, immer zwei Schritte dahinter. Da war ihr Platz. In seinem Schatten. Außerhalb seines Blickes und doch an seiner Seite, um ihn zu schützen.
      Sie schwieg und blickte starr nach vorn, als würde sich der Prinz ausschließlich mit seinem Ross unterhalten, welches ihm gelegentlich zu antworten schien. Solange er sie nicht direkt ansprach, hatte sie keinen Grund ihre Stimme zu erheben, wenn er sie nicht hören wollte. Ähnlich wie eine gewisse Elfe - blind und loyal folgend (nur mit deutlich mehr Intelligenz ausgestattet) - gab sie ihrem Pferd den stummen Befehl dem Prinzen zu folgen. Mit stolzer, steifer Haltung, wie von einem königlichen Ritter zu erwarten, saß sie auf ihrem Ross, welches weniger albern voranschritt. Wenn es könnte, würde es bei dessen Anblick vielleicht sogar die Augen verdrehen, im Gegensatz zu Jona, die sich so etwas niemals anmaßen würde über das Verhalten des Prinzen oder seines Pferdes zu urteilen.
      ~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
      - Eugene Ionesco