Tava schlief in dieser Nacht toll, auch wenn Malleus sie periodisch durch sein Drehen und Wenden weckte. Es ging viel weniger um den tatsächlichen Schlaf, den sie bekam - denn der war sicher zu kurz - und mehr um das Gefühl von Geborgenheit, das sie die ganze Nacht über begleitete. So wachte sie nämlich auf, unter den Hals des einen Mannes gekuschelt, und sah im verglimmenden Licht des Feuers zu der Gestalt des anderen Mannes, der keine Armweite von ihr entfernt lag. Es war ein schönes Gefühl und eins, das Tava nie wieder vermissen wollte. Wäre da nur nicht der Aufbruch nach Tel'Aquera gekommen.
Tava saß neben dem heruntergebrannten Fleck des Lagerfeuers, die Hände ruhig in ihrem Schoß gefaltet, und sah Devon beim Packen zu. Er hatte keine Eile, so wie er die Sachen verstaute, aber sie glaubte auch, eine gewisse Anspannung in seinem Körper zu erkennen. Zuletzt lag das vermutlich auch daran, dass er das Hemd auszog, um sich seinem Stamm mit seinen Geschichten zu stellen. Das musste ein schwieriger Schritt für ihn sein, den er sich aber nicht anmerken ließ.
„Sie müssen von Weitem schon sehen, dass ich mit Geschichten zurückkomme. Ein unmissverständliches Zeichen, dass ich einmal zum Stamm gehört habe.“
Tava nickte, doch Devon sah sie gar nicht. Er war gedanklich schon im Wald draußen.
Als sein Aufbruch dann gekommen war, drückte sie ihm einen Kuss auf; sie wusste nicht, wie sie sich sonst auf Lacerta-Art hätte verabschieden können. Devon hob dafür aber das Kinn für sie an, was ihr einen wohligen Schauer bereitete, und tätschelte ihr den Kopf. Tava lächelte. Sie ließ sich ihre Gedanken nicht anmerken.
„Ich gebe mein Bestes. Denkt an die drei Tage. Geht, wenn ich bis dahin nicht wieder da sein sollte. Hinterlasst Spuren, ich werde euch schon finden.“
Ich werde euch schon finden - ja, das würde er. Tava würde schon dafür sorgen.
Gemeinsam mit Malleus blieb sie in ihrem kleinen Lager stehen und sah zu, wie Devon in den Dschungel hinaus schritt. Seine Bewegungen waren sicher und selbstbewusst, sie täuschten darüber hinweg, was er eigentlich über die Rückkehr in seine Heimat fühlen mochte. An einer Stelle wirkte es, als wolle er noch einmal zu ihnen zurück blicken, aber dann tat er es doch nicht. Der Dschungel verschluckte ihn, als wäre er nie dagewesen.
Tava seufzte, dann sah sie zu Malleus.
"Ich glaube, ich habe Hunger. Hast du Hunger?"
Eine halbe Stunde später saßen sie zusammen auf dem Boden und aßen Brei aus Schüsseln, den Tava in einem ihrer Töpfe kredenzt hatte. Manchmal sah sie noch dorthin, wo Devon verschwunden war, aber sie hatte keine besonders große Hoffnung, dass er zurückkommen würde. Natürlich nicht.
Stattdessen stand sie nach ihrem Frühstück auf, packte die Schüsseln wieder ein, den Topf, und begann dann, das Nest vom letzten Abend aufzulösen - oder zumindest das, was übrig geblieben war. Dabei fühlte sie sich eigentlich ziemlich zufrieden und glücklich, so wie sie ihren Rucksack neu packen konnte. Ihr Buch kam auch wieder dort rein, ihre Phiolen, und dann stand Tava plötzlich mit ihrem Rucksack auf dem Rücken da und schaute Malleus erwartungsvoll an. Als er sich nicht rührte sagte sie:
"Was? Du willst doch nicht wirklich drei Tage warten, oder? Er hat einen Vorsprung von einer Stunde, das wird genügen. Wenn wir dranbleiben können wir heute Abend wieder zusammen schlafen."
Tava saß neben dem heruntergebrannten Fleck des Lagerfeuers, die Hände ruhig in ihrem Schoß gefaltet, und sah Devon beim Packen zu. Er hatte keine Eile, so wie er die Sachen verstaute, aber sie glaubte auch, eine gewisse Anspannung in seinem Körper zu erkennen. Zuletzt lag das vermutlich auch daran, dass er das Hemd auszog, um sich seinem Stamm mit seinen Geschichten zu stellen. Das musste ein schwieriger Schritt für ihn sein, den er sich aber nicht anmerken ließ.
„Sie müssen von Weitem schon sehen, dass ich mit Geschichten zurückkomme. Ein unmissverständliches Zeichen, dass ich einmal zum Stamm gehört habe.“
Tava nickte, doch Devon sah sie gar nicht. Er war gedanklich schon im Wald draußen.
Als sein Aufbruch dann gekommen war, drückte sie ihm einen Kuss auf; sie wusste nicht, wie sie sich sonst auf Lacerta-Art hätte verabschieden können. Devon hob dafür aber das Kinn für sie an, was ihr einen wohligen Schauer bereitete, und tätschelte ihr den Kopf. Tava lächelte. Sie ließ sich ihre Gedanken nicht anmerken.
„Ich gebe mein Bestes. Denkt an die drei Tage. Geht, wenn ich bis dahin nicht wieder da sein sollte. Hinterlasst Spuren, ich werde euch schon finden.“
Ich werde euch schon finden - ja, das würde er. Tava würde schon dafür sorgen.
Gemeinsam mit Malleus blieb sie in ihrem kleinen Lager stehen und sah zu, wie Devon in den Dschungel hinaus schritt. Seine Bewegungen waren sicher und selbstbewusst, sie täuschten darüber hinweg, was er eigentlich über die Rückkehr in seine Heimat fühlen mochte. An einer Stelle wirkte es, als wolle er noch einmal zu ihnen zurück blicken, aber dann tat er es doch nicht. Der Dschungel verschluckte ihn, als wäre er nie dagewesen.
Tava seufzte, dann sah sie zu Malleus.
"Ich glaube, ich habe Hunger. Hast du Hunger?"
Eine halbe Stunde später saßen sie zusammen auf dem Boden und aßen Brei aus Schüsseln, den Tava in einem ihrer Töpfe kredenzt hatte. Manchmal sah sie noch dorthin, wo Devon verschwunden war, aber sie hatte keine besonders große Hoffnung, dass er zurückkommen würde. Natürlich nicht.
Stattdessen stand sie nach ihrem Frühstück auf, packte die Schüsseln wieder ein, den Topf, und begann dann, das Nest vom letzten Abend aufzulösen - oder zumindest das, was übrig geblieben war. Dabei fühlte sie sich eigentlich ziemlich zufrieden und glücklich, so wie sie ihren Rucksack neu packen konnte. Ihr Buch kam auch wieder dort rein, ihre Phiolen, und dann stand Tava plötzlich mit ihrem Rucksack auf dem Rücken da und schaute Malleus erwartungsvoll an. Als er sich nicht rührte sagte sie:
"Was? Du willst doch nicht wirklich drei Tage warten, oder? Er hat einen Vorsprung von einer Stunde, das wird genügen. Wenn wir dranbleiben können wir heute Abend wieder zusammen schlafen."
