Hitze pulsierte unter seiner Haut. Das änderte sich auch nicht, als Devon ihn erschreckend leicht auf die Kommode beförderte, die unter der erneuten Belastung lautstark protestierte. Malleus besaß nicht die Energie pikiert über die Behandlung auszusehen. Vom Boden aufgehoben zu werden wie ein Kind gehörte sich für den Anführer eines berüchtigten Kultes nicht. Allerdings gehörte es auch sicherlich auch nicht sämtliche Pflichten über Bord zu werfen und sich auf eine Stelldichein mit einem Lacerta und einer Cervidia einzulassen. Träge schüttelte Malleus den Kopf. Ihm fehlte auch die nötige Energie um seine Entscheidung zu hinterfragen. Sein Verstand fühlte sich herrlich leicht an und das Glühen seiner Haut ähnelte eher einer behaglichen Wärme als dem beißenden Brennen eines Eisens.
Malleus durchzog ein Zittern, als die Devon jegliche Berührung abbrach und ein Hauch kühler Luft über seinen schweißnassen Oberkörper streifte. Der Bruch kam plötzlich wenn auch nicht unerwartet, nur...zu früh. Es dauerte einen Moment bis Malleus' Verstand zu seinem Körper aufschloss. Für das Zittern war nicht allein die Kälte verantwortlich, denn in der Sekunde als der Lacerta zurücktrat, fiel auf einen Schlag sämtliche Anspannung von ihm ab. Während sein Blick dem Mann folgte, der nun Tava vom Boden aufhalf und ihr sanft das Haar zurückstrich, kehrte der Schmerz zurück. Den nächsten Atemzug begleitete ein leises, pfeifendes Geräusch.
Alles tat weh.
Trotzdem normalisierte sich Malleus' Gesichtsausdruck. Der Nebel über seinen Augen lichtete sich, der fiebrige Ausdruck darin kühlte langsam ab. Er schenkte Tava ein warmes Lächeln und ließ sich im Anschloss von ihr zurück in sein Hemd helfen. Devon gesellte sich zu ihnen und half ihm gemeinsam mit Tava zurück in seine Kleidung. Malleus schlug für den Bruchteil einer Sekunde den Blick nieder. Es berührte ihn auf eine unerwartete und befremdliche Art, wie sich beide rücksichtsvoll um ihn kümmerten. Grenzen bröckelten, Linien verwischten und doch verlangte niemand das Unmögliche über Nacht. Für den Respekt und die Rücksicht die Tava und Devon ihm entgegenbrachten, fand er keine Worte.
„Wir sind nicht auf der Flucht. Ihr könnt hierbleiben und Malleus ausheilen lassen, während ich nach Tel’Aquera gehe. Das dürfte… genug Zeit sein, schätze ich."
Malleus hielt inne. Er war gerade dabei sich seinen zweiten Handschuhe überzustreifen, der seinen Weg zurück zu ihm gefunden hatte. Die Erleichterung, die er dabei empfand, schlug in milde Frustration um. Devon wollte das jetzt besprechen?
"Du willst das jetzt ausdiskutieren?", sprach er seine Gedanken laut aus.
"Manchmal möchte ich dich rammen, Devon."
Das ist mein Mädchen, dachte Malleus.
Doch die Belustigung hielt nicht lange an.
"...Wir werden nicht hier warten und uns ausruhen, während du nach Tel'Aquera gehst. Wir sind doch ein Team, oder?"
Er verschränkte die Arme vor der Brust.
"Tava hat Recht. Ich dachte, wir waren uns in dem Punkt einig."
Weniger elegant als er sich wünschte, glitt Malleus von der Kommode während Tava weitersprach und wenig angetan von Devons Idee war. Sie sprach ihm damit von der Seele. Langsam näherte sich Malleus und blieb beinahe exakt mittig zwischen Lacerta und Cervidia stehen. Er ließ sich Zeit, als er von links nach rechts und wieder zurücksah.
Zuerst sah er Tava an.
"Ich denke nicht, dass Devon gleich heute Nacht verschwinden will, Tava. Wenn Tel'Aquera so gefährlich ist, wie er sagt, wird seine Kräfte brauchen", versuchte er Tava zu beschwichtigen.
Sein Kopf dröhnte. Es war der denkbar falsche Moment um erneut ihre Dynamik auszudiskutieren. Malleus drehte den Kopf in Richtung Devon und ein dezentes Zucken in seinem Kiefer verriet, dass er den Biss bei der kleinen Berührung allzu deutlich spürte.
"Wir sind dir einmal gefolgt und haben dich gefunden. Das können wir wieder. Aber Tel'Aquera ist keine Menschensiedlung und der Dschungel kein gezähmtes Land. Wir sind sicherer, wenn wir zusammen bleiben. Alleingänge haben uns in der Vergangenheit in Schwierigkeiten gebracht."
Bevor Devon protestieren konnte, neigte Devon leicht das Kinn auf seine Brust und schüttelte den Kopf.
"Es geht mir hier nicht um die Frage der Schuld, Devon. Ich hätte euch in Oratis nicht mit Schweigen strafen und im Ungewissen über mein Vorhaben lassen dürfen, weil mein Stolz verletzt war. Tava hätte uns sagen müssen, dass es ihr nicht gut geht, bevor sie fast das halbe Hauptquartier meiner Leute abfackelt. Wir haben uns alle nicht mit Ruhm bekleckert."
Malleus' Stimme verlor zu keinem Zeitpunkt seine Ruhe.
Der noch angeschlagene, kratzig Unterton nahm ihm zu seinem eigenen Bedauern ein wenig die Nachdrücklichkeit.
Er sah wieder abwechselnd zu Devon und Tava.
"Was ich sagen will: Wir alle brauchen einen Moment zum Durchatmen", sagte Malleus nun fast sanft. "Zum Trauern. Um Zweifel auszuräumen. Um zur Ruhe zu kommen. Um zu begreifen was wir sind und sein wollen. Sobald wir diesen Hof verlassen, befürchte ich, ist diese Gelegenheit vorbei. Und sie kommt nicht so schnell zurück."
Malleus durchzog ein Zittern, als die Devon jegliche Berührung abbrach und ein Hauch kühler Luft über seinen schweißnassen Oberkörper streifte. Der Bruch kam plötzlich wenn auch nicht unerwartet, nur...zu früh. Es dauerte einen Moment bis Malleus' Verstand zu seinem Körper aufschloss. Für das Zittern war nicht allein die Kälte verantwortlich, denn in der Sekunde als der Lacerta zurücktrat, fiel auf einen Schlag sämtliche Anspannung von ihm ab. Während sein Blick dem Mann folgte, der nun Tava vom Boden aufhalf und ihr sanft das Haar zurückstrich, kehrte der Schmerz zurück. Den nächsten Atemzug begleitete ein leises, pfeifendes Geräusch.
Alles tat weh.
Trotzdem normalisierte sich Malleus' Gesichtsausdruck. Der Nebel über seinen Augen lichtete sich, der fiebrige Ausdruck darin kühlte langsam ab. Er schenkte Tava ein warmes Lächeln und ließ sich im Anschloss von ihr zurück in sein Hemd helfen. Devon gesellte sich zu ihnen und half ihm gemeinsam mit Tava zurück in seine Kleidung. Malleus schlug für den Bruchteil einer Sekunde den Blick nieder. Es berührte ihn auf eine unerwartete und befremdliche Art, wie sich beide rücksichtsvoll um ihn kümmerten. Grenzen bröckelten, Linien verwischten und doch verlangte niemand das Unmögliche über Nacht. Für den Respekt und die Rücksicht die Tava und Devon ihm entgegenbrachten, fand er keine Worte.
„Wir sind nicht auf der Flucht. Ihr könnt hierbleiben und Malleus ausheilen lassen, während ich nach Tel’Aquera gehe. Das dürfte… genug Zeit sein, schätze ich."
Malleus hielt inne. Er war gerade dabei sich seinen zweiten Handschuhe überzustreifen, der seinen Weg zurück zu ihm gefunden hatte. Die Erleichterung, die er dabei empfand, schlug in milde Frustration um. Devon wollte das jetzt besprechen?
"Du willst das jetzt ausdiskutieren?", sprach er seine Gedanken laut aus.
"Manchmal möchte ich dich rammen, Devon."
Das ist mein Mädchen, dachte Malleus.
Doch die Belustigung hielt nicht lange an.
"...Wir werden nicht hier warten und uns ausruhen, während du nach Tel'Aquera gehst. Wir sind doch ein Team, oder?"
Er verschränkte die Arme vor der Brust.
"Tava hat Recht. Ich dachte, wir waren uns in dem Punkt einig."
Weniger elegant als er sich wünschte, glitt Malleus von der Kommode während Tava weitersprach und wenig angetan von Devons Idee war. Sie sprach ihm damit von der Seele. Langsam näherte sich Malleus und blieb beinahe exakt mittig zwischen Lacerta und Cervidia stehen. Er ließ sich Zeit, als er von links nach rechts und wieder zurücksah.
Zuerst sah er Tava an.
"Ich denke nicht, dass Devon gleich heute Nacht verschwinden will, Tava. Wenn Tel'Aquera so gefährlich ist, wie er sagt, wird seine Kräfte brauchen", versuchte er Tava zu beschwichtigen.
Sein Kopf dröhnte. Es war der denkbar falsche Moment um erneut ihre Dynamik auszudiskutieren. Malleus drehte den Kopf in Richtung Devon und ein dezentes Zucken in seinem Kiefer verriet, dass er den Biss bei der kleinen Berührung allzu deutlich spürte.
"Wir sind dir einmal gefolgt und haben dich gefunden. Das können wir wieder. Aber Tel'Aquera ist keine Menschensiedlung und der Dschungel kein gezähmtes Land. Wir sind sicherer, wenn wir zusammen bleiben. Alleingänge haben uns in der Vergangenheit in Schwierigkeiten gebracht."
Bevor Devon protestieren konnte, neigte Devon leicht das Kinn auf seine Brust und schüttelte den Kopf.
"Es geht mir hier nicht um die Frage der Schuld, Devon. Ich hätte euch in Oratis nicht mit Schweigen strafen und im Ungewissen über mein Vorhaben lassen dürfen, weil mein Stolz verletzt war. Tava hätte uns sagen müssen, dass es ihr nicht gut geht, bevor sie fast das halbe Hauptquartier meiner Leute abfackelt. Wir haben uns alle nicht mit Ruhm bekleckert."
Malleus' Stimme verlor zu keinem Zeitpunkt seine Ruhe.
Der noch angeschlagene, kratzig Unterton nahm ihm zu seinem eigenen Bedauern ein wenig die Nachdrücklichkeit.
Er sah wieder abwechselnd zu Devon und Tava.
"Was ich sagen will: Wir alle brauchen einen Moment zum Durchatmen", sagte Malleus nun fast sanft. "Zum Trauern. Um Zweifel auszuräumen. Um zur Ruhe zu kommen. Um zu begreifen was wir sind und sein wollen. Sobald wir diesen Hof verlassen, befürchte ich, ist diese Gelegenheit vorbei. Und sie kommt nicht so schnell zurück."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
