Malleus versuchte die innere Unruhe zu ignorieren, denn die Antwort ließ auf sich warten. Vielleicht hatte er doch zu leise gesprochen, was er bei Devons ausgezeichnetem Gehör für eher unwahrscheinlich hielt. Das wiederum würde bedeuten, dass der Lacerta beschlossen hatte, seine Anwesenheit ganz bewusst nicht zur Kenntnis zu nehmen. Fast hätte Malleus den Rückzug angetreten, da beschloss ausgerechnet Devon, dass es nicht länger genügte nur an der Seitenlinie herumzulungern: "Was stehst du da um die Ecke? Komm raus."
Bedächtig schälte sich Malleus aus dem Schatten der Ruine. Er blinzelte gegen das helle Sonnenlicht, als hätte er die letzten Tage ausschließlich in Dämmerung verbracht. Ein wenig stimmte es sogar. Ihm entging nicht, wie Devons Blick über sein Gesicht glitt. Ohne einen Spiegel konnte er unmöglich sagen, in welchem Zustand sich sein Gesicht befand fand, aber sofern er den Ausdruck des Lacertas richtig deutete, musste es ganz fürchterlich aussehen. Der Anblick entlockte Devon sogar ein unzufriedenes Murren. Beim zweiten Mal glaubte Malleus nicht mehr, sich verhört zu haben.
Geduldig verharrte der Kultist bis Devon beschloss, dass er genug gesehen hatte, doch der Lacerta hatte offensichtlich andere Pläne. Er machte sich etwas Platz und winkte ihn heran. Dabei bohrte sich der Blick geschlitzter Pupillen tief in seine Augen. Malleus konnte nicht widerstehen eine Augenbraue skeptisch in die Höhe zu ziehen. Der Lacerta schien Gefallen daran zu finden, ihm Kommandos zu erteilen. Ganz vielleicht hatte Devon aber auch verstanden, dass Malleus schlicht und ergreifend wartete. Auf Devon.
Er kam der Bitte, wenn der Wink denn so bezeichnet werden konnte, schließlich nach und überbrückte die Distanz mit wenigen Schritten, die nicht so trittsicher waren, wie es sich Malleus gewünscht hätte. Leicht verzog er das Gesicht, als er in die Hocke ging und stieß einen langsamen, kontrollierten Atemzug gegen den Schmerz in seinen Rippen aus. Er hatte es Tava nicht gesagt, aber Malleus vermutete, dass die Rippe, die bereits unter Devon gelitten und auf dem Weg der Besserung gewesen war, durch den Kampf mit Rykard ein wieder gebrochen war. Nichts davon spielte eine Rolle, wenn Devon ihn mit diesem ungewohnt offenen Blick betrachtete.
Als sich die Hand wie ein Zeitlupe seinem Gesicht näherte, war Malleus fest davon überzeugt, dass Devon die Kopfwunde in Augenschein nehmen wollte. Er konnte die kühlen Fingerspitzen auf seiner geschwollenen und verfärbten Haut schon beinahe fühlen, noch bevor sie seine Schläfe erreicht hatten. Malleus hielt ganz, ganz still und blinzelte, als die Hand das offensichtliche Ziel verfehlte. Was dann geschah, stahl ihm den Atem geradewegs aus seinen Lungen. Nicht auf die unangenehme, schmerzhafte Art und Weise.
Sanft beinahe zurückhaltend legte sich die große Hand des Jägers an seinen Hinterkopf und übte vorsichtig etwas Druck aus. Malleus folgte dem Zug mit gemischten Gefühlen, wobei das Flattern in seiner Brust alles andere überwog. Die Bewegung zwang Malleus dazu sein Gleichgewicht zu verlagern, wenn er nicht ungebremst gegen die breite Brust des Lacerta fallen wollte. Es war ein Reflex, dass er ein Knie fest auf dem Boden abstellte um sich abzustützen. Warmer Atem streifte seine Wangen, seine Lippen, sein Kinn. Malleus verließ ein zittriger Atemzug, als sich ihre Nasenspitzen berührten und sie für ungewisse Zeit die gleiche Luft zum Atmen teilten. Keine Sekunde ließ er Devon aus den Augen, sprang sein Blick doch zwischen den reptilienartigen Augen hin und her. Für einen Moment hatte er wirklich geglaubt, dass Devon alle Courage angesammelt hatte, um ihn zu küssen. Er schloss mit flatternden Lidern die Augen erst, als sich eine kühle Stirn gegen seine drückte und gab sich der Berührung hin, die in diesem Augenblick bedeutungsschwerer wog als es jeder Kuss hätte können.
"Du hättest nicht durchs Feuer gehen müssen. Du hättest keinen Schlag erleiden müssen. Nicht für mich und hast es trotzdem getan. Du warst der Pfeil an meiner Sehne und ich bin dankbar."
Ganz sachte schüttelte Malleus den Kopf, ohne dabei Devons Hand aus Versehen abzuschütteln.Bedächtig schälte sich Malleus aus dem Schatten der Ruine. Er blinzelte gegen das helle Sonnenlicht, als hätte er die letzten Tage ausschließlich in Dämmerung verbracht. Ein wenig stimmte es sogar. Ihm entging nicht, wie Devons Blick über sein Gesicht glitt. Ohne einen Spiegel konnte er unmöglich sagen, in welchem Zustand sich sein Gesicht befand fand, aber sofern er den Ausdruck des Lacertas richtig deutete, musste es ganz fürchterlich aussehen. Der Anblick entlockte Devon sogar ein unzufriedenes Murren. Beim zweiten Mal glaubte Malleus nicht mehr, sich verhört zu haben.
Geduldig verharrte der Kultist bis Devon beschloss, dass er genug gesehen hatte, doch der Lacerta hatte offensichtlich andere Pläne. Er machte sich etwas Platz und winkte ihn heran. Dabei bohrte sich der Blick geschlitzter Pupillen tief in seine Augen. Malleus konnte nicht widerstehen eine Augenbraue skeptisch in die Höhe zu ziehen. Der Lacerta schien Gefallen daran zu finden, ihm Kommandos zu erteilen. Ganz vielleicht hatte Devon aber auch verstanden, dass Malleus schlicht und ergreifend wartete. Auf Devon.
Er kam der Bitte, wenn der Wink denn so bezeichnet werden konnte, schließlich nach und überbrückte die Distanz mit wenigen Schritten, die nicht so trittsicher waren, wie es sich Malleus gewünscht hätte. Leicht verzog er das Gesicht, als er in die Hocke ging und stieß einen langsamen, kontrollierten Atemzug gegen den Schmerz in seinen Rippen aus. Er hatte es Tava nicht gesagt, aber Malleus vermutete, dass die Rippe, die bereits unter Devon gelitten und auf dem Weg der Besserung gewesen war, durch den Kampf mit Rykard ein wieder gebrochen war. Nichts davon spielte eine Rolle, wenn Devon ihn mit diesem ungewohnt offenen Blick betrachtete.
Als sich die Hand wie ein Zeitlupe seinem Gesicht näherte, war Malleus fest davon überzeugt, dass Devon die Kopfwunde in Augenschein nehmen wollte. Er konnte die kühlen Fingerspitzen auf seiner geschwollenen und verfärbten Haut schon beinahe fühlen, noch bevor sie seine Schläfe erreicht hatten. Malleus hielt ganz, ganz still und blinzelte, als die Hand das offensichtliche Ziel verfehlte. Was dann geschah, stahl ihm den Atem geradewegs aus seinen Lungen. Nicht auf die unangenehme, schmerzhafte Art und Weise.
Sanft beinahe zurückhaltend legte sich die große Hand des Jägers an seinen Hinterkopf und übte vorsichtig etwas Druck aus. Malleus folgte dem Zug mit gemischten Gefühlen, wobei das Flattern in seiner Brust alles andere überwog. Die Bewegung zwang Malleus dazu sein Gleichgewicht zu verlagern, wenn er nicht ungebremst gegen die breite Brust des Lacerta fallen wollte. Es war ein Reflex, dass er ein Knie fest auf dem Boden abstellte um sich abzustützen. Warmer Atem streifte seine Wangen, seine Lippen, sein Kinn. Malleus verließ ein zittriger Atemzug, als sich ihre Nasenspitzen berührten und sie für ungewisse Zeit die gleiche Luft zum Atmen teilten. Keine Sekunde ließ er Devon aus den Augen, sprang sein Blick doch zwischen den reptilienartigen Augen hin und her. Für einen Moment hatte er wirklich geglaubt, dass Devon alle Courage angesammelt hatte, um ihn zu küssen. Er schloss mit flatternden Lidern die Augen erst, als sich eine kühle Stirn gegen seine drückte und gab sich der Berührung hin, die in diesem Augenblick bedeutungsschwerer wog als es jeder Kuss hätte können.
"Du hättest nicht durchs Feuer gehen müssen. Du hättest keinen Schlag erleiden müssen. Nicht für mich und hast es trotzdem getan. Du warst der Pfeil an meiner Sehne und ich bin dankbar."
"Wie hätte ich es nicht tun können, wenn ich damit etwas rette, das dir die Welt bedeutet?", wisperte Malleus und lehnte sich vorsichtig in die Berührung, den sanften Druck erwidernd. "Sie hatten kein Recht dir єรςђ๏ɭ๏ภ zu entreißen. Er verdient es in Frieden zu ruhen und du verdienst es, dich zu verabschieden. Wir bleiben dabei an deiner Seite, wenn du uns lässt."
Devon zog sich zurück, senkte seine Hand und hinterließ in Malleus einen unvertrautes Sehnen, dass sich beinahe so anfühlte, als verkrampften sich seine Eingeweide.
"Es... hm..." Als Devon den Blick senkte, legte Malleus den Kopf schief und versuchte trotzdem einen Blick in das grübelnde Gesicht des Lacerta zu erhaschen. "Tut mir doch nicht leid, was da im Stall passiert ist. Ich wusste, was ich mache. Der Rotstaub hat einfach nur... mh... Hemmungen gelockert. Aber ich würd's wieder tun."
Die nagende Leere in seiner Magengegend verflüchtigte sich schlagartig, die Kälte wich einer merkwürdigen Wärme. Es mochte an dem warmen, samtigen Ton in Devons Stimme liegen, an den sich Malleus nicht gewöhnen konnte. Gegen das Lächeln auf seinem Gesicht konnte er sich nicht wehren, und verspürte auch keinerlei Verlangen danach. Vielleicht fühlte sich so Glück an. Er hatte es bereits vergessen.
Mit derselben Achtsamkeit führte Malleus seine Hand zu Devon. Beinahe zärtlich berührten seine Fingerspitzen seitlich den entblößten Hals, an den Tava sich wenige Minuten zuvor geschmiegt hatte. Er wusste, das die Haut unter seinen Fingern noch warm von ihrem Atem sein musste, von ihrer Wange, die an seine Hals gelegen hatte. Sanft fuhr sein Daumen mit kreisenden Bewegungen über die weiche Stelle unter seinem Ohr, hinter der markanten Wölbung des Kiefers. Den Blick niemals von Devon abwendend wagte er es, seine gesamte Hand gegen die Seites seines Halses zu schmiegen bis der Rest seiner Fingerspitzen bis in den kurzen, stoppeligen Haaransatz reichte. Die Berührungen forderte nichts, zerrte und drückte nicht in irgendeine Richtung. Seine Hand ruhte einfach dort, verhüllt aber dennoch warm.
"Und ich würde dich gewähren lassen. Ich möchte, dass du das weißt", antwortete Malleus, die Stimme so sanft und weich, wie die Berührung an Devons Hals. "Seit Oratis,...ich will dich, euch, auch wenn mein Kopf..." Er tippte sich flüchtig gegen die unversehrte Schläfe. "...da anderer Meinung ist. Ich...Ich weiß nicht, ob ich jemals dazu in der Lage sein werden, euch alles von mir zu geben. Es ist...nicht so einfach und ich werde euch kein Versprechen geben, das ich nicht halten kann. Aber ich will es versuchen. Für dich. Für Tava. Für euch."
Devon zog sich zurück, senkte seine Hand und hinterließ in Malleus einen unvertrautes Sehnen, dass sich beinahe so anfühlte, als verkrampften sich seine Eingeweide.
"Es... hm..." Als Devon den Blick senkte, legte Malleus den Kopf schief und versuchte trotzdem einen Blick in das grübelnde Gesicht des Lacerta zu erhaschen. "Tut mir doch nicht leid, was da im Stall passiert ist. Ich wusste, was ich mache. Der Rotstaub hat einfach nur... mh... Hemmungen gelockert. Aber ich würd's wieder tun."
Die nagende Leere in seiner Magengegend verflüchtigte sich schlagartig, die Kälte wich einer merkwürdigen Wärme. Es mochte an dem warmen, samtigen Ton in Devons Stimme liegen, an den sich Malleus nicht gewöhnen konnte. Gegen das Lächeln auf seinem Gesicht konnte er sich nicht wehren, und verspürte auch keinerlei Verlangen danach. Vielleicht fühlte sich so Glück an. Er hatte es bereits vergessen.
Mit derselben Achtsamkeit führte Malleus seine Hand zu Devon. Beinahe zärtlich berührten seine Fingerspitzen seitlich den entblößten Hals, an den Tava sich wenige Minuten zuvor geschmiegt hatte. Er wusste, das die Haut unter seinen Fingern noch warm von ihrem Atem sein musste, von ihrer Wange, die an seine Hals gelegen hatte. Sanft fuhr sein Daumen mit kreisenden Bewegungen über die weiche Stelle unter seinem Ohr, hinter der markanten Wölbung des Kiefers. Den Blick niemals von Devon abwendend wagte er es, seine gesamte Hand gegen die Seites seines Halses zu schmiegen bis der Rest seiner Fingerspitzen bis in den kurzen, stoppeligen Haaransatz reichte. Die Berührungen forderte nichts, zerrte und drückte nicht in irgendeine Richtung. Seine Hand ruhte einfach dort, verhüllt aber dennoch warm.
"Und ich würde dich gewähren lassen. Ich möchte, dass du das weißt", antwortete Malleus, die Stimme so sanft und weich, wie die Berührung an Devons Hals. "Seit Oratis,...ich will dich, euch, auch wenn mein Kopf..." Er tippte sich flüchtig gegen die unversehrte Schläfe. "...da anderer Meinung ist. Ich...Ich weiß nicht, ob ich jemals dazu in der Lage sein werden, euch alles von mir zu geben. Es ist...nicht so einfach und ich werde euch kein Versprechen geben, das ich nicht halten kann. Aber ich will es versuchen. Für dich. Für Tava. Für euch."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
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