Maledictio Draconis [CodAsuWin]

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    • Devon bekam keine Antwort auf seine geflüsterten Worte. Wie auch, wenn Tava nicht wusste, was ihm widerfahren war. Oder warum er jetzt so sehr darum bemüht war, sich zusammenzureißen. Oder… Nein, das war auch nicht richtig. Er riss sich nicht zusammen. Er versuchte auszuweichen. Er sah die Frage in ihren Augen, als er seine Hand flach auf ihren unteren Rücken drückte, einfach nur des Kontaktes wegen.
      Ihm war bewusst, dass sie gerade nicht ein Wort verloren hatte, das er negativ hätte aufnehmen können. Sie wusste von den Schuppen auf seinem Rücken, aber das war Monate her. Sie war von ihrer Begierde getrieben, das roch und schmeckte er, und es wäre ein leichtes gewesen, dem einfach nachzugeben. Sich nicht den Kopf darüber zu zerbrechen, wo man herkam oder was man erlebt hatte. So einfach, wie er seine freie Hand hob, um die Finger um Tavas Unterarm zu schließen. Sanft, aber bestimmt.
      Dann machte sich Malleus mittel seiner Schritte bemerkbar und Devon fiel wieder ein, dass da noch jemand war. Prompt streckte er die Beine wieder aus, damit Tava von ihm runterkam, sofern sie das denn wollte. Aber sie blieb, sah ihn immer noch mit leicht schräg gelegtem Kopf an und diesen großen, verlangenden Augen. Aber das Knarzen des Bodens war wie Nadelstiche in Devons Unterbewusstsein und als er die Gestalt des Kultisten hinter Tava ausmachen konnte, riss er seinen Blick gezielt von ihm weg und richtete ihn auf Tava. Er konnte den Mann jetzt nicht auch noch ansehen. Denn der hatte mehr Hintergrundwissen. Er würde nicht nachvollziehen können, warum Devon das Momentum nicht ergriff und der Cervidia das gab, was sie so sehr wollte.
      Kurz darauf stellte Devon fest, dass er doch viel lieber einen stehenden Malleus angeguckt hätte. Und nicht einen, der sich auf das Bett niedergelassen hatte. Der sich jetzt auch in Greifweite befand, aber sich nicht dazu hinablassen würde, es ihnen auch zu gestatten. Jetzt half auch kein Flüstern mehr, das würde selbst er mitbekommen. Sie alle verfielen in einen Moment der Stille, den Malleus letztendlich brach.
      „Devon. Sieh mich an…“
      Unweigerlich erschauderte Devon. Er wusste nicht, dass einfache Worte so eine Wirkung erzielen konnten, und erst recht nicht von dem Kultisten. Es musste reiner Instinkt sein, der Devon davor warnte, eine Dummheit zu begehen. Dem Mann Gehör zu schenken und sich von Worten leiten zu lassen, die ihn am Ende in den Ruin trieben. Wieder stellte sich die Stille ein, wieder focht der Lacerta einen leisen Kampf mit sich selbst. Bis er es schließlich nicht mehr aushielt und widerwillig den Worten folge leistete und Malleus ansah.
      Devon wurde zu Stein, während Malleus sich in das Dreieck einwob und offensichtlich versuchte, ihm die Scheu zu nehmen. Ihm eine Erklärung dafür anbot, warum nichts hier drinnen jemals einen herben Rückschlag für ihn bedeuten sollte. Was anfangs aussah wie ein abgekartetes Spiel entpuppte sich als eine Linie, der einfach zwei Leute folgten. Tava und Malleus hatten sich weder abgesprochen, noch würden sie das hier in die Außenwelt tragen. Sie taten es nicht, um ihn zu kränken. Sie taten es für sich. Sowohl Tava als auch Malleus waren egoistisch, denn Devon war hier derjenige, der den Beiden das verwehrte, was sie haben wollten. Und jetzt gerade arbeiteten Beide fieberhaft daran, es zu ändern. Das war ein Punkt, mit dem Devon sehr gut umgehen konnte. Denn hier, zwischen ihnen dreien, gab es keine Gefühle darüber hinaus.
      Was Tava wollte, war offensichtlich. Was Malleus wollte, ahnte er, fand dafür aber keine rechte Übersetzung. Also drehte er den Kopf wieder ihr zu und musterte ihr Gesicht. „Was willst du sehen, Malleus?“ Er bedachte den Mann neben sie beide mit keinem Blick, aber spürte seine Anwesenheit mehr als deutlich. Dann ließ er Tava wieder los, zog auch seine Hand von ihrem Rücken und stützte sich mit seinen Unterarmen auf, womit er die Cervidia auf ihrem Schoß effektiv wieder in den aufrechten Sitz trieb. Anschließend zögerte er, nur kurz, dann griff er sich selbst in den Nacken und packte die Tunika am Kragen. Ruppig zog er sich das rote Stoffstück über den Kopf und ließ damit nur das weiße dünnere Hemd zurück. Es war an seinem Bauch hochgerutscht und entblößte bereits dort vereinzelt das grüne Schimmern der Schuppen. Die vor Monaten dort ganz bestimmt noch nicht gewesen waren.
      „Willst du sehen, was ich mit ihr mache, weil du es nicht kannst?“, fragte er weiter, ohne Malleus eines Blickes zu würdigen. Immerhin hatte Tava es gewagt, ihn zu küssen. Sie war ihm auf den Schoß geklettert, sie hatte nicht von ihm abgelassen. Deswegen verdiente sie es auch, von ihm entsprechend angefasst zu werden. Bestimmt griff er nach dem Saum ihres Oberteils und zog es hoch, immer dabei einen Blick auf ihr Gesicht, damit er nicht doch ihre Grenzen übertrat. Nur stellte er fest, dass sie keine mehr hatte. In diesem Bezug, scheinbar. Jedoch stutze er kurz, als er sah, dass Tava gar nichts darunter trug. Seine Augen zuckten nur ganz kurz zu ihrer Brust, dann heftete er sie wieder auf ihr Gesicht und bedeutete ihr, die Arme zu heben. Das tat sie auch ganz brav und er konnte dafür sorgen, dass nichts des Hornschmucks seinen angestammten Platz verlor.
      Allerdings zog Devon ihr das Oberteil nicht komplett aus. Als es auf Höhe ihrer Handgelenke war, manövrierte er ihre Arme wieder nach unten, jedoch nicht nach vorn, sondern hinter ihrem Rücken. Dort schob er den Stoff wieder höher, sodass sie ohne Weiteres nicht mehr ihre Arme frei bekam. So saß sie jetzt wie auf einem Präsentierteller auf Devon, mit deutlich herausgestreckter Brust.
      Noch immer hielt er den Blickkontakt aufrecht. „Du willst das hier nicht tun?“, fragte er Malleus. Dann ließ Devon seinen Blick sinken, sog den Anblick ihrer Brüste in sich auf und wagte es, sie mit seinen Händen zu umfassen. Sie waren fest, wenn er sie drückte, und ihre Haut so, so weich. Er nahm einen tiefen Atemzug, dieses Mal ganz bewusst, und er ließ die Luft dabei über seine geöffneten Lippen und seine Zunge tanzen. Er schmeckte die Erregung so dominant, dass die Reste von Angst und Unsicherheit kaum noch zu bemerken waren. Auch von Malleus kam plötzlich wieder eine eindeutige Note herüber und das alles stieg ihm allmählich zu Kopfe. Devon zeichnete Kreise mit seinen Daumen auf ihren Brüsten, zog sie immer enger, bis er den Vorhof erreichte und schließlich die Brustwarzen. Sie standen schon hervor, als warteten sie nur darauf, berührt zu werden, und dem kam Devon gerne nach. Spätestens jetzt konnte er das Feuer nicht leugnen, dass sich in seinen Lenden zu sammeln begann und in eindeutige Richtungen drängte. Er gab dem Drang nach, kniff Tava in ihre Nippel und sah zu, wie sie sich dabei wand. Einen ganz kurzen Blick schoss er zu Malleus, dann drängte er sein Gesicht seitlich an ihren Hals. Was er auf dem Fest noch angedeutet hatte, setzte er nun in die Tat um. Seine Lippen hinterließen heiße Küsse auf ihrer Haut, eine Spur, die er immer weiter nach unten zog. Den ganzen Hals entlang, über das Schlüsselbein hinweg und noch weiter abwärts. Jeder Kuss war begleitet von diesem betörenden Duft, den sie auf ihrer Haut trug und der jeden Mann doch irgendwann in den Wahnsinn treiben musste. Es klingelte leise, als Devon Tava weiter nach hinten biegen musste, damit seine Lippen und Zunge ihre Brust finden konnte. Er wusste, dass er dank seiner gespaltenen Zunge ganz eigene Manöver ausführen konnte. Doch Tava erwischte er damit auf dem völlig falschen Fuß und sie wand sich noch mehr.
      Schließlich ließ er von ihrer Brust ab und richtete sich wieder auf. Sein nächstes Ziel war ihr Mund, den er sich nun wieder zu Eigen machte. Dabei hielt er sie an der Hüfte an Ort und Stelle, während er sie eindringlich küsste und endlich wieder das Verlangen zeigte, das auch schon auf dem Fest aus ihm herausgebrochen war. Schwer atmend löste er sich von Tava und legte den Kopf leicht schräg in den Nacken, ließ seinen Blick aber unverwandt auf ihrem Gesicht.
      Die Worte, die er dunkel sprach, galten einer anderen Person im Raum: „Jetzt kann sie sich nicht mal wehren, wenn du sie anfasst. Immer noch nicht stark genug, deine Lust?“
    • Tava ließ erst von Devon ab, als auch sie die Schritte hörte, die sich ihnen auffällig näherten. Wie sie erhofft hatte, war der Lacerta unter ihr doch irgendwann erweicht und hatte einen Teil seiner Spannung fallen gelassen, mit der er sie bedacht hatte. Jetzt war sie allerdings schnell auch wieder da und der einzige Grund dafür war Malleus, den Tava mit offenen Armen empfangen hätte, wenn er sie denn gelassen hätte. Es war schon schade, dass er ganz offensichtlich nicht denselben Effekt auf Devon hatte.
      Sie sah dem Kultist zu, wie er sich setzte, blickte dann aber auch gleich wieder auf den Lacerta hinab, dessen Blick sie unentwegt durchbohrte. Er weigerte sich, den anderen Mann wahrzunehmen. Vielleicht, so schoss es Tava durch den Kopf, hatte er ja die Befürchtung, er könne sich einmischen. Zu sehr einmischen.
      „Devon. Sieh mich an…“
      Aus einem Tava unerfindlichen Grund schaffte es Devon irgendwie, nicht sofort aufzusehen und der einladenden Stimme sofort Folge zu leisten. Sie selbst hätte es nur allzu gerne getan, aber es war nicht sie, auf die Malleus sich gerade konzentrierte. Stattdessen tat er genau das gleiche wie auf der Straße schon und klinkte sich dort ein, wo Tava selbst nicht mehr ausreichte. Immerhin war der Mann so gut mit Worten, er sollte doch auch den Lacerta überzeugen können.
      Und wahrhaftig; Devons Blick wanderte wieder zu Tava zurück und kurz darauf sagte er nur:
      „Was willst du sehen, Malleus?“
      Tava musste lächeln. Sie konnte einfach nicht anders bei dem Schauer, der sie bei der Vorstellung ergriff, Malleus etwas zu zeigen, was er sehen wollte. Es war ihr ganz egal was. Sie hatte Devon gewollt, sie wollte ihn auch immernoch, sie wollte aber auch Malleus und hier bot sich die perfekte Gelegenheit, beides zu bekommen. Sie wollte beides haben.
      Devon schien sich jetzt entschieden zu haben, auch ohne Malleus. Er setzte sich auf, bis auch Tava sich aufsetzen musste, griff ohne weitere Umschweife nach seinem Kragen und zog es sich ohne Rücksicht auf den Stoff über den Kopf. Er tat endlich, was Tava von ihm haben wollte. Dabei rutschte auch sein Unterhemd nach oben und Tava erhaschte einen Blick auf schimmerndes Grün, das sich - moment, Schuppen? Sie konnte Schuppen sehen? Auf seinem Bauch? Aber, waren sie nicht auf seinem Rücken gewesen, an seinen Schulterblättern? Wie waren sie denn von dort nach unten gekommen? Wieso waren sie überhaupt dort?
      „Willst du sehen, was ich mit ihr mache, weil du es nicht kannst?“
      Seine Stimme, seine Frage, brachte Tava in einen Zwiespalt mit sich selbst. Sie hätte sich jetzt nur allzu gerne mit der Frage beschäftigt, wie denn nun diese Schuppen dort hingekommen waren, aber gleichzeitig sprang ihr Körper auf die Frage an. Es war nicht nur eine Frage an Malleus, es war ein Vorschlag an Tava, den sie mit einem sehr enthusiastischen Ja beantwortet hätte, wenn sie denn gefragt wäre. Nur war das eine Sache, die gerade unter den Männern ausgemacht wurde. Tava war dabei nur... nun, Tava war das Spielzeug. Und sie würde sich mit Freuden dafür benutzen lassen.
      Dafür konnten die Schuppen auch bis später warten.
      Devon griff jetzt auch nach ihrem Hemd und ohne nachzudenken, hob sie die Arme an, um es ihm leichter zu gestalten. Sie hatte kein Problem mit Nacktheit, nicht vor Freunden und auch nicht vor Fremden. Das wichtigste eines Körpers, die Hörner, waren bei Cervidia sowieso immer zu sehen.
      Devon machte auch mit ihrem Oberteil kurzen Prozess, allerdings zog er es ihr nicht ganz ab. Gerade als es ihre Handgelenke erreicht hatte, zog er ihre Arme nach hinten und den Stoff nach oben. Er spannte sich jetzt um ihre Oberarme und als sie sie etwas bewegen wollte, versperrte der Stoff es ihr.
      Oh. Das war... Tava wusste nicht, was das war. Es war befremdlich. Zwar konnte sie ihren Kopf noch frei bewegen und auch ihren restlichen Körper, aber irgendwie veränderte es die Situation. Irgendwie beeinflusste sie das. Jetzt wurde ihr mit deutlicher Klarheit bewusst, dass Devon unter ihr saß und es ihm ein leichtes war, durch seine niedrige Position ihre Kopfhaltung ganz falsch zu verstehen. Dass es ihr schwerer machte, ihm ihre Hörner zu zeigen. Und sobald Tava bewusst wurde, dass sie ihren Kopf vielleicht nicht ganz so effektiv bewegen konnte, wie sie das wollte, wurde sie nervös.
      „Du willst das hier nicht tun?“, fragte Devon.
      "Doch", antwortete Tava ohne weiteres, die seine Frage an Malleus als für sie empfand. Immerhin starrte der Lacerta sie noch immer eindringlich an, nachdem er sie schon halb entblößt hatte.
      Sie wollte das, hauptsächlich weil sie fürchtete, dass ein Nein den Lacerta wieder verscheuchen konnte. Sie konnte das. Sie konnte doch wohl ein bisschen die Arme zurückhalten? Es waren doch nur Arme. Ihr Kopf war noch immer frei und unbeschränkt.
      Aber trotzdem war sie nicht mehr ganz so entspannt, als Devon die festen Hände auf ihre Brüste legte. Sie versuchte, sich ihm entgegen zu drücken und seine Bewegungen zu bestärken, aber trotzdem hielt sie ihren Kopf nicht mehr so hoch wie zuvor. Sie war vorsichtig geworden. Ihr Blick flackerte zu Malleus um zu sehen, wie er sie noch beobachtete, und ging dann wieder zurück.
      Devon ließ sich Zeit damit, ihre Haut zu erfühlen. Er ließ sich wahrlich viel Zeit, worüber Tava allerdings froh war, denn mit seinen kontinuierlichen Bewegungen beruhigte er ihren nervösen Herzschlag wieder etwas. Es ging sogar so weit, dass die Ungeduld bald wieder siegte und sie nur darauf wartete, dass er endlich sein Ziel erreichen würde. Als er es dann auch endlich tat, fühlte sie die Berührung zu ihrem Unterleib zucken. Diesmal wölbte sie sich ihm ganz freiwillig entgegen.
      Dann kniff er allerdings zu und dem Schmerz folgte ein klarer und sehr einfacher Gedanke: Nein. Nein, sie wollte doch nicht. Bloß nicht. Ihr Oberkörper bog sich weg von ihm und sie griff in einigen unkoordinierten Bewegungen hinter sich, um sich das Kleidungsstück von den Armen zu ziehen. Es gelang ihr auch, aber nicht, bevor sie nicht ein Stich Angst dabei durchfuhr. Jetzt war sie wirklich nervös.
      Ihr Blick schoss wieder zu Malleus, wie um eine Bestätigung zu fordern, die es gar nicht gab. Sie wünschte sich, seine Stimme zu hören. Mehr, als sie sich von Devon seinen Körper wünschte, wollte sie jetzt Malleus haben. Er sollte so sanft mit ihr reden, wie er es zuvor schon mit Devon getan hatte.
      Sie war den Stoff gerade erst losgeworden, da lehnte sich Devon nach vorne und ihr nach und zwängte sich an ihren Hals. Tava zuckte und ein Laut verließ ihre Lippen, den man gut auf beide Weisen hätte interpretieren können. Doch der Blick, der jetzt unverwandt über Devon hinweg auf Malleus lag, sprach seine eigenen Bände. Sie konnte sich nicht entscheiden, ob sie den Kopf zurück oder nach vorne nehmen wollte und krallte sich dabei wieder in Devons ausgeprägte Schultern. Seine Lippen waren heiß auf ihrer Haut, aber es war nicht ganz so berauschend, wie es hätte sein können. Dafür hätte Tava ihren Kopf geradezu überspannen müssen und das wollte sie beim besten Willen gerade nicht tun. Sie wollte Devon, ja, aber das hieß nicht, dass sie auf derartige Weise intim mit ihm werden wollte. Besonders nicht mit der Nervosität, die ihr immernoch innewohnte.
      Nur interessierte das den Lacerta wenig, der auch ihre Gesten niemals erwiderte. Er bahnte sich einen siedenden Weg ihre bloße Haut hinab, bis er ihre Nippel erreicht hatte und sie mit einem Schlag daran erinnerte, dass seine Zunge gespalten war und jede Seite davon höchst eigenmächtig handeln konnte. Denn plötzlich umspielte sie sie von allen Seiten und Tava musste trotz ihrer Nervosität aufkeuchen. So ein Gefühl hatte sie noch nie erlebt. Wie kleine Blitze zuckte die Erregung ihrer Nervenenden durch ihren Körper und befeuerten geradewegs ihren Unterleib. Eigentlich war Tava nie sehr auf ihre Brüste fixiert. Eigentlich sollte eine solche Empfindung aber auch gar nicht möglich sein. Wenn er diese Zunge nur an einem anderen Ort einsetzen würde...
      Dennoch blieb ihr Blick auf Malleus haften, als Devon sich wieder aufrichtete. Der Lacerta musste ihre neue Erregung gespürt haben, denn bevor ihre verräterische Hüfte zucken konnte, hielt er sie schon fest und eroberte Tavas Mund für einen weiteren Kuss. Es war ein guter Kuss, ein befriedigender Kuss. Ein hungriger Kuss. Aber Tava konnte kaum an etwas anderes denken als an Malleus und daran, ob es immernoch richtig war, was sie hier taten. Ob es das war, was er sehen wollte. Ob er zufrieden war mit dem, was Tava ihm zu bieten versuchte, auch wenn sie das Kleidungsstück abgeschüttelt hatte. Er war doch trotzdem noch zufrieden mit ihr, oder? Das war er doch? Es war doch in Ordnung, dass sie ihre Arme befreit hatte? Dass sie sich so bemühte, nicht so nervös zu sein? Oder?

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    • Die Offenheit verblasste ebenso wie die Weichheit, die seinen Gesichtszügen für den Bruchteil einer Sekunde etwas ungemein Nahbares und beinahe...Verletzliches verliehen hatte. Binnen eines Wimpernschlages war der Ausdruck so schnell verschwunden wie er gekommen war. Malleus' Miene verhärtete sich erneut, als Devon seinen Blick abwandte und Tava fixierte. Alles erschien dem Lacerta annehmbarer, als den Mann neben sich eine Sekunde länger als nötig anzusehen. Die absolute Verweigerung zerbrach den Moment, in dem Malleus sich ein wenig Vertrautheit erlaubt und auf den Punkt ihrer Geschichten gesetzt hatte, der sich gar nicht so sehr von einander unterschied. Es war ein Fehler gewesen, diese Konstellation auf einen Funken von Verständnis zu stützen. Bitterkeit dominierte den Geschmack auf seiner Zunge und Malleus beschloss diesen Fehler als eine wichtige Lektion zu verbuchen.
      „Was willst du sehen, Malleus?“
      Angesprochener reagierte zunächst nicht, sein Blick ruhte auf den hochgekrempelten Ärmeln und es juckte ihn in die Finger die Spuren seiner Vergangenheit erneut unter der Stofflagen zu verbergen um den Irrtum zu korrigieren. Erst die Bewegung in seinem Augenwinkel nötigte ihn dazu wieder hinzusehen. Er konnte nicht anders. Ohne viel Tamtam befreite sich Devon von der Tunika und beinahe gierig fiel Malleus Blick auf unverhüllte Flecken von Haut, unter denen die Muskeln zuckten während der Jäger sich des Kleidungsstückes entledigte. Falls die neuen Schuppen, die sich zuvor eindeutig nicht bis zu diesem Punkt erstreckt hatten, etwas in ihm auslösten, lies sich davon nichts in seinem Gesicht ablesen. Der Kultist, die verborgene Stimme der Signa Ignius, blieb regungslos und Malleus verschwand im Schatten des Mannes.
      „Willst du sehen, was ich mit ihr mache, weil du es nicht kannst?“, fragte Devon und würdigte ihn dabei weiterhin keines Blickes.
      Ob in der Frage Hohn oder simples Interesse lag, ließ sich nur mit Ohren heraushören, die daran gewöhnt waren, hinter jeder Silbe einen Hinterhalt oder eine Verschwörung zu vermuten. Da der spöttische Unterton ausblieb, ließ sich Malleus zu einer Antwort herab. Er erlaubte sich sogar einen Hauch von Belustigung während sein Blick über Devons Arme und Hände bis zu der Stelle wanderte, an der seine Finger nach dem Saum von Tavas Oberteil griff und es langsam hochschoben. Er bedachte jeden freigelegten Zentimeter ihrer Haut mit unbestreitbarer Lust. Haut, von der er nie erfahren würde, wie weich oder fest sie wirklich war. Er sog den Anblick ihrer geschwungenen Hüfte auf, deren Kurve er niemals mit den Fingerspitzen folgen konnte, niemals die zarten Wölbungen ihrer Rippenbögen spüren konnte.
      Malleus verschlang den Anblick, der sich ihm bot, mit derselben Intensität, demselben dunklen und lustverschleierten Ausdruck, mit dem er Devons geschuppte Haut betrachtet hatte.
      "Ich dachte, das wäre offensichtlich", antwortete er rau, ebenfalls ohne jeglichen Hohn.
      Seine Erregung erreichte einen neuen Höhepunkt, als Devon es tatsächlich fertig brachte Tava mit einem geschickten und unverschämt galanten Manöver die Arme auf dem Rücken zu fixieren. Im spärlichen Licht des Zimmer schienen seine Pupillen im Rhythmus seines beschleunigten Herzens zu pulsieren. Sein Blick verdunkelte sich und er hätte beinahe laut aufgelacht, als Devon völlig ahnungslos exakt ins Schwarze traf und ungewollt eine seiner Vorlieben bediente.
      „Du willst das hier nicht tun?“, fragte Devon.
      "Doch", antwortete Tava, obwohl die Frage nicht ihr gegolten hatte.
      Oh, er würde, wenn er könnte.
      „Jetzt kann sie sich nicht mal wehren, wenn du sie anfasst. Immer noch nicht stark genug, deine Lust?“, raunte Devon.
      Ob seine Lust stark genug war oder eben nicht, spielte nur dabei keine Rolle. Er konnte nicht und er würde sich auf keinen lächerlichen Wettstreit um ihre Männlichkeit mit Devon einlassen.
      Malleus konnte allerdings nicht abstreiten, dass es einen dunklen Teil in ihm bediente, dass sich Tava hilflos und dem Lacerta vollkommen ausgeliefert hin und her wandte. Der Zwiespalt stand ihr in das hübsche Gesicht geschrieben bis sie feststellte, dass es doch recht angenehm sein konnte. Er verzehrte sich nach dem winzigen Augenblick, in dem Unbehagen in Lust umschlug. In dem seine Spielgefährten begriffen, wie reizvoll es war, sich seinem Willen auszuliefern.
      Es war beinahe obszön, was Devon dort mit seiner Zunge anstellte, die zu Malleus' Verwunderung und Vergnügen tatsächlich gespalten war. Auf Tavas Gesicht zeichnete sich ein vergleichbarer Ausdruck ab und entlockte ihr einen Laut, der Malleus direkt in die Lenden schoss.
      Es gab nur ein Problem: Ein Seitenblick zu Tava verriet Malleus, dass die Frau mit ihrer neuen Lage ganz und gar nicht glücklich war. Hastig und unkoordiniert befreite sich die Frau in Devons Schoß von den Fesseln, die ihr nicht geheuer waren. Malleus hatte sich bereits eingestehen müssen, dass ihm weder Unsicherheit noch Enttäuschung in Tavas Augen gefiel. Was ihm noch weniger zusagte, war das schiere Unbehagen, das sie plötzlich ausstrahlte.
      Ein weiteres Mal entschloss sich Malleus seine Position zu verändern und sich am Fußende des Bettes zu platzieren. Mit einem neuen Hunger betrachtete er die großen Hände, die Tavas schlanke und verführerisch geschwungene Hüfte umspannten und die holprigen Zuckungen unterbanden, mit denen sich Tava in seinen Schoß zu drücken versuchte.
      Die Matratze erzitterte wieder, als Malleus ein Knie hineindrückte, den anderen Fuß fest am Boden und sich soweit vorbeugte, dass sein Atem über Tavas Nacken kitzelte. Er mochte sich ihrem suchenden Blick entzogen haben, aber er würde ihr etwas anderen dafür geben.
      "Tava, ich wünschte du könntest dich gerade sehen", schnurrte er. "So verlockend, so fesselnd...und so, so wunderschön mit den Armen hinter deinem Rücken, dass ich kaum meinen Blick von dir lösen konnte. Du machst das so gut für mich. Wie fühlt es sich an? Seine großen, starken Hände und seine Zunge auf deiner Haut?"
      Über Tavas Schulter hinweg, bohrte sich sein Blick in Devon.
      "Beschreib es mir, Tava. Lass mich deine süße Stimme hören. Dein Keuchen..."
      Sein Atem glitt wie eine Liebkosung über den Schwung ihrer Schulter, ohne sie mit den Lippen zu berühren.
      "...dein Stöhnen. Lass mich hören, wie sehr es dir gefällt. Kannst du das für tun?"
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Malleus erwiderte Tavas Blick mit dunkler Gier, die unter seiner Oberfläche lauerte. Tava war sich nicht sicher, ob sie jemals einen solchen Gesichtsausdruck bei dem Mann gesehen hatte, noch, ob er jemals wieder dort auftauchen würde. Diese Präsenz, die er gerade ausstrahlte, war so anders als die, die er seinen Anhängern präsentierte. Oder die er noch in den Wochen ihrer Reise zur Schau gestellt hatte.
      Dieser Malleus gefiel ihr. Wesentlich besser als derjenige, der sie so böse angesehen hatte.
      Jetzt stand er allerdings auf und ging noch einmal um das Bett herum. Tava konnte ihn nicht beobachten, während Devon sie noch festhielt. Sein Griff war stark genug, dass sie sich nicht so einfach hätte heraus winden können.
      Dann ertönte seine Stimme mit einem Mal direkt hinter ihr, nahe an ihrem Ohr, ihrem Hals. Sein Atem strich über ihre bloße Haut und hinterließ eine Gänsehaut.
      "Tava, ich wünschte du könntest dich gerade sehen. So verlockend, so fesselnd...und so, so wunderschön mit den Armen hinter deinem Rücken, dass ich kaum meinen Blick von dir lösen konnte."
      Seine Stimme war so tief, so rumorend, so... einvernehmlich. Sie schien Tava geradewegs in den Kopf zu gehen und von dort in den Körper, wo sich die Worte um ihr rasendes Herz schlossen und es beruhigten. Malleus gefiel, was sie dort tat. Sie war schön für ihn. Unweigerlich verspürte sie den Drang, seine Worte zu bekräftigen und ihm noch mehr zu zeigen. Sich noch schöner für ihn zu machen. Der Drang war stärker als die Unsicherheit, die die provisorischen Fesseln ausgelöst hatten.
      Also nahm sie die Arme wieder von selbst zurück. Sie brachte sich selbst zurück in die Position, die sie vorhin durch Devon eingenommen hatte, und bog sogar den Rücken durch, streckte die Brüste raus. Für Malleus wollte sie es machen, für die Stimme, die durch ihren Körper kribbelte. Für die hohe Meinung, die er von ihr hatte.
      "Du machst das so gut für mich."
      Sie sog den Atem ein. Seine Worte drangen direkt bis in ihren Unterleib vor. Sie wollte mehr davon.
      "Wie fühlt es sich an? Seine großen, starken Hände und seine Zunge auf deiner Haut?"
      "Wie Feuer."
      Sie starrte Devon dabei an und ihre Augen waren groß und einvernehmlich.
      "Feuer auf der Haut. Es fühlt sich an, als könnte er mich verbrennen, aber er tut es nicht. Ich will aber, dass er es tut. Ich will es spüren."
      In ihren Augen glitzerte es.
      Malleus schien ihr für einen Moment noch näher zu kommen.
      "Lass mich deine süße Stimme hören. Dein Keuchen..."
      Wie auf Kommando keuchte sie auf. Sie drückte sich noch fester gegen Devon, noch williger. Fordernd.
      "...dein Stöhnen. Lass mich hören, wie sehr es dir gefällt. Kannst du das für tun?"
      "Ja - ja."
      Sie hob einen ihrer Arme wieder nach vorne, legte Devon diesmal die Hand auf den Hinterkopf und zog ihn zu sich zurück.
      "Küss mich."
      Er gehorchte ihr. Ihre Lippen stießen wieder aufeinander, genauso hungrig wie zuvor, doch jetzt schien sich etwas in Tava gelöst zu haben. Diesmal verlieh sie ihrer Stimme Ausdruck, als Devons Zunge in ihren Mund stieß. Sie keuchte ungehalten auf, küsste zurück, bewegte sich gegen ihn. Es verlief geschmeidiger als zuvor, natürlicher. Intensiver. Tava war von einer neuen Leidenschaft ergriffen.
      Als sich ihr Verlangen wieder steigerte, ihr Bedürfnis nach Devon und seinem Körper, drückte sie wieder gegen seinen Kopf. Diesmal zog sie ihren eigenen Kopf aber gleich mit zurück und mit einem Mal war es das natürlichste der Welt, wie Devons Kopf unter ihren Kiefer an ihrem Hals entlang glitt und sie sich ihm dafür entgegen wölbte. Mit einem Mal war ihr Hals spürbar empfindlich, nackt, schutzlos, und Devons harte Lippen, die sich gegen ihn drückten, fühlten sich viel intensiver an. Sie befeuerten ihr Innerstes und diesmal stöhnte Tava wirklich auf. Unwillkürlich spreizte sie auch ihre Beine weiter, um mehr von Devon zu erspüren. Um sich auch an ihm zu reiben, denn Malleus würde das sicher gefallen. Malleus würde sie dabei sicher mit diesem dunklen Blick, den sie so mochte, beobachten, wie schön sie sich für ihn machte.
      Sie stöhnte nochmal, diesmal ein wenig lauter als zuvor. Sie wollte Malleus gefallen. Sie wollte, dass Devon ihr half, schön für Malleus zu sein.
    • Devon hatte nicht gut zwischen den Zeilen lesen können und erst zu spät wirklich realisiert, dass Tava nicht unbedingt begeistert zu sein schien, wenn man sie restriktiv einschränkte. Er hatte die Unsicherheit, das Unbehagen, erst viel später geschmeckt, als sie stark genug war, den schweren Geschmack der Süße zu übertünchen. Deswegen erwiderte er nichts, als sie sich das Oberteil abschüttelte.
      Ebenso war ihm halb entgangen, dass sich etwas in Malleus Körpersprache geändert hatte. Kurz nachdem er seinen Blick von ihm abgewandt hatte. Fast so, als wäre ausgerechnet der Kultist aus seiner Schale gekrochen, um ihm eine Hand zu reichen und er hatte es ausgeschlagen. Diesen Gedankengang fasste der Lacerta jetzt gerade nicht mehr sonderlich gut, er hatte sich auf andere Dinge konzentriert, die unmittelbar auf seinem Schoß saß.
      Der Jäger lehnte sich zurück, ließ Tava Raum, damit sie sich nicht noch weiter bedrängt fühlte als ohnehin schon. Er zwang sich dazu, nicht einfach wieder auf sie loszugehen und legte seine Hände auf ihren Hüften ab. Ihm war nicht ganz klar, wie er ihr dieses Unbehagen nehmen sollte, dessen Ursprung er nicht einmal verstand. Doch dann bewegte sich das Bett wieder, als Malleus aufstand. Für geschlagene fünf rasante Herzschläge war sich der Jäger absolut sicher, dass der Mann hier und jetzt den Raum verlassen würde. Dass da irgendetwas gewesen war, was ihn in die Schranken gewiesen hatte. Und seltsamerweise missfiel Devon dieser Gedanke ein kleines Bisschen. Die geschlitzten Augen lagen auf dem Menschen, ein lauernder Ausdruck, wie wenn er seine Beute taxierte, um ihren nächsten Zug abzuschätzen. Wieder überraschte Malleus Devon, indem er sich halb hinter Tava platzierte und ihr Worte der Bestätigung ins Ohr wisperte. Dann kollidierten Malleus‘ und Devons Blick.
      Bis jetzt war da immer Argwohn gewesen, wann immer Devon den Menschen betrachtet hatte. Er versuchte sich gegen die schönen Worte zu wehren, die er benutzte, und ließ sie allesamt von sich abprallen. Nur war in diesem Moment die Gerissenheit, die da immer in den Untiefen der dunklen Augen lauerte, nicht mehr da. Sie war ersetzt worden durch etwas wesentlich intimeres und Devon war jetzt endlich klar, dass ausgerechnet er dort eine genauso große Rolle spielte wie Tava. Malleus hatte keine Vorlieben bei Geschlechtern wie es schien. Und dieses Begehren in den Augen des Mannes zu sehen, der sonst kalkulativ alles mit seinen Worten und seinem Verstand für sich verdrehte, bewirkte etwas in dem Lacerta. Bisher hatte Devon keinerlei Erfahrungen mit Begegnungen dieser Art sammeln können und so konnte er nur zurückstarren. Zurück in diese fast schwarz wirkenden Augen, die gefährlicher waren als jeder Drache.
      „Wie fühlt es sich an? Seine großen, starken Hände und seine Zunge auf deiner haut?“
      Devon war sich sicher: Er wollte die Antwort nicht hören.
      „Wie Feuer“, antwortete Tava und sah auf Devon hinab mit großen, wollüstigen Augen. „Feuer auf der Haut. Es fühlt sich an, als könnte er mich verbrennen, aber er tut es nicht. Ich will aber, dass er es tut. Ich will es spüren.“
      Devon war sich sicher: Er musste die Antwort gehört haben. Worte waren bei seinen bisherigen Erlebnissen immer unwichtig gewesen. Es lief ohne Worte ab, nonverbal bis auf Keuchen, Stöhnen, Seufzen. Er wurde nie kommentiert oder gar komplementiert und jetzt Blickfang für gleich zwei Andere zu sein, beschleunigte den Puls des Lacertas ein weiteres Mal.
      „Lass mich deine süße Stimme hören. Dein Keuchen…“
      Tava tat es. Als Reaktion darauf verengte sich Devons Hose nur noch weiter und als sich Tava dann auch noch fester an ihn presste, grub er seine Finger in ihr weiches Fleisch an der Hüfte und zischte leise. Das war schon eher die Sprache, die ihm bekannt vorkam.
      „… dein Stöhnen. Lass mich hören, wie sehr es dir gefällt. Kannst du das für mich tun?“
      Malleus lenkte Tava. Er spielte mit ihr, allein durch seine Worte und riss Devon dabei gleich mit. Tava angelte nach seinem Kopf, er ließ sich einfangen und auf ihre Forderung hin verschwendete er keine weitere Sekunde. Er nahm den Ball, den Malleus ihm zugespielt hatte, gerne auf und gab ihr, was sie wollte. Der Geschmack des Bräus war verflogen und hatte ihrer eigenen Note Platz gemacht. Sie keuchte wieder auf, drückte sich noch mehr an ihn und er konnte nicht anders, als seine Hüfte gegen ihre zu bewegen. Er hielt sie noch immer and er Hüfte, lenkte ihre Bewegungen, führte sie in wellenartiger Bewegung über sein Becken hin und zurück. Sie bewegten sich wie eine Einheit, ohne Worte, einvernehmlich.
      Erneut spürte der Lacerte einen Impuls und ließ sich führen. Im nächsten Moment fand er sich an Tavas Kehle wieder, die bereitwillig ihren Kopf zurückgelegt hatte. Devon stieß einen langen Atemzug aus, als er jedem Zentimeter Haut huldigte und den Drang niederkämpfte, ihr in den hals zu beißen. Das war nicht das, wonach die Cervidia spielten. Das war etwas, was sie nicht verstehen würde. Irgendwann würde er es ihr erklären, aber ihr Stöhnen machte seinem Verstand den Gar aus. Ein Stich Hitze ging in dem Lacerta nieder, während Tava sich so eindeutig an ihm rieb, dass er die Kleidung zwischen ihnen beinahe verfluchte.
      Er löste sich von Tava und warf einen Blick über ihre Schulter. Malleus war ein Stück zurückgewichen, um ein besseres Bild vom Ganzen zu bekommen. Sein Blick war leicht verschleiert – das konnte Devon sehr gut sehen – und erwartungsvoll zugleich. Mit einem gutturalen Brummen stieß sich Devon vom Bett ab und hob Tava gleich mit dazu an ihrer Taille hoch. Nur kurz, weil er sich näher an die Bettkante setzte und Tava mit dem Rücken zu sich wieder auf seine Beine setzte. Devons Blick zuckte wieder zu Malleus, der nun frontal vor ihnen stand. „Das hier hat ihm vorhin schon gut gefallen…“, raunte er Tava ins Ohr und zog sich diese lächerliche Maske vom Gesicht, die er noch immer vom Fest trug. Es folgte der Turban, der seine kupierten Ohren versteckt hatte. Dann drückte er ihr einen Kuss hinter ihr Ohr und folgte ihrem Hals abwärts bis zu ihrer Schulter. Sein rechter Arm schlang sich um ihre Hüfte, zog sie näher an sich, ließ sie fühlen, was noch auf sie warten könnte. Große Finger fanden den Saum ihrer Hose und folgten ihm, bis sie auf die Knopfleiste vorn trafen. Einen nach dem anderen fädelte er durch das dazugehörige Loch und ebnete den Weg, um Tava die Hose gleich abstreifen zu können.
      Noch während Devon ihren Hals und Schulterbereich liebkoste, warf er Malleus einen vielsagenden Blick zu. Gemächlich hob er seinen Kopf und musterte den Kultisten von Kopf bis Fuß. „Was ist mit deinen Sachen? Es ist komisch, wenn einer angezogen bleibt.“
    • Malleus, der keine Sekunde den Blick abwandte, wurde glücklicher Zeuge des Momentes, in dem Devon endlich verstand. Er war kein Lückenbüßer, kein Trostpflaster und kein Notnagel, dem er eine erhitzte und äußerst erregte Cervidia aus Lust und Laune in den Schoß geworfen hatte. Der Augenkontakt war lang, ungebrochen und intensiv bis etwas unhörbar einrastete. Wie Zahnräder, die endlich ihre vorbestimmte Position erreicht hatten. Das unterschwellige Gefühl der Bloßstellung verrauchte.
      Devon war ein unentbehrlicher Teil dieses leidenschaftlichen Spiels, dessen Regeln er allmählich verinnerlichte. In dieser verheißungsvollen Konstellation war Malleus weder sein Gegner noch sein Feind. Das reizvolle Geben und Nehmen war unerlässlich und zu seiner ungemeiner Freude sollte sich Devon als Naturtalent herausstellen. Malleus richtete sich auf, trat einen Schritt zurück und sah zu wie sich sein Werk in all seiner ganzen betörenden Schönheit entfaltete.
      Tavas wundervoll gewölbter Rücken fing seinen Blick ein. Das Bild, wie sie bereitwillig für ihn die Arme zurück hinter ihren Rücken geführt hatte, um ihm zu gefallen, brannte sich unwiderruflich in seiner Erinnerungen ein. Wie betörend und exquisit sie mit edlen, anschmiegsamen Bändern aus Seide um ihren zarten Körper, ihre Arme und zitternden Schenkel aussehen würde...und die wollüstigen Laute, die die kleine Dachkammer erfüllten, verfehlten ihre Wirkung auch nicht. Allein wie wunderbar gehorsam sich Tava gerade präsentierte, so fügsam und willig, trieb das Blut geradewegs zur seiner Körpermitte. Sie war perfekt.
      Er schritt nicht ein, als Devon sich aufrichtete und sich samt Tava zur Bettkante vorschob. Unverhohlene Neugierde darüber, was der Jäger als Nächstes vor hatte, glühte in den beinahe schwarzen Augen. Wieder kreuzten sich die Blicke der Männer, verwoben sich und hielten einander stand.
      „Das hier hat ihm vorhin schon gut gefallen…“, raunte Devon.
      Der Lacerta machte kurzen Prozess mit Turban und Maske. Gerade die Maske war Malleus mittlerweile ein Dorn im Auge, denn sie hatte ihm die uneingeschränkte Sicht auf Devons markantes Gesicht versperrte. Erwartungsvoll fiel ein Blick auf die langen, starken Finger des Jägers, die sich ungeniert an der Knopfleiste von Tavas Beinkleidern zu schaffen machten. Die Cervidia schmiegte sich förmlich an den Mann in ihrem Rücken und präsentierte Malleus vollkommen ohne Scham die weichen, bebenden Wölbungen ihrer Brüste. Im dämmrigen Licht, das durch das Fenster fiel, erahnte selbst Malleus mit seiner eingeschränkten, menschlichen Sehfähigkeit wie sich ihre Brustwarzen ihm hart entgegen reckten und noch sachte schimmerten, wo Devons gespaltene Zunge sie inbrünstig liebkost hatte.
      Ein dunkles und verlangendes Brummen vibrierte durch seinen Brustkorb.
      Es raschelte leise, als Devon die ersten Knöpfe beinahe träge öffnete und dann Malleus wie beiläufig mit einem eindeutigen Blick betrachtete. Er fühlte den Weg, den seine Augen beschrieben, wie eine unsichtbare Berührung.
      „Was ist mit deinen Sachen? Es ist komisch, wenn einer angezogen bleibt.“
      Die Frage war nicht unerwartet, er hatte sie schon oft gehört, aber der milde Vorwurf entlockte Malleus dieses Mal ein leises, kehliges Lachen, das kaum als solches zu identifizieren war. Aber es war da.
      "Sagt der Mann, der sein Hemd noch trägt...", brummte er und er bedachte im Anschluss Tava mit einem glühenden Blick. "Unsere Spielgefährtin ist uns beiden schon einen Schritt voraus. Nicht wahr, Tava? Sieh dir an, wie begehrenswert sie in diesem Licht aussieht..."
      Womit er nicht rechnete, waren die großen vor Erwartung geweiteten Augen mit denen Tava ihn nun ansah. Er sah, wie sie das winzige Stückchen dunkler Haut förmlich verschlang. Ihr Blick war absolut entwaffnend.
      Ah, dieser gerissene Jäger, lernte wirklich schnell.
      Trotzdem vergingen etliche Herzschläge, in denen Malleus die Finger krümmte und wieder streckte. Erst nach einem Moment des angespannten Zögern durchquerte der Kultist den Raum und zog einen Stuhl aus der Zimmerecke, den er unmittelbar gegenüber von Tava und Devon platzierte.
      Quälend langsam glitten seine Fingerspitzen über seinen geöffneten Kragen. Er riss nicht an dem Stoff sondern streifte die Tunika mit einer ungeahnten Eleganz über den Kopf. Jede Bewegung war kontrolliert, präzise in der Ausführung. Sämtliche Muskeln in seinem Rücken und seinen Schultern standen unter Spannung, denn selbst im schlechten Licht durften seine Gefährten nun erkennen, dass die Male nicht an seiner Brust oder seinen Armen endeten. Sein gesamter Oberkörper war mit den Dracheninsignien übersät. Über sein Brustbein bis zu den hervortretenden Muskelsträngen seiner Lenden, sein gesamter Rücken...einfach alles war mit den Brandnarben gezeichnet.
      Malleus legte die Tunika fein säuberlich über der Rücklehne des Stuhles ab und setzte sich den beiden gegenüber. Er lehnte sich zuerst nicht vor, kauerte sich nicht zusammen sondern ertrug die wandernden Blicke nun mit fast stoischer, neutraler Gelassenheit. Innerlich sah es gänzlich anders aus. Malleus' Herzschlag beschleunigte sie und der Rhythmus seiner Atmung verlor sich. Diese Art von Schutzlosigkeit behagte dem Mann nicht.
      Erst dann stützte er die Ellbogen auf den Knien ab. Die rabenschwarzen Haare fielen über seine breiten Schultern nach vorn und die Goldringe darin klimperten in der Stille. Er sah Devon und Tava an. Trotz der unzweifelhaften Spannung, funkelte es in den Tiefen seiner Augen.
      "Quid pro quo", murmelte er. "Ich gebe euch etwas, dafür gebt ihr mir etwas."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Unwissentlich hatte Devon die wohl effektivste Waffe gegen Malleus eingesetzt. Er sah nicht, mit welchem Ausdruck in den Augen Tava den Mann bedachte, aber es musste so viel sein, damit der Kultist auf Devons Worte reagierte.
      „Sagt der Mann, der sein Hemd noch trägt…“, brummte Malleus und ein Stechen meldete sich in Devons Brust. Stimmte. Dazu würde es bei ihm wohl auch noch kommen. Tava würde sich höchstwahrscheinlich nicht damit zufriedengeben, nur seinen befreiten Schwanz zu spüren zu bekommen. Das würde noch ein Stück Arbeit werden, mit dem er sich dann beschäftigen würde.
      Während sich Malleus einen Stuhl organisierte, hatte Devon alle Knöpfe geöffnet und war dazu übergegangen, mit seinen Fingernägeln auf der Innenseite ihrer Schenkel entlang zu fahren. Dabei ließ er das Zentrum zwischen ihren Beinen strategisch aus. Soweit waren sie schließlich noch nicht.
      Außerdem wurde er ein wenig abgelenkt, als Malleus tatsächlich seiner Aufforderung nachkam und sich sein Festgewand mit schlichter Eleganz über den Kopf zog. Das leise Klimpern seiner Goldringe wog schwerer als der Schmuck an Tavas Hörnern, aber das war gar nicht der Fokus, den Devon hatte. Sein aufmerksamer Blick inspizierte jedes Fleckchen Haut, das Malleus ihnen im halbgaren Licht und soweit vom Fenster entfernt offenbarte.
      Devon zählte unzählige Male. Unwillkürlich waren sie auf der Haut verteilt, mal enger beieinander, mal weiter auseinander. Manche waren sauber gebrannt worden, andere verwischt, so als habe sich Malleus bewegt, um dem Brandeisen auszuweichen. Alles daran zeugte von einer traumatischen Vergangenheit, die daran schuld sein könnten, warum Malleus immerzu Handschuhe trug. Deswegen hatte er von Monstern gesprochen, die er gesehen hatte. Aber wenn Malleus solche von Menschen gemachte Brandmale, die gegen seinen Willen entstanden war, als Minderung wahrnahm, dann hatte er einen entscheidenden Punkt noch nicht verstanden.
      „Schau, Tava, er hält mit dir mit“, sagte er dicht an ihrem Ohr.
      „Quid pro quo. Ich gebe euch etwas, dafür gebt ihr mir etwas“, kam es von dem Kultisten, der sich indes vorgelehnt hatte und ganz wieder die Rolle des Beobachters einnahm.
      Devon rümpfte die Nase. Hatte er das absichtlich so offen formuliert? „Was kannst du ihm noch zeigen? Wie wär’s mit deinen Beinen?“ Er schob Tava nach vorn von seinen Beinen, sodass sie aufstehen musste. Nun stand sie zwischen beiden Männern, gefangen in ihren Blicken. Der Lacerta hakte ihr zu beiden Seiten die Daumen unter den Bund der Hose und zog daran, bis sie ihr über das Gesäß rutschte. Dann ließ er los und lehnte sich zurück. „Den Rest schaffst du schon.“
      Tava warf ihm einen kurzen Blick über die Schulter zu. Er stellte betont seine Beine für sie auseinander, damit sie die Beule sehen konnte, die sie zwischen seinen Beinen verursacht hatte. Dann drehte sie sich nach vorn, schien Malleus anzusehen, der ihr ein zustimmendes Nicken gab. Tava schritt zur Tat und stieg aus ihren Beinkleidern, bis sie komplett unverhüllt zwischen den Männern stand.
      Devon gab sich einen Moment, die Silhouette der Cervidia zu wertschätzen. Danach schnellte seine Hand vor, er packte Tava am Handgelenk und zog sie wieder auf seine geschlossenen Beine. Wieder griff er um ihre Mitte, zog sie nur ein bisschen näher und beugte sich zu ihrem Ohr hinab. „Bereit, ihm noch mehr zu gefallen?“
      Devon stellte seine Beine aus. Leicht, Schritt für Schritt, und zwang Tava, die ohnehin breitbeinig auf ihm saß, ihre Beine zu spreizen. Das diffuse Licht ließ nur erahnen, was sie Malleus gerade präsentierten, aber mit bestechender Sicherheit waren die roten Augen des Lacerta, die nun zu Malleus schnellten, besser zu sehen als eigentlich möglich. Als trügen sie ein eigenes Feuer in sich, das nun entzündet worden war.
      Die linke Hand schickte Devon zu Tavas Brust, umfasste sie, liebkoste sie geistesabwesend. Die Rechte jedoch gab ihre Taille frei, glitt über ihren Bauch hinweg immer weiter nach unten. Er fühlte blind die Wölbung des Hügels, wurde langsamer, tastete mit seinen Fingern bis er Tavas Mitte fand. Sie spannte sich auf seinen Beinen an, als er nur über ihre Lippen strich und sie damit aufzog. Immer wieder beschrieb er einen ähnlichen Weg über das weiche, heiße Fleisch, das auf ihn wartete. Er konnte sie jetzt schon schmecken, ihr Duft stieg empor und legte sich auf seine Zunge, ohne dass er auch nur in der Nähe war. Sie wollte das alles hier, sie brannte dafür und er hielt sie nur noch weiter auf die Folter gespannt. Alles nur, damit Malleus seine Show bekam.
    • Devon zog Tava gleich mit zur Bettkante, wo sie Malleus unweigerlich ein Stückchen näher waren. Sie ließ sich von ihm umdrehen, ließ sich von ihm ausrichten, auf seinem Schoß drapieren, und dabei verschwendete sie nicht einen Gedanken daran, dass es Devon war, derselbe Devon, den sie zuvor keinen Meter an sich herangelassen hätte, ohne dabei ihre Hörner zu zeigen. Wie sollte sie auch an sowas denken, wenn seine tiefe Stimme von hinten an ihr Ohr hauchte.
      „Das hier hat ihm vorhin schon gut gefallen…“
      Auch Devon schien seine anfängliche Skepsis jetzt endgültig überwunden zu haben. Tava hörte und fühlte, wie er sich seiner Maske entledigte, dann waren seine Lippen zurück an ihrem Ohr und ihrem Hals, heiß, sengend, erobernd. Sie kippte den Kopf und räkelte sich auf seinem Schoß, um seinen Lippen zu begegnen und gleichzeitig sich unter Malleus' verschlingendem Blick zu baden. Die Kombination aus beiden Männern machte sie jetzt schon ganz wahnsinnig, Devon, der sie hübsch für Malleus machte und Malleus, der sie in vollsten Zügen zu genießen schien. Tava ließ vor Genuss den Kopf nach hinten auf seine Schulter sinken, das leise Geklimper ihrer Gehänge wie ein Beweis ihrer Fügsamkeit. Dabei spürte sie mit zunehmender Begierde, wie sich Devons Glied unter ihr bereits noch mehr verhärtete.
      „Was ist mit deinen Sachen? Es ist komisch, wenn einer angezogen bleibt.“
      Malleus machte ein kehliges Geräusch, das kaum zu identifizieren war. Tava beobachtete ihn mit großen, gespannten Augen, geradezu danach lechzend, dass der Mann Devons unterschwelliger Aufforderung nachkommen würde.
      "Sagt der Mann, der sein Hemd noch trägt..."
      Das war auch richtig, aber Tava erwartete, dass Devon es früher oder später noch loswerden würde. Sie musste nicht seine Schuppen berühren, wenn er das nicht wollte, aber sie würde auch nicht zulassen, dass er angezogen blieb.
      "Unsere Spielgefährtin ist uns beiden schon einen Schritt voraus. Nicht wahr, Tava?"
      Jetzt lag ihre Aufmerksamkeit wieder gänzlich auf dem Mann vor ihr.
      "Sieh dir an, wie begehrenswert sie in diesem Licht aussieht..."
      Ein solch einfacher Satz hatte eine so große Wirkung auf Tava, die die Hitze förmlich durch ihren Körper kriechen spürte. Es hätte ihr unangenehm sein müssen, wie schnell sie darauf ansprang, aber wenn Malleus sie schon mit einem solchen Blick bedachte, während er das sagte...
      Tava keuchte leise. Sie öffnete auch ihre Beine weiter, drückte ihre Brüste stärker heraus, nutzte Devons Körper hinter ihr aus, um sich Malleus noch besser zu zeigen. Die Hose war ihr jetzt störend und sie sehnte sich danach, dass Devons geisternde Finger ihre Knöpfe lösen würden. Alleine wagte sie es nicht. Malleus sollte sich selbst in Devons Händen erkennen und sie dadurch weiter mit seinen Komplimenten überhäufen.
      Dafür hielt er sich aber auch an Devons Aufforderung. Seine Hand bewegte sich und die nächsten Sekunden waren von steigender Anspannung erfüllt, als er langsam und träge den Stoff von seinem Körper zog. Tava saugte den Anblick des ersten Fetzens dunkler Haut geradezu in sich auf, bis Malleus seine ganze Tunika losgeworden war und ihnen die ganze Ausmaße seiner Vergangenheit präsentierte. Über und über war seine Haut mit Narben in allen erdenklichen Formen überzogen, von seiner Gürtellinie bis zu seinen Schultern. Es sah schlimm aus und schmerzhaft, so schmerzhaft, dass Tava sich gar nicht sicher war, wie ein einzelner Mann so etwas aushalten konnte. Aber Malleus hielt es aus, denn er sah sie recht unbeeindruckt an, während sie sicherlich beide den Anblick seines Körpers in sich aufsogen. Er zog sich dafür einen Stuhl heran und setzte sich ihnen gegenüber.
      "Quid pro quo. Ich gebe euch etwas, dafür gebt ihr mir etwas."
      Tava hätte gerne etwas dazu gesagt, um den Moment des Schweigens zu überbrücken, der sich beim Anblick aufgetan hatte, aber sie wusste nicht was. Sie konnte ihm wohl kaum sagen, dass seine Narben schön waren, wenn er sich deren Ursprung vollkommen bewusst war. Da war es wesentlich besser, was Devon dazu zu sagen hatte.
      „Schau, Tava, er hält mit dir mit.“
      Tava leckte sich die Lippen. Sie hoffte, dass Malleus es auch gehört hatte. Sie hoffte, dass er die Gier in Devons Stimme gespürt hatte, so wie auch Tava sie gespürt hatte.
      Dann hatte sich Malleus vollständig niedergelassen und Devon folgte ohne zu zögern seiner Aufforderung.
      „Was kannst du ihm noch zeigen? Wie wär’s mit deinen Beinen?“
      Tava gab ein Geräusch von sich, für das sie sich jetzt wirklich schämte. Wenn nur Malleus so zu ihr sprach, war es noch aushaltbar, aber wenn sie es beide taten...
      Ohne weiteres schob Devon sie von seinen Beinen und Tava stand auf. Sie blickte auf Malleus hinab, den Kopf trotzdem noch gehoben, während Devon hinter ihr die Daumen unter ihren Hosenbund hakte. Der Stoff rutschte ihr über die Kurve ihrer Hüfte. Tava sah sich nach Devon um, als der sich zurücklehnte.
      Es war klar, was sie wollte: Noch mehr zu gefallen. Beiden Männern. Und weil sie so eine Idee hatte, wie sie das bewerkstelligen konnte, drehte sie sich ganz nach Devon um.
      Dann zog sie ihre Hose aus, mit steifen Armen und durchgedrückten Beinen. Sie schob den Stoff eigenhändig Zentimeter für Zentimeter über ihre Haut nach unten und beugte sich dabei nach vorne, weiter und weiter. Sie offenbarte Malleus nach und nach ihr ganzes Geschlecht, während sie sich für Devon der unmissverständlichen Beule in seiner Hose näherte. Und noch weiter. In den Augen des Lacerta blitzte es, als Tava nahe genug war, um den betörenden Geruch seiner Begierde aufnehmen zu können. Natürlich ließ sie sich wesentlich mehr Zeit als nötig. Natürlich brauchte sie ein bisschen, um ganz aus der Hose zu steigen, nur um jedem seine eigene Show bieten zu können.
      Dann befand Devon, dass es genug war, packte sich die nackte Tava und zog sie zurück auf seinen Schoß. Dort wanderte ihr Blick nun mit unverhohlener Neugier zu Malleus' Schoß hinab. Sie hatte gesehen, was sie mit dem Lacerta anstellte, jetzt wollte sie das gleiche auch beim Menschen beobachten.
      „Bereit, ihm noch mehr zu gefallen?“
      "Jaa."
      Es war so einfach und doch so mächtig. Tavas ganzer Körper sprang auf die Frage an, bevor ihr Verstand hätte aufholen können. Wieder schmiegte sie sich an den Lacerta und wieder sah sie Malleus mit großen, hoffnungsvollen Augen an.
      Der Raum war ein wenig kühl ohne Klamotten, aber die Gänsehaut, die sich auf ihrem Körper ausbreitete, rührte kein bisschen von der Kälte. Tava fühlte sich mit einem Schlag vollständig entblößt und der ganzen Welt offenbart, als Devon unter ihr Stück für Stück die Beine öffnete und sie damit mehr und mehr spreizte. Noch immer wagte sie es nicht, sich selbst zu berühren und damit Malleus' Sicht zu verwehren, aber sie wurde unruhig und so ungeduldig, während der Mann vor ihr sie eingehend betrachtete und der Mann hinter ihr zunächst nicht viel mehr tat, als eine ihrer Brüste zu umfassen. Ihr Nippel war noch sensibel und sie zuckte leicht unter seiner Hand, drückte sich ihm aber gleich entgegen, als seine andere Hand zu ihrem Bauch schlich und von dort einen eindeutigen Weg nach unten beschrieb. Malleus' Blick schien jetzt auf der Hand festzuhängen und Tava bemühte sich, ihre Beine noch weiter für ihn zu spreizen. Da erreichten lange Finger ihre Scham und sie wollte gleich viel mehr haben, viel viel mehr. Nur ein kleines bisschen weiter nach unten und er wäre schon dort, wo sie ihn haben wollte, aber der Lacerta wich stattdessen zur Seite aus.
      Tava zwang ihre Beinmuskeln dazu, sich zu entspannen, was nicht einfach war und auch nicht gut funktionierte. Jeden Zentimeter, den Devon mit seinen Fingern beschrieb, schien kurz vor der richtigen Stelle zu enden, nur um dann doch wieder auszuschweifen. Sie seufzte leise, und vielleicht auch ein bisschen verzweifelt, und hob die Arme über den Kopf nach hinten, streckte ihren Oberkörper. Ihre Brüste strafften sich, ihre Haut, ihre Muskeln. Ihre Hand fiel wie von selbst in Devons Nacken, wo sie sich festhielt.
      "Gefällt's dir?", fragte sie leise, ihr ganzer Körper nach Malleus ausgerichtet. Wenn Devon sie nur endlich richtig berühren würde.
    • Begierig verschlang Malleus die ihm gebotene Darbietung mit hungrigem Blick. Mit einem ermutigenden Brummen neigte er den Kopf für eine Erlaubnis, die Tava ganz und gar nicht benötigte. Zwischen den ausgestellten, kräftigen Beinen des Jägers warf sich Tava in Pose und präsentierte ihm einen perfekten Ausblick auf die festen Rundungen ihres Gesäßes. Er ließ den Blick über die zuckenden Muskeln ihrer Oberschenkel gleiten bis zu der eleganten Kurve ihrer zierlichen Fesseln...und wieder herauf. Mit jedem freigelegtem Zentimeter Haut, der sich im fahlen Licht entblößte, spannte sich das weiche Leder seiner Beinkleider enger um das harte, pulsierende Fleisch zwischen seinen Schenkeln. Seine Augen hefteten sich auf ihre Körpermitte und die Vorstellung, dass sie allein von den wenigen, neckenden Berührungen des Lacerta bereits heiß, feucht und willig zwischen ihren Schenkeln war, entlockte ihm einen erregten Laut, der irgendwo zwischen Zischen und unterdrücktem Aufstöhnen rangierte. All das entschädigte den Mann dafür, dass Devon sich galant aus der Affäre zog und noch immer sein Hemd am Leib trug. Es entschädigte ihn für die kühlen Schauer, die ihn ergriffen, wann immer Tava und Devon ihre Aufmerksamkeit auf seinen entblößten Körper richteten.
      Unmissverständliche Lust durchzog Tava, die erwartungsvoll den Punkt unterhalb seiner Gürtellinie fixierte, um die verbotenen Früchte ihrer Bemühungen zu bewundern. Malleus bedachte sie mit einem amüsierten, erhitzten Blick und lehnte sich etwas zurück bis sein Rücken gegen das kalte Holz der Rückenlehne traft. Elegant warf er einen Arm darüber und stellte die Beine mit beneidenswerter Geduld auseinander, langsam und gemächlich, damit sie ganz genau begutachten konnte, was sie bei ihm angerichtet hatte.
      Malleus empfand keinerlei Scham, als er sich erneut nach vorn beugte damit ihm kein noch so kleines Zucken der Cervidia entging, als Devon ihre Beine spreizte und sie nun vollends für ihn entblößte. Mit vor Anstrengung zitternden Oberschenkeln räkelte sich Tava in Devons festem Griff um Malleus noch mehr zu bieten. Mehr, noch mehr, bis es keinen Spielraum mehr gab und es schien doch nie genug zu sein. Sie verzehrte sich geradezu nach seiner Aufmerksamkeit und seinem Wohlwollen obwohl der Mann in ihrem Rücken ihr unnachgiebig etwas Erleichterung verwehrte.
      Er sah, wie ihre perfekten Brüste bei jedem Atemzug erzitterten und sich gegen Devons Hand schmiegten. Quälend langsam kreisten seine Fingerspitzen um die rosigen Brustwarzen und gleichsam um die einladende Hitze, die sich zwischen ihren Schenkeln sammelte. Zärtlich und mit eindeutiger Intention, aber mit zu wenig Druck um Tava das zu geben, was sie sich sehnlichst wünschte und in diesem Augenblick begehrte. Es war eine süße Qual, die ihr Gesicht durchzog und Malleus genoss jedes winzige Bisschen davon.
      Mit einem Mal empfand Malleus die Distanz als eine inakzeptable Zumutung. Er musste es sehen.
      Zwischen schwere Atemzüge und Tavas lustvolles und anderseits frustriertes Keuchen mischte sich kurzzeitig ein leises Knarzen, als Malleus den Stuhl beim Aufstehen etwas zurück schob. Sein Blick traf auf die glühenden, roten Augen des Lacerta und die feinen Härchen in seinem Nacken stellten sich auf. Die Intensität hatte ein völlig neues Level erreicht, dabei hatten sich die Männer nicht einmal annähernd berührt. Es war der Hauch des Verbotenen, des absolut Exklusiven, der die Hitze in seinem Unterleib beinahe unerträglich werden ließ.
      Mit augenscheinlich gemächlichen Schritten näherte sich Malleus und knöpfte dabei die ersten zwei Knöpfe seiner Hose auf um sich etwas Linderung zu verschaffen. Insgesamt bildeten vier Knöpfe das nun unerträglich einengende Gefängnis um sein erhärtetes Glied. In gefährlicher Reichweite stoppte er vor Tava und bedachte die Frau, die nun so brav still hielt, mit glühenden Augen. Ein stockender Atemzug hob seine breiten Schultern an, ließ die Muskeln in seinem Brustkorb zucken. Er schien den Atem einen Moment lang anzuhalten...dann hob er die Hand und legte seinen gekrümmten Zeigefinger - dieses Mal mit mehr Nachdruck - unter Tavas Kinn. Ganz langsam drückte er ihre Kinn nach oben um noch mehr von der schlanken, verletzlichen Kurve ihres Halses zu entblößen.
      "Sieh dich an...", murmelte er.
      Beinahe zärtlich berührt die Spitze seines Daumen ihre volle, samtige Unterlippe.
      "Und sieh dir an, was du angerichtet hast...", schnurrte er lockend und ließ ihr gerade soviel Spielraum in seinem Griff, dass sie einen flüchtigen Blick auf die eindeutige Beule in seiner Hose werfen konnte. "Sieh dir dein, euer, Werk ganz genau an, Tava."
      Eine zögerliche Bewegung im Augenwinkel lenkte seine Aufmerksamkeit von Tavas glühenden Wangen. Eine zierliche, bebende Hand streckte sich ganz von selbst nach ihm aus unfähig sich der Verlockung zu widersetzen. Malleus' Griff an ihrem Kinn verstärkte sich wieder und seine freie Hand packte ihr Handgelenk um sie davon abzuhalten ihn zu berühren.
      "Habe ich dir die Erlaubnis gegeben?", flüsterte er dunkel und als ihre Augen ganz groß wurden, als befürchtete sie, er könnte nun gehen, streichelte er ihr beruhigend über die Unterlippe.
      "Ich bin nicht böse, Tava. Du machst das so gut...", antwortete er auf die stumme Frage. "So gut...Du verdienst eine Belohnung. Denkst du nicht auch, Devon?"
      Malleus sah Devon über die zierliche Schulter hinweg an und führte dabei Tavas Hand, die er noch immer am Handgelenk umfasst hielt, nach oben nah an sein eigenes Gesicht. Kurz bevor ihre Fingerspitzen sein Kinn streifen konnte, neigte er den Kopf zu Seite, entzog sich Tava für eine Sekunde wieder nur um mit seinen Lippen hauchzart die Innenseite ihres Handgelenkes zu streifen. Es war kein nachdrücklicher Kuss, nur ein leichtes Streifen und doch war es berauschend, dass selbst diese flüchtige Berührung ihre rasenden Puls offenbarte. Mit halbgeschlossenen Augen betrachtete er Tava, sein Gesicht immer noch außerhalb der winzigen Reichweite ihrer Fingerspitzen.
      Wieder flackerte sein Blick von Tava zu Devon.
      "Willst du ihr nicht geben, was sie will?", raunte er.
      Und wieder zurück.
      Er drückte die Spitze seines Daumen, das weiche Leder, zwischen ihre Lippen.
      Er musste es sehen.
      "Sag mir, wie sie sich anfühlt, Devon. Beschreib es mir."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Tava legte Devon ihre Arme um die Schultern, ihre Hand fand seinen kräftigen Nacken als Halt. In manch anderen Situationen hätte er wohl angesäuert reagiert oder sie in ihre Schranken gewiesen. Nun jedoch war er ihr Anker, ließ zu, dass sie sich an ihm noch weiter räkelte und mit ihren unterschwelligen Bewegungen versuchte, seine Hand zwischen ihren Beinen in die gewünschte Richtung zu lenken.
      Zwischenzeitlich hatte Devon die Augen geschlossen und sein Gesicht an Tavas Halsbeuge vergraben. Seine Bewegungen seiner Hand stellten sich jedoch nicht ein. Er hielt den Abstand, wahrte die Versprechung bis ein Knarzen die Symphonie von Tavas Lauten störte. Er öffnete die roten Augen und sah zu Malleus, der aufgestanden und direkt auf sie zu gekommen war. Devon wusste, dass sich Malleus nur wegen Tava näherte. Dass er selbst hinter ihr wie im Schatten verschwunden war und er sich nur mit seinen Augen aus dieser Dunkelheit schälte. Unter anderen Umständen wäre dieser Blick eine Warnung an den anderen Mann gewesen, nicht noch näher zu kommen, doch Tava war nicht sein Weibchen. Tava war etwas, das geteilt werden wollte. Diese Warnung konnte Devon optisch gar nicht vermitteln, denn sein Blick zuckte eine Etage tiefer und beobachtete Malleus dabei, wie er zwei der vier Knöpfe öffnete. Erst da fiel ihm auch richtig auf, dass das alles hier gereicht hatte, damit Malleus steinhart geworden war. Dafür musste der Mann diese Frau hier nicht einmal berühren. Als er dann auch noch seine Hand ausstreckte, stellte Devon seine Bewegungen vollständig ein. Er wollte nicht riskieren, dass ein Ausrutscher dazu führte, dass Tava Malleus ungewollt anfasste. Also lauerte er weiter über ihrer Schulter und harrte aus. Wartete auf seinen Moment. Wie der Jäger, der er war.
      „Sieh dir dein, euer, Werk genau an, Tava.“
      Devon widerstand der Verlockung, nachzusehen, allerdings nicht dem Instinkt, ein gutturales Zischen hören zu lassen. Wieso konnte er Tava haben, durfte aber ausgerechnet den Menschen nicht anfassen? Das ergab keinen Sinn, der Mann würde sich nicht erwehren können, wenn Devon ihn anfiel. Er musste die Augen zusammenkneifen, um aus dem stammestypischen Denken auszubrechen und sich wieder im Hier und Jetzt einzufinden. Gerade rechtzeitig.
      „Du verdienst eine Belohnung. Denkst du nicht auch, Devon?“, fragte Malleus noch immer mit dieser samtenen Stimme und er hätte fast umgehend darauf geantwortet. Fast.
      In Vorbereitung hob der Lacerta seinen Kopf von Tavas Schulter. Die war gerade damit beschäftigt, Malleus im Gesicht berühren zu wollen. Doch dieser fing sie ab und lenkte ihre Hand um, sodass er ihr Handgelenk streifte. Wieder fühlte Devon ein seltsames Gefühl bei diesem Anblick, das er nicht zuordnen konnte. Also ignorierte er es.
      „Willst du ihr nicht geben, was sie will?“
      „Vielleicht“, seine Stimme war nicht viel mehr als ein tiefes Vibrieren seiner Stimme.
      „Sag mir, wie sie sich anfühlt, Devon. Beschreib es mir.“
      In Gedanken formten sich in Devons Kopf bereits die Worte: Fass sie selbst an und find’s raus.
      Er sprach sie jedoch nicht laut aus, sondern betrachtete Malleus über Tavas Kopf hinweg. Kurz lagen die Augen des Mannes auf der Cervidia, doch als er bemerkte, dass der Lacerta ihn ansah, wechselte sein Fokus. Devon schwieg, aber in seinen Augen lag eine unausgesprochene Frage. Vielleicht kamen sie irgendwann noch dazu, sie einmal laut zu besprechen.
      Dann senkte Devon seinen Kopf wieder und legte ihn auf Tavas Schulter ab. Sie vibrierte förmlich auf seinen Beinen, jede ihrer Bewegungen engte ihn weiter ein. Dann gab er sich endlich einen Ruck und glitt mit seinen Fingern tiefer, teilte die Lippen und traf auf das, was Tava abermals aufkeuchen ließ. Devon ließ sich nicht stoppen, ging noch tiefer, bis er den unmissverständlichen Beweis ihrer Lust spüren konnte. Sie war so feucht, dass er versehentlich beinahe noch tiefer gerutscht wäre, als beabsichtigt. Schnell zog er seine Finger wieder zurück, suchte nach ihrer Perle, fand sie, und begann damit sie träge zu umspielen.
      „Sie ist butterweich. Heiß. Einladend.“ Er sprach die Worte langsam und träge, so als müsse er jede einzelne Silbe neu zusammensetzen. Er hatte seine Augen geschlossen, während er Tava noch immer festhielt und weiterhin mit ihrer Perle spielte. „Sie ist so feucht, dass du ohne Widerstand in sie stoßen kannst. Sie ist so…“ Er nahm einen langen, gedehnten Atemzug und erschauderte. Zeitgleich pulsierte sein Glied in seiner Hose. „… so willig.“
      Er konnte doch nicht mehr widerstehen. Devon ließ seine Finger wieder tiefer gleiten, folgte der Anatomie, bis er ihren Eingang fand und mit dem Mittelfinger problemlos eintauchte. Er stoppte kurz, als sich Tava anspannte und wartete, bis sie sich wieder fing. Dann begann er mit einer lockenden Bewegung mit seinem Mittelfinger. Wieder wand sich Tava, aber Devon hielt sie eisern fest. Solange sie hier auf seinem Schoß war, war er sicher. Solange, wie sie hier auf seinem Schoß saß, kam er auch nicht weiter. Es war eine Zwickmühle.
      Plötzlich grollte Devon leise. Unbefriedigt, gar unzufrieden. „Scheiße, sie ist so… eng. Ich glaube, sie… sie schafft es nicht.“ Es war halb gemurmelt, weil er es in ihre Halsbeuge sagte. Er hatte seinen Zeigefinger nachgeschoben und ihn beschlich die Sorge, dass die Dimensionen einfach nicht passten. Er konnte es nur nicht recht formulieren; darüber war er dann doch peinlich berührt.
    • Anstatt einer direkten Antwort, stand Malleus auf. Er hatte seinen Blick nicht ein mal von ihrem Körper gewandt und Tava spürte ihre Haut kribbeln, dort, wo er sie bewunderte. Sie wollte mehr von ihm haben. Sie wollte mehr von Devon haben, der sie absichtlich noch immer nicht an der richtigen Stelle berührte.
      Langsam kam der Mann näher zu ihr, auf sie zu. Er hatte einen gemächlich anmutenden Gang, als bliebe ihm alle Zeit der Welt, während seine Hand sich senkte und die ersten beiden Knöpfe seiner Hose öffnete. Darunter zeichnete sich bereits ein deutlicher Umriss gegen den gespannten Stoff der Hose ab. Mit einem Schlag kam es Tava so vor, als würde sie hier Zeuge etwas verbotenes werden. Malleus, der Kultführer der Signa Ignius, der von ihrer Darstellung so mitgerissen wurde, dass es verborgene Teile in ihm weckte. Tava atmete bei dem Gedanken leise ein.
      Er kam näher, viel näher als je zuvor, nahe genug, dass Tava ihn berühren könnte, und streckte langsam den Arm zu ihr aus. Jetzt hielt auch Devon ein, als hätte die Spannung der Situation auf ihn übergegriffen, wobei Tava trotzdem unruhig ihr Becken zu bewegen versuchte. Zumindest nur, bis Malleus seinen behandschuhten Finger unter ihr Kinn legte und sanft drückte. Tava kam der stummen Aufforderung sofort und ohne weiteres nach.
      "Sieh dich an..."
      Sie glühte förmlich unter seinem Blick, unter der Bewunderung, die daraus sprach, unter der Gier, die sich nach ihr verzehrte. Tava hätte den Kopf weiter für ihn zurückgelegt, viel weiter.
      "Und sieh dir an, was du angerichtet hast... Sieh dir dein, euer, Werk ganz genau an, Tava."
      Das tat sie und in ihrem Blick lag die gleiche Bewunderung und das gleiche Verlangen, das auch in den dunklen Augen geschrieben stand. Dabei konnte sie Devon noch immer unter sich spüren, konnte fühlen, wie sich sein eigener gestraffter Hosenbund gegen sie drückte. Als sie diesmal die Hüfte zu bewegen versuchte, war es in einer gänzlich anderen Richtung. Dabei versuchte sie sich vorzustellen, dass Devons Glied dasjenige vor ihr war.
      Vermutlich hatte sie die Fantasie ein wenig zu weit getrieben, denn jetzt streckte sie sich automatisch nach Malleus aus, dessen Blick sich sofort unter der Bewegung wandelte. Sein Griff an ihrem Kinn verhärtete sich und er fing ihre Hand mit einer ruckigen Bewegung ab.
      "Habe ich dir die Erlaubnis gegeben?"
      Da lief es Tava gleich ganz kalt den Rücken herab. Mit einem Mal sah sie Malleus in seiner Kammer vor sich, wie er sie böse anblitzte.
      "Nein - ich wollte nicht - sei mir nicht böse."
      "Ich bin nicht böse, Tava."
      Da wurde seine Stimme wieder eine Spur weicher, vielleicht mehr, um sie zu beruhigen. Tava entspannte sich auch wieder marginal, wollte jetzt aber die Hand zurücknehmen, dass ihr ein solcher Fehler nicht nochmal passierte.
      "Du machst das so gut... Du verdienst eine Belohnung. Denkst du nicht auch, Devon?"
      Malleus führte ihre Hand, die er noch immer festhielt, weiter zu sich. Tava sah mit großen, glitzernden Augen dabei zu, als er seinen Kopf neigte und weiche Lippen ihre Haut nur für einen Moment streiften. Die Empfindung war ganz hauchzart, kaum spürbar und nichts im Vergleich zu der Art und Weise, wie Devon sie an ihrer Hüfte festhielt, aber sie war dennoch überwältigend. Tava starrte ihn mit offenem Gesicht an.
      "Willst du ihr nicht geben, was sie will?"
      Ein "Vielleicht" brummte von ihrer Schulter und da war Tava wieder ganz auf den Mann hinter sich konzentriert, auf den Fingern, die bereits auf ihrer Scham lagen. Diesmal rührte sie sich kein bisschen, als Malleus das Leder zwischen ihre Lippen schob. Sie hatte von ihrem Fehler gelernt.
      „Sag mir, wie sie sich anfühlt, Devon. Beschreib es mir.“
      Es dauerte einen Moment, dann setzte die Hand sich doch wieder in Bewegung. Tava nahm einen Luftzug und seufzte dann erleichtert auf, als sie sich endlich, endlich auf die richtige Stelle legte. Dort begann sie langsam zu kreisen und Tava nahm jede noch so kleine Bewegung ganzkörperlich in sich auf.
      „Sie ist butterweich."
      Devons Stimme rumorte an ihrem Ohr. Tava spürte ein Kribbeln.
      "Heiß."
      Jetzt schmiegte sie sich wieder gegen ihn, genoss seine Aufmerksamkeit in vollsten Zügen.
      "Einladend."
      Wie zur Antwort stöhnte sie leise.
      "Sie ist so feucht, dass du ohne Widerstand in sie stoßen kannst. Sie ist so… so willig."
      Ja das war sie, ja das war sie. Ihre Hand in seinem Nacken verstärkte sich, ein Zeichen, dass er weitermachen sollte. Mehr machen sollte.
      Da schlüpfte sein Finger tiefer und glitt mit einem Zug in sie hinein. Tavas Beine wollten sich reflexartig schließen, da zwang sie sie doch wieder auseinander, drückte sich Devon entgegen. Er hielt ein, bis sich ihre Muskeln wieder entspannt hatten, dann drang er tiefer.
      Siedendes Feuer breitete sich in ihrem Unterleib aus und Tava keuchte. Sie rollte ihr Becken nach vorne, soweit es ging, Devons Finger entgegen. Jetzt hatte sie zwar mehr bekommen, aber sie war immernoch nicht befriedigt. Sie wollte noch mehr, noch viel mehr.
      "Scheiße, sie ist so… eng. Ich glaube, sie… sie schafft es nicht", murmelte er leise hinter ihr. Tava hätte ihren Kopf anders gelegt, wenn sie nicht noch immer zu Malleus aufgesehen hätte.
      "Doch, das schaffe ich. Ich schaff das."
      Sie wusste gar nicht, was er meinte, aber sie würde es schaffen, das war doch gar keine Frage.
      Ein zweiter Finger gesellte sich zu dem ersten und diesmal war sie ganz darauf vorbereitet, wie um es Devon zu beweisen. Da drehte sie doch noch den Kopf von Malleus weg, um Devon ihre Lippen aufzudrücken. Er erwiderte den Kuss und unter der Berührung spürte sie sein Glied zucken.
      "Mehr. Ich will mehr."
      Sie sah Devon direkt in die Augen, dann blickte sie mit einem Mal wieder zu Malleus auf und leckte sich die Lippen.
      "Darf ich dich auch küssen?"
      Und als ihr noch etwas viel besseres einfiel:
      "Darf Devon dich küssen?"
    • Während Tava gierig den Blick senkte und Malleus am ganzen Leib spürte, wie sehr die Frau sie beide wollte, erklang von dem Mann in ihrem Rücken ein kehliges Zischen und etwas in Devons Blick gewann seine Aufmerksamkeit.
      Eine unausgesprochene Frage lag in den Reptilienaugen, die Malleus mit ihrer ungewöhnlichen und rötliche Färbung einen Augenblick lang festhielten. Seine Augenwinkel zuckten kaum merklich, als wartete er nur darauf, dass Devon seine Frage formulierte, auf die er womöglich keine Antwort erhalten würde. Was immer dem Lacerta durch den Kopf ging, der Mann entschied sich, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war. Die Erleichterung und ein Bruchteil an unerwarteter Dankbarkeit fand nicht den Weg in Malleus' Gesicht, als er sich ebenso wie Devon abwandte und sein Fokus zurück zu Tava glitt.
      „Sie ist butterweich. Heiß. Einladend", rollten die trägen Silben über Devons Zunge, als suchte er nach den richtigen Worten.
      Malleus' Augenlider schlossen sich zur Hälfte während ein sich genüssliches und zufriedenes Brummen seine Kehle hinaufkämpfte. Die Worte gepaart mit den rauen Noten in der Stimme des Lacerta trafen den exakt richtigen Ton und die dunklen, sanften Vibrationen verwandelten sich in heißkalte Schauer.
      „Sie ist so feucht, dass du ohne Widerstand in sie stoßen kannst. Sie ist so…Sie ist so feucht, dass du ohne Widerstand in sie stoßen kannst. Sie ist so…“ Er hörte wie Devon einem langen, gedehnten Atemzug nahm und lauschte dem kaum merklichen und erregten Zittern, dass in seiner tiefen Stimme mitschwang. Eine winzige Veränderung, die niemand vernahm, der nie gelernt hatte, ganz genau zuzuhören. Eine Nuance, die seine Nervenenden in Brand steckte. "...so willig."
      Keine Berührung konnte den Mann so erregen, wie der lustvolle Klang einer Stimme
      Kein Anblick reizte ihn mehr als ein Körper, der seiner Erlösung und der Ekstase wollüstig entgegen fieberte. Nichts übte eine größere Anziehung auf ihn aus als ein Körper, der sich unter sinnlicher Begierde nahezu geschmeidig verbog, bis die zitternden Muskeln an ihre Grenzen kamen und der gequälte Ausdruck unerfüllter Lust sich auf einem erhitzten Gesicht abzeichnete.
      Und Tava, die sich willig und stöhnend den Fingern des Lacerta entgegenbog und trotz ihrer verzweifelten Bemühungen nicht genug bekam, war ein Anblick der den Flammen von Adrastus würdig war. Malleus Pupillen wurden unmöglich weit und groß, als er genau den Moment beobachtete, in dem Devons erster Finger in den willigen Leib eintauchte.
      "Scheiße, sie ist so… eng. Ich glaube, sie… sie schafft es nicht", grollte Devon eindeutig frustriert, was Malleus ein amüsiertes Rumpeln entlockte. Entweder der Lacerta spielte zum Vergnügen mit der Vorstellungskraft seiner Gefährten oder seine Körpergröße ließ tatsächlich Rückschlüsse auf seine Männlichkeit schließen. Malleus tippte auf Letzteres. Devon schien ihm nicht der Typ zu sein, der auf diese Weise mit Worten spielte.
      Sein Blick heftete sich zwischen ihre gespreizten Schenkel um in geradezu obszöner Weise Devons Finger zu beobachteten, die tief in die feuchte Enge eintauchten. Er hörte es zwischen Keuchen und Stöhnen.
      "Doch, das schaffe ich. Ich schaff das."
      "Hmhm...", murmelte er. "Du wirst es versuchen. Für Devon. Für mich."
      Tava entzog sich seinem Griff und Malleus...klickte unzufrieden mit der Zunge. Unter anderen Umständen hätte er diesen Fauxpas korrigiert, doch die Gier und Leidenschaft in dem Kuss zu beobachten, entschädigte ihn auch dafür.
      "Mehr. Ich will mehr."
      "Natürlich willst du das...So unersättlich."
      "Darf ich dich auch küssen?"
      Huh?
      Er erstarrte.
      Es glitzerte in ihren Augen als habe sie einen ganz besonderen Leckerbissen gefunden.
      "Darf Devon dich küssen?"
      Was?
      Langsam richtete Malleus sich auf und gab Tavas Handgelenk frei.
      Ein Kuss verwischte die hauchdünne Distanz, die er wahrte und weckte den Wunsch nach schier unmöglicher Nähe. Immer näher, noch näher. Ein Kuss war gefährlich. Das Leder seiner Handschuhe knarzte, als er die Finger krümmte und für einen Augenblick, schien das Bewusstsein den Raum zu verlassen. Seine Augen zuckten durch den Raum, als würde die Lösung auf einem der wurmdurchfressenen Balken stehen.
      Malleus seufzte lang und beinahe resignierend.
      Wieder streckte er langsam eine Hand aus und streichelte fast nachdenklich mit den Fingerspitzen über ihre halbgeöffneten Lippen.
      "Du hast Devon, der dir all das geben kann und es ist trotzdem nicht genug", murmelte er und zum ersten Mal klang der Mann unschlüssig und unpassend nüchtern. Malleus beugte sich zur Tava, so nah, dass sein Atem über ihre Lippen streichelte und ihr damit etwas eigentlich unerreichbares in Aussicht stellte.
      Er wollte.
      Oh, wie er wollte.
      Das Wollen war nicht das Problem.
      "Nicht bewegen", schnurrte er. "Leg deine Hände in Devons Nacken. Behalt sie da. Schaffst du das für mich?"
      Es musste eine Qual für Tava sein während Devons Hand sich unermüdlich zwischen ihren Schenkeln bewegte. Er wartete, bis sie seiner Aufforderung nachkam. Erneut umfasste Malleus ihr Kinn und drückte ihren Kopf wie es ihm beliebte bis er mit der Position zufrieden war. Tava vibrierte erwartungsvoll unter seinen Fingerspitzen.
      Malleus zählte die Herzschläge.
      Eins. Einatmen. Zwei. Ausatmen. Drei. Einatmen. Vier. Ausatmen.
      Eine quälende Ewigkeit lag zwischen seinen Lippen und Tavas, die er mit einem ergebenen Seufzen überbrückte. Der Kuss besaß nicht das gleiche Feuer wie Devons Küsse. Dieser Kuss war bedächtiger und zurückhaltender, als wäre er einer gänzlich anderen Stimmung entsprungen. Seine Zungenspitze glitt über ihre Unterlippe und als er sich durch ihre geöffneten Lippen stahl, grollte es tief und dunkel in seiner Kehle. Seine Küsse wirkten entschleunigt. Langsam und süß wie Honig. Dem Kuss fehlte die gewohnte Leichtigkeit- die Geschmeidigkeit, die der Mann für gewöhnlich in jeder seiner Bewegungen an den Tag legte.
      Wie viel von Devon mochte er auf ihren Lippen und ihrer Zunge schmecken?
      Der Gedanke entlockte ihm ein Grollen.
      Malleus vollführte einen wahren Drahtseilakt. Er balancierte auf dieser schmalen Linie und verdrängte das Eis, dass sich in seiner Magengrube zusammenzog. So lange es ging. Er hatte vergessen, wie es sich anfühlte. Er hatte vergessen, wie sehr er sich danach verzehrte, berührt zu werden und doch davor zurückschreckte als könnten ihn die Hände verbrennen. Wie ihn die Eisen verbrannt hatten. Malleus fürchtete die Spuren, die es auf ihm hinterlassen konnte.
      Ein wenig zu ruckartig zog er den Kopf bereits nach wenigen Augenblicken zurück. Sekunden, mehr konnte es nicht gewesen sein.
      Mit mühevollen Atemzügen, die ein wenig zu schnell anmuteten, sah er Tava an.
      "Das ist alles, was ich dir geben kann. Bitte mich nicht um mehr", wisperte er und sein Tonfall ließ deutlich werden, dass er in diesem Punkt nicht mit sich verhandeln ließ. Kurz darauf besann er sich, dass sie nicht alleine waren. Sein Blick war auf Tava fixiert.
      " 'Darf Devon mich küssen?' Hm, will Devon mich denn küssen? Vielleicht solltest du ihn fragen, liebste Tava."
      Schlagartig schnappte sein Blick zu dem Mann, der alles mit undurchdringlicher Miene beäugte.
      "Vielleicht...", schien Malleus zu überlegen. "Wenn er verspricht seine Hände schön auf deinem Körper zu behalten, da sind sie besser aufgehoben als bei mir. Findest du nicht, Tava? Oder soll er aufhören?"
      Eins. Einatmen. Zwei. Ausatmen. Drei. Einatmen. Vier. Ausatmen.
      "Das war sehr gut..." sprach er sichtlich zufrieden damit, wie Tava seinen Worten gehorchte. "Nimm deine Arme runter. Hände auf deine Oberschenkel, halt sie schön offen für Devon, ja? Konzentriere dich auf seine Hand, seine Finger in die dir...wie sie hinein und hinaus gleiten. Mühelos. Wie dein Körper sich öffnet und hingibt..."
      Malleus entfernte sich wieder von Tava. Ein winziges Stücken, bis er mühelos seine Hand nach Devon ausstrecken konnte.
      Ein und aus. Ein und wieder aus.
      Federleicht streifte das warme Leder über seinen Fingerspitzen seitlich Devons Hals. Das Leder war nicht dünn genug um einen Puls zu erahnen, aber es reichte um zu spüren, wie sich die Muskelstränge verhärteten. Seine Fingerspitzen beschreiben einen kurzen und flüchtigen Bogen über eines der kupierten Ohren und er aufmerksam die Form nachzeichnete bis hin zu den Schnittstellen, die sich uneben anfühlten. Geradezu zerfetzt und schlecht verheilt. Was für ein Stümper an Wundarzt oder Heilkundiger war dort nur am Werk gewesen.
      Er ließ den Lacerta keine Sekunde aus den Augen, als er die Hand in seinen Nacken führte. Es ließ sich nicht vermeiden, dass Devon das Beben seiner Hand spüren musste - wie sein ganzer Arm erneut unter Spannung stand - bis sie mit sanften Nachdruck ihr Ziel erreichte. Beinahe vorsichtig drückte sich sein Damen in den versteiften Muskel unterhalb seines Schädels. Als der Lacerta unter ihm förmlich gefror, zuckten seine Finger etwas zurück. Er nahm etwas Druck heraus, ließ seine Fingerspitzen forschend über die Wölbungen der Nackenwirbel gleiten, weiter hinab bis das Hemd seine Erkundung stoppte.
      Unentwegt sah er Devon dabei in die roten Augen.
      "Sag mir, was du willst, Devon." raunte er.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Winterhauch ()

    • „Mehr. Ich will mehr.“
      Das konnte Devon nicht nur in Tavas großen, hungrigen Augen ablesen, sondern es auch riechen und fühlen. Seine Lippen zuckten, als er etwas zu sagen gedachte, doch da löste sich ihr Blick und richtete sich auf Malleus. „Darf ich dich auch küssen.“
      Interessante Frage. Devons Fokus verschob sich auf Malleus. Er sah gerade rechtzeitig, wie der Mann regelrecht einfror. Hatte er damit nicht gerechnet? Was erwartete er denn? Er reizte Tava ohne Ende und dachte, er käme ohne Einfluss hier heraus?
      „Darf Devon dich küssen?“
      Jetzt gefror Devon. Seine Bewegung seiner Finger stellte sich ein, sein Atem wurde flacher, er wurde hart wie ein Brett. DAS wollte Tava sehen? Es war okay, wenn sie Malleus wollte, aber… an so eine Konstellation hatte Devon noch nicht eine Sekunde verschwendet. Wieso sollte sie sowas wollen? Männer fanden doch nichts am eigenen Geschlecht. Das war wider der Natur.
      Scheinbar sah Malleus das ähnlich, denn er richtete sich auf und ließ Tava los. Eine geraume Bandbreite an Reaktionen durchliefen den Mann, keine davon erschloss sich Devon. Doch das Seufzen, das folgte, war voll von Resignation und Devon bekam es ernsthaft mit der Sorge zu tun. Doch Malleus‘ Aufmerksamkeit lag auf Tava. Sie bekam seine behandschuhten Finger zu spüren und nicht Devon, der noch immer auf der Lauer über Tavas Schulter lag. Der Jäger stimmte dem Mann in vollsten Zügen zu, als er sich vorlehnte und sich ihrem Gesicht immer weiter näherte. Devon verharrte auf der Schulter, warf dem Ganzen nur einen Seitenblick zu und bekam nicht die Premium Aussicht, die der Mensch soeben noch genossen hatte. Es stellte sich eine seltsame Stille ein, dann bewegte sich Malleus und Tava seufzte auf. Das Seufzen kannte Devon und er konnte nicht anders, als das Erstaunen auf seinem Gesicht zu zulassen. Sie hatte den Mann ernsthaft gebrochen. Hatte seine Grenzen niedergerissen und das alles nur an einem Abend. Mit ihrem Körper. Mit ihren Blicken und Worten.
      Dann zuckte Malleus zurück und Devon konnte ihn wieder betrachten. Sein Erstaunen hatte er schnell wieder verschluckt, aber in seinen Augen lag noch höchstes Interesse. Man sah dem Mann den Zweikampf mit sich selbst an und seine Worte unterstrichen diesen Punkt nur. Mit anderen Worten war das doch die Grenze. Devon war in Sicherheit.
      ‘Darf Devon mich küssen?‘ Hm, will Devon mich denn küssen? Vielleicht solltest du ihn fragen, liebste Tava.“
      Das sollte sie ihn definitiv mal fragen. Die Antwort darauf lag ja wohl auf der Hand. Dachte er jedenfalls bis zu dem Moment, als diese dunklen Augen sich auf den Lacerta richteten.
      „Vielleicht… Wenn er verspricht seine Hände schön auf deinem Körper zu behalten, da sind die besser aufgehoben als bei mir.“
      Devons linke Augenbraue zuckte. Das war keine Lüge. Malleus zog es wirklich in Betracht, Devon auch in dieser Hinsicht zu berühren. Diese Erkenntnis sorgte dafür, dass doch die ein oder andere Alarmglocke in seinem Kopf anging. Es war eine Sache, wenn ein Weibchen ihn so berührte. Eine gänzlich andere, wenn ein anderer Mann es tat. Wie sollte man da reagieren? Wie sollte er da reagieren? Sein Gehirn befand sich in einem Strudel und verwehrte ihm eine direkte Reaktion, als Malleus einen Schritt zurücktrat und seine Hand ausstreckte, direkt auf den Lacerta zu.
      Malleus streifte gerade einmal Devons Hals, da zeichneten sich schon die ersten Sehnen ab. Das Gefühl verschwand, als er seine Ohren erreichte und er sich sicherlich fragte, warum sie so aussahen. Denn mit ihnen geboren wurde kein Lacerta.
      Aber Malleus machte keinen Halt. Er setzte seine Erkundungstour fort, während sich Devon in eine höchst angespannte Haltung versetzte. Er konnte Tava nicht weiter anheizen, weil er seinen Fokus auf den Menschen hielt, der es wagte, Devons Nacken an der Schädelbasis zu berühren. Der Blick, den Devon dem Menschen zuwarf, hatte nichts mehr mit Menschlichkeit zu tun. Es war eine Warnung ohne Worte, ein Nachbeben eines wilden Instinkts, den der Mensch nicht nachvollziehen können würde. Devon tat einen tiefen Atemzug und hielt die Luft an, als die Finger den prekären Punkt verließen und über die Wirbel weiter abwärts wanderten. Heiß und kalt durchlief es den Jäger, der seine Beute ohne zu blinzeln im Auge behielt. Sie stoppten erst, als sie am Kragen des Hemdes angelangt waren und Devon wusste, dass nicht mehr viel bis zu den ersten Schuppen fehlen würde.
      „Sag mir, was du willst, Devon“, raunte Malleus, aber Devon war zu keinen Worten fähig. Stattdessen wurden seine Pupillen noch schmaler, der Ausdruck von Menschsein verblasste auf seinem Gesicht, als Malleus unwissentlich Punkte angesprochen hatte, die er nicht kennen konnte. Etwas davon schien er jedoch zu erkennen und zog seine Hand zurück, schaffte Devon mehr Raum.
      Der reagierte kurz um. Der Laverta festigte seine Füße auf dem Boden, zog die Finger aus Tava zurück und hielt sie noch kräftiger an der Hüfte fest. Dann rollte er sich mit ihr auf die Seite und weiter, sodass sie mit dem Bauch auf dem Bett war und Devon über ihr. Er sah ihren entblößten Nacken, das Monster in ihm schrie mit Verlangen auf, doch Devon würgte es ab. Sein Ziel war ein anderes. Kurz lehnte er sich vor, bis er ihr Ohr erreichte, und flüsterte ihr zu: „Du wartest brav.“
      Dann stand er mit einer unheimlichen Geschmeidigkeit auf und wandte sich dem Menschen zu. Devon stand nicht mehr aufrecht; er stand leicht vorn über gekrümmt, den ein wenig gedreht. Rote Augen fixierten den Menschen, der sich keines Fehlers bewusst sein konnte. Devon würde ihm nicht mit Worten antworten, sondern anders.
      Er setzte einen Fuß in Richtung Malleus, der zwar merkte, dass etwas sich gewandelt hatte, aber keine Furcht ausströmte. Nein, seine Poren vertrieben weder Angst noch Scham noch Wut. Fast hätte Devon ihm unterstellt, dass es eine Art der Vorfreude war, die er nicht verstand. Aber er würde es ergründen und dafür näherte er sich Malleus immer weiter. So nah, dass keine Armeslänge mehr zwischen ihnen passte. Als dem Mann das auffiel, dass Devon vermutlich nicht stoppen würde, setzte er einen Fuß nach hinten, dann noch einen. Devon stieß seine Luft zischend aus, während er ihm folgte und tiefsitzende Instinkte langsam an die Oberfläche drängten.
      Dann erreichte Malleus mit seinem Rücken die Wand, Devon unmittelbar vor ihm. Sofort legte der Jäger beide seine Hände und Unterarme flach an die Holzwand und krümmte sich weiter, bis sein Gesicht auf Augenhöhe mit Malleus war.
      Die geschlitzten Augen taxierten das Gesicht des Mannes, der noch immer keine Furcht kannte. Noch immer atmete er förmlich diesen maskulinen, attraktiven Duft aus, der auf seine ganz eigene Art und Weise betörend war. Devon wusste nicht, ob es einen sonderlich großen Unterschied zu Frauen in diesem Aspekt gab.
      „Eine Hand mit Nachdruck an der Schädelbasis werten wir in unserem Stamm als Herausforderung zum Rangkampf“, erklärte Devon, dessen Stimme vorhin schon tief gewesen war, jetzt aber dazu weniger sauber die Wörter aussprach. Seine Kultur spiegelte sich langsam in seiner Aussprache wider. "Du bist gerade vor mir gewichen, aber nicht aus Angst. Du hast dich nicht abgewandt. Kommt ein nicht ernstgemeinter Angriff, gefolgt von einer Flucht wie dieser, ist das eine Einladung. Ich hab Tava davor am Feuer gewarnt…“
      Devons Nasenflügel bebten. Seine Lippen waren leicht geöffnet, damit er die Luft schmecken und sich absichern konnte. Er hatte bewusst genug Abstand zwischen ihren Gesichtern gelassen, damit er jederzeit die gesamte Mimik von Malleus im Blick hatte. Ansonsten schrumpfte die Welt gerade nur auf Devon und seine Beute zusammen. Noch immer stand er unter Anspannung, sein gesamter Rücken war stahlhart und seine Schulterblätter stachen noch prominenter als sonst hervor. Fiele das Licht noch besser, dann würde es so wirken, als hätte der Lacerta eingeklappte Flügel unter seinem Hemd versteckt.
      „Ihr solltet besser nicht mit meinen Instinkten spielen“, riet Devon leise, wobei seine Arme langsam und stetig Malleus immer näher kamen.
    • Die Reaktion erfolgte dermaßen unvermittelt, dass Malleus augenblicklich die Hand zurückzog und einen Schritt zurücktrat. Devon bugsierte Tava von seinem Schoß, als hätte ihr nackter Leib keinerlei Gewicht. Mühelos rollte er die überrumpelte Frau herum und drückte sie bäuchlings voran auf das Bett. Malleus' Nackenhaare stellten sich auf obwohl er die geflüsterten Worte nicht verstand, aber sehr wohl die rauchigen und dunklen Töne, die sich aus der Kehle des Lacerta lösten. Devon stand auf und reflexartig spannten sich alle Muskeln im Körper des Kultisten an. Erst rumorte es dumpf in seinem Hinterkopf, als er die leicht gekrümmte Haltung bemerkte. Die Alarmglocken schrillten auf, als sein Blick die glühenden, roten Reptilienaugen erneut kreuzte. Malleus wagte es nicht einmal zu blinzeln. Erst da dämmerte es ihm wirklich, dass er gerade einen entscheidenden und gefährlich unbedachten Fehler gemacht hatte.
      Dennoch verspürte er nicht den eisigen, unmissverständlichen Schauer der Frucht. Wo seine Instinkte ihm zur Flucht geraten hätten, überfiel ihn nun ein heißes und allgegenwärtiges Kribbeln. Erwartungsvoll breitete es sich in seinen Adern aus, bemächtigte sich seiner Nervenenden und setzte sich wie ein Parasit unter seiner Haut fest. Devon, der sich wie ein geschmeidiges Raubtier auf seine Beute fixierte, war ein gefährlicher aber fesselnder Anblick. Es übte einen ungeahnt verlockenden und bedrohlichen Reiz aus im Fokus der ungeteilten Aufmerksamkeit des Lacerta zu stehen. Malleus konnte sich nicht entsinnen, ob es in all der Zeit einen Spielgefährten gegeben hatte, der ihn so angesehen hatte:
      Mit solch animalischer beinahe roher Gier und der unmissverständlichen Lust auf die Jagd - auf welche Art dies auch sein mochte.
      Malleus rührte sich nicht, sondern ließ Devon näher kommen. Erst als ihm bewusst wurde, dass der Jäger keine Sekunde einen Gedanken daran verschwendete, stehen zu bleiben, setzte sein Instinkt ein. Ein Zischen ließ ihn, den Mann, der sich damit rühmte stets die Kontrolle über den gesamten Raum für sich zu beanspruchen, erschaudern. Eine skurrile, ganz und gar deplatzierte, Euphorie erfasste ihn.
      Mit jedem Schritt, den Devon auf ihn zu kam, setzte Malleus einen Fuß nach hinten. Die Bewegungen erfolgten beinahe synchron bis er mit dem Rücken die unnachgiebige Wand stieß und damit sein Rückzug ein plötzliches Ende fand. Malleus' Körper zuckte kaum merklich nach links, schneller, als sein von den Göttern gegebener Verstand ihn stoppen konnte. Da trafen mit einem dumpfen Aufprall Devons Unterarme gegen das spröde Holz der Vertäfelung. Es knackte und knirschte an seinem Hinterkopf, als die gebeugten Arme und der imposante Körper des Lacerta einen Käfig um ihn bildeten. Der einzige Fluchtweg war unter den Armen wegzutauchen, doch Malleus war nicht lebensmüde. Er würde sich in diesem beengten Raum nicht auf ein riskantes Katz- und Mausspiel einlasse. Nüchtern betrachtet, würde seine Fingerspitzen kaum die Türklinke streifen, da hätte ihn sein Jäger bereits eingeholt.
      Während sein Verstand förmlich raste, wandte er nicht einmal den Blick von den geschlitzten Reptilienaugen ab. Mit einer seltsamen Faszination beobachteten er, wie sich die schmalen Pupillen immer aufs Neue ausdehnten und wieder auf ein Minimum zusammenzogen. Ein Blinzeln und diese winzigen Regungen wären ihm entgangen.
      „Eine Hand mit Nachdruck an der Schädelbasis werten wir in unserem Stamm als Herausforderung zum Rangkampf. Du bist gerade vor mir gewichen, aber nicht aus Angst. Du hast dich nicht abgewandt. Kommt ein nicht ernstgemeinter Angriff, gefolgt von einer Flucht wie dieser, ist das eine Einladung. Ich hab Tava davor am Feuer gewarnt…“, bekam er seinen Fehler erklärt.
      Natürlich, Malleus hatte sich hinreißen lassen, hatte sich Dank seines Einflusses auf Tava in trügerische Sicherheit gewiegt. Nur...Devon war nicht Tava und ein Lacerta war keine Cervidia. Wo er glaubte ihr Muster durschaut zu haben, war er in Bezug auf Devon blind. Wieder lief ihm dieser heißkalte beinahe wohlige Schauer die Wirbelsäule herab. Obwohl er weiterhin dem bohrenden Blick standhielt, erbebten Devons Nasenflügel in seinem peripheren Sichtfeld. Die Erkenntnis entlockte Malleus einen unbeabsichtigten fast knurrenden Laut tief in seiner Brust.
      Devon atmete ihn ein.
      „Ihr solltet besser nicht mit meinen Instinkten spielen“, warnte Devon und um seiner Worte zu unterstreichen, zog sich der Käfig aus Devons Armen immer enger. Malleus fragte sich, ob es die schiere Willenskraft war, die Devon zweifellos zurückhielt oder der banale Umstand, dass ein Mann die Einladung ausgesprochen hatte. Wenn auch unbeabsichtigt.
      Was hielt die Instinkte des Lacerta im Zaum? Disziplin? Das Unbekannte? Respekt?
      Malleus notierte sich gedanklich Devon bei Gelegenheit danach zu fragen, um seinen Wissendurst zu befriedigen. Eine andere Frage rollte wie von selbst über seiner Lippe, obwohl er glaubte die Antwort zu kennen. Er musste es hören mit dieser Stimme, die langsam ihre ursprüngliche Note erhielt.
      "Ein Einladung zu was, Devon?", raunte er und besaß sogar die Dreistigkeit trotz der Situation ein schmales, vergnügtes Lächeln zu zeigen. In seinen Worten schwang jedoch ein ernstgemeinter Klang mit, der signalisierte, dass er sich nicht über das Gesagte des Lacerta lächerlich machte.
      Erst als die Nähe ihm die Luft zum Atmen raubte, hob Malleus eine Hand und griff nach einem von Devons Oberarmen. Seine Fingerspitzen drückten sich nur sanft in die angespannten Muskeln des Bizeps, eine stumme Geste, die das erste Mal seit Devon aufgestanden war etwas wie Widerstand an den Tag legte. Bis er etwas Ungewöhnliches erfühlte. Selbst durch weiches Leder und das dünne Hemd spürte er die harten, leicht gewölbten Unebenheiten. Leicht zuckten seine Finger, als ihm bewusst wurde, dass er unter den Fingerkuppen die nahtlosen Übergange zwischen Haut und Schuppen entdeckt hatte. Schuppen, die vor Wochen in Celestia noch nicht dort gewesen waren. Er wiederholte die streichelnde Bewegung über die verhüllten, geschuppten Hautpartien.
      Hatte Devon mit vielleicht mit Ablehnung oder gar mit einem angewiderten Ausdruck gerechnet, belohnte ihn Malleus mit einem begierigen Glühen in den kohlschwarzen Augen, die Pupillen unmöglich geweitet.
      Ganz, ganz langsam legte Malleus den Kopf zurück bis sein Hinterkopf ebenfalls auf die Wand traf. Genug, um dem Lacerta den verletzlichen Schwung seiner entblößten Kehle zu präsentieren. Er war die in die Ecke getriebene Beute, die ihrem Jäger unterlag und beschwichtigend den Hals streckte. Malleus ließ die Augenlider halbsinken und betrachtete den Lacerta durch den Schatten seiner Wimpern.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Malleus' Kuss war etwas unglaublich reizvolles, eine Verführung an sich, eine verbotene Frucht, die nur Tava übergeben wurde. Seine Lippen waren heiß an ihren und als seine Zunge eindrang war es, als würde ein Feuerwerk explodieren. Tava musste mit aller Willenskraft verhindern, dass sie sich ihm automatisch entgegen bog und stattdessen ihren Körper so still hielt, wie es nur irgendwie möglich war. Ihre Hände in Devons Nacken verkrampften sich, bis sie sich sicher war, dass sie ihn würgen musste.
      Dann war der Kuss vorbei und Malleus' Aufmerksamkeit wanderte auf den Lacerta hinüber, der die ganze Zeit unbewegt hinter Tava gesessen hatte. Doch jetzt versteifte er sich regelrecht.
      Sie konnte nicht absehen, was in seinem Gesicht gerade vor sich ging, aber sie konnte ihn geradezu denken hören. Sie konnte fühlen, wie sich sein Körper an Stellen verspannte, bei denen sie sich gar nicht bewusst gewesen war, dass er dort so hart werden konnte.
      Dann gab er sich plötzlich einen Ruck, entfernte sich aus Tava und rollte sich kurzerhand mit ihr weiter auf das Bett. Er blieb auf ihr liegen, wodurch sich seine Hüfte sehr prominent gegen ihr Hinterteil drückte.
      „Du wartest brav.“
      Ein bisschen enttäuschte sie die Zurückweisung schon, aber im Moment hätte sie wohl keinen Befehl ausgeschlagen, auch nicht von Devon. Also nickte sie nur artig und blieb der Länge nach auf dem Bett liegen, als der Lacerta wieder aufstand.
      Die nächsten Momente konnte sie nur durch Devons Rücken betrachten. Er stand nicht wie sonst, aufrecht und langgestreckt, sondern hatte eine leicht gekrümmte Haltung, mit der er sich jetzt fortbewegte. Sofort erinnerte Tava sich ans Lagerfeuer und an den Moment, als der Mann ihr in der selben anmutenden Geste gegenübergetreten war. Was auch immer Malleus gesagt oder getan hatte, er hatte gerade den Unwillen des Lacertas auf sich gezogen.
      Das war nun doch eine befremdliche Entwicklung. Tava hatte ja nur gewollt, dass die beiden sich küssten - und vielleicht auch, dass sie dabei zusehen konnte, ja - aber sie hatte doch keinen Streit provozieren wollen. Und besonders nicht wollte sie, dass der Lacerta gegenüber dem Menschen genauso ausfällig wurde wie ihr gegenüber.
      Da widersetzte sie sich doch dem erhaltenen Befehl, richtete sich auf und kroch vorsichtig ans Bettende, um einen anderen Blickwinkel zu erhaschen. Dadurch konnte sie sehen, wie Malleus den Lacerta mit großen Augen anstarrte, aber nicht voller Furcht. Er hatte auch den Kopf leicht gehoben, um Devon richtig ins Gesicht sehen zu können und wirkte nicht so, als würde er den Kopf jeden Moment einziehen. Auch, wenn er langsam vor dem Jäger nach hinten wich, schien er doch noch immer dem schleichenden Gang entgegen zu halten.
      Dann erreichten sie beide die Wand und Tava hielt den Atem an. Entweder, sie würde hier gleich Zeuge von etwas wundervollem, einzigartigen werden, oder gleich würden die Fetzen fliegen. So gerne sie letzteres sonst gesehen hätte, hätte sie jetzt doch lieber ersteres bevorzugt.
      Zunächst geschah aber gar nichts, bis Devon schließlich eine Erklärung von sich gab, die wohl längst überfällig gewesen war. Das erklärte wohl auch die Situation im Lagerfeuer und auch jetzt, auch wenn er nicht weiter darauf einging, was diese Einladung bedeuten sollte. Vielleicht war es ja dasselbe wie bei den Cervidia, allerdings mutete es bei den Lacerta eher grobschlächtig an.
      Malleus konnte ihre Gedanken durch den Raum hindurch erraten.
      "Ein Einladung zu was, Devon?"
      Seine Stimme war so rauchig, noch immer so durchtrieben von seiner eigenen Begierde, es konnte einen förmlich in den Bann ziehen. So wie auch Tava, die ganz langsam vom Bett aufstand, nur um sie besser beobachten zu können. Sie war nicht lebensmüde genug, sich in ihre Nähe zu begeben.
      Und da konnte sie beobachten, wie der Mensch langsam seinen Hals freigab. Ganz vorsichtig, als könne er jeden Moment den Kopf ganz senken, um Devon nicht-existierende Hörner zu zeigen, legte er ihn zurück an die Wand und dann sogar noch ein Stück weiter. Tava sog dabei leise die Luft ein. Sie hatte nicht erwartet, dass es so anziehend sein könnte, einen Menschen dabei zu beobachten, wie er ein cervidisches Angebot machte.
    • Es war lange her, dass Devon seinen Fokus derart intensiv auf ein anderes Lebewesen in dieser Hinsicht legte. Er hielt den Blickkontakt, als könne das allein dafür sorgen, dass sich seine Beute nicht mehr zu flüchten wagte. Dabei akzeptierte er die Hände, die sich an seine Oberarme legten. Die Finger, die die Übergänge erfühlten, wo Haut zu Schuppen wurde. Er sah die Erkenntnis in Malleus Augen, dessen Pupillen ein einziges schwarzes Loch zu sein schienen. Sie sogen sämtliche Eindrücke auf, jede Bewegung, die der Lacerta in seinem Gesicht vollzog. Wo vorher noch ein Funken Unsicherheit in dem Lacerta vorgeherrscht hatte, war jetzt nur das Verlangen nach der Jagd präsent. Er hatte keine Zeit dafür, sich zu fragen, was der Mensch wohl von seinen Schuppen hielt, die sich wie eine Krankheit ausbreiteten. Er hatte ihn jetzt gestellt und jetzt wollte er einen Bissen seiner Beute genießen.
      „Eine Einladung zu was, Devon?“, fragte Malleus und das schmallippige Lächeln ließ Devons Kiefermuskeln zucken. Die Frage war rhetorisch. Der Kerl hatte unlängst eine Ahnung, dass der Lacerta nicht hinter Malleus‘ Leben her war, sondern möglicherweise etwas anderem. Und er spielte genau mit diesem Aspekt. Unter dem spielerisch anmutendem Ausdruck lag etwas kalkulierendes und als Devon das Hoch von dem Menschen schmeckte, teilte er dieses Gefühl. Ein Hochgefühl, selbst wenn der Mensch ihn gerade nur noch weiter aus seiner Reserve locken wollte.
      Nur ließ sich Devon davon nicht aufhalten. Er zog seine Arme stetig enger, ging bewusst gegen den Druck an, den Malleus‘ Hände an seinen Armen erzeugten. Dabei drifteten Malleus‘ Finger weiter, streichelten schon fast Devons Arme und er bemerkte, dass der übliche Argwohn fehlte. Dafür bekam er von dem Menschen einen Ausdruck zu sehen, an den Tava niemals hätte heranreichen können. Die Cervidia sah ihn mit lustvollem Blick an, weil sie auf Verkehr aus war. Doch Malleus hatte sich von diesem simplen Punkt gelöst. Er teilte ebenfalls die Begierde, doch seine ging wesentlich weiter.
      Dann bewegte sich Malleus und Devons Bewegungen froren ein. Er zog den Käfig aus Fleisch nicht enger, sondern hielt ein, als der Mann seinen Kopf zurücklegte. Die Augen des Jägers weiteten sich und sanken auf die Kehle, die sich vor seinen Augen schutzlos entfaltete. Sein eigener Atem ging nur noch stoßweise. Das hier war kein Angebot wie bei den Cervidia. Das hier war etwas völlig anderes. Das hier bedeutete schonungslose Aufgabe. Es bedeutete eine Erlaubnis. Es bedeutete, nicht in Starre zu verfallen. Devons Augen waren wie festgefroren auf diesem Hals, dieser Haut, diesem Pulsschlag, den er sehen, den er hören konnte. Ein unmenschliches Verlangen wallte in dem Lacerta auf, der Drang, diese Unterwerfung noch zu bestätigen. Er wollte es nicht nur tun, er musste es.
      Devon senkte den Kopf, beinahe in derselben Geschwindigkeit, mit der Malleus seinen Kopf in den Nacken gelegt hatte. Die Unterarme an der Wand zu Malleus‘ Kopf vibrierten, ein Echo vom Körper des Lacertas. Er hätte nie gedacht, dass ein Mann solch eine Wirkung auf ihn haben konnte. Dass er vieles dafür getan hätte, diese dunkle Haut zu berühren. Die Vorstellung, wie sich diese Haut anfühlen musste, die tabumäßig vor Berührungen gehütet wurde, war vernebelnd. Devon wollte das Privileg. Seine Instinkte wollten diesen Mann mit Haut und Haaren. Der Drang wurde unerträglich.
      Knapp neben Malleus‘ Hals legte Devon seine Stirn an die Holzwand. Er drehte sein Gesicht zu der Haut, die die Hitze regelrecht von sich abzustrahlen schien. Sein Atem strich über die Haut, er sah, wie sich die Härchen aufzustellen begannen. Er sah die Male von nahem, die teilweise in ihrer Ausführung ähnlich marzial wirkten wie die Narben auf seinem eigenen Torso. Devons Widerstand verlor sich, er verlor den Kampf gegen seine Instinkte.
      Er berührte die Haut zunächst nur mit seinen Lippen. Er schmeckte Salz und ganz entfernt noch Rückstände von einem Bademittel. Darüber legte sich allumfassend Malleus‘ ganz eigener Duft, und Devon konnte nicht widerstehen, seine Lippen gegen seine Zunge einzutauschen. Er musste alles schmecken. Jedes bisschen davon. Malleus zuckte unter seiner Berührung, deutlich noch als unter seinen Lippen. Aber das störte Devon nicht. Er hielt sich eher mit aller Macht daran, dass seine Hände ihren angestammten Platz nicht verließen. Den Mann mit allem zu überfallen, was Devon auf Lager hatte, könnte ihn abspringen lassen. Nur ließ Devon seine Beute nicht entkommen. Es ging nicht. Er durfte nicht. Er würde nicht. Einmal gefangen, entkam ihm seine Beute nicht mehr.
      Devon schauderte urplötzlich. Das reichte ihm nicht. Nur ein bisschen kosten reichte nicht aus. Malleus bot sich ihm an, gab sich dem hin, ließ ihn gewähren, gab ihm die Erlaubnis. Also griff Devon nach dieser Erlaubnis und tauschte seine Zunge gegen seine Zähne ein.
      Das Gebiss eines Lacertas unterschied sich nicht sonderlich von dem eines Menschen. Nur die Eckzähne waren ein wenig prominenter, und die drückten sich in das warme Fleisch hinein. Devon grollte, ein befriedigtes Grollen aus den Tiefen seiner Brust. Seine Instinkte frohlockten, als er den Mann mit seinem Biss an Ort und Stelle hielt, während dieser sich unweigerlich krümmte und dem Biss entweichen wollte. Devon folgte der Bewegung, sein Biss war nicht so tief, als dass er Blut kosten würde. Aber Abdrücke würde es geben. Seine Abdrücke. Die Beute war gefallen und das Hochgefühl brandete erneut auf. Er fühlte sich seltsam befreit und zeitgleich nur noch weiter angespornt. Devon wollte mehr. Viel mehr.
      Schwer atmend ließ der Jäger von Malleus ab. Mit seiner Zunge leckte er über seine Spuren an dem Hals des Mannes, der noch immer nicht die Flucht angetreten hatte. Mittlerweile hatten sich Devons Finger in das Holz der Wand gedrückt, die puren Anzeichen von seiner Willensstärke, sich nicht doch an Malleus zu vergreifen.
      „Wo…“, er räusperte sich, weil das Wort kaum verständlich war, „… wo fass ich dich an?“
      Keine Frage, ob er es konnte. Er würde, nur durfte Mal entscheiden, wo. Denn Devon hatte seine Beute für diese Jagd geschlagen und nun würde er sich daran laben.

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    • Es glich einer Kapitulation, als Malleus die Augen schloss. Mit aller Willenskraft, die er aufbringen konnte, zwang er seinen Körper zur Bewegungslosigkeit. Die Erfahrung brüllte ihm förmlich entgegen, sich augenblicklich von dem Mann zu befreien und sich seiner altvertrauten Grenzen zu besinnen, doch der eigene Herzschlag dröhnte unnatürlich laut in seinen Ohren und ließ die Gedanken verstummen. Devon war zu nah, viel zu nah, aber seine Muskeln quittierten ihren Dienst. Heißer Atem streichelte über seinen entblößten Hals und ein heiseres beinahe ersticktes Keuchen löste sich aus seiner Kehle, bei der eigentlich harmlosen Berührung der Lippen auf seiner Haut. Es war unmöglich, dass Devon den viel zu schnellen, viel zu holprigen Puls nicht unter seinen Lippen spürte. Malleus konnte nicht verhindern, das durch ein erwartungsvolles und gleichzeitig alarmiertes Zucken seinen ganzen Körper erbebte. Stoßweise atmete er durch die Nase aus und sein ganzer Brustkorb erzitterte, als er gierig die Luft wieder einsog und doch das Gefühl hatte, nicht genug zu bekommen.
      Eine gefährliche Leichtigkeit erfasste seinen Verstand und wurde nur von der weichen, warmen und...gespaltenen Zunge durchbrochen, die von seiner Haut kostete und eine feuchte Spur auf ihrem Weg hinterließ. Malleus' Finger bohrten sich in Devons Arme, zwiegespalten, ob er den Lacerta fortstoßen oder näher heranziehen sollte. Eine Gänsehaut überzog seinen nackten Torso, als sich tiefliegende Furcht, der Wunsch nach Distanz und die überraschende Lust, die er dabei empfand, sich ein unerbittliches Duell lieferten.
      Malleus spürte, wie Devon unter seinen Händen schauderte und die Muskeln in seinem Klammergriff in unregelmäßigem Rhythmus zuckten. Er wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis dem Lacerta seine Kontrolle entglitt und die Instinkte ihn übermannten. Spätestens jetzt hätte er die Grenze setzen müssen, für sich. Für Devon. Es grenzte an Grausamkeit dem Jäger etwas in Aussicht zu stellen, das er nicht haben konnte und doch überwog der Reiz des Unberechenbaren. Malleus war überwältigt von der Lust und dem Verlangen, das ihn dazu brachte, sich dem Lacerta unterwerfen zu wollen. Er, der Männer für Weniger ermordet hatte. Er, der Männer für Schlimmeres einem schrecklichen Ende zugeführt und sich vor langer Zeit geschworen hatte, nie wieder hilflos und machtlos zu sein. Nie wieder würde er...
      Ein siedend heißer Schmerz explodierte an seinem Hals und es gab rein gar nichts, das er gegen den erstickten Schrei unternehmen konnte außer die Kiefer hart aufeinander zu schlagen bis die Zähne knirschten. Devon biss zu, hart. Aber nicht hart genug um die Haut zu durchstoßen. Malleus wollte davor zurückschrecken, zuckte mit dem Kopf nach vorn und wieder zurück wobei sein Hinterkopf mit einem zu harten und heftigen Aufprall mit der Wand kollidierte. Für einen kurzen Augenblick sah er Sterne in der Dunkelheit seiner gesenkten Lieder aufblitzen.
      "Devon..."
      Als der erste Schock verebbte und das Adrenalin seine Adern flutete, stöhnte Malleus überrascht auf. Dem Schmerz folgte ein verblüffendes Hochgefühl und sein Körper verlor beinahe sämtliche Spannung. Das Gefühl, schlagartig den Boden unter den Füßen zu verlieren, ließ Malleus nach Devons Hemd greifen. Er gab das hypnotische Gefühl über die verborgenen Schuppen zu streicheln auf und presste stattdessen seine behandschuhten Hände gegen die Brust des Jägers, die sich unter schwerfälligen Atemzügen hob und senkte. Der Konflikt entflammte erneut, als Malleus sich mit Nachdruck gegen die breite Brust stemmte und in der nächsten Sekunde seine Finger in dem dünnen Leinenstoff vergrub.
      "Devon. Stopp...", murmelte er während die liebkosende Zunge seine Sinne vernebelte.
      Die Berührung war sanft beinahe entschuldigend und schien etwas in Malleus Instinkten zu beruhigen, gar zu befriedigen.
      Es knarzte neben seinem Kopf, das Holz begann zu splittern.
      „Wo…“, grollte es an seinem Ohr.
      Malleus' Augenlider flatterten beim rauen, primitiven Klang.
      „… wo fass ich dich an?“
      Er sog scharf die Luft ein.
      Er wollte, er wollte es so sehr.
      So sehr, wie er Tava hatte küssen wollen.
      Die Berührungen machten ihn trunken und brachten ihn gleichzeitig an den Rand seines gesunden Menschenverstandes. Etwas so sehr zu wollen und gleichzeitig so viel Abstand zwischen sich und Devon bringen zu wollen... Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Faden riss, denn er hatte die Grenzen bereits zu weit gedehnt.
      Malleus leckte sich über die Lippen.
      Bedächtig löste er eine Hand aus dem ohnehin zerknitterten Hemd und berührte den gebeugte Ellbogen des Lacerta. Von da wanderten seine Fingerspitzen langsam den Unterarm herauf bis das weiche Leder auf ein Handgelenk traf. Malleus drehte den Kopf unendlich vorsichtig zur Seite, doch er konnte keinen Blick auf Devons Gesicht erhaschen. Noch viel langsamer löste er die Hand des Jägers von der bedauernswerten Holzwand und zog sie zwischen ihre Körper.
      "Devon? Du musst aufhören, wenn ich es dir sage", raunte er und schluckte mühsam, seine Kehle war staubtrocken. "Ich kann nicht..."
      Er ließ den Kopf wieder zurückfallen.
      Der Moment, in dem Malleus die große und viel kühlere Hand des Mannes auf das Zentrum seines Brustkorbes drückte, vergaß er wie Atmen funktionierte. Es war elektrisierend und angsteinflößend zugleich. Er fühlte überdeutlich die Fingerspitzen über dem Knotenpunkt zuckten, an dem sich die Enden der Schlüsselbeine gegenüberlagen, dort in der kleinen Mulde zwischen den Knochen. Er konnte nicht atmen, aber konnte auch nicht loslassen.
      "Ich kann nicht...", wiederholte er. "...und Tava. Sie...sie wartet auf dich."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • „Devon…“
      Es war der reinste Rausch. Devon hatte schon so unglaublich oft gegen das Verlangen in seinem Inneren gekämpft. Es gab Augenblicke, wo er sich eine Frau einfach genommen hätte, weil sie angsterfüllt vor ihm gewichen war, sich aber davon zurückgerissen hatte. Er war in Auseinandersetzungen mit anderen Jägern geraten, die sich für etwas besseres hielten und ihn herausgefordert hatten, wo er sich aber mit Müh und Not abgewandt hatte und gegangen war. Es gab so oft diese Anreize und es wäre so einfach gewesen, den Kopf auszuschalten und dem einfach zu folgen. Der Zustand, den er jetzt erreichte, wenn er seinen Instinkten nachgab, war erleichternd. Befreiend. Berauschend. So sehr, dass er Malleus‘ Stimme nicht richtig wahrnahm.
      „Devon. Stopp…“
      Mit einem langen Zug leckte der Jäger über die dunkle Haut an Malleus‘ Hals. Er hielt erst dann inne, als sich eine andere Empfindung den Weg durch sein in Flammen gesetztes Nervensystem bahnte. Da war etwas an seiner Brust. Devon entfernte sich ein kleines Bisschen vom Hals und warf einen flüchtigen Blick an sich hinunter und entdeckte Hände an seiner Brust. Den Druck, den Malleus dort aufwandte, spürte Devon nicht ansatzweise. Es war nicht existent. Malleus wehrte sich nicht, er wollte es. Er war zu schwach. Devon hatte die Macht. Davon waren seine Worte geschwängert, die er dem Mann nun ins Ohr grollte.
      Malleus Brust dehnte sich explosionsartig aus und Devon stieg gleich drauf ein. Er teilte das Gefühl, die Erwartung, das Verlangen, das Wissen, dass es unbeschreiblich werden könnte. Die primitive Lust, den Wunsch…
      Das Holz knarzte noch bedrohlicher unter seinen Fingern. Er wollte den Mann greifen, ihn zu Boden ringen, sich über ihn erheben. Nicht nur dessen Hals mit Spuren versehen, sondern den Malen an dessen Körper Konkurrenz bereiten. Er wollte seine Zähne in ihn schlagen, hören, wie er unter ihm ächzte, hören, wie die Qual in Lust umschwang. Es war berauschend, die reinen Gedanken waren berauschend.
      Er durfte nicht. Devon durfte nicht vollends nachgeben. Denn wenn er es tat, dann brach das wackelige Konstrukt, das er sich mit Malleus aufzubauen begonnen hatte. Es würde alles zunichtemachten, es würde die Spielregeln brechen, die er aufgestellt hatte. Es war wie ein Schmerz, dem Instinkt nicht nachzugeben. Es war die reinste Pein, als wenn man sich selbst Hautschicht um Hautschicht abziehen würde.
      Malleus‘ Hand löste sich von Devons Brust und wanderte zu seinem Ellbogen. Dann beschrieb sie den Weg hoch zu seiner Hand, löste sie von der Wand und zog sie runter. Das realisierte Devon nur halb, der noch immer an Malleus‘ Halsbeuge verharrte und seinen Geruch lebte.
      „Devon? Du musst aufhören, wenn ich es dir sage.“
      Aufhören? Womit aufhören? Hiermit? Das konnte er nicht ernst meinen. Seine Stimme widersprach ihm, seine Haltung begrüßte Devon, sein verdammter Geruch verriet ihn.
      „Ich kann nicht…“
      Malleus‘ Kopf fiel wieder an die Wand und Devons Lippen folgten ihm sogleich. Es rumorte in seiner Brust, als er seine Zunge abermals über Malleus‘ Hals gleiten ließ, die Spuren abtastete, die er dort hinterlassen hatte. Dann hielt er plötzlich inne, als sich eine neue Empfindung in dem Jäger breitmachte. Devon zuckte zurück. So weit, dass er Malleus‘ Gesicht wieder sehen konnte und ebenfalls seine eigene Hand, die auf der Brust des Mannes ruhte. Zentral, die Fingerspitzen berührten die Stelle, wo die Schlüsselbeine zusammenliefen. Devons Augen weiteten sich stetig. Seine Hand stand in Flammen. Sie brannte, unter ihr war das reinste Feuer, versteckt unter dunkler Haut und Malen. Und noch tiefer fühlte er einen Herzschlag. Schnell. Rasend. Überstürzt. Absolut verlockend.
      „Ich kann nicht… und Tava. Sie … sie wartet auf dich“, schaffte der Mann zu formulieren, aber der Atem wurde ihm knapp.
      Ebenso für Devon, dessen Blick kurz hoch zu den dunklen Augen flickte und dann sofort wieder zurück. Er riss seine Hand nicht von dem Griff los, aber er machte unmissverständlich klar, dass er sich nicht dort halten lassen würde. Devons Muskeln traten leicht hervor, als er sich gegen den Griff stemmte und seine Hand über Malleus‘ Brust gleiten ließ. Über seine Brust hinweg, direkt über seinem Herz. Dort verweilte Devon kurz, ließ sich den Puls über einen ganz eigenen Rhythmus vermitteln, ehe er seinen Weg fortsetzte. Die Hand wanderte zu der Flanke des Mannes, immer weiter hinab, bis Devon seine Finger oberhalb des Hüftknochens fast schon in das Fleisch bohrte. Wie gern hätte er dem Mann auch die restlichen Kleider vom Leibe gerissen und ihn unter sich begraben.
      „Du hast nicht aufhören gesagt“, raunte Devon Malleus zu, eher er sich der anderen, noch unberührten Seite dessen Halses widmete. Er strich erst wieder mit seinen Lippen über die Haut, er schmeckte die Erwartungshaltung mehr als heraus. Er grinste, wild und ungezügelt, weil er mit der Fantasie des Mannes spielte.
      „Sie wartet auf mich? Wie sieht sie denn aus? Ich wette, sie schaut nur dich gerade an“, sagte Devon noch leise, dann siegte wieder das Verlangen und er vergrub seine Zähne in Malleus‘ Hals. Der Mann gefror wieder unter ihm, wollte sich aufbäumen, wollte so vieles tun. Devon rückte nur noch näher an ihn heran, wollte ihn allein mit seinem Körper davon abhalten. Er musste ihm klarmachen, wem sich Malleus gerade ergeben hatte. Und wer nun seinen Lohn haben wollte.
    • Malleus' Worte trafen auf taube Ohren. Wieder glitt die gespaltene Zunge die Länge seines Halses entlang, als huldigte sie dem Werk ihres Besitzers. Als könnte Devon nicht genug von dem Geschmack seiner Haut bekommen, die eine solch verführerische Wirkung auf ihn hatte. Die kurze Verwunderung über die eigene Hand, gegen die Malleus' Herz mit solcher Inbrunst pochte, verschaffte dem Kultist eine kurze Atempause. Malleus klammerte sich an die Vorstellung der bleichen Hand, die einen betörenden Kontrast zu seiner dunklen Haut bot. Zittrig sog er die dringend benötigte Luft ein und zögerte den drohenden, nebligen Schwindel hinaus, der langsam seine Sinne betäubte. Seine Fingerspitzen kribbelten und verloren allmählich an Gefühl während die kleine Dachkammer an den Rändern sich dunkel eintrübte. Malleus fokussierte sich auf Devon, der einen ersehnten und gleichzeitig verfluchten Anker für ihn bildete. Er hielt ihn im Hier und Jetzt und doch zog er ihn gnadenlos hinab in Tiefe.
      Die Hand auf seiner Brust begann sich gegen den Halt zu sträuben und Malleus verstärkte die Umklammerung seiner Finger. Der Lacerta sprengte alle Regeln, überschritt die Grenzen mit großen Schritten und schlug die Warnung in den Wind wie eine lästige Fliege. Seine tauben Finger konnten dem Mann keinen Einhalt gebieten. Devons Hand glitt über seine nackte Haus. Über die grässlichen Brandzeichen hinweg, deren Anblick Malleus Übelkeit und Galle in die Kehle trieb. Es war ein Spiel mit dem Feuer. Ein Spiel, das ihm mehr als vertraut war und dieses Mal verbrannte er bei lebendigem Leib. Der Lacerta kannte kein Erbarmen mit seiner Beute und beschrieb einen Pfand fort von seinem wild schlagenden Herzen. Malleus zischte und keuchte atemlos, als die kühle Hand über seine Flanke glitt und sein Körper unkontrolliert zuckte. Ahnungslos, ob er sich der Berührung entziehen oder sich ihr entgegenrecken sollte. Eine quälend süße Ewigkeit verging bis Devon stoppte und dazu überging, seine Finger verlangen und nachdrücklich in den empfindlichen und bebenden Muskeln seiner Hüfte zu vergraben. Eine vertraute und allesverzehrende Hitze floss durch seine Lenden, als sein Körper ihr betrog und schamlos seine Erregung präsentierte.
      Körper und Geist bildeten bereits seit einigen Minuten keine funktionierende Einheit mehr.
      Malleus' Körper verlangte mit allen Sinnen nach dem Mann, der eine solche atemberaubende Dominanz ausübte.
      Malleus' Geist wollte sich der Situation entziehen. Weg, einfach nur weg.
      Ausgerechnet jetzt musste Devon sein verborgenes Talent für Worte entdecken.
      „Du hast nicht aufhören gesagt."
      Der Lacerta tauchte ab, entzog sich seinem Blick und widmete sich hingebungsvoll der bisher ignorierten Seite seines Halses. Was als zärtliche Liebkosung begann, die Malleus eine Gänsehaut bescherte, wandelte sich schnell.
      „Sie wartet auf mich? Wie sieht sie denn aus? Ich wette, sie schaut nur dich gerade an“
      Über Devons' Schulter hinweg, erblickte er Tava, die gebannt dem Schauspiel mit leuchtenden und begierigen Augen zusah. Bevor er ihren Blick auffangen konnte, war der süße Schmerz zurück. Malleus stöhnte, genüsslich und beinahe ergeben. Er würde Spuren davon tragen, für Tage, und für einen kurzen Moment, schwelgte Malleus in dem Gedanken, dass alle sehen konnten, wem er gehörte. Das Bedürfnis besessen zu werden, kam so urplötzlich, dass es ihn zurück in die Realität katapultierte.
      Malleus Hand schoss zurück zu Devons Brust und dieses Mal gab er nicht nach.
      "Devon. Stopp", verlangte er und versuchte sich dem Biss zu entziehen, doch die Zähnen bohrten sich nur fester in seine Haut.
      Sie schlugen sich in die zappelnde Beute.
      Und dann schoss Malleus Hand empor, legte sich um die Kehle des Lacerta.
      Der Druck war nicht groß genug, um ihm annähernd die Luft abzuschnüren. Locker und sanft schlossen sich die Finger um seinen Hals, genug um den Lacerta aus seine Rausch zu reißen. Sein Daumen strich beinahe liebkosend über die Unterseite seines Kiefers.
      "Hör auf, Devon. Es reicht...Aufhören", keuchte er.
      Erst als Angesprochener endlich aufsah, sackte Malleus ein klein wenig gegen die Wand.
      In seinem Gesicht spiegelte sich kein Zorn oder Unmut, aber da war ein Funken in seinen Augen. Klein aber unerbittlich: Eine uralte, tief vergrabene Furcht. Dennoch zuckten Malleus' Mundwinkel zu einem trägen Lächeln, als könnte er das Gefühl damit vertreiben.
      "Warn' einen Mann das nächste Mal vor, bevor du ihm an die Kehle springt...", raunte er, die Lust in seiner Stimme ließ sich nicht verbergen, aber von Sekunde zu Sekunde fuhr Malleus die Mauern wieder hoch.
      Die Furcht hatte gesiegt.
      Die Grenze war erreicht.
      Der Faden war gerissen.
      Noch immer fuhr der Daumen über Devons Kiefer. Fast beruhigend. Die Hand des Jägers brannte noch immer auf seiner Hüfte.
      Spielte ihm seine Einbildung einen Streich oder sah der Lacerta ein wenig schuldbewusst aus?
      Mit einer freien Hand fuhr sich Malleus über die linke Seite seines Halses und zuckte leicht, als er über die pochenden und empfindlichen Bissspuren tastete. Selbst durch das Leder erfühlte er die Erhebungen der Zähne. Kein Blut, aber heftig genug um bereits dunkle Schatten zu hinterlassen, die selbst auf Malleus' dunklem Teint sichtbar waren.
      "Ich glaube, du schuldest mir etwas...", schnurrte Malleus, die Stimme wieder weich, doch die letzten Spuren eines Zittern blieben, während er die Scherben seiner Maske erneut aufsammelte. "Du hast mich gesehen. Jetzt will ich dich sehen. Zieh dein Hemd aus."
      Devon hatte mehr als nur seine nackte Haut gesehen, er hatte mit all seinen Sinnen einen Blick hinter Malleus Fassade geworfen.
      Seine andere Hand streckte Malleus langsam und auffordernd zu Tava aus.
      "Denkst du nicht, wir haben jemanden vergessen? Ich kann nicht, Devon, aber sie kann und sie will dich, so wie du es verdienst. Tava, komm her", wisperte er laut genug, warm und einladend. Er warf einen prüfenden Blick zu Devon, dann wieder zurück zu der Cervidia. Devon wusste, dass Malleus ihn wollte. Es bedurfter keiner Worte, denn er hatte es schmecken und wittern können. "Du hast lange genug brav gewartet."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Tava wurde Zeuge von etwas ganz unglaublichem, in dem Moment, in dem Devon seinen Kopf senkte und seine Zähne in Malleus' Hals grub. Seine Zähne in Malleus' Hals grub. Ab dem Zeitpunkt war Tava gänzlich verloren, denn sie konnte sich nicht vorstellen, wie Devon Malleus nicht gleich hier und jetzt nehmen konnte, wenn er ihm doch so freiwillig und so sinnlich den Hals präsentierte, und im Gegenzug wusste sie beim besten Willen nicht, wie Malleus der Biss gefallen konnte. Denn dass es ihm gefiel, das stand außer Frage, so wie er dabei zuckte und dann stöhnte. Aber warum? Wie konnte er das Gefühl nur ertragen?
      Der Anblick an sich war aber etwas, das sich sicher noch lange in Tavas Gedächtnis erhalten würde: Der große Lacerta, der sich zu dem dunklen Mann herunter krümmte und dessen Gesicht an seinem Hals verschwand; Malleus, der sich dabei Halt suchend in seine Arme krallte. Wenn Tava den richtigen Winkel fand - und das tat sie, als sie sich ein wenig zur Seite bewegte - dann konnte sie sich vorstellen, dass es kein Biss, sondern ein Kuss war. Und dieses Bild war so außergewöhnlich betörend, dass ihr selbst dabei ganz heiß wurde. Das war viel besser als der normale Kuss, den sie hatte sehen wollen. Um Welten besser.
      Dann wanderte Devons Hand wie losgelöst, von ganz alleine über Malleus' Brust hinweg und setzte sich an seiner Hüfte fest, während der Lacerta sich neigte, um sich auch der anderen Seite von Malleus' Hals zu widmen. Das wiederum löste unangenehme Gefühle in Tava aus, einen Stich von etwas, den sie selbst nicht recht benennen konnte. Sie selbst hatte sich den Kuss mit Malleus verdient und sich dann hart erarbeitet, als sie sich keinen Zentimeter gerührt hatte, während sich ihre Lippen für ein paar Sekunden gegeneinander bewegt hatten. Sie hatte ihre Hände ganz bei sich gelassen und war ganz brav gewesen, so brav, wie sie es nur hatte sein können.
      Was war dann das im Vergleich? Womit hatte Devon sich sein Recht verdient, Malleus so großflächig zu berühren und dabei sogar seinen Hals zu küssen - äh, natürlich zu beißen - und das auch noch beide Seiten seines Halses? Wieso musste er nicht stillhalten? Und wieso wurde er dafür nicht bestraft, sondern mit Malleus' lockenden Tönen belohnt?
      Lag es an etwas, was sie getan hatte? Hatte sie etwas falsch gemacht? War sie damit bestraft worden, ihn nicht berühren zu dürfen? Oder lag es an etwas ganz anderem - war der Mensch mehr auf den Lacerta aus? Und wenn das so war, blieb dann überhaupt noch Platz für sie? Wo sollte sie dort rein, wenn sie Malleus nicht berühren durfte und Devon nichts anderes tat, als nur ihn zu berühren? Sollte sie etwa die Beobachterrolle einnehmen? Aber dafür hatte sie sich doch nicht extra für Malleus so in Schale geschmissen!
      Devon raunte jetzt etwas, was sie nicht recht verstehen konnte, und Malleus' Blick wanderte dafür über seine Schulter hinweg, bis er sie gefunden hatte. Tava wurde unter dem Blick ein wenig aufmerksamer, aber bevor sie Augenkontakt hätte machen können, stöhnte der Mann schon wieder auf.
      Tava hatte bisher ihren Kopf offen zurückgelegt, jetzt nahm sie ihn wieder ein bisschen runter. Ihr war nicht mehr wohl dabei, sich so offen zu präsentieren, wenn sie nicht wusste, was hier noch ihre Rolle war. Wenn sie nur zusehen sollte, dann würde sie wieder gehen; irgendwo würde sie sicherlich den Cervidia von vorhin wiederfinden und sich dann einfach irgendwie bei ihm entschuldigen. Ihr würde schon was einfallen.
      Oder sie würde etwas in Brand stecken. Was auch immer ihr zuerst über den Weg lief.
      "Devon. Stopp."
      Jetzt sah sie doch wieder etwas aufmerksamer hin.
      "Hör auf, Devon. Es reicht...Aufhören."
      Devon gehorchte auch, aber nur sehr widerwillig. Unbewegt stand Tava im Hintergrund der beiden.
      "Ich glaube, du schuldest mir etwas... Du hast mich gesehen. Jetzt will ich dich sehen. Zieh dein Hemd aus."
      Unwillkürlich vergrößerte sich das Gefühl in ihrer Brust. Wussten sie überhaupt noch, dass sie da war? Hatten sie sie vergessen? Im einen Moment saß sie auf Devons Schoß, im anderen hatte er sich so sehr in den Menschen verbissen, um sie nicht einmal mehr wahrzunehmen. Sollte sie lieber jetzt schon gehen, bevor es noch peinlich werden würde? Draußen gab es so viele Feuertänzer, einen davon würde sie sicher überreden können, ihr seine Flammen zu geben.
      "Denkst du nicht, wir haben jemanden vergessen? Ich kann nicht, Devon, aber sie kann und sie will dich, so wie du es verdienst. Tava, komm her."
      Kaum, als sie ihren Namen hörte, wurde sie doch hellhörig. Sie hatten sie nicht vergessen. Ganz anscheinend wollten sie auch nicht, dass sie gehen würde.
      Da kam Tava doch näher heran und legte ihren Kopf schief, leicht nur. Sie wollte nicht mehr ihren Hals zeigen, aber das hier sollte auch genug sein.
      "Du hast lange genug brav gewartet."
      Da regte sich doch wieder ein Kribbeln in ihr, das schnell ihren ganzen Körper ausfüllte. Brav zu warten fühlte sich besser an als abzuwarten. Das implizierte, dass die beiden Männer sich ihrer Anwesenheit genau bewusst gewesen waren und nicht, dass sie sie vergessen hatten.
      Tava war sich trotzdem unsicher, wo sie hier reinpassen sollte. So sehr sie Malleus auch so berühren wollte wie Devon, wollte sie doch noch viel weniger seinen Zorn auf sich ziehen. Und solange Devon so nahe bei dem Mann stand, konnte sie sich nicht wieder an ihn schmiegen.
      Wenn er das überhaupt wollte. Tava würde sich sicher nicht so beißen lassen, das war ihm hoffentlich klar.
      So stand sie nur daneben, die einzig nackte Person im Raum, und sah zwischen den beiden Männern hin und her.
      "Ähm... Was darf ich? Oder was nicht?"
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