Oliver
"Nächstes mal sperre ich deine Mailadresse Freitags." Oliver seufzte. Wie konnte man nur freiwillig so viel arbeiten? Er selbst war ja schon froh, wenn er die regulären fünf Tage überlebte - freiwillig noch einen Tag anzuhängen kam ihm wie Folter vor. Obwohl er seinen Job eigentlich mochte. Er arbeitete gerne mit Alexis und seinen Kollegen zusammen und er mochte es, mit den Kindern zu reden und zu sehen, wie sie sich entwickelten. Einige kamen vollkommen verängstigt rein und konnten nach ein paar Monaten schon ihre eigenen Termine machen, ohne ständig zu ihren Eltern aufzusehen. Es war süß. Aber trotzdem zeitintensiv und anstrengend.
"Ich bin eigentlich eher so der Indoor-Workout Typ, aber wahrscheinlich hast du recht, was die Zeit zu zweit angeht. Vielleicht bekomme ich ihn ja dazu überredet, spontan irgendwo hinzufahren." Auch, wenn ihn das irgendwie nicht mehr mit so viel Begeisterung erfüllte, wie er gedacht hätte. Oliver konzentrierte sich darauf, die Kaffeetassen und Gläser so anzuordnen, dass alles passte, bevor er die Spülmaschine startete und sich zu Alexis umdrehte. Irgendwie waren sie jetzt doch wieder am Ausgangspunkt. Wollte er nach dem ganzen Drama überhaupt noch mit Jordan wegfahren? Sie würden wahrscheinlich eh das ganze Wochenende damit verbringen, sich zu streiten. Wollte er Zeit mit jemandem verbringen, der so verbissen in seine eigenen Wahnvorstellungen war, dass er keine andere Meinung zuließ? Aber es war Jordan. Er liebte Jordan. Normalerweise. Jetzt gerade kam es ihm irgendwie angenehmer vor, mit Alexis mitzufahren, oder alleine zuhause zu sitzen.
"Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Das kommt mir alles so sinnlos vor." Oliver stieß sich von der Spülmaschine ab, um sich auf einen der Stühle gegenüber von Alexis zu setzen, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt, während er sich seiner Verzweiflung hingab. "Ich habe das Gefühl, dass-" Oliver stockte, als es leise an die geöffnete Tür klopfte und fühlte sich seltsam ertappt, als er Jordan im Türrahmen stehen sah. Er sah...fertig aus. Sein Ausdruck war eine reine Mischung aus Müdigkeit und Schmerz.
"Ich hatte angerufen", erklärte Jordan zur Begrüßung. "Aber ich sehe, dass du beschäftigt warst."
Oliver griff automatisch nach dem Handy in seiner Hosentasche nur um festzustellen, dass er es eben auf dem Schreibtisch liegengelassen hatte. "Das tut mir-"
"Ist mir egal", schnitt Jordan ihm das Wort ab. Seine Stimme war seltsam ruhig. Offenbar war er in seiner Nachdenkphase auf das selbe Ergebnis gekommen, wie Oliver. "Ich wusste schon wie es enden würde, als du so lange zum Antworten gebraucht hast. Ich hoffe, dass ihr beide ein ähnlich schreckliches Ende haben werdet." Er zuckte kurz mit den Schultern.
"Du bist unfair." Oliver seufzte, während er aufstand, um Jordan entgegen zu gehen. Sein...Freund machte keine Anstalten, ihm entgegen zu kommen, oder zu gehen. "Du bist so verbohrt in deine eigene Meinung, dass du gar keine anderen Möglichkeiten an dich ran lässt."
"Bin ich das?" Jordan stieß ein humorloses Lachen aus. "Okay. Wenn du meinst. Ich denke, ich habe ziemlich klar gemacht, dass ich weiß, dass Alexis auf dich steht. Ist dir aufgefallen, dass er kein einziges mal widersprochen hat?" Jordans Blick wanderte von Oliver zu Alexis. "Du hast nicht viel zu verlieren. Entweder du sagst ihm, dass du nicht auf ihn stehst, lässt mich wie einen Psychopathen dastehen und kümmerst dich nach unserer Trennung um ihn in dem Wissen, dass du gelogen hast, oder du bist ehrlich, sparst dir das schlechte Gewissen und lässt mich wenigstens in dem Wissen gehen, dass ich nicht durchdrehe."
"Jordan, das ist albern." Oliver streckte eine Hand nach ihm aus, um ihn mit sich aus der Küche zu ziehen und blinzelte kurz, als Jordan sie beiseite schob. "Alexis hat nichts damit zu tun. Lass uns ganz ruhig zuhause darüber reden."
"Er hat alles damit zu tun." Jordans Stimme brach ein bisschen. "Und ich bin es so, so leid, dass du mir nicht glaubst."
"Tu ich doch! Ich weiß es dieses mal nur besser!" Oliver presste die Lippen aufeinander, während er versuchte, seinerseits nicht laut zu werden. Das war alles einfach nur frustrierend.
Jordan sah wieder an ihm vorbei zu Alexis. "Tut er das?"
"Nächstes mal sperre ich deine Mailadresse Freitags." Oliver seufzte. Wie konnte man nur freiwillig so viel arbeiten? Er selbst war ja schon froh, wenn er die regulären fünf Tage überlebte - freiwillig noch einen Tag anzuhängen kam ihm wie Folter vor. Obwohl er seinen Job eigentlich mochte. Er arbeitete gerne mit Alexis und seinen Kollegen zusammen und er mochte es, mit den Kindern zu reden und zu sehen, wie sie sich entwickelten. Einige kamen vollkommen verängstigt rein und konnten nach ein paar Monaten schon ihre eigenen Termine machen, ohne ständig zu ihren Eltern aufzusehen. Es war süß. Aber trotzdem zeitintensiv und anstrengend.
"Ich bin eigentlich eher so der Indoor-Workout Typ, aber wahrscheinlich hast du recht, was die Zeit zu zweit angeht. Vielleicht bekomme ich ihn ja dazu überredet, spontan irgendwo hinzufahren." Auch, wenn ihn das irgendwie nicht mehr mit so viel Begeisterung erfüllte, wie er gedacht hätte. Oliver konzentrierte sich darauf, die Kaffeetassen und Gläser so anzuordnen, dass alles passte, bevor er die Spülmaschine startete und sich zu Alexis umdrehte. Irgendwie waren sie jetzt doch wieder am Ausgangspunkt. Wollte er nach dem ganzen Drama überhaupt noch mit Jordan wegfahren? Sie würden wahrscheinlich eh das ganze Wochenende damit verbringen, sich zu streiten. Wollte er Zeit mit jemandem verbringen, der so verbissen in seine eigenen Wahnvorstellungen war, dass er keine andere Meinung zuließ? Aber es war Jordan. Er liebte Jordan. Normalerweise. Jetzt gerade kam es ihm irgendwie angenehmer vor, mit Alexis mitzufahren, oder alleine zuhause zu sitzen.
"Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Das kommt mir alles so sinnlos vor." Oliver stieß sich von der Spülmaschine ab, um sich auf einen der Stühle gegenüber von Alexis zu setzen, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt, während er sich seiner Verzweiflung hingab. "Ich habe das Gefühl, dass-" Oliver stockte, als es leise an die geöffnete Tür klopfte und fühlte sich seltsam ertappt, als er Jordan im Türrahmen stehen sah. Er sah...fertig aus. Sein Ausdruck war eine reine Mischung aus Müdigkeit und Schmerz.
"Ich hatte angerufen", erklärte Jordan zur Begrüßung. "Aber ich sehe, dass du beschäftigt warst."
Oliver griff automatisch nach dem Handy in seiner Hosentasche nur um festzustellen, dass er es eben auf dem Schreibtisch liegengelassen hatte. "Das tut mir-"
"Ist mir egal", schnitt Jordan ihm das Wort ab. Seine Stimme war seltsam ruhig. Offenbar war er in seiner Nachdenkphase auf das selbe Ergebnis gekommen, wie Oliver. "Ich wusste schon wie es enden würde, als du so lange zum Antworten gebraucht hast. Ich hoffe, dass ihr beide ein ähnlich schreckliches Ende haben werdet." Er zuckte kurz mit den Schultern.
"Du bist unfair." Oliver seufzte, während er aufstand, um Jordan entgegen zu gehen. Sein...Freund machte keine Anstalten, ihm entgegen zu kommen, oder zu gehen. "Du bist so verbohrt in deine eigene Meinung, dass du gar keine anderen Möglichkeiten an dich ran lässt."
"Bin ich das?" Jordan stieß ein humorloses Lachen aus. "Okay. Wenn du meinst. Ich denke, ich habe ziemlich klar gemacht, dass ich weiß, dass Alexis auf dich steht. Ist dir aufgefallen, dass er kein einziges mal widersprochen hat?" Jordans Blick wanderte von Oliver zu Alexis. "Du hast nicht viel zu verlieren. Entweder du sagst ihm, dass du nicht auf ihn stehst, lässt mich wie einen Psychopathen dastehen und kümmerst dich nach unserer Trennung um ihn in dem Wissen, dass du gelogen hast, oder du bist ehrlich, sparst dir das schlechte Gewissen und lässt mich wenigstens in dem Wissen gehen, dass ich nicht durchdrehe."
"Jordan, das ist albern." Oliver streckte eine Hand nach ihm aus, um ihn mit sich aus der Küche zu ziehen und blinzelte kurz, als Jordan sie beiseite schob. "Alexis hat nichts damit zu tun. Lass uns ganz ruhig zuhause darüber reden."
"Er hat alles damit zu tun." Jordans Stimme brach ein bisschen. "Und ich bin es so, so leid, dass du mir nicht glaubst."
"Tu ich doch! Ich weiß es dieses mal nur besser!" Oliver presste die Lippen aufeinander, während er versuchte, seinerseits nicht laut zu werden. Das war alles einfach nur frustrierend.
Jordan sah wieder an ihm vorbei zu Alexis. "Tut er das?"