Ezra
"Solange Andrew dich noch über das Gemüse belehren kann, kann es gar nicht so schlimm sein, oder Max?" Ezra musste ein wenig lächeln, als er ein unsicheres "Hm" als Antwort erhielt. Max war wirklich auf dem besten Weg, genau so zu werden, wie Andrew. Ständig von mehr Sorgen geplagt, als ein Kind in seinem Alter haben dürfte. Seine größte Sorge sollte sein, was er morgen spielen wollte und nicht die Frage, ob seine Eltern noch nach Hause kamen.
"Wir haben euch alle ganz doll lieb", fuhr er fort. "Passt auf einander auf, okay? Wir sind auch wirklich ganz schnell wieder zurück. Schlaft schön!" Ein kleiner Kinderchor an Antworten schlug Ezra zurück, bevor er mit einem kleinen Lachen das Gespräch auflegte. Es war wirklich gut, dass die Jungs in Therapie waren. Nach dem heutigen Tag war es irgendwie erleichternd zu wissen, dass sie die ganzen neuen und bestätigten alten Ängste nicht alleine aufarbeiten müssten. Ezra hatte keine Ahnung, wo er damit anfangen sollte und sowas ließ sich ja leider nicht wegkuscheln.
"Ich geh kurz nach Cal sehen und bin dann auch sofort wieder da", erklärte er, während er vom Bett rutschte. Er würde nicht lange bei ihm bleiben, weil er Richard und ihn nicht in ihrer ganz eigenen Traumaaufarbeitung stören wollte, aber sich gar nicht blicken zu lassen kam ihm vollkommen falsch vor. Er musste zumindest kurz persönlich sicher gehen, dass sein Bruder noch lebte. Außerdem musste er ihm sowieso noch die Tasche vorbeibringen. Hoffentlich hatte John an die Antidepressiva gedacht.
"Weißt du," setzte Ezra an, während er sich die Tasche über die Schulter schwang und sich wieder zurück zu Andrew drehte, "vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn wir uns auch einen Therapieplatz suchen würden. Ich meine, das war echt viel heute und...die letzten Monate und die Jahre davor und eigentlich schon immer." Er zuckte kurz mit den Schultern, während er den Blick auf Andrew gerichtet hielt. "Vielleicht wäre es ganz gut mit einem Außenstehenden darüber zu reden, der ein paar Tips hat, wie man das alles irgendwie gesund verarbeiten kann." Sein Kopf hatte zumindest immer noch nicht alles, was in den letzten Stunden passiert war, verarbeitet. Eigentlich wartete Ezra nur auf den ersten stillen Moment, in dem all der Horror auf einmal auf ihn einstürzen würde. Er hatte keine Ahnung, wie er selbst mit alledem umgehen sollte. Er hatte seinen Vater sterben sehen und fühlte sich lediglich befreit - das war psychologisch wahrscheinlich nicht vollkommen ideal.
"Solange Andrew dich noch über das Gemüse belehren kann, kann es gar nicht so schlimm sein, oder Max?" Ezra musste ein wenig lächeln, als er ein unsicheres "Hm" als Antwort erhielt. Max war wirklich auf dem besten Weg, genau so zu werden, wie Andrew. Ständig von mehr Sorgen geplagt, als ein Kind in seinem Alter haben dürfte. Seine größte Sorge sollte sein, was er morgen spielen wollte und nicht die Frage, ob seine Eltern noch nach Hause kamen.
"Wir haben euch alle ganz doll lieb", fuhr er fort. "Passt auf einander auf, okay? Wir sind auch wirklich ganz schnell wieder zurück. Schlaft schön!" Ein kleiner Kinderchor an Antworten schlug Ezra zurück, bevor er mit einem kleinen Lachen das Gespräch auflegte. Es war wirklich gut, dass die Jungs in Therapie waren. Nach dem heutigen Tag war es irgendwie erleichternd zu wissen, dass sie die ganzen neuen und bestätigten alten Ängste nicht alleine aufarbeiten müssten. Ezra hatte keine Ahnung, wo er damit anfangen sollte und sowas ließ sich ja leider nicht wegkuscheln.
"Ich geh kurz nach Cal sehen und bin dann auch sofort wieder da", erklärte er, während er vom Bett rutschte. Er würde nicht lange bei ihm bleiben, weil er Richard und ihn nicht in ihrer ganz eigenen Traumaaufarbeitung stören wollte, aber sich gar nicht blicken zu lassen kam ihm vollkommen falsch vor. Er musste zumindest kurz persönlich sicher gehen, dass sein Bruder noch lebte. Außerdem musste er ihm sowieso noch die Tasche vorbeibringen. Hoffentlich hatte John an die Antidepressiva gedacht.
"Weißt du," setzte Ezra an, während er sich die Tasche über die Schulter schwang und sich wieder zurück zu Andrew drehte, "vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn wir uns auch einen Therapieplatz suchen würden. Ich meine, das war echt viel heute und...die letzten Monate und die Jahre davor und eigentlich schon immer." Er zuckte kurz mit den Schultern, während er den Blick auf Andrew gerichtet hielt. "Vielleicht wäre es ganz gut mit einem Außenstehenden darüber zu reden, der ein paar Tips hat, wie man das alles irgendwie gesund verarbeiten kann." Sein Kopf hatte zumindest immer noch nicht alles, was in den letzten Stunden passiert war, verarbeitet. Eigentlich wartete Ezra nur auf den ersten stillen Moment, in dem all der Horror auf einmal auf ihn einstürzen würde. Er hatte keine Ahnung, wie er selbst mit alledem umgehen sollte. Er hatte seinen Vater sterben sehen und fühlte sich lediglich befreit - das war psychologisch wahrscheinlich nicht vollkommen ideal.