Caleb
Jepp, er würde Richard den Aufsatz auf jeden Fall reimen lassen. Offenbar hatte er damit irgendwie ins Schwarze getroffen, nicht? Caleb grinste leicht, während Richard sich darüber beschwerte, dass er ihm durchaus zuhörte. "Aber sind Beziehungen nicht irgendwie dafür da, den jeweils anderen zu pushen? Ich kümmere mich doch nur darum, dass deine kreative Seite ein wenig gefördert wird", lenkte er ein, nicht mal darum bemüht, dabei sonderlich unschuldig auszusehen.
Dafür schien der Vergleich zwischen May und Andrew nicht so gut anzukommen. Caleb setzte sich automatisch etwas aufrechter hin, als Richard ihm in seinem kleinen Vortrag nochmals versicherte, dass er ihn freiwillig datete. Er wusste das natürlich. Es war nicht so, als würde Richard sich laufend über ihn beschweren, oder sich nach anderen Leuten umsehen. Trotzdem war es irgendwie schwer, das alles so zu verinnerlichen, dass die Stimmen in seinem Unterbewusstsein endlich Ruhe gaben.
"Tut mir leid. Ich weiß." Caleb presste die Lippen aufeinander, während er wieder an Richard vorbei zu der Tanzfläche sah. "Aber du musst zugeben, dass sie ihm ein bisschen ähnlich ist. Wer geht in Bluse und Anzugshose feiern?" Andrew würde er das irgendwie auch zutrauen. Vielleicht war es bei Ezra und Andrew auch irgendwie so, wie bei May und April. Gegensätze zogen sich an. Wahrscheinlich war es bei Richard und ihm das selbe. Richard war selbstbewusst, heiß und hatte das Geschick, sich nicht den Kopf über ihre Beziehung zu zerbrechen und Caleb war...das Gegenteil von alledem.
"Tanzt du?" Caleb sah wieder zu Richard, bevor er diesen Gedanken allzulange nachgehen konnte. Das wäre wahrscheinlich für sie beide nicht gut. Nicht, wenn sie auf ihrem dritten Date waren, umgeben von Leuten mit guter Laune. "Wir sind nicht hier, um nur am Rand zu sitzen, oder?" Okay, Richard hatte schon mal gesagt, dass sein Ziel auf einer Party das Rumknutschen war, aber dafür hätten sie noch genug Zeit. Ein wenig mehr Körperkontakt auf der Tanzfläche könnte auch nett sein, nicht?
April
Oh fuck. April trat automatisch einen Schritt zurück, als sie die Panik auf Mays Gesicht sehen konnte. In der Hinsicht war die junge Frau zum Glück ein offenes Buch, was seltsam charmant war, aber...das rettete die Situation offenbar auch nicht mehr. May sagte irgendwas, von dem April nur das Wort "Wasser" aufschnappte und verschwand in der Menge. Scheiße. Das war wohl wirklich zu viel gewesen. April biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor sie ihrer Freundin folgte und sich durch die Menschenmenge schob, bis sie die Bar erreicht hatte.
"May!" Sie bemühte sich zumindest um ein leichtes Lächeln, um die Situation ein wenig aufzulockern, während sie sich wieder - mit etwas Abstand - zu ihr stellte. May klammerte sich tatsächlich an ein Glas mit Wasser. "Tut mir leid. Das war wahrscheinlich ein bisschen zu viel. Du tanzt wirklich gut. Ich glaube, ich habe mich einfach etwas hinreißen lassen. Sorry." Sie konnte spüren, wie sie selbst leicht panisch wurde. Irgendwie hatte sie überhaupt nicht daran gedacht, dass sie May einfach vollkommen überfordern könnte. In ihrem Kopf hatte May sich immer entweder an sie geworfen, oder ihr erklärt, dass sie hetero war und mit ihr zusammen gelacht. So war es bisher immer gewesen, wenn sie mit Unbekannten geflirtet hatte.
"Alles okay?" April bemühte sich darum, den Abstand zu halten, auch, wenn alles in ihr danach schrie, wieder einen Schritt auf May zuzugehen und sie in den Arm zu nehmen, oder so. Was wahrscheinlich alles andere, als helfen würde. "Sollen wir nochmal an die frische Luft gehen, oder so?" Vielleicht war es ganz gut, für einen Moment Abstand von der lauten Musik zu haben, über die man hinwegschreien musste. Hauptsache, May würde ihr nicht gleich erzählen, dass sie sich unwohl fühlte und nach Hause wollte.
Jepp, er würde Richard den Aufsatz auf jeden Fall reimen lassen. Offenbar hatte er damit irgendwie ins Schwarze getroffen, nicht? Caleb grinste leicht, während Richard sich darüber beschwerte, dass er ihm durchaus zuhörte. "Aber sind Beziehungen nicht irgendwie dafür da, den jeweils anderen zu pushen? Ich kümmere mich doch nur darum, dass deine kreative Seite ein wenig gefördert wird", lenkte er ein, nicht mal darum bemüht, dabei sonderlich unschuldig auszusehen.
Dafür schien der Vergleich zwischen May und Andrew nicht so gut anzukommen. Caleb setzte sich automatisch etwas aufrechter hin, als Richard ihm in seinem kleinen Vortrag nochmals versicherte, dass er ihn freiwillig datete. Er wusste das natürlich. Es war nicht so, als würde Richard sich laufend über ihn beschweren, oder sich nach anderen Leuten umsehen. Trotzdem war es irgendwie schwer, das alles so zu verinnerlichen, dass die Stimmen in seinem Unterbewusstsein endlich Ruhe gaben.
"Tut mir leid. Ich weiß." Caleb presste die Lippen aufeinander, während er wieder an Richard vorbei zu der Tanzfläche sah. "Aber du musst zugeben, dass sie ihm ein bisschen ähnlich ist. Wer geht in Bluse und Anzugshose feiern?" Andrew würde er das irgendwie auch zutrauen. Vielleicht war es bei Ezra und Andrew auch irgendwie so, wie bei May und April. Gegensätze zogen sich an. Wahrscheinlich war es bei Richard und ihm das selbe. Richard war selbstbewusst, heiß und hatte das Geschick, sich nicht den Kopf über ihre Beziehung zu zerbrechen und Caleb war...das Gegenteil von alledem.
"Tanzt du?" Caleb sah wieder zu Richard, bevor er diesen Gedanken allzulange nachgehen konnte. Das wäre wahrscheinlich für sie beide nicht gut. Nicht, wenn sie auf ihrem dritten Date waren, umgeben von Leuten mit guter Laune. "Wir sind nicht hier, um nur am Rand zu sitzen, oder?" Okay, Richard hatte schon mal gesagt, dass sein Ziel auf einer Party das Rumknutschen war, aber dafür hätten sie noch genug Zeit. Ein wenig mehr Körperkontakt auf der Tanzfläche könnte auch nett sein, nicht?
April
Oh fuck. April trat automatisch einen Schritt zurück, als sie die Panik auf Mays Gesicht sehen konnte. In der Hinsicht war die junge Frau zum Glück ein offenes Buch, was seltsam charmant war, aber...das rettete die Situation offenbar auch nicht mehr. May sagte irgendwas, von dem April nur das Wort "Wasser" aufschnappte und verschwand in der Menge. Scheiße. Das war wohl wirklich zu viel gewesen. April biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor sie ihrer Freundin folgte und sich durch die Menschenmenge schob, bis sie die Bar erreicht hatte.
"May!" Sie bemühte sich zumindest um ein leichtes Lächeln, um die Situation ein wenig aufzulockern, während sie sich wieder - mit etwas Abstand - zu ihr stellte. May klammerte sich tatsächlich an ein Glas mit Wasser. "Tut mir leid. Das war wahrscheinlich ein bisschen zu viel. Du tanzt wirklich gut. Ich glaube, ich habe mich einfach etwas hinreißen lassen. Sorry." Sie konnte spüren, wie sie selbst leicht panisch wurde. Irgendwie hatte sie überhaupt nicht daran gedacht, dass sie May einfach vollkommen überfordern könnte. In ihrem Kopf hatte May sich immer entweder an sie geworfen, oder ihr erklärt, dass sie hetero war und mit ihr zusammen gelacht. So war es bisher immer gewesen, wenn sie mit Unbekannten geflirtet hatte.
"Alles okay?" April bemühte sich darum, den Abstand zu halten, auch, wenn alles in ihr danach schrie, wieder einen Schritt auf May zuzugehen und sie in den Arm zu nehmen, oder so. Was wahrscheinlich alles andere, als helfen würde. "Sollen wir nochmal an die frische Luft gehen, oder so?" Vielleicht war es ganz gut, für einen Moment Abstand von der lauten Musik zu haben, über die man hinwegschreien musste. Hauptsache, May würde ihr nicht gleich erzählen, dass sie sich unwohl fühlte und nach Hause wollte.