Ezra
Vielleicht hatte Andrew recht. Vielleicht hatte Caleb wirklich einfach nicht gewusst, wer genau Richard war und...hat sich halt einfach irgendwie auf den falschen eingelassen. Obwohl es trotzdem irgendwie ein ziemlich schlechter Scherz des Schicksals sein musste, vor allem, wenn Cal sich offenbar sogar dazu herabgelassen hatte, Richard zu verteidigen. Vielleicht war er in einer Beziehung ja irgendwie anders drauf, als sonst? Obwohl er sich das nicht vorstellen konnte. Oder vorstellen wollte. Immerhin ging es jetzt gerade nicht um die beiden, sondern um ihn und Andrew.
Andrew, der sichtlich nervös das nächste Thema ansprach und Ezra damit kurz auf eine emotionale Schnellreise schickte, als er kurz dachte, dass er ihm einen Antrag machen wollte. Zuerst setzte Panik ein. Er liebte Andrew und er wollte unbedingt mit ihm zusammen sein, aber gerade war ein denkbar schlechter Augenblick für eine Verlobung - sie hatten schon so genug Stress, oder? Er hatte es sich anders vorgestellt, ruhiger, nicht als Resultat eines Beinahe-Todes. Dann folgte pure Freude, als sein Traum, auf ewig mit Andrew zusammen zu sein, wieder ein wenig realer wurde. Und dann Verwirrung, als die Rede einen Verlauf nahm, mit dem Ezra nicht gerechnet hatte. Oder nicht rechnen konnte, weil er die ersten paar Sekunden überhaupt keine Ahnung hatte, was genau Andrew von ihm wollte, was man ihm offenbar ansah, weil Andrew nochmal neu ansetzte und es tatsächlich endlich klickte.
Kein Antrag also, aber mindestens genau so schön. Die Kinder adoptieren. Das klang zu schön, um wahr zu sein. Ezra nickte schwach und etwas überfordert, bevor das Nicken nachdrücklicher wurde. "Es ist verrückt und definitiv viel zu früh, aber ich hänge jetzt schon viel zu sehr an den Dreien", erklärte er, während sein Verstand erst so langsam richtig verarbeitete, was gerade passierte. Andrew wollte die Kinder behalten. Sie würden Max' ersten Schultag erleben, Nikos ersten Tag im Kindergarten, Ellis erste Worte. Er würde sich nie fragen müssen, was aus ihnen geworden war. Max müsste nie wieder Angst haben, dass er von seinen Geschwistern getrennt wurde und könnte vielleicht endlich wirklich Kind sein. Ezra versuchte kurz, die Tränen, die sich in seinen Augenwinkeln sammelten, wegzublinzeln, bevor er aufgab.
"Sorry", begann er mit einem tränenerstickten Lachen, "Das sind Freundentränen. Alles gut. Ich habe nur die letzten Tage zu oft darüber nachgedacht, wie furchtbar es wäre, wenn die drei sich doch trennen müssten. Oder wenn sie in ein Heim kommen, wo sie eben nur irgendwelche Kinder sind. Ich will die drei so gerne adoptieren! Ich bin nur davon ausgegangen, dass dir das zu viel ist und-" Er stockte, zog eine Hand zurück und wischte sich die Tränen von den Wangen. Ihm war warm, sein Herz schlug viel zu schnell und eigentlich wollte er gerade am liebsten wieder aufstehen und sofort zurück zu den Kindern, obwohl sie noch nicht mal bestellt hatten.
"Die drei sind noch so klein und haben schon so viel mitgemacht und ich will einfach alles dafür tun, dass sie glücklich sind." Die grenzenlose Erleichterung darüber, dass sie in der Hinsicht wohl auf einer Wellenlänge waren und er sich überhaupt keine Gedanken darüber machen musste, was Andrew über die Kinder dachte, fühlte sich an, als wäre er high. Sie würden schon irgendwie alles hinbekommen. Irgendwo war immer ein Haus frei und im Zweifelsfall konnten Cal oder Niamh bestimmt aushelfen. Das alles war viel zu perfekt.
Ezra versuchte, sich irgendwie zu sammeln und zwang sich, einmal tief durchzuatmen, bevor er sich wieder ein bisschen gerader aufsetzte. "Du hast Amy nach Rat gefragt?", fragte er schließlich mit einem kleinen, glücklichen Lächeln auf den Lippen. Irgendwie war es schön zu hören, dass Andrew den Kontakt zu ihr hielt. Ein weiterer Teil, ihrer offensichtlich immer weiter wachsenden Familie.
Vielleicht hatte Andrew recht. Vielleicht hatte Caleb wirklich einfach nicht gewusst, wer genau Richard war und...hat sich halt einfach irgendwie auf den falschen eingelassen. Obwohl es trotzdem irgendwie ein ziemlich schlechter Scherz des Schicksals sein musste, vor allem, wenn Cal sich offenbar sogar dazu herabgelassen hatte, Richard zu verteidigen. Vielleicht war er in einer Beziehung ja irgendwie anders drauf, als sonst? Obwohl er sich das nicht vorstellen konnte. Oder vorstellen wollte. Immerhin ging es jetzt gerade nicht um die beiden, sondern um ihn und Andrew.
Andrew, der sichtlich nervös das nächste Thema ansprach und Ezra damit kurz auf eine emotionale Schnellreise schickte, als er kurz dachte, dass er ihm einen Antrag machen wollte. Zuerst setzte Panik ein. Er liebte Andrew und er wollte unbedingt mit ihm zusammen sein, aber gerade war ein denkbar schlechter Augenblick für eine Verlobung - sie hatten schon so genug Stress, oder? Er hatte es sich anders vorgestellt, ruhiger, nicht als Resultat eines Beinahe-Todes. Dann folgte pure Freude, als sein Traum, auf ewig mit Andrew zusammen zu sein, wieder ein wenig realer wurde. Und dann Verwirrung, als die Rede einen Verlauf nahm, mit dem Ezra nicht gerechnet hatte. Oder nicht rechnen konnte, weil er die ersten paar Sekunden überhaupt keine Ahnung hatte, was genau Andrew von ihm wollte, was man ihm offenbar ansah, weil Andrew nochmal neu ansetzte und es tatsächlich endlich klickte.
Kein Antrag also, aber mindestens genau so schön. Die Kinder adoptieren. Das klang zu schön, um wahr zu sein. Ezra nickte schwach und etwas überfordert, bevor das Nicken nachdrücklicher wurde. "Es ist verrückt und definitiv viel zu früh, aber ich hänge jetzt schon viel zu sehr an den Dreien", erklärte er, während sein Verstand erst so langsam richtig verarbeitete, was gerade passierte. Andrew wollte die Kinder behalten. Sie würden Max' ersten Schultag erleben, Nikos ersten Tag im Kindergarten, Ellis erste Worte. Er würde sich nie fragen müssen, was aus ihnen geworden war. Max müsste nie wieder Angst haben, dass er von seinen Geschwistern getrennt wurde und könnte vielleicht endlich wirklich Kind sein. Ezra versuchte kurz, die Tränen, die sich in seinen Augenwinkeln sammelten, wegzublinzeln, bevor er aufgab.
"Sorry", begann er mit einem tränenerstickten Lachen, "Das sind Freundentränen. Alles gut. Ich habe nur die letzten Tage zu oft darüber nachgedacht, wie furchtbar es wäre, wenn die drei sich doch trennen müssten. Oder wenn sie in ein Heim kommen, wo sie eben nur irgendwelche Kinder sind. Ich will die drei so gerne adoptieren! Ich bin nur davon ausgegangen, dass dir das zu viel ist und-" Er stockte, zog eine Hand zurück und wischte sich die Tränen von den Wangen. Ihm war warm, sein Herz schlug viel zu schnell und eigentlich wollte er gerade am liebsten wieder aufstehen und sofort zurück zu den Kindern, obwohl sie noch nicht mal bestellt hatten.
"Die drei sind noch so klein und haben schon so viel mitgemacht und ich will einfach alles dafür tun, dass sie glücklich sind." Die grenzenlose Erleichterung darüber, dass sie in der Hinsicht wohl auf einer Wellenlänge waren und er sich überhaupt keine Gedanken darüber machen musste, was Andrew über die Kinder dachte, fühlte sich an, als wäre er high. Sie würden schon irgendwie alles hinbekommen. Irgendwo war immer ein Haus frei und im Zweifelsfall konnten Cal oder Niamh bestimmt aushelfen. Das alles war viel zu perfekt.
Ezra versuchte, sich irgendwie zu sammeln und zwang sich, einmal tief durchzuatmen, bevor er sich wieder ein bisschen gerader aufsetzte. "Du hast Amy nach Rat gefragt?", fragte er schließlich mit einem kleinen, glücklichen Lächeln auf den Lippen. Irgendwie war es schön zu hören, dass Andrew den Kontakt zu ihr hielt. Ein weiterer Teil, ihrer offensichtlich immer weiter wachsenden Familie.