Ezra
Niko sah etwas entsetzt darüber aus, dass er für ein Telefonat sitzen gelassen wurde, ohne, dass Andrew den Fernseher für ihn angemacht hatte. Das Kleinkind blinzelte Andrew ungläubig nach, bevor es zu Ezra sah und auf die Fernbedienung deutete. Ezra musste beinahe lachen, als er den Fernseher anschaltete und das Kinderprogramm suchte. Ein bisschen englisch konnte nicht schaden und er wollte sie ungerne irgendeine stundenlange Doku schauen lassen, wenn sie gleich vielleicht doch etwas unternehmen wollten, was den Kinder eindeutig besser tun würde, als zu sitzen und zu gucken. Niko schien damit zumindest zufrieden zu sein, während er ein paar Früchte stahl, die Elli liegen gelassen hatte.
Max war derweil furchtbar still. Gut, er war immer still und mit den paar Sätzen, die er eben gesagt hatte, war sein Kommunikationskontingent wahrscheinlich für den Rest der Woche aufgebraucht, aber er verzog nichtmal eine Mine, als Niko kurz an seinem Arm zog, um ihn anschließend auf seinem mittlerweile furchtbar süßen Mix aus Englisch und Russisch zuzuquatschen. Wahrscheinlich arbeitete er immer noch durch, was gerade passiert war. Es war viel, das konnte Ezra nicht abstreiten. Er selbst hatte damals wenigstens die Chance gehabt, sich selbst auszusuchen, wo er hinging, nachdem er seine Familie verlassen hatte und er war deutlich älter gewesen.
"Max?" Der kleine Junge sah zu ihm hoch. "Wir sind nicht wütend, wenn du nicht bleiben möchtest und wir würden alles tun, damit du auch so mit deinen Geschwistern zusammen sein kannst. Das weißt du, richtig?", fragte er, während er sich wieder auf den Sessel sinken ließ. Max schien kurz zu überlegen, dann nickte er schwach, während er sich an Niko klammerte.
Das Ergebnis des Gespräches mit der Sozialarbeiterin war nicht weiter überraschend. Es war klar, dass eine Adoption lange dauern würde, Ezra hoffte nur, dass die Kinder in dem Zeitraum bei ihnen bleiben konnten. Er wollte sie ungerne hin und her schicken.
Den restlichen Tag bekamen sie tatsächlich ganz gut mit Alltagserledigungen rum, was überraschend entspannend war, nachdem sie den Kindern bisher irgendwie immer Programm geboten hatten. Einkaufen war ein bisschen wuseliger, als sonst, weil sie ständig darauf achten mussten, dass Niko nicht irgendwo verloren ging und Max nicht unterging. Der Junge war immer noch furchtbar still, griff aber freiwillig nach Andrews Hand, als sie an einer Ampel warteten, was Ezra zumindest als kleinen Gewinn verbuchte.
Ansonsten tat Ezra sein Bestes, um die Kinder irgendwie zu beschäftigen, während Andrew seine Arbeit zuende brachte. Zum Glück zerrte Liz Max und Niko gegen Nachmittag mit sich in den kleinen Garten, um irgendeines ihrer selbstausgedachten Spiele zu spielen, was für einen kleinen Moment zum Durchatmen reichte. Ezra blieb eine Weile bei ihnen stehen, die Aufmerksamkeit geteilt zwischen den Kindern und seinem Handy, auf dem er schon mal nach Häusern suchte, bis Ada ihm versprach, die drei im Blick zu behalten und er wieder hoch zu Andrew ging.
"Ich weiß, dass du über einen Makler gehen wolltest, aber es gibt tatsächlich ein paar nette Häuser, gar nicht so weit von hier", setzte er an, während er sich neben Andrew auf das Sofa fallen ließ. Elli schlief in ihrem Gitterbettchen in der Ecke des Raumes. "Wir könnten ja schon mal ein paar raussuchen, falls du mit der Arbeit durch bist?"
Niko sah etwas entsetzt darüber aus, dass er für ein Telefonat sitzen gelassen wurde, ohne, dass Andrew den Fernseher für ihn angemacht hatte. Das Kleinkind blinzelte Andrew ungläubig nach, bevor es zu Ezra sah und auf die Fernbedienung deutete. Ezra musste beinahe lachen, als er den Fernseher anschaltete und das Kinderprogramm suchte. Ein bisschen englisch konnte nicht schaden und er wollte sie ungerne irgendeine stundenlange Doku schauen lassen, wenn sie gleich vielleicht doch etwas unternehmen wollten, was den Kinder eindeutig besser tun würde, als zu sitzen und zu gucken. Niko schien damit zumindest zufrieden zu sein, während er ein paar Früchte stahl, die Elli liegen gelassen hatte.
Max war derweil furchtbar still. Gut, er war immer still und mit den paar Sätzen, die er eben gesagt hatte, war sein Kommunikationskontingent wahrscheinlich für den Rest der Woche aufgebraucht, aber er verzog nichtmal eine Mine, als Niko kurz an seinem Arm zog, um ihn anschließend auf seinem mittlerweile furchtbar süßen Mix aus Englisch und Russisch zuzuquatschen. Wahrscheinlich arbeitete er immer noch durch, was gerade passiert war. Es war viel, das konnte Ezra nicht abstreiten. Er selbst hatte damals wenigstens die Chance gehabt, sich selbst auszusuchen, wo er hinging, nachdem er seine Familie verlassen hatte und er war deutlich älter gewesen.
"Max?" Der kleine Junge sah zu ihm hoch. "Wir sind nicht wütend, wenn du nicht bleiben möchtest und wir würden alles tun, damit du auch so mit deinen Geschwistern zusammen sein kannst. Das weißt du, richtig?", fragte er, während er sich wieder auf den Sessel sinken ließ. Max schien kurz zu überlegen, dann nickte er schwach, während er sich an Niko klammerte.
Das Ergebnis des Gespräches mit der Sozialarbeiterin war nicht weiter überraschend. Es war klar, dass eine Adoption lange dauern würde, Ezra hoffte nur, dass die Kinder in dem Zeitraum bei ihnen bleiben konnten. Er wollte sie ungerne hin und her schicken.
Den restlichen Tag bekamen sie tatsächlich ganz gut mit Alltagserledigungen rum, was überraschend entspannend war, nachdem sie den Kindern bisher irgendwie immer Programm geboten hatten. Einkaufen war ein bisschen wuseliger, als sonst, weil sie ständig darauf achten mussten, dass Niko nicht irgendwo verloren ging und Max nicht unterging. Der Junge war immer noch furchtbar still, griff aber freiwillig nach Andrews Hand, als sie an einer Ampel warteten, was Ezra zumindest als kleinen Gewinn verbuchte.
Ansonsten tat Ezra sein Bestes, um die Kinder irgendwie zu beschäftigen, während Andrew seine Arbeit zuende brachte. Zum Glück zerrte Liz Max und Niko gegen Nachmittag mit sich in den kleinen Garten, um irgendeines ihrer selbstausgedachten Spiele zu spielen, was für einen kleinen Moment zum Durchatmen reichte. Ezra blieb eine Weile bei ihnen stehen, die Aufmerksamkeit geteilt zwischen den Kindern und seinem Handy, auf dem er schon mal nach Häusern suchte, bis Ada ihm versprach, die drei im Blick zu behalten und er wieder hoch zu Andrew ging.
"Ich weiß, dass du über einen Makler gehen wolltest, aber es gibt tatsächlich ein paar nette Häuser, gar nicht so weit von hier", setzte er an, während er sich neben Andrew auf das Sofa fallen ließ. Elli schlief in ihrem Gitterbettchen in der Ecke des Raumes. "Wir könnten ja schon mal ein paar raussuchen, falls du mit der Arbeit durch bist?"