Ezra
Irgendwie war es süß, dass Andrew davon ausging, dass Ezra die Ausrede mit dem Zeitmangel einfach so hingenommen hätte. Er hatte neun Jahre auf das hier gewartet, da hätte er sich von einem vollen Terminplan nicht abschrecken lassen. Trotzdem verdrehte er nur lachend die Augen und beließ es dabei. Vielleicht war es besser so. Er musste seinem Freund ja nicht bei jeder Gelegenheit vor Augen führen, wie hoffnungslos besessen er von ihm war.
Zuhause holte sie der kleine Alltagswahnsinn wieder ein. Ezra kümmerte sich darum, die Schulsachen mit Max wegzusortieren und Malhefte und Stifte zu verteilen, bevor er sich daran machte, die Wäsche abzuhängen, damit sie nach dem nächsten Waschgang wieder genug Platz zum Trocknen hätten. Die Wäsche überwältigte ihn tatsächlich ein wenig. Als er noch alleine gewohnt hatte, hatte er über Tage hinweg sammeln müssen, damit sich ein Waschgang lohnte, wenn er seine Wäsche nicht mit Ada und Liz zusammengeworfen hatte und jetzt hatte er keine Ahnung, wie er die ganze Kleidung irgendwie in die Wäschetrommel schieben sollte, weshalb er fast ein wenig froh war, dass Andrew diesen Job freiwillig übernahm.
Er war gerade dabei, die Socken in den Schrank zu sortieren, als er Andrew rufen hörte. Er warf das letzte Paar in die Schublade, rappelte sich auf und ging zu seinem Freund rüber. "Die Kartoffeln mussten heute Mittag schon dran glauben, falls du dich erinnerst", antwortete er, während er sich im Schneidersitz neben die Waschmaschine setzte und zu Andrew sah. Irgendwie hatte er das ungute Gefühl, sich so sehr auf die Kinder konzentriert zu haben, dass er seinen Freund vollkommen vernachlässigt hatte. "Ich könnte Reis anbieten, denke ich? Mit...irgendeinem Gemüse?" Irgendwie lief es bei Kindern immer auf Gemüse hinaus.
"Ich hatte überlegt, morgen mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen. Vielleicht kommen Ada und Liz ja auch mit. Dann hättest du hier etwas Ruhe fürs Homeoffice und um runterzukommen und so", schlug er vorsichtig vor. Wahrscheinlich war es für Andrews Psyche doch ganz gut, dass sie die Kinder irgendwann wieder abgeben mussten. Er wirkte jetzt noch ausgebrannter, als bei ihrem ersten mal in Russland. Oder fiel es Ezra jetzt einfach mehr auf, weil er ihn besser kannte?
"Du siehst beim Wäsche waschen übrigens auch verdammt heiß aus. Langsam bekomme ich das Gefühl, dass es gar nicht an dem liegt, was du tust, sondern einfach an dir als Person." Er lehnte sich an die Waschmaschine und lächelte Andrew leicht entgegen. "Vielleicht sollte ich dich öfter den Haushalt machen lassen. Um diese Theorie zu überprüfen und so."
Irgendwie war es süß, dass Andrew davon ausging, dass Ezra die Ausrede mit dem Zeitmangel einfach so hingenommen hätte. Er hatte neun Jahre auf das hier gewartet, da hätte er sich von einem vollen Terminplan nicht abschrecken lassen. Trotzdem verdrehte er nur lachend die Augen und beließ es dabei. Vielleicht war es besser so. Er musste seinem Freund ja nicht bei jeder Gelegenheit vor Augen führen, wie hoffnungslos besessen er von ihm war.
Zuhause holte sie der kleine Alltagswahnsinn wieder ein. Ezra kümmerte sich darum, die Schulsachen mit Max wegzusortieren und Malhefte und Stifte zu verteilen, bevor er sich daran machte, die Wäsche abzuhängen, damit sie nach dem nächsten Waschgang wieder genug Platz zum Trocknen hätten. Die Wäsche überwältigte ihn tatsächlich ein wenig. Als er noch alleine gewohnt hatte, hatte er über Tage hinweg sammeln müssen, damit sich ein Waschgang lohnte, wenn er seine Wäsche nicht mit Ada und Liz zusammengeworfen hatte und jetzt hatte er keine Ahnung, wie er die ganze Kleidung irgendwie in die Wäschetrommel schieben sollte, weshalb er fast ein wenig froh war, dass Andrew diesen Job freiwillig übernahm.
Er war gerade dabei, die Socken in den Schrank zu sortieren, als er Andrew rufen hörte. Er warf das letzte Paar in die Schublade, rappelte sich auf und ging zu seinem Freund rüber. "Die Kartoffeln mussten heute Mittag schon dran glauben, falls du dich erinnerst", antwortete er, während er sich im Schneidersitz neben die Waschmaschine setzte und zu Andrew sah. Irgendwie hatte er das ungute Gefühl, sich so sehr auf die Kinder konzentriert zu haben, dass er seinen Freund vollkommen vernachlässigt hatte. "Ich könnte Reis anbieten, denke ich? Mit...irgendeinem Gemüse?" Irgendwie lief es bei Kindern immer auf Gemüse hinaus.
"Ich hatte überlegt, morgen mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen. Vielleicht kommen Ada und Liz ja auch mit. Dann hättest du hier etwas Ruhe fürs Homeoffice und um runterzukommen und so", schlug er vorsichtig vor. Wahrscheinlich war es für Andrews Psyche doch ganz gut, dass sie die Kinder irgendwann wieder abgeben mussten. Er wirkte jetzt noch ausgebrannter, als bei ihrem ersten mal in Russland. Oder fiel es Ezra jetzt einfach mehr auf, weil er ihn besser kannte?
"Du siehst beim Wäsche waschen übrigens auch verdammt heiß aus. Langsam bekomme ich das Gefühl, dass es gar nicht an dem liegt, was du tust, sondern einfach an dir als Person." Er lehnte sich an die Waschmaschine und lächelte Andrew leicht entgegen. "Vielleicht sollte ich dich öfter den Haushalt machen lassen. Um diese Theorie zu überprüfen und so."