Ezra
"Ich hoffe, dass er im Moment einfach etwas überfordert ist und sich das alles noch einpendelt. Am Ende des Tages sind sie gerade immer noch bei zwei fremden Menschen in einem fremden Land, mit wenig Sprachkenntnissen. Würdest du da offen und frei mit ihnen reden?" Er warf Andrew einen kurzen Blick zu. "Gut, okay, ich schon, aber ich rede generell mit jedem gerne, also gilt das nicht. Vielleicht sollten wir ihm einfach noch etwas Zeit geben und ihn dann drauf ansprechen." Ezra lehnte sich an Andrew und sah zu Max, der wieder auf dem Sofa saß, diesmal mit einem der Kinderbücher in der Hand, die Niamh ihm mitgebracht hatte. Ezra ging zwar nicht davon aus, dass er schon lesen konnte, aber Max sah zumindest angestrengt so aus, als würde er es versuchen.
"Ich glaube, er hat im Waisenhaus mit mir geredet", merkte er an. "Ich weiß nur wirklich nicht mehr was, oder auf welcher Sprache. Es ist immer noch alles ein bisschen durcheinander." Ezra wusste immer noch nicht so richtig, was er über seine bruchstückhaften Erinnerungen denken sollte. Einerseits war es bestimmt irgendwie gut, dass er sich nicht mehr im Detail an seinen Unfall erinnerte, andererseits wüsste er irgendwie schon gerne, was genau passiert war, einfach, um damit abschließen zu können.
"Das Babyphone war eine gute Idee", merkte er nach einer kurzen Pause an. Wenigstens schien er nicht der einzige zu sein, der sich vielleicht ein bisschen zu sehr in die Kinder reinsteigerte. Obwohl Andrew immer ein bisschen übervorbereitet war und das wahrscheinlich nichts zu heißen hatte. Wenn er ihm morgen einen Hamster in die Hand drücken würde, wäre er spätestens gegen Nachmittag ein Hamster-Experte, aber das musste nicht bedeuten, dass er sich bis zum Ende seines Lebens um Hamster kümmern wollte.
"Wir haben übrigens noch Reste um Kühlschrank, falls du noch Hunger hast. Max hat geholfen die Kartoffeln zu schälen." Er lächelte, während er sich seltsam stolz fühlte. Wenigstens hatte er Max dazu bekommen, sich ein wenig zu integrieren. Das mit dem Reden würde sich sicherlich schon von alleine ergeben. "Und wenn du willst, kannst du dich auch hinlegen und ich mache am Laptop für dich weiter. Ich war heute eh noch nicht sonderlich produktiv." Außerdem wollte er keine Gelegenheit auslassen, Andrew vielleicht doch noch zumindest ein bisschen auf die moralisch-fragwürdige Seite des Lebens zu ziehen, auch wenn es nur um Arbeitszeitbetrug ging.
"Ich hoffe, dass er im Moment einfach etwas überfordert ist und sich das alles noch einpendelt. Am Ende des Tages sind sie gerade immer noch bei zwei fremden Menschen in einem fremden Land, mit wenig Sprachkenntnissen. Würdest du da offen und frei mit ihnen reden?" Er warf Andrew einen kurzen Blick zu. "Gut, okay, ich schon, aber ich rede generell mit jedem gerne, also gilt das nicht. Vielleicht sollten wir ihm einfach noch etwas Zeit geben und ihn dann drauf ansprechen." Ezra lehnte sich an Andrew und sah zu Max, der wieder auf dem Sofa saß, diesmal mit einem der Kinderbücher in der Hand, die Niamh ihm mitgebracht hatte. Ezra ging zwar nicht davon aus, dass er schon lesen konnte, aber Max sah zumindest angestrengt so aus, als würde er es versuchen.
"Ich glaube, er hat im Waisenhaus mit mir geredet", merkte er an. "Ich weiß nur wirklich nicht mehr was, oder auf welcher Sprache. Es ist immer noch alles ein bisschen durcheinander." Ezra wusste immer noch nicht so richtig, was er über seine bruchstückhaften Erinnerungen denken sollte. Einerseits war es bestimmt irgendwie gut, dass er sich nicht mehr im Detail an seinen Unfall erinnerte, andererseits wüsste er irgendwie schon gerne, was genau passiert war, einfach, um damit abschließen zu können.
"Das Babyphone war eine gute Idee", merkte er nach einer kurzen Pause an. Wenigstens schien er nicht der einzige zu sein, der sich vielleicht ein bisschen zu sehr in die Kinder reinsteigerte. Obwohl Andrew immer ein bisschen übervorbereitet war und das wahrscheinlich nichts zu heißen hatte. Wenn er ihm morgen einen Hamster in die Hand drücken würde, wäre er spätestens gegen Nachmittag ein Hamster-Experte, aber das musste nicht bedeuten, dass er sich bis zum Ende seines Lebens um Hamster kümmern wollte.
"Wir haben übrigens noch Reste um Kühlschrank, falls du noch Hunger hast. Max hat geholfen die Kartoffeln zu schälen." Er lächelte, während er sich seltsam stolz fühlte. Wenigstens hatte er Max dazu bekommen, sich ein wenig zu integrieren. Das mit dem Reden würde sich sicherlich schon von alleine ergeben. "Und wenn du willst, kannst du dich auch hinlegen und ich mache am Laptop für dich weiter. Ich war heute eh noch nicht sonderlich produktiv." Außerdem wollte er keine Gelegenheit auslassen, Andrew vielleicht doch noch zumindest ein bisschen auf die moralisch-fragwürdige Seite des Lebens zu ziehen, auch wenn es nur um Arbeitszeitbetrug ging.