The Hero and the Thief [Nao & Stiftchen]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Steve

      Der Weg zog tatsächlich schneller an ihnen vorbei, als gedacht. In der Sonne wurde es sogar schon relativ warm, was wirklich angenehm war. Dadurch waren sie auch alles andere als alleine auf dem Markt. Trotzdem war die Stimmung insgesamt ganz gut. Kinder flitzten zwischen den Ständen hin und her und quengelten ihre Eltern um Stofftiere und Süßigkeiten an, während andere Erwachsene von Stand zu Stand gingen, um sich alles anzuschauen. Alles war irgendwie bunt, hell und freundlich und mittlerweile hatte sich auch das letzte bisschen Bedenken wegen Gestern in Luft aufgelöst.
      Steve wusste nicht, ob er sich lieber die verschiedenen Dekoartikel, oder Thomas ansehen sollte. Sein Freund schien Märkte gerade definitiv für sich zu entdecken. Er musste ein wenig schmunzeln, als Thomas die Häkel-Hühner hochhielt. "Nur, wenn wir sie zusammen auf die Fensterbank setzen und nie von einander trennen", stimmte er amüsiert zu. Wahrscheinlich würden sie so absolut gar nicht in die Wohnung passen und mit dem Gelb ziemlich herausstechen, aber irgendwie wollte Steve irgendwas kaufen, was sie an diesen Tag erinnern würde. Gott, hoffentlich würde er sie nicht zu einem hoffnungslos kitschigen Pärchen mutieren lassen.
      "Sollen wir noch was essen?", fragte Steve, als er Thomas einen Moment später mit den beiden Küken in einer Papiertasche wieder zurück in den Strom der bummelnden Besucher zog. "Dann hätten wir den Rest von gestern für heute Abend", fuhr er fort, ein wenig froh darum sich einen weiteren Tag vorm Kochen drücken zu können. Morgen würde er dafür wahrscheinlich wieder Ruhe und Muße haben, aber heute wollte er nicht am Herd stehen. "Ich habe drüben eine kleine Bude mit Mini-Pizzen gesehen. Vielleicht werden wir da ja glücklich. Meine Mom würde uns umbringen wenn sie wüsste, wie oft wir was bestellen." Er lachte kurz und zog Thomas mit sich. "Hast du von deinen Eltern nochmal was gehört? Wie geht es ihnen?" Das letzte mal, als er Thoams' Mutter getroffen hatte, hatte sie immerhin irgendwie versucht, wieder eine Verbindung zu Thomas herzustellen und er wünschte ihm immer noch ein entspanntes Verhältnis zu seinen Eltern.
    • Thomas

      „So oft bestellen wir garnicht“, widersprach Thomas. „Kein normaler Mensch will jeden Tag kochen, oder? Und kein normaler Mensch will verbrannte, ekelhafte Sachen essen, die ich gekocht habe, wenn du nicht kochst. Bestellen ist immernoch frisch gekocht, aber eben nicht von uns“ Er grinste. Sie liefen zusammen zu dem Stand mit den Minipizzen und Thomas wurde durchaus sehr glücklich dort. Pizza ging sowieso immer. Er bestellte die mit Salami.
      „Ah… gesehen haben wir uns seit meinem Geburtstag zwar nicht, aber manchmal ruft sie an, wenn ich bei der Arbeit bin, das ist aber nichts neues. Manchmal hab ich so wenig zu tun, dass ich ganz froh über Ablenkung bin. Und meine Kollegen stört es auch nicht, wenn ich telefoniere, weil sowieso jeder ein Telefon am Tisch stehen hat und ständig redet, also… Manchmal redet sie mich über komischen Kram zu, wie, ob ich eigentlich eine neue Bettwäsche brauche, weil sie irgendwo eine um 7€ gefunden hat. Sowas“, erzählte er und beäugte die Minipizzen, die gerade auf einen Papierteller geschaufelt wurden. „Ich glaube, sie verdrängt einfach völlig alles, was passiert ist, aber das soll mir recht sein“
      Thomas bezahlte gleich für sie beide, da sie sich mittlerweile sowieso nurnoch abwechselten wenn es um das Bezahlen von Essen ging, er nahm die Minipizzen entgegen und machte sich wieder mit Steve auf den Weg, ihre Runde durch den Markt fertigzudrehen.
      „Ich habe momentan mehr Kontakt mit Aaron als irgendjemand anderem aus meiner Familie. Ich glaube, er fühlt sich irgendwie verbunden, weil wir beide die auserwählten Bisexuellen der Familie sind“, witzelte er. „Anscheinend hat er Kontakt mit diesem Typ, den er damals in der Bar kennengelernt hat. Der ist wohl Arzt. Und er hat ziemlich viel zu tun bei der Arbeit, aber trotzdem genug Zeit, mich mit tausenden Links zu Persönlichkeitsquizzes zu belästigen“, meinte er und schob sich fast die ganze erste Minipizza in den Mund, bevor er merkte wie unglaublich heiß sie war und er es sofort bereute. Er gab ein paar wehleidige Geräusche von sich und hielt sich die Hand vor den Mund.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      Steve summte kurz zustimmend, als Thomas von seiner Mutter erzählte. Gut, sowas schienen Mütter einfach irgendwie an sich zu haben. Seine eigene hatte eine ganze Zeit lang die irrationale Angst gehabt, dass er plötzlich keine Pullover mehr hätte, wenn er auszog, oder so. Zumindest hatte sie ihn eine ganze Zeit lang angerufen und damit angefangen, dass sie irgendeinen Pulli beim Shoppen gesehen hatte und an ihn denken musste. Aber insgesamt war Steve froh darüber, dass Thomas' Mutter sich mehr dafür interessierte, was auf seinem Bett lag, als wer darin.
      Der kleine Exkurs zu Aaron brachte ihn hingegen tatsächlich kurz zum Lachen. Er kannte Thomas' Familie nicht so gut, wie er wahrscheinlich sollte, gemessen daran, wie wichtig sie Thomas selbst war, aber Aarons Auftritt in der Bar war definitiv beeindruckend genug gewesen. "Ich finde es immer noch erstaunlich, dass er sich getraut hat, einfach eine zufällige Person in einer Bar anzusprechen. Ich glaube, ich wäre da viel zu nervös zu gewesen. Wenn wir uns nicht übers Zocken kennen gelernt hätten, wäre aus uns wohl auch nie was- Oh. Warte." Er musste ein wenig schmunzeln, als Thomas sich offensichtlich den Mund verbrannte und zog ihn kurz zur Seite, um ihm seine Pizza in die Hand zu drücken, bevor er die nächste kleine Fressbude ansteuerte und eine Flasche Wasser kaufte.
      "Hier. Vielleicht hilft das ein bisschen." Er tauschte seine Pizza gegen die Wasserflasche und nahm sich vor, definitiv zu warten, bevor er essen würde. "Das ist bestimmt das Karma für den Kommentar zu unserem Bestellverhalten", scherzte er. "Oder ein Zeichen dafür, dass wir Aaron und seinen Arzt zu einem Doppeldate einladen sollen." Auch wenn er sich nichts fuchtbareres auf dieser Welt vorstellen konnte. Am wohlsten fühlte er sich immer noch alleine mit seinem Freund. Zum Glück hatte Thomas eben schon angedeutet, dass sein Cousin zu beschäftigt war, bevor er noch auf blöde Ideen kommen würde.
    • Thomas

      Thomas Augen tränten bereits, während er mit den beiden Papptellern an der Seite stand, die heiße Pizza herunterzwang und auf Steve wartete. Dann wischte er sich über die Augen, bedankte sich und trank das Wasser, und noch währendessen warf er seinem Freund einen skeptischen Blick zu. Er schraubte die Flasche wieder zu.
      „Ich tu lieber so, als wäre es ersteres“, meinte er. Nichts gegen Aaron, er mochte Aaron. Er war ein ziemlich herzlicher, aufgeschlossener und freundlicher Mensch und konnte sich durchaus an ruhiger veranlagte Menschen anpassen, im Gegensatz zu James oder Leo. Aber sie wussten beide nichts über diese Milo-Person, die Aaron datete und Thomas wollte nichts riskieren. Am Ende waren die beiden so aufgedreht, dass der Abend nie enden würde, denn Aaron ließ sich leicht mitreißen. Und Steve und Thomas waren zu gutmütig, um früher nachhause zu gehen, wenn es ihnen unhöflich vorkam. Also nein. Das wäre eine Falle, die sie sich selbst stellten.
      „Auch wenn es mich irgendwie langsam interessiert, wie er so drauf ist, weil Aaron so überzeugt von ihm ist. Aber außer „er ist so klug“ und „er ist so heiß“ krieg ich irgendwie wenig Info“ Er zuckte mit den Schultern. „Das ist wie ein Cliffhanger, jedesmal wenn er was erzählt. Und ich weiß ja nichtmal, was Aarons Typ ist, also vielleicht halluziniert er das alles auch einfach. Ich würd‘s ihm zutrauen. Ein Doppeldate ist mir zu riskant“ Er schüttelte leicht den Kopf. Lieber ging er öfter mit Steve alleine aus, oder verbrachte die Zeit einfach zusammen zuhause. Obwohl ein Tag wie heute auch ganz nett war. Vielleicht mussten sie wirklich öfter spazieren gehen.
      „Wollen wir mit dem Essen zurück zur U-Bahn? Bis dahin ist es hoffentlich ausgekühlt, meine Zunge brennt noch immer“, murmelte er. Bis sie mit dem Markt durch und bei der U-Bahn-Station angekommen waren, würde es sowieso noch eine Weile dauern.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      "Das erzähle ich anderen über dich auch immer", hakte Steve grinsend ein, als Thomas Aarons Schwärmereien wiederholte. Zugegeben, er sprach nicht oft mit anderen Leuten über Thomas, eigentlich nur mit seiner Mutter und - bizarrerweise - mit Ezra, aber beide hatten ihn sowieso schon kennen gelernt und wussten, wie er drauf war und zumindest pflichtete ihm seine Mutter bei seinen Schwärmereien immer bei.
      Zum Glück waren sie beim Thema Freizeit dann doch weiterhin auf einer Wellenlänge. Wenn ein tatsächliches Doppeldate nicht schlimm genug war, dann wäre er spätestens bei der Möglichkeit raus gewesen, dass Aaron nur halluziniert. Am Ende müssten sie ihm noch schonend beibringen, dass er sich sein perfektes Date nur einbildete und er eigentlich dringend Hilfe benötigte. Da hoffte Steve doch eher darauf, dass Aarons Arzt echt war. Früher oder später würden sie ihn wahrscheinlich sowieso irgendwie kennen lernen. Aber er würde es mit Freude so lange vor sich herschieben, wie es ging.
      "Zurück nach Hause klingt gut. Vielleicht haben wir noch was Eis in der Gefriertruhe, dann kannst du deinen Mund noch was runterkühlen." Falls nicht, war Eis ja zum Glück schnell gemacht.

      Steve wartete trotzdem noch ein bisschen, bis er seine eigene Pizza aß, zum Glück, ohne sich dabei zu verbrennen. Irgendwie fast ironisch, dass Thomas seine Geschmacksnerven verbrannte, sobald er eine Brille fand. Irgendjemand wollte wohl, dass er nie alle seine Sinne zeitgleich nutzen konnte.
      "Was macht der Mund?", fragte er, als sie die Haustüre wieder hinter sich schlossen und endlich in ihren vertrauten vier Wänden waren. "Vielleicht haben wir sogar noch Speiseeis. Sonst gehe ich gleich nochmal los und hole welches. Oder würde Kamillentee eher helfen? Ist der nicht auch irgendwie heilend?", fragte er, während er schon sein Handy zückte, um nachzugoogeln. Seine Schuhe streifte er nebenbei ab, dann lehnte er sich an die Flurwand, um Thomas Platz an der Garderobe zu machen. "Oh, offensichtlich sollen Honig, Milch und Joghurt helfen. Ich glaube, das haben wir sogar noch alles da, wenn du willst."
    • Thomas

      Als sie wieder zuhause ankamen, schien Steve noch an der Idee mit dem Eis festzuhängen.
      „Schon okay, ich glaube das— Oh. Joghurt klingt gut. Mit Obst und Honig. Darauf hätte ich Lust“, unterbrach er sich selbst. Die bildliche Vorstellung hatte ihn dann doch zum Freund dieser Idee gemacht, auch wenn er irgendwie daran zweifelte, dass es seiner Zunge helfen würde. So oder so war es garnicht so schlimm, sie fühlte sich nur irgendwie taub und kribbelig an und… Vermutlich würde es ihn beim Essen mehr stören, aber davon ließ er sich jetzt auch nicht aufhalten.
      „Ich mach mir das selbst, setz dich einfach hin, wir sind jetzt ewig rumgelaufen“, sagte er und küsste Steve auf die Wange, zog sich etwas taumelnd schnell die Schuhe aus und lief in die Küche. „Ich mach dir auch eins, wenn du willst. Banane rein?“, fragte er während schon den Kühlschrank öffnete und das Naturjoghurt herausholte. Zumindest dazu war er ja durchaus in der Lage und wenn er Steve ausnahmsweise mal etwas zu Essen machen konnte, musste er seine Chance nutzen. So ein gesunder Nachmittagssnack hatte außerdem was. Die Pizzen waren sowieso nur die typische Jahrmarkt Portion gewesen, von der gerade mal ein Kleinkind satt wurde, man dafür aber trotzdem fast sein Konto leeren musste.
      Er wusch sich die Hände, dann nahm er zwei Schüsseln, ein Schneidbrett und ein Messer und schnippelte eine Banane klein, bevor er noch ein paar Weintrauben abwusch und ebenfalls ins Joghurt mischte. Darauf kam eine ordentliche Portion Honig. Bevor er aber ins Wohnzimmer gehen konnte, bekam er einen Anruf. Seine Mutter… Wenn er raten müsste, was sie wollte, dann vermutlich die nächste Bettwäsche, die sie irgendwo gesichtet hatte. Immerhin war Samstag.
      Er seufzte und ging ran. „Ja?“, fragte er und lehnte sich an die Theke. Er stibitzte eine der Weintrauben, die oben auf seiner Joghurtschüssel lagen.
      „Schatz, ich bin gerade mit Cassy bei Müller und ich hab da was gesehen—“
      Thomas ließ den Kopf fallen. Er hätte mit irgendjemandem schnell eine Wette abschließen sollen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      Steve nickte kurz, als Thomas fragte, ob er auch Joghurt haben wollte. Irgendwie war es süß, dass Thomas sich immer in die Küche drängte, wenn es um etwas Essbares ging, das nicht gekocht werden musste. Dabei hatte Steve generell gar kein Problem damit, für ihn mit zu kochen, auch ohne Ausgleich. Kochen müsste er sowieso und für zwei war es direkt viel schöner. Als prompt Thomas' Mutter anrief, musste Steve kurz an sich halten, um nicht aufzulachen. Wahrscheinlich hatten sie diesen Anruf irgendwie heraufbeschworen. Heute schien das ihr Ding zu sein.
      Er drückte Thomas einen Kuss auf die Schläfe und ging ins Wohnzimmer, um nicht zwangsweise bei seinem Gespräch zu lauschen. Zwar würde wahrscheinlich nichts gesagt werden, was Steve nicht wissen durfte, aber er wollte Thomas trotzdem die Privatsphäre lassen. Außerdem musste er nicht unbedingt wissen, welche Bettwäsche sie demnächst im Schlafzimmer haben würden. Ein bisschen Überraschung war doch ganz nett.
      Er wollte gerade nach der Fernbedienung greifen, um schon mal irgendwas rauszusuchen, was sie gucken könnten, als sein eigenes Handy zu klingeln begann. Für eine schrecklich Sekunde fürchtete er, dass Thomas' Mutter sich jetzt aus irgendeinem schrägen Grund auch bei ihm melden würde, dann blinzelte er, als er Ezras Namen auf dem Display sah.
      "Hey-", grüßte er und wurde sofort von Ezra unterbrochen.
      "Steve!" Er klang beinahe ein wenig überrascht, gerade so, als hätte er nicht damit gerechnet, dass Steve überhaupt abheben würde. "Hey! Ich arbeite gerade meine verpassten Anrufe ab und hatte gesehen, dass du dich auch gemeldet hattest und dann ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt viel zu lange auf meine lieblings-Telenovela, also dein Leben, verzichtet habe, also dachte ich, ich frag dich was aus."
      Ah. Vielleicht war Ezra deshalb überrascht, dass Steve drangegangen war. Wenn er gewusst hätte, dass er ihn nur ausfragen wollte, hätte er darauf verzichtet. "Du hast nicht viel verpasst", antwortete er. "Es ist alles beim alten." Außer die Stimmung gestern, die er so erfolgreich verdrängt hatte. "Wie geht es dir? Ist soweit alles wieder okay? Mik und Caleb hatten mich ein wenig auf dem Laufenden gehalten."
      "Mir geht es gut", versicherte Ezra. "Ich bin bewegungstechnisch ein bisschen eingeschränkt, aber das gibt sich schon. Ich hab ja Andrew, meine Geschwister und die Kinder, die mich etwas ablenken. Und dich! Denk nicht, dass mir nicht aufgefallen wäre, dass du meiner Frage ausw-"
      "Kinder?", fragte Steve irritiert. Kinder hatte bisher niemand erwähnt. Hatte er irgendjemanden im Krankenhaus mit Kindern kennen gelernt?
      "Oh, du weißt das noch gar nicht?", die Freude in Ezras Stimme war...bedenklich. Steve bereitete sich mental schon mal auf den nächsten Monolog des Blonden vor. "Also ich kann mich nicht an alles erinnern, aber offensichtlich hab ich bei meinem Unfall ein paar Kinder gerettet und weil ja momentan das komplette Waisenhaus - den Part kennst du aber, oder? Dass es gebrannt hat und so?"
      "Ja."
      "Super! Also, die ganzen Kinder müssen jetzt natürlich umgesiedelt werden und offensichtlich ist irgendjemand auf die schlaue Idee gekommen, die drei Kinder, die ich gerettet habe, Andrew aufs Auge zu drücken. Sie sollen wohl nach London kommen, was eine ziemlich dämliche Idee ist, wenn du mich fragst, aber bis dahin soll Andrew auf sie aufpassen. Was eine noch dämlichere Idee ist." Ezra machte eine kurze Pause, um Luft zu holen. "Aber er macht das wirklich toll. Die Kinder sind zuckersüß und er kommt so gut mit ihnen zurecht und-" Ezra stieß ein verliebtes Seufzen aus. "Und das, obwohl er sich nie Gedanken um Kinder gemacht hat. Ich glaube, er wäre ein richtig guter Vater. Wahrscheinlich braucht er einfach noch ein paar Jahre, um das zu bemerken. Scheint irgendwie sein Ding zu sein. Vielleicht lernst du sie ja auch kennen, wenn wir nächste Woche wieder zurück kommen."
      "Ah. Ja." Steve nickte langsam, auch, wenn Ezra die Bewegung nicht sehen konnte. Wenigstens war Andrew immer ein wundervolles Thema, um Ezras Nachfragen nach Steves eigenem Leben irgendwie abzulenken. Auch, wenn Steve wirklich nicht so viele Infos zu der Familienplanung der beiden brauchte. Trotzdem musste er Ezra zustimmen, dass es eine seltsame Idee war, ein paar der Kinder nach England zu schicken und MLO Agenten als Babysitter zu missbrauchen. Vielleicht sollte er sich hierzu am Montag nochmal genauer erkundigen.
      "Naja, auf jeden Fall- Oh. Ich glaube, ich muss Schluss machen. Wir wollten nochmal testen, ob ich nicht doch aufstehen kann." Diesmal meinte Steve, ein kleines bisschen Frust aus Ezras Stimme heraus zu hören. "Ich melde mich die Tage nochmal bei dir. Ich bekomme schon noch ein Update zu deiner Lebenslage. Bis dahin."
      "Bye." Steve seufzte, während er das Handy ausschaltete. Sorgten so lebensbedrohliche Unfälle nicht normalerweise dafür, dass die Opfer sich auf wichtigere Sachen besonnen, als das Leben anderer Menschen?
    • Thomas

      „Mom, ich weiß sie kostet nur 7 Pfund aber weißt du, was billiger ist, als 7 Pfund? Null! Null Pfund. Ich hab wirklich genug Bettwäsche, Steve auch, wir haben so schon wenig Platz im Schrank weil er auf eine Person ausgelegt ist“, erklärte Thomas frustriert.
      „… Ich nehm sie trotzdem mit—“
      „MOM“
      „Nur für den Fall! Ich lasse sie einfach hier bei uns“
      „… Schön. Das ist okay. Dann mach damit einfach, was du willst. Gib sie James“
      „James hat genug Bettwäsche“
      „Ich doch auch!“ Langsam hatte Thomas das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. Aber das sollte ihn nicht überraschen. „Mom, ich muss jetzt auflegen. Steve wartet auf mich und sein Joghurt“
      „Joghurt?“
      „Ja. Bitte ruf mich Montag nochmal an, da hab ich wieder Zeit und hör mir gern mehr über deine Schaufenster-Funde an“ Thomas verabschiedete sich prompt, um seiner Mutter keine Zeit für ein neues Thema zu geben und legte endlich auf. Verdammt, sie konnte hartnäckig sein. Und am Ende tat sie sowieso was sie wollte, also warum fragte sie Thomas dann nach seiner Meinung? Er musste einmal durchatmen um das Gespräch wieder aus seinem Kopf zu verbannen, dann nahm er die beiden Schüsseln und zwei Löffel und kam zu Steve ins Wohnzimmer. Er setzte sich zu ihm auf die Couch.
      „Sorry, das war wieder… ein unglaublich wichtiges Gespräch, das nicht warten konnte“, meinte er sarkastisch und schnappte sich den Löffel. „Hast du dir was überlegt, das man mit Untertiteln anschauen muss?“, fragte er und begann das Joghurt zu essen. Tatsächlich war die kühle Temperatur ganz angenehm auf seiner verbrannten Zunge. „Hm… das bringt echt was. Und es schmeckt gut. Und es ist gesund. Ich bin überwältigt“, murmelte er und grinste.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      "Das bringt doch eh erst was, wenn du deine Brille hast. Außer, du willst den vorher/nachher Vergleich." Steve lächelte leicht, bevor er den Kopf schüttelte. "Aber nein. Ich wollte gerade schauen, was sich so anbietet, aber dann hatte Ezra angerufen." Er nickte kurz zu seinem Handy, während er überlegte, ob er eben mit dem Handy zu Thomas hätte gehen sollen. Vielleicht hätte Thomas seine Mutter abwürgen und über Lautsprecher zuhören können. Wahrscheinlich wäre er für Ezras Andrew-Fangirling viel empfänglicher, als Steve. Aber dafür war es jetzt zu spät. Wenigstens gab es Neuigkeiten.
      "Offensichtlich bringen er und Andrew nächste Woche ein paar Kinder mit nach London, auf die Andrew gerade aufpassen muss. Seltsam, oder? Irgendwie scheint da gerade einiges drüber und drunter zu gehen." Er blinzelte ein wenig irritiert, während er in seinem Joghurt rührte. Von so einem Fall hatte er noch nie gehört. Außergewöhnlich. Normalerweise hatten die Mitarbeiter von MLO mit Zivilisten relativ wenig zu tun und Personenschutz stand auch nicht unbedingt auf der Liste ihrer Aufgaben. Und dann auch noch Kinder. Aber Ezra schien sich zu freuen, also schien es am Ende ja irgendwie zu funktionieren?
      "Oh, wie wäre es, wenn wir sie nächste Woche besuchen, wenn sie wieder in London sind? Wir könnten ihnen was zu essen mitbringen, oder so. Wenn sie schon auf drei Kinder aufpassen müssen, wollen sie bestimmt nicht direkt einkaufen gehen." Er hob den Blick und sah wieder zu Thomas. "Nur so ne Idee", schob er ein wenig unsicher hinterher. Was nettes unter Kollegen halt. Thomas würde sich doch bestimmt auch freuen, endlich wieder mit den beiden reden zu können, nachdem so lange Funkstille geherrscht hatte.
    • Thomas

      „Mhm. Wenn ich absolut nichts verstehe und in einer Woche dann merke, wie blind ich eigentlich war, komm ich mit der Brille besser klar“, meinte er und lehnte sich mit der Schüssel zurück. Er griff nach der Fernbedienung, fror jedoch in der Bewegung ein. Er drehte den Kopf zu Steve herum.
      „Ezra? Wieso?“, fragte er, skeptisch. Leider war erst sein zweiter Gedanke, dass etwas schlimmes passiert war, und er sich deshalb an einem Samstag bei Steve meldete. Aber das war schlimm genug, um die leichte Wut, die er sofort verspürt hatte, komplett zu dämpfen. Jedoch nur, bis Steve seine Neuigkeiten herunterredete, wie den neuesten Klatsch, den er gerade erhalten hatte. Was Thomas Eindruck von Ezra nach wohl passte. Ha. Er hatte extra angerufen, um Steve etwas persönliches zu erzählen?
      Thomas hörte nur halb zu, weil jedes Wort wie ein Triggerpunkt für ihn war. Kinder? Sie passten jetzt auf Kinder auf und nahmen sie mit zu sich nachhause? Wer erzählte sowas denn einem Arbeitskollegen, wenn man nicht befreundet war? Genau, niemand. Thomas schluckte. Er sollte kein Problem damit haben, dass sie Freunde waren. Aber…
      „Das klingt ja… toll. Du solltest sie auf jeden Fall besuchen“, presste er hervor. Er konnte nicht anders. Er wollte auf keinen Fall mitkommen und er wollte auch nicht, dass Steve ging und er wollte schon garnicht, dass Steve dieses Wissen überhaupt hatte, wenn Thomas derjenige war, der jahrelang darum gekämpft hatte, mehr über Andrew zu erfahren, sich irgendwie mit ihm anzufreunden und sein eigenes Gefühl der absoluten Unterlegenheit währenddessen zu unterdrücken. Aber jetzt kam es wieder auf. Er hatte keine Chance, er musste es nicht einmal versuchen.
      Er hielt die Glasschüssel mit dem Joghurt so fest, dass er Angst haben musste, sie würde zerspringen, aber er musste sich an irgendetwas festhalten. Er fühlte zu viel auf einmal und es vermischte sich einfach nur zu Wut. Andrew rief ihn nach anderthalb Wochen nicht zurück. Ezra ging es offenbar gut genug, Steve anzurufen und mit ihm über sein Privatleben zu sprechen, als wären sie beste Freunde. Steve schien das alles… völlig normal zu finden und dachte kein bisschen daran, dass es Thomas verletzte, dass er so plötzlich seinen Platz eingenommen hatte. Andrew brauchte Thomas offiziell nicht mehr. Ezra hatte seine Freundlichkeit nur vorgetäuscht. Er war beiden vollkommen egal und Steve, den sie seit ein paar Monaten kannten, war plötzlich in ihrem inneren Kreis und wusste alles und… er teilte alles mit Thomas, als hätte er irgendein Recht, darüber Bescheid zu wissen.
      „Nur so ne Idee…“, wiederholte er leise und starrte seine Joghurtschüssel an. „Ich glaube nicht, dass ich mitkommen sollte“ Trotz allem war Thomas nicht wirklich in der Lage, seinen Frust auszulassen. Er war nicht der Typ, der laut wurde. Er wollte auch nicht streiten. Gerade wollte er nur alleine sein. Aber er hatte Angst vor den Konsequenzen, wenn er jetzt aufstand und ging.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      O..kay? Steve sah vollkommen irritiert zu Thomas, unsicher, was genau er offensichtlich innerhalb der letzten paar Sekunden falsch gemacht hatte. War die Stimmung gerade erst gekippt, oder war sie den ganzen Tag schon komisch gewesen und er hatte sie einfach verdrängt? Vorsichtig stellte er seinen Joghurt auf den Couchtisch und drehte sich zu Thomas, der seine Schüssel so fest umklammerte, als ob er sie in zwei Teile brechen wollen würde.
      “Warum solltest du nicht mitkommen?”, fragte er unsicher. Er hatte wirklich gedacht, dass Thomas die Situation mit den Kindern ähnlich seltsam finden würde, wie er und sich trotzdem darüber freuen würde, Andrew nochmal zu sehen. Er hatte eher mit einem Lachen gerechnet, als mit einem passiv-aggressiven Kommentar. “Ich dachte, ihr würdet euch nahestehen. Ist- ist irgendwas zwischen dir und den beiden passiert?” Er konnte spüren, wie Nervosität und Panik in ihm aufstiegen. Seine Gedanken begannen, ein wenig um sich selbst zu kreisen, während er krampfhaft überlegte, was er gesagt haben könnte, um Thomas so seltsam reagieren zu lassen. Irgendwas lief hier absolut falsch und er hatte keine Ahnung, woran es lag.
      Lag es tatsächlich irgendwie an Ezra und Andrew? Thomas hatte gestern auch schon seltsam reagiert, als er die beiden erwähnt hatte. War es doch nicht die Müdigkeit gewesen? Aber soweit er wusste, waren die drei befreundet. Oder zumindest Thomas und Andrew. Nur deshalb waren sie an Neujahr bei ihnen gewesen. Nur deshalb hatte Steve Thomas von seinem Job erzählt, um ihn irgendwie auf dem Laufenden halten zu können, ohne irritierte Rückfragen zu bekommen. Hatte er irgendetwas falsch gemacht?
      “Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst, richtig?”, fragte er nervös, während er Thomas sanft die Schüssel aus den Händen nahm, bevor er ihn damit erschlagen konnte, oder sie tatsächlich in zwei Teile zerbrach und sich versehentlich selbst verletzte.
    • Thomas

      Was hatte Thomas erwartet? Dass Steve einfach ‚Okay‘ sagte und das Thema fallen ließ? Er hatte garkeine richtige Antwort darauf, warum er nicht mitkommen sollte. Er hatte auch gedacht, dass sie befreundet waren. Und da würde es Sinn machen, jemanden nach einem Unfall zu besuchen und ihm zu helfen. Aber es waren doch die beiden, die scheinbar nichts mit ihm zu tun haben wollten.
      „Das dachte ich auch, aber du hast mich ersetzt“, sagte Thomas direkt und wandte Steve den Blick zu. Was brachte es schon, darum herum zu reden? Steve wusste doch, was Thomas meinte. „Ezra hat dir davon erzählt, nicht mir, und du solltest mir das alles nicht einfach weitererzählen“, meinte er ernst. Seine Zähne begannen beinahe zu knirschen, weil er sie zu sehr aufeinander presste. Und dann nahm Steve ihm mit dem sanftesten Blick seine Schüssel ab und plötzlich hatte Thomas nichts mehr, auf das er seine Wut energetisch übertragen konnte. Irgendetwas erschütterte ihn in dem Moment so, dass die Anspannung aus seinem Gesicht schwand und er Steve nur etwas schockiert ansah.
      „Wie soll ich mit dir darüber reden, wenn es so klingt, als wäre ich wütend auf dich obwohl du überhaupt nichts falsch gemacht hast?“, fragte er verzweifelt. Und darauf hatte er selbst keine Antwort. Genau deshalb hatte er versucht, das Thema zu vermeiden oder zumindest seine Enttäuschung zu verstecken. Noch dazu war er offenbar ein wirklich schlechter Mensch, weil er sich mehr dafür interessierte, wer wem was erzählte, statt die Tatsächlichen Neuigkeiten über Menschen, von denen er gedacht hatte, sie wären seine Freunde.
      Er wandte den Blick ab. Er hatte nichts mehr zu sagen. Es war Steves Zug und Thomas bereitete sich innerlich darauf vor, die ganzen Dinge, die er in letzter Zeit über sich selbst gedacht hatte, nun endlich mal laut zu hören, weil Steve sie ihm ins Gesicht sagte. Dass er sich nicht wie ein eifersüchtiges Kleinkind verhalten sollte und das wohl der Grund war, wieso sie mit Steve redeten und nicht mit ihm. Dass er das Letzte war, weil er seinen Frust darüber an seinem Freund ausließ, der nichts davon absichtlich tat.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      Steve stieß ein kleines, überfordertes “Ähm” aus, während er versuchte zu verarbeiten, was Thomas ihm sagte. Damit hatte er absolut nicht gerechnet. Er hatte nie das Gefühl gehabt, Thomas irgendwie zu ‘ersetzen’ und er hatte ihm definitiv nicht das Gefühl geben wollen, dass er es tat. Aber er hatte keine Ahnung, was er sagen sollte, um die ganze Situation irgendwie zu retten. Offensichtlich hatte er genau das Gegenteil von dem erreicht, was er gewollt hatte.
      “Es tut mir wirklich leid”, sagte er, als er seine Stimme wiederfand. “Ich wollte nicht, dass du dich so fühlst.” Er nahm Thomas’ Hände immer noch etwas unsicher in seine. Die komplette Situation kam ihm einfach vollkommen unwirklich vor. Wie kam Thomas auf die Idee? Es wirkte so abwegig, sich darüber Sorgen zu machen, aber für ihn schien das naheliegend zu sein. Nur, weil er jetzt mit den beiden zusammen arbeitete? “Und ich will dich ganz bestimmt nicht ersetzen, oder so”, versprach er.
      “Das kann ich auch gar nicht. Im Gegenteil, ich glaube, Ezra redet eigentlich nur mit mir, weil ich mit dir zusammen bin und er sich einfach viel zu sehr für unsere Beziehung interessiert. Andrew bin ich, glaube ich, vollkommen egal. Ich glaube nicht, dass ich den beiden wichtiger bin, als du es bist." Er drückte Thomas' Hände kurz, während ihm nach und nach bewusst wurde, wie sehr sein Freund das alles wohl in sich hereingefressen haben muss. "Hey, komm mit, wenn die beiden wieder da sind, dann wirst du schon sehen, wie sehr sie sich über dich freuen." Er lächelte leicht. "Oder du gehst hin und ich bleibe hier, wenn dir das lieber ist." Was...auf lange Zeit wahrscheinlich eine recht ungesunde Beziehung wäre, aber für den Anfang wäre es vielleicht eine gute Idee, ein wenig Abstand zu Ezra und Andrew zu wahren, wenn es Thomas dadurch besser ging.
    • Thomas

      Thomas blinzelte seiner Jeans entgegen, als Steve meinte, es würde ihm leidtun. Das war es nicht, was er hören wollte. Eigentlich konnte Steve ihm gerade kaum etwas sagen, das dieses Gefühl verschwinden lassen konnte, weil es nunmal eben nicht an ihm lag. Ihm musste nichts leidtun. Er hatte nur auf die beiden reagiert, das war alles. Und aus reiner Nettigkeit versucht, Thomas einzubinden, was ihn noch mehr verletzt hatte. Aber Steves Schuld war das nicht.
      Thomas schloss die Augen, hob seine Hände und legte sie einen Moment seufzend auf sein Gesicht. Dann ließ er sie wieder fallen.
      „Ich weiß… dass du… das nicht willst. Aber das ändert nichts“, sagte er, sah Steve kurz an, musste den Blick aber gleich wieder abwenden. Er hatte das Gefühl, alles schrecklich kompliziert zu machen.
      „Ich hab vier Jahre lang jeden kleinsten Wunsch von Andrew erfüllt und ich wollte einfach nur, dass wir irgendwie… mal über was anderes als die Arbeit reden, oder so. Es ist so armselig, aber ich dachte einfach, vor allem seit seiner Kündigung, dass wir irgendwie befreundet sind. Aber ich bekomme überhaupt keine Updates mehr, seit… naja offenbar seit er bei deiner Firma da arbeitet. Ich ähm… hab mir einfach nur eingebildet, dass er mich als Mensch mochte und nicht nur als den Typ am Telefon, der ihm alle Infos raussucht“ Thomas merkte, wie sich ein paar Tränen in seinen Augen stauten und versuchte angestrengt, sie durch Blinzeln wieder zurückzudrängen. „Die ganze letzte Woche hat mich das nur noch mal realisieren lassen. Ich hab angerufen und geschrieben und ich wollte eigentlich nur helfen, irgendwie, und ich weiß schon, dass das alles stressig sein muss und da denkt man nicht so dran, seine Anrufe zu beantworten, sondern kümmert sich um das Wichtigste, aber dann… hast du die ganzen Infos bekommen und mir weitererzählt und ich bekomme… alles nur aus zweiter Hand mit“ Versagt. Er wischte sich hastig die Tränen von den Wangen. „Ich meine, Ezra geht es doch gut genug, um dich einfach mal eben anzurufen, aber ich krieg nichtmal… eine kurze Nachricht zurück, obwohl ich beide länger kenne, als du, und ich mir wirklich Sorgen gemacht hab und einfach nur wissen wollte, ob alles okay ist. Außerdem hat Andrew mich in den ganzen Jahren kein einziges Mal gefragt, was es bei mir Neues gibt und ich weiß schon, dass er einfach so ist, aber es ist irgendwie… frustrierend, weil ich immer nur mit ihm befreundet sein wollte aber ich ihm völlig egal bin, sobald ich keine Hilfe mehr bin. Also nein, ich will nicht mitkommen, weil es niemanden interessiert, ob ich da bin“ Er bemühte sich stark, nicht plötzlich zu schluchzen anzufangen, jetzt wo er alles einmal ausgesprochen hatte und sich noch miserabler fühlte, als vorher.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      "Mich interessiert es, ob du da bist. Was soll ich denn ohne dich mit den beiden anfangen?" Das schien sich alles in ein deutlich größeres Problem zu entwickeln, als Steve gedacht hatte. Er hob eine Hand, um Thomas über die Wange zu streichen, als dieser so aussah, als ob er den Tränen nahe wäre und hatte keine Ahnung, was genau er sagen sollte. Er konnte Thomas' Denkweise auf jeden Fall nachvollziehen, aber er hatte keine Ahnung, wie es in Andrews Kopf aussah. Meistens saßen sie beide schweigend im Raum, während Ezra den Alleinunterhalter gab. Andrew schien sich seiner Meinung nach für niemanden, außer seinen Freund zu interessieren.
      "Andrew hatte in der letzten Woche mit niemandem so richtig Kontakt, soweit ich weiß. Ich habe meine Infos auch nur von anderen Leuten vor Ort bekommen und meistens auch nur, weil ich gefragt habe, oder weil es aus organisatorischen Gründen wichtig war." Er wusste nicht, ob das Thomas irgendwie helfen würde, aber er rechnete nicht wirklich damit. Wenn er sich wirklich irgendwie mit Andrew anfreunden wollte, wäre es wohl keine Hilfe zu wissen, dass er ihm nicht mehr, sondern genauso egal war, wie alle anderen.
      "Hast du darüber mal mit Andrew geredet? Dass du etwas mehr Erwartungen an eure Freundschaft hast, meine ich? Er scheint etwas eigen zu sein, vielleicht fällt ihm gar nicht auf, wie selbstsüchtig er rüberkommt." Steve konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, überhaupt je erlebt zu haben, dass Andrew jemand anderen fragte, wie es ihm geht. Ezra schien den größten Redeanteil in ihrer Beziehung zu haben und den nutzte er vollkommen aus. Vielleicht sollte Thomas sich eher ein Beispiel an ihm nehmen und einfach ungefragt über sein Leben reden. Außerdem nahm Steve sich fest vor, das ganze bei Andrew anzusprechen, falls Thomas es nicht selbst tat. Manchmal war ein kleiner Schubs in die richtige Richtung vielleicht gar nicht so verkehrt.
      "Wir könnten die beiden auch irgendwann mal einladen und was zusammen machen, oder so. Ich- Tommy, ich verspreche dir, dass du ihnen nicht so egal bist, wie es dir gerade vorkommt."
    • Thomas

      Oh. Vielleicht… hätte er sich das auch selbst denken können. Steve hatte die meisten Infos also nicht einmal von Andrew und Ezra, sondern von der Arbeit. Die Tränen hörten für einen Moment lang auf, über sein Gesicht zu kullern. Hatte er sich echt dermaßen in die Sache reingesteigert? Sich einfach nur eingeredet, dass die drei jetzt die allerbesten Freunde waren? Vermutlich war es realistischer, dass Andrew Steve ganz genau so behandelte, wie er Thomas die Jahre über behandelt hatte. Wie eine Art Maschine, die ihm bei der Arbeit half.
      "N-nein, hab ich nicht", antwortete Thomas. Mit Andrew darüber gesprochen? Als wäre es nicht peinlich genug, dass er sich dazu gerade überhaupt vor Steve äußerte. Er hatte immer das Gefühl gehabt, nicht zu wissen, wie man sich wirklich mit Menschen anfreundete. Zumindest hatte er selbst nie sonderlich viele Freunde gehabt und er hatte sich bei Andrew ziemlich zurückgehalten, um ihn nicht irgendwie unbeabsichtigt zu verscheuchen, weil er sich seltsam verhielt. Jemanden so zu bewundern fiel für Thomas alleine schon unter 'seltsam', also wollte er nie, dass Andrew merkte, wie sehr er eigentlich mit ihm befreundet sein wollte. Leona hatte ihm außerdem klargemacht, wie abartig das rüberkam. Er hatte nur Glück, dass Steve ungefähr der netteste, umgänglichste Mensch auf dem Planeten war und ihn noch nie wegen etwas schief angesehen hatte. Sogar jetzt, wo Thomas ihn vollheulte wie ein dramatisches Kleinkind, war er noch einfühlsam. Dabei waren sogar Thomas Probleme auf Kindergartenlevel.
      Er wischte sich erneut über die Wange. "Denkst du nicht, dass das komisch rüberkommt? Wahrscheinlich sieht Andrew mich nichtmal als Freund sondern als Mittel zum Zweck. Die beiden einzuladen… Wahrscheinlich würden sie so etwas nur aus Höflichkeit zusagen und dann redet sowieso nur Ezra, während Andrew so aussieht, als wäre er grade lieber in seinem Grab als hier" Den Gesichtsausdruck hatte Thomas schon ein paar Mal an ihm gesehen. Vor allem dann, wenn ihm ein Vorgesetzter sagte, was er tun sollte. Und er wusste nicht was besser war: Wenn Andrew mit seiner direkten Art einfach gleich sagte, dass er keine Lust auf ihn hatte, oder wenn Ezra ihn irgendwie zwang, das Ganze mitzumachen. "Ich versuche die ganze Zeit, mich einfach… damit abzufinden. Tut mir leid, dass ich das so an dir ausgelassen habe, ich wollte eigentlich garnicht, dass du es merkst", murmelte er leise.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      "Ich finde das nicht komisch. Wenn mir jemand geradeheraus sagen würde, dass er gerne mit mir befreundet wäre, würde ich mich eher geschmeichelt fühlen, denke ich. Hat er dich denn schon mal so angesehen, als ob er lieber tot wäre, als mit dir zu reden?", fragte Steve mit einer kritisch hochgezogenen Augenbraue, während er Thomas' erneut über die Wange strich, um seine Tränen wegzuwischen. Er konnte sich gar nicht vorstellen, dass es irgendjemanden gab, der nicht gerne Zeit mit Thomas verbrachte. Er war ruhig, liebenswürdig und verlässlich - was sollte man daran auszusetzen haben? Er zog seinen Freund etwas näher an sich und legte seine Arme um ihn, so gut das im Sitzen eben ging.
      "Es tut mir wirklich leid, dass du dich ausgeschlossen gefühlt hast, egal, ob ich jetzt daran Schuld war, oder nicht", wiederholte er. "Sprich sowas in Zukunft einfach direkt an. Du musst dich nicht damit 'abfinden', oder so. Ich bin dein Freund. Ich will dir helfen, wenn dich irgendwas stört, okay?" Wahrscheinlich hätte Steve selbst die komische Stimmung gestern auch direkt ansprechen sollen. Sollte sowas nochmal vorkommen, würde er direkt handeln. Auf jeden Fall! Thomas lag ihm definitiv zu sehr am Herzen, um ihn irgendwie unglücklich zu sehen. Vor allem bei Problemen, die sich so schnell klären ließen.
      Er hielt ihn noch für einen Moment, bevor er sich leicht räusperte. "Aber dann wäre es doch alles-in-allem wirklich besser, wenn wir die beiden besuchen, statt umgekehrt. Wenn uns auffällt, dass Ezra der einzige ist, der redet, können wir uns immerhin verabschieden und gehen. Wenn er einmal angefangen hat, wird man ihn nicht mehr so leicht los. Manchmal darf ich mir schon eine Zusammenfassung des Wochenendes anhören, bevor er überhaupt 'Guten Morgen' gesagt hat. Dann kannst du wenigstens direkt mit mir leiden." Er lachte leise, darauf hoffend, die Stimmung zumindest ein bisschen gelöst zu haben. Er wollte Thomas nicht länger weinen sehen.
    • Thomas

      „Nicht… direkt“, gab Thomas zu. „Aber man sollte ihm besser nicht sagen, was er zu tun hat, sonst kriegt man den Blick sofort ab“, meinte er. Vielleicht war das auch gleich eine gute Warnung an Steve, wobei… es dem ja irgendwie eher egal zu sein schien, was Andrew von ihm hielt. Und Thomas war dafür gerade ziemlich dankbar. Es reichte wohl wirklich, wenn einer von ihnen das Problem hatte, seine Mitarbeiter zu idolisieren.
      Thomas kippte in Steves Arme hinein und ihm war sofort wieder zum Heulen zumute. Womit hatte er verdient, dass Steve so nett zu ihm war? Und immer versuchte, ihm zu helfen, auch wenn er ihn vor fünf Minuten angepflaumt hatte? Thomas schloss kurz die Augen. Vielleicht war die Lösung aller seiner Probleme ja einfach immer eine Umarmung von Steve. Zumindest fühlte es sich so an.
      „Es kam mir so lächerlich vor“, murmelte Thomas. „Tut es irgendwie noch immer“ Leona hatte ganze Arbeit geleistet. Er hörte immerzu ihre Stimme im Hinterkopf wenn er sich mal wieder zu viel für Andrews Meinung interessierte. Dabei war es eigentlich ganz harmlos. Er reagierte normalerweise nicht plötzlich über. Aber die ganze Sache mit der… Kündigung und dann der Geheimorganisation und dass er dachte, Steve wäre nun mit den beiden auf einmal total gut befreundet, das war wohl zu viel auf einmal gewesen.
      “Aber… es sollte mich auch garnicht stören, wenn du mit den Andrew und Ezra befreundet bist. Ich fände es eigentlich ganz cool, wenn ihr euch gut versteht. An Silvester hatte ich echt einen kurzen Schock, als Andrew dich so seltsam angestarrt hat“ Er schwieg kurz. „Ich hab das Gefühl, jetzt wo wir nicht mehr zusammen arbeiten, ist es viel schwieriger, sich anzufreunden. Manchmam denke ich, Andrew hat dieses Ding, das Babies haben, wenn sie weinen, wenn irgendetwas außer Sichtweite ist. Weil sie denken, es hat aufgehört zu existieren. Nur dass Andrew nicht weint sondern halt einfach nur vergisst, dass ich existiere“ Er runzelt die Stirn. Wie konnte er sich nur in Andrews Gehirn einprägen, wenn jahrelange Zusammenarbeit es nicht getan hatte? Gott, das konnte er auch nicht laut aussprechen, ohne verrückt auszusehen.
      Als Steve weitersprach und lachte, musste Thomas leise mitlachen. Er setzte sich wieder etwas auf. „Das erinnert mich daran… Als ich Ezra zum ersten Mal gesehen hab, hat Andrew ihm glaube ich verboten, zu reden. Er hat kein Wort gesagt, soweit ich mich erinnere, aber Andrew hat ihm irgendeinen dämlichen Fake-Namen gegeben, als könnte ich mich nicht an das Gesicht von dem Typen erinnern, der jede Woche wo einbricht. Ich meine, ich kann seine Akte auswendig, so unvollständig sie auch ist. Das war echt lächerlich“ Er schmunzelte.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦
    • Steve

      "Es ist nicht lächerlich. Ich käme mir wahrscheinlich auch ziemlich vor den Kopf gestoßen vor, wenn du plötzlich mit jemandem rumhängen würdest, mit dem ich befreundet bin", versicherte Steve. Lächerlich war es immerhin auf keinen Fall. Vielleicht nur ein bisschen unerwartet. Und definitiv etwas, was er Ezra nie erzählen würde, auch, wenn dieser kleine Zwischenfall ihm wahrscheinlich den Arbeitstag versüßen würde.
      Aber diese Stimmung gefiel ihm schon deutlich besser. Immer noch nicht perfekt, aber wenigstens sah Thomas wieder etwas zufriedener aus und schaffte es sogar, kurz zu lachen, was Steve noch viel mehr zum Lächeln brachte. Gut verstehen tat er sich vielleicht mit den beiden. Er wusste nur nicht, ob er sie wirklich als 'Freunde' bezeichnen würde. Obwohl Ezra definitiv zu viel Zeit in seinem Büro verbrachte, um ihn nur als neugierigen Kollegen abzustempeln.
      "Denkst du, du kannst Andrew darum bitten, Ezra nochmal den Mund zu verbieten?", fragte er amüsiert, als Thomas die Geschichte der beiden erzählte. Er kannte Andrews Berufsweg und Ezras Vorstrafen natürlich vom Lesen ihrer Akten kurz vor der Einstellung, aber für ihn war beides eben nur das gewesen - Tinte auf Papier und nicht etwas tatsächlich erlebtes. Irgendwie machte es das jetzt noch spannender, Thomas zuzuhören.
      "Wie lange hast du mit Andrew zusammengearbeitet?", fragte Steve und griff wieder nach seinem Joghurt. Sie könnten sich auch später noch eine Serie oder einen Film aussuchen. Im Moment kam es ihm wichtiger vor, Thomas einfach nur erzählen zu lassen. Vielleicht würde ihm ja so auch irgendwie bewusst werden, dass er definitiv noch die Chance hatte, sich irgendwie mit Andrew anzufreunden. Es konnte ja nicht vollkommen unmöglich sein, auch, wenn Steve selbst nicht wirklich wusste, wie genau man es schaffte, nicht einfach nur von ihm neutral ignoriert zu werden. Aber wenn Ezra es sogar schaffte, eine komplette Beziehung mit ihm zu führen, konnte eine Freundschaft ja nicht unmöglich sein.
    • Thomas

      „Ich hab schon im letzten Studienjahr angefangen, dort als Aushilfe zu arbeiten, also vier Jahre“, überlegte Thomas kurz. „Es war am Anfang auch ziemlich offensichtlich, dass Andrew kein Wort mit mir reden wollte, weil er dachte, ich bin super unfähig und würde ihn nur behindern“ Womit er ja vielleicht nicht ganz unrecht gehabt hatte, aber nur, weil Thomas zu Beginn des Jobs furchtbar schüchtern gewesen war und immer Angst gehabt hatte, etwas falsches zu sagen, auch wenn er hundertprozentig gewusst hatte, dass er richtig lag. Das hatte sich dann nur langsam eingependelt. „Aber er konnte sich sowieso nicht aussuchen, mit wem er zusammen arbeitet und ich glaube, er hat sich einfach irgendwann an mich gewöhnt und vielleicht sogar noch gemerkt, dass ich nicht völlig unfähig bin“ Thomas nahm ebenfalls wieder seine Schüssel in die Hand. „Oder eher ziemlich sicher. Er hat mich ja auch oft am Wochenende noch angerufen oder mitten in der Nacht und wegen ihm hab ich viel zu oft Material von der Arbeit mit nachhause genommen und illegal irgendwelche Personen durchsucht, bei denen er sich eingebildet hat, sie haben was angestellt. Ich meine, er lag immer richtig, aber ich hab deutlich zu oft meinen Job riskiert, weißt du? Es ist schon irgendwie unfair, dass er sich nie wirklich für mein Leben interessiert hat. Nicht, dass es super spannend ist… Aber irgendwas hätte ich ihm schon erzählen können“ Thomas redete sich mehr oder weniger aus seiner Traurigkeit heraus. Jetzt war er nur noch etwas irritiert. Vielleicht musste er Andrew wirklich mal direkt darauf ansprechen. Was hatte er schon zu verlieren?
      Auf einmal fiel Thomas etwas ein. Er sah zu Steve hoch. In seinem Kopf drehten sich die Zahnrädchen, während er überlegte, ob es ihm mittlerweile nicht mehr peinlich genug war, um es Steve zu erzählen. „Vielleicht ist er auch wirklich einfach nur total sozial unfähig“, murmelte Thomas, als hätte er es gerade erst realisiert.
      „Weißt du noch, Silvester, als du mit den Kindern draußen im Garten warst? Ich hatte die… absolut bescheurte Idee, Andrew um, äh… um, äh… Sex… Tipps… zu bitten“ Okay, nein, es war ihm doch noch zu peinlich. Er konnte spüren, wie er leicht rot anlief. „Das war super merkwürdig, ich hab es eigentlich in der selben Sekunde wieder bereut, aber er hat das unheimlich… ernst genommen und mir diese ganze Rede gehalten und ich glaube das war das erste Mal, dass ich dachte, ich will weniger über ihn wissen, statt mehr. Also, da hat die kollegiale Beziehung irgendwie geendet. Und ich hab es bisher ziemlich gut verdrängt, aber… ich meine, warum würde er sich so reinsteigern um mir bei sowas zu helfen?“ Thomas schüttelte leicht entgeistert den Kopf. Er hatte Andrew damals gefragt, weil er sonst niemanden gekannt hatte, den er hätte fragen können. Im Nachhinein betrachtet wäre es sogar weniger seltsam gewesen, mit Aaron zu sprechen, aber mit dem hatte er keinen Kontakt gehabt. Und… sogar Steve direkt darauf anzusprechen, hätte Thomas deutlich weniger traumatisiert und es hätte wahrscheinlich auch mehr geholfen. Okay, Andrews Erklärungen hatten ebenso geholfen, aber es war ziemlich befremdlich gewesen, plötzlich so persönliche Informationen von ihm zu bekommen.
      ✦ . ⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦⁺   . ✦ .  ⁺   . ✦

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nao.nline ()