April
Die Zeit wollte einfach nicht schneller verstreichen. Als ihr Wecker klingelte, um sie darauf hinzuweisen, dass sie sich langsam fertig machen musste, wenn sie nicht zu spät kommen wollte, hatte April das Gefühl, dass zwei Wochen vergangen waren. Vielleicht hätte sie sich doch etwas genauer in London umschauen sollen, um die Zeit zu überbrücken, aber nach der Party war ihr die Lust an der Stadt vergangen. Sie hatte keine Ahnung, warum immer alle so einen Wirbel um diese Stadt machten. Sie kam aus einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kannte und es jedem egal war, wenn man ohne Führerschein betrunken mit einem Auto über ein Feld raste. Das war doch weitaus schöner, als diese anonymen Nachbarschaften hier, oder?
Sie raffte sich vom Bett auf und warf einen kleinen Blick in den Spiegel, um abzuschätzen, wie viel sie retten musste, um einigermaßen nett auszusehen. Nicht viel, zum Glück. Es reichte, die Haare nochmal durchzukämmen und neu zusammen zu binden und ihre Brille zu putzen. Ihren Pullover und ihre Jeans behielt sie einfach an. Darin sah sie weder bedrohlich, noch heruntergekommen aus, was eine ziemlich stabile Taktik war. Sie sparte es sich, das leichte Make Up, das sie nur trug, weil sie vor Langeweile angefangen hatte, sich zu schminken, aufzufrischen. Vielleicht war es ganz gut, wenn sie eher fertig, als gelangweilt aussah.
Der londoner Nahverkehr war der nächste Punkt auf ihrer langen Liste, warum sie diese Stadt nervte. Es war voll, stickig und laut. Super für Taschendiebe, schlecht für Menschen, die ihre Psyche mochten. Als sie das Büro der Anwältin erreichte, war April fast so weit, wieder in die Kirche einzutreten, nur, um ein kleines Dankesgebet nach oben zu senden. Sie warf einen letzten Blick auf die Adresse in ihrem Handy, verglich sie mit der Adresse, an der sie stand und suchte den passenden Namen auf dem Klingelschild.
Es dauerte nicht lange, bis sie ein Büro betrat, das...irritierenderweise genau so aussah, wie sie es sich vorgestellt hatte. Nachdem alles andere so viel langweiliger war, als sie gedacht hatte, war die Inneneinrichtung hier beinahe ein Schock. Sie ließ ihren Blick kurz durch das Zimmer schweifen, bevor sie an der hübschen jungen Frau hinter dem Schreibtisch hängen blieb. Der Kleindungsstil war ein wenig bieder, aber sonst könnte das kleine Gespräch doch ganz nett werden.
"Hey!", grüßte sie mit einem Lächeln, während sie der Frau die Hand entgegen streckte. "Ich bin April. Du musst May sein, richtig? Darf ich May sagen? Nachnamen sind immer so überbewertet. Bist du ein Mai-Kind, oder hatten deine Eltern auch einfach keinen Sinn für Zeit und Raum?" Sie setzte sich auf einen der Stühle gegenüber der Brünetten, während sie sie erwartungsvoll ansah.
Die Zeit wollte einfach nicht schneller verstreichen. Als ihr Wecker klingelte, um sie darauf hinzuweisen, dass sie sich langsam fertig machen musste, wenn sie nicht zu spät kommen wollte, hatte April das Gefühl, dass zwei Wochen vergangen waren. Vielleicht hätte sie sich doch etwas genauer in London umschauen sollen, um die Zeit zu überbrücken, aber nach der Party war ihr die Lust an der Stadt vergangen. Sie hatte keine Ahnung, warum immer alle so einen Wirbel um diese Stadt machten. Sie kam aus einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kannte und es jedem egal war, wenn man ohne Führerschein betrunken mit einem Auto über ein Feld raste. Das war doch weitaus schöner, als diese anonymen Nachbarschaften hier, oder?
Sie raffte sich vom Bett auf und warf einen kleinen Blick in den Spiegel, um abzuschätzen, wie viel sie retten musste, um einigermaßen nett auszusehen. Nicht viel, zum Glück. Es reichte, die Haare nochmal durchzukämmen und neu zusammen zu binden und ihre Brille zu putzen. Ihren Pullover und ihre Jeans behielt sie einfach an. Darin sah sie weder bedrohlich, noch heruntergekommen aus, was eine ziemlich stabile Taktik war. Sie sparte es sich, das leichte Make Up, das sie nur trug, weil sie vor Langeweile angefangen hatte, sich zu schminken, aufzufrischen. Vielleicht war es ganz gut, wenn sie eher fertig, als gelangweilt aussah.
Der londoner Nahverkehr war der nächste Punkt auf ihrer langen Liste, warum sie diese Stadt nervte. Es war voll, stickig und laut. Super für Taschendiebe, schlecht für Menschen, die ihre Psyche mochten. Als sie das Büro der Anwältin erreichte, war April fast so weit, wieder in die Kirche einzutreten, nur, um ein kleines Dankesgebet nach oben zu senden. Sie warf einen letzten Blick auf die Adresse in ihrem Handy, verglich sie mit der Adresse, an der sie stand und suchte den passenden Namen auf dem Klingelschild.
Es dauerte nicht lange, bis sie ein Büro betrat, das...irritierenderweise genau so aussah, wie sie es sich vorgestellt hatte. Nachdem alles andere so viel langweiliger war, als sie gedacht hatte, war die Inneneinrichtung hier beinahe ein Schock. Sie ließ ihren Blick kurz durch das Zimmer schweifen, bevor sie an der hübschen jungen Frau hinter dem Schreibtisch hängen blieb. Der Kleindungsstil war ein wenig bieder, aber sonst könnte das kleine Gespräch doch ganz nett werden.
"Hey!", grüßte sie mit einem Lächeln, während sie der Frau die Hand entgegen streckte. "Ich bin April. Du musst May sein, richtig? Darf ich May sagen? Nachnamen sind immer so überbewertet. Bist du ein Mai-Kind, oder hatten deine Eltern auch einfach keinen Sinn für Zeit und Raum?" Sie setzte sich auf einen der Stühle gegenüber der Brünetten, während sie sie erwartungsvoll ansah.