Steve
Steve hielt sich bewusst im Hintergrund. Während Thomas und seine Mutter sich unterhielten, lehnte er im Türrahmen der Küche, damit er sowohl den Herd, als auch seinen Freund im Auge behalten konnte, bereit, einzuspringen, falls Essen oder Emotionen überkochen würden. Was nicht der Fall zu sein schien. Zumindest nicht im negativen Sinne. Thomas' Mom entschuldigte sich, was wahrscheinlich das beste Geburtstagsgeschenk war, das sie ihm machen konnte. Steve spürte, wie ihm fast selbst Tränen in die Augen kamen, als er sah, wie sein Freund sich verstohlen über die Wange strich. Er war für so emotionale Momente wirklich nicht geschaffen, aber zum Glück konnte er sich ja dezent zum Herd zurückziehen und den beiden etwas mehr Privatsphäre gönnen, während er sich damit ablenkte, das Abendessen fertig zu-
Die kleine Einladung zum Abendessen an Thomas' Mutter ließ Steve erstarren und ein wenig panisch zum Herd schauen. Er hatte generell nichts dagegen, dass sie zum Essen blieb. Er hatte gerne Gäste, die er bekochen konnte. Das Problem war nur, dass er sich nicht sicher war, ob die Portion, die er gemacht hatte, für drei Leute reichte. Er hatte nicht mit einem sonderlich großen Rest kalkuliert und jetzt, kurz bevor es fertig war, noch etwas hinterher zu schmeißen, würde unmöglich funktionieren. Die einzige Lösung war, selbst weniger zu nehmen und darauf zu hoffen, dass Thomas durch das zweite Stück Kuchen weniger Hunger hatte. Das, oder einen Weg finden, Thomas' Mutter mitzuteilen, dass sie nicht eingeplant gewesen war, ohne dabei passiv-aggressiv zu klingen, was faktisch vollkommen unmöglich war.
Seine Gedanken rasten immer noch, während Steve den Herd ausschaltete und die ersten Schüsseln schon mal zum Tisch trug. Im vorbeigehen schnappte er sich noch ein zusätzliches Besteckset - zum Glück hatte er gestern noch gespült - legte es zu Thomas' Mutter.
"Ich hoffe, es schmeckt", verkündete er mit einem kleinen Lächeln, während er auf dem zweiten Weg von Küche zu Tisch einen zusätzlichen Teller und das restliche Essen mitbrachte und auf den Tisch stellte. Er drückte Thomas einen flüchtigen Kuss aufs Haar, bevor er ihn auf den Stuhl gegenüber seiner Mutter schob und sich neben ihn setzte, die kleine Stimme in seinem Kopf ignorierend, die ihn anschrie, dass es sich hierbei um eine brandgefährliche Situation handelte. Blödsinn. Alles würde schon gut werden, irgendwie.
Steve hielt sich bewusst im Hintergrund. Während Thomas und seine Mutter sich unterhielten, lehnte er im Türrahmen der Küche, damit er sowohl den Herd, als auch seinen Freund im Auge behalten konnte, bereit, einzuspringen, falls Essen oder Emotionen überkochen würden. Was nicht der Fall zu sein schien. Zumindest nicht im negativen Sinne. Thomas' Mom entschuldigte sich, was wahrscheinlich das beste Geburtstagsgeschenk war, das sie ihm machen konnte. Steve spürte, wie ihm fast selbst Tränen in die Augen kamen, als er sah, wie sein Freund sich verstohlen über die Wange strich. Er war für so emotionale Momente wirklich nicht geschaffen, aber zum Glück konnte er sich ja dezent zum Herd zurückziehen und den beiden etwas mehr Privatsphäre gönnen, während er sich damit ablenkte, das Abendessen fertig zu-
Die kleine Einladung zum Abendessen an Thomas' Mutter ließ Steve erstarren und ein wenig panisch zum Herd schauen. Er hatte generell nichts dagegen, dass sie zum Essen blieb. Er hatte gerne Gäste, die er bekochen konnte. Das Problem war nur, dass er sich nicht sicher war, ob die Portion, die er gemacht hatte, für drei Leute reichte. Er hatte nicht mit einem sonderlich großen Rest kalkuliert und jetzt, kurz bevor es fertig war, noch etwas hinterher zu schmeißen, würde unmöglich funktionieren. Die einzige Lösung war, selbst weniger zu nehmen und darauf zu hoffen, dass Thomas durch das zweite Stück Kuchen weniger Hunger hatte. Das, oder einen Weg finden, Thomas' Mutter mitzuteilen, dass sie nicht eingeplant gewesen war, ohne dabei passiv-aggressiv zu klingen, was faktisch vollkommen unmöglich war.
Seine Gedanken rasten immer noch, während Steve den Herd ausschaltete und die ersten Schüsseln schon mal zum Tisch trug. Im vorbeigehen schnappte er sich noch ein zusätzliches Besteckset - zum Glück hatte er gestern noch gespült - legte es zu Thomas' Mutter.
"Ich hoffe, es schmeckt", verkündete er mit einem kleinen Lächeln, während er auf dem zweiten Weg von Küche zu Tisch einen zusätzlichen Teller und das restliche Essen mitbrachte und auf den Tisch stellte. Er drückte Thomas einen flüchtigen Kuss aufs Haar, bevor er ihn auf den Stuhl gegenüber seiner Mutter schob und sich neben ihn setzte, die kleine Stimme in seinem Kopf ignorierend, die ihn anschrie, dass es sich hierbei um eine brandgefährliche Situation handelte. Blödsinn. Alles würde schon gut werden, irgendwie.