Ezra
Der Vergleich zu diesen nervtötenden Jahrmarkthunden kam dermaßen aus dem Nichts, dass Ezra kurz zu irritiert war, um zu antworten. Wenigstens wurde Richard langsam kreativ. Er konnte sich tatsächlich gut vorstellen, dass die beiden zueinander passten - für jemanden, der so selbstverliebt wie Richard war, war Calebs Augen-verdrehen-und-die-Klappe-halten Art wahrscheinlich absolut perfekt. Nur war es anders herum eben nicht der Fall und leider hing Ezra zu sehr an Caleb, als dass er dabei zusehen wollte, wie sein restliches Leben nur daraus bestand, Richards Ego zu pushen.
Wenigstens sprang Andrew direkt zu seiner Verteidigung, was unheimlich niedlich war. Vor allem wenn man bedachte, dass er ihm wahrscheinlich schon deutlich schlimmere Beleidigungen an den Kopf geworfen hatte, als sie sich zum ersten Mal getroffen hatten. Jetzt war das unvorstellbar, was genau die Art von persönlicher Weiterentwicklung war, die Ezra bei Richard so vollkommen vermisste.
"Natürlich wusste ich das", antwortete er fast amüsiert, als Richard Calebs mittlerweile viel zu seltenen glücklichen Momente ansprach. "Wir haben einen Großteil unserer Kindheit miteinander verbracht. Denkst du, er ist so geboren worden? Der Fakt, dass er dir offensichtlich nicht mal erzählt hat, woher seine Depressionen kommen, sagt mir schon alles, was ich wissen muss. Dir ist wahrscheinlich nicht mal bewusst, warum du überhaupt hier sitzt und dich entschuldigen sollst." Obwohl er ihm, wenn auch sehr widerwillig, zugute halten musste, dass er Calebs Bitte offensichtlich nicht hinterfragt und einfach gehandelt hatte. Obwohl das wahrscheinlich einfach das absolute Minimum war, wenn er eine ernsthafte Beziehung mit Caleb führend wollte. Es wirkte nur nach mehr, weil es eben Richard war.
Ezra trank einen Schluck von seinem Tee. Das alles führte zu nichts. Er würde Richard definitiv nicht so leicht vergeben und Andrew schien auch nicht sonderlich begeistert von der Konversation zu sein, während Richard offenbar vollkommen davon überzeugt war, Cal zu daten, der voll und ganz in der Lage war, sich sein eigenes Elend auszusuchen. Ezra fragte sich fast, wie viele Familienfeiertage Caleb wegen Richard vermissen würde, bevor ihre Beziehung wieder scheitern würde.
"Weißt du was?", setzte er an, während er seine Tasse wieder auf den Tisch stellte und zu Richard sah, "Du hast Recht. Ihr seid erwachsene Menschen. Wir können euch nicht vorschreiben, ob ihr daten sollt, oder nicht. Versuchs. Mach ihn unglücklich. Tu mir nur den Gefallen und achte ab und an mehr auf ihn, als nur auf dich selbst und zieh früh genug die Reißleine, bevor du ihn zu irgendwas bringst, was er bereuen wird."
Der Vergleich zu diesen nervtötenden Jahrmarkthunden kam dermaßen aus dem Nichts, dass Ezra kurz zu irritiert war, um zu antworten. Wenigstens wurde Richard langsam kreativ. Er konnte sich tatsächlich gut vorstellen, dass die beiden zueinander passten - für jemanden, der so selbstverliebt wie Richard war, war Calebs Augen-verdrehen-und-die-Klappe-halten Art wahrscheinlich absolut perfekt. Nur war es anders herum eben nicht der Fall und leider hing Ezra zu sehr an Caleb, als dass er dabei zusehen wollte, wie sein restliches Leben nur daraus bestand, Richards Ego zu pushen.
Wenigstens sprang Andrew direkt zu seiner Verteidigung, was unheimlich niedlich war. Vor allem wenn man bedachte, dass er ihm wahrscheinlich schon deutlich schlimmere Beleidigungen an den Kopf geworfen hatte, als sie sich zum ersten Mal getroffen hatten. Jetzt war das unvorstellbar, was genau die Art von persönlicher Weiterentwicklung war, die Ezra bei Richard so vollkommen vermisste.
"Natürlich wusste ich das", antwortete er fast amüsiert, als Richard Calebs mittlerweile viel zu seltenen glücklichen Momente ansprach. "Wir haben einen Großteil unserer Kindheit miteinander verbracht. Denkst du, er ist so geboren worden? Der Fakt, dass er dir offensichtlich nicht mal erzählt hat, woher seine Depressionen kommen, sagt mir schon alles, was ich wissen muss. Dir ist wahrscheinlich nicht mal bewusst, warum du überhaupt hier sitzt und dich entschuldigen sollst." Obwohl er ihm, wenn auch sehr widerwillig, zugute halten musste, dass er Calebs Bitte offensichtlich nicht hinterfragt und einfach gehandelt hatte. Obwohl das wahrscheinlich einfach das absolute Minimum war, wenn er eine ernsthafte Beziehung mit Caleb führend wollte. Es wirkte nur nach mehr, weil es eben Richard war.
Ezra trank einen Schluck von seinem Tee. Das alles führte zu nichts. Er würde Richard definitiv nicht so leicht vergeben und Andrew schien auch nicht sonderlich begeistert von der Konversation zu sein, während Richard offenbar vollkommen davon überzeugt war, Cal zu daten, der voll und ganz in der Lage war, sich sein eigenes Elend auszusuchen. Ezra fragte sich fast, wie viele Familienfeiertage Caleb wegen Richard vermissen würde, bevor ihre Beziehung wieder scheitern würde.
"Weißt du was?", setzte er an, während er seine Tasse wieder auf den Tisch stellte und zu Richard sah, "Du hast Recht. Ihr seid erwachsene Menschen. Wir können euch nicht vorschreiben, ob ihr daten sollt, oder nicht. Versuchs. Mach ihn unglücklich. Tu mir nur den Gefallen und achte ab und an mehr auf ihn, als nur auf dich selbst und zieh früh genug die Reißleine, bevor du ihn zu irgendwas bringst, was er bereuen wird."