Niamh
"Mh, ja, das klingt nach ihm." Niamh führte Andrew eine Treppe hinauf ins zweite Stockwerk. Jedes mal, wenn sie hier war, fiel ihr wieder auf, wie gut man sehen konnte, dass es kaum genutzt wurde. Wie auch? Die meiste Zeit war sie mit ihrem Mann und ihren Kindern alleine hier und ihnen reichte das Erdgeschoss absolut aus. Ihre Eltern kamen alle paar Monate vorbei, Caleb schaute nur vorbei, wenn er sich besonders dramatisch fühlte und mit Ezra hatte sie im Leben nicht mehr gerechnet.
Es war...irritierend gewesen, ihren Bruder wiederzusehen. Er sah ihrem Dad überraschend ähnlich, die selbe Kieferpartie. Früher war ihr das nie aufgefallen. Früher war ihr vieles nicht aufgefallen, aber hey, vielleicht hatte sie bei ihrer zweiten Chance mehr Glück. Sie wollte nicht noch ein Geschwisterkind verlieren.
"Er war als Kind schon so. Immer gegen alles, nur aus Prinzip. Unglaublich anstrengend." Sie verdrehte die Augen, bevor sie vor einer der Türen stehen blieb und sie öffnete. "Hier. Schlafzimmer, kleines Bad. Falls du was brauchst, meld dich bitte." Sie trat einen Schritt zurück und deutete auf die Tür schräg gegenüber. "Das ist Ezras Zimmer. Ich hab keine Ahnung, ob Cal über Nacht bleibt, aber sein Zimmer ist das am Ende des Ganges. Essen gibt es um sechs, falls du dich anschließen willst. Ich-" Niamh zuckte zusammen, als man einen Knall aus dem Erdgeschoss hörte. Sie warf einen kurzen Blick auf ihr Handy und seufzte. "Leg dir Kinder zu und du hast keine ruhige Minute mehr. Sorry." Sie warf ihm ein kurzes Lächeln zu und wandte sich zum Gehen. "Oh- Bevor ich's vergesse, versuch nicht das Gelände zu verlassen. Das würde nur schmerzhaft enden. Bis gleich!"
Ezra
Die Hand war kein sonderlich guter Ort für eine Verletzung.
Als die Verletzung neu verbunden wurde, hatte Ezra Tränen in den Augen. Was seinen Gesamtzustand ebenfalls ziemlich gut zusammenfasste. Aber wenigstens waren seine Geschwister nicht ganz so psychopathische Gastgeber, wie die beiden Damen von heute morgen.
"Du weißt, dass sie nur den Stein will", merkte Caleb an. Er lag auf einem Sofa und scrollte teilnahmslos an seinem Handy. "Danach würde sie euch gehen lassen."
Ezra bedankte sich bei dem Arzt, der gerade seine Tasche wieder zusammenpackte und rutschte von dem Stuhl, auf dem er gesessen hatte, um um das Sofa herum zu gehen und seinem Bruder in die Augen sehen zu können. "Du weißt, dass ich das nicht kann."
"Das musst du nicht mir erzählen. Mir ist das doch vollkommen egal." Cal zuckte mit den Schultern. "Ich will nur nicht an deiner Stelle stehen, wenn du deinem Boyfriend erzählst, dass ihr hier nicht mehr raus kommt."
"Er ist nicht mein-" Ezra seufzte frustriert. "Ich hoffe, dir rutschen beim Spülen die Ärmel ins Wasser."
Caleb musste unweigerlich lachen. "Viel Erfolg, Romeo."
Ezra streckte ihm lächelnd den Mittelfinger entgegen, bevor er sich wegdrehte. Im Grunde hatte Cal Recht - Andrew hatte nichts mit dieser Situation zu tun, hing jetzt aber unweigerlich mit drin. Es wäre unfair, alles weitere ohne ihn zu entscheiden. Außerdem hatte er wohl einiges zu erklären. Er atmete einmal tief durch, bevor er die Treppen hoch ging und an Andrews Zimmertür klopfte.
"Mh, ja, das klingt nach ihm." Niamh führte Andrew eine Treppe hinauf ins zweite Stockwerk. Jedes mal, wenn sie hier war, fiel ihr wieder auf, wie gut man sehen konnte, dass es kaum genutzt wurde. Wie auch? Die meiste Zeit war sie mit ihrem Mann und ihren Kindern alleine hier und ihnen reichte das Erdgeschoss absolut aus. Ihre Eltern kamen alle paar Monate vorbei, Caleb schaute nur vorbei, wenn er sich besonders dramatisch fühlte und mit Ezra hatte sie im Leben nicht mehr gerechnet.
Es war...irritierend gewesen, ihren Bruder wiederzusehen. Er sah ihrem Dad überraschend ähnlich, die selbe Kieferpartie. Früher war ihr das nie aufgefallen. Früher war ihr vieles nicht aufgefallen, aber hey, vielleicht hatte sie bei ihrer zweiten Chance mehr Glück. Sie wollte nicht noch ein Geschwisterkind verlieren.
"Er war als Kind schon so. Immer gegen alles, nur aus Prinzip. Unglaublich anstrengend." Sie verdrehte die Augen, bevor sie vor einer der Türen stehen blieb und sie öffnete. "Hier. Schlafzimmer, kleines Bad. Falls du was brauchst, meld dich bitte." Sie trat einen Schritt zurück und deutete auf die Tür schräg gegenüber. "Das ist Ezras Zimmer. Ich hab keine Ahnung, ob Cal über Nacht bleibt, aber sein Zimmer ist das am Ende des Ganges. Essen gibt es um sechs, falls du dich anschließen willst. Ich-" Niamh zuckte zusammen, als man einen Knall aus dem Erdgeschoss hörte. Sie warf einen kurzen Blick auf ihr Handy und seufzte. "Leg dir Kinder zu und du hast keine ruhige Minute mehr. Sorry." Sie warf ihm ein kurzes Lächeln zu und wandte sich zum Gehen. "Oh- Bevor ich's vergesse, versuch nicht das Gelände zu verlassen. Das würde nur schmerzhaft enden. Bis gleich!"
Ezra
Die Hand war kein sonderlich guter Ort für eine Verletzung.
Als die Verletzung neu verbunden wurde, hatte Ezra Tränen in den Augen. Was seinen Gesamtzustand ebenfalls ziemlich gut zusammenfasste. Aber wenigstens waren seine Geschwister nicht ganz so psychopathische Gastgeber, wie die beiden Damen von heute morgen.
"Du weißt, dass sie nur den Stein will", merkte Caleb an. Er lag auf einem Sofa und scrollte teilnahmslos an seinem Handy. "Danach würde sie euch gehen lassen."
Ezra bedankte sich bei dem Arzt, der gerade seine Tasche wieder zusammenpackte und rutschte von dem Stuhl, auf dem er gesessen hatte, um um das Sofa herum zu gehen und seinem Bruder in die Augen sehen zu können. "Du weißt, dass ich das nicht kann."
"Das musst du nicht mir erzählen. Mir ist das doch vollkommen egal." Cal zuckte mit den Schultern. "Ich will nur nicht an deiner Stelle stehen, wenn du deinem Boyfriend erzählst, dass ihr hier nicht mehr raus kommt."
"Er ist nicht mein-" Ezra seufzte frustriert. "Ich hoffe, dir rutschen beim Spülen die Ärmel ins Wasser."
Caleb musste unweigerlich lachen. "Viel Erfolg, Romeo."
Ezra streckte ihm lächelnd den Mittelfinger entgegen, bevor er sich wegdrehte. Im Grunde hatte Cal Recht - Andrew hatte nichts mit dieser Situation zu tun, hing jetzt aber unweigerlich mit drin. Es wäre unfair, alles weitere ohne ihn zu entscheiden. Außerdem hatte er wohl einiges zu erklären. Er atmete einmal tief durch, bevor er die Treppen hoch ging und an Andrews Zimmertür klopfte.