Lorae / Leon
Als wir am nächsten Morgen überraschend geweckt wurden, richtete ich mich ruckartig auf und starrte regelrecht zu Dimitri hinunter. Ein Glück waren die Decken hoch genug, dass ich mir nicht den Kopf dabei gestoßen hatte. Ich blickte zu Baldr, der das Fenster öffnete und dann wieder zu Dimitri, der von einer Ankündigung sprach.
Schnell kletterte ich aus dem Bett, rückte mein Korsett zurecht und zog mir frische Kleidung an. Anschließend kämmte ich schnell mein Haar und putzte mir die Zähne - irgendwie hatte ich die Sorge, dass Levi mich sonst wieder beschimpfen könnte, obwohl er vermutlich gar nicht anwesend war. Dennoch wollte ich es nicht riskieren. So war ich zumindest einigermaßen frisch, als ich mich auf den Hof begab und nach Baldr suchte. Da ich dafür jedoch nicht genug Zeit hatte, reihte ich mir irgendwo ein und verfolgte die Ansprache. Die Kampfausbildung sollte schon heute beginnen? Das konnte nichts gutes bedeuten..
Nachdem sich die meisten Schüler in den Speisesaal begaben, war es für mich nicht mehr so schwer Baldr auszumachen, auch wenn ich ihn nur von hinten sah. Ich lief schnell zu ihm rüber und warf ihm nur einen besorgten Blick zu, ehe wir zusammen mit den anderen in das Büro des Generals gingen.
_____
Theo beobachtete den Assassinen vor sich - was hätte er auch sonst tun sollen, wenn er sich nicht rühren konnte. Das Sprechen wurde ihm jedoch nicht erlaubt, so blieb ihm nur das Zuhören. Dies tat er jedoch nur halbherzig, denn er hatte nicht vor etwas zu sagen, wozu sollte er dann genau zuhören? Belangloses Zeug über das Verdursten, das er sich nicht gegen die Gefangennahme wehrte und Foltern durch seine Eule. Mit Ehrengast vermutete Theo Levi, doch auch das spielte keine Rolle.
Er wollte ihm also von den Augen ablesen? Sollte er etwa blinzeln? Einmal für Ja und zweimal für Nein? Als Nero ihm noch näher kam, versuchte er erst gar nicht, die Augen seines Gegenüber zu fixieren, da er aus dieser Entfernung nur Schielen würde. Das bewirkte nur, dass Theo quasi durch ihn durchstarrte und einfach ins Leere blickte, weshalb es ihm auch nicht besonders schwer fiel sein Starren ohne jegliche Veränderung durchzuhalten. Wie waren denn überhaupt seine Optionen? Er bot ihm ja nicht einmal etwas an, wofür sich der Verrat lohnen könnte.
Als wir am nächsten Morgen überraschend geweckt wurden, richtete ich mich ruckartig auf und starrte regelrecht zu Dimitri hinunter. Ein Glück waren die Decken hoch genug, dass ich mir nicht den Kopf dabei gestoßen hatte. Ich blickte zu Baldr, der das Fenster öffnete und dann wieder zu Dimitri, der von einer Ankündigung sprach.
Schnell kletterte ich aus dem Bett, rückte mein Korsett zurecht und zog mir frische Kleidung an. Anschließend kämmte ich schnell mein Haar und putzte mir die Zähne - irgendwie hatte ich die Sorge, dass Levi mich sonst wieder beschimpfen könnte, obwohl er vermutlich gar nicht anwesend war. Dennoch wollte ich es nicht riskieren. So war ich zumindest einigermaßen frisch, als ich mich auf den Hof begab und nach Baldr suchte. Da ich dafür jedoch nicht genug Zeit hatte, reihte ich mir irgendwo ein und verfolgte die Ansprache. Die Kampfausbildung sollte schon heute beginnen? Das konnte nichts gutes bedeuten..
Nachdem sich die meisten Schüler in den Speisesaal begaben, war es für mich nicht mehr so schwer Baldr auszumachen, auch wenn ich ihn nur von hinten sah. Ich lief schnell zu ihm rüber und warf ihm nur einen besorgten Blick zu, ehe wir zusammen mit den anderen in das Büro des Generals gingen.
_____
Theo beobachtete den Assassinen vor sich - was hätte er auch sonst tun sollen, wenn er sich nicht rühren konnte. Das Sprechen wurde ihm jedoch nicht erlaubt, so blieb ihm nur das Zuhören. Dies tat er jedoch nur halbherzig, denn er hatte nicht vor etwas zu sagen, wozu sollte er dann genau zuhören? Belangloses Zeug über das Verdursten, das er sich nicht gegen die Gefangennahme wehrte und Foltern durch seine Eule. Mit Ehrengast vermutete Theo Levi, doch auch das spielte keine Rolle.
Er wollte ihm also von den Augen ablesen? Sollte er etwa blinzeln? Einmal für Ja und zweimal für Nein? Als Nero ihm noch näher kam, versuchte er erst gar nicht, die Augen seines Gegenüber zu fixieren, da er aus dieser Entfernung nur Schielen würde. Das bewirkte nur, dass Theo quasi durch ihn durchstarrte und einfach ins Leere blickte, weshalb es ihm auch nicht besonders schwer fiel sein Starren ohne jegliche Veränderung durchzuhalten. Wie waren denn überhaupt seine Optionen? Er bot ihm ja nicht einmal etwas an, wofür sich der Verrat lohnen könnte.
~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
- Eugene Ionesco
- Eugene Ionesco
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kiimesca ()