"Ich gehe nicht weg", flüsterte Zoras zurück, eine Antwort auf Kassandras Bitte, aber gleichzeitig ein Mantra an sich selbst. Er würde nicht weggehen, würde die Ängste seines Körpers seinem Geist unterordnen, denn andernfalls würde er dieses Gasthaus türmen, würde fliehen und so weit laufen, bis er einen Ort gefunden hätte, den er als sicher betrachtete.
Nur, dass es so einen Ort nicht gab. Es hätte womöglich sein Zuhause sein können, aber selbst unbewusst wusste er, dass er nicht dorthin zurückkehren sollte, unter keinen Umständen.
Nein, er würde bei Kassandra bleiben. Er würde seine Sicherheit in ihrer Anwesenheit suchen, denn das war es, wonach er sich in all den Jahren gesehnt hatte. Kassandra war ein sicherer Ort.
Er ertrug den Klammergriff, etwas anderes blieb ihm nicht übrig. Starr wie ein Brett lauschte er auf das Wüten seiner Narben und beobachtete, wie Kassandras Muskeln sich dafür entkrampften und wie sich ihre Brust nicht mehr abgehackt hob und senkte, sondern sich dem Rhythmus seiner eigenen Atemzüge anpasste. Damit fielen auch ihre Arme ab und Zoras hasste die Erleichterung, die sich unmittelbar damit einstellte, viel mehr als alles andere. Er mochte seinen Körper gewaltsam seinem Verstand unterworfen haben, aber das hieß noch lange nicht, dass sie einer Meinung wurden.
Aber trotz all der Hindernisse, die sich ihnen von dem Moment an in den Weg gestellt hatten, als sie die Türschwelle zu diesem Raum überquert hatten, wollte Kassandra trotzdem nicht aufhören. Sie hatten einen holprigen Anfang hingelegt, fernab jeglicher Perfektion oder gar Gewohnheit, die sie vor vier Jahren vermutlich noch an den Tag gelegt hätten, aber sie wollte dennoch nicht aufhören. Sie hatte Vertrauen genug darin, dass all diese Kleinigkeiten nebensächlich waren, weil Zoras sie noch immer so liebte wie damals. Und das könnte er ihr beweisen, dessen waren sich Kopf und Körper wieder einig.
"Okay..."
Ihre Finger zogen ihn zu sich herab für den Kuss, der schon vor einigen Minuten einer hatte werden sollen und der jetzt zu etwas ganz anderem wurde. Er gab Zoras selbst etwas zurück, von dem er gar nicht gewusst hatte, dass er es gebraucht hatte. Kassandra liebte ihn mindestens genauso stark - genug, um über all diese Makel hinwegzusehen, die sich mit den letzten Jahren in ihn eingebrannt hatten und das zu sehen, was unter all diesen Schichten noch verborgen lag.
Er seufzte in den Kuss hinein. Er konzentrierte sich auf das Gefühl von Kassandras weichen Lippen auf seinen und versuchte damit das Brennen zu ignorieren, das seinen Körper in die Flucht zu schlagen versuchte. Er küsste sie, als wäre sie das einzige, was er wirklich zum Leben brauchte und dann zeigte er ihr, dass er sie begehrte, mit seinem ganzen Sein und nicht nur mit einem Teil von ihm. Sie winkelte das Becken an und ganz von alleine ließ er sich in sie sinken, in die Glut, die ihn vorhin schon aufgeheitzt hatte und in der Zwischenzeit nur etwas an ihrer Wirkung verloren hatte. Aber Zoras ließ sich davon nicht beeindrucken; er fand Platz in Kassandras Mitte und schob sich etwas zurecht, um sich wieder nur mit einem Arm abstützen zu müssen. Aber diesmal kamen keine fleischlichen Fesseln, um ihn aufzuhalten, als er sich ein Stück aufrichtete, um mit der freien Hand Kassandras Haut zu streicheln, ihren Hals, ihre Schulter, ihre Brust, ihr Taille, ihre langen Beine, die sich neben ihm anwinkelten. Er konzentrierte sich ganz auf das Gefühl ihrer erhitzten Haut unter seiner Hand, die ihn zu sich lockte, eine kaum vergessene Erinnerung, die er all die Jahre mit sich geführt hatte. Seinen Blick ließ er ausschließlich auf Kassandras Augen ruhen, auf diesen tiefroten, allwissenden Augen, auf der Weichheit ihres Blickes, den sie ihm schenkte. Ganz vorsichtig zog er sich ein bisschen zurück und drückte wieder nach vorne, eine Bewegung, die sie beide wieder miteinander vereinte. Ein zusätzlicher Atem entfloh beiden, da neigte er sich wieder zu ihr herab.
"Ich liebe dich, Kassandra."
Er küsste sie, die Hand auf ihrer Hüfte, für den Moment bewegungslos. Körper und Geist konnten sich auf diese eine Sache einigen: Kassandra.
"Meine wunderschöne, atemberaubende Kassandra..."
Ganz langsam wiederholte er die Bewegung von eben, schien sie beide mit jedem Mal, wenn er sich wieder in ihr versenkte, ein Stück näher zu bringen, ein Stück unzertrennbarer zu machen. Wieder küsste er sie, die Augen zu jeder Zeit auf sie gerichtet, auf seine Göttin, auf die Frau, für die er im Alleingang eine ganze Festung vernichtet hätte. Und als ihn die Wärme seiner Liebe erfüllte, die so mächtig war, dass sie auch vier Jahre der Abstinenz überstanden hatte, ohne einen Kratzer davonzutragen, brannte es zu einem Teil sogar die Schmerzen seiner Narben aus. Sie waren nicht verschwunden, aber sie rückten in den Hintergrund, je mehr er sich auf Kassandra konzentrierte.
"Meine herrliche, bezaubernde Phönixin. Ich liebe dich so sehr, sämtliche Facetten an dir. Ich vergöttere dich."
Er hob die Hand wieder nach oben und strich ihr über die Wange, zeichnete gedanklich die Kontur ihrer Gesichtszüge nach.
"Deine Intelligenz. Deine Gerissenheit. Deine schlauen Augen. Dein prächtiges Haar. Du bist das schönste, was ich mir erträumen kann."
Und er redete weiter, so leise, dass nur Kassandra es hören konnte, dass nur sie wusste, wie sehr er ihre Anwesenheit genoss, wie sehr er in ihrer Präsenz badete, wie glücklich sie ihn machte. Er erzählte ihr Belanglosigkeiten von seiner Liebe, von seiner starken Zuneigung zu ihr, dass er sie niemals verlassen würde, dass er sie hoffentlich auch glücklich machen würde, dass er sie nicht im Stich lassen würde, niemals, dass er jede einzelne Sekunde genießen würde, die er an ihrer Seite verbringen würde.
Und während er Kassandra so zuflüsterte, ihr Gesicht streichelte, ihren Körper verehrte und sie küsste, setzte er einen langsamen Rhythmus seiner Hüfte an, nicht etwa darauf ausgelegt, dass das Gefühl sie übermannen würde, sondern dass er seine Worte unterstrich, dass alles, was er tat und sagte nichts als kleine Liebesbezeugungen waren, die gemeinsam ein Ausmaß annahmen, das wohl seinen tiefsten Gefühlen entsprach.
Sie hatten keinen Sex, er liebte sie stattdessen wahrhaftig mit allem, was sein Sein ausmachte.
Nur, dass es so einen Ort nicht gab. Es hätte womöglich sein Zuhause sein können, aber selbst unbewusst wusste er, dass er nicht dorthin zurückkehren sollte, unter keinen Umständen.
Nein, er würde bei Kassandra bleiben. Er würde seine Sicherheit in ihrer Anwesenheit suchen, denn das war es, wonach er sich in all den Jahren gesehnt hatte. Kassandra war ein sicherer Ort.
Er ertrug den Klammergriff, etwas anderes blieb ihm nicht übrig. Starr wie ein Brett lauschte er auf das Wüten seiner Narben und beobachtete, wie Kassandras Muskeln sich dafür entkrampften und wie sich ihre Brust nicht mehr abgehackt hob und senkte, sondern sich dem Rhythmus seiner eigenen Atemzüge anpasste. Damit fielen auch ihre Arme ab und Zoras hasste die Erleichterung, die sich unmittelbar damit einstellte, viel mehr als alles andere. Er mochte seinen Körper gewaltsam seinem Verstand unterworfen haben, aber das hieß noch lange nicht, dass sie einer Meinung wurden.
Aber trotz all der Hindernisse, die sich ihnen von dem Moment an in den Weg gestellt hatten, als sie die Türschwelle zu diesem Raum überquert hatten, wollte Kassandra trotzdem nicht aufhören. Sie hatten einen holprigen Anfang hingelegt, fernab jeglicher Perfektion oder gar Gewohnheit, die sie vor vier Jahren vermutlich noch an den Tag gelegt hätten, aber sie wollte dennoch nicht aufhören. Sie hatte Vertrauen genug darin, dass all diese Kleinigkeiten nebensächlich waren, weil Zoras sie noch immer so liebte wie damals. Und das könnte er ihr beweisen, dessen waren sich Kopf und Körper wieder einig.
"Okay..."
Ihre Finger zogen ihn zu sich herab für den Kuss, der schon vor einigen Minuten einer hatte werden sollen und der jetzt zu etwas ganz anderem wurde. Er gab Zoras selbst etwas zurück, von dem er gar nicht gewusst hatte, dass er es gebraucht hatte. Kassandra liebte ihn mindestens genauso stark - genug, um über all diese Makel hinwegzusehen, die sich mit den letzten Jahren in ihn eingebrannt hatten und das zu sehen, was unter all diesen Schichten noch verborgen lag.
Er seufzte in den Kuss hinein. Er konzentrierte sich auf das Gefühl von Kassandras weichen Lippen auf seinen und versuchte damit das Brennen zu ignorieren, das seinen Körper in die Flucht zu schlagen versuchte. Er küsste sie, als wäre sie das einzige, was er wirklich zum Leben brauchte und dann zeigte er ihr, dass er sie begehrte, mit seinem ganzen Sein und nicht nur mit einem Teil von ihm. Sie winkelte das Becken an und ganz von alleine ließ er sich in sie sinken, in die Glut, die ihn vorhin schon aufgeheitzt hatte und in der Zwischenzeit nur etwas an ihrer Wirkung verloren hatte. Aber Zoras ließ sich davon nicht beeindrucken; er fand Platz in Kassandras Mitte und schob sich etwas zurecht, um sich wieder nur mit einem Arm abstützen zu müssen. Aber diesmal kamen keine fleischlichen Fesseln, um ihn aufzuhalten, als er sich ein Stück aufrichtete, um mit der freien Hand Kassandras Haut zu streicheln, ihren Hals, ihre Schulter, ihre Brust, ihr Taille, ihre langen Beine, die sich neben ihm anwinkelten. Er konzentrierte sich ganz auf das Gefühl ihrer erhitzten Haut unter seiner Hand, die ihn zu sich lockte, eine kaum vergessene Erinnerung, die er all die Jahre mit sich geführt hatte. Seinen Blick ließ er ausschließlich auf Kassandras Augen ruhen, auf diesen tiefroten, allwissenden Augen, auf der Weichheit ihres Blickes, den sie ihm schenkte. Ganz vorsichtig zog er sich ein bisschen zurück und drückte wieder nach vorne, eine Bewegung, die sie beide wieder miteinander vereinte. Ein zusätzlicher Atem entfloh beiden, da neigte er sich wieder zu ihr herab.
"Ich liebe dich, Kassandra."
Er küsste sie, die Hand auf ihrer Hüfte, für den Moment bewegungslos. Körper und Geist konnten sich auf diese eine Sache einigen: Kassandra.
"Meine wunderschöne, atemberaubende Kassandra..."
Ganz langsam wiederholte er die Bewegung von eben, schien sie beide mit jedem Mal, wenn er sich wieder in ihr versenkte, ein Stück näher zu bringen, ein Stück unzertrennbarer zu machen. Wieder küsste er sie, die Augen zu jeder Zeit auf sie gerichtet, auf seine Göttin, auf die Frau, für die er im Alleingang eine ganze Festung vernichtet hätte. Und als ihn die Wärme seiner Liebe erfüllte, die so mächtig war, dass sie auch vier Jahre der Abstinenz überstanden hatte, ohne einen Kratzer davonzutragen, brannte es zu einem Teil sogar die Schmerzen seiner Narben aus. Sie waren nicht verschwunden, aber sie rückten in den Hintergrund, je mehr er sich auf Kassandra konzentrierte.
"Meine herrliche, bezaubernde Phönixin. Ich liebe dich so sehr, sämtliche Facetten an dir. Ich vergöttere dich."
Er hob die Hand wieder nach oben und strich ihr über die Wange, zeichnete gedanklich die Kontur ihrer Gesichtszüge nach.
"Deine Intelligenz. Deine Gerissenheit. Deine schlauen Augen. Dein prächtiges Haar. Du bist das schönste, was ich mir erträumen kann."
Und er redete weiter, so leise, dass nur Kassandra es hören konnte, dass nur sie wusste, wie sehr er ihre Anwesenheit genoss, wie sehr er in ihrer Präsenz badete, wie glücklich sie ihn machte. Er erzählte ihr Belanglosigkeiten von seiner Liebe, von seiner starken Zuneigung zu ihr, dass er sie niemals verlassen würde, dass er sie hoffentlich auch glücklich machen würde, dass er sie nicht im Stich lassen würde, niemals, dass er jede einzelne Sekunde genießen würde, die er an ihrer Seite verbringen würde.
Und während er Kassandra so zuflüsterte, ihr Gesicht streichelte, ihren Körper verehrte und sie küsste, setzte er einen langsamen Rhythmus seiner Hüfte an, nicht etwa darauf ausgelegt, dass das Gefühl sie übermannen würde, sondern dass er seine Worte unterstrich, dass alles, was er tat und sagte nichts als kleine Liebesbezeugungen waren, die gemeinsam ein Ausmaß annahmen, das wohl seinen tiefsten Gefühlen entsprach.
Sie hatten keinen Sex, er liebte sie stattdessen wahrhaftig mit allem, was sein Sein ausmachte.
