seabound. (Earinor & Akira)

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    • Sofort sorgte Rain sich um Shuren; Nayantai fand es fast schon niedlich, so sehr, dass es ihm gar nichts ausmachte, dass die Anderen sich erstens um sie geschart hatten wie hungrige Krähen und zweitens, dass ihm die Aufmerksamkeit davongestohlen wurde - irgendwie war er doch niedlich. “Ja, alles in Ordnung.”, kämpfte Shuren zwischen klappernden Lippen hervor, in der Hoffnung, das Rain nicht fror - er selbst setzte sich etwas weiter von ihnen entfernt in den Sand und genoss die unsinnige Restwärme, die er den ganzen Tag lag in der Sonne aufgesogen hatte. Muhan war derjenige, der unsinnige Ideen hatte und versuchte, Nayantai an den Füßen ins Wasser zu zerren, dabei allerdings nur stolperte und Wasser fraß, das hoffentlich in seinen Augen brannte. Der Kapitän der ungenauen Meute lachte ihn aus und zeigte ihm die Zunge, ehe er aufstand und den Brünetten zurück ins Wasser warf, als er sich selbst aufrichtete. Lustig war es zwar, aber gefährlich auch, vor allem bei den eingeschränkten Sichtverhältnissen, mit denen sie beide zu kämpfen hatten. “Hunger? Nayantai Hunger!”, lachte er zufrieden und Khasar nickte lediglich. Muhan stimmte, nachdem er sich aus den Wellen gekämpft hatte auch zu, und Tei sowie Shuren schienen nichts dagegen zu haben.

      Khasar machte sich also die Mühe, wieder auf das Schiff zu klettern, während Nayantai derjenige war, der Rain all die Muscheln präsentierte, die er für ihn angespart und gesammelt hatte - eine Vorspeise, sozusagen - mit der er sich vermutlich den Magen vollschlagen würde, wenn er wirklich alle aß. Wie viel Aquarianer aßen, konnte er nicht sagen - was er dennoch wusste, war, dass er Shuren dabei beobachtete, wie er Rains Aufmerksamkeit auf sich zog. Gerade sah er so aus, als ob er schmollen würde, aber ehrlich gesagt tat er das nicht und er freute sich sogar ein ganzes Stück, dass Rain seine Hand hielt - so sehr, dass sich leichte Röte auf sein bleiches Gesicht legte und er ein seichtes Lächeln trug. Wieso freute er sich? Weil Rain sich um ihn sorgte? “Uh?”, wollte er wissen, weil er nicht ganz verstand, aber dafür war Nayantai wohl auch gut, der Shuren angrinste, als wäre er sein Schlüssel zum Erfolg. “Rain hat geschlafen, bis ich ihn aufgeweckt habe, als die Sonne untergegangen ist. Sollen wir euch zwei Turteltauben alleine lassen?”, witzelte er und Tei war die Letzte, die sich zu der Gruppe setzte und auf ihre Tasche deutete - Shuren schüttelte den Kopf und biss die Zähne zusammen. “Nayantai, halt die Klappe.” “Ja ja, die Hochzeitsglocken läuten schon!” Shuren versteckte sein Gesicht an Rains Schulter und drückte seine Hand. “Shuren gut. Nayantai Affe.”
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain sah zu wie Shuren sich ins trockene setzte und wandte sich dann um, um den beiden Größeren beim Spielen zuzusehen. Sie wirkten alle eigentlich ganz glücklich. Wie eine Familie und Rain fragte sich ob hier irgendjemand mit irgendjemandem verwandt war. Sie alle hatten dunkle Haare, dunkle Augen und mehr oder weniger dunkle Haut. Wie Rain fragen sollte wusste er nicht, aber wenn er so neben den Menschen saß und sie sich normal unterhielten, vielleicht konnte er so ja ein paar mehr Worte aufschnappen. Nayantai schien hungrig zu sein, beziehungsweise schienen alle einverstanden, dass es spät genug war um sich etwas zu gönnen. Gefrühstückt hatten sie relativ spät, aber die Sonne war bereits untergegangen. Rain hatte schon einen kleinen Snack und er wollte auch niemandem etwas wegessen, für ihn war es also in Ordnung all die Muscheln zu essen die Nayantai ihm präsentierte, trotzdem war es vermutlich höflicher damit noch zu warten. Außer es störte die anderen? Rain war nicht so ganz sicher wie er die Situation beim Frühstück deuten sollte, aber Nayantai schien es zumindest nicht zu stören, stattdessen wollte er wohl unbedingt Rains Gunst erlangen.

      Rain lächelte Nayantai an und rutschte ein wenig weiter ins Landesinnere zu Shuren. Er wollte seine Flosse sowieso trocknen, damit ihn niemand an Deck tragen musste. Das Wasser das von ihm tropfte schien jeglichen Sand mitzunehmen und ließ Rain sauber und ohne Sand oder Salz auf der Haut zurück, zumindest sobald er gänzlich getrocknet war. Trotzdem richtete er sich noch einmal an Nayantai. "Menschen essen... Fisch?", fragte er und malte einen einfachen Fisch in den Sand. "Rain uhm... helfen?" Er war ziemlich gut darin Fische aufzuspüren, auch wenn er gerade nicht so sicher war, ob er sich auch heran pirschen konnte, ohne dass seine Wunde nass wurde. Shuren schien auch nicht so ganz zu verstehen und er wirkte ein bisschen abgelenkt. Nayantai war es der die Situation erklärte und Rain nickte lächelnd. "Wunde Wasser nein! Wunde trocken.", ergänzte er stolz, weil er sich nicht hinreißen hatte lassen und brav am Ufer geblieben war. Nayantai war dabei Shuren zu ärgern, soviel verstand Rain, aber er lächelte nur als Shuren sich ein wenig bei ihm versteckte. Er kicherte sogar ein wenig als Shuren Nayantai erneut als Affe bezeichnete, auch wenn Rain eigentlich gar nicht wusste, was das überhaupt bedeutete. Dann richtete er einen Blick auf Teis Tasche, deutete darauf und sah sie fragend an.
    • Muhan stand irgendwann auf, um aus dem Dickicht des Waldes ein paar Stöcke anzuschleppen, mit denen er ein Lagerfeuer bauen konnte; auch Treibholz fand er, das hier am Strand herumlag. Nayantai hätte ihm gerne helfen können, aber stattdessen schien er sich etwas zu sehr in die Situation vor sich hineingesteigert oder verliebt zu haben. Was auch immer die Wahrheit war, Muhan glaubte nicht, dass es viel Sinn machte, die alte Blitzpiepe davon zu überzeugen, bei ihm zu bleiben und ihm auch noch zur Hand zu gehen, kaum war ihr Lagerfeuer errichtet, war er mächtig stolz darauf - das Anzünden war zwar nicht seine Forte, aber er versuchte es dennoch, bis alles etwas qualmte und dann ein Funken zu einem Flämmchen wurde, das sich über das trockene Holz und die wenigen Blätter, mit denen Muhan es fütterte, freute. “Menschen essen Fisch, ja. Rain kann gerne … willst du uns helfen?” Nayantai war etwas verdutzt über das komische Angebot, das ihm gerade vor die Füße geworfen wurde. Rain konnte die Fische auch essen, aber das bedeutete nicht, dass er sich die Mühe machen musste - Khasar war es, der sich entweder über den Fischüberfluss oder -mangel beschwerte und Nayantai der, der neben dem Netz noch zusätzlich einige fing, damit sie alle satt wurden.

      “Wenn Rain gesund. Wunde weg.”, erklärte Shuren zufrieden, vielleicht auch etwas dazu angestachelt, weil er Rain seine Wünsche nicht ausschlagen wollte. Danach, was würde dann passieren? Ob Rain gehen würde oder nicht konnte er nicht einschätzen, gleich wenig wie er wissen konnte oder wollte, wie sicher es war, das Rain ihm vielleicht doch erhalten blieb. Was sonst sollte er von sich denken? “Brav. Sehr gut, Rain.”, lobte er das Fischchen schon wieder - Rain kam ihm näher, was nicht unangenehm aber überraschend war; stattdessen drückte er sich ein bisschen an ihn, in der Hoffnung, nicht nass zu werden und wollte etwas rasten - für heute war er genug herumgerannt und wenn es nicht so verdammt kalt wäre, dann würde er auch hier draußen schlafen. Tei fühlte sich hingegen angesprochen, als Rain zu ihr sah - sie öffnete die Tasche und zog ein paar Kräuter heraus, welche sie stolz Rain präsentierte. “Kosten?” Mit einem Wort steckte sie sich den Halm in den Mund und bot Rain auch etwas davon an; es schmeckte leicht säuerlich, war aber äußerst genießbar und frisch offensichtlich am besten. Sie hatten mehr davon, und Shuren wollte es unbedingt mitnehmen, bevor er es auf dem Weg hier einfach ausgestreut hatte … oder hatte er das? “Nayantai auch?”, lachte er und Tei gab ihm ebenfalls ein Stück ab. Khasar tauchte währenddessen mit zwei länglichen Stöcken auf, auf denen er ein paar Fische und etwas Gemüse aufgespießt hatte - er steckte sie schräg in den Sand, in Richtung Feuer, damit es schön brutzeln konnte. Dann kam er zu Rain und seiner Muschelsammlung. “Willst du die auch grillen?”, fragte er und deutete zuerst auf die Muscheln, dann das Feuer.
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    • Während sie hier alle beisammen saßen stand Muhan auf um ins Dickicht zu verschwinden. Rain drehte seinen Kopf in die Richtung und lugte über Shurens Schulter. Er beobachtete wie Muhan einen großen Stapel Holz machte, wusste aber nicht genau wieso. Interessant war es allemal. Nayantai zog seine Aufmerksamkeit aber wieder auf sich und als er scheinbar verstand was Rain meinte, nickte er lächelnd. Indem Netz war bis auf einen riesigen Fisch - Rain - ja nicht so viel gewesen und Rain war auch ziemlich gut im jagen von Fischen. Im Wasser hier waren jede Menge, aber die kleinen die sich am Ufer aufhielten würden niemanden so schnell satt machen - das vermutete Rain zumindest. Nayantai schien etwas überraschend von dem Angebot und Shuren war ebenfalls nicht einverstanden solange Rains Wunde nicht verheilt war. "Mhm. Gut.", nickte Rain, der den Menschen nicht die Haare vom Kopf essen wollte. Nayantai musste auch nicht den ganzen tag Muscheln für ihn suchen, er hatte bestimmt auch anderes, spaßigeres zu tun. "Wie lange...?", fragte er Shuren dann aber und deutete noch einmal auf die Wunde. Nicht, dass er unbedingt hier weg wollte, aber er konnte auch nicht für immer hier bleiben und vergessen was mit seiner Heimat passierte.

      Während er auf eine Antwort wartete drehte er sich noch einmal um und sah Muhan dabei zu, wie er irgendetwas aneinander schlug. Kurz darauf wurde es rot und noch ein wenig später warm. Etwas verwirrt sah Rain sich das tanzende rote Licht an, riss seinen Blick aber wieder weg davon als Shuren ihn lobte. Vielleicht würde es Shuren so wärmer werden, der sich noch ein wenig mehr an Rain schmiegte. Der Blonde hatte nichts dagegen und rieb ihm über den Arm, dessen Hand er schon hielt. Tei holte inzwischen heraus was sie vorhin in ihre Tasche gesteckt hatte und fragte Rain etwas. Er verstand als sie selbst etwas davon in den Mund nahm und lehnte sich vorsichtig nach vorne, um Shuren nicht zu stören. Er nahm den Halm entgegen und schnupperte daran, ehe er ihn auch in den Mund nahm und darauf biss. Er zuckte zusammen. Der Geschmack war neu und intensiv. Nicht unbedingt schlecht, aber ungewohnt. Der Geschmack war schnell wieder verschwunden als er den Halb herunter geschluckt hatte. "Menschen Essen?", fragte er. Ernährten sie sich etwa von Gras? Khasar unterbrach ihn und Rain überlgte ob er ihn richtig verstanden hatte. Er gab ihm nur eine der Muscheln, weil er nicht ganz sicher war, was damit passieren würde. Auch die aufgespießten Fische betrachtete er und fragte sich, wozu die Menschen das rote Zeug da verwendeten.
    • Ein Feuer war zwar für keinen von ihnen eine Neuheit, aber schlussendlich machte es doch irgendwo Sinn, dass Rain keinerlei Ahnung hatte, mit was er sich gerade konfrontiert sah - dementsprechend groß war seine Neugierde vermutlich, die ein unverwandter Blick nicht stillen konnte. Nayantai war derjenige, der darüber nur schlecht lachen konnte und anstatt dessen schmunzeln musste; niedlich war er allemal, vor allem zusammen mit Shuren, der offensichtlich nur das Beste für ihn wollte - jemanden, der vieles mit wenigen Worten erreichte und gleichzeitig definitiv sanfter Natur war. Niedlich war es, wenn nicht beinahe schon absolut befremdlich, aber mehr dazu wollte er nun einmal auch nicht sagen. “Eine Weile … vermutlich ein paar Wochen.”, nuschelte Shuren in Rains Schulter und zeichnete, so gut er konnte, eine zweistellige Zahl auf seinen Handrücken, um es ein wenig bildlicher zu gestalten. Vielleicht teilten sie sich ja wenigstens die Schreibweise ihrer Nummer? Sicher konnte er nicht sein, aber er versuchte, ihnen beiden Eselsbrücken zu bauen, während er selbst derjenige war, der trotz des knisternden Feuers wohl den restlichen Tag verschlafen wollte und sollte. Was stellte er sich auch so an? Von seinem sogenannten Tag war immerhin nichts übrig, und Shuren fühlte sich so, als würde heute Nacht durchschlafen.

      “Ja, aber … nicht alles.”, konterte Nayantai und fügte sich erneut in das Gespräch ein, das ein müder und durchaus vernarrter Shuren wohl nicht führen wollte. Der große Affe ließ sich dabei aber eine gar nicht so schlechte Allegorie einfallen, die er dem Guppy präsentieren wollte - vielleicht schmeckte sie ihm ja. “Nayantais Wasser.”, er klopfte auf die Stelle, an dem seine Flasche normalerweise saß und zeigte dann auf dem Halm, der zwischen Teis Lippen verschwand - es war zwar nicht das gleiche Kraut, aber die beschwerliche Erklärung erfüllte ihren Zweck. Dem erbärmlichem Geschmack nach zu urteilen war es vermutlich irgendein Medizinkraut, das Shuren wieder an der klufigsten Stelle der Insel gefunden hatte, aber unbedingt haben wollte, weil sein zweihundert Jahre altes Kräuterbuch damit irgendeinen Lebertran anpries, oder was auch immer. Khasar war derjenige, der sich die Muschel schnappte und ihn neben seinen Stöcken etwas in der Hitze vergrub, damit sie nicht komplett verkohlte, aber genießbar und durch war, wenn Rain sie sich einverleibte. “Rain, das ist Feuer.”, erklärte Tei ihm schließlich und zeigte auf den roten, rauchigen Fleck. “Warm aber gefährlich. Tut weh, au au. Nicht anfassen.”
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    • Rain verstand nicht wirklich was Shuren sagte, aber er sah hinunter zu seiner hand auf die etwas gezeichnet wurde. Rain glaubte zu verstehen - es würde wohl nicht so schnell heilen und womöglich hatte er Glück, dass er nicht mehr Schmerzen hatte. Die Wunde schien tief, hatte aber nichts lebenswichtiges verletzt, das zumindest war gut. Trotzdem konnte Rain sich nicht zu viel zeit nehmen. Für den Moment jedoch fand er, dass es wohl am Besten wäre die Sprache der Menschen zu lernen - wenn er dabei Spaß hatte, dann musste er sich dafür wohl nicht verurteilen. Er wusste sein Vater würde es nicht, das tat nur er allein. Im Moment war es auch nur Shuren der zumindest erahnen konnte in welcher Situation sich Rain befand. Er wusste, dass er nicht einfach nur irgendein Aquarianer war und er wusste, dass Rain eigentlich Hilfe suchen wollte. Er wusste auch, dass Rains Heimat angegriffen wurde. Es gab noch so viel mehr zu sagen, aber das musste wohl warten, bis Rain die Sprache der Menschen besser verstand und sprechen konnte. Einige Worte hatte er sich ja schon gemerkt.

      Nayantai wollte ihm inzwischen wohl erklären was Rain gerade gegessen hatte. Der Blonde legte aber nur den Kopf schief und wusste nicht, was das mit dem grässlichen Geschmack auf sich hatte, den die Flüssigkeit in Nayantais Behältnis gehabt hatte. Ob es aus diesem Gras hergestellt wurde? Aber es hatte ganz anders geschmeckt. Rain war gerade ziemlich verwirrt. "Hm?", machte er, nachdem er auch nach reichlicher Überlegung nicht wirklich wusste worauf Nayantai hinaus wollte. Inzwischen wurde Rains Muschel zu dem roten, leuchtenden Ding gelegt und er fragte sich was wohl damit passieren würde. Tei war es die ihm erklären wollte, was es damit auf sich hatte. "Feuer?", wiederholte er das Wort das ihm nicht sonderlich viel erklärte. "Warm... nein kalt?", erfragte er dann weiter und als er kalt sagte, ahmte er ein Zittern nach. Dann legte er den Kopf schief. "Essen warm?", fragte er dann weiter und verstand nicht, wieso die Menschen das machten. Naja, Shuren würde es wohl gut tun etwas Warmes in den Magen zu bekommen.
    • Am liebsten wäre Shuren zurück in sein Bett gekrochen und hätte Rain mitgenommen, damit er etwas hatte, an dem er sich in seinem Wahn festhalten konnte. Ausgerechnet das war ihm aber weder gestattet noch möglich, und wenn er es sich recht überlegte, dann wusste er ohnehin nicht, ob we all das einfach passieren lassen wollte. Wovon profitierte er in eben jenem Fall, wenn nicht davon, dass er sich unnahbar gab? Nayantai sollte Rain ein eigenes, bequemeres Zimmer bauen, das auf seine Bedürfnisse zugeschnitten war, aber er glaubte kaum, dass der Holzkopf sich bereits dazu nötigen ließ, wenn Rain ihn nicht etwas bezirzte oder beteuerte, er würde eine ganze, lange Weile auf ihrem Schiff verbringen. “Nein, heiß. Nicht kalt. Gut und schlecht. Wenn kalt schlecht ist, dann ist warm gut!”, versuchte Tei ihm näher zu erklären, auch, wenn die sich nicht helfen konnte, etwas tollpatschig mit der Erklärung umzugehen. Bei dem Wort “warm” fächerte sie sich selbst etwas Luft zu, in der Hoffnung, Rain verstünde, was genau damit gemeint war und was sie dazu antrieb, ihm all das näher zu legen.

      “Feuer au. Aber Feuer auch warm.” Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein gefährliches Spiel, sich auf die stechenden Flammen einzulassen. Nayantai war derjenige, der dieses Mal aufstand, Muhan in den Schwitzkasten nahm und ihn zurück ins Wasser zerrte, wo sie sich gegenseitig nassspritzten und bekriegten, weil es um einiges lustiger war, als einem Dreiecksgespann bei einem Sprachkurs zu lauschen, von den sie kaum profitieren konnten. Zumindest interessierte es Muhan nicht, und Nayantai hatte noch eine offene Rechnung zu begleichen, was dazu führte, dass sich all das doch relativ gut anbot. “Essen warm. Nicht alles, aber warmes Essen gut.”, erklärte Shuren Rain und schloss die Augen für einen erholsamen Moment, damit er weiter vor sich hindösen konnte und im Endeffekt keine seiner Fragen unbeantwortet lassen würde, auch, wenn Tei sich aus ihrem Bund entfernte, um spitzbübisch nach Khasar zu sehen. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn, bevor er sie hochnahm und sich mit ihr, abseits der Flamme, im Kreis drehte. Tei kicherte laut. “Tei mag Khasar.”, witzelte Shuren nur zufrieden, meinte es aber ernst, bevor er sich schließlich neben Rain in den Sand fallen ließ. “Rain mag … ? Rain hat Zuhause?” Für irgendwelche Liebesgeständnisse an Land war es zu früh, aber wer sagte denn, dass Rain keinen Liebhaber gehabt hatte?
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    • Tei hatte Rain wohl falsch verstanden, aber das machte nichts. Er nickte verstehend. "Feuer heiß. Au. Aber Essen heiß gut.", wiederholte er und sah sich noch einmal die tanzenden Flammen an. Sie hatten die selbe Farbe wie die untergehende Sonne und tanzten unkontrolliert in die Höhe. Rain fand es hübsch, aber scheinbar war es ein bisschen gefährlich. Es fraß sich langsam durch das Holz und verwandelte es in Kohle. Der Fisch wurde auch dunkler, aber er brannte nicht. Der Sand blieb unberührt. Rain fand es ein wenig interessant und er hatte keine Ahnung wie Feuer funktionierte. Unterwasser gab es sowas nicht, obwohl eine wärmende Quelle bestimmt manchmal angenehm gewesen wäre. Hier draußen war es vergleichsweise ziemlich warm, fast schon ein wenig zu heiß für Rain, aber er beschwerte sich nicht. Shuren war derjenige dem im Wasser wohl zu kalt geworden war und der auch jetzt ein wenig fror. Es schien ihm aber schon ein wenig besser zu gehen. Das freute Rain. Er wollte nicht, dass es ihm schlecht ging - eigentlich wollte er für alle diese Menschen nur das Beste, immerhin halfen sie Rain auch.

      Nayantai schien das Gespräch zu langweilen und er stand stumm auf, um seinen Freund zu überfallen und ins Wasser zu werfen. Shuren schien immer noch müde und Tei zog es zu Khasar, der den Fisch im Auge behielt, aber von ihm abließ als die junge Frau zu ihm kam und nach seiner Aufmerksamkeit fragte. Shuren erklärte Rain die Situation, auch wenn er nicht ganz verstand. "Mag? Mh... Freunde...?", fragte er nach, aber es war wohl mehr als das. "Nayantai mag Muhan?", fragte er dann und deutete auf die zwei Männer die sich gegenseitig festhielten und immer wieder zurück ins Wasser warfen. Anschließend wollte Shuren wohl Rain nach jemandem ausfragen den er eventuell mochte. "Rain Freunde Zuhause. Aber nicht so...", erklärte er mit einem Lächeln. Was aus ihnen mittlerweile geworden war wollte er sich gar nicht vorstellen. Glücklicherweise wurde Rain von seinen Gedanken abgelenkt, als er ein Kribbeln in seiner Flosse spürte. Ein kurzer Ton entwich seinen lippen, wie als wäre er auf etwas Spitzes getreten. Er zog schnell den mantel den Shuren ihm gegeben hatte von seinen Schultern und legte ihn über seinen Unterleib. Einerseits sollte er wohl nicht völlig nackt hier sitzen - das wollte er in seiner menschlichen Gestalt auch nicht - andererseits wollte er auch nicht mit ansehen wie er seine Flosse verlor. Um sich abzulenken wandte er sich an Shuren. "Shuren mag...?"
    • Jetzt, da sie beide alleine waren, schien es wohl auch viel einfacher, eine leichte Konversation zu führen, die sich nicht mit dummen Fragen oder kindischen Ideen befasste. Dennoch war klar, dass sie nicht durchgehend all ihre Zeit damit verbringen konnten, sich einfach voneinander zu distanzieren, nur, damit Shuren bei Rain bleiben konnte; so interessant und liebenswert es für ihn auch war, so nervenaufreibend musste es für Rain sein, mit jemand langweiligem wie ihm zu sprechen - Nayantai hatte die besseren Geschichten und Muhan konnte stundenlang faseln, aber gerade waren sie eher damit beschäftigt, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und ihm den Verstand zu rauben. Was sollte das alles nur werden? “Ja, Freunde … Nayantai und Muhan sind Freunde. Tei und Khasar … mögen sich mehr. Sie lieben sich.” Shuren zeichnete angesichts dessen ein paar Herzchen in den Sand und in ein größeres zeichnete er ein Strichmännchen in einem Rock und daneben ein beinahe nacktes, aber es würde schon reichen. Muhan und Nayantai liebten sich nicht, sie waren Egomanen die ein kleines bisschen zu sehr von sich selbst überzeugt waren und durchaus nicht auf den Mund fielen, wenn man sich extensiv für eines ihrer Themen interessieren wollte.

      “Rain’s Freunde anders? Warum? Rain liebt sie?”, fragte er leicht neckend nach, aber meinte es wohl kaum ernst. Nayantai war derjenige, der hoffentlich alles im Blick behielt und durch keine seiner dummen Aktionen anderweitig auffiel. Da blieb nur zu hoffen, dass er zumindest so viel Anstand besaß, dass er wusste, wie wichtig es eigentlich war, sein Umfeld nicht auszunutzen. Was auch immer Rain dazu antrieb, sich den Mantel auf die Beine zu legen, ließ ihn interessiert aufhorchen und zu ihm sehen - da war allerdings nichts, das er jetzt noch sehen konnte, und Shuren gähnte. “Shuren mag … alle. Auch Rain.”, ergänzte er den Satz mit einem Lächeln. Khasar und Tei waren es, die herumschmusten, aber das musste noch lange nichts heißen - und außerdem konnte es eventuell auch sein, dass es gar nicht weiter wichtig war. “Rain Beine? Rain Kleidung?”, wollte er wissen und sah sich verloren um, in der Hoffnung, doch noch etwas zu finden, dass er tragen konnte - Fehlanzeige, denn Shuren war es, ohne Muhans Hemd, sicher auch zu kalt und Nayantai hatte seine Kleidung wohl am Schiff gelassen. Tei und Khasar konnten und sollten gar nicht mit ihnen teilen. “Rain ist kalt?” Wenn er das war, dann würde er sich schon melden, aber umsichtig wollte er dennoch sein, zumal Rain sich noch nicht so gut ausdrücken konnte.
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    • Rain fiel erst jetzt auf, dass diese Gruppe aus einer ungeraden Anzahl bestand. Muhan und Nayantai waren miteinander beschäftigt und Khasar und Tei wirkten ohnehin als würden sie ständig aneinander kleben. Und Shuren? Er blieb mit Rain zurück. Der Blonde hoffte, das störte ihn nicht und dass Shuren sich gerne mit ihm unterhielt, statt sich zu seinen Freunden zu gesellen. Naja, Khasar und Tei wirkten nicht als hätten sie Platz für noch jemanden und im Wasser schien es Shuren zu kalt zu sein. Rain sah auf den Sand und versuchte die Zeichnung zu deuten. Dann nickte er lächelnd, er hatte also richtig verstanden, zumindest was Tei und Khasar betraf. Nayantai und Muhan schienen gerade einfach nur Spaß haben zu wollen. Rain schüttelte aber schnell wieder den Kopf und lächelte. "Nein. Rain mag Freunde. Rain liebt... nein. Rain... uhm... wenig Zeit...", erklärte er und malte einen Horizont und eine Sonne, dann einen Pfeil der über den Himmel zeigte. "Und Rains... uh... König... groß und unheimlich. Boo!", erklärte er mit einem leichten Lachen. Immerzu musste er lernen wie man die Aquarianer führte und deren Geschichte. Dann gab es noch so viele andere Dinge die nur der König wusste und Rain noch hätte erfahren sollen. Sein Vater war außerdem der König und damit schon einschüchternd. Abgesehen davon war er ziemlich groß und einer der wenigen Männer die wussten wie man mit einer Waffe umging. Einmal hatte er einen großen Hai im Alleingang erledigt. Von Rain hatte er das nie erwartet, aber er fühlte sich, als hätte es vielleicht etwas geändert, wäre er stärker gewesen.

      Rain lächelte wieder als Shuren ihm sagte, dass er ihn mochte. Das hatte er sich schon irgendwie gedacht, aber es war nett es zu hören. "Freunde?", wollte er wissen. Er wollte Shuren gerne seinen Freund nennen und auch die anderen, wobei er sich bei denen noch nciht so sicher war. Sie schienen sich nicht so sehr mit ihm unterhalten zu wollen - abgesehen von Nayantai - oder sie hatten vielleicht Angst vor ihm. Rain war nicht ganz sicher, aber er wollte auch nicht fragen. Rain blickte auf seinen Unterleib und nickte dann vorsichtig und vielleicht etwas betrübt. "Rain Beine, ja.", erklärte er. Eine Hose wollte er trotzdem nicht unbedingt tragen, abgesehen davon, dass er sie irgendwo in der Nähe des Schiffes gelassen hatte und Nayantais Hemd irgendwo an Deck hing. "Rain nicht kalt.", erklärte er dann aber mit einem Kopfschütteln. "Rain... ist? Nicht kalt?", fragte er dann und wollte anfangen nicht nur Hauptworte zu benutzen. Irgendwann musste er auch lernen wie man einen Satz in der Sprache der Menschen formte. "Shuren ist... kalt?", wollte er wissen, oder hatte er sich inzwischen am Feuer aufgewärmt?
    • Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Ihm war kalt und hungrig war er auch noch, aber das war wirklich nicht alles woran er denken wollte - eher fiel ihm doch noch auf, wie angenehm es war, einfach nur den Moment zu genießen und wie komisch es sein konnte, nicht von einer Meute Idioten umringt zu sein, wenn man sie sich fürs Erste doch wirklich herbeiwünschte. Verwirrte es ihn? Nein, ganz im Gegenteil - eigentlich glaubte er nicht, dass er jemals in seinem Leben etwas angenehmeres tun würde, aber er wusste auch, dass es nicht unfern seiner Annahme lag, dass es nicht auf immer und ewig so bleiben würde, wie es schlussendlich war. “Rain liebt keinen? Uh, Rain … du bist ein Prinz. Keine Geliebte? Muah muah?”, fragte er und zeichnete Rain in einem Herzchen, mit einer anderen, aquarianischen Figur, die anstatt eines Oberkörpers nur ein Fragezeichen besaß. Wer wusste schon, wer wen da unten liebte - und was sein Königsvater als richtig erachten wollte. Vielleicht war er einfach nur gemein zu Rain und hatte diverse Vorstellungen von seinem Sohn, der diese einfach nicht erfüllen konnte oder wollte - Shuren vermochte nicht, sich eben jenes Wissen aus den Ärmeln zu schütteln, aber er wusste genau so gut, dass es vielleicht besser war, wenn er es einfach nicht tat.

      Im Gegenzug dazu, oder eher im starken Kontrast, musste er sich von abhalten, lauthals loszulachen. Rain war doch gewitzt. "Boo? Dein Vater ist so schlimm?", wollte er wissen, auch, wenn ihm das Schmunzeln nicht verging. Das hieß wohl, dass Rains alter Herr nicht mehr war, als ein Witzbold im Schlafrock, den es zu überwältigen galt. War es also vielleicht doch besser, dass er alsbald das Zeitliche segnen würde, weil ihn die Sirenen im Griff hatten? Vermutlich nicht, da lag er sicherlich falsch. "Beine ... schlecht? Gut?" Mehr als noch einmal nachzufragen konnte er nicht, aber die Antwort würde sich hoffentlich im Laufe der Zeit ändern, wenn Rain sich mehr an die fremden Beine gewöhnte, die er nun einmal besaß und mit denen er umgehen sollte. Würde er den Rest seines Lebens mit Krabbeln verbringen, dann war es sichtlich kein Wunder wenn er besagte Krabbelei ganz anderen Dingen vorzog, zumal sie auch noch flexibler sein konnten, als eine Flosse. "Rain ist nicht kalt? Dann ist Rain warm.", bejahte er die folgende Frage, doch Shuren, der dem Feuer kein bisschen näher gekommen war, nickte. "Ja, mir ist kalt. Deiner Muschel ist sicher auch warm." Sie war vermutlich fast fertig, aber das müsste Khasar entscheiden, der sich lieber über seine Freundin hermachte ...
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    • "Huh?", fragte Rain amüsiert, nachdem Shuren irgendwelche komischen Geräusche gemacht hatte. Er kicherte und schüttelte den Kopf. "Rain keine Zeit und Rain... ", begann er aber er wusste nicht wie er den Satz zu Ende führen sollte. Er strich über den Sand, da wo Shuren das Fragezeichen hingemalt hatte, um es zu löschen. Anschließend malte Rain zwei weitere Strichmännchen und ein Herz zwischen die Beiden, während er bei dem herz das Shuren neben das Männchen das ihn darstellen sollte einen Blitz hinein malte. Es spielte aber eigentlich keine Rolle. Das war schon länger her und es war gewesen weil Rain zu wenig Zeit gehabt hatte. Das war in Ordnung - trotzdem hatte er sich ab da niemand neuen mehr suchen wollen, weil er wusste, dass er einfach nicht genug Zeit aufbringen konnte, um jemanden so zu lieben wie er oder sie es verdient hatte. Abgesehen davon war er nicht sicher, ob er überhaupt ein guter Freund gewesen war. Ständig hatte er Geschenke bekommen, während er selbst nichts besorgen konnte und wann immer Noel - das war sein Name gewesen - ihn getroffen hatte, war er ungestüm, während Rain müde war und einfach nur kuscheln wollte. Es schien als konnte er Noel ohnehin nie geben was er wollte und jetzt...

      Rain räusperte sich. Zu oft wurde er an seine eigene Situation erinnert, obwohl er jetzt in diesem Moment sowieso nichts daran ändern konnte. Er wandte sich Shuren wieder zu. "Vater? Vater.", wiederholte er, als er glaubte zu verstehen, was das Wort bedeutete. "Rain mag Vater. Vater nicht... schlimm. Aber groß und..." Rain hob seinen Arm und ließ seine wenigen Muskeln spielen. Sein Vater war ein liebenswürdiger Aquarianer, aber als König war er etwas einschüchternd, auch wenn er gar nichts sagte oder tat. Rain sah auf seine Beine und dann wieder zu Shuren. "Mh Beine... nicht schlecht.", erklärte er nuschelnd. "Beine..." Er seufzte. "Shuren Flosse. Shuren gut?", fragte er stattdessen und wollte einfach nur verdeutlichen, dass die Beine etwas Neues waren, an das er sich erst gewöhnen musste. Anschließend nickte er. "Rain warm. Zuhause kalt." Es war fast schon heiß hier draußen, aber die Sonne hatte ihn den ganzen tag über nicht gestört. "Shuren warm?", fragte Rain und deutete auf das Feuer. Vielleicht musste er nur ein wenig näher rücken. "Shuren Muschel?", fragte er weiter und beäugte das Ding, das neben dem Feuer lag. Nayantai hatte doch gesagt, dass Menschen sie nicht einfach so essen konnten. Dann vielleicht jetzt? Rain krabbelte ein wenig näher zum Feuer und streckte sich nach der Muschel. Er behielt Teis Worte im Hinterkopf - das Feuer sollte er nicht anfassen. Als seine Finger die Muschel berührten war diese auch heiß, aber er transportierte sie trotzdem schnell zwischen sich und Shuren, wo er sie wie eine heiße Kartoffel - oder eben Muschel - in den Sand fallen ließ. Dann schüttelte er seine Hand aus. "Au.", kommentierte er, aber es war seines Erachtens nach nicht so schlimm.
    • "Rain hatte Streit? Rains Herz au?", wollte er aufgrund des Blitzes wissen. Vermutlich hatte er sich mit seiner letzten Liebe verkracht, oder es war etwas anderes vorgefallen - wie dem auch sei, Shuren konnte nicht wirklich davon reden, die gleichen Emotionen mit ihm zu teilen. Süffisant und elegant waren seine Bewegungen schon immer, und doch war er der Sohn eines Gelehrten gewesen, der sich Ruhm und Reichtum erhoffte, wenn er seinen erpicht erzogenen Sohn an jemanden verheiratete, der auch eben jener Tugenden mächtig war. Das Problem damit war, dass er schon immer ein Freigeist gewesen war und sich nicht an irgendein uraltes Weibsbild binden wollte, das ihn noch überleben würde, aber ungefähr so faltig war, wie seine Urgroßmutter, die seit zwölf Jahren unter der Erde lag. Als Nayantai und der Rest aufgetaucht waren, war er ohne Fragen zu stellen mit ihnen mitgegangen und hatte damit alle Türen einer miserablen Zukunft verschlossen - nur er selbst wusste davon, aber Shuren wusste auch nicht, wie er Rain erklären sollte, was er bereits erlebt hatte. "Rain liebt andere Person noch immer?" Damit deutete er auf das andere Strichmännchen, das vermutlich Rains Geliebten darstellen sollte. Süß war es allemal, aber derartige Informationen waren dann wohl doch etwas viel. Ob er sich gefreut hätte?

      "Vater ist groß und stark? Und furchteinflößend? Deswegen boo?" Das konnte sogar etwas Sinn ergeben. Dass Rain jedoch einen guten Vater hatte, freute ihn irgendwo ungemein - anders, als sein eigener Vater, war er vielleicht auch jemand, der sich wirklich für sein Kind und dessen Entscheidungen sowie Angewohnheiten interessierte. "Mh ... Shuren wäre ... verwirrt. Flosse neu. Flosse ... ungewohnt. Irgendwann Flosse gut. Ich verstehe." Das würde auch bedeuten, das Rain wohl etwas Zeit brauchte, um sich an die neuartige Welt hier draußen zu gewöhnen, aber wenn Shuren es sich recht überlegte, dann würde sicher nichts dagegensprechen, wenn sie vorerst hier campierten, zumindest, bis sie sich einfallen ließen, wo sie als Nächstes anlegten - was wiederum hieß, dass jemand ihre Karte abgleichen sollte. "Shuren's Zuhause ist ... auch sehr kalt. Shuren mag Wärme.", stellte er fest, schüttelte dann aber den Kopf. "Shuren etwas kalt ... und Rain weh. Nicht so!" Gerade jetzt schien das eher unwichtig, denn Shuren war derjenige, der seufzte, als Rain die Muschel aus ihrem Feuerchen zerrte, weil Khasar das Essen lieber anbrannte. Zögerlich griff er nach Rains Händen und blies auf die augenscheinlichen, roten Stellen, die sicher bald wund sein würden, oder zumindest Brandblasen aufwiesen. "Rain ... tut weh? Salbe? Kühl?" Ansonsten taten seine Hände wirklich noch weh, und Shuren fühlte sich verdammt schlecht ...
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • "Rain... uh... ja. Aber das ist schon eine Weile her.", erklärte er, ohne zu wissen wie er es dem Menschen verdeutlichen sollten. Aber er malte eine zweite Person neben die neben dem gebrochenen Herz und ein neues Herz zwischen diese beiden. Streit gab es nicht wirklich. Rain hatte eher zufällig herausgefunden, dass Noel sich jemand anderen gesucht hatte. Er hatte ihm nie die Schuld gegeben, sondern sich selbst und er hatte es auch nie angesprochen, sondern die Beziehung einfach ohne einen Grund zu nennen beendet. Es schien Noel nur Recht gewesen zu sein, aus offensichtlichen Gründen. Rain sah zu Shuren auf und schüttelte lächelnd den Kopf. "Rain mag Noel. Rain liebt Noel nicht.", erklärte er mit einem Nicken. Es waren andere Dinge die ihn wegen dieser Geschichte beschäftigten, nicht sein Exfreund selbst. er war froh, dass er glücklich war, aber Rain hatte sich auch nicht mehr mit ihm getroffen. Sein Stiefvater hatte ihn danach einfach in die Arme genommen und getröstet. Rain erinnerte sich sehr gut daran und jetzt erinnerte er sich schon wieder daran, dass seine Fmailie in großer Gefahr schwebte. Etwas Nasses lief über seine Wange und er war verwirrt. War das Regen? Nein, es war keine einzige Wolke am Himmel.

      Rain lächelte Shuren an und nickte. "Ja. Boo. Groß. Nayantai." Rain deutete eine Größeneinheit an und machte es auf einmal mehr als doppelt so groß. "Vater.", erklärte er. Rain fragte sich wie er wohl in menschlicher Form aussah - ob er größer war als Nayantai? Seine Flosse war einfach sehr viel länger als Rains und das machte ihn vielleicht ein bisschen unheimlich. Erneut nickte Rain als Shuren sein problem wohl verstand und nachempfinden konnte. Er sah Shuren aber bald ein wenig verwirrt an und deutete auf das Schiff. "Nicht Shuren Zuhause?", fragte er ihn. Vermutlich meinte er den Ort wo seine Eltern lebten? Kurz darauf wurde er ein wenig von Shuren zurecht gewiesen. Wegen der Muschel? Der Mensch griff nach seinen Händen und besah sich die Handflächen auf die er blies. Die kühle Luft war angenehm und Rains Haut ein wenig rot. Es brannte als hätte ihn eine Qualle erwischt, aber das war nicht so schlimm. "Rain gut.", versuchte er Shuren zu beschwichtigen. Er sah beinahe traurig aus, als hätte er sich die Hände verbrannt und nicht Rain. "Shuren...?", fragte er und neigte dann entschuldigend seinen Kopf.
    • "Wie lange?", fragte Shuren mit hochgezogener Braue. Eine Weile könnte alles sein, und während er sich sicher war, dass die schönen Dinge im Leben vergingen, als wären sie spektakuläre Feuerwerke, die selten so lange lebten wie sie eigentlich brauchen würden, um sich vollends zu entfalten, so waren es die traurigen Erinnerungen, die an eine bessere Zeit zurückblieben. Wenn Shuren könnte, dann würde er sich wohl so viel Aufmerksamkeit schenken, wie er wollte - dann würde er, ungeachtet seines eigenen Werdegangs, unbekümmert in den Tag hineinleben, aber das konnte er nicht. Sanft legte er seine kalte Hand auf Rains weiche Brust, dort, wo er sein Herz vermutete. "Noel ... mag Rain auch? Hat Noel Rain ... wehgetan? Herz au?" Seine dünnen Finger krümmten sich, bevor er sie wieder zurückzog - Rains Haus war bleich und kalt, so wie sich Shuren den Mond vorstellen wollte, und es half ihm nun einmal nicht, wenn er versuchte, sich selbst in eine Richtung zu zwängen, in der er gar nicht sein wollte. War ihm nach weinen zumute? Nein, daran wollte er weder denken, noch wollte er sich selbst glauben schenken - Rain war derjenige, der weinte, und Shuren war es, der ihm das warme Wasser aus dem Gesicht wischte. "Alles wird gut."

      Trübsal blasen stand Rain nicht, zumindest empfand Shuren so - ein Lächeln war viel bezaubernder, vor allem auf einem Lippenpaar, das er noch nie so dermaßen traurig erlebt hatte. Dass sie zu aufheiternden Themen vorstießen, war ihm deswegen nur absolut recht. "Wie Nayantai? Der ist doch riesig!", echauffierte er sich. Das war er, aber Rains Vater musste wohl auch ein gestandener Mann sein, wenn er so von ihm erzählte - und Shuren war derjenige, der nicht gut über seinen alten Mann zu sprechen wusste, sondern nur grinste. "Shurens neues Zuhause. Shurens Vater und Mutter ... Eltern ... anderes Zuhause.", erwiderte er. Das bedeutete noch lange nicht, dass es ihn wieder dorthin zurückzog. Tei und Khasar kamen aus verschiedenen Teilen der Welt, aber wenn sie das Schiff jemals verlassen sollten, dann vermutlich anderorts zusammen und was Muhan anging, so war er sich ziemlich sicher, dass er wieder nach Hause wollte; und selbiges galt wohl für Rain und Nayantai. Wieder fühlte er sich einsam und ausgeschlossen, aber er ließ sich nicht von der Bitterkeit der Situation zerfressen. Womöglich fand er doch noch jemanden, bei dem er bleiben wollte? "Rain weh? Shuren gut ... nur, Shuren böse. Tu das nicht, okay?" Enttäuscht war er nicht, aber er musste Rain wohl irgendwie dazu bekommen, dass er verstand. "Shurens Familie ist ... mh, nein. Rain hungrig?"
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    • Rain und Shuren verstanden sich immer besser, aber vieles davon war nur Raten. Es war schon lustig, dass sie trotzdem ein Gespräch führen konnten, vielleicht redeten sie aber auch schon seit Minuten aneinander vorbei. Rain wusste vor Allem nicht wie er Shuren sagen sollte, wie lange die Sache mit Noel schon her war. Einen Tag konnten sie schon einigermaßen beschreiben, aber ein Jahr? Rain malte einen großen Kreis in die Luft, vielleicht reichte Shuren das um ihn zu verstehen. "Mehr als ein Jahr.", erklärte er auf seiner eigenen Sprache. "Noel mag Rain...?", wiederholte er, dann zuckte er mit seinen Schultern. Rain wusste es nicht, er hatte nicht mehr mit ihm gesprochen, er hatte Noel nur immer mal wieder in der Stadt gesehen. Erneut nickte Rain, wenn auch etwas zögerlich. "Rain... traurig. War traurig. Aber... das gehört dazu.", erzählte er, während er die Worte seines Stiefvaters wiederholte, ohne alt genug zu sein um dessen Bedeutung wirklich zu kennen. Sie alle waren jung, oder etwa nicht? Die Gruppe menschen schienen etwa so alt zu sein wie Rain selbst. Sie alle waren in einem Alter in dem sie dachten zu wissen wie die Welt funktionierte, dabei wussten sie absolut gar nichts. Shuren streckte plötzlich seine Hand aus und wischte über Rains Wange. Sah er traurig aus? Er winkte verlegen ab. "Ah... ich... nicht Noel... Vater...", erklärte er den grund für seine Stimmung.

      Es war besser sich anderen Themen zuzuwenden. Shurens lachen steckte Rain an und er schmunzelte, auch wenn er nicht alles verstand. Dann folgte er Shurens Erklärung über seine Familie so gut er konnte. "Shuren Zuhause... gehen...?", fragte er ihn, um zu erfahren ob er dort hin zurück wollte. Er wusste nicht warum sie alle auf dieser Reise waren, aber irgendwann würde er ihre Sprache gut genug kennen, um es zu verstehen. Vielleicht lag er falsch, denn Shuren sah schon wieder so traurig aus, ganz anders als seine Freunde die sich miteinander vergnügten. Rain fragte sich ob es an ihm lag. lag es daran, dass seine Hände rot waren und brannten? Es war wirklich nicht so schlimm. "Mhm...", murmelte er entschuldigend und sash entsprechend drein. Anschließend wollte Shuren wohl selbst etwas los werden, ließ es aber doch bleiben. Rain lächelte. "Shuren... mh... Shuren Familie... reden. Schiff? Alleine?", fragte Rain, deutete auf das Schiff und zeigte auf Shuren und sich selbst. Er konnte ihn zwar nicht verstehen, aber vielleicht war das auch gut so, wenn Shuren sich etwas von der Seele reden wollte. Für den Moment hob Rain die Muschel vorsichtig wieder auf, die mittlerweile ein wenig ausgekühlt war. Er öffnete sie für Shuren und bot sie ihm an. Er hatte immerhin noch ein paar mehr die Nayantai für ihn gesammelt hatte.
    • Noel war also ein Figment der Vergangenheit und Shuren derjenige, der tiefe Löcher in die Haut und das Fleisch eines Aquarianers bohrte, der womöglich ganz andere Sorgen hatte. Irgendwo tat es ihm leid, denn zugegeben war ihm beinahe schon peinlichst klar, dass er sich nicht bis sein Lebensende an anderen stützen und sich ihnen aufhalsen konnte. Hatte er Glück, dann würde ebendas noch ein, zwei Jahre funktionieren, aber danach war wohl Schluss mit lustig und er sollte sich endlich ein eigenes Plätzchen suchen, an welchem er nicht nur all seinen Stolz sondern auch seine Verdrossenheit aufgab, die er sonst eigentlich nicht in die Wiege gelegt bekam. “Das … was? Rain ist nicht mehr traurig?” So hörte es sich zumindest an und er wollte es gelten lassen; es sprach auch nichts dagegen, wenn er es tat, gleich wenig, wie es sonderlich für einen Aufschrei sorgen würde, wenn er offen und ehrlich mit Rain war. Wie lange diese Prozedur sich wohl hinziehen sollte? Genau konnte das wohl keiner sagen, aber in ein paar Tagen wollte er sich die Wunde an Rains Seite ansehen, und ob sie so heilte, wie er es von ihr wollte. “Traurig wegen Vater? Ist er alleine?” Ob Rain seine Mutter verloren hatte? Was wusste Shuren schon.

      “Nein, Shuren … weiß noch nicht. Shuren nich nach Hause.”, gestand er. Traurig war er noch immer, und von der Brust hatte er sich seine Probleme eigentlich auch nicht geredet, aber es stand fest, dass er wohl abermals dafür verantwortlich war, endlich einzusehen, dass er nicht sein Leben lang auf einer Spielwiese herumtollen würde, sondern irgendwann auch Verantwortung zu übernehmen hatte. Seine Mutter würde ihn sicher zurückhaben wollen und wieder bei sich aufnehmen, aber danach strebte es ihm nicht - eine Hütte in den Bergen wäre ein besserer Ort, fernab der Zivilisation, nur wollte er nicht gänzlich alleine sein, selbst dann nicht, wenn er Stille genoss. Seine Leid, seine Trauer und seine Freude würde er ansonsten wohl nie wieder mit irgendjemandem teilen. “Hm? Ob ich … über meine Familie reden will? Nein, nein. Heben wir uns das auf, ja? Dann weißt du auch, warum.”, erklärte er und ergriff die noch warme Muschel, die ihm angeboten wurde. Shuren riss das Fleisch los, das zäher wirkte als es einst gewesen war, und verschlang es in einem großen Bissen - es schmeckte salzig und nach Meer, aber ansonsten fand er sie nicht schlecht. “Danke. Muschel gut!”, lobte er Rain, als hätte er sie gefangen und gekocht. Shuren war derjenige, der aufstand und die hölzernen Stäbchen an nicht verkohlten Stellen angriff und sich schließlich ein Stück abriss, das er zu Rain brachte - gebratener Fisch war sicher etwas Neues für ihn, und das Gleiche galt für Gemüse. “Essen noch heiß. Au. Blasen.”, teilte er Rain mit und führte es ihm vor, bevor er ihm das Stöckchen anbot.
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    • Shuren schien Rain nicht ganz folgen zu können, aber das war auch kein Wunder. Sie hatten erst gestern angefangen ihre Sprachen auszutauschen, natürlich konnten sie kein tiefgründiges Gespräch führen. Trotzdem fühlte Rain sich von Shuren verstanden und es schien auch so, als wolle Shuren mehr erfahren und ihm vielleicht sogar irgendwie helfen, wenn er konnte. "Rain uh..." Er wusste nicht wie er Shuren alles erklären sollte. "Noel... traurig.", erklärte er, zeigte mit seinen Fingern aber einen kleinen Abstand. "Rain wegen Vater traurig, weil...", erklärte er und hielt seine Handgelenke zusammen als wäre er gefesselt. "Ein Vater, zwei Vater... zwei...", erzählte er weiter und zeigte erneut, dass sie beide nun Gefangene der Sirenen waren. Dann malte er ein Gitter in den Sand und deutete darauf. "Vater...", sagte er und löschte die inneren Stäbe der Zeichnung wieder. Dann malte er einen Aquarianer - sich selbst - daneben und einen Peil der hinaus führte. Dann erzählte er weiter. "Vater groß." Rain schüttelte den Kopf und deutete auf die Öffnung im Gitter. "Rain alleine... jetzt Rain hier." Das war nur ein Bruchteil dessen was passiert war, aber vielleicht verstand Shuren ihn so besser.

      "Shuren Zuhause nicht gut?", fragte Rain dann seinerseits. Shuren wirkte so verletzlich und vielleicht sollte Rain aufhören ihn auszufragen. Nur weil es ihm selbst gut tat sich ihm anzuvertrauen, musste das noch lange nicht heißen, dass Shuren genauso fühlte. Er wollte dieses Gespräch scheinbar verschieben und Rain nahm das so an. Er hatte keinen Grund Shuren zu drängen. Es war nur ein Angebot gewesen. Genauso wie die Muschel die Shuren nun nahm und verspeiste. Rain sah ihn erwartungsvoll an und sie schien ihm geschmeckt zu haben. Rain lächelte breit und sah dann zu wie Shuren zum Feuer stapfte und mit Fisch zurück kam. Rain beobachtete ihn und blies dann auf den Fisch, bevor er ihn vorsichtig kostete. Er schmeckte ganz anders als roh und auch nicht nur nach Fisch, sondern auch nach Salz und anderen Dingen die Rain nicht zuordnen konnte. Es war fast ein bisschen viel, aber trotzdem gut. Er schluckte herunter und lächelte dann. "Gut!", entschied er, gab das Stöckchen aber an Shuren zurück. Er wollte niemandem etwas weg essen und er hatte ja noch die Muscheln von Nayantai von denen er nun die nächste nahm um sie zu öffnen und zu essen.
    • Sofern Rain sich in einiger Zeit noch immer dafür begeistern ließ, sich jedwedem von Shurens Problemen anzunehmen, so schien er nichts dagegen zu haben, ihn in seine intimen Geheimnisse einzuweihen. So weit er wusste war Tei die Einzige, neben ihm, die aus einem unglücklichem Elternhaus kam und das aber auch nur, weil diverse Diskrepanzen einen Keil zwischen sie getrieben hatte und für Unmut gesorgt hatte. „Rain hat zwei Väter?“, hinterfragte er schließlich, auch, damit der Blonde das Wort erfuhr, das ihm augenscheinlich auf der wunden Zunge lag, die sich Gott sei Dank nicht auch noch in der heißen Muschel vergraben hatte, die er ohne Vorsicht oder Rücksicht auf sich selbst aus dem Feuer gefischt hatte. „Väter eingesperrt? Rain sucht Hilfe für Vater? Kann Shuren helfen?“, erkundigte er sich besorgt. Wenn Rain ihm gerade sagen wollte, dass es ihm leid tat, dass er lediglich so zu kommunizieren wusste, und dass er eigentlich nicht hier draußen herumsitzen sollte, weil seine Familie in Gefahr war, dann würde sich Shuren ich etwas einfallen lassen, damit er schnellstmöglich wieder nach Hause konnte, auch, wenn es wohl unethisch war, ihn einfach so ziehen zu lassen. „Sirenen haben Väter und Rain gefangen?“

      „Rain hat Shuren. Shuren hilft Rain. Rain ist nicht alleine.“, versuchte er mit einem Lächeln klarzumachen - was für einen Effekt all das auf den Meermann haben würde, konnte er zwar nicht sagen, aber war sich darüber im reinen, dass es hundertmal besser war, als herumzusitzen und nichts zu tun. Den Verlauf der Dinge konnte er im Retrospekt nicht mehr ändern, aber er könnte zumindest versuchen, all das so ernst wie möglich zu nehmen. “Shurens Zuhause … schlecht. Shuren mag Zuhause nicht.” Im wahrsten Sinne des Wortes war es so, aber er wollte sich nicht aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass es nie schöne Momente in seinem Leben gegeben hatte - im Gegenteil - aber es waren einfach zu wenige, um den Rest seines Lebens zu erklären und als das anzusehen, was es wirklich war. “Gut? Rain mag?” Es schien wohl so, und der Stockfisch schien eine willkommene Abwechslung, weswegen er ihn auch als Geschenkt akzeptierte und schlussendlich an ihm nagte, während Rain sich an seinen Muscheln bediente, die Nayantai wohl eher mühselig für ihn frischgehalten hatte. Was für ein Kindskopf er doch war, und gleichzeitig war es irgendwo verdammt niedlich. Shuren zeigte mit seiner freien Hand nach oben, gen den Sternen, während Fisch und Kräuter an seinen Wangen klebten. “Rain mag Sterne? Sterne Zuhause?” Seesterne waren nicht mit Himmelskörpern vergleichbar, doch eventuell gab es leuchtende Quallen? Oder sah Rain sie von dort unten auch?
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    • "Väter. Zwei. Ja.", antwortete Rain nickend und mit einem Lächeln. Aber das war nicht genug der Erklärung, da war er sicher. "Rain zwei Väter und Mama.", erklärte er und malte drei Figuren in den Sand. Einer malte er lange Haare und einer malte er eine Krone. Dann malte er zwischen die Beiden ein Herz. Es folgten zwei Linien die zu einer vierten, kleineren Person führten und er deutete auf sie. "Rain." Dann deutete er auf den mit der Krone und die Frau daneben. "Vater. Mama.", erklärte er. Nun deutete er auf die person die übrig war. "Vater zwei.", erklärte er, dann malte er ein großes Herz um seine Eltern - alle drei. Bei den Aquarianern war das nicht unbedingt unüblich, obwohl es bei der Königsfamilie doch etwas strenger zuging. Rain hatte nie ein problem mit seinem Stiefvater gehabt. Er war irgendwann wie aus dem Nichts aufgetauscht und wurde von seinen Eltern aufgenommen als kannten sie sich schon ewig. Rain hatte das nicht gestört und auch er war immer ein guter Vater für Rain. Über seine Mutter schwieg er vorerst, nachdem ihm die Worte fehlten um alles genau zu erklären und es spielte auch keine große Rolle. Stattdessen nickte er auf Shurens Frage hin. Ja er suchte Hilfe, aber ob Shuren helfen konnte wusste er nicht. "Rain uhm... Rain... Sirenen?", versuchte er zu erklären und malte eine Art Karte in den Sand. Dann eine Menge Fragezeichen. "Rain Zuhause?", fragte er außerdem und deutete auf die stilisiere Karte die nichts bestimmtes darstellte, sondern nur verdeutlichen sollte, dass Rain nicht wusste wo er oder die Sirenen waren.

      Erneut nickte er. "Gefangen. Mhm.", bestätigte er, dann lächelte er ein wenig. "Danke.", lächelte er und legte seine Hand kurz auf Shurens. "Rain uhm... Menschen bla bla bla. Lernen." Das war ihm im Moment wohl die größte Hilfe, anschließend konnte er vielleicht die wirklich wichtigen Fragen stellen. "Hmm. Shuren... muss nicht Zuhause.", erklärte Rain bestimmt, dann deutete er auf das Schiff. "Zuhause.", lächelte er und wollte Shuren scheinbar aufmuntern. Er sah auf den Fisch und nickte erneut heftig. "Fisch. Gut." Er war wirklich lecker, aber die Muscheln würden reichen. Irgendwann würde er sich seinen eigenen Fisch fangen und dann konnten die Menschen ihn vielleicht auch an das Feuer legen. Die Muscheln genügten ihm für den Moment und er knackte einer nach der anderen um sie zu verspeisen. Während sie aßen folgte Rain Shurend Deut zu den Sternen. "Sterne?", fragte er, er kannte sie aus Erzählungen und aus der ein oder anderen Erkundungstour die er gemacht hatte. "Zuhause Nein. Zuhause Fisch Sterne. Leuchten nicht.Manche Fische leuchten, aber. Manche Pflanzen auch.", lächelte er und bei dem Wort Pflanzen deutete er auf die Pflanzen hinter ihnen.
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