[2er RPG] In his Thrall [Codren feat. Pumi]

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    • Vincent riss die Augen auf. Hatte Thomas denn nicht zugehört?!
      "Bist du dir sicher, dass du das willst? Ein drittes Mal mein Blut zu trinken hat Konsequenzen, Thomas. Du könntest mir für eine Weile keinen Wunsch mehr ausschlagen. Ich könnte alles von dir verlangen, egal was. Ich kann doch auch einfach bei dir bleiben, wenn du schläfst. Wenn du mich von dir trinken lässt, dann weiß ich, wann du einen Alptraum hast, bevor du dich anfängst, dagegen zu wehren. Du musst das nicht tun."
      Vincent seufzte und ließ sich wieder zurück in seine Ausgansposition sinken. Für einen langen Augenblick starrte er den Baldachin über seinem Bett an.
      "Natürlich ist das deine Entscheidung," meinte er dann, etwas leiser. "Ich gebe dir mein Blut, wenn du es willst. Ich will nur, dass du weißt, worauf du dich einlässt. Wenn es um Blut geht, dann ist nichts einfach für einen Vampir. Ich vergleiche es gern mit Essen, aber es ist mehr als das. Es ist eine Sache, wenn ein Vampir sich einen unbekannten Menschen sucht und diesen tötet, um am Leben zu bleiben. Aber das hier, das was wir hier tun... das hat Gewicht, Thomas. Dir mein Blut zu geben bindet dich an mich - nicht nur körperlich, sondern auch auf einem instinktiven Level. Du riechst jetzt schon so sehr nach mir, dass kein Vampir dir ein Haar krümmen würde. Du gehörst mir. Und du wirst einfach alles für mich tun wollen, wenn du mein Blut ein drittes Mal in so kurzer Zeit trinkst. Gleichzeitig hat es einen ähnlichen Effekt auf mir, dass du mir dein Blut freiwillig anbietest. Du reichst mir nicht einfach nur ein Stück Kuchen, Thomas. Ich habe nicht die Worte, um zu beschreiben, wie sich das für mich anfühlt - und ich habe noch nicht einmal von dir getrunken, nicht bewusst. Das unten im Keller war eine Notlösung, ein schneller Moment, der so viel, aber auch überhaupt nichts bedeutet hat."
      Wieder seufzte Vincent, dann suchte er Thomas' Blick.
      "Ein Teil von mir will dieses Gespräch vertagen bis wir beide einen klareren Kopf haben. Ein anderer Teil von mir will keinen Monat darauf warten, eine Antwort zu bekommen."
      Er lächelte entschuldigend.
      "Eine Beziehung mit einem Vampir wird immer kompliziert sein auf eine Weise, die Menschen gar nicht nachvollziehen können."


    • Thomas hörte sich sehr eindringlich und nachdenklich an, was Vincent ihm zu sagen hatte, die Tatsache, dass er zu dem werden würde, was sie Vlad davor vorgespielt hatten. Es reizte ihn nicht unbedingt, so willenlos zu werden, den einzigen Sinn des Lebens nur noch darin zu sehen, Vincent Wünsche von den Lippen zu lesen, aber er sah auch keinen Nachteil darin. Er wollte diesen Mann heiraten, er wollte sein restliches Leben mit ihm verbringen, es war ihm ganz egal, ob er da für einige Zeit eine gewisse Obsession entwickeln würde. Er hatte allen Grund, Vincent sein Leben anzuvertrauen - wiederholt.
      Ich vertraue dir, Vincent. Vielleicht habe ich nicht genau erklärt, wie ich das meine.
      Er rückte ein wenig nach hinten, damit er sich aufsetzen konnte.
      Ich lasse dich nicht gerne an meinen Hals, weil ich das Gefühl mit Gefahr verbinde. Dasselbe gilt dafür, wenn du mich zu lange festhalten würdest, oder wenn du dich zu schnell bewegst. Aber ich vertraue dir, ich vertraue darauf, dass ich bei dir keine falschen Entscheidungen treffen kann, wenn es so weit kommt. Entweder, ich würde dich lassen und du würdest mich nicht verletzen - nicht ohne, dass ich es nicht wollte - oder du würdest hören, dass mein Herz zu schnell schlägt und dich entfernen. In jedem Fall kann ich darauf vertrauen, dass ich nicht bereuen würde, dich gelassen zu haben.
      Wenn du mir jetzt sagst, dass du alles von mir verlangen könntest, sage ich nichts anderes. Ich vertraue dir. Ich vertraue darauf, dass ich in jeder Lebenslage bei dir in Sicherheit bin. Das ist besser, als dich von deinem Schlaf abzuhalten. Auch sicherer.
      Er ergriff Vincents Hand.
      Ich würde dir alles geben. Und das ist alles, was ich dir geben kann.
    • Vincent zog Thomas' Hand an seine Lippen und küsste sie sanft. Womit hatte er nur jemanden wie diesen Mann verdient?
      "In Ordnung," stimmte Vincent dann zu. "Wenn es das ist, was du willst, dann werde ich dich nicht davon abhalten. Ich will nur, dass du dir dein Vorgehen genau überlegst und alle Konsequenzen kennst."
      Er ließ Thomas los und streckte sich von Kopf bis Fuß, bevor er sich selbst dazu brachte, sich zumindest einmal hinzusetzen. Für einen langen Moment versank Vincent in seinem eigenen Körpergefühl. Die letzten drei Nächte hatte sich alles ähnlich, aber anders angefühlt und jetzt hatte sich wieder alles verändert. Es war interessant zu spüren, wie sich seine ganze Wahrnehmung mit seiner Ernährung veränderte. Aber das war ja genau der Punkt, nicht wahr? Deswegen jagten Vampire Menschen: Ihr Blut war einfach potenter. Wer gab schon freiwillig all die Macht auf, die damit einherging?
      Gedankenverloren stricht Vincent mit den Fingern über die Maserung im Holz seines Nachttisches. Er spürte so viel weniger Details darin als noch letzte Nacht, es war geradezu beängstigend. Als erblinde er langsam. Wie hatte er nur zweihundert Jahre als ein solcher Schwächling existieren können? Das hier war falsch! Er sollte so viel mehr sehen! So viel mehr spüren! Das hier war eine Beleidigung für was er war!
      Vincent schloss die Augen und ließ die Hand sinken. Er war hungrig, deswegen begehrte das Monster auf. Kein Grund zur Beunruhigung, alles war in Ordnung.
      So nackt, wie er geboren worden war, schlenderte Vincent hinüber zu dem Sessel, auf dem seine übliche Morgenrobe lag. Er schlüpfte hinein - und versuchte, das fehlende Gefühl für die Seide zu ignorieren. Er war sogar ganz brav und band die Robe ordentlich auf Höhe seiner Hüften, bevor er sich in den Sessel sinken ließ und Thomas einen langen Augenblick lang betrachtete.
      "Wenn wir das wirklich tun, dann ist da noch eine letzte Sache, die du wissen solltest," sagte er. "Wenn du mein Blut trinkst - und noch viel mehr, wenn du mich deines trinken lässt - dann werde ich auch noch etwas anderes wollen. Das Blut mit jemandem zu teilen ist ein äußerst intimer Akt. Du solltest also jedes Mal vorher klarstellen, was genau es ist, das du von mir willst."
      Allein bei dem Gedanken daran, Thomas auf jede erdenkliche Weise zu haben, rollte ein warmer Schauer durch Vincents Körper. Er leckte sich über die Unterlippe, als der Geist von Thomas Geschmack über seine Zunge huschte.


    • "Ich will es", stimmte Thomas zu und nach einer Weile, die Vincent in nachdenklicher Schweigsamkeit verbrachte, stand der andere auf und ging zu seinem Sessel hinüber, wo er sich dezent bekleidet niederließ. Thomas folgte seinen Bewegungen mit den Augen, bis zu dem Moment, in dem er sich gesetzt hatte und den Blick erwiderte. Wortlos sahen sie sich an, vielleicht auch unwillens, das aufgetretene Schweigen zu brechen. Thomas war sowieso kein Mann von vielen Worten und Vincent ließ sich genau Zeit damit, seine Gedanken zu sortieren.
      Als er schließlich wieder sprach, hatten seine Worte etwas endgültiges. Natürlich gab es noch einen Weg zurück, es war noch nichts in Gang gesetzt worden, aber sie teilten beide ziemlich unmissverständlich mit, dass sie nur den Weg nach vorne wählen würden. Und für den Moment bestand dieser Weg bei Thomas, indem auch er aufstand, den selben Weg hinüber zu Vincent beschritt, und sich hinter ihn stellte. Er hatte keine Morgenrobe, die er sich hätte anziehen können und in der Sicherheit ihres Schlafzimmers war das auch nicht weiter wichtig. Dafür legte er zärtlich die Hand auf Vincents halb entblößte Brust, strich über seine nackte Haut nach oben, fuhr über sein Schlüsselbein zu seinem Hals hinauf und legte die Finger um ihn, ohne Druck auszuüben. Er streichelte ihn nur ein wenig, Vincents festen, eleganten Hals, die Stelle unter seinem Kiefer, an der er eigentlich einen Puls hätte spüren müssen. Er tastete auch danach, weil er sich erhoffte, doch vielleicht wenigstens seine Ader zu erspüren.
      "Du kannst alles von mir haben, Vincent. Und im Moment", er übte einen leichten Druck auf Vincents Hals aus, genug, dass der Mann seinen Kopf zurück auf die Rücklehne legen konnte und Thomas sich in einem halb fertigen Kuss über ihn beugte, "will ich von dir dein Blut haben."
    • Vincents Blick folgte Thomas, ohne dass er seinen Kopf bewegte. Er hatte sich selbst mit seinen Gedanken und Fantasien an einen Ort katapultiert, an dem er nicht wusste, wie stark seine Selbstkontrolle noch war, und dabei zuzusehen, wie Thomas vollkommen nackt auf ihn zu schlenderte war ein wahrer Test. Vincent traute sich nicht, auch nur einen Muskel zu rühren. Nicht, weil er Angst davor hatte, Thomas zu verletzen, sondern davor, die Ernsthaftigkeit dieses Augenblicks aus dem Fenster zu schmeißen.
      Dann trat Thomas hinter ihn und das stellte etwas mit Vincent an. Das Tier in ihm wurde nervös, doch irgendetwas filterte diese Reaktion und es wurde zu Aufregung, Vorfreude. Er wollte wissen, was als nächstes passieren würde und dann gab Thomas ihm die Antwort. Vincent schnurrte leise, als er die warme Hand auf seiner Brust spürte. Das Schnurren wurde zu einem leisen Knurren, als sich die gleiche Hand um seinen Hals legte. Doch es war keine Warnung, die er aussprach, ganz im Gegenteil: er wollte mehr. Thomas' Finger an seinem Hals zu fühlen, sandte Wellen der Erregung durch Vincents gesamten Körper. So viel zum Thema Ernsthaftigkeit.
      Er folgte dem Druck, der stillen Aufforderung, und legte den Kopf in den Nacken, um Thomas' Kuss zu empfangen.
      "Dann nimm es dir," hauchte Vincent und legte seine Arme auf die Lehnen des Sessels, Handflächen nach oben, womit er die Venen in seinen Unterarmen entblößte.
      Diese Geste hatte für einen Vampir eine ähnliche Bedeutung wie bei einem Hund, der sich auf den Rücken warf und seinen Bauch entblößte: Unterwerfung. Vincent lehnte auch seinen Kopf ein wenig zur Seite, sofern ihm das gerade möglich war, entblößte damit seinen Hals auf die gleiche Weise. Thomas sagte, er vertraue ihm. Das galt für sie beide. Er vertraute darauf, dass Thomas ihn nicht verletzen würde, dass er sich nur nahm, was er brauchte. Und Vincent hatte keinerlei Problem damit, sich diesem Mann auch auf diese Weise hinzugeben.


    • Auch jetzt gab Vincent diese kleinen, primitiven Geräusche von sich, einer Katze gleich, die sich ganz schnell und ganz leicht in einen Löwen verwandeln konnte. Es rumorte in seiner Kehle wieder, ein fernes Vibrieren, das Thomas mit seiner Hand erspüren konnte, das aber nichts von tatsächlicher Aggression zeugte. Es war noch immer wie ein Schnurren, nur jetzt von etwas, das im nächsten Augenblick mit seinen scharfen Fangzähnen zuschnappen könnte.
      Thomas wusste noch nicht, ob er es mochte. Daher experimentierte er etwas weiter herum, um es bald herauszufinden.
      Vincent neigte sich für den Kuss zu ihm hoch und streckte dann beide Arme deutlich sichtbar auf den Armlehnen aus, die Handflächen nach oben gerichtet, wie eine Einladung, der Thomas nur noch nachzukommen bräuchte. Der Anblick der offenen Handgelenke rührte in ihm nicht so viel, wie es vermutlich einen Vampir gereizt hätte, aber mit dem Wissen, das er darüber hatte, konnte er nicht anders als zu sehen, wie Vincent sich ihm präsentierte. Genauso gut hätte er wohl die Robe fallen lassen und die Beine für ihn spreizen können, aber das hier hatte etwas anderes, das Thomas' Interesse nicht weniger weckte. Es hatte etwas instinktiveres, etwas verletzlicheres, mit dem Vincent sich ihm aussetzte. Er vertraute ihm sein Leben an, auf eine allzu deutliche Weise.
      Und Thomas würde es mit allem, was ihm zur Verfügung stand, ehren und beschützen.
      Er beugte sich weiter hinab, an Vincents Kiefer vorbei zu seinem Hals, den er ihm genauso entgegen streckte, und küsste sich vorsichtig an ihm hinab, der Spur der Halsschlagader nach. Nur ein wenig weiter experimentieren, sehen, wie Vincents neue Instinkte auf ihn reagierten. Als er an seiner Schulter angekommen war, ließ er ganz von ihm ab und kam um den Sessel herum. Von vorne betrachtet war der Anblick sogar noch viel schöner: Vincents Robe war nur ganz lose zusammengeschnürt, seine Arme lagen wie in einer offenen Umarmung auf den Lehnen und er schien einen Punkt daraus machen zu wollen, Thomas seinen wunderschönen Hals zu präsentieren. Er müsste sich nur in diese Umarmung begeben, müsste die Lippen unter Vincents Kiefer ansetzen und spüren, wie ihm das folgende Knurren durch den Hals vibrierte, vielleicht, wie er sich für Thomas sogar noch weiter nach hinten streckte. Er müsste sich nur nehmen, was der andere ihm so offen darbot.
      Thomas begab sich aber nicht in die Umarmung, er sank stattdessen vor Vincent auf ein Knie hinab, einem Antrag gleich, und legte die Finger behutsam um Vincents linkes Handgelenk. Er zog es zu sich, den Blick unablässig auf den Mann vor sich gerichtet, und platzierte sanfte, vorsichtige Küsse auf der Unterseite. Nur ein bisschen experimentieren. Er variierte in der Härte, massierte die Haut mit seinen Lippen, strich mit der Zunge knapp darüber. Kein einziges Mal ließ er den Blick dabei von Vincent ab, der ihn genauso unablässig beobachtete. Unter seiner Robe zeichneten sich mittlerweile die harten Konturen dessen ab, dem Thomas sich genauso gerne gewidmet hätte.
      Einen Moment küsste er ihn noch an dieser Stelle, dann schob er Vincents Arm zurück zu ihm, in der stummen Aufforderung, dass er sich selbst beißen sollte. Thomas hatte keine scharfen Zähne, um die Haut so einfach zu durchbrechen, und bis auf Silbermesser hatten sie hier nichts scharfes zugegen. Aber Vincent verstand, biss sich selbst und streckte wieder die Hand nach Thomas aus.
      Er beobachtete ihn noch weiterhin, als er die Lippen ansetzte und sie mit den ersten Tropfen Blut benetzte. Der eiserne Geruch nach Blut drang ihm in die Nase und lud keineswegs dazu ein, den Mund dafür zu öffnen. Aber Thomas küsste Vincents Wunde und setzte trotzdem seine geröteten Lippen daran an.
      Es schmeckte nach Blut und es war nicht angenehm, nichts, was Thomas nicht schon früher bemerkt hätte. Die Zähflüssigkeit mit der Kombination des Geschmacks gefiel seinem Magen nicht, auch wenn er es schon zwei Mal in den letzten Tagen gekostet hatte. Er musste sich ein wenig dazu zwingen zu schlucken, aber er machte weiter.
      Die Wärme kam, erst in seiner Kehle, dann in seinem Körper. Sie füllte ihn aus, gab ihm Sicherheit, Geborgenheit, Genesung. Sie steigerte sich nicht mehr als das, auch wenn der Geschmack des Blutes nach dem dritten Mal, nachdem Thomas sich wohl daran gewöhnt hatte, erträglicher wurde. Er zählte seine Schlucke mit, wollte nicht zu viel trinken, nicht mehr als das, was er benötigte. Aber was auch immer Vincent gemeint hatte, die Veränderung, die er durchleben müsste, blieb aus. Bis auf die Wärme, bis auf den Frieden, der ihn ausfühlte, blieb alles beim Gleichen, als er so vor Vincent kniete und den Mann beobachtete, während er von seinem Handgelenk trank. Den Mann mit den majestätischen Wangenknochen, mit den gar engelsgleichen Augen, mit der Haltung eines Königs, dem Körper einer Skulptur, die bis zur Perfektion vollendet wurde. Den Mann, dessen wunderschönes Blau seiner Augen nur eines versprach: Liebe. Dessen sanfte, malerische Fältchen einen Ausdruck von Erhabenheit verliehen. War Vincent schon immer so... gottgleich gewesen? War das nicht blasphemisch? Aber was anderes konnte es sein, wenn nicht das? Vincent, sein Vincent, sein wunderschöner, perfekter, göttlicher Vincent, Gott im Himmel, war er schon immer so wunderschön gewesen, so perfekt in jeglicher Hinsicht?
      Thomas atmete hörbar ein, seine Pupillen weiteten sich, während seine Gesichtszüge weich wurden, während er nichts anderes tun konnte, als Vincent anzuhimmeln. Sein Blut schmeckte jetzt plötzlich nicht mehr eisern, es war süßlich, wie Honig rann es ihm die Kehle hinab und Thomas seufzte gar selig, verloren, verliebt, vernarrt. Ein Gefühl machte sich in ihm breit, eines von gänzlichem Glück, von Vollkommenheit, wie ein fehlendes Bauteil, das ihn nun endlich ganz machte. Das war alles was er brauchte, Vincent und sein Blut und diesen Moment, in dem er bei ihm sein durfte, in dem er ihn auch nur ansehen durfte, denn wirklich, Vincent war perfekt. Alles an diesem Mann war gänzlich perfekt und Thomas vergaß fast das Mitzählen, während er von ihm trank und völlig in der Liebe zu diesem Mann versank.
    • Thomas spielte mit dem Feuer. Dem Feuer, das in Vincent brannte und drohte, ihn zu verschlingen. Ein Teil von ihm wollte sich auf Thomas stürzen, ihn zu Boden drücken und seine Lust befriedigen. Ein anderer Teil wollte dieses Spiel in die Länge ziehen, wollte diese delikatere Art des Verlangens weiter antreiben. Das war der Teil, auf den Vincent hörte - und er bereute es keine Sekunde lang.
      Seine ganze Brust vibrierte, als Thomas ihn endlich dazu aufforderte, seinen Venen zu öffnen. Vincent zögerte nicht, hob sein Handgelenk an seine Lippen und drückte seine Zähne in sein eigenes Fleisch. Und dann bot er sein Blut dem Menschen dar, den er über alles auf dieser Welt liebte.
      Dieses Mal hielt Vincent das Stöhnen nicht zurück, dass ihm über die Lippen kam, kaum spürte er Thomas' Lippen an den kleinen Löchern in seinem Arm. Er ließ den Kopf gegen die Lehne sinken, sein Nacken plötzlich aus Pudding gemacht. Aber er hielt den Blickkontakt mit Thomas, wollte sehen, wie sich der Mann an ihm nährte, selbst wenn er nur ein Mensch war. Er spannte seinen Arm immer mal wieder an, um den Blutfluss zu erhöhen, während er die Verletzung gedanklich offenhielt. Und dann sah er es: den Moment, in dem sein Blut seinen vollen Effekt auf den Mann ausübte. Vincent sollte es hassen, dass Thomas da gerade einen Teil seines freien Willens verlor. Aber alles, was er spürte, war Erregung. Zu wissen, dass dieser Mann jetzt sein war, mit Haut und Haar, dieses Gefühl der Macht... es war unbeschreiblich. Ganz anders als mit Nora.
      Vincent setzte sich auf und schob eine Hand in Thomas' Haare. Er ließ ihn noch ein bisschen weiter trinken, bevor er ihn von seinem Handgelenk zog und ihn in einen wilden Kuss zwang. Er konnte sein eigenes Blut auf den Lippen des Mannes schmecken und es entlockte ihm ein Geräusch, das nicht ganz Knurren, nicht ganz Stöhnen war. Er lächelte in den Kuss hinein, dann schnitt er sich selbst die Lippe an einem seiner Fangzähne auf. Er zog Thomas auf seinen Schoß, lehnte sich wieder zurück. Er erlaubte es Thomas nicht, ihren Kuss zu lange zu unterbrechen, wenn er Luft holen musste.
      "Wie fühlst du dich?" fragte er nach einer Weile, halb außer Atem.
      Hinter Thomas' Rücken ließ er seinen Arm heilen, und auch den Riss in seiner Lippe schloss er wieder. Thomas hatte genug getrunken, um seine Knochenbrücke zu heilen. Das war alles, was Thomas hatte erreichen wollen, wenn sich Vincent noch recht erinnerte - was im Augenblick überraschend schwer war.


    • Viel zu schnell war es für Thomas vorbei und er wollte sich gerade beschweren, als Vincent ihn von seinem Handgelenk schob. Er wollte noch nicht aufhören. Es schmeckte viel zu gut, viel zu süß und er wollte alles von Vincent haben, er wollte ihn in sich spüren, in seinem ganzen Körper, er wollte mit Vincent verschmelzen, wenn es ihm nur möglich gewesen wäre. Aber das Geräusch, das über seine blutigen Lippen fiel, wurde aufgefangen von Vincents eigenen Mund, den er in einem Kuss auf Thomas' presste, der ihm den ganzen Atem raubte. Blind griff er nach ihm, schob die eine Hand in seine Haare, die andere packte seine Robe, um ihn daran noch näher zu sich zu ziehen - unaufmerksam gegenüber der Tatsache, dass sein Arm dabei kein bisschen schmerzte. Alles, was er denken konnte war Vincent und das atemberaubende, tiefe Vibrieren, das ihm durch den ganzen Körper zog. Dann drang auch noch der Geschmack seines Blutes zu ihm durch, neues, warmes Blut, dem er sich sofort entgegen neigte. Geistesabwesend ließ er sich von Vincent nach oben ziehen, was besser war, viel, viel besser als vorher, weil er dem Mann jetzt viel näher war, was ihn aber nicht von dem Geschmack ablenken konnte. Begierig leckte er ihm über die Lippe und in den Mund hinein, vertiefte ihren Kuss, versiegelte ihre Lippen, aufdass sie sich nicht mehr voneinader lösten. Sein Körper war noch immer vollständig ausgefüllt von der Wärme, aber jetzt wurde ihm auch noch heiß, eine Hitze, die ihm bekannt war und mit der er seine Hüfte hinab auf Vincents presste. Ein atemloses Stöhnen suchte sich seinen Weg zwischen ihren Lippen nach draußen, untermalt von dem Geräusch gepresster Atemstöße. Ihm wurde schwindelig von zu wenig Luft, aber als Vincent sich ganz von ihm löste, um Worte zu fassen, hätte er sich trotzdem beschwert. Er schnappte nach Luft und versuchte, den Lippen des Mannes nachzujagen, nur, um sie ihm verwehrt zu bekommen, bevor er nicht geantwortet hatte.
      "Unglaublich. Als wäre ich neu geboren worden. Ich liebe dich Vincent, Gott, ich liebe dich so sehr. Wie habe ich dich davor nicht schon so lieben können? Sieh dich an, wie perfekt du bist, Gott im Himmel."
      Diesmal gewährte es der andere ihm wieder, dass er ihre Lippen zurück aufeinander presste und den Druck seiner Hüfte auf Vincent erhöhte. Er konnte ihn spüren, unter dieser lästigen Robe, aber es war nicht genug, er musste alles haben, er musste Vincents gesamten Körper an sich spüren, sonst würde er sicher noch implodieren, das war die einzig richtige Erklärung für diesen Sog, den er an sich spürte. Fahrig griff er nach Vincents Robe, wollte sie ihm von den Schultern schieben, hatte nicht die geistige Kapazität zu erkennen, dass das Band sie noch zusammenhielt. Er gab ein unzufriedenes Geräusch von sich, dann beglückte er sich damit, beide Arme unter die Robe zu schieben und um Vincents Leib zu schlingen, um die Hitze, die von dem Mann ausging. Das war besser, aber noch nicht genug; er brauchte mehr und er verstand nicht, wie Vincent das nicht verstehen konnte.
    • Vincent packte Thomas am Kiefer - nicht der Kehle - und zwang ihn dazu, ihn anzusehen, anstatt seiner eigenen Gier nachzujagen. Er lächelte, als er sah, wie diese einfach Geste Thomas störte. Das Gefühl der Macht war geradezu überwältigend.
      "Zügle dich," forderte er. "Koste es aus. Genieße es. So gut wie jetzt wird es für eine Weile nicht mehr werden."
      Er zog Thomas in einen weiteren Kuss und ließ ihn wieder los, weil er beide seiner Hände brauchte, um sie um Thomas' Hintern zu legen. Vincent müsste lügen, sagte er, dass ihm das hier nicht gefiel - selbst ohne die berauschende Kontrolle, die er gerade über Thomas hatte. Er schob eine Hand über Thomas Wirbelsäule, genoss das Gefühl seiner nackten Haut an seinen Fingern, bis er sie wieder in Thomas' Haare schieben konnte. Er packte ihn, riss seinen Kopf nach hinten. Doch er konnte sich davon abhalten, sich gleich auf Thomas' Kehle zu stürzen. Stattdessen zog er eine Linie aus Küssen über Thomas' Schlüsselbein und Brust.
      "Dieses Herz schlägt jetzt für mich," hauchte er gegen Thomas erhitzte Haut, als er die Stelle erreichte, wo er besagten Herzschlag ganz genau an seinen Lippen spüren konnte. "Nur für mich..."
      Vincent gab einem animalischen Impuls nach und biss Thomas auf harmlose Weise in den Brustmuskel. Gleich darauf leckte er über den zarten, leicht geröteten Abdruck seines Gebisses. Er ließ Thomas los und legte seine Arme wieder auf die Lehnen, dieses Mal bot er sich dem Mann jedoch nicht einfach dar. Er machte es sich in dem Sessel bequem, das war alles.
      "Genieße es," wiederholte er sich noch einmal, ein verführerisches Lächeln auf seinen Lippen.


    • Thomas wurde in seinem Drängen abrupt von einer Hand an seinem Kiefer zurückgehalten, die ihn von Vincents Lippen wegschob. In seinem jetzigen Zustand kam das einer gänzlichen Katastrophe gleich. Wie konnte er ihm das nur antun? Wusste der Mann etwa nicht, wie sehr er ihn brauchte? Wie sehr er ihn haben wollte?
      Er packte seinen Arm und rollte stattdessen die Hüfte nach vorne, um wieder wenigstens etwas Distanz gutzumachen, doch Vincents Worte ließen ihn sofort und unverzüglich innehalten. Er sollte sich zügeln - was für eine gute Idee. Die beste Idee des Jahrhunderts, eigentlich. Wie war Thomas nur nicht selbst darauf gekommen? Das war, ganz offenbar, das beste, was er tun könnte. Also entspannte er sich sofort und auch, wenn das unglaubliche Bedürfnis, Vincent so nahe zu kommen wie nur möglich, noch immer anwesend und übermächtig war, ließ er es sich doch nicht zu Kopf steigen. Er zügelte sich, wenn auch nur für den Augenblick.
      Der nächste Kuss war weniger hektisch, weniger eine Sache von Leben und Tod, dafür aber nicht weniger mitreißend. Von der einfachen Berührung an seinem Hintern stöhnte er und nutzte die Bewegung, um ihre Lenden aneinander zu pressen, aber er zügelte sich. Er nahm Pausen um zu atmen und er ließ zu, dass die Robe ihm im Weg blieb. Er bog sich der Hand entgegen, die seine Wirbelsäule hinauf wanderte und keuchte auf, als die Hand in seinem Haar seinen Kopf zurückriss. Es war nicht schmerzhaft, es war auch nicht allzu weit, gerade so viel, dass er Vincent die volle Länge seines Halses entblößte. Die Haltung ging aber gänzlich gegen seinen Instinkt.
      Lass mich los.
      Ein Stich Adrenalin fuhr ihm durch den Körper, sein Herz machte einen Sprung, aber alles, was Thomas' Körper herausbrachte, war nur ein weiteres Stöhnen und ein Lehnen gegen die Hand an seinem Kopf, wodurch er seinen Hals nur noch mehr überstreckte. Vincent bewegte sich unter ihm und süße, wundervolle Lippen pressten gegen seine Brust. Thomas wollte mehr und wollte weniger. Sein Körper war nur dazu in der Lage, eins davon zu kommunizieren.
      "Nur für dich", wiederholte er atemlos und selbst vollkommen davon überzeugt. Das war die einzige Wahrheit, alles, was wichtig war. Sein Herz kannte nur einen einzigen Rhythmus und der war Vincents.
      Die Lippen öffneten sich und Zähne gruben sich in seine Brust, sanft nur im Vergleich dessen, was der kräftige Kiefer dahinter in der Lage war zu tun. Ein ganz primitives Bedürfnis in Thomas wollte Vincent dazu bitten, noch viel weiter zu gehen, die Zähne sollten sich durch seine Haut graben und sollten von ihm trinken, direkt über seinem Herzen, so dicht an der Quelle und doch nicht ganz darin. Er sollte ihn markieren, er sollte für alle deutlich machen, wem Thomas gehörte.
      Ein ganz, ganz ferner Teil in ihm wollte das nicht, aber alles, was er zustande brachte, war noch ein viel bedürftigeres Stöhnen, während er sich ihm entgegen drückte. Dann ließ Vincent ganz von ihm ab und sah mit einem feinen, umwerfenden Lächeln zu ihm auf.
      "Genieße es."
      Das war wiederum eine ganz fantastische Idee. Ja, das würde Thomas tun, genau das. Die beste Idee des Jahrhunderts.
      Er beugte sich zu ihm hinab und küsste ihn wieder, aber dieses Mal blendete er seine Begierde aus und konzentrierte sich ausschließlich auf Vincent und alles, was der Mann ihm zur Verfügung stellte. Seine süßen, vom bereits vielen Küssen geschwollenen Lippen, sein Atem, der stoßweise über Thomas' Wange strich, die Hitze, die von ihm ausging. Der Geschmack, der Geruch, das Gefühl, Thomas genoss alles von ihm. Er wollte alles von ihm. Er küsste sich über seine Lippen und über seinen Kiefer und seinen ganzen Hals entlang, hinauf und hinunter, jeden Fleck Haut, den Vincent ihn erreichen ließ. Mit den Händen fuhr er seine Arme entlang und über die Robe hinweg über seinen Körper, über seine Brust, über seine Hüfte. Er küsste sich auch weiter hinab, dorthin, wo auch Vincents Herz jetzt schlug, auch wenn Thomas es nicht hören konnte. Aber hier stellte sich das erste Problem dar: Wenn er weiterging, müsste er sich von Vincent entfernen und zurück auf den Boden knien und das konnte er ja nun wirklich nicht tun. Vincent verlassen? Ganz sicher nicht. Also küsste er sich wieder nach oben und legte beide Arme auf die Rücklehne, damit er Vincents Kopf damit umrandete.
      "Bett?"
      Ganz sanft nur ließ er seine Hüfte kreisen - immerhin war das durchaus auch genießen.
    • Es war zu einfach. Vincent genoss zwar die immense Zuwendung, die er von Thomas erhielt, aber es war zu einfach. Darüber würden sie noch einmal reden müssen - sobald Thomas wieder bei Verstand war. Für den Moment würde Vincent aber seinem eigenen Rat folgen und das hier genießen. Wie er bereits vor Morgengrauen festgestellt hatte: sie hatten Grund zu feiern.
      Er packte Thomas wieder am Hintern und stand einfach auf, trug den Mann ohne großartige Probleme rüber zu seinem großen Himmelbett. Dass er dabei unterwegs seine Robe verlor, war natürlich nur ein unglücklicher Zufall. Sanft setzte er Thomas auf den Laken ab und in der gleichen Bewegung beugte sich Vincent so dicht über ihn, dass Thomas keine andere Wahl hatte, als sich hinzulegen. Lächelnd schenkte Vincent ihm einen weiteren Kuss, ganz kurz nur, bevor er seine Hand auf die Rippen legte, die noch vor zehn Minuten solche Probleme bereitet hatten. Er übte ein wenig Druck darauf aus und beobachtete Thomas Reaktion ganz genau. Als nichts passierte, kehrte sein Lächeln zurück.
      "Es freut mich, dass es dir gut geht," raunte er und küsste die Stelle, an der die Knochen gebrochen waren, "Ich will, dass es dir auch weiterhin gut geht, verstanden?"
      Das war Vincents Versuch, ein kleines Sicherheitsnetz aufzuspannen, damit Thomas nichts unüberlegtes tat, während er so unter Vincents Bann stand.
      "Keine Zähne - weder für dich, noch für mich."
      Mit einem kleinen, spielerischen Lachen warf sich Vincent ins Bett, überschlug die Beine und verschränkte die Arme hinter dem Kopf, als liege er im Park in der Sonne. Er wandte Thomas seinen Blick zu, ein neues Lächeln auf den Lippen.
      "Und jetzt komm her und genieße mich."


    • Mit einem überraschten Ausruf klammerte Thomas - der weit davon entfernt war, sich daran zu gewöhnen, dass jemand ihn, einen erwachsenen Mann, einfach so mühelos hochheben konnte - an Vincent und ließ sich von ihm zum Bett hinübertragen. Es war sicherlich eine Fügung Gottes, dass Vincents Robe dabei zu Boden rutschte und seinen köstlichen Körper enthüllte, an den Thomas sich jetzt schmiegte. Es war ferner der Aufmerksamkeit des Vampirs zuzuschreiben, dass er Thomas trotz seiner so offensichtlich körperlichen Überlegenheit ganz vorsichtig auf dem Bett absetzte, zärtlich geradezu. Er hätte sich dafür bedanken wollen, wenn nicht unbedingt seine unglaubliche Anziehung zu Vincent alles andere überschattete.
      Ohne ihn richtig loszulassen, war der Mann gleich bei ihm und über ihm und Thomas ließ gerade genug Raum zum Atmen für sie beide übrig, bevor er sich zurückdrängen ließ, bis er auf dem Rücken war. Ein knapper, viel zu kurzer Kuss folgte, bevor Vincent sich ein Stück aufrichtete und auf seine Brust herabdrückte. Bis auf die Empörung, dass er versuchen könnte, Thomas von sich fernzuhalten, spürte Thomas rein gar nichts. Was auch immer Vincent damit hatte erreichen wollen, es vergrößerte das himmlische, wunderschöne Lächeln in seinem Gesicht und Thomas erwiderte es gedankenlos, verliebt. Wie schön dieser Mann war. Gott, er war so hübsch.
      Vincent ersetzte die Hand durch seine Lippen und Thomas drückte sich dem Gefühl höchst willig entgegen. Nur keine Zähne gefiel ihm nicht - er wollte Vincent. Er wollte, dass Vincent ihn wollte. Wie sollte das denn ohne Zähne funktionieren? Wollte er etwa nicht sein Blut? Thomas würde ihm alles geben - er wollte ihm alles geben. Vincent würde es ihm doch gewähren, oder nicht?
      "Keine Zähne?", wiederholte er lasch, enttäuscht. Sein Gehirn arbeitete nicht richtig mit, in keine Richtung. Er wollte Zähne, er wollte keine Zähne. Er wollte Vincent.
      Und besagter Mann warf sich einfach weg von ihm, weiter ins Bett hinein, wo er sich hinlegte und seinen göttlich sündhaften Körper ausstreckte. Thomas war schnell dabei ihm zu folgen, kroch ihm nach und eroberte seinen bildschönen Körper, indem er sich der Länge nach auf ihn schob, jeden Kontakt mit Vincents Haut dabei wie ein Lauffeuer spürend. Der Mann lag ausgestreckt unter ihm, die eleganten Muskeln straff gezogen, eine Landschaft der Vollkommenheit, die Thomas mit sich selbst verschmelzen lassen durfte. Er genoss ihn, in ganzen Zügen. Vincent öffnete die Beine für ihn und ganz selbstverständlich legte er sich zwischen sie und umschlang ihre Beine miteinander, alles, um nur so viel von dem Mann zu bekommen, wie er haben konnte. Seine Hände entwickelten ganz von selbst ein Eigenleben und umfassten Vincents Taille, fuhren über die leichte Kurve seiner Hüfte, erkundeten Muskeln, die er schon längst kannte und denen er doch nie müde werden würde. Eine Hand legte er an Vincents Brust und fuhr mit dem Daumen in Kreisbewegungen über einen Nippel - wie war das noch gleich mit dem experimentieren gewesen? Die Erinnerung kam ihm weit entfernt vor, aber er reagierte trotzdem allzu stark auf jedes Geräusch, das Vincent ihm schenkte. So wunderschön, so einzigartig. Es war atemberaubend und gleichzeitig viel, viel zu wenig.
      Er beugte sich hinab, wieder an Vincents Hals entlang, weil er dort am empfindlichsten war, weil er sich dort auch einbilden konnte, ihm und seinem Herzschlag am nächsten zu sein, aber gerade, als er ihm das nächste Geräusch mit einem Biss entlocken wollte, hielt er doch wieder inne - keine Zähne. Fast schien ihm das wie eine Herausforderung.
      "Vincent..."
      Er küsste ihn, seine Lippen hart, versuchte Druck zu erzeugen, den er mit Zähnen viel besser hingekriegt hatte, bekam eine viel bessere Idee. Er konnte nicht klar denken, als er sich wieder aufsetzte und den Kopf zurückrollte, absichtlich weit, seinen gesamten Hals präsentierte.
      "Beiß mich, Vincent."
    • Noch wusste Vincent nicht, was er davon halten sollte, dass Thomas alles so wörtlich nahm, was er sagte. Er hoffte, dass sich das in den kommenden Tagen ein wenig fangen würde und Thomas nicht einfach nur ein liebestoller Hund war, der darauf wartete, einen Befehl von seinem Herrn zu bekommen. Nora benahm sich ja auch nicht so, als habe sie einen so simpel gestrickten Geist. Vielleicht war das ja nur der erste Rausch in Kombination mit den Gefühlen, die Thomas schon vorher für ihn empfunden hatte.
      Eine Berührung von Thomas holte ihn zurück aus den Tiefen seiner Gedanken. Es war ja sowie so egal für den Moment, also warum sollte Vincent nicht einfach seinen eigenen Worten Folge leisten und das hier genießen?
      Er schob eine Hand in Thomas' Haare, als dieser sich seinen Weg zu seinem Hals küsste. Ihm waren vorher schon kleinere Seufzer entkommen ob der sanften Behandlung, die er durch den anderen Mann erfuhr. Thomas hatte es einmal mehr geschafft, Bahnen aus angenehmem Feuer über seiner Haut zu entfachen. Sein ganzer Körper kribbelte von all der Energie, die sich zwischen ihnen aufbaute, dem Begehren, das Thomas immer weiter anfeuerte.
      Als Vincent die Lippen seines Liebsten an seinem Hals spürte, da konnte er - wollte er - sich nicht zurückhalten und ließ dem Geräusch, das aus seiner Kehle drang - dem Stöhnen - freien Lauf. Von jetzt auf gleich verwandelte sich das Feuer in seinem Inneren zu einem Inferno. Er wollte diesen Mann, wollte ihn mit Haut und Haaren.
      Und dann hatte besagter Mann die Nerven, sich von ihm zu entfernen?! Ein Knurren entrang sich ihm, tief in seiner Brust sitzend, als Thomas sich einfach aufsetzte. Vincents Augen wurden groß, als Thomas dann aber seine Kehle präsentierte. Und seine Worte... seine Worte schlugen eine Saite tief in Vincents Verstand an. Das Monster frohlockte, warf sich mit aller Macht nach vorn, machte ihm das Ausmaß seines eigenen Hungers deutlich.
      Vincent setzte sich ebenfalls auf, seine Augen auf die Halsbeuge des Mannes fixiert. Doch anstatt seine Zähne - die scharf und lang waren, bereit zuzuschlagen - in Thomas' Fleisch zu drücken, küsste er ihn nur sanft auf die Brust, gleich da, wo sein Herz schlug.
      "Nein," raunte er mit heißem Atem gegen die sanfte Haut des Mannes. "Nicht jetzt. Das würde mir der Jäger nicht verzeihen und ich will nicht, dass du noch mehr mit dir selbst in Konflikt kommst."
      Er hob seinen Blick, traf den von Thomas, der ihn offensichtlich nicht verstand, und lächelte. Er legte ihm eine Hand an die Wange.
      "Vertraue mir, Liebster. Vertraue darauf, dass ich dein Wohl genau im Sinn habe. Vertraue darauf, dass ich die richtige Entscheidung treffe, auch wenn sie dich im Augenblick enttäuschen möge."
      Er zog Thomas' Gesicht zu sich und küsste ihn, sanft, liebevoll, und lange. Er ließ sich mit ihm zurück in die Kissen sinken, bevor er Thomas sanft am Kopf weiter nach unten drückte. Er mochte das Gefühl der absoluten Kontrolle über diesen Mann nicht besonders, wenn besagte Kontrolle nicht vollkommen freiwillig gegeben worden war. Aber ein Teil von Vincent genoss es auch, dass er das Objekt von Thomas Anbetung war und so war es leicht, sich ein bisschen herauszunehmen.
      Er drückte Thomas tiefer, langsam, damit der Mann Zeit hatte, seinen gesamten Körper anzubeten, bevor er ihn da hatte, wo er ihn wollte. Durch halb geschlossene Augen sah er zu Thomas hinunter, wie er da mit dem Gesicht zwischen seinen Beinen lag.
      "Verwöhne mich, Liebster," forderte er sanft.


    • Das Knurren, das sich Vincents Kehle entrang, sollte verboten sein, so schnell, wie es einen Funken durch Thomas' Körper zucken ließ. Es war eine Sache, das Geräusch zu gehören und es mit der unweigerlichen Gefahr in Verbindung zu bringen, die damit einherging, es war eine ganz andere zu wissen, dass Thomas alleine es schaffte, Vincent zu solchen Geräuschen in seiner Lust zu treiben. Es war berauschend, verführerisch und absolut sündhaft. Thomas keuchte vor Begierde nach mehr auf.
      Er reckte sich dem Mann willig entgegen, aufdass er seine mittlerweile ausgeprägten, spitzen Zähne in seinen Hals graben konnte, ein Sehnen, dem nur der nicht denkende Teil, der ihn jetzt ausfüllte, nachging. Die Position war gänzlich unbequem und viel zu entblößt für seinen Geschmack, dafür, dass er sich seit dem Abend, als Vincents Küsse an seinem Hals zu viel geworden war, nicht mehr eingenommen hatte. Er tat es trotzdem. Er wollte es nicht.
      Aber Vincent kam gar nicht erst so weit. Anstatt das Geschenk anzunehmen, das Thomas ihm so unfreiwillig freiwillig überreichen wollte, küsste er stattdessen die Stelle über seinem rasenden Herzen, das ihm gegen die Brust pochte. Heißer Atem streifte seine Haut, fast genug, dass er ihm den ausbleibenden Biss verziehen hätte. Aber halt nur fast.
      Sein aufkeimender Protest, mit dem er Vincent gleich überflutet hätte, wurde von einem weiteren Kuss im Keim erstickt, der seine Gedanken gleich wieder auf Vincent selbst lenkte, Vincent mit den weichen, einladenden Lippen, mit dem heißen, begierigen Atem auf seiner Wange, der die Arme um Thomas schlang und sich mit ihm wieder zurück lehnte. Thomas hatte den Vorfall sogar sehr schnell wieder vergessen, verloren in Vincents Kuss und jedem Fetzen Haut, der dem Schicksal erliegen musste, in die Reichweite seines Mundes zu gelangen. Er liebte Vincent und jeden Teil dieses bezaubernden Mannes, den er berühren, streicheln, liebkosen durfte. Er wollte nichts lieber als nur noch Vincent zu schmecken und zu fühlen, seine ganze Welt zusammengeschrumpft auf diese einzige Person, die er wahrlich liebte.
      Umso mehr war es da eine tiefsitzende Bestätigung, dass er den Wunsch auch noch zu hören bekam, gefolgt von einem harmlosen Kosenamen, der aber sein Herz zum Springen brachte. Er sollte ihn verwöhnen, nichts anderes lag Thomas im Sinn. Er wollte ihn verwöhnen, bis zum Morgengrauen, bis die Sonne aufging und Vincent von seiner Ekstase gleich in die wohlverdiente Ruhe geschickt würde.
      Das Verlangen danach erfüllte ihn so sehr, dass es gleich in seine Lenden wanderte. Vincents Blick mit kribbelnder Intensität auf sich spürend, machte er es sich dort zwischen seinen Beinen bequem, der Verführung so nahe, dass es ihm schon der Mund wässerte, und schlang beide Arme unter Vincents Beinen hindurch um seine Hüfte. Mit einem Ruck zog er ihn noch näher an sich, bis er mit den Schultern Vincents Beine auseinanderdrückte und sein Kopf direkt über Vincents bereits hartem Glied schwebte.
      Durstig sah er zu ihm auf, fing seinen Blick ein und ließ sich selbst von dessen Blick einfangen. Einen ganzen Augenblick lang atmete er nur auf sein Geschlecht hinab, dann neigte er sich nach unten, den Blick weiterhin auf den Mann vor sich gerichtet, und streckte die Zunge aus. In einer langsamen, lasziven Bewegung leckte er die Unterseite seines Glied nach oben, bis er genauso langsam die Spitze umkreiste, eine Hand um seine Länge schließend. Genauso langsam und sinnlich verteilte er seine Spucke auf Vincents ganzer Länge, bevor er die Bewegung noch einmal wiederholte, mit der Zunge von unten bis nach oben fuhr und schließlich die Lippen um seine Spitze schloss. Und da war es wieder, Vincents herrliches Stöhnen, seine von Lust dunkle Stimme, die sich in ungehemmten Wellen seiner Kehle entrang. Sie hatte die Macht, Thomas' Körper allein mit ihrer Anwesenheit zu kontrollieren, ohne Umschweife direkt hinunter zu seinen Lenden zu wandern, wo ihn der Funken an Verlangen selbst keuchen ließ. Es durfte nicht so sexy sein, wie der Mann sich verlor, wenn er ganz das genoss, was Thomas ihm zu bieten hatte. Es brachte ihn viel zu schnell auf eine Höhe, die er noch lange nicht besteigen wollte - nicht vor dem anderen.
      Umso bemühter war er damit, Vincent aufholen zu lassen. Jetzt war ihm selbst das langsam angeschlagene Tempo nicht mehr genug, denn er war von Vincents Beinen eingeschlossen, hatte seine zuckende Hüfte unter sich, spürte seine erhitzte Erregung in der Hand und an den Lippen und konnte den Ausdruck puren Verlangens sehen, wenn er den Blick hob. Er war sich sicher, von der Kombination alleine schon zu kommen, wenn er sich nur mehr darauf konzentrieren würde. Aber er wollte Vincent verwöhnen - er wollte, dass ihm wieder diese animalischen Geräusche entfuhren, die er nicht zurückhalten zu können schien.
      Eifrig ließ er Vincent tiefer in seinen Mund eindringen, so weit, wie er es noch schaffte, nicht weit genug, wie er frustriert feststellte. Aber nach den lauter werdenden Geräuschen zu schließen und dem Zucken, das durch Vincents Bauch fuhr und in einem Gegendruck endete, als Thomas seine Hüfte aufs Bett drückte, gut genug. Bekräftigt von der Reaktion hob er sich wieder ab, der Bewegung mit der Hand folgend, und sank wieder nieder, in einem bedächtigen Tempo, das er langsam zu steigern versuchte. Er wollte Vincent alles geben, er wollte ihm alles, was ihm zur Verfügung stand, darbieten.
    • Vincent schloss die Augen und ließ den Kopf in die Kissen sinken, als Thomas seinem Wunsch nachkam. Eine kleine Weile ließ er sich bloß von den Empfindungen durchspülen, die Thomas ihn erleben ließ, doch dann wollte er mehr. Er schob seine Hand über seinen eigenen Körper hinunter und in Thomas' Haare, folgte seiner eigenen Hand mit seinem Blick, bis er auf den aus Thomas wundervollen Augen traf. Er verlor sich darin.
      Mit der nächsten Welle der Lust, mit dem nächsten Stöhnen, dass Thomas ihm entlockte, ließ er seinen Kopf wieder fallen, verstärkte aber zeitgleich seinen Griff in Thomas' wilder Mähne. Und dann zerrte er ihn daran zurück zu sich nach oben, wo er ihn wild küsste, bevor er sich zur Seite warf, sodass Thomas nun in den Kissen lag mit Vincent auf dessen Brust. Neckend, und vor allem harmlos, knabberte an Thomas' Kiefer. Die Kehle des Mannes war verlockend nahe und wieder einmal wurde ihm bewusst, wie hungrig er eigentlich war. Aber er ignorierte das. Er ignorierte das Monster, weil er auch noch nach etwas anderem hungerte.
      Vincent zog eine Spur aus Küssen über Thomas' Körper, vom Schlüsselbein bis zum Oberschenkel. Dann setzte er sich auf, lehnte sich an einen der beiden Bettpfosten am Fußende. Als Thomas Anstalten machte, sich ihm wieder zu nähern, da hielt er ihn mit einer einfachen Geste und einem neckischen Lächeln auf.
      "Zeig mir deine Lust," forderte er. "Zeig mir, wie sehr du dich nach mir verzehrst."
      Vincent richtete seinen Blick gezielt auf Thomas' Schritt, der ihm eigentlich schon alles verriet. Aber er konnte sich einfach nicht davon abhalten, dieses kleine Spielchen zu spielen. War es klug, seine Selbstbeherrschung noch weiter auf die Probe zu stellen? Wahrscheinlich nicht. Aber wollte es nicht nicht tun.
      Um dem Ganzen noch einen draufzusetzen, streckte er einen Arm über den Kopf und hielt sich entspannt am Bettpfosten fest, während er die andere gefährlich nahe an seinem eigenen Schritt platzierte. Wieder lächelte er verschlagen.


    • Wenn es eine Sache gab, die Thomas bei all diesen Akten mit Vincent am meisten liebte, dann war es Vincent selbst. Jede Regung dieses Mannes war so betörend und verführerisch, als würde er nur zu dem Zweck handeln, Thomas sündigen zu lassen. Jedes Stöhnen, jedes Keuchen, jedes Zucken, an dem er den anderen teilhaben ließ, war eine Einladung, die Thomas einfach nicht ausschlagen konnte. Es war seine Schwäche, diesen Mann zu berühren und seine Reaktion zu erfahren. Er liebte ihn und er liebte, wie Vincent es ihm zurückgab.
      Entsprechend verlor er sich in seiner eigenen Ekstase dabei, Vincents eigene zu steigern. Er spürte das Zucken an seinen Lippen und schmeckte seine Lust, die sich nur weiter aufstaute. Wenn Vincent ihn nicht daran gehindert hätte, wäre er so lange zwischen dessen Beinen geblieben, bis der Mann sich vollkommen selbst vergessen hätte.
      So ließ er gedrungener maßen von ihm ab und folgte dem Zug der Hand in seinen Haaren, die ihn besitzergreifend zu Vincent kommandierte. Thomas leckte sich die Lippen, als er sich zurück der Länge nach auf Vincent legte und auch noch ganz persönlich erfahren durfte, wie sehr sich der andere nach ihm verzehrte. Es war ein ganz und gar berauschendes Gefühl, Vincents Zunge an seiner, Vincents Lippen fordernd und ungezügelt, sein ganzer Körper ein einziges “ich will dich”. Thomas stöhnte. Er wollte ihn auch, und wie er das wollte.
      Mit Schwung wurde er herumgeworfen, sein Körper zuckte in dem kurzen Aufwallen eines Instinktes, den Thomas gar nicht richtig wahrnahm, dann war Vincent auch schon wieder auf ihm und küsste sich seinen Körper hinab. Das war die zweite Sache aller Dinge, die Thomas so sehr liebte: Wenn Vincent ihn begehrte. Wenn er auch kein Geheimnis daraus machte, es ihm zu zeigen.
      Seufzend streckte er sich ihm entgegen, gewährte ihm jeden Zentimeter seines Körpers, den Vincent nur haben wollte. Er überließ sich der Behandlung weicher Lippen, die nur kurz davor seine Gedanken zum Überschlagen gebracht hatten, und genoss es aus vollsten Zügen. Er liebte Vincent und er liebte es, von ihm geliebt zu werden.
      Der andere schien aber andere Pläne zu haben. Anstatt sich Thomas’ bestem Stück zu widmen, das sich ihm schon fordernd entgegen streckte, richtete er sich auf und besaß auch noch die Unerhörtheit, sich ganz von ihm zu entfernen. Das war nun wirklich, bei bestem Willen, keine der möglichen Optionen, die sie hier ausspielen konnten. Thomas akzeptierte nicht, auch nur eine Sekunde von diesem Mann getrennt zu sein.
      Zu seinem größeren Unglück ließ der ihn aber nicht gewähren, selbst dann nicht, als Thomas auf Händen und Knien Anstalten machte, ihn wieder zu erobern. Das durfte er doch vorhin, wieso jetzt nicht wieder? Es frustrierte ihn. Er wollte Vincent.
      Dafür sollte er ihm seine Lust zeigen, was noch viel verwirrender war, denn im Moment stand sie gut sichtbar aufrecht und steif zwischen seinen Beinen, bereit dazu, genau dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten. Ganz anscheinend konnte das auch Vincent sehen, denn sein Blick glitt vielsagend an Thomas hinab, aber trotzdem rührte er sich nicht. Thomas verzog das Gesicht und dann, als der andere auch noch seine Hand in einer fast eindeutigen Geste in seinen eigenen Schoß legte, biss er sich auf die Lippe. Er wollte Vincent wiederhaben. Er würde alles tun, um ihn zu bekommen.
      Langsam setzte er sich zurück, so nahe, wie Vincent es ihm gewährte, und spreizte die Beine vor sich. Er ließ Vincent sehen, alles an ihm, wonach es ihm verzehren könnte, während er eine Hand an sich selbst legte und sich mit langsamen, sinnlichen Bewegungen massierte. Er wollte sich eigentlich nicht selbst befriedigen, seine eigene Hand war so viel weniger erfüllend als Vincent selbst, aber Vincent wollte seine Lust sehen und davon hatte er genug. Mehr als genug. Sie saß in dem stockenden Atem, der ihm entfuhr, in dem Anspannen seiner durchtrainierten Beine, in dem Zucken seiner Hüfte, mit dem sein Unterleib zu kommunizieren schien, dass er den Mann vor sich wollte. Sie saß in der Feuchtigkeit, die er mit dem Daumen zerrieb und auf seiner gesamten Länge verteilte, alles, während er Vincent beobachtete, Vincent und dessen Hand. Aber es war nicht genug. Es würde niemals genug sein, solange er ihn nicht spüren konnte.
      Vincent, bitte…
      Er lehnte sich auf einen Arm zurück, präsentierte Vincent alles von sich, ganz ohne Scham. Er gehörte Vincent, da gab es nichts, was er ihm verwehrt hätte.
      Ich will dich. Ich brauche dich.
    • Vincent vergaß relativ schnell, dass das hier eigentlich eine anregende Aufführung seines Liebsten hätte sein sollen. Stattdessen verwandelte sich diese Darbietung in kürzester Zeit in absolute Folter. Zu sehen, wie Thomas seine eigene Lust steigerte und das nur, um Vincent zu gefallen, verfehlte seinen Effekt zwar nicht, aber es rief Vincent auch einmal mehr ins Gedächtnis, dass diese ganze Situation hier nur zum Teil echt war. Genau deswegen hatte er sich ja überhaupt erst zurückgezogen.
      Vincent zwang sich dazu, sich nicht zu bewegen. Die Hand auf seinem Oberschenkel ließ eine entspannte Haltung vermuten, doch weit gefehlt. Die Finger seiner anderen Hand waren drauf und dran, sich in das Holz des Bettpfostens zu bohren. Noch dazu biss sich Vincent schon seit einer Weile auf die Zunge. Und dann fing Thomas auch noch an zu betteln. Wie sollte er denn da Nein sagen?!
      "Erinnere dich an meine Worte," sagte er, seine Stimme rau von der geradeso unterdrückten Erregung. "Ich will, dass es dir auch weiterhin gut geht. Also sorge dafür, dass ich dir nicht wehtue, wenn ich dich gleich nehme als gehörest du mir."
      Mit jedem Wort wurde seine Stimme dunkler, bis er den letzten Teil geradezu knurrte. Als müsste er seine Worte unterstreichen, legte Vincent seine Hand um seinen eigenen Schritt. Seine Bewegungen waren langsam, träge, als lecke er sich in Vorfreude auf ein leckeres Essen über die Lippen.
      Das war es, was sich Vincent hier herausnahm. Ein bisschen mehr Kontrolle über den anderen Mann. Und die Möglichkeit, diese neu gewonnene Kontrolle auch auszuleben. Er hatte keinerlei Problem damit, diesen Teil für gewöhnlich Thomas zu überlassen - absolut nicht - aber hin und wieder verlangte es einen dann doch nach Abwechslung. Thomas wollte ihn haben? Thomas sollte ihn bekommen. Und wenn er schon nicht seine Fangzähne in das Fleisch des Mannes treiben konnte, dann musste eben ein anderer Teil herhalten.
      Das Monster in ihm frohlockte, als Thomas seiner Bitte, seinem Befehl nachkam. Vincent konnte es zwar nicht sehen, aber seine Augen wurden eine Spur heller. Was er allerdings sehr wohl mitbekam, war die Schärfe, die seine Eckzähne annahmen. Er konnte nichts dagegen tun, er war zu hungrig. Aber er konnte sich auch weiterhin davon abhalten, sie zu benutzen.
      Mit jedem weiteren Finger, den Thomas an sich selbst benutzte, entlockte er Vincent ein weiteres, lustvolles Knurren. Der Mensch war hier nicht der einzige, der von seiner Begierde gelenkt wurde.
      Schließlich hatte Vincent genug. Mit einer einfachen Bewegung seines Zeigefingers orderte er Thomas zu sich. Die Art, wie der Mann auf ihn zukrabbelte... Es trieb ihn geradezu in den Wahnsinn. Wieder schob er eine Hand in Thomas' Haare, sobald dieser in Reichweite kam, und zog ihn zu sich, allerdings nicht um ihn zu küssen. Stattdessen präsentierte Vincent dem Mann das Monster, das geradeso unter der Oberfläche lauerte, mit seinen nur noch halb so blauen Augen. Als er sprach, waren seine Fangzähne deutlich sichtbar.
      "Ich werde es nicht benutzen," versicherte er dem Jäger in Thomas' vernebelten Verstand. "Aber es ist hier und ich kann es nicht verstecken. Gestehe mir ehrlich, Liebster: Wie fühlst du dich damit?"
      Sein Schritt brannte, sehnte sich nach dem Körper des anderen, nach der Befriedigung, die ihm dieser Körper verschaffen könnte. Sein Zahnfleisch pochte unangenehm, seine kehle stand in Flammen. Und doch riss sich Vincent zusammen, rührte sich nicht. Er wollte wissen, dass es Thomas gut ging, musste es einfach wissen, bevor sie das hier weiter auf die Spitze trieben. Vorher würde Vincent keinen Muskel bewegen, egal wie schwer es ihm fiel.


    • Vincents Worte brannten sich in Thomas’ Gehirn ein und er sog scharf die Luft ein, weil es ihn zu übermannen drohte. Schnell ließ er von sich selbst ab, bevor ihn diese Worte, diese knurrende Stimme allein schon über die Klippe katapultiert hätte. Dafür war er mit einem Schlag so unbefriedigt, dass sich sogar seine Miene in absolutes Flehen verwandelte.
      Dafür fiel Vincent endlich aus seiner Starre und bewegte sich, seine schlanken Finger legten sich um sich selbst, seine eigene Bewegung langsam, langsam genug, um Thomas damit zu reizen. Er konnte doch sehen, dass das für Vincent nicht ausreichte, dass er mehr brauchte, dass er sich selbst vernachlässigte. Immerhin hatte er ihn vor ein paar Minuten selbst noch gespürt, er wusste, dass Vincent über das langsame Stadium längst hinaus war. Wieso ließ er ihn dann nicht helfen? Er konnte helfen. Er konnte Vincent wieder zum Zucken und zum Stöhnen bringen, ganz so, wie er es wollte.
      Doch der andere hielt ihn hin und Thomas war der Verzweiflung nahe. Er wollte ihn und hätte alles dafür getan. Sogar gebettelt, denn er hatte gesehen, wie das Glied des anderen gezuckt hatte, als er nach ihm gebeten hatte.
      Eilig nickte er, um zu bestätigen, dass er verstanden hatte. Er hatte ihn auch verstanden, nur umriss er nicht, wie Vincent darauf kommen könnte, dass es ihm nicht gut gehen könnte. Er hatte Vincent, Vincent war bei ihm, was anderes könnte er brauchen? Er verstand es nicht. Nicken tat er trotzdem.
      Dann endlich, endlich löste Vincent diese Schranke zwischen ihnen auf und Thomas war schnell dabei, zu ihm zu kriechen. Die schlanken Finger schoben sich in seine Haare mit dem Versprechen eines folgenden Kusses, der niemals kam. Stattdessen starrte Thomas recht nahe in weißlich erhellte Augen und Lippen, die sich über scharfen Fangzähnen zurückzogen. Er zuckte ganzkörperlich davor zurück, verstand aber nicht warum. Da war ein Teil von ihm, ein störender, aufbegehrender Teil, der für den schlechten Schauer sorgte, der ihm über den Rücken fuhr. Dieser Teil gefiel ihm nicht, denn er schien Thomas einzuflüstern, dass er Abstand bräuchte. Sicherheitsabstand, fünf Meter. Thomas verstand auch das nicht.
      Er öffnete den Mund, um Vincent die einzig richtige Antwort auf seine überflüssige Frage zu geben, aber keine Worte kamen heraus. Seine Zunge verweigerte sich ihm. Da schloss er ihn wieder, öffnete ihn erneut und runzelte die Stirn.
      In seinem Inneren stritt sich das Blut mit seinem Instinkt, ein Gefecht, das ihm gar nicht bewusst war. Das Blut zog ihn unmittelbar zu Vincent, sein Instinkt wollte in die andere Richtung. Im Ergebnis verharrte Thomas unbewegt direkt vor dem Mann.
      Er starrte in die viel zu hellen, nur noch bläulichen Augen. Er sah auf die Lippen hinab, die er so, so gerne küssen wollte. Er starrte auf die Zähne, die allein schon durch ihre Anwesenheit ein mulmiges Gefühl in ihm auslösten, das ihm nicht gefiel, ganz und gar nicht. Es gehörte nicht hierher, nicht hier zu Vincent. Er vertraute ihm voll und ganz, darüber konnte er mit sich selbst wohl einig sein.
      Vorsichtig, experimentell öffnete er den Mund wieder. Sein Gehirn arbeitete mit einer Kraft, die sich in seinen Augen widerspiegelte, während es eine Antwort produzierte. Eine Antwort aus beider Teilen.
      Nicht…
      Gedanken kamen und verflogen wieder, flüchtige Schleier, die sich gleich unter seiner Lust nach Vincent wieder verloren. Thomas’ Antwort schien von weit, weit herzukommen.
      ... Hals.
      Er runzelte die Stirn, weil noch etwas hervordrang, das sich genauso wenig greifen ließ. Hätte Vincent sich bewegt, hätte er wohl diese ganze mühsame Konzentration gleich zunichte gemacht, aber der Mann verharrte mit einer Engelsgeduld, die hellen Augen unablässig auf Thomas gerichtet. Für ihn alleine wollte er herauspressen, was sich so schwer auf seine Zunge legte.
      Langsam…
      Er wusste selbst nicht, was er damit meinte, nur dass es ihm wichtig war. So wichtig sogar, dass er den Drang verspürte, es Vincent vorzumachen.
      Ganz langsam und fast zögerlich hob er die Hand an seine Wange und näherte sich ihm auf das letzte Stück. Sein Blick schoss hinab zu den Zähnen, denen er sich unweigerlich näherte, aber er war langsam und Vincent machte keine abrupte Bewegung, deswegen war der unangenehme Teil in ihm nur reiner Zuschauer. Er neigte sich zu ihm und drückte seine Lippen auf ihn, verschloss sie wieder miteinander, endlich nach all der Distanz. Der Widerstand in ihm fiel, als die Begierde nach Vincent in ihm explodierte und er sehnsüchtig aufstöhnte, bevor er sich auch an ihn presste. Er drückte seinen Schritt gegen Vincents und rieb sich an ihm, das Gefühl wie ein Funken, der ihm durch den Körper zuckte. Er wollte Vincent, er wollte ihn so sehr, er wusste nicht, ob das dem anderen so bewusst war. Aber er hatte es ihm gezeigt, er hatte ihm soeben sehr deutlich gemacht, wie sehr er sich nach ihm verzehrte. Lustvoll presste er sich an ihn, während er seine Lippen verließ und sich stattdessen verlangend zu seinem Hals hinabküsste.
      Vincent, ich will dich…
    • Vincent gab sich beste Mühe mit seiner Imitation einer Salzsäule. Er gab Thomas so viel Zeit und Raum wie dieser brauchte, um zu sich und zu seiner Antwort zu finden. Eine Antwort, die Vincent vorhatte, zu respektieren. Das hier war nicht nur ein Spiel mit dem Feuer für ihn, es war auch eines für Thomas, auch wenn der Mann es nicht wahrhaben wollte - oder konnte.
      Auch wenn Thomas nur drei kurze Worte herausbekam, so verstand Vincent doch. Noch immer regte er sich kaum, ließ Thomas das Tempo bestimmen. Sich vom Hals des Mannes fernzuhalten, darin war er ja bereits geübt - das Angebot, von Thomas' Venen zu kosten hin oder her.
      Und dann küsste Thomas ihn und es war beinahe alles vergessen. Vincent knurrte leise, begierig auf mehr, presste Thomas enger an sich. Er schob seine Hand aus Thomas' Haaren über dessen Körper nach unten, bis er fand, wonach er suchte. Er ließ sich nicht so viel Zeit, wie er vielleicht gesollt hätte, als er erst einen und kurz darauf dann einen zweiten Finger in den Mann seiner Träume schob, ihn damit noch enger an sich presste und auch bei sich behielt. Die ganze Zeit über behielt er seinen zweiten Arm außer Reich- aber in Sichtweite von Thomas. Und dann, schließlich, grinste er an den Lippen des Mannes und streckte auch seine andere Hand über seinen Kopf und hielt sich damit am Bettpfosten fest.
      "Reite mich," forderte er. "Wie kannst du dir aussuchen. Aber heute bin ich derjenige, der sich in dir verliert."
      Vincent lehnte den Kopf zurück gegen den Pfosten, ließ Thomas freien Spielraum. Er würde ihn nicht festhalten und seine gefährlich spitzen Zähne hatte er nun auch außer Reichweite gebracht. In Thomas' aktuellen Zustand hatte er mit seinen Worten allein genug Kontrolle über ihn, um das Monster zu besänftigen. Und dass er Thomas so viel Freiraum ließ, sollte dem Jäger ebenfalls entgegenkommen. Mehr konnte Vincent nicht tun. Und wenn er ehrlich war, dann wollte er auch gar nicht mehr tun. Diese wenigen Vorsichtsmaßnahmen testeten seine Selbstbeherrschung bereits enorm. Noch mehr und er würde nicht mehr an seinen eigenen Prinzipien festhalten können.
      "Bring mich zur Ekstase, bis nichts mehr von mir übrig ist, Liebster," knurrte Vincent, seine Augen hell und voller Lust.


    • Mit dem Kuss schließlich fiel auch Vincents eigener Widerstand, deutlich spürbar für Thomas, der sich an ihn schmiegte und dessen Körper weich werden spürte. Bestätigt in seinem Vorhaben vergrub er sich in dessen Hals und küsste ihn, hart genug, um den Ansatz von Zähnen zu imitieren. Immerhin hatte er Vincents eigenes Verbot noch immer nicht vergessen und es war wohl auch dieses, das es ihm so sehr erleichterte, den scharfen Fangzähnen so nahe zu sein, ohne wieder vor ihnen zurückzucken zu wollen.
      Die Hand in seinen Haaren schob sich bald weiter nach hinten, wanderte über seinen Rücken hinab nach unten und ersuchte sich Einlass an seiner empfindlichsten Stelle. Thomas keuchte auf von dem Gefühl des Eindringens und drückte sich gegen Vincent, ließ sich von ihm vereinnahmen, auf sämtliche Weise. Vincent hielt sich an das wenige, was er an Wörtern heraus bekommen hatte, aber die Ungeduld war auch an ihm zu spüren. Er gab Thomas weniger Zeit als gewöhnlich um ihn für das vorzubereiten, was eigentlich kommen würde, seine Bewegungen schneller und fordernder. Aber wer wäre Thomas, um ihm das übel zu nehmen. Er war schon fürchterlich nahe daran, unversehens einfach über die Klippe geworfen zu werden, so wie er sich in der Bewegung noch immer an Vincent rieb, wie der andere seine Lippen einfing und mit ihm spielte, ganz nach seinen Worten, er gehörte ihm. Es beflügelte ihn so stark, dass er sogar gar keine Vorbereitung in Kauf genommen hätte, nur um den Mann schneller dort zu haben, wo er ihn haben wollte. Nur Vincent hielt ihn davon ab, Vincent sein Engel, der dafür sorgte, dass er sich nicht verletzt. Dass sie beide sich nicht verletzten.
      Ungeduldig, keuchend, begierig setzte er sich ein Stück zurück, um Vincents Worten folge zu leisten. Sie spornten ihn nur noch mehr dabei an, als er sich richtig positionierte und sich langsam auf ihn senken ließ, Stück für Stück, Millimeter um Millimeter, gerade so viel, bis er von dem Schmerz eine Pause benötigte, bevor er sich dann weiter vorwagte. Es ging viel zu langsam für ihr beider Drängen, dafür war das Wissen, dieses Brennen nur von Vincent zu bekommen, umso befriedigender. Mit jedem Stück füllte er ihn mehr aus und befriedigte endlich sein so sehnliches Verlangen. Er hatte Vincent in sich, Vincent, der immer tiefer und tiefer in ihn eindrang und seine Muskeln zum Zucken brachte. Es war alles, was er sich jemals gewünscht hatte.
      Als er endlich ganz unten angekommen war und seine angestrengten Beine entspannen konnte, entglitt ihnen beiden ein Keuchen, das sich schnell in dem gemeinsamen Kuss vermischte, den Thomas Vincent aufzwang. Er nutzte den Moment, den er zum Entspannen brauchte, um die Hände auf Vincents Schultern zu legen und daran zu seinen Armen empor zu fahren. Oben am Bettpfosten verschränkte er ihrer beiden Hände miteinander und hielt ihn dort, hielt sich gleichzeitig an ihm fest, während er langsam seine Hüfte kreisen ließ. Die Bewegung klang in seinem Inneren nach und dehnte ihn auf genau die richtige Weise. Thomas keuchte.
      Schließlich setzte er sich langsam in Bewegung, Vincent noch immer nicht loslassend, die Beine zu beiden Seiten fest an seine Hüfte gedrückt. In einem anderen Szenario, mit einem anderen Vampir, hätte er diese Haltung wohl genutzt, um ihn am Boden festzunageln, damit er mit den Händen den Todesstoß ausführen konnte. Und auch hier drang sein instinktives Training unweigerlich durch und hielt Vincents Hüfte mit kraftvollen Schenkeln an Ort und Stelle, während er sich in sachten Bewegungen hob und wieder senkte. Aber einem anderen Vampir hätte er so seine Schwachstelle entblößt, hier war es Thomas, der Vincent die Blöße seines gesamten ungeschützten Körpers gab. Doch das befand er als gut. Er wollte die Kontrolle über den Mann und gleichzeitig wollte er ihm sein Leben anvertrauen.
      Als er sich das nächste Mal ganz herabsenkte, war das Brennen schon deutlich erträglicher geworden und als er dann auch noch einen Punkt in sich traf, der ihm plötzlich eine Welle der Ekstase durch den Körper sandte, war es mit der anfänglichen Vorsicht geschehen. Er stöhnte auf, bevor er Vincent losließ und beide Hände auf seinen Schultern platzierte, um sich dort besser abstützen zu können. Danach steigerte er sein Tempo, schneller und unnachgiebiger, so weit, wie seine arbeitenden Beine es zuließen, wie er seine Bewegungen noch halbwegs kontrollieren konnte. Es war nicht schnell genug, oder hart genug, wie er es eigentlich gewollt hätte, aber dafür zu sehen, wie Vincent sich von ihm reiten ließ, gefangen zwischen seinen Schenkeln und dem Druck auf seine Schultern, machte es schon fast wieder weg. Der Vampir präsentierte sich ihm zwar, die Augen hell und die Fangzähne gespitzt, aber so, wie er unter ihm lag, seiner eigenen Ekstase durch Thomas ausgesetzt, schien er fast machtlos. Sogar dem Jäger gefiel das. Er mochte den Anblick, es erregte ihn über alle Maßen. Stöhnend ließ er den Kopf nach hinten rollen.
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