"Genau deswegen weiß ich, dass du der Richtige hierfür bist. Ich kann nicht voraussagen, ob ich einknicke oder nicht. Aber ich weiß, dass es passieren muss. Ob ich will oder nicht, darf keine Rolle spielen. Vlad muss sterben. Tausende andere werden es, wenn wir es nicht tun. Also ja: Ich bin mir sicher. Falls dir das nicht als Antwort reicht: Erinnerst du dich an Verona? Sie war eine der drei Freundinnen, von denen ich eben erzählt habe. Sie konnte meinem ersten All Hallow's Eve Ball nicht widerstehen. Sie dachte, sie könnte eine alte 'Freundschaft' wieder aufleben lassen. Ich habe mit ihr getanzt, geflirtet, so wie wir es früher immer getan haben. Dann habe ich sie auf einen Drink im Keller eingeladen. Deswegen weiß ich, dass die Ketten funktionieren. Sie hat sich wirklich sehr gegen das Metall gewehrt. Aber schlussendlich hatte sie keine Chance. Jetzt geht sie mir zwar jedes Jahr auf die Nerven, aber mit einem kleinen Exorzismus kann man sie ganz leicht wieder in den Keller verbannen. In den letzten zehn Jahren hat sie niemandem mehr wehtun können und das allein ist eine Befriedigung, wie ich sie selten erlebt habe."
Vincent ließ sich von Thomas' Berührungen einlullen. Zwar hatte er kein rasendes Herz, das man beruhigen musste, aber das sanfte Streicheln schaffte es irgendwie, seine Gedanken zu beruhigen. Es drängte die unerwünschten Erinnerungen zurück in die Dunkelheit, aus der sie gekrochen waren, und ersetzte sie durch die Zeit, die Vincent mit Thomas verbracht hatte. Ihr Spaziergang durch den Schnee. Wie sie in Vincents Bibliothek auf dem Sofa gekuschelt hatten. Thomas' knallrotes Gesicht, als Vincent in nur einer locker sitzenden Morgenrobe zum Frühstück aufgetaucht war. All die schönen Momente, die sie miteinander geteilt hatten. Ihm wurde leichter ums Herz. All die Probleme, denen sie sich gegenübersahen, waren noch immer da, aber sie wirkten jetzt sehr viel weniger unüberwindbar als noch vor ein paar Minuten.
"Ich sollte dir an dieser Stelle vielleicht verraten, dass wir alten Vampire ein paar Tricks auf Lager haben, die dein Großvater nicht dokumentiert hat," unterbrach Vincent schließlich die Stille. "Ich konnte ihm ja nicht all unsere Geheimnisse offenbaren, egal wie charmant er war."
Er lächelte ein bisschen in sich hinein, wohlwissend, dass er Thomas noch nicht von seiner Verbindung zur dessen Familie erzählt hatte. Aber Vincent war es leid, Geheimnisse vor Thomas zu haben. Das hatte der Mann nicht verdient. Und er hatte es Thomas versprochen: Keine Lügen, keine Geheimnisse. Wenn er ihm jetzt von Vlad erzählte, konnte er ihm auch den Rest geben.
Vincent ließ sich von Thomas' Berührungen einlullen. Zwar hatte er kein rasendes Herz, das man beruhigen musste, aber das sanfte Streicheln schaffte es irgendwie, seine Gedanken zu beruhigen. Es drängte die unerwünschten Erinnerungen zurück in die Dunkelheit, aus der sie gekrochen waren, und ersetzte sie durch die Zeit, die Vincent mit Thomas verbracht hatte. Ihr Spaziergang durch den Schnee. Wie sie in Vincents Bibliothek auf dem Sofa gekuschelt hatten. Thomas' knallrotes Gesicht, als Vincent in nur einer locker sitzenden Morgenrobe zum Frühstück aufgetaucht war. All die schönen Momente, die sie miteinander geteilt hatten. Ihm wurde leichter ums Herz. All die Probleme, denen sie sich gegenübersahen, waren noch immer da, aber sie wirkten jetzt sehr viel weniger unüberwindbar als noch vor ein paar Minuten.
"Ich sollte dir an dieser Stelle vielleicht verraten, dass wir alten Vampire ein paar Tricks auf Lager haben, die dein Großvater nicht dokumentiert hat," unterbrach Vincent schließlich die Stille. "Ich konnte ihm ja nicht all unsere Geheimnisse offenbaren, egal wie charmant er war."
Er lächelte ein bisschen in sich hinein, wohlwissend, dass er Thomas noch nicht von seiner Verbindung zur dessen Familie erzählt hatte. Aber Vincent war es leid, Geheimnisse vor Thomas zu haben. Das hatte der Mann nicht verdient. Und er hatte es Thomas versprochen: Keine Lügen, keine Geheimnisse. Wenn er ihm jetzt von Vlad erzählte, konnte er ihm auch den Rest geben.

