Das größte Problem an dieser Situation war der Punkt, dass Ember genau wusste, sollte die Hölle losbrechen würde sich jeder nur um seine eigene Haut scheren. Niemand würde seine Haut für einen anderen aufs Spiel setzen. Und wenn sie August die Fesseln abnahm, kam sie als Allererste an vorderster Front mit der Hölle in Kontakt. Von allen Anwesenden besaß sie das mit Abstand bescheidenste Blatt Karten in der Hand - keine Magie, vermutlich in roher Gewalt unterlegen und praktisch im Gesicht eines Mörders, der ihr vermutlich keine Zeit um reagieren lassen würde. Sollte er denn so wollen.
Bei einem Punkt fiel Ember August allerdings ins Wort. "Ich habe nicht einmal erwähnt, dass ich einen Rogue in Betracht ziehe. Mir ist egal, welche Klassifizierung das hier verursacht hat. Ich will ihn einfach nur in die Finger kriegen und weitere Fälle verhindern."
Bei seiner weiteren Erklärung kam die Detective nicht drum rum, den Blick schweifen zu lassen. Sie war sich absolut sicher, dass die Pflanzkübel auf den Balkonen der angrenzenden Wohnungen auf dem Foto definitiv noch nicht so verhunzt aussahen, wie sie es jetzt taten. Wie geheißen überflog sie die Bäume, die verzeinzelt im Innenhof standen. Alle sahen krank und befallen aus. Das erklärte vielleicht auch, warum Ember mit jedem Schritt, den sie näher an die Leiche herangetreten war, ein unangenehmes Ziehen verspürt hatte. Es war nicht die Art, wie der Mord geschehen war. Nicht der Fakt, dass ein Magier hieran schuld war.
Als Ember dies alles in Sekunden realisierte, verzog sie verärgert das Gesicht. Wie hatte sie auf all diese Anzeichen nicht achten können? Und jemand wie sie schimpfte sich im Senior Rank. Bitter lachte sie in ihren Gedanken über ihre eigene Torheit.
Für einen weiteren Moment sah sie August intensiv und schweigend an. Dann machte sie abrupt kehrt und riss dem Wachmann, an dessen Finger noch immer der Schlüssel baumelte, seine sinnbildliche rote Fahne aus den Händen. Sofort veränderte sich die Atmosphäre. Sämtliche Anwesenden richteten sich auf, wurden angespannter, aufmerksamer. Ember hingegen stieß angespannt Luft leise zwischen ihren zusammengepressten Zähnen hindurch. Wer garantierte ihnen eigentlich, dass sich der Mann einfach wieder fesseln und zurück ins Gefängnis bringen ließ? Um ehrlich zu sein wählte sie dann doch lieber die Option, einfach zu explodieren anstatt ihrem Vorgesetzten erklären zu müssen, warum sie Komplizin eines Arcana geworden war.
Nun näherte sich Ember August das erste Mal so nah wie noch nie zuvor. Die Anspannung sorgte dafür, dass sich sämtliche Härrchen an ihrem Körper sich aufstellten und nur dank des Mantels vor verräterischen Blicken geschützt wurden. Ihre Kiefermuskeln traten leicht hervor, als sie die kalten Pandämiumfesseln anhob und den Schlüssel zum Lösen eben jener ansetzte. Zu keinem Zeitpunkt traf ihr Blick seinen, stattdessen achtete sie ausschließlich auf seine Hände.
"Ich hoffe es ist Ihnen bewusst, dass jeder hier nur seine eigene Haut schützen wird, sollte etwas passieren", sprach sie so leise, dass selbst der nächste der Wachmänner sie nicht hören konnten. Sie wollte dass er wusste, wie sie ihre Lage hier gerade einschätzte.
Mit einem leisen Klacken sprangen die Fesseln auf und lagen nun schwer in den Händen der jungen Frau. Das Biest war von der Leine gelassen worden.
Bei einem Punkt fiel Ember August allerdings ins Wort. "Ich habe nicht einmal erwähnt, dass ich einen Rogue in Betracht ziehe. Mir ist egal, welche Klassifizierung das hier verursacht hat. Ich will ihn einfach nur in die Finger kriegen und weitere Fälle verhindern."
Bei seiner weiteren Erklärung kam die Detective nicht drum rum, den Blick schweifen zu lassen. Sie war sich absolut sicher, dass die Pflanzkübel auf den Balkonen der angrenzenden Wohnungen auf dem Foto definitiv noch nicht so verhunzt aussahen, wie sie es jetzt taten. Wie geheißen überflog sie die Bäume, die verzeinzelt im Innenhof standen. Alle sahen krank und befallen aus. Das erklärte vielleicht auch, warum Ember mit jedem Schritt, den sie näher an die Leiche herangetreten war, ein unangenehmes Ziehen verspürt hatte. Es war nicht die Art, wie der Mord geschehen war. Nicht der Fakt, dass ein Magier hieran schuld war.
Als Ember dies alles in Sekunden realisierte, verzog sie verärgert das Gesicht. Wie hatte sie auf all diese Anzeichen nicht achten können? Und jemand wie sie schimpfte sich im Senior Rank. Bitter lachte sie in ihren Gedanken über ihre eigene Torheit.
Für einen weiteren Moment sah sie August intensiv und schweigend an. Dann machte sie abrupt kehrt und riss dem Wachmann, an dessen Finger noch immer der Schlüssel baumelte, seine sinnbildliche rote Fahne aus den Händen. Sofort veränderte sich die Atmosphäre. Sämtliche Anwesenden richteten sich auf, wurden angespannter, aufmerksamer. Ember hingegen stieß angespannt Luft leise zwischen ihren zusammengepressten Zähnen hindurch. Wer garantierte ihnen eigentlich, dass sich der Mann einfach wieder fesseln und zurück ins Gefängnis bringen ließ? Um ehrlich zu sein wählte sie dann doch lieber die Option, einfach zu explodieren anstatt ihrem Vorgesetzten erklären zu müssen, warum sie Komplizin eines Arcana geworden war.
Nun näherte sich Ember August das erste Mal so nah wie noch nie zuvor. Die Anspannung sorgte dafür, dass sich sämtliche Härrchen an ihrem Körper sich aufstellten und nur dank des Mantels vor verräterischen Blicken geschützt wurden. Ihre Kiefermuskeln traten leicht hervor, als sie die kalten Pandämiumfesseln anhob und den Schlüssel zum Lösen eben jener ansetzte. Zu keinem Zeitpunkt traf ihr Blick seinen, stattdessen achtete sie ausschließlich auf seine Hände.
"Ich hoffe es ist Ihnen bewusst, dass jeder hier nur seine eigene Haut schützen wird, sollte etwas passieren", sprach sie so leise, dass selbst der nächste der Wachmänner sie nicht hören konnten. Sie wollte dass er wusste, wie sie ihre Lage hier gerade einschätzte.
Mit einem leisen Klacken sprangen die Fesseln auf und lagen nun schwer in den Händen der jungen Frau. Das Biest war von der Leine gelassen worden.
