Eilig war Sylea ins Schlafzimmer geflitzt, um sich dort das nächstbeste Shirt, das wohl von Cain stamme, über den Kopf zu ziehen und halbherzig in eine Boxer zu schlüpfen, die ihr als erstes in die Hände fiel. Alles in allem schien sie nun in den Klamotten zu ertrinken, aber das reichte zumindest, damit Mr. Ich-spann-lieber-als-mitzumachen nicht noch mehr zu gucken bekam.
Ich weiß nicht, was der kleine Seeker hat. Vorhin hat er nichts gegen ein wenig Kontrollverlust einzuwenden gehabt.
Das bezog sich ja auch auf ihn selbst und nicht auf Objekte. Ich hätte keine Lust, dass mir da Messer oder so um die Ohren fliegen.
Mir gefällt es dennoch nicht, dass Blondie so viel mitbekommt. Das ist weder gut für seine Lebenserwartung noch für unsere... Beziehung.
Ahja?
Sylea kehrte ins Wohnzimmer zurück. Sie kam gerade passend, als ein Bild auf dem riesigen Screen erschien und sie Jace mit viel zu großen Kopfhörern erkannte. Ihre Augen verschmälerten sich, als sie das digitale Gesicht genauer betrachtete.
Ich fasse es nicht. Er ist ein Voyeur der besten Güte. Der hat ja richtig viel Spaß gehabt.
Will ich wissen, was das ist?
Willst du Bilder? Kein Prob-
NEIN!
Das Mädchen konnte nicht anders als den Kopf dezent, aber energisch, zu schütteln. Noch mehr Bilder konnte sie jetzt nicht mehr verkraften als sie ihren Weg an Cains Seite fortsetzte und sich neben ihm auf die Couch plumpsen ließ. Die Worte, die kurz darauf aus dem Lautsprecher prasselten, hinterließen nur einen faden Beigeschmack bei ihr. Die Regierung war für sie eine Einheit, die keinen besonderen Stellenwert besaß. Der Rat hingegen schon. Aber das leise Knistern in ihrem Hinterkopf, das eindeutig Ascan gehörte, ließ sie zögern.
„Korrektur: Ascan hat sich mit ihm verbündet, nicht wir. Das war scheinbar den Umständen geschuldet und ich musste mir was einfallen lassen, wie ich Cain da heile raus kriege. Oder hättest du ihn lieber nicht mehr lebend zurück, hm?“, schoss das Vessel umgehend zurück und verschränkte die Arme.
Was meint er mit an der Seele rumschnippeln?
Hm, sagen wir mal so, ich habe ausprobiert, wie lange man die Fähigkeit zu lieben von einem Menschen trennen kann. Oder eher seiner Seele.
Syleas Blick ging aus dem Augenwinkel zu Cain. Er hatte zugestimmt. Solche Einschneidungen gingen nicht spurlos ohne Einwilligung vonstatten. Cain hatte absichtlich auf den Deal eingeschlagen in der Zeit, wo sie verschwunden war. Ihre Erinnerungen an diese Zeit waren nebelig, wenn überhaupt vorhanden. Hatte er den Schmerz nicht ertragen können?...
„Und was das Hellgate angeht: Wir haben Cordelia gefunden und erlöst.“ Ja, erlöst war gut. Erlöst klang besser als eliminiert. Und glücklicherweise hatte niemand etwas von Dagda und ihr mitbekommen. „Außerdem hat die Regierung wohl schon vorher nach mit gesucht...“
Nicht ganz korrekt. Der Rat hatte nach ihr gefahndet, aber nicht die Regierung. Doch jetzt, nachdem sie in eines der bestgehüteten Gefängnisse eingebrochen waren, musste sich die Regierung einschalten. Aber das war in Ordnung. Eigentlich hatten sie auch nur noch einen Punkt auf der To-Do-Liste, den sie abhaken mussten. Bevor ein günstiger Zufall Ascan in die Hände spielte.
Also schnaubte Sylea demonstrativ und beäugte Jace. „Komm schon. Es hat dir gefallen, was du gesehen hast. Man sieht's an deinem Gesicht, du mieser... V.... Wojer.“
….Voyeur.
„Voyeur, natürlich!“
Ich weiß nicht, was der kleine Seeker hat. Vorhin hat er nichts gegen ein wenig Kontrollverlust einzuwenden gehabt.
Das bezog sich ja auch auf ihn selbst und nicht auf Objekte. Ich hätte keine Lust, dass mir da Messer oder so um die Ohren fliegen.
Mir gefällt es dennoch nicht, dass Blondie so viel mitbekommt. Das ist weder gut für seine Lebenserwartung noch für unsere... Beziehung.
Ahja?
Sylea kehrte ins Wohnzimmer zurück. Sie kam gerade passend, als ein Bild auf dem riesigen Screen erschien und sie Jace mit viel zu großen Kopfhörern erkannte. Ihre Augen verschmälerten sich, als sie das digitale Gesicht genauer betrachtete.
Ich fasse es nicht. Er ist ein Voyeur der besten Güte. Der hat ja richtig viel Spaß gehabt.
Will ich wissen, was das ist?
Willst du Bilder? Kein Prob-
NEIN!
Das Mädchen konnte nicht anders als den Kopf dezent, aber energisch, zu schütteln. Noch mehr Bilder konnte sie jetzt nicht mehr verkraften als sie ihren Weg an Cains Seite fortsetzte und sich neben ihm auf die Couch plumpsen ließ. Die Worte, die kurz darauf aus dem Lautsprecher prasselten, hinterließen nur einen faden Beigeschmack bei ihr. Die Regierung war für sie eine Einheit, die keinen besonderen Stellenwert besaß. Der Rat hingegen schon. Aber das leise Knistern in ihrem Hinterkopf, das eindeutig Ascan gehörte, ließ sie zögern.
„Korrektur: Ascan hat sich mit ihm verbündet, nicht wir. Das war scheinbar den Umständen geschuldet und ich musste mir was einfallen lassen, wie ich Cain da heile raus kriege. Oder hättest du ihn lieber nicht mehr lebend zurück, hm?“, schoss das Vessel umgehend zurück und verschränkte die Arme.
Was meint er mit an der Seele rumschnippeln?
Hm, sagen wir mal so, ich habe ausprobiert, wie lange man die Fähigkeit zu lieben von einem Menschen trennen kann. Oder eher seiner Seele.
Syleas Blick ging aus dem Augenwinkel zu Cain. Er hatte zugestimmt. Solche Einschneidungen gingen nicht spurlos ohne Einwilligung vonstatten. Cain hatte absichtlich auf den Deal eingeschlagen in der Zeit, wo sie verschwunden war. Ihre Erinnerungen an diese Zeit waren nebelig, wenn überhaupt vorhanden. Hatte er den Schmerz nicht ertragen können?...
„Und was das Hellgate angeht: Wir haben Cordelia gefunden und erlöst.“ Ja, erlöst war gut. Erlöst klang besser als eliminiert. Und glücklicherweise hatte niemand etwas von Dagda und ihr mitbekommen. „Außerdem hat die Regierung wohl schon vorher nach mit gesucht...“
Nicht ganz korrekt. Der Rat hatte nach ihr gefahndet, aber nicht die Regierung. Doch jetzt, nachdem sie in eines der bestgehüteten Gefängnisse eingebrochen waren, musste sich die Regierung einschalten. Aber das war in Ordnung. Eigentlich hatten sie auch nur noch einen Punkt auf der To-Do-Liste, den sie abhaken mussten. Bevor ein günstiger Zufall Ascan in die Hände spielte.
Also schnaubte Sylea demonstrativ und beäugte Jace. „Komm schon. Es hat dir gefallen, was du gesehen hast. Man sieht's an deinem Gesicht, du mieser... V.... Wojer.“
….Voyeur.
„Voyeur, natürlich!“