Ennis war noch immer betroffen von dem Aufwall der Aura, die ihn einfach überspült hatte. Aus dem Badezimmer drang noch immer das Geräusch von strömendem Wasser, also hatte Mairead augenscheinlich nichts davon mitbekommen, was hier gerade abgelaufen war.
„Ich war erst wirklich nur misstrauisch. Wilderer sind wirklich ein Problem“, sagte er nach einer Weile und fasste nach seiner Tasse. Dabei zitterten seine Finger leicht. „Dann hast du dich vor ihr so postiert. Die Rucksäcke waren verdächtig, eure Kleidung passte nicht. Eure gesamte Erscheinung war… fragwürdig. Dann dachte ich mir, ihr habt irgendetwas mit dem Rat oder der Regierung zu schaffen. Du siehst nicht nach einem Hunter aus, also war das naheliegendste ein Seeker. Deine Augen…“
Er führte den Rest gar nicht weiter aus. Wenn Mairead die ungewöhnliche Augenfarbe bereits bemerkt hatte, wie hätte es der Jäger nicht gekonnt? Sylea war wie ermattet, als sie in ihrem Stuhl immer kleiner zusammenschrumpfte und das offensichtliche Problem im Eifer des Gefechts gar nicht bemerkte. Ihnen war ein kolossaler Fehler unterlaufen, der Grund dafür war, warum Ennis Sylea nun nur noch ansah wie eine wandelnde Atombombe.
„Ich wollte euch wirklich nicht einladen. Aber Mairead sah so… glücklich aus und ihr habt mich so sehr an Dean und Philly erinnert, dass ich schwach geworden bin“, gab Ennis schlussendlich zu und man hörte die Reue und den veralteten Schmerz in seiner Stimme mitschwingen. „Er war auch ein Seeker und ein fantastischer Jagdgefährte.“
Sylea zuckte bei der Berührung auf ihrem Knie zusammen. In der Tat fühlte sie sich nicht sonderlich geerdet und die Berührung bewies ihr das mehr als deutlich. In ihrem Kopf hörte sie es rumoren, als Ascan selbst über etwas nachdachte und sie das wissende Grinsen von ihm vor ihrem geistigen Auge bereits sehen konnte. Er hatte etwas bemerkt, was ihnen entgangen war. Wieder einmal.
Ennis Hand glitt von seiner Tasse ab und blieb flach auf dem Tisch liegen. Er war nicht von ihnen weiter abgerückt, aber seine Haltung wirkte wieder distanzierter als zuvor. „Weil wir nicht weiter gehen können. Ich habe so viel Abstand zu den Rubras aufgebracht, wie mir möglich war, ohne dass sie nach uns suchen. Wir sind quasi noch immer in deren Einzugsgebiet, das wissen sie auch, und das reicht ihnen. Sie wissen, dass von uns keine Gefahr ausgeht und es ist eher ein Dulden als alles andere.“
Ein Stirnrunzeln lag auf Syleas Gesicht. Je mehr sie hörte, umso bewusster wurde ihr, dass sie keine Ahnung davon hatte, wie die Rubras überhaupt agierten. Wie der Clan aufgestellt war, wie sie handelten und nach welchen Prinzipien und Wirkungsbereichen es von sich ging. Wenn Ennis sagte, dass sie in einer spürbaren Reichweite waren, dann bedeutete dies…
„Das heißt, sie könnten wissen, dass wir da sind und auch, wo wir sind?“, hauchte Sylea, der sich der Boden gerade zu entziehen gedachte. Sie waren nicht undercover unterwegs. Vermutlich wussten die Rubras bereits, dass sie in unmittelbarer Nähe waren und ließen sie entweder nur ziehen oder warteten darauf, dass sie näherkamen.
Ennis sah nicht glücklich aus, nickte aber. „Spätestens nach deiner Explosion gerade, ja. Sie haben an den Hallen eine Art Torwächter platziert, der einen riesigen Umkreis abfasst und Auraspitzen bemerken kann. Eine Art Frühwarnsystem, und vermutlich wird er jetzt aufmerksam geworden sein.“
Bedächtig legte Sylea ihre Hand auf die von Cain. Ratlosigkeit machte sich in ihr breit. Ihr Eintreffen wäre nicht vom Überraschungsfaktor geprägt, sondern man erwartete sie bereits. Ihr Unterfangen wurde gerade noch schwieriger, wenn nicht ganz unmöglich.
„Weshalb seid ihr hierhergekommen? Nähert euch Barrhill und sie werden euch mit Sicherheit entzweien“, fügte der Jäger noch hinzu, obwohl alle das bereits wussten.
„Ich war erst wirklich nur misstrauisch. Wilderer sind wirklich ein Problem“, sagte er nach einer Weile und fasste nach seiner Tasse. Dabei zitterten seine Finger leicht. „Dann hast du dich vor ihr so postiert. Die Rucksäcke waren verdächtig, eure Kleidung passte nicht. Eure gesamte Erscheinung war… fragwürdig. Dann dachte ich mir, ihr habt irgendetwas mit dem Rat oder der Regierung zu schaffen. Du siehst nicht nach einem Hunter aus, also war das naheliegendste ein Seeker. Deine Augen…“
Er führte den Rest gar nicht weiter aus. Wenn Mairead die ungewöhnliche Augenfarbe bereits bemerkt hatte, wie hätte es der Jäger nicht gekonnt? Sylea war wie ermattet, als sie in ihrem Stuhl immer kleiner zusammenschrumpfte und das offensichtliche Problem im Eifer des Gefechts gar nicht bemerkte. Ihnen war ein kolossaler Fehler unterlaufen, der Grund dafür war, warum Ennis Sylea nun nur noch ansah wie eine wandelnde Atombombe.
„Ich wollte euch wirklich nicht einladen. Aber Mairead sah so… glücklich aus und ihr habt mich so sehr an Dean und Philly erinnert, dass ich schwach geworden bin“, gab Ennis schlussendlich zu und man hörte die Reue und den veralteten Schmerz in seiner Stimme mitschwingen. „Er war auch ein Seeker und ein fantastischer Jagdgefährte.“
Sylea zuckte bei der Berührung auf ihrem Knie zusammen. In der Tat fühlte sie sich nicht sonderlich geerdet und die Berührung bewies ihr das mehr als deutlich. In ihrem Kopf hörte sie es rumoren, als Ascan selbst über etwas nachdachte und sie das wissende Grinsen von ihm vor ihrem geistigen Auge bereits sehen konnte. Er hatte etwas bemerkt, was ihnen entgangen war. Wieder einmal.
Ennis Hand glitt von seiner Tasse ab und blieb flach auf dem Tisch liegen. Er war nicht von ihnen weiter abgerückt, aber seine Haltung wirkte wieder distanzierter als zuvor. „Weil wir nicht weiter gehen können. Ich habe so viel Abstand zu den Rubras aufgebracht, wie mir möglich war, ohne dass sie nach uns suchen. Wir sind quasi noch immer in deren Einzugsgebiet, das wissen sie auch, und das reicht ihnen. Sie wissen, dass von uns keine Gefahr ausgeht und es ist eher ein Dulden als alles andere.“
Ein Stirnrunzeln lag auf Syleas Gesicht. Je mehr sie hörte, umso bewusster wurde ihr, dass sie keine Ahnung davon hatte, wie die Rubras überhaupt agierten. Wie der Clan aufgestellt war, wie sie handelten und nach welchen Prinzipien und Wirkungsbereichen es von sich ging. Wenn Ennis sagte, dass sie in einer spürbaren Reichweite waren, dann bedeutete dies…
„Das heißt, sie könnten wissen, dass wir da sind und auch, wo wir sind?“, hauchte Sylea, der sich der Boden gerade zu entziehen gedachte. Sie waren nicht undercover unterwegs. Vermutlich wussten die Rubras bereits, dass sie in unmittelbarer Nähe waren und ließen sie entweder nur ziehen oder warteten darauf, dass sie näherkamen.
Ennis sah nicht glücklich aus, nickte aber. „Spätestens nach deiner Explosion gerade, ja. Sie haben an den Hallen eine Art Torwächter platziert, der einen riesigen Umkreis abfasst und Auraspitzen bemerken kann. Eine Art Frühwarnsystem, und vermutlich wird er jetzt aufmerksam geworden sein.“
Bedächtig legte Sylea ihre Hand auf die von Cain. Ratlosigkeit machte sich in ihr breit. Ihr Eintreffen wäre nicht vom Überraschungsfaktor geprägt, sondern man erwartete sie bereits. Ihr Unterfangen wurde gerade noch schwieriger, wenn nicht ganz unmöglich.
„Weshalb seid ihr hierhergekommen? Nähert euch Barrhill und sie werden euch mit Sicherheit entzweien“, fügte der Jäger noch hinzu, obwohl alle das bereits wussten.