[2er RPG] Vessels [Asuna & Winterhauch]

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    • "Unglaublich was? Unglaublich dumm, verrückt oder brilliant?"
      Syleas Lächeln bekam einen warmen Unterton während sie dabei zusah, wie Cains Finger über ihre Beine abwärts wanderten. Jetzt gerade hatte sie alle Angst, Trauer und Sorge von sich gewiesen und spürte nur die Wärme, die aus den Untiefen ihrer Brust in ihren gesamten Körper strahlte. Anifuris war still, hing buchstäblich in den Seilen und schien sich eher mit sich selbst zu beschäftigen. Löcher zu stopfen, den Syleas Angriff auf seine Erinnerungen hinterlassen hatten.
      "Ja, stellst du. Mit so ziemlich allem, was du tust. Anifuris ist ein ebenso guter Lehrmeister wie angsteinflößendes Wesen. Er hat dir vorhin ein paar Dinge erzählt, die mich haben nachdenken lassen. Silber sei in der Lage, Auren besser zu manipulieren als viele andere Farben. Und, dass man auf den Klang der Signatur hören soll. Also hab ich meinen Klang dem seinen angepasst, bis wir im Gleichklang waren. Anstatt ihn einfach zu unterjochen, hab ich seine Aura in meiner quasi verwoben. Das Netz muss er erstmal lösen. Da wir ja sowieso schon quasi eine Einheit sind..." sie gestikulierte in der Luft, so als würde sie ein lästiges Insekt verscheuchen, "dann gibt's nichts, was ich vor ihm geheimhalten kann. Dann will ich auch die sein, die bestimmt, wann er spielen darf."
      Etwas verlegen zuppelte die junge Rubra an dem Saum ihres Shirts. Nie hätte sie zugegeben, dass ihre Entschlusskraft nicht nur auf ihrer eigenen Stärke beruhte sondern massiv unterfüttert worden war von dem Mann zu ihren Füßen. Wäre die Lage eine andere und sie nie zum Vessel geworden, dann wäre auch der Seeker nie in ihr Leben getreten. So bescheiden der Weg bis hier hin war und die Zukunft für sie aussah - der Seeker machte es mehr als erträglich.
      "Sag mir", fand sie ihre Stimme wieder, "hat dir meine Körpersprache besser gefallen, als nicht ich in der Kontrolle war?"
      Ihr Kopf kippte leicht zur Seite und immitierte dadurch die Bewegung Cains. Zwar ließ sie Anifuris' Namen aus, aber sie wusste, dass sie den Seeker trotzdem damit necken konnte. Sie hatte gesehen, wie er reagiert hatte als noch nicht ganz klar war, wer am längeren Hebel saß. Ob sie sich diese offenherzige Art ebenfalls zutraute... wusste sie nicht.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • "Etwas von allem...", schmunzelte Cain. "Wahnsinn und Genie liegen doch sprichwörlich nach beieinander."
      Das vertraute Lächeln auf ihrem Gesicht erstrahlte mit einer Wärme, die ihn an die ersten Sonnenstrahlen des Tages erinnerte und den Beginn von etwas Neuem ankündigte. Die Hände um ihre Unterschenkel zuckten leicht, während er geduldig ihren Worten lauschte und mit ehrlicher Bewunderung zu ihr herauf sah. Ganz langsam schob er sich näher an Sylea und das Bett heran.
      "Das...", begann er und seine Fingerspitzen wanderten den Weg wieder hinauf zu ihren Kniekehlen. "...ist wirklich brilliant, Sylea. Wenn es etwas gibt, das dir hilft, sag es mir."
      Mit aller Aufmerksamkeit beobachtete Augen gefüllt mit glühendem Gold jeder Regung der jungen Frau, die nun verlegen an dem zu großen Shirt zogen und zupften. Fragend suchte Cain ihren Blick und umschloss mit sanften Druck ihre Knie, in einer wie er hoffte, versichernden Geste. Etwas ging ihr durch den Kopf, aber er vermochte nicht zu lesen, was genau es war. Die Frage traf ihn ein wenig unvorbereitet. Der Seeker nahm sich einen schier endlosen Augenblick Zeit, um die Worte in seinem Kopf gut abzuwägen. Nichts lag ihm ferner Sylea zu belügen, auch wenn die Antwort ihr vielleicht nicht gefallen sollte. Die Vessel wollte ihn damit aufziehen und ein wenig necken. Und sie entlockte ihm damit jedenfalls einen amüsierten, tiefen Laut tief aus seiner Brust.
      Bedächtig und den Blick nicht von ihren Augen lösend, kam er ihr noch ein Stückchen näher wobei er ihre Knie sachte auseinander drückte bis er gänzlich zwischen ihnen kniete. Seine Hände schoben sich an der Außenseite ihrer Oberschenkel hinauf bis er ihre Hüften tief umfasste und sie näher an die Bettkante zog. Die Wärme ihres Körper drang durch den dünnen Baumwollstoff des Shirts hindurch bis auf die nackte Haut seiner Brust.
      "Es ist reizvoll, ja...", gab er mit einem tiefen Unterton in seiner Stimme zu. Das Lächeln auf seinen Lippen verblasste nicht für eine Sekunde, als er zuließ, dass ihre Beine ihn automatisch umschlangen. "...aber ich möchte unter gar keinen Umständen, dass du versucht jemand anderes zu sein, nur weil du glaubst es würde mir besser gefallen. Das alles hier ist neu für dich. Es ist normal, wenn du dir unsicher bist. Ich werde dich nie zu etwas drängen, was du nicht willst. Was ich von dir möchte, ist das du ehrlich zur mir bist, okay? Ich habe sofort aufgehört, als ich spüren konnte, dass etwas nicht stimmte. Du musst mir glauben, dass ich diese Situation nie ausgenutzt hätte."
      Cain legte den Kopf ein wenig in den Nacken, um einen besseren Blick auf ihr Gesicht zu haben.
      "Es bedeutet mir viel, dass du mir soweit vertraust.", gestand er. "Ich will dich, Sylea. Keine billige Imitation von Anifuris."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Vermutlich würde sich Sylea nie daran gewöhnen, wie leicht es Cain fiel, sie einfach zu sich zu ziehen. Als wären ihre Beine nur für diesen einen Mann auf Erden gemacht, schlossen sie sich um seinen Rücken und verwehrten ihm jeglichen Gedanken an Flucht. Sein Kopf war ungefähr auf ihrer Brusthöhe, den er nun in den Nacken legte, um ihr besser ins Gesicht sehen zu können. Ein urtypischer Schauer durchlief ihren Körper als er ihr unverblümt sagte, was er wirklich wollte.
      "Haben wir nicht einander versprochen, keine Lügen mehr zu erzählen?", erinnerte sie den Seeker wobei sie ihren Zeigefinger hauchzart über seine Lippen tanzen ließ. "Ich habe dir gestern in der Hütte gesagt, dass ich Angst um meine Kontrolle hatte. Du hast aufgehört. Wenn das nicht Beweis genug ist, dass du mich zu nichts drängst, dann weiß ich auch nicht."
      Wer zur Hölle hat dir das Flechten von Auren bitte beigebracht?
      Du, in einer stillen Minute als du gepennt hast.
      Was du nicht sagst.
      Schließlich rahmte Sylea Cains Gesicht mit ihren Händen ein. Einen Moment lang sah sie einfach nur in diese unendlich goldenen Augen, die sich nur auf sie gerichtet hatten. Eine schönere Farbe existierte für die junge Frau nicht. "Du machst meine Zukunft erst möglich. Gäbe es dich nicht, säße ich weiß Gott wo fest für entweder den Rest meiner Existenz oder bis Anifuris vollständig ausgerastet wäre. Wo ich jetzt stehe, wer ich zu einem Teil bin, ist von dir beeinflusst worden. Vergiss das nicht." Ihre Stimme war fernab jeglicher Belustigung. Sie wollte, dass er die Tragweite ihrer Worte verstand. Realisierte, dass er selbst für diese kurze Zeit schon immensen Einfluss auf das Vessel ausgeübt hatte.
      "Vergiss nie, dass die Gefahr und Ungewissheit mein ständiger Schatten ist", sprach sie weiter bevor sie ihre Lippen kurz auf Cains legte, um sich direkt wieder zu entfernen. Wenn auch nur ein paar Zentimeter. "Vergiss nie, wie sich diese Lippen anfühlen." Ein weiterer Kuss folgte. Länger, intensiver. "Vergiss nie, dass das hier vielleicht Liebe sein kann."

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • "Erwischt.", flüsterte Cain gegen die zarten Fingerspitzen an seinen Lippen.
      Er konnte dem Drang nicht widerstehen spielerisch mit den Zähnen an der Fingerkuppe ihres Zeigefingers zu nippen. Der Seeker stellte mit einer tiefen Zufriedenheit fest, dass sich Syleas Beine wie selbstverständlich um seine Rippen und seinen Rücken schlangen. Die Handlung hatte etwas Besitzergreifendes, aber die junge Rubra musste nicht fürchten, dass er einfach verschwand. Es gefiel Cain vermutlich ein wenig zu sehr, wie instinktiv ihre Körper und Auren bereits aufeinander reagierten.
      So geschah es ganz ohne sein Zutun, dass sich sein Oberkörper näher zu ihr neigte, als ihre Hände federleicht sein Gesicht umrahmten. Die Berührung hatte etwas Beruhigendes und trug doch das Versprechen nach mehr in sich. Ein 'Mehr', das Cain nicht recht benennen konnte. Er war sich bereits seit der zerbrechlichen und vorsichtigen Umarmung in der Zelle sicher gewesen, dass etwas sie zusammenführte. Wie ein verirrter Himmelkörper bewegte er sich seither um Sylea als seinen Mittelpunkt, von ihrer Anziehungskraft festgehalten wie der Mond um die Erde kreiste.
      Cain schloss die Augen einen winzigen Spalt breit, das flüssige Gold umrahmt von tiefschwarzen Wimpern. Ein warmes Lächeln seinerseits begleiteten die wunderschönen Worte der jungen Frau, die sein Gesicht so sanft hielt, als könnte er sich jeden Augenblick in Luft auflösen.
      "Du hättest deinen Weg auch ohne meine Hilfe gefunden. Irgendwann.", murmelte er ohne dabei die Tragweite ihrer Worte schmälern zu wollen. "Bei unserer ersten Begegnung im Wald wäre mir nie der Gedanke gekommen, dass unsere Leben sich so eng verflechten würden. Und ich bin froh, dass ich es war, der dich gefunden hat."
      Heißer Atem kitzelte die Haut, ehe ihre Lippen die seinen zu einem lieblichen Kuss fanden. Als sie sich zurückzog, leckte sich Cain unbewusst über die Unterlippen, als hätte er von seiner Süßigkeit genascht. Er würde nie vergessen, wie sich ihre Küsse anfühlten, ob auf seinen Lippen unter überall auf seiner Haut. Jeder Berührung hatte sich bereits tief in seinen Körper eingebrannt und unsichtbare Spuren hinterlassen. Gerade war er im Begriff seine Hände ihre Hüften heraufwandern zu lassen unter das Shirt, da erreichte ihn der letzte gesprochene Satz. Cain hielt inne und schlug die Augen auf. Die Zahnräder in seinem Kopf erschienen fast hörbar, bis er die Bedeutung wirklich erfasste.
      Cain lachte leise, eine Mischung zwischen freudiger Überraschung und dem unfassbaren Glück, dass sich langsam durch seine Adern ausbreitete. Schließlich küsste er sie hingebungsvoll und leidenschaftlich, während er sie weiter auf das Bett zurück schob.
      "Das könnte es wirklich sein," erwiderte er atemlos und schlang die Arme um ihren zierlichen Leib. "Davon bin ich überzeugt."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Für einen Moment befürchtete Sylea, etwas Falsches gesagt zu haben, als Cain plötzlich die Augen aufschlug und sie wortlos anstarrte, bis sich endlich ein Lachen aus seiner Kehle schälte. Ungewollt spürte Sylea, wie sich Freunde und Glückseligkeit in dem jungen Mann aufputschten und ihn veranlassten, das Vessel in seinen Armen weiter auf das Bett zu schieben.
      Sie hatte also ins Schwarze getroffen. Wenn er ähnlich empfand wie sie, dann konnte sie dem Ganzen einen Namen geben. Dann war es nicht mehr nur die Dankbarkeit, dass der Seeker sie befreit hatte. Sie vor der Einrichtung und schließlich Helyon gerettet hatte. Ihr das Gefühl vermittelte, nicht eine wandelnde Zeitbombe zu sein.
      "Und du sagst das nicht weil du insgeheim auf den Adrenalinkick stehst, den meine Anwesenheit mit sich bringt?", flüsterte sie in sein Ohr als sie sich auf den Rücken fallen ließ und die Arme nach oben über ihren Kopf ausstreckte. Den Kopf hatte sie etwas zur Seite gedreht, um dem Seeker einen Blick aus dem Augenwinkel zuzuwerfen. Wie bereits zuvor befand er sich noch immer zwischen ihren Beinen, die sie aufgestellt hatte und Cains Körper somit zwischen ihnen gefangen hielt. Ein sehr leicht zu durchbrechendes Gefängnis wenn auch nicht weniger reizvoll. "Oder treiben dich das erste Mal Hormone auf ein neues Hoch?"
      Ihr Atem ging flach als sie sah, wie seine Augen sie förmlich auszogen. Das Glänzen in seinen güldenen Augen war so intensiv wie schon lange nicht mehr und zwang ihrem Körper eine Gänsehaut auf. Er hatte noch keine Worte benutzt, die ihr auch hörbar bedeuteten, was sie bereits dachte und fühlte.
      "Ich glaube, zwei volle Tage in diesem Bett halten wir nicht durch..." Was nicht bedeutete, dass sie es nicht versuchen würde.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • "Du hast wirklich keine Ahnung, welche Wirkung du auf mich hast.", murmelte er.
      Unter dem kitzelnden Atem an seinem Ohr, wölbte sich sein Körper mit einem wohligen Erschaudern. Ein zufriedenes Brummen erklang tief in seinem Brustkorb, während der Rhythmus seines Herzschlages mit jeder Sekunde an Geschwindigkeit zulegte. Der Blick seiner Augen konnte nur als hungrig beschrieben werden, als er der gestreckten Bewegung ihrer Arme folgte. Folglich wölbte sich der Körper der jungen Frau ihm auf verführerische Art entgegen. Bei jedem, tiefen Atemzug streiften Cains nackter Oberkörper die zarten Wölbungen ihrer Brust. Eine scheinbar beiläufige Berührung zwischen ihnen, die ausreichte um seinen Puls in die Höhe schnellen zu lassen.
      Ein schiefes Grinsen kräuselte sich auf seinem Gesicht, denn der amüsiert geäußerte Verdacht traf exakt ins Schwarze.
      Mit den Händen fuhr er ihre schmalen Schultern entlang und schließlich ihre Arme hinauf bis er ihre Handgelenke umgreifen konnte. Ein sanfter Druck fesselte ihre Hände nun auf dem weichen Untergrund des Bettes. Cain achtete darauf, dass sie spürte, wie sie sich jeder Zeit aus seinen Händen befreien konnte, wenn sie es denn wollte.
      Der Seeker neigte den Kopf an ihren Hals, den sie so bereitwillig präsentierte und ließ seine Lippen über die verletzlichen Hautpartien wandern. Unter den spielerischen Küssen fühlte er den beschleunigten Puls.
      "Was du mit mir anstellen könntest, Sylea. Ein Wort von dir und ich würde alles tun, was du von mir verlangst. Sieh mich weiter so an und ich vergesse meinen Namen. Schieb ruhig auf einen Hormoncocktail, wenn du unbedingt willst, aber ich verspreche dir, dass ich noch nie eine solche Sehnsucht und Verlangen nach einem anderen Menschen hatte." Dabei löste er eine Hand, die er nach unten führte und unter den Saum des T-Shirts schob. Mit gespreizten Fingern legte er die Hand auf ihrem flachen Bauch ab. Seine zweite Hand hielt nun beide Handgelenke ihrerseits fest im Griff.
      "Emotionaler Abstand war essenziell für mich, um keine zu tiefe Bindung aufzubauen. Aber jetzt...", wisperte er und biss ihr zart in den Hals. "...will ich wissen, was du fühlst, wenn ich dich berühre. Meine Aura war noch nie so von einer anderen angezogen. Ein Nervenkitzel? Ja, vielleicht. Aber es ist so viel mehr."
      Cain hob den Kopf und das Glühen in seinen Augen wurde so intensiv wie ein beginnendes Feuer.
      "Sicher, dass wir das nicht durchhalten?", schmunzelte er. "Ich lasse es gerne auf einen Versuch ankommen..."
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    • Cain hatte absolut recht. Sylea hatte überhaupt keinen Plan, wie ihre Haltung, ihre Stimme auf einen Mann wirkten, der sich schon ein paar Mal zuvor hart am Riemen hatte reißen müssen. Als er ihre Handgelenke über ihrem Kopf fixierte, atemete sie stoßartig aus. Nicht weil sie Sorge hatte, er könne ihr etwas tun. Sondern wegen ihrem Verstand, der ihr verführte, was diese Geste alles mit sich bringen konnte. Sie musste die Augen schließen, kaum zogen seine Lippen heiße Spuren an ihrem Hals. Das bloße Versprechen, dass ihre Worte ihn gefügig machen konnten, war schon fast eine so große Verheißung für sie. Fast wäre sie geneigt gewesen ihm zu befehlen, sie loszulassen. Keinen Finger an sie zu legen während sie sich auszog und ihrer beiden brennende Körper aneinander rieb. Sie konnte sich den Ausdruck in seinen Augen lebhaft vorstellen - und hätte ihre Vorstellung beinahe in die Realität umgesetzt.
      Doch da legten sich seine Finger plötzlich auf ihren Bauch und ließen ihre Lider auffliegen. Die kühlen Finger auf ihrer erhitzten Haut rissen sie aus ihrer Fantasie, nur um voll mitzuerleben, wie er sanft in den Hals biss. Sie spannte sich unter ihm an, begehrte gegen den Körper des Seekers auf ehe sie wieder in die Matratze zurückfiel. Als sie ihren Kopf wieder gerade richtete und Cain in die Augen sehen konnte, der sich derweil etwas aufgerichtet hatte, vergaß sie sich fast. Dieser Ausdruck in seinen Augen...
      "Mh, irgendwann sollten wir was essen, findest du nicht?", spottete sie rigoros und man hörte, dass sie ihren eigenen Worten eher weniger Bedeutung schenkte.
      Spielerisch ging Sylea gegen Cains Griff an ihren Handgelenken an. Theatralisch rollte sie die Augen in dem Anschein, sie könne sich gar nicht befreien. "Also mit einer Hand bist du ziemlich beschränkt, würde ich behaupten..."
      Sie wollte sehen, wie das Feuer in seinen Augen seinen restlichen Körper in Brand steckte. Ein Lauffeuer auslöste, das zu ihr übersprang und ihre Synapsen lichterloh aufflammen ließ. Er hatte bereits einmal angedeutet, was er mit seiner Aura zu tun vermochte. Ein zweites Mal würde sie nicht aushalten. Ein zweites Mal würde eine gewisse alte Seele nicht mehr unterbrechen können.
      Sylea biss sich auf die Unterlippe als sie ihre silber Aura ausstreckte. Kaum traf das Silber auf Gold, zuckte es einem Schlag gleich durch ihren Leib. Was sie in seinen Augen gesehen hatte, tränkte seine Aura buchstäblich und entlud sich in sekundenschnelle in ihr. Leise fluchte sie auf während ihre Aura in gebührendem Abstand um den Körper des Seekers tanzte und ihn nur punktuell streifte. Gott, wenn er sich bereits jetzt so gab, wie würde es werden, wenn er sich konzentriert auf sie richten würde?

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    • Versteckt an ihrer Halsbeuge grinste Cain mit einem amüsierten Funken in den Augen.
      Der zarte Biss schien wie ein Schock durch ihren Körper zufahren, welcher sich aufbäumte und förmlich gegen den Seeker presste. Ein Welle glühenden Feuers durchlief seine gesamte Wirbelsäule. Er hob das Kinn leicht an, um keine einzige Veränderung in ihrem Gesicht zu verpassen. Die leichte und spielerische Art und Weise, wie sich Sylea gegen seinen festen Griff aufbegehrte, schürte die Glut in seinem Inneren nur noch mehr.
      Mit einem schiefen Grinsen legte Cain den Kopf schief, als würde er sehr hart über die Worte nachdenken. Für einen Augenblick sah es tatsächlich so aus, als würde er ernsthaft darüber nachdenken ob ein Frühstück wirklich gerade eine Alternative darstellte.
      "Dafür müssten wir aber das Apartment verlassen. Ich befürchte im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Also wenn du lieber einen Spaziergang unternehmen möchtest...", sagte er, wobei der Bluff eher nach hinten losging. Das Grinsen wurde mit jeder Silbe ein wenig breiter bis er seine Belustigung kaum noch im Zaum halten konnte. Als wenn er ernsthaft in Betracht ziehen würde gerade jetzt die Wohnung zu verlassen.
      Cain war nicht mehr in der Lage den nächsten Satz sinnvoll zu formen, da berührte der vertraute Silberstreif das pulsierende Gold. Wie ein starker Stromschlag fuhr die Berührung ihrer Auren durch seinen gesamten Körper. Die Muskeln unter der Haut spannten und lockerten sich rhythmisch, bis der Seeker einen holprigen Atemzug tat.
      "Vorsicht.", flüsterte er und neigte sein Kopf zu ihrem herab. "Jede Tür in meinem Kopf steht weit offen. Für dich. Wenn du wirklich wissen willst, was ich fühle dann sieh nach. Deswegen reagiert meine Aura gerade sehr...impulsiv. Und übrigens..."
      Etwas flammte in der goldenen Iris auf, schien das Leuchten noch intensiver zu werden, während sich seine Aura forschend und sehnsüchtig nach ihr ausstreckte und sich beinahe spielerisch um ihren Silberstreif schlang, an den Punkten die sie neckte. Ein Teil des glühenden Schimmers konzentrierte sich um die Hand auf ihrem Bauch. Gezielt sandte er einen Puls durch seine Fingerspitzen in ihren Bauch und tiefer hinab bis in das Zentrum zwischen ihren Schenkeln.
      "...ich brauche nur eine Hand." Damit fing er ihre Lippen zu einem Kuss ein.
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    • Da war wieder dieses verheißungsvolle Leuchten in Cains Augen, das Syleas Vernunft hart an ihre Grenzen brachte. Dann spürte sie bereits, wie er etwas von seiner Aura durch seine Finger rieseln ließ, die noch immer auf ihrem Bauch ruhte. Zielsicher bahnte sie sich ihren Weg, traf auf keinerlei Hürde da sich das Vessel einfach in dem Gefühl verlor. Als das Ziel erreicht war entwich ihr ein verdächtiger Laut, den der junge Mann kurz darauf mit seinen Lippen erstickte.
      Allerdings war die junge Frau nicht mehr so unbeholfen wie zuvor. Anstatt die Energie einfach verfliegen zu lassen, fing sie sie ein, konzentrierte sie in einen kleinen Ball und spickte ihn mit Partikeln ihrer eigenen Aura. Dann schickte sie diese kleine Kugel über ihre Lippen zu dem Seeker zurück. Ungerichtet, völlig freigelassen in seiner Wirkungsweise, explodierte der Auracocktail erst in der Brust des Seekers. Wie ein Feuerwerkskörper zerstob die vermischte Aura, jagte in wahnwitziger Geschwindigkeit durch seine Nervenzellen und breitete sich wie ein Blitz am Himmel mit tausenden kleinen Verzweigungen in seinem Körper aus. Das Resultat war hörbar, sodass Sylea ein verzücktes Lächeln nicht verheimlichen konnte.
      Aber sie wollte mehr. In einem ernsthaften Versuch ruckte sie an ihren Handgelenken, doch obwohl Cain ihr versichert hatte, sie nicht festzuhalten, fixierte er sie an Ort und Stelle. Leise fluchte sie. Eine Planänderung musste her. Lediglich der herausfordernde Blick ihrerseits ließ vermuten, dass sie etwas ausheckte. Bereits im nächsten Moment hatte sie nach Cains goldener Aura gegriffen und zog ein Stückchen von ihr in ihren eigenen Körper. Eigentlich hatte sie gedacht, dass es ihm die Extase verschafft, damit er sie endlich freigab. Stattdessen aber kniff sie ihre Augen zusammen, unfähig das überwältigte Aufstöhnen zu unterdrücken. Eine Flut an Hitze, Verlangen, Begierde und das, was sie als Liebe nun deklarieren würde, kam mit dem Teil der Aura, den sie gerade in sich aufgenommen hatte. Das Ungleichgewicht in ihrer beiden Aurenkonstellation forderte einen Ausgleich, sodass ein Teil von Syleas Aura, die gerade viel zu viel war, zu dem jungen Mann hinüber schwappte. Dies war ein nicht sehr sauber ausgeführter Aurenzug, der die größte Lust unter zwei Kundigen bedeuten konnte. Sofern man sich absolut vertraute.
      Unterdessen konnte Sylea nicht mehr still liegen bleiben. Die Flut an Emotionen gerade war zu viel gewesen, stetig bewegte sie sich unter Cain in der Hoffnung, es würde ihr Erlösung bringen.
      "Ich brauch' nicht mal Hände", hauchte sie, schlug die Augen auf und sah wieder in diese famosen goldenen Bernsteine.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Ein lustgetränkter Laut floss über ihre Lippen in den innigen Kuss hinein.
      Cain grinste triumphierend über seinen Erfolg nur um sich eine Sekunde später wieder dem leidenschaftlichen Spiel ihrer Münder hinzugeben bis seine Lungen nach Sauerstoff schrien. Und selbst dann löste er sich nicht von Sylea, hätte es nicht einmal gekonnt, denn die junge Frau warf ihm gebündelt und mit unkontrollierter Kraft seine Aura und einen Teil ihrer Eigenen zurück. Der Seeker schnappte ruckartig nach Luft und spürte, wie sich eine neue Hitzewelle durch seinen Körper ausbreitete. Das Feuer loderte in seiner Brust auf und schien seine Nerven bis an die Grenze des erträglichen zu reizen. Ein erstauntes und lustvolles Grollen ertönte tief in seiner Brust, während sich seine Finger eher unfreiwillig um ihre Handgelenk verkrampften. Er war nicht fähig ihrem Wunsch sich zu befreien nachzugeben.
      Schwer atmend hob Cain den Kopf und blickte auf die rotgeküssten Lippen. Was ihn jedoch viel mehr faszinierte war die Herausforderung in ihren graubraunen Augen. Das Grau ihrer Augen wirkte in jenem Augenblick wie kleine Flecken flüssiges Silber, dass ihn verheißungsvoll anfunkelte. Gerade wollte er den Mund öffnen, um sie neckend zu fragen, was sie jetzt schon wieder ausheckte, da griff eine unsichtbare Hand nach seiner Aura und zog bestimmend daran. Das Gold versank in schimmernden Silber, dass wie die Wellen im Ozean über seiner Aura zusammenbrach und ihn förmlich verschlang. Die Reaktion folgte auf dem Fuße. Der Seeker wölbte sich ihrem Leib entgegen und die Wucht erschütterte den Halt seines Körper zwischen ihren Schenkeln. Wenig elegant gaben seine Knie ihre schwebende Haltung auf und Cain sank mit seinem vollen Gewicht auf Sylea hinab. Emotionen, die nicht seine eigenen waren, erfüllten seinen Versand bis er glaubte nicht mehr Empfindungen fassen zu können. Verzweifelte Lust, Vertrauen und der Wunsch nach Erlösung flutete seine Sinne und ließ seine Hüften unkontrolliert gegen ihre zucken. Es war unbestreitbar, dass das Problem seiner eigenen Begierde wuchs so nah an dem begehrten Ziel und unter der unglaublichen Lust, die das Spiel ihrer Auren erzeugte. Es war beinahe schwer zu sagen, welche Aura wo anfing und schließlich wieder aufhörte.
      "Mach das noch einmal und ich muss meine Zwei-Tage-Prognose korrigieren..."
      Unruhig bewegte sich Sylea unter seinem Gewicht und Cain schien Erbarmen zu haben, zumindest ein wenig. Die Handgelenk behielt er umschlossen, während er seine vorwitzigen Finger tiefer ihren Bauch hinabschob und unter dem dünnen Stoff verschwinden ließ. Ohne Zögern nahm er seine spielerischen und zärtlichen Erkundungen von zuvor wieder auf, machte dort weiter wo Anifuris ihn unterbrochen hatte. Als seine Finger tief in ihren Körper vordrangen, schickte er einen neuen, gezielten Impuls seiner Aura durch ihren Unterleib.
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    • "Dann machst du aus zwei Tagen nur ein paar Stunden, ja?"
      Ein heiseres Lachen erklang ihrerseits bevor Cains Finger ihre Erkundungstour wieder aufnahmen. Kaum hatte er sie in ihr vergraben, erstarb ihr Lachen und wurde abgelöst von einem tiefen Atemzug. Noch immer wand sie sich unter ihm, nun vielleicht sogar noch etwas energischer als zuvor. Zielsicher fanden seine Finger den Punkt, der ihr die Lust zu Kopfe stiegen ließ aber nicht reichte, um die vollends über die Klippe zu bringen. Bei jeder Bewegung, wo sein Handballen eine bestimmte Stelle berührte, wimmerte sie leise.
      Der nächste Impuls brachte sie fast zum Aufschreien. Gerade noch so presste sie die Zähne aufeinander, damit nur ein gedämpftes Quietschen über ihre Lippen kam. Der Impuls verlief sich in den Nervenzellen ihres Körpers - dieses Mal hatte sie ihn nicht einfangen und zurückschicken können. In ihrer schieren Verzweiflung griff das Vessel nach der goldenen Aura, damit der Seeker die gleiche Qual durchlitt wie sie selbst. Sie brauchte seine Aura nur zu streifen, da sprangen ihre gegenseitigen Gefühle bereits über. Sie wollte seinen nackten Körper an ihrem spüren ohne die lästigen Stoffschichten dazwischen. Wie sich ihre Körper aneinander rieben, ein ekstatisches Gemisch an Pheromonen erzeugten. Obwohl sie fürchtete nicht mehr Herr ihrer Sinne zu sein, zog sie nur einen hauchdünnen Faden aus Cains Aura zu sich herüber. Immer mehr absorbierte sie von ihm, fühlte vielleicht sogar, was er gerade wollte, und sammelte diese Energie in einem Punkt in ihrem Körper. Als sie spürte, dass sich ein leichter Widerstand ergab, ließ sie die angesammelte Aura zäh durch ihren Unterleib über seine Finger zu ihrem Ursprung zurückkehren. Das daraus resultierende Gefühl entlockte ihr das erste lustvolle, ungehemmte Aufstöhnen. Ihr Unterleib stand förmlich in Flammen, wurde mit jeder Bewegung von Cains Fingern nur weiter angestachelt. Viel länger hielt es ihr Geist nicht mehr aus bevor er unter der Lust zerschellen würde.
      "Lass mich los und zieh dich aus", drängte sie ihn, fort war jede sanfte Nuance in ihrer Stimme.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Sylea vergrub sich in seiner pulsierenden Aura und entlockte dem Seeker ein raues Stöhnen.
      Obwohl sie lediglich an seiner seiner Aura zog und zerrte, fühlte er die Nachwirkungen in seinem gesamten Körper bis tief in die Knochen. Die Hand zwischen ihren Schenkeln verkrampfte sich unter der erneuten Welle der Lust, die eindeutig ihren Ursprung bei Sylea hatte. Beiläufig bis zu diesem Zeitpunkt drückte Cain seinen Handballen nun mit mehr Nachdruck nach unten, um der jungen Rubra die gewünschte Erlösung von ihren lustvollen Qualen zu verschaffen. Die Signatur ihrer Aura war unmissverständlich und Cain spürte bis in die letzte Zelle seines Körpers, wie sich die verlangende Hitze zwischen ihren Schenkeln sammelte.
      Sehnsüchtig senkte Cain seine Lippen wieder an ihren gestreckten Hals, liebkoste die zarte Haut im Wechsel mit Bissen und Küssen. Mit jeder Berührung und jeder gezielten Bewegung seiner Finger wurden die Liebkosungen fester und bestimmender. Eine glühende Energie kroch durch seine Fingerspitzen und umschlang sein Handgelenk. Zäh floss glühende Lava seinen Arm herauf und ließ den Seeker erbeben. Es war erstaunlich und gleichzeitig erfreulich, wie Sylea ihre Aura zu nutzen wusste. Cain musste sich eingestehen, dass ihr Instinkt seinen bei Weitem übertraf. Genau genommen, lernte auch der Seeker gerade erst sein volles Potenzial kennen. Bisher hatte er nur an der Oberfläche seines Könnens gekratzt. Und es gab so viel mehr.
      Das ungehemmte, befreite Stöhnen klang wie Musik in seinen Ohren und jedes musikalische Meisterwerk verblasste dagegen. In ihm wuchs der Drang ihr noch mehr dieser Laute zu entlocken, bis ihre Stimme aufgab. Vielleicht hätte er sich zurücknehmen sollen, aber die Art wie Sylea ihre Auren manipulierte und nutzte um die Begierde ins Unermessliche zu steigern, riss an seiner Selbstbeherrschung. Und ihre Worte brachten die Fassade nicht nur zum Bröckeln. Nein, sie riss jegliche Mauern einfach ein. Der Mangel an Nervosität und ihre Selbstsicherheit wirkten äußerst reizvoll auf ihn, dennoch rief er sich in Erinnerung, dass sie die junge Rubra zwar willensstark aber er immer noch ihr Erster war.
      Endlich löste er den Griff um ihre Handgelenk und zog auch widerwillig seine Hand aus der glühenden Hitze ihres Unterleibes zurück. Raubtierhaft stemmte sich Cain auf seinen Händen auf und betrachtete Sylea einen Augenblick lang als wollte er sie mit Haut und Haaren verschlingen. In einer fließenden Bewegung erhob er sich vom Bett und sah mit brennen Augen zu ihr herab. Auf das Shirt hatte er bei ihrer Ankunft im Apartment bereits verzichtet und so schob er sich gemächlich und für ihren Geschmack bestimmt viel zu langsam die Jogginghose von den Hüften. Mit seiner Unterwäsche machte er gleichzeitig kurzen Prozess. Er hatte es ihr ja gesagt, ein Wort und er würde jedem ihrer Wünsche folgen.
      Ohne Scham präsentierte sich Cain der jungen Frau auf dem Bett, seine Lust kaum übersehbar. Er hätte niemals abstreiten können, was gerade in seinem Kopf vorging. Ein verspieltes Grinsen kräuselte sich auf seinen Lippen.
      "Und nun?", raunte Cain, fuhr sich mit den Fingern lose durch das wirre, schwarze Haar. "Was wirst du tun, jetzt wo du hast, was du wolltest?"
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      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Dankbar für die gewonnene Freiheit zog Sylea ihre Hände auf ihre Brust und konzentrierte sich einen Moment lang nur auf ihre Atmung. Sie starrte die Decke an während Cain ihrem Befehl folgte und rieb die Knie aneinander. Noch immer spürte sie die Hitze zwischen ihren Beinen, fragte sich, ob es jemals genug sein konnte.
      Das Rascheln von Kleidung sorgte dafür, dass sie den Kopf in die Richtung des Seekers drehte. Es war das erste Mal, dass sie ihn so in seiner Pracht sah, systematisch wanderte ihr Blick von oben nach unten seinen kompletten Körper ab. Von dem Vogelnest auf seinem Kopf über die goldenen Bernsteine, die nur für sie in Flammen standen. Die Brustmuskeln, die sich mit jedem Atemzug kurz zeigten und an denen sie ihren Kopf so oft gelehnt hatte. Die Narbe an seinem Bauch, deren Erinnerung das Vessel ab liebsten aus seinem Kopf gelöscht hätte. Und schließlich der Ausdruck dafür, wie sehr sie ihn gerade anmachte.
      Er war eine Erscheinung, die seinesgleichen in ihren Augen suchte. Es begleitete ihn eine absolute Selbstsicherheit, die ihm verhalf, nicht ein Stück seines Körpers vor ihr neugierigen Blicken zu verdecken. Ob die junge Frau dazu ebenfalls so im Stande war, wusste sie nicht. Zumindest nicht, wenn er sie so ansah.
      "Ich habe bei Weitem nicht das, was ich will", korrigierte Sylea Cain als sie sich aufsetzte und das übergroße Shirt über ihren Kopf zog.
      Die kühle Luft streifte kalt über ihren erhitzten Körper, kaum was das Stückchen Stoff außer Sicht gelandet. Dann legte sie ihre Finger an den Saum ihres Slips. Noch immer war sie seitlich zu ihm gedreht, als sie sich ebenso langsam wie er gerade den Stoff über die Oberschenkel, die Knie, die Waden und schließlich die Füße zog und es ebenfalls dorthin warf, wo es niemand gebrauchen konnte. Erst dann atmete sie tief ein und wandte sich Cain zu. Wie stellte die Beine auf dem Bett etwas auseinader, winkelte sie an und setzte ihre rechte Hand als Stütze vor sich zwischen die Beine ab. Sie ahmte genau die gleiche Position nach, wie Anifuris sie in ihrem körper gezeigt hatte. Nur dass Sylea hochrot anlief und die Schultern etwas nach vorn zog, was dafür sorgte, dass sich ihre Brüste an ihren Oberarm pressten und nur noch prominenter hervorstachen.
      "Keine billige Imitation, aber schlecht umgesetzt...", flüsterte sie weil sie genau wusste, dass sie nicht das Selbstbewusstsein wie ein gewisser alter Sack in ihrem Geist für soetwas hatte. Aber sie wollte in seinen Augen sehen, wie etwas brach. Wie sie ihn so wahnsinnig machte, wie Cain es bei ihr tat.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Hypnotisiert verfolgte sein Blick Sylea.
      Die störenden Kleidungsstücke segelte irgendwo am Rande seines Blickfeldes zu Boden und es gab nichts, das ihn gerade weniger interessierte, als deren Landungsort. Sofort schnappten seine Augen zu Sylea zurück. Wie eine unsichtbare Liebkosung glitt sein Blick ebenso gefesselt über ihre Gestalt. Cain nahm sich Zeit und folgte den natürlichen Linien ihres Körpers.
      Der Seeker begann bei den ausdrucksstarken Augen, die ihn von Anfang an gebannt hatte. Es folgte der Verlauf ihres schlanken Halses, den er zuvor zärtlich geküsst hatte und ihr perfekten Brüste, die sie vielleicht unabsichtlich aber auf verlockende Art präsentierte. Er betrachtete die Spuren ihrer Vergangenheit in Form von Narben auf ihrer ansonsten weichen Haut. Wobei die Narben wohl immer einen gewissen Groll in ihm auslösen würden. Aber Sylea hatte durchaus Recht, der Wunsch nach Rache würde ihn nicht besser machen als die Monster, die ihr all das antaten. Der Blick wanderte weiter über den einladenden Schwung ihrer Hüfte, geformt um von seinen Händen umfasst zu werden. Gespielt empört zog er die Augenbraue hinauf, als er bei der Hand angelangte, die ihm die freie Sicht auf den restlichen Teil ihres Körpers versperrte.
      Der verlegene Rotschimmer, der sich langsam über ihr gesamtes Gesicht und den Hals ausbreitete, wirkte auf Cain ebenso anziehend wie ihre unbeholfene Art der Verführung. Ein Lächeln hätte gereicht, um ihn um den kleinen Finger zu wickeln. Dabei hatte sie das schon längst, dachte der Seeker im Stillen.
      "Nein, keine Imitation. Das Original gefällt mir am besten...", raunte er und trat langsam auf das Bett zu. Vor Sylea drückten sich seine Knie in die weiche Matratze als er sich zu ihr gesellte. Sanft umfasste eine Hand ihr Kinn und hob den Blick der funkelnden Augen ein wenig an. Cain stahl einen weiteren Kuss von ihren Lippen.
      Quälende Sekunden lang nahm er die Hände von Sylea, ehe sie tief unter ihrem Gesäß zurückkehrten und er sie mit einem kräftigten Ruck an sich zog. Gleichzeitig drehte sich Cain ein wenig mit ihr und ließ sich auf den Rücken sinken. Unterstützend führte er Sylea über sich, rittlings in seinem Schoß sitzend und seine Hüften umrahmt von ihren Knien. Wenn sie wirklich diesen Schritt mit ihm gehen wollte, gehörte die Kontrolle dieses Mal ganz allein ihr.
      Eindeutig und von Verlangen geprägt drückten seine seine Fingerspitzen in ihr wohlgeformtes Gesäß, während er sein BEcken ihrem entgegenschob.
      "Dann sag mir was du willst.", forderte er.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Sylea hielt angespannt die Luft an als Cain sie auf sich zog. Sie wusste ganz genau, wie sie gerade über ihm saß, die nun deutlich kürzeren Haare bildeten einen kleinen Vorgang um ihr Gesicht während sie sich zu dem Seeker hinab beugte und ihn küsste. Dann richtete sie sich gerade auf und musterte den Mann unter ihr. Mit ihren Fingerspitzen tastete sie nach seiner Länge, um ihn flach an seinen Bauch zu legen. Anschließend senkte sie ihr Becken bis sie auf ihm saß. Langsam begann sie ihre Hüfte zu rollen, genoss sichtlich das Gefühl, wie er an ihr rieb. Leise seufzte sie und schloss die Augen während sie für etliche Sekunden genau so weitermachte. Keine Veränderung im Tempo, kein Blick zu Cain, dessen Finger sich immer noch in ihren Po gruben.
      Schließlich öffnete die junge Frau die Augen, völlig vernebelt von der Lust. Ihr Blick lag auf dem Seeker als sie sich von ihm löste, sich aufrichtete und wieder nach seiner Länge griff. Dieses Mal jedoch richtete sie ihn auf und warf dem jungen Mann einen vielsagenden Blick zu.
      "Ich möchte dich in mir spüren", hauchte Sylea, unfähig, es lauter auszusprechen.
      Zentimeter für Zentimeter ließ sie sich auf ihn sinken bis sie plötzlich einhielt und scharf die Luft einsog. Der unerwartete Schmerz schloss durch ihren Leib, den sie bewusst verdrängte. Dann arbeitete sie sich weiter vor bis sie ihn endlich komplett in sich spürte. Angespannt stieß sie die angehaltene Luft aus und sah Cain wieder an, wirre Strähnen hingen ihr im Gesicht und winzige Schweißperlen standen auf ihrer Stirn. Aber sie schenkte ihn dieses unverwechselbare Lächeln, das nur ihm galt.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Erwartungsvoll blickte Cain auf und verlor sich beinahe in dem Feuer, das ihre Iris tränkte.
      Ein gesprochene Antwort sollte er allerdings nichts bekommen, stattdessen wanderten neugierige Fingerspitzen in Richtung Süden nachdem der Kuss ihm seine Sinne vernebelte. Und als sich ihre Hand um seine Härte schloss, hätte er keine einzige Sekunde lang mehr abgekauft, dass sie noch Jungfrau war. Scharf sog er die Luft durch die zusammen gepressten Zähne ein und konnte nicht verhindern, dass sich seine Hüften ihr entgegen bogen. Hitze umfing ihn, während sich die Frau in seinem Schoß hinab senkte.
      In einem quälenden, gemächlichen Tempo rollte sie ihre Hüften und setzte sämtliche Nervenenden seines Körper in Flammen. Sein Kopf sackte nach hinten und er grub seine Hände fester in das wohlgeformte Fleisch. Ein lautloser Fluch glitt über seine Lippen und er fügte sich der verführerischen Folter, kam jeder rollenden Bewegung ihres Beckens im selben, stetigen Rhythmus entgegen. Er musste an sich halten Sylea nicht fester zu packen und sie beiden herum zu rollen, um sie förmlich auf den Rücken zu werfen damit er sich endlich im Ziel seiner Lust vergraben konnte. Der goldene Schimmer seiner Aura spielte komplett verrückt und stob in wilden Wirbeln um ihn herum.
      Zähfließend wie Honig tropften die gehauchten Worte in sein Ohr und als er den Mund öffnete, um ihr zu antworten, hatte sie seine pulsiernde Härte erneut umfasst und sank darauf nieder. Ein unglaubliche Hitze umfing ihn und Cain fürchtete für den Bruchteil eines Augenblickes sich tatsächlich zu blamieren. Er hatte gerade noch genug Verstand, sie nicht die letzten quälenden Zentimeter ruckartig herunter zuziehen, um sich vollständig in ihrem Leib zu versenken.
      Ein impulsartiger Schmerz zuckte wie ein kleiner Schock durch seine Aura, als er den Silberstreif unabsichtlich berührte und erinnerte ihn daran still zu halten. Schwer atmend sah er auf und brachte es tatsächlich fertig trotz aller Erregung für einen kurzen Moment besorgt auszusehen.
      Federleicht ruhte ihr Gewicht schließlich gänzlich auf seiner Hüfte. Sein Körper bebte von der angespannten Zurückhaltung, aber sie zu verletzen oder ihr Schmerzen zuzufügen stand völlig außer Frage. Er würde es überleben zu warten.
      Und da war es. Dieses verdammte Lächeln, dass ihm jedes Mal aufs Neue den Verstand raubte. Cain schlang einen Arm um ihre Hüfte, während er sich langsam aufrichtete und hatte kaum Mühe samt Sylea ein wenig näher ans Kopfende des Bettes zu rutschen, während er darauf achtete sie nicht ausversehen abzuwerfen. Mit einem Kissen im Rücken und an das Kopfteil gelehnt, hatte er seinen viel besseren Blick auf die Schönheit, die ihn umfing wie glühende Lava.
      "Geht's dir gut?", brachte er nur heiser hervor und hielt sie fest umschlungen. Eine Hand wanderte zu ihrem Gesicht herauf, Fingserspitzen die auf ihrem Weg über ihre Brüste tanzten, ehe er ihr sanft die ersten feuchten Strähnen aus der Stirn strich. Prüfend hob seine Hüften an und wagte einen ersten Vorstoß, der ihm ein wenig Linderung brachte.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Zunächst dachte Sylea, es wären ihre Beine, die wie Espenlaub zitterten. Erst bei genauerer Betrachtung bemerkte sie, dass Cains Oberschenkel mindestens genauso sehr vibrierten. Was bei ihr aber auf die Anstrengung für die Haltung zurückzuführen war, hatte bei dem jungen Mann eine gänzlich andere Ursache.
      Das Vessel quietschte ein wenig überrascht auf als sich starke Arme um ihre Hüfte schlagen und sich der Seeker endlich aus seiner liegenden Pose aufrichtete. Zusammen rutschten sie weiter das Bett aufwärts und ein Schmunzeln erschien auf ihrem verklärten Gesicht bei dem Gedanken, dass er tunlichst darauf achtete, ihre Verbindung nicht zu trennen. Nun saßen sie sich praktisch gegenüber, sie allerdings noch immer auf ihren Knien. Dass eines von ihnen vor kurzer Zeit noch zertrümmert war, merkte niemand mehr.
      "Mhm", bestätigte sie lediglich mit einem Murmeln seine Frage.
      Ihr Blick hatte sich an den Augen des Seekers festgesaugt, zeigten ihm auch ohne Worte, wie sehr sie seine Fingerspitzen auf ihrem Körper genoss. Es gab ihr genug Zeit, sich an das Völlegefühl zu gewöhnen und das Brennen, das vom Reißen des Hymens stammte, verklingen zu lassen. An seine Stelle rückte eine Hitze, die ihr gemeinsames Verlangen symbolisierte.
      Als sich Cain das erste Mal eigenständig in ihr bewegte, keuchte Sylea sichtlich getroffen auf. Das Gefühl war anders als jedes, das sie bisher gespürt hatte. Verlockung schwang in ihm mit, ein leises, verheißungsvolles Versprechen, das auf diesem Weg noch mehr wartete. Blitzschnell hatte sie ihre Hände auf seine Schultern gepresst und zwang ihn mit ihrem vollen Gewicht zurück in die Matratze. Das Kinn hatte sie auf die Brust gezogen, damit er ihre vor Schock geweiteten Augen nicht sehen konnte. Wie zur Hölle war der Körper in der Lage, solche Glücksgefühle aus so banalen Bewegungen zu erzeugen?!
      Nach einem weiteren tiefen Atemzug tauchte sie unter Cains Blick vorbei, um ihr Kinn auf seine rechte Schulter zu platzieren. Die Hände hatten sich gelöst und um seinen Nacken geschlungen während sie sich aus ihrer vollends sitzenden Position in eine etwas aufgestelltere brachte. Dem Mann unter ihr mehr Spielraum gewährte. Als er dabei langsam ein Stückchen aus ihr glitt krümmte sie sich leicht.
      "Alles gut, ich ... bin nur etwas.... überwältigt", murmelte sie in sein Ohr, stolz darüber, dass es mehr als nur ein einziges Wort war.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Anstelle einer Antwort erhielt Cain ein sanftes aber überraschtes Keuchen.
      Das Geräusch schürte das glühende Verlangen in den goldenen Augen und er verspürte den kaum zu bändigen Wunsch ihr diese Laute für endlose Stunden zu entlocken, bis ihre Stimme aufgab. Allein die Hände auf seinen Schultern, die ihn zurück in die Kissen drückten, bildeten den hauchdünnen Draht zu seiner Selbstbeherrschung. Von Sekunde zu Sekunde wurde es schwieriger seinen Körper zur Ruhe zu zwingen.
      Sylea senkte den Kopf und er vergrub die Hand zärtlich in ihren ungewohnt kurzen Haaren. Offensichtlich versuchte sie seinem besorgten Blick auszuweichen, denn sie vermied es ihr Gesicht zu zeigen, als sich ihr Kinn leicht in seine Schulter drückte.
      Für einen Augenblick genoss Cain einfach nur die Szenerie und das Gefühl Sylea vollständig in den Armen zu halten. Leidenschaft und Verlangen erfüllte seine Sinne. Dabei mischten sich die Empfindungen, sowohl Syleas als auch seine eigenen, zu einem einzigen süchtig machenden Cocktail. Der Seeker konnte nicht mehr unterscheiden, wo Silber anfing und Gold aufhörte. Nicht nur ihre Körper schmiegten sich in der hitzigen Vereinigung ihrer Leiber aneinander, auch der goldglänzende Schimmer seiner Aura schob sich bedächtig aber unaufhaltsam in das Silber, um sich in filigranen Verästelungen durch ihre Aura zu winden.
      Unkontrolliert aber deutlich spürbar zuckte Cains Härte umhüllte von der Hitze Syleas, als er zusätzlich zu seiner eigenen Erregung ihre Emotionen fühlte. Cain presste seinen Kopf seitlich gegen ihren und ein raues, kehliges Stöhnen entfloh an ihr Ohr. Sein Arm um ihre Hüfte verstärkte den Halt und zog sie zurück in seinen Schoß, bis er sich wieder tief in ihrem versenkt hatte. Einzelne Schweißperlen bildeten sich langsam auf seiner Haut, nicht vor körperlicher Belastung aber vor Angespanntheit.
      Keuchend drückte er einen Kuss auf ihre Schulter, seine Zähne fuhren über die warme Haut, da ihre Arme seinen Nacken noch immer fest umschlungen hielten.
      "Sag mir, wenn es zu viel wird...", wisperte er und löste den streichelnden Griff in ihren Haaren nur um mit beiden Händen ihre Hüften zu packen. Seine Daumen zogen zarte Kreise über ihren Hüftknochen. Ein Kontrast zu der Bestimmtheit mit der er Sylea mit etwas Druck dazu aufforderte sich erneut anzuheben, nur um sie wieder gänzlich an sich zu ziehen. Sanft aber kraftvoll etablierte Cain einen Rhythmus und jedens einzelne Mal, wenn sie hinabsank, kam er ihr dabei entgegen, um sich bis zur Gänze in ihrem Körper zu vergraben.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Selbst vor ihren geschlossenen Augen konnte Sylea die feinen Äderchen sehen, die Cains Aura durch ihre eigene bildete. Es war faszinierend und erschreckend zugleich wie er sich immer weiter in ihre engsten Räume schob. Sie musste den Schlussstrich ziehen, seinem Wuchs Einhalt gebieten. Mit zusammengekniffenen Zähnen zog sie eine symbolische Linie, die es dem Gold verwehrte, sich weiter zu verästeln. Denn wenn es das tat, würde es zwangsläufig auf Anifuris treffen - und das durfte auf einen Fall geschehen.
      Sein Stöhnen riss das Vessel beinahe aus ihrer mühsam aufgezwungenen Konzentration. Als er sie wieder an sich zog und sich vollständig in ihr versenkte, riss ihr Konzentrationsfaden. Worte ließen sich keine mehr bilden. Stattdessen fand sie sich in einem von Cain bestimmten Rhythmus wieder. Ihre Finger krallten sich in ihre eigene Unterarme während sie spürte, wie er sie immer wieder ausfüllte, seine Hüfte gegen ihre hob, jedes Mal wenn er sie wieder zu sich zurückholte. Seine Hände führten sie, leiteten sie an und waren zeitgleich noch so... sanft und zuvorkommend.
      Es reichte ihr nicht.
      Was Sylea schon die ganze Zeit befürchtet hatte, trat in der nächsten Minute ein. Der gleichmäßige Rhythmus wurde langsamer, geriet ins Stocken, als ihre bebenden Beine ihr den Dienst quittierten. Selbst jetzt, wo sie unbeweglich mit ihrem vollen Gewicht auf dem jungen Mann saß, vibrierte ihr kompletter Körper. Hin und her gerissen zwischen Wonne und Erschöpfung. Sie murrte leise als sie ihren Griff um Cains Nacken löste und sich aufrichtete. In ihren Augen lag eine exquisite Pein - kein Schmerz der Welt war mit dringenden Bedürfnis der Befriedigung zu vergleichen.
      "Ich kann nicht.... meine Beine...", atmete sie schwer und nutzte die Gelegenheit, um etwas verschnaufen zu können,
      Noch immer spürte sie ihn in sich zucken. Ebenso wie sie selbst waren sie noch nicht dort angekommen, wo sie eigentlich hin wollten. Dann klickte sie plötzlich mit der Zunge, ein etwas ungehaltenes Geräusch. Im nächsten Augenblick hatte sie den jungen Mann am Oberarm gegriffen und rollte sich von ihm runter.
      Cain folgte ihr umgehend.
      Seufzend schüttelte Sylea ihre Beine etwas aus. Allerdings war sie nicht so gut wie Cain und hatte ihre Verbindung aufgelöst. Die plötzliche Leere schrie sie an, etwas dagegen zu unternehmen. Einen langsamen Augenaufschlag später sah sie Cain an. Wie von selbst fanden ihre Hände sein Gesicht und brachten ihn zu einem innigen Kuss zu sich.
      "Mehr", forderte sie und ließ zu, dass das brennende Verlangen ihren Tonfall bestimmte.

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      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Etwas blockierte den fließenden Verlauf seiner Aura wie eine unsichtbare Mauer.
      Die ruckartige Unterbrechung resultierte in einem heftigen Zucken seines Körpers und Cain nahm endlich bewusst war, dass seine Aura ein wenig außer Kontrolle geraten war. Der Wunsch nach Verbundenheit auf einer mehr spirituellen Ebene hatte eigenwillige Auswüchse angenommen. Die symbolische Linie fühlte sich nicht wie eine Abweisung oder gar ein Rauswurf an, sondern er spürte die Vorsichtig dahinter allzu sehr. Cain atmete tief durch und fing die wild ausufernden Zweige seiner Aura wieder ein. Stück für Stück zog sich das Gold zurück und blieb einer Liebkosung gleich an der glatten Oberfläche des Silberstreifs.
      Unter seinen Händen erzitterte Sylea vor Anstrengung und Lust, doch versagten die Muskeln unter der ungewohnten Belastung. Dennoch entlockte die unfreiwillige Unterbrechung dem Seeker ein missmutiges Grollen. Das jungenhafte Grinsen auf seinem Gesicht nahm dem ungehaltenen Geräusch jedoch die Schärfe. Cain hätte ihr niemals ernsthaft einen Vorwurf daraus gemacht. Träge und mit einer Iris aus flüssigem Gold blickte Cain zu ihr auf und nickte verständnisvoll. Widerstrebend lockerte er seinen Griff um ihren Hüfte, als ein undefinierbarer und überraschter Laut erklang. Eine seltsame Kombination aus einem amüsierten Lachen und einem scharfen Atemzug. Die Welt kippte um ihre eigene Achse und Cain fand sich über Sylea wieder. Geistesgegenwärtig schoss seine Hand hervor und grub sich neben ihrem Kopf in das weiche, mit Federn gefüllte Kissen damit er sie nicht unter seinem Gewicht erdrückte. Verirrte und schweißnasse Strähnen schwarzen Haares klebten an seiner Stirn und seinen Schläfen.
      Der Kuss erreichte ihn völlig unvorbereitet und der stützende Arm drohte unter der aufkeimenden Welle der Leidenschaft, die darin lag, einzuknicken. Seine Muskeln in Schultern und Arm vibrierten unter der Spannung. Cain erwiderte den Kuss wie ein Ertrinkender der endlich wieder atmen konnte. Sylea löste das verlangende Spiel ihrer Lippen und Cain folgte ihr unbewusst ein kleines Stückchen. Er konnte einfach nicht genug von ihr bekommen.
      Die ganze Zeit hatte er sich eisern an seine Selbstbeherrschung gekettet, aber der Anblick der vor Erregung zitternden Frau unter ihm und das Gefühl ihrer brennen Mitte die ihn lockte und bezirzte erneut in sie vorzudringen, riss auch der letzte Geduldsfaden.
      Cain brachte ein stockendes Nicken fertig und schob sich bestimmend zwischen ihre Schenkel. Seine freie Hand fuhr in die Kniekehle ihres linken Beines und bog ihr Bein in Richtung ihres Oberkörpers.
      Jede fließende Bewegung schien gleichzeitig abzulaufen, als er zärtlich in ihre Haut biss genau in die einladende Kurve zwischen Hals und Schulter und im selben Augenblick mit einem einzigen, tiefen Vorstoß erneut den Weg in ihren Körper fand bis er sich gänzlich in ihr vergraben hatte. Dieses Mal wartete Cain nicht und nahm sofort einen beschleunigten und härteren Rhythmus auf, der ihn binnen weniger Minuten atemlos an ihrem Hals stöhnen ließ.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”