Pompidou wirkte einen Moment lang verloren in sich selbst. Seine Augen fuhren in das Leere des Bades und frönten alten Erinnerungen an weiche Haut und leuchtende, blaue Augen, die in seine stachen. Niamh...Wie lange mochte es her sein? Ob sie noch lebte? Oder hatte sie auch der Fluch der lahmen Knochen und der runzligen Falten ereilt?
Vermutlich nicht.
Gustave winkte ab, als Viola ihre Entschuldigung preis gab und lächelte.
"Schicksal...", murmelte er alt und regelrecht gebrechlich klingt. "Schicksal ist nur ein Wort, Mademoiselle Viola. Ein wahrhaft Mächtiges, aber nur ein Wort unter Vielen. Was damals geschah, geschah zu meinem Willen und war mir zu Diensten in Zeiten, wo ich dieser Dienste bedurfte. Macht Euch also keine Gedanken. Und ich stimme zu, dass Lhoris ein guter Mann zu sein scheint. Er hatte Erbarmen mit einem Menschen, der ihm fremd war, obgleich ein ganzes Land diesen Menschen jagte. Es erscheint mir noch heute so wirr..."
Murmelnd erging er sich in Brummen während das Wasser plätscherte und die Luft des Bades langsam stickig wurde. Es wurde Zeit, dieses zu verlassen, aber etwas sagte ihm, dass Viola das Bad nicht ohne den Elfen verließ.
Er nickte Lucien zum Abschied zu und wartete ab, bis der Prinz entschwand und seufzte lächelnd. DIe Jugend...Es war immer wieder schön. Noch einmal der Jugend wilden Geist erleben und in den jungen Gefühlen baden. Seufzend sah er dem Prinzen nach und erwachte regelrecht, als Viola ihre letzte Frage stellte.
Erneut glitt ein wissendes Grinsen durch das Gesicht des alten Mannes während er Viola ansah.
"Wisst Ihr...", begann er und stützte sein Gesicht auf seinen Handballen ab. "Manchmal - und nur manchmal - sehnt sich ein jeder Geist nach etwas, das er nicht haben kann. Ich habe über Jahre hinweg diesem Land beim Sterben zugesehen. Ja, ich war ein Ratsmitglied und ja, ich habe dies mit beschlossen. Aber dennoch habe ich nie verlernt, den Stimmen zu lauschen, die der Wind trägt, wisst Ihr? Und manchmal, da trägt er auch einen Hauch von Schicksal in sich. Einen Hauch von Veränderung, von Neuem, von Schönem, das uns erwarten kann, wenn wir mutig sind und ihm entgegen eilen. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass es viele tun. Die meisten ignorieren die Zeichen, aber die Tatsache, dass ein Elf in Bourgogne ist und ein anderer Beleriand verteidigt, ist bereits eine Neuerung, die ich nicht ignorieren möchte.
Ich liebe dieses Land, wisst Ihr, Mademoiselle? Habe ich immer. Und ich würde alles für dieses Land tun."
Vermutlich nicht.
Gustave winkte ab, als Viola ihre Entschuldigung preis gab und lächelte.
"Schicksal...", murmelte er alt und regelrecht gebrechlich klingt. "Schicksal ist nur ein Wort, Mademoiselle Viola. Ein wahrhaft Mächtiges, aber nur ein Wort unter Vielen. Was damals geschah, geschah zu meinem Willen und war mir zu Diensten in Zeiten, wo ich dieser Dienste bedurfte. Macht Euch also keine Gedanken. Und ich stimme zu, dass Lhoris ein guter Mann zu sein scheint. Er hatte Erbarmen mit einem Menschen, der ihm fremd war, obgleich ein ganzes Land diesen Menschen jagte. Es erscheint mir noch heute so wirr..."
Murmelnd erging er sich in Brummen während das Wasser plätscherte und die Luft des Bades langsam stickig wurde. Es wurde Zeit, dieses zu verlassen, aber etwas sagte ihm, dass Viola das Bad nicht ohne den Elfen verließ.
Er nickte Lucien zum Abschied zu und wartete ab, bis der Prinz entschwand und seufzte lächelnd. DIe Jugend...Es war immer wieder schön. Noch einmal der Jugend wilden Geist erleben und in den jungen Gefühlen baden. Seufzend sah er dem Prinzen nach und erwachte regelrecht, als Viola ihre letzte Frage stellte.
Erneut glitt ein wissendes Grinsen durch das Gesicht des alten Mannes während er Viola ansah.
"Wisst Ihr...", begann er und stützte sein Gesicht auf seinen Handballen ab. "Manchmal - und nur manchmal - sehnt sich ein jeder Geist nach etwas, das er nicht haben kann. Ich habe über Jahre hinweg diesem Land beim Sterben zugesehen. Ja, ich war ein Ratsmitglied und ja, ich habe dies mit beschlossen. Aber dennoch habe ich nie verlernt, den Stimmen zu lauschen, die der Wind trägt, wisst Ihr? Und manchmal, da trägt er auch einen Hauch von Schicksal in sich. Einen Hauch von Veränderung, von Neuem, von Schönem, das uns erwarten kann, wenn wir mutig sind und ihm entgegen eilen. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass es viele tun. Die meisten ignorieren die Zeichen, aber die Tatsache, dass ein Elf in Bourgogne ist und ein anderer Beleriand verteidigt, ist bereits eine Neuerung, die ich nicht ignorieren möchte.
Ich liebe dieses Land, wisst Ihr, Mademoiselle? Habe ich immer. Und ich würde alles für dieses Land tun."
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell