Andvaris Gedanken überschlugen sich. Banner! Sie waren zu früh. Viel zu früh.
"WIe weit sind sie entfernt?", fragte er donnernd während er Angrist an seine Hüfte gürtete und sich straffte. Der Leib des Elfen wirkte mit einem Mal nicht mehr locker und fröhlich. Es erschien einem Menschen so, als sei Andvari nochmals einen halben Stein größer geworden und das Haar erschien beinahe wellenartig im leichten Wind der Nacht. Seine Augen brannten sich lodernd in Lysandras, sodass diese ihr Geranze unterbrach und sie beide ansah.
"Vielleicht eine Stunde entfernt. Ist schwer zu sagen bei der Witterung."
"Bereite alles vor. Ruf deine Leute in den Krieg, es gibt zu tun. Sag Volgast und Symon, sie sollen Position beziehen und sag Meliorn, er soll eine Warnung durch das Dorf schicken."
Lysandra nickte und verneigte sich leicht, ehe sie von dannen zog.
Andvari indes sah zu Viola, die sich ihm anhängte und lächelte kurz.
"Wir sehen uns wieder", sagte er und nutzte die Gunst, um einen letzten, schmerzlich guten Kuss von ihren Lippen zu stehlen.
Und wenn er es nicht besser gewusst hätte, so hätte der Elf schwören können, dass just in der Sekunde der Hauch von Schicksal durch die Lande zog, die sie einst auch nach den Menschenlanden geführt hatte. DIeser kleine, verräterische Hauch...
Schweigsam löste er sich nach einer gefühlten Ewigkeit von der zarten Menschenfrau und lächelte aufmunternd.
"Komm. Lass uns sehen was sie uns anbieten", grinste er und griff nach ihrer Hand. Es wurde Zeit, dem Feind ins Auge zu sehen.
Draußen erschien die Welt in hellem Aufruhr.
MEnschen hasteten durcheinander, ihrer wenige Habe habhaft geworden und in Säcken oder Koffern verpackt, so sie denn welche besaßen. Die Gesichter wiesen gehetzte Gesichtsausdrücke auf und innerlich wusste Andvari, dass nur wenige von ihnen zurückbleiben und die Heimat verteidigen würden. Eine Heimat, die bereits schon jetzt keine mehr war, wenn er die ausgestorbenen Häuser und Bauten betrachtete, die einfach zurück gelassen wurden. Krieg war ein grausiges Geschäft und kannte keine Sieger, hatte seine Mutter immer gesagt. Vielleicht hatte sie mehr als Recht, dachte Andvari und sah sich dem ausgewachsenen Chaos gegenüber.
"Wir müssen sie ordnen", sagte er und sah zu Viola. "VIelleicht sollten wir Tilda rufen. Wir brauchen Raison hier, sonst wird es keine Evakurierung sondern eine Flucht."
Gerade wollte er sich nach den Seinen umsehen und Tilda ansprechen, als er plötzlich den Kopf nach hinten warf. Eine Störung im Gefüge der Auren um ihn herum bereite ihm Sorgen. Vor allem, da diese Störung aus der westlichen Richtung kam und nicht aus der Nördlichen. Schweigsam sah er zur Westseite der Stadt und tippte Viola an.
"Beeilt euch", flüsterte er. "Da kommt etwas auf uns zu. Und es ist schnell..."
Der Sieben Teufel wussten welche Gefahr dort auf sie zuraste, wenn sie schon Musik mitbrachte.
Warte...Musik?
Der Elf legte den Kopf schief und bemerkte, dass auch einige Menschen die seltsame Melodei im Wind offenbar zu hören wussten. Eine Stimme lag darüber, sanft wie ein Reibeisen auf Stahl, wenn man es genau betrachtete. Aus dem Flüstern wurde mit der Zeit und dem fallenden Schnee ein Gröhlen als würde man von einem Berg herunter brüllen. Und es kam näher!
"Von Luft und Liebe, elbt das Barden-Herz allein
Und Ruhm und Ehre, sind sein Lohn, sein Brot, sein Wein
Erhebt die Stimme, fröhnt dem Tanz, spendet Applaus..."
"das kann nicht wahr sein", flüsterte der Elf und wusste nicht ob er weinen oder lachen soll.
Denn inmitten des Chaos', das sie umgab. Inmitten der umherwuselnden Menschen, die eilig ihre Habe packten und ihre wenigen Sekunden noch darauf verwendeten, sich zu verabschieden und ihre Heimat zu beweinen, rauschte ein wackeliger Planwagen durch die Stadt. Gezogen wurde er von einem doppelköpfigen Pferd namens Frida, dessen Köpfe einen schaurigen Hintergrundgesang anstimmten. Auf dem Kutschbock saß - zu aller Erstaunen Herr Bert, der Halbling mit der schrecklichen Laute auf seinem Rücken. Das rotblonde Haar stach in alle Richtungen ab und er selbst hielt den Wagen auf die Taverne an.
"DAS SPIELMANNSLEEEEHEEEEBEEEEEEN IST EIN FEEEEEST IN SAUS UND BRAUS!", donnerte seine schiefe Stimme, während er die Zügel anzog.
Aber außer einem beträchtlich höhen Wiehern der Pferde errreichte er nichts.
"Ach du verdammter Hodensack meiner bärtigen Mutter!", keifte der Halbling als er blindlings in eines der leerstehenden Lagerhäuser fuhr. Mit einem Krachen, Schreien und einem herausrollenden Rad blieben sie in der Tür zum Lager stecken und verharrten dort.
Andvari indes fuhr sich mit der Hand vor die Stirn. Das war doch alles ein Alptraum.
"Das halbvolle Dutzend...", murmelte er, während sich die sechs Halblinge aus den Trümmern schälten und zwei GEstalten sich dahinter aufmachten aus den Schatten zu treten,.
"HALLO ANDVARIIII!", rief Eyrick und winkte eifrig, während sich Farryn noch wütend aus einem Seil befreite.
Erstaunt öffnete der Elf die Augen und wirkte einen Moment lang völlig überrascht.
"Was macht..."
"Wir hier?", fragte Eyrik und kam auf die beiden übrigen zu. "WIr haben die Armee versammelt und dann gedacht, dass die Generäle vielleicht vorgehen sollten. Also haben wir Hogav aus dem Gefängnis geholt und sind vorgeeilt. Kaum zu spät, wie ich denke!"
Das Lachen des Elfen erfüllte den Platz, wärhend die Menschen inne hielten.
"Wartet...", sagte Andvari und wurde erneut bleich. "Hogav ist hier?!"
"Ja, da hinten!", sagte Farryn und wies auf einen Abschnitt im Westen.
Genau der ABschnitt wo jetzt großes GEschrei groß wurde, als sich ein gewaltiger Schatten aus dem Unterholz des Waldes erhob. Beinahe so groß wie ein ganzes Haus erhob sich eine unförmige Gestalt daher. Breite Schultern auf einem groben, dicklichen Körperbau mit schweren kräftigen Armen und einem kugelrunden Kopf. Bissige Knopfaugen starrten aus den Höhlen heraus und betonten den schweren Überbiss, den er besaß und den dadurch hervorgerückten Unterkiefer, aus dem die Zähne hervor stachen. Und dieses Wesen rummste bei jedem Schritt durch die Straßen, sodass Fassaden erzitterten. Und er lief auch noch auf sie zu! Mit eifrig großen Schritten und einer heulernden Stimme.
"AUF MICH WARTEN! AUF MICH WARTEN!", donnerte das Wesen und stieß gegen eine leerstehende Häuserwand, die krachend zusammenbrach. "UPSI!", murmelte Hogav und sah zu Andvari. Erst dann blitzte Erkenntnis auf seinem Gesicht auf. "ICH KOMMEN! HOGAV HIER! HOGAV STARK!"
"Ach du heilige...", begann Andvari und wollte sich bereits vor Viola stellen, als Hogav auf dem Platz schlitternd zum Stehen kam und herab sah. Ein Lächeln zierte das unförmige Gesicht.
"Tja...MEin König...", begann Eyrik und grinste breit. "Und liebes Volk von Beleriand. Die 6 fürchterlichen Generäle der Streunenden Armee grüßen Euch!"
"HOGAV GRÜßEN!", donnerte der Oger und lachte kehlig.
"DAs....ist dann wohl der Letzte, den ich dir vorstellen muss", murmelte ANdvari und sah zu Viola. "Das ist Hogav Trommelfeuer, König der Oger aus den westlichen Kaltherzbergen."
"WIe weit sind sie entfernt?", fragte er donnernd während er Angrist an seine Hüfte gürtete und sich straffte. Der Leib des Elfen wirkte mit einem Mal nicht mehr locker und fröhlich. Es erschien einem Menschen so, als sei Andvari nochmals einen halben Stein größer geworden und das Haar erschien beinahe wellenartig im leichten Wind der Nacht. Seine Augen brannten sich lodernd in Lysandras, sodass diese ihr Geranze unterbrach und sie beide ansah.
"Vielleicht eine Stunde entfernt. Ist schwer zu sagen bei der Witterung."
"Bereite alles vor. Ruf deine Leute in den Krieg, es gibt zu tun. Sag Volgast und Symon, sie sollen Position beziehen und sag Meliorn, er soll eine Warnung durch das Dorf schicken."
Lysandra nickte und verneigte sich leicht, ehe sie von dannen zog.
Andvari indes sah zu Viola, die sich ihm anhängte und lächelte kurz.
"Wir sehen uns wieder", sagte er und nutzte die Gunst, um einen letzten, schmerzlich guten Kuss von ihren Lippen zu stehlen.
Und wenn er es nicht besser gewusst hätte, so hätte der Elf schwören können, dass just in der Sekunde der Hauch von Schicksal durch die Lande zog, die sie einst auch nach den Menschenlanden geführt hatte. DIeser kleine, verräterische Hauch...
Schweigsam löste er sich nach einer gefühlten Ewigkeit von der zarten Menschenfrau und lächelte aufmunternd.
"Komm. Lass uns sehen was sie uns anbieten", grinste er und griff nach ihrer Hand. Es wurde Zeit, dem Feind ins Auge zu sehen.
Draußen erschien die Welt in hellem Aufruhr.
MEnschen hasteten durcheinander, ihrer wenige Habe habhaft geworden und in Säcken oder Koffern verpackt, so sie denn welche besaßen. Die Gesichter wiesen gehetzte Gesichtsausdrücke auf und innerlich wusste Andvari, dass nur wenige von ihnen zurückbleiben und die Heimat verteidigen würden. Eine Heimat, die bereits schon jetzt keine mehr war, wenn er die ausgestorbenen Häuser und Bauten betrachtete, die einfach zurück gelassen wurden. Krieg war ein grausiges Geschäft und kannte keine Sieger, hatte seine Mutter immer gesagt. Vielleicht hatte sie mehr als Recht, dachte Andvari und sah sich dem ausgewachsenen Chaos gegenüber.
"Wir müssen sie ordnen", sagte er und sah zu Viola. "VIelleicht sollten wir Tilda rufen. Wir brauchen Raison hier, sonst wird es keine Evakurierung sondern eine Flucht."
Gerade wollte er sich nach den Seinen umsehen und Tilda ansprechen, als er plötzlich den Kopf nach hinten warf. Eine Störung im Gefüge der Auren um ihn herum bereite ihm Sorgen. Vor allem, da diese Störung aus der westlichen Richtung kam und nicht aus der Nördlichen. Schweigsam sah er zur Westseite der Stadt und tippte Viola an.
"Beeilt euch", flüsterte er. "Da kommt etwas auf uns zu. Und es ist schnell..."
Der Sieben Teufel wussten welche Gefahr dort auf sie zuraste, wenn sie schon Musik mitbrachte.
Warte...Musik?
Der Elf legte den Kopf schief und bemerkte, dass auch einige Menschen die seltsame Melodei im Wind offenbar zu hören wussten. Eine Stimme lag darüber, sanft wie ein Reibeisen auf Stahl, wenn man es genau betrachtete. Aus dem Flüstern wurde mit der Zeit und dem fallenden Schnee ein Gröhlen als würde man von einem Berg herunter brüllen. Und es kam näher!
"Von Luft und Liebe, elbt das Barden-Herz allein
Und Ruhm und Ehre, sind sein Lohn, sein Brot, sein Wein
Erhebt die Stimme, fröhnt dem Tanz, spendet Applaus..."
"das kann nicht wahr sein", flüsterte der Elf und wusste nicht ob er weinen oder lachen soll.
Denn inmitten des Chaos', das sie umgab. Inmitten der umherwuselnden Menschen, die eilig ihre Habe packten und ihre wenigen Sekunden noch darauf verwendeten, sich zu verabschieden und ihre Heimat zu beweinen, rauschte ein wackeliger Planwagen durch die Stadt. Gezogen wurde er von einem doppelköpfigen Pferd namens Frida, dessen Köpfe einen schaurigen Hintergrundgesang anstimmten. Auf dem Kutschbock saß - zu aller Erstaunen Herr Bert, der Halbling mit der schrecklichen Laute auf seinem Rücken. Das rotblonde Haar stach in alle Richtungen ab und er selbst hielt den Wagen auf die Taverne an.
"DAS SPIELMANNSLEEEEHEEEEBEEEEEEN IST EIN FEEEEEST IN SAUS UND BRAUS!", donnerte seine schiefe Stimme, während er die Zügel anzog.
Aber außer einem beträchtlich höhen Wiehern der Pferde errreichte er nichts.
"Ach du verdammter Hodensack meiner bärtigen Mutter!", keifte der Halbling als er blindlings in eines der leerstehenden Lagerhäuser fuhr. Mit einem Krachen, Schreien und einem herausrollenden Rad blieben sie in der Tür zum Lager stecken und verharrten dort.
Andvari indes fuhr sich mit der Hand vor die Stirn. Das war doch alles ein Alptraum.
"Das halbvolle Dutzend...", murmelte er, während sich die sechs Halblinge aus den Trümmern schälten und zwei GEstalten sich dahinter aufmachten aus den Schatten zu treten,.
"HALLO ANDVARIIII!", rief Eyrick und winkte eifrig, während sich Farryn noch wütend aus einem Seil befreite.
Erstaunt öffnete der Elf die Augen und wirkte einen Moment lang völlig überrascht.
"Was macht..."
"Wir hier?", fragte Eyrik und kam auf die beiden übrigen zu. "WIr haben die Armee versammelt und dann gedacht, dass die Generäle vielleicht vorgehen sollten. Also haben wir Hogav aus dem Gefängnis geholt und sind vorgeeilt. Kaum zu spät, wie ich denke!"
Das Lachen des Elfen erfüllte den Platz, wärhend die Menschen inne hielten.
"Wartet...", sagte Andvari und wurde erneut bleich. "Hogav ist hier?!"
"Ja, da hinten!", sagte Farryn und wies auf einen Abschnitt im Westen.
Genau der ABschnitt wo jetzt großes GEschrei groß wurde, als sich ein gewaltiger Schatten aus dem Unterholz des Waldes erhob. Beinahe so groß wie ein ganzes Haus erhob sich eine unförmige Gestalt daher. Breite Schultern auf einem groben, dicklichen Körperbau mit schweren kräftigen Armen und einem kugelrunden Kopf. Bissige Knopfaugen starrten aus den Höhlen heraus und betonten den schweren Überbiss, den er besaß und den dadurch hervorgerückten Unterkiefer, aus dem die Zähne hervor stachen. Und dieses Wesen rummste bei jedem Schritt durch die Straßen, sodass Fassaden erzitterten. Und er lief auch noch auf sie zu! Mit eifrig großen Schritten und einer heulernden Stimme.
"AUF MICH WARTEN! AUF MICH WARTEN!", donnerte das Wesen und stieß gegen eine leerstehende Häuserwand, die krachend zusammenbrach. "UPSI!", murmelte Hogav und sah zu Andvari. Erst dann blitzte Erkenntnis auf seinem Gesicht auf. "ICH KOMMEN! HOGAV HIER! HOGAV STARK!"
"Ach du heilige...", begann Andvari und wollte sich bereits vor Viola stellen, als Hogav auf dem Platz schlitternd zum Stehen kam und herab sah. Ein Lächeln zierte das unförmige Gesicht.
"Tja...MEin König...", begann Eyrik und grinste breit. "Und liebes Volk von Beleriand. Die 6 fürchterlichen Generäle der Streunenden Armee grüßen Euch!"
"HOGAV GRÜßEN!", donnerte der Oger und lachte kehlig.
"DAs....ist dann wohl der Letzte, den ich dir vorstellen muss", murmelte ANdvari und sah zu Viola. "Das ist Hogav Trommelfeuer, König der Oger aus den westlichen Kaltherzbergen."
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell