[2er RPG] The Lesser Evil [Winterhauch & NicolasDarkwood]

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    • Viola


      Reflexartig schlangen sich ihre zarten Arme um die Schultern des Elfen, als jener sich zu ihr beugte und das Gesicht geradezu an ihrer Halsbeuge versteckte. Heißer Atem schlug gegen ihre schweißfeuchte Haut und sie drehte sachte den Kopf, um ihre Lippen sanft gegen seine Schläfe zu drücken.
      Ein zutiefst zufriedenes Seufzen glitt über ihre Lippen, während sie ihre Hüften in einer letzten genüsslichen Bewegung gegen Andvari schmiegte. Es war ein stille Verzückung, die in ihren Augen schimmerte und ihre klammernde Griff ihrer Beine verfestigte sich kurzzeitig. Dieses Mal war es keine tosende Welle, die sie fortriss sondern eine sanfte, aber heiße Glut, die zäh durch ihre Adern floss und ihren Ursprung zwischen ihren Schenkeln hatte. Er Leib erbebte unter seinem und sie fühlte die betäubende Wärme bis in ihre Fingerspitzen.
      Viola hielt ihren Gefährten umschlungen, mit Armen und Beinen, während Welle um Welle der süßen Erlösung seinen Körper erzittern ließen und wisperte seinen Namen gegen sein Haupt. Sie hatte sich ihm nie näher gefühlt, wie in diesem Augenblick und sie ihm Halt schenkte.
      In ihren Armen kam der Elf langsam zur Ruhe. Die verkrampften Muskeln unter ihren Gliedern entspannten sich sekündlich ein wenig mehr.
      Viola ließ den Kopf nach hinten senken, umrahmt von einem Fächer aus wirren und rötlichen Strähnen, die sich weit über das Laken ausgebreitet hatten. Mit einem warmen Leuchten in den Augen sah sie zu Andvari auf und genoß es wie ein große Gestalt allgegenwärtig umgab, die Körper noch immer tief und innig vereint.
      Und tatsächlich, die Heilerin schmunzelte gleichsam amüsiert wie liebevoll, aufgrund seiner Worte.
      Der raue Klang seiner Stimme, wie sie mittlerweile wusste bei seinem Volk nicht gern gesehen, war für sie wie die schönste Musik.
      Ein verräterisches Brennen trat in ihre Augen, während sie ihn ansah. Sie hatte es tief in ihrem Herzen gewusst, aber es aus seinem Mund zu hören war etwas gänzlich anderes.
      "Kein Traum..", sachte schüttelte sie den Kopf und küsste ihn lieblich auf den Mundwinkel. Sie war glücklich. So glücklich. "Aber ich sage es dir gerne einhundertmal damit du dir sicher sein kannst, dass du nicht träumst. Ich liebe dich."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Die Augen des Elfen gänzten vor Klarheit, als er ihr aus nächster Nähe ins Gesicht sah.
      Wo noch eben tosende Fluten der Leidenschaft sie beide fortgespült hatten, erschien jetzt eine sanfte, allgegenwärtige Ruhe einzukehren. Und trotz seiner erschlaffenden Muskeln war er nicht in der Lage, nein, nicht willens, sich bereits aus ihrer Vereinigung zu trennen.
      "Kein Traum", wiederholte er und fuhr sich mit einer Hand durch das schweißnasse Gesicht, während er sich auf dem Ellenbogen abstützte. "DAs ist...Wunderbar..."
      Der Kuss, der anschließend folgte war inniger als jeder andere davor. Erschien es ihm nicht bei jedem Kuss der beiden so? Jeder einzelne war besser und intensiver als der vorherige und vermtulich würde er das noch in Jahren denken, wenn sie...
      Seine GEdanken stoppten, als ihre Lippen sich trennten. Es würde so viele Probleme beherbergen. Ein Mensch und ein Elf. Der eine König seines Volkes und die andere eine angesehene Heilerin. Weder das eine noch das andere Volk würden eine derartige Verbindung gutheißen...Aber aus irgendeinem Grund war ihm selbst dieser Gedanke völlig egal. Als würde man einen kalten Stopp davpor ziehen und niemanden hindurchlassen.
      "Ich war...Ich war zu schnell, entschuldige bitte...", murmelte er und löste sich endlich ein wenig von ihr um sich neben sie auf das Bett zu rollen.
      Die Klamotten lagen noch immer recht wild in dem Zimmer verteilt, in dem es nach Hitze und Schweiß roch. Aber aus irgendeinem Grund gefiel ihm diese Anordnung sogar.
      Andvari lächelte er sie an und fuhr mit einem Finger ihre Kieferlinie entlang.
      "Ich hätte nie gedacht...", begann er und räusperte sich, um das Raue aus seiner Stimme zu bekommen. "Ich hätte nie gedacht, dass wir...Dass wir das hier machen könnten..."

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    • Viola

      Für den kläglichen Rest ihres menschlichen Daseins würde Viola nie genug von diesen Küssen bekommen, die ihren Verstand in einen wohligen Nebel hüllte bis sie selbst ihren Namen vergaß. Und als Andvari sich von ihren Lippen löste, verzog sich ihr Mund zu einem vorwurfsvollen Schmollen. Eine Verspieltheit, die selbst Viola an sich noch neu entdeckte. Der Elf hatte die unglaubliche Eigenschaft, stetig neue Seiten ihres Wesens zu Leben zu erwecken. Es waren diese Augenblicke, in denen sie sich stillschweigend fragte, was für eine Frau sie geworden wäre, wenn das Grauen nicht gewesen wäre.
      Dennoch konnten sie nicht ewig so eng verschlungen hier liegen bleiben, auch wenn die junge Frau am liebsten die restliche Welt vor Tür für die Ewigkeit ausgesperrt hätte. Träge entließ Viola ihren Gefährten aus den Wirrungen ihrer Arme und Beine und genoss für einen Moment den kühlen Lufthauch über ihrer erhitzten Haut. Verlegen stellte sie fest, dass sich ihre Gliedmaßen nur schwerlich dazu überreden ließen, sich aus eigener Kraft zu bewegen. Es dauerte, bis sie ihre müden Armen und Beine soweit unter Kontrolle bekam, dass sie sich langsam auf die Seite drehte, dem Elf zu gewandt. Das spärliche, flackernde Licht warf tänzerische Schatten über die blasse Haut. Violeo schüttelte sachte den Kopf.
      "Da ist nichts zu entschuldigen...", flüsterte sie. Es fiel ihr immernoch schwer diese Dinge in Worte zu fassen. "Es hat mir gefallen. Diese Seite an dir." Sie unterbrach sich selbst mit einem verlegenen, heiseren Kichern. "Ich weiß die Hälfte der Zeit nicht einmal, was ich tue. Und ich glaube das Bett hätte nicht eine Minute länger ausgehalten."
      Die Heilerin stützte sich auf einen Arm auf um den Kopf nachdenklich in die Hand zu legen und sah sich um. Tatsächlich, das gebrechliche Möbelstück hatte sich erheblich von seinem Platz fortbewegt. Ihr Blick glitt an ihrem eigenen Körper hinab, die Spuren ihres Liebesspiel unübersehbar vor ihren Augen. Sie würde das restliche Wasser Opfern müssen. Und sie verspürte wenig drang sich anzuziehen und Henrietta um Wasser zu bitten.
      Eine Berühung an ihrem Kiefer lenkte den Blick wieder zu Andvari. Lächend drehte sie den Kopf ein wenig und hauchte einen zarten Kuss in seine Handfläche.
      "Ich auch nicht.", gab sie ehrlich zu und schmiegte das Gesicht in seine Hand. "Du bist der erste Mann, den ich selbst für mich gewählt habe. Der Erste, den ich wollte. Und es jagt mir immer noch Angst ein, wie stark und tief dieses Gefühl in so kurzer Zeit geworden ist. Aber ich würde es für nichts in der Welt eintauschen."
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    • Andvari

      In der Luft ertönten sanfte Flötentöne von der Straße. Gepfiffen mit einer halbgroßen Panflöte, gewetzt aus altem Holz einer alten Eiche. Die Melodie war schön, beinahe beruhigend, wie sie dumpf von der Straßenseite hereinwehte wie ein vorwitziger Wind.
      Er begann zu lächeln, während er kurz die Augen die Augen schloss.
      "Das ist die Nachtmelodie", murmelte er. "Eine tradition in der Stadt. Früher gab es hier keine Uhren oder andere Zeitmesser. Damit die Zecher und Freier nicht wussten, wie lange sie bereits hier waren. Also beschloss ein Musikant eines Abends, ein berühmtes Nachtlied der Kinder zu spielen, um die Bevlkerung daran zu erinnern, dass Schlafenszeit ist."
      Er grinste ein wenig breiter.
      "Und nein, das Bett hätte nicht wirklich länger ausgehalten. Unser eigenes wird stabiler, das verspreche ich dir. Und ich verankere es im Boden, damit es nicht tanzt, wenn wir tanzen", feixte er. "UNd dafür , dass du nichts zu wissen glaubst, bist du geschickter als so manche, die ich kennen lernen durfte. Dein Bauchgefühl ist wirklich beeindruckend!"
      Er streichelte ihr weiterhin übe den Kiefer und den Hals entlang, ehe er die Hand auf ihre Hüfte legte.
      "Du bist seit langer Zeit auch die erste Frau, die ich an mich heranlasse. Und mir selbst macht es ebenso Angst, dass es so schnell gegangen ist. Und missen und bereuen will ich keine Sekunde dieses Abenteuers. Es ist ein wilder Ritt, aber ich könnte niemals ohne all das hier..."
      Er öffnete die Augen udn sah sie an.
      "Hab keine Angst. Hab nie Angst vor mir. Es braucht nur ein Wort und ich stoppe mit allem, was ich tu."

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    • Viola

      Eine liebliche Melodie erfüllte das karge Zimmer, selbst durch geschlossene Türen und Fenster sanft zu vernehmen. Viola lauschte den Worten des Elfen und ließ sich von dem Flötenspiel und der rauen Stimme einhüllen. Unter den sanften Tönen erklang das Stimmengewirr von Gästen und Trunkenbolden wie ein dumpfes Summen.
      "Ich frage mich, ob in Telerin überhaupt jemals irgendjemand schläft...", murmelte sie, denn die Stadt schien mit purem Leben gefüllt zu sein. An jeder Ecke herrschte ein buntes Treiben und Viola sehnte sich nach der friedlichen Stille der Wälder zurück.
      Unter seinen Fingerspitzen stellten sich die feinen Härchen auf ihrer Haut auf und ein wohliges Schaudern folgte der Hand, die nun auf ihrer Hüfte ruhte. Lauschend schloss die junge Frau die Augen und rückte trotz der beständigen Wärme des Raumes wieder an ihn heran bis sie den Kopf auf seine Brust ablegen konnte.
      Zu der Nachtmelodie, wie sie nun wusste, und dem unvergleichlichen Klang seiner Stimme gesellte sich das rhythmische Schlagen seines Herzens. Kichernd schmiegte Viola die Wange an seine Brust, als er sagte, er würde ihr zukünftiges Bett stabiler bauen. Eine seltsam schöne Vorstellung, sie konnte vor ihren geschlossenen Augenlidern sehen wie sie ihm dabei zusah. Wenn es eine Zukunft gab, nachdem all das hier vorbei war. Niemand konnte vorraussagen, was geschehen würde, wenn Andvari tatsächlich den Thron bestieg. Viola schob den Gedanken bei Seite für einen anderen Tag.
      "Ich weiß, Andvari.", wisperte sie und schlang einen Arm über seinen Körper. "Und ich habe kein Angst vor dir. Ich glaube es gibt nichts, was tun könntest, damit ich mir vor dir fürchte." Viola schlug die Augen auf und erblickte das Chaos, dass sie im Zimmer hinterlassen hatten. Nachdenklich seufzte sie. "Du bist nicht er, Liebster. Vergleich dich nie mit ihm."
      Amüsiert, ihre ernsten Worte hinter sich lassend, hob die den Kopf und sah Andvari grinsend an.
      "Scheinbar lerne ich sehr schnell. Jemand sagte mal ich wäre eine sehr eifrige Schülerin. Aber ist es immer so? Ich meine deine Ohren..."
      Ein Hauch Röte stieg ihr in die Wangen.
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    • Andvari

      Andvari schloss ebenso kurz die Augen und genoß für ein paar Herzschläge die näher der Heilerin. Das sanfte Schwere ihres Hauptes, der feine Geruch ihrer Haare und die Weichheit ihrer Haut an seiner im Gegensatz dazu wie ein Reibeisen wirkende Haut. Seine Hand, die auf der Hüfte zu liegen kam, löste sich bereits wieder von und ihr udn fuhr mit einem Finger immer wieder Streckte von ihrem Steißbein bis hoch an ihren Nacken auf und ab.
      "In Telerin schläft man in der Regel wenig. Zumeist mit Dirnen oder anderen Völkern, sofern es die Wirte zulassen. Es gab hier lange Zeit eine Taverne, die sogar Verkehr mit Tieren zuließ. Sie wurde jedoch alsbald geschlossen, als die Königin seinerzeit davon erfuhr. Die Stadt ist bekannt für ihre Unzucht. Sylvar schwört Stein und Bein, dass es hier eine Straße der Geschlechtskrankheiten gibt", kicherte er zum Abschluss und grinste, als Viola ihren Arm um ihn schlang.
      Ihm wurde warm, aber es war ihm gleich. Er würde sich gegebenenfalls erheben und Wasser holen.
      "Sag nicht, dass ich nichts tun könnte...", murmelte er einen Moment ernst. "Es mag sein, dass es niemals vorkommt, aber zwsichen uns herrscht ein Kräfteunterschied. Ich sehe dich an und bemerke es jeden Tag."
      Er sah sie ernst an und fuhr ihr mit den Fingern durch die schweißassen Haare, um ihre Kopfhaut zu erreichen.
      "Ich will dir nicht wehtun. Auch wenn ich nichts mit diesem Bastard gemein habe, der mein Volk und die Frau, die ich liebe entehrt."
      Anschließend lehnte er sich wieder zurück und grinste, als sie von den Ohren sprach. Aus dem Grinsen wurde ein ausgewachsenes Lachen.
      "Ja, die Ohren...", murmelte er und kratzte sich an der Nase. "Wie soll ich es dir beschreiben...Unsere Ohren sind neben gewissen anderen primär aktiven Teile beim Verkehr vermutlich der empfindlichste Körperteil. Liebkost man sie, so sagen es einem die Dirnen, braucht es keinen Wein oder ein KRaut, um in Stimmung zu kommen, wenn du verstehst. Beißt du - wie du eben - auch nur leicht hinein fühlt es sich zehntausend Mal intensiver an. Ich glaube wirklich, ich hätte länger durchgehalten, sofern du nicht hinter dies Geheimnis gekommen wärest".
      Andvari lachte und küsste sie sanft auf die Stirn.

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    • Viola

      Ein zufriedener Seufzer erklang, während sich Viola den rauen aber sanften Fingernspitzen entgegen wölbte. Jede Berührung hinterließ ein wohliges Summen unter ihrer Haut begleitet von einer trägen Glut, deren Wärme sie einhüllte. Die wandernden Finger des Elfen nahm die Heilerin zum Anlass ebenfalls ihre Hand auf neue Wanderschaft zu schicken. Zart tanzten sie von seinem Herzen abwärts über das starke Brustbein, bis sie die vertraute Narbe auf seinem Bauch erreichte und schließlich den Schwung seines Hüftknochens.
      Ein unglaubiges, wenig damenhaftes Schnauben schüttelte ihren Körper, als Andvari von dem bunten aber fragwürdigen Treiben der Stadt berichtete.
      "Das klingt noch verrückter, als die Gerüchte in den Amüsiervierteln der Kaiserstadt. Allerdings geht es dort eher im Verborgenen zu. Nach Außen hin wirkt alles fast elegant und wie glatt poliert. Aber sobald die Nacht erwacht, ändert sich das Bild völlig."
      Viola schloss genießend die Augen, als sich die Hand in ihren verschwitzten Haaren vergrub. Ein Bad wäre sicherlich angebracht, aber in ihrer augenblicklichen Lage wohl ein Wunsch in weiter Ferne. Sie drückte den Kopf gegen seine Hand. Ihr Herz stolperte in ihrer Brust, als erneut sagte, dass er sie liebte. Beinahe hätte sie den vorangegangen Worten keine Beachtung gescheckt. Aber dafür war die Sorge darin zu greifbar.
      "Das ist mir bewusst.", murmelte sie. Natürlich waren die Kräfte zwischen ihnen unausgeglichen. "Ich verspreche dir, ich werde es dir sagen, wenn es zu viel ist. In diesem Punkt wirst du mir zerbrechlichem Menschlein wohl vertrauen müssen." Sie würde ihm diese Schuld nicht aufbürden, sie verletzt zu haben. Der Elf würde sich das nie verzeihen, das war ihr wohl bewusst.
      Das wunderschöne, klangvolle Lachen vibrierte an ihrem Ohr, das sie erneut gegen seine Brust schmiegte. Sie grinste ebenfalls und in einem Anflug von Übermut lehnte sie sich auf den Ellbogen auf und reckte ihre Kopf empor. Sanft fanden ihre Lippen sein Ohr.
      "Was ich mit diesem Wissen alles anstellen könnte. Der mächtige Lichtbringer und ganz der Gnade einer Menschenfrau ausgeliefert...", wisperte sie leise und hauchte einen Kuss auf sein Ohr. Lachend warf sie das Haar über die Schulter.
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    • Andvari

      Er genoß ihre Berührungen sehr und fragte sich für einen Moment, wie tief sie noch gehen wollte, ehe sie sich wieder zurückzog. Nicht, dass es ihn gestört hätte, aber garantieren konnte er für nichts. So lächelte er nur und blickte an die staubige Decke ihrer Unterkunft. Er würde ihr besser nicht berichten, dass es hier mehr Spinnen als elfen in der Stadt gab. Man wusste nie.
      "Verrückt ist die Stadt sehr wohl", bestätigte er. Deshalb ist sie so in den BErgen versteckt. NIemand möchte die Sodomie und Perversionen hier sehen und hören. Die hohen Familien erachten Telerin als Kronjuwel unter den Scheißhaufen. Zumindest nannte es meine Mutter immer so."
      Andvari zuckte die Achseln und sah sie an.
      "Ihr habt eure Vergnügungsviertel in der Kaiserstadt?", fragte er ungläubig. "Inmitten von Würdenträgern und hohen Herren und Damen? Ich glaube, wenn das hier vorkäme, würde mein Herr Vater diese Städte von der Landkarte tilgen lassen. Es ist ein Wunder, dass Telerin noch steht."
      Er nickte zu ihren Worten und wurde kurz erst. Doch was gab es zu sagen? Sie hatte Recht. Er konnte sie nicht behandeln wie eine Puppe, auch wenn er das wollte. Sie war ein Mensch, freilich. Kräftemäßig waren sie sich nicht ebenbürtig. Das Problem war hier vielmehr, dass er sich insgeheim wünschte, es wäre so. Dass Viola eine Elfe oder er ein Mensch wäre...Wie einfach wäre ihr Zusammensein dann?
      Seine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als sie ihm ins Ohr flüsterte und er es lauter als einen Schlachtruf vernahm. Ein eisiger Schauer purer Erregung schoss blitzartig durch seinen Körper und erweckte in seinem Lendenbereich Muskeln und Fleisch zum Leben, dass er nach dem kurzweiligen Abenteuer tot geglaubt hatte.
      "Was du damit anrichten...Ja, ich glaube du könntest einiges anrichten", sagte er grinsend, ehe es an der Tür zu klopfen begann.
      Schlagartig wurde sein Blick wachsam und wand sich aus dem Bett, um sich auf die Kante zu setzen.
      "Ihr Lieben, braucht Ihr noch etwas?", fragte Heniettas säuselnde Stimme durch das Holz. "Nachdem Ihr bereits meine Möbel einer Korrektur unterzogen habt, dachte ich, ich frage einmal nach.."
      Andvari verbarg seinen Kopf in seiner Hand und seufzte, ehe er lachend rief:
      "Würdet Ihr uns wohl einen Zuber bereiten? Heißes Wasser? Wäre es möglich, diesen hierher zu bringen?"
      Henrietta lachte kehlig.
      "Meinetwegen, meinetwegen. Achtet auf Euch! Er erscheint in der Mitte des Ra-"
      Just in dem Moment summte die Luft und krachend rummste ein Zuber in den Raum, gefüllt mit dampfendem Wasser. Der kleine Tisch wurde achtlos beiseite gekippt und Wasser schwabbte über den Eichenboden.
      "Huch!", rief Henrietta aus. "Was war das?"
      "Ich...äh...Ich glaube, es hat sich erledigt!"

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    • "Was denkst du, wo sich die Würdenträger und Edelmänner nachts im Schatten des Verborgen herumtreiben, während ihre braven Ehefrauen in ihren Betten liegen und die Kinder hüten? Wo sollten die tapferen Soldaten sonst nach siegreicher Heimkehr ihren Sold verprassen? Es ist nicht alles Gold was glänzt," gab Viola nur amüsiert zurück.
      Mit sichtlichem Vergnügen verspürte sie das Schaudern des Elfen und wagte einen vielsagenden Blick seinen Körper hinab. Obwohl ihr die Röte in die Wangen kroch, senkte sie den Blick nicht sondern sah ihren Gefährten mit hochgezogener Augenbraue amüsiert an. Mit neu geweckter Neugierde tanzten ihre Fingerspitzen ein weiteres Mals über die vernarbte Haut. Viola sah auch dann nicht weg, als ihre Hand Stückchen um Stückchen tiefer wanderte, bis sie sich ganz in die unbekannten Gefilde vorgewagt hatte. Sie spürte eine sengende Hitze unter ihren forschenden Fingern.
      Das Klopfen ließ Viola zusammen zucken und sie zog ihre Hand zurück, als die Stimme Henriettas durch das morsche Holz der Tür drang. Erleichtert atmete sie aus, als sie den vertrauten Klang vernahm und kam langsam hinter Andvaris Rücken auf die Knie. Die Wirtin schien sichtlich amüsiert und Viola hatte das wissende Grinsen auf ihrem Gesicht bildlich vor Augen. Sie war sich nicht sicher ob sie sich schämen oder laut auflachen sollte. Die Aussicht auf ein Bad ließ sie hellhörig werden und Vorfreude erfasste sie, endlich in warmes Wasser eintauchen zu können. Die kalten Flüsse und Bäche auf ihrer Reise waren mehr als dürftige Alternativen. Auch wenn Viola kein Mensch war, der sich schnell beklagte würde sie jedoch diese Möglichkeit nicht abschlagen.
      Das Summen hätte ihr eine Warnung sein sollen und dennoch entfloh ihr ein überraschter Aufschrei, als tatsächlich ein Zuber mitten im Raum unter ohrenbetäubendem Lärm landete. Wasser plätscherte über den Boden des Zimmer. Der Reaktion nach zu urteilen, hatte Henrietta wenig mit ihrem angekündigten Bad zu tun. Über die Schulter warf sie einen Blick auf die Wand in ihrem Rücken.
      "Sylvar...", murmelte sie und bedeckte verlegen ihr Gesicht mit den Händen. Natürlich, der Magier musste sie gehört haben. Kichernd hauchte sie einen Kuss auf die Schulter des Elfen und erhob sich dann wenig grazil und mit wackeligen Beinen vom Bett.
      Auffordernd streckte sie Andvari die Hand hin.
      "Wenn dein Bruder schon so großzügig ist..."
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    • Andvari

      Andvari kam nicht umhin, ein schmunzelndes Lächeln aufzusetzen udn den Kopf zu schütteln. Henrietta am anderen Ende der Tür kicherte leise vor sich hin und strich mit der Hand über die Tür, was einem schabenden Geräusch nahe kam.
      "Nun gut, ihr LIeben. Dann genießt Eure Nacht!"
      Der Unterton ihrer Stimme war weder zu überhören noch zu ignorieren. Andvari beschloss, nichts dazu zu sagen, ehe er ihre schweren Schritte zur nächsten Tür weiterhuschen hörte. Sollte Sylvar sich mit ihr herumschlagen. Stattdessen verströmte der Zuber das angenehme Gefühl von Haut auf Haut, obgleich die beiden noch nicht drin waren. Und so sehr er diese Abwechslung mochte, so feixend kamen ihm unpassende und beinahe schweinische Gedanken, wie Sylvar es ausgedrückt hätte. Violas Kuss auf seiner Haut fühlte sich heiß an und sachte erhob er sich und trat die Stiefel der beiden und die beiden Lederhosen beiseite, damit seine Geliebte nicht über unliebsame Stolpersteine fiel.
      Er nahm ihre Hand und erhob sich ebenfalls wenig grazil. Dafür schmerzte sein Rücken vom vielen Reiten und regelrechten Arbeiten zu sehr.
      Sylvar hatte darauf geachtet, dass der Zuber eine enorme Größe aufwies. Zumindest würden zwei Elfen bequem darin Platz haben, wenn sie sich etwas stauchten. Es versprach also kuschelig zu werden. Der Dampf erfüllte den ganzen Raum, als die beiden auf den Zuber zugingen und Andvari kurzerhand den Kopf in das heiße Wasser tauchte.
      Es schmerzte im Gesicht, wo das Salz sein Fleisch gereizt hatte, aber brannte den Dreck aus den Haaren und befreite es vom Schweiß. Wie ein Hund riss er den Kopf aus dem Wasser und stieg beinahe umgehend in den Zuber, ehe er Viola ebenso auffordernd die Hände hinhielt.
      "Komm", flüsterte er. "Und erzähl mir mehr, was Menschen alles an verbotenen Dingen tun, wenn keiner hinsieht."

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    • Viola

      Halbherzig hob Viola schützend die Hände vor das Gesicht, als Wassertropfen durch die Luft geschleudert wurden. Der Anblick war ihr nur allzu vertraut und erinnerte sie an die Nacht am See, wo sie ihn schamlos beobachtet hatte. Jetzt war es ihr zweifellos erlaubt ihren Blick nach Lust und Laune schweifen zu lassen.
      Als Andvari ihr aufforderung die Hände entgegen hielt, trat Viola mit bedächtigen Schritten auf den Zuber zu und ergriff seine starken Hände. Dankbar für die die Hilfe kletterte sie auf unsicheren Beinen in das heiße Wasser. Gerade als ihr erste Fuß in das Badewasser tauchte, seufzte sich wohlig auf und konnte es kaum erwartet, sich den Schweiß von der Haut zu waschen. Bei den geflüsterten Worten sah sie von der unruhigen Wasseroberfläche auf. Nachdenklich legte sie den Kopf schief und schien zu überlegen, wie sie sich am besten in dem großzügen Zuber niederlassen sollte. Dieses Mal gab es keinen Nebel, der ihren Körper verhüllte und das war auch nicht nötig.
      Die Stimmung war eine gänzlich andere als bei ihrem ersten gemeinsamen Bad. Damals hatte Viola nicht gewusst, was sie mit der ganzen Situation anfangen sollte. Es war beängstigend gewesen. Jetzt blieb nur noch eine aufregende Vorfreude.
      Das Grinsen, das ihr Gesicht erhellte, verhieß sicherlich nichts Gutes.
      "Pass auf deine Beine auf...", murmelte sie nur ebenso flüsternd und ließ sich, gestützt von ihrem Gefährten in das Wasser sinken. So sank sie aber nicht mit dem Rücken zu ihm in das einladende Wasser sondern nahm ihm zugewandt auf seinem Schoß Platz. Erst dann ließ sie seine Hände los.
      "Hmm, lass mich überlegen...", flüsterte sie, als sie Wasser mit den Händen schöpfte, um es über seine Schultern fließen zu lassen und den Schweiß zum zweiten Mal an diesem Tag von seiner Haut zu waschen. "...das war diese eine Nacht. Ein Soldat hatte zu tief in seinen Bierkrug geschaut und Helena und ich wurden dazu abbestellt den armen Tropf einzusammeln. Ich hatte in meinem Leben zuvor noch nie ein Bordell betreten. Es roch schwer süßlich nach Jasmin und Rosen, egal wohin man ging. Und überall räkelten sich sich nackten Leiber im Schein der Fackeln. Manchmal nur zu zweit, hier und dort konnte ihr mehr als ein zwei paar Hände ausmachen. Für mich war das ganze sehr befremdlich, aber ich Helena konnte ihren Blick kaum abwenden." Viola kicherte bei der Erinnerung. "Als ich einen der heilkundigen aus dem Orden entdeckte, wäre ich beinahe vor Scham im Boden versunken, weil eine Frau sehr geschäftig zwischen seinen Beinen kniete."
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    • Andvari

      Andvari grinste ob ihrer schamlosen Blickte auf seinen Körper. Genauso genoß er es, sie ebenso schamlos und direkt anzusehen als sie sich sachte in das Badewasser niederließ. Beinahe dreist legte er seine Hände bereits beim Einsinken der jungen Frau an ihre Hüften (gut, vielleicht ein wenig tiefer als gedacht) und führte sie hinab auf seinen Schoß. Und gerade als er dachte, die Hitze des Wassers wäre eine eigene Darbietung, war ihr Schoß npch so viel wärmer, dass es ihm beinahe die Sterne vor die Augen trieb. Mehr und mehr erweckten sich seine totgeglaubten Gliederzum LEben, je mehr des Drecks von dannen kam.
      Auch er begann während Violas Erzählung Wasser zu Schöpfen und ihr den Dreck von den Schultern, der Brust (die nicht dreckig war, aber er wollte sie berühren) und dem Bauch zu waschen. Gleich danach beschäftigte er sich mit ihrem Rücken, der unter seinen Händen so makellos und zart wirkte, dass er ANgst hatte, diesen zu zerstören, wenn er zu hart zu drückte.
      Selbst ihren Nacken ließ er nicht aus, wagte sich aber nicht an ihre Haare. Er hatte aus eigener Erfahrung gelernt, dass die Haare einer Frau besser den Damen selbst überlassen wurden.
      Stattdessen lauschte er ihrer Erzählung mit unverhohlender Neugierde und lachte dazu.
      "Das kann ich mir sehr gut vorstellen", sagte er. "Selbst bei eurem Orden ist man scheinbar den fleischlichen GElüsten nicht abgeneigt, nicht wahr? Aber wieso wurdet gerade ihr beide dazu abbestellt?"

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    • Viola

      "Falscher Zeitpunkt und falscher Ort, vermute ich.", antwortete Viola auf die Frage mit einem beiläufigen Zucken ihrer Schultern. "Wir waren gerade von einem Kriegsfeld zurück gekehrt und alle befanden sich im Siegestaumel. Der zuständige Heiler für diese Nacht war nicht auffindbar. Wahrscheinlich hat er seines Belohnung für den errungenen Sieg ebenfalls in seidenen Laken gebührend gefeiert."
      Zwischen ihren Schenkeln verspürte sie die neu erwachte Leidenschaft ihres Gefährten und genoss die Aufmerksamkeit seiner Hände auf ihrer Haut. Die Berührung der zarten Wölbung ihrer Brust ließ den Atem in ihren Lungen stocken. Viola schloss die Augen und ließ die eigenes Hände über seine starken Schultern gleiten, ehe sie sich daran erinnerte, was sie eigentlich zu tun gedachte. Blinzelnd schlug sie die Augen wieder auf und schöpfte neues Wasser, um sich erneut der Reinigung seines Körpers zu widmen. Sanften Hände fuhren über drahtige Muskeln seine Brust hinab über seine Seiten, bis sie völlig unnötig unter der dampfen Wasseroberfläche verschwanden.
      Um ihre Haar zu waschen, hätte sie sich von seinem Schoß entfernen und die vorwitzigen Finger von seinem Körper lösen müssen, die sich in kreisenden Bewegungen in seine Lenden drückten.
      Da kam ihr eine Idee. Wie konnte sie vergegessen, dass sie sich gerade mitten ihrem Element befand. Eine Hand hob sie aus dem heißen Wasser und krümmte die Finger in einer wellenartigen Bewegung. Ein sanften, bläuliches Leuchten schimmerte unter der Wasseroberfläche, ehe sich einem kleinen Bach gleich Wasser aus dem Zuber erhob. Die Hände in ihrem Nacken lenkten sie sichtlich ab, denn als sie das Wasser über ihrem Kopf aus ihrem Griff entließ, traf es nicht nur ihre leuchtend roten Haare, sondern lief auch über ihre Gesicht.
      Leise lachend wischte sie sich das Wasser aus den Augen.
      "Ihr stört meine Konzentration, Herr Elf," sprach sie scherzhaft und lehnte sich weiter in seinem Schoß vor, bis sie sich gänzlich an ihn schmiegte von der Hüfte bis zu ihren schlagenden Herzen, eine ihrer Hände zwischen ihren Körpern eingeklemmt, die sich beständig tiefer schob bis sie die sengende Hitze zwischen seinen Beinen unter ihren Fingerspitzen fühlte. Viola neigte sich an sein Ohr.
      "Du wirst mich führen müssen...", murmelte sie.
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      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      "Ja, die falsche Zeit und der falsche Ort. Ich würde darauf trinken, aber leider hat man nicht an einen Krug Met oder dergleichen gedacht."
      Die letzteren Worte rief er verdächtig laut in Richtung der andersliegenden Wand, aber als sich nichts tat zuckte er die Achseln und grinste sie an.
      Als sie zu zaubern begann, sah er ihr beinahe fasziniert dabei zu, wie sie das Wasser einer Schlange gleich bog und emporhob. Andvari war selbst nie ein begeisterter Anhänger der Wasserkunst gewesen. Es machte ihn merkwürdig verlegen, jetzt dabei zuzusehen, wie sie sich elfengleich das Wasser über den Kopf hob und es herabfallen ließ wie eine kalte strömungswelle.
      Grinsend löste er seine Hände einen Moment von ihrem Körper und lachte, als er sich ein paar Spritzer aus den Augen rieb.
      "Ich störe also Eure Konzentration, Frau Heilerin...", murmelte er, während sie sich ganz an ihn schmiegte und mit der Hand immer tiefer fuhr.
      Für einen Moment lang hatte er Probleme, die Wort auf seiner Zunge zu finden. Als würden sie sich in einem Käfig verstecken verharrten sie in seiner Kehle, während ihre Hand ihr lohnendes Ziel erreichte. Und gerechterweise musste er zugeben: Die Lebensgeister erschienen merkwürdig beschäftigt. Außerdem fehlte ihm das Blut im Kopf für eine schlagfertige Erwiderung. Zumal sie erneut in sein Ohr wisperte und sich seine Haare vor Erregung aufstellten.
      "Ich glaube...", flüsterte er an dem Ihren. "Du bist auf einem verdammt guten Weg..."
      Bevor sie wieder antworten konnte, ließ er seine Hand ebenfalls zwischen sie fahren und seinen Weg nun zwischen ihre Schenkel. Doch auch wenn er sich Mühe geben und ihr Befreiung verschaffen wollte. Die Hand an seinen privatesten Orten nahm ihm jede Orientierung und so nahm er seine wieder nach oben, um erneut über ihre Brust zu streichen und seine Hände in ihren Nacken zu legen.
      Sie musste nicht geführt werden. Selbst für Unerfahrene war es beinahe zu spät, als das sie eine Führung bedurfte. Es erschien zumindest recht eindeutig, da das Problem durchaus anwuchs.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Ein schalkkaftes Grinsen zog sich über ihre Lippen, während sie die sorglose Freiheit genoss, die das kleine Zimmer ihnen bot. Aber vor allem stieg ihr die glühende Hitze des Wassers und des Körpers unter ihr zu Kopf. Die Worte an ihrem Ohr, tief und rau, erzeugten einen sanften Schauer, der ihr den Rücken hinabkroch.
      Trotz seiner Körperkraft eine solche Kontrolle auf den Elf ausüben zu können, ließ sie beinahe schwindelig werden. Viola lehnte sich ein wenig zurück, um sich und auch Andvari mehr Freiraum zu gewähren. Leuchtende Augen blickten zu ihm herab, als sie ihre freie Hand an sein Gesicht führte und mit sanfter Bestimmtheit seinen Kopf nach oben drückte. Trotz des beständigen Zitterns ihrer Beine hielt sie die Balance im durch ihre Bewegung unruhigen Wasser. Die Hand zwischen ihren Schenkeln verschaffte ihr kurze Erleichterung, aber war doch nicht genug.
      Vielleicht war es der Umstand, dass Andvari ihr willig die Kontrolle übergab, die diese furchtlose Ader in ihr wach rief. Die Heilerin neigte den Kopf, Wasser tropfte dabei beständig aus den roten Strähnen, und stoppte wenige Millimeter vor seinem Gesicht.
      "Fühlt sich jedenfalls danach an...", wisperte sie und ihre Stimme war nicht mehr als ein Hauch, der sich in heißem Atem auf seinen Lippen niederlegte. Andvari mochte der erste Mann in ihrem Leben sein, dem die junge Frau ihrem Körper anvertraute und sich von der Leidenschaft mitreißen ließ. Aber es gab jede Menge verborgene und zumeist verpöhnte Literatur. Vor Jahren war ihr dabei noch die tiefe Röte in die Wangen gestiegen. Nun glühte ihre Haut aus einem gänzlich anderen Grund.
      Viola senkte ihren Mund auf seinen, um ihn innig gar forsch zu küssen. Andvari mochte das Biest in seinem Körper zügeln, aber hatte er ungeahnt nicht eine zweite, bisher schlummernde Bestie geweckt. Und diese küsste ihn gerade mit dem Ziel ihm seinen Verstand zu rauben. Erst als ihre Lungen brannten, löste sich die Heilerin und schlug die Augen auf. Der Blick wirkte verklärt, während die Flammen in der grünen Iris tanzten.
      Ihr Blick glitt hinab zwischen ihre Körper, wo sich der Rhythmus ihrer Hand stetig änderte, wie das eigenwillige Wesen des Wassers.
      Sie würde seine Erläuterung über die Eigenschaften der Elfenohren wohl testen müssen. Schmunzeln, was nicht Gutes verhieß, lehnte sie sich vor und biss erneut zart in das Ohr des Elfen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Da war es wieder...
      Dieses verdammte Lächeln. Diese kurze schalkhafte GRinsen, das kurze Hinaufziehen der Mundwinkel, Lefzen gleich. Und während er sich noch Gedanken machen wollte, wie er sich ihrem Griff entziehen konnte, damit nicht erneut viel zu früh ein Unglück geschah, fiel sie regelrecht über ihn her.
      Wie sie so über dem Elfen zu schweben schien, brachte er es nicht über sich, sie auch nur zu berühren. Obgleich ihre Brust auf seiner Augenhöhe schwebte und perfekt im Mondwiderschein schimmerte, schluckte er lediglich überflüssigen Speichel hinab und versuchte, nicht ohnmächtig zu werden.
      Der Kuss (konnte man es Kuss nennen? VErschlingen passte eher) war intensiv. Heiß und süßlich schmeckend und für eine Sekunde wollte er sich dem herannahenden TOd ergeben, als seine Lungen ebenfalls zu brennen begannen. Aber das Spiel ihre Zungen miteinander wirkte dem Zauber eines Labyrinths gleich und ließ ihn nichts als ein Nervenbündel spüren.
      Schwer atmend trennten sie sich voneinander und sie war anders.
      Es schien nicht Viola zu sein, die vor ihm saß. Oder vielleicht war es Viola auch gerade deshalb. Aber es schien keine händische Stimulation mehr zu brauchen, um ihn auf die nächste Höhe zu heben. Gerade als er nach ihr greifen wollte, änderte sie wieder und wieder den Rhythmus und sorgte dabei fpr zitternde Hände. Zu gerne hätte er nach der Kontrolle gegriffen, aber er bemerkte in diesem Augenblick, dass sie es brauchte, um sich frei zu fühlen. Also warum nicht gewähren lassen?
      Er lächelte.
      Andvari lächelte. Zuminest bis zu dem Zeitpunkt, indem sie erneut in sein Ohr biss.
      Erstaunlich war die Reaktion immer wieder aufs Neue. Seinen Körper durchfuhren eletrische Strömungen wie eine Sesselfolter und es schien, als spannte sich jeder Muskel an. Dem war jedoch nicht so. Beinahe alle Muskeln schienen zu erschlafen bis auf der Eine, den Viola zielsicher in ihrer Hand hielt. Dieser schien als einziger weiter und weiter mit pulsierendem Leben gefüllt zu werden, bis es keiner Füllung mehr bedurfte.
      Relfexartig schnellten seine Hände aus dem Wasser und eine davon griff ihr frivol zwischen die Schenkel, um zumindest für ein wenig Ablenkung zu sorgen. Ehe sie das Badewasser allzu früh verlassen mussen, ließ er seine Finger dort im warmen Herd seiner Freuden kreisen und erkunden. Auch wenn er nicht wirklich wusste, was er dort tat.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Die gewünschte Reaktion ließ nicht eine Sekunde auf sich warten. Und bei allen Heiligen, die Blasphemie sei ihr verziehen, es war atemberaubend. Der drahtige, starke Körper erzitterte unter eine Welle von Lust unter ihren Händen. Die Spannung lag elektrisierend in der Luft und Viola schob ihre freie Hand in das feuchte, weiße Haar. Ihre Fingerspitzen gruben sich in die Strähnen, als würde dieser Griff allein sie bei klarem Verstand halten. Und doch erschien der der Elf unter ihr plötzlich ganz weich zu werden, bis auf jenen Teil der vor Verlangen zwischen ihren Fingern pulsierte. Viola erlag der glühenden Täuschung, als schlängle sich zähe Lava von ihren Fingerspitzen ihr Handgelenk hinauf. Es war ein erfüllendes und gleichzeitig erregendes Gefühl den Weg zu seiner Erlösung wortwörtlich in den Händen zu halten.
      Die Heilern öffnete die Lippen an seinem Ohr. Anstatt der neckenden Worten entkam ihr ein verzerrter, lusterfüllter Laut, den sie leicht abmilderte indem sie ihre Mund gegen seinen Hals drückte. Völlig unerwartet und so schnell, dass Viola das reflexartige Vorschnellen seiner Hände kaum bemerkt hatte, lag eine raue und heiße Hand zwischen ihren Schenkeln.
      Ohne jegliches Zutun wölbte sich ihr Becken seiner Hand entgegen, was den kreisenden Druck nur noch mehr intensivierter. Sie verlor kurzzeitig ihren eigenen Rhythmus und hielt Andvari nur mit zitternder Hand umklammert. Am Rande ihres Bewusstsein erschien es ihr, als wären auch die Berührungen des Elfen, so forsch und selbstverständlich wie sie anfangs erschienen, auch ein neugieriges Erkunden von unbekannten Gefilden. Vielleicht mochte es auch nur an Violas Bemühungen liegen den Elf aus der Fassung zu bringen. Dabei war er doch zuvor bereits in einer Verbindung gewesen.
      Der Gefanke flog davon, wie ein aufgescheuchter Vogel, als sich ihr gesamter Unterleib und ihre Mitte sich unter den liebkosenden Berührungen seiner Hand zusammenzogen. Nie hatte sie ein Mann auf diese erregende Art dort berührt. Violas Muskeln zuckten unkontrolliert und sie wusste nicht, wie lange sie ihre zerbrechliche Balance noch halten konnte, ohne den Elf unter sich zu begraben. Was bei ihren unterschiedlichen Staturen ein beinahe lächerlicher Gedanke war. Langsamer und unkoordinierter als zuvor, nahm ihre Hand ihre aufreizende Tätigkeit wieder auf.
      Als würde sie ihn für die frivole Unterbrechnung rügen wollen, biss sie leicht in den starken Muskelstrang seiner Halsbeuge., während sich die flüssige Glut zwischen ihren Schenkeln sammelte und drohte ihren gesamten Leib zu verbrennen. Die Spannung in ihrer Mitte baute sich sekündlich auf. Die rollenden Bewegungen ihrer Hüfte ließen weiteres Badewasser über den Rand des Zubers schwappen.
      Mit all der Willenskraft, die sie aufbringen konnte, hob sie das Kinn und arbeitete sich wieder seinen Hals hinauf. Der Griff in seinem Haar verfestigte sich, als sie ihn zum zweiten Mal neckend und liebekosend in das spitze Ohr biss.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Wallenden Blutes und völlig aus dem Takt geworfen sah er ihr fasziniert ins Gesicht, während seine Finger sich regelrecht durch das spürbar weiche Fleisch wühlten. Er fühlte sich ein wenig ungeschickt und unwissend, wenn man bedachte, dass er nicht einmal sah, was er dort unten eigentlich tat. Aber egal, was es war. Die Reaktion der jungen Heilerin zeigte ihm mehr als deutlich, dass es ihr mehr als Freude zu bereiten schien. Ihre Hüfte fühlte sich an wie ein Kutschrad, dass sich stetig und unbeugsam seinen Weg durch jedwedes Hinternis zu ruckeln schien. Doch war dieses leider undurchdringlich.
      Erst war es nur heißer Atem an seinem Ohr, dass dieses beinahe erzittern ließ. Dann ein heißes Gefühl an seinem Hals. Zuletzt biss sie ihn unter kreisenden Bewgeungen ihres Leibes auf seiner Hand in die Halsbeuge, sodass ihm ein beinahe überraschtes Knurren entfuhr. Der Schmerz zuckte kurz durch einen Körper, war aber nicht genug, um ihm auch nur ansatzweise Schaden zuzufügen. Das Wasser hatte er beinhae vergessen, ehe es über den Rand des Zubers schwappte. Doch es kümmerte Andvari nicht ansatzweise, auch wenn der Boden mittlerweile einem Schwimmbad glich. Beim Aussteigen würden sie auf sich achten müssen.
      Aber sie unterließ es nicht, seinen Unterleib weiter einem rhythmischen Gefüge zu unterziehen. Sicherlich kam sie aus dem Takt, was er mit einem Grinsen und genüsslichen Seufzen zwischen schweren Atemstößen kommentierte. Aber sie stoppte nicht und der Teil seines Unterkörpers ließ sich immer schwerer kontrollieren.
      Als der zweite Biss in das anvisierte Ohr erfolgte, ging ein Ruck durch seinen Körper und seine Adern verfärbten sich goldfarben. Selbst die Bernsteinaugen begannen zu glühen und er hielt seine Hand zwischen ihren Schenkeln an, da er mehr und mher an seiner Selbsthbeherrschung benötigte, um nicht gleichsam das Ende bereits zu erreichen.
      Seine Hand zwischen ihren Beinen verkrampfte sich und mehr aus Zufall schien sie einen Weg durch das weche, pulsierende Fleisch in wesentlich wärmere Gefilde zu finden.
      Andvari blickte ihr in die Augen und fand sich selbstmehr überrascht als überzeugt. Aber dennoch benötigte er alles was er brauchte, um zumindest den Mund zu öffnen. Doch ein Wort verließ seine Kehle.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola spürte das glühende Licht unter seiner Haut, bevor sie es aus den Augenwinkeln erfassen konnte.
      Atemlos löste sich Viola von dem Ziel ihrer Aufmerksamkeit und blickte mit einem fasziniernden Funkeln in den Augen auf. Die Iris des Elfen schien von einem goldenen Licht erfüllt. Es war anders, als wenn sich das bloße Sonnenlicht in dem Berstein brach. Das Licht schimmerte aus dem tiefsten Inneren. Etwas Vergleichbares hatte sie nie in ihrem Leben gesehen und bisher auch nicht bei Andvari selbst. Entgegen der leidenschaftlichen Wölbung ihres Körper, wirkte es beinahe zerbrechlich und sanft wie ihr Daumen unter seinem rechten Augen entlang fuhr. Der Anblick hatte eine unwirkliche Schönheit an sich.
      Und so sah sie ihm direkt in die glühenden Augen, als seine Hand die wärmsten und gleichsam pulsiernden Gefilde ihres Körpers fand. Ein stockender Atemzug erfüllte ihre Lungen und ihr ganzer Leib hielt für einen Augenblick still. Ob Versehen oder nicht, Andvaris Blick wirkte ebenso überrascht, wie ihr eigener. Eine zarte Röte auf ihren Wangen breitete sich über ihren Hals langsam weiter aus. Bevor er allerdings aus Verunsicherung über ihre plötzliche Starre seine Hand zurückziehen konnte, schnellte ihre Eigene unter die Wasseroberfläche hinab um die Finger bebend um sein Handgelenk zu schließen. Sie brauchte nur einen Augenblick. Zum atmen. Es war kein Vergleich zu einem anderen pochenden Teil seines Körper, aber dennoch neu.
      Ihre zierlichen Schultern hoben sich unter einem zitternden Atemzug und ohne den Blick von ihm abzuwenden, schob sie Andvari erneut ihren Unterlieb und seiner Hand entgegen. Die rot geküssten Lippen öffnenten sich zu seinem sanften Laut der Verzückung.
      Außer Atem lehnte sie die Stirn gegen seine, ohne den innigen Blickkontakt zu unterbrechen. Sie wollte ihm in die Augen sehen und spürte die sengende Hitze seines Blickes tief in ihrem Körper. Es war so viel intensiver ihn dabei anzusehen, als sich an seinem Hals vor dem flammenden Blick zu verstecken.
      Der Griff verfestigte sich um die samitg anmutende Härte zwischen ihren Fingern. Sie wollte das brennende Verlangen in seinem Blick sehen. Viola selbst gab sich ganz dem Wunsch ihres Körpers hin und dem unbekannten Gefühl der Hand verlockend und reizend zwischen ihren Schenkeln. Es war zu viel und doch nicht genug. Als sie glaubte schier wahnsinnig zu werden, spürte sie eine gewaltige Welle von Feuer, die ihre sämtlichen Muskeln erfasste. Die Oberschenkel zitterten unter der Wucht und sie zuckte unkontrolliert um seine seine Finger.
      Atemlos streifte ihr Atem seine Lippen und die Heilerin schaffte es kaum die Augen geöffnet zu halten, als Welle um Welle sie mit riss und förmlich verschlang.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Winterhauch ()

    • Andvari

      Die Verzückung der jungen Heilerin und die Zuckungen, die ihren Körper erfassten, nahm er überdeutlich durch seine glühenden Augen war. Es war, als pulsiere das Licht in ihrem Takte, als schlugen zwei Herzen in einem Körper, obgleich diese nicht einmal eins waren. Sie hielten sich beieinander aber dennoch waren sie durch den Raum des Wassers getrennt.
      Seine Finger, die sich durch das weiche Fleisch schlängelten und Weiche die Rauhheit von inneren Hautgruppen erforschten, fühlten sich unsagbar gut an. Obgleich er das Gefühl hatte, Viola würde sie kochen und zum Frühstück reichen. Doch ihr Griff an seinem Handgelenk schien ihm sehr deutlich mitzuteilen, dass er nicht ganz so ungeschickt war, wie er dachte.
      Doch er selbst erlag, trotz aller Ritterlichkeit, selbst seiner Lust und dem Verlangen in sich. Das Licht pulsierte durch seinen Körper und befreite ihn weiter von jeder Hemmung. Und so glühte neben dem Licht, das ihn den Höhepunkt seiner Gefährtin noch intensiver warhnehmen ließ, auch Verlangen und Wildheit durch seine Augen, als habe man ein Raubtier von der Leine gelassen. Schweigend, da zu keinen Worten fähig, bog sich auch sein Körper ihrem entgegen, obgleich sie ihren Rhythmus an seinem Fleisch nicht mehr aufnahm. Die Sirn an seiner Stirn war heiß, beinahe glühend udn der Blick ungebrochen. Und dennoch...
      Ein schwaches, feixendes Grinsen umspielte das Gesicht des Elfen, während seine freie Hand unter Wasser wanderte und sich um ihr unbewegtes Handgelenk an seinem Fleisch legte.
      Langsam, beständig und doch mit nicht viel weniger Wildheit legte er ihr den Rhythmus beinahe vor. Bewegte die Hand unter Wasser. Erst langsam, anschließend immer schneller werdend. Und während sie von einer Welle nach der anderen überrollt wurde und zucken in seinen Armen zum Erliegen kam, pulsierte das Licht unter seiner Haut stärker und schien ihr Zentrum zwischen seinen Lenden zu finden.
      Nach einer kurzen Weile der Verzückung bemerkte er selbst, wie sich seine Muskeln nach und nach verkrampften uznd ihm endlich die verlockende Erlösung schafften, die er so lang verfolgt hatte. Schwer atmend und beinahe pfeifend rasselnd legte er seine Stirn erneut an ihre Und küsste sie auf den Mund, der sich ihm darbot.
      Auch wenn seine Lippen sich anfühlten, als habe er Schotter geküsst, so würde er niht eine Sekunde dieses Gefühls verpassen.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell