[2er RPG] The Lesser Evil [Winterhauch & NicolasDarkwood]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Viola

      Viola zögerte nicht, als sie nach dem schneeweißen Griff der Klinge. Das Material war so glatt und anschmiegsam in ihrer Handfläche, das es sie fast an kostbares Elfenbein erinnerte. Und es war erstaunlich leicht, selbst in ihren ungeübten Händen.
      Wärme, wie die ersten zaghaften Strahlen der Frühlingssonne, breitete sich unter ihren Fingern aus und schien ihren Arm hinauf zu wandern. Es war dasselbe wärmende Gefühl, das sie verspürte, wenn sie Andvari ansah. Eine zarte Wärme, die ihm Frühjahr die ersten zerbrechlichen Knospen hervorlockte und nun nach ihrem Herzen griff. Unter ihrer Haut schimmerte ein sanftes Licht durch den dünnen Stoff, dass sich ähnlich wie rankende Weinreben ihren Arm hinauf schlängelte, über ihre rechte Schulter bis hin zur Position ihres Herzens. Es ähnelte fast ein wenig den Fluchmalen, die Andvari quälten, nur strahlte es nichts außer Geborgenheit aus. Es dauerte nur ein paar Sekunden, da erloschen die Ranken und waren ohne jegliche Spur zu hinterlassen in ihrer Haut versunken.
      Blinzelnd schüttelte sie den Kopf und befestigte Dandelost mit einem sanften Lächeln an dem Gürtel um ihre Hüften. Sie spürte das federleichte Schwert kaum. Sie wusste nicht einmal warum sie lächelte.
      Bevor sie etwas fragen konnte, was Sylvar im Schilde fühtrte, hatte der Elf sie bereits vor die Tür gezogen.
      Erst auf dem verschlungenen Kiesweg schien Viola ihre Stimme wiederzufinden. Sie drückte die Hand des Elfen.
      "Was hast du damit gemeint? Was wird Sylvar niederbrennen?", fragte sie leise, als fürchtete sie, allein der Klang ihrer Stimme würde ihre Häscher anlocken.
      Viola konnte sich selbst nicht sehen, aber wenn sie einen Spiegel gehabt hätte, wäre sie vermutlich erstaunt gewesen.
      Es waren kleine Details, die der Illusionszauber des Magiers kaschierte oder veränderte. Es war eindeutig ihr Gesicht, aber es wirkte dennoch anders.
      Das Haar war nicht länger von einem leuchtenden Herbstrot, sondern wirkte ein wenig dunkler, mehr wie ein rötliches Braun. Einzelne rebellische Strähnen, die sich nicht bändigen ließen, umrahmten nun ebenfalls spitz zulaufende Elfenohren. Die Augen leuchteten noch immer ihrem gewohnten Grün, doch jene eine Braue war nicht länger geteilt. Der Zauber verbarg die auffälligen Narben und hinterließ makellos, glatte Haut. Es ergab Sinn, wenn die Männer der Elfenprinzen ebenfalls nach einer Menschenfrau mit leuchtend, rotem Haar und zwei spezifischen Narben im Gesicht suchten.
      Von weitem hörte Viola ein leises Schnauben. Die Pferde mussten nah sein.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Noch während sie durch den Wald gingen, begannen die Gedanken des Elfen zu rasen, obgleich seine Schritte ruhig über den saftigen Boden verhallten. Seine Ohren spähten durch den Wald, suchten anch dem Ungewöhnlichen im Realen und fanden dennoch nur die Natur in ihresgleichen wieder. Nichts zur Besorgnis, nicht wahr?
      Er sah Viola an und seufzte.
      "Ich vermute, er wird eine Falle im Haus installieren und es eher niederbrennen als eine Spur zu uns zu hinterlassen. Sylvar ist - was das angeht - leider sehr gründlich", sagte er, während sie aus dem Wald heraustraten.
      Erst da bemerkte er die Veränderung sichtbar. Ds Haar, zwar immer noch rebellisch an manchen Ecken war dunkler und die Ohren passten nicht mehr. Ihre Narven waren verschwunden und doch stimmte nur das Licht ihrer Augen in seinen Augen. Er hörte das Schnauben ebenso und verzog leicht das GEsicht.
      "Du bist immer noch du, aber das schönste sind die Augen", muremlte er vor sich hin. "Ich denke, du wirst mir in deiner originären Gestlat am besten gefallen."
      Schweigend für den Rest des Weges kamen sie an ein Tal, das sich breit und freudnlich und in ebenso saftigem wie üppigem Grün zwischen zwei gewaltigen Bergen erstreckte. Die Vögel zwitscherten noch hinter ihnen und die Pferde waren ruhig angebunden an einen außenstehenden Baum und grasten friedlich. Auf den Bergspitzen lag noch der Schnee, der ihn an Milan erinnerte und lächelnd erkannte Andvari, dass eines der Pferde jenes war, mit dem sie geflohen waren. Sylvar hatte offenbar gut auf den Gaul acht gegeben.
      Er schritt an eines der drei Pferde heran, ein weißes, schneeweißes Pferd mit schwarzen Punkten, das ihn ebenso freundlich wei neugierig ansah. Als der Elf näher kam, stupste es seine Hand mit ihrer Nase an und drückte sich anschließend an die Schulter des Elfen, der elicht ins Ungleichgewicht kam.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Traurigkeit spiegelte sich in ihren Augen.
      Viola wirkte tief betroffen, dass Sylvar es in Kauf nahm, den Ort zu zerstören, der ihr so viele wunderschöne Erinnerungen geschenkt hatte. Aber am Ende war es vielleicht nur ein Haus. Es niederzubrennen, würde das Erlebte nicht ungeschehen machen oder die Gedanken daran trüben. Dennoch, es schmerzte. Sie drückte seine Hand ein wenig fester und tat ihr Möglichstes um mit Andvari Schritt zu halten.
      "Es tut mir leid. Vielleicht muss es nicht dazu kommen.", sprach sie sanft.
      Insgeheim fürchtete sich Viola für seiner Reaktion, sobald er erblickte, was der Illusionszauber für Veränderungen hervor brachte. Er schwieg so lange darüber, dass sie schon nervös wurde und sich fragte, was Sylvar mit ihrem Gesicht angestellt hatte.
      Als er das Gesicht verzog, rutschte ihr das Herz fast bis in die Stiefel. Zweifelnd biss sich Viola in die Unterlippe und wünschte sich fast, sich vor seinem Blick verstecken können. Sie atmete erst wieder aus, als er sprach. Und war zutiefst erleichtert.
      Da entdeckte sie die Pferde auf der saftigen Wiese. Die grünen Augen begannen zu leuchten und ein Grinsen breitete sich über ihr ganzes Gesicht aus. Dieses zottelige Fell hätte sie überall wieder erkannt. Der braune Wallach wirkte schon fast gedrungen zwischen den anderen Pferden, die weitaus edler aussahen. Aber sie freute sich so ein bekanntes 'Gesicht' zu sehen, dass sie Andvari ein strahlendes Lächeln zu warf, ehe sie ihn los ließ und auf das Pferd zu eilte.
      "Gaston!", rief sie fast schon erfreut aus und der Wallach hob den breiten Kopf. Das Tier wieherte scheinbar zu Begrüßung und schnaubte schließlich. Es klang beinahe anklagend. Wo hatte sie solange gesteckt? Neugierig beschnupperte das Tier seine verlorene Reiterin und ließ sich ausgiebig hinter den Ohren kraulen. Viola drückte die Wangen den kurzen, muskulösen Hals und lachte.
      "Ich hab dich tatsächlich ein wenig vermisst." Gaston schnaubte und rieb ihren Kopf an ihrer Schulter. Wie hatte Sylvar ihn nur gefunden? Sie hatte schon fast befürchtet der Wallach wäre zurück gelassen worden.
      Viola band das Pferd los und ging zu Andvari herüber. Sie strich sich eine Strähne aus der Stirn, die Haarspitze im Augenwinkel, dunkler als sie es gewohnt war.
      "Beschreib es mir...", bat sie ihn schließlich. Auch wenn die Zeit drängte.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Der Elf zuckte mit den Schultrn und lächelte schief und ein wenig grimmig, wenn man es genau nahm. Es ging ihm nahe, dass das Haus, das er einst für seine Familie baute, nunmehr an die Häscher seines Bruders fallen sollte. Innerlich verfluchte er den Umstand. Aber was wollte man machen...
      In Zeiten des Krieges gab es nur wenig Hoffnung auf ein friedliches Leben. Doch diese wenige Hoffnung lohnte sich bereits, um dafür zu kämpfen.
      Er tätschelte dem weißen Pferd den Nacken und sah über die Schulter.
      "Muss es nicht", murmelte er. "Dann baue ich das Haus eben noch einmal. ISt ja nicht so, als dass ich vergessen hätte, wie man Holz sägt."
      Ein Kichern lag in seiner Stimme und als er sah wie sie sich über den Wallach freute, wurde ihm warm ums Herz. Es war so viel Freude in ihr, dass es ihn beinahe schmerzte. Und das alles sollte ihm gehören? Irgendwann? War sie sich da sicher? Sicherlich war er eine gute Partie in seinem Volk, aber in ihrem?
      "Beschreiben?", fragte er und zog die Augenbrauen hoch, als sie herüber kam.
      Was sollte er sagen? Am liebsten hätte er gesagt, dass ihm die ursprüngliche Viola einfach viel schöner und besser vorkam. In all ihrer Imperfektion war sie die Ausgeburt an Ästhetik und Eleganz. Schöner noch als die Töchter des Königs. Aber auch jetzt, wo dieses Feuer aus dem ungewohnten Gesicht ihn ansah, musste er schlucken.
      "Nun gut...", murmelte er und beschrieb ihr das Äußere was er sah.
      Anschließend stahl er ihr einen kurzen Kuss und grinste.
      "Deine Narben fand ich trotzdem schöner", flüsterte er und schwang sich bereits auf den Rücken des Pferdes, ohne es zu satteln. Man hatte ihn seit der Jugend im Reiten unterrichtet und ein Sattel war nur störendes Beiwerk in seinen Augen. Das Pferd sollte unter ihm frei sein, dann war es auch wendiger. Andvari fuhr noch einmal durch das glatte Fell des Schimmels und blickte sie dann anschließend an.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Viola schüttelte mit einem Lächeln den Kopf über seine Antwort.
      "Das habe ich auch nicht behauptet.", gab sie schmunzelnd zurück. "Und ich habe kein Zweifel an deinem Talent, Herr Zimmermann."
      Es war für sie immernoch eine seltsame Vorstellung den Elf als Handwerker zu betrachten. Aber es machte auf erstaunliche Weise Sinn.
      Neugierig lauschte sie seiner Beschreibung und wahrscheinlich hätte sie sich selbst im Spiegel nicht mehr erkannt.
      Viola hatte vergessen, wie ihr Gesicht ohne die prägnanten Narben aussah, welche so eng mit ihrem Antlitz und ihrer Geschichte verschmolzen waren. Obwohl sie oft darüber siniert hatte, ob das Leben nicht einfacher gewesen wäre, ohne das jeder Blick in einen Spiegel sie an die Zeichnung durch Vaeril erinnerte. Aber sie waren ein Teil von ihr und hatten ihr eine Stärke verliehen, die sie ihnen bis vor Kurzem nicht zugestanden hätte.
      Der Kuss überraschte sie. Jedoch nicht so sehr wie die flüsterten Worte. Jedem anderen hätte sie vermutlich nicht eine Silbe gelaubt.
      Das Andvari sie so einfach zum erröten brachte, nach der gestrigen Nacht...Viola kicherte amüsiert gegen seine Lippen. Sie würde sich nie an seine Komplimente gewöhnen, aber die junge Frau glaubte ihm.
      "Hm, dein Glück, dass es nur eine Illusion ist...", murmelte sie und neigte sich unbwusst leicht vor, als er sich zurückzog. Ein etwas ruppiger Stoß von Gaston hätte sie fast umgeworfen. Seufzend schob sie den Kopf des Wallachs zur Seite.
      "Schon gut, schon gut..." seufzte sie und trat um das Tier herum.
      Viola war dankbar, das Sylvar ihr den Sattel gelassen hatte. Ohne wäre sie vermutlich sofort wieder vom Pferd gefallen. Sie war noch nie ohne diese Hilfe geritten und stieg erleichtert in die Steigbügel. Unterricht hatte die junge Frau nie gehabt, bis sie ihren Dienst angetreten war und einfach ohne Umschweife auf den Rücken eines Pferdes gesetzt wurde. Es war am Anfang eine Katastrophe gewesen. Mittlerweile war sie allerdings recht sicher im Sattel. Und sie war froh darüber kein Kleid zu tragen. So war es fiel einfacher, sie auf den Pferderücken zu schwingen.
      Tief durchatmend warf sie den geflochtenen Zopf zurück, der beinahe über ihren kompletten Rücken reichte, und blickte auf das dritte Pferd. Es fehlte nur noch Sylvar.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Andvari grinste, als sie von der Illusion sprach und nickte. Ja, er war froh, dass er bald ihr ursprüngliches Gesicht sehe würde. Zwar mit den Narben, aber sie waren in seinen Augen der Kern und die Würze ihres GEsichts. Ohne sie fehlte etwas in diesen glühenden Augen. Schweigend wartete er, bis sie sich afu ihr Pferd geschwungen hatte und kam nicht umhin, imme r wieder ihre schlange und grazile Gestalt zu bewundern.
      Auf den Hintern schauen, hätten es wohl die Soldaten genannt, aber am Ende des Tages war auch er nur ein Mann. Und auch wenn er der Ritterlichkeit unterlag, so würde er nie dazu kommen, diese Frau nicht attraktiv zu finden. Seufzend führte er sein Pferd neben sie un lächelte.
      "Du siehst reisebereit aus", sagte er lächelnd. Er griff hinter sich und warf sich einen groben Umhang um die Schultern.
      Dieser bestand aus einem Wolfsfell und den Ausläufern der Lederhaut und würde schrecklich wärmen in diesen heißen Zeiten. Aber zumindest konnte er mit der anhängenden Kapuze seine Haare verdecken, die ihn allzu schnell verraten würden.
      Das dritte Pferd, ein Mischlingsblut und von rotbrauner Farbe schnaubte verärgert, als er Raum auf seinem Rücken sich krümmte und wie eine Antispirale der Leib des Erzmagiers auf dem Rücken des Pferdes erschien. Auf der Stirn des ZAuberers stand leichter Schweiß und gerade öffnete er den Mund, um etwas zu sagen, da sich das Pferd aufbäumte und ihn regelrecht wie einen Sack Kartoffeln abwarf. Krachend und schwer fiel der Zauberer zu Boden und begann augenblicklich zu fluchen.
      "Ach, du verdammte Schindmähre!", keifte er und rollte sich auf den Bauch,um sich hochzustemmen. "Du solltest das Prozedere mittlerweile kennen, du sturer Nachkomme eines Esels."
      Das Pferd sah ihn regelrecht spöttisch an und hob den schweren Schweif. Es war absehbar, was kommen sollte und Andvari hätte den Mund öffnen können, aber es war eigentlich ziemlich komisch. Just als der Zuaberer sich den Dreck von den Klamotten klopfte und den Kopf hob, blickte er in das geöffnete Rektum des Pferdes vor ihm. Ein Wind, kräftiger als die Windböe des Morgens und gezielter als ein magischer Sturm, fand den Weg in sein Gesicht, sodass es ihm die Haare verwehte.
      Ein würgendes Geräusch erreichte Andvari und Viola, während der Zauberer sich schwer auf seinen Stab stützte und murrend und knurrend wieder auf das Pferd stieg.
      "Ich mache dich zu einem Auflauf, du mieser kleiner...", murmelte er, während er neben die beiden ritt.
      "Also...Können wir? UND HÖRT AUF ZU GRINSEN!"
      Das Grinsen war schon weitaus länger fort und dem Schmunzeln gewichen das seine Gesichtsmuskeln überforderte.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola


      Die Heilerin grinste mit gesenktem Haupt und tätschelte beiläufig den Hals des Wallachs, als hätte sie die Blicke des Elfen nicht bemerkt. Dabei schien sie jedes einzelne Mal zu spüren, wenn er sie ansah. Sie fragte sie, wie lange Sylvar das Geturtel und die langen Blicke ertragen würde, bevor es ihn in den Wahnsinn trieb.
      Viola sah auf, als Andvari sich den Reiseumhang überwarf und beneidete ihn nicht um den schweren Stoff, der eindeutig zu warm war. Aber der Elf war in seiner Erscheinung zu auffällig. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass jemanden anderen mit schneeweißem Haar und Augen wie goldener Bernstein gab. Jeder würde Andvari vermutlich schon von Weitem erkennen.
      Gerade, als sie die Zügel aufgriff, weill Gaston, das verfressene Huftier, den Kopf schon wieder im saftigen Gras vergraben hatte, nahm sie eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahr. Mittlerweile war sie ein wenig sensibler für die Art und Weise, wie Sylvar sich scheinbar aus dem Nichts manifestierte. Vor allem nach der wenig erfreulichen Überraschung am Morgen.
      Viola schlug die Hand vor den Mund, um das breite Grinsen zu verbergen und wirkte dennoch für einen kleinen Moment besorgt, als der Magier wenig elegant von seinem Pferd abgeworfen wurde. Was dann passierte, sorgte dafür, dass die junge Frau in schallendes Gelächter ausbrach. Die Selbstbeherrschung, wie Andvari sie scheinbar hatte, reichte bei ihr einfach nicht aus, um das Lachen bei sich zu behalten.
      Gaston schnaubte ein wenig irritiert unter seiner Reiterin, die Ohren aufmerksam gespitzt.
      Bemüht presste Viola die Lippen aufeinander, als Sylvar endlich auf dem Rücken seines Pferdes saß und zu ihnen herüber ritt.
      Doch als er entrüstet forderte, dass sie das Grinsen einstellen sollte, verlor sie erneut die Beherrschung. Tränen glitzerten in ihren Augenwinkel und ließen die grünen Augen aufleuchten. Viola drückte eine Hand auf ihren Bauch, der von dem Lachanfall bereits schmerzte.
      "Euer Gesicht...", prustete sie, es war einfach zu köstlich mit anzusehen, und wischte sich die Tränen aus den Augen.
      Mit bebenden Händen griff sie erneut nach den Zügeln. Das Lachen verklang langsam, aber ihre Schultern bebten immer noch.
      "Also...", räusperte sie sich und blickte die Brüder an. "Von mir aus kann es losgehen."
      Sie lächelte Andvari an und versuchte nicht an die Steine zu denken, die man ihnen in den Weg legen würde.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari und Sylvar

      Vier Tage ritten sie durch die gewundenen Pfade der Wälder und der Steppen rund um die Gebirgskette. Der Weg durch das Tal und damit der direkte Weg nach Telerin war ihnen nicht zugänglich, da Sylvar dort die Häscher Faolans vermutete, die vermutlich vereits das Haus erreicht oder zumindest dieses im Sinne hatten. Also entschieden sie, die Wege abseits der großen Handelsstraßen zu nutzen, die zwar weniger begehbar, aber dafür sicherer erschienen. Auf ihren Reisen sahen sie verschiedene Arten von Wälder, die wundersamer erschienen, je näher sie der Stadt Telerin kamen. Die Bäume färbten sich von grün zu eher golden und selbst die Stämme wirkten wie bearbeitetes, lackiertes Holz. Als könnte man aus den Stämmen direkt Möbel schreinern, ohne diese vorher zu behandeln. Andvari betrachtete diese recht interessiert für eine Weile, als sie einmal Rast machten, wurde aber von Sylvar schnell wieder auf den Pfad der Tugend zurückgeholt. Die Nächte verbrachte der Elf an Violas Seite und rückte nicht einmal während wärmerer Episoden von ihrer Seite ab. Es war kein Besitztum, das er anstrebte, aber die feste Überzeugung, dass er diese Frau beschützen würde. Und sei es mit seinem Leben.
      Am vierten Tage schließlich erreichten sie am späten Nachmittag einen Ausläufer des Waldes und vor ihnen türmte sich Telerin auf.
      Die Stadt türmte sich auf gewaltigen Baumwipfeln auf und wand sich bis zum Boden herab. Am Boden befanden sich meist die EIngänge zu den Gebäuden, die sich an den Baumstämmen hinauf in den Himmel wanden. Die Bauten waren einzigartig in der Elfenwelt und die Häuser durch verschiedene Luftbrücken miteinander verbunden. Die Wände und Straßen bestanden aus einem weißen, polierten Stein, den man extra aus den Kalkbergen bringen ließ, wo Zwerge ihn abbauen mussten, da Elfenhände nicht so gezielt einen Hammer schwingen konnten. Türme über Türme ragten aus den goldgrünen Baumwipfeln hervor, die stetig im Winde des gigantischen Wasserfalls wehten, der im Hintergrund in die Tiefe schoss. Es war, als sei die Stadt auf fliegenden Bäumen erbaut worden, wobei man nach Sylvars Erzählungen den Wasserfall künstlich durch die Stadt hatte laufen lassen. Erdlöcher und Gänge verhinderten eine Überschwemmung auf geschickte Weise und ließen die Flora un Fauna zu beiden Seiten des Weges regelrecht üppig blühen.
      Und dennoch - aller Schönheit und wahrhaftigen Zauberhaftigkeit zum Trotze - galt diese Stadt als Sündenpfuhl unter den Städten. Als sie in dei Stadt einritten, bemerkte Andvari Bordell um Bordell, die sich aneinander reihten. Eine Spielbank für Elfen, in der man hart verdientes Geld verspielen konnte, befand sich ebenso hier. Überall am düsteren Baumboden brannten bereits die Fackeln, während die oberen Türme noch im Licht der Abendsonne lagen. Es war eine Stadt im Wechselspiel zwischen Licht und Schatten.
      "WIllkommen im Reich der Sünde"; murmelte Sylvar. "Haltet Eure Hände bei euch...Will nicht, dass man euch hier den Monstern zum Frass vorwirft..."


      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Telerin war ein prachtvoller Anblick, als sich die Stadt endlich vor ihnen aufragte und sich die weißen Türme in den Himmel schraubten.
      Viola wunderte sich ein wenig darüber, mit wie viel Staunen sie noch immer die Bauwerke und Architektur des elfischen Volkes betrachten konnte. Die Stadt thronte an einem gewaltigen Wasserfall und hätte einem der zahlreichen Märchen ihrer Mutter entspringen können, deren Fantasie grenzenlos gewesen war. Es war auch hier beeindruckend, wie sich die Bauwerke in einzigartiger Weise mit der Flora und Fauna arrangierten und so einen Ort erschufen, wie es sich kein Maler in den Königreichen der Menschen auch nur in den entferntesten Träumen vorstellen konnte.
      Der Weg nach Telerin war länger gewesen, als die Heilerin vermutet hatte. Vorsicht war dennoch das höchste Gebot gewesen, um nicht unfreiwllig in die Hände feindlicher Truppen zu fallen oder von ihren Verfolgern eingeholt zu werden. Und Viola machte sich keine Illusionen. Der Zeitpunkt würde kommen, an denen die Häscher ihnen gefährlich nahe kamen. Nach vier Tagen auf verschlungenen und beschwerlichen Wegen atmete Viola tief durch und ließ den Blick über die hohen Baumwipfel schweifen, die im Licht in allen Facetten von Gold- und Grüntönen schimmerte. Obwohl Viola lange Ritte und Wege gewohnt war, war die Aussicht bald wieder für längere Zeit festen Boden unter den Füßen zu haben eine ersehnte Vorstellung. Bei jeder Rast hatte die junge Frau Andvari gebeten, ihr den Umgang mit dem Schwert näher zu bringen. Und es war wesentlich schwerer, als sich in den Gefilden des Magiers mit der Magie bekannt zu machen. Dort hatte sie Ruhe gehabt, war ungestört gewesen, aber mit der drohenden Gefahr im Nacken, zerrte es an ihren Nerven. Umso mehr hatte sie die Nächte an der Seite des Elfen genossen und sich nur allzu gern in seine schützenden Arme begeben. Anders hätte sie es eh nicht haben wollen.
      Ihr Blick schweifte über den Schein der Fackeln hinweg, die brannten, obwohl hoch oben noch ein wenig Tageslicht durch die Wipfel schien. Dennoch berührte kaum ein Lichtstrahl der untergehenden Sonne den Boden Telerins. Was sie endeckte, unterschied sich nicht sonderlich von den einigen Städen der Menschen. Freudenhäuser und Glückspiele reihten sich hier fließen aneinander.
      Neugierige Blicke folgten den Neuankömmlingen und Viola brachte ein paar Augenblicke, um sich daran zu erinnern, dass sie den Kopf nicht in einem fruchtlosen Versuch der Tarnung zwischen ihre Schultern ziehen musste. Sie viel nur durch die Tatsache auf, dass sie von den Brüdern flankiert wurde. Interessiert konzentrierte sie sich auf die Ausführungen des Magiers und reckte dann und wann mit neugierigem Blick das Kinn. Der Wallach blieb die ganze Zeit nach an der Flanke von Andvaris Pferd.
      "Das...", setzte sie an und blickte sich um. "...ist ein erschreckend vertrauter Anblick. Allerdings sind die Straßen in meinen Erinnerungen wesentlich dreckiger..."

      Verborgen im Schatten...

      Tief verborgen im Schattenspiel der Fackeln, die die Wege säumten, ragte eine hochgewachsene Gestalt auf. Das Gesicht unter einer schweren Kapuze verborgen, so dass nur das spitze Kinn und die scharf geschnittenen Wangenknochen im Schein der Fallem zu erkennen waren. Der Blick haftete auf dem schmalen Rücken einer Reiterin auf einem stämmigen, braunen Reittier. Einen kurzen Augenblick lang hatte der Elf einen Blick auf leuchtende Augen werfen können. Grüne Augen die einst voller Terror zu ihm aufgeblickt hatten.
      Sieh an, mein kleines, rotes Vögelchen...
      Die schmalen Lippen verzogen sich zu einem schiefen Grinsen voller Bosheit. Das Gesicht mochte sich verändert haben, aber auch die falschen Elfenohren und die mangelnde Existenz seines Kunstwerkes auf ihrer Haut, konnte ihn nicht täuschen.
      Diese Augen hätte er unter Hunderten erkannt. Ein erfreulicher Zufall es war, das gerade dieses Menschenkind in ihre Lande gestolpert war.
      Flieg noch ein wenig, kleines Rotkehlchen. Wie heißt es: Auge um Auge.
      Vaeril Baumschatten sank tiefer in die Dunkelheit in seinem Rücken.
      Seine Zeit würde kommen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Telerin und die Elfen

      Als hätte die Stadt auf ihr Kommando gewartet, erschallte sogleich sus dem Nichts heraus eine gewaltige Geräuschkulisse als eine Tür geöffnet wurde. Ein stumpfer, warmer Lichtkegel wurde auf die Steinstraße vor ihnen geworfen und die Schatten von einigen Dutzend Elfen zeichneten sich im Gegenlicht ab. Stimmengewirr und Musik verschiedenster Instrumente drang an die Ohren der Reisenden, von denen zumindest Sylvar und Andvari zusammenzuckten und wachsam einen Blick auf die Neuankömmlinge warfen.
      Doch aller Hoffnung zum Trotz erkannten sie nicht die vertraute Gestalt der gesuchten Elfe, sondern vielmehr einen Haufen männlicher Elfen, die sturzbetrunken aus einer Taverne - wie es den Anschein machte - getreten wurden. Schwankend und sich selbst im Arm haltend torkelten die drei Elfen auf den Hauptpfad der Stadt und begannen lautstark ihren Unmut kund zu tun. Sie trugen allesamt schlecht sitzende Wämse und gleichfarbene Hosen. Selbst ihre Haare erschienen von dem gleichen strohblond, das unter Elfen recht verbreitet war. Ihre Stimmen jedoch hatten keine Ähnlichkeit mehr mit der Anmut des Elfenvolkes.
      In dem aufkommenden Dämmerlicht der Nacht trat ein Zwerg aus dem Schatten der Taverne und stellte sich in die Tür.
      "Ick ha' euch jesacht, et jibt keen Rabbat hia!", zeterte die kleine Gestalt mit dem rauschenden, braunen Bart. Seine Augen fixierten die drei Betrunkenen und er schüttelte den Kopf. "Also wirklich, keene Ehre und keene Ruhe mea hia. Janz furch'ba wenn'a mich fracht."
      Anschließend blickte der Zwerg mit dem Zottelbart und dem dazu passenden wirren braunen Haar zu ihrer Reisegruppe. Er hatte die wuchtigen Arme vor der breiten Brust verschränkt und der Geruch von Schweiß und vergorenem Fisch breitete sich in der Gasse aus.
      "Guten Abend, Herr Zwerg", begann Sylvar freudnlich,w ährend er sich leicht herabbeugte. "Wir suchen eine Freundin und wüssten gern, wo wir sie finden könnten?"
      "Wat is?", fragte er und pulte sich mit dem kleinen Finger im Ohr, als höäre er schlecht. "Ick hör schlecht, wissta? Det is wie die kleenen Raupen, die sich imma de Ohr'n verpicken..."
      "Bitte was?", fragte Sylvar und schüttelte den Kopf. Andvari befürchtte erneut füchterliches und ritt an die Seite des Zauberers. "Wir suchen eine Elfe", donnerte er mit tiefer Stimme.
      "Un' ick such meene Ehefrau. Habta se jeseh'n? Hat'n Bart und stinkt 'n bisschen."
      "Ihr seid wirklich ufnreudnlich, Herr Zwerg", sagte Sylvar.
      "Un' du bis' hässlich wie mein Omma sein Hintern, wenn de dit verstehs', wa?"
      "Gott, ich hasse Zwerge"; flüsterte Sylvar und sah die beiden anderen an. "Vielleicht versuchen wir es bei einem Bordell? Farryn ist nicht wählerisch..."
      "Momentch'n", rief der Zwerg, ehe Andvari nicken konnte. "Habt'a grad Farryn jesacht? Die is' jestan mit den Wach'n abjeführt worden, wa?"

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Ja, es gab Dinge, die scheinbar überall einem ähnliches Muster folgten. So auch die drei offensichtlich betrunkenen Elfen, die lautstark gröhlend von Dannen zogen und einen mürrischen wirkenden Zwerg an der Tür zurückließen. Viola zog eine Augenbraue skeptisch nach oben und blickte dem schwankenden Trio hinter. Allein beim Anblick des Ganges wurde sie auf dem Rücken des Wallachs schon seekrank. Bei dem Tempo und andauernden Vor und Zurück, würde es wohl ein langer Heimweg werden. Die junge Heilerin hatte das Volk der Elfen bereits als grausam und blutrünstig, aber auch als anmutig und edel kennen gelernt. Das hier, warf ein neues aber auch ernüchterndes Bild auf das große Ganze. Scheinbar konnte nicht jeder eine Zierde seines Volkes sein.
      Mit einem sanften Zug an den Zügel führte Viola ihr Pferd den Elfen hinterher und hatte ein wenig Mühe mit dem schweren und gewöhnungsbedürftigen Dialekt mitzuhalten. Die Sprache beherrschte sie noch nicht allzulange und der brummige Zwerg machte es ihr da nicht einfacher. Konzentiert zogen sich ihre Augenbrauen zusammen, als würde sie eine völlig fremde Spache hören.
      Sylvar verzweifelte und auf der anderen Seite wurde Andvari immer ungeduldiger. Aber bei der Erwähnung der gesuchten Elfe schien er doch hellhörig zu werden. Und was er sagte, war nicht gerade das, was sich die Heilerin erhofft hatte.
      "Von den Wachen?", schaltete sich nun auch Viola dazwischen und sprach beinahe völlig Akzentfrei, auch wenn sie die Silben dabei ein wenig schleppend formte. Andererseits glaubte sie nicht daran, dass schon viele Elfen oder auch Zwerge jemals einer Frau aus dem Volk der Menschen begegnet waren, die die Sprache der Elfen überhaupt beherrschte. Dementsprechend war die Angst, ihre Ausprache könnte sie verraten, relativ gerring.
      Vermutlich brachte sie weder die energische Art des Weißhaarigen noch Sylvar mit seiner Abneigung die Gefährten bei dem Zwerg irgendwie weiter. Seufzend lenkte sie den Wallach ein wenig näher. Der Geruch war zwar beißend und alles andere als angenehm.
      "Herr Zwerg, ich entschuldige mich für meine unhöflichen Begleiter.", begann sie mit einem strahlenden Lächeln und sah zu ihm hinab. "Aber mir scheint, dass Euren Augen nicht viel entgeht. Bestimmt ist eurer Aufmerksamkeit nicht entgangen, was sich zugetragen hat. Würdet ihr mir verraten, was mit Farryn geschehen ist?"
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari und der Rest vom Schützenfest

      Andvari verzog unter der Kapuze das Gesicht, als der Zwerg ein wenig vorlaut wurde. Sicherlich war er der Herr der Taverne, wie es aussah, aber dennoch musste man nicht derartig unfreundlich sein. Auf der anderen Seite war diese Stadt bekannt dafür. Bekannt als Reich der Sünde und des Müßiggangs, wo selbst die Fürsten der Stadt beinahe jede Woche wechselten, weil es keiner lange genug aushielt, diesen Moloch zu regieren. er blickte den drei schwankenden Elfen hinterher und seufzte, während Sylvar sich zu streiten begann. Sicherlich machte es Sinn, einen Zwerg nach der Freundin zu fragen, aber mehr als das war er scheinbar nicht willens, auch nur ein Wort mehr zu sprechen, als er sollte.
      Doch ehe sie ihren Ritt in Richtung eines Bordells antreten konnten, beschloss Viola, sich einzuschalten. Und innerlich flutete ihn eine Welle des Stolzes, dass die Frau seines Herzens eine Fremde sprache so einwandfrei aussprechen konnte. Dort war nicht eine Silbe falsch betont und kein Wortfehler. Wenn er bedachte, wie es angefangen hatte...
      Gut, ihre Schwertkunst konnte nach so kurzer Zeit noch nicht allzu gut sein,aber selbst da machte sie gravierende Fortschritte, sodass er beinahe grinsen musste, als der Zwerg näher an ihre Pferde trat.
      "Seht'a? Die Frau kann dit! Die is offenba jebildet, wa? Also pass uff, schöne Frau. Icke hier, ick stand anna Tür und hab meen Taachwerk jemacht, weeßte? Un' da ham' se die lejendäre Säuferin abjeführt. Ham se wie nen nassen Sack durch die Straße jekarrt und irjenwie versucht mit ihr zu redn. Da kam aber nüscht. vermutlich bewusstlos, verstehta?"
      "Und was davor?", fragte jetzt Andvari, währnend sich Sylvar bereits zurückzog.
      "Keen Ahnung. Gerücht besajen, sie hat den Fürsten zusammenjehaun, wa?"
      "Den Fürsten?"
      "Ja, wenn ick ich et euch doch sach!"
      Den Fürsten in einen Kampf verwickelt und vermutlich gewonnen. Es klang nach ihr auch wenn Andvari zugeben musste, dass er sich ein anderes Auskommen wünschte...

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Viola ließ sich die Überraschung nicht anmerken, dass der mürrische Zwerg offenbar mehr davon angetan war, ihr zu antworten. Scheinbar wirkte ein charmantes Lächeln auch bei den Raubeinen dieses Völkchens. Seufzend warf die Heilerin den geflochtenen Zopf über ihre Schulter. Die Erzählung des Zwerges klang äußerst beunruhigt und machte es ihnen nicht einfacher. Es klang nach einem größeren Problem, dass sie Zeit kostete, die die Gefährten nicht hatten. Je länger sie sich in dem sündigen Gassen Telerins aufhielten, umso näher rückten ihre Häscher.
      Alarmiert sah Viola aus dem Augenwinkel zu dem weißhaarigen Elf herüber.
      Was machen wir jetzt?, formte sie stumm die Silben und wandte sich wieder lächelnd an den Zwerg .
      Da sich die Gerüchte über ihre Suche nach den Schwertern bereits verbreiteten und Farryn ihrem legendären Ruf wohl gerecht wurde, fürchtete die junge Frau bereits, dass man ihnen näher auf den Spuren war, als angenommen. Faolan und seine Männer waren sicherlich nicht dumm. Wenn es sich herumgesprochen hatte, dass Farryn hier in Ärger verstrickt war, würde sich das rumsprechen. Die beinahe unmittelbare Nähe zu ihrem Zufluchtsort, machte Telerin zur sinnvollsten Wahl ihre Suche zu beginnen.
      „Habt recht herzlichen Dank, Herr Zwerg. Eines vielleicht noch…“, fügte Viola hinzu. „Ihr habt doch sicherlich eine Ahnung, wohin Farryn gebracht wurde, nicht wahr?“
      Wer wusste schon, was mit der Elfe passiert war? Viola vermutete, dass die Gesetzgebung sich hier recht fließend und flexibel gestaltete. Falls ihnen überhaupt Beachtung geschenkt wurde.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari und der faltige Zauberer

      Andvari nickte ihr zu als Zeichen,d ass er ihre Silben verstanden hatte. Jedoch war die Frage gut. Zu gut fast. Zunächst mussten sie in Erfahrunng bringen, in welche Jauchegrube sich Farryn Iarpetor sich mal wieder manövriert hatte, ehe sie wirkliche MAßnahmen ergreifen konnten.
      Als Viola ihre letzte Frage an den Zwerg stellte, blickte Andvari zu Sylvar und nickte. Selbst dieser hatte verstanden. Es wüde nicht so einfach werden, die Elfe aus den Fängen von Wachen zu befreien. Zumindest nicht, ohne Aufsehen zu erregen. Und erneut wünschte sich Andvari Lhoris an seine Seite, der bestimmt eine Lösung für all das gehabt hätte. Er kannte nur einen Weg. Hinein und versuchen, so schnell wie möglich wieder heraus zu kommen.
      "Na, dit kann ick euch nüsch sagen, wa? Die Wachen ham'se kassiat und sin' dann mit ab durch de Mitte, wa? Richtung Knast würd ick sagen, wa?"
      "Und wo ist dieser Kerker?", fragte Andvari und kam näher, sodass seine bernsteinaugen aus dem Dämmerlicht der Kapuze stachen. Wie zwei Fackeln in der Dunkelheit blickten sie auf den Zwerg hinab, der kurz zusammenzuckte.
      "Heilije Makrele, wat habt Ihr denn im Jesicht??", rief dieser aus und räusperte sich sogleich. "Der Kast is' ind en oberen Ebenen, wa? In der Nähe des Fürstenpalastes."
      Andvari nickte und wandte sich schnell wieder ab, während Sylvar sich nochmals vorbeugte.
      "Und können wir hier irgendwo nächtigen?", fragte er ungeduldig, während sein Pferd vor und zurück trippelte.
      "Könnt'a wohl, wa! Gleich die Straße runta, da is' ne alte Kaschemme. Die alte Henrietta macht imma Sonderpreise, wenn'a versteht?"

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Der Vorstellung einer Rettungsaktion aus einem finsteren Kerker weckte unangenehme Erinnerung. Viola verzog mit grimmiger Miene das Gesicht, ein Ausdruck so fremd auf ihren sanften Zügen.
      Der erschrocken Ausruf des Zwerges holte sie zurück auf den Rücken ihres Pferdes. Eingeschüchtert schien der Zwerg sich binnen Sekunden zu besinnen. Andvari verlangte mit seiner bloßen Anwesenheit jedem den nötigen Respekt ab. Selbst einem vorlauten Vertreter des Zwergenvolkes. Möglichst unauffällig sah Viola sich um, ob andere Fremde oder Passanten aufmerksam geworden waren. Aber da war niemand in ihrer Nähe. Das Gefühl, beobachtet zu werden, hielt sich wie ein paar eiskalte Finger in ihrem Nacken.
      Mit einem letzten, dankenden Nicken führte die Heilerin ihren Wallach etwas auf die Straße zurück. Geduldig wartete sie auf die Brüder und ließ die Schultern ein wenig im Sattel hängen. Mit zwei Fingern fasste sie sich seufzend an die Nasenwurzel. Der braune Wallach unter ihr schnaubte ungeduldig und starrte mit dem Hufen. Die betrunkenen und gröhlenden Passanten, machten ihn unruhig. Oder er ließ sich von seinem Artgenossen anstecken.
      "Bitte sagt mir dass Ihr einen Plan habt, Sylvar." Sprach sie wenig hoffnungsvoll und blickte dann zu Andvari. Ratlosigkeit stand in dem bernsteinfarbenen Augen. Vielleicht war es sinnvoll dem fragwürdigen Tipp des Zwerges zu folgen und sich erst einmal in eine Unterkunft zurückzuziehen. Blindes Vorgehen wäre katastrophal. Viola war verwundert über die eigene Nüchternheit.
      Obwohl sie die Aussicht auf ein vermutlich mit Wanzen verseuchtes Nachtquartier nicht gerade lockte. Eine weitere Nacht unter freiem Himmel klang dagegen schon einladend.
      "Also," murmelte sie. " Statten wir besagter Henrietta einen Besuch ab?"
      Skeptisch zog sie die Augenbraue hoch. Allerdings würden ein paar Reisende mehr in einer zwielichtigen Spilunke nicht auffallen. Wählerisch zu sein konnte sich gerade keiner von ihnen leisten.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Andvari nickte Sylvar nach Auskunft des ZWerges zu. Erneut hallten Rufe und geschrei durch die Straßen, die sich nunmehr mehr und mehr zu beleben schienen. Wie aus dem Nichts kamen die Nachtwanderer, Säufer und Tunichtgute, die ihre Nächte in den Spelunken verbrachten oder Schmerzhaftes vergessen wollten, aus den Kaschemmen und Tavernen und suchten die Betten der Nacht auf. Die einne stürmten in die Bordelle, die sich rund um sie befanden und wieder andere suchten ihr Heil im heimischen Ehebett. Ob die Frauen ihre Männer derart in Stimmung in Emfpang nahmen, blieb ein Geheimnis des Schicksals, das Andvari nicht herausfinden wollte.
      Er seufzte und sah zu Sylvar, wärhend er anschließend Viola ansah.
      "Ja", bestätigte er. "Wir solltn Henrietta einen Besuch abstatten."
      "Und einen PLan...Habe ich nicht", murmelte Sylvar bedenklich besonnen und grimmig.
      Gemeinsam bedankten sie sich beim Zwerg und leiteten ihre Pferde, die nun ob des stetig höher werdenden Lautstärkepegels unruhiger wurden, die Straße hinab. Sicherheitshalber reitete Andvari in Violas Rücken, während Sylvar die Vorhut übernahm. Den Zauberstab hatte er wie einen Stecken in eine Haltung am Sattel versenkt und hielt ihn einer Laterne gleich aufrecht, wähernd sie an diversen Einrichtungen vorbei schritten und hier und dort einen Blick in die beleuchteten Fenster werfen konnten. Drinnen tobte das Leben Telerins, mit Liedern und derartigen VErgnügugnen, die das Fleische einem Mann oder einer Frau offenbarte. Kein Wunder, das sich Farryn hier wohl fühlte.
      An einem weiteren Baum kamen sie zum stehen und banden die Pferde dort an die Halterungen, die herfür vorgesehen waren. Schwer behangen mit Umhängen traten sie sodann in ein Etabilissement ein, das am Fuß eines Baumes lag. Das Haus zog sich entlang des Stammes in die Höhe und besaß ein hölzernes Schild üebr dem ebenso hölzernen und verwitterten Eingang: "Zum gewürgten Bengel", las Andvari und brummte.
      "Einladend, nicht wahr?", murmelte er und öffnete die Tür, aus der Musik und Stimmengewirr ihnen entgegen traten. "Wollen wir"?

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Trunkenbolde und Unruhestifter fluteten die gewundene Straße. Obwohl die Mehrheit kaum noch geradeaus sehen konnte, machten die Meisten in ihrem fraglichen Zustand einen großen Bogen um die Pferde. Selbst ein Elf, der zu tief in seinen Krug geschaut hatte, wusste noch, dass der Tritt eines Huftieres gerne gebrochene Knochen nach sich zog. Der braune Wallach legte warnend die Ohren an, blieb ansonsten aber brav.
      Die Heilerin hielt den Blick nach vorn auf den Rücken Sylvars gerichtet. Telerin mit all seinem bunten Treiben, konnte ihre Augen nicht locken. Verlegenheit war es nicht, aber dennoch war die Stadt kein Ort, an dem sie gerne sein wollte.
      Die Worte des Magiers waren wenig aufbauend, so dass Viola schließlich seufzend Gaston an seinem Platz fest band. Ihre große Rede über Zuversicht und ein gutes Gelingen, schien gerade beinahe lächerlich. Sie tätschelte noch einmal den Wallach zwischen den Ohren und folgte dann dicht hinter Andvari.
      "Ganz reizend...", murmelte sie gedämpft, während sie das verwitterte Schild betrachtete, das offensichtlich schon bessere Tage gesehen hatte. Nickend betrat sie das Haus am Fuße des Baumes.
      Musik in fremden Tönen, ein Instrument war definitiv verstimmt, erfüllte den Raum und erdrückt fast das summende Durcheinander der Stimmen. Dunstartige Rauchschwaden waberten durch den kleinen Raum. Der Geruch süßer Kräuter lag in der Luft und verklebt ihr fast die Nase. Definitiv kein gewöhnlicher Tabak, der an einem runden Tisch, gefertigt aus einem Baumstumpf, seine Quelle hatte. Tief hatten sich zwielichtige Gestalten über ein ihr unbekanntes Brettspiel gebeugt.
      Die Heilerin zuckte zusammen, als ein Elf mit grauen Strähnen in seinem braunen Haar, fluchend das Brett samt Steine vom Tisch fegte. Ganz offensichtlich war er mit dem Ausgang nicht zufrieden.
      Viola schloss die Hand um Andvaris Ellenbogen und rückte an seine Seite.
      Nur kurz hatte man den neuen Gästen eines Blickes gewürdigt, ehe sich Spieler ihrem Spiel und Trinker sich wieder ihren Kragen zuwandten.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari

      Die beiden Elfen betraten schweigend den Schankraum,d er sie mit den Düften von Mangilan-Kräutern empfing. Sie hatten berauschende und betäubende Wirkung. Gleichsam dem Opium der Menschen, jedoch nur wesentlich besser verträglich. Sylvar bedeckte sein Haupt mit einer weißlichen Kapuze und stocherte mit dem Stock voran, wobei er Speisereste und umgekippte Krüge zur Seite schob, um sich einen Weg zur Theke zu bahnen, die von einer stämmigen, rundlichen Elfe bedient wurde. Ihre Schultern waren beinahe so breit wie Andvaris obgleich ihe Gestalt gedrungen schien und nur knapp über violas Höhe hinaus ragte.
      Die Musik zu ihrer Linken wurde auf einer Laute gespielt, die bessere Tage gesehen hatte. Hier fanden sich nur noch drei Saiten und eine ebenso schlimme Sängerstimme wieder, die von Sehnsucht und den alten Tagen sang. Sehnsucht und Rausch. Eine schlechte Kombination mit Erinnerung.
      Andvari drückte Violas Arm an sich und ührte sie ebenfalls zur Theke, wo die Dame bereits die NEuankömmlinge.
      "Guten Abend", begrüßte sie Sylvar lächelnd und zog die Kapuze vom HAupt.
      "Sylvar vom Rabenstein!", rief Henrietta aus und eilte sogleich hinter der Theke hervor.
      Sie trug ein schweres Kleid aus grobem Leinen, das vor Fettflecken und Bierresten nur so stach. Ihr Geruch war auch nicht als angenehm warzunehmen und als sie an Andvari und Viola vorbei schlenderte, bemerkte der Elf etwas bewegliches in ihrer hochtüpierten Lockenfrisur und schluckte. Das konnte ja was werden...
      "An meinen Busen, du alter Nuttenpreller!", rief sie in nicht unbeträchtlicher Lautstärke und riss den Erzmagier beinahe an sich, sodass dieser quiekend in einer Umarmung gehalten wurde. "Hast dich ja lang nicht sehen lassen!"
      "Ist...lange her...", keuchte er und versuchte sich zu befreien.
      "Aber wirklich!", sagte sie und ließ ihn hinab. "Du siehst alt aus! Hast wieder deine Kräuter nicht genommen, was?"
      "Nein, leider nicht...Henrietta, das sind meine Freunde. Wir...Wir suchen ein Zimemr für die Nacht."
      Henrietta betrachtete die übrigen beiden mit argwöhnischem Blick,ehe sie freundlich lächelte.
      "Sollte möglich sein! Drei Zimmer?"
      "Zwei", sagte Andvari wie aus der Pistole geschossen.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Viola meinte zu sehen, wie die Füße des Elfenmagiers sich ein paar Zentimeter vom Boden abhoben als die Schankdame, offenbar die gesuchte Henrietta, ihn in eine feste und herzliche Umarmung zog. Die Begeisterung Sylvars darüber hielt sich allerdings in Grenzen. Neugierig beobachtete die Heilerin das Schauspiel. Ein Grinsen zuckte an ihren Mundwinkeln, aber Viola hielt sich zurück. Offensichtlich kannten die beiden sich, dabei hatte der Elf sich zuvor gar nichts anmerken lassen und auch keinen Protest eingelegt. Welche Geschichte sich hier wohl verbarg?
      Sanft drückte sie Andvaris Arm, um ihm stumm mitzuteilen, dass alles in Ordnung war. Die letzten Wochen waren überwiegend von harmonischer Stille geprägt gewesen, dass die Heilerin beinahe vergessen hatte, wie sich das pulsierende, echte Leben anfühlte. Sie hatte sich lediglich erschrocken.
      Auch Henrietta erfüllte nicht das Bild einer eleganten, grazilen Elfe wie sie in manch verbotenen Liedern der Barden in Bourgone besungen wurden. Verführerinnen von mystischer und unwiderstehlicher Schönheit. Wahrscheinlich würde Henrietta einige Künstlerträume über Bord werfen. Aber sie schien eine herzliche Natur zu haben und das reichte für den Augenblick.
      Die junge Frau versuchte unter dem Blick der resoluten Elfe nicht zu verunsichert zu wirken. Allerdings nahm Andvaris übereifrige Antwort die Anspannung sofort von ihren Schultern. Hoffentlich wirkte sie nicht zu amüsiert darüber. Als seine Eheweib war es nur selbstverständlich, auch wenn es nur ein falscher Titel war unter dem sie sich verbarg. Und es vertrieb die winzige Sorge, trotz allem was gesagt wurde, dass der Weißhaarige es sich letztendlich doch anders überlegt hatte.
      Ganz von allein tasteten sich ihre Finger seinen Arm hinab und schloss sich um seine Hand.
      "Zwei Zimmer wären wunderbar.", fügte sie mit einem sanften Lächeln hinzu, um Andvari zu bestätigen, dass sie damit einverstanden war und vielleicht auch um seine eilige Antwort etwas höflicher zu gestalten.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Andvari, Henrietta und ich weiß nicht wie viele NPCs noch

      "Wohlan denn...ZWei sollen es also sein", flötete die Elfendame und eilte hinter den Tresen, während Andvari Violas Arm sanft drückte und die verschlungenen Hände genoß, die sich auf seiner Hüfthöhe befanden.
      Ehemann und Eheweib. Es war so einfach. Es brauchte nur eine List, damit sie selbst in Zeiten des geheimen Reisen ein wenig Zweisamkeit genießen konnten. Erstaunlich, was alles möglich war.
      Henrietta kam, nachdem Sylvar sich wieder zu ihnen gesellt hatte (merklich ergraut im Gesicht), hinter dem Tresen hervor und drückte Andvari den ersten Schlüssel aus weißem Knochen und Sylvar den zweiten Schlüssel in die Hand,
      "Zimmer sieben und ZImmer neun sind die Euren!", sagte sie grinsend und blickte erst Andvari, dann aber Sylvar. "Sag,...Schaut dieser Elf immer so, als würde er seine Mitelfen töten wollen?"
      "Berufskrankheit", muremlte Sylvar, der den Schlüssel bereits in der Tasche verstaute.
      "Oh wirklich? Welchem Handwerk geht Ihr nach, Fremder?"
      "Zimmermann", murmelte Andvari und sah wütend zum Magier, der den Kopf wegduckte. "Ihc bin Zimmermann."
      "Wirklich! Dann werdet Ihr hier genügend Arbeit finden, Herr..."
      Sie zog die Augenbrauen hinauf, in Erwartung eines NAmens, den sie einschreiben konnte und Andvari zögerte. Es war nicht gut, seinen wahren Namen zu nennen, aber Lügen war nicht seine Spezialität. Einen Moment lang konnte man unter der Kapuze im Widerschein der spärlichen Beleuchtung des Raumes eine leichte Röte auf seinen Wangen sehen, ehe Sylvar das Wort an sich nahm:
      "Hengest", sagte er grinsend. "Sein NAme ist Hengest. Und sein Weib..."
      Er sah erwartungsfroh zu Viola. Es geziemte sich nicht, einer Dame einen NAmen aufzubürden.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell