Der Mann schien an eine Hinterlist zu glauben, in die Renera ihn hineinzwängen wollte, während sie seinen Schlägen auswich und keine eigene Offensive startete. Aber er wollte ihr auch nicht den Rücken zukehren und es frustrierte ihn merklich, sich mit ihr abgeben zu müssen, während sein eigenes Ziel immer noch am Leben war. Er knurrte auf, als er ihr einen weiteren Schlag verpassen wollte, den sie im Kreuzschlag abwehrte, der aber tatsächlich kräftig genug war, um ihr beinahe die Schwerter auseinander zu drücken. Sie würde vorsichtiger sein müssen.
Zum Glück kam Aradan gerade zur rechten Zeit. Er nutzte den kurzen Moment, in dem sich die Waffen der beiden Kämpfenden trennten, um hervorzuspringen und den Mann mit einem gezielten Tritt zu Boden zu befördern. Dabei saß der Tritt wohl etwas zu gut - oder war es die fast unmenschliche Stärke, die Aradan in einen einzigen Tritt steckte? Renera glaubte eigentlich an die Unmöglichkeit dieses Manövers, als sie beobachten konnte, wie der Mann dadurch regelrecht zusammenklappte und auf seine gelähmten Beine fiel. Renera wich zurück, als sie der Kälteschauer überfiel, gefolgt von dem dumpfen Gefühl, das der erbärmliche Schrei des Mannes hervorrief. Sie wollte sich eigentlich noch mit der Unmöglichkeit dieses Tritts beschäftigen, aber der Schrei hallte in ihren Gedanken wieder und machte es schwer einen Gedanken zu formulieren. Sie erbebte und wandte sich ab, als Aradan den Kopf des Mannes in beide Hände nahm und kurz darauf das Schreien abbrach. Er kämpfte mit der Skrupellosigkeit eines Mörders - hatte er ihr vielleicht doch nicht alles über seine Vergangenheit verraten? Sie bemühte sich, sich auf die jetzige Situation zu konzentrieren und beförderte ihre Schwerter mit einigen Anläufen zurück in ihren Gürtel. Ihre Hände zitterten schon zu stark, um ihr noch von Nutzen zu sein.
Der einzelne Mann hatte sich gegen den anderen bewährt, doch mittlerweile schien ihn langsam die Kraft zu verlassen. Blutverlust, dazu auch noch der Bolzen im Bein - es war schon verwunderlich, dass er überhaupt noch stand. Sein Angreifer ließ sich von Aradan ablenken und der Mann machte einen Schritt rückwärts, wohl erleichtert um die kurze Pause, schwankte und brach schließlich zusammen. Renera lief zu ihm hinüber, begleitet von dem grausigen Schmerzensschrei des Verstorbenen, und kniete sich neben ihm hin. Der Mann war noch bei Bewusstsein und so gut drauf, um sie mit einem finsteren Blick zu betrachten und sein Schwert auf sie zu richten. Da hob sie abwehrend die zitternden Hände.
Neben ihnen tauschte Aradan einige Worte mit dem Angreifer, doch es schien nicht so, als würden sie gut miteinander auskommen. Renera bekam entfernt mit, wie sich Aradan ergeben wollte - die Angst in seiner Stimme war doch tatsächlich echt - aber kurz darauf fiel der andere zu Boden. Renera sah zu ihnen hinüber. Aradan kniete sich gerade herunter und fing damit an ihn zu würgen. Es war kein schöner Anblick, besonders nachdem der Mann so verzweifelt mit den Armen rang, doch besonders furchteinflößend war dabei Aradans berechnender Ausdruck. Er hatte eine Miene so kalt wie Stein und plötzlich war Renera sich sicher, dass er nicht untertrieben hatte, als er ihr im Zelt erzählt hatte, dass er vor nichts zurückschrecken würde. Er meinte damit, buchstäblich, dass er vor nichts zurückschrecken würde. Er hatte den Blick eines Soldaten, der seine Seele auf dem Schlachtfeld zurückgelassen hatte.
Renera wandte sich von dem Verwundetem ab, schoss nach vorne und hätte sich beinahe auf Aradan gestürzt, besann sich allerdings rechtzeitig und packte stattdessen seinen Arm, den er zum Schlag erhoben hatte. Sie bemühte sich um einen festen Griff, was bei ihren zitternden Fingern allerdings kaum möglich war.
"Wir brauchen ihn noch", hörte sie sich sagen und drängte sich dann zwischen ihn und den Mann. Der holte stockend Luft, als Aradan ihn losließ und gab dann einen Schmerzenslaut von sich, der nur sehr stoßweise hervorkam. Sie drehte sich zu ihm um, um seine Verletzung zu beachten, als plötzlich ein Bolzen aus dem Wald ihn mitten ins Gesicht traf und den Schädel mit einem knackendem Geräusch zersplitterte. Sie hatte die Schützen vergessen. Renera hechtete hinter den nächsten Baum, dessen Stamm sie von der Position des Schützen aus verdeckte, und sah sich nach dem noch lebendem Mann um. Er war auch schlau genug hinter einen Baum zu kriechen, wo er den Kopf in den Nacken legte und tief Luft holte. Unter ihm breitete sich eine Blutlache aus, die nicht ungefährlich wirkte. Renera sah sich nach Aradan um und wartete auf weitere Schüsse, aber es folgten keine mehr. Schließlich mussten die Schützen sie verlassen haben.
Sie zwang sich die Stimme in ihrem Kopf zu ignorieren, die sie mit ihrem Geschrei anklagte, warum sie nur zugelassen hatte dass sie Schmerzen empfand, und huschte zu dem Mann am Boden. Er hatte die Augen gegen den Regen geschlossen und die Hand auf das Bein gepresst, aber mittlerweile sah er bleich aus und übte kaum mehr Druck auf die Hand aus. Sie beugte sich über ihn, woraufhin er zumindest noch genug Willen hatte die Augen zu öffnen und sie feindselig anzustarren.
"Wer bist du?"
Er antwortete nicht, sondern schloss die Augen wieder und atmete stockweise aus. Renera sah sich nach Aradan um - sie mussten zurück ins Dorf und sich vor allem schnell von dem Blut entfernen, es könnte sonst Wölfe anlocken oder sogar Kreaturen. Allerdings wusste sie nicht, ob sie Aradan mit dem Blick an sich heranlassen wollte. Er ähnelte ihr zu sehr dem seelenlosen Soldaten.
Zum Glück kam Aradan gerade zur rechten Zeit. Er nutzte den kurzen Moment, in dem sich die Waffen der beiden Kämpfenden trennten, um hervorzuspringen und den Mann mit einem gezielten Tritt zu Boden zu befördern. Dabei saß der Tritt wohl etwas zu gut - oder war es die fast unmenschliche Stärke, die Aradan in einen einzigen Tritt steckte? Renera glaubte eigentlich an die Unmöglichkeit dieses Manövers, als sie beobachten konnte, wie der Mann dadurch regelrecht zusammenklappte und auf seine gelähmten Beine fiel. Renera wich zurück, als sie der Kälteschauer überfiel, gefolgt von dem dumpfen Gefühl, das der erbärmliche Schrei des Mannes hervorrief. Sie wollte sich eigentlich noch mit der Unmöglichkeit dieses Tritts beschäftigen, aber der Schrei hallte in ihren Gedanken wieder und machte es schwer einen Gedanken zu formulieren. Sie erbebte und wandte sich ab, als Aradan den Kopf des Mannes in beide Hände nahm und kurz darauf das Schreien abbrach. Er kämpfte mit der Skrupellosigkeit eines Mörders - hatte er ihr vielleicht doch nicht alles über seine Vergangenheit verraten? Sie bemühte sich, sich auf die jetzige Situation zu konzentrieren und beförderte ihre Schwerter mit einigen Anläufen zurück in ihren Gürtel. Ihre Hände zitterten schon zu stark, um ihr noch von Nutzen zu sein.
Der einzelne Mann hatte sich gegen den anderen bewährt, doch mittlerweile schien ihn langsam die Kraft zu verlassen. Blutverlust, dazu auch noch der Bolzen im Bein - es war schon verwunderlich, dass er überhaupt noch stand. Sein Angreifer ließ sich von Aradan ablenken und der Mann machte einen Schritt rückwärts, wohl erleichtert um die kurze Pause, schwankte und brach schließlich zusammen. Renera lief zu ihm hinüber, begleitet von dem grausigen Schmerzensschrei des Verstorbenen, und kniete sich neben ihm hin. Der Mann war noch bei Bewusstsein und so gut drauf, um sie mit einem finsteren Blick zu betrachten und sein Schwert auf sie zu richten. Da hob sie abwehrend die zitternden Hände.
Neben ihnen tauschte Aradan einige Worte mit dem Angreifer, doch es schien nicht so, als würden sie gut miteinander auskommen. Renera bekam entfernt mit, wie sich Aradan ergeben wollte - die Angst in seiner Stimme war doch tatsächlich echt - aber kurz darauf fiel der andere zu Boden. Renera sah zu ihnen hinüber. Aradan kniete sich gerade herunter und fing damit an ihn zu würgen. Es war kein schöner Anblick, besonders nachdem der Mann so verzweifelt mit den Armen rang, doch besonders furchteinflößend war dabei Aradans berechnender Ausdruck. Er hatte eine Miene so kalt wie Stein und plötzlich war Renera sich sicher, dass er nicht untertrieben hatte, als er ihr im Zelt erzählt hatte, dass er vor nichts zurückschrecken würde. Er meinte damit, buchstäblich, dass er vor nichts zurückschrecken würde. Er hatte den Blick eines Soldaten, der seine Seele auf dem Schlachtfeld zurückgelassen hatte.
Renera wandte sich von dem Verwundetem ab, schoss nach vorne und hätte sich beinahe auf Aradan gestürzt, besann sich allerdings rechtzeitig und packte stattdessen seinen Arm, den er zum Schlag erhoben hatte. Sie bemühte sich um einen festen Griff, was bei ihren zitternden Fingern allerdings kaum möglich war.
"Wir brauchen ihn noch", hörte sie sich sagen und drängte sich dann zwischen ihn und den Mann. Der holte stockend Luft, als Aradan ihn losließ und gab dann einen Schmerzenslaut von sich, der nur sehr stoßweise hervorkam. Sie drehte sich zu ihm um, um seine Verletzung zu beachten, als plötzlich ein Bolzen aus dem Wald ihn mitten ins Gesicht traf und den Schädel mit einem knackendem Geräusch zersplitterte. Sie hatte die Schützen vergessen. Renera hechtete hinter den nächsten Baum, dessen Stamm sie von der Position des Schützen aus verdeckte, und sah sich nach dem noch lebendem Mann um. Er war auch schlau genug hinter einen Baum zu kriechen, wo er den Kopf in den Nacken legte und tief Luft holte. Unter ihm breitete sich eine Blutlache aus, die nicht ungefährlich wirkte. Renera sah sich nach Aradan um und wartete auf weitere Schüsse, aber es folgten keine mehr. Schließlich mussten die Schützen sie verlassen haben.
Sie zwang sich die Stimme in ihrem Kopf zu ignorieren, die sie mit ihrem Geschrei anklagte, warum sie nur zugelassen hatte dass sie Schmerzen empfand, und huschte zu dem Mann am Boden. Er hatte die Augen gegen den Regen geschlossen und die Hand auf das Bein gepresst, aber mittlerweile sah er bleich aus und übte kaum mehr Druck auf die Hand aus. Sie beugte sich über ihn, woraufhin er zumindest noch genug Willen hatte die Augen zu öffnen und sie feindselig anzustarren.
"Wer bist du?"
Er antwortete nicht, sondern schloss die Augen wieder und atmete stockweise aus. Renera sah sich nach Aradan um - sie mussten zurück ins Dorf und sich vor allem schnell von dem Blut entfernen, es könnte sonst Wölfe anlocken oder sogar Kreaturen. Allerdings wusste sie nicht, ob sie Aradan mit dem Blick an sich heranlassen wollte. Er ähnelte ihr zu sehr dem seelenlosen Soldaten.

