Damien
Natürlich war es taktvoll, was er gesagt hatte. Schließlich wurde aus ihm auch der aller beste Ritter aller Zeiten!
Anstatt aber seinen Worten Folge zu leisten, hielt es das Mädchen für eine gute Idee, etwas Süßes für ihn zu organisieren.
Bei ihrer Aussage, dass Damien hier bleiben sollte, zog er irritiert die Augenbrauen zusammen,
"Hä? Wo soll ich denn sonst hin?!"
Niemand würde ihn so leicht aus dem Krankenzimmer entlassen, nachdem, was heute geschehen war ...
Doch erst, als die Weißhaarige verschwand, schien der Junge aus dem Konzept gebracht worden zu sein -
"H-Hey, aber .. warte!"
Krieger12.jpg
...
Jetzt war sie schon fort.
Sie .. war echt komisch. Wieso blieb sie nicht einfach weg? Damien wollte eigentlich keine Freundschaften hier schließen!
Eigentlich.
...
"Und ich mag keine Süßigkeiten ..", murmelte er leise mit aufgeplusterten Wangen.
Unfassbar.
Laurent
Gelangweilt streifte Laurent durch die Gänge der Schule. Wie gewöhnlich hatte er keine Lust auf Unterricht - und schon gar nicht auf den Medizin-Kurs, wenn Mary nicht dabei war. Mit ihr zog sich die Stunde zumindest nicht wie ein Kaugummi ..
Aber wo war seine Freundin überhaupt? War sie heute zu hause geblieben? Oder trieb sie sich anderweitig herum? Verbrachte sie ihre zeit mit anderen Freunden?
Dieser Gedanke gefiel Laurent nicht - sie hätte ihm Bescheid sagen sollen, wenn sie was anderes vor gehabt hatte!
Und dann, gerade als der zukünftige Arzt darüber nachdachte, kam ihm das Mädchen im Flur entgegen.
Sein Gesichtsausdruck hellte sich mit einem Mal auf,
"Blackbeard!"
Arzt32.jpg
Ohne zu Zögern lief er ihr das letzte Stück, welches die beiden trennte, entgegen.
"Man, wo warst du? Ich dachte schon, dass du dich bei deiner Schwester angesteckt hast oder so!"
Dass er viele andere Theorien aufgestellt hatte, die ihn in ein schlechtes Licht rücken würden, offenbarte er selbstverständlich nicht.
"Und wohin gehst du?", fragte er sogleich neugierig.
Jeanne
Florian hinterfragte, wie Jeanne es sonst anders geregelt hätte und betonte, wie gefährlich die Welt für ein junges Mädchen wie sie war .. als wäre er nicht selbst noch ein Kind.
Wieso unterschätzte er sie so sehr?
Ein leises Seufzen entwich Jeannes Lippen.
!ExtraKind97.jpg
Es hatte keinen Zweck, dagegen anzukämpfen. So, wie sie Florian kannte und auch in dieser, mittlerweile, verdrehten Welt erlebt hatte, würde er diese Worte nicht zurücknehmen, bis sie ihm das Gegenteil bewies - und so schnell war der Blondinen das nunmal nicht möglich.
Dann erwähnte er auch die Tatsache, dass es wohl keinen Sinn hatte, mit dem Prinzen zu reden. So ungern sich Jeanne genau das eingestehen wollte, so hatte der zukünftige Künstler recht. Natürlich war Leonardo erst noch ein Kind ... Aber sein Charakter wurde so gestaltet, dass er alle als sein Eigentum und Spielzeug ansah, bis er seine wahre Liebe kennenlernte. Die er - bedauerlicherweise - noch nicht getroffen hatte.
Als der Schwarzhaarige dann über sein Schicksal sprach, blickte Jeanne auf und hörte ihm aufmerksam zu.
...
Er wollte nie in dieser Familie leben?
Sie wusste, dass er eine Waise war, aber gehörte dieses Detail, dass er nur wegen seiner Adoptiveltern Menschen malte, wirklich zur Backstory? Seit wann .. ?
Es war ein komisches Gefühl, wenn ein Charakter ihr etwas offenbarte, wovon sie niemals ausgegangen war - immerhin hatte sie ihn mit Louisa zusammen erstellt! Es war fast so, als stände ein echter Mensch vor ihr. Keine erfundene Figur.
Und noch merkwürdiger war, dass sie sich ähnlich fühlte. Zwar konnte sie es gut leiden, Charaktere zu illustrieren, aber ihr herz gehörte ebenfalls einem anderen Fokus ..
Aber das tat jetzt nichts zur Sache!
Florian fuhr fort, indem er ihr mitteilte, dass sie die Verlobung in Zukunft auch auflösen konnten mit dem Zusatz, dass er nicht wollte, dass sie unglücklich wurde und er sie mehr oder minder im Kurs vermisste ..
Ungewollt färbten sich Jeannes Wangen rötlich. Wieso .. war Florian so nett zu ihr? Weshalb interessierte es ihn, ob sie in Zukunft glücklich würde oder nicht? Auch, wenn er zu einem gewissen Grad mit ihrer Situation sympathisieren konnte, erschloss sich ihr nicht, wieso er so weit gehen würde - so weit, sich mit ihr zu verloben!
!ExtraKind98.jpg
"W-Warte einen Moment.."
Und es war auch fragwürdig, wieso um Himmels Willen sie wegen so etwas stotterte!
Diese ganze Sache .. überrollte sie einfach! Das war es!
"Du .. Du musst das wirklich nicht machen, Florian!", sprach sie, "Ich finde schon einen Weg da raus. Wenn du dich mit mir verlobst, bist du nur mehr in diese ganze Sache verstrickt und das ist sicher nicht, was du willst. Außerdem.."
Sie atmete tief durch und fuhr sich durch das lange Haar, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen und logisch zu argumentieren,
"Und wenn du dich jetzt mit mir verlobst, werden unsere Eltern bereits alle möglichen Vereinbarungen eingehen. Je länger unsere Lüge also anhält, desto schwieriger würde es werden, da rauszukommen. Wenn es blöd läuft, wirst du mich dann wirklich heiraten müssen und den Rest deiner Tage mit mir verbringen - ist dir das bewusst?"
Und das war etwas, was keiner von beiden wollte!
Jeanne strebte doch nur ein friedvolles Leben ohne Drama an - und das tat Florian ganz sicher auch, er war ja ihr Ebenbild! Diese ganze Schnapsidee würde allerdings das Gegenteil hervorrufen! Auch .. wenn es für den Moment verlockend klang ..
Natürlich war es taktvoll, was er gesagt hatte. Schließlich wurde aus ihm auch der aller beste Ritter aller Zeiten!
Anstatt aber seinen Worten Folge zu leisten, hielt es das Mädchen für eine gute Idee, etwas Süßes für ihn zu organisieren.
Bei ihrer Aussage, dass Damien hier bleiben sollte, zog er irritiert die Augenbrauen zusammen,
"Hä? Wo soll ich denn sonst hin?!"
Niemand würde ihn so leicht aus dem Krankenzimmer entlassen, nachdem, was heute geschehen war ...
Doch erst, als die Weißhaarige verschwand, schien der Junge aus dem Konzept gebracht worden zu sein -
"H-Hey, aber .. warte!"
Krieger12.jpg
...
Jetzt war sie schon fort.
Sie .. war echt komisch. Wieso blieb sie nicht einfach weg? Damien wollte eigentlich keine Freundschaften hier schließen!
Eigentlich.
...
"Und ich mag keine Süßigkeiten ..", murmelte er leise mit aufgeplusterten Wangen.
Unfassbar.
Laurent
Gelangweilt streifte Laurent durch die Gänge der Schule. Wie gewöhnlich hatte er keine Lust auf Unterricht - und schon gar nicht auf den Medizin-Kurs, wenn Mary nicht dabei war. Mit ihr zog sich die Stunde zumindest nicht wie ein Kaugummi ..
Aber wo war seine Freundin überhaupt? War sie heute zu hause geblieben? Oder trieb sie sich anderweitig herum? Verbrachte sie ihre zeit mit anderen Freunden?
Dieser Gedanke gefiel Laurent nicht - sie hätte ihm Bescheid sagen sollen, wenn sie was anderes vor gehabt hatte!
Und dann, gerade als der zukünftige Arzt darüber nachdachte, kam ihm das Mädchen im Flur entgegen.
Sein Gesichtsausdruck hellte sich mit einem Mal auf,
"Blackbeard!"
Arzt32.jpg
Ohne zu Zögern lief er ihr das letzte Stück, welches die beiden trennte, entgegen.
"Man, wo warst du? Ich dachte schon, dass du dich bei deiner Schwester angesteckt hast oder so!"
Dass er viele andere Theorien aufgestellt hatte, die ihn in ein schlechtes Licht rücken würden, offenbarte er selbstverständlich nicht.
"Und wohin gehst du?", fragte er sogleich neugierig.
Jeanne
Florian hinterfragte, wie Jeanne es sonst anders geregelt hätte und betonte, wie gefährlich die Welt für ein junges Mädchen wie sie war .. als wäre er nicht selbst noch ein Kind.
Wieso unterschätzte er sie so sehr?
Ein leises Seufzen entwich Jeannes Lippen.
!ExtraKind97.jpg
Es hatte keinen Zweck, dagegen anzukämpfen. So, wie sie Florian kannte und auch in dieser, mittlerweile, verdrehten Welt erlebt hatte, würde er diese Worte nicht zurücknehmen, bis sie ihm das Gegenteil bewies - und so schnell war der Blondinen das nunmal nicht möglich.
Dann erwähnte er auch die Tatsache, dass es wohl keinen Sinn hatte, mit dem Prinzen zu reden. So ungern sich Jeanne genau das eingestehen wollte, so hatte der zukünftige Künstler recht. Natürlich war Leonardo erst noch ein Kind ... Aber sein Charakter wurde so gestaltet, dass er alle als sein Eigentum und Spielzeug ansah, bis er seine wahre Liebe kennenlernte. Die er - bedauerlicherweise - noch nicht getroffen hatte.
Als der Schwarzhaarige dann über sein Schicksal sprach, blickte Jeanne auf und hörte ihm aufmerksam zu.
...
Er wollte nie in dieser Familie leben?
Sie wusste, dass er eine Waise war, aber gehörte dieses Detail, dass er nur wegen seiner Adoptiveltern Menschen malte, wirklich zur Backstory? Seit wann .. ?
Es war ein komisches Gefühl, wenn ein Charakter ihr etwas offenbarte, wovon sie niemals ausgegangen war - immerhin hatte sie ihn mit Louisa zusammen erstellt! Es war fast so, als stände ein echter Mensch vor ihr. Keine erfundene Figur.
Und noch merkwürdiger war, dass sie sich ähnlich fühlte. Zwar konnte sie es gut leiden, Charaktere zu illustrieren, aber ihr herz gehörte ebenfalls einem anderen Fokus ..
Aber das tat jetzt nichts zur Sache!
Florian fuhr fort, indem er ihr mitteilte, dass sie die Verlobung in Zukunft auch auflösen konnten mit dem Zusatz, dass er nicht wollte, dass sie unglücklich wurde und er sie mehr oder minder im Kurs vermisste ..
Ungewollt färbten sich Jeannes Wangen rötlich. Wieso .. war Florian so nett zu ihr? Weshalb interessierte es ihn, ob sie in Zukunft glücklich würde oder nicht? Auch, wenn er zu einem gewissen Grad mit ihrer Situation sympathisieren konnte, erschloss sich ihr nicht, wieso er so weit gehen würde - so weit, sich mit ihr zu verloben!
!ExtraKind98.jpg
"W-Warte einen Moment.."
Und es war auch fragwürdig, wieso um Himmels Willen sie wegen so etwas stotterte!
Diese ganze Sache .. überrollte sie einfach! Das war es!
"Du .. Du musst das wirklich nicht machen, Florian!", sprach sie, "Ich finde schon einen Weg da raus. Wenn du dich mit mir verlobst, bist du nur mehr in diese ganze Sache verstrickt und das ist sicher nicht, was du willst. Außerdem.."
Sie atmete tief durch und fuhr sich durch das lange Haar, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen und logisch zu argumentieren,
"Und wenn du dich jetzt mit mir verlobst, werden unsere Eltern bereits alle möglichen Vereinbarungen eingehen. Je länger unsere Lüge also anhält, desto schwieriger würde es werden, da rauszukommen. Wenn es blöd läuft, wirst du mich dann wirklich heiraten müssen und den Rest deiner Tage mit mir verbringen - ist dir das bewusst?"
Und das war etwas, was keiner von beiden wollte!
Jeanne strebte doch nur ein friedvolles Leben ohne Drama an - und das tat Florian ganz sicher auch, er war ja ihr Ebenbild! Diese ganze Schnapsidee würde allerdings das Gegenteil hervorrufen! Auch .. wenn es für den Moment verlockend klang ..




