[2er RPG] 365 days. [Sohira & Lu-Chan]

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    • Christopher Carter

      Chris wollte sie auf keinen Fall mit etwas bedrängen oder überfordern. Klar, es war ihre Idee bzw. Vorschlag gewesen sich zu ihr auf die Couch zu legen aber da er auch nicht wusste ob sie vielleicht unter Platzangst litt oder nicht, wollte er sich jetzt auch nicht wirklich zu ihr drängen. Konnte ja sein, dass sie dann hysterisch wurde. Oben in ihrem Schlafzimmer hatte sie genug Platz gehabt, auch wenn sie an ihm gekuschelt lag. Aber die Ausweichmöglichkeit sich auf die andere Seite zu legen war definitiv vorhanden gewesen, was hier eher weniger der Fall war. Auf der einen Seite von ihr war die Rückenlehne des Sofas während auf der anderen Seite Christopher lag. Wohin also sollte sie flüchten? In ihrer körperlichen Verfassung, durch die Rippen und dem gebrochenen Arm, war es ebenfalls unmöglich gleich aufzuspringen und zu flüchten. Somit war es doch in Ordnung gewesen, dass er darauf achtete, dass sie sich wohl fühlte, oder?
      Als er sich neben sie gelegt hatte und ihr erneut so nahe war wie gestern Nacht und vorher auf der Terrasse, merkte er selbst, dass dies nicht spurlos an ihm vorbei ging wie er es sich eigentlich wünschte. Sein Herz fing automatisch etwas schneller zu schlagen an, aber es war ein angenehmes Schlagen. Nicht wegen der Nervosität, nicht wegen der Aufregung, sondern ein Gefühl der Geborgenheit. Als wäre es das Natürlichste mit ihr hier zu liegen und einfach die Anwesenheit des anderen zu genießen. Chris informierte sich über ihre Schmerzen um ihr vielleicht die Möglichkeit zu geben sich anders hinzulegen aber die Position, welche sie eingenommen hatte, schien wohl zu passen weshalb er selbst dann so liegen blieb. Zu seiner Verwunderung aber schien es Luana anders zu sehen als sie meinte nicht zu beißen und, dass er es war die sie draussen geküsst hat und nun auf Abstand ging. Er ging doch nicht auf Abstand?, hätte er am Liebsten gesagt aber andererseits musste er zugeben, dass sie gar nicht mal so daneben lag. Er ging auf Abstand, ja, aber das lag nicht an ihr. Er war sich selbst noch unsicher was das eigentlich zwischen ihnen war. Verleugnen, dass Luana ihm nicht langsam wichtig wurde, konnte er nicht. Denn es war so. Umso mehr und länger sie Zeit miteinander verbrachten umso mehr lief er Gefahr, dass sie ihm ans Herz wuchs als was er sich am Anfang gewünscht hat. Und dies bedeutete dann auch wieder Gefahr für seine zukünftige Ehefrau. Allen Menschen die er an sich ließ, passierte irgendwas und genau das wollte er ihr nicht antun. Aber wenn er sie so vor sich liegen sah, mit ihrem Lächeln auf den Lippen und ihrer Wärme, war es genauso schwer ihr nicht zu widerstehen. "Wer weiß",ging er schließlich auf ihre Worte drauf ein, setzte aber selbst ein Lächeln auf die Lippen "kann ja sein, dass du vielleicht doch losschnappst", wollte er sie ein wenig selbst damit ärgern um die Aufmerksamkeit von sich abzulenken. "Man sagt doch, dass die stillen Menschen am gefährlichsten sind", gab er noch dazu, rückte dann aber etwas mehr zu ihr um den Abstand damit zu verkleinern. "Komm her" sprach er leise, legte seinen Arm wieder um sie, sodass sie sich wie im Schlafzimmer an ihn kuscheln konnte "Ich gehe nicht auf Abstand. Ich wollte nur nicht, dass du dich vielleicht hier eingeengt fühlst. Das Sofa ist ja doch schmaler als das Bett oben", erklärte Chris ihr dann schließlich um ehrlich zu sein. Zum Teil zumindest. Leicht strich er ihr über den Arm während er den Kopf zu ihr drehte, sodass seine Lippen ihren Kopf berührte und schloss seine Augen. "Woher kam dieser Gedanke?", wollte er nun von ihr wissen. Schließlich war selbst Luana nicht gerade die Person, welche Nähe zuließ. Aber jetzt schien es anders zu sein. Sie zeigte deutlich, dass sie es wollte und vielleicht sogar brauchte. Vor ein paar Wochen war sie eher froh, wenn er sie in Ruhe ließ. Und nun lagen beide gemeinsam hier.


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    • Luana Young

      Sie spürte, dass sie selbst ein wenig aufgeregt war, auch wenn die Aufregung positiv war. Irgendetwas hatte sich seit dem Kuss im Bett geändert, es schien, als würde die Mauer, die Luana sich jahrelang aufgebaut hatte bröckeln, die Frage war nur, ob sie jemals brechen wird. Es haben schon einige versucht, aber Chris kam einfach so in ihr Leben, tat nichts besonderes und küsste sie, womit die Mauer freiwillig anfing zu bröckeln. Es war interessant, weil sie das niemals gedacht hätte. Es lag nicht an der Attraktivität, Chris war attraktiv, aber irgendetwas an ihm war so.. anders. Vielleicht war es die Tatsache, wie ähnlich sie sich waren? Oder wie sehr sie versuchten jemand anderes zu sein und sich hinter dieser Person zu verstecken? Sie waren beide sehr unterschiedlich und doch auf vielerlei Hinsichten so gleich..
      Sie schmunzelte, als Chris auf ihren Scherz einging. "Okay, ich gebe ja zu, manchmal bin ich sehr bissig", gab sie zu und blickte zu dem Mann. Doch letztendlich rutschte der Mann näher und Luana freute sich sehr darüber. Ihr Herz schlug noch ein wenig was schneller, es war genau, wie sie es haben wollte. Die Chance sich an ihn anzukuscheln nutzte sie direkt und legte ihren Kopf vorsichtig auf seiner Brust ab. Sie musste aufpassen, damit die Rippen nicht schmerzten, aber es funktionierte sehr gut. Direkt schloss Luana ihre Augen, sie fühlte sich jetzt wahnsinnig wohl, auch wenn sie sich das nur schwer zugeben wollte. Chris' Erklärung warum er Abstand gehalten hatte klang sinnig, war schon wirklich süß. Er wollte sie einfach nur nicht einengen, aber genau das wollte die Blondine gerade. Sie wollte sich wohl und geborgen fühlen, wollte vor allem Sicherheit spüren und das gab ihr dieser Mann. Seine Frage ließ sie dezent schmunzeln, doch die Augen ließ sie geschlossen. "Passiert, wenn meine Zunge schneller ist, als mein Kopf", erklärte sie. "Manchmal verstehe ich mich selbst nicht", da zuckte sie sanft mit ihren Schultern. "Aber es fühlt sich einfach gut an". Deshalb war der Wunsch in ihr gewesen mit Chris ein wenig unter der Decke zu kuscheln. Im nüchternen Zustand undenkbar, jetzt fühlte sich Luana von ihren Gefühlen überwältigt und betrunken. "Aber die Frage ist auch, warum du es mir gibst". Sie sprach leise, musste gar nicht laut sprechen, wenn sie beide so eng nebeneinander lagen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Christopher Carter

      Dem blondhaarigen glitt erneut ein sanftes Lächeln über die Lippen als sie meinte doch recht bissig sein zu können. Ja, das hatte er definitiv schon selbst erleben dürfen aber daran war Christopher auch selber Schuld gewesen. Schließlich war er auch nicht gerade der Freundlichste ihr gegenüber. Auch wenn er versuchte diese Wand aufrecht zu erhalten so geschah es doch, und das vielleicht sogar unabsichtlich, dass es Luana irgendwie schaffte diese Wand in ihm Stück für Stück niederzureißen. Jede andere Frau hätte er stets ignoriert oder wäre sie giftig angegangen um seine Ruhe zu bekommen aber sie? Sie hatte etwas an sich gehabt was es ihn unmöglich machte nur eines von den zwei Dingen in Betracht zu ziehen. Klar, die ersten Tage waren schwierig, für beide Seiten, Chris ging sogar soweit, dass er sie bedrängte und einen Kuss aufzwang aber selbst den hatte sie erwidert. Nur um ihn glücklich zu machen? Nein! Er kannte sie schon ein wenig um das behaupten zu können: Luana ließ sich nie etwas von jemanden sagen. Nicht solange sie es selbst nicht als richtig sah. Chris kam ihrer Bemerkung nach und rutschte etwas mehr zu ihr rüber und legte, wie letzte Nacht, seinen Arm um sie sodass Luana die Möglichkeit hatte sich mehr an ihn zu kuscheln während er selbst ihre Nähe genoss in dem er seinen Kopf zu ihrem drehte und die Augen schloss. Ihr Herzschlag war deutlich zu spüren was irgendwie was Beruhigendes an sich hatte. Das Zeichen des Lebens. Das Zeichen was er schon seit längerer Zeit vermisste.
      Dennoch....es ließ ihm selbst keine Ruhe wieso sie das hier eigentlich wollte. Einerseits erzählte sie ihm nicht wirklich was, so wie das Telefonat mit ihrem Vater, was er selbstverständlich akzeptierte. Wie denn auch nicht? Seine Beziehung zu der eigenen Familie war ja nicht gerade rosig und das bekam sie auch selbst bei einem 'netten' Abendessen zu spüren. Daher fragte er nicht weiter nach und andererseits aber wiederrum wollte sie seine Nähe. Es war nicht so, dass er davon abgeneigt war, denn schließlich hatte er draussen zuerst wieder die Initiative ergriffen und nach ihrer Nähe gesucht. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten sie draussen locker noch eine Weile einfach nur nebeneinander dasitzen können, doch Luana's Verletzungen machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. Zu seinem Glück ging sie auf seine Fragen ein indem sie meinte, dass der Mund manchmal schneller agierte als was der Kopf eigentlich sagen wollte und, dass sie sich manchmal selbst nicht verstand. Eine plausible Erklärung denn..."Wer versteht schon an sich selber das eigene Handeln?", sprach er seine Gedanken dabei laut aus. Er war bis heute noch niemanden begegnet der das an sich erklären konnte. Und dies von Anfang bis zum bitteren Ende. Die einzige Tatsache die ihn wirklich beruhigte war als sie offen zugab, dass es sich trotzdem gut anfühlte. "Aber
      die Frage ist auch, warum du es mir gibst", ja warum tat er es eigentlich? Weil er es nur aus seinem schlechten Gewissen heraus tat? Weil er einfach nur ihrer Bitte nachkommen wollte? Oder weil er doch zugab, dass mehr dahinter steckte auch wenn er es nicht wirklich wahr haben wollte? "Weil es sich richtig anfühlt", gab er offen zu. Es war richtig. Es war sowas wie ein kleines zu Hause sein Gefühl was sie ihm schenkte. Ihr war es vielleicht gar nicht so bewusst aber durch sie spürte er erst selbst, dass er ruhiger wurde. Ruhiger von seiner innerlichen Zerrissenheit. "Alles was dich ausmacht......fühlt sich richtig an", sprach er leiser aus.


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    • Luana Young

      Die Wärme, die von Chris ausging hinterließ ein schönes Gefühl in ihrer Brust. Es war aufregend neben ihm zu liegen, ihr Herz schlug deshalb auch schneller und ihre Hand fing wie von selbst an den Mann zu streicheln. Egal wie oft Luana es durch kaute, sie verstand es nicht. Sie verstand nicht, warum es sich so gut anfühlte und warum Chris eine Ausnahme auf dieser Welt war. Warum bröckelte ausgerechnet bei ihm ihre Mauer? Warum schaffte sie es bei ihm nicht diese Person aufrecht zu erhalten, die sie geschaffen hatte? Die Blondine brauchte niemanden, außer sich selbst, aber innerlich, tief in ihrem Inneren, brauchte sie jemanden, der ihr die Hand reichte, wenn sie in dem Meer versinkte. Seit Jahren schon versinkte sie immer und immer weiter, wusste sich nicht rauszuretten und dann kam Chris.. die ersten Veränderungen merkte Luana schon, als sie sich beim ersten Kuss näher kamen.. als sie bei seiner Familie ein paar spielten.. doch wusste sie damit aber nichts anzufangen, jetzt immer noch nicht. War das Liebe? Tiefe Verbundenheit? Sie wollte dieses Gefühl einfach genießen, aber sie Angst war groß, jemanden in ihr Leben zu lassen, jemanden näher an sich zu lassen.
      Chris hatte Recht: wer verstand schon sein eigenes Handeln? Das tat Luana bis heute nicht. Sie lag mit ihm auf diesem Sofa, kuschelte sich an ihn dran, sie verstand wirklich nichts. Ihre Frage, warum Chris das zuließ, warum er ihr gab, was sie wollte ließ sie kurz Halt machen. Weil es sich richtig anfühlte? Ihre Nähe fühlte sich also richtig an? Der nächste Satz ließ sie hoch blicken, auch wenn sie sich ein wenig zu schnell bewegte. Den Schmerz unterdrückte Luana, denn ihr war es viel wichtiger, was Chris ihr gerade wirklich gestand. Alles, was sie ausmachte fühlte sich richtig an. Das.. konnte sie kaum glauben. Das fühlte sich fast wie ein Liebesgeständnis an, jedenfalls reagierte ihr Herz sofort und fing an deutlich schneller zu schlagen. Weinen wollte sie nicht, auch wenn die Worte sie mehr, als nur überwältigten. Das .. traf sie genau dort, wo es sie treffen sollte, das traf ihre verletzte Seele, die sich schon lange nicht mehr sicher war, was richtig und was falsch war.
      Luana lächelte sanft, Chris wusste vermutlich nicht, wie viel ihr diese Worte gerade bedeuteten, das konnte sie ihm aber auch nicht sagen, kein Wort wollte über ihre Lippen. Stattdessen legte sie ihm die gesunde Hand auf die Wange und küsste ihn einfach. Alles, was sie ausmachte fühlte sich gut an, also dieser Kuss demnach auch, oder nicht?
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    • Christopher Carter

      Christopher hätte jede Frau aus dem Eleven Six Club haben können. Lukas hatte genug angestellte Tänzerinnen gehabt die sich nur danach sehnten einen reichen Mann heiraten zu können die sie aus dieser Hölle brachte. Keine von ihnen tat diesen Job freiwillig ohne das wirklich Größeres dahinter steckte. Chris konnte auch nicht behaupten, dass ein oder andere Frau nicht unattraktiv waren aber keine von ihnen hatte diese gewisse Ausstrahlung gehabt wie es bei Luana war. Als er sie zum ersten Mal erblickte war in seinen Augen an ihr nichts besonderes. Sie war genau wie jede andere von ihnen auch: eine verzweifelte Tänzerin die versuchte ihre Kohle zu bekommen. Aber umso öfters er in den Club kam und sie beobachtete umso mehr war etwas an ihr was er nicht beschreiben konnte. Und genau dieses etwas war auch der Grund warum er sich für Luana entschieden hatte. Er sah ihre Bewerbung durch und wusste, dass sie die Richtige für den Job war. Es war nur ein Job. Wie oft hatte er sich dies in den ersten 2 Nächten durch den Kopf gehen lassen? Ein Job den beiden nur unter den Freunden und Familien machen mussten. Sonst hatten sie sich gegenüber keine Verpflichtungen gehabt. Keiner von ihnen beiden wollte vermutlich den anderen an sich lassen und nun lagen sie hier eng aneinander gekuschelt, freiwillig, auf dem Sofa und sprachen schon fast über die eigenen Gefühle und warum es wichtig war, wieso die jeweils andere Person darauf einging. Im ersten Moment hatte es keine wirkliche Bedeutung gehabt. Luana fand, dass es sich gut anfühlte und sie selbst oft ihr Handeln nicht verstand. Chris versuchte ihr klar zu machen, dass es für dieses Handeln keine Erklärung gab. Niemand konnte sagen warum er oder sie dies gerade so empfand. Es war einfach so gewesen aber das machte es doch gerade aus, oder? Schließlich fragte auch sie ihn nach seiner Handlung. Christopher war keinesfalls dazu gezwungen gewesen ihrer Bitte nachzukommen aber er selbst wollte es so. Weil es sich richtig anfühlte in seinen Augen. Es war auch so gewesen. Es war richtig. Sie gab ihm die Ruhe, die Geborgenheit sich wie zu Hause zu fühlen und dieses Gefühl wollte er nicht verlieren. Luana wurde zu einem kleinen Anker der ihn oben treiben ließ um nicht zu versinken und wenn sie drohte unterzugehen so würde auch er die Oberfläche verlassen müssen. Daher entglitten ihm auch die Worte, dass alles was sie ausmachte sich richtig anfühlte. Es war wahr. Alles was sie tat... wie sie für ihn da war.... was sie sagte, auch wenn es manchmal nicht gerade der passende Zeitpunkt war...was sie ihm für ein Gefühl gab. Wie könnte er es nicht so meinen? Sie war die eine Frau, welche ihn verstand und Chris trotzdem akzeptierte wie er war. Seine Augen waren immernoch geschlossen gewesen als er nichts desto trotz spüren konnte wie sie sich bewegte. Hatte er denn jetzt was falsches gesagt gehabt? Gerade als er eigentlich dabei war seine Augen zu öffnen um zu sehen was los war, spürte er im nächsten Moment schon ihre Hand auf seiner Wange, was ein warmes Gefühl hinterließ. Leicht lehnte er sich dieser entgegen als auch schon ihre Lippen folgten die sich auf seine legten. Moment...was war denn jetzt geschehen? Wieso küsste sie ihn denn so plötzlich? Es war ja nicht der erste Kuss gewesen zwischen ihnen, schließlich geschah es gerade vor 10 Minuten in etwa auch schon aber......
      Weiter zum nachdenken kam er nicht und wollte es ehrlich gesagt auch nicht als er schließlich den Kuss erwiderte, die Augen aber weiterhin geschlossen hielt. Sein Herz fing zeitgleich schneller zu schlagen an, da dieses Gefühl einfach nur zu gut war. Luana neben sich zu haben, sie schmecken zu können reichte ihm vollkommen aus um sie nicht mehr gehen zu lassen. Mit seinem Arm, welcher schon um sie lag, zog er sie etwas mehr zu sich sodass seine Hand auf ihrer Schulter ruhte während die andere, auf ihrem Handgelenk landete welche auf seiner Wange lag. Egal ob es zu ihrem Plan gehörte oder es jetzt rein gefühlsmäßig geschah....Chris interessierte es nicht. Sie war bei ihm aus freien Stücken und mehr brauchte er nicht zu wissen.


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    • Luana Young

      Mit dem Moment, in welchem ihre Lippen seine berührten schaltete Luana ihren Kopf einfach aus. Sie wollte nicht nachdenken, wollte nicht alles zerdenken, sie wollte sich einfach ihren Gefühlen hingeben und weiterhin das spüren, was sie hier spürte. Denn in diesem Augenblick war es egal, was sie in ihrem Leben durchmachen musste, wie die Situation mit ihrer Mutter und ihrem Vater aussah, wie kaputt sie innerlich war, hier zählte es einfach, dass sie da war und dieses Gefühl war einfach wunderschön. Alles, was sie ausmachte fühlte sich gut an, diese Worte würden ihren Kopf so schnell nicht mehr verlassen. Chris hatte damit eine Menge ausgelöst, ihr für einen Moment eine große Menge Unsicherheit abgenommen und es vielleicht auch noch geschafft die Mauer weiter bröckeln zu lassen. Wie er das tat wusste Luana immer noch nicht, aber sie ließ es zu, solange es sich gut anfühlte. Wie weit es sie beide bringen wird wusste sie nicht, aber sie ließ sich einfach darauf ein.
      Der Kuss war sanft, aber liebevoll. Die Nähe, die sie dabei bekam gefiel Luana, es gefiel ihr, wie Chris darauf reagierte, wie er sie weiter zu sich zog. Ihr Herz schlug so schnell, dass in dem Moment alles andere egal war, selbst die Schmerzen in dieser Position. Den Gefühlen hatte sie sich einfach hin gegeben und bereute das nicht. Nach einer Weile löste sich die Blondine jedoch und öffnete ihre Augen, um Chris anzusehen und ihm zuzulächeln. Vielleicht war das Schönste daran, dass sie sich nicht rechtfertigen musste, dass es ausreichte einfach da zu sein. "Ich werde jetzt ein wenig schlafen", verkündete sie ihm leise. Ihre Kräfte neigten sich dem Ende zu. Es war nicht einfach für sie, immerhin waren die Schmerzmittel mit ihrer Wirkung auch noch da und diese machten verdammt müde. Es war bisher ein sehr aufregender Tag, auch wenn er gerade Mal zur Hälfte vorbei war, doch auch das Gespräch mit ihrem Vater hatte an ihren Kräften gezerrt.
      Einen Moment lang sah sie Chris einfach nur an, bevor sie wieder runter rutschte und ihren Kopf auf seine Brust legte. So fühlte es sich also an, glücklich zu sein? In diesem Moment war sie es nämlich wirklich. Das konnte sie sich zwar nur schwer vorstellen, aber Luana war gerade glücklich. Es gab so viel schlechtes noch in ihrem Leben und sie konnte an so viele schlechte Dinge nachdenken, aber Chris war bei ihr und damit war sie gerade glücklich. Hatte sie sich verknallt? Gut möglich, aber den Gedanken schob sie erstmal weit nach hinten, sie mussten es nicht benennen, oder? Sie konnten es jetzt einfach nur genießen.
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    • Christopher Carter

      Woher ihr plötzliches Handeln kam, konnte er nicht sagen. Luana ergriff in dieser Hinsicht nicht wirklich die Eigeninitiative, was ihm nichts ausmachte. Er selbst konnte ja noch nicht einmal sagen wieso er ständig so auf die blondhaarige reagierte, aber Fakt war: er tat es und es fühlte sich richtig an. Ihre Nähe, ihre Anwesenheit in diesem Haus, auch die ganzen Streitigkeiten welche sie dazwischen immer hatten...es fühlte sich an als wäre sie schon lange zusammen. Es war kaum zu glauben, dass seit ihrer ersten Begegnung nur ein paar Wochen vergangen waren und wenn man die beiden heute so miteinander sah, würde man ihnen die ganze Geschichte sowieso nicht abkaufen. Luana und Christopher kannten diese aber. Von Anfang bis zum Ende. Er selbst glaubte nicht einmal daran mit ihr jemals normal leben zu können. Sei es einfach auch nur reden, doch sie konnten es. Tagtäglich. Keiner hinterfragte die Hintergrundstory des anderem. Man wusste nur, dass etwas mehr war als was man von sich frei gab aber was genau würden sie erst erfahren wenn der Gegenpart bereit war darüber zu sprechen. Heutzutage jemanden kennenzulernen der die beiden so akzeptierte wie sie waren, war unmöglich. Es grenzte eigentlich schon an ein Wunder, dass sie sich überhaupt fanden.
      Aber sie haben es und lagen nun hier gemeinsam am Sofa um die Nähe des anderen zu genießen. Chris zog sie während des Kusses sogar noch etwas zu sich um alleine ihre Wärme vollkommen genießen zu können. Er brauchte nicht viel von einer Frau, das war noch nie der Fall und vermutlich war es auch das was sie am Meisten bei ihm störte. Er erwartete einfach nichts und war schon gar nicht der Typ dafür die Frau wie eine Prinzessin zu behandeln. Aber genau danach suchten die Meisten: ein Mann der sie auf Händen trug. Er hielt seine Augen weiterhin geschlossen während sie den Kuss fortfuhren um damit zu versuchen die Zeit still zu stellen sowie sein Herzschlag zu beruhigen, welcher immer noch alleine durch ihr Handeln schnell schlug. Wie konnte es sein, dass es Luana schaffte seine Gefühle in solch einen Schub zu bringen? Er hatte viele Freundinnen gehabt aber nirgends fühlte es sich so gut an wie bei ihr. Luana löste sich anschließend wieder von ihm woraufhin Chris diesmal die Augen öffnete um in ihre zu blicken und ihr Lächeln zu erwidern. Irgendwie mochte er dieses Lächeln. Sogar mehr als das grimmige Gesicht, welches sie sonst an den Tag legte. Sie waren beide keine lebensfrohe Menschen gewesen aber zu ihr würde es defintiv passen. Nachdem sie meinte sich ein wenig hinzulegen, strich er ihr eine Haarsträhne hinter ihr Ohr um sie noch für einen kurzen Moment zu betrachten und als sie sich erneut an ihn kuschelte, nahm er die Decke um diese bis zu ihrem Kopf nach oben zu ziehen sodass Luana komplett zugedeckt war. Einen sanften Kuss gab er ihr noch auf den Kopf während er sachte über ihr Haar strich um ihr einen schönen Schlaf zu wünschen.
      Chris selbst legte beide Arme um sie, schloss seine Augen um die Ruhe zu genießen, welche sich im Raum aufgestaut hatte. Durch die offene Terrassentüre war das Gezwitscher der Vögel zu hören, das leise Rauschen vom Wasser aus dem Pool und die Wärme die ins Haus eindrang machte das Ganze schon fast zu einem Urlaubsfeeling. Doch Chris wusste, dass er nicht die ganze Zeit über hier liegen bleiben konnte. Er musste langsam an die Arbeit und dies noch länger aufzuschieben als was er es eh schon getan hatte, durfte er sich langsam nicht mehr leisten. Jetzt aber aufzustehen wollte er auch nicht, daher blieb er noch eine Weile liegen ohne wirklich zu merken, dass er selbst eindöste.


      Nach gut 2 Stunden wachte Christopher wieder auf, da ihm der Nacken langsam schmerzte. Auch wenn er einen Polster vom Sofa verwendete, so war es doch jedes Mal unangenehm. Wie konnte Sarah damals nur stundenlang darauf schlafen? Leicht hob er einer seiner Hände um sich über die Augen zu streichen um sie anschließend zu öffnen und auf Luana fallen zu lassen, welche immer noch an ihn gekuschelt lag. Ihre Atmung nach zu hören, schien ihr Schlaf diesmal ziemlich ruhig abzulaufen was er gut fand. Schließlich hatte sie gestern Nacht einen schlimmen Traum bezüglich des Unfalls. Somit hatte sie es mal verdient gehabt sich wirklich auszuruhen. Für einen kurzen Moment blieb er noch mit ihr gemeinsam liegen, strich ihr immer wieder sachte durchs Haar bevor er sich dazu entschloss sich langsam und vorsichtig von ihr zu lösen um Luana nicht zu wecken. Es dauerte zwar etwas aber Chris schaffte es. Sanft zog er die Decke nochmals komplett über ihren Körper sodass sie nicht frieren musste. Es war zwar warm im Haus gewesen aber eine Körperwärme zu ersetzen war fast unmöglich. So empfand er es zumindest. Ein sanftes Lächeln glitt über seine Lippen als er sie so schlafend am Sofa betrachtete. Sie war wirklich eine schöne Frau. Wären ihre Probleme nicht gewesen, hätte sie sicher schon längst ein wunderbares Leben geführt. Mit einem attraktiven Mann, Kinder, einen schönen Haus und was man sich noch so wünschte. Und doch traf sie auf Chris. Einen mies gelaunten Typen der nur sich selbst wichtig war. Was also hielt sie überhaupt hier? Bevor er sich weitere Gedanken machen könnte, stürzte er sich lieber auf die Arbeit. Daher
      begab er sich kurz nach oben um seinen Laptop aus dem Büro zu holen um sich anschließend draussen auf der Terrasse hinzusetzen. Im Esszimmer zu arbeiten würde sie nur wecken durch die ganze Tipperei auf der Tastatur und das wollte der blondhaarige nicht reagieren. Einen kurzen Blick warf er noch auf die Uhr und entschied in einer Stunde langsam mit dem Essen anzufangen. Aber was könnte er kochen? Das gefrorene Gemüse musste weg, nachdem sie es eigentlich für seine Hand verwenden wollte. Fleisch, Gemüse und dazu Kartoffelgratin? Ja, das sollte gehen. Gerade als er dabei war anzufangen spürte er doch, dass es ein wenig schmerzte die Finger zu bewegen, mit denen er Hannah's Freund eine verpasste. Aber dies musste er nun mal aushalten, daher verdrängte er es und arbeitete sich eine Mail nach der anderen durch.


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    • Luana Young

      Dieses Mal schlief sie deutlich ruhiger und vor allem erholsamer. Den Schlaf brauchte Luana dringend, immerhin brauchte ihr Körper wahnsinnig viel Energie, um gesund zu werden und die Wunden zu heilen. Bald würde der Gips abkommen, was einiges erleichtern wird und auch die Rippen wurden langsam besser, aber die Frau merkte, wie viel Kraft sie das alles kostete. Deshalb aber nahm sie sich die Zeit für den Schlaf, was sollte sie anderes tun? Es gab nichts anderes, außer vielleicht etwas im Fernsehen zu sehen, oder zu lesen, für alles andere brauchte sie die zweite Hand, oder eben mehr Kraft. Es war vor allem auch schön neben Chris zu liegen, der ihr so viel Wärme und ein schönes Gefühl gab. Was er wohl darüber dachte bei ihr zu liegen? Ob er es nur tat, weil er sich davon mehr versprach? Weil er vielleicht Sex wollte? Oder waren die Worte, die er ihr vorhin entgegen gebracht hatte ehrlich? Meinte er wirklich ehrlich, dass sich alles bei ihr gut anfühlte? Das konnte sie irgendwie kaum glauben, denn Luana war.. eben sie. Eine dumme, verschlossene Frau mit mehr Problemen, als positiven Seiten. Sie war zickig, motzte herum und verschloss sich, was sollte Chris dann an ihr toll finden? Da gab es nichts, ihrer Meinung nach und doch lag er bei ihr.
      Die Blondine spürte es, als er sich bewegte, als er sie alleine auf der Couch ließ. Innerlich seufzte sie darüber, war traurig und wollte ihn aufhalten, doch sie war noch so müde und ehe sie sich versah schlief sie wieder. Als Luana das nächste Mal wach wurde musste sie ihre Zähne zusammenbeißen und tief Luft holen, um nicht zu schreien. Sie hatte sich falsch bewegt und es schmerzte wirklich sehr im Brustkorb, verdammt sehr. Als würde eine der Rippen ihr die Lunge durchbohren.
      Mit Mühe setzte sich die Frau auf, holte tief Luft, bereute es aber gleich wieder. Nur ganz flach atmete sie, griff mit der gesunden Hand zu der Stelle, an der es schmerzte, aber das brachte auch nichts. Schmerzmittel mussten her und das dringend, auch wenn es dauern würde, bis diese wirken werden. Einen Moment brauchte Luana, sie schloss die Augen und bereitete sich mental vor aufzustehen, bevor sie genau diesen Plan in die Tat umsetzte. Das Stehen klappte besser, als das Sitzen und mit ihrer ganzen Kraft lief sie in die Küche, um nach den Schmerzmitteln zu sehen, die sie da haben sollten. Irgendetwas, was ihr helfen wird das wieder in den Griff zu kriegen..die Packung fand sie, griff zu gleich zwei Tabletten und einem Glas, um es sich mit Wasser zu füllen und die Tabletten gleich runter zu schlucken. Es ging wenigstens mit einer Hand.. sie zitterte, während das Glas in ihr war, aber Luana musste nur noch abwarten, bis die Medikamente wirken werden. Deshalb lehnte sie ihren Kopf an die Schränke an und schloss die Augen, um abzuwarten. Der Schmerz ließ nicht nach, er hielt weiterhin stechend in ihrer Brust.
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    • Christopher Carter

      Chris wäre selbst lieber länger am Sofa liegen geblieben um einfach die Gemeinsamkeit mit Luana zu genießen. Es spielte keine Rolle was sich daraus entwickelte. Er brauchte keine richtige Beziehung, er brauchte kein Sex und wenn es nicht nach seiner Firma ginge, wäre auch die Hochzeit nicht notwendig. Alleine ihre Anwesenheit hier reichte vollkommen aus um sich ein Stück lebendiger zu fühlen. Aber andererseits war immernoch die Angst in ihm vorhanden jemanden wirklich nah an sich zu lassen. Besonders was seine Gefühle betraf hatte der blondhaarige so seine Schwierigkeiten gehabt. Da die Frau ihm immer wichtiger wurde, wusste Chris, dass er dem irgendwann nicht mehr aus dem Weg gehen konnte. Daher versuchte er hier und da ein wenig Abstand zu gewinnen. Desweiteren schmerzte ihm der Nacken vom Liegen, da er es nicht gewohnt ist solange darauf zu schlafen. Wie konnte Luana das nur aushalten? Manchmal wünschte er sich echt wie andere zu sein die wie ein Stein schlafen könnten. Egal ob es auf dem Bett oder Sofa ist. Für ein paar Minuten blieb er trotzdem noch bei ihr liegen, strich ihr sanft über das Haar bis er sich dazu entschied sich langsam an die Arbeit zu machen wenn er nicht wollte dass jemand hier erscheint. Erstens wollte er nicht, dass sie von Luana's Zustand erfuhren, sollte es Sophie nicht bereits verbreitet haben, und zweitens wollte er weiterhin seine Ruhe von dieser Familie. Er lebte sein eigenes Leben und dabei konnte es bleiben. Er brauchte keine Eltern oder Geschwister nur um glücklich zu sein. Er war es alleine auch. Wer wusste denn schon wie lange es Luana noch mit ihm aushielt? Sobald sie körperlich gesund war, würde er sie gehen lassen. Sie hatte das Recht ein schönes Leben zu führen und bei ihm wäre es ganz sicher nicht machbar. Er war nicht der Mensch für eine Beziehung und früher oder später wird sie es selbst merken. Seine Verlobte hat deutlich besseres verdient.
      Leicht rieb er sich mit der Hand über den Nacken um die Schmerzen zu verdrängen, nachdem er Luana zudeckte, den Laptop von seinem Arbeitszimmer holte und sich draussen hinsetzte um sie nicht mit seinem Getippe auf der Tastatur zu wecken. Sie sollte sich ausschlafen können. Besonders für den Körper war es sicher nicht schlecht. Daher konzentrierte er sich erstmal auf die Emails um zu sehen was sich in den letzten Tagen und Woche getan hat. 250 Mails waren offen, was ihn nicht besonders überraschte. Wenn er sich Urlaub nahm für 2 Wochen hatte er fast genauso viel wenn nicht sogar mehr gehabt. Die Meisten aber waren nur bevorstehende Projekte in welche sein Vater ihn bringen wollte, Veranstaltungen und Meetings die bereits abgelaufen waren und sonst noch ein paar Daten und Dokumente die er einreichen müsste sobald Chris zurück im Büro war. Als er gerade anfangen wollte die unnötigen Mails zu löschen, hörte er drinnen Geräusche was seine Aufmerksamkeit und seinen Blick nach innen fallen ließ. War Luana etwa wach geworden? Wieviel Zeit überhaupt verstrichen war seit er aufgestanden war, wusste er nicht doch stand Christopher auf um nach ihr zu sehen und fand die blondhaarige in der Küche mit geschlossenen Augen und den Kopf an den Schränken gelehnt. Die Tablette neben ihr lagen offen was wohl hieß, dass sie welche einwarf sowie das Zittern an ihrem Körper war ihm nicht entgangen weshalb sich Chris zu ihr begab und die Hand auf ihre Stirn legte. Luana fühlte sich warm an. Sehr warm sogar. Auch an ihrer Wange war es nicht anders als er seinen Handrücken zur Kontrolle drauflegte. "Das Fieber ist angestiegen", war seine Stimme ruhig gewesen. Diese Reaktion vom Körper kannte er selbst nur zu gut und im Krankenhaus hatte sie in den Tagen ihres Aufenthalts des Öfteren eines bekommen. Tro
      tzdem machte er sich Sorgen da sie zusätzlich ziemlich blass im Gesicht aussah. Der Arzt meinte zwar, dass es vorkommen könnte und sie sich deshalb ausruhen soll aber es dennoch zu Komplikationen kommen könnte. War es einer dieser Komplikationen? "Ich bring dich ins Krankenhaus", er wusste, dass es ihr nicht gefallen würde aber er wollte kein Risiko eingehen, dass es was Ernsteres sein würde. Daher holte er sein Handy um die Nummer von Frank zu wählen. Ob es nun ein Taxi oder er war, war schon vollkommen egal. Die Zeit wäre die selbe, die sie warten müssten.


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    • Luana Young

      Das Glas konnte sie nicht lange in ihrer Hand halten, das stellte sie neben sich ab und lehnte wieder den Kopf zurück, um die auch auch wieder zu schließen. Die Schmerzen waren beinahe unerträglich, stehen fiel Luana überhaupt nicht einfach, ihr Kreislauf spinnte und es war ihr schwindelig, aber sich wieder hinzulegen kam nicht in Frage, da würde alles nur noch schlimmer werden. Das wollte sie nicht riskieren und blieb deshalb angelehnt, sollte irgendetwas sein, sollte sie doch die Kraft in den Beinen verlieren. Ihr Kopf dachte darüber nach nach Chris zu rufen, aber dafür müsste sie tief Luft holen und das war nicht möglich ohne Schmerzen. Sich zu bewegen kam auch nicht in Frage, deshalb beschloss Luana erst einmal abzuwarten und sich dann etwas zu überlegen.
      Sie zuckte zusammen, als sie eine Hand auf ihrer Stirn spürte und öffnete die Augen, um Chris zu erblicken. Die Hand gleich an der Wange fühlte sich gut an, gegen diese lehnte sich Luana unterbewusst an, schloss die Augen aber wieder. Ihr Fieber soll angestiegen sein, das glaubte sie nicht, sie hatte einfach nur Schmerzen, verdammte Schmerzen. Gerne hätte sie Chris genau das gesagt, aber sie war zu sehr darauf fokussiert flach zu atmen und den Brustkorb nicht zu sehr zu bewegen. Bei dem Krankenhaus schüttelte sie ihren Kopf, das war nicht notwendig, wirklich nicht. "Ich.. kann nicht sitzen", bekam sie über ihre Lippen. Sie würde nicht in das Auto steigen, weil sie sich so schon kaum bewegen konnte. Das Stehen war bisher am besten, da waren die Schmerzen gleichmäßiger, ein wenig erträglicher. "Es.. geht gleich wieder". Die Medikamente mussten anfangen zu wirken, dann würden die Schmerzen besser werden und Luana wird auch wieder atmen können. Sie hoffte es jedenfalls, denn das Stehen raubte ihr auch sehr viel Kraft.
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    • Christopher Carter

      Eigentlich hätte er in Ruhe draussen seine Arbeit machen können. Das Wetter dafür war perfekt und die Stille sorgte dafür, dass Christopher seine Konzentration ganz auf den Laptop fixieren konnte. Doch hörte er nach einer Weile plötzlich vom Inneren seines Hauses Geräusche sowie Wasser laufen was wohl bedeutete, dass Luana wach geworden war. Hatte sie etwas geweckt gehabt weshalb sie schon auf den Beinen war? Eher glaubte er, dass sie spätestens während Chris beim Kochen sein würde, wach wird aber anscheinend schien sie sich für früher entschieden zu haben. Da nach dem Wasser aber nichts mehr zu hören war, dachte Chris, dass sie sich vielleicht wieder hingelegt hätte doch wollte er zur Sicherheit nachsehen gehen woraufhin er sie in der Küche auffand. Und eines war er sich bei dem Anblick der blondhaarigen sicher gewesen: so wie sie hier stand....der Körper zitternd, den Kopf mit geschlossenen Augen gegen die Schränke gelehnt und die Tablettenpackung vom Krankenhaus neben ihr liegend, schien es ihr nicht gerade blendend zu gehen. Sanft legte er seine Hand auf ihre Stirn, da sie blass war, welche sich extremst warm anfühlte. Zu warm nach seinen Geschmack. Auch auf der Wange kontrollierte er ihre Temperatur wobei es selbst an dieser Stelle nicht anders war. Luana sah wirklich nicht gut aus. Der Arzt meinte zwar, dass es aufgrund der gebrochenen Rippen dazu kommen könnte, dass das Fieber wieder ansteigt, da der Körper versuchte dagegen anzukämpfen, trotzdem war es in dessen Augen zu waghalsig das Krankenhaus, nach dem schweren Unfall, nach einer Woche wieder zu verlassen. Natürlich ließ er es zu wenn die Person Selbstverantwortung für die Gesundheit übernahm und Chris schwor, dass er alle Komplikationen in Kauf nehmen würde. Aber er wollte nicht, dass sie hier mit schmerzhaften Gesicht stand, im schlimmsten Fall vielleicht sogar zusammenbrach, und darauf hoffte, dass es vielleicht gleich wieder verschwinden würde nur, weil sie Medikamente einnahm. Damit war nicht zu Scherzen. Er selbst war damals 3 Wochen außer Gefecht gesetzt gewesen und davon verbrachte er 2 Wochen im Krankenhaus und die restliche Zeit hier zu Hause. Es war zwar nur eine Woche länger als bei ihr aber er hatte es einfach nicht mehr dort ausgehalten.
      Gerade als er dabei war mit seinem Handy Frank's Nummer zu wählen, nachdem er ihr verkündet hatte sie ins Krankenhaus zu bringen, meinte sie nicht sitzen zu können was die ganze Sache natürlich auf dem Weg dorthin erschweren würde. Danach folgten schon die Worte, dass es gleich wieder gehen würde, was in seinen Augen eine Lüge war. Sowas verging nicht von einer Minute auf die andere. Es brauchte Zeit und Luana hatte sich vermutlich körperlich mehr angestrengt als was sie hätte eigentlich dürfen. "Dann rufe ich zumindest einen Arzt hierher. Über die Untersuchung wirst du nicht drum herum kommen", war seine Stimme ruhig aber dennoch ernst. Wenn es um die Gesundheit von ihr ging, wollte Chris nicht diskutieren. Daran musste sich seine Verlobte gewöhnen. Daher wählte er statt Frank's Nummer die eines bekannten Arztes, bei dem Chris wusste, dass dieser auch Hausbesuche machte, begab sich aber währenddessen zu ihr rüber um Luana etwas stützen zu können. "Guten Tag, hier spricht Christopher Carter. Wäre Dr. Melendez zufällig im Haus?", fragte er nach und pausierte mit seinen Worten als er der Frau auf der anderen Leitung zuhörte als sie anschließend dem Arzt das Telefon überreichte. Diesem erklärte er sofort was los war, dass sich Luana vor etwas mehr als einer Woche 3 Rippen gebrochen hat und nun unter starken Schmerzen und Fieber litt. Ein Krankenhausbesuch wäre nicht möglich, da sie nicht sitzen konnte. "Wirklich? Alles klar. Ja, bis später" mit diesen Worten beendete Chris das Gespräch, legte das Handy auf die Küchenplatte neben sich und richtete seine Augen auf Luana. "Der Arzt kommt vorbei und sieht sich das mal an", gab er ihr bekannt auch wenn sie es sich vielleicht denken konnte. "Ich weiß dir gefällt es nicht aber damit ist nicht zu spaßen" dabei deutete er auf ihre Rippen "Das kann extremst nach hinten losgehen und wenn wir nicht aufpassen liegst du wieder auf der Intensivstation"


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    • Luana Young

      Sie wollte einfach nur, dass es aufhörte wehzutun und dafür mussten sie nicht ins Krankenhaus fahren, fand sie jedenfalls. Es würde reichen, wenn die Medikamente anfangen zu wirken, aber Kraft für eine Diskussion besaß sie nicht wirklich. Ihr fiel das Atmen so schwer, dass darauf und auf das Stehen die meiste Kraft draufging, aber sollte Chris doch machen, wie er wollte. Luana hielt die Augen einfach geschlossen und hörte mit einem Ohr zu, was er da am Telefon sagte. Er wollte einen Arzt holen, das war besser, als ins Krankenhaus zu fahren, denn dort würde sie nicht bleiben und die Wahrscheinlichkeit, dass sie es muss war sehr hoch. Ja, ihr ging es nicht gut, aber so schlecht war es noch nicht. Natürlich, keiner mochte Krankenhäuser, aber die Frau hatte die letzten Jahre über sehr viel damit zu tun gehabt, aufgrund ihrer Mutter und hatte nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Damit verbundene sie einfach nur schlechte Sachen, deshalb war sie ja Chris so dankbar gewesen, als er sie nach Hause nahm.
      Als Chris sich zu ihr stellte und sie stützte lehnte sich Luana automatisch an ihn dran, um sich etwas zu entlasten und ein wenig Nähe zu spüren. Sie brauchte die Unterstützung, auch wenn sie dieses gerade nicht zugeben würde. Die Schmerzen raubten ihr den Verstand und die Möglichkeit nachzudenken, es war zu viel für sie, aber da musste sie jetzt durch. Ihre Augen öffnete sie nicht wirklich, das war vor allem keine gute Idee, es war ihr schwindelig und so stand sie sicherer auf den Beinen. Nach den Worten, mit denen Chris ihr offenbarte, dass der Arzt vorbei kommt nickte sie leicht. Er belehrte sie auch, es war damit nicht zu spaßen und auf die Intensivstation wollte sie auch nicht zurück, ihr Aufenthalt dort war lang genug gewesen.
      „Okay“, bestätigte Luana leise. Sie atmete noch immer flach, griff sich mit einer Hand an die Brustseite, um das festzuhalten. „Mir ist.. schlecht“, stellte sie fest und öffnete die Augen. Die Tabletten wollten wieder hoch, das wollte sie aber nicht, die sollten nämlich wirken. „Keine Ahnung.. was mit mir los ist“. Vor allem, was jetzt los war und wie ihr Körper darauf kam so Schmerzen zu haben. „Wie lange braucht der Arzt?“. Eine wichtige Frage, denn so langsam zweifelte die Blondine, ob die Tabletten ihr wirklich helfen können.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Christopher Carter

      Chris war nicht so ernst und streng zu ihr, weil er wollte, dass sie tat was er ihr sagte. Er war es, weil sich der blondhaarige große Sorgen um sie und ihre Gesundheit machte. Dass es ihr plötzlich von einem Tag auf den anderen so schlecht ging, war nicht normal. Gestern hatten sie sich noch in Ruhe gemeinsam unterhalten und lagen auf dem Sofa und heute kämpfte sie mit starken Schmerzen und wenn er ihre Atmung beobachtete, während er neben ihr stand, schien ihr dies ebenfalls schwer zu fallen. War etwas mit den gebrochenen Rippen passiert während sie am Sofa lag? Es war ja schließlich nicht so weich wie das Bett oben gewesen aber trotzdem dürfte das nichts ausmachen? Am Liebsten wäre er mit ihr ins Krankenhaus gefahren um sich untersuchen zu lassen. Wenn notwendig hätten sie gleich ein MRT oder ein CT machen können um zu sehen ob die Lunge oder ein anderes Organ in Mitleidenschaft gezogen wurde, doch wollte Luana nicht und zwingen dazu wollte er sie schon gar nicht. Desweiteren wäre das Sitzen bis dorthin problematisch geworden, weshalb sich Chris dazu entschloss wenigstens einen Arzt anzurufen der auch Hausbesuche machte. Der Vorteil daran war, dass er seine Praxis hier im Dorf hatte. Chris selbst fuhr hier und da zu ihm wenn es ihm gesundheitlich aufgrund einer Grippe oder sonst was schlecht ging. Mit dem Wagen waren es nur ca. 10min Fahrt gewesen. Somit sollte der Arzt auch so schnell wie möglich bei Ihnen eintreffen als dieser zustimmte sofort vorbei zu kommen.
      Nachdem er das Telefon zur Seite gelegt hatte, stütze er sie ein wenig mehr sodass sie nicht die komplette Körperkraft verwenden musste um irgendwie auf den Beinen stehen zu können. Vermutlich gefiel es ihr wieder nicht Hilfe zu brauchen aber was wäre er für ein zukünftiger Mann wenn er sie in solchen Dingen in Stich ließ? Klar, es war sozusagen nicht seine Aufgabe aber trotzdem würde er sie nicht alleine lassen. Als Luana die Augen öffnete und meinte, dass ihr schlecht sei und die Hand auf die Brust legte, griff er hinter sie um das kleine Geschirrtuch von der Halterung zu nehmen und es unter der Spüle nass zu machen. Da sie sich vorhin ja ein Glas Wasser nahm und dort verweilte, war es ein Kinderspiel. Sollte sie sich aber übergeben müssen, müsste sie die Küche in Anspruch nehmen, denn die Badezimmer waren beide im ersten Stock gewesen und Chris bezweifelte, dass sie es mit den Schmerzen überhaupt nach oben schaffte. Sanft legte er das nasse Tuch über ihren Nacken, da sowas gegen Übelkeit und Schwindel oft half und strich ihr leicht mit der Hand sanft über den Arm um sie ein wenig zu beruhigen. "Wir werden dich wieder auf die Beine bekommen", versuchte er sie aufzubauen als sie auch noch wissen wollte wie lange der Arzt brauchte "Er sollte gleich da sein. Seine Praxis ist nicht weit weg von uns" erklärte er ihr weiter während er seine andere Hand erneut auf die Stirn legte um nach dem Fieber zu sehen. Wirklich was verändert hatte sich nichts. Verdammt, was war wirklich mit ihr los? Es ging ihr doch in den letzten Tag ganz gut soweit? Was war also der Auslöser für den jetzigen Zustand? "Willst du dich nicht vielleicht doch zurück aufs Sofa legen? Oder fällt dir das Stehen leichter?", auch wenn die Frage komplett idiotisch war, so wusste er ehrlich gesagt nicht genau was er sonst tun soll. Einerseits wollte Chris Luana helfen und für sie da sein um ihr etwas von den Schmerzen abzulenken aber andererseits hatte er keine Ahnung was genau er eigentlich machen konnte um diese zu verringern. Chris griff zu dem Glas Wasser, aus welchem sie vorher getrunken hatte und hielt ihr es hin sodass sie was trinken konnte. "Trink noch etwas. Gegen die Übelkeit", sprach er sanft. Wo blieb dieser verdammte Arzt?


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    • Luana Young

      Die Schmerzen in der Brust, generell im Oberkörper kannte Luana so stark nicht, auch wenn es nicht das erste Mal war, dass ihre Rippen gebrochen waren. Sie hatte eine harte Vergangenheit hinter sich, über die sie nicht sonderlich gerne sprach, denn damit würde sie Dinge zugeben müssen, die sie nicht zugeben wollte. Es war nicht einfach damit zu leben, aber das einfach zu verschweigen war deutlich einfacher. Chris wusste schon von ihrer Mutter, aber er wusste nichts davon, durch welche Hölle die Blondine die letzten Jahre gegangen war. Jeder hatte so seine Geheimnisse und das war vielleicht auch besser so, fand sie selbst jedenfalls. Man könnte einen anderen Blickwinkel auf sie bekommen, wenn man die anderen Dinge wusste und es war zur Zeit gut, so wie es zwischen ihnen war. Luana wusste zwar immer noch nicht, warum seine Nähe ihr so gut tat, aber alleine, dass er bei ihr in der Küche stand war schön, auch wenn sie es niemals freiwillig zugeben würde. Es war vielleicht besser so, als wenn Chris am Ende denken würde sie sei anhänglich, oder würde es nicht alleine schaffen.
      Es war schon bemerkenswert, dass er da war, obwohl er es nicht musste, aber das wollte die Frau nicht hinterfragen. Sie hatte Angst vor der möglichen Wahrheit, dass Chris es tat, weil sie leichte Beute war, weil er sich am Ende ihre Dankbarkeit erhoffte. Das wollte sie nicht wissen, sie wollte weiterhin in der Annahme leben, dass er es gern für sie tat, dass er sie vielleicht gern hatte, denn sie hatte ihn schon gern. Nur zeigen konnte sie es gerade nicht zu viel, die Schmerzen waren zu präsent in ihrem kompletten Körper. Mit einem Nicken bestätigte sie, dass sie sie wieder auf die Beine kriegen werden. Sprechen wollte sie so wenig, wie es nur möglich war, denn das Atmen fiel ihr wirklich schwer. Luana schüttelte bei der nächsten Frage den Kopf. "Stehen ist gut", brachte sie heraus und griff mit der freien Hand nach seinem Arm, um sich festzuhalten. Ihr war es schwindelig, schlecht und alles andere noch, vor allem alles auf einmal. Luana konnte nicht garantieren auf den Beinen stehen zu bleiben, deshalb hielt sie sich an dem Mann fest, um nicht noch womöglich auf die Rippen zu fallen. Wieder schüttelte Luana ihren Kopf, sie wollte nichts trinken, ihr war es schlecht und wenn sie sich jetzt bewegen würde, dann könnte es wieder mehr schmerzen. Innerlich fand sie es süß, wie sehr Chris doch für sie da war, das hätte sie nicht erwartet, aber fand es schön, fühlte sich nicht ganz so alleine in dieser Situation.
      Seufzend lehnte sie wieder den Kopf nach hinten an den Schränken an, das war eine schreckliche Situation hier.
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    • Christopher Carter

      Woher kamen diese plötzlichen Schmerzen? Gestern sowie vor ein paar Stunden war doch noch alles gut gewesen und nun musste Luana darum kämpfen nach Luft zu schnappen sowie nicht umzukippen. Egal welche Optionen er durch den Kopf wandern ließ woher diese kommen konnten, umso weniger kam er zu einer Antwort. Beide achteten schließlich darauf, dass sie sich nicht überanstrengte. Was tat sie also heute groß? Sie war alleine die Stufen von oben runtergegangen, saß draußen auf der Terrasse als er zurückkam und lag anschließend auf dem Sofa um sich ein wenig ausruhen und zu schlafen. War vielleicht irgendwas beim Sitzen draußen oder am Sofa während des Liegen vielleicht irgendwas passiert was das Ganze auslöste? Eine andere Erklärung würde es ja sonst nicht geben? Oder hatte sich etwas entzündet was ihr solche Schwierigkeiten bereitete? Chris versuchte zumindest ihr gut zuzusprechen, dass sie es wieder hinbekommen würden sodass sie nicht das Gefühl hatte das alleine durchstehen zu müssen. Er musste das Alles natürlich nicht machen aber Chris wollte es so und war auch nicht der Mann der eine Frau einfach in Stich ließ. Schon gar nicht wenn es bei der Frau um Luana handelte. Dafür war sie ihm schon zu wichtig geworden. Die blondhaarige gehörte ja sowas wie zu seinem Leben, wie also sollte er das ignorieren? Zum anderen war er aber auch für ihre Gesundheit verantwortlich, nachdem er die Papiere im Krankenhaus unterschrieben hatte doch dieser Grund war für ihn an letzter Stelle, warum er hier stand und ihr half. Als Christopher wissen wollte ob sie sich vielleicht nicht doch aufs Sofa legen wollen würde oder ob das Stehen leichter fiel, entschied sie sich für die zweite Option worauf beide weiter hier standen und darauf hofften, dass der Arzt bald kommen würde. Gegen ihre Übelkeit und den Schwindel nahm er das Glas hinter ihr und hielt es Luana hin sodass sie etwas daraus trinken konnte, doch schüttelte sie erneut den Kopf woraufhin er es zurückstellte. Was konnte er denn noch machen um ihr zu helfen?
      Sanft legte er seine zweiten Arm um sie, um Luana zwar nicht weh zu tun aber genug Halt zu bieten sodass sie nicht umfallen konnte. Mehr fiel ihm nicht mehr ein machen zu können und gerade als er dabei war langsam zu verzweifeln, läutete es plötzlich an der Türe. "Gott sei Dank", murmelte er leise "Es ist offen!", rief er laut und hoffte darauf, dass es die Person hinter der Eingangstüre hören konnte. Die Türe dürfte nicht verschlossen sein, zumindest konnte sich Christopher nicht erinnern diese abgeschlossen zu haben. Dafür bekam Luana's laute und aufgeregte Stimme seine Aufmerksamkeit als er sie schließlich draußen telefonierend vorfand. "Christopher?", hörte der blondhaarige Dr. Melendez Stimme durch den Raum wandern "in der Küche", gab er ihm bekannt woraufhin sich der Arzt durch den Gang bewegte und um die Ecke kam sodass er die beiden erblickte. Dass er Chris beim Vornamen nannte war komplett normal zwischen ihnen geworden. Schließlich war er seit Jahren entweder wegen sich selber oder wegen Sarah immer bei ihm gewesen. "Also, wenn haben wir denn hier?"..... "Sie heißt Luana Young", stellte er sie vor "Alice sagte etwas von 3 gebrochenen Rippen, großen Schmerzen und Fieber. Was ist passiert?", fragte dieser nach während die Arzttasche auf der freien Platte abgestellt wurde und er seine Aufmerksamkeit Luana widmete. Alice war seine jahrelange Mitarbeiterin gewesen, die die ganze Büroarbeit machte und die Patienten in der Praxis aufnahm. "Wir hatten einen Autounfall. Sie war auch im Krankenhaus gewesen, bekam Schmerzmittel verschrieben, welche sie verlässlich nimmt und in den letzten Tagen war soweit man es sagen kann, so ziemlich alles okay. Aber seit sie vorher aufgestanden ist, hat sie diese starken Schmerzen. Auch das Atmen scheint ihr Probleme zu machen. Das Fieber stieg ebenfalls an", gab Chris ihm die Kurzfassung woraufhin sich Dr. Melendez auch an die Arbeit machte. Er selbst kontrollierte ihre Temperatur, welche bei 38.5 Grad lag. "Wäre es möglich, dass Sie sich hinlegen? Dann kann ich mir das mal mit den Rippen ansehen", sprach er ihr ruhig zu und ohne, dass beide ihr einen Widerspruch duldeten begleitete Chris sie rüber ins Wohnzimmer sodass sie sich langsam und vorsichtig hinlegen konnte. Auch wenn es ihr Schmerzen bereitete, musste es sein um diesen auf den Grund zu gehen. Leicht schob er ihr Shirt nach oben bis die Rippen frei waren, rieb sich die Hände sodass diese nicht kalt waren und fing an sich vorsichtig ran zu tasten um aber nichts weiter zu verletzen. Dr. Melendez kam an eine feste Stelle die ihm gar nicht gefiel. Es war zwar nichts dramatisches in seinen Augen aber dennoch damit nicht zu spaßen "Scheint als hätten Sie sich einen Nerv beleidigt. Und dies nicht gerade auf die sanfte Tour", bei der Erklärung zog er ihr das Shirt wieder runter, stand auf und holte seine Tasche "Und das bedeutet was?", fragte Chris nach "Dass viel Bettruhe angesagt ist. Wärme für ihren Körper, besonders für den Nerv, wäre genauso wichtig. Ich verschreibe Ihnen noch ein Medikament was Sie mir bitte parallel zu den anderen nehmen werden", erklärte der Arzt während er die Packung rausholte und sie ihr rüber brachte um sie auf den Wohnzimmertisch zu legen "Diese nehmen Sie bitte für die nächsten 2 Wochen. Sollten die Schmerzen nicht abklingen oder wieder auftauchen, ruft mich an", leicht lächelte dieser Luana zu bevor seine Augen auf Chris gingen. "Mit sowas ist echt nicht zu scherzen. Aber das kennst du ja von dir selbst daher mache ich mir keine Sorgen", sprach er sanft, verabschiedete sich von Luana während Chris ihn noch zur Türe begleitete bevor er diese abschloss und zu ihr zurückging. "Ich denke, den Spaziergang müssen wir doch noch etwas verschieben", lächelte er ihr sanft zu als er sich neben sie an die Kante des Sofas setzte.


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    • Luana Young

      Als es an der Tür klingelte fühlte sich das wie eine Erlösung an, auf die Luana gewartet hatte. Sie hatte das Gefühl ihre Schmerzen nicht mehr lang aushalten zu können, wenn nicht bald Hilfe kommen würde, die kam aber auch. Es war gut, dass Chris für sie sprach, durch die Schmerzen atmete Luana relativ flach und jedes Wort bedeutete viel Anstrengung für sie. Deshalb war es in Ordnung, dass er das Reden übernahm, damit erleichterte er es ihr sehr. Mit einem Ohr hörte die Frau deshalb mit, hielt sich wieder die Seite fest, die ihr wehtat. Es fühlte sich an, als wäre sie gar nicht wirklich anwesend, als würde sie nur durch einen Schleier alles mitbekommen, aber spätestens als der Arzt die anfasste, als er ihre Temperatur misste öffnete sie die Augen und blickte zu ihm. Ihr ging es schlecht, das war ihr anzusehen und wie lange sie sich noch auf den Beinen halten wird wusste sie auch nicht.
      Bei der Frage, ob sie sich hinlegen konnte schüttelte Luana energisch ihren Kopf, genau das wollte sie verhindern und das wollte sie nicht. Das würde Schmerzen bedeuten und dessen war sie sich gerade sehr gut bewusst, aber das brachte nichts, denn entgegen ihres Willen wurde entschieden. Sie legte sich hin, auch wenn ihr die Tränen vor Schmerz liefen, so sehr tat es weh. Dafür hielt sie ihre Luft an, biss fest auf ihre Zähne, um einen Schrei zu verhindern. Die Schmerzen waren heftig und kaum auszuhalten, aber es wurde auch nicht besser, als sie lag. Das Abtasten schmerzte, es war wirklich nicht schön und die Tränen liefen ihr weiter über die Wangen, als der Arzt die Stelle fand, die ihr so schmerzte. Das glich hier einer Qual und nicht einer ärztlichen Behandlung und am Ende gab es nur irgendwelche Tabletten und keine weitere Hilfe. Wärme und Tabletten würden nicht sofort helfen, gab es nichts, was man ihr sofort geben konnte? Eine Spritze? Irgendetwas?
      Das Lächeln konnte sie nicht erwidern, das war ihr nicht möglich, stattdessen legte sie ihren Arm über ihre Augen, um durchzuatmen. Das war alles nicht so einfach für sie, vor allem nicht so einfach auszuhalten. Jetzt war sie genervt, hatte Schmerzen und wollte am liebsten einfach komplett aufgeben. Es war ihr zu viel, die Schmerzen raubten ihr ihre Kraft. Aber sie blieb liegen, wollte sich nicht mehr bewegen und hoffte einfach, dass die Schmerzmittel irgendwann anfangen werden zu wirken. Sie hatte keine Kraft diese komischen Medikamente zu nehmen, die ihr dagelassen wurden, so blieb sie einfach liegen, bis Chris zurück kam. Auch dann blieb sie liegen, blickte nicht zu ihm, sie wollte einfach endlich keine Schmerzen mehr haben, was das etwa so schwer?
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    • Christopher Carter

      Den Arzt zu rufen war in seinen Augen vollkommen richtig gewesen. Luana hatte große Schmerzen gehabt, konnte weder richtig stehen noch liegen geschweige denn sitzen. Da sie in kein Krankenhaus wollte, musste eben ein Hausarzt her worauf er einen anrief. Während sie in der Küche standen und Chris neben ihr stand um ihr Halt zu geben, klopfte es plötzlich gegen die Haustüre woraufhin er zurief, dass diese offen sei. Eigentlich tat er dies nie, da ja auch jemand anderes davorstehen könnte. Aber wer außer der Arzt sollte das sein? Luana's Freundin Hannah wohl kaum, was beim letzten Besuch zwischen ihm und ihrem Freund vorfiel und seine Familie würde sich genauso wenig hier zeigen lassen. Daher blieb nur noch Dr. Melendez und als dieser nach dem blondhaarigen selbst rief, lag er mit seiner Vermutung richtig. Diesem holte er zu sich in die Küche, der im nächsten Moment um die Ecke kam und sich gleich Luana zuwandte nachdem Chris sie vorstellte und auf seine Frage, was geschehen ist, einging. Dr. Melendez kontrollierte erstmal das Fieber, welches erhöht war, da sie zusätzlich ziemlich blass im Gesicht aussah. Desweiteren bat er sie noch sich auf das Sofa zu legen auch wenn er wusste, dass dies schmerzlich werden wird. Aber eine andere Wahl hatte sie nicht wenn sie Hilfe haben wollte und nachdem sie seiner Bitte mit großen Schmerzen nachkam, rieb er sich die Hände um diese etwas wärmen, schob ihr Shirt etwas hoch und tastete sich langsam voran bis er fand nach was er suchte. Chris beobachtete alles neben ihr und sah Luana an, dass es nicht spurlos an ihr vorbei ging als ihr die Tränen kamen, woraufhin er sich zu seiner Verlobten runterhockte und seine Hand auf ihre Schulter legte um zu zeigen, dass er hier war. Er würde immer für sie da sein. Innerlich tat es ihm selbst ein wenig weh, dass sie solch großen Schmerzen gerade ausgesetzt war aber wie sollen sie denn sonst herausfinden was mit ihr los war.
      Nachdem der Arzt fertig war und erklärte, dass sich Luana einen Nerv beleidigt hatte und nicht gerade auf die leichte Art und Weise, ihr weitere Medikamente und Bettruhe verschrieb, packte er seine Sachen, wurde von Chris zur Türe gebracht bis er diese hinter sich schloss und zurück zu Luana ging. Diese erblickte er mit einem Arm über den Augen liegen weshalb er sich zu ihr setzte und mit einem sanften Lächeln erklärte wohl das Spazieren gehen zu verschieben. Dass es ihr gerade richtig Beschissen gehen musste, nachdem der Arzt anfing an ihr herum zu tasten, konnte sich der blondhaarige gut vorstellen. Schließlich hatte er das ganze Prozedere selbst vor ein paar Jahren hinter sich bringen müssen. War es vielleicht doch ein Fehler ihn zu holen? Wenn ja, wäre es gut wenn Luana ihm sagen würde was dann der richtige Weg gewesen wäre. Leicht strich er ihr über ihren Arm, stand auf und ging rauf ins Badezimmer um ein kleines Kopfhandtuch mit heißem Wasser nass zu machen. Desweiteren holte er die Wärmeflasche aus seinem Schlafzimmer, welche er stets bei Magenschmerzen nahm, füllte diese ebenfalls mit heißem Wasser und wickelte es einmal mit dem Handtuch um bevor er sich runter zu ihr begab und erneut neben ihr auf dem Sofa an der Kante Platz nahm. "Nicht erschrecken", sprach er leise, legte die Flasche mit dem Handtuch auf seine Beine und zog ihr das Shirt ein Stück nach oben sodass ihr Rippenbereich wieder frei wurde. Vorsichtig legte er das Handtuch mit der eingewickelten Wärmeflasche auf die betroffene Stelle, sodass es etwas Wärme spenden konnte, zog ihr Shirt wieder nach unten und legte die Decke über ihren Körper. "Versuch zu schlafen, Luana. Ich weiß, dass es aufgrund der Schmerzen unmöglich ist. Es ist die ganze Situation, um es richtig auszudrücken, scheiße. Aber der Schlaf spendet ebenfalls Genesung", ergriff er wieder das Wort als Luana immer noch nicht reagierte. "Ich werde hier bei dir bleiben und aufpassen bis du wieder aufwachst", versuchte er sie dadurch ein wenig zu ermuntern.


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    • Luana Young

      Die Schmerzen waren kaum auszuhalten, weshalb ihr auch die Tränen liefen. Es kribbelte jedoch, als sie die Hand auf ihrer Schulter bemerkte, die Chris zu gehören schien. Er wollte wohl für sie da sein, was Luana zwar gut fand, jedoch jetzt gerade nicht wirklich wertschätzen konnte. Ihr war es warm und kalt zugleich, sie hatte Schmerzen ohne Ende und dieser Arzt nahm es sich noch wirklich heraus sie einfach so anzufassen, ohne zu fragen.. dazu noch so, dass es nur noch mehr wehtat. Es war ihrer Meinung nach keine große Hilfe gewesen, da wäre sie schon lieber ins Krankenhaus gefahren, dort hätte man ihr irgendetwas gegen die Schmerzen gegeben und so blieb sie einfach liegen, mit neuen Tabletten und alten Schmerzen.
      Die Blondine blieb auf dem Rücken liegen, sie atmete flach, um keine weiteren Schmerzen zu verursachen. Chris und seine Worte ignorierte sie einfach, legte ihren Arm über die Augen und blieb einfach so liegen. Auf eine Konversation hatte sie weder Lust, noch Kraft, es war schon schwer genug flach zu atmen, um es irgendwie auszuhalten. Er ließ die scheinbar alleine liegen, ging hoch, so wie es sich anhörte. Das nahm Luana so hin, sie hatte für nichts Kraft, oder Lust. Lange blieb sie nicht alleine, dann sollte sie sich nicht erschrecken und die Tatsache, dass Chris ihr Oberteil hoch zog hinterließ ein Kribbeln an den Stellen, an denen seine Hand sie berührte. Etwas warmes spürte die Frau gleich darauf, sie bewegte sich auch dann nicht, verzog das Gesicht lediglich etwas, denn im ersten Augenblick schmerzte es. Für das zudecken war sie sehr dankbar.
      Sie sollte schlafen, da seufzte Luana. Gerne hätte sie etwas zickiges zurück erwidert, doch das verdiente Chris nicht, er gab sich schon so Mühe. Es war nicht seine Schuld, aber letztendlich ignorierte er jeden ihrer Wünsche gerade. Das Hinlegen war das Schlimmste daran, neben der nicht vorhandenen Hilfe. Wie sollte sie jetzt diese Tabletten schlucken? Doch sie nickte, blickte nicht zu dem Mann, rührte sich sonst nicht. Die Schmerzmittel fingen langsam an zu wirken, ganz langsam, oder die Wärme, was auch immer, aber langsam konnte sie wieder atmen. Dieser verfluchte Arzt.. der sollte ihre schlechte Laune abbekommen! Er hatte es verdient gehabt, Chris nicht, in kleinster Weise. Nun, vielleicht war seine Anweisung zu schlafen doof, denn wie sollte Luana mit diesen Schmerzen schlafen?!
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    • Christopher Carter

      Chris wusste schon langsam nicht mehr wie er ihr eigentlich helfen konnte. Rippenbrüche waren wirklich nicht lustig gewesen und verursachten höllische Schmerzen sobald man eine blöde Bewegung machte. Als Luana ihn deutete sich nicht hinlegen zu wollen, Dr. Melendez dies aber verlangte um die Untersuchung fortzusetzen, war klar, dass es umso schmerzvoller werden würde. Und nun lag die blondhaarige hier, versuchte wahrscheinlich einen Schrei oder weitere Tränen zu unterdrücken und kämpfte gegen alles an was der Körper ihr meldete. Aber welche andere Wahl hatte der blondhaarige denn gehabt? Sie verweigerte das Krankenhaus und zu einem Arzt selbst konnten sie nicht fahren, da ihr das Sitzen schwer fiel. Da blieb doch nur mehr diese Option, oder? Um ihr wenigstens etwas vom Schmerz hoffentlich nehmen zu können, begab er sich rauf in das Badezimmer um dort ein kleines Kopfhandtuch mit heißem Wasser nass zu machen sowie die Wärmflasche damit zu befüllen, ging runter zurück zu Luana, wickelte die Flasche in das Kopfhandtuch, sprach noch, dass sie sich nicht erschrecken solle bevor er ihr das Shirt etwas nach oben zog und die Wärmflasche auf die betroffene Stelle legte. Das Gefühl war zwar in diesem Augenblick vermutlich nicht gerade das Angenehmste gewesen aber sie wird merken, dass es mit der Zeit leichter werden würde. Gerade wenn man Schmerzen hatte und etwas warmes draufkam zog es gleich dorthin. Danach zog er ihr das Shirt wieder runter und deckte Luana mit der Decke bis zu ihrem Gesicht zu um die Wärme unter dieser zu lassen. Dass sein Vorschlag zu schlafen sich in ihren Ohren vermutlich komplett bescheuert anhörte, war ihm durchaus bewusst gewesen. Auch er hatte damals nicht wirklich mit den Schmerzen schlafen können aber als er sich Ruhe gönnte und es wenigstens versuchte klappte es irgendwann. Chris würde auf jeden Fall bei ihr bleiben. Schließlich war er auch an ihrer Gesamtsituation schuld. Klar, sie würde ihm wieder komplett widersprechen, wie sie es schon des Öfteren tat, aber in seinen Augen sah es nun mal so aus. Er saß am Steuer, er hatte getrunken gehabt und auch wenn er bei grün erst losgefahren war, wie es vorschriftsmässig vorgeschrieben war, so hätte er den LKW Fahrer vielleicht früher erkennen und den Aufprall somit verhindern können. Doch stattdessen war er aufgebracht und die Konzentration war auch nur minimalst vorhanden. Für einen Moment blieb er noch bei ihr sitzen als er sich schließlich erhob, den Wohnzimmertisch beiseite schob und die Couch so auszog, sodass es als Bett für 2 Personen benutzbar war. Dafür brauchte sich Luana nicht bewegen oder zur Seite rutschen. Nachdem das erledigt war, nahm er sich seinen Polster zu sich und legte sich neben sie hin. Er sagte doch, dass er bei ihr bleiben würde und das tat er auch. Um ihr aber den Platz nicht zu nehmen sodass sie vielleicht wieder mehr Schmerzen bekam, empfand er dies als bessere Lösung. Dabei legte er sanft seine Hand auf die Stelle an der die Wärmflasche lag und hoffte darauf, dass sie ihre Wirkung bald zeigen würde. Dass es aber nicht so schnell ging, war klar.


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    • Luana Young

      Es tat ihr innerlich wirklich leid, dass Chris ihre schlechte Laune indirekt abbekam. Er wollte nur helfen und das tat er wirklich, nur konnte er ihr die Schmerzen nicht nehmen. Letztendlich wurden diese aber ein wenig weniger, oder Luana gewöhnte sich schon so sehr daran, das diese erträglicher wurden. Es war jedenfalls langsam leichter für sie und sie konnte den Arm wieder runter nehmen, musste sich nicht mehr das Licht von den Augen weghalten, denn selbst dieses hatte sie genervt gehabt. Schlafen an sich war keine schlechte Idee, das Problem daran war nur, dass die Schmerzen es nicht so einfach gestalteten, wie die Frau es gerne hätte. Doch sie würde es versuchen, denn was blieb ihr anderes übrig? Es verwunderte sie nur, dass Chris zu bleiben schien, dass er sie eben nicht allein ließ. Die Augen ließ Luana geschlossen, merkte aber, wie er sich zu bewegen schien. Was er da vor hatte wusste sie nicht, doch als Luana ihre Augen öffnete, um hinzusehen erkannte sie, dass der Mann das Sofa wohl auszog, um sich zu ihr zu legen. Irgendwie süß, dachte sie sich und schmunzelte etwas über diese Tatsache. Ob er ihr einfach nur nah sein wollte, oder Schuldgefühle hatte wusste sie nicht, aber er legte sich zu ihr und das zählte vor allem, jedenfalls für sie.
      Kaum legte er sich zu ihr bewegte sich die Frau ein klein wenig, legte etwas Decke auf ihn, um ihm zu zeigen, dass es in Ordnung war, wenn er bei ihr liegen blieb. Die Augen schloss sie wieder, spürte gleich Druck auf ihrer Brust. War das seine Hand, die er da hinlegte? Vorsichtig bewegte Luana ihre gesunde Hand, um danach zu fühlen, bevor sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen die Hand auch wieder weg nahm, um sie neben sich abzulegen, die brauchte sie gerade nicht. Damit berührte sie Chris auch ein wenig, streichelte ihn an der Stelle, die sie berührte. Es war so ruhig hier zwischen ihnen, aber ihr fehlte die Kraft, um etwas zu sagen, um diese Stille zu brechen, die nicht unangenehm war, jedenfalls ihrer Meinung nach. Es gab immerhin nichts, was angesprochen werden musste, seit ihrem letzten richtigen Gespräch war nicht viel passiert, Luana hatte eigentlich nur geschlafen.
      "Danke..", murmelte sie dennoch leise, bereute es gleich aber wieder. Sie durfte noch nicht allzu tief atmen, damit es ihr nicht zu sehr weh tat und bei dem Wort gerade hatte sie nicht darauf geachtet. Aber sie wollte sich für die Hilfe bedanken, die Chris ihr hier gab.
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