Portugas D. Ace
Es wunderte ihn nicht einmal, dass die Kampfkatze sich zunächst gegen die verarztenden Hände der älteren Frau wehrte. Umso zufriedener war er allerdings, als sich die Restaurantbesitzerin dennoch kein bisschen beirren ließ und auf ihrer Forderung beharrte. "Nix da, Kleines. Was wenn sich diese Wunden doch entzünden und verschlechtern? Ich wette in einigen deiner Verletzungen hängt wahrscheinlich noch etwas Dreck. Also lass mich das bitte reinigen und verarzten." Zwar stimmte die alte Dame zu, den beiden zunächst mit Essen zu versorgen, aber danach würde sie sicherlich ohne Umschweife um die Kratzer und Schürfwunden der Kampfkatze kümmern. Ein Umstand, der Ace mehr beruhigte, als er selbst für möglich gehalten hätte.
Da auch sein Magen, wie praktisch immer, am implodieren war, folgte er ebenfalls hungrig in die Küche. Tatsächlich hatte er in den letzten paar Tagen immer wieder die beeindruckenden Kochkünste Mrs Serranos genießen dürfen und konnte es kaum erwarten, sich in die nächste Köstlichkeit zu werfen. Entsprechend vorfreudig saugte er die zauberhaften Düfte ein, kaum dass sie die Küche betreten hatten. Dabei entging ihm zunächst sogar, wie die Kampfkatze neben ihm kurz innehielt. Er folgte ihrem erstaunten Blick und verstand dann sehr bald. "Franky", antwortete er auf ihre stumme Frage. "Er hat im ganzen Restaurant seine magischen Hände wirken lassen, aber vor allem in dieser Küche hat er sich offenkundig selbst übertroffen." Es war erstaunlich, wie schnell der Cyborg sich die veränderten Mechaniken dieser Welt, wie auch das Energiesystem hatte zu Nutzen machen können. Innerhalb weniger Tage, hatte er das Restaurant und das Untergeschoss wieder auf Vordermann gebracht und als einen besonderen Dank für Mrs. Serranos Fürsorge hatte er ihr kleines Reich besonders "optimiert". Er hatte mehr Kochflächen geschaffen. Einen Kühlschrank entwickelt, der sich mittels Spracherkennung steuern ließ und Zutaten auf Befehl in richtigen Mengen auswarf. Weiterhin hatte der verrückte Tüftler mehrere Rührgerätschaften entwickelt, damit die Familienmutter ihre Hände schonen könnte. Und der neue Herd ermittelte - auf welche Art auch immer - den perfekten Zeitpunkt für gewisse Garstufen von Fleisch und Co. Ähnlich verhielt es sich wohl auch mit den neuen Öfen. Mrs. Serrano hatte auf jeden Fall ihren Augen und Ohren nicht glauben können, als ihr der Blauhaarige all die neuen Funktionen erklärte und war dem halben Riesen im nächsten Moment einfach nur noch dankend um den Hals gefallen. Auch Ace war dem Strohutpiraten ehrlich dankbar für seine Arbeit, schließlich hatte es dazu geführt, dass er und die anderen Piraten noch mehr leckere Mahlzeiten pro Tag vor die Nase gesetzt bekamen.
Und die frisch dampfende Paelle reihte sich nun auch in diese mit ein. Entsprechend ließ er sich nicht lange bitten, füllte sich einen Teller bis zum Anschlag und gönnte sich umgehend einen großen Löffel. Köstlich!
Während er das zauberhafte Gefühl auf seiner Zunge genoss, beobachtete er ebenfalls zufrieden, wie Mrs. Serrano ohne langes Warten Jocys Knie zu verarzten begann. So geübt wie ihre Hände sich dabei bewegten, würde es ihn nicht wundern, sollte die alte Dame dies in der Vergangenheit schon häufiger gemacht haben. Wahrscheinlich hatte die Kampfkatze schon immer dazu geneigt, sich diverse Kratzer und kleinere Verletzungen einzufangen. Und vielleicht galt für ihre schwarzhaarige Freundin ähnliches. Zwar schien diese auf den ersten Blick besonnener zu erscheinen, aber hatte schließlich auch immer wieder bewiesen, wie wenig sie sich um ihr eigenes Wohlbefinden zu scheren schien. Zum Leidwesen all ihrer nächsten Mitmenschen.
Als Jocy ihre Verletzungen mit "Regen" zu erklären versuchte, entwisch der Feuerfaust ein kurzes Auflachen. Mrs Serrano hingegen schien sich nur noch mehr Sorgen zu machen, verzichtete aber darauf weitere Fragen zu stellen. Stattdessen beendete sie ihre Arbeit am Knie der Rothaarigen und versorgte auch noch die kleine Katze der jungen Frau, bevor sie sich schließlich aus der Küche verabschiedete.
Kaum war die letzte schwarze Haarsträhne der Frau aus der Küche entschwunden, wurde Ace ein unverhofftes Tauschgeschäft angeboten. Zunächst musterte er das Kampfkätzchen noch verwirrt, dann stellte sich Erkenntnis bei ihm ein. Ob es was damit zu tun hatte, dass sie zum Teil Fischmensch war. Wobei der Pirat genug Fischmenschen kannte, die sich auch leidenschaftlich gern von Fisch und anderen Tiefseespezialitäten ernährten, wieder andere schienen es nicht ertragen zu können, potenzielle Artgenossen zu verspeisen. Ob solch eine Sorge auch unterschwellig in Jocys Kopf herumgeisterte.
"Natürlich gern", stimmte die Feuerfaust kurzerhand mit einem Lächeln zu und schaufelte sein Hähnchenfleisch bereitwillig auf ihren Teller. Was war schon ein bisschen Hähnchen im Vergleich zu den ganzen Leckereien die er im Gegenzug erhalten würde."
Sobald sie beide aber wieder zu Essen beginnen konnten, wurde ihre Ruhe unverhofft unterbrochen. Ace hatte diese seltsame Friese in den letzten paar Tagen immer mal wieder sehen "dürfen" und atmete bereits lange und genervt aus, kaum dass sich das dazugehörige Großmaul meldete.
"Das ist Laws ätzender Schiffskoch", erklärte Ace mit reichlich wenig Begeisterung in der Stimme. "Hab mir bisher nicht die Mühe gemacht, mir seinen Namen zu merken. Versuch ihn am besten zu ignorieren... der Kerl überschüttet sich immerhin schon genug mit Eigenlob, während er wie eben jeden anderen Koch in seiner Umgebung in den Dreck zieht." Für seine nächsten Worte lehnte er sich näher an die Kampfkatze heran und flüsterte ihn ihr Ohr: "Zugegeben, seine Gerichte schmecken fantastisch, aber sein Charakter versaut einem immer wieder den Appetit."
Da auch sein Magen, wie praktisch immer, am implodieren war, folgte er ebenfalls hungrig in die Küche. Tatsächlich hatte er in den letzten paar Tagen immer wieder die beeindruckenden Kochkünste Mrs Serranos genießen dürfen und konnte es kaum erwarten, sich in die nächste Köstlichkeit zu werfen. Entsprechend vorfreudig saugte er die zauberhaften Düfte ein, kaum dass sie die Küche betreten hatten. Dabei entging ihm zunächst sogar, wie die Kampfkatze neben ihm kurz innehielt. Er folgte ihrem erstaunten Blick und verstand dann sehr bald. "Franky", antwortete er auf ihre stumme Frage. "Er hat im ganzen Restaurant seine magischen Hände wirken lassen, aber vor allem in dieser Küche hat er sich offenkundig selbst übertroffen." Es war erstaunlich, wie schnell der Cyborg sich die veränderten Mechaniken dieser Welt, wie auch das Energiesystem hatte zu Nutzen machen können. Innerhalb weniger Tage, hatte er das Restaurant und das Untergeschoss wieder auf Vordermann gebracht und als einen besonderen Dank für Mrs. Serranos Fürsorge hatte er ihr kleines Reich besonders "optimiert". Er hatte mehr Kochflächen geschaffen. Einen Kühlschrank entwickelt, der sich mittels Spracherkennung steuern ließ und Zutaten auf Befehl in richtigen Mengen auswarf. Weiterhin hatte der verrückte Tüftler mehrere Rührgerätschaften entwickelt, damit die Familienmutter ihre Hände schonen könnte. Und der neue Herd ermittelte - auf welche Art auch immer - den perfekten Zeitpunkt für gewisse Garstufen von Fleisch und Co. Ähnlich verhielt es sich wohl auch mit den neuen Öfen. Mrs. Serrano hatte auf jeden Fall ihren Augen und Ohren nicht glauben können, als ihr der Blauhaarige all die neuen Funktionen erklärte und war dem halben Riesen im nächsten Moment einfach nur noch dankend um den Hals gefallen. Auch Ace war dem Strohutpiraten ehrlich dankbar für seine Arbeit, schließlich hatte es dazu geführt, dass er und die anderen Piraten noch mehr leckere Mahlzeiten pro Tag vor die Nase gesetzt bekamen.
Und die frisch dampfende Paelle reihte sich nun auch in diese mit ein. Entsprechend ließ er sich nicht lange bitten, füllte sich einen Teller bis zum Anschlag und gönnte sich umgehend einen großen Löffel. Köstlich!
Während er das zauberhafte Gefühl auf seiner Zunge genoss, beobachtete er ebenfalls zufrieden, wie Mrs. Serrano ohne langes Warten Jocys Knie zu verarzten begann. So geübt wie ihre Hände sich dabei bewegten, würde es ihn nicht wundern, sollte die alte Dame dies in der Vergangenheit schon häufiger gemacht haben. Wahrscheinlich hatte die Kampfkatze schon immer dazu geneigt, sich diverse Kratzer und kleinere Verletzungen einzufangen. Und vielleicht galt für ihre schwarzhaarige Freundin ähnliches. Zwar schien diese auf den ersten Blick besonnener zu erscheinen, aber hatte schließlich auch immer wieder bewiesen, wie wenig sie sich um ihr eigenes Wohlbefinden zu scheren schien. Zum Leidwesen all ihrer nächsten Mitmenschen.
Als Jocy ihre Verletzungen mit "Regen" zu erklären versuchte, entwisch der Feuerfaust ein kurzes Auflachen. Mrs Serrano hingegen schien sich nur noch mehr Sorgen zu machen, verzichtete aber darauf weitere Fragen zu stellen. Stattdessen beendete sie ihre Arbeit am Knie der Rothaarigen und versorgte auch noch die kleine Katze der jungen Frau, bevor sie sich schließlich aus der Küche verabschiedete.
Kaum war die letzte schwarze Haarsträhne der Frau aus der Küche entschwunden, wurde Ace ein unverhofftes Tauschgeschäft angeboten. Zunächst musterte er das Kampfkätzchen noch verwirrt, dann stellte sich Erkenntnis bei ihm ein. Ob es was damit zu tun hatte, dass sie zum Teil Fischmensch war. Wobei der Pirat genug Fischmenschen kannte, die sich auch leidenschaftlich gern von Fisch und anderen Tiefseespezialitäten ernährten, wieder andere schienen es nicht ertragen zu können, potenzielle Artgenossen zu verspeisen. Ob solch eine Sorge auch unterschwellig in Jocys Kopf herumgeisterte.
"Natürlich gern", stimmte die Feuerfaust kurzerhand mit einem Lächeln zu und schaufelte sein Hähnchenfleisch bereitwillig auf ihren Teller. Was war schon ein bisschen Hähnchen im Vergleich zu den ganzen Leckereien die er im Gegenzug erhalten würde."
Sobald sie beide aber wieder zu Essen beginnen konnten, wurde ihre Ruhe unverhofft unterbrochen. Ace hatte diese seltsame Friese in den letzten paar Tagen immer mal wieder sehen "dürfen" und atmete bereits lange und genervt aus, kaum dass sich das dazugehörige Großmaul meldete.
"Das ist Laws ätzender Schiffskoch", erklärte Ace mit reichlich wenig Begeisterung in der Stimme. "Hab mir bisher nicht die Mühe gemacht, mir seinen Namen zu merken. Versuch ihn am besten zu ignorieren... der Kerl überschüttet sich immerhin schon genug mit Eigenlob, während er wie eben jeden anderen Koch in seiner Umgebung in den Dreck zieht." Für seine nächsten Worte lehnte er sich näher an die Kampfkatze heran und flüsterte ihn ihr Ohr: "Zugegeben, seine Gerichte schmecken fantastisch, aber sein Charakter versaut einem immer wieder den Appetit."
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Mit jedem weiteren Wort aus seinem Mund sank ihr Kopf ein wenig weiter. Er fand ihre Kommentare also unterhaltsam? Ob das der einzige Grund dafür war, dass er ihr noch nicht wie angedroht die Zunge abgeschnitten hatte? Wahrscheinlich sollte sie für diesen Umstand dankbar sein, vor allem da er wahrscheinlich recht hatte. Sie war sich sicher, dass sie nicht noch einmal den Fehler begehen, und das gelbe U-Boot der Piraten beleidigen würde, aber wer wusste schon, wann sie den nächsten unnötigen Kommentar ausspucken würde? Wenn man bedachte, in welcher Regelmäßigkeit sie solche Fettnäpfchen auch schon in der Vergangenheit immer wieder mitgenommen hatte, kam es einem Wunder gleich, dass sowohl Jocy als auch ihre Zieheltern es so lange mit ihr ausgehalten hatten. Vielleicht wäre es aber am vernünftigsten sich in Zukunft etwas vom Pandahut und seiner Crew fernzuhalten, bevor sie deren berechtigten Hass nur noch weiter schüren konnte. "Ich werde mein Bestes geben", versuchte sie trotzdem noch einmal versprechen. Ob ihr Bestes darin bestand, einfach Abstand zu halten oder ihr vorlautes Maul zu halten konnte sie noch nicht mit Gewissheit sagen. Ersteres schien allerdings höhere Erfolgsaussichten zu versprechen.
Als der Pandahut ihr von den Lungenproblemen seiner Kameraden berichtete, hob die junge Frau umgehend besorgt den Kopf. Sie konnte sich leider kaum an ihre Vergangenheit in ihrer alten Welt erinnern, aber wäre es möglich, dass es dort weniger Umweltverschmutzung gab? Auf jeden Fall hatten die Piraten recht verwundert, auf all die Autos und diverse mechanische Gerätschaften aus dieser Welt reagiert. Sie schienen nicht einmal zu wissen, was Flugzeuge waren. Nachdenklich platzierte sie Daumen und Zeigefinger an ihrem Kinn. "Vielleicht sollten wir für deine Leute Asthmaspray organisieren." Sie hatte gehört, dass eben dieses die Bronchien erweitern und entsprechenden Entzündungen nicht nur vorbeugen, sondern sie zum Teil auch behandeln konnte. Sollte wirklich die verschmutzte Luft dieser Welt für die Lungenprobleme seiner Leute verantwortlich sein, könnte dies eine schnelle und günstige Lösung sein. "Solange die Apotheke drei Straßen weiter noch funktionstüchtig ist, kann ich noch heute welches besorgen", schlug sie vor.
Sie nickte ihm dankend zu, als er ihr nicht nur - recht unerwartet - die Tür aufhielt, sondern auch versicherte ihre Familie nicht weiter in seine potenziell gefährlichen Angelegenheiten einzumischen. Sie selbst hatte sicherlich nichts dagegen, Pandahut und seinen Leuten eine helfende Hand zu geben - auch wenn sich sicherlich keiner von ihnen darüber freuen würde - aber ihre Familie sollte nicht noch mehr Probleme erhalten, als sowieso schon.
Sie wusste nicht, ob ihr Danke einfach keinen Wert für ihn hatte, oder ob er es einfach nicht von jemanden wie ihr hören wollte. Auf jeden Fall wirkte seine Reaktion ziemlich unterkühlt. Tatsächlich hatte sie damit aber schon gerechnet und nickte nur ruhig, bevor sie verwundert beobachtete, wie der Piraten-Kapitän die Anweisung gab, seinen verletzten Kameraden in den Keller zu bringen. Meridas Vater schien ihren Fragenden Blick schnell zu deuten. "Deine neuen Freunde haben da unten eine Art Behandlungszimmer eingerichtet."
Sie konnte nicht ganz nachvollziehen, warum gerade der Weinkeller dafür auserkoren worden war - ob dort wegen der niedrigen Temperaturen weniger Keime zu befürchten waren? - aber sie verzichtete darauf, unnötige Fragen zu stellen und beobachtete stattdessen schweigend, wie Pandahut und ein Teil seiner Männer zusammen mit dem Patienten zur Kellertreppe marschierten.
Bevor sie ihren Vater als nächstes Fragen konnte, was sonst noch in den letzten Tagen vorgefallen war, wurde die Schwarzhaarige von einer weiteren Stimme unterbrochen. "Warum bist du nicht im Krankenhaus? Und was hat es mit diesen ganzen Kratzern auf sich?!" Die Stimme ihrer Mutter war eine Mischung aus Zorn und Sorge.
"Ich wurde frühzeitig entlassen", präsentierte sie die gleiche Lüge wie zuvor. "Und die Kratze tun nicht einmal weh."
"Papperlapapp. Hinsetzen!" Merida versuchte sich nicht einmal zu wehren, als ihre Mutter sie auf einen der Stühle im Restaurant drückte. Anscheinend hatte sie auch schon in weiser Voraussicht den kleinen Medizinkoffer aus der Küche mitgebracht. Hoffentlich hatte sie mit eben diesen zuerst Jocy behandelt. "Wir müssen das desinfizieren." Da sie wusste, dass sie eh keine Chance hätte, ließ Merida ihrer Mutter freie Hand und beobachtete stattdessen das Treiben im Restaurant. Scheinbar hatten sich die Piraten schon recht gut eingefunden. Während einige entspannt ein gesundes Mittag zu sich zu nehmen schienen, waren andere in offenkundig amüsante Gespräche vertieft, während andere an den kleineren noch übrigen Baustellen im Restaurant bastelten. Auch erkannte sie die nette Schwarzhaarige - Robin, wenn sie sich recht erinnerte - und erwiderte ihr freundliches Nicken, kaum dass sich ihre Augen begegneten.
"So, fertig", verkündete ihre Mutter schließlich zufrieden und räumte die Medikamente beiseite. "Und da es dir ja so gut zu gehen scheint, kannst du das zu den Jungs im Keller bringen." Mit diesen Worten hielt ihre Mutter ihr eine dampfende und wohlig duftende Schale voll mit Paelle entgegen. "Die Armen haben sicher noch kein Mittag gegessen. Teller und Besteck sollten schon unten sein."
Merida verzog leicht das Gesicht. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Piraten da unten gut auf sie zu sprechen wären, nachdem sie sich zuvor nicht sonderlich mit Rum bekleckert hatte, dennoch brachte sie ein langsames Nicken zustande. "Geht klar, Mamà."
"Danke, Schatz." Ihre Mutter tätschelte ihr noch einmal den Kopf, während nun auch der strenge Ton aus ihrer Stimme entschwunden war. "Und sag den Jungs, wo das herkommt, gibt es noch mehr. Sie müssen sich also nicht zurückhalten."
Merida nickte erneut und machte sich ohne weitere Umschweife auf den Weg.
"Hey, ich habe euch was zu Essen gebracht", verkündete sie zwei Minuten später im Flur des Kellergeschosses. Umgehend kamen diverse Piraten aus ihren Löchern gekrochen und hielten ihr hungrig ihre leeren Teller entgegen als hätten sie auf nichts anderes gewartet. Zunächst machte die junge Frau große Augen, dann spürte sie Zufriedenheit in ihrem Köper aufsteigen, in dem Wissen, dass ihre Mutter ein paar weitere Fans ihrer Kochkunst dazugewonnen hatte. Zuerst griff sie nach dem Teller des blauhaarigen Cyborgs. "Danke für deine Arbeit im Restaurant", meinte sie aufrichtig, als sie ihm den gefüllten Teller überreichte.
"Nichts lieber als das", versicherte der Hüne breit grinsend. "Die Arbeit hat suuuuper viel Spaß gemacht."
Sie schenkte ihm ein dankbares Nicken und kümmerte sich dann um die anderen Teller, bevor sie an der Tür zum Weinkeller anklopfte. "Wie schaut es da drinnen aus? Sobald ihr fertig seid... ich habe etwas zu Essen mitgebracht." Für den Fall, dass darin gerade eine schwierige OP stattfinden sollte, wollte sie den Raum auf keinen Fall mit ihrer Anwesenheit konterminieren und wartete stattdessen geduldig auf eine Antwort.
Als der Pandahut ihr von den Lungenproblemen seiner Kameraden berichtete, hob die junge Frau umgehend besorgt den Kopf. Sie konnte sich leider kaum an ihre Vergangenheit in ihrer alten Welt erinnern, aber wäre es möglich, dass es dort weniger Umweltverschmutzung gab? Auf jeden Fall hatten die Piraten recht verwundert, auf all die Autos und diverse mechanische Gerätschaften aus dieser Welt reagiert. Sie schienen nicht einmal zu wissen, was Flugzeuge waren. Nachdenklich platzierte sie Daumen und Zeigefinger an ihrem Kinn. "Vielleicht sollten wir für deine Leute Asthmaspray organisieren." Sie hatte gehört, dass eben dieses die Bronchien erweitern und entsprechenden Entzündungen nicht nur vorbeugen, sondern sie zum Teil auch behandeln konnte. Sollte wirklich die verschmutzte Luft dieser Welt für die Lungenprobleme seiner Leute verantwortlich sein, könnte dies eine schnelle und günstige Lösung sein. "Solange die Apotheke drei Straßen weiter noch funktionstüchtig ist, kann ich noch heute welches besorgen", schlug sie vor.
Sie nickte ihm dankend zu, als er ihr nicht nur - recht unerwartet - die Tür aufhielt, sondern auch versicherte ihre Familie nicht weiter in seine potenziell gefährlichen Angelegenheiten einzumischen. Sie selbst hatte sicherlich nichts dagegen, Pandahut und seinen Leuten eine helfende Hand zu geben - auch wenn sich sicherlich keiner von ihnen darüber freuen würde - aber ihre Familie sollte nicht noch mehr Probleme erhalten, als sowieso schon.
Sie wusste nicht, ob ihr Danke einfach keinen Wert für ihn hatte, oder ob er es einfach nicht von jemanden wie ihr hören wollte. Auf jeden Fall wirkte seine Reaktion ziemlich unterkühlt. Tatsächlich hatte sie damit aber schon gerechnet und nickte nur ruhig, bevor sie verwundert beobachtete, wie der Piraten-Kapitän die Anweisung gab, seinen verletzten Kameraden in den Keller zu bringen. Meridas Vater schien ihren Fragenden Blick schnell zu deuten. "Deine neuen Freunde haben da unten eine Art Behandlungszimmer eingerichtet."
Sie konnte nicht ganz nachvollziehen, warum gerade der Weinkeller dafür auserkoren worden war - ob dort wegen der niedrigen Temperaturen weniger Keime zu befürchten waren? - aber sie verzichtete darauf, unnötige Fragen zu stellen und beobachtete stattdessen schweigend, wie Pandahut und ein Teil seiner Männer zusammen mit dem Patienten zur Kellertreppe marschierten.
Bevor sie ihren Vater als nächstes Fragen konnte, was sonst noch in den letzten Tagen vorgefallen war, wurde die Schwarzhaarige von einer weiteren Stimme unterbrochen. "Warum bist du nicht im Krankenhaus? Und was hat es mit diesen ganzen Kratzern auf sich?!" Die Stimme ihrer Mutter war eine Mischung aus Zorn und Sorge.
"Ich wurde frühzeitig entlassen", präsentierte sie die gleiche Lüge wie zuvor. "Und die Kratze tun nicht einmal weh."
"Papperlapapp. Hinsetzen!" Merida versuchte sich nicht einmal zu wehren, als ihre Mutter sie auf einen der Stühle im Restaurant drückte. Anscheinend hatte sie auch schon in weiser Voraussicht den kleinen Medizinkoffer aus der Küche mitgebracht. Hoffentlich hatte sie mit eben diesen zuerst Jocy behandelt. "Wir müssen das desinfizieren." Da sie wusste, dass sie eh keine Chance hätte, ließ Merida ihrer Mutter freie Hand und beobachtete stattdessen das Treiben im Restaurant. Scheinbar hatten sich die Piraten schon recht gut eingefunden. Während einige entspannt ein gesundes Mittag zu sich zu nehmen schienen, waren andere in offenkundig amüsante Gespräche vertieft, während andere an den kleineren noch übrigen Baustellen im Restaurant bastelten. Auch erkannte sie die nette Schwarzhaarige - Robin, wenn sie sich recht erinnerte - und erwiderte ihr freundliches Nicken, kaum dass sich ihre Augen begegneten.
"So, fertig", verkündete ihre Mutter schließlich zufrieden und räumte die Medikamente beiseite. "Und da es dir ja so gut zu gehen scheint, kannst du das zu den Jungs im Keller bringen." Mit diesen Worten hielt ihre Mutter ihr eine dampfende und wohlig duftende Schale voll mit Paelle entgegen. "Die Armen haben sicher noch kein Mittag gegessen. Teller und Besteck sollten schon unten sein."
Merida verzog leicht das Gesicht. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Piraten da unten gut auf sie zu sprechen wären, nachdem sie sich zuvor nicht sonderlich mit Rum bekleckert hatte, dennoch brachte sie ein langsames Nicken zustande. "Geht klar, Mamà."
"Danke, Schatz." Ihre Mutter tätschelte ihr noch einmal den Kopf, während nun auch der strenge Ton aus ihrer Stimme entschwunden war. "Und sag den Jungs, wo das herkommt, gibt es noch mehr. Sie müssen sich also nicht zurückhalten."
Merida nickte erneut und machte sich ohne weitere Umschweife auf den Weg.
"Hey, ich habe euch was zu Essen gebracht", verkündete sie zwei Minuten später im Flur des Kellergeschosses. Umgehend kamen diverse Piraten aus ihren Löchern gekrochen und hielten ihr hungrig ihre leeren Teller entgegen als hätten sie auf nichts anderes gewartet. Zunächst machte die junge Frau große Augen, dann spürte sie Zufriedenheit in ihrem Köper aufsteigen, in dem Wissen, dass ihre Mutter ein paar weitere Fans ihrer Kochkunst dazugewonnen hatte. Zuerst griff sie nach dem Teller des blauhaarigen Cyborgs. "Danke für deine Arbeit im Restaurant", meinte sie aufrichtig, als sie ihm den gefüllten Teller überreichte.
"Nichts lieber als das", versicherte der Hüne breit grinsend. "Die Arbeit hat suuuuper viel Spaß gemacht."
Sie schenkte ihm ein dankbares Nicken und kümmerte sich dann um die anderen Teller, bevor sie an der Tür zum Weinkeller anklopfte. "Wie schaut es da drinnen aus? Sobald ihr fertig seid... ich habe etwas zu Essen mitgebracht." Für den Fall, dass darin gerade eine schwierige OP stattfinden sollte, wollte sie den Raum auf keinen Fall mit ihrer Anwesenheit konterminieren und wartete stattdessen geduldig auf eine Antwort.

