One Piece ✶ [Un]ripped friendship {Marien & Juvi}

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Portugas D. Ace

      Es wunderte ihn nicht einmal, dass die Kampfkatze sich zunächst gegen die verarztenden Hände der älteren Frau wehrte. Umso zufriedener war er allerdings, als sich die Restaurantbesitzerin dennoch kein bisschen beirren ließ und auf ihrer Forderung beharrte. "Nix da, Kleines. Was wenn sich diese Wunden doch entzünden und verschlechtern? Ich wette in einigen deiner Verletzungen hängt wahrscheinlich noch etwas Dreck. Also lass mich das bitte reinigen und verarzten." Zwar stimmte die alte Dame zu, den beiden zunächst mit Essen zu versorgen, aber danach würde sie sicherlich ohne Umschweife um die Kratzer und Schürfwunden der Kampfkatze kümmern. Ein Umstand, der Ace mehr beruhigte, als er selbst für möglich gehalten hätte.
      Da auch sein Magen, wie praktisch immer, am implodieren war, folgte er ebenfalls hungrig in die Küche. Tatsächlich hatte er in den letzten paar Tagen immer wieder die beeindruckenden Kochkünste Mrs Serranos genießen dürfen und konnte es kaum erwarten, sich in die nächste Köstlichkeit zu werfen. Entsprechend vorfreudig saugte er die zauberhaften Düfte ein, kaum dass sie die Küche betreten hatten. Dabei entging ihm zunächst sogar, wie die Kampfkatze neben ihm kurz innehielt. Er folgte ihrem erstaunten Blick und verstand dann sehr bald. "Franky", antwortete er auf ihre stumme Frage. "Er hat im ganzen Restaurant seine magischen Hände wirken lassen, aber vor allem in dieser Küche hat er sich offenkundig selbst übertroffen." Es war erstaunlich, wie schnell der Cyborg sich die veränderten Mechaniken dieser Welt, wie auch das Energiesystem hatte zu Nutzen machen können. Innerhalb weniger Tage, hatte er das Restaurant und das Untergeschoss wieder auf Vordermann gebracht und als einen besonderen Dank für Mrs. Serranos Fürsorge hatte er ihr kleines Reich besonders "optimiert". Er hatte mehr Kochflächen geschaffen. Einen Kühlschrank entwickelt, der sich mittels Spracherkennung steuern ließ und Zutaten auf Befehl in richtigen Mengen auswarf. Weiterhin hatte der verrückte Tüftler mehrere Rührgerätschaften entwickelt, damit die Familienmutter ihre Hände schonen könnte. Und der neue Herd ermittelte - auf welche Art auch immer - den perfekten Zeitpunkt für gewisse Garstufen von Fleisch und Co. Ähnlich verhielt es sich wohl auch mit den neuen Öfen. Mrs. Serrano hatte auf jeden Fall ihren Augen und Ohren nicht glauben können, als ihr der Blauhaarige all die neuen Funktionen erklärte und war dem halben Riesen im nächsten Moment einfach nur noch dankend um den Hals gefallen. Auch Ace war dem Strohutpiraten ehrlich dankbar für seine Arbeit, schließlich hatte es dazu geführt, dass er und die anderen Piraten noch mehr leckere Mahlzeiten pro Tag vor die Nase gesetzt bekamen.
      Und die frisch dampfende Paelle reihte sich nun auch in diese mit ein. Entsprechend ließ er sich nicht lange bitten, füllte sich einen Teller bis zum Anschlag und gönnte sich umgehend einen großen Löffel. Köstlich!
      Während er das zauberhafte Gefühl auf seiner Zunge genoss, beobachtete er ebenfalls zufrieden, wie Mrs. Serrano ohne langes Warten Jocys Knie zu verarzten begann. So geübt wie ihre Hände sich dabei bewegten, würde es ihn nicht wundern, sollte die alte Dame dies in der Vergangenheit schon häufiger gemacht haben. Wahrscheinlich hatte die Kampfkatze schon immer dazu geneigt, sich diverse Kratzer und kleinere Verletzungen einzufangen. Und vielleicht galt für ihre schwarzhaarige Freundin ähnliches. Zwar schien diese auf den ersten Blick besonnener zu erscheinen, aber hatte schließlich auch immer wieder bewiesen, wie wenig sie sich um ihr eigenes Wohlbefinden zu scheren schien. Zum Leidwesen all ihrer nächsten Mitmenschen.
      Als Jocy ihre Verletzungen mit "Regen" zu erklären versuchte, entwisch der Feuerfaust ein kurzes Auflachen. Mrs Serrano hingegen schien sich nur noch mehr Sorgen zu machen, verzichtete aber darauf weitere Fragen zu stellen. Stattdessen beendete sie ihre Arbeit am Knie der Rothaarigen und versorgte auch noch die kleine Katze der jungen Frau, bevor sie sich schließlich aus der Küche verabschiedete.
      Kaum war die letzte schwarze Haarsträhne der Frau aus der Küche entschwunden, wurde Ace ein unverhofftes Tauschgeschäft angeboten. Zunächst musterte er das Kampfkätzchen noch verwirrt, dann stellte sich Erkenntnis bei ihm ein. Ob es was damit zu tun hatte, dass sie zum Teil Fischmensch war. Wobei der Pirat genug Fischmenschen kannte, die sich auch leidenschaftlich gern von Fisch und anderen Tiefseespezialitäten ernährten, wieder andere schienen es nicht ertragen zu können, potenzielle Artgenossen zu verspeisen. Ob solch eine Sorge auch unterschwellig in Jocys Kopf herumgeisterte.
      "Natürlich gern", stimmte die Feuerfaust kurzerhand mit einem Lächeln zu und schaufelte sein Hähnchenfleisch bereitwillig auf ihren Teller. Was war schon ein bisschen Hähnchen im Vergleich zu den ganzen Leckereien die er im Gegenzug erhalten würde."
      Sobald sie beide aber wieder zu Essen beginnen konnten, wurde ihre Ruhe unverhofft unterbrochen. Ace hatte diese seltsame Friese in den letzten paar Tagen immer mal wieder sehen "dürfen" und atmete bereits lange und genervt aus, kaum dass sich das dazugehörige Großmaul meldete.
      "Das ist Laws ätzender Schiffskoch", erklärte Ace mit reichlich wenig Begeisterung in der Stimme. "Hab mir bisher nicht die Mühe gemacht, mir seinen Namen zu merken. Versuch ihn am besten zu ignorieren... der Kerl überschüttet sich immerhin schon genug mit Eigenlob, während er wie eben jeden anderen Koch in seiner Umgebung in den Dreck zieht." Für seine nächsten Worte lehnte er sich näher an die Kampfkatze heran und flüsterte ihn ihr Ohr: "Zugegeben, seine Gerichte schmecken fantastisch, aber sein Charakter versaut einem immer wieder den Appetit."


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      Mit jedem weiteren Wort aus seinem Mund sank ihr Kopf ein wenig weiter. Er fand ihre Kommentare also unterhaltsam? Ob das der einzige Grund dafür war, dass er ihr noch nicht wie angedroht die Zunge abgeschnitten hatte? Wahrscheinlich sollte sie für diesen Umstand dankbar sein, vor allem da er wahrscheinlich recht hatte. Sie war sich sicher, dass sie nicht noch einmal den Fehler begehen, und das gelbe U-Boot der Piraten beleidigen würde, aber wer wusste schon, wann sie den nächsten unnötigen Kommentar ausspucken würde? Wenn man bedachte, in welcher Regelmäßigkeit sie solche Fettnäpfchen auch schon in der Vergangenheit immer wieder mitgenommen hatte, kam es einem Wunder gleich, dass sowohl Jocy als auch ihre Zieheltern es so lange mit ihr ausgehalten hatten. Vielleicht wäre es aber am vernünftigsten sich in Zukunft etwas vom Pandahut und seiner Crew fernzuhalten, bevor sie deren berechtigten Hass nur noch weiter schüren konnte. "Ich werde mein Bestes geben", versuchte sie trotzdem noch einmal versprechen. Ob ihr Bestes darin bestand, einfach Abstand zu halten oder ihr vorlautes Maul zu halten konnte sie noch nicht mit Gewissheit sagen. Ersteres schien allerdings höhere Erfolgsaussichten zu versprechen.
      Als der Pandahut ihr von den Lungenproblemen seiner Kameraden berichtete, hob die junge Frau umgehend besorgt den Kopf. Sie konnte sich leider kaum an ihre Vergangenheit in ihrer alten Welt erinnern, aber wäre es möglich, dass es dort weniger Umweltverschmutzung gab? Auf jeden Fall hatten die Piraten recht verwundert, auf all die Autos und diverse mechanische Gerätschaften aus dieser Welt reagiert. Sie schienen nicht einmal zu wissen, was Flugzeuge waren. Nachdenklich platzierte sie Daumen und Zeigefinger an ihrem Kinn. "Vielleicht sollten wir für deine Leute Asthmaspray organisieren." Sie hatte gehört, dass eben dieses die Bronchien erweitern und entsprechenden Entzündungen nicht nur vorbeugen, sondern sie zum Teil auch behandeln konnte. Sollte wirklich die verschmutzte Luft dieser Welt für die Lungenprobleme seiner Leute verantwortlich sein, könnte dies eine schnelle und günstige Lösung sein. "Solange die Apotheke drei Straßen weiter noch funktionstüchtig ist, kann ich noch heute welches besorgen", schlug sie vor.
      Sie nickte ihm dankend zu, als er ihr nicht nur - recht unerwartet - die Tür aufhielt, sondern auch versicherte ihre Familie nicht weiter in seine potenziell gefährlichen Angelegenheiten einzumischen. Sie selbst hatte sicherlich nichts dagegen, Pandahut und seinen Leuten eine helfende Hand zu geben - auch wenn sich sicherlich keiner von ihnen darüber freuen würde - aber ihre Familie sollte nicht noch mehr Probleme erhalten, als sowieso schon.
      Sie wusste nicht, ob ihr Danke einfach keinen Wert für ihn hatte, oder ob er es einfach nicht von jemanden wie ihr hören wollte. Auf jeden Fall wirkte seine Reaktion ziemlich unterkühlt. Tatsächlich hatte sie damit aber schon gerechnet und nickte nur ruhig, bevor sie verwundert beobachtete, wie der Piraten-Kapitän die Anweisung gab, seinen verletzten Kameraden in den Keller zu bringen. Meridas Vater schien ihren Fragenden Blick schnell zu deuten. "Deine neuen Freunde haben da unten eine Art Behandlungszimmer eingerichtet."
      Sie konnte nicht ganz nachvollziehen, warum gerade der Weinkeller dafür auserkoren worden war - ob dort wegen der niedrigen Temperaturen weniger Keime zu befürchten waren? - aber sie verzichtete darauf, unnötige Fragen zu stellen und beobachtete stattdessen schweigend, wie Pandahut und ein Teil seiner Männer zusammen mit dem Patienten zur Kellertreppe marschierten.
      Bevor sie ihren Vater als nächstes Fragen konnte, was sonst noch in den letzten Tagen vorgefallen war, wurde die Schwarzhaarige von einer weiteren Stimme unterbrochen. "Warum bist du nicht im Krankenhaus? Und was hat es mit diesen ganzen Kratzern auf sich?!" Die Stimme ihrer Mutter war eine Mischung aus Zorn und Sorge.
      "Ich wurde frühzeitig entlassen", präsentierte sie die gleiche Lüge wie zuvor. "Und die Kratze tun nicht einmal weh."
      "Papperlapapp. Hinsetzen!" Merida versuchte sich nicht einmal zu wehren, als ihre Mutter sie auf einen der Stühle im Restaurant drückte. Anscheinend hatte sie auch schon in weiser Voraussicht den kleinen Medizinkoffer aus der Küche mitgebracht. Hoffentlich hatte sie mit eben diesen zuerst Jocy behandelt. "Wir müssen das desinfizieren." Da sie wusste, dass sie eh keine Chance hätte, ließ Merida ihrer Mutter freie Hand und beobachtete stattdessen das Treiben im Restaurant. Scheinbar hatten sich die Piraten schon recht gut eingefunden. Während einige entspannt ein gesundes Mittag zu sich zu nehmen schienen, waren andere in offenkundig amüsante Gespräche vertieft, während andere an den kleineren noch übrigen Baustellen im Restaurant bastelten. Auch erkannte sie die nette Schwarzhaarige - Robin, wenn sie sich recht erinnerte - und erwiderte ihr freundliches Nicken, kaum dass sich ihre Augen begegneten.
      "So, fertig", verkündete ihre Mutter schließlich zufrieden und räumte die Medikamente beiseite. "Und da es dir ja so gut zu gehen scheint, kannst du das zu den Jungs im Keller bringen." Mit diesen Worten hielt ihre Mutter ihr eine dampfende und wohlig duftende Schale voll mit Paelle entgegen. "Die Armen haben sicher noch kein Mittag gegessen. Teller und Besteck sollten schon unten sein."
      Merida verzog leicht das Gesicht. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Piraten da unten gut auf sie zu sprechen wären, nachdem sie sich zuvor nicht sonderlich mit Rum bekleckert hatte, dennoch brachte sie ein langsames Nicken zustande. "Geht klar, Mamà."
      "Danke, Schatz." Ihre Mutter tätschelte ihr noch einmal den Kopf, während nun auch der strenge Ton aus ihrer Stimme entschwunden war. "Und sag den Jungs, wo das herkommt, gibt es noch mehr. Sie müssen sich also nicht zurückhalten."
      Merida nickte erneut und machte sich ohne weitere Umschweife auf den Weg.
      "Hey, ich habe euch was zu Essen gebracht", verkündete sie zwei Minuten später im Flur des Kellergeschosses. Umgehend kamen diverse Piraten aus ihren Löchern gekrochen und hielten ihr hungrig ihre leeren Teller entgegen als hätten sie auf nichts anderes gewartet. Zunächst machte die junge Frau große Augen, dann spürte sie Zufriedenheit in ihrem Köper aufsteigen, in dem Wissen, dass ihre Mutter ein paar weitere Fans ihrer Kochkunst dazugewonnen hatte. Zuerst griff sie nach dem Teller des blauhaarigen Cyborgs. "Danke für deine Arbeit im Restaurant", meinte sie aufrichtig, als sie ihm den gefüllten Teller überreichte.
      "Nichts lieber als das", versicherte der Hüne breit grinsend. "Die Arbeit hat suuuuper viel Spaß gemacht."
      Sie schenkte ihm ein dankbares Nicken und kümmerte sich dann um die anderen Teller, bevor sie an der Tür zum Weinkeller anklopfte. "Wie schaut es da drinnen aus? Sobald ihr fertig seid... ich habe etwas zu Essen mitgebracht." Für den Fall, dass darin gerade eine schwierige OP stattfinden sollte, wollte sie den Raum auf keinen Fall mit ihrer Anwesenheit konterminieren und wartete stattdessen geduldig auf eine Antwort.
    • Jocelyn Salvatore

      Franky, heh.., hallten Ace’ Worte im Kopf der Rothaarigen nach, während sie sich einen vollen Löffel Paella in den Mund schob – darauf bedacht, keine Meeresfrüchte zu erwischen. Den Namen hatte sie in den letzten Tagen öfter gehört, vor allem im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Restaurants. Doch da sie bisher kaum Kontakt zu den meisten gehabt hatte – zuerst wegen ihrer anfänglichen Launen, dann durch den Krankenhausaufenthalt – konnte sie viele der erwähnten Namen noch nicht zuordnen. Eine Ausnahme bildeten Robin, die schwarzhaarige, ausgeglichene Frau mit klugen Ratschlägen und trockenem Humor, und Usopp, ein seltsam anmutender Kerl mit langer Nase, der sie sogar am Krankenbett zum Lachen gebracht hatte, obwohl er sie gar nicht kannte. Anscheinend war auch der eher schlechte Eindruck, den sie zu Beginn wohl hinterlassen hatte, inzwischen verflogen. Sie hatte bereits eine Vermutung, wem sie das zu verdanken hatte: der Familie Serrano. Diese hätte sicher nicht danebengestanden, wenn andere über Jocelyn oder ihre Tochter hergezogen hätten. Doch genauso gut konnte jemand anderes mit engerer Vertrauensbindung das Bild korrigiert haben.
      Ihre Augen flackerten für einen Atemzug zu dem sommersprossigen Feuerzeug neben ihr, und ein Schmunzeln zuckte an ihren Lippen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
      Fest stand jedoch, dass sie Franky dringend kennenlernen musste – den Mann, der hier solche Wunder bewirkt hatte. Einerseits aus Dankbarkeit gegenüber Mrs. Serrano, die nichts anderes verdient hatte, als dass ihr die Arbeit künftig leichter fiel. Andererseits aus Neugier und dem Wunsch, von einem handwerklich so talentierten Mann zu lernen. Vor allem, da all diese Menschen in dieser Welt nur Besucher waren und die hiesige Technologie für sie wohl eher wie monströse Fremdkörper wirken musste.

      Kaum dass die herzliche Dame das Küchenfeld verlassen hatte und Ace ihr die Erlaubnis gab, die Meeresfrüchte gegen seine Hähnchenstücke auszutauschen, grinste Jocelyn breit und ließ sich nicht zweimal bitten. Eilig wechselten sie die abgesprochenen Zutaten, sodass die Rothaarige endlich unbekümmert in das köstliche Essen hauen konnte. Ein genießender Laut entkam ihren Lippen, über die sie im nächsten Moment mit der Zunge strich, um auch ja jedes Reiskorn und Gemüsestückchen zu erwischen. Doch die Freude wurde schnell von diesem unleidlichen Kerl gestört – dessen Namen sich Ace wohl aus gutem Grund nicht merken wollte.
      Er wirkte herablassend und arrogant, und es überraschte sie kaum, als sie erfuhr, dass ausgerechnet er der Schiffskoch dieses sadistischen Piratenarztes war. Ihre Kaubewegungen wurden langsamer, während sie ihn kritisch musterte. Noch weniger gefiel ihr, dass er sich erdreistete, Mrs. Serranos Kochkünste als drittklassig abzustempeln.
      Trotzig schaufelte sie sich noch einen vollen Löffel in den Mund, kaute nun jedoch so langsam, dass man ihre Gedanken förmlich mitkauen konnte.
      „Heh… Schiffskoch, ja? Interessant.“ Ihr Grinsen war beinahe gehässig, als sie den Kopf schieflegte und den arroganten Fremdling musterte – den sie sich entschieden weder merken noch je nach seinem Namen fragen wollte. Mit vollem Mund fuhr sie fort: „Du magst also Herausforderungen, ja?“
      Sie schluckte den Bissen hinunter, stellte die halb leere Schale ab, damit Ginger sich bedienen konnte, und sprang von der Arbeitsplatte. „Wenn das so ist, hast du sicher nichts gegen einen kleinen Wettkampf, heh? Oh, keine großen Kochkünste – ich bin miserabel, sobald es um fancy Gerichte geht, die über Nudeln oder Reis hinausgehen. ABER in einer Sache bin ich ziemlich gut.“ Sie stemmte die Hände in die Hüften, ein breites Grinsen auf den Lippen. „Enrollados de bocadillos. Oder damit du es auch verstehst: Wraps. Einfach, schnell zubereitet, gesund und verdammt lecker.“ Katsuos Augen weiteten sich zunächst überrascht, bevor sich darin ein gefährlich überhebliches Funkeln sammelte. Mit einer übertrieben dramatischen Geste warf er sich eine Haarsträhne zurück und stieß ein selbstgefälliges „Heh…“ aus.
      „Ein Wettkampf… gegen mich?“ Seine Stimme schwankte zwischen Empörung und köstlicher Belustigung. „Mädchen, du forderst den Mann heraus, der den Bonito höchstpersönlich neu definiert hat! Den Künstler, dessen Messerführung Seefahrer zum Weinen bringt und dessen Marinaden angeblich Seemonster gezähmt haben! Und du willst mich mit… Wraps herausfordern?“ Er lachte schallend, legte eine Hand an die Brust, als ob er kurz davor wäre, dramatisch in Ohnmacht zu fallen. Dann neigte er sich ein Stück vor, grinste sie spöttisch an und senkte die Stimme fast verschwörerisch: „Sehr gut. Herausforderung akzeptiert.“ Mit einer schnellen Bewegung schnappte er sich eine Pfanne vom Haken, ließ sie einmal kunstvoll kreisen und wieder sicher landen – als hätte er gerade eine Zirkusnummer hingelegt. „Aber wenn du verlierst, wirst du mich von heute an mit Chef Katsuo-sama ansprechen, klar?“ Dabei zeigte er auf sie mit dem Pfannenstiel wie auf einen Gegner im Duell.
      Jocelyn zog eine Augenbraue hoch. War das gerade sein Ernst? Erst tat er so, als hätte sie ihn gerade beleidigt – der Ton seiner Stimme schwankte zwischen Empörung und Belustigung, während er sich aufplusterte, als würde er gleich auf eine Bühne treten. Von „Bonito neu definiert“ bis „Seemonster gezähmt“ stapelte er seine angeblichen Erfolge derart hoch, dass Jocelyn sich fragte, ob er sich gerade selbst glaubte oder einfach nur hören wollte, wie großartig er klang. Als er schließlich mit dem Pfannenstiel auf sie zeigte, als sei es ein Degen, fehlte nur noch ein Bühnenvorhang.
      Schließlich warf ihm ein selbstbewusstes Grinsen zu, schnappte sich einen Kochlöffel und schlug wie bei einem Handschlag gegen den Stiel seiner ausgewählten Pfanne. „Deal. Aber solltest du verlieren, wirst du dir diese Frise abschneiden lassen, die eine Beleidigung für alle Augen ist, die sowas wie Geschmack für Ästhetik haben~“

      Für einen Moment gefror ihm das Grinsen im Gesicht. Seine Hand wanderte instinktiv zu der glänzenden Haarwelle, als wolle er sie beschützend festhalten. „W… was?!“ Ein empörter Aufschrei, als hätte sie gerade seine Ehre, seine Familie und seine gesamte Bonito-Linie beleidigt. „Diese Mähne ist ein Symbol kulinarischer Exzellenz!“, wetterte er, während er theatralisch einen Schritt zurückwich, als hätte sie Gift gespuckt. „Abschneiden?! Niemals! Eher lasse ich den Ozean austrocknen, als dass eine barbarische Wrap-Köchin mir vorschreibt, wie ich mein… Meisterwerk zu tragen habe!“ Jocelyn konnte sich kaum verkneifen, ihn auszulachen, ehe er sich mit einem übertrieben tiefen Atemzug wieder zusammenriss, sich langsam und demonstrativ die Haarwelle glatt strich, und gefährlich grinste. „Aber gut… ein wahrer Meister scheut keine Wette.“ Er hob die Pfanne noch einmal hoch, die Augen funkelnd. „Mach dich bereit, Mädchen… heute wirst du in der Küche den Untergang erleben!“

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      Trafalgar D. Water Law

      Law ignorierte das laute Treiben im Erdgeschoss, sei es nun Streit, Gelächter oder jeglichen anderen Lärm, der für ihn gerade keinerlei Bedeutung hatte. Seine Aufmerksamkeit galt allein Penguin, der auf der improvisierten Liege im Kühlraum lag. Der junge Mann verzog das Gesicht, während Law vorsichtig die Wunde an seiner Seite freilegte.
      „Hör auf dich zu verkrampfen. Du machst es schlimmer, wenn du die Muskeln anspannst“, sagte Law knapp, während er mit geübten Handgriffen die Verletzung säuberte. Die Schnittwunde war tief, aber sauber. Keine Organe verletzt, keine kritischen Gefäße getroffen – nichts, was er nicht innerhalb von Minuten versorgen konnte. „Du hast Glück, dass der Schwertstreich nicht zwei Zentimeter weiter ging.“ Shachi, der unruhig danebenstand, öffnete den Mund, um etwas zu sagen. Law hob nur kurz den Kopf, die Augen scharf wie eine Klinge. „Raus. Du wirst ihm keine Hilfe sein, wenn du ihm die ganze Zeit ins Ohr quatschst.“ Shachi schnappte nach Luft, murmelte ein „Ja, Captain…“ und zog sich zurück. Ikkaku hingegen blieb, hielt still das Tablett mit den Werkzeugen, ohne ein Wort. Die Tür ging auf, sie klickte wieder zu. Endlich Ruhe und kein panisches Gebrabbel mehr, das er bereits hatte kommen sehen, wenn er Shachi erlaubt hätte, länger bleiben zu dürfen. Aber kaum dass die Stille sie umarmte wie eine angenehme Heizdecke, in eisigen Gewässern, und er sich konzentriert auf die Wunde Penguins fixierte, schallte ein störendes, wenn auch zögerliches, Klopfen durch den improvisierten Untersuchungsraum. Der hochgewachsene Piratencaptain knurrte verstimmt. Auch wenn kurz danach der Grund der Störung bekannt gegeben wurde, natürlich das Dramapüppchen wieder, befand er die Störung nicht gerade als Willkommen heißend. „Nicht jetzt. Stell es irgendwo ab.“, brummte er zwischen den Zähnen hindurch. Ihre Bemerkung von vorhin hallte Law dennoch in seinem Kopf nach. Asthmaspray. Ein Begriff, den er zwar noch nie gehört, allerdings durchaus mal gelesen hatten – und ihre Erklärung zuvor war ebenfalls recht eindeutig gewesen.

      „Dieses… Spray, das du erwähnt hast“, sagte er, ohne den Blick von Penguins Wunde zu lösen, geschweige denn Merida Eintritt zu gewähren. „Ihr habt also Mittel, die direkt auf die Lunge wirken, ohne dass man eine Operation braucht?“ Er fixierte die Blutung und begann sie zu mit geübter Hand zu vernähen. „Interessant. In unserer Welt gibt es so etwas nicht. Wir behandeln Atemprobleme mit Kräutern, heißen Aufgüssen oder… radikaleren Methoden. Keine schnelle Hilfe in der Tasche.“ Schließlich ließ er die restliche Arbeit – die vernähte Wunde noch zu verbinden – von Shachi übernehmen und säuberte sich seine Hände in einer Waschschale, ehe er Penguin sanft, aber bestimmt, zurück auf die Liege drückte, als dieser sich gerade aufrichten wollte. „Du bleibst hier. Keine Diskussion. Dein Körper braucht Ruhe. Zumindest eine halbe Stunde. Das bisschen Kälte wird dir ja wohl kaum etwas ausmachen.“
      Schließlich trat er hinaus, nur so weit, dass Merida einen Blick auf den Kühlraum werfen konnte, wenn sie wollte. „Wenn es möglich ist, dieses Spray zu besorgen, dann tu es. Vielleicht erspart es mir, in den nächsten Tagen wieder die Nächte durcharbeiten zu müssen.“ Ein kaum merkliches Zucken huschte über seine Lippen. „Eines reicht. Ich werde die Stoffe analysieren und selbst herstellen. Wegen des Sprays an sich… darum kümmern sich die Langnase oder Fran-ya. Um den wichtigen Teil kümmere ich mich, sobald du es in die Finger bekommst.“ Als ihm dann allerdings auffiel, dass die Schwarzhaarige ihn lediglich stumm musterte, seufzte er, schon beinahe theatralisch. Vermutlich nahm sie ihn nicht wirklich ernst, dachte vielleicht sogar er überschätzte sein Können - was sie schon des Öfteren geglaubt hatte und nicht selten eines Besseren belehrt werden musste. Und so ließ er sich doch darauf ein, ihr eine etwas ausführlichere Erklärung zu bieten, die ihr vielleicht sogar ein paar Gründe seines Vorhabens aufschlüsseln könnten. „Mir ist während meiner Zeit im Krankenhaus aufgefallen, dass Medizin in dieser Welt nicht gerade preiswert ist. Und da ich dich nicht für eine Hobby-Diebin halte, wirst du das Zeug wohl legal erwerben wollen. Aber für fünfzig Mann? Es macht nicht den Eindruck, als hättet ihr irgendwo Reichtümer angehäuft, die ihr kaum erwarten könnt, für ein nutzloses Piratenpack auszugeben. Und wir werden unsere Schulden bei euch sicher nicht noch weiter anhäufen. Daher noch einmal: Eines reicht vollkommen. Den Rest erledigen wir.“Er ließ seinen angespannten Nacken knacken. „Bis dahin machen wir weiter wie bisher. Auch wenn du dich gern überschätzt und dir jetzt wieder Sorgen machst – mach dich nicht verrückt. Das Spray wäre eine Hilfe, ja. Aber es ist nicht so, dass wir wegen eurer verpesteten Luft gleich umfallen.“
      Er trat an ihr vorbei, massierte die Schulter und hielt in der Bewegung inne, als ihm der Geruch des Essens auffiel. Aus dem Augenwinkel warf er einen Blick zur Schüssel. „Übrigens, deine Mutter…“, murmelte er so leise, dass es fast verloren ging. „…ist eine Heilige.“
      "Don't let me go. You hear me? It doesn't matter how much I step away. Just don't ever let go of me. Hold me tight. Just like right now.."

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    • Portugas D. Ace

      Wäre er nicht so sehr damit beschäftigt sich einen Löffel voll schmackhafter Paella nach dem anderen zwischen die Kiemen zu schieben, hätte er sich sicherlich aktiver an der Diskussion zwischen der arroganten Fönfrisur und dem bissigen Kampfkätzchen beteiligt. Letztendlich war es jedoch ein reines Fest die Auseinandersetzung zwischen den beiden von den Zuschauerrängen aus zu begleiten. Besonders da die Rothaarige eindeutig die Oberhand zu gewinnen schien, während eingebildete Schiffskoch zunehmend von Frust und Wut übernommen zu werden schien. Welch ein amüsanter Anblick.
      Er hatte es nun schon mehrfach realisiert, aber keine Sekunde in der Gegenwart der Kampfkatze war verschwendet. Vor allem seitdem sie aus ihrem Schlaf erwacht war, schaffte sie es immer wieder den jungen Piraten zum Lachen zu bringen und so konnte er sich auch jetzt das begeisterte Grinsen nicht verkneifen, während die elende Föhnlocke bei der aktuellen Auseinandersetzung deutlich den Kürzeren zog. Es war eine ware Freude der wortgewandten Schlagfertigkeit der Rothaarigen beizuwohnen, selbst wenn er selbst unter Beschuss genommen wurde. Ausnahmsweise einmal nicht Ziel der verbalen Attacken zu sein war dabei nicht nur eine angenehme Abwechslung, sondern auch ein kinoreifes Theater.
      Es wunderte also nicht, dass Ace reichlich erleichtert darüber war, dass sich zwischen dem Rotschopf und ihm in den letzten Tagen eine Freundschaft entwickelt zu haben schien. Zumindest schien Jocy ihm weder ausweichen zu wollen, noch seine Gegenwart in irgendeiner Weise als störend zu empfinden. Damit sich dies so schnell nicht änderte, hatte die Feuerfaust auch penibel darauf geachtet, seine Teufelskräfte nicht mehr in ihrer unmittelbaren Nähe zu verwenden. Was mochte wohl hinter ihrer deutlichen Angst vor Feuer stecken? Eine traumatische Erinnerung aus ihrer Vergangenheit? Vielleicht sogar aus einer Zeit, bevor sie in diese Welt gefallen war? Tatsächlich beschäftigte ihn diese Frage schon seit mehreren Tagen, doch da sie auf eben diese Vergangenheit bisher eher weniger gut zu sprechen gewesen war, hatte er seine Neugierde bisher gekonnt unterdrückt. Doch heute hatte sie aus freien Stück einen Schritt auf diese Vergangenheit zu gemacht... Ob er sie in einer ruhigen Minute vielleicht wirklich einmal befragen sollte?
      Gerade als Ace nun milde enttäuscht - und natürlich noch immer hungrig - den letzten Löffel Paella von seinem Teller kratzte, einigten Kampfkätzchen und Föhnwelle sich unverhofft auf ein Kochduell. "Ich werde Jury spielen!", beschloss Ace breit grinsend und in erwartungsvoller Aussicht mit weiteren leckeren Speisen bedient zu werden. Da er die Talente des aufbrausenden Piratenkochs bereits hatte kennen lernen dürfen, war er sich auch sicher, dass er dessen Wrap mit Freude würde hinunterschlingen können. Trotzdem spürte er ein zunehmendes Interesse hinsichtlich Jocys Kochkünsten. Irgendetwas sagte ihm bereits, dass ihr Essen besser schmecken könnte, als all die Gerichte, die er bisher hatte verkosten dürfen - wobei für ihn Geschmack zugegeben eher zweitrangiger Natur war. Solange etwas sättigend und annähernd lecker war, könnte er ein gutes Dutzend Teller auf einmal vertilgen.
      "Glaub mir, ein neuer Haarschnitt würde uns allen und dir einen riesigen Gefallen tun", ergänzte Ace amüsant, nachdem sich der Schiffskoch - er machte sich noch immer nicht die Mühe, sich dessen Namen zu merken - über Jocelyns geforderten Wetteinsatz zu empören begann. "Wenn diese Tolle wirklich das Symbol kulinarischer Exzellenz sein soll, dann hat diese wohl vor allem einen exzellenten Zusammenbruch erlitten." Zugegeben, Ace hatte schon deutlich schlimmere Mode-Entscheidungen in seiner Zeit als Pirat kennen lernen dürfen, aber das machte die "Haarpracht" des eigensinnigen Piratenkochs noch lange nicht ansehnlich.
      Als sich die frisch gebackenen Kontrahenten endlich mit Pfannen bewaffneten, spürte Ace bereits wie neuer Hunger in ihm aufstieg. "Kann ich dir bei irgendwas helfen", wollte er mit milder Ungeduld wissen, kaum dass Jocy sich an die Arbeit machte.


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      Merida Serrano

      Wie erwartet wurde ihre Anfrage mit einer grummeligen Antwort abgeschmettert. Sie war nicht überrascht, geschweige denn beleidigt. Wenn sie ehrlich war, war sie sogar ganz froh darüber, dieser unangenehmen Situation schneller als erwartet entfliehen zu können. Entsprechend zügig platzierte sie die nur noch zum Teil gefüllte Schale Paelle vor der Tür und drehte sich bereits auf dem Absatz um, als die Stimme des Grummelbären erneut dunkel durch die Tür hallte. Nachdem er ihre Worte zuvor praktisch ignoriert hatte, hatte sie geglaubt, dass er ihre angebotene Hilfe einfach nicht annehmen wollte, doch nun schien er sich doch noch für das Asthmaspray zu interessieren.
      "Richtig", bestätigte sie seine Vermutung - natürlich ohne, den Raum zu betreten. "Man muss es nur tief einatmen, das ist alles." Als der Piratendoktor die in seiner Welt üblichen Behandlungsmethoden aufzählte, blitzten in Meridas inneren Auge diverse Versionen von mittelalterlichen Behandlungsweisen auf. Wie konnte die Medizin des Pandahutes einerseits nur so fortschrittlich und modern wirken und gleichzeitig so rückschrittlich? Da war es wohl kein Wunder mehr, dass er sich zuvor als behandelnder Arzt in das Krankenhaus geschlichen hatte. Wahrscheinlich könnte er alleine durch diese flüchtigen Einblicke seine eigenen Behandlungsstrategien deutlich vorantreiben.
      Als zunächst keine weiteren Worte des Pandahutes folgten, überlegte die junge Frau, ob sie lieber wieder gehen sollte, doch kaum wendete sie sich ein weiteres Mal von der Tür ab, wurde diese endlich aufgestoßen. "Geht es deinem Kameraden gut", wollte sie aufrichtig wissen, während sie versuchte einen kurzen Blick auf den zurückgebliebenen Patienten im Weinkeller zu erhaschen.
      Als er sie schließlich wirklich darum bat, das Sprays zu organisieren, wollte sie beinahe direkt aufbrechen, hielt allerdings milde verwundert inne, als er versicherte, dass eines allein reichen würde. Sie hatte es zunächst nicht wirklich zugeben wollen, aber desto besser sie den Pandahut kennen lernte, desto deutlicher machte sich eben dessen, naja... freundliche (?) Seite. Ob er bereits erahnte, welchen Preis Asthmaspray trug? Mal ganz davon abgesehen, dass sie ehrlich beeindruckt darüber war, dass der Pirat Funktionsweise und Wirkstoff analysieren wollte.
      Leider schien der Schwarzhaarige ihr langes Schweigen falsch zu deuten und lieferte ihr eine Erklärung, die ihr Herz nur noch tiefer sinken ließ. Ja, dieser Kerl mochte einen wirklich ätzenden und alles andere als freundlichen Charakter aufweisen, aber er war erschreckend aufopferungsvoll - vor allem für seine Crew -, seltsam aufrichtig und schien hingegen ihrer anfänglichen Erwartungen aufrichtige Dankbarkeit zeigen zu können. Dieses Mal beeilte Merida sich daher um eine Antwort und sank in eine leichte Verbeugung. "Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. Aber ich denke dennoch, dass ich mindestens zwei Geräte organisieren sollte." Sie hob ihren Blick wieder. "So kannst du eines auseinander nehmen und eingehend analysieren und mit dem anderen die akuten Symptome deiner Crewmitglieder lindern, schließlich kann man dieses Spray mehrfach verwenden. Und keine Sorge, dass wird kein großes Loch in unsere Kasse reißen. Um genau zu sein, ist die Arbeit deiner Leute hier im Restaurant deutlich mehr wert." Wie viel hätte wohl der fachmännische Wiederaufbau ohne die Hilfe der Piraten gekostet. Ihre Eltern hätten schließlich nicht nur die entsprechenden Materialien, sondern auch die fachmännischen Arbeitskräfte bezahlen müssen und das während die übliche bezahlende Kundschaft gänzlich ausblieb. Zum Glück hatten die Serranos seit dem Start des Restaurants regelmäßig Geld beiseite gelegt und eine gute Summe auf ihrem Sparkonto angesammelt und doch zweifelte Merida nicht an, das eben dieses innerhalb weniger Wochen gänzlich hätte zusammenschrumpfen können.
      Als schließlich seine Aufmerksamkeit auf das mitgebrachte Essen fiel, schien tatsächlich ein Teil der Anspannung vom Piratencaptain zu fallen. Nicht nur das, selbst seine folgenden Worte ließen Meirda für einen Moment überrascht aufhorchen. Dann endlich huschte ein seltenes und kurzes Lächeln über ihre Lippen, bevor sie seine Aussage mit einem wissenden Nicken bestätigte. "Das ist sie wohl. Ich werde sie wissen lassen, dass dir und den anderen ihr Essen zusagt", versicherte sie ruhig und freute sich jetzt schon auf das warme und zufriedene Lächeln ihrer Ziehmutter. "Und solltet ihr später noch Hunger haben, Mamà hat noch einiges mehr gekocht." Da sie nun endlich aus dem Krankenhaus befreit war, könnte Merida ihrer Mutter zudem auch wieder unter die Arme greifen. Sicherlich würden ihre Kochkünste sicherlich nicht ganz so viel Freude unter den Piraten hervorrufen, aber grundsätzlich sollten ihre Kochkünste durchaus annehmbar sein, immerhin hatte sie die beste Lehrerin gehabt.
      "Solltest du fürs erste nichts anderes brauchen, würde ich mich direkt um das Spray kümmern", meinte die Schwarzhaarige schließlich und ließ den Piraten endlich mit seinem wohlverdienten Mittag allein. Wenn sie sich beeilte - und wenn die Apotheke noch stand - sollte sie in knapp einer viertel Stunde bereits zurück sein.
    • Jocelyn Salvatore

      Die Küche hatte sich in ein Schlachtfeld verwandelt – nur dass statt Schwertern Messer glänzten und statt Blut bunte Soßen über die Arbeitsplatten spritzten. Auf der einen Seite Katsuo, Schiffskoch der Heart-Piraten, Meister der Selbstinszenierung, dessen Ego vermutlich mehr Raum einnahm als die Küche selbst. Auf der anderen Jocelyn, rothaarig, dickköpfig, und mit einer klaren Mission – zu beweisen, dass Herz und Bauchgefühl manchmal mehr wert waren als Perfektion und Angeberei.

      Der Wettkampf begann spektakulär. Katsuo schwang die Pfanne, als würde er auf einer Showbühne stehen. Öl zischte, Garnelen flogen, die Luft roch nach Kräutern und Selbstverliebtheit. Seine Bewegungen waren elegant, präzise, beinahe tänzerisch. Er ließ es aussehen, als wäre Kochen eine hohe Kunst. Jocelyn dagegen… nun ja. Ihre Messerhaltung ließ vermuten, sie hätte eher Erfahrung darin, sich mit jemandem zu duellieren als Gemüse zu schneiden. Schon nach den ersten Karottenstücken sah das Schneidebrett aus, als hätte dort ein Massaker stattgefunden – von ihren angeschnittenen Fingern ganz zu schweigen. Als Ace aus dem Hintergrund fragte, ob er helfen solle, hob Jocelyn kurz den Blick – ein Anflug von Überforderung in ihren Augen. „Hm… willst du schneiden oder braten?“ Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens verzog sie dann doch das Gesicht zu einem Schmunzeln. „Warte. Dumme Frage. Natürlich bekommst du die Pfanne!“ Mit einem spitzbübischen Grinsen schob sie ihm die Bratpfanne hin, als wäre das die einzig logische Entscheidung. „Wenn hier jemand was anbrennen darf, dann ja wohl du.“
      Während Katsuo kunstvoll Basilikumblätter platzierte und Soßen in geometrischen Mustern verteilte, kämpfte Jocy sich durch ihr improvisiertes Schlachtfeld aus Gemüse, Hähnchen und Tortillafladen. Am Ende sahen seine Wraps aus wie kleine Kunstwerke – glänzend, farblich abgestimmt, fast zu schön, um gegessen zu werden. Ihre dagegen wirkten rustikal, einfach… und ein bisschen, als würden sie in Eile entstandene Wurfgeschosse repräsentieren. „Deine Präsentation ist… minimalistisch“, bemerkte Katsuo mit süffisantem Unterton, ohne aufzublicken. „Nenn’s meinetwegen authentisch“, konterte Jocy, stemmte die Hände in die Hüften und musterte seine glänzenden Kunstwerke mit schiefer Miene. Dabei warf sie einen unsicheren Blick zu Ace, da sie bereits vom Anblick der verschiedenen Wrap-Qualitäten her ahnte, welche den meisten – oder hier dem Vielfraß als Jury neben ihr – eher schmecken würden. Ein leises Seufzen entfloh ihr, aber so leise, dass es der Selbstverliebte Katsuo, der nur auf Ace‘ Bewertung bzw. dessen Lobfloskeln an Katsuos Kochkünste zu warten schien. Sie hingegen säuberte ihre verletzten Finger unter dem Spülwasser, während sie beobachtete, wie sich Ace das erste Stück einverleibte.

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      Trafalgar D. Water Law

      „Er wird es überleben. Er ist härter im Nehmen, als er aussieht oder“ Jammerndes gezeter kam aus der Kühlkammer hinter ihm „sich anhört. Er spielt gerne den Affen.“, erklärte der Piratencaptain schlicht und warf sich das Blut befleckte Tuch, das er zum abtrocknen seiner Hände genutzt hatte, über seine Schulter, während er die Schwarzhaarige eindringlich musterte als diese sich unerwartet höflich verbeugte und sich für seine Worte bedankte. „Eine Verbeugung ist nicht nötig. Du vergisst: Wir sind Piraten. Aber deine Dankbarkeit sowie deine Hilfe nehme ich natürlich trotzdem an. Zwei Geräte also.. Klingt nach einem Plan.“ Er drehte sich zu dem Topf mit der Paella und fing an ein paar Schalen mit Essen daraus zu füllen, die er den Crewmitgliedern reichte, die zu geschwächt waren, um überhaupt aus ihren Ecken, in denen sie sich auf dünne Matten unter Decken gekauert hatten, aufzustehen und sich die Seele aus dem Leib husteten. Bei einigen musste er sich sogar hinknien und helfen die Schüssel gerade zu halten, dass sie nicht bei jedem erneuten Hustanfall aus den Händen fiel.Ohne den Blick von seinen Männern aufzuheben, sprach er unbekümmert weiter, doch seine Stimme war durchdrungen von tiefer Sorge hinter der rauen Unnahbarkeit: „Wir werden bestimmt auf euer Angebot zurückkommen.“ Er hörte wie ihre Schritte die Treppe zurückemporstiegen, während er noch ergänzte: „Und danke...“ Er machte eine kurze Atempause, die dramatischer wirkte, als sie eigentlich geplant war. „..Merida.“
      Er bemerkte, wie die Männer in seiner unmittelbaren Nähe überraschte Blicke austauschten. Er konnte sich Namen schon immer gut merken, aber oft war es ihm wichtiger nur jene beim Namen zu nennen, mit denen er plante langfristig zu arbeiten – oder aus Gewohnheit Spitznamen vergab, die er zu stur war abzuändern. Es gab immerhin so viele aus der Crew des Strohhuts, die er bis heute nicht bei ihren richtigen Namen nannte, wie Usopp zum Beispiel, den er oft Langnase oder Gott nannte (aufgrund des Steckbriefs, der in Dress Rosa entstanden war). Doch diese Frau, die so distanziert und kühl wirkte, aber dennoch wahre Menschlichkeit bewies und ihnen die Hand reichte, wenn es kein anderer tat, ihr zeigte er nun denselben Respekt, wie einer Alliierten, die nicht nur als temporäres Trittbrett galt.
      "Don't let me go. You hear me? It doesn't matter how much I step away. Just don't ever let go of me. Hold me tight. Just like right now.."
    • Portugas D. Ace

      Es glich einem wahrhaften Spektakel den beiden bei ihren pompösen Kochduell beizuwohnen, noch viel besser wahr jedoch der sagenhafte Duft, der sich bereits innerhalb weniger Minuten in der so schon schmackhaft duftenden Küche ausbreitete. Er konnte es kaum erwarten, bald diese wunderhaften Leckereien verkosten zu können, auch wenn er nicht sonderlich Glücklich darüber war, dass Jocys Fingerkuppen dafür in Mitleidenschaft gezogen wurden. Er sollte später Mrs. Serrano erneut nach dem Verbandskoffer bitten, um die kleine Kampfkatze versorgen zu können. Für den Moment wollte er sie allerdings auf keinen Fall unterbrechen, schließlich schien sie das Ganze hier reichlich ernst zu nehmen. Entsprechend bemühte sich die Feuerfaust wenig später nichts anbrennen zu lassen, als die kleine Meisterköchin ihn an den Herd stellte. Zugegeben, war das nicht das erste Mal, dass man ihn als lebendige Kochplatte missbrauchte, aber wenn er als Dankeschön dafür das köstliche Endprodukt seiner Arbeit verspeisen durfte, war ihm dass allemal recht.
      Nachdem beide Wraps vervollständigt und auf einem Teller drapiert worden waren, kam auch Ace nicht umhin, die kunstvolle Aufmachung von Schmalzlockes Gericht mit einem anerkennenden Nicken zu loben. Gleichzeitig war für ihn optische Aufmachung nur schmückendes Beiwerk, Geschmack und Sättigungsgefühl waren ein dutzend Mal wichtiger und irgendwas sagte ihm, dass Jocy bei beidem mehr Punkte erreichen könnte. Zumindest schien die Kampfkatze sich nicht von der künstlerischen Hand ihres Kontrahenten einschüchtern zu lassen. Naja, auf den ersten Blick zumindest. Als sie ihren Blick eher unsicher in seine Richtung schweifen ließ, bahnte sich ein weiches Lächeln auf seine Lippen. Er war sich sicher, dass sie wieder einmal ihre eigenen Fähigkeiten unterschätzte.
      Dennoch wollte er nicht vor eingenommen wirken und gönnte sich den ersten Bissen vom kunstvoll hergerichteten Wrap, den Mr. Großkotz ihm siegessicher entgegenhielt. Selbst wenn er wollte, könnte er nicht verheimlichen, wie gut die einzelnen Zutaten auf seiner Zunge zergingen und gepaart mit der passenden Soße einen wundervollen Geschmack hinterließen. "Das ist fantastisch!", rief er aufrichtig aus und schob sich den Rest des Wraps innerhalb weniger Bissen in den Rachen. Schmalzlocke mochte einen fürchterlichen Charakter haben, aber seine Kochkünste stammten nicht von schlechten Eltern. Nach Ace' Reaktion war es daher wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass sich ein siegessicheres Grinsen auf seinen Lippen breit machte. Doch der Appetit der Feuerfaust war noch lange nicht gestillt und bereits als er wenige Augenblicke später Jocys Wrap an seinen Mund führten, füllte der Duft von schmackhafter Hausmannskost seine Nase. Dieses Aroma vermischte sich innerhalb weniger Augenblicke mit dem restlichen Geschmack des Wraps in seinem Mund. Er musste die Augen schließen, um die einerseits so vielseitigen und doch angenehm schlichten und bekannten Aromen in seiner Nase und seiner Zunge komplett aufzunehmen. Mit jedem weiteren Bissen, mit jedem weiteren Kauen machte sich ein wohlig warmes Gefühl in seiner Brust breit. Ein Gefühl nach... Heimat? Ein Gefühl Zuhause angekommen zu sein? Er wusste nicht, wie er es genau beschreiben sollte. Er wusste nur eins: Er wollte mehr davon. "Jocy. Ich liebe diesen Wrap", murmelte er irgendwann, damit beschäftigt ungewöhnlich langsam zu kauen, um den Geschmack länger genießen zu können. "Versprich mir, dass du den in Zukunft wieder für mich machst, ja?"
      Er konnte aus dem Augenwinkel erkennen, wie das Grinsen im Gesicht von Schmalzlocke zu schwinden begann. "Was soll das heißen?"
      "Ihr Wrap ist besser", meinte Ace kurz angebunden, bevor er einen weiteren Bissen nahm.
      Natürlich wirkte der selbstsichere Schiffskoch wenig überzeugt. Ace stieß ein Seufzen aus, in dem Wissen, dass reine Worte Mr. Großkotz nicht überzeugen könnten. Trauer steckte in seinem Blick, als er den letzten Bissen Warp in seiner hand betrachtete, bevor er ihn in einer flüssigen Bewegung in den zum Protest geöffneten Mund der Schmalzlocke schob. "Iss und ich bin mir sicher, selbst ein selbstverliebter Idiot wie du, wird seine Niederlage begreifen müssen."

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      Merida Serrano

      Sie nickte erleichtert, als der Pandahut versicherte, dass sein Kamerad wieder auf die Beine kommen würde.
      Tatsächlich war der Grummelbär nicht der erste, der ihre Verbeugung kommentierte. Ihre Form der höflichen Verbeugung war schließlich kaum bis gar kein Teil der hiesigen Kultur, weswegen sich auch ihre Zieheltern nie wirklich hatten erklären können, woher Meridas Angewohnheit diesbezüglich herrührte. Sie konnte nur vermuten, dass es mit ihrer vergessenen Vergangenheit zusammenhing und da sie es bis heute nicht gänzlich abstellen konnte, musste man es ihr auch in jungen Jahren schon tief eingetrichtert haben. Da jede Form des Erinnerns zumeist mit heftigen Kopfschmerzen verbunden war, verzichtete die junge Frau allerdings darauf, sich weitere Gedanken über die Angelegenheit zu machen. "Mir ist es egal, ob ihr Piraten seid. Ich möchte dennoch meinem tief empfundenen Respekt und Dank Ausdruck verleihen", meinte sie schließlich und neigte noch einmal flüchtig das Haupt.
      Sie beobachtete interessiert, mit welcher Hingabe sich der Pandahut um seine Leute kümmerte und beschloss erneut, sich so schnell wie möglich um das Asthmaspray zu kümmern. Doch noch während ihre Füße die Treppe erneut zu erklimmen begannen, wurde sie erneut ins Stocken gebracht. Nicht nur hatte sich der Pandahut bei ihr bedankt... hatte sie da gerade wirklich ihren Namen aus seinem Mund gehört. Mehrere Sekunden lang hatte sie praktisch das Atmen verlernt, bevor sie leicht den Kopf schüttelte. "Es gibt nichts, wofür du mir danken müsstest", murmelte sie, bevor sie schnellen Schrittes den Keller hinter sich ließ. Nie hätte sie erwartet, dass der Grummelbär sie jemals mit ihrem Namen ansprechen würde. Tatsächlich war sie sich sogar sicher gewesen, dass er sich nicht einmal die Mühe machen würde, sich eben diesen zu merken. Der Umstand, dass sie sich in beiden Annahmen so offenkundig getäuscht hatte, zog nun schmerzhaft ihren Brustkorb zusammen. Seit ihrem Treffen mit dem Pandahut und seiner Crew war schon knapp eine Woche, wenn nicht mehr vergangen... Außerdem war sie sich sicher, seinen Namen seither schon mehrfach aus dem Mund der anderen Piraten gehört zu haben und dennoch... Ihr siebförmiges Namensgedächtnis machte es ihr aktuell unmöglich, sich an seinen Namen zurück zu entsinnen.
      "So nutzlos", knurrte sie dunkel an sich selbst gerichtete, während sie das Restaurant hinter sich ließ und in einem leichten Sprint durch die noch immer recht verwüsteten Straßen eilte. "Nicht einmal Namen kannst du dir merken." Die Zähne frustriert zusammen gepresst, huschte sie durch eine Seitengasse nach der anderen, musste dabei hin und wieder Trümmerhaufen umrunden oder überspringen, bevor sie schließlich vor der regionalen Apotheke halt machte. Wahrscheinlich hatten Glück und die erhöhte Lage des Geschäftes dazu geführt, dass sie selbst nach der Wasserkatastrophe noch Bestand hatte. Dennoch machte sich Sorge in Meirdas Brust breit, als sie die Eingangstür aufstieß und die leeren Regale zu Gesicht bekam. Natürlich mussten nach den Fluten unendlich viele Menschen hergekommen sein und schienen die halbe Apotheke ausgekauft zu haben, welche Aufgrund der zerstörten Wege und Straßen wohl nur schwerlich mit Nachschub rechnen konnte. Zum Glück schien Asthmaspray aber nicht Teil der aktuell dringend benötigten Medizin zu sein, weswegen die junge Frau wie versprochen zwei Exemplare einpackte. Zudem nutzte sie die Chance, um noch einige vorhandene Verbandsmaterialien zu organisieren. Nun da der Pandahut kein freies Eintrittsticket mehr ins Krankenhaus hatte, würde er früher oder später keine Vorräte mehr haben und wer wusste schon, wann die Piraten das nächste Mal eine unglückliche Begegnung mit Marinesoldaten hatten?
      Vollständig ausgestattet trat die junge Frau schnellstmöglich den Rückweg an und war - wie versprochen - in nicht einmal einer viertel Stunde zurück im Restaurant. Wie zuvor nickte sie den anwesenden Männern und Frauen im Erdgeschoss kurz grüßend zu, bevor sie ihr Weg erneut zum Keller führte. Mit aufmerksamen Augen, suchte sie die Räumlichkeiten nach dem Pandahut ab. "Ich habe das Asthmaspray dabei", verkündete sie, während sie bereits auf einen der endlos hustenden Männer zuschritt. "Hier, dass sollte dir helfen", verkündete sie ruhig und hockte sich vor dem Piraten auf den Boden, während sie gleichzeitig das Spray zu schütteln begann und es wenig später dem jungen Mann entgegen hielt. "Du musst den Teil in den Mund nehmen und tief einatmen." Sie wusste nicht, ob der Ausdruck in seinen Augen Skepsis, Abneigung oder beides waren, aber letztendlich ergab er sich seinem Schicksal und folgte ihren Anweisungen. Zunächst hustete er noch mehrmals kräftig und schien die junge Frau mit einem entsprechend mahnenden Blick zu strafen, bis sich endlich der Kloß in seinem Hals zu lösen schien und ihm ein freies Atmen ermöglichte. Merida atmete erleichtert auf. Was ein Glück, es funktionierte wirklich.