Portugas D. Ace
Ein Mädchen, dass sich um einen völlig Fremden zu sorgen schien und trotzdem nicht akzeptieren wollte, dass sie eine kleine Heldin war? Vielleicht sollte Ace etwas Zeit in ihr Selbstbewusstsein investieren. Gleichzeitig machte es deutlich wie ähnlich sich Kampfkätzchen und ihre schwarzhaarige Freundin in Wirklichkeit doch waren. Offenbar schienen sie in die jeweils andere mehr Vertrauen stecken zu können, als in sich selbst.
"Mach dir keine Gedanken um Luca. Der Kerl ist hart im Nehmen, schließlich hat er Zuhause mit einer eigensinnigen Ehefrau und einem quengeligen Baby zu kämpfen, da werden ihn ein paar Wasserfluten schon nicht so einfach bezwingen", berichtete Ace heiter. "Er ist schon wieder vollständig auf den Beinen und plant für morgen oder übermorgen die Heimreise."
Wie erwartet schien die Kleine bei der plötzlichen Nähe zum braunen Wuschelkopf plötzlich zum Krebs zu mutieren. Sonst freute er sich in der Regel über diesen niedlichen Anblick der sonst so bissigen Kampfkatze, aber in dieser Situation wollte er sie am liebsten in die weiße Krankenhausdecke einwickeln und ihr Antlitz vor all den Anwesenden - allen voran vor Brandon - verbergen. Die Feuerfaust mochte dem Kerl dankbar für seine aufmunternden Worte gewesen sein, aber in dieser Sekunde wollte er nur Abstand zwischen Jocy und Wuschelkopf bringen. Offenkundig war er nicht der Einzige mit diesen Wünschen. Nie hätte er erwartet dem nervigen blonden Lockenkopf irgendwann für etwas dankbar zu sein, aber als er sich nun aufmüpfig zwischen seine Schwester und Brandon schob, hätte ihm Ace beinahe beipflichtend applaudiert. Der gute Eindruck war allerdings nicht von langer Dauer...
Abgesehen davon, dass der Mistkerl auch dem Piraten zu verbieten versuchte, seiner Schwester zu nahe zu kommen, produzierte sein Mundwerk Sekunden später den größten Schwachsinn, den Ace seit langem zu Ohren bekommen hatte. Und da hatte er gedacht, die Machtfantasien von Blackbeard wären unerträglich gewesen... Bereits vor ein paar Tagen hatte Goldlocke eindrücklich bewiesen, wie viel Schiss er vor den Fähigkeiten seiner Schwester hatte. Statt aber eben diesen Umstand zu akzeptieren, schien er für sich beschlossen zu haben, der Rothaarigen ihr sowieso schon mangelndes Selbstbewusstsein zu zerschießen.
"Was für ein guter großer Bruder du doch bist", knurrte Ace irgendwann dunkel und schritt unbeirrt auf den Blondschopf zu. "Behauptest deine Schwester zu beschützen, während du sie mit deinen eigenen Worten bereitwillig in den Abgrund stößt." Innerhalb eines Wimpernschlages schnellte seine Hand an den Kragenstoff seines Gegenübers und zog ihn an eben jenem gewaltsam an sich heran, zwang ihn dazu ihm tief in die Augen zu blicken. "Wenn du nichts anderes als Beleidigungen aus diesem elenden Mundwerk purzeln lassen kannst, erkläre ich mich gerne dazu bereit, es auf ewig zusammenzuschweißen, Goldlöckchen." Um seinen Worten das notwendige Gewicht zu verleihen, hob er den Zeigefinger seiner freien Hand direkt vor die Augen des ach so umsichtigen großen Bruders und ließ eine heiße Flamme an der Fingerspitze entzünden. Sekundenlang verharrte er genau in dieser Position, bis er sich sicher sein konnte, dass sein Opfer kaum noch die ausgehende Hitze ertragen würde könnte. Dann endlich stieß er den Größeren schwungvoll von sich."Mach dir keine Gedanken um Luca. Der Kerl ist hart im Nehmen, schließlich hat er Zuhause mit einer eigensinnigen Ehefrau und einem quengeligen Baby zu kämpfen, da werden ihn ein paar Wasserfluten schon nicht so einfach bezwingen", berichtete Ace heiter. "Er ist schon wieder vollständig auf den Beinen und plant für morgen oder übermorgen die Heimreise."
Wie erwartet schien die Kleine bei der plötzlichen Nähe zum braunen Wuschelkopf plötzlich zum Krebs zu mutieren. Sonst freute er sich in der Regel über diesen niedlichen Anblick der sonst so bissigen Kampfkatze, aber in dieser Situation wollte er sie am liebsten in die weiße Krankenhausdecke einwickeln und ihr Antlitz vor all den Anwesenden - allen voran vor Brandon - verbergen. Die Feuerfaust mochte dem Kerl dankbar für seine aufmunternden Worte gewesen sein, aber in dieser Sekunde wollte er nur Abstand zwischen Jocy und Wuschelkopf bringen. Offenkundig war er nicht der Einzige mit diesen Wünschen. Nie hätte er erwartet dem nervigen blonden Lockenkopf irgendwann für etwas dankbar zu sein, aber als er sich nun aufmüpfig zwischen seine Schwester und Brandon schob, hätte ihm Ace beinahe beipflichtend applaudiert. Der gute Eindruck war allerdings nicht von langer Dauer...
Abgesehen davon, dass der Mistkerl auch dem Piraten zu verbieten versuchte, seiner Schwester zu nahe zu kommen, produzierte sein Mundwerk Sekunden später den größten Schwachsinn, den Ace seit langem zu Ohren bekommen hatte. Und da hatte er gedacht, die Machtfantasien von Blackbeard wären unerträglich gewesen... Bereits vor ein paar Tagen hatte Goldlocke eindrücklich bewiesen, wie viel Schiss er vor den Fähigkeiten seiner Schwester hatte. Statt aber eben diesen Umstand zu akzeptieren, schien er für sich beschlossen zu haben, der Rothaarigen ihr sowieso schon mangelndes Selbstbewusstsein zu zerschießen.
Wahrscheinlich war das Kampfkätzchen kein großer Fan seiner kurzen Stunteinlage gewesen, aber Ace wäre nicht in der Lage gewesen auch nur einen weiteren Satz aus dem Mund dieses Mistkerles zu ertragen. Entsprechend hatte er auch nicht vor, sich zu entschuldigen und wendete sich stattdessen ruhig durchatmend an die junge Frau im Krankenbett. "Deine Fähigkeiten sind keine 'Absonderheit' und niemand - und vor allem nicht Goldlöckchen hier - können dir jemals verbieten sie einzusetzen. Vor allem dann nicht, wenn du sie zum Schutz anderer anwendest." Aus dem Augenwinkel konnte er wahrnehmen, wie Brandon und sogar Meridas Eltern ihm nickend beizupflichten schienen. Konnte er da ebenfalls düsteren Zorn in den Augen der Familienmutter erkennen? Eventuell wäre sie Goldlöckchen ebenfalls an die Kehle gesprungen, wäre die Feuerfaust ihr nicht zuvor gekommen.
Zumindest eine gute Nachricht schien der Blondschopf noch mit seiner Schwester teilen zu wollen, auch wenn Ace deutlich die Anspannung im Körper der Rothaarigen zu erkennen vermochte. Sie schien sich auf jeden Fall über den guten Zustand ihrer Eltern zu freuen, aber da steckte eine seltsame Sorge in ihren Augen... Waren ihre Eltern etwa ähnlich begriffsstutzig wie dieser elende Held der Erniedrigungen hier? Ace hatte jetzt schon beschlossen, dass er der Familienzusammenkunft beiwohnen wollte. Es war schon schlimm genug zu wissen, dass die Kleine in der Vergangenheit immer wieder solchen Vorwürfen ausgesetzt gewesen sein musste. Solange er es verhindern könnte, würde der Schwarzhaarige sie in solchen Situationen nicht mehr alleine lassen.
"Möchtest du wirklich, dass wir alle gehen, Kampfkätzchen?" Er ignorierte jegliche Proteste der Goldlocke, egal ob sie verbaler oder stummer Natur waren. "Wenn du lieber für dich sein möchtest, dann sag uns bescheid. Aber wenn du lieber noch etwas entspannt reden möchtest, werde ich dafür sorgen, dass dieser Quälgeist hier verschwindet und uns nicht mehr in die Parade fährt." Sein Zeigefinger deutete auf den älteren Bruder. Ace war sich nicht sicher, ob es aktuell schlau wäre die Kleine sich selbst zu überlassen. Er konnte nur erahnen, welche düsteren Gedanken da gerade durch ihren kleinen Kopf schwirrten. Jeder einzelne von dem elenden Blondschopf ans Tageslicht gezerrt...
Wenn ich ihm das nächste Mal alleine begegne, werde ich ihm mit der Faust die Zähne aus dem Kiefer operieren. Mal sehen, ob er dann immer noch so gut Schwachsinn labern kann.Zumindest eine gute Nachricht schien der Blondschopf noch mit seiner Schwester teilen zu wollen, auch wenn Ace deutlich die Anspannung im Körper der Rothaarigen zu erkennen vermochte. Sie schien sich auf jeden Fall über den guten Zustand ihrer Eltern zu freuen, aber da steckte eine seltsame Sorge in ihren Augen... Waren ihre Eltern etwa ähnlich begriffsstutzig wie dieser elende Held der Erniedrigungen hier? Ace hatte jetzt schon beschlossen, dass er der Familienzusammenkunft beiwohnen wollte. Es war schon schlimm genug zu wissen, dass die Kleine in der Vergangenheit immer wieder solchen Vorwürfen ausgesetzt gewesen sein musste. Solange er es verhindern könnte, würde der Schwarzhaarige sie in solchen Situationen nicht mehr alleine lassen.
"Möchtest du wirklich, dass wir alle gehen, Kampfkätzchen?" Er ignorierte jegliche Proteste der Goldlocke, egal ob sie verbaler oder stummer Natur waren. "Wenn du lieber für dich sein möchtest, dann sag uns bescheid. Aber wenn du lieber noch etwas entspannt reden möchtest, werde ich dafür sorgen, dass dieser Quälgeist hier verschwindet und uns nicht mehr in die Parade fährt." Sein Zeigefinger deutete auf den älteren Bruder. Ace war sich nicht sicher, ob es aktuell schlau wäre die Kleine sich selbst zu überlassen. Er konnte nur erahnen, welche düsteren Gedanken da gerade durch ihren kleinen Kopf schwirrten. Jeder einzelne von dem elenden Blondschopf ans Tageslicht gezerrt...
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Merida Serrano
Sie wollte ihm widersprechen, ihm untersagen, sie weiter bei diesem elenden Spitznamen zu nennen. Stattdessen presste sie einfach nur stumm die Lippen zusammen und nickte langsam. Ließ sich weiter von ihm verarzten. Lauschte später seinen Worten.
Jedes einzelne von ihnen schien sie auf seltsame Weise aufbauen zu wollen, zugleich schob es ihr immer und immer wieder einen heißen und schmerzhaften Pfahl durch die Brust. Was sollte sie seiner Meinung nach also unternehmen? Wie sollte sie diesen Konflikt lösen? Sich zu entschuldigen hatte zuvor schließlich lange nicht die Wirkung erzielt, die sie sich erwünscht hatte. Zudem: Selbst wenn er Recht haben mochte und alles gut ausgegangen war, hatte Jocy deutlich gemacht, wie sehr Meri sie verletzt hatte, nachdem sie ihrer eigenen Wege gegangen waren. Natürlich war Jocy alt genug, um für sich einzustehen. Doch was wäre gewesen, wenn ihren Eltern tatsächlich etwas widerfahren wäre oder ihren Brüdern? Merida hätte für ihre Freundin da sein sollen... Außerdem: "All ihre Schützlinge sind gestorben", murmelte sie leise. "Ich will mir gar nicht vorstellen, wie Jocy sich gefühlt haben muss, als sie vor den Trümmern ihres alten Hauses angekommen war." Meri presste die Kiefer aufeinander. Diese Tiere waren Teil ihrer Familie gewesen... Sie musste sich grausam gefühlt haben. "Es ist nicht 'alles noch einmal gut gegangen'", murmelte sie schließlich mit gesenktem Haupt.
Pandahut schien während dessen langsam seine Geduld mit ihr zu verlieren. Wer sollte es ihm auch verübeln? Es war ein Wunder, dass er ihr überhaupt so lange zugehört hatte. "Tut mir leid, ich hätte dich nie damit belästigen sollen." Sie wusste selbst, dass da gerade ein gehöriger Teil Selbstmitleid und Selbsthass aus ihr sprachen, gleichzeitig wunderte sie sich selbst ein wenig darüber, dass sie überhaupt so offen hatte mit ihm darüber reden können. Irgendwie war der Grummelbär ein seltsam guter Zuhörer gewesen... vielleicht hatte sie sich deswegen so bereitwillig ihm gegenüber geöffnet. Ein wenig lernte sie diese Entscheidung nun zu bereuen, immerhin hatte sie es damit nur geschafft, seine Laune zusammen mit ihrer eigenen in den Keller zu stoßen... wie auch schon bei so vielen vor ihm. Sie wusste schon lange, dass sie daran dringend etwas ändern müsste, denn er hatte recht: Sie wollte nicht die einzige Freundin verlieren, die sie je gehabt hatte. Gleichzeitig wusste sie nicht, was sie tun sollte. Konnte man lernen, sich selbst weniger zu verachten? Könnte sie lernen, sich selbst zu lieben?
Lieben?!... Dich? Ein wertloses Geschöpf wie du hat keine Liebe verdient! Sie wollte ihm widersprechen, ihm untersagen, sie weiter bei diesem elenden Spitznamen zu nennen. Stattdessen presste sie einfach nur stumm die Lippen zusammen und nickte langsam. Ließ sich weiter von ihm verarzten. Lauschte später seinen Worten.
Jedes einzelne von ihnen schien sie auf seltsame Weise aufbauen zu wollen, zugleich schob es ihr immer und immer wieder einen heißen und schmerzhaften Pfahl durch die Brust. Was sollte sie seiner Meinung nach also unternehmen? Wie sollte sie diesen Konflikt lösen? Sich zu entschuldigen hatte zuvor schließlich lange nicht die Wirkung erzielt, die sie sich erwünscht hatte. Zudem: Selbst wenn er Recht haben mochte und alles gut ausgegangen war, hatte Jocy deutlich gemacht, wie sehr Meri sie verletzt hatte, nachdem sie ihrer eigenen Wege gegangen waren. Natürlich war Jocy alt genug, um für sich einzustehen. Doch was wäre gewesen, wenn ihren Eltern tatsächlich etwas widerfahren wäre oder ihren Brüdern? Merida hätte für ihre Freundin da sein sollen... Außerdem: "All ihre Schützlinge sind gestorben", murmelte sie leise. "Ich will mir gar nicht vorstellen, wie Jocy sich gefühlt haben muss, als sie vor den Trümmern ihres alten Hauses angekommen war." Meri presste die Kiefer aufeinander. Diese Tiere waren Teil ihrer Familie gewesen... Sie musste sich grausam gefühlt haben. "Es ist nicht 'alles noch einmal gut gegangen'", murmelte sie schließlich mit gesenktem Haupt.
Pandahut schien während dessen langsam seine Geduld mit ihr zu verlieren. Wer sollte es ihm auch verübeln? Es war ein Wunder, dass er ihr überhaupt so lange zugehört hatte. "Tut mir leid, ich hätte dich nie damit belästigen sollen." Sie wusste selbst, dass da gerade ein gehöriger Teil Selbstmitleid und Selbsthass aus ihr sprachen, gleichzeitig wunderte sie sich selbst ein wenig darüber, dass sie überhaupt so offen hatte mit ihm darüber reden können. Irgendwie war der Grummelbär ein seltsam guter Zuhörer gewesen... vielleicht hatte sie sich deswegen so bereitwillig ihm gegenüber geöffnet. Ein wenig lernte sie diese Entscheidung nun zu bereuen, immerhin hatte sie es damit nur geschafft, seine Laune zusammen mit ihrer eigenen in den Keller zu stoßen... wie auch schon bei so vielen vor ihm. Sie wusste schon lange, dass sie daran dringend etwas ändern müsste, denn er hatte recht: Sie wollte nicht die einzige Freundin verlieren, die sie je gehabt hatte. Gleichzeitig wusste sie nicht, was sie tun sollte. Konnte man lernen, sich selbst weniger zu verachten? Könnte sie lernen, sich selbst zu lieben?
Erneut flammte stechende Pein in ihrem Schädel auf. Sie unterdrückte ein schmerzhaftes Stöhnen und presste stattdessen die Zähne aufeinander. Sie wusste, dass die harschen Worte des Pandahuts sie aufbauen sollten, leider drangen nur einzelne durch den dichten Nebel ihrer verworrenen Gedanken. Dennoch glaubte sie etwas Kraft aus seiner kleinen Rede ziehen zu können. Sie wollte ihre Freundschaft mit Jocy noch nicht aufgeben... Vielleicht sollte sie wirklich noch einmal das Gespräch mit ihr suchen. Doch was sollte sie ihr dann sagen? Was wenn Merida wieder die falschen Worte fand? Was wenn sie den Rotschopf wieder verletzte? Was wenn...
Sie zwang sich mit einem Kopfschütteln dazu, den düsteren Gedankenstrom zu unterbrechen und drehte sich stattdessen zum Pandahut um. "Danke für deine Hilfe", meinte sie aufrichtig und hob ihre Finger zum fachmännischen Verband um ihren pochenden Schädel. "Sowohl für die ärztlich Versorgung, als auch für deine Worte." Sie konnte noch immer nicht ganz fassen, dass sie überhaupt in die Situation geraten war, in der sie dem Schwarzhaarigen so dankbar sein musste, aber sie konnte nicht leugnen, dass sich ihr Bild zu ihm deutlich gewandelt hatte. Er hingegen musste einen zunehmend schlechten Eindruck von ihr haben... "Und keine Sorge, ich werde für die Schäden aufkommen und es wird kein weiteres Mal passieren." Langsam schob sie sich an der Wand entlang nach oben. "Tut mir leid, dass ich dich so lange aufgehalten habe."
Eine Zeit lang hafteten ihre Augen noch auf der Zimmertür, nachdem der Pirat hinter eben jener verschwunden war. Die plötzliche Stille im Raum, ließ ihre eigenen Gedanken nur noch lauter wirken. Schuldgefühle und Furcht kämpften gegen Hoffnung und Entschlossenheit. Sie wollte für ihre Freundschaft kämpfen. Sie wollte alles dafür geben, damit Jocy ihr verzeihen konnte. Wie sollte sie dieses Ziel allerdings erreichen? Was sollte sie tun, wenn sie die Rothaarige noch einmal so verletzte? Wie könnte sie ihr danach je wieder verzeihen?Sie zwang sich mit einem Kopfschütteln dazu, den düsteren Gedankenstrom zu unterbrechen und drehte sich stattdessen zum Pandahut um. "Danke für deine Hilfe", meinte sie aufrichtig und hob ihre Finger zum fachmännischen Verband um ihren pochenden Schädel. "Sowohl für die ärztlich Versorgung, als auch für deine Worte." Sie konnte noch immer nicht ganz fassen, dass sie überhaupt in die Situation geraten war, in der sie dem Schwarzhaarigen so dankbar sein musste, aber sie konnte nicht leugnen, dass sich ihr Bild zu ihm deutlich gewandelt hatte. Er hingegen musste einen zunehmend schlechten Eindruck von ihr haben... "Und keine Sorge, ich werde für die Schäden aufkommen und es wird kein weiteres Mal passieren." Langsam schob sie sich an der Wand entlang nach oben. "Tut mir leid, dass ich dich so lange aufgehalten habe."
Zu allem Überfluss war da auch noch diese zornige Stimme in ihrem Kopf, die eine alte Erinnerung widerzuspiegeln schien und ihren Schädel in dauerhafte Schmerzen zu versetzen schien. Wer war das? Warum hatte diese Person sie nur so verachtet? Was hatte Merdida nur angestellt, um solch einen Hass zu verdienen? Woher kannte sie die Person überhaupt? Lebte sie noch?
Sie spürte wie zunehmend Erschöpfung und Müdigkeit ihren Geist überschatteten und es gänzlich unmöglich machten, diese Fragen zu beantworten. Vielleicht wäre es vernünftiger sich wieder ins Bett fallen zu lassen? Vielleicht könnte sie etwas klarer denken, nachdem sie ein paar Stunden ruhte? Vielleicht wüsste sie dann auch besser, wie sie sich wieder mit Jocy versöhnen könnte.
Momente später war sie auch schon ins weiche Kissen des Krankenbettes gesunken und trotz - oder vielleicht eben wegen? - der hämmernden Kopfschmerzen schnell eingeschlafen. Sie spürte wie zunehmend Erschöpfung und Müdigkeit ihren Geist überschatteten und es gänzlich unmöglich machten, diese Fragen zu beantworten. Vielleicht wäre es vernünftiger sich wieder ins Bett fallen zu lassen? Vielleicht könnte sie etwas klarer denken, nachdem sie ein paar Stunden ruhte? Vielleicht wüsste sie dann auch besser, wie sie sich wieder mit Jocy versöhnen könnte.

